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wiener wasser


wienerun.orte wasser | future.lab


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INHALTSVERZEICHNIS VORWORT

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NEUE DONAU

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HISTORISCH KULTURELL STEP 2005 POTENTIALE

WIENFLUSS HISTORISCH KULTURELL STEP 2005 POTENTIALE

DONAUKANAL HISTORISCH KULTURELL STEP 2005 POTENTIALE

ALTE DONAU HISTORISCH KULTURELL STEP 2005 POTENTIALE

11 12 17 18

26 27 28 38 39

42 43 44 46 47

58 59 59 60 62

NACHWORT

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QUELLENANGABE

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un.orte | wiener wasser future.lab | tu wien | 2013 | ifoer | städtebau | un.orte http://futurelab.project.tuwien.ac.at/un.orte Text | Susanne Tobisch | Eric Sviratchev | Stefan Strauß | Markus Weissenböck | Alice Buri Fotos | Susanne Tobisch | Eric Sviratchev | Stefan Strauß | Markus Weissenböck | Alice Buri Grafik & Layout | Eric Sviratchev WIEN 2013 05


VORWORT Das Projekt 'wiener wasser' nimmt die Wiener Gewässer unter die Lupe. Ausgangspunkt ist der STEP 2005, wo alle wichtigen Wiener Flüsse und Wasserwege als Zielgebiete definiert wurden. Ein damaliges Eingeständnis, dass die Ufer und Flussseiten in Wien der Aufmerksamkeit bedürfen, aber auch ein Eingeständnis, dass hier noch Potentiale der Stadt Wien liegen. Denken wir an den umstrittenen Bau der Donauinsel oder Zeiten in denen die Wien und die Donau noch nicht reguliert waren und regelmäßige Überschwemmungen zum heutigen Erscheinungsbild geführt haben. Alle Fluss Projekte in und um Wien waren politisch lang und heiß diskutiert. Mittlerweile gibt es erste Projekte und Pläne die bestimmte Nutzungen forcieren und Alternativen bieten, jedoch sehen wir die Potentiale entlang des Wassers noch lange nicht ausgeschöpft. Seit dem STEP 2005 sind 8 Jahre vergangen - ein überschaubarer Zeitraum. 8 Jahre in denen es politische Veränderungen in Wien gegeben hat. Man könnte sagen, dass ein frischer Wind Einzug gehalten hat. 'wiener wasser' liefert einen Lokalaugenschein, gibt Eindrücke über den Status quo, dokumentiert die Eingriffe, die seither passiert sind und liefert eine Antwort darauf welche Bereiche und Orte Zielgebiet bleiben müssen, denn Städte entspringen Flüssen. Städte formen Flüsse und Flüsse formen Städte.

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neue donau

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Historisch

alte donau

U kaisermühlen

U do na se

praterstern

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Das Areal der heutigen Donaucity wurde schon 1870-75 durch die Donaureglierung größtenteils hochwassersicher gemacht, jedoch war das Gebiet zwischen Alter und Neuer Donau lange Zeit als Bauland nicht gefragt. In der Zwischenkriegszeit wurden hauptsächlich Mistplätze und Schrebergartensiedlungen errichtet, die wegen ihrer schlechten Bauqualität bald den Beinahmen „Brettldorf“ bekamen. Erst die Errichtung des Donauturms 1962 und die internationale Gartenschau 1964, brachten den Anstoß für eine langfristige Stadtplanung, die schlussendlich darauf abzielen sollte, ein neues Stadtzentrum am anderen Ufer der Donau zu etablieren. Der Bau des Vienna International Centers (1979) und der UNO-City brachten erstmals höherrangige Bebauung in den Stadtrandbezirk und mit dem Wiederaufbau der Reichsbrücke (1980) konnte die Donauplatte auch an das U-Bahnnetz angeschlossen werden. 1

U

2., 22., Waterfront U1 Donauinsel, U1 Kaisermühlen VIC 90A, 91A, 92A, 20B

COPA CAGRANA

SKATEN AUF DER PLATTE 11

AUSSICHT DONAUPLATTE


Die darauf folgenden Masterpläne zielten auf die Etablierung eines multifunktionalen, urbanen Zentrums, für die schnell wachsenden Stadtgebiete jenseits der Donau, ab. Durch die für Wien noch untypischen Bebauungshöhen und -dichten, sollte ein Akzent für das Stadtentwicklungsgebiet „Waterfront“ gesetzt werden. 2 Mit der Überplattung der Donauuferautobahn sollten einerseits die schwierigen Höhenlagen des Geländes ausgeglichen werden, andererseits die zukünftigen Bewohner von Lärm der hochfrequentierten Durchfahrtsstraße geschützt werden. Doch zumindest die Lärmregulierung dürfte bis heute ein ungelöstes Problem sein, gegen das sich bereits 2007 eine Bürgervereinigung gebildet hat. 3

