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26. Juni 2020 | Nr. 19

Schweizerische Bauzeitung

Die Auflösung des Büros

Wettbewerb

Erweiterung und Neubau Schulhaus Kastels, Grenchen Baukultur

Untolerierbare Geschichtsleugnung «Wir verlassen unsere Komfortzone» Co-Working – weil es allein weniger Spass macht 10 Uhr: Teufelskeller

«Die meisten Fahrzeuge sind ­Stehzeuge»


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A B C D E F G

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Editorial

TEC21 19/2020

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Ergonomisch fragwürdig, aber gut fürs Gemüt: temporäres Freiluftbüro im Zürcher Freibad Letzigraben. Coverfoto von Contexta.

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dieu, liebes Büro!», schrieb die NZZ vor einigen Tagen. Nach rund ­hundert Jahren habe das Covid-­19bedingte Homeoffice einer aus­ sterbenden Art den letzten Todes­ stoss versetzt. Tatsächlich ist die Geschwindigkeit, mit der das Büro in jüngster Zeit an Stellenwert verloren hat, beachtlich. Als ich vor zehn Jahren meine erste Ausgabe zum Thema betreute (TEC21 22/2010 «An die Arbeit!»), standen noch Komfort und Privilegien im Mittelpunkt. Es ­wurde diskutiert, wie der produktionssteigernde ­Power Nap unter Wahrung der Intimsphäre im Grossraum gehalten werden könnte, ob es für jede und jeden tatsächlich einen eigenen Arbeitsplatz braucht und wie unterschiedliche Führungsstufen in einer fast – aber eben doch nur fast – hierarchiefreien Matrixstruktur adäquat räumlich abgebildet werden können. Tempi passati. Aber auch wenn diese Überlegungen aus heutiger Sicht antiquiert anmuten mögen: Dass das klassische Büro demnächst verschwinden wird, ist trotz allem nicht zu erwarten. ­Tasächlich wird es wie immer im Leben eine Frage der richtigen Mischung sein: etwas Home­ office, eine Prise klassisches Büro für Adress­ bildung und Repräsentation, und bei Bedarf zusätzlich die Möglichkeit, einen der zahlreich entstehenden Co-Working-Spaces für das gemeinsame Erarbeiten von Inhalten, für Diskussionen und Flexibilität zu nutzen – das Rezept je nach Firma individiuell dosierbar. Der radikale Schritt, ganz aufs Büro zu verzichten, bleibt den kreativen Pionieren vorbehalten. Erste Erfah­ rungen teilt in dieser Ausgabe die Werbeagentur Contexta mit uns. Tina Cieslik, Redaktorin Innenarchitektur/Architektur


Kreieren Sie neue Arbeitswelten Mit unseren ROBmade-Designelementen setzen Sie ein Ausrufzeichen für einzigartige Raumgestaltung und Individualität. Ob aus Stein, Holz oder Kork, ihren Materialisierungswunsch können wir auf jeden Fall auch erfüllen. Lassen Sie sich überzeugen von den vielen überraschenden Möglichkeiten, die ImRaum bietet. Gerne beraten wir Sie vor Ort oder in unserem Showroom. Wir freuen uns auf Sie. ImRaum – ein Geschäftsbereich der Keller Unternehmungen – entwickelt und gestaltet richtungsweisende Arbeitswelten. keller-unternehmungen.ch

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Inhalt

TEC21 19/2020

RUBRIK EN

THEM A

 3 Editorial

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Die Auflösung des Büros

Visualisierung: For tser + Par tners

 7 Wettbewerb Ausschreibungen/Preis | Kastels weiterbauen 12 Baukultur Untolerierbare ­Geschichtsleugnung | «Preis für Putz und Farbe» 16 SIA-Mitteilungen «Die meisten Fahrzeuge sind Stehzeuge» 19

Co-Working trifft Stararchitekt: In der Engadiner Gemeinde La Punt-Chamues-ch soll Norman Foster bis Ende 2021 das Businesscenter InnHub realisieren. Darin wird auch ein Co-Working-Space für digitale Nomaden untergebracht sein.

Aus unserem Verlag 20 Vitrine Rund ums Wohnen und Arbeiten

24 «Wir verlassen unsere

23 Agenda 34 Stellenmarkt

28 Weil es allein weniger

Komfortzone» Tina Cieslik, Hella Schindel

2019 gab die Agentur Contexta ihre Büroräume in Bern auf. Seither ziehen die Werber als Arbeitsnomaden durchs Land.

37 Impressum 38 Unvorhergesehenes

Spass macht

Tina Cieslik Vom feministischen

Kollektiv aus in alle Welt – eine Übersicht zum Co-Working. 32 10 Uhr: Teufelskeller Tina Cieslik Mit der Eröffnung der Limmatstadt in Spreitenbach ist Co-Working im Mainstream angekommen – fast.

Die Redaktion TEC21 empfiehlt

competitions.espazium.ch Ausführliche Informationen und Unterlagen zu ausgeschriebenen und entschiedenen Wettbewerben auf unserem Online-Portal.


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Ausschreibung

TEC21 19/2020

K N E L L W O L F SPEZIALISTEN FÜR PLANUNG BAU IMMOBILIEN

Innovatives Büro zum Kauf gesucht

Unsere Auftraggeberin ist ein renommiertes Architekturbüro mit rund 20 Mitarbeitenden an bevorzugter Lage in der Stadt Zürich. Aufträge werden aus Direktaufträgen, Wettbewerben sowie aus eigenen Entwicklungen generiert und mit hohem Qualitätsbewusstsein in tragfähigen Strukturen umgesetzt. Die Inhaber streben Wachstum an und haben uns beauftragt, ein junges und innovatives

Architekturbüro zum Kauf zu suchen. Gesucht wird beispielsweise ein Büro, das seit einiger Zeit auf dem Markt ist und erste Wettbewerbserfolge vorzuweisen hat. Vielleicht haben Sie einen Wettbewerb gewonnen und suchen nun die geeigneten Strukturen, diesen umzusetzen? Oder Sie wünschen sich einen Sparring Partner, um gemeinsam Grosses zu erreichen? Wir bieten einem Eigentümer an, Mitglied der Geschäftsleitung des Gesamtbüros zu werden und gemeinsam eine innovative und erfolgreiche Zukunft zu gestalten. Interessiert? Dann rufen Sie Frau Claudia Willi für weitere Informationen und die Vereinbarung eines Termins an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme und garantieren absolute Diskretion. Knellwolf + Partner AG – Zürich Bern St. Margrethen I T 044 311 41 60 I M 079 408 81 75 I claudia.willi@knellwolf.com I www.knellwolf.com

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Gesucht sind Fassaden- und Innenraumgestaltungen, bei welchen Putz und Farbe als architekturprägende Elemente in hoher Qualität zur Anwendung kommen und die in Teamarbeit zwischen Planern und Handwerkern realisiert worden sind. Die Gesamtpreissumme beträgt 35‘000.– Franken.

Wir schaffen Raum für baukulturellen Dialog.

Der Anmeldeschluss ist am 30. September 2020. Details zum Wettbewerb und Anmeldung unter appli-tech.ch/putzundfarbe


Wettbewerb

TEC21 19/2020

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Ausschreibungen OBJEKT/PROGR A M M

AU FTR AGGEBER

V ERFA HREN

FACHPREISGERICHT

TER MINE

Areal Gupfen, Illnau

Genossenschaft Sonnenbühl 8610 Uster

Projektwettbewerb, selektiv, für Architekten und Landschaftsarchitekten

Bettina Neumann, Pascale Guignard, Jacqueline Noa, Yvonne Rudolf, Beat Salzmann

Bewerbung

www.sonnenbuehl-uster.ch

Entwicklung KindergartenModulsystem, Wetzikon www.simap.ch (205732)

Sanierung und Erweiterung Schul- und Kirchenzentrum Neuenegg

– konform Stadt Wetzikon Organisation: Lienhard Partner Bauherrenberatung 8105 Watt

Projektwettbewerb, selektiv, für Generalplaner

3. 7. 2020

Abgabe Pläne 13. 11. 2020

Modell 27. 11. 2020

Marie-Noëlle Adolph, Stephanie Kiowani, William Steinmann, Gabriela Weber

Bewerbung 6. 7. 2020

Abgabe Projekte 25. 9. 2020

Einwohnergemeinde Neuenegg und Kirchenzentrum Neuenegg

Studienauftrag, selektiv, für Generalplaner

Mariette Nölly, Rolf Nöthiger, Clemens Wiedmer, Markus Jenni

Bewerbung

SVA Aargau 5001 Aarau

Studienauftrag, offen, für Generalplaner, Architekten, Landschaftsarchitekten, Fachleute in Baurealisationen und Büroplaner

Katja Albiez, Urs Heimgartner, Jan Hlavica, Dani Ménard, Stefan Rotzler, Maja Stoos und weitere

Abgabe Präqualifikation

Gesamtleistungswettbewerb, offen, für Investoren und Planerteams

Urs Gerster, Victor Holzemer, Claudia Schönenberger

Abgabe Projekte

Projektwettbewerb, offen, für Architekten

Erol Doguoglu, Lukas Imhof, Konrad Merz, Barbara Müller, Roland Ledergerber

Anmeldung

17. 7. 2020

www.simap.ch (205365)

Revitalisierung SVA-Gebäude Kyburgerstrasse, Aarau www.simap.ch (205836)

Projektentwicklung am Diebach, Laufen

Stadt Laufen 4242 Laufen

31. 7. 2020

7. 8. 2020

www.simap.ch (204632)

Neubau Werkhof, Amriswil

Kantonales Hochbauamt Thurgau 8510 Frauenfeld

– konform

www.simap.ch (205394)

www.simap.ch (ID 203963)

Fondation des Maisons de Retraite du District d’Aigle Begleitung: Plarel, architectes et urbanistes associés 1006 Lausanne

Projektwettbewerb, offen, für Architekten und Landschaftsarchitekten – konform

22. 10. 2020

Modell 13. 11. 2020

Inserat S. 10

Nouvel EMS Résidence Grande–Fontaine, Bex

21. 8. 2020

Abgabe Pläne

Jean-Christophe Chatillon, Marie Gétaz, Adrian Kramp, Jean-Yves Le Baron, Sandrine Moesching, Christina Zoumboulakis

Anmeldung 4. 9. 2020

Abgabe Pläne 18. 9. 2020

Modell 2. 10. 2020

Preis Schweizer Preis für Putz und Farbe www.appli-tech.ch/de/putzundfarbe/ ausschreibung

Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband, Messe Luzern, appli-tech

Ausgezeichnet werden ausgeführte Bauten und Raumkonzepte, die einen differenzierten, nachhaltigen und qualitätvollen Umgang mit Putz und Farbe zeigen (vgl. S. 15).

Weitere laufende Wettbewerbe auf competitions.espazium.ch Wegleitung zu Wettbewerbsverfahren: www.sia.ch/142i

Teilnahmeberechtigt sind Teams, die aus Handwerkern und Planern zusammengesetzt sind und von Industriepartnern unterstützt werden können.

Anmeldung (neu) 30. 9. 2020


Wettbewerb

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TEC21 19/2020

Kastels weiterbauen Beim Projektwettbewerb um die Erweiterung der Schulanlage Kastels in Grenchen werden die beiden Nachwuchsteams mit dem ersten und dritten Preis prämiert. Während das Siegerteam Michel Zurbriggen ­Reichert Architekten / Omlin Architekten zwei neue Baukörper plant, entwirft Studio Cornel Stäheli einen kompakten Neubau. Text: Mira Heiser

Trakt D erweitert. Nun besteht erneut Erweiterungsbedarf. Aufgrund der neuen pädagogischen Anforderungen werden sowohl neue Gruppenräume und Klassenzimmer benötigt als auch eine Tagesstruktur sowie eine Doppelturnhalle mit Zuschauergalerie. Aula, Bibliothek, Lehrer- sowie Werkräume durften in ihrer Lage verändert werden. Es blieb den Teams freigestellt, eine Verbesserung der funktionalen Abläufe durch Anbau, Umbau bzw. Neubau vorzuschlagen. Die Projekte der beiden Nachwuchsteams weichen in der Architektursprache stark voneinander ab und veranschaulichen, wie unterschiedlich die Herangehensweise im Umgang mit Ort und Bestand sein kann. «Dialog»: Die ARGE Michel Zurbriggen Reichert Architekten / O mlin Architekten Auch die F ­ rage, wie sich das besteergänzt das bestehende Ensemble um zwei allseitig orientierte Baukörper. hende Pavillon­ system erweitern lässt, führt bei der Schulanlage Kas­ ls in den 1950er-Jahren mit flächen, die nicht zuletzt dank ih- tels zu gegensätzlichen Lösungen. einem andauernden Wachs- rem Baumbestand eine hohe Auf­ tum gerechnet wurde, ent- enthaltsqualität bieten. Die ein- bis Dialog und Proportion wickelte auch die Stadt Grenchen zweigeschossigen Gebäude bestemit ihrer florierenden Uhrenindus- hen aus Stein- und Putzflächen, ge- Das Team Michel Zurbriggen Reitrie selbstbewusste Planungsziele. gliederten Fensteröffnungen mit chert Architekten / Omlin ArchitekLangfristig wurden 40 000 Einwoh- Holzrahmen und geneigten Dach- ten mit Hofmann Landschaftsarchiner erwartet, und im Osten, Süden flächen mit Oblichtern. Die erhal- tekten ergänzt das bestehende und im Norden der Stadt entstanden tenswerte Schulanlage, deren ar- Ensemble mit seinen klar ausgerichdrei neue Schulhäuser in Verbin- chitektonisch-räumliche Qualitäten teten Riegelbauten um zwei allseitig dung mit den Satelliten­sied­lungen. gelobt werden, birgt Potenziale für orientierte Baukörper. Die beiden neuen Holzbauten bilden Akzente Den Wettbewerb um das Kastels- eine Erweiterung. schulhaus gewann damals das ortsIm Rahmen der Präqualifi- am südlichen und östlichen Arealansässige Büro Straumann & Blaser. kation hatten sich insgesamt 42 zugang – die neue Adresse schafft Die Schulanlage aus dem Jahr 1957 Büros zur Teilnahme beworben. Am einen öffentlich-präsenten Auftritt. Während die drei Schulbausetzt sich aus vier frei stehenden einstufigen Projektwettbewerb im Gebäuden zusammen, zwischen de- selektiven Verfahren nach SIA 142 ten (A, B, C) nur kleine Eingriffe ernen sich unterschiedlich gestaltete nahmen sieben Teams teil, bei zwei fahren, sodass die erwünschten Aussenräume aufspannen. Das über- handelt es sich um Nachwuchs­ Lerncluster durch Unterteilung der sichtliche Ensemble ent­wickelt sich büros. Die Schulanlage Kastels wur- Haupträume entstehen können, wird auf Pla­teaus entlang des Hangs und de bereits im Jahr 1998 teilsaniert der Trakt D umgenutzt. Die ehemaintegriert Sport-, Spiel- und Pausen- und um eine Aula als Anbau an den lige Turnhalle wird durch eine neue

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Wettbewerb

Visualisierung: Indievisual; Fotos: z Vg

TEC21 19/2020

Decke in zwei Etagen unterteilt, auf denen die Werkräume angesiedelt sind. Die ehemalige Hauswartwohnung samt Aula bietet im Erdgeschoss Raum für die neue Bibliothek mit Lesegarten und die Lehrerbereiche im Obergeschoss. Beide Nutzungen profitieren von ihrer Lage am Zentrumsplatz. Die beiden Neubauten schaffen neue Verbindungen mit der Umgebung. Die Doppelturnhalle steht parallel zum Trakt D, integriert den

Terrainverlauf und öffnet ihren Hallenraum zum Allwetterplatz. Vom neuen Parkplatz erreicht man den südlichen Eingang, der ins Foyer mit Nebenräumen und zu den darüber liegenden Garderoben samt Zuschauergalerie führt. Aula und Tagesstruktur stehen auf der unterirdischen Zivilschutzanlage. Während sich die Tagesstruktur direkt zu ihren südlichen Aussenräumen öffnet und Synergien mit dem benachbarten Kindergarten ausbilden

kann, orientiert sich die Aula zum nördlichen Pausenplatz. Beide Neubauten werden nach demselben Prinzip als Holz­ bauten konstruiert; ihre mit Photo­ voltaikelementen eingekleideten Walmdächer nehmen Bezug zu den bewegten Dachformen des Bestands. Die fein strukturierten Holzfassaden verleihen den Baukörpern eine leichte Erscheinung. Das Projekt «Dialog» schafft nicht nur auf aussenräumlicher Ebene eine wohlproportionierte

1. Rang: «Dialog»; ARGE Michel Zurbriggen Reichert

2. Rang: «Abacus»; ARGE wahlirüefli Architekten und

Architekten / O mlin Architekten, Bern; Hofmann Landschafts­ architekten, Bern.

