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wir bauen vorwärts

C ase Study D ie neue Klinik Len gg , Z ür ic h – Ne uba u und Auf s t oc k u n g


wir bauen vor wär ts

Fotografie © Lucas Peters, Zürich Zeljko Gataric, Zürich


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D ie E P I baut für die Klinik L engg : Ein gemeinsamer Er folg

Die Schweizerische Epilepsie-Stiftung schaffte zusätzlichen Raum für die neue Klinik Lengg. Am 1. April 2014 wurde das neue Gebäude termingerecht in Betrieb genommen. Ein sichtbarer Erfolg für die EPI Stiftung und die Stiftung Zürcher Höhenkliniken, welche gemeinsam die Trägerschaft der Klinik Lengg für Epileptologie und Neurorehabilitation bilden. Die Klinik Lengg ist die erste Klinik für Neurorehabilitation in der Stadt Zürich. Sie führt die spezialisierten Leistungen des bisherigen EPI Spitalbereichs weiter. Mit den 40 neuen Betten für Neurorehabilitation wird dem längst bekannten Bedürfnis nach wohnortsnaher Rehabilitation entsprochen. Die Aufstockung des Hauptgebäudes um zwei Stockwerke und die Ausführung in Elementbauweise überzeugen. Dieses Vorgehen erlaubte eine rasche und kostengünstige Realisierung. Wer die neuen Räumlichkeiten betritt, schätzt die grosszügig bemessenen Patientenzimmer mit grossartigem Ausblick sowie die architektonisch gelungene Gestaltung des neuen Haupteingangs und der Therapieund Gemeinschaftsräume. Die grossen Fensterflächen geben den Blick ins Grüne frei. Es freut uns, dass die EPI Stiftung der Klinik Lengg einen attraktiven Neubau mitten im prächtigen Areal der EPI zur Verfügung stellen kann. Es hat sich bewährt, dass die EPI Stiftung als Bauherrin die Partnerstiftung von Anfang an in die Planung einbezogen hat. Eine prominent besetzte Jury wählte das Projekt der Darlington Meyer Architekten. Auch der Entscheid für eine

Ausführung durch die Firma ERNE erfolgte im Konsens beider Stiftungen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Bauarbeiten möchten wir dem Architekturbüro Darlington Meyer Architekten und der Firma ERNE für die ausgezeichnete Zusammenarbeit herzlich danken. Unser Dank geht auch an die weiteren Fachplaner sowie an die Immopro AG für die Bauherrenbegleitung. Ausdrücklich erwähnen möchten wir auch die engagierte Mitarbeit der internen Planungsteams. Die Ausführung aller Provisorien und Bauarbeiten während laufendem Betrieb stellte besonders hohe Anforderungen an die Mitarbeitenden und die Planung. Uns ist bewusst, dass das Bauprojekt für alle Betroffenen mit Lärmimmissionen verbunden war, welche trotz sorgfältiger Planung nicht zu vermeiden waren. Für die notwendige Flexibiliät und die konstruktive Grundhaltung aller Beteiligten möchten wir deshalb besonders danken. Auch die einwandfreie Kommunikation unter den Planern, der Totalunternehmung und dem Betrieb trug wesentlich zum Erfolg des Bauprojekts bei. Die EPI Stiftung ist stolz auf das neue Gebäude der Klinik Lengg und wünscht, dass sich sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Mitarbeitenden in den neuen Räumlichkeiten wohl fühlen. Dr. Thomas Wagner Dr. Christoph Pachlatko Präsident Schweizerische Direktor Schweizerische Epilepsie-Stiftung Epilepsie-Stiftung