Kulturell Weit über die Bezirksgrenzen bekannt und bei der gesamten Stadtbevölkerung beliebt sind die „Uferzonen“ der Donaustadt: die Donauinsel und die Alte Donau sind schon seit jeher ein beliebtes Ausflugsziel, Naherholungsgebiet und Zugang der Wiener zum erfrischenden Nass. Die seit 1980 bestehende Lokal- und Vergnügungsmeile „Copa Cagrana“ hat sich jedoch in den letzten Jahren zu einem Streitfall entwickelt. Aus Sicht der Stadt, sind die alten Stände und Hütten nicht mehr mit einer zeitgemäßen Freizeitgestaltung vereinbar, weshalb gegen den langjährigen General-pächter eine Räumungsklage eingebracht wurde. Dass dieser sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehrt ist nicht verwunderlich. Dieser Rechtsstreit wird die Weiterentwicklung des Areals wahrscheinlich noch mehrere Jahre verhindern. 4

WOHNVIERTEL UND KINDERGARTEN 12


LOKALE ENTLANG DER COPA CAGRANA

Von den Bewohnern der kulturell überversorgten Innenstadtbezirken weitgehend unbemerkt hat sich in den letzten Jahren auch in der Donaustadt eine junge kulturelle Gesellschaft gebildet, die für ein breites Spektrum an Aktivitäten sorgt. Ob und wie die Entwicklung der Donaucity dazu beigetragen hat ist für Außenstehende schwer nachzuvollziehen, generell dürfte es jedoch an den, im Stadtvergleich günstigeren Mieten liegen dass sich vor allem junge Menschen im 22. Bezirk niederlassen und diesen mit frischen Ideen versorgen. 5

DC TOWER 13


DONAUUFERAUTOBAHN 14


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DONAUCITY PANORAMA 16


ZUGANG DONAUCITY

BUNTES TREIBEN

STEP 2005 Den Stadtentwicklungsplan des Jahres 2005 betreffend beziehen sich die Ziele im Bereich Neue Donau hauptsächlich auf die Beziehung der Bebauung zum Wasser. Der Zugang sollte generell erleichtert werden um unter anderem Schwerpunkte im Bereich des Tourismus zu ergänzen. Beispielhaft wären hier die Punkte Fitness, Unterhaltung und Kultur zu nennen. Gleichzeitig sollte für die Nutzung von Grünflächen und Freiräumen die Möglichkeit geschaffen werden, die notwendige Infrastruktur, wie etwa Sanitäranlagen oder Müllentsorgungsmöglichkeiten, zur Verfügung zu stellen. In diesem Schritt steht aber stets die Sicherung und sensible Herangehensweise an die Gestaltung der grünen Ufer im Vordergrund, einhergehend mit dem Schutzgedanken von Flora und Fauna. AUSBLICK AUF DIE NEUE DONAU 17


Potentiale Für viele Wiener,aber auch einer Vielzahl von Touristen der Stadt Wien, beginnt der erste Eindruck beim Besuch der Neuen Donau mit einem Blick auf die Hochhäuserfronten der Donau-City. Ein Gebiet, das diverse Baustellen beherbergt und schon seit längerer Zeit durch die Überbauung der Donauuferautobahn, mit der sogenannten Donauplatte, mehr an Platz, um nicht zu sagen Bauplatz gewann und eine immense Anzahl von Büros und damit in Verbindung stehenden Wohnungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Durch die weitere Anreicherung mit diversen Geschäften und auch Schul- und Kindergartenplätzen wird das Gesamtkonzept abgerundet und der Eindruck einer „Stadt in der Stadt“ erreicht, die in einem bestimmten Blickwinkel betrachtet immer mehr und mehr einem Feriendorf gleicht. Dabei nicht zu vergessen, die eigentliche Nähe zum Wasser, der Neuen Donau.

EINE RIESIGE BAULÜCKE

WOHNBAUTEN

WOHNEN AM WASSER 18


LOKALE AM WASSER

„Eigentlich“ deshalb, weil sich die Donau-City eher distanziert zeigt. Das Potential des Standorts könnte unter anderem durch eine Lokalszene direkt am Wasser ergänzt werden. Bereits geschehen ist dies mit der „Copa Cagrana“. Diese Meile von Lokalitäten, von denen ein Teil davon auch einen Unterhaltungsfaktor zum Nachtleben liefert, hat einen eher temporären Anschein und erinnert in Kombination mit Inlineskateverleihs an die goldenen 90er. Das Ziel, den Besucher in ein Urlaubsgefühl mit Strand, Sonne und Wasser zu versetzen wird hier verfolgt, jedoch in eine falsche Richtung getrieben. Durch funktionelle und ansprechende Architektur im kleinen Maßstab könnte dies gelöst werden und auf dezentere Art und Weise ein Versuch gestartet werden die Besucher ans Wasser zu führen. Dahingestellt ob von der Donau-City oder von einer der Promenaden kommend, bei denen zwar eindeutig die Grünräume vorherrschen und auch die Bademöglichkeit von zahlreichen Menschen genutzt wird, jedoch die unmittelbare Nähe zum Wasser nicht das hält was sie verspricht. Es sei angemerkt, in der Badehose fühlt man sich hier eher unwohl. 6

