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ETCETERA 50/2007

>> INHALTSVERZEICHNIS 20 Jahre Etcetera

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Der Kaffeeautomat

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Annas Satire

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We are family: Familie FiechterAlber

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Pauliner Würfelspiel

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Künstlerdialog 07

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Die neue Schülervertretung

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Berlin - Exkursion

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Pauliner Kurznachrichten

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Fotoreportage: Maturaball 2007

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Lehrerporträt: 10

Teenstars: 23

Das Redaktionsteam

Gedenkstele für Josef King: 26

Die Sieger beim Redebewerb 2007: 28


ETCETERA 50/2007

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>> EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser! von Carl-Johann Holzer

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UBILÄUM! 50 Ausgaben Etcetera (innerhalb von 21 Jahren) und noch kein bisschen älter! Es gab gute und sicherlich auch schlechte Zeiten, doch eines ist klar: Die Etcetera ist die einzige Schülerzeitung österreichweit, die es ohne Unterbrechung schon so lange gibt! Nach der 7-monatigen Sommerpause sind wir endlich wieder mit neuem Stoff zurück! Also möge hiermit unser 3. Jahr als Redaktionsteam beginnen! Unser Hauptthema dieses Mal ist natürlich (wie könnte es anders sein) ein Rückblick auf die letzten 49 Ausgaben samt Interview mit dem Gründer dieser Zeitung, Andreas Schett. Nun muss man aber wahrlich auch sagen, dass durch unseren „Sugardaddy“ der Etcetera, Herrn Professor Willibald Gösweiner, diese Pauliner Schülerzeitung wahrscheinlich nie so lange überlebt hätte. Er stand ihr in all den 21 Jahren ihrer Existenz immer bei, und alle vergangenen Redaktionsteams wurden immer von ihm mit ganzer Power unterstützt. Passend dazu haben wir ihn dieses Mal ausgewählt für eines der berühmten Lehrerinterviews! Und für das zweite Lehrerporträt haben wir uns für einen der absoluten Lieblingslehrer am Paulinum entschieden: Professor Elmar

Fiechter-Alber! Doch dieses Mal gibt es kein normales Interview, wie gewohnt, sondern ein ganz besonderes Highlight: Das „We Are Family - Home Special“ bei Familie Fiechter- Alber in Thaur, die uns bei dem Interview sehr gastfreundlich und nett bei ihnen zu Hause empfangen hat. Wie immer darf auch dieses Mal der Musikartikel über „Teenstars“ nicht fehlen und auch Fans von Annas Satire kommen nicht zu kurz. Und auch auf die jährlichen Schnappschüsse des Maturaballs auf der letzten Seite kann man sich freuen. Ein weiteres „Schmankerl“ dieser Ausgabe ist das farbige Pauliner Würfelspiel in der Mitte, das speziell für unsere jüngeren Leser (bzw. jung gebliebenen) gedacht ist! Das Titelbild, das sich dieses Mal der Etcetera – Vergangenheit widmet, gestaltete dieses Mal Gregor Zoller, zusammen mit Judith ­Bortz. Und wo wir gerade bei Kunst sind, hat sich Magdalena Pesendorfer, die vor 2 Jahren maturierte, für uns zu Prof. Lierschofs Vernissage vor einigen Wochen aufgemacht und darüber einen Bericht verfasst!! Doch damit noch nicht genug an Neuheiten….. Ebenfalls neu sind die Pauliner Kurzmeldungen, die aktuelle Themen rund ums Paulinum kurz und knapp behandeln, und natürlich ging auch das große Spektakel um Josef Kings Hinrichtung nicht spurlos an uns vorbei!

digital

Leider mussten wir aber die Umfrage um die Wertehaltung der Pauliner (auf die sich der Direktor so gefreut hätte) in letzter Sekunde doch noch streichen, da die Zeit zu knapp wurde und wir einige Probleme mit dem Auswerten hatten! Doch jeder, den die Ergebnisse interessieren, kann sich jetzt schon auf die 2. Ausgabe in diesem Schuljahr freuen, die Ende April erscheinen wird. Zum Schluss möchten wir, wie immer auf unsere Homepage hinweisen, gestaltet von Gregor und Andreas Zoller (www.et-cetera.at). Über häufige Gästebuchentrys, Besuche sowie Vorschläge, Anregungen und Kritik würden wir uns sehr freuen! Alles in allem wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen! Euer Cajo

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ETCETERA 50/2007

>> 20 Jahre Etcetera

Happy Birthday!

von Anna Bichler und Sandra Rabalder

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a, ihr habt richtig gehört, die Etcetera hat Geburtstag und zwar schon ihren zwanzigsten!!! Gleichzeitig dürfen wir hiermit stolz die bereits 50. Ausgabe präsentieren!!!

Aber: Wie kam es eigentlich zur Entstehung des „Pauliner Pausenmagazins“? Wer waren die Drahtzieher? Gab es „Gegner“ dieser Zeitung? Um diese Fragen zu beantworten, mussten wir ein bisschen in der Geschichte der Etcetera wühlen und stießen dabei unter anderem auf den Namen Andreas Schett. Er gründete vor 20 Jahren gemeinsam mit drei anderen damaligen Pauliner Schülern, Oliver Grasl, Stefan Pfund und Wolfgang Ainetter, eine Schülerzeitung, um unter anderem die Hausschuhpflicht, den nur einstündigen Ausgang pro Woche(!) – man bedenke, dass es damals noch das Heim gab! – und ähnliche Themen zu kritisieren oder besser gesagt, um einfach aufzuzeigen, dass auch die Schüler etwas zu sagen haben! Wie genau das vor sich ging, berichtete er uns im folgenden Interview:

Interview Andreas, du gehörst zur Gründergeneration der Pauliner Schülerzeitung Etcetera. Kannst du uns kurz erzählen, wie ihr auf die Idee gekommen seid, eine Schülerzeitung zu gründen! Warum habt ihr gerade den Titel „ETCETERA“ ausgewählt? Als wir das 1986 begonnen haben, war das Paulinum eine vollkommen andere Schule, und es gab damals ja noch das Heim. Weil ich aus Osttirol komme, war ich auch im Heim, wie eigentlich alle aus den entfernteren Gebieten. Und diese Situation, dass wir eben immer im Heim, in diesem System „Paulinum“ waren, hat schon einiges aufgestaut und der Drang danach, etwas verändern zu wollen, etwas aufzuzeigen, war groß. Das war so in etwa die Grundidee, die zur Gründung der ETCETERA führte. Für den Titel gibt es eigentlich keinen genauen Grund, aber ich bin schon stolz darauf, denn dieser Name klingt, meiner Meinung nach, schon gut! Konntet ihr in der Zeitung alles schreiben, was ihr schreiben

wolltet, oder gab es eine Art Zensur? Also, wir wurden nicht nur einmal zum Direktor zitiert, also natürlich wollte dieser und einige Lehrer uns beeinflussen, die Zeitung zensieren, aber wir haben daraufhin das Gesetz genauestens studiert, um zu wissen, was wir dürfen und was nicht! Und das teilten wir dem Direktor auch ganz klar mit; das war für uns eine ganz wichtige Schule fürs Leben! Und ganz wichtig war für uns Professor Gösweiner, der uns wirklich „gepusht“ und unterstützt hat. Er war ganz entscheidend, denn er hat uns auch immer wieder neue Impulse gegeben, wenn er in jeder 5-Minuten-Pause „dahea kemmen isch und wieda neue Themen voagschlogn hot“. Also er war sicher einer der Wenigen, die uns total unterstützt haben. Hast du es jemals bereut, an diesem Projekt mitgearbeitet zu haben? Nein, absolut nicht!

Wenn wir richtig recherchiert haben, warst du auch Schulsprecher und 1 Jahr sogar Landesschulsprecher von Tirol. War das eine wichtige Zeit für dich? Hatte das auch etwas mit der ETCETERA zu tun? Also in der 6. Klasse haben wir die ETCETERA gegründet, in der 7. Klasse war ich Schulsprecher und in der 8. Klasse wurde ich zum Landesschulsprecher gewählt, und das alles ist im Grunde eine sehr ähnliche Geschichte, denn mich persönlich hat immer die Frage interessiert: Muss ich alles über mich ergehen lassen, oder kann ich etwas dagegen tun, und wenn ja, was!? Und ich glaube, in dieser Hinsicht haben wir als Schülerzeitung schon etwas bewirkt. Welchen Bezug hast du überhaupt heute noch zum Paulinum? Eigentlich habe ich gar keinen Bezug mehr zum Paulinum, nur zu meinen zwei engsten Freunden, die ich noch aus der Pauliner Zeit kenne, habe ich noch Kontakt. Mit


ETCETERA 50/2007 einem davon spiele ich sogar im 9-köpfigen Ensemble „Franui“. Also, das sind so meine einzigen übrig gebliebenen Paulinumbezüge. Hast du die Entwicklung der Schülerzeitung „Etcetera“ mitverfolgt? Was kannst bzw. möchtest du dazu sagen? Nein, also der Kontakt ist im Grunde komplett abgebrochen. Bis vor kurzem, als ich auf euerer Homepage ein bisschen herumgestöbert

5 habe, was man sich da alles anschauen kann… Aber sonst habe ich auch gleich nach der Matura nicht mitverfolgt, was genau mit der ETCETERA passiert ist. Welche Tipps kannst du uns RedakteurInnen geben? Der beste Tipp oder Hinweis, den ich euch geben kann, ist, dass ihr das unbedingt machen sollt und auch weiterführen sollt, weil man einfach viel mehr lernt als in 600

Schulstunden! Allein schon so Sachen, selbst Inhalte zu kreieren, diese Inhalte zu vertreten, ein Interview zu führen, Texte zu schreiben und das Beste daraus zu machen. Und vielleicht überlegt ihr euch auch, welche Themen ihr wählen solltet, um möglichst viele Leute anzusprechen. Danke für die Tipps und das Interview! Bitte, gerne!

Andreas Schett beim Interview mit Sandra Rabalder

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>> STATEMENTS

Brauchen wir überhaupt eine Schülerzeitung?