Raumplaner / RollimArchini Architekten, Biel / Bern; Hänggi Basler Landschaftsarchitektur, Bern.

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Ausschreibung

TEC21 19/2020

Neubau Werkhof Amriswil Einstufiger Projektwettbewerb im offenen Verfahren Veranstalter Kanton Thurgau, Kantonales Hochbauamt Thurgau Aufgabe Das kantonale Tiefbauamt beabsichtigt, am Standort Amriswil einen neuen Werkhof zu erstellen. Die Aufgabe umfasst die Erarbeitung eines Projektvorschlags für den Neubau einer Werkhofanlage, die den benötigten Raumbedarf für einen effizienten und zeitgemässen Betrieb bereitstellt. Teilnahmeberechtigung Teilnahmeberechtigt sind Architekten und Architektinnen mit Geschäfts- oder Wohnsitz in der Schweiz oder einem Vertragsstaat des GATT/WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen, soweit dieser Staat Gegenrecht gewährt. Ausländische Teilnehmer und Teilnehmerinnen müssen eine Zustelladresse in der Schweiz angeben. Preisgericht Sachpreisrichter und Sachpreisrichterin - Carmen Haag, Regierungsrätin, Chefin Dep. für Bau und Umwelt, Vorsitz - Andreas Heller, Kantonsingenieur, Kantonales Tiefbauamt TG - Bruno Keller, Abteilungsleiter Betrieb, Kantonales Tiefbauamt TG - Markus Stamm, Chef Werkhof Bezirk 1, Kantonales Tiefbauamt TG, Ersatz Fachpreisrichter und Fachpreisrichterin: - Erol Doguoglu, Kantonsbaumeister, Kantonales Hochbauamt TG - Lukas Imhof, Dipl. Architekt ETH SIA BSA - Barbara Müller, Dipl. Architektin ETH - Konrad Merz, Bauingenieur - Roland Ledergerber, Stv. Kantonsbaumeister, Kant. Hochbauamt TG, Ersatz Termine Publikation und Bezug der Unterlagen Fragestellung Anmeldefrist Abgabe Planunterlagen Abgabe Modell

ab 19. Juni 2020 bis 3. Juli 2020 bis 21. August 2020 bis 22. Oktober 2020 bis 13. November 2020

Preissumme Für die Auszeichnung von fünf bis acht Projekten steht dem Preisgericht eine Gesamtpreissumme von CHF 150‘000.– exkl. MwSt. zur Verfügung. Bezug der Unterlagen Alle Unterlagen, mit Ausnahme des Modells, können über www.simap.ch eingesehen und heruntergeladen werden.

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Wettbewerb

TEC21 19/2020

Verbindung mit der bestehenden Anlage, auch Materialisierung und Gliederung der Architektur verbinden sich auf unaufdringliche und dennoch zeitgemässe Weise mit dem Bestand.

Fotos: zVg

Erhaltung und Kontrast Im Gegensatz zum Projekt «dialog» positioniert das drittplatzierte Projekt «Beehaltung» einen einzigen Baukörper im Norden des Perimeters. Studio Cornel Stäheli mit Gersbach Landschaftsarchitektur möchte durch eine gezielte Setzung Land­ reserven für mögliche kommende Schulerweiterungen frei halten. Eine grosse Wichtigkeit wird den Bestandsstrukturen beigemessen: Diese sollen nicht nur in ihrem Charakter erhalten werden, sondern, wo nötig, auch wieder freigelegt werden. Dementsprechend wird der Aulaanbau aus dem Jahr 1998 zurückgebaut. Die Schulbauten werden durch die Teilung bestehender Klassenzimmer für die Clustertypologie ertüchtigt. Der südliche Teil des Trakts D integriert im Erdgeschoss die Bibliothek und im Obergeschoss die Lehrerbereiche. Die bestehende Einfachturnhalle wird erhalten und nimmt die neue Aula auf. Diese ist bewusst grösser als gefordert, denn eine Zerstückelung des Raums durch Werkräume oder Klassenzimmer komme einer Bausünde gleich, so die Verfasser. Parallel zum Trakt D und in gleicher Länge steht der Neubau; dieser beherbergt neben der Doppelturnhalle die Tagesstruktur sowie die Werkräume. Durch das eingeschossige Versenken der Hallenräu-

me ins Erdreich tritt der Baukörper dennoch kompakt in Erscheinung. Gliedert sich die Tagesstruktur im südlichen Bereich mit direktem ­Zugang zu ihren Aussenräumen, so vermittelt das Foyer samt Galerie zum angrenzenden Hallenraum. Eine zentrale Treppe leitet abwärts in den Sportbereich, eine zweite Treppe im Westen führt zu den Werk­ räumen im Obergeschoss, die durch ihre Proportionierung auch als Klassenzimmer genutzt werden könnten. Die Anordnung der Nutzungen formiert ein gestaffeltes Volumen und bezieht sich dabei auf sein Gegenüber, den Trakt D. Das betonierte Unter- und Erdgeschoss mit seiner die Halle überspannenden Betonrippendecke wird durch die Holzstruktur des Obergeschosses ergänzt. Der mit einer bläulich schimmernden Keramikhaut eingekleidete Baukörper soll den Bezug zum Grünraum herstellen. Sind die räumlichen An­ sätze beider Projekte sowie der jeweilige Umgang mit dem Bestand stringent durchdacht, so mag die architektonische Ausformulierung den Entscheid zugunsten von «Dialog» gegeben haben. Während das Projekt «Beehaltung» dem Bestand mit grossem Respekt begegnet, wurden Konstruktion, architektonische Gestaltung und Materialisierung des Neubaus von der Jury kritisch beurteilt. Das Projekt «Dialog» hingegen führt die Anlage in eine neue Zeit, ohne den Bestand zu dominieren, und zeugt laut Jury von einer grossen Sensibilität dem Ort und der Aufgabe gegenüber. • Mira Heiser, Architektin MAS ETH SIA, arch@miraheiser.ch

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PROJEKTW ETTBEW ERB M IT PR ÄQUA LI FI K ATION: SCH ULH AUS K ASTELS, SCHULRAUMERWEITERUNG UND NEUBAU DOPPEL­ TURNH A LLE, GRENCHEN R A NGIERTE PROJEKTE 1. Rang: «Dialog»

ARGE Michel Zurbriggen Reichert Architekten / O mlin Architekten, Bern; Hofmann Landschaftsarchitekten, Bern; Henauer Gugler, Liebefeld; IEM, Bern; Indievisual, Zürich 2. Rang: «Abacus»

ARGE wahlirüefli Architekten und Raumplaner / RollimArchini Architekten, Biel / Bern; Hänggi Basler Landschaftsarchitektur, Bern; Indermühle Bauingenieure, Thun; Wolczek Architekturmodellbau, Biel; Indievisual, Zürich 3. Rang: «Beehaltung»

Studio Cornel Stäheli, Zürich; Gersbach Landschaftsarchitektur, Zürich; Bänziger Partner, Zürich 4. Rang: «Petit Prince»

Rykart Architekten, Liebefeld; DUO Landschaftsarchitekten, Lausanne; Nydegger + Finger, Bern FACHJ URY Barbara Schudel, Architektin, Bern (Präsidentin); Benedikt Graf, Architekt, Solothurn; Mattias Boegli, Architekt, Fribourg; Tonio Licini, Architekt, Grenchen; Martina Voser, Architektin, Zürich; Martin Stuber, Architekt, Olten (Ersatz)

SACHJ URY Aquil Briggen, Stadtbaumeister Baudirektion, Grenchen; Jürg Bumbacher, Bau-, Planungs- u. Umweltkommission, Grenchen; Kurt Gasche, Primarlehrer Schulhaus Kastels, Grenchen; David Baumgartner, Finanzverwalter Stadt Grenchen; Ruth Bieri, Schulleiterin Schulhaus Kastels, Grenchen (Ersatz)

Weitere Pläne und Bilder auf bit.ly/schulhaus-kastels

3. Rang: «Beehaltung»; Studio Cornel Stäheli, Zürich;

4. Rang: «Petit Prince»; Rykart Architekten, Liebefeld;

Gersbach Landschaftsarchitektur, Zürich.

DUO Landschaftsarchitekten, Lausanne.


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Baukultur

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Untolerierbare Geschichtsleugnung Den hohen Schutzwert des Gewerbegebäudes Tribschen in Luzern bestreitet niemand. Doch die Eigentümerin will es abbrechen und durch einen grösseren Neubau ersetzen. Dagegen wehren sich die Fachverbände der Architektenschaft und der Heimatschutz. Nun muss das Verwaltungsgericht den Fall entscheiden – das Urteil ist seit zwei Jahren hängig. Text: Michael Hanak

A

ls «Stiefkind der Baukultur» wurde das Gewerbegebäude Tribschen in Luzern bezeichnet, hinsichtlich der fehlenden politischen Akzeptanz dieses Pionierbaus der frühen Moderne. Doch eigentlich ist das zu mild ausgedrückt. Wie ein Prügelknabe litt es unter den wiederholten Instandsetzungen und Umbauten, vielleicht stellvertretend für die zwischenzeitliche Geringschätzung des Neuen Bauens. Wie bei einem Verdingkind wird willkürlich über sein Schicksal entschieden, wohl wissend, dass es sich um einen charaktervollen ­Zeugen der Architekturgeschichte ­handelt. Können solch drastische Verglei­che auf die sich über Jahre hinziehende Fehlentwicklung aufmerksam machen und diese möglicherweise noch korrigieren?

Eindeutige Ausgangslage Die unglückliche Situation erstaunt umso mehr, als der Fall fachlich und faktisch völlig klar ist. Aus der Fachliteratur ist der besondere Stellenwert des Bauwerks seit Langem bekannt. Architekturfachverbände haben wiederholt auf dessen hohe architektonische Qualitäten hingewiesen, Gutachter seine baugeschichtliche Bedeutung begründet. Und selbstverständlich ist der Umgang mit Kulturdenkmälern im Planungs- und Baugesetz des Kantons Luzern und ergänzend im Gesetz über den Schutz der Kulturdenkmäler sowie in der dazugehörigen Verordnung hinreichend geregelt. Worum geht es also? Handelt es sich um einen banalen Machtkampf zwischen Privatwirtschaft, Politik und Kultur? Offenbar wird

In der Zeitschrift «Neues Bauen» 1937 publizierte Ansicht .

hier der Erhalt eines schützenswerten Gebäudes aufgrund von Fehlern bei der Stadtplanung einem Feilschen um Ausnützung der Neubebauung ausgeliefert. Seit Jahren lehnen Behörden von Stadt und Kanton Luzern in Absprache mit den Grundeigentümern einen Schutz des Bauwerks ab. Baudenkmäler der Moderne haben es bedenklicherweise besonders schwer, anerkannt und geschützt zu werden.

Bauhaus in Luzern Ein Brand in der Nacht vom 16. auf den 17. September 1932 hatte das vormalige Gewerbegebäude zwischen Mühlenplatz und Reuss zerstört. Damit verloren an die 200 Handwerker ihre dortigen Werkstätten. Für den Wiederaufbau sollte ein neuer Standort gefunden werden.

Zwei Wochen später ergriff der Luzerner Architekt Carl Mossdorf die Initiative und legte Pläne für einen Neubau vor. Sofort bildete sich die «Interessensgemeinschaft Gewerbegebäude der Stadt Luzern», deren Leitung Mossdorf übernahm. Das innert nur sechs Monaten ausgeführte Projekt war radikal modern. Der 31 Jahre junge Architekt hatte Le Corbusiers viel diskutiertes Buch «Die kommende Baukunst» (1923) in sich aufgesogen. Le Corbusiers bekannte «fünf Punkte», die fortan als Richtmass moderner Architektur galten, setzte Mossdorf Punkt für Punkt um. Erstens folgt das statische Prinzip dem Skelettbau. Zweitens ist das Dach flach und kann als Dachgarten genutzt werden. Drittens ermöglichen die von der Fassade abgerückten Stützen eine flexible Raumaufteilung, den


P l ä n u n d F o t o : N e u e s B a u e n , 1 9 3 7, S .  1 5 ; I s o m e t r i e : L u z e r n e r N e u e s t e N a c h r i c h t e n , 4 . 2 .1 9 3 3

TEC21 19/2020

freien Grundriss. Viertens prägten ursprünglich Bandfenster die Gebäudehülle, die keine Lasten zu übertragen hat. Fünftens wurde die freie Gestaltungsmöglichkeit der Fassade zu einer ausgewogenen Komposition von geschlossenen und offenen Partien genutzt. Im Tribschen-Quartier, dem damals spärlich bebauten Gewerbegebiet zwischen Bahnhof und Seeufer, war ein durch und durch funktionales Stück Architektur entstanden. Sowohl Fassaden als auch Grundrisse widerspiegeln das stringente Nutzungskonzept. Die Quaderform über der 13 × 26 m gros­ sen Grundfläche und den vier gleich strukturierten Geschossen ist ökonomisch. Die Erschliessung über Treppenhaus, Warenlift und Laubengänge nimmt die klar definierte westliche Raumschicht ein. Die daran anschliessenden Arbeitsräume wählbarer Grösse sind lichtIsometrie . durchflutet. Die Sichtbetonwände wurden schalungsroh belassen. Die hehren Ziele des Neuen Bauens – Kunst- und Architekturhistoriker Luft, Licht und Sonne – waren sicht- André Meyer zieht in seinem Buch lich erreicht. «Architektur zwischen Tradition und Innovation» Parallelen zum Breite Rezeption Bauhaus: «In der Tat nimmt der 1933 vom Luzerner Architekten Carl Seiner architekturgeschichtlichen Mossdorf erbaute kleine Zweckbau Bedeutung entsprechend wurde das formal und konstruktiv die ProGewerbegebäude Tribschen in alle grammpunkte des Bauhauses wie Übersichtspublikationen und Stan- kein anderes Bauwerk in der Innerdardwerke zur frühen Moderne im schweiz auf. Die ‹neue Einheit› zwiKanton Luzern aufgenommen. Der schen Kunst und Technik, wie sie

Baukultur

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Walter Gropius am Bauhaus Dessau lehrte, ist im Gewerbegebäude an der Tribschenstrasse für innerschweizerische Verhältnisse bis zu einem schwer zu übertreffenden Grad verwirklicht.»