AUSBLICK RICHTUNG SÜDEN 19


AUSBLICK RICHTUNG NORDEN 20


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EIN KRITISCHES SZENARIO 22


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EIN MÖGLICHES SZENARIO 24


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wienfluss

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penzing neulerchenfeld

hütteldorf

josefstadt

breitensee neubau baumgarten unter st veit hiezing ober st veit

landstraße

mariahilf rudolfsheim fünfhaus

margareten

meidling

Historisch Durch eine katastrophale Überschwemmung im Jahr 1862, wurde der politische Weg geebnet, die 'Wien' (und die Donau) in einem Flussbett zu bändigen. 1892 wurde die Bauausführung gesetzlich beschlossen und 1894 die Koordination des Projektes der Gemeinde Wien übertragen. Zwischen 1895 und 1899 erfolgten schließlich die Regulierungsarbeiten gleichzeitig mit dem Ausbau der beiderseits gelegenen Sammelkanäle und dem Bau der Stadtbahn. Begonnen wurden die Arbeiten mit der Errichtung der Hochwasserrückhaltebecken in Weidlingau. Der Wienfluss entspringt im westlichen Wienerwald, in der Nähe von Rekawinkel. Im Oberlauf, bis zur Vereinigung mit dem Pfalzauer Bach, heißt er "Dürre Wien". Erst ab dort trägt er den Namen Wienfluss. Das Einzugsgebiet der Wien, reicht weit über das städtische Gebiet hinaus und umfasst größere Teile des Wienerwaldes westlich der Stadt bis Pressbaum. In der Stadt hat der Wienfluss ein Einzugsgebiet, das ebenso wie im Wienerwald durch natürliche Bachläufe, im urbanen Raum über die Kanalisation in die Wien entwässert wird. Das städtische Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen das vom Rechten und Linken Wienflusssammelkanal erfasste Kanalisationsnetz. Der Wienfluss führt im Normalfall circa 200 Liter (0,2 Kubikmeter) Wasser pro Sekunde. Bei Hochwasser kann dieser Wert in kurzer Zeit auf über 450.000 (450 Kubikmeter) Liter Wasser steigen. 8 27

1., 3., 4., 5., 6., 12., 13., 14., 15., Wienfluss

1

HOCHWASSER 1975


Kulturell

VOR HÜTTELDORF

Das Wiental, ist nicht nur das „grüne Tor“ der Stadt-einfahrt aus dem Westen, sondern zählt neben Donaukanal, Donau und Gürtel zu den wichtigsten Strukturelementen Wiens. Auf dem 14,6 km langen Wiener Abschnitt – rund die Hälfte des gesamten Flusslaufes – durchfließt die Wien fast alle stadtprägenden Stadtstrukturtypen und -milieus. Entlang des Wientales mündet die Westachse des Straßen, sowie des Zugverkehrs in die Stadt ein. Ab Hütteldorf wird auch die U-Bahn Linie U4 parallel des Flusses geführt. Durch die Erklärung des Wientales zum Zielgebiet des STEP 2005, ist der Bereich zwischen Hütteldorf und Hietzing für Radfahrer- und Fußgängerverkehr erschlossen worden. Pläne für eine Beschiffung mit Schraubendampfern, von Atzinger und Grave, wurden ohne konkrete Argumentation 1874 von Seiten der Stadt wieder fallen gelassen und deswegen nicht weiter bearbeitet.

HACKING 28


wolf in der au brücke

auhof

nikolaibrücke bräuhausbrücke hütteldorfer brücke

U

hütteldorf

hackinger steg

zufferbrücke U

laurenzerwald

hackinger schlosspark

Auhof bis Hütteldorf Die Staubecken sind unzugängliche Sümpfe und treten nur als übermächtige Mauer neben dem Fluss in Erscheinung. Auf dem Radweg, entlang des Flusses wird man Zeuge, wie die Wien sukzessive sich der Stadt nähernd, immer mehr in Betonbecken reguliert wird. Malerische Brücken und Orte bieten einen wunderbaren Wander und Erholungsraum entlang der Wien.

