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Geschichte von Walpurga Antl Illustrationen von Kimmo Grabherr R채tsel von Harald Havas


Impressum 1. Auflage, März 2013 Herausgeber: Verein „Die Österreichische Bernsteinstraße“ 2170 Poysdorf, Kolpingstraße 7 Telefon: +43 (0)2552/3515 E-Mail: e.schiller@weinviertel.at www.betty-bernstein.at Obmann: Bürgermeister Herbert Nowohradsky Geschäftsführung: Elisabeth Schiller Geschichte und Text: Dr. Walpurga Antl, Prähistorikerin Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Naturhistorischen Museum Wien, leitet nebenbei ehrenamtlich das Museum für Ur- und Frühgeschichte in Stillfried, Mitglied im Verein „Die Österreichische Bernsteinstraße“. Zahlreiche Publikationen (Autorin) Illustration und Cartooning: Kimmo Grabherr (www.essence.at) Graphik Design und Satz: Essence Mediengestaltungsges.m.b.H. (www.essence.at) Konzept und Text Rätsel: Harald Havas (www.havas.at) Druck: Hofer Druck & Verlag, Retz (www.druckhofer.at)

Alle Rechte vorbehalten © 2013 ISBN-Nr.: 978-3-902111-45-6 Verkaufspreis Österreich: Euro 5,90

Betty Bernstein auf Facebook! www.facebook.com/bernsteinbetty

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die abenteuer von

betty bernstein Geschichte von Walpurga Antl

Illustrationen von Kimmo Grabherr Rätsel von Harald Havas

Dieses Buch gehĂśrt:


hallo! Ich bin die Betty mit dem Bernstein. Eigentlich heiße ich Elisabeth, aber heute rufen mich alle Betty. Manche nennen mich auch Betty Bernstein, weil ich immer mit meinem Bernstein herumlaufe. Ich bin auch schon für einen Geist gehalten worden. Ich tauche nämlich immer plötzlich irgendwo auf und verschwinde auch wieder. Aber das ist wirklich ein Unsinn. Ich bin kein Geist, ich bin eine Zeitreisende. Das ist ganz etwas anderes. Ich lebe jetzt im Jahr 1391 und bin nur bei euch, weil ich nicht nur so im ganzen Weinviertel kreuz und quer und auf und ab, sondern auch durch alle Zeiten reisen kann. Ihr glaubt das nicht? Aber es ist wirklich so. Ehrenwort! Feuerkobold hat mein Vater früher oft zu mir gesagt, weil meine Haare so rot sind wie die Glut in seinem Schmiedeofen. Die meisten meiner sieben Geschwister sind jünger als ich. Ich war gerne in der Schmiede, als ich noch bei meinen Eltern gelebt habe. Ich habe mich immer geärgert, dass sogar mein kleinerer Bruder helfen durfte nur ich nicht. „Schmieden ist nichts für Mädchen. Das bringt Unglück. Du kannst in der Küche Feuer machen oder der Mutter helfen!“ brummte mein Vater. Aber ich wollte weder in die Küche, noch zu den plärrenden Geschwistern.

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In der Schmiede war es spannend. Immer wieder sind Leute vorbeigekommen und haben Geschichten erzählt. Ich habe damals gedacht, das wären Gegenden wo ich wohl niiiiiieeeee hinkommen würde. Mein Vater hatte dafür wenig Verständnis. „Neugierige Mädchen wird Gott bestrafen“ hat er dann gesagt. Ich glaube aber, ein bisschen war er schon stolz, wenn die Leute gesagt haben: „So ein gescheites Kind“.

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Ein paar Tage nach meinem neunten Geburtstag ließ der Burgherr bei uns in der Schmiede seine Pferde neu beschlagen. Eines hat ein bisschen mit den Füßen herumgetanzt und den Kopf hin und her gedreht und die Nüstern gebläht. „Brrrrr, schöner Schimmel, Brrrr! Du brauchst keine Angst haben. Mein Vater tut dir nicht weh“ habe ich leise zu ihm gesagt. Da ist es wieder ruhig geworden und hat sich sogar streicheln lassen. „Dein Mädchen könnte ich gut auf der Burg gebrauchen. Die Köchin sucht eine Hilfe zum Feuer machen und Sachen zutragen“ hat auf einmal der Burgherr zu meinem Vater gesagt. Ich bin erschrocken. Ich wollte nicht weg und für die Mutter war es auch nicht so leicht. Der Vater hatte sich zuerst gefangen und sagte: „Es ist uns eine Ehre Herr“. Dann hat er sich tief verbeugt und zu mir hat er gesagt: „Du bist jetzt alt genug, deine Base* arbeitet schon zwei Jahre beim Dorfrichter am Hof. Es wird dir dort sicher gut gehen, Kobold“. Dann hat er sich schnell umgedreht. Ich habe noch gehört, wie er sich laut geschnäuzt hat. So kam ich auf die Burg, machte jeden Tag noch vor Tagesanbruch Feuer im Ofen und kehrte die Küche sauber. Das war manchmal anstrengend, aber im Grunde war es auf der Burg oft noch spannender als bei meinem Vater in der Schmiede. Sänger kamen von weit her und trugen am Abend Geschichten vor. * „Base“ ist ein alter Ausdruck für Cousine

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Wann immer ich konnte, habe ich mich in einer Ecke versteckt und bis Mitternacht gelauscht. Leider habe ich dann am Morgen oft verschlafen. Da hat mich die Köchin an den Haaren aufgezogen und laut mit mir geschimpft. Ich fand das sehr ungerecht. So ähnlich fühlte ich mich auch, als wieder einmal Händler zum Wochenmarkt vor der Burg kamen. Ich muss zugeben, ich war sehr neidisch auf sie. So ein aufregendes Leben – ständig neue Orte sehen und nicht nur den Wildenten über der March zuschauen und Gelsen jagen. Nach dem Markt habe ich mich in einem ihrer Wägen versteckt und zugehört. Zusammen gerollt zwischen feinen Lederschuhen und guten Stoffen bin ich dann eingeschlafen. War das ein Schreck als ich vom Holpern des Wagens aufgewacht bin. Ich wusste gar nicht wo ich war. „Wo kommst Duuu denn her? Wir sind knapp vor Zistersdorf, dort fängt heute der Markt an.“ sagte einer der Händler. Da bin ich ordentlich erschrocken. Zum Glück haben sie mich nicht fortgeschickt. „Wenn du kochst und unsere Sachen flickst, kannst du bleiben“ sagte der Händler zu mir. Zuerst aber wollte ich mir die Stadt anschauen.

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Da sah ich neben der Kirche von Zistersdorf einen Bettler. Der sah ganz seltsam aus, aber irgendwie auch geheimnisvoll. Die Leute gaben ihm hin und wieder kleine Münzen, meist aber nur ein Stück trockenes Brot oder gar nichts. Einige haben ihn auch verspottet. Das hat mich so wütend gemacht, dass ich gerufen habe: „Lasst ihn in Ruhe! Verschwindet ihr … !“ Ich sag’ euch lieber nicht was ich geflucht habe. Zuerst war es ganz still, die Buben standen verdattert da. Dann haben sie mit dem Finger auf mich gezeigt und schallend zu lachen begonnen. Das wäre jetzt auch nicht notwendig gewesen, dachte ich ärgerlich. Ich war zwar klein für meine 11 Jahre, aber ich konnte mich recht gut verteidigen. „Du bist ein gutes Kind“ hat dann der Bettler zu mir gesagt, „weil Du mich beschützt hast, will ich auch Dich beschützen.“ Er zog einen Stein aus der Tasche, der so hell wie die Sonne war. So etwas hatte ich davor noch nie gesehen. „Die Leute nennen ihn Bernstein“ sagte der Mann, „Er kommt weit aus dem Norden und hat magische Kräfte. Ein hoher Herr vom Deutschen Orden hat ihn mir geschenkt.

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Ich habe ihm nämlich im Wald vor Palterndorf das Leben gerettet. Wenn du daran reibst und dich irgendwo hin wünschst, bist du im selben Augenblick dort.“ Ihr glaubt das nicht, oder? Also ich habe ihm das auch nicht geglaubt, aber ich wollte den alten Mann nicht kränken. So habe ich ihm zugehört. Er erzählte mir: „Einmal bin ich viele hundert Jahre in die Vergangenheit gereist. Dort, wo heute Stillfried liegt, habe ich Wägen mit Körben voll Bernstein gesehen. Männer mit geknotetem Haar haben sie gebracht. Ich habe zuerst keines ihrer Worte verstanden. Die anderen haben ausgesehen wie der Apostel Paulus in der Kirche und gesprochen haben sie ähnlich wie der Pfarrer.“ „Haben die etwa Latein gesprochen wie die alten Römer?“ habe ich ihn unterbrochen. „Ja, ja“ hat der Bettler geantwortet. Ich kenne nämlich einige lateinischen Worte, weil ich manchmal zugehört habe, wenn der Sohn des Burgherrn Lateinunterricht gehabt hat. So ist es mir auch gelungen, etwas lesen und schreiben zu lernen. „Weißt du eigentlich noch mehr über den magischen Stein?“ habe ich weiter gefragt. „Na ja, so ganz genau weiß ich es nicht“ sagte der Mann. „Einmal war ich bei den Leuten, die den Bernstein von Stillfried nach Carnuntum geführt haben. Die haben „Tränen der Götter“ dazu gesagt.“

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„Wie? Du hast auf einmal mit ihnen reden können?“ habe ich ihn misstrauisch gefragt. „Ja“ sagte der Bettler: „stell dir vor, ich habe meinen Bernstein fest gedrückt und mir gewünscht ihre Sprache zu verstehen und es hat funktioniert.“ Dann hat er mir die Geschichte vom Bernstein erzählt. Wie ich ihn verstanden habe, glauben die Römer, dass der Sohn des Sonnengottes, Phaeton, einmal mit dem Wagen seines Vaters über den Himmel fahren wollte. Phaeton ging also zu seinem Vater und sagte, die Freunde glaubten ihm nicht, dass sein Vater der Sonnengott sei. Daraufhin hat ihm der Sonnengott versprochen, alles zu tun, damit sie ihm nur glaubten. Ihr werdet es vielleicht ahnen: der Phaeton verlangte mit dem Sonnenwagen zu fahren. Ich finde, das hat er schlau gemacht. Der Sonnengott durfte nämlich sein Versprechen nicht mehr brechen und musste den Phaeton fahren lassen. Da ist der Göttervater Zeus böse geworden und hat den Phaeton in einen Fluss weit im Norden gestürzt. Die Schwestern des leichtsinnigen Phaeton waren aber so traurig, dass sie zu Pappeln wurden. Ihre Tränen aber wurden zu Harz. Daraus entstand später der Bernstein.

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Dann sagte er noch, dass schon die Römer daran geglaubt haben, dass Bernstein heilende Kräfte hat. „Wirst du eigentlich mit deinem Bernstein weiter reisen?“ habe ich den alten Mann gefragt. „Ich bin jetzt schon zu alt, um zu reisen“ antwortete mir der Bettler. „Du aber bist ein schlaues, wissbegieriges Kind, dir kann er noch nützen.“ So gab er mir den Bernstein und verschwand. Also zuerst war ich baff. Da stand ich und dachte, ich hätte das alles geträumt. Aber ihr glaubt es nicht; der Bernstein war noch in meiner Hand. Ob ich es probieren sollte, überlegte ich. Wenn die Römer so viel über den Bernstein wissen und ich sie alles fragen kann, ist es sicher günstig, sich zuerst dorthin zu wünschen, grübelte ich. Was aber, wenn ich zwischen den Zeiten stecken bleibe? Ich gebe zu, erst habe ich ein wenig Angst gehabt. Aber hatte nicht der alte Mann behauptet, der Bernstein würde mich beschützen? Wie ihr seht, meine Neugier hat gesiegt. Seither bin ich mit meinem Bernstein von Carnuntum bis Laa und von Jedenspeigen bis Wolkersdorf gereist und von der Urzeit bis zu euch. Was für ein Abenteuer!