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Au sgang slage

Anspruchsvolle Ziele wurden erreicht Die Klinik Lengg ist eine neurologische Spezialklinik für Menschen mit Epilepsie oder mit Bedarf einer neurologischen Rehabilitation. Die wesentliche Herausforderung des Bauprojekts bestand darin, die neuen Abteilungen für Neurorehabilitation betrieblich und räumlich mit dem bereits bestehenden EPI Spitalbereich zu verbinden. Es ging darum, Altes mit Neuem optimal zu verknüpfen. Der bekannte Architekt Bruno Giacometti erstellte das Hauptgebäude der EPI in den Jahren 1970 / 71. Die ur­ sprüngliche Planung sah vor, den flachen Trakt des Hauptgebäudes abzubrechen und ein neues, fünfstöckiges Gebäude zu errichten. Nach intensiven Abklärungen zum Umfang des Projekts und zu den Baukosten, entschied sich die Bauherrschaft dafür vorerst eine erste Etappe mit 24 Zweibettzimmern zu realisieren, und den flachen Trakt um zwei Stockwerke im Elementbau aufzustocken. Im Weiteren galt die Vorgabe, die Poliklinik der beiden Fachbereiche im Erdgeschoss anzuordnen und neue Räume für die Leistungen des bisherigen Zentrums für ambulante Rehabilitation (ZAR) einzurichten. In den beiden oberen Stockwerken sollten die grosszügigen Patientenzimmer für die Neurorehabilitation, die Therapieräume sowie die erweiterten Räume

für die Epilepsiediagnostik (Intensiv-Monitoring) Platz finden. Ausserdem sollte das Hauptgebäude einen neu gestalteten Eingangsbereich erhalten, wo eine offene, freundliche Reception die Patienten der Klinik Lengg sowie die Klientinnen und Besucher der ganzen EPI Stiftung empfängt. Eine besondere Herausforderung bestand darin, die beiden neuen Stockwerke an das bestehende, vierstöckige Klinikgebäude «anzudocken». Es versteht sich von selbst, dass der «Durchbruch» zu den bestehenden Abteilungen des EPI Spitalbereichs bei laufendem Betrieb mit einer ausserordentlichen Belastung verbunden war. Heute sind wir froh, dass diese schwierige Phase des Projekts dank vereinten Kräften bewältigt werden konnte. Die anspruchsvollen Ziele des Bauprojekts wurden erreicht. Dafür danken wir allen, die sich an der betrieblichen und baulichen Planung beteiligt und die termingerechte Inbetriebnahme der Klinik Lengg ermöglicht haben. Das Gebäude bietet sehr gute Voraussetzungen für eine hervorragende medizinische Behandlung der Patientinnen und Patienten. Dr. Christoph Pachlatko Direktor Schweizerische

Epilepsie-Stiftung

Thomas Straubhaar CEO Klinik Lengg AG


D a r l i n g t o n M e i e r A r c h i t e k t e n AG D i p l. A r c h i t e k t e n E T H BS A B a d e n e r s t r a s s e 337 8 0 03 Z ü r i c h Te l e fo n + 41 ( 0 ) 4 4 4 0 5 4 4 10 Te l e fa x + 41 ( 0 ) 4 4 4 0 5 4 4 11 a r c h i t e k t e n @ d a r l i n g to n m e i e r.c h

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Projek tb e schrieb de s A rchitek ten