Das ganze Paulinum kennt sie, letztes Jahr wurde sie in der Kategorie Oberstufe Online sogar zur besten Schülerzeitung Österreichs gekürt, und die meisten Schüler haben 1 € übrig, wenn es wieder heißt: Die neue Etcetera ist da! Schon zum fünfzigsten Mal wird die Schülerzeitung unter den Schülern verteilt und meistens schon im Unterricht durchgeblättert. Doch wofür gibt es die Schülerzeitung? Wofür gibt es die Etcetera? Nur, weil manchen Oberstuflern langweilig ist und sie am Nachmittag nichts Besseres zu tun haben, als Texte über Geschehnisse, die rund ums Paulinum passieren, zu schreiben? Nein, die Schülerzei-

ben bekanntlich erst lebenswert. Lesenswert ist die Etcetera auf jeden Fall. Als begeisterter Lehrer der lateinischen wie auch der griechischen Sprache erfreut mich einerseits der Titel „et cetera“ (kollektiver lateinischer neutrum plural!), andererseits der Zusatz „Pausenmagazin“ (griechischarabische Hybridbildung!) naturgemäß sehr. Auch der Inhalt findet meistens mein Gefallen, er muss mir aber nicht gefallen, denn nicht wir LehrerInnen, sondern ihr SchülerInnen seid die Adressaten der Etcetera - so wünsche ich dem Pauliner „Zentralorgan“ noch weitere 50 Ausgaben und das erforderliche

journalistische Feingefühl bei der Mischung von Entertainment und

Lesenswert ist die Etcetera auf jeden Fall.

Information und vor allem beim Grenzgang zwischen schonungsloser Offenheit und diplomatisch verschwiegener Andeutung. et cetera? Prosit! ad multos annos!

von Judith Erler, 5B

tung hat eine wichtige Aufgabe: den Schülern zu erzählen, was

Die Schülerzeitung erhellt unseren Schulalltag.

NEIN, nein - selbstverständlich brauchen wir keine Schülerzeitung! Was man wirklich braucht, ist bekanntlich sehr wenig - und der Rest ist der pure Luxus, und der pure Luxus macht das Le-

von Prof. Mag. Erich Thummer

D

ie Etcetera feiert heuer ihren 20. Geburtstag – aus diesem Anlass fragten wir Schüler und Lehrer, ob wir im Paulinum überhaupt eine Schülerzeitung brauchen???

in unserer Schule passiert. Ob es nun die Schulsprecherwahl oder die Karaokenight ist, der Redewettbewerb oder „Lernen lernen“, Theater oder Maturaball. Was wären wir ohne die Etcete-

ra? Ohne die Lehrerporträts und ohne Satiren? Die Schülerzeitung erhellt unseren Schulalltag und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Schule. Ich gratuliere der Etcetera herzlichst zu ihrer 50. Ausgabe und hoffe, es werden noch viele weitere folgen!


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von Anna-Sophia Pesendorfer, 4C Liebe Etcetera! Ich habe erfahren, dass du heuer 20 Jahre alt geworden bist und wir bald die 50. Ausgabe von dir in Händen halten dürfen – das ist schon beachtenswert und dazu gratuliere ich dir auch ganz herzlich.

Trotzdem bin ich kein hundertprozentiger Fan von dir, denn ich bin eine sehr anspruchsvolle Leserin und muss dir sagen, dass sich die Themen in deinem Schülermagazin wiederholen. Frag doch die Schüler mal, was sie gerne in einer Schülerzeitung lesen möchten! Mir ist schon klar, dass man es nicht jedem recht m a c h e n kann, aber du würdest als Zeitung sicher davon

profitieren, wenn du mehr auf die Schülerinteressen eingehen und z.B. Musikbands vorstellen würdest. Momentan zähle ich nicht zu deinen Käufern, aber wenn du versprichst, dich in Zukunft zu bessern, werde ich meinem Herzen einen Stoß geben und dich doch wieder kaufen …

von Nina Baumgartner, 4C

Liebes Etcetera – Team! Ich erfreue mich schon seit 4 Jahren an eurer Zeitung und bin sehr froh, dass es am Paulinum eine Schülerzeitung gibt. Meistens kaufen mehr als die Hälfte in un-

serer Klasse das Pauliner Pausenmagazin, denn der Preis von 1 € ist sehr vernünftig! Was interessiert mich nun besonders an eurer Zeitung? In erster Linie das Umschlagcover – das ist auch fast immer gut gelungen, dann die Lehrerporträts – wir Schüler möchten doch mehr

über unsere Lehrer erfahren! Die Fotoreportage in Farbe ist sowieso ein Hit, aber mich interessieren auch aktuelle Themen über unsere Schule wie z.B. der Bericht von der Karaokenacht am Paulinum oder die Umfrage, welche Musik die Pauliner am liebsten hören. Ich hoffe, ihr macht so weiter wie bisher! Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Ausgabe und wünsche euch noch viel Erfolg!

Impressum: Chefredakteur/innen: Carl Johann Holzer (Cajo), Daniela Gruber Redakteur/innen: Anna Bichler, Pia Gschwantler, Sarah Jäger, Lisa Katzbeck, Sandra Rabalder Gastredakteur/innen: Magdalena Pesendorfer, Katharina Mair, Michaela Seewald, Gregor Zoller Titelkarikatur/Cover: Gregor Zoller und Judith Bortz Pauliner Würfelspiel: Daniela Gruber, Carl Johan Holzer (Cajo) Fotos: Daniela Gruber, Sandra Rabalder, Pia Gschwantler, Prof. Thomas Kurz u.a. Werbung: Christoph Bergmeister, Florian Hörhager Layout: Michaela Seewald Webdesign: grandcom webdesign (Andreas und Gregor Zoller) Druck: Sterndruck, Fügen - www.sterndruck.at Adresse: Schülerzeitung Etcetera - Das Pauliner Pausenmagazin Paulinumweg 1, 6130 Schwaz Homepage: www.et-cetera.at Bankverbindung: Sparkasse Schwaz (BLZ 20510), Kt.Nr. 3101-801136


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>> DER KAFFEEAUTOMAT

Der PaulinerInnen liebste Einrichtung

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r ist unermüdlich im Einsatz, in den Pausen vergeht keine Sekunde, in der er nicht neue Kaffees, Tees oder Kakaos herunterlassen muss, nur während der Schulstunden bleibt ihm mal Zeit zum Verschnaufen….. Die Rede ist von unserem Kaffeeautomaten im Aufenthaltsraum,

vor dem sich in jeder Pause eine lang Schlange bildet. Doch wie ist dieses Phänomen zu erklären? Brauchen wir ein Aufwachgetränk in der Früh, das uns Schwung für den Tag bringen soll (man bedenke bitte, dass es nur Kaffee ohne Koffein gibt!) oder wollen wir einfach nur ein Getränk zum Aufwärmen in der kalten Jahreszeit? Wir haben 2 Schülerinnen aus der 2. Klasse zu diesem “heißen“ Thema befragt, um herauszufinden, was sie vom Automaten, auf den die Pauliner Schülerschaft anscheinend nicht mehr verzichten kann, halten. Hier nun ihre Statements: Theresa Höllwart, 2A Was hältst du nun von dem Kaffeeautomaten in unserer Schule?

von Daniela Gruber Theresa: Also ich mag den Automaten eigentlich total gern, am liebsten trink ich Kakao oder Tee, Kaffe trink ich eigentlich nie! Und wann gehst du immer zu unserem Automaten? In den Pausen, in der Mittagspause….? Theresa: Also meistens in der Mittagspause, manchmal auch in der großen Pause. Aber ich finde es schade, dass man den Kakao oder Tee nicht drüben bei den Couchen trinken darf oder mit in die Klasse nehmen kann. Deswegen geht es sich auch nicht aus, in einer der 5-Minuten Pause etwas herauszudrücken... Und vom Preis her, findest du die Getränke zu teuer oder passt es für dich? Theresa: Also ich finde, dass 50 Cent wirklich nicht teuer sind, also das passt wirklich gut !! Bettina Fritz, 2A Und was drückst du dir am liebsten aus unserem Automätchen heraus? Bettina: Eigentlich immer Kakao, weil er einfach am besten schmeckt, besonders der Schaum oben

drauf :-) ... Und was sagst du zur Strafe von 2 Euro, wenn man Kaffe verschüttet? Bettina: Ich finde es eigentlich gut, dass es dann jeder selber wegputzen muss, denn man hat ihn ja auch selbst ausgeleert ! Fazit des Ganzen: Der Automat ist nun mit der Zeit wohl zu einer nicht mehr weg zu denkenden Einrichtung unserer Schule ge-

worden! Lieber Kaffeeautomat, die letzten Worte dieses Berichts sind an dich gerichtet: Bleib uns weiter so treu und zuverlässig und hör nie mehr auf, ob es nun Espresso, Latte Macchiato, Kakao, Tee oder Vanillecino ist, fülle uns die kleinen, braunen Becher voll!


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>> Annas Satire

In der Mitte steht der Mensch…oder!?