Ehrlich, bei euch ist es am schönsten. Deshalb möchte ich euch auch alles erzählen, was ich erlebt habe. Ich glaube auch, dass ihr das Weinviertel nicht viel besser kennt als ich vor meinen Reisen. Ihr meint, ihr kennt alles und wisst alles? Ha! Ihr werdet noch staunen. 11


Entdecken Sie die Museen an der Bernsteinstrasse Der Verein „Die Österreichische Bernsteinstraße“ wurde 2001 gegründet und zählt mit seinen 30 Mitgliedern zu den größten Museumsnetzwerken in Österreich. Mitglieder sind Museen und Ausflugsziele entlang der historischen Bernsteinstraße. Bei diesen lässt sich Interessantes zur Geschichte der Region, des Bernsteins und dem Bezug zur Historischen Bernsteinstraße, einem der ältesten Nord-SüdHandelswege in Europa, der von der Ostsee bis zur Adria reicht, entdecken.

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Museen an der Bernsteinstrasse 1

Althöflein bei Großkrut

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Asparn/Zaya

Erdstallmuseum Althöflein 2143 Großkrut, Althöflein 90, +43 (0)664/1459999, http://kulturamkapellenberg.grosskrut.at

Urgeschichtemuseum NÖ 2151 Asparn/Zaya, Schlossgasse 1, +43 (0)2552/3515, www.urgeschichte.at

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Kirchstetten bei Neudorf

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Laa/Thaya

2151 Asparn/Zaya, Kirchengasse 6, +43 (0)2577/8240, www.asparn.at

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Dürnkrut

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Ernstbrunn

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2136 Laa/Thaya, „Altes Rathaus“, Stadtplatz 17 Brigitta Appel, +(0)6766 753 69 02 www.suedmaehrischesheimatmuseum.at

Bruck/Leitha Historische Stadt Bruck/Leitha, Harrach-Park Treffpunkt: Parkeingang Pachfurhter Straße, Bruck/Leitha, Kultur- und Tourismusbüro, 2460 Bruck/L., Hauptplatz 16, +43 (0)2162/62221, tourismus@bruckleitha.at www. bruckleitha.at

Schloss Dürnkrut , 2263 Dürnkrut, Schlossplatz 1, www.duernkrut.at

Weinvierteldraisine Treffpunkt: Draisinenbahnhof 2115 Ernstbrunn (B40), +43 (0)664/44 769 44 info@weinvierteldraisine.at www.weinvierteldraisine.at

Falkenstein Treffpunkt: Eingang Burg Falkenstein, Gemeindeamt Falkenstein, +43 (0)2554/85340, gde.falkenstein@aon.at www.falkenstein.gv.at

Gnadendorf Naturpark Leiser Berge Treffpunkt: Buschberg, Radarstation +43 (0)676/4323674 od. +43 (0)2577/84060, naturpark.leiserberge@aon.at, www.naturparke.at

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Loosdorf

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Marchegg

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Michelstetten

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Mistelbach

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Niedersulz

Hainburg/Donau Historische Stadt Hainburg/Donau Tourismus- u. Gästeinfobüro, Ungarstraße 3 +43 (0)2165/62111 23 info@hainburg-donau.gv.at,www.hainburg.at

Jedenspeigen Schlossmuseum Jedenspeigen 2264 Jedenspeigen, Schlossplatz 2 +43 (0)2536/8224, www.jedenspeigen.at www.ritter-jedenspeigen.at

Mittelalterstadt Laa/Thaya, Treffpunkt: Pfarrhof bzw. vor dem Rathaus in 2136 Laa/Thaya Susanne Bauer, +43(0)676/76 43 557

Südmährisches Heimatmuseum Thayaland

Weinlandmuseum Asparn/Zaya

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Schloss Kirchstetten 2135 Kirchstetten, Neudorf/Staatz 19 +43 (0)2523 8314-5 www.schloss-kirchstetten.at

Schlossmuseum Loosdorf 2133 Loosdorf Nr. 1, +43 (0) 2524/82 22, oder +43 (0)676 524 91 25, schloss-erleben@tmo.at, www.schloss-loosdorf.at

Schloss Marchegg, 2293 Marchegg, Im Schloss 1, +43 (0)2285/7100-71, gemeinde@marchegg.at, www.marchegg.at

Michelstettnerschule 2151 Michelstetten, Schulberg 1 +43 (0)2525/64037, oder +43 (0)664/2166161, office@michelstettnerschule.at www.michelstettnerschule.at

Museumszentrum Mistelbach 2130 Mistelbach, Waldstraße 44-46 +43 (0) 2572/20719 vermittlung@mzmistelbach.at, www.mzmistelbach.at

Museusmdorf Niedersulz 2224 Niedersulz Nr. 250, +43 (0) 2534/333, info@museumsdorf.at, www.museumsdorf.at

Südmährerhof Niedersulz 2224 Niedersulz Nr. 250, www.suedmaehren.at

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+43 (0) 2534/333,

Neusiedl/Zaya Erdölmuseum Neusiedl/Zaya 2183 Neusiedl/Zaya, Bahnstraße 29 +43 (0) 2533/89225 gemeindeamt@neusiedl-zaya.at www.neusiedl-zaya.at


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Orth/Donau

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Wilfersdorf

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Palterndorf Wehrturm Palterndorf Treffpunkt: Eingang durch das Gasthaus „Zum Wehrturm“, 2181 Palterndorf, Hauptstraße 25, +43 (0)2533/89226 (Gemeindeamt) gemeinde@palterndorf-dobermannsdorf.gv.at, http://wehrturm.palterndorf.at

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Wolkersdorf

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Petronell-Carnuntum

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Zistersdorf

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Poysdorf

Nationalpark Donau-Auen 2304 schlossORTH Nationalpark-Zentrum, 2304 Orth/Donau, +43(0)2212/3555 schlossorth@donauauen.at, www.donauauen.at

Archäologischer Park Carnuntum 2404 Petronell-Carnuntum, Hauptstraße 1A, +43 (0)2163/3377-0, info@carnuntum.co.at www.carnuntum.co.at

Liechtensteinschloss Wilfersdorf 2193 Wilfersdorf, Hauptstraße 1 +43 (0)2573/3356 oder +43 (0)664/3770806, office@liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at www.liechtenstein-schloss-wilfersdorf.at

Schloss Wolkersdorf 2120 Wolkersdorf , Schlossplatz 2 +43(0)2245/2401-0 buergerservice@wolkersdorf.at www.wolkersdorf.at

Stadtmuseum Zistersdorf, 2225 Zistersdorf, Im Meierhof 1, +43 (0) 2532/2401 stadtgemeinde@zistersdorf.gv.at www.stadtmuseum-zistersdorf.at

Ausstellungsgelände Poysdorf 2170 Poydorf, Brünner Straße 28 +43 (0)2552/3515-30 info@noe-landesausstellung.at www.noe-landesausstellung.at

Kellergasse Poysdorf Treffpunkt: Parkplatz Weinmarkt, Brünner Straße 28 , Tourismusinfo Poysdorf, +43 (0)2552/20371, info@poysdorf.at www.poysdorf.at

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Staatz

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Stillfried an der March

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Straßhof

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Staatzer Berg Treffpunkt: Schosskeller am Fuß der Burgruine Staatz, 2134 Staatz, ARGE Staatzer Bergführer, +43 (0) 664/55 66 398, ingrid_froeschl@gmx.at www.staatzerberg.wordpress.com

Stillfried Zentrum der Urzeit 2262 Stillfried/March, Hauptstraße 23, Dr. Walpurga Antl, +43 (0)676 611 39 79 stillfried@aon.at, www.museumstillfried.at

Eisenbahnmuseum „Das Heizhaus“ Straßhof, 2231 Straßhof a.d. Nordbahn Sillerstraße 123, +43 (0) 2287/3027-11 office@eisenbahnmuseum-heizhaus.com www.eisenbahnmuseum-strasshof.com

Wien Landgut Wien Cobenzl 1190 Wien, Am Cobenzl 96a +43(0)1/328 94 04-20 office@landgutcobenzl.at, www.landgutcobenzl.at

Angebot „Betty BernsteinKinder- und Familienprogramm“ Top-Ausflugsziel, Nähere Infos: www.ausflug.at Mitgliedsbetrieb der Niederösterreich-Card: www.niederoesterreich-card.at

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hallo nochmal! Ich möchte euch meinen freund eberhardt hier vorstellen! er ist ein eichhörnchen, das durch einen magischen bernstein das sprechen erlernt hat! und jetzt mit mir durch die zeit reist! bei unseren reisen sind wir auf auch viele knifflige r ätsel gestossen. ein pa ar davon findet ihr hier in diesem buch. vielleicht schafft ihr ja sie zu lösen? jedenfalls waren wir auch in geheimer mission unterwegs! der alte bet tler hat mir nämlich verr aten, dass es zu meiner magischen ket te auch noch ein armband aus 10 kleinen bernsteinperlen gibt! dieses armband soll ebenfalls besondere kr äfte haben. helft ihr mir alle perlen zu finden? man erkennt sie dar an, dass sie ein kleines „X“ eingeritzt haben! hier hab ich eine als beispiel hergelegt… sucht im ganzen buch nach ihnen und schreibt hierher, auf welchen seiten sie sich verstecken!

Falsch:

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und wenn ihr schon dabei seid, sucht doch gleich den magischen spruch, mit dem man das armband aktiviert! dazu müsst ihr die richtigen worte nach dem geheimen code finden und unter mir eintr agen! viel glück!

der zauberspruch

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24–2

7–1

8–3

4–6 28–6

16–4

14–3


bett ys ta ge bu ch Fürs Erste wollte ich am liebsten alles gleichzeitig sehen. Ich began n damit, mich Jahrtausende zurück zu wünschen. Ich habe Jäger getrof fen, die Tiere gejagt haben, die ich zuvor noch nie gesehen hatte. Sie waren auch gesch ickt im Schnitzen von Figuren und Schmuckstücken. Auf weiten Flächen waren nur Gras, wenige Bäume und Sträucher. Ihr werdet nicht glauben, wie sich die Landschaft immer wieder verändert hat. Als ich wieder ein paar Jahrtausende in Richtung meiner Zeit gereis t bin, war ich in einem kleinen Bauerndorf mit wenigen Häusern in einem riesigen Urwald. Die haben tatsächlich mit kleinen Beilen aus Stein Bäume gefällt. Auf der nächsten Reise habe ich Händler mit Bronzegegenständ en und Bernstein getrof fen. Aus einem der größeren Häuser des Dorfes am Berg trat ein Mann heraus. Sein Sohn, ein Bub mit schwarzen Locken, schaute neugie rig hinter seinem Vater aus der Tür. Als der Mann eine Kette aus Bernstein eingetauscht hatte, kamen auch die anderen Dorfbewohner hervor und hande lten mit dem reisenden Kaufmann. Das war aber nur der Beginn meiner vielen Reisen. Als ich das erste Mal bei euch gelandet bin, habe ich beschlossen, meine Abenteuer aufzuschreib en.

