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JubiläumsFestschrift 100 Jahre

Herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Bestehen.

1909

2009

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Okel und Umgegend e.V.


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100 Jahre RuF Okel

Inhalt

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Vorworte Turnier- und Festprogramm

Reit-

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100 JAHRE 1909 - 2009

Impressum: Jubiläums Festschrift 2009 Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. Redaktion: Helmut Neddermann Hermann Greve, Archivar der Stadt Syke, gilt ein großer Dank für seine Mithilfe bei der Sicherung historischer Nachweise der Geschichte des Reit- und Fahrverein Okel Texte: Helmut Neddermann Alke Martsch Aleena-Kristin Kruhl Andreas Greimann Manfred Wohlers Berthold Quebbemann Fotos und Bilder: Vereinsmitglieder Archiv Stadt Syke Kreiszeitung Syke Manfred Guske Uenzen Gesamtherstellung: Printhaus Druck GmbH, Syke

Chronik 1909-1920 1921-1931 1931-1940 1941-1950 1951-1960 1961-1970 1971-1980 1981-1990 1991-2000 2001-2009 Presserückschau Turnierärzte Sparten Fahren Westernreiten Reiter-Jugend Voltigieren Reiten Förder- und Ehrenmitglieder

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100 Jahre RuF Okel

Grußwort des Vereinsvorsitzenden Liebe Freunde und Förderer des Pferdesports, eine der schönsten, vertrauensvollsten und individuellsten Sportarten ist der Pferdesport durch die enge Verbindung zwischen Mensch und Tier. Die ersten pferdeähnlichen Rassen entstanden vor rund 60 Millionen Jahren durch die jeweilige Umgebung und durch die natürliche Verwandtschaft der einzelnen Pferdegruppen, in bestimmten Kontinenten, insbesondere Nordamerika und Europa. Die Geschichte verweist auf die Entstehung des Eohippus bis zum Epuus, dem heutigen Pferd. Erst durch den Eingriff des Menschen wurde die Entwicklung des Pferdes maßgeblich durch die Zucht beeinflusst, welche der Grundstein der heutigen Zuchtgebiete ist. Ursprung aller ca 160 Pferderassen der Welt sind der Araber, der nordafrikanische Berber und der Andalusier, woraus der Vollblüter entstand. So ist neben den sportlichen Facetten unseres Vereines die Zucht nicht mehr wegzudenken; einige unserer Senioren, welche vor Jahren noch selbst aktiv im Sattel saßen, widmen sich heute vorrangig der (hannoverschen) Pferdezucht. Es ist schon ein bemerkenswert erfreulicher Moment, wenn überwiegend unsere älteren Mitglieder mit einem „Funkeln in den Augen“ vor Freude berichten, du, „eek häb hüt Nacht een Stutfohlen kreegen“! So verweisen viele unserer Vereinsmitglieder durch eine gelungene Zucht auf eine erfolgreiche Teilnahme selbst gezogener Pferde im Turniersport. Nicht ohne Grund gehört der Kreis Diepholz zum pferdereichsten Gebiet Niedersachsens. Mit anderen Worten: ohne Pferde kein Reitverein ! Äußerst erfreulich ist die Tatsache, dass der Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. nunmehr auf sein 100 jähriges Bestehen zurückblicken kann. Dank einiger mutiger Gutsbesitzer, Landwirte, Kaufleute und Pferdefreunde wurde im Jahr 1909 der Okeler Rennverein gegründet; erst in späteren Jahren (1927) wurde er zum Reit- und Fahrverein umbenannt; mehr möchte ich an dieser Stelle nicht berichten, denn es erwartet Sie, liebe Leser, auf den kommenden Seiten eine sehr ausführliche Chronik zur Vereinsgeschichte ! Heute sind wir stolz, mehr als 230 Mitglieder, mit nach wie vor steigender Tendenz, vorweisen zu können. Unser Vereinsleben ist geprägt durch einen gesunden Mix sportlicher Aktivitäten, viel Geselligkeit und eine funktionierende Kameradschaft von Jung bis Alt. Dieses erreichen wir durch den sportlichen Ehrgeiz und der notwendigen Teambereitschaft, aber vorrangig durch die Freude mit unseren Vierbeinern. Federführend hierbei ist das aktive Team aller ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder, welches uneingeschränkt ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft erbringt, die vielen Interessen und Wünsche unserer Vereinsmitglieder zu realisieren. Nicht zuletzt ist es dem RuF Okel durch den unermüdlichen Einsatz vieler arbeitswilliger Mitglieder gelungen, eine über die Grenzen Diepholz hinaus bekannte Sportanlage auf die Beine zu stellen, welche ihres gleichen sucht. Unsere Bestätigung hierfür erhalten wir Jahr für Jahr durch die Teilnahme überregionaler Sportler an den zahlreichen Turnier-veranstaltungen. Sicherlich ist die Reiterei die älteste Sparte unseres Vereins, gefolgt vom Fahrsport. Äußerst großen Wert legen wir auf die Förderung unserer jüngsten Mitglieder, den „Kiddi`s“; so bieten wir eine Ponyakademie für Reitanfänger auf vereinseigenen Schulpferden und ermöglichen einer Vielzahl von Kindern, erste Berührungen mit dem Lebewesen „Pferd“ beim Voltigieren zu erhaschen. Nach absolviertem Basispass sind dann die Voraussetzungen für viele Sprösslinge gegeben, erste Turnierluft zu schnuppern. Unsere Sparte Voltigieren ist zweifelsohne der Bereich mit der größten Nachfrage, den meisten Aktiven und somit auch den größten Turniererfolgen. Durch den Beitritts einiger Sportler(innen) mit Cowboyhut und Lederchaps, wurde durch viel Engagement die Sparte „Westernreiten“ neu ins Leben gerufen; Dank der großen Zuspruchs ist diese Sparte im Aufwärtstrend, welches uns veranlasste, bereits 2 Westerturniere erfolgreich durchzuführen. Vielversprechend ist die Gruppe der Gespannfahrer (innen), welche sich jährlich über neuen Zuwachs erfreut; dieses erreichen wir nicht zuletzt durch eine Vielzahl von Unternehmungen und die über Landesgrenzen hinaus bekannten Fahrsportturniere auf unserer modernen Vereinsanlage. Details zu den jeweiligen Sparten erwarten Sie ebenfalls auf den nachfolgenden Seiten. Mein besonderer Dank gilt an erster Stelle unseren Vierbeinern, welche uns den Sport überhaupt ermöglichen; ferner allen aktiven, passiven und ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern (innen), unserem Vorstandsteam, den vielen bereitwilligen Sponsoren, aber auch den vielen Helfern, welche zum Gelingen der vielen Aktivitäten beitragen ! Inbegriffen derjenigen, welche zur Erstellung dieser Festschrift einen überdurchschnittlichen Einsatz leisteten. Abschließend wünsche ich unserem Reit- und Fahrverein Okel, dass sich die Geschicke noch über viele Generationen fortsetzen lassen und dabei immer im Vordergrund steht, das Vertrauen unseres „Partners“ Pferd niemals zu missbrauchen !

Andreas Greimann 1. Vorsitzender

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100 Jahre RuF Okel

Grußwort der Stadt Syke Ein wunderbares Ereignis ist es, einem 100-jährigen Reitverein zu seinem Geburtstag gratulieren zu können. Denn Geschichte wurde geschrieben mit dem Freund des Menschen. Faszinierend ist die Entwicklungsgeschichte der Gattung Equus, dem Pferd: Die Domestikation begann wahrscheinlich ca. 9.000 v. Chr. im nördlichen Irak, und der griechische Geschichtsschreiber Herodot (484 v. Chr.) berichtet über das persische Reich und den König Satrap von Assyrien im alttestamentarischen Land, dass dieser ein Gestüt mit 16.000 Stuten und 800 Hengsten besaß. Zu Kaisers Zeiten hatte das Pferd eine zentrale Bedeutung: über 4 Millionen Tiere in der Landwirtschaft, im Transport und Militär. Heute zählen wir über eine Million Pferde und Ponys. Pferdehaltung, Zucht, Freizeitreiterei und Pferdesport sind in Deutschland längst nicht mehr nur Liebhaberei und Freizeitvergnügen. Pferde und Reitsport stellen längst in unserem Land einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor dar. Es ist ein Verdienst des Chronisten, Herrn Helmut Neddermann, der in seinem fesselnden Bericht die ereignisreichen Jahre der Vereinsgeschichte zusammengetragen hat. Da waren die seit 1909 veranstalteten „Okeler Rennen“, die sich sehr schnell zu Volksfesten entwickelten und Tausende Besucher anzogen. Aber auch schwere Zeiten mussten gemeistert werden. Zupackende Menschen waren nach dem ersten und zweiten Weltkrieg zur Stelle, damit die Geschicke des Reit- und Fahrvereines wieder in die rechte Spur gelenkt wurden. Ein besonderes Ereignis war der Bau einer eigenen Reithalle, eine allseits anerkannte Leistung, getragen vom Verein, mit Unterstützung der Kommune und vieler Sponsoren. Und mit Stolz kann der Verein auf viele sportliche Erfolge blicken: Herausragend sind die Leistungen von Alke Meyer mit ihrem Pony Speedy als Deutsche Meisterin und ihrem Pferd Salem als Europameisterin der jungen Reiter in der Vielseitigkeit 1984. Es lohnt sich, die Chronik zu studieren. Dieses 100-jährige Reitsport-Engagement vieler Generationen ist ein Beweis gelebter Tradition: Freude und Harmonie mit dem Freund des Menschen, dem Pferd, und Zusammenhalt in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Das Turnier des Reit- und Fahrvereins Okel ist immer ein Highlight für die Freunde des Pferdesportes. „Die Liebe zum Pferd und Reitsport, aber auch die Verbundenheit mit familiärer Note, das bäuerliche Element mit den Gästen aus Stadt und Land bestimmen die Atmosphäre der repräsentativen Veranstaltung“. Dieses Zitat zum 50-jährigen Jubiläum gilt auch heute noch für die reitsportbegeisterten Okeler. Herzliche Gratulation vom Rat und Verwaltung der Stadt Syke dem Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. und ich wünsche eine weiterhin erfolgreiche Vereinsarbeit mit vielen sportlichen Erfolgen und Eurem Sport eine hohe Wertschätzung und Anerkennung.

Dr. Harald Behrens Bürgermeister

Grußwort des Ortsrates Okel Der Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. blickt in diesem Jahr auf sein 100jähriges Bestehen zurück. Ein Jubiläum, zu dem ich im Namen des Ortsrates Okel und im Namen unserer Okeler Bevölkerung ganz herzlich gratuliere. Ein Hundertjähriger Geburtstag, und ganz besonders 100 Jahre Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend, ist ein Tag, an dem wir alle mit Freude und Stolz auf eine eindrucksvolle und einzigartige Erfolgsgeschichte der Reiterei und des Reitsports in unserem Ort Okel zurückblicken können. Eine Erfolgsgeschichte, die 1909 mit der Gründung des „Renn- Verein zu Okel“ zur Hebung der Pferdzucht und der Reitkunst begann, und die dank des großen Engagements von Pferdebegeisterten aus Okel und den Nachbarorten dazu führte, dass der Verein heute ein weit über die Grenzen Okels, anerkanntes Zentrum des Reit- und Fahrsports ist. Platzierungen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene, auf Deutschen und Europameisterschaften sind für die erfolgreiche Vereinsarbeit in Okel ebenso kennzeichnend, wie die Arbeit im Freizeit- und Breitensport. Modern und zukunftsorientiert hat der Verein in den letzten Jahren seine Reit- und Fahrsportanlage neu gestaltet, auf der heute auch überregionale Turniere durchgeführt werden, und damit optimale Voraussetzungen für die breite Palette von Dressur-, Spring- und Ponyreiten, für Westernreiter, Voltigierer und Gespannfahrer geschaffen. Der Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend hat damit allen Anlass, sein Jubiläum mit Freude und großem Stolz zu feiern. Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern und Förderern des Vereins für das großartige Engagement in den vergangenen Hundert Jahren. Ich wünsche der Jubiläumsveranstaltung einen erfolgreichen Verlauf und dem Reit- und Fahrverein Okel für seine Zukunft alles Gute und eine weiterhin so positive und erfolgreiche Entwicklung.

Jürgen Schmock Ortsbürgermeister

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100 Jahre RuF Okel

Grußwort des Pferdesportverbandes Hannover e.V. Der Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. feiert sein 100jähriges Bestehen! Damit gehört er zu den ältesten Vereinen unseres Verbandsgebietes.

Herzlichen Glückwunsch! In den 100 Jahren hat der Verein sicherlich neben vielen interessanten und schönen Dingen auch einige Höhen und Tiefen überwinden müssen, denn immerhin fallen die zwei Weltkriege, die Nachkriegszeit mit dem drastischen Rückgang der Pferde in seine Zeit. Aber: Okel ist ein gesunder Verein, der mit viel Ehrenamt alle Sparten unseres schönen Sportes bedient: Reiten, Fahren – wird besonders groß geschrieben – Voltigieren, Westernreiten- und Breitensport – d.h. besondere Förderung der Jugend und damit der Basis! Der Verein verfügt inzwischen über eine Anlage, die sich für die Durchführung von Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften eignet. Die vielfältigen Veranstaltungen, die alljährlich durchgeführt werden, sind nur durch den Einsatz vieler freiwilliger Helfer möglich. Daher unserer besonderer Dank und Anerkennung, dass auch noch zusätzlich eine große Feier zum 100jährigen organisiert wird. Veranstaltungen – besonders auch die an der Basis – sind notwendig, um dem Nachwuchs eine Chance zu geben, seine Pferde vorzustellen und ihren zahlreichen Vorbildern nachzueifern. Damit wird die Jugend motiviert den Leistungssport zu betreiben, damit wir auch morgen wieder Reiterinnen wie Meredith Michaels-Beerbaum, ihren Mann Markus und Olympiasiegerin Heike Kemmer in unserem schönen Niedersachsen haben. Wir wünschen dem Verein noch viele herausragende Veranstaltungen, weiter so schöne Erfolge in seiner Vereinsarbeit. Wir wünschen immer gesunde Pferde im Stall und viel Jugend – ohne die es nicht vorangehen kann – wir wünschen dem Reitund Fahrverein Okel Vereinsmitglieder, die ihren ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen, und die falls es einmal notwendig sein sollte, die Ärmel aufkrempeln und mithelfen, Probleme aus der Welt zu schaffen! Viel Glück für nächsten 25 –50 – 75 Jahre!

Grußwort des KPSV Diepholz e.V. Liebe Freunde des Pferdesports, der Kreispferdesportverband Diepholz e.V. übermittelt Euch seine herzlichsten Glückwünsche zum 100jährigen Bestehen Eures Reit- und Fahrverein Okel e.V. Wir sind stolz, einen Verein mit einer so langen Historie in den Reihen des Kreispferdesportverbandes Diepholz zu haben. Über Generationen hat sich Euer Verein entwickelt und gehört mit zu den ältesten im Landkreis Diepholz. Wir begrüßen es, dass alle Sparten des Pferdesports in Okel vereint sind. Der Dressur- und Springsport, die Voltigierer, die Fahrer sowie das Western- und Freizeitreiten haben sich auf dem Areal an der Okeler Strasse etabliert. Wir freuen uns sehr darüber, dass der Reit- und Fahrverein Okel in seinem Jubiläumsjahr als Ausrichter zu unseren Titelkämpfen um die Kreismeisterschaft im Reiten und Fahren zur Verfügung steht. Der Kreispferdesportverband Diepholz e.V. wünscht Okel ein erfolgreiches Jubiläumsjahr und viel Schwung und Ideen für den nächsten Abschnitt seiner Vereinsgeschichte.

Kreispferdesportverband Diepholz e.V. 1.Vorsitzender

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Uwe Stradtmann KPSV Diepholz


Turnier und Festprogramm 100 Jahre Reit- und Fahrverein Okel Freilandturnier am 27. und 28. Juni 2009 Samstag , 27. Juni 2009

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(aktuelle Zeiteinteilung ab ca. 20.06.09 unter www.ruf-okel.de)

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100 JAHRE 1909 - 2009

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Reitpferdeprüfung Reitpferdeprüfung Dressurprüfung Dressurprüfung Dressurprüfung Dressurprüfung Springprüfung

für 3jährige Pferde für 4jährige Pferde Kl. A Kl. L Kl. L – Trense KL. L - Kandare Kl. A

Kommers und Festabend ab 19 Uhr Begrüßung der geladenen Gäste Jubiläums-Festreden Abendessen

Sonntag , 28. Juni 2009

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Partynacht ab 21 30 Uhr für alle Eintritt frei ! für gute Stimmung sorgt die Hot Music Band

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Stilspringprüfung Kl. L Springprüfung Kl. L Springprüfung Kl. M

100 JAHRE 1909 - 2009

Kreismeisterschaft Dressur Pferde Junioren / Junge Reiter Kreismeisterschaft Dressur Pferde 5


100 Jahre RuF Okel

2. Vorsitzende Heinrich Garbs, 1909-1921 (ohne Bild) Johann Baumann, 1922-1924 Heinrich Hüneke 1925-1926 Heinrich Rendigs, 1927-1945 Johann Uhlenwinkel, 1946-1949 Hans Bruns, 1950-1952 Hermann Hüneke, 1953-1961 Johann Hüneke, 1962-1969 Hans-Friedrich Bruns, 1970-1981 Dr. Jürgen Seeger, 1982-1993 Dr. Michael Sölter, 1994-2001 Ulrich Paetz, 2002-2004 Aloys Bedenbecker, 2005-2006 Helmut Martsch, 2007-

1. Vorsitzende

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Hermann Meyer, 1909-1921 Heinrich Seevers, 1922-1926 Johann Meyer, (Jürnsmeyer) 1927-1952 Hans Bruns, 1953-1969 Johann Hüneke, 1970-1992 Helmut Martsch, 1993-2002 Andreas Greimann, 2003-

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100 JAHRE 1909 - 2009

Köpfe, die in Okel über den Zeitraum von 100 Jahren die Zügel in der Hand hatten

Schatzmeister Eilert Kastens, 1909-1921 Karl Bartling, 1922-1945 Hans Bruns 1946-1952 Heinrich Lübmann, 1953-1970 Heinrich Bolte, 1971-1996 Andreas Greimann, 1997-2000 Stephanie v. Ahsen, 2001-2002 Manfred Wohlers, 2003-

Volti-Kasse Hermann Bätjer, 1966-1972 Heinz Uhlenwinkel, 1973-1981 Helmut Nedermann, 1982-1988 Ilse Beneke-Backhaus, 1989-1994

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Schriftführer Wilhelm Müller, 1909-1923 (ohne Bild) Johann Meyer,(Jürnsmeyer) 1924-1927 Karl Bartling, 1928-1945 Johann Kastens, 1946-1948 Wilhelm Wohlers, 1949-1958 Hermann Laue, 1959-1969 Hermann Knief, 1970-1989 Helma Piegsa, 1990-2000 Kerstin Nanninga, 2001-2004 Sabine Vossmann, 2005-2008 Mareike Wohlers, 2009-


100 Jahre RuF Okel

1909 - 1920

Die Chronik Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. Der „Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V.“ verdankt seine Entstehung dem wachsenden Wunsch der damaligen Landbevölkerung, die mit Leidenschaft gezüchteten Pferde nicht nur in der Landwirtschaft einzusetzen und an das Militär zu verkaufen, sondern sie auch für sportliche Zwecke zu verwenden. Den Hintergrund bildete der nahezu ungebremste wirtschaftliche Aufschwung, von dem unsere Region in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg erfasst wurde. Sichtbarer Ausdruck dieser Entwicklung war unter anderem ein reiches Vereinsleben mit einer Fülle gut besuchter Veranstaltungen. Großer Beliebtheit erfreuten sich Pferderennen, die den Charakter von Volksfesten besaßen und herausragende gesellschaftliche Ereignisse waren. Zu einem historischen Datum für den Reitsport in und um Okel sollte der 25. Juni 1909 werden. In der damals rund 670 Einwohner zählenden Landgemeinde wurde an diesem Tag die Gründung des „Renn-Vereins zu Okel“ vollzogen. Im weiteren Umland gab es mehrere solcher Vereine, und die Okeler hatten gute Gründe, ein Wörtchen mitzureden, denn ihre Pferdezucht stand hoch im Ansehen. Zum „Präsidenten“ des „Renn-Vereins zu Okel“ wählte die Mitgliederversammlung den Hofbesitzer Hermann Meyer; „Vizepräsident“ wurde der Hofbesitzer Heinrich Garbs; das Amt des Kassenführers übernahm Maurermeister Eilert Kastens, und Molkereibesitzer Wilhelm

Müller fungierte als Schriftführer. Die Mitglieder und der Vorstand gaben sich Statuten mit 26 Paragraphen, die am 1. Juli 1909 in Kraft traten. In Paragraph 1 heißt es: „Zweck des Vereins ist die Hebung der Pferdezucht und der Reitkunst in Okel und den benachbarten Ortschaften durch Abhaltung von Pferderennen“. Am 25. Juli 1909 fanden, ab vier Uhr nachmittags, die ersten Rennen in Okel statt. Es waren zwei Galopp- und zwei Trabrennen ausgeschrieben, die auf dem Gemeindeplatz am Rittergut, auf dem heutigen Sportplatz, ausgetragen wurden. „Der Rennplatz ist gut gelegen“, befand die „Syker Zeitung“, „Tribünenaufbauten bedarf er nicht, er ist zum Teil von Sandhügeln begrenzt, von denen aus die einzelnen Rennen sich sehr gut verfolgen ließen.“ Die Veranstaltungen waren außerordentlich gut besucht. „Okel war heute vollgepfropft von Auswärtigen“, informiert die „Syker Zeitung“, „die ganzen Nachbarorte hatten sich zu einem Stelldichein eingefunden“. Von kleineren Schwierigkeiten abgesehen, lief alles wie geplant. Die Beseitigung der aufgetretenen Mängel wurde in die Planungen für das Rennen des folgenden Jahres aufgenommen. Am 28. August 1910 erhielt das Okeler Rennen, bis hin zu den Preisgeldern, einen etwas größeren Rahmen als 1909. In der „Syker Zeitung“ wird berichtet, dass auf dem Rennplatz reges Treiben herrschte und acht große Zelte für den erwarteten Besucherstrom aufgestellt waren.

