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Wirtschaft

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espresso Magazin, März 2017

Immer gut besucht: Auf dem Wochenmarkt in Pfaffenhofen bieten regionale Händler ihre Waren an.

Wenn der Chef selbst die Kunden bedient: Metzger Ludwig Krammer verkauft an seiner Frische-Theke leckere Mittagsmenüs. Die Metzgerei will Teil der „Digitalen Einkaufsstadt“ werden.

„Besser daheim“ Pfaffenhofen auf dem Weg zur „Digitalen Einkaufsstadt Bayern“ Reges Treiben herrscht auf dem Wochenmarkt in Pfaffenhofen. Jeden Dienstag und Samstag trifft man sich auf dem Hauptplatz, schlendert durch die Verkaufsstände, erfährt den Philipp Schleef, neuesten Tratsch und hat Innenstadtbeauftragter dabei ein richtig gutes Gefühl, denn man kauft regional. Wenn es aber nicht gerade um frische Lebensmittel geht, sieht das Kaufverhalten heutzutage ganz anders aus. „Auch wenn sich die Pfaffenhofener Händler nicht beschweren, es wird zunehmend schwieriger für sie werden, wenn sie nicht mit dem Internet-Trend gehen!“ so Philipp Schleef von der Wirtschafts- und Servicegesellschaft Pfaffenhofen. Er hat sich der Aufgabe als Innenstadtbeauftragter angenommen und unterstützt alteingesessene Betriebe bei Social-MediaAktivitäten. „Ein Pfaffenhofener Bäcker postet jetzt fast jeden Tag Angebote, z.B. bunte Krapfen und er stellt Videos von seiner Arbeit in der Backstube online, das kommt gut an!“

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Damit Gewerbetreibende in Pfaffenhofen, von denen es in der Stadt nicht wenige gibt, auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, soll es für die lebenswerte Kleinstadt künftig einen regionalen Marktplatz im Internet geben. Das klingt zwar nicht nach einer neuen Errungenschaft, doch die Stadt Pfaffenhofen hat einen großen Vorteil: „Bei vielen regionalen Betrieben ist bereits die Nachfolge gesichert, das macht unsere Stadt attraktiv!“ erklärt Philipp Schleef. Im Wettbewerb um das Modellvorhaben „Digitale Einkaufsstadt Bayern“ des bayerischen Wirtschaftsministerium wurde Pfaffenhofen neben Coburg und Günzburg aufgrund seiner aktiven Händlergemeinschaft und öffentlich-privaten Kooperationsstrukturen ausgewählt und wird nun von einem Expertengremium auf dem Weg zu einer vorbildlichen digitalen Einkaufsstadt begleitet. „Digitale Einkaufsstadt“ – Was heißt das konkret? Der Pfaffenhofener gelangt über einen Link von der Webseite der Stadt oder durch die Google-Suche nach einem bestimmten Produkt auf eine OnlinePlattform, den regionalen Marktplatz Pfaffenhofen.

espresso Magazin März 2017  

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