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aut unserem Pauliner Leitbild auf jeden Fall! Und auch im Alltag ist dieses positive Motto täglich oder besser gesagt monatlich präsent und zwar in Form von kleinen roten Zahlen auf dem Kontoauszug unserer Eltern. Naja, in diesem Fall ist es wohl nicht der Mensch selbst, sondern eher dessen Geld, welches im Mittelpunkt steht, aber immerhin ist das schon ziemlich nahe dran! Jeder Pauliner beziehungsweise dessen Eltern „dürfen“, wie wir alle wissen, jeden Monat 100 Euro Schulgeld bezahlen (für Geschwister gibt es sogar eine Ermäßigung!). Das ist sozusagen die Gegenleistung, um all die tollen Vorteile, die eine Ausbildung am Paulinum mit sich bringt, auch in vollen Zügen genießen zu dürfen. Und außerdem: Von irgendetwas müssen ja der Um- und Neubau, die Wäschereikosten für unsere schneeweißen Couchüberzüge im „TREFF“ und unser dringend benötigter Flatscreen - Bildschirm direkt in der Eingangshalle ja bezahlt werden! Und die ständigen Ausweißelungen der Gänge und Klassenzimmer erst - immer diese hässlichen Fingerabdrücke! Kaum nähert man sich der Wand auf zehn Zentimeter, schon sind dunkle Umrisse zu erkennen! Das alles muss man erst einmal finanzieren, denn Geld fällt ja schließlich nicht vom Himmel, selbst wenn man in einer katholischen Privatschule ist! Und genau das ist es doch, was unsere Schule ausmacht: „weltoffenes Denken“, was Reinlichkeit, Genauigkeit und den Schein nach außen bewahren bedeutet. Vor allem Sauberkeit ist uns ein ganz

von Anna Bichler besonderes Anliegen, denn dank unserem Mülltrennungssystem (danke, Herr Professor Kurz!), haben wir wieder etwas fürs Leben gelernt, ganz nach dem Motto „non schloae, sed vitae discimus“ (ob alle von uns dieses Wissen auch nach der Pauliner Zeit anwenden werden, bleibt abzuwarten). Aber leider trägt diese Aktion noch kaum Früchte, denn wir Pauliner, Elite hin oder her, scheinen für die einfachsten Dinge zu blöd oder einfach nur zu faul zu sein! („Hmm, wor iatz da gelbe da Plaschtikmull oda da grüne…!?“, „Wo keat glei nuamoi die Zeitung eini, in Reschtmull?“) Wahrscheinlich ist es wie bei den Pflanzen - Wir sind ihnen eben doch ähnlicher, als wir glauben! Auch Apfelbäume oder Weinreben tragen erst nach ein paar Jahren, nachdem man sie eingesetzt hat, erste Früchte! Ich bin mir sicher, in nur wenigen Jahren wird das Paulinum schon die ersten Früchte dieses Mülltrenn-Systems ernten können! Eine andere unserer Leitlinien ist die „gelebte Solidarität“, bei der es größtenteils um das CompassionProjekt geht. Aber hier genügt uns nicht nur der persönliche Erfolg, den ein zweiwöchiges „Schnuppern“ in einem sozialen Beruf mit sich bringt, nein! Wir Pauliner begnügen uns nicht mit neu gewonnenen Erfahrungen, wir erhalten sogar noch eine Auszeichnung, ein Zertifikat dafür, um uns im späteren Berufsleben einige Vorteile verschaffen zu können und um beweisen zu können, dass wir an einem solchen Projekt teilgenommen haben! SchülerInnen von andere Schulen, an denen zum Beispiel die Lebenshilfe behinderte Menschen zu Küchenhilfen ausbildet, mit ihnen für die

SchülerInnen kocht, haben vielleicht mehr Erfahrung in Sachen Solidarität, da sie ja schließlich täglich damit konfrontiert werden, womit wir uns im Großen und Ganzen 3 oder 4 Wochen auseinandersetzen, aber wir haben das Zertifikat!!! Und da uns diese paar Wochen dann auch wieder genug an Solidarität und Sozialem sind, ist es auch ganz klar verständlich, warum es am Paulinum keine Ausländer gibt. Dass Schulen wie ein normales Gymnasium oder diverse Hauptschulen ein Leben lang mit Sprachproblemen von ausländischen Kindern, mit dem Umgang mit Ausländern und deren Integration zu tun haben, lässt uns nicht weiter nachdenklich werden! Denn neben dem „christlichen Wertehintergrund“ wird an unserer Schule in Sachen „vielfältige Begegnung“ speziell der Kontakt zu verschiedenen Kulturen und Religionen gepflegt, also wozu noch Menschen mit genau solchen anderen Ansichten als SchülerInnen bei uns aufnehmen!? Wie schon gesagt: „In der Mitte steht der Mensch!“, das ist ein großartiges, viel versprechendes Motto! Aber ob wir Pauliner dem im „grauen Alltag“ auch gerecht werden, darüber sollt i h r einmal genauer nachdenken!


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>> LEHRERPORTRÄT

Prof. Willibald Gösweiner

von Pia Gschwantler und Lisa Katzbeck eit wie vielen Jahren unser lieber Prof. Gösweiner bereits am Paulinum als Deutsch- und Geschichtelehrer tätig ist, wissen wir leider nicht (jedenfalls schon sehr lange!). Da er seiner Meinung nach nicht als Schöpfer der Etcetera gilt, (was wir nicht glauben können) und wir das 20- jährige Bestehen dieses Pauliner Pausenmagazins feiern, musste nun der Herr. Professor selbst der Etcetera Rede und Antwort stehen. Name: Willibald Gösweiner Geburtstag: 27.9.1947 Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

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Früherer Spitzname: Gössi Lieblingsmusik: „Disko Partizani“ von Shantel Lieblingsfilm: „Time of the Gypsies“ von Emir Kusturica Lieblingsurlaubsort: Paris und Südfrankreich Lieblingssport: Schifahren, Radfahren (an meinem Hometrainer), Bergwandern... Lieblingsbücher: „Faust“ von Goethe, „Der Prozess“ von Kafka, „Spieltrieb“ von Juli Zeh, „Gefährliche Geliebte“ von Haruki Murakami u.v.a. Erster Kuss: in einem Linzer Kino im Alter von 14 Jahren (das waren noch Zeiten!!!) Lebensmotto: „Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden!“

Interview Sie unterrichten ja die Schüler im Grunde über alles - von der Antike bis ins 21. Jahrhundert! Welches literarische Thema aus dieser großen Zeitspanne interessiert Sie privat am wenigsten? Welches am meisten? Am wenigsten kann man in diesem Sinn nicht sagen. Es gibt z.B. in der Antike und im Mittelalter Themen, die ganz faszinierend interessant sind! Und auch in der Moderne welche, die nicht so interessant sind. Ein Lieblingswerk von mir ist Goethes „Faust“! Weil es lustig ist? Nein, weil alles drin steckt! Alles, was das Leben ausmacht, steckt in Faust! Ich hoffe, ich kann euch das noch entsprechend vermitteln. Die Theateraufführung „Faust aufs Auge“ hat euch dies ja schon leicht angedeutet.... Naja (klang nicht sehr begeistert)! Aber es war wirklich

cool... Was stört Sie persönlich am Paulinum am meisten? Und was finden Sie gut? Ich finde am Paulinum ziemlich viel gut, deshalb unterrichte ich auch so gern da! Es gibt nicht viel, das mich stört.... Das Einzige, was ich vielleicht nicht so gut finde, ist, dass sich die Pauliner ein bisschen zu viel einbilden. Ich habe manchmal das Gefühl, dass sie sich als was Besseres vorkommen. Sie sind aber auch nur durchschnittlich wie andere Schüler auch. Aber wenn man sie reden hört, dann haben sie schon das Gefühl, dass sie was Besseres sind, weil sie in eine katholische Privatschule gehen. Woher haben Sie eigentlich dieses große schauspielerische Talent? Haben Sie jemals eine

Schauspielschule besucht? Nein, hab ich nicht, aber ich habe in meiner Gymnasialzeit Theater gespielt, denn das hat damals im Internat Tradition gehabt, so wie das früher auch am Paulinum war. Aber das Theater ist schon so was wie eine Leidenschaft von mir. Schauspieler oder Regisseur wären sicherlich Berufswünsche, die ich mir gut vorstellen könnte an Stelle des Lehrberufs. Und der Lehrer hat ja auch etwas mit Theater zu tun: Er spielt ja oft Theater... Ich sag nur „Faust“! Faszinierendes Buch! (Gössi lacht und will Pia und Lisa überreden, Faust zu lesen!) Sie erzählen ja auch viel und gerne über Ihre Jugend! Waren Sie wirklich so ein wilder Kerl oder waren Sie mehr der zurückhaltende Strebertyp?


ETCETERA 50/2007 Der Strebertyp war ich sicher nicht. Das stimmt schon, dass ich manch wilde Sachen angestellt habe, ich rühme mich ja nicht, aber ich war meistens bei denen, die was angestellt haben. z.B.: Kartenrunden um viel Geld, verbotene Kinobesuche, nachts bei verpflichtendem, heiligem Schweigen (silentium religiosum!) Polsterschlachten veranstaltet, die Maiandacht geschwänzt und stattdessen mit Kollegen Bier trinken gegangen, was letztlich zum Rausschmiss aus dem Internat geführt hat (in der 8. Klasse). Waren Sie früher gut in der Schule? Und gab es so etwas wie ein schlechtestes Fach? Ich war überall gut außer in der Oberstufe in Mathematik (wenn das bloß Prof. Wanitschek wüsste)! Mathe hat mir immer den Vorzug versaut! In Deutsch war ich immer sehr gut und in Geschichte auch, das waren meine Lieblingsfächer, vor allem die Balladenvorträge in Deutsch liebte ich! Sie schreiben ja auch eigene Gedichte! Haben Sie schon einmal daran gedacht, etwas zu veröffentlichen? Ich habe nur manchmal ein Gedicht von mir den Schülern vorgelesen, wenn ich von ihnen welche verlangte, aber ich glaube nicht, dass sie so wichtig sind, dass sie ein Weltpublikum erreichen müssen. Sie sind mehr wie eine Therapie für mich… (Anm. d. Redaktion: typisch, Herrn Prof. Gösweiners Nerven liegen ja so manches Mal blank.) Jedoch gibt es im Leben jedes Mannes eine absolute Traumfrau: Entweder eine berühmte Schauspielerin oder ein Model etc... Wer ist Ihre? Gibts keine! Doch! Doch....? Wer ist es? Nein! Diese Hollywood- Schauspielerinnen und Models interes-

11 sieren mich wirklich nicht! Heidi Klum ist zum Beispiel fesch! Ja, aber die hat mich enttäuscht, weil sie sich mit dem blöden Formel I - Knilch Briatore eingelassen hat! Ich muss einen Menschen persönlich kennen, bevor ich mich für ihn interessiere! Das heißt, die Schönheit macht nichts aus? Die macht bei weitem nicht soviel aus, denn Schönheit ist vergänglich! Sie nimmt rasant ab und es muss was anderes übrig bleiben, was dann wichtig ist, wie bei meiner Frau!!