Anzeige: aus Syker Zeitung 18. Juli 1909

1. Trab-Rennen 2000 Meter Distanz H. Gerken-Gödestorf, Stute „Juan“ 1. Preis (50 Mk.) H. Lehmkuhl-Schnepke, Stute „Orpha“, 2. Preis (30 MK.) H. Meyer-Clues, Stute „Sport“, 3. Preis (15 Mk.) Fr. Ahlers-Bremen, Stute „Else“ 4. Preis (5 Mk.) 2. Galopp-Rennen 1600 Meter Distanz H. Blome-Wechold, Stute „Paula“ 1. Preis (50 MK.) D. Meyer-Wohlde, Stute „Paula“ 2. Preis (30 Mk.) Körner-Bremen, Wallach „Mack“ 3. Preis (15 Mk.) J. Beckmann-Brinkum, Wallach „Anfänger“ 4. Preis (5 Mk.) 3. Trab-Rennen 2000 Meter Distanz H. Purnhagen-Riede, Stute „Quitte“ 1. Preis (50 Mk.) H. Purnhagen-Riede, Stute „Quitte“ 2. Preis (30 Mk.) H. Seevers-Okel, Stute „Olga “ 3. Preis (15 Mk.) Fr.. Ahlers-Bremen, Stute „Else“ 4. Preis (5 Mk.) 4. Galopp-Rennen 1600 Meter Distanz Fr. Baumann-Okel, Stute „Coriolan“ 1. Preis (50 Mk.) W. Pape-Adelhorn, Stute „Irene“ 2. Preis (30 Mk.) H. Purnhagen-Riede, Stute „Quitte“ 3. Preis (15 Mk.) G. Block-Leerßen, Wallach “Weißenburg” 4. Preis (5 Mk.)

Der Festplatz und die Zelte wurden mit elektrischem Licht festlich beleuchtet. Die Motorenfabrik Hansa stellte „eine 12pferdige Motor-Lokomobile“ zum Antrieb des Dynamos zur Verfügung. Für Volksfestatmosphäre sorgten neben Karussell und Leierkastenmännern „Buden aller Art in großer Zahl“ bis hin zur Würstchenbude, die sich eines besonderen Zuspruchs erfreute. Ein Konzert, „ausgeführt von der Kapelle des Infanterie-Regiments Bremen Nr. 75“, gehörte zu den Höhepunkten des Tages. Rund 4000 Menschen sollen sich auf dem Festplatz vergnügt haben. Die Besucher waren zu Fuß, per Kutsche und mit Fahrrädern angereist. Im „Aufbewahrungsort der Räder waren an 700 dieser Fahrzeuge aufgestellt“, informiert die „Syker Zeitung“. Für die verschiedenen Rennen waren 40 Nennungen eingegangen. Ungewöhnlich hoch fielen die Preisgelder aus: 1200 Mark für sechs ausgeschriebene Rennen. Alle nahmen einen guten Verlauf, wenn auch im Bereich der Zuschauer-„Tribüne“ Probleme auftraten. Die „Syker Zeitung“ schreibt hierzu in ihrer Ausgabe vom 30. August 1910: „Der vom Eingang zum Rennplatz links gelegene hohe Sandhügel bietet für die Verfolgung der Rennen

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100 Jahre RuF Okel den günstigsten Platz und war auch gerade hier das Publikum stark vertreten, so dass die Zuschauer unmittelbar bis an die Rennbahn standen. Diese vielgliedrig bestandene Terrasse, in der der „bunte Blusenflor“ der Damen weithin leuchtete, schien die Rennpferde verschiedentlich nervös zu machen, denn manchem Pferde fiel das Passieren dieser Stelle schwer. Ohne Unfall ist aber alles abgelaufen.“ Wohlmeinend empfahl das Kreisblatt für spätere Rennen eine „erweiterte Absperrung“. Die Okeler Rennen entwickelten sich binnen weniger Jahre zu einer Institution im damaligen Kreis Syke. Dessen Landwirtschaft, vor allem die Schweinemast, boomte wie nie zuvor. Das belegen auch die Ergebnisse der Okeler Viehzählungen. Sie sind in der nebenstehenden Tabelle für den Zeitraum 1861-1913 dargestellt und lassen im letzten Jahrzehnt vor Ausbruch des ersten Weltkriegs unter anderem einen starken Aufwärtstrend in der Pferdehaltung

1909 - 1920 erkennen. Seit 1913 war Pfingsten der feste Termin für die wichtigste Veranstaltung des Rennvereins. Der 2. Pfingstag des Jahres 1913 brachte außerdem eine Programmänderung: Erstmals fand ein „Hindernisrennen für hannoversche Halbblutpferde“ statt. Gewinner wurde der Okeler Johann Baumann, der für seinen Sieg ein ansehnliches Preisgeld erhielt. Am 1. Juni 1914 fand das vorerst letzte Pferderennen in Okel statt. Trotz des unfreundlichen Wetters lockten sieben Wettbewerbe und das bunte Rahmenprogramm zahlreiche Besucher an. Nur zwei Monate später stand Europa am Abgrund eines Weltkrieges. Karl Bartling, Hauptlehrer an der Okeler Volksschule und langjähriges Mitglied des Rennvereins, hielt die Vorgänge, die sich Anfang 1914 in seiner Gemeinde ereigneten, in der Schulchronik fest: „Der 2. August war der erste Mobilmachungstag. Die ersten Reservisten und Landwehrleute verließen Okel, um für ihr Vaterland zu kämpfen. Gleich in der ersten Mobilmachungswoche fand die Aushebung von Pferden für die Heeresverwaltung statt. Aus Okel wurden 51 Stück ausgehoben.“ Man kann davon ausgehen, dass die Arbeit des Rennvereins schon bald vollständig zum Erliegen kam. Aus Okel zogen mehr als 150 Männer – fast ein Viertel aller Einwohner – in den Krieg. Vierundzwanzig von ihnen sollten nicht zurückkehren. Nach dem ersten Weltkrieg erlebten die Okeler Rennen trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage ein schnelles Comeback: „Unser Rennen zog, wie in den Jahren vor dem Kriege, eine gewaltige Menschenmenge zu Wagen, per Rad und zu Fuß zum Rennplatz“, jubelte nach der Veranstaltung vom 9. Juni 1919 ein örtlicher Berichterstatter in der „Syker Zeitung“. Nach mehr als vier entbehrungsreichen Kriegsjahren war der Hunger auf Vergnügungen aller Art groß. Über 3000 Menschen sollen am 2. Pfingsttag Okel besucht haben. Ermutigt durch diese Erfolgsbilanz setzte der

Verein im darauf folgenden Jahr zwei Tage für seine großes Volksfest an. Ein Mitarbeiter der „Syker Zeitung“ pries in den Sportnachrichten vom 21. Mai 1920 „das von jeher beliebte Rennen zu Okel“ als herausragende Attraktion des bevorstehenden Pfingstfestes. Er schrieb: „Auch ich war des öfteren da und habe stets sehr befriedigt den Heimweg angetreten. Ein wunderbares Panorama ergab es, wenn man das bunte Bild des Publikums an den romantischen Talabhängen der Okeler Sandberge betrachtete. Die Bahn ist Dank der Mühe des Vereins jetzt wesentlich verbessert. Die sandigen Stellen sind mit Lehm überfahren und wird dieselben nun die Anerkennung eines jeden Reiters finden. Mit staatlicher Beihilfe für Material- und Leistungsprüfung belaufen sich die Preise für das Rennen auf rund 10 000 Mk. Das eigentliche Rennen findet am 1. Festtage statt, während am folgenden Tage 2 Vereinsrennen, sowie hauptsächlich Materialund Leistungsprüfung für hann. Halbblut vorgesehen ist. Für diese beiden Prüfungen wird sich der Landwirt und Pferdezüchter am meisten interessieren.“ Die Veranstaltungen liefen den bereits stattgefundenen Wettbewerben in Syke, Heiligenrode und Bassum den Rang ab. In der „Syker Zeitung“ vom 26. Mai 1920 war zu lesen: „Bei allerschönstem Pfingstwetter ... fanden die Okeler Pfingstrennen statt. Nicht nur, dass sie genügend Pferde und zwar glänzendes Material bekamen, auch der Besuch aus der Umgebung war ungeheuer groß. Pfingsten gehört nun einmal den Okelern und das weiß man in Bremen und im ganzen Kreise Syke. Der schöne Weg durch den Wald zum Rennplatz war deshalb am Sonntag wie auch gestern eine Heerstraße für alle Sorten von Fortbewegungsmitteln und daneben zog sich die Schar der Fußgänger.“

Gepflegte Clubräume Gutbürgerliche Küche Selbstgebackener Kuchen Party-Service

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Ihre Vereinsgaststätte Familie Ernst-August Arndt

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100 Jahre RuF Okel

1921-1930

Randomanspannung schwarz-weiß-rot. das Foto entstand während der 1920er Jahre in Okel. Foto: Heidegret Janzen, Bruchhausen-Vilsen

Okel und Sudweyhe. Den Unterricht erteilte in den ersten Jahren unter anderem Leutnant a.D. Gerbert. Er war an der Kavallerieschule in Hannover als Lehrer tätig gewesen und übernahm 1926 die Leitung der neuen Reit- und Fahrschule Hoya.

In der Unterkunft der Reit- und Fahrschule – 1924. Rechts im Bild die beiden Ausbilder: Leutnant a.D. Gerbert und Wachtmeister Janssen.

Seit den frühen 1920er Jahren gab man dem Reitsport in der Gruppe und auch dem Fahrsport mehr Raum. Das dressurmäßige Mannschaftsreiten und das Interesse am Springsport nahmen zu. Auf Turnieren sah man Gespannprüfungen mit Ein-, Zwei- und Mehrspännern. Tandemfahren oder eine Randomanspannung schwarz-weiß-rot (Rappe, Schimmel, Fuchs), in Anlehnung an die Nationalfarben des untergegangenen deutschen Kaiserreichs, begeisterten die Zuschauer. Das Okeler Rennen verwandelte sich in ein Reit- und Fahrturnier mit Wettwerben, Vorführungen, Eignungsund Materialprüfungen. Nicht weniger als 22 Programmpunkte wies das am 1. und 2. Pfingsttag des Jahres 1922 ausgerichtete „Turnier und Halbblut-Rennen“ auf. Sogar eine Fuchsschwanzjagd fand am Ende des ersten Turniertages statt. „Den Fuchsschwanz greift Heinrich Lohmann-Riede auf seiner braunen Stute ‚Gamanda’ und ist somit Sieger“, berichtete die Lokalpresse. Am zweiten Tag traten die Schüler der neu gegründeten „Reit- und Fahrschule Okel“ zur Abschlussprüfung an. Sie

zeigten „ihre in einem sechswöchigen Kursus erworbenen Fähigkeiten, mit denen sie allgemeine Anerkennung ernteten“, so die „Syker Zeitung“. Auch im „Voltigieren am lebenden Pferde“ hatten die Reit- und Fahrschüler einiges vorzuweisen. „Bewunderungswürdige Leistungen auf dem Gebiete der Reitkunst wurden geboten“, befand das Kreisblatt. Die Reit- und Fahrschule in Okel bestand von 1922 bis 1927. Sie bot in erster Linie Lehrgänge für junge Männer an. Die in der Regel etwa zwanzig Kursteilnehmer stammten vorwiegend aus landwirtschaftlichen Betrieben und brachten ihre eigenen oder geliehene Pferde mit, die zumeist „angelernt“ werden sollten. Unterkunft fanden Reiter und Pferde in einer ehemaligen Maschinenhalle. Sie gehörte zu der schon vor 1908 nach Syke verlegten Motorenfabrik Hansa, die von dem Okeler Rittergutsbesitzer Meyer gegründet worden war. Das im Kern noch heute vorhandene Gebäude (Schulstraße 20 - Litzkendorf) lag in günstiger Nähe zum Rennplatz. Zunächst wurde die Schule vom „Reitverein Sudweyhe“ unterhalten, seit etwa 1925 gemeinsam von den Reitvereinen in Brinkum, Heiligenfelde,

Welche Aktivitäten der Okeler Rennverein zu Beginn der 1920er Jahre außerhalb der Rennen und Turniere entwickelte, lässt sich heute kaum noch nachvollziehen. Versammlungsprotokolle sind nicht erhalten, sie setzen erst mit dem 12. Februar 1924 ein. Wie lange der 1909 gewählte Vorstand tätig war, ist unbekannt. Der erste „Präsident“ Hermann Meyer starb im April 1920. Ob er sein Amt bis an sein Lebensende wahrnahm, ließ sich nicht feststellen. Im Vereinsregister des Amtsgerichts Syke findet sich ein Eintrag vom 1. Juni 1922, der den Besitzer des ehemaligen Ritterguts an der heutigen Schulstraße, Heinrich Seevers, als 1. Vorsitzenden des Rennvereins ausweist. Im katastrophalen Inflationsjahr 1923 begnügte man sich wieder mit nur einem Turniertag. „Es ist wohl das erste Mal, wo es anläßlich des Okeler Rennens geregnet hat“, berichtet die „Syker Zeitung“. Weiter heißt es: „Trotzdem war der Besuch aber noch zufriedenstellend. Um 2 ½ Uhr wurde das großzügige Programm, das auf das sorgfältigste und mit großer Mühe vorbereitet war, eröffnet. Sehr gefallen haben mal wieder die Reiterspiele, nämlich das Zigaretten-, Ball- und Mantelreiten.“ Außerdem trat an diesem Pfingstmontag, mit einem Sechserzug, der „Reitclub Okel“ auf. Wann und unter welchen Umständen diese Vereinigung gegründet wurde, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden. Lange scheint der Club nicht existiert zu haben. In der Generalversammlung des Rennvereins am 12.

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100 Jahre RuF Okel Februar 1924 wurde beschlossen, den Konkurrenten „aufzunehmen“ und „die beiden Kassen zu vereinigen“. Die Folge der Fusion waren Vorstandswahlen. Wieder stand Rittergutsbesitzer Heinrich Seevers als 1. Vorsitzender an der Spitze. Mühlenbesitzer Johann Baumann wurde stellvertretender Vorsitzender, Johann Meyer Schriftführer, Hauptlehrer Karl Bartling Rechnungs- und Kassenführer. 1924 fand wiederum am Pfingsttag das örtliche Turnier statt. Darüber hinaus nahmen Mitglieder des Rennvereins am Hannoverschen Provinzialturnier teil. Eine damals große Herausforderung für Reiter und Pferd, denn um nach Hannover zu kommen, ritt man zuerst nach Kirchweyhe, bestieg dort den Zug und fuhr im Frachtraum nach Hannover. Dort angelangt ging es zu Fuß weiter zum Turnierplatz. Nach der Teilnahme am Turnier bewältigte man auf gleiche Weise den Rückweg. Heinrich Schröder errang in Hannover einen beachtlichen 7. Platz und wurde bei seiner Heimkehr groß gefeiert. In der Generalversammlung am 9. Januar 1925 wurde beschlossen, eine Reiterstandarte anzuschaffen und den „Renn-Verein zu Okel“ in „Reit- und Fahr-Verein Okel und Umgegend“ umzubenennen. Eine Vorstandswahl schloss sich an, die allerdings nur eine einzige Änderung brachte: Gemeindevorsteher Heinrich Hüneke übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden.

Die erste Standarte des Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V. aus dem Jahre 1925 Fotoquelle: Buch 13 x Syke

Am 14. Juni 1925 verantstalteten die Reitvereine Sudweyhe, Brinkum, Okel und Heiligenfelde ein Verbands-Reit- und Fahrturnier in Heiligenfelde, das mit einer Abschlussprüfung der gemeinsam betriebenen Okeler Reit- und Fahrschule verknüpft wurde. Im Jahr 1926, am 2. Pfingsttag, stand Okel im Zeichen eines Verbandsturniers der vier Vereine. Rund einhundert Pferde waren für Leistungsprüfungen und Jagdspringen gemeldet. In der Mittagspause gab es eine Führung

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1921 - 1930 des Reitlehrers Schumacher durch die Stallungen und Quartiere der Reit- und Fahrschule, deren Prüflinge in diesem Jahr mit 28 Pferden antraten. „Hier herrschte mustergültige Sauberkeit und Ordnung und alles machte den Eindruck, dass hier alter deutscher Reitergeist waltet“, schwadronierte die „Syker Zeitung“. Drei Generalversammlungen waren nötig, um das Programm und die Preisgelder für das Turnier und Halbbluttrennen am 6. und 7. Juni 1927 festzulegen und weitere Organisationsfragen zu klären. Strömender Regen machte den Veranstaltern jedoch schwer zu schaffen. Nicht einmal hundert Besucher erschienen am 1. Turniertag, während man in den Vorjahren je Tausende gezählt hatte. Auch mehrere Pferdebesitzer blieben mit ihren angemeldeten Pferden aus. Zumindest traten die Favoriten an und sorgten unter anderem für ein spannendes Jagdrennen. Besser besucht waren an beiden Abenden die Tanzzelte. Am zweiten Abend wurde Johann Meyer, der so genannte Rittmeister des Reitund Fahrvereins, sehr stürmisch begrüßt, als er vom Provinzialturnier in Hannover zurückgekehrt war und die Nachricht überbrachte, dass die Okeler Abteilung den sechsten Preis errungen hatte.

