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Der Weg zu Gottes Segen Vier Predigten zum Buch Ruth

Thomas Reiner 2013

ERKWB Winterthur


Der Herr vergelte dir deine Tat, und dein Lohn möge vollkommen sein bei dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, dass du unter seinen Flügeln Zuflucht hättest. Ruth 2,12

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Inhaltsverzeichnis Ruth 1: Von der Rückkehr zur Gnade Elimelech flieht in der Not . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Noomi hört von Gottes Gnade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ruth macht sich auf zur Gnade . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Ruth 2: Vom sicheren Weg zum Leben Gott weist den Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die herrliche Aussicht auf dem Weg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Geh diesen Weg weiter! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Ruth 3: Von der demütigen Bitte um Siehe, dein Erlöser! . . . . . . . . . Begegne deinem Erlöser! . . . . . . Höre auf deinen Erlöser! . . . . . . Ruth 4: Vom Erbarmen und der Gerechtigkeit und Leben . . . Boas sorgt für Gerechtigkeit . Ruth wird gesegnet . . . . . .

Erlösung 10 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Gerechtigkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

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Von der Rückkehr zur Gnade Am Anfang der Geschichte bewegen sich die Menschen von Gott und seinem Land weg. Sie können dort nicht bleiben, weil ihnen alles fehlt, was sie zum Leben brauchen. Genauso wie die Familie von Elimelech bewegen sich alle Menschen von Gott weg. Sie sind auf der Suche. Obwohl die Wenigsten in unserem Land auf der Suche nach Brot sind, wünschen sie sich doch ein erfülltes und glückliches Leben und alles, was dafür nötig ist. In diesem Sinne sind wir noch heute – wie Elimelech zu seiner Zeit – auf der Suche nach Lebensbrot. Und so machen wir uns ebenfalls auf und suchen, was uns gut tut. Wir suchen Selbstbewusstsein, Selbstverwirklichung und Eigentum. Der Gott der Bibel scheint das nicht zu geben. Alles, was wir von der Religion erfahren haben, sind sture Regeln und Einschränkungen. Wirklich erfülltes Leben und Freude ist dort nicht zu finden. Und darum bewegt sich ein breiter Zug von Menschen von der traditionellen Religion weg, hin zu neuen Sinnstiftern und fremden Kulten.

Ruth 1

Elimelech flieht in der Not Elimelech zog mit seiner Familie aus seiner Heimatstadt. Der Name Elimelech bedeutet «mein Gott ist König». Diese Worte trug er mit sich von Brothausen, wie man Bethlehem übersetzen kann, ins Land der Moabiter. Ausgerechnet Moab! Der König jenes Volkes hatte einst alles daran gesetzt, das Volk Israel auf dem Weg ins verheissene Land verfluchen zu lassen. Seit jener Geschichte gelten die Moabiter als Menschen, die nicht zu Gott kommen können; zu hart war ihr Widerstand gegen den einzigen Gott und sein Volk. Ausgerechnet in dieses Land zog Elimelech. Er tat es allerdings nicht freiwillig. Die Umstände brachten ihn so weit, dass er den weiten Weg und die Feindschaft der Bewohner Moabs auf sich nahm. Brothausen war brotlos geworden. Der Name der Stadt war bloss noch ein Spott wert. Wie kam es so weit, dass jene Stadt, die ihrem Namen nach Brot die Fülle haben musste, plötzlich ihre Einwohner nicht mehr ernähren konnte? In jenen Tagen machte sich ein Volk aus dem Süden auf und fiel immer wieder über Israel her. Mit Vorliebe verübten die Midianiter diese Überfälle zur Zeit der Ernte. Dabei wurde der ganze Ertrag der Felder geraubt. Was nicht weggeschafft werden konnte, wurde verbrannt, zertrampelt und zerstört. So blieb kaum Korn in Israel übrig und das ganze Volk litt Hunger. Warum nur, liess sich Israel diese Überfälle gefallen und setzte sich nicht gegen seine Feinde zur Wehr? Versucht hatten sie es wohl, aber es gelang einfach nicht, diese grausamen Widersacher zu überwinden. Im Buch der Richter heisst es, dass Gott die Geschichte so führte, weil Israel fremden Götzen diente. Die Untreue und die Sünde war also der eigentliche Grund für Israels Hunger. Die Menschen erkannten diese Ursache allerdings nicht und versuchten im Elend, irgendwie zu überleben. Elimelech suchte Hilfe in der Fremde, bei den Menschen, die Gott immer wieder widerstanden, statt bei Gott, seinem König. Damit wurde nicht nur seine Heimatstadt, sondern sogar sein eigener Name zum Spott.

Elimelech fand in der Fremde den Tod. Eigentlich wollte er sein Leben retten und für seine Familie sorgen – beides gelang ihm nicht. Viel zu früh starb er und kurz darauf auch seine beiden Söhne. Seine Frau und die Schwiegertöchter blieben als kinderlose Witwen zurück. Die drei Frauen standen vor dem Nichts. Sie besassen kein Grundstück, hatten keinen Ort, wo sie sicher bleiben konnten. Als ausländische Familie fehlte ihnen jede Art von sozialer Absicherung. Der Traum von der Hilfe in der Not war ausgeträumt und zum Albtraum geworden.

Noomi hört von Gottes Gnade Noomi, ihr Name bedeutet «die Liebliche», hörte davon, dass Gott mit seinem Volk gnädig war. Die Not hatte ein Ende. Die Midianiter wurden nach langen Jahren endlich besiegt. Gott stärkte das Herz eines Mannes. Gideon wurde zu Gottes Hilfe für Israel. Er wagte es, gegen die übermächtigen Midianiter zu kämpfen. Seine Mannschaft war sehr klein, aber Gott kämpfte an ihrer Seite. Nachdem nun wieder Frieden herrschte, gab es wieder Brot

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Der eigene Weg und die eigene Hilfe, die sich ihre Familie schaffen wollte, musste sie aufgeben. Gerade darum wollte sie sich von ihren zwei Schwiegertöchtern trennen. Die beiden hätten ihr zwar in Bethlehem eine grosse Hilfe werden können, aber auf menschlichen Beistand wollte sich Noomi nicht mehr verlassen. Sie wusste, dass die wahre Hilfe von Gott kommt. Ausserdem wusste sie aus eigener Erfahrung, wie sich die Fremde anfühlt – das wollte sie wohl ihren beiden Schwiegertöchtern ersparen. Um die Beiden dazu bewegen, in ihrem Heimatland zu bleiben, malte sie ihnen ein sehr düsteres Bild ihrer Zukunft vor Augen: «In meinem Land habt ihr nichts Gutes zu erwarten – nur Kummer und Elend. In Midian habt ihr wenigstens eure Familien, bei denen ihr Essen und ein Dach über dem Kopf bekommen könnt. Beides kann ich euch nicht bieten. Eure Familien und eure Landsleute werden euch sicher helfen. Darum bleibt hier!» Wer von Gottes Gnade hört – davon, dass Gott sich den Menschen zuwendet und ihnen Hilfe durch seinen Sohn verschafft –, sollte unbedingt so handeln wie die liebliche Noomi. Die selbst zusammengesponne Hilfe muss losgelassen werden. Wahre Hilfe liegt weder bei anderen Menschen, noch in deinen eigenen Möglichkeiten – kein Mensch kann Gottes Zorn über die Sünde besänftigen –, sondern ist einzig und allein bei Gott zu finden. Gott wendet sich seinem Volk zu, um es zu segnen und es zum Frieden zu führen. Zu diesem Volk gehören all jene Menschen, die die Botschaft der Gnade hören und ein gesegnetes Leben von Gott erbitten. Genau das geschieht heute in der Kirche. Wer Gottes Gnade finden will, kann nicht weiter seinen eigenen Weg gehen, sondern wird in eine Gemeinschaft von Menschen gerufen, die gemeinsam vertrauen, gemeinsam glauben und gemeinsam auf Gott hören.