Sie feierten ja vor einigen Wochen Ihren 60. Geburtstag! Alles Gute noch einmal nachträglich, jedoch wie ist es so? Fängt das Leben nun erst wirklich an oder fühlt man sich älter als je zuvor? Man sieht es ja schon im Spiegel, dass man nicht mehr zu den Jüngsten gehört, das weiß ich leider aus eigener Erfahrung! Alter spielt für mich aber trotzdem keine so wichtige Rolle, das Entscheidende ist, dass man gesund und geistig jung bleibt! Zum Schluss noch die typischen Etcetera Fragen: Was würden Sie mit 1 Million Euro machen?

Ich habe ja noch nie etwas gewonnen, also würde ich auch keine Million Euro bekommen! Aber wenn schon, würde es mein Leben auch nicht verändern, später bekämen die Kinder das Geld, das ich am Aktienmarkt gut anlegen würde, und einen Teil würde ich spenden. Natürlich wäre eine Weltreise schön, aber ich wähle mir lieber jedes Mal ein neues Ziel aus und nicht die ganze Welt auf einmal! Und welche 3 Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Ich will auf keine einsame Insel, denn Einsamkeit ist nichts für mich! Ich müsste mir andere Menschen mitnehmen, .... Aber wenn Sie müssten? Dann ein Boot und einen Bootsbesitzer, der mich zurückbringt, und Schreibmaterial, damit ich wenigstens schreiben könnte, und einen Menschen, der mir etwas Gutes kocht ( z.B. Frau Prof. FiechterAlber, angeblich kocht sie die beste Lasagne weit und breit oder Cajo?)! Was würden Sie machen, wenn Sie Bundespräsident wären? Dazu wäre ich ungeeignet! Da muss man eine ruhige, ausgeglichene Persönlichkeit sein wie der Herr Präsident Fischer (mit sarkastischem Unterton)! Dazu fühle ich mich überhaupt nicht in der Lage und es wäre ja nie mein Ziel gewesen! Aber dann könnten Sie ja die Bildung in ganz Österreich fördern und Schauspielschulen einführen! Ja, das wär schon möglich, aber dann müsste ich Bildungsminister werden! So hohe Ziele hatte ich aber nie! Vielen Dank view!!!!

für

das

Inter-


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>> WE ARE FAMILY

Home Special bei Familie Fiechter-Alber

von Daniela Gruber, Sandra Rabalder und Carl Johann Holzer

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eden Schüler würde es sicherlich interessieren, wie ihre Professoren so hausen. Wir, das Etcetera- Team (Anna Bichler, Sandra Rabalder, Daniela Gruber und Carl J. Holzer), durften erstmalig hinter die „heiligen Tore“ von unseren Religionsprofessoren Elmar und Monika Fiechter-Alber blicken und uns einen Eindruck von ihrem harmonischen Familienleben mit ihren drei Kindern Lioba, Jakob und Raphael machen. Wir starteten das Interview mit einem raschen Wordrap...

Wordrap MONIKA

ELMAR

Ich bin ... eine Frau, die das Leben mit den Au- ... ich gen einer Frau sieht. Frühstück: Genießer ... Je nachdem! Unter der Woche nur für ... Tu ich, wenn ich alleine bin! oder für den Zweck? den Zweck, da ich nichts runter beoimme und am Wochenende genieße ich es! Radiosender ... Ö3 und Ö1 ... Ö1 In der Saune würde ... Lehrerkollegen ich nie treffen wollen Titanic ... schöne Schnulze! Lieblingsbuch heißt ... „Die Verteidigung des Glücks“ Luxus ist für mich ... weit weg fahren! Glück ist für mich ... wenn ich und meine Familie zufrieden sind! Shopping ... mag ich nicht! Nur manchmal, wenn ich Lust habe... Mein(e) Traumfrau/- ... mein Mann mann ist Meine letzte Liebeser- ... vor einem Monat! klärung machte ich Älter werden bedeutet ... zu reifen und mehr Lebenserfahrung zu bekommen! Finde ich ganz schön... Wenn ich noch einmal ... hoffe ich, würde ich manchen Blödsinn 16 wäre, dann nicht mehr machen. Ich war aber viel zu brav!!! Herzklopfen hatte ich ... ich eine neue Klasse betrat! zuletzt als Geweint hatte ich ... Das ist sehr lange her! Ich weine zu zuletzt als wenig. Liebeskummer hatte ich zuletzt als Wenn ich BundespräsidentIn wäre

... Schüler ... habe ich nie gesehen! ... Die Verteidigung des Glücks“ (Übereinstimmung) ... in einer Berghütte zu sein! ... nicht machbar! ... ist nicht nützlich! ... hier! ... ganz toll! ... Neues entdecken! ... würde ich wünschen, ich wäre 42!

... ich die erste Stunde in diesem Schuljahr in der 7B machte! ... (fragt Tochter Lioba, die antwortet lachend: Dass er geweint hatte, nachdem er sie geschimpft hatte!) ... Ebenfalls sehr lange her! Ich habe ich unglücklich verliebt war! meinen Mann jedenfalls schon gekannt, aber eben in den Anfängen. ... würde ich mir ein Vorbild am Heinz Fi- ... dann wäre auch nicht viel anders! scher nehmen.


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Interview Wie sieht Ihr Alltag genau aus? Elmar: Ich bin der erste der aufsteht! Und ich bin auch der, der für das Frühstück zuständig ist! Und manchmal muss ich die Kinder wecken! Monika: Am Wochenende stehe ich aber früher auf! Elmar (zu Monika): Du gehst dann meistens vor mir aus dem Haus... Monika: Ja fast immer außer Freitag, denn da habe ich frei! Ich arbeite ja nur 4 Tage. Elmar: Ich arbeite 5 Tage aber nur 4 davon im Paulinum und 1 Tag (Montag) an der Universität, wo ich Religionslehrer ausbilde! Monika: Und am Vormittag sind wir dann alle fünf unterwegs: Elmar: Jakob geht Volksschule, Lioba 1. Klasse Gymnasium und Raphael geht zur Tagesmutter!

im Grunde kann ich immer aktuelle Themen einbauen. Und auch dieser Schularbeiten Stress und Druck, wie in anderen Fächern,fällt hier volkommen weg. Vor 5 Jahren hätte ich aber ganz anders geantwortet, denn damals war ich noch ziemlich unentschlossen und wusste nicht, wie das gehen sollte! Elmar: Ich bin schon lange ziemlich lange als leidenschaftlicher Religionslehrer tätig (12 oder 13 Jahre), aber immer wieder mit Karenzjahren dazwischen! Ich schätze auch total, dass ich so in Beziehung mit jungen Leuten stehen kann und das haltet mich auch irgendwie selbst jung! Aber ich weiß noch nicht genau, ob ich bis zu meinem Berufsende als Religionslehrer tätig sein wer-

schließend fragt er seine Tochter:) Lioba, sind wir sehr fromme Eltern? Lioba: Also ihr betet nicht sehr oft mit uns, aber ihr sprecht manchmal über Gott und Jesus! Elmar: Ich glaube nicht , dass das so im Vordergrund steht, außer unser Klopfgebet vor dem Mittagessen und der wöchentliche Besuch im Gottesdienst, wo sich unser Sohn Jakob auch oft sehr dagegen wehrt!

Monika: Wer zu Mittag dann früher aus hat, muss kochen! Wenn‘s später ist, wird geschaut, dass vorgekocht wird! Wir haben uns das alles aber ein- und aufgeteilt! Tochter Lioba kommt von der Schule...

de oder ob ich vielleicht ganz wo anders in diesem Bereich arbeiten werde! Ich arbeite ja jetzt schon zum Teil an der Universität als Ausbilder für Religionslehrer und vielleicht werde ich das ja in Zukunft als Hauptberuf machen!? Vielleicht habt ihr mich ja gar nicht mehr bei der Matura?!

den zweifachen Preis wieder verkaufen!

Wie gefällt Ihnen Ihre Arbeit als Religionslehrer/In? Monika: Mir gefällt es sehr gut! Ich schätze sehr, dass ich so viele Freiheiten in diesem Beruf habe! Sicherlich gibt es einen Lehrplan an den ich mich halten muss, aber

Wirkt sich Ihr Beruf auf ihren Alltag aus? Gehen Sie oft in die Kirche? Elmar: Ja eigentlich sind wir sehr engagiert in der Pfarre Rum! (An-

Was würden Sie kaufen, wenn sie für eine Stunde 100 000 Euro hätten? Elmar: Spenden - Es gibt jemand der das Geld dringender brauchen würde als ich! Und falls ich was kaufen müsste, würde ich einen Ferrari kaufen und den dann um

Wie ist eigentlich Ihr Bezug zu den anderen Lehrern im Paulinum? Elmar: Guter Bezug, jedoch habe keine Lehrerfreunde am Paulinum! Ich treffe mich mit keinem privat, da ich ein Mensch bin, der nicht schnell nahe Beziehungen eingeht! Aber ich hatte auch schon massive Konflikte mit Kollegen ausgetragen, mit denen ihr es euch wahrscheinlich nicht denken


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ETCETERA 50/2007 scheidet was geschaut wird? Monika: Dieses Problem gibt’s nicht! Erstens haben wir nur 3 Programme und zweitens schalten wir erst um frühestens 22.00 Uhr für die ZIB 2 ein! Davor wird für die Schule am nächsten Tag vorbereitet und geplant! Wer kocht besser? Elmar: Meine Frau, da sie mehr Leidenschaft für das Kochen hat als ich. Sie versteht das als Kunst während ich einfach Lebensmittel in die Pfanne haue! Sohn Raphael: Mama!

würdet! Monika: Bei mir war ja von Anfang an klar, dass ich nur 1 Jahr an der Schule sein werde! Von daher war er schwer möglich die Lehrer kennen zu lernen! Ich wusste bei manchen nicht einmal wer sie sind! Und der Bezug zu den Schülern ist auch gut, oder? Elmar: Im Wesentlichen ja! Es gibt kaum Schüler, wo ich sage, den/ die sehe ich nicht gern! Für mich ist das einfach die Leidenschaft am Lehrersein, so viel mit den SchülerInnen in Kontakt zu stehen. Wenn ich diese Beziehungsebene nicht hätte, fände ich das total schlecht! Wie wird abends das Fernsehprogramm gelöst? Wer ent-