Einige Tage zuvor war die Reit- und Fahrschule von Oberst Pressentien aus Verden, „einem allseits anerkannten Kenner auf dem Gebiete der Pferdezucht und Pflege“, eingehend inspiziert worden. Das meldete die „Syker Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 3. Juni 1927. Die sich anschließenden Reitvorführungen auf dem Rennplatz, urteilte das Blatt, „erbrachten den Beweis, daß Reitlehrer Stüssel auch in dem diesjährigen Kursus seine Schüler zu erziehen und Reiter und Pferd in die richtige Form zu bringen gewußt hat“. Der Okeler Reit- und Fahrverein präsentierte sich dem Reichswehroffizier ebenfalls mit Vorführungen. Ein Pressebeobachter zollte den ausführenden Mitgliedern, die mit ihrem „ganz vorzüglichen Pferdematerial ... leicht und in guter Haltung über den Platz und die Hürden fegten“, Anerkennung. Nach wie vor war der Verein beim Amtsgericht Syke, trotz der schon Anfang 1925 beschlossenen Umbenennung, unter seinem alten Namen registriert. Das sollte sich durch die am 26. Oktober 1927 abgehaltene Generalversammlung ändern, auf der sowohl eine neue Satzung angenommen als auch einstimmig beschlossen wurde, den Namen „Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend“ in das Vereinsregister eintragen zu lassen. In


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1921 - 1930

sowie durch die Unterhaltung einer gemeinsamen Reit- und Fahrschule sollte der Verband aktiv werden. Damit kam das Aus für die Reitund Fahrschule in Okel, die im Frühjahr 1928 nach Sudweyhe verlegt wurde.

Einladung zur Okeler Hubertusjagd 1928

Paragraph 2 der Satzung heißt es, Zweck des Vereins sei die Ausbildung seiner Mitglieder im Reiten, Fahren und in der Pferdepflege „als Vorbereitung für ihren künftigen Beruf“. Die jungen Mitglieder sollten ferner „durch Leibesübungen sowie durch sportliche Wettkämpfe körperlich und moralisch ertüchtigt und zu beherzten, engergischen Männern erzogen werden“. Am 14. Januar 1928 wählten die Vereinmitglieder einen neuen Vorstand. Zum 1. Vorsitzenden wurde der bisherige Schriftführer Johann Meyer und zum Stellvertreter der Hofbesitzer Heinrich Rendigs bestimmt, während Hauptlehrer Karl Bartling die Geschäftsund Kassenführung in Händen hielt. Die Registrierung des „neuen“ Vereinsnamens durch das Amtsgericht Syke erfolgte am 21. Februar 1928. Wenig später teilte das Finanzamt Syke mit, dass der Verein von der Körperschaftssteuer befreit sei.

Am 31. Januar 1928 trafen sich auf Einladung des Landrats des Kreises Syke, Heinrich Fürbringer, im Syker Kreishaus die Reitvereine aus Sudweyhe, Okel, Heiligenfelde, Brinkum, Harpstedt, Nordwohlde, Twistringen und Rüssen zur Gründung des „Kreisreiterverbandes Syke“. In den Vorstand wurden Albert Esdohr (Sudweyhe), Johann Meyer (Wohlde), Fr.Bening (Rüssen) und als Schriftführer K. Mysegades (Brinkum) gewählt. Die Vereine zahlten je 200 Mark in die Gründungskasse ein. Landrat Fürbringer wurde auf Vorschlag von Johann Meyer zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zweck des Verbandes war „die Förderung und Verbreitung der Zucht des hannoverschen Halbblutpferdes und die Hebung des Reit- und Fahrsports“ im Kreis Syke. Durch gemeinsame Veranstaltungen wie Turniere, durch „Vertretung aller Interessen der Zucht und des Sports bei Behörden und in der Öffentlichung“

Familie Seevers (Rittergut) auf einer Schlittenfahrt nach Thedinghausen. Mit angespannt hatte man die Traberstute „Tauberperle“, die des öfteren auch in Hamburg-Farmsen auf der Rennbahn lief und von dort einiges an Geld mitbrachte, das wesentlich zum Unterhalt der anderen Pferde beitrug.

Die finanzielle Lage des Okeler Vereins war angespannt. Im Kalenderjahr 1927 hatte man deutliche Verluste eingefahren. Zudem steckte die heimische Landwirtschaft in einer schweren Krise. Hierzu der Verwaltungsbericht des Kreises Syke für 1927: „Ernteschäden, Unrentabilität der Preisgestaltung, Steuern, Sozial- und Zinslasten haben die Landwirtschaft in einen Zustand von Schwäche und Verzweiflung versetzt ... Diese schwierige Lage ... im allgemeinen ist im Gebiet unserer engeren Heimat, die von der Schweinezucht und -mast besonders abhängig ist, noch infolge der Gestaltung der Schweinepreise und des verheerenden Auftretens der Maul- und Klauenseuche verschärft worden.“ Im April wurde der Mitgliedsbeitrag in Okels Reit- und Fahrverein auf fünf Reichsmark für das Jahr 1928 festgelegt. Der Vorstand behielt sich jedoch vor, wenn nötig, eine zweite Rate von fünf Reichsmark einzuziehen. Ferner wurde beschlossen, die bis zum 31. Dezember 1927 nicht gezahlten Beiträge „nachträglich auch von ausgetretenen Mitgliedern einzuziehen“. Das Pfingsturnier fiel komplett aus. Immerhin beteiligte sich der Verein vom 1. bis zum 4. Juni 1928 am Provinzialturnier in Hannover. In Okel selbst ließ man sich zumindest die alljährliche Hubertusjagd nicht nehmen. Sie fand am 10. November mit anschließendem Ball statt. 1929 mussten die Okeler erneut auf ein eigenes Reit- und Fahrturnier verzichten. Dafür sprang wie schon im Vorjahr der 1926 gegründete Schützenverein in die Bresche, der 1928 mit seinem ersten Pfingst-Schützenfest eine neue Tradition begründet hatte. 11. Januar 1930: Auf der Generalversammlung des Reit- und Fahrvereins ging es recht lebhaft zu. Gestritten wurde über den Pfingsttermin, den der Okeler Schützenverein für das laufende Jahr fest eingeplant hatte. Man einigte sich schließlich darauf, das Pfingstfest jedes zweite Jahr für das Turnier freizuhalten, sofern es denn staffinden sollte. Erst einmal waren die Reiter am Zuge, die nach zweijähriger Pause wieder ein Reit- und Fahrturnier organsierten und durchführten. Es wurde ein voller Erfolg, glaubt man der Lokalpresse. „Die reitsportlich aktive Landjugend hat sich gestern in Okel bestens bewährt“, textete die „Syker Zeitung“. Das Leistungsbarometer ist gestiegen. Die große Pause ist überwunden und der Brechtigungsnachweis für die Okeler Rennen erbracht.“

Fotoquelle: Heidegret Janzen Bruchhausen-Vilsen

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1931-1940 gemeinsam mit Deutschnationalen und Nationalsozialisten die „Nationale Opposition“. Der „Deutsche Abend“ in Okel bot einen Mix aus kleineren kulturellen Veranstaltungen und politischen Reden, in denen unter anderem zum Widerstand gegen den Versailler Vertrag aufgerufen und die Wiedereinführung der Wehrhoheit gefordert wurde.

Der Okeler Reitplatz, der heutige Sportplatz, wurde auch von der Reitschule genutzt. Auf dem Ende 1920er Jahre entstandenen Foto mit Reitschülern und Ausbildern ist in der ersten Reihe, als 7. Reiter von links, Hans Bruns zu sehen, der spätere 1. Vorsitzende des Vereins.

Das Jahr 1933 begann wieder ohne die Erhebung von Mitgliedsbeiträgen für die Vereinskasse. Die Planung einer neuen Busreise für alle Mitglieder wurde trotzdem beschlossen. Diesmal sollte die Reise über Lübbecke, Bad Salzuflen und Bad Oeynhausen bis zur Porta Westfalica gehen. Dem seit 1930 bestehenden Turn- und Sportverein wurde die Benutzung der „Bude“ gestattet, die der Reitund Fahrverein auf dem Renn- bzw. Sportplatz besaß. Einzige Bedingung: Der TuS „soll dieselbe nach jeder Benutzung wieder verschließen und die Tür deshalb mit einem Schloss versehen“.

Auf ihrer Generalversammlung am 15. Januar 1931 fassten die Vereinsmitglieder den Beschluss, eine Kutschentour über Heiligenrode nach Dünsen durchzuführen, um dort ein gemütliches Beisammensein mit Kaffeetafel zu veranstalten. Zu Pfingsten fand, wie vereinbart, das Okeler Schützenfest statt.

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Die Zeiten waren nicht gerade rosig: Der Reitund Fahrverein verzichtete auf einen Jahresbeitrag. Dennoch erhielt im Herbst 1931 die Barrier Bartholomäuskirche einen Zuschuss für die neue Glocke in Höhe von zehn Reichsmark.

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1932: Auf der Generalversammlung am 16. Januar wurde der Abschluss einer Haftpflichtversicherung und einer allgemeinen Pferdeversicherung von den Mitgliedern abgelehnt. Erneut verzichtete man darauf, einen Jahresbeitrag zu erheben. Wegen der „schlechten wirtschaftlichen Lage“ sollte 1932 kein Rennen stattfinden. Da der Ausflug nach Dünsen im Sommer 1931 „allgemein Anklang gefunden“ hatte, beschloss man, der Reiselust zu frönen und statt mit Kutschen mit Wolters’ Reisebussen nach Lübbecke, Bad Essen und an den Dümmer zu fahren. Im Mai wurde der Plan in die Tat umgesetzt. Der „Kreisreiterverband Syke“ lud zu einem Geländeritt ein, an dem die Mitglieder sich rege beteiligten. Außerdem folgte man einer Einladung der Ortsgruppe des Frontkämpferbundes „Stahlhelm“ ins Gasthaus Hüneke, wo am Sonntag, dem 7. Februar, ein „Deutscher Abend“ stattfand. Gegründet als Vereinigung von Teilnehmern des ersten Weltkriegs, bildete der „Stahlhelm“ seit 1929

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100 Jahre RuF Okel

1931-1940 Am 18. März 1933 wurde eine Sitzung aller Okeler Vereinsvorstände anberaumt. Einziger Tagesordnungspunkt: Die Teilnahme an einem örtlichen Fackelzug aus Anlass der Eröffnung des neu gewählten Reichstages, die am 21. März in der Potsdamer Garnisonskirche stattfinden sollte. Die anwesenden Vorstände entschieden, ihre Vereine geschlossen antreten zu lassen. Wie geplant, feierte man in Okel am „Tag von Potsdam“ die „neue nationale Regierung“, huldigte man Hitler und Hindenburg. Bei Gastwirt Kastens startete der abendliche Fackelmarsch. Gemeinsam mit SA und Stahlhelm zogen sämtliche Vereine, begleitet von Okels Schulkindern und ihren Lehrern, durchs Dorf. Auf dem Mühlenberg, in der Nähe der Baumann’schen Windmühle, „wurde ein großes Freudenfeuer abgebrannt“, notierte Hauptlehrer Bartling in die Okeler Volksschulchronik. Bartling selbst hielt die „Feuerrede“. „Besonders wandte er sich an die, die heute noch abseits stehen“, so die „Syker Zeitung“. „Auch sie möchten sich endlich einmal besinnen und zu der Erkenntnis kommen, dass nur eine nationale Regierung unser Volk und Vaterland wieder empor bringen kann.“ – Wenige Tage später nahm der Reichstag, gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und unter Ausschluss der KPD, das von Hitler vorgelegte „Ermächtigungsgesetz“ an, das der NaziDiktatur mit legalem Anstrich den Weg ebnete. Die erhaltenen Versammlungsprotokolle des Okeler Reit- und Fahrvereins lassen nicht erkennen, wie sich das politische Meinungsbild der Mitglieder im Laufe des Jahres 1933 entwickelte. Auf einer Versammlung am 18. August, an der sechzehn Mitglieder teilnahmen, kam es zur Bildung eines SA-Reitersturms. „Die anwesenden aktiven Reiter treten diesem sofort bei“, heißt es im Protokoll. Unbeantwortet bleibt, ob diese Maßnahme freiwillig erfolgte. Fest steht, dass der Verein dadurch jahrelang über keine aktive Reitabeilung mehr verfügte. Am 19. und 20. Mai 1934 fand ein großes Kreis Reit- und Fahrturnier in Okel statt. Der hiesige Reit- und Fahrverein, 1909 als „Renn-Verein zu Okel“ gegründet, feierte sein 25-jähriges Jubiläum. Auf dem Programm stand auch ein Wettkampf für Angehörige der SS- und SA-

Der fünfte Tagesordnungspunkt galt dem Okeler Neubürger Hans Bruns. Er wurde einstimmig, gegen Zahlung des üblichen „Eintrittsgeldes“ und eines einmaligen Beitrage von fünf Reichsmark, in den Verein aufgenommen. Was das Protokoll nicht erwähnt: Der Jungbauer war genötigt worden, seine Mitgliedschaft im Sudweyher Reitverein zu beenden, andernfalls hätte er nicht in den Reitund Fahrverein Okel eintreten können. Aus heutiger Sicht ein völlig unverständliches Verfahren.1936: Wie in jedem Jahr wurde eine Hubertusjagd ausgerichtet. Termin war diesmal der 10. Oktober. Zum Träger des Fuchsschwanzes wurde das Vereinsmitglied Hermann Hillmann bestimmt. Beim „Grünen Jäger“ nahm die Jagd ihren Anfang. 1937: Das Kreisturnier in Heiligenfelde und ein zweitägiger Ausflug in den Harz waren die Höhepunkt des Vereinsjahres. Eine schon 1936 beschlossene Fahrt an den Rhein kam nicht zustande. Sie sollte auch im folgenden Jahr nicht realisiert werden.

Reiterstürme. In der „Syker Zeitung“ vom 22. Mai ist zu lesen: „Der gebotene Sport war ausgezeichnet, das Pferdematerial entzückte das Auge des Beschauers und zeigte den erfreulichen Stand der Pferdezucht in unserem Gebiet. ... Die hohe Zahl der Nennungen versprach interessanten und abwechslungsreichen Sport. .... Mit dem Turnier, das wir ein Ereignis im reitsportlichen Leben unserer engen Heimat nennen können, war die Jubelfeier des Reit- und Fahrvereins Okel verbunden.“ Am Abend kamen Reiter und Gäste zu einem festlichen Kommers in vier großen Zelten zusammen. Johann Meyer begrüßte als „Vereinsführer“, wie der 1. Vorsitzende jetzt genannt wurde, die Gäste. Er dankte den Preisrichtern und allen Helfern für ihre Arbeit. In seinem kurzen Rückblick stellte Meyer fest, dass Okel nach vier Jahren zum ersten Mal wieder mit einem Turnier an die Öffentlichkeit gegangen sei. Stolz blickte er zurück auf die 25 Jahre des Okeler Reitvereins, auf die Pferdezucht in und um Okel, auf die großen Erfolge und auf die Gemeinschaft in der Reiterei. Auf der Generalversammlung am 30. April 1935 wurde entschieden, an den Feierlichkeiten zum 1. Mai teilzunehmen, den die Nationalsozialisten bereits 1933 zum „gesetzlichen Tag der nationalen Arbeit“ erklärt hatten.

Auf der Hauptversammlung im Mai 1938 berichtete Vereinsführer Johann Meyer über die „diesjährigen Turniere“ im Kreis Grafschaft Hoya „und erklärte dabei, dass Okel voraussichtlich im Jahr 1940 wieder ein Turnier haben werde“. – Spannungsgeladen wurde es, als die Frage nach einem neuerlichen Ausflug auftauchte. Johann Meyer „ist gegen einen solchen“, notierte Geschäftsführer Bartling. Doch Meyer wurde überstimmt. Daraufhin erklärte er, „dass der Verein seinetwegen machen könne, was er wolle“. Die anwesenden Mitglieder einigten sich auf eine Kurzreise in den Harz. Als nun die Frage an Johann Meyer gerichtet wurde, „wie es mit dem Zuschusse zu dieser Fahrt aus der Vereinskasse“ aussehe, gab er nochmals zur Antwort, „dass der Verein seinetwegen machen könne, was er wolle“. Es ist zu erkennen, dass es früher auch nicht leichter war, einen Verein zu führen als das heute der Fall ist. Die Kriegsjahre 1939-1945 fanden so gut wie keinen Nachhall im Protokollbuch des Okeler Reit- und Fahrvereins. Lediglich ein Protokoll der am 30. April 1940 abgehaltenen Hauptversammlung ist überliefert. Zunächst erfolgte die Rechnungslegung durch Rechnungsführer Bartling. „Im Anschluss daran teilte letzterer mit, dass er die dem Verein gehörende Glocke (Pologlocke) zur Metallspende zum Geburtstag des Führers im Einvernehmen mit dem Vereinsführer gestiftet habe. Es fand die einstimmige Zustimmung der anwesenden Vereinsmitglieder.“ Danach wurde die auf dem Turnierplatz stehende und nach wie vor dem Verein gehörende „Bretterbude“ versteigert. Sie ging für 27 Reichsmark in den Besitz des Vereinswirtes Johann Kastens in Okel über.

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1941 - 1950

An Aktivitäten im Reitverein war während des zweiten Weltkriegs nicht zu denken, überdies waren alle aktiven Reiter zum Wehrdienst eingezogen. Bei Kriegsende zählte Okel 629 Einwohner, Mitte Mai 1939 hatte man noch 681 registriert. Der vom Deutschen Reich entfesselte Krieg riss Lücken in viele Familien. In Okel beklagte man insgesamt 31 gefallene und 12

der britischen Militärregierung aufgelöst worden. Auch die Reitvereine mussten warten. Noch am 6. Mai 1946 untersagte im Landkreis Grafschaft Diepholz die dortige Militärregierung die Gründung und Tätigkeit des Reitklubs „Holzkrug“ in Ridderade. Im Vereinsregister des Amtsgerichts Syke sucht man vergeblich nach einem Hinweis darauf, ob

Heinrich Lübbmann, Heinz Uhlenwinkel, Johann Böse, Heinz Wrede, Johannes Kastens, Johann Früchtenicht, Hermann Meyer, August Arndt, Heinrich und Wilhelm Lange, Hermann Seevers und Heinrich Schmidt , aus Gessel Werner Kops, Heinrich Heusmann und Fritz Meyer, aus Sudweyhe Heinrich von Weyhe und Johann Helms. 1947 wurde der alte Renn- bzw. Sportplatz hergerichtet und der Reitbetrieb dort wieder aufgenommen. In der Versammlung am 27. April hatte man beschlossen, dass die Reiter am 1. Mai um 8 Uhr zum „Herrichten der Reitbahn“ erscheinen sollten. Außerdem waren die Mitglieder gebeten worden, „sich um Beschaffung von Reitdecken u. Mützen zu bemühen“. Die erste Okeler Fuchs- bzw. Hubertusjagd der Nachkriegszeit wurde für den 21. November 1947 eingeplant. „Bestelltes Feld soll auf jeden Fall geschont werden“, heißt es im Bericht über die Vereinsversammlung am 26. Oktober – und weiter: „Zum Hindernisbau treten die Reiter am Donnerstag, dem 20.11. ... bei Hans Bruns an.“

Reitergruppe 1948 auf dem Renn- und Reitplatz in Okel Foto: Annegret & Hermann Laue Okel

vermisste Soldaten. Seit März 1945 stiegen durch Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten die Einwohnerzahlen im gesamten hiesigen Raum stark an.

und wann die Wiederzulassung des Okeler Reit- und Fahrvereins beantragt wurde Man kann aber davon ausgehen, dass der Neustart nach Kriegsende trotzdem ordnungsgemäß und mit dem Segen der Obrigkeit erfolgte.