Situation und Umgebung Der Erweiterungsbau der Klinik Lengg betont mit einer zweigeschossigen Aufstockung auf das bestehende, erdgeschossige Gebäude seine Bedeutung als zentrale Hauptadresse des gesamten Areals. Das neue Gesamtgebäude tritt hinter den parkplatzumsäumenden Bäumen nun deutlicher in Erscheinung und der neue, erweiterte Haupteingang bekommt eine hervorstehende Bedeutung. Durch den Umbau wurde zusätzlich der Blick zur Giacometti-Kirche und auf das alte Gründungshaus verbessert. Gebäudevolumen, architektonischer Ausdruck, Fassade Die zweigeschossige Aufstockung für die beiden neuen Stationen mit 40 Betten basiert mit Ausnahme des Haupteingangs auf dem Gebäudeumriss des Bestandes mit leichter Auskragung. Der architektonische Ausdruck lehnt sich an die bestehenden Gebäude an. Es wird zu einem neuen Ganzen weitergebaut, mit deutlicher Gliederung in Sockel- und Überbau. Die gewählte zurückhaltende Materialisierung steht im Dialog zu seiner Umgebung, insbesondere den prägenden Bauten von Bruno Giacometti. Die Fassade entwickelt sich aus den Zimmergrundrissen und deren Befensterung. Bandfenster mit einem Rhythmus aus grossen, tiefen Festverglasungen, schmalen Fensterflügeln und deren springenden Fensterbänken gliedern das Volumen. Mit einer eigenständigen Mäanderlochung in der Metallfassade wird dem Haus eine freundliche, wohnlich anmutende Atmosphäre verliehen, die silberne Farbgebung setzt sich mit zurückhaltender Eleganz vom Bestand ab. Haus, Organisation Die Klinik wird über die neue, grosszügig gestaltete Eingangshalle betreten. Besucher werden über den Empfangsbereich in die Abteilungen der beiden erdgeschossigen Gebäudeflügel und über die neue Vertikalerschliessung in die Stationen der Obergeschosse geführt.

Der Aufstockung liegt eine einfache und übersichtliche Organisation zugrunde. Alle Patientenzimmer sind an der Aussenfassade ausgerichtet und verfügen über Fernsicht. Die Therapie-, Büro- und Nebenräume sind hofseitig angeordnet, teils mit lichtdurchlässigen inneren Fassaden zu den Korridoren. Alle inneren Korridore haben Tageslicht. Aufbauend auf der bestehenden Gebäudestruktur wurden die Patientenzimmer im Neubau mit gegenüberliegender Bettenposition mit entsprechend hoher Aufenthaltsqualität konzipiert. Im ersten Obergeschoss des neuen Nordflügels befinden sich gemeinsame Therapieräume und im zweiten Obergeschoss die neue, erweiterte Intensiv-Monitoring-Abteilung im direkten Anschluss an den bestehenden Hochbau. Anschluss und Sanierung der bestehenden Gebäude Die Aufstockung sowie der Bestand wurden volumetrisch zu einem Gebäude zusammengefasst. Die Obergeschosse übernehmen schwellenlos die Geschosshöhen des bestehenden Hochbaus. Eine Treppenanlage im bestehenden Hochbau wurde ersetzt und führt neu bis in das Erdgeschoss. Weitere Eingriffe in den Bestand resultieren aus den erforderlichen Durchbrüchen zum Neubau und der Umnutzung der alten Intensiv-Monitoring-Abteilung. Das bestehende Erdgeschoss bleibt mit den Polikliniken, der EEG-Abteilung, der Neuropsychologieabteilung und den Technik- und Lagerflächen in seiner Struktur und Nutzung erhalten. Zusätzlich hat man in die bestehende Struktur neue Nutzungen wie Therapie, Verwaltung und Garderoben integriert. Aufgrund statischer Anforderungen der verdreifachten neuen Gebäudehöhe, der Leitungsführung, der Vertikalerschliessung als auch der feuerpolizeilichen Auflagen wurde die Struktur statisch massiv verstärkt. Aussenstützen wurden zu einem grossen Anteil reprofiliert und das Gebäude zusammen mit einer eigenständigen Stahlkonstruktion im Innenhof erdbebentechnisch ertüchtigt.


vo n l i n k s o b e n n a c h r e c h t s u n t e n •

Vo r g e fe r t i g t e s R a h m e n - El e m e nt i n St a h l - L e i c ht b a u

E R N E AG H o l z b a u We r k s t r a s s e 3

R a h m e n m o nt a g e d e r St a h l - L e i c ht b a u - D e c ke n

5 0 8 0 L a u fe n b u r g

B r a n d s c h u t z - B e p l a n ku n g d e r Wa n d e l e m e nt e

Te l e fo n + 41 6 2 8 69 81 81

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i n fo @ e r n e.n e t w w w.e r n e.n e t