für die Menschen in Israel. Im Haus des Brotes fand man wieder, was zum Leben nötig war. Jahrhunderte nach dieser Geschichte, wurde in Bethlehem ein kleines Kind geboren. Es kam in ärmliche Verhältnisse. Seine Eltern konnten ihm nicht einmal ein richtiges Dach über dem Kopf bieten. Weit weg ihrer Heimat, mussten sie mit einem Stall als Obdach vorlieb nehmen. Einfache Menschen, die von dieser Geburt erfuhren, freuten sich. Sie hörten die himmlische Nachricht, dass Gott sich seinem Volk gnädig zuwendet. Jenes Kind, wird den Menschen zur göttlichen Hilfe werden. Später, als Jesus von Nazareth ein Mann war, sagte er einmal (Johannes 6,35): «Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht mehr hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.» Die irdischen Freuden und Hilfen, mit denen wir Menschen unser Leben bewältigen wollen, werden alle vergehen. Im Gegenteil dazu wird die göttliche Hilfe, die Jesus Christus bringt, für immer bleiben. Sein Leben zeigt, was damit gemeint ist. Nachdem er drei Jahre in Israel lehrte, wurde er von den Oberen des Volkes verhaftet und von dem römischen Richter übergeben. Der Statthalter des Kaisers bezeugte der Volksmenge, dass er an Jesus keine Schuld fand und gab doch dem Drängen der Menschen nach und liess den Unschuldigen schliesslich hinrichten. Jesus von Nazareth büsste mit seinem Tod am Kreuz nicht für eine eigene Schuld. Er starb stellvertretend für Menschen, die erkennen, dass sie in der Fremde umkommen. Wer den Schöpfer hinter sich lässt, hat keine Aussicht auf ein gutes und sicheres Leben. Ganz im Gegenteil, der heilige Gott ist zornig über solche Menschen. Dieser Zorn ist es, der uns in unserem gottlosen Leben begleitet und ständig dazu antreibt, irgendwo Frieden, Liebe und Zufriedenheit zu suchen. Jesus hat diesen Zorn am Kreuz auf sich genommen. Die verzweifelte Suche hat für die Menschen ein Ende, die in Jesus Christus und dem, was er getan hat, Gottes Gnade erkennen. Es ist die selbe Botschaft, die Noomi in der Fremde hörte: Gott hat sich den Menschen zugewandt und ihnen eine Hilfe verschafft, damit sie in Frieden leben können. Noomi machte sich sofort auf, als sie von der Gnade hörte, dass es wieder Brot in Brothausen gäbe. Das ganze Volk erlebte es, dass ihr starker Gott die mächtigen Feinde in ihre Hände gab. Gemeinsam liessen sie den falschen Götzendienst beiseite und kehrten sich dem wahren Gott zu. Gemeinsam wollten sie es lernen, auf Gott allein zu vertrauen. Gott hat Noomi nicht im fernen Land gesegnet, aber hielt in ihrer Heimat Segen für sie bereit.

Ruth macht sich auf zur Gnade Ruth wollte nicht zu ihrer eigenen Familie zurückkehren. Sie wollte um jeden Preis bei ihrer Schwiegermutter bleiben. Sie liess sich auch nicht von den Schwierigkeiten abschrecken, von denen Noomi erzählte. Die junge Frau aus Moab blieb nicht nur bei ihrer Schwiegermutter, sondern verbündete sich mit ihr. Sie versprach hoch und heilig, sich niemals von ihr zu trennen. An ihren Worten können wir erkennen, dass das ihr Entschluss nicht nur mit der Lieblichkeit Noomis, sondern mit dem Gott Israels zu tun hatte – Ruth schwor bei seinem Namen. Das

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le Fragen gibt, die nicht leicht beantwortet werden können.

war für eine Ausländerin nicht üblich. Jedes Volk schwor bei seinen Göttern. Ruth aber unterwarf sich bereits unter die Macht und unter die Herrschaft von Noomis Gott. Sie akzeptierte seine Herrschaft und seine Worte – sie wusste wohl, dass ihre Schwiegermutter unterwegs war, um Gnade bei ihrem Gott zu finden. Ruth erkannte, dass Gottes Gnade nicht im losen Umgang zu finden ist, sondern ausschliesslich im treuen Bund mit Gott und seinem Volk. Selbst wenn jene Leute nicht vorbildlich sind und viele Fehler machen, mitunter sogar falsche Wege gehen, so bleibt es doch das Volk, das Gott zu sich ruft. Wir finden sicher Gründe, warum wir uns von diesen oder vom jenen Menschen fern halten möchten, die behaupten, ebenfalls mit Gott im Bund zu stehen. Es gibt Christen, die sehr stolz sind und wir spüren, dass sie uns etwas vorheucheln. Gottes Volk besteht nicht aus Heiligen, die über jeden Zweifel erhaben sind. Und damit kein Missverständnis entsteht: weder du noch ich sind solche Menschen. Wir haben unsere Fehler, übergehen Gottes Wort und handeln falsch und eigennützig. Weil wir aber alle auf der Suche nach Gottes Gnade sind, gehören wir zu Gottes Volk. Nicht unsere Leistungen verändert unser Dasein, sondern Gottes Entgegenkommen. Genau das bekennt Noomi, als sie mit ihrer Schwiegertochter in Bethlehem ankommt: «Ich bin selbst nicht die Liebliche, der alle Menschenherzen zufallen.» Ganz im Gegenteil hatte sie hat viel Bitteres erlebt und wurde wohl darüber selbst bitter. Sie ahnte, dass noch eine schwierige Zeit vor ihr lag. Die Gerstenernte hatte bereits begonnen. Das bedeutet, dass sie nichts mehr sähen und selbst auch nichts mehr ernten konnte. In Brothausen war kein Brot für sie bereit. Sie stand auch in ihrem Heimatland vor dem Nichts. Allerdings bleibt ihr die Hoffnung auf Gottes Gnade. Wir Menschen sind gerne bereit uns Gott hinzukehren, wenn wir erwarten können, dass es uns danach sofort besser geht. Wir bekennen uns gerne zu einer neuen Religion, wenn wir erzählen können, wie wir dazu gefunden haben und was wir alles überlegt und durchforscht haben. Nun können wir unsere Erfahrungen teilen und den Menschen Jesus wie ein neues Waschmittel anpreisen: «Ich habe nun wirklich schon vieles probiert, aber dieser Jesus ist das Beste. Er bereichert mein Leben mehr als alles andere auf der Welt!» Bei Noomi und ihrer Schwiegertochter sehen wir nichts von diesem Stolz. Wer umkehrt, bekennt, den falschen Weg eingeschlagen zu haben und ist dankbar, nun wieder in die Heimat zu kommen; selbst wenn es noch vie-