Bereits am 8. Dezember 1946, so ist es im Protokollbuch nachzulesen, bildete sich der „Reit- und Fahrverein Okel um Umgegend“ neu. Die damals für den Kreis Grafschaft Hoya zuständige britische „Militärregierung 511“ in Syke verfolgte die Wiederentstehung des Vereinslebens sehr genau. Wenn ein Verein seine Tätigkeit erneut aufnehmen wollte, musste das beantragt werden. Schützenvereine hatten vorerst keine Chance. Sie waren auf Anordnung

Der Vorstand bestand jetzt aus Johann Meyer (Jürns) als 1. Vors., Johann Uhlenwinkel vom Okeler Busch als 2. Vors., Hans Bruns als Kassenwart und Gastwirt Johann Kastens als Schriftführer. Der Reitverein bekam neue Mitglieder, von denen einige in den folgenden Jahren ihre ganze Kraft in den Dienst des Vereins und der Gemeinde Okel stellten. Hierzu zählten aus Okel der Lehrer Wilhelm Wohlers, der langjährige Bürgermeister Heinz Cordes,

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Ende September 1948 berichtete der Vorstand während einer außerordentlichen Generalversammlung, zu der 38 Mitglieder erschienen waren, unter anderem über die Wiedereröffnung der Reit- und Fahrschule in Hoya und empfahl die Teilnahme an Lehrgängen. Auch die „Turnierfrage für Okel“ wurde angesprochen, ohne jedoch zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. Am 16. Januar 1949 wurde in der Hauptversammlung beschlossen, dass jedes Mitglied zur Herrichtung des Reitplatzes „einen Arbeitstag leisten“ oder 8 Mark in die Kasse einzahlen sollte. In der letzten Versammlung des Jahres, am 18. November, schrieb man das Hochzeitsreiten als Pflicht für jeden aktiven Reiter fest. Nach einem Testlauf im 4. Quartal 1948 nahm die Hoyaer Reit- und Fahrschule 1949 als Landes-Reitschule den Betrieb wieder vollstän-


100 Jahre RuF Okel

1941 - 1950 dig auf. Zum ersten Ausbildungsjahrgang gehörten auch der Okeler Hermann Laue, Heinz Veting aus Heiligenloh, Hans Heuer aus Heiligenfelde und Friedrich Nordmann aus Jardinghausen. Auf dem Reitplatz in Okel wurde intensiv geübt, und der Wunsch, sich auf Turnieren mit anderen zu vergleichen, war immer sehr stark. 1949 besuchten Okeler Vereinsmitglieder Turniere in Sulingen (Hermann Laue), Thedinghausen (Hermann Knief und Heinz Uhlenwinkel), Seckenhausen (Heinrich Schmidt, Hans-Jürgen Seevers, Hermann Laue und Heiner Neddermeier, der auf dem Hof Jürns-Meyer in Stellung war). Das untere Bild zeigt uns, wie damals ein Turnierbesuch stattfand. Die Reitergruppe auf der Straße zwischen Barrien und Okel kam in den frühen Morgenstunden vom Turnier des Seckenhauser Reitvereins. Zu sehen sind zwei Reitpferde vor einer Kutsche, die Platz hatte für einige notwendige Dinge wie Verpflegung und gutes Reitzeug, und der Rest zu Fuß oder im Sattel. Zum Melken musste man unbedingt wieder zu Hause sein, sonst gab es Ärger mit der Regierung auf dem Hof, die meist weiblich war. Pferde und Reiter gingen dann nur kurz in die Boxen, um etwas auszuruhen oder um Futter und Wasser aufzunehmen, und dann machte man sich hurtig an die Arbeit. Es wurden meistens ein harter Arbeitstag, denn das Turnier, der Pflichtbesuch auf dem

Zwischen Barrien und Okel um 1949: Rückkehr von einem Turnier in Seckenhausen. Foto: Annegret & Hermann Laue, Okel

Reiterball des gastgebenden Vereins und eine lange, lange Nacht blieben nicht ohne Wirkung. 1950: Ein Höhepunkt war das Schwarmer Himmelfahrtsrennen, zu damaliger Zeit ein Pflichtbesuch. Darüber hinaus wird von der erfolgreiche Teilnahme an Jagden in Okel, Sudweyhe und Thedinghausen berichtet.

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1951 - 1960 dem Ziel betrieben werden, Preise zu gewinnen.“ Die Ausschreibungen zu den Turnieren sollten der ländlichen Reiterei angepasst werden. Das Vielseitigkeitsreiten in der freien Natur mit dem Ziel, natürliche und künstliche Hindernisse zu bezwingen, sollte, unterstützt von strenger Dressurarbeit, Reiter und Pferde im Reitsport allgemein sicherer machen. Der Reit- und Fahrverein ging nach langer Pause wieder mit seinen Mitgliedern auf Reisen. Ziel im Jahr 1954 war der Wildpferdefang in Dülmen-Merfelder Bruch. Der Ausflug fand großen Zuspruch bei den Mitgliedern.

Ein großer Sieg in der Verdener Springprüfung. Hermann Knief Platz 1 Helga Köhler Platz 5

Das Ende der 1940er Jahre begonnene Reiten in der Gruppe und das gemeinsame Üben setzte man fort. Die Reitaufsicht und das Korrigieren übernahmen bis zu dieser Zeit geeignete Personen aus dem eigenen Verein. Am 23. Februar 1952, zur Jahreshauptversammlung, lagen Angebote für den Posten eines Reitlehrers vor. Es musste anscheinend gründlich geprüft und überlegt werden, wer denn dafür geeignet sein würde. Ein Jahr später, am 22. Februar 1953, stand es fest und wurde verkündet. Johann Borgstedt aus Barrien übernahm das Amt des Reitlehrers in Okel. Er brachte die besten Voraussetzungen dafür mit, hatte er doch durch die eigene Ausbildung in Lüneburg und auf der Heeresreitschule in Krampnitz das Reiten und die Ausbildung der Remonten von Grund auf gelernt. Man spricht heute noch von dem ruhigen, sachlichen Reitlehrer, dem einige Reiter in Okel ihre Turniererfolge zu verdanken hatten. An Johann Borgstedt denken die Okeler Reiter gerne zurück. Teilnehmer dieser ersten Reitabteilung nach dem Krieg waren Johann Evers, Hermann Wrede, Heinrich Meyer, Hermann Knief und Heinrich Kröger aus Osterholz, Heinz Kröger Heinrich Löhmann und Johann Wrede aus Barrien sowie die Okeler

Hans-Jürgen Seevers, Hermann Laue, Erich Bielefeld, Heinrich Heusmann und Heinz Uhlenwinkel.

Der Okeler Festplatz während des Kreisturniers 1959

1954 wurden vom Vorstand des Okeler Reitvereins neue Ziele für den Reitsport definiert, die dann auch in der Jahreshauptversammlung wie folgt beschlossen wurden: „Das Reiten soll Sport bleiben und nicht mit-

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Antje Martsch & Team 16

In der Jahreshauptversammlung am 2. Februar 1955 entschieden die Anwesenden mit 21 gegen 3 Stimmen, dass alle Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr Ehrenmitglieder sind. Am 14. und 15. Mai veranstaltete man in Okel gemeinsam mit dem Reitverein Sudweyhe eine Bezirksleistungsschau. Über das Turnier erschien am Montag, dem 16. Mai, in der Lokalpresse ein sehr positiver Bericht mit dem Titel „Okel stand im Zeichen des Pferdes. Ein schöner Erfolg dieser Pferdeleistungsschau“. Bei dem schweren Geländeritt blieben 16 von

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50 Reitern ohne Fehler. Die Geländestrecke führte über die Moorheide zur Schwicheldt’schen Forst durch Schultens Sandkuhle, nach der eine 400 Meter lange Zeitstrecke folgte, auf der zwei Hindernisse und ein Steilhang zu überwinden waren. Danach ging es über den Seufzerberg zurück zum Turnierplatz. 1der Schützenverein zu seiner Fahnenweihe ein. Der Reitverein nahm mit zehn Reitern und dem Vorstand teil. Hermann Knief startete auf dem Turnier in Verden und siegte dort im Springen, während die Lokalmatadorin Helga Köhler nur den 5. Platz erreichte. Auf der Jahreshauptversammlung am 28. März 1957 wurde, einem Vorschlag des Vorstandes


100 Jahre RuF Okel

1951 - 1960 folgend, von den Mitgliedern entschieden, dem Kreissportbund beizutreten. Dies hatte versicherungstechnische Gründe im Hinblick auf Besuche von Turnieren und anderen Veranstaltungen, die von Vereinen durchgeführt wurden. Am 19. Oktober 1958 feierten alle Reitvereine in Deutschland den „Tag des Pferdes“. Es fanden aus diesem Anlass überall gemütliche Ausritte und Kutschfahrten mit dem Partner Pferd in familiärer Atmosphäre statt. Am 18. und 19. Juli 1959 wurde auf dem Reitund Sportplatz ein Kreisturnier zur Feier des 50. Vereins-Geburtstages veranstaltet. Unter der Leitung des Vorsitzenden Hans Bruns hatten sich viele Mitglieder an der Herrichtung des Turnierplatzes und des als hervorragend bezeichneten Geländes mit Wassergraben und Pulvermanns Grab im Okeler Busch beteiligt. Die Interessenten des Bauernwaldes stifteten großzügigerweise dreißig Stämme Holz für die Hindernisse, bei deren Bau der Zimmermann Hinrich Schlüter aus dem Okeler Busch und mehrere Vereinsmitglieder ihr Können unter Beweis stellten. Auf der Südseite des Sportplatzes wurde eine Tribüne für 500

Kreisturnier und Vereinsjubiläum 1959: Ehrengäste in der Kutsche

Die Ausschreibung zum Turnier war sehr breit gefächert. Sie beinhaltete Material- und Reitpferdeprüfungen, Dressur- und Springprüfungen Glücksspringen und Geländeritt sowie Ein- und Zweispänner-Fahrprüfungen.

Nicht weniger als 192 Pferde und Reiter mit fast 700 Nennungen in 18 Abteilungen stellten sich dem Urteil der Richter. Bester jugendlicher Reiter wurde der Okeler Adolf Aumann, der eine besondere Auszeichnung erhielt. Ausgezeichnet wurden auf dem Turnier auch vier der ältesten Mitbegründer des Reit- und Fahrvereins: Heinrich Seevers und Hermann Rendigs sowie die Gastwirte Hermann Hüneke und Johann Kastens. Der Vorsitzende des Landesreiterverbandes, Landrat Albert Wendt aus Riede, überreichte ihnen die silberne Ehrennadel.

„Okel im Mittelpunkt“

Das Wahrzeichen von Okel: die Meyer’sche Windmühle.

Personen gebaut, die von einer hannöverschen Firma für 604 DM geliehen war. Wegen der sengenden Hitze – es herrschten über 30 Grad – wurde sie jedoch nur sehr wenig genutzt. Vier Festzelte, ein Wein- und ein Kuchenzelt hatte Gastwirt Johann Hollwedel aus Barrien für die Besucher aufgestellt. Die Vereinsmitglieder Hans-Jürgen Seevers und Wilhelm Hillmann fuhren den ganzen Tag mit je zwei Fässern über den Turnierplatz und über die Wege, um durch immer neues Wässern den Staub in den Griff zu bekommen. Der Dorfbach hatte einige Probleme mit den benötigten Wassermengen.

überschrieb die Kreiszeitung für die Grafschaft Hoya am 16. Juli 59 ihren Vorbericht zum Kreis Reiterturnier und zum Jubiläum. Wörtlich heißt es dort: „Das Kreisturnier der Reiterei in Okel und das 50jährige Jubiläum des Reit- und Fahrvereins am Sonnabend und Sonntag tragen das unseren ländlichen Festen eigene Gesicht. Die Liebe zum Pferd und Reitsport, aber auch die Verbundenheit mit familiärer Note des bäuerlichen Elements mit den Gästen aus Stadt und Land bestimmen die Atmosphäre der repräsentativen Veranstaltung.“

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100 Jahre RuF Okel

1961 - 1970

Anfang der 1960er Jahre begannen sich vermehrt Menschen aus dem nichtlandwirtschaftlichen Bereich für den Pferdesport zu interessieren. Der Reitsport begann ein Volkssport zu werden. In den Vereinen taten sich weitere Wege auf, den gesteckten Zielen in Sachen Ausbildung von Pferden und Reitern gerecht zu werden. Die Jugend beteiligte sich sehr viel stärker: Es wurden Pony-Reitabteilungen gegründet, und das Turnen auf dem Pferd (Voltigieren) war sehr gefragt. Am 7. März 1963 wurde in der Jahreshauptversammlung entschieden, eine Voltigierabteilung als neue Sparte im Verein zu gründen. Der Kassenführer Heinrich Lübmann wurde vom Verein beauftragt, ein passendes Pferd zu beschaffen und es in Fütterung und Pflege zu nehmen. Als Voltigierlehrer wurde Johann Borgstedt gewonnen. Auf der Jahreshauptversammlung am 17. März 1964 wurde der Jugendliche Ernst-August Arndt geehrt. Er erhielt Glückwünsche zu seinem silbernen Reitabzeichen. - Unser Mitglied Hermann Bätjer bot den Voltigierern für die Wintermonate die auf dem Grundstück Alte Beeke 6 stehende Halle als Unterkunft an. Heute ist das Anwesen im Besitz von Manfred Wohlers. Dort sind Boxen eingerichtet, die von den Voltigierpferden des Vereins bewohnt werden.

Erste Okeler Voltigierhalle r. im Bild rechts auf dem Grundstück Alte Beeke Nr. 6

Am 19. November 1965 musste die geplante Fuchsschwanzjagd abgesagt werden. Ein seltener Vorgang in der Geschichte des Okeler Reitvereins. Der Grund dafür war ein früher Wintereinbruch. Vor allem der gefrorene Boden machte das Reiten zu einem Risiko

Die 1963 neu gegründete Voltigierabteilung bekam ab dem 1. Januar 1966 ein eigenes Kassenbuch. Die Kassenführung lag in den Händen von Hermann Bätjer. Seit Herbst 1966 unterrichtete erstmals Heinz Wöltje aus Syke die Voltigierer. 1967 feierte die Voltigierabteilung ihren Volti-

Um 1968: Die damaligen Voltigierer des Okeler Reit- und Fahrvereins und mit ihrem Traumpferd Halla. Das Foto zeigt Udo Wöltje (Syke) und Ilse Knief (Osterholz) auf Halla, davor - von links nach rechts nach rechts -: Jürgen Seevers (Okel), Sabine Kramer (Syke), Eckhard Segelke (Barrien), Reinhold Kops (Gessel), Friedrich Knief (Osterholz), Jürgen Bolte (Okel), Elisabeth Uhlenwinkel (Okeler Busch), Irene Bielefeld (Okel), Marion Borkert (Syke), Erika Bätjer (Okel), Heinz Wöltje (Syke), Jutta Segelke (Barrien), Edmund Kalmbach (Okel), Wolfgang Häfker (Okel) und Kurt Bolte (Okel).

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100 Jahre RuF Okel

1961 - 1970 Reitlehrer. Die Abteilung hatte tolle Erfolge, und die Eheleute Hardy und Heinz Wöltje verstanden es sehr gut, mit den Kindern umzugehen. Am 2. März 1968 feierten die Wöltjes mit ihren Voltis in der Gaststätte von Bruno Winkelmann Kinderkarneval. Der Reitverein und seine Mitglieder schlossen sich mit einem gemütlichen Abend an. - Die Voltigierabteilung hatte zu jener Zeit einen erheblichen Zulauf und verfügte bereits über 50 Mitglieder. Am 26. und 27. Juli 1969 wurde ein Kreisturnier anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Reit- und Fahrvereins durchgeführt. Der für Okel bekannte Geländeritt innerhalb einer Stubbendorffprüfung durfte natürlich nicht fehlen. Für die Stubbendorffprüfung zahlte der Kreis immerhin 200 DM und für jeden teilnehmenden Verein noch einmal 20 DM extra. Kein Wunder also, dass 270 Pferde und rund 700 Nennungen innerhalb des Programms und bei der Zeiteinteilung berücksichtigt werden mussten. Okel war gut vorbereitet und sorgte für einen hervorragenden Ablauf der Veranstaltung, wofür man in der hiesigen Presse ein großes Lob erntete. Die Kreisstandarte holte sich die Mannschaft des Heiligenfelder Reitvereins. Das Gelände, d.h. die Stubbendorffprüfung, gewann Frido Nürnberg aus Henstedt.

Bericht Kreiszeitung/Syker Zeitung Mitte Juli 1969

Schon damals wurde viel Werbung gemacht, um Zuschauer und Teilnehmer nach Okel zu holen. Wenn man den Inhalt des hier abgebildeten Inserates näher betrachtet, wird man feststellen, dass vor vierzig Jahren nach dem Turnier durchaus noch ans Feiern gedacht wurde. Oder wurde das Turnier nur vorgeschoben? Vierzig Jahre später läuft das alles ganz anders - oder? Am 7. Juli 1970 wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen. Der Grund dafür war, dass der Verein ein eigenes Voltigierpferd anzuschaffen gedachte. Das bis dahin eingesetzte Volti-Pferd „Halla“ war von den drei Besitzern Anneliese Bätjer, Heinz Uhlenwinkel und Heinrich Bolte lediglich geliehen. Man entschied, Halla den jetzigen Besitzern für 4.500 DM abzukaufen. Da das Geld jedoch nicht bar vorhanden war, wurde der Beschluss gefasst, Bausteine auszugeben, die der Verein später zinslos einlöste. Heute weiß man, dass dies eine gute Investition war. Am 9. Dezember 1970 fand die zweite außerordentliche Versammlung statt. Der Bau einer Reithalle wurde besprochen. Es war zuerst einmal Einigkeit über die Frage zu erzielen, ob die Holz- oder die Stalhbauweise günstiger sei. Es wurde ein Bauausschuss gegründet, dem die Mitglieder Heinrich Bolte und Hans-Friedrich Bruns (Okel), Heinrich

Inserat: Kreiszeitung / Syker Zeitung vom 24.07.1969

Meyer (Osterholz) und Heinrich Heusmann (Gessel) angehörten. Auf der gleichen Versammlung erfolgte die Wahl eines neuen Vorstandes. Johann Hüneke wurde 1. Vorsitzender, Hans-Friedrich

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Bruns 2. Vorsitzender und Hermann Knief Protokollführer. Den langjährigen Vorsitzenden Hans Bruns wählten die anwesenden Vereinsmitglieder einstimmig zum Ehrenvorsitzenden.

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100 Jahre RuF Okel Am 1. Juli 1971 fand die Grundsteinlegung zum Bau der Reithalle des „Reit- und Fahrvereins Okel und Umgegend“ statt. Die Mitglieder waren voll dabei, und der Bau ging schnell voran. Die „Kreiszeitung“ schrieb: „Es war wohl das festlichste Ereignis, die Einweihung der neuen in knapp vier Monaten errichteten Reithalle in Okel. Grund genug also für einen großen Bahnhof, an dem die ganze Gemeinde teilnahm.“ Es gratulierten nicht nur Reitfreunde,

Vereinsmitglieder beim Reithallenbau - 1971

sondern auch viele Offizielle des Kreises sowie Persönlichkeiten aus Politik und Sport. Nicht wenige Ehrengäste kamen mit einem Scheck zur Restfinanzierung der modernen Trainingsstätte. Johann Hüneke dankte allen für die großzügigen Spenden, und ganz besonders

1971 - 1980 dankte er den vielen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz. Es muss hier besonders erwähnt werden, dass unser damaliger Ortsbürgermeister Heinz Cordes und der dem Reitsport ausgesprochen wohlgesonnene Landrat Albert Wendt mit je 20.000 DM von Gemeinde und Landkreis zur Finanzierung der Reithalle beigetragen haben. Die Baukosten beliefen sich einschließlich Tribüne auf rund 130.000 DM.

Bürgermeister Heinz Cordes unterstützte den Reitverein nicht nur beim Bau der Halle im Jahr 1971.

Auf der Jahreshauptversammlung am 10. Januar 1972 wurde beschlossen, den Jahresbeitrag auf 25 DM festzulegen und zum

Abbau der Schulden in 1972 eine einmalige Umlage von 25 DM zu erheben. Die Eintrittsgebühr wurde für Mitglieder unter 18 Jahren auf 50 DM und für ältere auf 100 DM festgelegt. Am 17. November 1972 wurde in Okel die seit langem geplante Fuchsjagd geritten. Die bereits Wochen zuvor aufgestellten Hindernisse im und am Wald konnten jedoch nicht benutzt werden, denn vier Tage vor der Jagd waren dort durch einen katastrophalen Orkan ca. 300 Festmeter Holz zu Bruch gegangen. Die Beibehaltung einer Jagdstrecke durch den Wald war ungemöglich geworden. Um den Jagdtermin nicht zu gefährden, musste man schnellstens neue Hindernisse bauen. Über die Hauptversammlung 1973 ist in den Protokollen zu lesen, dass Heinrich Meyer aus Osterholz dem Vorstand für seine solide Arbeit dankte. Er sagte dazu, dass ein Kassenbestand in Höhe von 1.500 DM und eine bezahlte Reithalle ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis seien. Das Ehepaar Gisela und Friedel Helmich aus Steimke wurde für die Turnierbetreuung der Voltigierkinder vorgeschlagen. Die beiden haben diese verantwortungsvolle Aufgabe sehr gerne angenommen.