Wer braucht länger im Bad? Monika: Verschieden: In der Früh, ich und abends mein Mann! Wer fährt besser Auto? Elmar: Meine Frau hat mir irgendwann einmal in Italien gezeigt, wie man richtig Auto fährt! Monika: Ja genau! Das war in Sardinien auf einer ziemlich kurvenreichen Strecke! (lacht) Wie lange kennen Sie sich schon und wie haben Sie sich kennengelernt? Elmar: Kennen tun wir uns seit.... (??) Monika: 1990? Nein wir kennen uns länger.... Elmar: Seit 20 Jahren?? Zusammen sind wir seit 17 und verheira-

tet seit 13 Jahren! Monika: Außerdem haben wir uns auf der Uni kennengelernt! Elmar: Aber es war alles andere als Liebe auf den ersten Blick! (lacht...) Gibt es irgendwelche speziellen Pläne für die Zukunft? Monika: Ich freu mich schon, wenn Raphael ein bisschen größer ist, so dass wir dann als Familie endlich wieder eine richtige Reise machen könnten, denn jetzt ist das höchste der Gefühle ein Badeurlaub am Meer oder eine Woche am Berg! Natürlich ist das auch ganz fein, aber ich würde gerne auch einmal weiter weg (z.B.: Lateinamerika) und den Kindern die Welt zeigen.


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1 Prof. Brem prüft heute be­sonders streng! (2 Felder vor)

2

Du gehörst zu den Fleißigsten in der Klasse! Du darfst noch einmal würfeln!

2

3 Du jausnest wäh-

rend Prof. Ettels Unterricht! (1 Feld zurück)

1

ZIEL

T R A T S

DAS PAULINER 13

14

14 Du hast dir im Skilager das Bein gebrochen! (Zurück zum Start)

12

12

13 Du kannst dich nicht

Professor Lierschof zwischen Französisch u. findet dein Bild wirklich Altgriechisch entscheiden! Setze einmal aus! gut! 3 Felder vor! 11 Prof. Eisner erwischt dich mit Schuhen! (5 Felder zurück)

11


6 Du kaust schon wieder wäh-

3 4

rend des Unterrichts bei Prof. Kaugummi 4 Du hast dich mit Ka- Gösweiner (3 Felder zurück) kao in der Klasse erwischen lassen. (Zurück zum Start) 7 Pech gehabt: Als K1 hättest du die Tafel löschen müssen!! 5 Du hast die Matu- (4 Felder zurück) ra mit 1,0 bestanden! Glückwunsch! (7 Felder vor)

5

R WÜRFELSPIEL 9

8

8 Du gehörst zu den Fleißigsten

in der Klasse! Du darfst noch einmal würfeln!

10

10 Du hast vergessen in Chemie das

Periodensystem auswendig zu lernen! (Zurück zum Start)

6 7

9 Alles Einser!

(5 Felder vor)


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>> Künstlerdialog 07 merose lierschof von Magdalena Pesendorfer

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er Begriff Vernissage stammt ursprünglich aus dem Französischen. Abgeleitet vom Wort vernis – zu Deutsch Firnis oder Lack – bezeichnet er einen feierlichen Anlass: Der Künstler verleiht seinen Werken im Rahmen einer Feier den letzten Schliff, indem er die letzte Schichte Lack aufträgt. Eine Vernissage ganz anderer Art konnte man am 5. Oktober im Benediktinerstift in Fiecht erleben: Vor dem offiziellen Beginn präsentierten sich sämtliche Bilder mit halbtransparentem Papier verpackt. Unter dieser Verpackung befanden sich Werke von Merose und Lierschof, deren Namen auch den Titel der Ausstellung bilden. In Zusammenarbeit mit Güni Noggler entstanden neue Titel für alle Bilder, die auf kleinen Papierstreifen die Verpackung zierten.

Abt Anselm Zeller mit den beiden Künstlern Diese Titel wurden zur Eröffnung dann auch vorgetragen, allerdings auf ungewöhnliche Art: Güni Noggler hatte den Vortrag der Titel zu einem eigenen Kunstwerk gemacht, indem er seine Assoziationen zu den jeweiligen Bildern mit unterschiedlicher Betonung auf Band gesprochen und aufgezeichnet hat. Während nun bei der Ausstellungseröffnung die Bilder der Reihe nach von ihrer Verpackung befreit wurden, konnte das Publikum Güni Nogglers „Sprach – Kunstwerk“, das von einem Band abgespielt wurde, genießen.

als profunde Kennerin der beiden Künstler erwies. Danach wurde zur Freude aller Anwesenden das Buffet eröffnet. Wer sich nicht am Buffet gütlich tat, eilte direkt zum Bestaunen der Bilder. Die großformatigen Zeichnungen Meroses, die mit ihren klaren Linien meist stark typisierte Porträts in Schwarz- und Grautönen darstellen, standen in starkem Kontrast zu Lierschofs Werken: Die dominierenden Themen bei ihm sind einerseits Mariendarstellungen, andererseits typisch österreichische Stadtplätze. Diese Bilder sind allesamt in sehr intensiven, kontrastreichen Farben ausgeführt.

Nachdem alle Bilder auf diese Weise enthüllt waren, folgte die Begrüßung durch Abt Anselm Zeller und eine Einführung durch Mag. Andrea Kühbacher, die sich

Neben der interessanten Gestaltung durch die schrittweise Enthüllung der Werke sprach auch dieses künstlerische Kontrastprogramm für den Beginn einer ansprechenden Ausstellung.

Güni Noggler mit Prof. Lierschof


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>> DIE NEUE SCHÜLERVERTRETUNG Liebe Schülerinnen und Schüler!

von Lukas Egger, 7A

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m 17. Oktober war es wieder einmal so weit. Eine neue Wahl, viele neue Kandidaten, und eine neue Schülervertretung.

Mit an Bord sind sowohl SchülerInnen aus der 6. und 7. Klasse, als auch aus der 5. Klasse. Sozusagen eine durchgemischte Truppe. Das Schulsprecherteam jedoch, sprich der Schulsprecher und seine zwei Stellvertreter, wurden so, wie sie sich beim Hearing aufgestellt hatten, gewählt. Dies sorgt für ein besseres Arbeitsklima und eine gute Teamarbeit, denn nur gemeinsam sind wir stark. Natürlich haben wir auch schon einige gute Ideen, wie wir das Leben

an der Schule vor allem für euch SchülerInnen versüßen könnten. Sei es durch ein „Watterturnier“ oder aber auch durch ein gut organisiertes Schulfest, das vermutlich in den letzten Wochen dieses Schuljahres stattfinden wird. Auch liegt uns am Herzen, endlich einmal die T-Shirt Aktion, die von einer Schülervertretung zur andern weitergegeben wird, zu beenden. Dazu haben wir schon einen konkreten Plan, wie wir dieses Projekt angehen möchten. Die Adventagape nach dem Weihnachtsgottesdienst, die schon fast Tradition ist, möchten wir natürlich auch nicht in Vergessenheit geraten lassen. Weiters hoffen wir, dass wir es schaffen, unsere Pläne so gut es geht in die Realität umzusetzen.

Außerdem möchten wir Kontakt mit den SchülerInnen haben und fordern euch auf, wenn ihr Fragen, Probleme, Anregungen oder Ideen habt, könnt ihr uns gerne darüber informieren, entweder über die Motzbox oder ihr kommt einfach persönlich zu uns (ihr wisst ja wo wir zu finden sind). Wir hoffen, dass wir die SchülerInnen gut vertreten werden und wir versuchen alles zu tun was in unserer Macht steht, um auf eure Wünsche bestmöglich eingehen zu können. Eure Schülervertretung

v. l. n. r.: Dominik Vogler (1. Stellvertreter, 7A), Lukas Egger (Schulsprecher, 7A), Johannes Danzl (2. Stellvertreter, 7A)


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>> BERLIN - EXKURSION

anstrengend, aber erlebnisreich!

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erlin, die Hauptstadt Deutschlands und eine der kulturträchtigsten Städte Europas – so lautete das Ziel unserer Exkursion, an der SchülerInnen der 6. und 7. Klassen von 12. – 16. Sept. 07 teilnahmen.

Berlin als Ziel einer Reise klingt gut, aber zwischen Schwaz und Berlin liegen ca. 800 km! Diese Distanz bewältigten wir in neuneinhalb Stunden mit einem Reisebus, teils schlafend, teils mit Musikberieselung aus dem mp3Player. Als wir endlich den Boden Berlins betraten und uns im Hotel „Tierpark Abacus“ einquartierten, waren all die Strapazen der Fahrt schon fast wieder vergessen. Es blieb auch gar keine Zeit zum Faulenzen, denn wir brachen am Nachmittag sofort ins Stadtinnere auf, um und das DDR-Museum anzuschauen. Wir bekamen so auch einen ersten Eindruck von der Stadt an der Spree, denn das Museum liegt in der Nähe des berühmten Alexanderplatzes, wo der Fensehturm steht. Am nächsten Tag starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück am Buffet mit einer Stadtrundfahrt – sie führte uns zur Berliner Mauer, zum Brandenburger Tor und zum „Deutschen Reichstag“ mit der berühmten Glaskuppel – dort mussten wir uns in einer langen Schlange anstellen, ehe wir eingelassen wurden und die schöne Aussicht auf die Stadt genießen konnten. Nachmittags ging es zur Freilichtausstellung mit dem Titel „Topografie des Terrors“, wo wir eine Führung bekamen. Trotz des anstrengenden Programms ließen wir es uns nicht nehmen, am Abend noch ein bisschen auszu-

von Katharina Mair, 7A gehen und „Berlin bei Nacht“ zu erforschen. Am Freitag ging es bei strahlendem Sonnenschein mit dem Bus nach Potsdam, wo wir zuerst beim Untersuchungsgefängnis der Stasi Halt machten; zu Mittag durften wir das „nette Städtchen“ Potsdam allein erkunden. Nachmittags stand ein Besuch im Schloss Cecilienhof auf dem Programm, wo die Potsdamer Konferenz stattgefunden hatte. Anschließend besichtigten wir das Schloss Sanssouci. Zum Abendessen gingen wir in den „Kartoffelkeller“, wo jeder von uns eine köstliche Kartoffelpfanne

suchten wir das Jüdische Museum, das allein schon von seiner Architektur her keinem anderen Museum gleicht: Es gibt in diesem, von Daniel Liebeskind entworfenen Gebäude keinen einzigen rechten Winkel. Nach einer Führung durch das Museum durften wir uns anschließend noch auf eine private Shoppingtour begeben, ehe es am Abend hieß: Koffer packen und alles für die Abfahrt am nächsten Morgen vorbereiten! Einige nützten auch noch das großzügige Wellness - Angebot des VierSterne-Hotels und gönnten sich einen Besuch in der Sauna oder