König Salomo schrieb einmal (Sprüche 21,2): «Einen jeglichen dünkt sein Weg recht; aber der Herr prüft die Herzen.» Jeder Mensch geht seinen Lebensweg und ist darum bemüht, irgendwoher Hilfe, Freude und Zufriedenheit zu bekommen. Unterwegs auf diesem Weg denken wir, dass unsere Wahl sicher gut war und wir alles finden werden, was wir uns wünschen. Gott kennt unsere Herzen. Er weiss, warum wir gerade diesen Weg wählten. Er weiss, warum wir nicht mit anderen den Weg zur Gnade gehen wollen. Gott lässt sich nicht mit meinen guten Argumenten überzeugen. Es nützt nichts, wenn ich ihm vorhalte, dass die Kirche langweilig ist und die Menschen, die sich dort treffen Heuchler sind (da sagst du ihm nichts Neues). Solchen Argumenten liegt der blanke Stolz zu Grunde. Der Stolz, dass ich selbst etwas Gutes sein und tun möchte. Und manchmal gar jener Stolz, der meint sicher besser zu sein, nicht so heuchlerisch, wie alle jene Menschen, die jeden Sonntag zur Kirche rennen. Die Geschichte von Ruth zeigt, dass Gnade bei Gottes Volk zu finden ist. Gott schenkte Gnade in Bethlehem. Von dieser Gnade leben die Menschen, die zu Gott gehören. Sie wissen, dass Christus die Strafe auf sich nahm, damit sie leben können. Das ist die Botschaft, die die Kirche verkündigt und die in der Kirche zusammen gehört und geglaubt wird. Bleib nicht stolzer Argumente wegen abseits stehen, sondern komm dazu und höre und glaube! Amen.

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Vom sicheren Weg zum Leben erkannte, dass Gott selbst durch Menschen zu ihr spricht und sie darum, wenn sie auf diese Hinweise hört, ganz bestimmt gesegnet werden wird.

Ruth 2 Wegweiser sind eine gute Sache. Auf einer Wanderung wissen wir dank ihnen, welchen Weg wir nehmen müssen. Wir finden darauf Hinweise, wie lange wir noch zu gehen haben und ihre Farbe verrät uns, ob der Weg leicht oder schwierig ist. Wir sind froh, dass ortskundige Leute Wegweiser aufgestellt haben. Wir vertrauen diesen Hinweisen und lassen uns gerne von den Schildern den Weg zeigen. Es ist interessant, dass wir unterwegs froh um diese Hinweise sind, in den wichtigen Lebensfragen hingegen Vorschriften ausdrücklich ablehnen. Niemand soll uns sagen, wo es lang geht. Jeder soll sich frei entscheiden. Jeder soll seinen eigenen Beruf wählen. Bei der Partnerwahl wird es ganz persönlich. Hier soll uns auf keinen Fall jemand Vorschriften machen. Jeder soll sein Glück selbst finden können. Bei der Religion gilt der gleiche Grundsatz. Was ich glaube, darf mir niemand vorschreiben. Heute werden Eltern gelobt, die ihre Kinder frei erziehen und ihnen all diese wichtigen Entscheide überlassen. Wir schicken sie somit als Unkundige auf die Reise, ohne Karte und lehren sie gar, jeden Wegweiser zu missachten. Wenn es schon Wegweiser geben muss, dann sollen sie neutral gestaltet sein – jeder Weg soll gleichwertig und positiv dargestellt werden. Darum wird gesagt: «Der Partner, den du dir aussuchst, ist auf jeden Fall gut für dich. Hauptsache du liebst ihn.» Oder es heisst: «Es ist auf jeden Fall gut, dass du etwas glaubst. Es ist egal, ob du Moslem, Jude, Hindu, Sikh oder sonst etwas wirst.» Wo kämen wir hin, wenn wir die Strassen genauso ausschildern würden? An einer Kreuzung steht ein Wegweiser und auf beiden Schildern, dem zur Rechten und dem zur Linken, steht: «Ein schöner Ort». Dieser Hinweis nützt gar nichts. Es kann schon sein, dass beide Orte schön sind und beide Wege gut zu gehen sind: Trotzdem wollen wir selbstverständlich wissen, wohin der Weg führt. Nur so können wir entscheiden, welchen wir einschlagen sollen. Jeder Weg führt an einen bestimmten Ort. Darum ist es nötig, dass wir uns informieren können. Ja, es ist es sogar hilfreich, wenn Menschen uns vorausgehen und uns Hinweise geben. Ruth hörte auf die Hinweise, die es in ihrem Leben gab. Sie

Gott weist den Weg Mit Boas erscheint eine neue Person in der Geschichte von Ruth. Er war ein Verwandter von Elimelech, dem Mann der Schwiegermutter von Ruth. Boas war der jungen Frau, die aus der Fremde kam freundlich gesinnt. Er verachtete die Schwiegermutter Ruths nicht, weil sie im Ausland ihr Glück suchte, als ihre Heimat Hunger litt. Der Name Boas bedeutet «durch ihn (Gott) stark». Boas war wohl wegen seiner Stärke ein angesehener Mann in Bethlehem. Das hebräische Wort «angesehen» bezeichnet eigentlich einen Kriegshelden. Männer, die sich mit ihrer Kraft für Gott und seine Sache einsetzten, waren nach gewonnenem Kampf angesehen im Volk. Wie Boas zu dieser Bezeichnung kam, erfahren wir nicht. Wichtig ist festzuhalten, dass er dieses Ansehen nicht erhielt, indem er für seine eigenen Anliegen kämpfte, sondern offensichtlich sein Leben für Gott und seine Ehre einsetzte. Jetzt führte der Zufall Ruth auf das Feld von Boas. Gott liess es ihr so zufallen. Später sagte ihre Schwiegermutter, dass man gerade daran erkennen könne, dass Gott sie nicht vergessen habe. Ruth erkannte den Weg, den Gott sie führen wollte nicht bewusst. Wir lesen nichts davon, dass sie vor jedem Schritt abwartete, bis sie ganz sicher sein konnte, dass sie das einzig Richtige tat. Ganz im Gegenteil mussten ihr andere Menschen dafür die Augen öffnen. Aber Ruth war bereit, Gottes Weg zu finden. Sie war bereit, weil sie ihre Schritte eben gerade nicht selbstbewusst und aus eigenem Antrieb ging. Ganz im Gegenteil: bevor sie irgendetwas tat, fragte und bat sie. Sie bat darum, dass ihre Schwiegermutter sie gehen liess, um Ähren zu lesen. Als diese damit einverstanden war und sie zu den Feldern kam, bat sie erneut. Sie fragte, ob sie hinter den Mägden, die die Garben banden, die übriggebliebenen Ähren zusammenlesen dürfe. Sie hätte nicht darum bitten müssen. Es war ihr gutes Recht. Gott hatte seinem Volk geboten, die Nachlese den