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Ta g 0 1

Kelten affen und fast echte W d un ße fä Ge he ic Echte urzeitl eum Asparn /Zaya im Urgeschichtemus

Bernstein ch ihr - sogar ohne am au t nn kö rn pa As ß hlo im Sc er, die ich auf In Urgeschichtemuseum hlosspark stehen Häus Sc Im . en ch ma e eis durch die zu rubbeln - eine Zeitr mit meinem Bernstein ich ss da , am lts Se . n habe Häusern gemacht? meinen Reisen gesehe n die das nur mit den be ha e wi er ab r, kla s der Zeiten Reisen kann, ist sehen und das Haus au ge r ge Jä en ch itli ze eis n der Eltern gewohnt Ich habe dort die Hütte arzen Locken und seine hw sc n de t mi b Bu r ihm eine Bronzezeit, in dem de achtet, wie sein Vater ob be en eis itr Ze r ine er me beschützen“ sagte haben. Ich habe auf ein t der Sonne wird dich af Kr ie „D b. ga len er d Jahre her Kette aus Bernsteinp schon fast viertausen s da ss da n, re fah er habe ich n Hals getragen. er dabei. Im Museum Bernsteinket ten um de en ch ns Me me eh rn ist. Damals haben vo usern herumspapark zwischen den Hä ss hlo Sc im st Fe em t bemaltem Einmal bin ich bei ein und Schild vor mir, mi t er hw Sc t mi nn Ma nd ein angesehen, er ziert und plötzlich sta . Ich habe ihn verdutzt en ar Ha en nd he ste ab hon mit Gesicht und weißen er Krieger. Ich habe sc ch ltis ke ein bin h „Ic : sagt eisender? “ wollte aber hat stolz zu mir ge „Bist du auch ein Zeitr ft.“ mp kä ge rix eto ing b ihm dem berühmten Verc hat nur gemeint: „Glau el ind Sp d un n de Fa t Frau mi erzählt dir alles ich wissen, aber eine Keltenfest bei uns. Er am r me im ist r de ; itz ge und nichts. Das ist der Fr . Die echten Werkzeu ch au h dic er nn ka malen über die Kelten und be ansehen.“ du dir oben im Museum st nn ka n lte Ke r de e Gefäß die ich auf ss ist voll mit Sachen, Das Museum im Schlo und eine n habe. Viele Gefäße he se ge en eis itr Ze n meine rt. Ich habe altes Werkzeug sind do Menge jahrtausende hwarzen des Buben mit den sc len er inp ste rn Be die auch sspark wird n. Übrigens, im Schlo Locken wieder gefunde euch vor, in der Urzeit; und stellt e wi en ck ba ge ot Br auch l schmieden dürfen. ich habe endlich einma

die römer haben ganz andere zahlen verwendet... ob ich diese rechnungen wohl lösen kann?

Löst die Rechnungen und schreibt die Lösungen in römischen Zahlen auf die Marmorblöcke!

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Ta g 02

Mit Körben voll Bern stein nach Carnuntum Der Bettler hatte mich neugierig gemacht. Ich habe mich deshalb na zur Zeit der Römer ge ch Carnuntum wünscht. Carnuntum wa r riesengroß: Theater, diatorenkämpfe, Heilig Di chter, Glatümer für verschiedene Götter, das Legionslag absolut herrliches Bad. er und ein Sogar der Kaiser aus Rom war eine Zeit lan Ihr könnt euch das all g hier. es nicht vorstellen? Da nn müsst ihr euch zumi was man von dieser St ndest ansehen, adt bei Ausgrabungen gefunden hat. Wenn ihr viel Bernstein ich dort wüsstet wie gesehen habe, Körbe voll Bernstein. In einer die Aquileia heißt, werd Stadt am Meer, en Schmuckstücke da raus gemacht. Aquileia Tagesreisen von Carn ist mehrere untum entfernt. Die Rö mer haben eine feste gebaut. Für die Röme St raße dorthin r war Bernstein aber nic ht nur Schmuck. Sie gla an seine besonderen ubten auch Kräf te. Wohlhabende Römerinnen trugen Be zur Abkühlung und we rn steinkugeln il er gut riecht. Zerrieb enen Bernstein verwen Heilmittel. Die Römer de ten sie als wussten so viel über Be rnstein, das ist unglaub Sie sagten auch, dass lich. goldgelber Bernstein Fieber und Krankheit zieht. Jetzt wusste ich au s dem Körper erst, wofür der Bub mi t den schwarzen Lock steinket te bekommen en seine Bernhat. Zerrieben und mit attischem Öl* vermisc sogar Blindheit aufhalte ht so ll Bernstein n oder heilen. Aber ob das alles wahr ist, oder Römer das bloß einge ob sich die bildet haben, weiß ich nicht.

* Das kostbare attisc he Öl stammt aus Att ika, einer griechischen Landschaft.

ich helfe dir! also... I+I=II! V+V=... ...äh, also... V+V=...

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Ta g 03

useum Ein ganzes Dorf als M

ersulz haben sie sammeln ! Hier in Nied es all ute he l rte vie ein , eine KaWas die Leute im W rnhäuser, Werkstät ten ue Ba : elt mm sa ge nd Gege hat mir das ganze Häuser aus der ganzen eine Schule. Ein Bub d un s au sh irt W ein r r eurer Zeit pelle, Keller und soga mehr als 10 0 Jahre vo n ma e wi d un wo s, rt, wa Dorf gezeigt und erklä gearbeitet hat. ich: gesehen habe, wusste rg lbe ise Ga s au le hu or f die alte Sc mals bin ich Als ich im Museumsd eise ins Jahr 19 00. Da itr Ze n re he frü er ein f pf t l au senraum war voll gesto as da war ich schon einma Kl r De . en mm ko ge m Unterricht elsbank*“ ein bisschen zu spät zu l kommst du in die Es Ma n ste ch nä im Be ät. zu sp uhe“ rief und mit mit Kindern. „Du bist rten. Als der Lehrer „R he kic er nd Ki e Di er. ßen kerschimpf te der Lehr schlagartig still. Alle sa es r wa te, pf klo ch Tis den ist mir der kleine seinem Rohrstock auf nstiel verschluck t. Jetzt se Be en ein sie n tte enmaschizengerade da, als hä rne die Tafel, eine Rech vo nz ga n: me om ek rg f den er vo . Die Kinder saßen au Klassenraum viel größ ch tis er hr Le r de d un geln darauf hule ist der ne mit vielen bunten Ku inander. Neben der Sc ne be ne eit zw zu r me Bäuim idesorten kennen und hölzernen Schulbänken tre Ge n be Bu die n ne en Hälfte ler d Blumen an. Schulgarten. In der ein Mädchen Gemüse un die n ze an pfl n re de der an me schneiden und in Ziegen, Gänuernhof mit Schafen, Ba n hte ec em ein zu n wir b hat mir dort Von der Schule ginge en Schweinen**. Der Bu am lts se ar pa ein ch au Dächer, sen, Hühnern und : Matratzen, Einstreu, nn ka en ch ma es all so roh , was man aus Stroh erklärt, was man aus St dumm und weiß nicht bin ich du t bs lau „G überrascht. Hüte, Schuhe usw. das.“ Da war er echt iß we nd Ki s de „je gt gefra er mich macht? “ habe ich ihn t er gesagt. Dann hat ha , ng nu Ah ine ke n haben davo oßen Bogen Die meisten von euch ich eigentlich einen gr hl wo ob n, ge zo ge aufen sehr nützlich. Aus auch noch zum Misth aufen sind auch wirklich sth Mi h, lic tür Na . llte nger für den darum machen wo eder Nahrung und Dü wi t eh tst en re Tie r de Mist r beim Haus meiner den Abfällen und dem noch genauso wie de en nk sti fen au sth Mi er da hat er Boden. Aber eure Schmiede gezeigt, ab die ch au r mi er t ha letzt in Vater Eltern … Iiiiiiiiiiihh. Zu ganz Besonderes. Me s wa et ch do ist en nt. Schmied kannt. Da hat sich nicht so ausgekan hwer ter sind überall be Sc ine Se . eit br d un it we r mehr ist der beste Schmied ter mehr braucht ….nu er hw Sc ine ke ute he , dass ihr der Bub glatt behauptet h! beim Theater….komisc as angestellt hatten kamen Kinder, die etw ehen wie die * In die „Eselsbank “ haben ähnlich ausges dem Mittelalter kennt, s au tty Be die am e, lts se ein e ** Die Schw sere heutigen Schwein alb erscheinen ihr un Wildschweine, desh

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Ta g 04

Wisst ihr, was die „W einvierteldraisine“ ist ? „Wir fahren mit der Dr aisine durch den Natur park Leiser Berge. Wills ren? “ hat mich der Flo t du mitfahrian im Schulmuseum Michelstet ten gefragt ein seltsamer Name“ . „D as ist aber habe ich geantwor tet, „Woher kennt ihr sie?“ herum haben gekiche Alle um mich rt. „Die Draisine ist do ch kein Mensch; das ist ein Fahrrad auf Schie so et was wie nen“ haben sie mir da nn erklärt. Das hat mi auch nicht weiter geho r, eh rlich gesagt, lfen. „Was ist ein Fahr rad? “ habe ich mir ge Ich wollte aber nicht we da ch t.* iter fragen, sondern lie ß mich überraschen. So die noch, ich habe vo nst denken n gar nichts eine Ahnu ng. Na ja, so falsch wä nicht gewesen. re das auch Endlich war es soweit. Wir haben einander be i den Schienen in Erns fen. Gut, dass ich gesa tbrunn getrofgt habe, ich treffe den Flo rian vorher bei der groß denn ich wusste ja no en Eiche, ch immer nicht, was Sc hienen waren. Die Schie kilometerweit durch de ne n gehen n ganzen Naturpark. W oher die Schmiede nu hatten? Auf den Schie r so viel Eisen nen stand ein Fahrzeug auf kleinen Rädern. Am waren immer zwei Sitze Fahrzeug nebeneinander. Da ha ben wir uns draufgese mit den Füßen getreten tzt und haben , um weiter zu kommen . Das ist also eine Drais Anführer der Gruppe ine ! Der hat gesagt, dass die Dr aisinen nach ihrem Er Drais von Sauerbronn fin der Freiherrn benannt sind. Früher sind damit die Eisenba gefahren, wenn sie die hn ar beiter Schienen kontrolliert und repariert haben. W treten, geht es ganz hu enn alle fleißig rtig durch Felder, Wies en und Wald. Man könn stehen bleiben und Bl te aber auch umen pflücken.

* Betty lebt im Mitte lalter. Da es damals no ch keine Fahrräder gab, kann sie sich darunter auch nichts vorstellen.

Wisst ihr auch, welche Draisine zu welchem Buchstaben fährt?

das sind also dr aisinen! aber auf welche müssen wir steigen, damit wir in den naturpark kommen?

keine ahnung! aber wir müssen uns richtig entscheiden – sonst ist die fahrt bei einem prellbock zu ende!

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Ta g 0 5

s in Strasshof Mit Dampf unterweg

hwarzen Ungetatsächlich mit dem sc bin ich er ab , en ub hwarze Ihr werdet es nicht gla d frisst tonnenweise sc un oß gr sig rie ist es r, euch vo mir rief ungedulheuer gefahren. Stellt en, aber der Bub hinter eg sti ge ein nie rt do m Kessel Kohle. Allein wäre ich en wurde es hinter de mm ko ge an en Ob !“ dlich ein heuer war mir das dig: „So steig´ doch en pustete es. Richtig ge d un e tet us pr nn da , d vermächtig heiß und dann m Bernstein rubbeln un ine me an n ho sc ich h wollte Ganze nicht. Eigentlic nend. r es wiederum zu span wa zu nn fuhr da er ab , en ind schw d pfiff immer lauter. Da un fte mp sta te, pf klo te und h, und tsch, Das Ungeheuer zisch bewegen: tsch, tsch, tsc zu h sic nn ga be es d h. Bäume mächtig Dampf aus un htschtsch, tschtschtsc tsc h, sc ht sc ht tsc : er schnell ld der Lokführer tsch, tsch und immer stand fast still. Williba rz He in me d un ei rb Da hatte und Häuser flogen vo Dampflok gefahren? “ er ein t mi nie ch no t , du bis wisst ihr, dass man lachte und sagte: „Gelt ich das nie. Übrigens, tte hä n be ge ge zu er er natürlich Recht, ab en kann? le Tonnen transportier nach Carnuntum mit einem Zug viele, vie rnstein für alle Zeiten Be t hr Fa er ein t mi r mit der Lok Da hätten die Röme in Strasshof alle Kinder n rfe dü n ge Ta ten stimm s ist der Beweis, führen können. An be ick t die Fahrkarten. Da zw er hr kfü Lo r de ld mitfahren und Williba Heidenspaß. fahren sind. Das ist ein dass sie wirklich mitge

oh nein! zerbrochene vorr atsbehälter! so etwas macht mich ganz fertig!

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diese blöden reiter! aber wenn wir die passenden teile finden, kann der händler den krug vielleicht wieder flicken!