Verkanntes Baudenkmal Mehrere Umbauten sowie ein vernachlässigter Gebäudeunterhalt trüben die einst strahlende Kraft

Grundrisse Erdgeschoss und Obergeschoss sowie Querschnitt, 1933.


Baukultur

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des Bauwerks. Rücksichtslose Ver- die CSS den Bau, der bis nah an das baugesuch. Dagegen reichte der änderungen erschweren es, die ur- Gewerbegebäude Tribschen heran- ­ Heimatschutz Beschwerde beim sprünglichen Qualitäten sofort zu reicht, erweitern. Im Auftrag der Verwaltungsgericht ein. erkennen. Für den unaufmerksamen kantonalen Denkmalpflege prüfte Passanten wirkt der Bau schnell mal Andrea Roost 2011 in einer Projekt- Potenzial zur Ikone unschön. Doch die Verunstaltungen, studie, ob sich das Gewerbegebäude wie die Unterteilung der Bandfens- in eine Neubebauung integrieren Fachleuten ist das Ausbleiben der ter, der Verputz über dem Sichtbeton lässt, bei gleicher, baurechtlich Unterschutzstellung unverständund die Befensterung der Lauben- möglicher Flächennutzung. Nach lich. Alle massgeblichen Fachvergänge, lassen sich wieder beheben. der Teilrevision der BZO wiederhol- bände engagieren sich für den Erhalt Die wesentliche Bausubstanz blieb te Roost 2017 diese Überprüfung, des Gewerbegebäudes. Hierfür samintakt vorhanden: die wohlpropor- nun im Auftrag der CSS Versiche- melte der Heimatschutz bereits 2002 tionierte Ku­batur, die Tragstruktur rung, die unterdessen das Nachbar- in einer Petition weit über 2000 Unaus Stahl­beton, das klar struktu- grundstück gekauft hatte. terschriften. 2019 lancierte er zurierte Grundrisskonzept. Sogar der Beide Male zeigten die sammen mit den Zentralschweizer schmucke Schriftzug über dem Machbarkeitsstudien auf, dass die Sektionen von BSA, SIA, FSAI und Hauseingang ist noch da. geforderte Anzahl Arbeitsplätze SWB nochmals eine Petition zur RetMehr noch änderte sich das auch bei einer Erhaltung des Gewer- tung des unbestrittenermassen Umfeld und der städtebauliche Kon- begebäudes grundsätzlich möglich schützenswerten Baus. text des Gebäudes. Auf der Basis wären. Doch nach Ansicht der CSS Gesellschaftlich anerkannt eines 1990/91 durchgeführten Ideen­ Versicherung überwiegen organisa- ist, dass wertvolle Bausubstanz wettbewerbs und eines Projektwett- torische und wirtschaftliche Nach- schon aus ökonomischen und ökolobewerbs von 1997 / 98 entstand eine teile. 2017 entschied die Dienststel- gischen, aber auch aus kulturellen vielgeschossige, grossvolumige Neu- le Hochschulbildung und Kultur des Gründen möglichst zu erhalten sei. bebauung im Tribschen-Quartier. Kantons im Einklang mit der Stadt Im letzten prominenten Streit- und Bei der Planung wurde das ­Potenzial und der Grundeigentümerin, das Gerichtsfall eines anerkannten des Gewerbegebäudes, dem neuen Gewerbegebäude Tribschen nicht in ­Baudenkmals in Luzern, der 1951 Wohnquartier ein geschichtsträch- das kantonale Denkmalverzeichnis bezogenen Zentral- und Hochschultiges Zentrum zu bieten, verpasst. aufzunehmen, da in diesem Fall die bibliothek (vgl. TEC21 51–52/2013), Stattdessen entspann sich der Dis- privaten Interessen und Eigentums- sprach sich die Stadtluzerner put über dessen Abbruch oder Erhalt. beschränkungen höher zu gewich- Stimmbevölkerung deutlich für den Der ebenfalls aus einem ten seien. Dies, obwohl die Denkmal- Erhalt aus; letztes Jahr wurde sie Projektwettbewerb hervorgegange- kommission des Kantons Luzern wiedereröffnet. In vielen Städten ne, von Andrea Roost bis 2006 aus- sich zuvor dafür ausgesprochen finden derzeit renovierte Paradegeführte neue Hauptsitz der CSS hatte, den Bau als «eines der bedeu- bauten der Moderne regen Anklang: Versicherung an der Ecke Trib- tendsten Werke des Neuen Bauens beispielsweise das erwähnte Bauschen-/Werkhofstrasse erhielt lo- in der Schweiz» unter Schutz zu stel- haus in Dessau aus den Jahren bende Architekturkritiken. Nun will len. 2018 stellte die CSS das Rück- 1925/26 (vgl. TEC21 27–28/2019), das 1933 fertiggestellte Museum für Gestaltung Zürich (vgl. TEC21 35/2018) oder die Hochschulbibliothek im Sulzer-«Rundbau» in Winterthur von 1930/31. Auch das Gewerbegebäude Tribschen hat das Potenzial zu einem Vorzeigebau der Instandsetzung und könnte als Architek­ turikone wiederaufleben. • Michael Hanak, Kunst- und Architekturhistoriker, hanak@swissonline.ch

Aktueller Zustand des Baus.

Die Petition zur Rettung des Baus sowie weitere Infos inklusive verschiedener Gutachten gibt es hier: www.gewerbegebaeude.ch

F o t o : F a b i a n H u b e r, 2 0 1 6 ( H o c h s c h u l e L u z e r n – T e c h n i k & A r c h i t e k t u r ) ; B i l d a u s d e m J u r y b e r i c h t

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Baukultur

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«Preis für Putz und Farbe» – jetzt anmelden

Gemeindehaus Zuchwil, Siegerprojekt von 2018. Unter dem Motto «Fifties reloaded» wurden Beispiele ausgezeichnet, die zeigten, wie sich Fassaden der 1950er-Jahre an heutige energetische Ansprüche anpassen lassen.

B

ereits zum dritten Mal wird im Rahmen der Fachmesse appli-tech ein Preis vergeben, erstmals mit einer neuen Ausrichtung. Der neu lancierte «Schweizer Preis für Putz und Farbe» zeichnet ausgeführte Bauten und Raumkonzepte aus, die einen differenzierten und qualitätvollen Umgang mit Putz und Farbe zeigen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Oberflächenbearbeitung sowie dem Zusammenspiel von Architektur, Putz und Farbe geschenkt. Es können Industrie-, Gewerbe- oder Wohnbauten, Gebäude aus dem öffentlichen Raum sowie historische Gebäude oder spezielle Innenraumkonzepte eingereicht werden. Eine Jury bewertet die Objekte und vergibt Preise im Gesamtwert von 35 000 Franken. Ausgewählte Arbeiten werden in einer Sonderschau an der appli-­ tech 2021 präsentiert. Ebenfalls winken Berichte in Fachmedien und die Präsentation im Jurybericht. Der «Schweizer Preis für Putz und Farbe» zeichnet die Zusammenarbeit von Handwerk und Planung aus. Er ist für Teams ausgeschrieben, die sich aus Planern (Architekt / Innenarchitekt / Farb­ gestalter etc.) und Handwerkern aus der Maler- und Gipserbranche zusammensetzen, die gemeinsam ein entsprechendes Objekt realisiert haben. Ausgelobt wird der Preis vom Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) und von der Messe Luzern unter dem Dach der appli-­tech, Fachmesse für die Maler- und Gipserbranche, für Trockenbau und Dämmung. • (pd) Infos sowie die Möglichkeit zur Anmeldung bis zum 30. September 2020 gibt es auf appli-tech.ch/putzundfarbe

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SIA-Mitteilungen

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«Die meisten Fahrzeuge sind Stehzeuge» Nun ist es da: das Merkblatt SIA 2060 Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Gebäuden. Jules Pikali, Vorsitzender der Arbeitsgruppe SIA 2060, gibt Auskunft über das Merkblatt und erklärt, warum Fahrzeuge kaum fahren und was das für die Elektromobilität bedeutet.

SIA: Herr Pikali, eine ketzerische Frage: Warum hat es so lang gedauert, bis das Merkblatt SIA 2060 verfügbar ist? Jules Pikali: Das hat es nicht. Wir haben einen starken Druck des Markts gespürt. Die Akteure, die planen und bauen, haben ein grosses Bedürfnis nach solchen Unterlagen – deshalb wohl das Gefühl, es habe ewig gedauert. Wenn man die Entstehungsdauer aber mit der von Normen und anderen Merkblättern vergleicht, hat die Kommission gut gearbeitet. Andere, allen voran Swiss eMobi­ lity, haben bereits eine Reihe von Merkblättern veröffentlicht. Inwiefern unterscheidet sich das Merkblatt SIA 2060 von diesen? Der SIA hat nicht die Aufgabe zu informieren oder aufzuklären, sondern die Regeln der Baukunst zu definieren. Ein Merkblatt ist die Vorstufe zu einer Norm, die die Regeln der Baukunst und den Stand der

Technik definiert. Wer ein Bau­ projekt plant, muss auf gute Grundlagen zurückgreifen können. Das heisst, wenn ein Architekt das Merkblatt verwendet, soll er der Bauherrschaft kompetent Auskunft geben können, wie ein Gebäude für die Elektromobilität auszurüsten ist. Das neue Merkblatt ist also explizit für Planende gedacht? Grundsätzlich dient es der Verständigung, damit alle vom Gleichen sprechen. Das Merkblatt ist also Kommunikationsgrund­ lage zwischen Bauherrschaft und Planverfasser und jenen, die ein Gebäude ausführen. Ausserdem kann es eine Grundlage für die öffentliche Hand sein, um in Baubewilligungsverfahren ge­ wisse Vorgaben zu schaffen. Wer soll denn nun das Merkblatt genau studieren? Wenn sich ein Bauherr, Projektentwickler, Architekt oder Elektroplaner mit einem Neu-

Jules Pikali, dipl. Masch.-Ing. ETH/SIA, Vorsitzender der Arbeitsgruppe SIA 2060

und Geschäftsführer OekoWatt; jules.pikali@oekowatt.ch

oder Umbau beschäftigt, bei dem mehr als zwei bis drei Parkplätze be­troffen sind, ist das Merkblatt eine Muss-Lektüre. Wer sich nicht an die Empfehlungen hält, geht das Risiko ein, dass er ein Projekt rea­lisiert, bei dem später festgestellt wird, dass falsch investiert worden ist. Das betrifft nicht nur Wohnbauten, sondern auch Gewerbe- oder Bürobauten. Ein Beispiel: Eine bestehende Tiefgarage hat 20 Parkplätze. Jetzt will jemand sein Elektroauto mit einer Lade­station platzieren. Die vorhandene elektrische Reserveleistung reicht vielleicht auch noch für ein zweites Fahrzeug, aber irgendwann wird eine Leistungs­ bewirtschaftung erforderlich. Es ist darum zwingend, von Anfang an gesamtheitlich zu planen. Das Problem liegt wohl eher in den bestehenden Mehrfamilienhäusern als bei den Neubauten. Glauben Sie, das ändert sich jetzt mit dem Merkblatt? SIA 2060 ist ein Merkblatt und keine Norm. Die im Merkblatt enthaltenen Vorgaben sind darum Empfehlungen. Bei Neubauten ist es aufgrund der erwarteten Entwicklung grundsätzlich richtig, diese mit Lade­ infrastrukturen auszurüsten. Wir gehen davon aus, dass das bei vielen Neubauten noch nicht der Fall ist. Bei bestehenden Bauten ist die Situation anders: Diese verfügen bereits über einen elek­ trischen Hausanschluss. Die Frage ist darum: Wie viele Fahrzeuge können angeschlossen respektive aufgeladen werden? Allenfalls stellt man fest, dass die bestehende Kapazität nicht reicht. Dann

Foto: z Vg

Interview: Susanne Schnell


SIA-Mitteilungen

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muss der elektrische Anschluss des Gebäudes verstärkt werden. Das Merkblatt enthält dafür die entsprechenden Berechnungsgrundlagen. Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur sind langfristig. Eine langfristige Betrachtung muss immer unter der Beachtung der Nachhaltigkeit erfolgen. Nachhaltig bedeutet: gut für die Umwelt, wirtschaftlich gut und gut für die Menschen. Stichwort Kosten: Wer trägt die ­Kosten, wenn ein bestehendes Gebäude nachgerüstet werden soll? Wer die Ladeinfrastruktur nutzt oder eine solche zur Verfügung haben möchte, muss dafür auch aufkommen. Auf welchem Weg gezahlt wird, darüber kann man diskutieren. Das ist etwa so, wie wenn ich mit 20-Räpplern die Waschma­schi­ ne füttere, um zu waschen. Wer aber bezahlt den Einbau der Infrastruktur? Für die Infrastrukturen muss der Gebäudeeigentümer vorinvestieren. Die Möglichkeit, im Gebäude elektrische Fahrzeuge aufladen zu können, ist dann ein Mehrwert, der über die Miete abgegolten werden kann. Mit der voraussichtlichen Entwicklung der Elektromobilität kann man davon ausgehen, dass ohne Ladestationen die Vermietbarkeit schwierig wird. Es ist auch möglich, dass der Vermieter für den Ausbau einen Contractor engagiert – analog einem Heizungs­ contracting. Können Sie das näher erläutern? Anstatt die Kosten einer Heizungserneuerung selbst zu tragen, investiert der Contractor. Der Contractor – es sind bereits einige im Markt aktiv – rüstet das Gebäude mit der entsprechenden Infrastruktur aus. Die Bezahlung erfolgt dann indirekt. Man kann sich auch die Frage stellen, ob die öffentliche Hand Ladestationen subventionieren soll. Denn jeder, der ein ­Elek­troauto fährt, hilft bei der CO2-Verminderung. Wie bei Len-

kungsabgaben auf Brennstoffe lässst sich mit Lenkungsabgaben auf Treibstoffe auch eine Wirkung erzielen. Ein Teil der Abgaben kann für die Verminderung des CO2-Ausstosses in Form von Subventionen verwendet werden. Das sind aber politische Entscheidungen, die wir als Fachkommission nicht beeinflussen wollen und können. Oft werden Ladestationen erst gebaut, wenn die Nachfrage vorhanden ist. Doch wenn es fast keine Lade-Infrastruktur gibt, stagniert auch die Nachfrage nach E-Autos. Wie wird dieser Kreislauf durchbrochen? Dafür braucht es ein Zusammenspiel aller beteiligten Akteure. Das Bundesamt für Energie hat deshalb 2018 die sogenannte «Roadmap Elektromobilität» ins Leben gerufen. Vertreter der Automobil-, Elektrizitäts-, Immobilien- und Fahrzeugflottenbranche sowie Vertreter von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden verpflichten sich darin, ihren Beitrag zu leisten, damit bis 2022 der Anteil von Elektrofahrzeugen bei den neu zugelassenen Personenwagen auf 15 % steigt. Auch der SIA ist Teil dieser Roadmap. Sein Beitrag ist das neue Merkblatt, mit dem Planungssicherheit geschaffen wird. Planungssicherheit bezüglich der Infrastruktur für Elektrofahr­ zeuge … Mit den Elektrofahrzeugen ändert sich der Betankungsvorgang grundlegend: Eine Elektro­ lade­station kann punkto Lade­ geschwindigkeit niemals mit einer Tanksäule in Wettbewerb treten. Aber sie hat einen grossen Vorteil: Wir können das Elektroauto überall laden – in jedem Haus, in jeder Garage, am Arbeitsplatz, überall, wo ein elektrischer Anschluss vorhanden ist. Der zweite Aspekt ist: Die meisten Fahrzeuge sind nicht Fahrzeuge, sondern vielmehr «Stehzeuge», darum ist auch genug Zeit zum Aufladen vorhanden. Anstatt das Fahrzeug bei Bedarf aufzuladen, stecken wir