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übrig blieb. Boas kam Ruth barmherzig und gütig entgegen. Die Moabiterin erlebte etwas von Gottes Gnade und Fürsorge. Boas weist mit seiner Barmherzigkeit und Güte auf Christus hin, der den Menschen genauso begegnet. Christus ist der, der mit dem Gruss des Friedens und des Segens kommt. Als Jesus geboren wurde, sangen die Engel diesen Gruss des Friedens. Christus kommt zu den Menschen und kennt sie. Immer wieder begegnete er Menschen und redete mit ihnen über ihre Not. Dabei machte er selbst vor Zöllnern und Huren nicht Halt. Sie galten als hoffnungslose Sünder, die ihr Leben verspielt haben und nicht mehr zu Gott kommen können. Jesus aber zeigte ihnen, dass es möglich ist zu Gott umzukehren. Christus gab den Menschen Nahrung. Ganze Menschenmengen wurden satt. Christus beschützt die Menschen, die zu ihm gehören. Als Petrus sein Schwert zückte und einem Soldaten ein Ohr abhieb, warnte er seinen Jünger, dass er es nicht so weit treiben solle, dass er selbst durch Schwert umkommen werde. Christus ist allein in den Tod gegangen. Jesus ist der barmherzige Herr der ganzen Welt, der jenen, die nicht zu ihm gehören, freundlich begegnet und sich um sie sorgt. Bittende Menschen kommen auf diesen Weg des Glaubens und sehen das herrliche Panorama der Barmherzigkeit. Bereits auf dem Weg bekommen wir einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn wir am Ziel der Gnade sind. Wie Ruth bereits von Boas beschützt wurde und zu essen und zu trinken bekam, wird jeder, der auf Gottes Weg ist, reich gesegnet werden. Wer Gott und seiner Gnade auf der Spur ist, wird erkennen, dass Christus unsere Not kennt und offenbar nicht nur ein Wort dazu zu sagen hat, sondern wirklich helfen kann.

Armen und Fremden zu überlassen. Trotzdem bat Ruth darum und fand damit die Gnade, die sie sich wünschte. Gottes Weg kann nur ein bittender Mensch finden. Nur wer bereit ist seine Gewohnheiten beiseite zu stellen, nicht auf sein Recht zu pochen. Wenn du darauf vertraust, dass Gott dich führt, kannst du sogar um Dinge bitten, die dir eigentlich zustehen, weil du keine Angst haben musst, dass sie dir versagt werden, wenn dein himmlischer Vater sie dir geben will. Auch du hörst jetzt diese Worte nicht per Zufall. Du sollst etwas ganz Bestimmtes erfahren – einige Hinweise erkennen. Genau wie Ruth will der ewige Gott dir den Weg zu seiner Gnade zeigen, bei der du seinen Segen findest.

Die herrliche Aussicht auf dem Weg Der Weg, den Gott führt ist ein herrlicher Weg mit herrlichen Aussichten. Ruth begegnete auf diesem Weg Boas. Der angesehene Bürger kam auf sein Feld, zu seinen Knechten. Das ist bemerkenswert. Ein Gutsherr machte sich in der Hitze des Tages auf, um nach seinen Arbeitern zu sehen. Er kam nicht nur, um zu kontrollieren, sondern wünschte den Seinen Gottes Segen. Boas war der Herr, der seine Leute kennt. Darum fiel es ihm auf, dass eine neue Person auf dem Feld war. Von seinem Aufseher erfuhr er, dass Ruth die junge Frau war, die mit Noomi aus Moab kam. Sie sei früh am Morgen gekommen und habe darum gebeten, Ähren zu lesen und habe seitdem kaum eine Pause gemacht. Ruth machte sich in ihrem Elend fleissig an die Arbeit und gab nicht auf. Boas erkannte die grosse Liebe, die Ruth dazu bewegte. Es war die Liebe zu ihrer Schwiegermutter, die Liebe zu ihrem Volk und vor allem – und das betonte Boas – die Liebe zum einzigen Gott. Ruth erinnerte Boas wohl an Abraham. Wie sein Stammvater hat auch diese junge Frau ihre Verwandtschaft und ihre Heimat verlassen und ist an einen Ort gekommen, den sie nicht kannte. Sie ging auf dem gleichen Weg wie Abraham. Es ist der Weg des Vertrauens und des Glaubens. Nach dem Bericht seines Aufsehers kam Boas zu Ruth und ermutigte sie in ihrer Arbeit. Er sorgte für die junge und fleissige Frau. Der Herr sorgte für ihre Sicherheit, damit es zu keinen Übergriffen kam und niemand die arme Frau beschämte oder verachtete. Er sorgte für sie, indem er ihr erlaubte mit seinen Knechten zu trinken und zu essen. Er gab ihr selbst zu essen; so viel, dass sogar etwas für ihre Schwiegermutter

Geh diesen Weg weiter! Ruth bekam den Rat, auf dem Feld von Boas zu bleiben. Sie sollte bei seinen Knechten bleiben und nur dort Ähren lesen. Eine solche Aufforderung hätte Ruth leicht zurückweisen können. Warum sollte sie sich auf die Felder dieses Mannes beschränken. Hatte er einen Narren an ihr gefressen und wollte er die junge Frau ein wenig um sich haben? Das durfte Ruth allerdings nicht interessieren. Sie sammelte nur, was übrig blieb. Gerade darum sammelten die Armen eben nicht nur auf einem Feld, sondern gingen von einem zu anderen. Überall kratzen sie die restlichen Ähren zusammen. Das war nötig, weil