Das deutsche Bundestagsgebäude zu essen bekam. Zum Abschluss des Tages hieß es: auf ins GripsTheater, wo ein Theaterstück über das Leben in der DDR und BRD auf dem Programm stand. Den Samstagvormittag verbrachten wir an der Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Holocaust, welche viele von uns sehr beeindruckte; am Nachmittag be-

im Dampfbad. Die Heimreise am Sonntag gestaltete sich weniger anstrengend als die Hinreise – wir kamen ohne Stau nach ca. achteinhalb Stunden in Schwaz an. Diese Berlin – Exkursion war zwar anstrengend, aber sehr erlebnisreich und beeindruckend!


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Interview

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ach der Rückkehr aus Berlin hat die Etcetera mit fünf der Mitreisenden (Bernd Pegritz, Laura Kreidl, Julia Wagner, Hanna Mantl und Yvonne Moriel – alle 6B) folgendes Interview geführt:

Womit habt ihr euch die Zeit während der langen Busfahrt vertrieben? Bernd: Mit Watten und Schlafen! Und manche von uns (Schulsprecher Lukas Egger) haben über einen Kilo Traubenzucker auf einmal runtergeschlungen... Laura: Ein paar haben sich auch

Und wie sind die Berliner so drauf? Julia: In einem Theaterstück, das wir gesehen haben, kamen sie rassistisch, unfreundlich und asozial rüber, aber wir haben mit einem bestimmten Berliner eine ganz andere Erfahrung gemacht. War es schwer, sich das Hochdeutsch anzugewöhnen, wenn man mit den Leuten gesprochen hat? Bernd: Es war schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig, vor allem für unsere Zillertaler.

Yvonne, Laura, Hanna und Julia Horrorfilme angeschaut! Wie hat das Programm der Reise ausgesehen? Yvonne: Nein, es war gut geplant, jedoch total eiskalt. Wir haben uns viele interessante Museen angeschaut. Etcetera: Berlin ausgekannt? Frau Professor Schweigl oder Frau Professor Müller-Bürgel? Hanna: Schweigl! Frau Professor Müller-Bürgel hat sich irgendwie im Hintergrund gehalten...

Anderes Thema: Ihr seid ja sicher das eine oder andere Mal in Berlin ausgegangen? Wie war’s? Julia: Nein wir eigentlich nicht. („6B allein zu Hause!“) Schlafenszeit war um...? Yvonne: Gab es auch nicht. Das Einzige war, dass man um 11 Uhr leise auf den Zimmern sein musste. Julia: Das klappte jedoch nicht immer, da man Hanna über 3 Stockwerke hörte. In Berlin wimmelt es ja so von

Die Begleitpersonen: Prof. Müller-Bürgel und Prof. Schweigl

Was kostete euch diese Berlin - Exkursion? Laura: ca. 400 Euro! Was war das lustigste Ereignis? Hanna: Der letzte Abend! Julia: Aber dazu gehen wir nicht näher ein *gg* (lacht) Was hat euch am meisten an der Reise gestört? Laura: Die Kälte und das ständige Pfeifen bzw. Jonglieren von Bernd und Lukas Egger.

Prominenten! Habt ihr einen getroffen? Yvonne: Nein! Nur fast Jodie Foster, weil sie gerade ihren neuen Film promotete. Würdet Ihr noch einmal mitfahren? Laura: JAAA! Weil alle Mitreisenden einfach so nett waren und so viele tolle Fotos entstanden sind.


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>> TEENSTARS

Musikartikel von Carl-Johann Holzer und Sandra Rabalder

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ie sind jung, teilweise sehr jung, und sexy. Sie haben Talent und sie haben jede Menge Erfolg. Teenstars sind nicht einmal volljährig und stehen schon im Rampenlicht! Tausende Fans himmeln sie an und flippen bei ihrem Anblick vollkommen aus! Stars im Teenager Alter gibt es viele, aber nicht alle haben das Zeug zum Superstar.In dieser Ausgabe der Etcetera wollen wir die neun heißesten und angesagtesten Teen - Stars ermitteln, doch die Konkurrenz ist groß!

01 MICHAEL JACKSON: Eine lebende Legende! Seine Musik prägte eine ganze Generation, sein Moonwalk wird oft kopiert doch nie erreicht und wenn er tanzt, fällt sogar Detlef D! Soost auf die Knie! Doch auch der King of Pop fing klein an, ganz klein! Seine ersten Auftritte hatte er schon mit 5 Jahren als Teil seiner Familienband „The Jackson 5“! Immer gepusht und getrieben von seinem ehrgeizigen, manch böse Zungen behaupten sogar, vom erfolgsgeilen Vater. Mit 13 folgten dann die ersten eigenen Songs! Es war der Beginn einer seltsamen aber großen Karriere, die ihren Höhepunkt 1982 mit dem Hit „Thriller“ hatte, welches ein Wunder in der Tanzszene ist! Und auch durch seine grandiosen Live- Konzerte machte der 1958 geborene Sänger auf sich aufmerksam. Heutzutage findet man ihn hauptsächlich wegen seiner unzähligen Schönheitsoperationen, Anschuldigungen wegen Kindesmissbrauchs und Krankenhausaufenthalte auf den Titelblättern zahlreicher Klatschblätter, jedoch

ist und bleibt Michael Jackson der „King Of Pop“ und somit auch der kommerziell erfolgreichste Teenstar! 02 BRITNEY SPEARS: Der amerikanische Traum wird wahr - Britney Jean Spears (geboren 1981) wird

1999 mit süßen 17 Jahren zur absoluten Pop-Prinzessin gekürt, hat als Freund den Mädchenschwarm Justin Timberlake, verkauft weltweit über 80 Millionen Alben, ist

auf der ganzen Erdkugel beliebt und viele können sich mit ihr identifizieren, weil sie einfach das süße „Girl next door“ ist, das jeder mag! Man muss neidlos zugeben, ein zweifellos genialer Schachzug in Sachen Marketing… Doch aus dem Traum wird ein Albtraum – Es folgen 2 gescheiterte Ehen, Unten-Ohne-Fotos, eine Kahlrasur, Alkohol und Drogenkonsum und als Höhepunkt ihres erbärmlichen Lebens wird ihr 2007 das Sorgerecht und das Besuchsrecht für die beiden Kinder aberkannt! Die „Princess Of Pop“ ist am Ende und nur noch selten macht sie positiv durch ihre Musik auf sich aufmerksam. Wir wünschen ihr auf jeden Fall nur Gutes und hoffen, dass sie irgendwann die Kurve kriegt, bevor es zu spät ist! 03 JUSTIN TIMBERLAKE: Der mittlerweile 26-jährige Amerikaner wurde am 31. Jänner 1981 als Wassermann (also von Geburt an künstlerisch veranlagt!) geboren. Schon 1995 beatboxt er bei der


24 Boyband „Nsync“ und wird zum absoluten Teenieschwarm! 7 Jahre später versuchte es Mr. Sexy Back dann solo und zeigte somit, dass er viel mehr drauf hat, als viele andere 0815 Ex-Boybandmitglieder. Und nicht nur mit seiner Stimme und heißen Rhythmen (Hits wie „Sexy Back“ oder „Cry Me A River“) überzeugt er, sondern sein Tanzstil ist ebenso grandios! Justin ist also ein Allround-Talent. Er wird sogar schon mit Michael Jackson verglichen! Übrigens ist auch sein Liebesleben nicht weniger interessant: So liest sich die Liste seiner Verflossenen, wie das Who-is-Who Hollywoods. Er war nämlich bereits mit Britney Spears (2000 – 2002), Alyssa Milano (Phoebe in Charmed, 2002) Christina Aguilera (2003), Cameron Diaz (2003 – 2007), Charlize Theron (2007) und Jessica Biel (2007 – heute) zusammen 04 TOKIO HOTEL: Egal, ob man Radio hört, Fernsehen sieht oder Zeitung liest, überall wird man mit den 4 Magdeburgern konfrontiert. Die vierköpfige deutsche Band löst seit 2005 in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 2007 sogar in Frankreich und Israel) mit deutschen Texten absolute Mädchenhysterien aus und verbindet somit die Jugend auf der ganzen Welt. TOKIO HOTEL- Connecting people! 05 LAFEE: Das schlimmste Konzept, das ein deutscher Produzent wohl jemals entworfen hat. Eigentlich nur eine Märchenfigur, die von der 16-jährigen Aachenerin Christina Klein dargestellt wird! Mit ihren „harten Beats“ und den oft sinnlosen Texten spricht sie angeblich dem Durchschnittsteenager aus der Seele. Ihre bevorzugten Themen sind Infektionen,