Ta g 0 6

Wochenmarkt im mitt el

alterlichen Hainburg

In Hainburg am Woche nmarkt habe ich auf ein mal an den Buben mit Locken denken müss den schwarzen en. Dabei habe ich wo hl meinen Bernstein ge auch schon im bronze dr ückt und war zeitlichen Dorf. Händler aus dem Norden hatte ge Bernstein mitgebrac n eine Menht. Einer Frau mit Bron zeröllchen und Goldring Haar gefielen die Bern en in ihrem steinket ten. Einer der Händler kam mir ganz „Reist er vielleicht auch bekannt vor. durch die Zeit? Wenn er nun mein Geheimnis Mir war das nicht ganz entdeck t? “ geheuer, ich wollte me inen Bernstein drücke er? Beim Herumzappe n, aber wo war ln bin ich dann auf et wa s drauf gestiegen. Go war mir nur auf den Bo tt sei Dank , er den gefallen. So bin ich wieder ins Mittelalter zurückgeko mmen. Viele Menschen das große Tor in die St strömten durch adt zum Mark ttag. Am Mark t bei der Jakobskir ges los. Ein Reiter hatte che war einigerade einen Stand mi t Töpfen umgeworfen. Diesen Wirbel nutzte ein Dieb und schnitt de m einen oder anderen tel vom Gürtel. Gott se den Geldbeui Dank wurde er er wisc ht und in den Kotter* bin weiter durch die Ki ge sperrt. Ich rchengasse zum Pran ger** gelaufen. Dort stand eine Frau an gekettet und wurde vo n einer Menge Leute Warum sie dort stehe verspot tet. n musste, weiß ich nic ht . Vor dem Karner*** be kirche bin ich umgeke i der Martinshr t. Ich bin dann kreuz und quer durch die St bis zum Fischer tor un ad t gegangen d die Stiege auf die St adtmauer hinauf. Vieles ihr noch heute bei ein davon könnt er Stadtführung sehe n.

* Ein Kotter ist ein kle ine

s Gefängnis. ** Ein Pranger ist ein e Säule aus Holz oder Stein an der Menschen kleine Vergehen – zur Strafe für oft aber auch unschuld ig – stehen mussten. *** Ein Karner ist ein Beinhaus, in dem frühe r die Knochen der Verstorbenen aufbewahrt wurden

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Tag 07 Der erste Bernstein kommt nach Laa Da haben die Leute in der Gegend von Laa an der Thaya aber geschaut. Aus dem Norden waren Menschen mit langen Bögen* angekommen. Am meisten beeindruckte die Bauern der Schmuck der Fremden: der helle Metallschmuck, die vielen große Eberhauer** auf der Brust und der Bernstein. Erst lang nach dieser Reise habe ich erfahren, dass ich damals in der Steinzeit war, als vor ungefähr 4500 Jahren der erste Bernstein in das Weinviertel gekommen ist. Aber in Laa gibt es auch heute noch viele interessante Dinge zu sehen. Im Kutschenmuseum bin ich als feine Dame angezogen in die Kutsche gestiegen und ausnahmsweise bis zur Therme gefahren. Die hätte den Römern auch gefallen. Lang konnte ich dort aber nicht bleiben, ich wollte ja die Stadtführung nicht versäumen. Ich war nämlich neugierig, ob es noch Häuser aus dem Mittelalter gibt, der Zeit, in der ich geboren bin. Es war ganz schön schwierig, die mittelalterlichen Gebäude zu finden, aber dann habe ich die Reste der Stadtmauer gesehen. Die Burg hat sich ja stark verändert. Viele Teile sind erst nach meiner Zeit dazu gekommen. Auch den Pfarrhof und die Kirche hat es schon zu meiner Zeit gegeben. Bei der alten Kapelle zum Hl. Jakob ist ein Bürgerspital entstanden. Die Laaer sind sehr stolz darauf. Am Stadtplatz habe ich zuerst das schöne neue Rathaus gesehen, aber dann habe ich doch noch das Alte Rathaus entdeckt. Das heißt, die Stadtführung hat mir dabei geholfen, weil am Alten Rathaus schon so viel umgebaut ist. Heute sind dort die Stadtbibliothek und das Südmährermuseum. Wisst ihr eigentlich, dass es in Laa ein echtes Gespenst gibt? Es ist aber keines, das die Menschen erschrickt, sondern es beschützt die Laaer. Ich habe es in seiner Zeit besucht – schließlich haben auch Gespenster einmal wirklich gelebt – und gefragt, warum es heute noch erscheint. „Ich muss doch die Laaer beschützen. Ich habe die Stadt schon vor fast 400 Jahren mit meinem Leben verteidigt.*** Wenn Gefahr droht, erscheine ich und warne die Menschen“ hat es gesagt. Übrigens legt es Wert darauf, dass es kein Gespenst ist, sondern ein guter Geist.

* Gemeint sind Bögen zum Schießen ** „Eberhauer“ werden die langen Eckzähne der männlichen Wildschweine (Eber) genannt *** Im Jahr 1619 wurde der Schützenmeister Adam Oberndorfer bei der Verteidigung der Stadt erschossen. Seither soll er manchmal an seinem Todestag am 8.5. erscheinen, um die Laaer vor Gefahren zu warnen.

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Ta g 08

Händler mit Bernstei n und Wein in Stillfried Der alte Mann hatte in Stillfried gesehen, wie die Germanen den Rö große Menge Bernste mern eine in übergeben haben. W ie es hier wohl 10 00 Ja ausgesehen hat? Ich ru hre früher bbelte an meinem Be rnstein und kam in die Burg. In der großen Sie urzeitliche dlung am Berg wurde gerade ein Fest gefeier mit Blumenkränzen im t. Mädchen Haar fuhren auf einem Wagen, der von Hirsc gen wurde. Ein Händler hkühen gezoaus dem Norden über gab einem vornehmen Beutel mit Bernsteins Herrn einen tücken und erhielt dafür ein Gefäß aus Bronze aus dem Süden brachte . Ein Mann getrocknete Weintraub en und ein großes Ge Mischung aus Wasser fäß mit einer und Wein. Dafür erhie lt er die herrlichsten St auf einmal ein großes of fe. Da gab es Geschrei. Niemand ha tte bemerk t, dass im W die Holzpalissaden br es ten bereits annten. Alle liefen im Durcheinander und wa Reiter waren über die re n in Panik. March gekommen un d griffen die Festung hat noch schnell seine an . Der Schmied letzten Arbeiten – Schm uckstücke aus Bronze Klumpen Bronze verst - und einen eckt. Als die ersten Häuser brannten, fand ich, es wäre langsam Zeit, mi Bernstein aus dem St ch mit meinem aub zu machen. Ihr kö nn t übrigens noch heute benkerne, die Gefäße die Weintrauund sogar ein Stück Be rnstein und die Bronze des Schmieds im Stillf gegenstände rieder Museum sehen. Und stellt euch vor, ich auch eine ganz lange habe hier Zeitreise gemacht: vo n den Mammutjägern Jahren bis in eure Zeit. vor 30.00 0

schau mal! schalen mit tr aubenkernen! ob ich wohl schätzen kann, wie viele in jeder schale liegen?

Versucht, ohne zu zählen zu schätzen, wie viel Kerne in jeder Schale liegen und schreibt die Zahl in das obere (rote) Feld. Für jede Schale habt ihr 1-2 Sekunden Zeit. Am Ende zählt die Kerne und schreibt die richtige Zahl in das untere grüne Feld – ihr werdet euch wundern! In manchen Schalen liegen übrigens gleich viele Kerne. Tipp: schreibt eure Ergebnisse mit Bleistift in die Felder, dann könnt ihr sie wieder ausradieren und es später noch einmal versuchen PAH! ihr menschen oder auch andere Personen testen! könnt mehr als drei dinge gleichzeitig kaum wahrnehmen! wir eichhörnchen sind dagegen absolute nussprofis...

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HM... also vor dieser schlacht scheinen es die schildermaler etwas eilig gehabt zu haben... das echte wappen von rudolf kommt nur zwei mal vor! wen interessiert das? für mich sehen die alle komplet t gleich aus!

Ta g 0 9

fehler Gefährlicher Rechen

en römikrut gelebt haben, liebt rn Dü i be en hr Ja 00 20 r fast denklichen Formen Die Germanen, die vo ndspangen in allen er wa Ge n ge tru Sie . ke t wie überall sche Schmuckstüc o sehnsüchtig er warte us na ge r hie en rd wu ndler genug von den und die römischen Hä er hatte schön langsam ab Ich h. rc Ma r de ng r Schmiede in den Dörfern entla ck , meine Eltern in de rü zu it Ze ine me in er t nicht wied . Aber irgendetwas ha Germanen und wollte ht ge n er ist hw sc Ge n n, wie es de besuchen und schaue nfalls bin ich so ganz funktionier t. r Zeit verrechnet. Jede de in nig we ein ch mi em Fleck hatte Ich glaube, ich habe So viele Ritter auf ein . ten ra ge ein hin t ch hla n die einen gerufen mitten in eine große Sc dejowice, Praha! “ habe Bu , ha ra „P n. he se ge erall Tote ich davor noch nie h war da gar nichts, üb tlic ris ch er Ab n. re de uern die an gst verkrochen. Die Ba und „Rom, Christus !“ An s au h sic n be ha er en und Kind nig Ot tokar ist und Verletzte. Die Frau and gerufen: „Der Kö jem t ha ich tzl Plö h. zte Vie habe mich um über fürchteten um das let habe ich gewusst, ich Da .“ gt sie ge t ha lf do be? gefallen; König Ru e Schlacht ich erlebt ha lch we t, ich lle vie ihr t Wiss 10 0 Jahre verrechnet.

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Tag 10 Die große Schlacht zwischen Dürnkrut und Jedenspeigen Obwohl sich die Schlacht bei meiner missglückten Reise zu meinen Eltern zwischen Dürnkrut und Jedenspeigen abgespielt hat, bin ich damals im Tumult nicht bis Jedenspeigen gekommen. Wer weiß, vielleicht waren dort ja auch noch Ritter von König Ottokar. Das war mir zu gefährlich. In das Schloss Jedenspeigen bin ich erst 1995 gekommen. Stellt euch vor, dort erzählen sie noch heute die Geschichte dieser großen Schlacht. Sogar ein Schwert, mit dem man damals gekämpft hat, könnt ihr noch im Schloss sehen. Obwohl ich die Schlacht selbst erlebt habe, war das spannend, weil ich ja vom eigentlichen Geschehen nicht soviel mitbekommen hatte. Meist war ich irgendwo versteckt, denn in dem Durcheinander hat jeder versucht, möglichst heil davon zu kommen. Ich war damals so aufgeregt, dass ich glatt vergessen hatte, mich mit meinem Bernstein aus dem Staub zu machen, zuerst jedenfalls. Dann bin ich zurück in die Römerzeit. Aus Neugier habe ich die römischen Händler von Jedenspeigen aus die March abwärts begleitet, das heißt, eigentlich bin ich ihnen nachgeschlichen. Da habe ich gehört, wie sie sich über die Germanen lustig gemacht haben, weil die ja gar keine Ahnung hätten, wie viel der Bernstein den Römern wirklich wert war. Na ja, anständig war das gerade nicht.

die in jedenspeigen stehen total auf die ritterzeit! dort kann man etwa ein original rit terschwert sehen. und sogar ein ritterfest halten sie noch heute ab. mit richtigen turnieren! hm... aber wenn ich mir diese beiden bilder ansehe, dann finde ich einige fehler zwischen beiden! ich glaube es sind 10 fehler!