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sie sonst schlicht zu wenig hatten, um überleben zu können. Noomi, die Schwiegermutter Ruths, hörte von dieser Aufforderung und riet Ruth, sich daran zu halten. Sie erkannte Gottes Führung. Gott hat es geschenkt, dass Boas den beiden Frauen freundlich gesinnt war. Gott hatte Ruth ausgerechnet zum Feld des angesehenen Verwandten geleitet. In dem, was Boas tut, erkannte sie, dass hinter seiner Barmherzigkeit Gottes Erbarmen steht. Ausserdem erkannte Noomi schon, dass aus dieser Begegnung noch mehr werden könnte. Boas kann die beiden Frauen aus ihrer schwierigen Situation erlösen. Er kann dafür sorgen, dass beide Frauen eine Lebensgrundlage bekommen. Ja, Ruth sollte auf die Aufforderung dieses Mannes hören, gerade weil er ihr barmherzig entgegenkam. Er behandelte Ruth so, als ob sie bereits zu ihm gehören würde. Diesen Hinweis verstand ihre Schwiegermutter und darum riet sie Ruth, den Rat zu befolgen. Jesus Christus sagte einmal: «Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.» Auf der Suche nach Ruhe, Zufriedenheit, Wahrheit und einem erfüllten Leben ist man bei ihm an der richtigen Stelle. Christus kann zum Leben führen, weil er der Ortskundige ist. Alles Leben kommt von ihm. Er hat den Tod überwunden und ist von seinem Vater in den Himmel aufgenommen worden. Christus ist der barmherzige Herr, der sich den Menschen zuwendet. Warum sollten wir nur über die Berichte staunen, dass er Kranke gesund gemacht und sich den Armen und Verstossenen angenommen hat. Warum sollten wir seine Aufforderung, den Weg zum erfüllten Leben bei ihm zu suchen, leichtfertig in den Wind schlagen und an ihm vorüber gehen? Du brauchst an keinem anderen Ort zu suchen. Was du von Christus in der Bibel erfahren kannst, gibt dir ein herrliches Panorama von dem, was dich am Ziel des Weges erwarten wird. Bleib wie Ruth weiter auf diesem Weg und bitte Gott, dass er dich weiter führt, bis du seine Gnade ganz sicher gefunden hast! Amen.

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Von der demütigen Bitte um Erlösung re nicht möglich, wenn Ruth irgendeinen Mann in Israel heiraten würde – was sie hätte tun können. Ihr Mann war gestorben und damit war sie frei. Aber für ihre Schwiegermutter wäre damit nicht gesorgt. Ihre Situation hätte sich in diesem Fall eher verschlechtert, weil ihr dann noch ihre Schwiegertochter genommen würde. Darauf wollte Ruth auf keinen Fall eingehen. Sie hatte sich auf dem Weg nach Israel mit Noomi verbündet und würde sich nie damit zufrieden geben, alleine ihr Glück zu finden. Ruth wird erst zur Ruhe kommen, wenn auch für Noomi gesorgt ist. Boas kann in dieser Geschichte mit Christus verglichen werden. Jesus Christus ist der Verwandte aller Menschen. Wie Boas ist er gnädig auf uns zugekommen. Er wurde ein Mensch wie wir. Er wurde unser Bruder. Allerdings unterschied er sich wesentlich von allen anderen Menschen. Er hat er sein himmlisches Bürgerrecht nicht verspielt. Jeden Augenblick auf dieser Erde blieb er seinem himmlischen Vater treu. Nichts was er tat, keines seiner Worte, ja nicht einmal ein einziger seiner Gedanken, widersprach dem Willen seines Vaters. Darum wurde er nach seinem Tod und seiner Auferstehung wieder im Himmel aufgenommen. Christus ist der gerechte Sohn Gottes, der durch keine Sünde von seinem Vater getrennt wurde. Uns allen fehlt diese Gerechtigkeit. Wir haben keinen Zutritt zu unserem Schöpfer, es sei denn, wir könnten irgendwie diese vollkommenen Gerechtigkeit gewinnen. Wie einzig ein Verwandter Ruth Ruhe verschaffen konnte, so kann einzig Christus dir die Gerechtigkeit geben, die dir ein Bleiberecht im Himmel gibt. Gottes Sohn musste für sich kein gerechtes Leben auf dieser Erde führen. Er war von Ewigkeit her beim Vater und konnte durch nichts von ihm getrennt werden. Er musste seine Gerechtigkeit nicht beweisen. Gottes ewiger Sohn wurde Mensch und führte für andere ein vollkommen gerechtes Leben. Nun kann er als Bruder dich aus deiner Ungerechtigkeit erlösen und dir geben, was dir fehlt.

Ruth 3 Ruth lebte mit ihrer Schwiegermutter in Juda, beim Volk ihres verstorbenen Mannes. Trotzdem war sie noch nicht heimisch geworden, sondern immer noch eine Fremde im gelobten Land. Es genügte nicht, einfach nur dabei zu sein. Ruth musste dazu gehören, um wirklich zur Ruhe zu kommen. Es genügte ihr nicht, zu wissen, dass sie in Israel ein Bleiberecht hatte und von den Menschen nicht nur akzeptiert, sondern gar geschätzt wurde. Nein, Ruth wollte, das hatte sie schon auf der Hinreise ihrer Schwiegermutter deutlich gesagt, ganz zum Volk des ewigen Gottes gehören. Es genügte ihr nicht, bloss zu wissen, dass es ein Mann gibt, der sich über ihr Elend erbarmt und sich um sie in ihrer Not kümmerte. Nein, Ruth wolle ganz zu ihm gehören und nie mehr von seiner Liebe getrennt werden. Die Geschichte von Ruth zeigt, dass es nicht reicht, bloss von Gottes Güte zu wissen. Wer zur Ruhe kommen will, darf nicht am Rand stehen bleiben. In diesem Kapitel wird deutlich, wie es dazu kommt, dass ein Mensch zu Gott gehört.

Siehe, dein Erlöser! «Siehe Boas, unser Verwandter!» Mit dieser Feststellung beginnt der Abschnitt. Noomi erinnerte ihre Schwiegertochter an den Mann, der so grosszügig zu ihr war. Er setzte sich dafür ein, dass Ruth in Sicherheit auf seinem Feld Nachlesen konnte. Weil er von der bewundernswerten Liebe von Ruth zu ihrer Schwiegermutter hörte, sorgte er schon fast väterlich für jene junge Frau, die von Moab nach Israel kam. Weil Boas mit Noomi verwandt war, konnte er den beiden Frauen tatsächlich eine Ruhestadt bieten. Nach mosaischem Gesetz musste ein Mann seine Schwägerin heiraten, wenn sein Bruder gestorben war und keine Kinder hinterliess. Damit wurde zum einen für die Witwe gesorgt und zum anderen der Name des Bruders erhalten. Wenn Boas Ruth heiraten würde, wäre für beide Frauen gesorgt. Die Kinder, die Ruth bekommen würde, würden als Nachkommen ihres verstorbenen Mannes, Noomis Sohn, gelten. Damit würde der Name der Familie erhalten und Noomi hätte gar Grosskinder. Das wä-

Begegne deinem Erlöser! Bloss zu wissen, dass es einen Erlöser gibt, reicht allerdings nicht. Wer Hilfe erhalten will, muss sich

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Höre auf deinen Erlöser!