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es einfach immer ein, sobald wir es abgestellt haben – unabhängig vom Ladestatus. Das heisst, wir müssen das Fahrzeug nur für den Tagesverbrauch aufladen, der im Durchschnitt deutlich weniger als 50 km beträgt. Das bedingt flächendecke Ladestationen in möglichst vielen Bauten. Aber: Langfristig gesehen ist die Elektromobi­ lität keine nachhaltige Lösung für alle Mobilitätsbedürfnisse. Wieso nicht? Neben dem Energiebedarf hat die Mobilität, insbesondere der motorisierte Individualverkehr, einen sehr grossen Platzbedarf. Betroffen sind vor allem Städte: Damit die Mobilitätsbedürfnisse abgedeckt werden können, braucht es auch den öffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und auch eine Reduktion der Mobilitätsbedürfnisse. Das haben Sie auch in dem State­ ment «Planungssicherheit über die Elektromobilität» auf der SIA-Website geschrieben: «Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht muss der Vorzug einer gemeinschaftlichen Mobilität und dem Langsamver­ kehr gegeben werden.» Ja, genau. Als Ingenieure und Architekten sind wir einer gesamtheitlichen Betrachtung verpflichtet. •

Das neue Merkblatt SIA 2060 Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in Gebäuden ist Thema eines Webinars von SIA-Form am 6. Juli: Referierende aus der zuständigen SIA-Kommission vermitteln die wichtigsten Inhalte des neuen Merkblatts. Architektinnen, Bauherren und Elektroplaner lernen die Grundlagen der Elektromobilität und Ladetechnik sowie Berechnungsmethoden für Leis­ tung und Energie für Ladeplätze kennen. Details und Anmeldung: www.sia.ch/form/EMO02-20D


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VORSCH AU TEC21 20/2020, 10. Juli 2020 The Circle – Megaprojekt im Landeanflug

Vom Barackendorf zur gläsernen Schrägfassade | Grossbaustelle am Verkehrsknoten espazium.ch/de TRACÉS 9/2020, 29. Mai 2020

Foto: Judit Solt

L’espace aux temps du corona

«On ne peut pas incriminer frontalement la densité» | «Si les réseaux de mobilité deviennent moins rapides, certains choix de vie seront remis en question» espazium.ch/fr

Nur auf espazium.ch Bau­en nach Co­ro­na: Wie wei­ter? Innere Verdichtung, Suffizienz, Senkung des Wohnflächenverbrauchs: In den vergangenen Monaten haben die Schlagworte, die die Schweizer Planerinnen und Planer bisher fast unisono propagiert hatten, einen eigenartigen Klang bekommen. Während der Covid-19-Pandemie hat sich vielerorts Verunsicherung und Skepsis gegenüber dichten Siedlungen breitgemacht. Nachdem der erste Schock vorerst überstanden ist, gilt es, diese Erfahrungen zu analysieren. Was können wir für die Planung aus den Gegebenheiten der aktuellen Pandemie für die Zukunft

lernen? Wie setzt die Planungsbranche diese Lehren um unter der Voraussetzung, haushälterisch mit dem Boden umzugehen und bestehende Siedlungen zu verdichten? Diesen Fragen widmete sich Ende Mai der Online-Think-Tank «Dichte auf dem Prüfstand», der Expertinnen und Experten aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland aus Disziplinen wie Architektur, Städtebau, Soziologie, Stadtforschung und Raumentwicklung einen Rahmen für Austausch und Diskussion bot. Veranstaltet wurde er vom Kompetenzzentrum Typologie & Planung in Architektur CCTP der Hochschule Luzern und vom Bun-

desamt für Wohnungswesen BWO mit der Medienpartnerschaft von TEC21 und espazium.ch. Die Essenz der Debatte haben wir für Sie aufbereitet. Einen Übersichtsartikel sowie diverse Videos der Diskussion finden Sie auf unserer Website espazium.ch. • (js)

Eine ausführliche Version dieses Beitrags gibt es auf bit.ly/bauen_nach_corona

Bauen in der Stadt Zürich? Probleme mit der Baubewilligung? Helpline 044 412 11 00 – rufen Sie an! Die Anlaufstelle in Bausachen der Stadt Zürich entstand auf Initiative von GVZ und HEV Zürich.


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Vitrine

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Rund ums Wohnen und Arbeiten Redaktion: Doro Baumgartner

W ITZIG

Mobil und flexibel

Die Grenzen zwischen Wohnen und Büro sind in der jetzigen Zeit immer fliessender. Der Arbeitsplatz zu Hause soll die eigene Persönlichkeit widerspiegeln und gleichzeitig die Kreativität und Konzentration fördern. Doch was braucht es, um bequem und effizient von zu Hause aus zu arbeiten? Wichtig ist ein Arbeitsplatz, an dem man in Ruhe die E-Mails checken oder neue Ideen entwickeln kann. Dabei sollen Aspekte der Ergonomie und Ordnung nicht vernachlässigt werden. Das Sara-Team berät kompetent. •

Der Shutdown hat gezeigt, dass Homeoffices besser funktionieren als vielerorts gedacht. Die Büroplanung wird sich künftig verstärkt daran orientieren, wie viele Arbeitsplätze im Unternehmen benötigt werden und wie sich die vorhandene Fläche im funktionalen Sinn möglichst effizient nutzen lässt. Dabei geht es weniger um Verdichtung, sondern um flexible Lösungen, die sich leicht auf- und abbauen lassen. Eine bedeutende Rolle spielen gerade in offenen und in Grossraumbüros Zonen für Ruhe und Konzentration. •

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Die mit markierten Firmen bzw. Produkte sind in der Schweizer Baumuster-Centrale Zürich SBCZ vertreten. www.baumuster.ch

IN DEN RUBRIKEN WEITERBILDUNG UND VITRINE PRÄSENTIERT Die Angaben zu Weiterbildungsange­ boten, Firmen, Produkten und Dienstleistungen basieren auf Informationen der Anbieter. Auf den Abdruck solcher Hinweise besteht kein Anspruch. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Bitte senden Sie Ihre Informationen an TEC21, Postfach, 8036 Zürich, oder an produkte@tec21.ch


Vitrine

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Arbeitswelten gestalten Keller Unternehmungen ist in der Baubranche für innovative und qualitativ hochstehende Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Ziegeleien, Fassaden und Immobi­ lien bekannt. Um die bestehenden Produkte und Dienstleistungen im Innenausbau weiter auszubauen, bietet die Unternehmung mit dem neuen Geschäftsbereich «ImRaum» Lösungen rund ums Büro an. Im Showraum in Pfungen werden die Kunden persönlich beraten. • www.keller-unternehmungen.ch

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Futuristische Leuchte Schätti stellt seine neue, futuristische Leuchte vor: Die Lampe VLAR ist das neueste Produkt des Schweizer Designers Jörg Boner, das er für Schätti Leuchten entworfen hat. Der längliche Leuchtkörper aus einem Metallband ruht drehbar auf einem runden Metallfuss. In zwei Richtungen strahlt die Lampe ein atmos­ phärisches Licht ab. Charakteristisch für die Schätti-Kollektion ist der konische Rand aus dünnem Stahlblech, der sich im ganzen Sortiment wiederfindet. Alle Artikel sind im neuen Showroom mit Manufaktur in Schwanden zu besichtigen. • www.schaetti-leuchten.ch

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Agenda

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K UNSTPROJEKT

AUSSTELLUNG

5. JULI BIS 27. SEPTEMBER 2020

BIS 31. JULI 2020

Biennale Bregaglia 2020

Kyoto Modernism

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Wenn man an Architektur in Kyoto denkt, hat man zumeist Bilder von traditionellen Bauten vor Augen. Doch von der Meiji- bis in die frühe Shôwa-Zeit war Kyoto ein Ort, an dem zahlreiche richtungweisende moderne Gebäude errichtet wurden. Die Ausstellung zeigt mehrere bis heute erhaltene Bauwerke und stellt drei Wegbereiter der modernen japanischen Architektur vor. •

F o t o: B i e n n a l e B re g a g l i a 2 0 2 0 – N o s s a D o n a – B i l d © Ya n i k B ü r k l i, C LU S AG

Ort: Japanisches Kulturinstitut, Köln Infos: www.jki.de

AUSSTELLUNG BIS 14. MÄRZ 2021

Die Gegend rund um die Kirche Nossa Dona und die Talsperre Lan Müraia, in der Mitte des Bergells gelegen, ist ein geschichtsträchtiger Ort. Seit jeher laufen in diesem Transitgebiet architektonische, archäologische, kulturhistorische, sprachliche und klimatische Stränge zusammen. Zur Biennale Bregaglia 2020 sind namhafte Schweizer Kunstschaffende aus den vier Sprachregionen des Landes eingeladen, sich mit mit den Besonderheiten des Territoriums und seiner Geschichte auseinanderzusetzen und mit ihren Werken die Umgebung zu bespielen. • Ort: Promontogno GR Infos: biennale-bregaglia.ch

ONLINEVORTR AG 30. JUNI, 18 UHR

di*talks #5 Die Plattform «architektur in progress» bringt mit der Serie «di*talks» per Livestream Onlinevorträge und interaktive Videodiskussionen ins Homeoffice. Am 30. Juni heisst es: Umbauen statt Abreissen! Gemeinsam mit dem Bauherrn wandern Philipp Buxbaum und Christian Kircher von smartvoll durch die ehemalige Lagerhalle des Universalversands und berichten, wie man aus einem dunklen Bunker lebendige und lichtdurchflutete Orte für Menschen macht. Welche Auswirkung hat Raum auf menschliche Gruppierungsmuster, wenn er so gross ist, dass man locker einen A380 darin parken könnte? Was hat man davon, derart riesige Hallen stehen zu lassen statt abzureissen? • Infos: www.architektur-inprogress.at

Mo­dern Li­v ing

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg ging für viele der Traum vom Eigenheim in Erfüllung. Das Museum Kleines Klingental zeigt Beispiele aus Basel und Umgebung, die von einem erheblichen baukünstlerischen Gestaltungsanspruch ambitionierter Architekten zeugen. Die von Michael Hanak und Klaus Spechtenhauser kuratierte Ausstellung spürt anhand qualitätvoller Beispiele aus der Region dem DIGITA LE BESICHTIGUNG 7. JULI 2020 Einfamilienhaus in seiner kulturgeschichtlichen und architektonischen Bedeutung nach. Anlass dazu bieten auch die aktuellen Auseinandersetzungen über Verdichtung, energetische Sanierung und denkmalpflegerische ErhaltenswürdigDas Mehrfamilienhaus an der Zür- keit solcher Bauten. • cher Spiegelgasse 12 wird seit mehr Ort: Museum Kleines Klingental, Basel als 20 Jahren energetisch aufwendig Infos: www.mkk.ch saniert. Zu den Sanierungsetappen zählen unter anderem Dämmungen, eine Pelletheizung, eine kontrollierte Lüftung, eine Regenwasser-Sammel­ anlage, Begrünung auf dem Dach der Waschküche sowie thermische Solarund PV-Anlagen. Dabei war es stets eine Abwägung zwischen den beiden öffentlichen Interessen der Nutzung erneuerbarer Energiequellen und des Schutzes des baukulturellen Erbes. Digital durchs Haus führen Architekt und Energieberater. •

Zwischen Denkmalschutz und Energieeffizienz

Infos: www. forumenergie.ch


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Die Auflösung des Büros

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«Wir verlassen unsere Komfortzone» Die alteingesessene Berner Kommunikationsagentur Contexta gab im August 2019 ihre Büroräume auf und befindet sich seitdem auf Wanderschaft. Das Ziel: näher zu den Menschen. Ob und wie das funktioniert, erzählen Inhaberin Nadine Borter, CEO Thomas Frésard und Creative Director Adrian Staehelin. Interview: Tina Cieslik, Hella Schindel

Ausschnitt : Büro war gestern – das Survival-Kit der Nomaden, entworfen von Atelier Oï. Grosses Bild : der aufgebaute Arbeitsplatz.


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Fotos: C o n tex t a (Bearb eitung : Re dak tio n T EC 21); z Vg

ontexta wurde 1968 gegründet und betreut mit 35 Mitarbeitenden Kunden wie die SBB, Appenzeller Käse oder Wallis / Valais Promotion. Die Büroräume befanden sich zuletzt in einer alten Mühle im kreativ-hippen Berner Mattequartier, direkt an der Aare. Wir führen dieses Interview Anfang April 2020 – wir arbeiten im Homeoffice, die Interviewpartner von Contexta befinden sich auf der dritten Station ihrer Reise. Nach dem Schwimmbad Letzigraben in Zürich (August bis September 2019) und der Jugendherberge in Wollishofen (Oktober bis Dezember 2019) sind sie noch bis Ende Juni im Restaurant «dieci allo zoo» eingemietet, direkt beim Zürcher Zoo. Die nächste Station wird das Kulturhaus Kosmos an der Europaallee sein.