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Das storchen-mini-quiz

Ta g 11

1. Wie nennt man das Nest eines Storches?

3. Wo überwintern die meisten unserer heimischen Störche?

a) Franz b) Horst c) Moritz

a) in Indien b) in Afrika c) in Kitzbühel

2. Warum klappern Störche mit ihren Schnäbeln?

4. Wie werden Störche im Märchen genannt?

a) zur Verständigung b) weil ihnen kalt ist c) weil sie musikalisch sind

a) Meister Albert b) Meister Albrecht c) Meister Adebar

t er lässt eine neue Stad II r ka to Ot g ni kö en Der Böhm

richten: Marchegg

Dorf kleines germanisches ein tes Or n ige ut he s he de n, als Händler mit Ich habe hier in der Nä rcheinander geschriee du gt re fge au n be ha , rot glänbesucht. Die Kinder d Pfannen aus Bronze un e pf Tö . en am eik rb irr vo ister t. esten des Or tes bege römischem Luxusgesch Ält die n be ha ke tüc und Schmucks war den zendes Tafelgeschirr Frauenhaar. Am liebsten d un fe of St n ste be en die . Deshalb beDie Männer gaben ihn von war nicht so viel da da er ab in, ste rn Be r anderen Händlern natürlich de mern den einen oder Rö n de t mi en nk tra d ln un gannen sie zu verhande eder im falBecher Met*. habe, bin ich schon wi t ch ns wü ge ck rü zu lalter Marchegg, doch ich Als ich mich ins Mitte wollte ich in die Stadt h tlic en Eig t. de lan waren ge schen Jahrhunder t vermesser und Bauleute nd La t. de lan ge r ka to nigs Ot g? “ sagte der bin in der Zeit des Kö t Marchegg? „Marcheg ad St die r wa wo er Ab nigs Ot tokar hier eifrig am Werk. r im Namen unseres Kö hie n hte ric er ir „W tte gt ha sen.** Dort drüben Gehilfe, den ich gefra ben wir sie ausgemes ha ter af Kl 0 44 l ma 0 wird?“ Der eine große Stadt*. 40 König die Stadt nennen r de e wi , du ißt we o bei Wies terhielt sich mit ihm. Da wird die Kirche stehen. un d un r se es rm Ve n em andere Gehilfe ging weg zu ein g. eder in meine Richtun be ich mich weg schauten sie immer wi obachteten Moment ha be un em ein In . ht nic le Störche. In Das gefiel mir gar Bäumen waren so vie n de f au en ob ch Ho rten wald. n unentwegt und fütte geschlichen in den Au ge flo en Alt e Di e. ch ör hon junge St den Nestern waren sc rigens t ihr bei Marchegg üb sie. Die Störche könn . noch heute besuchen

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nig und Wasser. sches Getränk aus Ho d zum ers ten * Met ist ein alkoholi ndet. Im Jahr 1268 wir Stadt Marchegg gegrü die t ha II größte ar die tok it Ot Ze Es war in dieser ** Der Böhmenkönig er Urkunde erwähnt. ein in dt Sta ete nd Mal die neu gegrü m. Stadt. 1 Klafter sind 1,8 Neugründung einer


Ta g 1 2

Sonnenbad mit Emy der Schild

kröte im Nationalpar k Donauauen

Es war Frühling, als ich zur Römerzeit durch de n großen Auwald zwisc und March gegangen hen Donau bin. So war es leichter , sic h zu orientieren, weil Sonne zwischen den man die Baumwipfeln sehen ko nnte. Der ganze Waldboden hat weiß, gelb und bla u geblüht. Emsig floge Zweigen im Schnabel n Reiher mit durch die Luft und be gannen schon ihre Ne Einen Eisvogel, Finken, ste r zu bauen. Spechte und sogar ein en Wachtelkönig habe Am Himmel kreiste ein ich gesehen. Seeadler unermüdlich in der Luft. Am Boden viele feuchte Stellen vo wa ren noch m Hochwasser. Emy, die Schildkröte sonnte sic großen Baumstamm. h auf einem Aber Vorsicht! Solltet ihr sie sehen, dann dü keinen Fall stören. Da rft ihr sie auf s könnte sie in Gefahr bringen. Während ich habe, ist zwischen de Em y beobachtet n Bäumen ein mächtig er Hirsch aufgetaucht. ihr noch nicht gesehe So einen habt n. Der hat auch ohne Geweih majestätisch habe versucht keinen au sg esehen.* Ich Laut von mir zu geben, damit er nicht davonlä habe ich ein paar Männ uf t. Von weitem er fluchen gehört. Ihr Karren ist im weichen geblieben. Wie kann ma Boden stecken n auch so dumm sein, dachte ich. Das Frühjahrshochwas ser war kaum zurückge gangen und schon wo Norden. Die feinen rö llen sie nach mischen Damen zahle n eben gut für Bernste in. * Ein großer Hirsch hat meist auch ein mä chtiges Geweih, aber Au geht, haben die im Frühjahr, als Betty Hirsche kein Geweih. durch die Sie werfen nämlich ihr jedes Jahr ab und e Geweihe es wächst dann wiede r neu

Wie viele Schildkröten kannst du entdecken? Auf ihren Rücken bildet der Panzer scheinbar auch Buchstaben... Wenn du alle aufschreibst und in die richtige Reihenfolge bringst, erfährst du wo die Schildkröten leben!

schau einmal eberhardt! ganz viele sumpfschildkröten! und diese schönen panzer! gähn... schildkröten sind langweilig... ich mach lieber in der sonne ein nickerchen...

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Tag 13 Boot fahren zwischen Sumpfzypressen und Weihrauchzedern im Harrachpark Die Römer, die konnten Straßen bauen! Ich bin einmal von einem großen Gutshof über der Leitha bis nach Carnuntum in einem römischen Reisewagen gefahren. Dort bei Bruck an der Leitha, wo heute der große Park ist, war damals nur die Au. In dieser Gegend haben wir die Leitha übersetzt. Wie sich das alles verändert hat. Im 18. Jahrhundert hat nahe dieser Stelle die Familie Harrach einen großen Park angelegt. 6000 verschiedene Pflanzen aus weit entfernten Ländern hat man hier angepflanzt. Dazwischen waren Wege zum Herumspazieren. Sogar Boot fahren konnte man auf den Seitenarmen der Leitha. Ich habe vor Staunen meinen Mund ganz weit aufgerissen. Das waren ja Bäume wie in den Fabeln, die ich auf der Burg meines Herrn gehört habe. Wenn ihr jetzt die historische Stadt Bruck und den Harrachpark besucht, könnt ihr noch heute viele seltene Bäume und Pflanzen im Park finden: Sumpfzypressen, Weihrauchzedern und Ginkgobäume. Diese Landschaft gefällt offenbar auch den Tieren. Viele verschiedene Vogelarten brüten hier. Außerdem gibt es viele Libellen und, und …

Tag 14 Der gemalte Himmel von Kirchstetten Kennt ihr den schönen Festsaal im Schloss Kirchstetten? Ich habe ihn gesehen, als ich dort mit meiner neuen Freundin bei einem Konzert war. So ein schönes Deckengemälde, habe ich mir gedacht. „Es zeigt den Triumph der Wahrheit über die Zeit“ erklärte mir der Vater meiner Freundin, „Franz Anton Maulbertsch hat es 1750- 51 gemalt.“ „Der Maulbertsch, der mit den vielen Farbtöpfen und dem, na wie heißt das denn …?“ Der Vater meiner Freundin unterbrach mich erstaunt: „Woher kennst du denn den Maulbertsch?“ Er konnte natürlich nicht wissen, dass ich den Maulbertsch einmal besucht hatte, als er gerade begann, das Gemälde für das Schloss in Kirchstetten zu skizzieren. „Malst du mich auch drauf?“ habe ich ihn gefragt. Er aber hat nur geantwortet: „Kobolde habe ich nicht eingeplant.“ Dabei würde ich so gut dazu passen, so mitten im Himmel. Ich kann nämlich auch wie ein Engel ausschauen, wenn ich will. Zu der Zeit, als Maulbertsch sein Bild gemalt hat, gehörte das Schloss dem Leopold Gundacker von Suttner, dessen Vater Leibarzt der Kaiserin war. Ihr aber werdet wahrscheinlich mehr über Bertha von Suttner wissen. Sie hat sich für den Frieden in der Welt eingesetzt. „Die Waffen nieder“ war der Titel eines ihrer Bücher. Hier im schönen Schlosspark von Kirchstetten hätte ich auch gerne Bücher geschrieben. Glaubt ihr, bekomme ich für mein Tagebuch auch den Nobelpreis wie die Bertha von Suttner*?

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* Bertha von Suttner erhielt 1905 den Friedensnobelpreis.


das ist aber ein schöner wandteppich… hm… ob die buchstaben etwas bedeuten?

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natürlich, du taube nuss! das stehen doch sieben rit terdinge aus der rit terzeit! von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten und von unten nach oben!

Palterndorf Zuflucht im Turm von

Kirchweih im Jahr schon am Vortag zur nn de , gt re fge au e all ek takel. In Palterndorf waren mmen. Das war ein Sp ko ge n de Or n he sc ut vom De Waf fenrock mit ei1290 sind die Herren nhemd einen weißen tte Ke m de er üb n be l mit einem Die hohen Herren ha ch einen weißen Mante no r be rü da d un n ge sind, getra wusst, wer die Herren nem schwarzen Kreuz ge ht nic r ga st er zu ja Arm. Ich hab’ im Norden schwarzen Kreuz am natsherren sind. Weit tro Pa die s da ss da , gt er gesa Angeblich sind sie aber dann hat mir ein n Handel mit Bernstein. de d un g un nn wi Ge en, damit kontrollieren sie die k aus Bernstein herstell uc hm Sc rt do rf da d Nieman einen Bauern mit sehr strenge Herren. rden können. Wenn die we t ch ma ge fte hä sc rafen. keine heimlichen Ge n, drohen ihm harte St he sc wi er n ke tüc ins n Orden dem alten rohen Bernste he Herr vom Deutsche ho r de m ru wa r, kla wohl besJetzt war mir auch en konnte. Da war es nk he sc in ste rn Be en rden. n groß vielleicht gefährlich we Mann so einen schöne te nn kö s da nn de n, zu verstecke gesehen. ser meinen Bernstein en Hof mit einem Turm ein ich be ha he rc Ki r von de wird. Ein Mädchen In einiger Entfernung das Dorf angegriffen nn we r, rfe do rn lte Pa tergeschoß Hierher flüchten die s „Angsttürl“ in das Un da h rc du l ma ein n ho sie sc hat mir verraten, dass s ein Geheimnis. , aber eigentlich ist da ist tet ch ren unterirflü ge es rm Tu des hat mir auch vom finste Es . en iht we ge Ein ten, r die schon ordentlich fürch Das „Türl“ erkennen nu ch mi te ss mü ich o he erzählt. Als Turm von dischen Gang zur Kirc hen. Heute könnt ihr im ec kri zu ng Ga n ge en gen ren und außerdem um durch so einen lan Deutschen Orden er fah m vo n rre He die er Palterndorf alles üb it über den Or t sehen. könnt ihr so richtig we 31


Ta g 1 6

Zu Gast beim Fürste n von Liechtenstein in

Wilfersdorf

Stellt euch vor, ich wa r im Schloss der Fami lie von Liechtenstein ein genau genommen ha geladen – also be ich mich mit meine m Bernstein selbst ein der Fürst war selbst da ge laden - und . Ein bisschen war ich aufgeregt. Was sagt ma Fürsten zur Begrüßun n bei einem g? Verbeugt man sich ganz tief wie mein Vater Burgherrn oder schaut bei unserem man ganz einfach, da ss man in der Menge ganz nebenbei möglich nic ht auffällt und st nahe bei den Lecker bissen ist? Da hat mich auf einma l eine vornehme Dame in einem wunderschö angeschaut und gefra nen Kleid gt: „Woher kommst de nn du? Ich habe dich hie gesehen.“ „Ich komme r noch nie aus dem Mittelalter“ hä tte ich fast gesagt, ab ohnehin nie geglaubt. er das hätte sie So habe ich angefange n zu sagen: „Ich komm e aus dem Mi-, Mi- mi viertel.“ Das war ja no ttleren Weinch einmal gut gegang en . Ich wollte gerade in de hen, da hat sich Augu n Garten gesta, die Tochter der vo rnehmen Dame, einge einer Verwandten ähnli bil de t, ich sähe ch. „So ein Unsinn“ sa gte darauf ihre Mutter den Kopf „Du erinner und schüttelte st dich an ein Bild unse res Urahns Ulrich, aber ders aus.“ „Unser Urah der sah ann Ulrich von Liechtenste in hat im Mittelalter ge du wissen und ist aus lebt, musst Liebe zu einer unerre ichbaren Dame als Fr det durch die Lande ge au Ve nus verkleirit ten. Dabei ist er auch in das Weinviertel geko Stück ist er entlang de mmen. Ein r alten Bernsteinstraße der Römer gerit ten.“ ha Augusta erzählt. Wenn t mi r dann die ihr in das Schloss komm t, habt ihr es sicher lei Ihr bekommt dort einen chter als ich. Schnellkurs in höfisch er Etikette und schon auf, dass ihr nicht ständ fäl lt keinem ig beim Fürsten zu Ga st seid. die sind also millionen von jahren alt? ob ich einmal so weit zurückreisen soll...?