B au system

Die ERNE AG Holzbau ist seit 45 Jahren im Holz-Elementbau tätig und verfügt über langjährige Erfahrung im HolzModul- und Stahlleichtbau. Die neuartige Elementbauweise in einem kombinierten Holz / Stahlleichtbausystem erfüllt die hohen Anforderungen nach Leichtigkeit und Schnelligkeit sowie des Schall- und Brandschutzes. Hier haben die Ingenieure der ERNE ein hervorragendes System entwickelt. Für eine solche Aufstockung ist oft ein Lastverteilrost aus Stahl notwendig, um die neuen Grundrisse freier zu gestalten und die Erdbebenkräfte abzuleiten. Durch dieses Holz / Stahlleichtbausystem wurde die Realisation auf dem Bestand des Gebäudes 27 der EPI überhaupt erst möglich. Um die knappe Planungs- und Realisierungszeit einzuhalten, wurde das Projekt im 3D-Modell geplant. Auch die Elemente mit Stahlleichtbauprofilen

wurden bei ERNE direkt aus dem CAD System auf einem kontrollierten CNC Bearbeitungszentrum gefertigt. So waren Masshaltigkeit und Qualität für eine reibungslose Montage gegeben. Im Element wurden die entzündlichen Holzständer durch nichtbrennbare Stahlleichtbauprofile ersetzt und im Werk mit allen Ausschnitten und Einlagen vorgefertigt. Sie wurden in gleicher Weise wie im Holzbau als flaches Wand- oder Deckenelement auf der Baustelle montiert. Die Fassade, die Holz / Metallfenster und die gesamten Schreinerarbeiten wurden im Team entwickelt und von den eigenen ERNE-Betrieben geliefert und montiert. Dass die Gebäudestruktur nur die Hälfte an Masse eines Massivgebäudes besitzt, merkt man beim Betreten der Räume nicht.


E R N E AG H o l z b a u We r k s t r a s s e 3

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5 0 8 0 L a u fe n b u r g Te l e fo n + 41 6 2 8 69 81 81 i n fo @ e r n e.n e t w w w.e r n e.n e t

Reali sierung

ERNE wurde als Totalunternehmen (TU) gewählt, da sie über eine hohe Eigenleistung und grosse Kompetenz im Elementbau in Holz- und Stahlleichtbau verfügt. Die kurzen Wege zwischen Bauherr und Nutzer, Architekt und TU mit Ausführenden waren für die rasche Planung elementar wichtig. So gab es keine weiteren Zwischeninstanzen innerhalb des TU in den Hauptgewerken. Damit das Bauprojekt innerhalb von 14 Monaten und unter Einhaltung des Bauvolumens von CHF 27 Mio. fertig gestellt werden konnte, hat man sich für den Einsatz von Fertigelementen entschieden, was die Bauzeit erheblich verkürzte. Die Sanierung der Gebäude 27 und 28 unter laufendem Betrieb stellte eine grosse Herausforderung dar. Das Ausmass der Eingriffe in die Tragstruktur aber auch in die Wasserversorgung und die dadurch entstehenden Belastungen wie Lärm, Schmutz, Ausfallzeiten und längere Wege waren nur in enger Abstimmung mit Pflege und Ärzten zu planen und umzusetzen. Für die Steuerung und

Organisation der Bauabläufe, überzeugte ERNE durch ihre Projektleitungskompetenz und informierte die EPI zuverlässig über alle Schritte. Die Liegenschaftsverwaltung der EPI schaffte auf dem Gelände Rochadeflächen für Büro, Tagesklinik und Therapie. Ausserdem wurde für die EEG-Untersuchungsräume kurzfristig ein Provisorium aus der Mietflotte des TU bereit gestellt. Allfällige Einschränkungen für die Mitarbeitenden wurden rechtzeitig und offen dargestellt. Jeder Raum war mit einem Massnahmenplan versehen, der die Verfügbarkeit und Eingriffstiefe beschrieb. Mitarbeitende wussten so jederzeit, wann der eigene Raum von Baumassnahmen betroffen war. In der speziell dazu eingerichteten wöchentlichen Bausprechstunde wurde umfassend über die Bautätigkeit informiert. Diese proaktive Kommunikation sorgte für eine breite Akzeptanz, sowohl bei den Mitarbeitenden wie auch bei Patienten und war ein wichtiger Baustein für den Erfolg der ganzen Baumassnahme.