ETCETERA 50/2007 Tussis, Untreue und vergangene Freundschaften. Ihr Konzept ging jedenfalls auf und LaFee gewann 2007 den ECHO (Deutscher Musikpreis) als beste nationale Künstlerin (!!???). Ach ja, es ist vielleicht erwähnenswert zu sagen, dass LaFee ihre Karriere mit 14 beim ORF-Format Kiddy-Contest gestartet hat! 06 AVRIL LAVIGNE: Die mittlerweile 23-jährige Kanadierin wuchs in einer sehr konservativen Fami-

lie auf, doch war schon immer eine kleine Rebellin! Mit 17 begann die hübsche Avril Ramona Lavigne die Punkszene dann selbst ordentlich mit Hits wie „Complicated“ oder „Sk8er Boy“ aufzumischen! Böse Zungen behaupteten schon damals, sie wäre eine Art gewollte „Alternative-Britney“, mittlerweile stellte sich aber heraus, dass sie wirklich nur sie selbst ist und sich kein Blatt vor den Mund nimmt! 2004 fand sie endlich ihren Traum-

mann: Deryck Whibley, Frontmann der Punkband Sum 41! 2 Jahre später folgte die Hochzeit und Avril verändert sich und ihr Leben somit drastisch, sie wird erwachsen! Manche Fans störte dies, manche blieben ihr treu! 2007 hieß es für sie dann „Back to the roots!“ - die alte Avril war wieder da! Auf jeden Fall macht sie ihr Ding und polarisiert, sowohl damals als auch heute! 07 CHRISTINA AGUILERA: Das einstige Vorzeige-Girlie aus dem Westen der USA hatte mit 18 Jahren ihren großen Durchbruch. Davor machte sie mit Auftritten bei der Castingshow Star Search (mit 9) oder in der Mickey-MausShow (mit 12) auch sich aufmerksam! Der Hit „Genie In A Bottle“ katapultierte sie nun 1999 weltweit an die Spitze der Charts! Alles schien perfekt zu sein... Doch die junge Christina kam so gar nicht mit ihrem Image als braves Mädchen zurecht und riss sich dieses, wortwörtlich, mit ihrem Album „Stripped“ (2002) vom Leib! Sie schminkte sich plötzlich wie eine Transvestite, ihre Outfits wurden knapper, das Publikum männlicher und das Album ein absoluter Erfolg. Ihr damaliger Hit „Dirrty“ (ja mit 2 R – weil sie ja


ETCETERA 50/2007 jetzt ganz ganz „schmutzig“ ist!) bringt heute noch alle in jedem Club auf die Tanzfläche. Doch X-Tina hatte wieder einmal Lust auf eine Veränderung und 2006 probierte sich die, mittlerweile 25-jährige Miss Aguilera als Blues-Soul-Sängerin aus und wieder einmal stieß sie damit auf riesigen Widerhall! Vielleicht liegt diese Veränderung an der Ehe mit ihrem Manager, den sie ein Jahr zuvor heiratete! Zurzeit erwartet die wunderschöne Christina mit der noch viel schöneren Stimme ihr erstes Kind! Egal mit welchem Image – Christina Aguilera ist und bleibt genial! 08 KILLERPILZE: Deutscher Punkrock à la Ärzte wurde wieder populär! Die Schülerband Killerpilze gelangte 2006 mit ihrem Ohrwurm „Richtig Scheiße“ der Durchbruch und mittlerweile haben sie es bereits bis in die Plat-

25 09 NADINE BEILER: Die Tiroler Starmania-Gewinnerin war bei ihrem Sieg (Staffel 3) im zarten Alter von 16 Jahren und hatte ein Millionenpublikum mit ihrer weitaus älter klingenden Stimme umgehauen! Sie performte Songs von Christina Aguilera, Udo Jürgens und auch von Michael Jackson einwandfrei! Leider wurde es nach ihrem Sieg ziemlich ruhig um sie und der große Erfolg blieb aus, vielleicht lag es daran, dass Österreichs Radiosender Nummer 1 Ö3 sich weigerte, ihre Songs zu spielen, weil sie angeblich zu schlagerhaft sind! Teenstars wird es immer geben und die nächste Generation steht schon in der Startlöchern! Ihr könnt euch dazu selbstverständlich selbst eine Meinung bilden und für Beschwerden, Anregungen oder Wünsche sind wir jederzeit offen!!!!

tenläden der Franzosen geschafft. Der einzige Unterschied zu anderen deutschen Bands: Sie sind am Boden geblieben und stehen nach wie vor auf Skateboards und große Partys! Ihr Lebensmotto: „Man lebt nur einmal – Also muss man feiern wie echte Punkrocker!“ Das jüngste Mitglied der Band ist übrigens süße 15 Jahre alt! Fotos entnommen von: www.laut.de


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>>EINWEIHUNG DER GEDENKSTELE Josef Anton King

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us Anlass des 25-jährigen Bestehens des Paulinervereins wurde am 25. Oktober an den Altpauliner Josef Anton King gedacht, der im KZ Mauthausen 1945 ermordet wurde. Ihm ist die von der Künstlerin Hilde Chiste entworfene Stele geweiht, die im Kreuzgarten der Schule zu finden ist. Feierlich eingeweiht wurde sie von Bischof Manfred Scheuer. An Josef Anton King erinnert zudem eine mit den Professoren Schweigl und Eisner gestaltete Ausstellung, die derzeit auf dem Gang im ersten Stock des Schulgebäudes bis zum 7. Dezember zu besichtigen ist. Im folgenden Eindrücke und Begebenheiten über Josef Anton King.

Am 17. Februar 1922 in Hörbranz, einer Gemeinde in Vorarlberg nördlich des Bodensees, geboren, fiel Josef Anton King bereits in der Volksschule durch seine überdurchschnittliche Intelligenz auf. Mit seiner tiefen Gläubigkeit und der Absicht Priester zu werden trat er im Jahre 1933 in das Paulinum ein. Dr. Walter Köck, ein ehemaliger Mitschüler, beschrieb ihn als „geistigen Riesen“ und „körperlichen Schwächling“. Er wurde als hilfsbereit, sprachlich und mathematisch begabt bezeichnet, war als Primus der Klasse anerkannt und erhielt von seinen Mitschülern den Beinamen „Professerle“. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurde jedoch das Paulinum aufgelöst und als „Staatliche Oberschule für Jungen“ weitergeführt. Daraufhin verließ Josef Anton King das Paulinum und setzte seine Studien in

von Michaela Seewald, 7A der Knabenoberschule in Bregenz fort, die er 1941 mit Auszeichnung abschloss. In neun Sprachen, u.a. Italienisch, Rumänisch und Neugriechisch, konnte er sich fließend unterhalten. Als die Gestapo darauf aufmerksam wurde, setzten sie ihn bei Einvernahmen von polnischen und ukrainischen Zwangsarbeitern ein. Er unterstütze diese beim Ausfüllen der Formulare und versorgte sie mit politischen als auch militärischen Informationen, da er als sogenannter „Schwarzhörer“ bestens informiert war. Am 6. Juni wurde Josef Anton King verhaftet und in das Gefängnis in Lindau eingesperrt. Der offizielle Verhaftungsgrund Hilde Christe mit Bischof Manfred Scheuer lautete „Konspiration mit den wurden, damit die Alliierten keine Kriegsgefangenen“ bzw. „humaniaufbauwilligen Kräfte vorfinden. täre Hilfe für Fremdarbeiter“. Trotz allem verlor King das GottverDas Besondere an der Persönlichtrauen nie. Diese Haltung kommt keit von Josef Anton King fasst Dr. in vielen schriftlichen Aussagen Walter Köck prägnant ein: „Sein und mündlichen Überlieferungen Wesen war Gutmütigkeit und tiefe zum Ausdruck. Das folgende Zitat Religiosität.“ wurde am 11. Juni in Lindau niedergeschrieben, adressiert an seiIch glaube, Josef Anton King hat ne Familie: „Tragt alles so, wie der für das Paulinum eine große BeHerrgott es schickt, er wird ja alles deutung und kann für uns alle ein für uns zum Besten wenden.“ Vorbild sein, da er schon damals das heutige Leitbild unserer SchuEinige Zeit später wurde er nach le in seinem kurzen Leben umInnsbruck und anschließend ins setzte: Konzentrationslager Mauthausen •gelebte Solidarität überstellt. Auch dort wurde er als •erfahrbare Spiritualität Dolmetscher eingesetzt und im •weltoffenes Denken April 1945 im Alter von 23 Jahren •vielfältige Begegnung ermordet. King zählte zu jenen 300 - zusammengefasst im Leitsatz bis 400 österreichischen Frauen unserer Schule: „Im Mittelpunkt und Männern, welche in den letzsteht der Mensch“. ten Kriegstagen im Konzentrationslager Mauthausen ermordet


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>> PAULINER KURZNACHRICHTEN Prof. Gösweiner is back… Prof. Willibald Gösweiner dürfte die Frühpension doch nicht so geschmeckt haben, denn er zieht es vor, sich noch weitere zwei Jahre von seinen Schülerinnen und Schülern im Unterricht die letzten paar Nerven ziehen zu lassen. Als Dank dafür verabreicht er ihnen täglich seine berühmt-berüchtigten Grammatik- bzw. Literaturprüfungen – vielleicht werden seine SchülerInnen dann noch früher als er pensionsreif!?

Warum führt das Paulinum reine Mädchenklassen?

Seit heuer gibt es am Paulinum unter den 3 ersten Klassen eine reine Mädchenklasse (!!). Man stelle sich so etwas in einer reinen Bubenschule, wie es das Paulinum einmal war, vor!!! Aber das Paulinum wird schon länger von den Mädchen dominiert …. Womit ist das zu erklären? Etwa mit der Vorliebe des Direktors für das weibliche Geschlecht? Oder mit dem starken Einfluss von Frau Bader beim Aufnahmever-

Warum drücken sich viele Professorinnen und Professoren vor dem Maturaball? Auch heuer mussten die Maturantinnen und Maturanten wieder festellen, wie ungern viele Pauliner ProfessorInnen zum Maturaball gehen. Woran mag das wohl wieder liegen? Vielleicht weil sie bei der Organisation des Balles nichts (mehr) mitzureden haben? Oder weil sie ihre Tanzkünste nicht so gerne in der Öffentlichkeit zeigen möchten? Oder haben sie gar Angst, sie müssten bei der Mitternachtseinlage ein Gesangsstück zum Besten geben und sie würden sich damit womöglich blamieren? Haben

unsere Professorinnen und Professoren denn so wenig Selbstvertrauen? Wie wär’s mit einem psychologischen Seminar bei Frau Prof. Müller-Bürgel, damit sie wieder mutiger werden?! Sie sollten sich gefälligst ein Beispiel am Herrn Direktor nehmen – der tanzt Jahr für Jahr mit Begeisterung den Eröffnungswalzer! Und somit fordern wir alle Professorinnen und Professoren auf, beim nächsten Maturaball all ihre Künste zu zeigen! Wir lachen auch bestimmt nicht...