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lass das lieber! sonst wirst du am ende auch noch versteinert! aber ist dir eigentlich aufgefallen, dass nur zwei der schneckenhäuser genau gleich gefärbt sind?


Ta g 17

d Kühe füttern Schafe streicheln un

rnhof holung zu einem Baue Er r zu ihr ss da rt, de n verwun f keine ErhoEin wenig war ich scho r Zeit war ein Bauernho ine me zu h, rlic Eh n. natürlich. fährt, um Tiere zu sehe musste, außer Pferde n he se re Tie ine ke wenn ich benzl und lung und ich war froh, Kinder am Landgut Co die r mi n gte sa “ aß Sp n, dass die meisten „Schafe füttern macht später habe ich begriffe st Er . ein dr h lic ck glü cht einmal alle schauten ganz e zu Hause haben. Ni ein hw Sc d un he Kü fe, ha von euch gar keine Sc ltsam ! Se . re Tie so bekannt Bauern haben rum mir diese Gegend wa t, ter ar rm ze n hir Ge wann ich Ich habe mir auch das d. Ich weiß nicht mehr en irr rw ve n hö sc nz en ist ga zur Zeit der Rövorkommt. Das Zeitreis t drüben führte schon or „D . bin n se we ge it zu den wo und zu welcher Ze traße“ sagte da einer ins ste rn Be r zu bis , Carnuntum Carnuntum gemer eine Straße nach zu den Römern nach ich Als : er ed wi es ich t. Ich bin Kindern. Jetzt wusste ch Comagena* begleite na lie mi Fa ine se d un Julius t, ich glaube sie reist war, habe ich den ben wir auf eine Stad ha Da . en mm ko ge ei rnuntum. sicher, wir sind da vorb r aber viel kleiner als Ca wa e Di . ut ha sc ge ab ißen, hin hat Vindobona** gehe heutige Tulln. * Comagena ist das en, wo die Römer römische Name für Wi r de ist na bo do Vin ** er viel kleiner war nslager hatten, das ab gio Le ein ch au ar zw als Carnuntum

Ta g 1 8

Was ist denn ein Foss il? Erdöl ist fossile Energie . Bernstein ist fossiles Harz. Aber was ist denn „fossil“. „Ein Fossil ist eigentlich et was, das aus einer lan g vergangenen Zeit üb ist “ hat da der Milos ge rig geblieben sagt. Was glaubt ihr, bin ich et wa auch ein Foss lich bin ich aus dem Mi il? Schließttelalter übrig geblieb en. Der Geologe, der museum in Neusiedl wa zufällig im Erdölr, hat gelacht. „Vor vie len Millionen Jahren ist Mistelbach ins Meer ge die Donau bei flossen. Damals wurd en am Boden dieses Me Tierchen abgelager t. er es winzige Aus ihnen ist später da s Erdöl entstanden. Au der Muscheln und Sc ch die Schalen hnecken aus diesem Meer kann man noch finden“ sagte er. „Die im Weinviertel Tierreste aus lang verg angenen Zeiten nenn Deshalb heißt das Erdö en wir Fossilien. l auch „fossile Energie “. Mehrere hunder t Me heute in die Erde, um ter bohr t man das Erdöl aus dem Bo den zu fördern.“ Von den Geologen ha be ich er fahren, dass auch im Bernstein Fo sein können und Bern ssilien enthalten stein selbst fossiles Ha rz ist, das von Nadelbä die vor ca. 50 Millione umen stammt, n Jahren gewachsen sin d. Im Harz sind Fliegen manchmal auch ein we , Mücken und nig größere Tiere häng en geblieben.

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welches blatt gehört zu welchem baum?

also ICH weiss, welches blat t zu welchem baum gehört! aber ich wet te, dass weiss nicht jeder!

Kastanie

eiche

zwetschge

ahorn

walnuss

kirsche

apfel

birne

birke

Ta g 1 9

e Naturpark Leiser Berg Auf Schatzsuche im

Zeitreisen habe gedacht. Auf meinen r mi ich be ha , rk pa rk? In Natur nt, aber einen Naturpa Was ist eigentlich ein ler ge en nn ke ks ar sp Vergnügung ch natürlich ich Schlossparks und e, Hügel und Täler – no rg Be die – ft ha sc nd en. La vielleicht nicht vorkomm einem Naturpark ist die ch eu i be die , re Tie d Pflanzen un en hat. Mit erhalten. Es gibt dort führer davon gesproch tur Na ein als , len fal fge n sie eine Brühe Das ist mir auch erst au gesammelt, aus dene ter äu Kr r me im ich einen schmermeiner Mutter habe n oder eine Salbe für rze me ch hs uc Ba für iel heinlich gar nichts gemacht hat zum Beisp Sammelplätzen wahrsc n re se un an t de fin zenden Knöchel. Ihr en. Felder sind. lkfelsen Steppenpflanz mehr, weil dort riesige Ka n de f au n se ch wa zum Beispiel n sind, hab In den Leiser Bergen einem Meer entstande in en hr Ja n ne llio Mi 140 te auf dem Oberleiser Dass diese Felsen vor Von der Aussichtswar n. lle wo en ub gla ht hauen. Bei ich zuerst gar nic den Pollauer Bergen sc d un n ate rp Ka n de zu Berg Berg kann man jetzt bis sehen; und dieser hohe rg be ee hn Sc d un x n sogar Ra u erklärt, gutem Wet ter kann ma tur führer hat uns gena Na r De in? se en leg ge und ser lbaum mit Harz gezeigt soll einmal unter Was de Na en ein ch au s un ist. Er hat den ist. Dann wie das alles gewesen llionen Jahren entstan Mi 50 r vo in ste rn Be r de er vergemeint, dass so auch iste gefunden. Die Blätt tzk ha Sc ige ht ric e ein räberlager t. Ihr kennt euch haben wir im Schatzg geführt – das war leich r ite we i be da s un n be s, oder? schiedener Bäume ha rn aber nicht so gut au tte blä um Ba en ch dli mit den unterschie

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Was man aus Weintrauben machen kann: Traubensaft

Sultaninen

Traubenkernöl

Most

Zibeben

Obstsalat

Rotwein

Korinthen

Obstkuchen

Weißwein

Eiswein

Schnaps

Rosinen

Bier

Essig

toll, was man alles aus weintr auben machen kann! hm... aber eines davon stimmt doch nicht!

Eberhardt hat recht! Was davon kann man aus Weintrauben nicht machen?

Tag 20 Unterwegs in den Poysdorfer Kellergassen Habt ihr gewusst, dass es im Weinviertel eine Sage gibt, nach der Händler den Wein ins Weinviertel gebracht haben? Also ich auch nicht, aber dass vor 3000 Jahren schon Weintrauben und Wein in unsere Gegend gekommen sind, das weiß ich. Ich war schließlich selber dabei, als die Händler über die Bernsteinstraße nach Stillfried gekommen sind. Dass man sich daran noch erinnert! Im Weinstadtmuseum in Poysdorf könnt ihr alles über den Weinbau im Weinviertel erfahren vom Hiatabaam* und der Köllakotz** bis zur Weibaargoaß***. In Poysdorf habe ich auch einmal an einem Winzerumzug teilgenommen – herrlich geschmückte Wägen und überall fröhliche Menschen. Die Leute haben getanzt und gesungen. Wahrscheinlich haben sie sich über die gute Ernte gefreut. Ich bin auch durch die engen Kellergassen geschlichen – kleine weiße Gebäude mit kleinen Fenstern. Die Holztüren hatten schöne Muster und zu den Schlössern gehörten oft riesige Schlüssel. „Nach ein paar Gläsern Wein ist es besser, wenn die Schlüssel ein bisschen größer sind“ sagte ein Weinbauer. Was er damit wohl gemeint hat? Als ich dort war, haben manche noch gearbeitet, andere haben schon gefeiert. „Willst du einen Most kosten?“ hat mich einer der Burschen gefragt. Nach zwei, drei Gläsern habe ich richtig Hunger bekommen. Eine Frau hatte für die Hauer – das sind die Leute, die im Weingarten arbeiten – Speckbrote und Köllagaatsch**** hergerichtet. Am spannendsten war aber die alte Weinpresse. „Früher haben wir so den Most aus den Trauben gepresst. Das war eine schwere Arbeit. Heute haben wir es leichter, aber die alte Baumpresse geben wir nicht her, weil sie so schön ist“ sagte die Frau. *

Der „Hiatabaam“ ist ein geschmückter Baumstamm, der im Weinberg aufgestellt wird, wenn die Trauben reif werden und vor Diebstahl bewacht werden müssen

**

Die „Köllakotz“ (Kellerkatze) ist der weiche Schimmel an den Kellerwänden. Es kann aber auch eine echte Katze damit gemeint sein, die im Keller beim Wein zu finden ist. Heute stellt man oft die Figur einer schwarzen Katze im Keller auf

*** Die „Weibaargoaß“ (Weinbeergeiß) ist ein hölzernes Gestell in Form einer Ziege, die beim Winzerumzug mit Weintrauben behängt wird. Ursprünglich ist sie ein Fruchtabarkeitssymbol **** Der „Köllagaatsch“ ist ein Aufstrich aus Wurst, Käse, Eiern und Essiggurken und schmeckt herrlich

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Tag 21 Zu Besuch bei den Südmährern im Weinviertel „Wieso gibt es in Niedersulz und Laa Museen mit Geschichten über Südmähren?“ habe ich gefragt. Eine Frau hat darauf geantwortet: “Weißt du, im Weinviertel leben viele Menschen, deren Heimat früher Südmähren war. Was du da siehst, ist für uns ein Museum, aber für die Menschen die Südmähren verlassen mussten, ist es ein Teil ihrer Heimat, wo sie ihre Erinnerungen aufbewahren. Mit den Bildern und Gegenständen zeigen sie uns, wie sie dort gelebt haben. Im Südmährerhof in Niedersulz kannst du sogar sehen, wie die Bernsteinstraße in Südmähren weitergegangen ist. In Muschau, das heute Mušov heißt, hat sich ein Lager der Römer befunden.“ Dabei müsst ihr wissen, dass sogar das Südmährermuseum in Niedersulz selbst ein nachgebauter südmährischer Bauernhof aus Neudek bei Eisgrub, das heute Lednice heißt, ist. Als ich weiter durch das Museum gegangen bin, habe ich auch Bilder von früher deutschen Orten, Städten und Fürstenschlössern aus Südmähren entlang der Thaya gesehen. Einmal werde ich sicher auch dorthin reisen. Schließlich muss ich wissen, was wirklich an den Sagen aus den Pollauer Bergen dran ist. Sogar eine Schatzsuche hab’ ich im Südmährerhof gemacht. Im Südmährischen Heimatmuseum in Laa habe ich mich gar nicht an der Küche satt sehen können: der gemauerte Ofen, die schönen Teller an der Wand. In einem Raum waren ein riesiger Berg mit Spielsachen und ein winziger Koffer. Die Anna hat gesagt, dass ihre Großmutter nur das, was in so einen kleinen Koffer passt, aus Südmähren mitnehmen durfte. „Was würdest du mitnehmen?“ hat sie mich gefragt. „Vielleicht meine Stoffpuppe oder die schönen Kieselsteine, die meine Schwester gesammelt hat, und das Pferd, das mir mein Bruder geschnitzt hat, mein Taschenmesser von der Mutter. Der hölzerne Wagen, den mir der Vater gemacht hat, würde nicht hineinpassen“ antwortete ich, „aber den könnte ja der Vater mitnehmen.“ „Die Erwachsenen durften auch nichts mitnehmen, schon gar kein Werkzeug“ sagte darauf die Anna. „Wovon würden wir leben, wenn der Vater seinen Amboss und die wichtigsten Werkzeuge toll, dieses zurücklassen müsste?“ fragte ich ungläubig. Da habe ich erst bleistiftkunstwerk! gemerkt, wie schrecklich es sein muss, die vertrauten aber... äh... irgendwie Orte zu verlassen und gar nichts mehr zu haben, ist da etwas... also... wo man bleiben kann. hm... äh...