Zeitplan F e b. Vorprojek t Auf t ag an E R N E als T U Planung Vorb ereitung / Sanierung N eubau Eingang Pro duk tion Elemente Mont age Elemente Au sbau I nb etriebnahmen Eröf fnung 01.0 4 . 2014 T U - L ei stungen E R N E 21 Monate

April

2 0 12 Juni Aug.

Okt.

Dez.

F e b.

April

2 0 13 Juni Aug.

Okt.

Dez.

2 0 14 F e b. A p r i l


D r. L ü c h i n g e r + M e ye r B a u i n g e n i e u r e AG L i m m a t s t r a s s e 275 80 05 Zürich Te l e fo n + 41 ( 0 ) 4 4 421 43 0 0 Te l e fa x + 41 ( 0 ) 4 4 421 43 01 w w w.l u e c h i n g e r m e y e r.c h

B auingenieure «D r. Lüchinger + M eyer »

Auch durch die Aufstockung in Stahlleichtbauweise wird der Bestand wesentlich stärker belastet. Einerseits muss die Struktur um 70 % höhere Vertikallasten abtragen, andererseits werden die horizontalen Lasten aus der Erdbebeneinwirkung massiv erhöht. Aus diesem Grund wurde vor der Errichtung der Aufstockung die bestehende Tragstruktur verstärkt. Eine Aufstockung in massiver Bauweise war nicht möglich. Nachrechnungen zeigten, dass 60 % der Fassadenstützen keine Tragreserven hatten, und somit ersetzt werden mussten. Die Stützen wurden mit Wasserhöchstdruck abgetragen und vollständig neu einbetoniert. Neben der Abtragung der vertikalen Lasten wurde der Erdbebeneinwirkung besondere Beachtung geschenkt. Durch die zusätzlichen Lasten und die vergrösserte Gebäudehöhe müssen massiv erhöhte Erdbebenlasten abgetragen wer-

den. Da die unteren Geschosse während den Arbeiten in Betrieb blieben, konnten keine Verstärkungen im Innenraum erstellt werden. Aus diesem Grund wurde die Idee mit einer externen Verstärkung verfolgt. Im Innenhof wurde dazu eine Stahlkonstruktion entworfen, welche die oberen bestehenden Decken untereinander und mit der Fundation verbinden. Nach der Verstärkung des Bestandes wurde ein Stahlrost auf der oberen Decke montiert. Dieser übernimmt die Geometrie der neuen Geschosse und überträgt deren Lasten auf die bestehende Struktur. Zwei neue Treppenhaustürme in Sichtbetonqualität ergänzen das Gebäude. Beim neuen Haupteingang entstand eine Treppenanlage mit einer Rampenkonstruktion und einem grosszügigen Vordach. Die gesamte Konstruktion wurde in Sichtbeton und mit einer anspruchsvollen Geometrie erstellt.


vo n l i n k s n a c h r e c h t s •

Ei n g a n g s b e r e i c h a u s S i c ht b e to n

Er d b e b e n - A u s s t e i f f u n g i m I n n e n h o f

L e i t u n g s f ü h r u n g Ko r r i d o r

Ent w ä s s e r u n g s l e i t u n g e n St a h l r o s t- H o h l r a u m

D e t a i l H e i z kö r p e r a n s c h l u s s A u s s e n fa s s a d e

R M B E n g i n e e r i n g AG Te c h n o p a r k s t r a s s e 1 80 05 Zürich Te l e fo n + 41 4 4 4 0 6 8 0 20 Te l e fa x + 41 4 4 4 0 6 8 0 21 i n fo @ r m b.c h