aufmachen, dem Erlöser begegnen und ihn um Hilfe bitten. Genau davon erzählt die Geschichte von Ruth. Die Witwe, die ihre Heimat verloren hat, soll sich zuerst vorbereiten. Dafür musste sie ihre Trauerkleider ausziehen. Sie zeigte damit, dass sie wieder am Leben teilhaben wollte. Wer am Leben teilhaben und sich nicht mit der Gottferne zufrieden geben will, muss ebenso Trauer und Angst hinter sich lassen und sich zu dem aufmachen, der helfen kann. Dein Herz ist vorbereitet, richtig angezogen, wenn es sich nach einem neuen Leben sehnt. Frisch gewaschen und neu eingekleidet machte Ruth sich, auf und legte sich in der Nacht, als niemand es sehen konnte, Boas zu Füssen. Wir denken heute, dass das eine sehr seltsame Art und Weise ist, sich einem Mann zu nähern. Genau betrachtet, zeichnet dieses Vorgehen Ruth als gottesfürchtige Frau aus. Sie handelt nämlich ganz anderes als ihre Stammmutter – jene Frau, die Moab gebar, von dem die Moabiter abstammten. Diese war eine Tochter Lots, die sich mit ihrem Vater und ihrer Schwester nach dem Untergang Sodoms ins Gebirge zurückzogen. Dort lebten sie in einer Höhle. Die beiden Schwestern machten sich Gedanken, was wohl aus ihnen werden soll. Weit ab von allen Menschen, werden sie nie einen Mann kennen lernen, heiraten können und Kinder bekommen. Sie würden nach dem Tod ihres Vaters ganz auf sich gestellt sein. Darum gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken und legten sich in der Nacht zu ihm. So wurden sie schwanger. Beide Töchter Lots verschafften sich Kinder, um leben können. In der Tenne in Bethlehem wurde sichtbar, ob Ruth nach Art und Weise ihrer Vorfahren handeln wird, oder den demütigen Weg von Gottes Volk einschlägt. Sie tat das Zweite und legte sich schlicht Boas zu Füssen, ohne ihn zu drängen, oder sich etwas zu nehmen, ohne das sie nicht leben konnte. Dort wartete sie, bis er etwas für sie tun wird. Auf dem Weg des Stolzes, findet kein Mensch Barmherzigkeit. Gott erhört aber demütige Bitten. Wer sich wie Ruth demütig ihm zu Füssen legt und bekennt, selbst klein und unbedeutend zu sein, ist auf dem Weg zur Erlösung. Wer dort auf den Knien fest darauf hofft, dass Gott sich über bettelarme Menschen erbarmt, die ihre himmlische Heimat durch ihre Ungerechtigkeit verloren haben, kommt in der richtigen Haltung vor den ewig gerechten Gott. Es ist falsch zu meinen, wir könnten auf unser Recht als Geschöpf pochen und der Schöpfer, der doch ein Gott der Liebe ist, müsse sich erbarmen. Erbarmen findet, wer sich dem heiligen Gott demütig nähert.

Noomi gab Ruth den Rat, einfach das tun, was Boas ihr sagen werde. Wer um Gnade bittet, kann nichts erwarten, kann keine Forderungen stellen, sondern muss abwarten, was passieren wird. Ruth fand Gnade bei Boas. Er bemerkte die grosse Liebe, die Ruth zu ihm geführt hatte. Er wusste wohl, dass sich Ruth nach irgendeinem Mann hätte umschauen können. Aber sie hat es nicht getan. Sie hat sich weder reichen jungen Männern zugewandt, die ihr alles bieten hätten können, noch ist sie einem armen jungen Mann nachgelaufen, der sie sicher genommen hätte. Ruth hat sich nicht zu seinen Füssen gelegt, weil sie für ältere und reifere Männer schwärmte, sondern weil sie Erlösung suchte. Erlösung für sich selbst und ihre Schwiegermutter. Boas ging auf die Bitte der jungen Frau ein. Allerdings konnte er das nicht selbst tun. Es gab noch ein Hindernis zu überwinden. Ein anderer Mann war nämlich näher verwandt mit Noomi. Am nächsten Tag soll geklärt werden, ob jener Verwandter oder Boas helfen wird. Die demütige Bitterin wird in jeden Fall aus ihrer heimatlosen Situation erlöst. Früh am nächsten Morgen gab Boas Ruth sechs Mass Gerste mit auf den Heimweg. Wenn Ruth früh am Morgen in ihren schönsten Kleidern durch die Stadt gegangen wäre, hätten alle Bewohner denken müssen, dass sie sich sicher heimlich mit einem Mann traf. Nun war sie aber schwer beladen unterwegs. Statt schlecht über Ruth zu denken, würden die Leute darüber staunen, dass sie schon so früh am Morgen so viel Gerste gesammelt hatte. Boas war um den Ruf der treuen Frau besorgt. Diese Geschichte zeigt dir deutlich, was bei Christus zählt: die Liebe. Wir Menschen lieben alles Mögliche: ganz neue und moderne Dinge, die unser Leben einfacher und lebenswerter machen, aber genauso auch alte, an die wir uns schon so gewöhnt haben. Die Liebe, die bei Christus zählt, lässt alle diese Dinge hinter sich und richtet sich von ganzem Herzen an den einen, der erlösen kann. Wer es wagt so zu lieben und ohne zu fordern, den Erlöser um Hilfe bittet, wird wie Ruth zu hören bekommen: «Ich werde mich für deine Erlösung einsetzen.» Genau das hörte der Verbrecher am Kreuz, der Jesus um Hilfe bat. Jesus sagt zu ihm: «Heute noch, wirst du mit mir im Paradies sein.» Wer diese Worte hört, gehört zu Gott, weil er zu Gottes Sohn gehört. Hast du dieses Wort gehört? Hast du Ruhe gefunden? Bist du dir sicher, dass dass Christus dir das verschafft, wonach du dich sehnst – ein Leben, das weder durch Angst noch Schmerz noch

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Tod bedroht ist? Im Neuen Testament erfahren wir, dass Gott jene Menschen, die er aufnimmt mit Gewissheit beschenkt. Gottes Kinder können wissen, dass Christus sie erlöst hat. Christus hat ein vollkommen gerechtes Leben für die Menschen geführt, denen diese Gerechtigkeit fehlt. Es reicht nicht zu wissen, dass Jesus von Nazareth ein gutes und vorbildliches Leben führte. Ruhe kannst du erst finden, wenn du sicher bist, dass er es für dich getan hat. Erlösung ist eine persönliche Sache, die nur der Erlöser zusprechen kann. Er wird es ganz sicher tun, wenn du genauso demütig um Hilfe bittest, wie das Ruth getan hat. Amen.