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Hier eine liste einiger der beliebtesten schreibutensilien:

hm... ich glaub bei der beschriftung sind die buchstaben ein wenig durcheinander gekommen...

Ta g 2 2

t den Bleistift Ein Asparner erfinde

wie viele ich gar nicht gewusst, be ha r, wa rn pa As in useum eschaut und Bevor ich im Weinlandm in allen Ecken herumg rt do be ha Ich t. gib es werker verschiedene Geräte viele interessante Hand e wi ihr t iss W n. de ues gefun endet, das ihr immer noch et was Ne haben Werkzeug verw Sie t? ha n be ge rn pa As es in der Gegend von ht mehr kennt. nic r ga e, hätte ich nicht wahrscheinlich Hardtmut finden würd ph se Jo n de er üb s wa inem Dass ich aber auch et chlers in Asparn. Mit se Tis es ein hn So r de r tmuth wa urer und gedacht. Joseph Hard udirektor kam er als Ma Ba n he sc ini ste ten ch aber Onkel, dem Fürstlich Lie er Architekt.* Er liebte ich stl für t lbs se er e rd äter wu ter dort, als ein Zeichner nach Wien. Sp opoldine und ihrem Va Le r de t mi ich r wa l Leopolauch die Musik. Einma der Musik“ hat mir die er er rd Fö er oß gr ein r. „Er ist Herr Mozart bei ihm wa rdtmuth dine zugeflüstert. fahren, hat Joseph Ha er ise Re n re de an er hrend ein für mich die ErSpäter, so habe ich wä annendsten war aber sp Am t. ch ma ge en Aus einer verschiedene Er findung ihr sagt Bleistif t dazu. e, ub gla ich , en eib hr zum Sc tellt. Das ist viel findung dieses Stiftes n für die Stifte herges ne Mi er t ha n To d un hat er für Mischung aus Graphit meine Freunde. 1792 n gte sa , hit ap Gr m s reine liest man auch im billiger als die Stifte au ik gegründet. Deshalb br Fa e ein r ga so ifte ch so viele die Herstellung der St tif tes“, dabei hat er no eis Bl s de r de fin Er r tmut de übrigens zuerst Museum „Joseph Hard chgeschichten habe ich bu ge Ta ine Me t. ch andere Sachen gema schrieben. des Herrn Hardtmut ge auch mit der Er findung e unter anderem den Liechtenstein, errichtet lais Pa s de de ssa Fa * Er entwarf die dling. ls am Anninger bei Mö des Husarentempe

ers ten Bau

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Tag 23 Wolkersdorf an der alten Kaiserstraße nach Brünn Versteht ihr Weinviertlerisch? Ich bin im Jahr 1885 in Wolkersdorf bei einem Gasthaus vorbeigekommen, dort, wo die Kutscher, die nach Brünn fahren, absteigen. Da hat gerade die Wirtin ihren Sohn aus dem Haus geworfen und hat ihm nach geschrieen: „Du Hallawachl, du doikata. Vapleamplst inn gaunzn Do mit dera zuigroastn Heigeign!“ Ihr habt nichts verstanden? Kein Wunder, selbst die Weinviertler verstehen heute kaum noch die alte Weinviertler Mundart. Übrigens, die Wirtin hatte sich geärgert, dass ihr Sohn die ganze Zeit mit einem schlanken Gast* verbrachte, anstatt in der Wirtschaft zu helfen. Wegen der Lage an der alten Kaiserstraße sind in Wolkersdorf unglaublich viele Menschen vorbeigekommen. Viele berühmte Leute – das hat man mir erzählt – waren hier auf Sommerfrische. Kaiser Karl VI. hat im 18. Jahrhundert das mittelalterliche Schloss zu einem Jagdschloss umgebaut. Bei meiner Zeitreise ins Mittelalter hat das Schloss noch einen mächtigen Turm gehabt. Ihr werdet es nicht glauben, aber den haben die Archäologen bei Ausgrabungen wieder gefunden – na ja eigentlich nur die letzten Reste davon. Außerdem hat mir RUWI die Weinbergschnecke viele Geschichten aus der Gegend erzählt. Sachen gibt es dort, wirklich lustig. Im Schloss in Wolkersdorf arbeitet ein Mann, den man den Bernsteinmagier nennt. „Ein Magier?“ habe ich erschrocken gefragt. „Kein Zauberer wie du meinst“ hat RUWI gegrinst „Die Leute nennen den Otto Potsch nur so, weil er wie keiner aus unscheinbaren Bernsteinbrocken wahre Kunstwerke erschaffen kann. Auf seinen Bildern schauen die in Bernstein eingeschlossenen Tiere wie lebendig aus.“ Eigenartig, zu meiner Zeit wäre es gefährlich gewesen, für einen Magier gehalten zu werden. * „zuigroast“ nennt man jemanden, der zwar am Ort wohnt, aber wo anders geboren ist. Als „Heigeign“ werden spöttisch Frauen und Mädchen bezeichnet, die schlank und sehr groß gewachsen sind.

na, sowas in diesen bernsteinen ist ja über all was drin! ob ich wohl erkennen kann, was es jeweils ist...

Schreibt auf, was in diesen „Inklusien“ eingeschlossen ist.

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Ta g 2 4

Der Abacus in der M ichelstettner Schule In der Michelstet tner Schule bin ich draufge kommen, dass ihr alle schreiben lernt. Zu me lesen und iner Zeit, also im Mitte lalter, konnte fast niema schreiben und Mädche nd lesen und n schon gar nicht. Me in Vater hat einmal ein meine Großmutter ge e Messe für stiftet; das hat der Rich ter mit seinem Siegel igkeiten wurden vom Bo be stätigt. Neuten ausgerufen. Lesen zu können wie die Pries ligen Herren, das hatte ter und adeich mir schon lange ge wünscht. Na ja so ein ich es ja schon, weil ich bis schen kann beim Sohn meines Bu rgherrn manchmal he lernt habe. In Michels imlich mitgetet ten habe ich auch ge lernt, mit dem Abacus wisst nicht, was ein Ab zu rechnen. Ihr acus ist? Na bis jetzt ha be ich es auch nicht wi wusst. Der Abacus ist rklich geeine Rechenmaschine mit Kugeln. Wie er fun ihr in Michelstet ten se kti onier t, könnt lbst ausprobieren. Im Schulmuseum hab ich dass in der Schule sc au ch bemerk t, hon die Kinder lernen, dass Bernstein ein ve ist und dass es wie Ha rst ein er tes Harz rz riecht, wenn man es verbrennt. Meinen Be ich aber sicher nicht an rn stein werde brennen. Bernstein sc hwimmt auch im Was gehört. Das könnt auch se r, habe ich ihr versuchen.

so geht´s: Passiv

(7) (1)

Aktiv

(5)

17

5

E, 1er Z, 10er

(1)

H, 100er

(7)

(5)

71

(3)

135

(1)

knifflig, knifflig... aber ich stell mir einfach vor das wären nüsse! dann schaff ich die rechnungen leichter...

(......)

(......)

(......)

(......)

(......)

(......)

(......)

(......)

(......)

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da ist ja ein ganzes service kaput t gegangen! aber ich glaube aus 5 stücken davon könnte man wenigstens einen teller wieder zusammenfügen…

Zeichnet die richtigen Teile hier nach.

Ta g 2 5

Der große Scherbenha ufen im Schloss Loos do

rf

„O je“ hab’ ich mir geda cht, als ich im Schloss Loosdorf in den Raum vielen Scherben geko mit den mmen bin. Wer das wo hl angestellt hat? Waren Kinder bei der letzten et wa die Führung durch das Sc hloss zu wild? Da hörte Stimmen. Ich wollte mi ich draußen ch schon verdrücken, damit niemand glaubt, gewesen bin. Da kame dass ich das n sechs fein gekleidete Kinder ganz ruhig und Raum. Mir wurde flau brav in den im Magen. So wie die aussahen, konnten sie nicht angestellt haben. das aber auch „Das ist unser Scherb enzimmer“ sagte da die die Kinder herumgefüh Dame, die rt hat. „Im letzten Krieg ist vieles zerstör t word Haufen Scherben ist de en. Dieser r Rest einer einstmals großen Porzellansamml Porzellan war im Kelle ung. Das r eingemauert worden , als Schutz vor der Ze fremder Soldaten. Leide rstörungswut r fanden russische So ldaten die eingemaue zerschlugen das Porze rten Kisten und llan. Die Scherben, die in Gängen, Zimmern, Garten gefunden wurd im Hof und im en, sind als Erinnerun g aufbewahrt.“ Da fiel mir aber ein St ein vom Herzen. Ich ha be mich aus der Fens gewagt und durfte so terecke herausgar mit der Führung mi tgehen. „Seit wann ha mittelalterliche Kleider be n wir auch für die Kinder?“ fragte die Dame eine zweite komme gerade von de Frau. „Ich, ich r Theaterprobe im Do rf“ habe ich geschwind gerade die Geschichte elt , „wir üben von Loosdorf ein.“ „Dav on weiß ich ja gar nicht Dame. „Das, das ist ein s“ meinte die e, eine Überraschung , eigentlich“ habe ich haben mir das tatsäch ge sto ttert. Sie lich geglaubt. So konn te ich auch die vielen mer, die Wandmalere schönen Zimien, die Möbel und so gar die geheimen Türe n sehen.

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um im mit telalter einen KOCHTOPF zum kochen zu bringen br auchte man echtes FEUER und FEUERHOLZ, das mit einer AXT zerkleinert wurde. kannst du die dinge in dieses r ätsel so einzeichnen, dass jedes davon in jeder zeile, jeder spalte und jedem 2x2-feld nur einmal vorkommt?

Ta g 26

Ich zeige Besuchern die Burg in Falkenstein großen Saal, wo In Falkenstein habe ich einmal Besuchern die Burg gezeigt, den in die der Luitl, Winke sich die Ritter getrof fen haben, aber auch die geheimen hätte er Holz pold sich immer verdrückt hat, wenn er nichts arbeiten wollte. Dabei gerufen – Köchin der hacken müssen. Wenn der Poidl – so wurde Luitpold von nicht eingeheizt kein Holz hackt, kann die Köchin nicht kochen und im Saal kann r des Burgherrn Töchte die werden. Wenn das Essen nicht rechtzeitig fertig ist oder war, hat die Köchin frieren, kann das sehr ungemütlich werden. Als ich auf der Burg en Ecke schlafend finster den Poidl mit dem Schuh verdroschen, als sie ihn in einer sein. entdeckt hat. Mit acht Jahren sollte er wirklich schon gescheiter errn einen Burgh des Wenn sie erst gewusst hätte, dass sich der Poidl vom Sohn unsinnig herFederkiel und eine Lampe „ausgeborgt“ hatte und die halbe Nacht ist bei den Platz Dein n. umgekritzelt hat. „Jeder hat von Gott seinen Platz erhalte n. Da seht ihr Holzscheitern, nichtsnutziger Bub“ hätte die Köchin sicher gerufe da waren, um dazu nicht wieder, dass einfache Menschen wie der Poidl und ich chen, was man lesen und schreiben zu lernen. Man konnte sich nicht einfach aussu werden wollte. Alles war vorherbestimmt, sogar das Gewand. n, der ältere Der jüngere Sohn des Burgherrn ist vom Pfarrer unterrichtet worde schreiben und lesen nur s war in einer Klosterschule. Die Mädchen haben damal diese Geschichten gelernt, wenn sie in ein Kloster eingetreten sind. „Wo sind denn fert? Ich war überlie „Wie t. überliefert?“ hat mich eine Besucherin neugierig gefrag verstanden.“ ja …“ selbst dabei wollte ich sagen, aber da hätte sie wohl nicht

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ganz ruhig! du tr äumst nur, eberhardt!

...AH... lauter gespenster in dieser rit terburg! wie viele sind das nur?