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HLK S - I ngenieure « RMB Engine ering AG »

Heizung / Lüftung / Sanitär / Medizinalgase Die Energie zur Beheizung der zwei zusätzlichen Stockwerke erfolgt ab der bestehenden Heizzentrale und wird über Heizkörper an die neuen Räume abgegeben. Eine Lüftungsanlage sorgt für ausreichend Frischluft in allen gefangenen Räume. Um den Intensiv-Monitorbereich und die Technikräume zu klimatisieren, wurde eine neue Kältemaschine mit Rückkühler eingebaut. Das Wasserversorgungs- und Entsorgungsnetz wurde im ganzen Gebäude (auch Untergeschosse) ersetzt. Die Versorgung mit Druckluft und Sauerstoff erfolgt ab den jeweils neu erstellten Zentralen bis zu den entsprechenden Zapfstellen. Integration Entwässerung in den Stahlrost Aus statischen Gründen und um das Bodenniveau der Aufstockung dem bestehenden Gebäude anzugleichen, wurde unterhalb der Aufstockungselemente ein Stahlrost von ca. 60 cm Höhe eingebaut. Aufgrund der Trägerdichte, der Zugänglichkeit und den Brandschutzauflagen wird der Zwischenraum nicht genutzt. Für die Entwässerungsleitungen gab es aber keine andere Möglichkeit, als diese in die Stahlebene zu integrieren. Weil die Entwässerungs-Anschlusspunkte in den Wänden lagen und dementsprechend auch auf den Auflagepunkten der Stahlträger, mussten 20 Stahl-

auswechslungen eingebaut werden. Die Koordination der Leitungen mit Anschlusspunkten nach oben und unten, die Berücksichtigung der Trägerdurchdringung und die architektonischen Ansprüche verlangten vom Projektteam einige Kompromisse. In Zusammenarbeit mit der Feuerpolizei wurde die Möglichkeit von Gussleitungen mit spezieller Isolation der Dachwasserleitungen geprüft und nach erfolgter Bestätigung entsprechend umgesetzt. Detaillösungen Heizung in der Brüstung Die Architekten stellten hohe Anforderungen an die ästhetische Gestaltung der Innenansicht der Aussen- wie auch der Innenhoffassade. So wurde die gesamte Heizungsinstallation der Aussenfassade in die Brüstung integriert und benötigt inklusive Befestigung und Anschlussleitungen ca. 14 × 14 cm Platz. Um den Zugang für Montage und Wartung zu prüfen, wurde vorab ein 1:1 Rohrleitungsmuster erstellt. Bei der Innenhoffassade dienen die entsprechenden Konsolen der Heizkörper als Bank oder Ablagefläche. Die Leitungsführung und ein Elektrokanal wurden in den Brüstungssockel integriert. Alle Gewerke vom Schreiner über die Elektro- und Heizungsunternehmer – wussten den vorgesehenen Platz optimal zu nutzen.


«Ein Neu- bzw. Umbau bringt für alle Betroffenen einige Veränderungen mit sich. Zeitweilige Einschränkungen, etwa durch Baulärm lassen sich dadurch natürlich nicht vermeiden. Umso schöner ist es jetzt, an einem modernen, grosszügigen und transparenten Arbeitsplatz unsere Patienten, Besucher und Mitarbeitenden wieder mit Stolz zu empfangen.» Rebecca Sahlmann Leiterin Reception


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«Als Projektleiter der Bauherrschaft war ich der Ansprechpartner für die Bauleitung und die Mitarbeitenden der Klinik Lengg. Ich erlebte die Bauzeit mit allen positiven und negativen Seiten sehr intensiv mit. Die Koordination der ganzen Umzüge und Rochaden wie auch die Einrichtung der neuen Klinik waren herausfordernd. Dennoch haben die proaktive Kommunikation von ERNE und die enge Zusammenarbeit immer zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung geführt.» Matthias Zehnder Sicherheitsbeauftragter