TEC21: Frau Borter, Herr Staehelin, Herr Frésard, dieses Interview führen wir mitten im Shutdown. Was für Auswirkungen haben die Massnahmen zum Schutz vor Covid-19 auf Ihren Arbeitsalltag? Nadine Borter: Als Nomaden war für uns die Umstellung nicht so extrem. Die Feedback-Kultur und viele Prozesse, die man braucht, wenn nicht alle gleichzeitig im Büro arbeiten, gehören bei uns zum Standard. Die Stimmung im Team ist gut. Aber als Dienstleister sind wir natürlich darauf angewiesen, was unsere Kunden tun. Thomas Frésard: Geholfen hat, dass wir bereits, als wir ins Nomadentum konvertiert sind, die ganze IT in die Cloud ausgelagert hatten. Wir haben keine Server mehr, alles ist mobil. Da war der Wechsel zum Homeoffice IT-mässig kein Problem. Was war der Anlass, dass Sie sich für das Nomaden­ tum entschieden haben? Nadine Borter: Nomaden zu werden war das Resultat eines Strategieprozesses. Als Menschen, denen das Herz aufgeht, wenn es um Marken geht, ums Storytelling, haben wir uns gefragt, wie die Kultur unserer eigenen Agentur sein soll. Wie können wir erfolgreicher und qualitativ besser werden? So haben wir vor zweieinhalb Jahren angefangen, unsere Prozesse umzustellen, und uns Gedanken gemacht, was wir wirklich brauchen. Am Ende stand die Erkenntnis, dass wir näher zu den Menschen wollen, aus unserer Komfortzone heraus, unseren Ballast abwerfen. Wir möchten uns auf unsere Projekte fokussieren. Alle Nebenthemen erübrigen sich, wenn wir einer intrinsischen Motivation folgen. Dann haben wir erkannt, dass wir dafür keine eigenen Büroräume brauchen. Hier kam Atelier Oï ins Spiel: Wir haben die Designer gefragt, wie ein temporäres Büro aussehen könnte, das unsere DNS trägt und gleichzeitig in sechs Stunden verpackt und wieder aufgebaut werden kann, ohne dass wir dadurch zu einem Umzugsunternehmen werden. Wie sind Ihre Ideen bei der Umsetzung eingeflossen? Borter: Wir hatten unsere Bedürfnisse relativ klar definiert. Die Schwierigkeit lag darin, unsere

Die Auflösung des Büros

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Ideen baulich umzusetzen. Dafür haben wir die Profis dazugeholt – wir wollten nicht nur ein schön designtes Möbelstück, sondern auch ein funktionales Konzept. Es ging nicht darum, Geld zu sparen, sondern unsere Identität auch in einem fremden Umfeld zu wahren. Das Ergebnis ist eine Box im Euro-PalettenFormat (vgl. Abb. S. 24). Schreibtisch, Trennwand und ein Staumöbel können zum Arbeitsplatz zusammengesteckt werden, fixiert wird das Ganze mit einem Spanngurt. Alle Bestandteile werden gebraucht, nichts ist überflüssig. Details und Dimensionen sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sowohl beim Arbeiten als auch beim Umzug funktionieren. Adrian Staehelin: Wir wollten auch keinen Prototyp, sondern haben es von Anfang an ernst gemeint. Diese Ernsthaftigkeit hat dem Ganzen einen anderen Anspruch verliehen, denn: Jedes Kilo zählt! Man muss sich genau überlegen, was wirklich wichtig ist. Alles, was man nicht verwenden kann, steht sonst irgendwo im Raum herum, versperrt den Weg, und man muss es alle paar Monate irgendwo hintragen. Sie sind jetzt schon einige Male umgezogen. Hat sich das System bewährt? Borter: Es hat alles funktioniert. Wir sind aus einem Grossraumbüro gekommen und haben uns bewusst dafür entschieden, nur das mitzunehmen, was man für den kreativen Prozess braucht. Aber wir haben bisher nie das Gefühl gehabt, dass etwas fehlt. Früher ist man in den Materialraum gegangen und hat sich noch einen grünen Stift geholt. Und jetzt nimmt man halt den roten, den man hat. Staehelin: Wir haben sogar das Gefühl, wir könnten noch mehr reduzieren. Beim letzten Umzug haben wir gemerkt, wie schwer der Drucker ist. So richtig mobil ist man halt auch nicht, wenn man allein für den Drucker vier starke Männer braucht, die nicht mal bei uns arbeiten.

Nadine Borter

hat vor 26 Jahren bei Contexta als Junior-­ Werbeassistentin angefangen und eine astreine Tellerwäscher-­ Karriere hingelegt.

Thomas Frésard

hat das Markenhandwerk als Manager u. a. bei McDonald’s, Carlsberg und SABMiller gelernt und geniesst das ballastfreie kreative Denken.

Adrian Staehelin

ist nach Stationen in Hamburg und Berlin seit 2019 Texter und Creative Director bei Contexta und überzeugter Nomade.


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Die Auflösung des Büros

Frésard: Der Drucker ist das Pièce de Résistance. Wir wollten ja die Reduktion aufs Wesentliche: ein leeres Blatt Papier und ein schwarzer Stift, das ist schon die Hälfte der Kreativarbeit. Aber um das Wesentliche zu erkennen, müssen wir die Ideen erst einmal auslegen können.

Bauen Sie alles selbst auf und ab? Frésard: Das machen wir alles selbst, mit einem Kleinlaster zum Mieten und einem Palettenrolli. Borter: Die Boxen sind so konzipiert, dass man sie zu zweit tragen kann. Jede Box beinhaltet einen kompletten Arbeitsplatz mit Lampe, Kabel Leuchte, Stuhl (vgl. Abb. S. 24).

Der Arbeitsweg definiert unseren Radius. Nadine Borter

Und die Kosten? Frésard: Wir haben einen sechsstelligen Betrag in Entwicklung und Produktion unseres Nomadenbüros investiert. Diesen schreiben wir über mehrere Jahre ab. Ausserdem haben wir in eine serverfreie, sichere und schnelle IT-Lösung investiert. Die Betriebskosten sind leicht tiefer als vorher. Das

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Nomadentum ist gleich aufwendig wie ein «Normal­ betrieb» – der Mehrwert entsteht nicht kostenseitig, sondern in der besseren Arbeit für unsere Kunden. Nach welchen Kriterien wählen Sie die Orte aus, an die Sie ziehen? Borter: Wir wollen möglichst nah zu den Menschen. Dahin, wo etwas passiert; wo sich das echte Leben abspielt. Die bisherigen Standorte – Freibad, Jugendherberge, Pizzeria – befinden sich alle in der Stadt. Könnten Sie sich auch vorstellen, aufs Land zu ziehen oder zum Beispiel auch in eine Berghütte? Borter: Grundsätzlich ja. Aber aktuell sind wir mit diesem Konzept erst am Anfang. Wir wollen Schritt für Schritt vorwärts gehen, mit der ganzen Agentur, mit jedem einzenen Mitarbeiter – und das Ganze auch nicht überstrapazieren. Wir haben auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Bern oder aus Basel. Würden wir beispielsweise ins Wallis ziehen, würde das wegen des langen Arbeitswegs bedeuten, mehrere Tage am Stück dort zu sein. Deswegen gilt aktuell die Maxime: Der Arbeitsweg sollte nicht länger als 1 Stunde 30 Minuten sein. Daraus ergibt sich der Radius, in dem wir uns bewegen können.

Keine Institution ist darauf vorbereitet, dass eine 35-köpfige Agentur mehrere Monate zu ihnen arbeiten kommt. Adrian Staehelin

Station 1: Die Nähe zum Wasser bleibt. Statt an der Berner Aare logierte Contexta im Sommer 2019 im Freibad Letzi­ graben in Zürich.

Wie reagieren jeweils die Verantwortlichen eines möglichen Standorts, wenn Sie anfragen? Borter: Wir sprengen immer das System. Es ist wichtig, dass man ein Gegenüber hat, das bereit ist, sich die Idee anzuhören. Diese Hürde muss man erst einmal überwinden – das ist nicht ganz einfach. In der Regel gehen die Leute davon aus, dass wir ihren Raum tageweise mieten möchten, und sind von unserem Konzept überrascht. Frésard: Die schnellste Absage haben wir von der Kantonspolizei bekommen. Viele finden die Idee spannend, haben dann aber das Gefühl, das passe nicht in ihre Infrastruktur. Ab und zu findet man dann jemanden, der sich für die Idee begeistert, und plötzlich eröffnen sich neue Möglichkeiten. Entscheidend für uns ist, dass ein Ort uns neue Impulse geben kann. Sonst können wir ja auch daheim bleiben. Staehelin: Es ist wichtig, dass man das Konzept unterstützt. Keine Institution ist darauf vorbereitet, dass eine 35-köpfige Agentur zu ihnen kommt und dort mehrere Monate arbeitet. Dafür gibt es ja keinen Präzedenzfall. Aber wenn man sich darauf einlässt, können wir uns gegenseitig befruchten.


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So eine Kooperation könnte ja auch auf der Gegen­ seite Spuren hinterlassen. Borter: Beim Freibad Letzigraben gab es so eine Entwicklung. Hier fragten wir uns, warum dieser wunderbare Ort im Winter nicht als Stadtpark geöffnet ist – offenbar nicht als Erste, denn die Grünen hatten bereits einen Vorstoss eingegeben. Die Leitung der Badi hat uns dann in die Entwicklung von Ideen für die Nutzung im Pilotbetrieb involviert.

Die schnellste Absage kam von der Kantonspolizei.

Fotos: Contexta

Thomas Frésard

Wie reagieren Ihre Kunden auf den Schritt? Borter: Anfangs war es schwierig, weil sie sich nichts darunter vorstellen konnten. Aber wir haben viele langjährige Kunden, die uns vertrauen und wussten, dass sie auch davon profitieren könnten. Es gab aber auch Unsicherheit, vor allem, was administrative Belange angeht. Unser Steuersitz und unsere Postadresse ist weiterhin Bern. Uns war wichtig, dass für unsere Kunden alles beim Gewohnten bleibt und sie sich nicht bei jedem Nomadenbüro-Umzug neu orientieren müssen. Vieles wird heute ohnehin elektronisch gelöst. Die verbleibende überschaubare Post wird umgeleitet. Das funktioniert wunderbar. Hat das Nomadentum das Arbeitsklima beeinflusst? Frésard: Ganz klar. Und es ist erstaunlich, wie schnell das passiert ist. Wir hatten lang geplant und vorbereitet, und dann kam der Tag, an dem wir im Letzibad waren, in den zwei Räumen mit unseren Boxen. Und es entwickelte sich eine unglaubliche Eigendynamik. Ich dachte, es würde Monate dauern, bis wir uns an die neue Situation gewöhnt haben würden, stattdessen war die ganze Agentur nach einer Woche wie ausgewechselt. Weil wir nur noch auf uns gestellt waren, quasi in einer Art von kontrolliertem gemeinsamem Notzustand, fühlten sich plötzlich alle verantwortlich. Borter: Wir drei wollten diesen Wechsel ja. Und die Mitarbeiter, die mitgekommen sind, sind von dem System überzeugt. Für uns ist es das Schönste zu sehen, dass das Team die Idee trägt und die Hürden mit uns nimmt. Das zeigt sich an ganz banalen Dingen: Wir hatten in unserem Büro in Bern an der Aare wundervolle Räume. Aber wenn im Winter die Heizung ausstieg, herrschte sofort schlechte Stimmung. Im Freibad Letzigraben war es morgens oft kühl, aber das war kein Thema. Da zog man halt eine Daunenjacke an und arbeitete weiter. Plötzlich spielen solche Dinge gar keine Rolle mehr, weil man ein gemeinsames Projekt hat. Dieser Aha-Moment aus der Badi zieht sich weiter. Das Team hat eine Mindset-Veränderung durchlaufen.

Station 2: Contexta in der Lobby der Jugendherberge Wollishofen .

Ist das Modell ein Plus bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiter? Staehelin: In unserer Branche gilt: Je ausgeflippter das Konzept, desto mehr muss man dahinterstehen, um es glaubwürdig zu vertreten. Das gilt auch für uns intern. Die Agenturwelt ist klein. Wer zu uns kommt, stützt das Konzept. Frésard: Wir haben nebenher auch eine Art «Entwicklungsabteilung», wo wir Lösungen für Themen suchen, die uns interessieren und bei denen wir denken, wir könnten einen konstruktiven Beitrag leisten – ohne Auftrag. Erst nachher gehen wir damit auf potenzielle Kunden zu. Dafür braucht man Mitarbeitende mit einem grossen Eigenantrieb und einem gewissen Unternehmertum. Das Nomadentum sorgt dafür, dass wir Leute an Bord haben, die die gleichen Werte teilen. Ist der erhoffte Qualitätssprung eingetreten? Staehelin: Auf jeden Fall! Die Ortswechsel und alles, was sie mit sich bringen, liefern uns ein Vielfaches an Inspiration. Hat das Nomadentum auch Nachteile? Staehelin: Die Vergänglichkeit ist ein inter­­ essanter Faktor: Positive Aspekte eines Standorts geniesst man bewusst, mit den negativen kann man sich leichter arrangieren. Und das klassische Agenturenklischee, bei Überstunden Pizza zu bestellen – das ging nie so schnell wie aktuell im «dieci». • Das Interview führten Tina Cieslik, Redaktorin Architektur /  Innenarchitektur, und Hella Schindel, Redaktorin Architektur /Innenarchitektur.


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Weil es allein weniger Spass macht Co-Working nimmt rasant an Fahrt auf. War das Konzept der gemeinschaftlich genutzten Büroflächen vor einigen Jahren nur eine Nische für Kreative, ist es unterdessen im Mainstream angekommen. Covid-19 könnte der Arbeitsweise eine weiteren Schub verleihen. Text: Tina Cieslik


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G

erade einmal 13 Jahre ist es her, da eröffnete in Zürich das erste Co-WorkingBüro, das «Citizen Space» mit dem Motto «Because working alone sucks». Allein in der Stadt Zürich gibt es inzwischen 20, schweizweit bereits rund 200 Co-Working-Spaces.1 Co-Working ist ein eher städtisches Phänomen: Die meisten Flächen befinden sich an Orten mit mehr als 50 000 Einwohnerinnen und Einwohnern, aber es existieren auch Standorte in kleineren Gemeinden wie Engelberg, Münsingen oder Scuol. Weltweit gibt es unterdessen über 20 000 dieser besonderen Gemeinschaftsbüros.2 Die Wachstumskurve ist in allen Regionen exponentiell – was auch daran liegt, dass dieses Modell im Vergleich zu herkömmlichen Büros nach wie vor eine Nische ist. Das soll sich nun ändern. Mitte Juni hat ein über­parteiliches Komitee von Nationalrätinnen und Nationalräten ein Postulat eingereicht, mit dem der Bundesrat aufgefordert wird, Massnahmen zur Förderung von Co-Working-Flächen in ländlichen Regionen zu prüfen. Das Ziel: Bis 2030 sollen 100 000 regionale Gemeinschaftsarbeitsplätze entstehen, um die lokale Wertschöpfung und Lebensqualität zu steigern und die Verkehrsinfrastruktur zu entlasten.