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100 Jahre RuF Okel

1971 - 1980 1974 war für die Okeler Reiter ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr. Helmut Martsch wurde in Wagenfeld Bezirksmeister, und Jürgen Bolte belegte dort in der Dressur den 2. und im Springen den 3. Platz. Beide starteten auf der Landesmeisterschaft in Bevensen und belegten dort vordere Plätze. Das Okeler A-Voltigierteam wurde Kreismeister und Bezirksmeister in Heiligenfelde und belegte auf der Landesmeisterschaft in Bevensen einen ganz hervorragenden 10. Platz von insgesamt 117 angetretenen Mannschaften.

Heinz Wöltje, Gudrun und Horst Deyda, Angelika und Helmut Neddermann hatten diese Art der Jugendarbeit in Okel einmal ins Leben gerufen.

1975: Erstes Zeltlager der Okeler Reitjugend in der Döhrener Heide zwischen Nordwohlde und Bassum

1975 war das Auftaktjahr zu einer Reihe von Zeltlagern der Okeler Reitjugend. Den Anfang machte ein Lager in der Döhrener Heide zwischen Bassum und Nordwohlde. Hardy und

1976: Die Freizeitreiter und einige Vereinsmitglieder machten Urlaub in der Lüneburger Heide. Der „Theeshof“ in Leitzingen war das gewählte Reiseziel. Ein großes Problem tat sich auf, als das Syker Forstamt alle Waldwege sperrte. Das Reiten im Wald und in der Natur, besonders das Gespannfahren, wurde dadurch stark eingeschränkt. Damals stellte Hermann Bätjer dem Verein großzügig seinen Forst und seine Waldwege zur Verfügung, damit der Verein trotz der Einschränkungen seine Vielseitigkeitsreiterei fortsetzen konnte. Das Okeler Gelände war bekannt und beliebt, und es fiel auf durch die vorh a n d e n e n natürlichen Gewässer und durch seine hügelige Landschaft. Die Mitglieder Dr. Gustaf Grabow, Hans-Joachim Affeldt, Ernst Adolph und Horst Deyda waren ständig mit der Stadt Syke und dem Forstamt im Gespräch, und sie konnte kleine Erfolge verbuchen. So konnte auch die Einführung eines Registers mit Kopfnummer für jedes Pferd, das im Feld oder Wald bewegt wurde, verhindert werden.

„Nelly Specker“ Anfang der 1970er Jahre in der Gastube des Schützen und Reiterhof Okel

1974 wurde „Tante Nellys Sparverein“ von den Freizeitreitern gegründet. Diese Gruppe saß mittwochabends, nach dem Reitunterricht, immer noch ein bisschen zusammen, um zu klönen oder neue Unternehmungen zu planen. Das alles spielte sich natürlich bei Nelly Specker im „Schützen- und Reiterhof“ ab, die liebevoll „Tante Nelly“ genannt wurde. Im September 2003 verstarb Nelly Specker, und wir erinnern uns alle sehr gerne an sie. 1975 informierte Dr. Jürgen Seeger über die Pflicht, Reiter und Pferde in Warendorf für den Turniersport eintragen zu lassen. Alle Nennungen zu Turnieren laufen bis heute über Warendorf, von wo man am Ende eines Jahres für jedes Pferd und jeden Reiter die gespeicherten Ergebnisse abrufen kann. Diese Pflicht galt ab Januar 1976 für alle Turnierveranstaltungen außer Kat. C und Juxturnieren.

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100 Jahre RuF Okel

1971 - 1980

Sehr erfreulich zu berichten ist, dass die AVoltigierer unter der Leitung von Heinz Wöltje zum 3. Mal Kreismeister wurden und damit dreimal in Folge den Titel geholt hatten. Daraufhin blieb der Pokal für immer in Okel. Für 1977 ist zu verzeichnen, dass Dagmar Helmich Bezirksmeisterin Dressur in Bruchhausen-Vilsen wurde, wo auch Britta Seeger sich sehr gut placieren konnte. Gaby Lübber nahm mit ihrem Gonzales an der Landesmeisterschaft in Söder teil und erreichte dort einen guten Platz im vorderen Feld. Alke Meyer (Osterholz) gewann mit ihrem Pony Speedy in Heiligenfelde die VielseitigkeitsKreismeisterschaft 1978 und wurde kurz darauf mit ihrem Speedy Deutsche Meisterin der Vielseitigkeit in Kirchhellern. Andreas Greimann wurde Landesmeister der Pony-Springreiter in Nienburg und in diesem Jahr auf dem internationalen Turnier in Brüssel als bester Ponyreiter ausgezeichnet.

Alke Meyer über dem Sprung zur Deutschen Meisterschaft 1978

Unsere Freizeitreiter und einige reiselustige Mitglieder traf man 1978 gut gelaunt rund um die „Wilseder Mühle“, in der Nähe von Bispingen, wo viel geritten wurde und wo man auch wieder viel Spaß in dieser Reitergemeinschaft hatte. In der Stadthalle Bremen ritten im Februar 1979 Okeler Ponyreiter eine Quadrille unter der Leitung von Bärbel Opfermann. Sie erhielten für diesen Auftritt 500 DM. Alke Meyer wurde 1979 mit ihrem Pony Speedy wieder Kreismeisterin der Ponyvielseitigkeitsreiter. Auf der Landesmeisterschaft gewann sie die Bronzemedaille und bei den Bezirksmeisterschaften lag sie ebenfalls im vorderen Drittel. Unsere PonyMannschaft wurde in Okel wieder einmal Kreismeister, die K-Pony-Mannschaft Vizemeister.

Freizeitreiter auf einem der viele Kurztrips in die Heide, wo das Freizeitreiten und die gemeinsame Freizeit ausgiebig gepflegt wurden. Foto Helma und Gerd Piegsa

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100 Jahre RuF Okel

1971 - 1980

Johann Hüneke und jugendliche Vereinsmitglieder gratulieren Alke Meyer zum Landesmeistertitel 1980 Kreiszeitung vom 26. September 1980

Pferd jedoch stolperte so unglücklich, dass es dabei einen Genickbruch erlitt.

sind mit diesen beiden Trainern aufs engste verbunden. Sabine Greimann ritt mit Pony Donald auf dem Bezirksturnier in Lagenhagen und wurde dort Bezirksmeisterin im Springen. Alke Meyer gewann die VielseitigkeitsBezirksmeisterschaft mit Speedy, und wurde am 29. - 31. August.1980 Landesmeisterin Vielseitigkeit in Hellendorf-Wedemark.

Der Jugendsprecher Reinhard Platter bedankte sich 1980 auf der Jahreshauptversammlung ganz besonders bei den Jugendtrainern Heinrich Meyer (Osterholz) und Klaus Vincke (Dreye) für ihre tolle Arbeit in der Ponyreiterei. Die großartigen Leistungen einiger Ponyreiter

An der Deutschen Vielseitigkeits-Meisterschaft in Engter nahmen 1980 die Okeler Ponyreiter Kerstin Meyer auf Mona, Michael Platter auf Angelo und Alke Meyer auf Speedy erfolgreich teil. Das B-Team der Voltis gewann in diesem Jahr die Kreismeisterschaft.

Sabine Greimann - Bezirksmeisterin 1980 Springen Pony Bezirksmeisterschaften in Langenhagen

Landesmeister Andreas Greimann nahm mit seinem Pony „Donald“ an den Europameisterschaften der Pony-Springreiter in England erfolgreich teil. Auf der Herbstjagd am 10. November gab es am Aussprung „Waldgrenze Seufzerberg“ einen sehr bedauerlichen Sturz, wobei dem Reiter glücklicherweise nichts zustieß. Das

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100 Jahre RuF Okel Die Reitsaison 1981 begann für Okel sehr positiv mit dem Sieg der Ponyreiter bei den Kreismeisterschaften in Wietzen, die BMannschaft kam hier auf den 2. Platz. Die Trainer Heinrich Meyer und Klaus Vincke waren überaus zufrieden. – Dr. Gustaf Grabow erfüllte sich einen lang gehegten Wunsch: Er kaufte sich ein Arabergespann aus Ungarn. Zwei Schimmel in einer handlichen Größe direkt aus Babolna waren für ihn der schönste Sonntagsdienst, wenn er denn dienstfrei war. 1982: Auf der Bezirksmeisterschaft in Hannover erreichten Britta Seeger mit Gold und Ilse Knief mit Silber ein hervorragendes Ergebnis in der Kl. L Kandarre. Dr. Jürgen Seeger übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden von Hans-Friedrich Bruns. Auf der Jahreshauptversammlung am 25.1.1983 sprach der 1. Vorsitzende über erfreuliche Besucherzahlen auf dem Turnier 1982, klagte aber gleichzeitig über die mangelhafte Beteiligung am Reiterball nach der Herbstjagd. Johann Hüneke stellte die Zukunft des Balls wegen der schwachen Beteiligung in Frage. In der „Kreiszeitung“ las man „Es spricht für einen guten Geist dieses Vereins, dass sich mit Andreas Greimann, Nils Brinkmann sowie Helma und Gerd Piegsa sofort einige optimistische Vereinsmitglieder bereiterklärten, dafür zu sorgen, dass der Reiterball 1983 ein voller Erfolg wird.“ Die Reiterfreunde von der Barrier

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1981 - 1990

Dr. Gustaf Grabow mit seinen Babolna-Arabern

Heide suchten 1983 einen Stammverein, um ihre Turnierteilnahme absichern zu können. Wilfried Plate, Udo Zöfelt, Heinrich Seevers, Heinz von Weyhe, Dagmar und Holger Schmidt traten geschlossen dem Okeler ReitundFahrverein bei. Auf dem Kreis-Ponyturnier in Okel konnte Heinrich Meyer mit seiner PonyMannschaft (Urte Meyer, Lutz Vincke, Bettina Meyer und Kerstin Ullmann) wieder einmal die Kreisstandarte in Empfang nehmen, die von Landrat Heinz Zurmühlen und dem Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Löhmann übergeben wurde. Der „Reitund Fahrverein Okel und Umgegend“ feierte 1984 sein 75-jähriges Bestehen mit je einem Pony- und einem Großpferdeturnier. An zwei Wochenenden stand Okel wieder einmal im Zeichen großen Pferdesports. Der Verein war stark wie nie zuvor, er zählte 250

erwachsene Mitglieder und 45 Voltigierer. Zum Geburtstag bekam der Reit- und Fahrverein eine neue Standarte, die auf dem am 15. und 16. September stattfindenden Turnier geweiht und

75 Jahre Jubiläum Ehrenplakette

an den Verein übergeben wurde. Auf allen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr gab es für sämtliche Teilnehmer eine Ehrenplakette, ein aus Modelliermasse handgefertigtes Emblem mit der Inschrift „75 Jahre Reit- und Fahrverein Okel u. Umg. 1984“. In Heiligenfelde wurde die Okeler Ponymannschaft 1984 wieder Kreismeister, während Sven Lindhoff den Titel des Kreismeisters im Springen errang und Lutz Vincke Kreismeister in der Dressur wurde. Alke Meyer konnte 1984 die VielseitigkeitsLandesmeisterschaft in Warendorf gewinnen,


100 Jahre RuF Okel

1981 - 1990

Urte und Alke Meyer Speedy und Salem Landesmeisterschaft Warendorf

Alke Meyer: Vielseitigkeits-Europameisterin der jungen Reiter 21.-28. Juni 1984 in Luhmühlen.

wo Schwester Urte mit Speedy bei den Ponys auf Platz 3 landete. Beide Schwestern hatten sich damit für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die vom 21. bis 28. Juni in Wiesbaden stattfanden, wo Alke Meyer einen 3. Platz belegte. Das war gleichzeitig die Fahrkarte zu den Europameisterschaften der jungen Reiter in Luhmühlen. Herzlichen Glückwunsch an alle Meyers aus Osterholz. Für die größte Überraschung sorgte in Luhmühlen zwischen dem 30. August und dem 2. September 1984 Alke Meyer. Sie wurde Europameisterin der jungen Reiter in der Vielseitigkeit. Mit ihrem Pferd „Salem“ (10), im Besitz von Heinrich Meyer, zeigte sie Nervenstärke und ihr reiterliches Können auf der ganzen Linie. Nach einem Dressurergebnis von 56,20 Strafpunkten und einem bravourösen Geländeritt mit null Fehlern in der Zeit lagen die beiden auf Platz vier der Wertung. Das Abschlussspringen am Sonntag konnte sie ebenfalls nervenstark mit einem tollen Null-Fehler-Ritt beenden, und so blieben nur noch einige Zitterminuten beim Beobachten der letzten Reiter bis zu ihrem Titelgewinn. Alke Meyer wurde allseits herzlich beglückwünscht und begeistert gefeiert. Der Okeler Reitverein und seine Mitglieder bereiteten ihr einen tollen Empfang bei ihrer Rückkehr. Ilse Knief und Dagmar Helmich zeigten 1985 ganz deutlich, dass der Hammer zu der Zeit in Okel hing. In der L-Dressur waren sie immer vorne dabei. Mit Allenstein und Patrick erreichten die beiden eine Platzierung nach der anderen. Das galt auch für Doerthe Meyer aus Syke, die mit ihrem Pony Pascha jedes Jahr an die 50 Platzierungen abräumte. Im Oktober 1986 veranstaltete der Reitverein eine Sternfahrt für Gespanne. Aus einem Umkreis von etwa fünfzehn Kilometern kamen die Gespanne ange-

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fahren. An der Reithalle wurde sie nach dem Mittagessen einzeln gestartet und hatten innerhalb einer 8-Kilometer-Strecke exakt festgelegte Aufgaben zu erledigen. Nach Auswertung von Zeit und Strafpunkten stand es fest: Auf Platz 1 fuhr das Gespann von Udo Zöfelt (Lahausen), zweiter wurde Wilfried Plate (Barrien), dritter Heinrich Löhmann (Barrien); Platz 4 belegte Wilfried Pape (Schnepke). Für die Reiter ging es um eine Strecke von immerhin zwanzig Kilometern und eine Reihe kniffliger Fragen. Hier siegten Annette Arndt und Kirsten Schulz aus Okel, auf Platz 2 landeten Helma Piegsa und Petra Bode; der 3. Platz ging an Inge und Conja Köster aus Wöpse, während erreichten Heinrich und Heini Seevers aus Barrien Platz 4 erreichten. Johann Hüneke freute sich mit allen Teilnehmern über eine gelungene Veranstaltung, die ohne Probleme ablief, und dankte den Teilnehmern für ihr umsichtiges Verhalten. Aus den Jahren 1987 und 1988 liegen keine Hinweise auf besondere Ereignisse im Okeler Reitverein vor. Es scheint, als hätte man die Zeit genutzt, um sich auf neue Siege vorzubereiten. Fest steht, dass die Freizeitreiter in beiden Jahren mit Rallye-Ritten beschäftigt waren und dass in beiden Jahren auch Jagden geritten wurden. Sowohl 1987 als auch 1988 trafen sich die Vereinsmitglieder überdies zum traditionellen Maiausritt an der Reithalle. Die Ortschaft Okel feierte am 4. Juni 1989 den 800. Geburtstag ihrer ersten urkundlichen Erwähnung. Der Reit- und Fahrverein war im großen Festumzug mit Reitern, Voltigierern und Kutschgespannen dabei. Heinz Wöltje, Ralf Hollwedel und Sven Linhoff mit Standarte ritten vorneweg. Heinz Cordes und Jürgen Schmock genossen den Umzug in einer geschlossenen, etwa hundert Jahren alten Holzwagonette von Helmut Neddermann mit seinem UngarnSchimmelgespann Hulam und Shamanie. Der Reit- und Fahrverein war mit Reitern, Voltigierern und Kutschgespannen an fünfzehn Umzugsbildern beteiligt. Auf der Weihnachtsfeier des Reitvereins am 17. Dezember fielen in diesem Jahr vor allem die Freizeitreiterinnen auf. Sandra Plate, Manuela

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100 Jahre RuF Okel

1981 - 1990

Der Festumzug am 4.Juni 1989 aus Anlass der Okeler 800-Jahr-Feier: Die Tete der Reiter bilden Heinz Wöltje, Ralf Hollwedel, Sven Lindhoff (mit Standarte)

Schwab, Martina Paetz, Jutta Quebbemann, Eva Poggenburg und Helma Piegsa hatten sich in Schale geschmissen und zeigten ihr Können in einer mit Reitlehrer Heinz Wöltje einstudierten Quadrille. Auf der Jahreshauptversammlung 1990 wurde wegen der ständig steigenden Kosten der Jahresbeitrag auf 150 DM neu festgelegt; für die Voltigierer waren es neu 120 DM pro Quartal. Beim Osterturnier in der Okeler Halle wurde erstmals der „Große Preis von Syke“ in einem Springen der Klasse M ausgeritten. Es wurde damals mit der Stadt Syke abgesprochen, dass der Preis im jährlichen Wechsel mit Heiligenfelde ausgeritten werden soll.

Weihnachtsreiten am 17. Dezember 1989: Damen-Reitabteilung in alten Kostümen

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100 Jahre RuF Okel

1981 - 1990

Helmut Neddermann mit seinem Schimmelgespann vor einer Holzwagonette Baujahr 1904. Fahrgäste verdeckt der damalige Ortsbürgemeister Heinz Cordes und neben ihm der heutige Ortsbürgermeister Jürgen Schmock.

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100 Jahre RuF Okel 1991 fand das Osterturnier zum 20. Mal in der 1971 erbauten Reithalle statt. Johann Hüneke nahm als 1. Vorsitzender dieses Jubiläum zum Anlass, seinen Dank an eine Reihe von Persönlichkeiten auszusprechen, ohne die ein Turnier gar nicht denkbar war. An Bernd Stubbemann vom DRK-Ortsverein Syke, Dr. Gustaf Grabow (Barrien), den Tierarzt Dr. Christoph Siegel (Emtinghausen) sowie an den Geschäftsführer des Vereins, Heinrich Bolte, richtete sich sein besonderer Dank für die Bereitschaft, alle Jahre wieder für das Turnier in Okel zur Verfügung zu stehen. v

1991 - 2000 soll, der gleichzeitig als Tagungs- und Besprechungsraum für Vereinsgruppen genutzt werden konnte. Die Kosten dafür wurden auf rund 2.000 DM veranschlagt.

1993 gab Johann Hüneke den Vorsitz im Okeler Reitverein ab. Er hatte dreißig Jahre lang dem Vorstand angehört, davon 22 Jahre als 1. Vorsitzender und acht Jahre als 2. Vorsitzender. Johann Hüneke wurde mit großem Dank und viel Anerkennung für die langjährige Vorstandsarbeit verabschiedet. Der Applaus der Mitgliederversammlung zeigte sehr deutlich, wie gerne man sich von ihm hatte führen lassen. An seine Stelle wurde Helmut Martsch zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Hardy und Heinz Wöltje wurden vom 1. Vorsitzenden Johann Hüneke mit großem Dank für die vielen Jahren ihrer Ehrenamtlichen Arbeit im Verein verabschiedet. Kreiszeitung vom 23. Oktober 1992

Der Reit- und Fahrverein Okel sagte „Dankeschön“auf dem Osterturnier 1991 bei seinen Turnieräzten und dem DRK für 20 Jahre Begleitung der Osterturniere.

Auf der Jahreshauptversammlung 1992 wurde entschieden, dass in der Verlängerung der Reithalle ein Richterraum angebaut werden

Idealismus betrieben hatten. Heinz Wöltje, der 1995 leider viel zu früh verstarb, wird ganz sicher dem Okeler Reitverein und seinen Mitgliedern in sehr guter Erinnerung bleiben.