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Vom Erbarmen und der Gerechtigkeit himmlischen Ewigkeit verglichen. Das Gesetz der Schwagerehe weist auf das ewige Leben in Gottes Reich, wo der Tod nicht mehr sein wird und darum kein einziger Mensch dahingerafft werden wird. Ein zweites Gesetz verpflichtete Verwandte, einander beizustehen. Wenn jemand ein Stück Land verkaufte, um sich mit dem Erlös aus einer finanziellen Not zu befreien, mussten seine Verwandten es zurückkaufen. Das Land war die Grundlage für das Leben im gelobten Land. Gott hat jeder Familie ein Erbteil zuweisen lassen. Darum durfte es auf keinen Fall weitergegeben werden. Auch dieses Gesetz hat eine tiefere Bedeutung. Gott zeigt, dass sein Volk Anteil an der Ewigkeit hat – ein Anrecht, das ihm nicht wieder genommen werden kann. Diese beiden Gesetze werden im letzten Kapitel von Ruths Geschichte miteinander verknüpft. Mose hat das bei der Gesetzgebung nicht ausdrücklich getan. Trotzdem macht es Sinn, diese zwei Rechtsvorschriften miteinander zu verbinden. Wenn eine Frau durch eine Schwagerehe Nachkommen bekäme, aber kein Land hätte, von dem sie sich ernähren könnte, wäre sie noch schlimmer dran, als wenn sie ganz auf sich allein gestellt wäre. Auch der Schwager müsste sich vor einer solchen Heirat fürchten, weil er mit seinem eigenen Erbteil noch mehr Menschen versorgen müsste. Nur wenn beide Gesetze miteinander verbunden werden, können sie wirklich auf das ewige Leben in Gottes Reich hinweisen.

Ruth 4 Erbarmen bedeutet nach allgemeinem Verständnis, über einen Fehler hinwegsehen, ein Auge zudrücken und Fünf gerade sein lassen. Diese Art des Erbarmens kommt ständig mit der Gerechtigkeit in Konflikt. Es scheint nämlich so, dass nur barmherzig sein kann, wer auf einen Teil seines Rechts verzichtet. Darum kannst du dir, wenn dir durch jene Art von Erbarmen aus der Klemme geholfen wird, nie sicher sein, ob dir später die Sache doch noch vorgeworfen wird. Wer über etwas hinweg sieht, wird sich vielleicht doch wieder einmal daran erinnern. Wer noch einmal ein Auge zudrückt, gibt zu verstehen, dass er beim nächsten Vergehen ganz genau hinschauen wird. Die Barmherzigkeit, die Menschen entgegenbringen, kann plötzlich zu einem grossen Problem werden. Darum sind wir nicht gerne darauf angewiesen, dass sich jemand über uns erbarmt. Ist Gott genau so barmherzig wie wir Menschen? Müssen wir auch Gott gegenüber zurückhalten sein? Müssen wir uns davor scheuen, uns auf sein Erbarmen einzulassen? Nein, Gott ist immer gerecht und wird es nicht dabei belassen, für den Moment auf gewisse Ansprüche zu verzichten, um sie vielleicht später doch noch einzufordern. Das letzte Kapitel aus dem Buch Ruth zeigt, dass es keine wahrhaftige Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit gibt.

Gerechtigkeit und Leben Boas sorgt für Gerechtigkeit Um zu verstehen, wie in dieser Geschichte für Gerechtigkeit gesorgt wird, müssen wir uns mit den damaligen Gesetzen befassen. Zuerst ist in diesem Kapitel von der Schwagerehe die Rede. Von einem Mann wurde laut dem Gesetz Mose verlangt, dass er die Frau seines verstorbenen Bruders heiratet, wenn sie noch keinen Nachkommen geboren hatte. Der Sohn, der aus einer solchen Ehe hervorging, galt als Nachkomme des Verstorbenen. Damit wurde sichergestellt, dass die Witwe versorgt wurde und der Familienname erhalten blieb. In Gottes Volk, das im gelobten Land zur Ruhe gekommen war, sollte kein Name ausgelöscht werden. Das gelobte Land wird in der Bibel oft mit der

Boas ging nicht einfach hin und organisierte die Hochzeit mit Ruth, die ihn darum gebeten hatte, sie aus der erbärmlichen Situation zu erlösen, sondern war darum bemüht, dass alles mit rechten Dingen zu- und herging. Er hatte Ruth in der Nacht sehr wohl verstanden. Sie wünschte sich nicht nur einen Mann, sondern wollte auch eine Lösung für ihre Schwiegermutter. Ruth hatte sich so mit Noomi verbunden, dass sie nicht nur an ihr eigenes Wohlergehen denken konnte. Wenn es für sie eine Zukunft geben sollte, musste diese auch ihre Schwiegermutter einschliessen. Darum ging sie in der Nacht zu Boas und bat ihn um Hilfe. Damit der jungen Wit-

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mutlich wird aus diesem Grund der Name des Mannes nicht erwähnt. Boas schlug vor, dass er beide Teile an seiner Stelle erfüllen würde. Als Quittung gab der Mann Boas seinen Schuh, wie es in Israel Brauch war. Er zeigte damit, dass er nicht mehr auf sein Recht bestehen wird. Damit wurde die Sache rechtskräftig und Boas konnte seine bevorstehende Hochzeit sofort bekanntgeben. Er war der Löser und wurde zum Erlöser für Ruth und Noomi. Gott lässt uns diese Geschichte heute hören, damit wir sie uns zu Herzen nehmen und lernen, dass es ohne Gerechtigkeit keine richtige Erlösung gibt. Gott selbst ist nicht einfach nur barmherzig und verzichtet auf seine Ansprüche, sondern sorgt wie Boas für Gerechtigkeit. Dazu hat er seinen Sohn auf unsere Erde gesandt. Christus hat als Mensch ein vollkommen gerechtes Leben gelebt. Er hat seinen himmlischen Vater von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzen Gemüt und mit allen seinen Kräften geliebt. Diese Liebe prägte sein ganzes Leben. So liebte er auch seine Nächsten wie sich selbst. Auch sie konnten an ihm die Herrlichkeit seines Vaters erkennen. Er stellte sich sogar unserem nahen Verwandten, dem Teufel. Aller Mord und alle Lüge – das heisst: alle Art von Ungerechtigkeit, in der wir leben – kommt von ihm. Christus liess sich allerdings vom Vater der Lüge zu keiner Unwahrheit hinreissen, sondern hat ihm widerstanden. Gottes Sohn blieb gerecht, damit er Menschen, die ihre Gerechtigkeit bei Gott verloren haben, geben kann, was ihnen fehlt. Er hat die erste Forderung erfüllt: er verschafft dir Gerechtigkeit. Es gibt allerdings noch eine zweite Forderung: deine Ungerechtigkeit muss bestraft werden. Gott sagte zum Menschen, dass Ungehorsam gegen sein Gebot mit dem Tod bestraft wird. Christus hat auch diese zweite Forderung erfüllt. Er nahm den Zorn seines Vaters über deine Sünde auf sich. Er starb am Kreuz für deine Sünde, an deiner Stelle. Damit ist deine Erlösung vollbracht, vollkommen gemacht. Er dich vom Tod losgekauft, damit du leben kannst. Es gibt kein Gesetz auf Erden noch im Himmel, dass dich einer Sünde beschuldigen könnte, wenn du auf Christus vertraust. Er hat alles für dich erworben, was du brauchst, um einmal für immer bei denen Schöpfer leben zu können und ein sicheres Zuhause bei ihm zu haben.