Fotos: Keystone/Gaëtan Bally; codinginparadise.org; citizen-space.ch

Foto: •••••••••••••••••

Erfolgsfaktor Gemeinschaft Co-Working wird definiert als «Arbeitsform, bei der Selbstständige, Start-ups, Kreative und zunehmend immer mehr grössere Unternehmen unter einem Dach unabhängig und gleichzeitig auch zusammen arbeiten. Obwohl alle an individuellen Projekten arbeiten, sind Austausch und gegenseitige Hilfe zentraler Bestandteil. (...) Es zeichnet sich zudem durch kürzere Mietverträge (oft nur von einem Monat) und einem All-inclusivebzw. Full-Service-Charakter für die Mieter aus, bei dem nicht nur die voll ausgestatteten Arbeitsplätze, sondern

Kein Blick ins coronabedingte Homeoffice, sondern das

Das «Citizen Space» in Zürich war die erste Co-Working-Fläche

erste offizielle Co-Working-Space 2005 in San Francisco. Bis

der Schweiz. Die Gestaltung mit neuen und gebrauchten Möbeln und verschiedenen Sitz- und Arbeitsgelegenheiten ist typisch für Co-Working-Spaces.

zur gepflegten Hipness späterer Spaces ist es noch ein weiter Weg, aber die Atmosphäre scheint schon mal zu stimmen.


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6 % Andere

8 % Architektur

10 % Management 2 % Geologie 4 % Design

23 % IT

33 % Sales, Marketing, Kommunikation

6 % Bank, ­F inanzwesen

8 % Beratung

Der durchschnittliche Schweizer Co-Worker ist 39 Jahre alt, hat einen Masterabschluss und arbeitet entweder im Bereich Kommunikation, Verkauf & Marketing (33 %) oder IT (23 %). Zwei Drittel sind Männer, ein Drittel Frauen. Der Anteil an Freelancern / Unternehmern ist etwa gleich hoch wie jener der Angestellten. Diese arbeiten meist für ein KMU. Co-Worker haben im Durchschnitt seit sieben Jahren den gleichen Job. Sie nutzen diese Arbeitsform relativ neu und leben in der Nähe ihres Spaces. Zwei Drittel konnten im Co-Working-Space ihre Produktivität steigern, bei einem Drittel ist sie gleich geblieben. (Quelle: coworking.ch)

auch Annehmlichkeiten wie Kaffee- oder Wasser-Flats zur Verfügung gestellt werden. In immer mehr CoWorking-­Spaces stehen darüber hinaus vollbeschäftigte Community Manager mit Rat und Tat zur Seite. Dies erlaubt es, dass die Nutzer sich zu 100 % auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.» 3 Entstanden ist diese Art zu arbeiten Mitte der 1990er-Jahre. Sie entwickelte sich aus der Computer­ szene und gewann mit dem Vormarsch des Internets an Fahrt (vgl. «Wie alles begann», S. 31). Die Bezeichnung «Co-Working» für diese Arbeitsform kam zehn Jahre später in San Francisco auf: Der Informatiker Brad Neuberg suchte Unabhängigkeit und wollte gleichzeitig die Gemeinschaft am Arbeitsplatz beibehalten. Er entwickel­ te den ersten auch so bezeichneten Co-Working-Space in einem Kurszentrum eines feministischen Kollektivs und lud andere ein, sich ihm anzuschliessen. Tatsächlich ging es dabei um weit mehr als um Büroräumlichkeiten. Ein noch heute geltendes Co-Working-Manifest 4 hielt das Leitbild fest, das, kurz gesagt, auf Flexibilität, Austausch und die Entwicklung einer Gemeinschaft abzielt – eine Abkehr vom traditionellen, hierarchisch geprägten Repräsentativbüro, aber auch vom Grossraumbüro der 1980er-Jahre. Das Konzept war und ist überaus erfolgreich, auch dank der zeitgleich stattfindenden zunehmenden Digitalisierung der Arbeit. Die «Nine-to-Five»-Mentalität mit festen Arbeitszeiten ist ein Auslaufmodell. Immer mehr Menschen suchen eine höhere Flexibilität in ihrem Alltag. Bereits heute sind bis zu 30 % der arbeitenden Bevölkerung in Europa und den USA Frei­berufler – Tendenz steigend. Während also in der Anfangszeit Co-Working-Spaces meist selbstständig Erwerbenden aus der Kreativbranche vorbehalten waren, werden sie zunehmend zu einer Alternative für Angestellte, die dezentral

arbeiten können, dies aber nicht von zu Hause aus tun wollen oder können. Es ist auch eine Lösung für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden ermöglichen wollen, in einem professionellen Umfeld näher bei ihrem Wohnort zu arbeiten. Und als Konsequenz der Corona-Krise ist der Post-Covid-19-­Workplace entstanden: Die flexibel nutzbaren und kurzfristig reservierbaren Flächen erlauben es Firmen, Mit­arbeiter und Sitzungen quasi auszulagern, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Wer verdient? Und wie? Die ersten Co-Working-Flächen der Schweiz wurden wie der kalifornische Pionier oft von Selbstständigen initiiert und im Nebenerwerb verwaltet. Lange Zeit wurde ein Drittel sogar als Non-Profit-Organisation geführt.5 Das hat sich in den letzten fünf Jahren geändert, der Ver- und Betrieb hat sich deutlich kommerzialisiert und professionalisiert. Dem Geschäftsmodell spielt auch der Trend zur Temporärnutzung in die Hände (vgl. TEC21 5/2020), der es Firmen wie den SBB erlaubt, ihre ansonsten leer stehenden Immobilien zwischen zwei Planungsphasen zu nutzen. Auch internationale Anbieter haben die Schweiz entdeckt: Die 2010 gegründete Firma wework aus New York plant Flächen in Zürich und Genf. Das hoch bewertete Start-up war vor seinem geplanten Börsengang im Herbst 2019 in die Negativschlagzeilen geraten, weil es zwar mit steilen Wachstumsraten und grossem Wachstumspotenzial aufwartete, aber eben auch mit den entsprechenden Ausgaben. Aktuell hat das Unternehmen weltweit 750 Standorte, die für Mitglieder alle zugänglich sind – ein überzeugendes Argument für digitale Nomaden, die so überall auf der Welt ein ähnliches Umfeld mit verlässlicher Infrastruktur vorfinden.


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Gängiges Geschäftsmodell neben der Mitgliedschaft ist das Abonnement. In der Regel können die Räume ­tage-, wochen- oder monatsweise gemietet werden. Die Preise liegen hierzulande im niedrigen zweistelligen Bereich pro Tag und bei mehreren hundert Franken pro Monat und variieren in der Regel zwischen dem günstigen Flex Desk, den man sich jeweils selber sucht, und dem etwas teureren Fix Desk, dem eigenen Arbeitsplatz. Manche Betreiber haben auch ein nicht personengebundenes Credit-System für Firmen oder Drop-in-Modelle für ganz Unabhängige im Angebot.

Grafiken: coworking.ch

Faktor Gemeinschaft

Die Auflösung des Büros

Prognosen der Branchenplattform Global Coworking Unconference Community gcuc zeigen, dass bis 2022 über 5 Millionen Menschen weltweit in einem Co-­ Working-Space arbeiten werden, wobei jeweils rund ein Drittel auf Europa, die USA und auf Asien entfällt.6 Ob das Wachstum trotz oder gerade wegen Covid-19 weitergeht, bleibt abzuwarten. Ebenfalls spannend wird sein, was mit all den fixen Büros passiert, wenn Homeoffice und Co-Working das neue Normal sein werden. • Tina Cieslik, Redaktorin Architektur / Innenarchitektur

Anmerkungen

Neben der Flexibilität und der verlässlichen und nicht selber instand zu haltenden Infrastruktur ist der Netzwerkgedanke ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit des Co-Working-Modells. Der Austausch mit anderen ist sowohl für Einzelpersonen als auch für KMU und Grossunternehmen attraktiv. Eine nicht zu unterschätzende Rolle kommt daher dem Community-Manager zu, der neben der Organisation des laufenden Betriebs auch Mieterinnen und Mieter miteinander bekannt macht und Veranstaltungen organisiert. Ein weiteres Plus sind dem Gemeinschaftsbüro angeschlossene Dienstleistungen wie Fitness, Restauration oder Kinderbetreuung. Das von vier Müttern gegründete Co-­ Working-Space Tadah in Albisrieden hat sich explizit in dieser Nische positioniert.

Wie alles begann

Raumprogramm im Wandel

Die Geschichte des Co-Workings begann, bevor es die Bezeichnung überhaupt gab.

Während in den Anfangsjahren hauptsächlich grosse Gemeinschaftstische oder kleinere Einheiten im Open Space begehrt waren, steigt aktuell die Nachfrage nach hybriden Modellen, in denen neben grossen, geteilten Arbeitsbereichen auch viele private Büros vorhanden sind. Der Trend ist der Ausdruck davon, dass nun auch grosse Unternehmen – aus Kosten- und Prestigegründen – exklusive Bereiche oder gleich komplette Etagen anmieten, gleichzeitig aber weiterhin Zugang zu den Gemeinschaftsflächen haben – ein zentrales Element des Co-Working-Gedankens.

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1 Andrea Martel: «Coworking hat sich auch in der

Schweiz etabliert» auf nzz.ch, 10.9.2019; Zugriff 25. Mai 2020. 2 2018: 18 700; Prognose für 2020: 26 300. de.statista.com, Zugriff 25. Mai 2020. 3 coworkingguide.de, Zugriff 25. Mai 2020. 4 codinginparadise.org, Zugriff 25. Mai 2020. 5 coworking.ch, Pressemitteilung Juli 2018. 6 Global Coworking Stats 2017–2022, www.gcuc.com,

Zugriff 25. Mai 2020.

1995 Im Herbst wird in Berlin das c-base Hackerspace

gegründet. Der Begriff Co-Working existiert noch nicht, aber in der c-base sind zwei Motive im Fokus, die heute dafür stehen: Community und Austausch auf gemeinschaftlich genutzten Flächen. Zum einen sollen Wissen und Fähigkeiten rund um Computer-Soft- und -Hardware vermittelt werden. Zum anderen nutzen alle Mitglieder die Internetverbindung des Hackerspaces. 1999 entsteht in New York das «42 West 24». Ein Soft-

wareunternehmen bietet flexibel buchbare Schreib­ tische an, die von Freelancern und kleinen Start-ups genutzt werden können. Es existiert bis heute. 2002 eröffnet in Wien mit der Schraubenfabrik ein Gründerzentrum. Gemeinschaft und das soziale Mit­ einander stehen im Mittelpunkt; Hauptsache nicht allein arbeiten, lautete die Devise. Auch wenn der Begriff erst später entstand, nennt sich das Space bis heute «Mutter des Co-Workings». 2002 entstand im dänischen Aarhus die «Lynfabrikken», ein Café mit Arbeitsplätzen. Die Lynfabrikken selber nennt sich «Büro-Hotel» und beschreibt so die Flexibilität, die wir heute mit Co-Working verbinden. Zunehmende Vernetzung

Die Anzahl von Co-Working-Spaces in der Schweiz hat sich

innerhalb von fünf Jahren fast verdreifacht. (Dargestellt ist die Anzahl Standorte der im Verband Coworking Switzerland organisierten Mitglieder.)

Nach der Etablierung kam die Vernetzung. 2010 ging die Berliner Co-Working-Plattform «Deskmag» online. Im November 2010 folgte in Brüssel die erste Co-­ Working-Konferenz mit rund 150 Teilnehmern. In der Schweiz gibt es mit dem Verband Coworking Switzerland) auch eine offizielle Anlaufstelle (www.coworking. ch). Und das Konzept ist noch nicht zu Ende gedacht: Einige globale Anbieter haben schon eine Ergänzung zu den Büros im Programm: Co-Living-perfekt ausgestattete, flexible Wohnungen in nächster Nähe zum Co-­ Working-Standort. (tc / Quelle: coworkingguide.de)


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Die Auflösung des Büros

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10 Uhr: Teufelskeller Anfang Juni eröffnete in Spreitenbach das grösste Co-Working-Space der Schweiz. Das Angebot mit 340 Arbeitsplätzen im ehemaligen Globus-Zentrallager richtet sich vor allem an KMU. Text: Tina Cieslik

Die Anfang Juni eröffnete Limmatstadt in Spreitenbach ist aktuell das grösste Co-Working-Space der Schweiz. Im Vordergrund der Open-Space-Schreibtisch, im Hintergrund schalldichte Telefonkabinen (links) und der Indoor-Garten (rechts).

G

erade drei Jahre ist es her, dass die Zürcher Firma Office LAB ihr erstes kommer­ ziell vermarktetes Co-Working-­Space eröffnete: Das Gemeinschaftsbüro in der Liegenschaft «Baslerpark» in ZürichAltstetten ging im September 2017 an den Start. Mit der neuen Fläche an der Industriestrasse in Spreitenbach gehören nun bereits fünf Standorte zum Portfolio; drei als Zwischennutzung angelegte Spaces – die Co-Working-Fläche im Smart City Lab auf dem Wolf-­ Areal in Basel (vgl. TEC21-Sonderheft «SBB-Areale: vom Betrieb zur Stadt», 2018), die Alte Post in Zug und das Mythenschloss in Zürich – sind unterdessen schon ­wieder Vergangenheit. Office LAB ist heute der grösste kommerzielle Anbieter von Co-Working-Spaces in der Schweiz und weiterhin auf Expansionskurs: Bis 2025

sind landesweit 25 bis 30 Standorte geplant, sagt CEO Roger Krieg – dies, um sich als Branchengrösster in Position zu bringen, und auch, um Mitgliedern die Vorteile einer Kette bieten zu können.1 Dafür akquiriert das Unternehmen auch aktiv geeignete Bürofläche. In Spreitenbach kam allerdings die Credit Suisse als Besitzerin der Liegenschaft auf die Firma zu. Nachdem die Warenhausgruppe Globus ihren Hauptsitz 2017 in die Zürcher Innenstadt verlegt hatte, standen dort rund 11 000 m² Bürofläche zur Verfügung – an gut erschlossener, wenn auch nicht an Toplage für die hiesige klassische Büronutzung. Hier kam das Co-Working-Modell ins Spiel: Die Credit ­Suisse hatte schon bei der Realisierung des «Baslerpark» mit Office LAB zusammengearbeitet und sah das Potenzial der Idee an diesem Ort.