Tag 27 Ritterin Betty In Staatz bin ich zur Ritterin* geschlagen worden. „Du hast dich in den ritterlichen Tugenden Tapferkeit, Klugheit und Güte bewährt. So schlage ich dich Betty zur Ritterin“ sagte die Führerin und berührte meine Schultern mit einem Holzschwert. „Steh auf Ritterin Betty und schütze die Menschen, wie es Gott gefällt.“ Was glaubt ihr, bin ich jetzt ein wirklicher Ritter? Also gefühlt habe ich mich sicher so und „Ritterin Betty“ hört sich doch gut an, oder? Nach dem Ritterschlag sind wir ausgezogen, um zu sehen, ob das Burgfräulein nun gerettet ist. Nur wenn ein guter Ritter in Staatz auftaucht, ist es nämlich gerettet. Habt ihr eine Idee, warum ihr immer die Burgfräulein retten wollt? Im Grunde geht es denen doch gut. Sie müssen nicht hart arbeiten, haben wunderschöne rote und blaue Gewänder, während wir nur einfache Kittel in Braun, Grün und Weiß tragen dürfen. Na gut, ihr habt recht, frei sind sie auch nicht wirklich. Sie müssen sich dem Willen ihrer Familie beugen und dürfen ja nichts tun, was der „Ehre“ der Familie schaden könnte. „Ehre“ hat meine Mutter gesagt „trägt jeder in sich und keiner kann sie ihm nehmen. Die Ritter verwechseln oft Ehre mit der Gier nach Macht. So überfallen sie die Bauern ihrer Feinde und die wieder ihre Bauern, alles für die Ehre, pah!“ Unser armes Burgfräulein haben wir jedenfalls gerettet. Sie hat uns sogar ein Geschenk hinterlassen. *

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Im Mittelalter hätte ein Mädchen natürlich niemals Ritter werden können. Außerdem musste man in einer ritterlichen Familie geboren sein, um Ritter werden zu können. Fast der ganze Lebensweg war schon bei der Geburt bestimmt. Mädchen wurden verheiratet, gingen ins Kloster oder wurden Dienstmagd.


Tag 28 Mit Stirnlampe und Helm unter der Erde im Kapellenberg – Althöflein Das war ein Abenteuer! Ward ihr schon einmal in einem Erdstall? Zuerst sind wir durch einen gaaanz engen Gang im Löss gekrochen. Mit kleinen Stirnlampen haben wir gesehen, wie es weiter geht und vor allem, wo der, der vor einem kriecht, die Füße hat. Einen Augenblick habe ich nicht aufgepasst und schon habe ich die Ferse von der Jana im Gesicht gehabt. Dann sind wir in einen kleinen Raum gekommen. Dort hat uns der Museumsführer etwas über Erdställe erzählt. Die Erdställe waren nämlich Fluchtwege, wenn die Dörfer von Feinden bedroht wurden. Eine Zeit lang konnte man sich dort verstecken. Sie waren so geschickt gebaut, dass immer frische Luft hinein gekommen ist. Die Erdställe von Althöflein sind die am weitesten verzweigten in Mitteleuropa und haben mehrere Etagen, hat der Museumsführer gesagt. Im Erdstallmuseum haben wir am Plan gesehen, wie weit wir in den Gängen gekrochen sind. Die Erdstallführung war ein Abenteuer; aber könnt ihr euch vorstellen, dort hineinzukriechen ohne zu wissen, wann ihr wieder heraus könnt? Das hat man sicher nur in größter Not getan.

ganz so verwinkelt waren die gänge bei unserem besuch in den erdställen aber nicht, eberhardt!

sicher nicht, bet t y! trotzdem würde ich gern wissen, welcher buchstabe zu welcher zahl führt…

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Ta g 2 9

n gsort meiner Zeitreise an sg Au m zu hr ke ck Rü

angeboten hateiner“ Burg ihre Waren „m r vo die n, ler nd rk t mit Hä 1390 war ich mit den Das war ein schöner Ma kt. ar nm he oc W m de f sdor f au n. Ich habe mir ten, in der Stadt Zister engehern und Gaukler elz St , ten an sik Mu d aus der vielen Mark tständen un m Turm wollte ich mir de t mi er au tm ad St e Die groß die Stadt angesehen. in ZistersNähe anschauen. sehen. Bei der Kirche ge l vie ht nic ch no ja tte ich rnstein habe. Außer unserer Burg ha von dem ich meinen Be n, ffe tro ge r ttle Be n überall dorf habe ich dann de inem Bernstein hätte se t mi ch do er nn we ck t ist, n geworden ist, Warum der dort geho len hin und her Reise vie m vo de mü er ss Da hinkommen können? en. m Willen nicht vorstell sehen und wissen konnte ich mir bei beste doch gar nicht genug nn ka n Ma . ist nd ne verschwunWo doch alles so span Stadt des Mittelalters r de n vo l vie n ho sc geute ist rm sind noch erhalten Tu wollen, nicht wahr? He ein d un r tto ad St Stadtmauer, ein rhof und den, aber ein Teil der dass der heutige Pfar n, re fah er ich be ha g tführun em habe ich noch blieben. Bei einer Stad gehört haben. Außerd ter os Kl em ein zu r von Zistersdie Pfarrkirche frühe nt. Als ich dem Florian ler ge en nn ke en eit rdigk was Interessantes zu viele andere Sehenswü uben, dass es dort et gla ht nic r mi er llte be ich ihm dorf erzählt habe, wo geschaut. Natürlich ha n hö sc er ab er t ha g Führun sehen gibt. Nach der gesessen ist. ttler mit dem Bernstein Be r de wo , igt ze ge auch

Ta g 3 0

Die Schmiede im Mus eu

mszentrum in Mistel

bach

Habt ihr gewusst, dass das Museumszentrum in Mistelbach um eine herum gebaut wurde? alte Schmiede Als ich gehört habe, da ss dort schon vor über 50 eine Schmiede gestand 0 Jahren en ist, habe ich an me inem Bernstein gerubb eine Zeitreise in das Ja elt und habe hr16 04 gemacht. Die Schmiede stand weit Mark tes. Die Mistelba ab seits des cher waren noch imme r in Aufregung, weil sie aufgeben und zur römi ihr en Glauben schen Kirche zurückke hren sollten. Die Schm so ähnlich ausgesehen iede selbst hat wie die Schmiede me ines Vaters, nur et was mache ich noch Pflug gr ößer. „Jetzt scharen, aber bald wi rd man mehr Schwer ter brummte der alte Schm brauchen“ ied. Als ich in der Zeit weite r gereist bin, so bis et wa 50 Jahre vor eurer an der Stelle ein riesig Zeit, habe ich es Gebäude gesehen, in dem noch Pflüge he den. Aber jetzt ist dort rgestellt wurein großes Museum. Di e Schmiede schaut au pelle mitten am Hof. Als s wie eine Kaich das erste Mal im Mu seum war, habe ich vie Schätze gesehen, ganz le römische e Schif fsladungen kostb arer Dinge. Als ich sie wieder anschauen wo mir später llte, habe ich dort Gesc hichten über Hexen ge dann Mumien aus dem les en und alten Ägypten gesehe n. Das war ein bissche Aber dort muss ich sic n gruselig. her immer wieder hin . Dort gibt es immer wi Spannendes zu erleb eder et was en.

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Reise in die Zukunft Vor lauter Reisen bin ich völlig durcheinander was jetzt Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft ist. Ständig muss ich mich konzentrieren, damit ich mich nicht verplappere. Ich bin nämlich als Zeitreisende ein wichtiger Geheimnisträger und darf immer nur über die Vergangenheit und Gegenwart erzählen, niemals aber über die Zukunft. Das würde Unheil bringen. Stellt euch nur vor, ich hätte dem König Ottokar gesagt, wo er im Kampf fallen wird. Die ganze Schlacht wäre anders ausgegangen und ich hätte mit ein paar Worten die ganze Geschichte des Landes auf den Kopf gestellt. Mein Herr wäre nicht mein Burgherr geworden und mein Vater als sein Getreuer nicht Schmied und ich, mich würde es wahrscheinlich gar nicht geben. Als ich das begriffen habe, ist es mir kalt über den Rücken gelaufen. Da war mir klar, dass ich sehr vorsichtig sein muss. Das Schwierige daran ist nur, dass ich oft schon gar nicht mehr weiß, was wessen Vergangenheit oder Zukunft ist. Ihr versteht das nicht? Also: wenn ich bei euch bin, bin ich in meiner Zukunft und eurer Gegenwart. Wenn ich die Germanen bei Stillfried besuche, bin ich in meiner Vergangenheit, komme aber aus deren Zukunft. Als ich mit dem Wächter von Laa gesprochen habe, war ich in meiner Zukunft, aber in eurer Vergangenheit. Wisst Ihr jetzt, wie man als Zeitreisende aufpassen muss? Ich werde euch deshalb nichts von eurer Zukunft erzählen, nur so viel: lange nach eurer Zeit erfinden die Menschen etwas, mit dem sie auch ohne Zauberbernstein durch die Zeit reisen können. Diese Zeitreise Touristen aus eurer Zukunft sind jetzt schon eine rechte Plage. Irgendwann werden sie die ganze Geschichte in Verwirrung bringen. Ich bleibe jetzt in eurer Zeit, um ein bisschen zu verschnaufen. Wenn ich wieder einmal auf Reisen gehe, werde ich für euch alles aufschreiben. Bis dahin: VALETE! GEHABT EUCH WOHL! PFIAT EICH!

wie geht der zauberspruch doch gleich... irgendwas mit bernstein und himmel...

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lösungen Rätsel Seite 19: III+IV=VII(7); XI–V=VI(6); III(3)+VII=X; X+X=XX(20); I+I–I=I(1); VI+VI+III=XV(15)

Rätsel Seite 21: Draisine 3 führt zum Naturpark; 1 zu A, 2 zu C und 4 zu B

46 Rätsel Seite 27: 10 Fehler

Rätsel Seite 22/23: Das Scherbenstück 8 passt zu A, 10 passt zu B und 3 passt zu C

Rätsel Seite 26: Das Schild 1 und 8 sind gleich Rätsel Seite 28: 1b, 2a, 3b und 4c Rätsel Seite 29: Es sind 11 Schildkröten, DONAUAUEN Rätsel Seite 31: Von links nach rechts: 2. Zeile: HELM; 4. Zeile: TURNIER; 5. Zeile: ORDEN Von rechts nach links: 1. Zeile: BURG; 3. Zeile: RITTER Von oben nach unten: 3. Spalte: PFERD Von unten nach oben: TURM Rätsel Seite 32: D und F sind gleich Rätsel Seite 35: Bier kann man nicht aus Weintrauben machen

Rätsel Seite 34: 1 = Apfel; 2 = Eiche; 3 = Kastanie; 4 = Birke; 5 = Kirsche; 6 = Walnuss; 7 = Zwetschge; 8 = Ahorn; 9 = Birne;

Rätsel Seite 39:

Rätsel Seite 38: A: BIENE; B: BLATT; C: SPINNE; D: FLIEGE; E: KÄFER; F: AMEISE;

Rätsel Seite 37: BLEISTIFT; FASERSCHREIBER; FÜLLFEDER; FILZSTIFT; TINTENROLLER; KUGELSCHREIBER

Rätsel Seite 36: Der mittlere Bleistift stimmt perspektivisch nicht

Rätsel Seite 40: Die Teile 1, 3, 4, und 5 passen dazu

(42)

(50)

(803)

Rätsel Seite 40: Die Verbindungen sind A7, B3, C1, D4, E2, F6, G5 und H8

Rätsel Seite 41:

Zauberspruch: „Abacus, Abacus! Der Bernstein ist der Fürsten Himmel!“

Versteckte Bernsteinperlen: Seiten 5, 7, 12, 22, 25 29, 37, 38, 39, 40

Rätsel Seite 26: Es sind 10 Gespenster


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Die vorliegende Marketingmitteilung wurde von der HYPO NOE Landesbank AG, Hypogasse 1, 3100 St. Pölten, erstellt, dient ausschließlich der unverbindlichen Information und ersetzt keine fachgerechte Beratung. Die Beschreibung der Produkte erfolgt stichwortartig. Detaillierte Produktauskünfte erhalten Sie in allen 29 Geschäftsstellen der HYPO NOE Landesbank. Irrtum und Druckfehler vorbehalten. Stand 26. 2. 2013

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Die Abenteuer von Betty Bernstein