Das Ehepaar Hardy (Johanna) und Heinz Wöltje wurde anlässlich eines Essens im „Schützenund Reiterhof“ nach mehr als 25-jähriger Arbeit als Ausbilder in unserem Verein verabschiedet. Die Voltigierabteilung in Okel wurde maßgeblich von den Wöltjes geprägt, die die Jugendarbeit im Verein immer mit viel

Das Osterturnier 1994 wurde erstmals auch für den Reiternachwuchs in Dressur und Springprüfungen ausgeschrieben. Der damalige Landestrainer Willy Korte war zu Gast. Die Prüfungen waren eine Sichtung für Landesund Deutsche Meisterschaften. Hier wurde auch entschieden, welche Jugendlichen in den Landeskader aufgenommen wurden, um dann auf Landesebene in besonderen Trainingsschwerpunkten gefördert zu werden. Der Verein lud 1994 zu einigen Vorträgen mit Umwelttehmen ein. Referent zum Thema Reiter und Jäger war der Vorsitzende der hiesigen Jägerschaft, Bernhard Haase, dem es gelang,

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1991 - 2000 seinen Vortrag für Jung und Alt lehrreich und verständlich zu gestalten. Am 11. Juni folgte, mit der Syker Forstverwaltung, ein Rundgang durch den Wald, bei dem das neue Wissen direkt angewendet und ausprobiert wurde. Entsprechende Veranstaltungen wurden seither oftmals wiederholt. Damit zeigten die Reiter ganz klar ihr Interesse an Umweltfragen und einem guten Umgang mit der Natur. Am 6. Mai 1994 heirateten Johann Hüneke und Dr. Marikje Smid, die eine Zeitlang Pastorin in Barrien war, in der Diepholzer Michaelis-Kirche. Der Reitverein begleitete die beiden an diesem Tage ein Stück des Weges. Wilfried Plate hatte vier Schimmel vor seinen mehr als 130 Jahre alten Schiffslandauer gespannt. Reiter und Voltigierkinder standen Spalier. Dass die Begleitung eine offizielle Vereinssache war, zeigten Helmut Martsch und Hans-Friedrich Bruns, die mit der Standarte des Reit- und Fahrvereins vorwegritten.

100 Jahre RuF Okel

Hochzeitsreiten bei Johann Hüneke Dr. Marikje Smid am 06. Mai 1994

Die Voltigierabteilung wurde 1995 von Matthias Meyer übernommen, der im selben Jahr seine Prüfungen als Voltigierwart und Ausbilder auf der Schule in Hohenhameln erfolgreich abgeschlossen hatte. Großes Thema in der Jahreshauptversammlung war wieder der Arbeitsdienst: Sollte es nicht gelingen, eine bessere Beteiligung herbeizuführen, würde es eine finanzielle Abgeltung nicht geleisteter Stunden der Mitglieder geben müssen. In der Versammlung wurde entschieden, am 3. September 1995 ein Kat.-C-Fahrertag in Okel durchzuführen. 31 Gespanne wurden zu den ausgeschriebenen Prüfungen genannt. Die Dressur und Hindernisprüfungen am Vormittag fanden schon ein großes Interesse, am Nachmittag wurde es dann richtig spannend, als die Gespanne durch die festen Hindernisse flitzten. Wilfried Plate als Fahrwart und Helmut Martsch als 1. Vorsitzender zogen eine positive Bilanz zu diesem Tag. 1996 gab Heinrich Bolte seine Aufgaben als Geschäftsführer ab und wurde mit großem Dank verabschiedet. 25 Jahre lang die finanziellen Geschicke des Okeler Reitvereins mit Verantwortung und viel Herzblut gesteuert zu haben ist eine große Leistung, für die auch die engere Familie in den Dank einbezogen wurde. Der Okeler Reitverein war und ist nicht zuletzt dank Heinrich Bolte immer ein finanziell gesunder Verein gewesen, der seine Risiken stets gut einschätzen konnte. Der damalige OrtsBürgermeister Heinz Cordes fasste es bei der Verabschiedung so zusammen: „Ohne di seeg dat in usen Verein nich so ut. Wat du maakt hest, dat maakt di so licht nüms na.“ Die Vereinsmitglieder begleiteten die Verabschiedung von Heinrich Bolte mit Standing Ovations. Zu seinem Nachfolger wurde Andreas Greimann gewählt. Der Reitverein hatte im Jahre 1996 unter

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100 Jahre RuF Okel

1991 - 2000 Matthias Meyer 130 Voltigierkinder, die mit elf Übungsleitern und vier Pferden in zwanzig Übungseinheiten trainierten. Für den Verein war das die absolute Spitze und auch die Spitze dessen, was innerhalb des Vereins, im Rahmen der Hallenzeiten und durch die Übungsleiter zu leisten möglich war. Das Okeler A-Team startete auf den Landesmeisterschaften HannoverBremen in Liliental Geschäftsführer Andreas Greimann stellte die Buchführung des Vereins erstmals auf EDV-Bearbeitung um. Bereits 1996 eine Erleichterung, ist sie heute nicht mehr wegzudenken.

Am 31. Januar 1998 Ehrungen für 50jährigeMitgliedschaft Heinz Cordes, Johann Evers, Johannes Kastens, Wilhelm Lange, Hermann Knief, Heinrich Lübmann und Heinz Segelke ganz rechts im Bild Dr. Michael Sölter, 2. Vorsitzender und Helmut Martsch als 1. Vorsitzender

Auf der Jahreshauptversammlung am 25. Januar 1997 zog der 1. Vorsitzende Helmut Martsch Bilanz für das vergangene Jahr und stellte fest, dass die geplanten neuen Wege beim Osterturnier (nur noch Großpferde) und verschiedenen anderen Veranstaltungen sich bewährt hätten. Sie sollten weiter ausgebaut und verbessert werden. Für 50-jährige Mitgliedschaft und Treue ehrte er sodann die Mitglieder Heinz Cordes, Johann Evers, Johannes Kastens, Wilhelm Lange, Hermann Knief, Heinrich Lübmann und Heinz Segelke. In der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 1998 attestierte der 1. Vorsitzende Helmut Martsch allen Mitgliedern ein arbeitsreiches Jahr 1997. Er dankte allen für den tollen Einsatz beim Osterturnier und bei dem sehr gut gelaufenen Norddeutschen Voltigier-Zeltlager, das nach den Aussagen von Matthias Meyer eines von drei besonders leistungsorientierten Volti-Zeltlagern in Deutschland war. Bärbel Früchtenicht und Yvonne Meyer qualifizieren sich für die kommenden Landesmeisterschaften im Voltigieren. Die Neuwahlen brachten Bewegung in der Vorstandsetage: Ulrich Paetz löste Dr. Michael Sölter als 2. Vorsitzender ab, Stefanie von Ahsen übernahm von Helma Piegsa das Amt

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150 Jahre Reitverein geehrt von links: Sven Lindhoff auf Goldjunge, Andreas Greimann, Ortsbürgermeister Heinz Cordes und die Jubilare Heinrich Heusmann, Fritz Meier und Albert Brüning Heinrich Bolte und Wolfgand Illies auf Lady Landsdown


100 Jahre RuF Okel

1991 - 2000 des Schriftführers und Hermann Witte trat als neuer Beauftragter für das Fahren an die Stelle von Wilfried Plate. Auf dem Osterturnier, das vom 10. bis 12. April 1998 stattfand, wurden drei Okeler Vereinsmitglieder geehrt, denen der Reitverein sehr viel verdankt. Da war nicht nur die Beschaffung des Holzes für den Bau der Reithalle, in gemütlicher Runde sitzend erinnerte man sich auch an viele schöne Dinge, die heute keine so große Rolle mehr spielen, weil sich Zeit und Geist geändert haben. Man kann sagen, die gute Gemeinschaft, die tollen Reiterbälle und der Rübenschnaps sind bleibende Erinnerungen an eine schöne Zeit. An dieser Stelle wendet sich der Reit- und Fahrverein Okel noch einmal mit einem herzlichen Dankeschön an diese Jubilare. Eindrucksvolle Ergebnisse der Okeler Einzelvoltigierer im Jahr 1998 waren die von Verena Hesse, Verena König und Janina Lehmann. Die drei räumten auf Kreisebene alle Titel ab, Janina Lehmann und Verena König qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften und wurden in den Landeskader aufgenommen. Das bedeutete auch, dass die zwei künftig international starten konnten. Herzlichen Glückwunsch zu dieser großartigen Leistung. Das Osterturnier wurde für die Tage vom 2. bis zum 4. April 1999 eingeplant. Außerdem sollte es in Okel wieder ein Norddeutsches Zeltlager der Voltis geben, das erfolgreich vom 25. bis 29. August durchgeführt wurde. Die Okeler Voltigierer starteten mit Trainer Matthias Meyer 1999 erstmals international auf CVI-Turnieren. Der für den 12. September geplante Fahrertag wurde ein großer Erfolg durch die hohe Beteiligung, und die Fahrer aus Okel konnten sich im vorderen Feld platzieren. Eine gute Nachricht für unseren Verein kam 1999 aus Warendorf. Die FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) wies den Okeler Reitund Fahrverein als einen von ihr geprüften Pferdebetrieb aus und gab ihm die Betriebsnummer „3650337“. Am 28. Januar 2000 übergab Andreas Greimann sein Amt als Geschäftsführer an seinen Stellvertreter Nils Brinkmann. Der Jugendwart Matthias Meyer trat ebenfalls zurück. Für ihn rückte Silke Ertelt nach. Die Teilnehmerzahl beim Osterturnier war um 50 Pferde höher als zuvor und die erstmals in Eigenregie erfolgte Verpflegung klappte mit vielen freiwilligen Helfern ganz hervorragend. Im Verein war man sich anschließend einig, die fleißigen Hände hatten ein hervorragendes Ergebnis erarbeitet.

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100 Jahre RuF Okel 2001 wurde mit dem Eintritt von Jutta und Berthold Quebbemann in unserem Reitverein eine neue Sparte des Reitens belegt. Die Quebbemanns haben sich für den Westernreitstil entschieden. Sie züchten und bilden auch selber ihre Pferde aus. Der Westernreitstil unterscheidet sich vom Europäischen Reitstil im Wesentlichen durch die sichtbare Lässigkeit von Pferd und Reiter. Das Pferd soll mit möglichst wenig Ziehen und Zurren unter Kontrolle gehalten werden. Im Vergleich zu unserer Reitweise wird dabei mit voll durchhängenden Zügeln geritten, um dem Pferd möglichst viel Freiheit zu lassen, sich selbst auszubalancieren. Das Pferd ist dabei sehr gut in der Lage, seinen Kräfteeinsatz selbst optimal zu steuern. Der Reiter gibt seine Befehle überwiegend durch den Sitz, oder auch über die Stimme. Die Zügel werden dabei manchmal am Pferdehals angelegt oder auch locker davon abgehalten, gezogen wird daran fast nie. Ein gut gerittenes Westernpferd macht seine Arbeit, ohne dass man ein Einwirken des Reiters sehen oder hören kann.

2001-2009

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lich einer Geschäftsordnung und der Einrichtung eines Ehrenrates zur Jahreshauptversammlung 2004 vorzubereiten und dann zur Abstimmung zu bringen. Ebenfalls zur Abstimmung kommen sollte die Erweiterung des Vorstandes um einen Beauftragten für das Westernreiten und um einen Hallenwart. Bei den folgenden Wahlen wurden Andreas Greimann zum 1. Vorsitzenden,

Manfred Wohlers zum Schatzmeister, Klaus Schröder zum Beauftragten für den Freizeitsport und Helmut Neddermann für den Posten des Hallenwarts gewählt. Die Wahl des Beauftragten für das Westernreiten wurde um ein Jahr verschoben. Die Reithallenrenovierung wurde von der Versammlung beschlossen. Die Renovierungsarbeiten an der Reithalle begannen nach den Sommerferien und gingen zügig voran. Im Herbst 2003 war auch der Innenbereich der Halle so weit fertig, dass das Schild „Baustelle“ dort entfernt werden konnte. An dieser Stelle schickt der Reitverein noch einmal ein Dankeschön an Astrid und Hermann Witte nach Riede für die Aufnahme der Voltigierer während der Bauzeit an der Okeler Halle. Auch für Melanie Höper war der Aufenthalt in Riede sicher eine gute Zeit, denn nicht zuletzt dank der dort gebotenen Trainingsmöglichkeiten wurde sie Kreismeister 2003.

Das Osterturnier 2001 konnte wegen des Auftretens der Maul- und Klauenseuche nicht wie geplant stattfinden. Schwerpunktmäßig betroffen war der LK Diepholz und anggrenzende Landkreise. Überall waren Tiertransporte auch zu Turnierzwecken streng untersagt. Der Ersatztermin 28. bis 30. September brachte nicht annähernd den gewohnten Erfolg des Osterturniers. Am 26. Januar 2002 wurde auf der Jahreshauptversammlung das Thema Sanierung der Reithalle ernsthaft angegangen. Nach Klärung aller wichtigen Fragen wurde entschieden, die Maßnahme unverzüglich zu starten. Ein Bauausschuss wurde eingesetzt, der Angebote einholen, und diese für die Mitgliedschaft prüfen und abwägen sollte. Auf der Jahreshauptversammlung am 14. März 2003 entschieden die Mitglieder des Reit- und Fahrvereins, die Satzungsänderungen bezüg-

2003: Filmdreharbeiten zu dem Weyher Dokumentarfilm „Wir hatten ja nichts“. - Regie: Wolfgang Wortmann

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100 Jahre RuF Okel

2001-2009 Hinter der Reithalle wurde paralell gearbeitet. Dort legte der Verein einen Sandplatz für das Reiten und Voltigieren an sowie Hindernisse für die Fahrturniere und einen Mehrzweckplatz (40 x 100 m) der hauptsächlich als Fahrplatz genutzt werden sollte. Auch ein Meldestellencontainer für die Freilandveranstaltungen wurde aufgestellt. Eine nicht ganz alltägliche Leistung erbrachte unser Vereinsmitglied Wilfried Plate aus Barrien. Er und sein Freund Udo Zöfelt spielten mit in einem Dokumentarfilm, den Wolfgang Wortmann über den Nachkriegsalltag in und um Weyhe drehte. Die zwei stellten Pferd und Wagen für eine Szene mit Flüchtlingstreck zur Verfügung und waren als Darsteller dabei. Der 2003 gewählte Vorstand arbeitete auf Hochtouren. Zur Jahreshauptversammlung am 30. Januar 2004 lagen die Satzungsänderungen vor und konnten zur Abstimmung gebracht werden. Erstmals wurde ein Ehrenrat gewählt, bestehend aus Karl-Heinz Meyer (Syke), Wilfried Plate (Barrien), Heinrich Meyer (Osterholz), Dagmar Helmich (Riede) und Heinrich Bolte (Okel). Des Weiteren wählte man Berthold Quebbemann zum Beauftragten für das Westernreiten, während Hermann Witte als neuer Beauftragter für das Fahren Aloys Bedenbecker ablöste.

Andreas Greimann: Kreismeister Fahren-Zweispänner 2004

Das Osterturnier 2004 war wieder einmal ein voller Erfolg und eine Bestätigung für die großen Entscheidungen innerhalb der letzten Jahre - auch für die Arbeit des Vorstandes und der Turnierleitung. Die „Kreiszeitung“ schrieb:

„Der Veranstalter heimste von allen Seiten Lob ein für seine modernisierte Reitanlage.“ Der Parcoursbauer Joachim Cordes lobte das neue Licht in der Halle und die großzügig angelegten Abreiteplätze.

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100 Jahre RuF Okel Am 28. und 29. August fanden in Okel die Kreismeisterschaften im Fahren auf der nagelneuen Anlage statt. Wieder wurden unsere Neuerungen und die Veranstaltung gelobt. Dem amtierenden Zweispänner-Kreismeister und 1. Vorsitzenden des Okeler Reit- und Fahrvereins, Andreas Greimann, gelang sehr deutlich die

2001-2009 Das ist ein guter Anfang, aber man wird um den finanziellen Ausgleich von denjenigen, die keinen Arbeitsdienst leisten, nicht herumkommen. 2005 löste Aloys Bedenbecker Ulrich Paetz als 2. Vorsitzenden ab. Er übernahm den Posten kommissarisch für ein Jahr. Sabine Vossmann wurde als Schriftführerin gewählt, nachdem

Die Versammlung beschließt, zukünftig den Begriff „passives Mitglied“ in „förderndes Mitglied“ umzuwandeln, und dies in der Satzung festzuschreiben. Das ist sicher auch zutreffender, denn gerade diese Mitglieder sind meistens am aktivsten an der Förderung des Vereins beteiligt. Der Reit- und Fahrverein gründete 2006 in Okel die „Pony Akademie“. Manfred Wohlers und Klaus Schröder hoben dieses Projekt für Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren aus der Taufe. Die Kinder sollen von Anfang an das Lebewesen Pferd und das Reiten kennenlernen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die kleinen Reiter mit einem eigenen oder mit dem Vereinspony daran teilnehmen. Es beginnt mit dem Putzen, und nach 2 Jahren sollten die Kinder zu kleinen Turnierbesuchen in der Lage sein. Man kann dieser Jugendarbeit nur viel Erfolg und den Kindern viel Spaß wünschen. Beim Voltigieren hatten sich in wenigen Jahren Jaqueline Seidel, Jennifer Bennohr, AlenaKristin Kruhl, Katharina Grimm, Inga Schulz, Jessica Sielaff, Verena Hesse, Silke Ertelt und Ronja Kwoczek aus der Leistungsklasse D in die Spitzenklasse vorgearbeitet. Ein großer Erfolg war auch das BezirksVoltigier-Zeltlager in den Sommerferien. Dreihundert Kinder erlebten zusammen mit ihren Betreuern in Okel eine knappe Woche mit vielen Höhepunkten.

„Pony Akademie Okel“ (von links nach rechts): Yvonne Scholz, Elke Hüninghake-Bürger,Janice Nölke, Melissa Hengmith, Anja Eitmann, Jessica Glomm, Laura Scholz.

Verteidigung des Titels. Tobias Guske und Susanne Krebs fuhren mit ihren Ein- und Zweispänner-Ponys jeweils auf die VizemeisterPlätze. Um den Fleiß der 225 Vereinsmitglieder einmal zu demonstrieren, hier ein paar Zahlen. Die Aktiven des Reitvereins leisteten im Jahre 2004 insgesamt ca. 1.000 Arbeitsdienststunden, für die passiven Mitglieder wurden 235 Stunden festgehalten.

Kerstin Naninga das Amt abgegeben hatte. Die Jahreshauptversammlung 2006 fand am 27. Januar statt. Es waren 36 Mitglieder anwesend. Der Rückblick des 1. Vorsitzenden auf das Jahr 2005 und die Berichte der Übungsleiter waren ausführlich und fielen sehr zufriedenstellend aus.

Am 9. und 10. September fanden in Okel die Bezirksmeisterschaften im Fahren statt. Eine runde, gut gelaufene Veranstaltung, bei der die Okeler Fahrer tüchtig mitgekämpft hatten. Andreas Greimann und Tobias Guske wurden, jeder in seiner Klasse (Zweispänner Pferde bzw. Einspänner Pony), Vize-Bezirksmeister.

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100 Jahre RuF Okel

2001-2009 Angesichts der Konkurrenz ein beachtenswertes Ergebnis, zu dem wir herzlich gratulieren. Das Jahr 2007 begann mit einem sehr positiven Bericht unseres Schatzmeisters Manfred Wohlers auf der Jahreshauptversammlung. Sein Resümee über das vergangene Jahr war: „2006 ist super gelaufen“. Die Berichte der Spartenleiter klangen allesamt positiv. Tobias Guske aus der Fahrersparte wurde in den Landeskader berufen. Die Voltigierer würden das Zeltlager noch einmal in Okel durchführen, weil kein anderer Verein dafür zur Verfügung stand. Die Turniergemeinschaft mit dem Schwarmer Verein war bei der FN wieder beantragt und genehmigt. Sie wurde mit guten Aussichten fortgeführt. Die in 2006 begonnene Sparte „Pony Akademie“ lief wie geplant und war mit acht Kindern voll belegt. Die anstehenden Wahlen und Ergebnisse sind wie folgt zu vermelden: Andreas Greimann wurde als 1. Vorsitzender bestätigt, ebenso Manfred Wohlers als Schatzmeister. Helmut Martsch wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt, allerdings vorerst nur kommissarisch auf zwei Jahre. Helmut Neddermann übergab seine Aufgaben an Klaus Scholz der, unterstützt von Andreas Nölke, neuer Hallenwart wurde. Den Posten der stellvertretenden Geschäftsführererin übernahm Stephanie Glomm, und Cordula Guske wurde die neue Beauftragte für den Fahrsport. Hermann Laue wurde in Abwesenheit für seine 50-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Der Reit- und Fahrverein Okel vergab 2007 den Auftrag zur Gestaltung einer vereinseigenen Homepage. Manfred Guske wurde als Webmaster dafür gewonnen, den Internetauftritt des Vereins auszuarbeiten. Das Ergebnis dieses Auftrags ist rechts im Bild zu sehen. 2008: Die „Pony Akademie Okel“ wurde zwei Jahre alt. Den Grundkurs schlossen alle acht Kindern mit dem „Kleinen und Großen Hufeisen“ ab. Begleitet worden waren die Jugendlichen von Tatjana Paulun, die auch den nachfolgenden Aufbaukurs unterrichtete. Neben dem traditionellen Osterturnier wurden

Startseite des Internetauftritts des Okeler Reit- und Fahrvereins 2007 www.ruf-okel.de – da ist man sofort dabei.

im Jahr 2008 zwei kombinierte Turniere durchgeführt. Einmal war es die Kombination Fahren mit dem Westernreiten und zum anderen Fahren mit dem Voltigieren. Beide Veranstaltungen verliefen sehr harmonisch, und auch für die Zuschauer war es ein positives Erlebnis. Westernfans sahen gleichzeitig, wie ein

Gespann durch Hindernisse geführt wird oder was beim Kegelfahren vor sich geht. Auf der Landesmeisterschaft war die Sparte Fahren wiederum erfolgreich durch Andreas Greimann vertreten, der sich für Prüfungen in der Klasse S qualifizierte.