we wirklich geholfen wurde, musste Boas die Sache nun klären. Er wusste, dass noch ein anderer Mann näher mit Noomi und Ruth verwandt war. Eigentlich würde diesem die Aufgabe zufallen, den beiden Frauen zu helfen. Wenn Boas Ruth heiraten würde, ohne sich mit jenem Verwandten abzusprechen, hätte jener ihm später vorwerfen können, er habe ihn übergangen und damit wäre die Sache nicht rechtsgültig. Um Ruth wirklich zu helfen, musste sich der Helfer an das Recht halten. Am Morgen setzte sich Boas ins Tor – gemeint ist der Platz vor dem Stadttor, auf dem die rechtlichen Angelegenheiten der Bürger besprochen, Streitigkeiten geschlichtet und Verträge geschlossen wurden. Das war der richtige Ort, um Ruths Sache zu regeln. Hier traf er jenen Mann, der näher mit Ruth verwandt war und forderte ihn auf, sich mit ihm zusammenzusetzen und die Angelegenheit zu besprechen. Um ganz sicher zu gehen, rief er noch zehn Älteste dazu, die die Bürger in Rechtssachen berieten und in dieser Angelegenheit als Zeugen dienen sollten. Nicht von ungefähr rief Boas ausgerechnet zehn Älteste dazu. Eigentlich reichte es, wenn zwei Zeugen eine Sache bestätigten. Zehn ist aber in der Bibel die Zahl der vollkommenen Gerechtigkeit. Gott gab Mose zehn Gebote. Wer sie hält, ist vor Gott und vor den Menschen gerecht. Boas wollte nicht nur vor den Menschen die Sache ins Reine bringen, sondern sein Handeln von dem gerechten Gott beurteilen lassen. Vor diesen Zeugen verhandelte er nun Ruths Fall. Zuerst sprach er den Rückkauf des Feldes an. Die Lutherübersetzung deutet an, dass Noomi das Feld verkaufen wollte und ein Verwandter das Stück Land erwerben sollte. Das wäre denkbar, weil so das Erbteil eben in der Familie geblieben wäre. Es könnte aber auch sein, dass Noomi ihr Feld bereits verkauft hatte, um sich und ihrer Schwiegertochter Nahrung zu kaufen. Die beiden Verwandten verhandelten auf jeden Fall die erwähnte Vorschrift, dass das verkaufte Landstück zurückgekauft werden musste, damit es im Besitz der Familie blieb. Diesen Teil des Problems will der nähere Verwandte auf sich nehmen. Er war bereit den Preis für dieses Feld zu zahlen. Als Boas aber vom zweiten Teil des Problems berichtete, nämlich davon, dass der, der das Feld auslösen wird, Ruth heiraten müsse, um den Namen ihres Mannes zu erhalten, liess er Boas den Vortritt. Er war tatsächlich von Rechts wegen nicht verpflichtet, diese Ehe einzugehen. Erstens war er nicht der Bruder des Verstorbenen und selbst dieser konnte sich dem Gebot entziehen, wenn er die Schmähung seiner Schwägerin auf sich nahm. Ver-

Ruth wird gesegnet Nun war tatsächlich für Ruth gesorgt. Sie fand die Ruhestatt, in der sie für immer bleiben konn-

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seine Sünden geradestehen zu müssen. Es ist der Segen, bei Christus alles gefunden zu haben, um sich für immer am heiligen Gott freuen zu können. So wird das Buch Ruth ein ermutigender Aufruf an alle Menschen, zu Gott zu kommen – er hat alles getan, damit du bei ihm bleiben kannst. Ganz egal wie weit weg du von ihm und seiner Gerechtigkeit weg bist: Du darfst kommen. Dein Erlöser wartet auf dich, um dir ewige Ruhe zu verschaffen.

te. Gott schenkte es, dass sie einen Sohn gebar, der als Nachkomme ihres ersten Mannes galt. Darum sagen die Nachbarinnen: Noomi ist ein Sohn geboren. Jetzt war auch für die Schwiegermutter Ruths gesorgt – auch sie kam zur Ruhe. Die Heimkehr mit der fremden Ruth wurde ihr zum Segen. Ihre Schwiegertochter hat ihr den Weg zurück zu Gott gezeigt. Es ist bemerkenswert, wie Ruth hier von den Menschen bei Noomi gepriesen wird. Sie sagten, dass Ruth mehr wert sei, als sieben Söhne. Erstaunlich, dass eine Ausländerin so gepriesen wird, die dazu noch aus einem Volk stammt, dass Gott stets widerstanden hat. Ruth ist aus ihrer alten Heimat ausgezogen – auch im geistlichen Sinne. Sie suchte nicht selbstsüchtig ihr eigenes Wohlergehen, sondern liess sich von der Liebe zu Noomi, zu Gottes Volk und dem einen Gott leiten. Sie handelte treu und wartete auf die Hilfe, die Gott gab. So wurde sie von der Fremden zu einer Einheimischen, die zu Gottes Volk gehört, zu einer Frau des Glaubens. Am Ende der Geschichte empfing sie durch ihren Glauben den Segen, den sie sich gewünscht hatte. Sie gehörte nun endgültig zu Gottes Volk. Was für Abraham galt, galt auch für diese Tochter des Glaubens: sie wurde nicht nur selbst gesegnet, sondern wurde für viele Menschen zum Segen. Ihr Sohn war der Grossvater von David, dem König nach Gottes Herz. Welche Ehre, dass Ruth die Urgrossmutter dieses Mannes wurde. Gott hat sie über alle Massen gesegnet. David hat sich nach ihr für Gottes Ehre und Gottes Volk einsetzt und hat die Feinde Gottes bezwungen. Auch er wartete treu, genau wie seine Vorfahrin, bis Gott seine Verheissungen an ihm erfüllte und legte nicht selbst Hand an, um das zu erreichen, was Gott ihm zugesagt hatte. Jenem David versprach Gott, dass einer seiner Nachkomme der ewige König sein wird. Diese Verheissung wurde in Christus erfüllt. Der Nachkomme Davids und der Moabiterin Ruth zeigt, dass Gott treu ist und die Menschen erlöst, wie er es schon vor langer Zeit versprochen hatte. Christus verwirklicht, was in er Geschichte von Ruth durch Boas dargestellt wird Wer auf Gottes Erbarmen erhofft, muss wissen, dass Gott nicht einfach über die Sünde hinwegsieht und die Menschen trotzt ihrer Schuld und Sünde zu sich nimmt, weil sie ihm Leid tun. Nein, Gott sorgt für Gerechtigkeit. Wer auf Christus und seine Gerechtigkeit vertraut, wird den Segen Abrahams erhalten, unter dem auch Ruht und nach ihr David lebte. Es ist der Segen, sich nicht mehr davor fürchten zu müssen, irgendwann einmal doch noch für

Amen.

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Der Weg zu Gottes Segen  

Vier Predigten zum Buch Ruth.

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