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«Ein derart komplexes Um-, Aus- und Neubauprojekt unter laufendem Betrieb stellte alle Beteiligten und Betroffenen vor sehr grosse Herausforderungen. Als Schnittstelle ‹Bau› und ‹Betrieb› galt es meinerseits zeitweise auch sehr gegensätzliche Interessen zu berücksichtigen. Ich schätze mich glücklich sagen zu können, dass das Bau-Projekt mit ERNE auf einem qualitativ hohem Niveau und innerhalb des Kostendaches gelungen ist.» Heinz Vögeli Leiter Technischer Dienst und Liegenschaftenverwaltung


Verant wor tliche für da s B auprojek t der Klinik L engg

Planungsgruppe / Baukommission Mitglieder

Dr. Thomas Wagner, Vorsitz Andreas Mühlemann Dr. Thomas Kehl Dr. Christoph Pachlatko Dr. Christiane Roth (bis Juni 2013)

Präsident Schweizerische Epilepsie-Stiftung Präsident Stiftung Zürcher Höhenkliniken CEO Stiftung Zürcher Höhenkliniken Direktor Schweizerische Epilepsie-Stiftung Mitglied Stiftungsrat Schweizerische Epilepsie-Stiftung

Beratend

Martin Bieri Tiziano Menghini Thomas Straubhaar Heinz Vögeli

Leiter Stiftungsfinanzen Schweizerische Epilepsie-Stiftung Baubegleiter, Immopro AG CEO Klinik Lengg AG Leiter Technischer Dienst und Liegenschaftsverwaltung Schweizerische Epilepsie-Stiftung

Betrieb Rudi Grasern Thomas Grunwald Barbara Gubler (bis März 2014) Roberto Keller Paul van Loon (bis April 2014) Tiziano Menghini Martin Odermatt Daniel Pauli (bis Juni 2013) Christian Sturzenegger Roland Suter Matthias Zehnder

Leiter Hotellerie, Stv. Leiter Zentrale Dienste Schweizerische Epilepsie-Stiftung Med. Direktor Schweizerisches Epilepsie-Zentrum der Klinik Lengg Leiterin med. Therapien Klinik Lengg Spitalfachplaner, Leiter Nutzergruppe Betrieb Leiter Pflege Klinik Lengg Baubegleiter, Immopro AG Leiter Zentrale Dienste Schweizerische Epilepsie-Stiftung Spitalfachplaner, Leiter Nutzergruppe Betrieb Med. Direktor Zentrum für Neurorehabilitation der Klink Lengg Projektleiter, Technischer Dienst Schweizerische Epilepsie-Stiftung Technischer Dienst, Sicherheitsbeauftragter Schweizerische Epilepsie-Stiftung

Planung und Ausführung Mark Darlington Stefan Hägi Natasa Radulovic Bernd-Matthias Riemer Henning Schünke

Leiter Planung, Darlington Meier Architekten AG Projektleiter TU, ERNE AG Holzbau Stv. Leiterin Planung, Darlington Meier Architekten AG Kundenberater TU, ERNE AG Holzbau Gesamt-Projektleiter TU, ERNE AG Holzbau


Bauherr schaf t

Schweizerische Epilepsie -Stif tung Bleulerstrasse 60 8 0 0 8 Zürich T + 41 4 4 387 61 11 w w w.swissepi.ch

Nut zer

Klinik Lengg AG Bleulerstrasse 60 8 0 0 8 Zürich T + 41 4 4 387 67 67 w w w.kliniklengg.ch

Totalunternehmerin

ERN E AG Holzbau Werk strasse 3 50 8 0 L aufenburg T + 41 62 869 81 81 info @ erne.net w w w.erne.net

Leitung Planung

Darlington Meier Architekten AG Badenerstr. 337a 8 0 03 Zürich T + 41 4 4 4 05 4 4 10 architekten @ darlingtonmeier.ch w w w.darlingtonmeier.ch

ER NE AG Ho l z ba u

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