Plan und Foto: of fconsult

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Das zweite Obergeschoss des vierstöckigen Baus wird nun klassisch vermietet, das darüber liegende als Co-Working-Space betrieben – mit der Option, bei Erfolg nach unten zu expandieren. Erd- und 1. Obergeschoss belegt nach dem Verkauf von Interio das Möbelhaus Mömax. Auf 5500 m² Fläche stehen 340 Arbeitsplätze zur Verfügung, davon 25 im Open Space. 30 Räume sind als Teamoffice für bis zu 30 Personen angelegt. Das Raumangebot richtet sich aufgrund der Agglomera­ tionslage weniger an Freelancer als an KMU mit 2 bis 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dem ehemaligen Verteillager kommt dabei zugute, dass es Anfang der Nullerjahre zum Bürohaus umgebaut wurde, mit offenen Fassaden und Lichthöfen, die viel Helligkeit in das rund 60 m × 100 m grosse Volumen bringen. Tatsächlich wirken die Innenräume der Büros licht und luftig, die offenen Installationen anstelle einer abgehängten Decke bringen zusätzliche Raumhöhe. Der raue Gewerbegebietscharme der Umgebung ist hier nicht zu spüren, stattdessen geht der Blick weit hinaus ins Grün des Limmattals. Die Inneneinrichtung würde sich auch in einer internationalen Hotelkette gut machen: ein bisschen hip, ein bisschen bunt, viel Holz, oft mit einem leichten Touch des Selbstgebauten und technisch auf dem neuesten Stand. An der Empfangstheke am Eingang begrüsst ein Concierge Besucherinnen und Besucher; die Post kann in entsprechenden Fächern abgeholt, Arbeitsausrüstung und persönliche Gegenstände in mietbaren Schliessfächern gesichert werden. Die öffentlichen Gemeinschaftsräume – die Open Spaces zum Arbeiten, die Community Spaces inklusive Billardtisch und Tisch­ tennisplatte für den informellen Austausch, ein Indoor-­ Garten mit Schaukeln – sind detailreich gestaltet und stehen im Gegensatz zu den maximal neutral gehaltenen Büros: anthrazitfarbener Teppich, weisse Trennwände und höhenverstellbare Arbeitsplätze sind hier mehr Infrastruktur als Innenarchitektur. Die eingemieteten Firmen sollen sich die Räume selber aneignen können. «Wir versuchen, jeden Standort individuell zu gestalten, mit Bezügen zum Ort und zur DNS des Gebäudes», sagt Roger Krieg bei der Besichtigung. Im Gegensatz zum Co-Working-Space im «Freiruum» in den ehemaligen Produktionshallen von Landis & Gyr in Zug oder jenem im Trafogebäude in Baden, beides ebenfalls Filia­len des Unternehmens, ist das im eher reizarmen Bau in Spreitenbach nicht ganz einfach. Subtile Hinweise liefern die Namen der variantenreich eingerichteten 20 Sitzungszimmer: Man kann sich hier beispielsweise im Franzosenweiher, im Buechbüel oder im Teufelskeller treffen – alles Flurnamen der Gemeinde.

Arbeitswelten statt Büros

Die Auflösung des Büros

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Verschiedene funktionale Zonen gliedern das weitläufige Geschoss: Team Offices (rot); Sitzungszimmer (grün), Open Space (orange) und Community Zone (gelb).

möglicherweise eine Kooperation für eine temporäre Kinderbetreuung. Die Co-Worker sollen sich aber nicht nur räumlich vermischen, sondern auch inhaltlich austauschen. Dafür ­sorgen neben den Gemeinschaftsflächen regelmässige Events, die die Betreiberin organisiert. Damit der Austausch auf fachlicher Ebene stattfinden kann, steuert Office LAB die Belegung mit gezieltem Marketing: In Spreitenbach möchte man vor allem Firmen aus dem Umfeld der nahen Umweltarena anziehen. Neben festen Mietern, die ihre Arbeitsplätze per Abo oder über eine Firmenmitgliedschaft mit Credits nutzen, gibt es auch die Möglichkeit, die Arbeitsplätze tageweise zu nutzen oder bei Bedarf ein Sitzungszimmer zu mieten. Den Firmen, die sich einmieten, bietet das Modell so grösstmögliche Flexibilität und – nicht zu unterschätzen – die jeweils aktuellste technische und räumliche Infrastruktur. Tatsächlich hat die Digitalisierung dem Geschäftsmodell einen Schub verliehen: Zum einen erlaubt erst sie eine dezentralisierte Arbeitsweise, zum anderen ist die Umsetzung beispielweise bei der Zugangskontrolle mit personalisierten Badges besser kontrollierbar als mit herkömmlichen Schlüsseln – eine Erkenntnis, die die Betreiber aus ehemaligen Zwischennutzungsprojekten mitnehmen konnten. Ob sich das Modell in Spreitenbach durchsetzen wird, wird man in einigen Jahren sehen. Mit dem Nebenoder vielmehr dem Übereinander der verschiedenen Büromodelle ist jedenfalls ein Co-Habitat entstanden, das Platz bietet für alle Arten des Arbeitstiers. • Tina Cieslik, Redaktorin Architektur / Innenarchitektur

Anmerkung 1 Office LAB ist ein Schwesterunternehmen des Zürcher

Getreu dem Co-Working-Credo (vgl. «Weil es allein weniger Spass macht», S. 28) hat Office LAB den Anspruch, mehr als nur Bürofläche zu bieten. Sobald die Nachfrage ausreicht, wird das interne Restaurant in Betrieb genommen. Auch eine gastronomische Zusammenarbeit mit dem Möbelhaus sei vorstellbar – und

Innenarchitekturbüros offconsult, das sich auf die Planung von Büros spezialisiert hat. 2002 entwickelte offconsult eine erste Testfläche für neue Arbeitsplatz­ modelle (vgl. TEC21 22/2010). Um die Arbeitsplätze besser zu nutzen und zudem unter Echtbetrieb testen zu können, begann das Unternehmen 2012, die Flächen zu vermieten – das erste von der Firma betriebene Co-Working-Space war geboren.


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Stellenmarkt

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Für den Fachbereich Bauberatung Denkmalpflege suchen wir per 1. Oktober 2020 oder nach JOBS F Vereinbarung eine/n Z R ÜR

Projektleiter/in Denkmalpflege, 80%

ICH

Was wäre Zürich ohne sein baukulturelles Erbe? Stadtwachstum und innere Verdichtung sind für die Denkmalpflege im Umgang mit dem Bestand alltägliche, aber anspruchsvolle Herausforderungen. Aus der Geschichte heraus gestaltet der Fachbereich Bauberatung Denkmalpflege mit acht Mitarbeitenden die Entwicklung und den Wandel von Zürich aktiv mit. Wir setzen uns dafür ein, dass die wichtigen Baudenkmäler und Ortsbilder möglichst intakt erhalten bleiben und sich als Teil der baulichen Identität von morgen, qualitätsvoll weiterentwickeln. Interessiert? Details zum Aufgaben- und Anforderungsprofil finden Sie unter www.stadt-zuerich.ch/jobs und mehr zum Amt für Städtebau unter www.stadt-zuerich.ch/hochbau.


Stellenmarkt

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Fachperson Raumentwicklung / Landschaftsplanung (Pensum 80 –100 %) In einem interdisziplinären Team bearbeiten Sie anspruchsvolle und spannende Aufgaben der Landschafts- und Freiraumentwicklung, Raumplanung, Erholungsplanung und Mobilität. Sie besitzen eine Ausbildung aus dem Feld der genannten Disziplinen und bringen ein breites Interesse an der qualitätsvollen Entwicklung und Gestaltung von urban und ländlich geprägten Landschaften mit. Fundierte Kenntnisse der Schweizer Raumplanung mit Berufserfahrung sind gewünscht. Sie verfügen über Praxis in der Anwendung von Programmen der Adobe-Familie sowie GIS und können sich schriftlich gewandt ausdrücken. Idealerweise sind Sie auch mit CAD vertraut. Wir bieten herausfordernde und vielseitige Tätigkeiten mit fortschrittlichen Arbeitsbedingungen und Raum zur persönlichen und fachlichen Weiterentwicklung. Auf Ihre Bewerbung an joachim.wartner@skk.ch freuen wir uns. Für Auskünfte steht Ihnen Herr Joachim Wartner, Leiter Fachbereich Landschaft und Umwelt, Tel. +41 56 437 30 20 gerne zur Verfügung. Informieren Sie sich über uns unter www.skk.ch

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Die Stadt Gossau plant in den kommenden Jahren für die Bevölkerung ein neues Hallenbad, neue Sportanlagen mit Sporthallen und eine Fussballtribüne sowie die Erneuerungen von Schulanlagen. Für den Bereich Die Stadt Gossau plant in den kommenden Jahren grössere BauvorhaProjekte und Immobilien im den Hochbau suchen eine/n Die Gossau plant in kommenden Jahren für von die Bevölkerung ben.Stadt Vorgesehen sind neben Erneuerungen und wir Neubauten Schul-

und neues Verwaltungsanlagen grössere Investitionen Sportbereich. ein Hallenbad, neue Sportanlagen mitimSporthallen undDabei eine Fusssollen Aussensportanlagen, Sporthallen,von eineSchulanlagen. FussballtribüneFür und balltribüne sowie die Erneuerungen deneinBereich neues Hallenbad erstellt werden. Der Bereich Projekte und Immobilien Projekte und Immobilien im Hochbau suchen wir eine/n

Architekten/in FH/ETH 80 %

des Hochbauamtes ist zuständig für die Entwicklung, Projektierung und

Realisierung der Liegenschaften. Hierfür suchen wir eine/n und koordinieren Als Vertreter/in der Bauherrschaft initiieren, begleiten Sie Neu- und Umbauvorhaben verschiedener Grössenordnungen von der Projektierung bis zurFH/ETH Übergabe. 80 Sie führen Architekten/in % und steuern verschiedene Projektteams mitderMitgliedern interner Nutzergruppen sowie externen Als Vertreter/in Bauherrschaft initiieren, begleiten und koordinieren Planenden undUmbauvorhaben Spezialisten. Zudem unterstützen Sie das Bausekretariat Sie und Grössenordnungen Als NeuVertreter/in der Bauherrschaftverschiedener initiieren, begleiten und koordinierenvon der in sowieSiebei Themen SondernutProjektierung bis zur Fragen Übergabe. führen und bezüglich steuern von verschiedene Siearchitektonischen Neu- und Umbauvorhaben verschiedener Grössenordnungen der zungsplänen. Projektierung bis zurMitgliedern Übergabe. Sieinterner führen und steuern unterschiedliche Projektteams mit Nutzergruppen sowie externen

Architekten/in FH/ETH 80 %

Projektteamsund mit Spezialisten. Mitgliedern interner sowie Planenden Zudem Nutzergruppen unterstützen Sie das externen Bausekretariat Sie verfügen eine abgeschlossene Ausbildung als Architekt und Planenden undüber Spezialisten. Zudem unterstützen Sie das Bausekretariat in architektonischen Fragen sowie bei Themen bezüglich Sondernutin architektonischen Fragen in sowie bei Themen bezüglich Sondernutnachgewiesene Erfahrung Entwurfsund Bauprozessen. Ferner könzungsplänen. zungsplänen. nen Sie architektonische Qualitäten beurteilen und haben einen hohen Anspruch an über Kostenund Terminmanagement. Eigenverantwortung, Sie verfügen eineabgeschlossene abgeschlossene Ausbildung als Architekt Sie verfügen über eine Ausbildung alseine Architekt und und Selbstreflexion und Durchsetzungsvermögen sowie guteFerner Kommuninachgewiesene Erfahrung EntwurfsBauprozessen. könnachgewiesene Erfahrung in in Entwurfsundund Bauprozessen. Sie können kationsAusdrucksfähigkeit runden Ihre Qualifikation ab.einen hohen nen Sie und architektonische Qualitäten beurteilen und haben architektonische Qualitäten beurteilen und haben einen hohen Anspruch

Anspruch an Kostenund Terminmanagement. Eigenverantwortung, an Kosten- und Terminmanagement. Eigenverantwortung, SelbstreflexiWir bieten Ihnen eine selbständige Tätigkeit gute on und Durchsetzungsvermögen sowieund klarevielfältige undsowie stufengerechte KomSelbstreflexion und Durchsetzungsvermögen eine gutesowie KommuniArbeitsbedingungen Sozialleistungen. munikation runden Ihreund Qualifikation ab. kationsund Ausdrucksfähigkeit runden Ihre Qualifikation ab. WirFragen bieten selbständige undMarc vielfältige Tätigkeit sowie sowie guteProjekFür wenden Sie sich bitte an Scherrer, Bereichsleiter Wir bieten Ihnen Ihneneine eine selbständige und vielfältige Tätigkeit gute Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen. te und Immobilien, 071 388 42 65. Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen. Für Fragen wenden Sie sich bitte an Marc Scherrer, Bereichsleiter ProjekWir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter stadtgossau.ch/stellen oder Für Fragen wenden Sie388 sich te und Immobilien, 071 42bitte 65. an Marc Scherrer, Bereichsleiter Projekte und Immobilien, 071 388 42 65. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter stadtgossau.ch/stellen oder

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung unter stadtgossau.ch/stellen oder Stadt Gossau www.stadtgossau.ch Stadt Gossau www.stadtgossau.ch

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Für die Abteilung Bau suchen wir per 1. Oktober 2020 oder nach Vereinbarung eine initiative, motivierte und teamfähige Person als

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Stellenmarkt

Mitarbeiter BIM | digitale Transformation (w/m/d) 80–100 % Als Teil der Lehmann Familiengruppe sind wir seit über

TEC21 19/2020

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK Bundesamt für Strassen ASTRA

FACHSPEZIALISTIN/ FACHSPEZIALIST KONTROLLE BETRIEB 100% / WINTERTHUR

140 Jahren eng mit dem Werkstoff Holz verbunden. Unseren Kunden bieten wir umfassende Holzbaukompetenz, von der Beratung über die Planung, Produktion bis hin zur Montage. Ihre Herausforderung Sie entwerfen eine BIM-Planungs/ -Produktions- und IT-Strategie und deren Prozesse und

Bewegt die Schweiz. Sie überwachen und steuern den Betrieb und Unterhalt der Nationalstrassen der Nordostschweiz mit dem Ziel, diese kostengünstig und effizient zu bewirtschaften. Zudem führen Sie als Projektleiter/in kleine Projekte (1:1 Ersatz von Erhaltungsmassnahmen).

setzen diese in die Praxis um. Dazu gehören die Formulierung der Ziele, das Budgetieren und Priorisieren der anstehenden Tätigkeiten für die Umsetzung der Strategie. Sie arbeiten aktiv bei den Projekten, bei denen der BIM-Prozess gefordert ist, mit. Die vorgelagerten Planungsprozesse sowie die gesamte digitale Kette ist Bestandteil Ihrer Tätigkeit. Sie sind verantwortlich für die internen sowie externen Schnittstellen und sind Teil des BIM-Kernteams. Sie erstellen und pflegen die IT-Dokumentation u. a. zur Befähigung der Mitarbeitenden in der Anwendung der Applikationen sowie Sicherstellung «Hilfe zur Selbsthilfe» und des Supports. Es ist Ihnen wichtig, die Trends fernab der Branche mit Zielfokus der nächsten 1–3 Jahre zu kennen. Ihre Kompetenzen und Erfahrungen Sie haben ein technisches oder betriebswirtschaftliches Studium (Architektur, Wirtschaftsinformatik, o. ä.) und schon Erfahrungen in der Anwendung von BIM-Produkten und -Methoden. Ihre Erfahrungen im Implementieren von ERP-, CAD- oder CAM-

Ihre Aufgaben • Erstellen des jährlichen Kreditbedarfs für die Rubrik Betrieb der Nationalstrassen im Filialgebiet und Überwachen der laufenden Ausgaben • Beurteilen der Projekte des Nationalstrassenbaus- und -unterhalts betreffend der betrieblichen Anforderungen • Durchführen von Inspektionen vor Ort und Erteilen von entsprechenden Weisungen zur Ausführung der Unterhaltsmassnahmen • Initiieren und Überprüfen der Unterhaltsmassnahmen an der gesamten Infrastruktur • Mitwirken bei der Erarbeitung, Einführung und Überwachung von Effizienzsteigerungs-massnahmen im Zusammenhang mit dem Betrieb Ihre Kompetenzen • Fachhochschulabschluss als Bauingenieur /in (oder gleichwertige Ausbildung) • Fundierte Kenntnisse im Nationalstrassenbetrieb • Verhandlungsgeschick, Sinn für das Wesentliche, Übersicht, Abstraktionsvermögen • Sozialkompetenz, Teamfähigkeit, Entschlossenheit und Durchsetzungsvermögen • Aktive Kenntnisse einer zweiten Amtssprache

Systemen sind sehr wertvoll und erleichtern Ihnen die Aufgaben. Sie sind offen und mutig für unkonventionelle, neue Lösungen. «Schwimmen auch mal gegen den Strom» und begeistern damit die involvierten Abteilungsleitenden und Mitarbeitenden. Unser Angebot Wir bieten eine interessante Herausforderung in einem innovativen und bodenständigen Unternehmen mit einem guten Arbeitsklima und einem wertschätzenden Arbeitsumfeld. Es erwartet Sie ein dynamisches

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ist für den Bau, den Unterhalt und den Betrieb des Nationalstrassennetzes verantwortlich und setzt sich für eine nachhaltige und sichere Mobilität auf der Strasse ein. Es ist Teil des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter des ASTRA bewegen Sie die Schweiz. Sie übernehmen Verantwortung in herausfordernden Projekten, die alle Regionen voranbringen und verbinden. Das ASTRA bietet Ihnen die Möglichkeit, in einem modernen Arbeitsumfeld einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung der Schweiz zu leisten.