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100 Jahre RuF Okel kommt. Seit achtunddreißig Jahren steht er an der Startertafel, und kein Wetter hat ihn je zurückgehalten. Friedrich Meyer (Pennigbeck) wurde vom Steward zum Chefsteward befördert und bekam nun endlich seine Melone von Schatzmeister Manfred Wohlers überreicht. Reiter und Freunde gratulierten und feierten seine Ernennung bis in den späten Abend. Inzwischen heißt es wieder, nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Der Reit- und Fahrverein steht in den Startlöchern für das weitere Turnierprogramm des Jubiläumsjahres 2009. Am 27. und 28. Juni wird ein zusätzliches Freilandturnier im Rahmen der Diepholzer Kreismeisterschaften stattfinden. Am Samstag, dem 27. Juni, wird um 18 Uhr der offizielle Teil der Jubiläumsfeierlichkeiten beginnen, zu denen die Mitglieder des Vereins viele Gäste aus

Überdachung mit Zeltanbau - 02007 / 2008

Die Voltigierer hatten 2008 ein starkes Jahr. Das M** Team wurde zum dritten Mal Kreismeister und konnte jetzt den Wanderpokal behalten. Auf der Bezirksmeisterschaft in Otternhagen belegten die Okeler den zweiten Platz, auf der Landesmeisterschaft in Winsen/Aller Platz vier. Die Okeler Voltis hatten sich damit für die Deutsche Meisterschaft in Alsfeld (Hessen) qualifiziert und errangen dort eine Platzierung in der zweiten Hälfte des 27 Gruppen umfassenden Starterfeldes. Stark waren auch die Leistungen unserer Einzelvoltigierer. Verena Hesse wurde in St. Hülfe-Heede Kreismeisterin, und Mareike Wohlers erreichte dort den 3. Platz. Bei den Bezirksmeisterschaften im Mai in Otterhagen wurde Verena Hesse 1. Bezirksmeisterin. Das Voltigierpferd „Casanova“ zeigte sich 2008

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ebenfalls in Superform. Casanova wurde auf vier Turnieren in Folge und auf den German Classics in Hannover als bestes Voltigierpferd ausgezeichnet. Hinter der Halle hat sich auch 2008 wieder viel getan. Nachdem 2007 die Überdachung mit ca. 270 qm gebaut wurde, kam 2008 der Zeltvorbau dazu. Turnierbesuch, ganz nah am Geschehen, und in so geschützter Umgebung das war neu in Okel, und kam gut an. Der „Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend e.V.“ wird 2009 einhundert Jahre alt. Ein Ereignis, das gefeiert werden muss und ein Jahr, in dem der Verein gerne zeigen will, wo er heute steht. Die Mitgliederversammlung und der Vorstand haben die Planung für das Jubiläumsjahr erarbeitet und freuen sich, ein vielseitiges Programm anbieten zu können. Es hat bereits mit dem traditionellen Osterturnier vom 10. bis 12. April begonnen. Bei „Kaiserwetter“, wie man in der Gründungszeit unseres Vereins sagte, gab es an drei Tagen in elf Prüfungen etwa 500 Starts in der Dressur und im Springen zu sehen. Das Turnier lief auf einem hohen Niveau, was die Qualität der Pferde und die Leistungen der Reiter betraf. Das Turnier verlief ohne Zwischenfälle in gewohnt toller Atmosphäre. Erwähnt werden soll auch die Beförderung eines unserer Türsteher, an dem wirklich keiner vorbei-

Friedrich Meyer (Pennigbeck) wurde Ostern 2009 zum Chefsteward des Reit-und Fahrverein Okel befördert.

Nachbarvereinen sowie aus Politik und Wirtschaft erwarten. Am 29. und 30 August werden die Kreismeisterschaften Diepholz im Fahrsport ausgetragen, und beim Voltigieren geht es zur gleichen Zeit um die Bezirksmeisterschaften. Am Wochenende des 12. und 13. September wird in Okel um allerhöchste Ehren auf Landesebene gekämpft. Die Fahrsport-Landesmeisterschaften sind eine sehr hohe Anforderung an unseren Verein und die Vereinsanlagen. Die Mitglieder und Förderer des „Reit- und Fahrverein Okel und Umgegend“ sind stolz auf das, was sie und ihre Vorgänger in einhundert Jahren geschaffen haben und blicken hoffnungsvoll in die Zukunft.


100 Jahre RuF Okel

Presser端ckschau 1909 Renntag in Okel Erster Pressebericht unseres Vereins

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100 Jahre RuF Okel

25 Jahre

Syker Zeitung, 22. Mai 1934

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100 Jahre RuF Okel

50 Jahre Kreiszeitung, 20. Juli 1959

Eine echte Leistungsschau Drei Erstplazierte im „Großen Preis von Okel“ - gut besetzt Springprüfungen

v. Fr. Okel. (Eig. Bericht) Ausgezeichnete Einzelleistungen in allen Disziplinen, echter Reitergeist und die beachtliche Qualität des Pferdematerials kennzeichneten das Okeler Jubiläumsturnier. Der gute Ausbildungsstand der Reitvereine der Grafschaft Hoya fand eine erfreuliche Bestätigung. Eindrucksvoller Höhepunkt des an spannenden Momenten reichen Turniers war die Übergabe der Kreisstandarte an den siegreichen Verein Sudweyhe, der den Mannschaftswettkampf mit Vielseitigkeitsprüfung mit der Wertnote 11,48 erfolgreich für sich entscheiden konnte. Den zweiten Platz errang der Reitverein Heiligenfelde mit der Wertnote 12,36. Den Mannschaftswettkampf der Jugend konnte der Reitverein Heiligenfelde, Reitlehrer Schumacher, und den Wettkampf der Reitabteilungen der Donstorfer Verein, Reitlehrer Ellenberg, für sich entscheiden. Aber nicht nur die Mannschaftswettbewerbe, sondern auch die übrigen Prüfungen gaben sowohl der Reiter-Elite als auch dem Nachwuchs Gelegenheit zur Bewährung. Eine bemerkenswert gute Besetzung wies das A-Springen mit 80 Teilnehmern und das L-Springen mit 71 Aktiven auf. Letzteres brachte drei Null-Fehler-Ritte, das will bei einem L-Parcours schon etwas heißen! Bei der Plazierung entschied die bessere Zeit, die H. Albers mit seiner braunen Stute Christel für sich verbuchen konnte, gefolgt von L. Brokering mit Null-Fehler und 68 Sekunden, und K. Finke mit Null-Fehler und 76 Sekunden. Teilweise wurde bei diesem Springen sehr auf Zeit geritten, wie die Ergebnisse zeigen, z. B. erzielte der an 14. Stelle plazierte J. Ellmers

eine Zeit von 67 Sekunden, kam aber durch die Fehlerzahl nicht mehr für die Spitzengruppe in Frage. Ein im ersten Augenblick gefährlich aussehender Sturz von J. Glander erwies sich nach dem ärztlichen Befund zum Glück als harmlos, im übrigen verlief die Konkurrenz ohne Zwischenfall, wenn man von dem Verhalten eines Reiters, der sein Pferd so hart anfaßte, daß er eine scharfe Reaktion des Publikums hervorrief, absieht. Der reiterliche Nachwuchs war es, der die Schaunummern stellte. Ein munteres und bewegtes Bild bot sich, als die Voltigierabteilung Sudweyhe, Thedinghausen und Heiligenfelde und die Pony-Abteilung Diek-Bassum auf dem Turnierplatz ihre Vorführungen begannen, und das Publikum sparte nicht mit verdientem Beifall für die allerjüngsten Anhänger des Reitsports. Begeisterte Anerkennung fanden dann die Landesbesten unter den Voltigierabteilungen, die Soltauer Gruppe, die wirklich eine Spitzenleistung vollbrachte. Sonderapplaus gab es für das "Schlußlicht' dieses Teams, ein zierliches kleines, Mädchen.

Die Ergebnisse Materialprüfung für Reitpferde Leichte Klasse: 1. D. Ficken auf Alaune, 2. H. Görks auf Hako, 3. A. Schult auf Egon. Schwere Klasse: 1. J. v. Hohen auf Alexander, 2. H. Helms auf Ansehe, 3. H. Claus auf Amor.

Eignungsprüfung KI. A Leichte Klasse: 1. H. Scharfetler auf Alaska, 2. E. Waldmann auf Freia, 3. H. G. Weidenhöfer auf Koran. Schwere Klasse: 1. H. Brüning auf Kurfürst, 2. A. Meyer auf Kornprimel, 3. Fr. Nordmann auf Astreich. Dressurprüfung Kl. A: 1. A. Meyer auf Frairelf, 2. H. Beneke auf Firlefanz, 3. H. Engelke auf Anker Dressurprüfung KI. A (Jugend): 1. H. Steenken auf Feldmeister, 2. A. Aumann auf Dornröschen, 3. H. Röwer auf Dolli. Dressurprüfung KI. L: 1. 0. Nordmann auf Anschuß, 2. K. Finke auf Funkenkunst, 3. Fr. Nordmann auf Amor. Jagdspringen KI. A. I. Abteilung: 1. K. Vinke auf Toskanella, 2. L. Brokering auf Felix, 3. H. Dahnken auf Felix. II. Abteilung: H. Karsten auf Limes, 2. 0. Bargeloh auf Försterbube, 3. Joh. Elmers auf Alpha. Springprüfung KI. A (Jugend): 1. K. Finken auf Freilaune, 2. K. Wolters auf Mitze, 3. K. Röwer auf Dolli. Springen KI. L: 1. H Albers auf Christel. 2. L. Brokering auf Fejix, 3. K. Vinke auf Funkenkunst. Geländeritt KI. A: 1. E A. Struß auf Astor, 2. 0. Bargeloh auf Försterbube, 3. H. Engelke auf Anker. Vielseitigkeitsprüfung KI. A: 1. H. Beneke auf Firlefanz, 2. K. Finke auf Funkenkunst, 3. 0. Bargeloh auf Försterbube. Einspänn0erprüfung: 1. J. Poppe mit DeFloretta, 2. 0. Nordmann mit Anschuil, 3. L. Brokering mit Flügeldame. Zweispännerprüfung: 1. 0. Nordmann mit Amor und Arischuß, 2. L. Brokering mit Flügeldame und Fronat. Mannschaftswettkampf (Kreisstandarte): 1. Sudweyhe, 2. Heiligenfelde, 3. Engeln. Mannschaftswettkampf (Jugend): 1. Heiligenfelde, 2. Thedinghausen, 3. Harpstedt. Wettkampf der Reitabteilungen: 1. Donstorf, 2. Neuenkirchen, 3. Thedinghausen. Jubiläums-Jagdspringen L, erhöht: Drei Erstpiazierte: H. Meyer, Gr.Ippener, auf Golf, A. Steenken, Bcrwede, auf Feldmeister, H. Ellmers, Schwarme, auf Jubelmaid. * Die genaue und schnelle Übermittlung der Ergebnisse verdanken wir in erster Linie Herrn Hüdersen vom Warmblutzuchtverband Hannover, dem die Redaktion an dieser Stelle fur die schon auf vielen Turnieren freundlich gewährte Hilfeleistung einen besonderen Dank aussprechen möchte.

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Mitglieder des RuF-Okel und Umgegend e.V. im Jubibl채umsjahr


100 Jahre RuF Okel

Kreiszeitung, 17. September 1984 – 75 Jahre Reitsportliches Festival mit Jubiläum und Kreismeisterschaften

75 Jahre Reitverein Okel: Neue Standarte und viele Glückwünsche Pferdegespanne waren eine gelungene Variante – Schaubild zur Siegerehrung

Reitpferdeprülung KI. A: 1. Adlerfeder Helmut Martsch, 730 (Syke); 2. Gran Sasso, Joachim Cordes 7,27 (Stuhr), 3. Angelique, Christine Kettler 7,13 (St. Huelfe). Dressurprüfung KI. A I. Abteilung: 1. Florestan, Imke Giffey 6,8 (Bremen), 2 Liaison, Rolf Stelling 6,7 (Bremen), 3. Grenadier, Rolf Stelling 6,5 (Syke). Dressurprüfung KI. A II. Abteilung: 1. Donna Piccola, Patricia Müller 7,5 (Langwedel), 2. Wichita, Inge Meier 7,3 (Stuhr), 3. Da Nang, Ute Westrup 7,1 (Bremen). Springpferdeprülung KI. A I. Abteilung: 1. Athos, Guido Dasch 8,3 (Bremen), 2. Spitfire, Holger Rübsam 7,9 (Hoya), 3. Bronieca, Hans Rode 7,4 (Syke-Wachendorf). Sprlngpferdeprüfung Kl. A II. Abteilung: 1. Gilgamesch, Horst Schlüsselburg 8,0 (Syke), 2. Adelin, Ratje Niebuhr 7,8 (Schwarme), 3. Gracanio, Horst Schlüsselburg 7,3 (Stuhr 2). Stil-Springprüfung Kl. L: 1. Wotan, Dörte Seekamp 7,4 (Osterholz), 2. Flurschütz, Gunda Köhler 7,3 (Bremen), 3. Granat, Fatima Thomas 7,2 (Oyten). Dressurprüfung KI. L I. Abteilung: 1. Fritzi, Heike Joachim 7,2 (Twistringen), 2. Adelin, Sabine Cordes 7,0 (Stuhr), 3. Donna Piccola, Patricia Müller 6,8 ) Langwedel). Dressurprüfung Kl. A III. Abteilung: 1. Preussenprinz, Barbel Geppert 7,2 (Syke), 2. Doxer, Enno Buschmann 6,8 (Bassum), 3. Forelle, Ratje Fr. Niebuhr 6,7 (Schwarme). Dressurprüfung Kl. L II. Abteilung: 1. Shirin, Gabriele Lübber 8,0 (Syke), 2. Cappuchino, Andreas Grimpo 7,8 (Kirchdorf), 3. Castello, Ulrike Dunkhase 7,5 (Stuhr 1). Springprüfung KI. MI. Abteilung: 1. Latunga, Angelika Nolte O/59,0 (Brammer), 2. Mihlan, Lutz Meiners 0/61,4 (Oyten), 3. Santa Lucia, Jörn Köhler 0/ 62,4 (Bremen). Springprüfung KI. M II. Abteilung: 1. Waldmann, Jutta Nienaber 0/59,7 (Bassum), 2. Asterix, Christina Kettler 0/ 61,9 (Hoopen), 3. Meike, Horst Schmidt 4/56,8 (lhlienworth).

Landrat Heinz Zurmühlen und Vorsitzender Johann Hüneke bei der Weihe der neuen Okeler Standarte

SYKE-OKEL. Der Kampf der Reiterinnen und Reiter aus dem Kreisverband Diepholz um Kreisstandarte, Kreismeisterschaften in Einzelwettkämpfen und in den verschiedenen reitsportlichen Prüfungen war in diesem Jahr verbunden mit dem 75jährigen Bestehen des Reitvereins Okel. Der Jubiläumsverein gab sein Möglichstes, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Turnierleitung lag in den Händen von Johann Hüneke, Heinrich Bolte und Dr. Jürgen Seeger vom Kreisreiterverband. Ihnen stand eine große Zahl ehrenamtlicher Helfer zur Seite, von den Ordnern bis zum Beschlagschmied. Der Wettbewerb der Gespanne wurde zu einer gelungenen Variante, von der Landrat Heinz Zurmühlen gestern abend bei der Siegerehrung meinte, daß er gerade von dem Bild der Pferde vor dem Wagen beeindruckt gewesen sei. Ihm war es übertragen, die neue Standarte des Reitervereins Okel zu weihen. Ein Prachtstück, das die bisherige Standarte, die rd.5o Jahre alt war, ablöst. Die Fahne sei, so sagte Heinz Zurmühlen, ein Symbol für den Verein. Die Glückwünsche des Landrats galten auch der Europameisterin Alke Meyer, die auf eine Teilnahme am Turnier verzichtete, um ihr Pferd Salem zu schonen. Die neue Standarte wurde danach der Reiterin Dagmar Helmich übergeben. Die Wolkenbrüche vor Beginn der Turniertage hatten den Platz in Okel für Pferde und Reiter sehr schwer gemacht. Die gestrige Schönwetterlage machte zwar einiges auf dem Boden wieder gut, trotzdem war das Geläuf

nicht recht tief. Ein eindrucksvolles Bild präsentierte sich den Zuschauern gestern abend bei der Siegerehrung. Johann Hüneke, Vorsitzender des RV Okel, begrüßte die Gäste und gab nochmals einen kurzen Abriß auf die Vereinsgeschichte, deren jüngster Höhepunkt der Gewinn der Europameisterschaft der jungen Reiter durch Alke Meyer war. Ihr soll in nächster Zeit eine besondere Ehrung zuteil werden. Dr. Jürgen Seeger sprach von fairen und spannenden Wettkämpfen die eine Werbung für den Reitsport gewesen seien. Kleine Unstimmigkeiten hätten etwas Wermut beigemischt, aber am Ende sei es doch wohl so, daß die Beteiligten diese Dinge vergessen könnten. Leider sei die Beteiligung in allen Altersklassen nicht so gewesen, wie man erwartet habe. Stadtdirektor Karl-Heinz Wodte, seit einiger Zeit ebenfalls Reitersmann und mit der Erfahrung aus zwei Stürzen "gesegnet", stellte seine besondere Bindung zu Okel heraus. Hier habe er anfangs gewohnt und sich sehr heimisch gefühlt. Seine reitsportlichen Ambitionen für die Zukunft kreiste er mit der Bemerkung:,, Ich bin schon dankbar, wenn ich nicht runterfalle' ein, Ortsbürgermeister Heinz Cordes sowie Vertreter Okeler Vereine und Verbände reihten sich in die Reihen der Gratulanten ein. Ingesamt gesehen waren die Zuschauer mit den in Okel beim Kreisturnier gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Die Reitvereine aus dem Nord- und Südkreis sowie aus benachbarten Orten präsentierte ihre Pferde vornehmlich in bester Verfassung.