Die beliebtesten Namen im Paulinum Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie die Mehrheit der Pauliner eigentlich heißt? Wir von der Etcetera gingen diesem Thema einmal nach und zählten all die Namen durch... Der häufigste Mädchenname ist (wie könnte es anders sein!) ANNA, und so tragen insgesamt 22 junge Mädls den schönen hebräischen Namen, der soviel bedeutet wie Gnade oder Anmut. Das heißt, es gibt im Durchschnitt pro Klasse mindestens eine Anna und jeder Pauliner „muss“ auch fast eine

kennen. Platz 2 bei den Mädchen ist LISA, dicht gefolgt von JULIA, KATHARINA und SARAH! Bei den Burschen ist es etwas knapper ausgegangen: So ist der häufigste Bubenname im Paulinum MAT(T)HIAS! Ganze 12 Jungs wurden nach dem „Geschenk Gottes“ benannt. Auf den weiteren Rängen folgen LUKAS, ALEXANDER und FLORIAN. Eher selten ist der Name unseres Direktors Bernhard (nur einmal vorhanden), obwohl die Chancen, ins Paulinum zu kommen, mit die-

fahren? Oder erhofft sich vielleicht doch die Diözese in Zukunft Priesterinnen(!) aus dem Paulinum? Wer weiß... Nur einen stört dieser Zustand schon lange: Prof. Wanitschek – und warum? Nicht weil die Mädchen angeblich in Mathematik dümmer wären als die Buben, sondern weil er die Vorherrschaft des Paulinums im Bubenhandball langsam, aber sicher davonschwimmen sieht!

Immer weniger Streit – Immer mehr Mediatoren Nicht nur ich, sondern fast jeder zweite Schüler der Oberstufe ist heutzutage ausgebildeter Mediator und die Zahl wird von Jahr zu Jahr größer, doch die Zahl der Streitenden/Betreuenden nimmt ständig ab, und so geht so gut wie niemand mehr zur Mediation. Ich möchte ja nicht sagen, dass die Schüler immer weniger streiten und harmonischer wären als noch vor ein paar Jahren, doch traut sich fast keiner mehr seinen Mitschüler, mit dem er gerade streitet, zur Mediation zu zerren, um anschließend den Mediatoren die Probleme zu erzählen! Sprüche wie „Das ist mir einfach zu blöd!“ oder „Ich kann meine Streitereien schon selbst lösen!“ folgen... Und so kamen im vergangenen Schuljahr sicherlich nicht mehr als 10 Personen in den „Genuss einer Mediation“. Man hat als Mediator auch langsam das Gefühl, dass wir im Paulinum bald mehr MediatorInnen haben als Problemkinder... sem Namen sicher höher sind als mit einem anderen! Doch auch der Vorname unserer „Lady Nummer 1“ Barbara Bader ist eher rar: Sie hat nur 1 Mädchen als Namensvetterin!


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>> WER WILL SCHON SPRACHLOSE? Zu den letztjährigen Redewettbewerbserfolgen des Paulinums

von Gregor Zoller, 8A

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edewettbewerbe haben doch etwas Besonderes, oder? Kreative Ideen. Gute und bessere RednerInnen. Nervosität. Spannung und Anspannung. Paul Troppmair, Martina Feichtmeir und Gregor Zoller. Hmm. Was? Wie es ein sprachloses Trio zu den Besten Österreichs schaffte. Angefangen hat alles beim in siebten Klassen üblichen „Ja, jetzt hält dann jede und jeder eine Rede.“ Doch dass daraus aufgrund der drängenden Zeit sehr bald ein

Frage konkret wurde, hieß es für uns: Three days to go, also: Noch drei Tage bis zum Bewerb. Sollten wir uns das wirklich noch antun? Ja, es war schon knapp, aber am Ende hat es dann doch geklappt, und gar nicht schlecht, wie die späteren Erfolge ergaben. Aber der Reihe nach: Drei Tage vor unserer großen Premiere (in der Schule hatte niemand im Blick, dass der Redewettbewerb schon so nahe war) saßen wir also ratlos (und sprachlos) zusammen, ganz unter dem Motto: Ratlose Redner reklamieren ihren regelrechten Reinfall. Aber ganz so

stischen Generalangriff entgegen. Aber genug davon. Der Redewettbewerb des Bezirkes Schwaz war also da, und, um die Geschichte hier ein wenig abzukürzen: In einem reinen Pauliner Derby konnten wir die entscheidenden Tore schießen, damit war dieses Spiel gewonnen. Der Aufstieg in die nächste Liga sollte die Folge sein. Tirol – und dorthin sind wir nicht gekommen, um zu bleiben. Wir konnten trotz räumlich widriger Umstände die Jury überzeugen und konnten es kaum glauben, dass wir im Finale angelangt waren. Österreich! Eine Woche mit

Paul Troppmair, Martina Feichtmeir und Gregor Zoller „Und wer fährt jetzt zum Redewettbewerb?“ wurde, kam für manch einen wohl überraschend. Tja, und weil alleine reden nicht alles ist, kam das „Neue Sprachrohr“ für uns nicht ungelegen. Für klassische RednerInnen und die spontaneren war die Frage klar: Was rede ich? Aber bei uns galt es eine viel spannendere Frage zu ergründen: Was sprachrohre ich? Freie Gestaltung heißt eben auch: Nachdenken beginnen mitten in allem und nichts. Als diese

schlimm war es dann auch wieder nicht, denn am Ende zweier – sagen wir – ausgefüllter Tage, war das grobe Programm fertig. Was wir am Anfang für schwer möglich gehalten haben: Es hatte sich eine recht abwechslungsreiche Zusammenstellung all unserer kreativen Ideen entwickelt. Die Stimmung hatte sich also gewendet: Nun zogen zuversichtliche Zufallsredner zufrieden Bilanz. Aber gleichzeitig gingen gespannte Gerede-Gladiatoren ihrem großen germani-

allen BundeslandsiegerInnen aller Kategorien (also auch klassische und spontane Rede) durch Südtirol touren und im gegenseitigen Gesprächs-Gerangel ganz genau einen Größten ergründen. Großartig! Generell galt jedoch, dass gegeneinander mehr gemeinsam war, und so ward das Gewesene ein gar glückliches Gewitzel und Gewusel. Gesellige Gesprächigkeit ergab gewogene Gemüter. Genug


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29 Wer hätte am Anfang überhaupt damit gerechnet, dass wir so weit kommen? Eben. Und es können eben dann auch nicht alle Leute denselben Humor haben (vor allem, wenn die Pointen akustisch nicht ankommen). Was, wie bitte?

von G? Gut. Zuerst in Brixen, später in Imst und Innsbruck (ha, Heimvorteil!) verbrachten wir eine abwechslungsreich umrahmte Woche, in der sich nette und teils immer noch anhaltende Bekanntschaften und Kontakte entwickelten. Dasselbe Schicksal schweißt eben zusammen. Doch nun endlich zu unserem eigenen Auftritt. In einer wahrlich tollen Location in Bruneck sollte unser Bewerb ausgetragen werden (jaja, Haus der Begegnung, da könntest du dir etwas abschauen…). Ziemlich angespannt zählten wir den Final Countdown, aber Gott sei Dank war es keine Mission Impossible. Wir durften bloß unserem Namen nicht troy bleiben und sprachlos sein.

Die Sieger des Landesbewerbes Aber das war auch nicht das Problem. Nein, unser Sprachrohr mit all seinen Zungenbrechern, das hatten wir schon drauf, die trügerische Technik war’s – die sollte die an sich gute Vorstellung ein wenig, nun ja, schwerer verständlich machen. Doch was soll’s? Wir hatten unseren Spaß dabei und konnten mit Recht sagen: Mögen murmelnde Mikros auch Missstimmung machen, wir sind trotzdem zufrieden.

Als es dann am Ende der Woche hieß „And the winner is …“ wurde einer Königin die Krone aufgesetzt, die mit ihrer Einzeldarbietung starkabarettistische Avancen durchscheinen hatte lassen, und wir bekamen die undankbare Blechkrone. Aber allemal. Es war eigentlich vom Bezirksbewerb an ein spaßiger Weg, den wir drei bestreiten durften, und Gott sei Dank siegt doch manchmal der Kampfgeist, auch wenn der innere Schweinehund eher für Aufgeben und faul Herumsitzen plädiert. Am Anfang hatte es schon stark danach ausgesehen, dass das ein unmöglicher Härtefall wird, aber am Ende siegten schon stolze Satzartisten, die schätzungsweise mit ihrem scherzenden Schauspiel die Jury entzückten und in schier schillernden Show-Elementen schwerwiegend sinnierten. Sinnfremd sowie sinnlos sei solches Sprachspiel? So? Selber schuld.

Noch mehr Erfolge … Andreas Zoller 2. im Landesfinale in der Kategorie „Spontanrede“ Bea Heim 4. im Landesfinale in der Kategorie „Klassische Rede“


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Mafia, Gefahr und böse Blicke bei der Mitternachtseinlage.

Elegant und getragen wurde der Ball mit der Polonaise eröffnet (wobei ein Luftballon das Ganze spannend machte).

Bea Heim und Gregor Zoller bei der Eröffnung.

Pauliner Professoren unter sich!

Erst Rosendame, dann Rosenkönigin – so geht es manchmal.


19.07.2007

11:07 Uhr

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JUNG v.MATT/Donau

BACA_a5_Kind

Was wären die großen Erfolge ohne die kleinen?

ETCETERA 50/2007  

UBILÄUM! 50 Ausgaben Etcetera (innerhalb von 21 Jahren) und noch kein bisschen älter! Es gab gute und sicherlich auch schlechte Zeiten, doch...