Team, das mit Respekt und Vertrauen kommuniziert und handelt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbungsunterlagen. Bei Fragen oder für weitere Auskünfte steht Ihnen Ursula Keller-Braun, Leiterin Personal, T +41 71 388 58 30,

Die Bundesverwaltung achtet die unterschiedlichen Biografien ihrer Mitarbeitenden und schätzt deren Vielfalt. Gleichbehandlung geniesst höchste Priorität. Onlinebewerbung unter www.stelle.admin.ch, Ref. Code 39801 Ergänzende Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Herr Lukas Geel, Bereichsleiter Erhaltungsplanung, Tel. +41 58 480 47 30

ursula.keller@lehmann-gruppe.ch gerne zur Verfügung. Weitere interessante Stellenangebote der Bundesverwaltung finden Sie unter www.stelle.admin.ch

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Stellenmarkt | Impressum

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Für den Vollzug Vollzug des des Pflichtschutzraumbaus Pflichtschutzraumbaus gemäss gemäss den den Vorschriften Vorschriften von von Bund Bund und undKanton Kanton suchen 1. Juli oder nach kompetente Verstärkung durch eine/einen suchen wir wirper per 1. 2020 Juli 2020 oderVereinbarung nach Vereinbarung kompetente Verstärkung durch eine/einen

Architekt/in oder Bauingenieur/in Architekt/in oder Bauingenieur/in Schutzbauten 80-100% Schutzbauten 80-100%

Sie beraten unsere Kunden umfassend im Thema Pflichtschutzraumbau, vernehmlassen unterschiedlichste prüfen/genehmigen Schutzraumund Sie beraten unsereBaueingabeprojekte Kunden umfassend und im Thema Pflichtschutzraumbau, vernehmlassen Ersatzabgabeprojekte. Zudem organisieren und überwachen Sie die periodischen unterschiedlichste Baueingabeprojekte und prüfen/genehmigen Schutzraum- und Schutzraumkontrollen die Planung und Realisierung von Auch die Ersatzabgabeprojekte.sowie Zudem organisieren und überwachen SieUmbauten. die periodischen Zuweisungsplanung, das Ausgleichsgebietsverfahren sowie die Projektierung und Schutzraumkontrollen sowie die Planung und Realisierung von Umbauten. Auch die Ausführung der Erneuerungen von Schutzanlagen (Umnutzungen als öffentlicheund Zuweisungsplanung, das Ausgleichs-Gebiets-Verfahren sowie die Projektierung Schutzräume) zu Ihrem von vielseitigen Aufgabengebiet. Ausführung dergehört Erneuerungen Schutzanlagen (Umnutzungen als öffentliche

Kein Job von Kein Job von der Stange. der Stange. Berufung im Beruf.

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Interessiert? Weitere Informationen finden Sie unter: www.srz-jobs.ch Wir freuen uns über Ihr vollständiges Bewerbungsdossier per E-Mail an: bewerbung.srz@zuerich.ch Wir freuen uns über Ihr vollständiges Bewerbungsdossier per E-Mail an: bewerbung.srz@zuerich.ch

srz-jobs.ch

Erscheint wöchentlich, 40 Ausgaben pro Jahr ISSN-Nr. 1424-800X; 146. Jahrgang, verkaufte Auflage: 12 518 (WEMF-beglaubigt)

Adresse der Redaktion TEC21 – Schweizerische Bauzeitung Zweierstrasse 100, Postfach, 8036 Zürich Telefon 044 288 90 60, Fax 044 288 90 70 redaktion@tec21.ch, www.espazium.ch/tec21 Redaktion Judit Solt ( js), Chefredaktorin Doro Baumgartner (db), Redaktionssekretärin Nathalie Cajacob (nc), Co-Redaktionsleiterin espazium.ch Tina Cieslik (tc), Architektur/Innenarchitektur Daniela Dietsche (dd), Bauingenieurwesen/Verkehr Danielle Fischer (df), Architektur Laurent Guye (lg), Grafik und Layout Paul Knüsel (pk), Umwelt/Energie, stv. Chefredaktor Katrin Köller (kk), Grafik und Layout Franziska Quandt (fq), Architektur Christof Rostert (cr), Abschlussredaktor Hella Schindel (hs), Architektur/Innenarchitektur Antonio Sedda (as), Wettbewerbstabelle Peter Seitz (ps), Bauingenieurwesen Ulrich Stüssi (us), Bauingenieurwesen Anna-Lena Walther (alw), Leitung Grafik, Agenda

E-Mail-Adressen der Redaktionsmitglieder: Vorname.Nachname@tec21.ch TEC21 online www.espazium.ch/tec21 Herausgeber espazium – Der Verlag für Baukultur Zweierstrasse 100, 8003 Zürich Telefon 044 380 21 55, Fax 044 380 21 57 Katharina Schober, Verlagsleitung katharina.schober@espazium.ch Ariane Nübling, Assistenz ariane.nuebling@espazium.ch Martin Heller, Präsident

Korrespondenten Charles von Büren, Bautechnik/Design, bureau.cvb@bluewin.ch Lukas Denzler, Umwelt/natürliche Ressourcen, lukas.denzler@bluewin.ch Thomas Ekwall, Bauingenieurwesen, info@tekwall.ch Hansjörg Gadient, Architektur/Landschafts­ architektur, hj.gadient@bluewin.ch Clementine Hegner-van Rooden, Bauingenieurwesen, clementine@vanrooden.com Daniela Hochradl, HLKS, daniela.hochradl@adz.ch Dr. Lilian Pfaff, Architektur/USA, lpfaff@gmx.net Markus Schmid, Bauingenieurwesen, mactec21@gmail.com Redaktion SIA Verena Felber, Susanne Schnell, Ivo Vasella SIA, Selnau­strasse 16, Postfach, 8027 Zürich Telefon 044 283 15 15 E-Mail Vorname.Nachname@sia.ch HLK-Beratung Rüdiger Külpmann, Horw, Gebäudetechnik Grafisches Konzept Raffinerie AG für Gestaltung, Zürich Inserate Fachmedien, Zürichsee Werbe AG Seestrasse 86, 8712 Stäfa Telefon 044 928 56 11, Fax 044 928 56 00 info@fachmedien.ch, www.fachmedien.ch Druck Stämpfli AG, Bern Einzelbestellungen Stämpfli AG, Bern, Telefon 031 300 62 53 abonnemente@staempfli.com, Fr. 12.– | Euro 8.– (ohne Porto)

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TEC21 ist das offizielle Publikationsorgan des SIA. Die Fachbeiträge sind Publikationen und Positionen der Autoren und der Redaktion. Die Mitteilungen des SIA befinden sich jeweils in der Rubrik «SIA». Schweizerische Vereinigung Beratender Ingenieur-Unternehmungen, usic – www.usic.ch ETH-Alumni, Netzwerk der Absolventinnen und Absolventen der ETH Zürich – www.alumni.ethz.ch Bund Schweizer Architekten, BSA – www.bsa-fas.ch Fondation ACUBE – www.epflalumni.ch/fr/prets-dhonneur Nachdruck von Bild und Text, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und mit genauer Quellenangabe. Für unverlangt eingesandte Beiträge haftet die Redaktion nicht.


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Unvorhergesehenes

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Aufmarsch abgebrochen

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iel wären Polen und das Baltikum gewesen. 37 000 Soldaten und Soldatinnen mitsamt Gerät hätten verlegt werden sollen bei «Defender Europe 2020», der grössten NATO-Übung seit 25 Jahren. Ein bisschen Säbelrasseln vor Putins Mütterchen Russland, ein logistischer Mega-Aufwand. Obwohl – verglichen mit einem durchschnittlichen Reisewochenende zu Ferienbeginn sind 37 000 Menschen mitsamt Material ja nichts. Da drängen mehr Leute mit ihren Wohn­ anhängern, Töffs, Booten und Bikes in eine Richtung – noch dazu durch Nadel­öhre wie Gotthard oder Brenner. Und manches Wohnmobil erinnert durch seine Grösse durchaus an die

Gewichtsklasse von Panzern und schwerem Räumgerät. Der Tourismus braucht keine Übung, er ist immer Ernstfall und hat schon manchen Landstrich mit zivilen Mitteln plattgemacht. Defender wurde jedenfalls abgebrochen, findet nun verkleinert statt. Das winzige Virus aus China weist das grösste Militärbündnis der Welt in die Schranken, ja schlägt es in die Flucht. Mancher Staatsmann redet trotzdem von Krieg, jedoch gegen das Virus. Auch die zivilen Reisewellen in den Süden fielen aus. Italien ist zwar nun wieder bereisbar, aber könnte man die ­Urlauber nicht nach Osten um­leiten? Vielleicht mit «Peace» auf dem Wohnwagen – als Wink an Putin? •

Foto: Peter Seit z

Text: Peter Seitz


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Stellenmarkt

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K N E L L W O L F SPEZIALISTEN FÜR PLANUNG BAU IMMOBILIEN Für die Tiefbauabteilung unserer Gemeindeverwaltung suchen wir per 1. August 2020 oder nach Vereinbarung einen bzw. eine

Stv. Leiter(in) Tiefbauabteilung 80% bis 100% Ihre Aufgabenschwerpunkte In Zusammenarbeit mit dem Leiter Tiefbauabteilung und dem Team sind Sie für die Umsetzung der Projekte und Aufgaben in den Fachbereichen Strassenwesen, Abwasserbereich und öffentlicher Verkehr zuständig. Sie unterstützen die beauftragten Ingenieurbüros bei der Planung und Projektierung, erarbeiten Kreditanträge und Weisungen bzw. beleuchtende Berichte und begleiten Submissionen. Ihr Profil Sie verfügen über einen Fachhochschulabschluss Ingenieurwesen oder über eine tiefbautechnische Grundausbildung mit entsprechender fachlicher Weiterbildung (Techniker HF Bauführung Tiefbau oder dipl. Bauleiter). Ihre ausgewiesene und lösungsorientierte Projektleitungserfahrung konnten Sie bereits in vergleichbarer Position, idealerweise in einer öffentlichen Verwaltung, unter Beweis stellen. Ferner erwarten wir hohe Selbständigkeit, Verhandlungsgeschick, ein gutes Gespür im Umgang mit unterschiedlichen Kundenbedürfnissen und einen stilsicheren mündlichen und schriftlichen Ausdruck in deutscher Sprache. Eine lösungsorientierte, effiziente und exakte Arbeitsweise sowie ein teamorientiertes Zusammenarbeiten mit allen involvierten Personen, Verwaltungsabteilungen und Stellen runden Ihr Profil ab.

Verkauf oder Teilverkauf möglich

Unsere Auftraggeber sind die Inhaber eines Architekturbüros mit zwei strategisch günstig gelegenen Standorten im Kanton Thurgau. Die Eigentümer streben im Rahmen der Nachfolgeplanung an, das

Architekturbüro zu verkaufen

Weitere Informationen und Bewerbungsmodalitäten: Die detaillierte Stellenbeschreibung finden Sie auf unserer Website: www.stellenportal.meilen.ch. Zusätzliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne: Thomas Buchmüller, Leiter Tiefbauabteilung, Tel. 044 925 93 18.

Das finanziell gesunde und ertragsstarke Unternehmen mit qualifizierten Mitarbeitenden ist seit rund 30 Jahren erfolgreich tätig. Es generiert seine Projekte aus Direktaufträgen und führt auch Wettbewerbe durch. Das Büro verfügt somit über zahlreiche Referenzen und einen sehr guten Ruf im Markt. Wir wenden uns an interessierte Firmen oder auch ein kleineres Team, die sich beispielsweise geografisch verbreitern oder inhaltlich verstärken möchten. Interessiert? Dann rufen Sie Frau Claudia Willi für weitere Informationen und die Vereinbarung eines Termins an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme und garantieren absolute Diskretion.

Wir freuen uns über Ihre vollständige Bewerbung an Karin Bosshard, Personalleiterin, bitte ausschliesslich über unser elektronisches Bewerbungsportal.

Knellwolf + Partner AG – Zürich Bern St. Margrethen I T 044 311 41 60 I M 079 408 81 75 I claudia.willi@knellwolf.com I www.knellwolf.com

Wir bieten eine verantwortungsvolle, vielseitige Tätigkeit mit Gestaltungsspielraum und Entwicklungsmöglichkeit. Unterstützt werden Sie von einem qualifizierten und engagierten Team. Zudem profitieren Sie von zeitgemässen Anstellungskonditionen, attraktiven Weiterbildungsmöglichkeiten und einem Arbeitsplatz mit ausgezeichneter Anbindung an den öffentlichen Verkehr.

Wir schaffen Raum für baukulturellen Dialog.


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Ein Home Arbeitsplatz ist heutzutage für diejenigen, die von zu Hause aus arbeiten, unerlässlich, aber es kann auch sehr nützlich für diejenigen sein, die eine intime und private Ecke wünschen, um Ideen zu sortieren, sich dem Selbststudium zu widmen oder E-Mails zu checken. Ihr persönlicher Arbeitsplatz sollte Ihre Persönlichkeit widerspiegeln und gleichzeitig Ihre Kreativität oder Konzentration fördern, die in der Arbeitsumgebung von grundlegender Bedeutung sind. Dabei sollten jedoch Aspekte der Ergonomie und Ordnung nicht vernachlässigt werden. Lassen Sie sich von unseren Experten beraten!

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