Kreismeisterschaft: Dressur Junioren: 1. Beate Mihlan, I. Mathias Gaebe (Schwaförden), 2. Marten Hillmann, 3. Birgit Schnabel. Springen Junioren: I. Silke Kieselhorst, 2. Jan Mahlstedt, 3. lmke Wollersen. Junge Reiter und Senioren (Dressur): 1. Christian Heinrich, 2. Gabi Lübber, 3. Carsten Niebuhr, Springprüfung KI. L I. Abteilung: 1. Madam, Uwe Gampe, 2. Walesco, Rainer Dubbel, 2. Eddy, Heiko Theilman, 3. Snippy, Klaas Weil. Springprüfung Kl. L II. Abteilung: I. Waldmann, Jutta Nienaber, 2. Argentino, Georg Dedde, 3. Kranich, Friedhelm Kettler. Dressurprüfung für Wagenpferde Einspänner: 1. Delphi. Joh. Clausen, 2. Waleska, Peter Asendorf, 3. Laura, Rolf Behrens. Dressurprüfung für Wagenpferde Zweispänner: 1. Silver Lotte, Udo Zöfelt, 2. Delphi Danka, Johann Clausen, 3. Finessa Gesine, Heinrich Löhmann. Standardhindernisfahren für Wagenpferde: 1. Delphi, Johann Clausen, 2. Waleska, Peter Asendorf, 3. Penny, Rolf Behrens. Standardhindernislahren für Wagenpferde Zweispänner: 1. Finessa Gesine, Heinrich Löhmann, 2. Mona Liesel, Rolf Behrens, 3. Delphi Danka, Johann Clausen. Springprüfung Kl. M. I. Abteilung: 1. Latunja, Angela Nolte, 2. Mike, Horst Schmidt, 3. Santa Lucia, Jörn Köhler. Springprüfung Kl. M II. Abteilung: I. Roman Lady, Jens Buhl, 2. Milan, Lutz Meiners, 3. Gorvin, Imke Wollersen. Geländeritt KI. A: 1. Joker, Cord Mysegaes, 2. Ninett, Andreas Dibowski, 3. Santari, Frank Fehsenfeld. Springprüfung Kl. L 1. Abteilung: I. Martell, Ines Ehemann, 2. Prima Donna, Silke Kieselhorst, 3. Walerian, Angela Nolte. Springprüfung KI. L II. Abteilung: 1. Five o Clock, Jan Mahlstedt, 2. Walesca, Rainer Dubbels, 3. Saskia, Manuela Fengels. Springprüfung Kt. L III. Abteilung: 1. Sales, Heiko Lütjens, 2. Tessino, Carola Sengstake, 3. Grasshopper, Angela Nolte. Dressurprüfung KI. L I. Abteilung: 1. Sant Tropez, Ines Reyer, 2. Sheagram, Birgitt Philipp, 3. Donna Piccola, Patricia Müller. Gebrauchsprüfung für Wagenpferde Einspänner: 1. Delphi, Joh. Clausen, 2. Franz Ringe, 3. Finessa, Heinrich Löhmann

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100 Jahre RuF Okel

1971 - 1980

1993 Johann H체neke verl채sst die Br체cke nach fast 30 Jahren im Okeler Vorstand und nach 22 Jahren als Kapit채n und Steuermann an der Spitze des Reitvereins

Quelle: Kreiszeitung Syke 01. Februar 1993

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100 Jahre RuF Okel

1971 - 1980

1996 Langjähriger Geschäftsführer Heinrich Bolte war 25 Jahre im Dienste des Reitvereins immer am Ball

Quelle: Wochentip vom 21. März 1996

Wir gratulieren dem RuF Okel u. U. zum „100jährigen Jubiläum“ * * * * * *

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100 Jahre RuF Okel

Dr. med. Gustaf Grabow Dr. med. Albert Lohrig

Dr. med. Hartmut Völkel

Jedes Jahr war und ist der Reit- und Fahrverein Okel sehr froh darüber, dass auf den Turnieren, Ausritten und Jagden immer ein Arzt dabei war und ist. Das galt und gilt in gleichem Maße für unsere Tierärzte. Wir sind alle sehr froh darüber, dass wir uns nur an ganz wenige, ernste Einsätze, erinnern müssen. Wenn auch so manche Praxis -Quartalsabrechnung aus Gründen der Zeit auf unserem Turnier gemacht werden mussten, so war doch zwischendurch immer auch Zeit einmal den Blick auf Pferde und Reiter zu werfen.

Natürlich darf an dieser Stell auch nicht das DRK – Syke vergessen werden. Die Besetzung der Fahrzeuge an Sonn- und Feiertagen ist sicher keine leichte Aufgabe. Verein, Reiter und Gäste wollen sich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken für die Sicherheit, die Sie alle vermittelt haben durch Ihre Anwesenheit.

Dr. med. vet. Friedrich Brüning

Dr. med. vet. Trudel Wolf

Wir sagen auch an dieser Stelle wieder, „Danke schön“ für all die Jahre, „Danke schön“ für die Bereitschaft.

Dr. med. vet. Christoph Siegel

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100 Jahre RuF Okel

Im Bild v.l.n.r. Friederike Hobbie, Gabi Sander, Lars Neddermann, Susanne Krebs, Reinhold Nienaber, Cordula Guske,Jana Matthias, Wilhelm Lübben, Aloys Bedenbecker, Normann Bock, Erika Bock, Bernd Plate, Heinrich Meyer,Wilfried Plate, Tobias Guske, Holger u. Corinna Bock mit Lea-Sophie, Andreas Greimann, Helmut Neddermann, Klaus Kröger und Jürgen Hobbie

Sparte Fahren Bereits unser Vereinsname verrät, dass das Fahren schon seit der Gründung eine bedeutende Sparte des Pferdesports bei uns ist. Auch wenn unsere Gründungsmitglieder nicht ausschließlich an die sportliche Variante des Fahrsports gedacht haben, so wurden die Pferde in der Landwirtschaft und für Fahrten von A nach B angespannt. Heute dagegen betreiben unsere Vereinsmitglieder das Gespannfahren als Freizeitsport. Voraussetzung für die Teilnahme im Straßenverkehr und im Turniersport sowie zur eigenen Sicherheit ist das Absolvieren eines Lehrganges im Umgang mit Pferd und Wagen, incl. der Prüfung zur Erlangung des Fahrabzeichens. Neben der Pferdepflege, der Fütterung, den Krankheiten, dem Exterieur und dem Skelett eines Pferdes wird auch die Entwicklung des Fahrsports gelehrt. Bereits im Jahre 1909 veröffentlichte Benno von Achenbach ein erstes Fahrreglement, gestützt auf 7 Grundsätze, welches noch heute die Basis einer jeden Fahrausbildung ist. Grundgedanken dieses Fahrsystems war und ist auch heute noch die Sicherheit für Pferde und Fahrer und eine optimale Schonung der Pferde unter gleichzeitig größtmöglicher Ausnutzung der Pferdekraft. So sprechen unsere aktiven Fahrsportler(innen) gern davon, dass sie „nach Achenbach“ fahren, womit leicht ein Fahrsportneuling auf’s Glatteis geführt wird. Da sich unsere Fahrsportsparte in den letzten 10 Jahren äußert positiv entwickelte, die Geselligkeit dabei einen sehr großen Stellenwert eingenommen hat, verfügen wir über viele Fahrsportfreunde im Verein, welche die Ausfahrt in die Natur genießen oder eine historische Anspannung zu bestimmten Anlässen dem Turniersport vorziehen; viele jüngere „Leinenkünstler“ ziehen jedoch den Turniersport vor und trainieren dafür hart auf unserer modernen Fahrsportanlage in Okel. So können unsere Aktiven mit Stolz auf die Vielzahl an Kreis- und Bezirksmeisterschaftstiteln bis hin zu Teilnahmen an den Landesmeisterschaften verweisen. Wir erhoffen uns wünschen uns daher, dass die Tradition und Freude am Fahrsport noch über viele Generationen in unserem Verein erhalten bleibt. Cordula Guske

Andreas Greimann

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100 Jahre RuF Okel

Im Bild v.l.n.r. Sabine Bischoff, Fania Westphal, Sabine London, Berthold Quebbemann, Jutta Quebbemann und Eva Poggenburg. Es fehlen Andrea Trinler, Erdmuthe Wolter und Jochen Wolter.

Sparte Westernreiten Die Westernsparte des RuF-Okel wurde 2001 gegründet durch den Beitritt von Jutta und Berthold Quebbemann, später auch Tochter Katharina. Aus dem "Familienbetrieb" der Anfangszeit ist heute eine Sparte mit ca. 10 Mitgliedern geworden, von denen die meisten aktiv am Turniersport des Westernreitens teilnehmen. Die Ausübung dieser Reitweise steht sicherlich für alle Mitglieder im Vordergrund, sie engagieren sich aber auch über die Vereinsebene hinaus, um das Westernreiten nach außen bekannter zu machen. So veranstaltete die Westernsparte 2007 ihr erstes Westernturnier der Kategorie D für den Landesverband Bremen/Niedersachsen. Im Jahr darauf wurde schon ein zweitägiges C-Turnier mit allen fünf Leistungsklassen durchgeführt. Die Durchführung dieser Turniere wurde vom zuständigen Richter durchweg positiv beurteilt. Des weiteren unterstützte die Westernsparte den Aufbau einer Showgruppe des Landesverbandes. Diese Aktionen haben dazu beigetragen, dass der RuF-Okel im Westernreitsport nicht nur regional, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus, zu einer bekannten Größe geworden ist. Berthold Quebbemann

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100 Jahre RuF Okel

Im Bild hintere Reihe v.l.n.r. Jasmin Plümpe, Anja Schröder, Jessica Glomm, Inga Dietrich, Julia Pussack, Martha-Louise Schwantz, Sophie Kattner, Elke Bürger, Etser Hykovski, Tatiana Paulun, Klaus Schröder. Im Bild vordere Reihe v.l.n.r. Insa Mühlenbruch, Jana Glomm, Fine Effner, Lena Fischer, Maybritt Otten, Maybritt Werner, Torben Kirbach, Kirsten Mielke; Felix Mielke, Lara Cesta, Adeline Ganschi, Judith Pachaly.

Sparte Reiten Jugend Das Kernstück der reiterlichen Jugendarbeit ist die „Okeler Ponyakademie“ An der Ponyakademie I nehmen, während der Dauer von zwei Jahren, Kinder ab einem Alter von 8 bis 10 Jahren in zwei 4 er Gruppen teil. Der Unterricht findet zweimal wöchentlich auf, vom Verein kostenlos zur Verfügung gestellten, Ponys statt. Der langjährige Okeler Ausbilder Klaus Schröder unterrichtet die Kinder neben dem Reiten auch im Umgang mit dem Partner Pony, dazu zählt unter anderem die Pflege, Fütterung und Stallarbeit. Im zweiten Jahr der Ausbildung ist ein erster Turnierstart in einem einfachen Reiterwettbewerb möglich. Am Ende der zwei Jahre findet ein Lehrgang zum Erlangen des „Hufeisen“ - Abzeichen und des Basispasses als Grundlage für weitere Prüfungen statt. In der sich anschließenden Ponyakademie II werden ebenfalls maximal acht Kinder ab 10 Jahren von der Reitwartin Tatiana Paulun, auf eigenen Ponys/Pferden oder Reitbeteiligungen, bei denen der Verein behilflich ist, über ebenfalls zwei Jahre mit zweimal wöchentlichem Training weiter gefördert und an den Turniersport herangeführt. Am Ende dieser zwei Jahre gibt es auch einen Lehrgang, der im Idealfall, mit dem Erlangen der Reitabzeichens abgeschlossen wird. Eine „Vorschulklasse“ findet für Kinder ab 6 Jahren einmal wöchentlich statt. Dabei können die Kleinen das Gefühl, auf einem Pony zu sitzen, genießen. Aber auch neben der Ponyakademie bietet unser Verein gesunden wie beeinträchtigten Kindern die Möglichkeit Spaß und Freude beim reiten mit dem Partner Pferd zu haben. Denn „Der Umgang mit dem Pferd hat eine persönlichkeitsprägende Bedeutung“, dies hat sich auch unser Verein zum Grundsatz der Jugendarbeit gemacht. Tatiana Paulun

Klaus Schröder

Manfred Wohlers

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100 Jahre RuF Okel

v.l. h.R.: Laura Focke, Katja Hägedorn, Laura Wessel, Nina Kellermann, Denise Mindermann, Aleena-Kristin Kruhl, Sabrina Kruhl, Verena Hesse, Jaqueline Seidel, Silke Ertelt, Jana Jonashoff, Ronja Kwoczek, Melanie Meyer m.R.: Insa Mühlenbruch, Leonie Cordes, Sinem Arslan, Ellen Breuker, Fabienne Kehlhaar, Isabel Hahn, Anja Schröder, Celine Gierth, Jessica Glomm, Pia Lehmkuhl, Laura Amelung, Nele Bo Müller, Vivian Hübler. u.R.: Charlotte Breuker, Joy Schmiedeken, Chiara Milarska, Antonia Peter, Carolin Hahn, Joana Gierth, Mia Meyenborg, Lara Sophie Schaller, Jana Glomm. Es fehlen auf dem Foto: Mareike Wohlers, Inga Schulz, Melissa Hengmith, Franca Kieselhorst, Carla Kieselhorst, Nicola Langer, Gina Scharrelmann, Anne Hauster, Julina Hengmith, Marlin Gillmeister, Merle Hagner, Alisa Wilner, Maresia Wilner, Kirstin Zachna, Paulina Silbersdorf, Emma Wolf, Lena Wolf, Mercedes Hahn, Hanna Scholz, Amelie Seevers.

Sparte Voltigieren Voltigieren ist zuerst Mannschaftssport, ein Team besteht aus mehreren Personen. Klar, gibt es da auch unterschiedliche Meinungen. Der Schlüssel, der trotzdem zum Erfolg führt ist der, das gleiche Ziel vor Augen zu haben. Die Voltigiersparte im RuF-Okel gibt es schon über 40 Jahre, zugleich ist sie mit 65 Voltigieren zur Zeit die stärkste Sparte. Neben 3 Einzelvoltigierern gibt es 7 Gruppen. Der RuF-Okel stellt den Voltigiergruppen zwei Vereinspferde zur Verfügung „Fabriano“ und „Lukas“, die M**/S-Gruppe voltigiert auf „Casanova“, der im Besitz von Kurt Isensee ist. Der Reitlehrer Johann Borgstedt aus Barrien übernahm 1963 die Aufgabe den Jungen und Mädchen im Verein das Voltigieren näher zu bringen. Im Herbst 1966 übernahm dann Heinz Wöltje die Ausbildung der Voltigierer bis 1979. Nach der Ära von Heinz Wöltje lernte Kurt Isensee, der damals im RV Heiligenfelde war, 2 neue Trainer im RuF-Okel an, diese blieben jedoch nicht lange. 1988 begann dann mit Mathias Meyer ein neuer Abschnitt beim Voltigieren, unter seiner erfolgreichen Leitung waren die Okeler Voltis gefürchtet wie zu Wöltjes Zeiten und konkurrierten auf den Turnieren immer mit den ebenfalls erfolgreichen Gruppen aus Bücken und Heiligenfelde. 1998 schaffte es die Turniergruppe, damals Leistungsklasse A, auf die Deutschen Voltigiermeisterschaften. Im Jahre 2000 übernahm Kurt Isensee die Leitung des Voltigierens im RuF-Okel. Langsam aber sicher baute er die Voltigiersparte nach seinen Vorstellungen aus. Er konnte die neue D-Gruppe, die damals entstand, in sehr kurzer Zeit zu großem Erfolg führen, und bereits nach vier Jahren wurde aus dieser Gruppe eine erfolgreiche A-Gruppe. Die heutige M**/S-Gruppe sicherte sich im Jahre 2009 zum 4. Mal infolge den Kreismeistertitel. Im Jahre 2008 hatte die S-Gruppe überraschend an der Deutschen Voltigiermeisterschaft teilgenommen, und erreichte dort einen guten Mittelplatz. Nicht nur die S-Gruppe unter der Leitung von Kurt Isensee, mit Casanova, hat Erfolge vorzuweisen auch die L-Gruppe unter der Leitung von Silke Ertelt, mit Fabriano, hat schon einige Erfolge auf ihrem Konto zu verbuchen. So ist es dieser Gruppe gelungen nach nur einer Saison aus der Leistungsklasse A in die Leistungsklasse L aufzusteigen. Es ist selten, dass gleich 2 Gruppen innerhalb eines Vereins so schnell aufsteigen. Die Kleinen in unserem Verein sind ebenfalls erfolgreich, so ist die Turniergruppe 4 von Silke Ertelt auf ihrem ersten Turnier in der Saison 2009 mit einem 2.Platz nach Hause gekommen. Wir hoffen, dass die Saison 2009 für alle Gruppen des RuF-Okel weiterhin so erfolgreich verlaufen wird und wir uns insgesamt in den kommenden Jahren über viele Neuzugänge freuen dürfen. Aleena-Kristin Kruhl

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100 Jahre RuF Okel

Im Bild v.l.n.r Mareike Wohlers, Meike Lübben, Michaela Danisch, Horst Röwer, Gabi Sander, Jasmine Freese Sebastian Apmann, Stefanie Glomm, Siegfried Glomm, Jaqueline Sander, Diana Siemer, Carsten Hillmann, Alke Martsch, Helmut Martsch, Ernst-August Arndt, Laura Lars, Stephanie von Ahsen, Corinna Schumacher, Martina Tscherner , Pamela Bock, Beate Krondorf.

Sparte Reiten Die Vereinsanlage bietet für den Dressur- und Springsport wie auch den Hobbyreitern optimale Bedingungen. Ganzjährig wird zurzeit Spring- und Dressurunterricht angeboten. Dafür stehen in den Sommermonaten Außenplätze, 20x60m Sandplatz sowie ein 40x100 m Dressurplatz zur Verfügung. Im Winter wird der Unterricht in die 20x40m Reithalle verlegt. Das traditionelle Osterturnier, Hallenreit- und Springturnier, wurde dieses Jahr zum 38-mal durchgeführt. Der Reit- und Fahrverein Okel legt dabei den Schwerpunkt auf Basis- und Aufbauprüfungen. Über die Jahre wurde dieser Ausschreibungsmodus von den Reitern sehr gut angenommen. Namhafte Reiter mit qualitativ hochwertigem Pferdematerial starten in Okel zum Auftakt der Turniersaison. Wer sich als Reiterin / Reiter eine tolle Gemeinschaft und optimale Trainingsmöglichkeiten wünscht, der ist bei uns im Reit- und Fahrverein Okel gut aufgehoben und herzlich willkommen. Alke Martsch

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Im Bild v.l.n.r. Friedrich Meyer, Dagmar Helmich, Dr. Hartmut Völkel, Christine Stradtmann, Günter Bruns, Friedel Helmich, Jutta Kruse, Hans-Hermann Dahme, Gisela Helmich, Heinrich Meyer, Kurt Bolte, Meike Früchtenicht, Helga Wohlers, Ilse Knief, Margarete Früchtenicht, Ruth Schröder, Cordula Guske, Ulla Döhle, Marie-Luise Siegel,. Heinrich Löhmann, Heinrich Bolte, Dr. Christoph Siegel, Rolf Döhle, Bettina Schwantz, Hans-Friedrich Bruns, Hermann Laue, Heinz Segelke und Kurt Meyer.

Förder- und Ehrenmitglieder Was wäre unser Verein wohl ohne unsere vielen Förder- und Ehrenmitglieder? Die eine Antwort ist, nur 2/3 Drittel so groß, die Andere, die Tradition und Geselligkeit würde weit aus geringer gelebt und viele Ratgeber würden fehlen. Mit großem Stolz und Freude können wir daher für uns feststellen, dass sehr viele ehemals aktive Sportler auch heute noch unserem Verein die Treue halten und uns Vertrauen entgegenbringen, und auch immer mit Rat und Tat zur Seite stehen. Besonders dürfen wir dabei das Wort „Tat“ in den Vordergrund stellen, denn oftmals lassen es sich gerade die Älteren unter uns nicht nehmen, bei den Arbeitsdiensten tatkräftig mitzumischen; ob mit Schaufel oder Besen, Hacke oder Spaten, Trecker oder Bagger, sie sind immer dabei. Auch sind unsere Förder– und Ehrenmitglieder nicht wegzudenken, wenn es darum geht, die wichtigen Funktionen auf den Turnierveranstaltungen zu besetzen. So sind die Team`s im Parcours, an der Startertafel, am Einlass oder als Kassierer auf dem Parkplatz weit über die Okeler Grenzen hinaus bekannt. An dieser Stelle sprechen wir allen Förder- und Ehrenmitgliedern ein großes „Dankeschön“ aus, für die unermüdliche Einsatzbereitschaft und wünschen uns, dass unsere Förderer nicht ausbleiben und uns unsere Ehrenmitglieder noch viele Jahre erhalten bleiben. Andreas Greimann

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