14., 13., STAUBECKEN S50 Weidlingau, U4 Hütteldorf, 49B, 49A, Fahrrad, zu Fuß

RÜCKSTAUBECKEN NEBEN DER WESTEINFAHRT

FLUSSLAUF DER WIEN VOR AUHOF 29

WEG NACH HÜTTELDORF


HOCHWASSERSCHLEUSE AM ZUSAMMENFLUSS MIT DEM MAUERBACH 30


U

hütteldorfer straße

hütteldorf baumgarten

st veiter brücke ober st veit U preindlsteg

linzer straße U

hackinger schlosspark

unter st veit hietzinger kai steg U braunschweiggasse

guldenbrücke baumgartnerbrücke braunschweigsteg

U

kennedybrücke

hietzing schöbrunner schlossbrücke

Hütteldorf bis Hietzing Die mächtige Westeinfahrt wird von Verkehr und dessen Lärm dominiert - die Häuser an dieser Verkehrsfront zeugen zwar von einer ruhmreichen Zeit, sind heute aber Opfer der Verkehrsachse geworden und erfahren durch diese Verkehrsbelastung eine massive Abwertung.

14., U4 Hietzing - Hütteldorf, B249, 250, 447, 547, 351, 449, 150, 49B, 49A, 52A, 50B, 52

UFERSEITE BEI BAHNHOF HÜTTELDORF 31


AUFGÄNGE DIE VOR DER STRASSE ENDEN

Durch die Erschließung des Wientales, für Fußgänger und Radfahrer, wurde das Problem zumindest teilweise gelöst. Kurz vor Hütteldorf, wurde der bestehende (Rad)Weg bis nach Hietzing verlängert. Ein 'spazieren gehen' abseits der zweispurigen Autostraßen wird dadurch möglich. Die Abgänge zu dieser Route sind weiterhin mangelhaft, jedoch ist die Existenz dieser Radroute schon ein Meilenstein in der Geschichte des Wienflusses: das Erscheinungs-bild des Wienflusses dümpelte ja fast 100 Jahre dahin, ohne nennenswerte Veränderungen. Zahlreiche Stege und Brücken kreuzen in diesem Bereich den Wienfluss und zeigen die wachsende Urbanität. Für das Fahrradfahren in Wien ist dieser Radweg einzigartig, da er ohne Ampeln und lästige Querungen befahrbar ist. Zu- und Abfahrten sind jedoch wenige zu finden. Der Charakter des Wege ist weniger der einer Verkehrsader für Radler, sondern mehr der eines Ausflugswegs der in Richtung Wienerwald führt.

VERKEHR AM FLUSS 32


pilgramgasse pilgrambrücke U brücke reinprechtsdorf nevillebrücke wackenroder brücke

rudolfsheim fünfhaus

platte gaudenzdorf

U

schönbrunn hietzing

U

längenfeldstraße

U

margareten

U U

schönbrunner brücke

lobkowitzbrücke

stiegerbrücke

fabriksbrücke meidlinger storchensteg hauptstraße

Hietzing bis Pilgramgasse Am Ende des betonierten (Rad)Weges und der Sperrung des Flusses für die Öffentlichkeit, ergibt sich für Beobachter das typische Wienfluss Bild. Hier und da ein Graffiti, eine Brücke, Otto Wagner Geländer, ein tristes Flussbett. Ursprünglich sollte der gesamte Wienfluss überplattet werden. Die Bemauerung ist statisch dafür ausgelegt worden um die Westeinfahrt als großzügige Prachtstraße auszuführen.

14., Zwischen U4 Hietzing bis U4 Pilgramgasse

DAS TYPISCHE WIENFLUSSBILD 33


Abgesehen von der offiziellen Sperre des Wienflusses für Fußgänger, sind dort in regelmäßigen Abständen Stiegen Aufgänge oder Leitern. In allen Fällen als 'Notausgang' beschriftet. Dies begründet sich in dem sprunghaften Anstieg des Wasserpegels binnen weniger Stunden auf das bis zu 2000 fache seiner ursprünglichen Wassermenge. In diese Problematik mündet auch das gesamte Argwohn mit diesem Fluss - die Angst es könnten dort Menschen zu Schaden kommen bzw. noch schlimmer, größere Unfälle aufgrund eines Hochwassers passieren. Hier sind in jedem Fall intelligente Warnsysteme und Konzeptideen, zur sinnvollen Überwachung und Frühwarnung gefragt. Ohne Probleme gelangt man zu Fuß von Hietzing (Kennedybrücke) bis zur Pilgramgasse, wo der letzte Stiegenaufgang ist, bevor der Fluss kurz vor dem Naschmarkt für rund 2,5 Kilometer unter der Oberfläche fließt. Ab Hietzing wird das Flussbett auch etwas enger, weshalb der neu errichtete Radweg dort auch endet. Die Meinung, dass die Gefahr durch Hochwässer in den engeren Bereichen steigt, herrscht vor.

NOTAUFSTEIG

BLICK RICHTUNG AUFGANG SCHÖNBRUNN 34


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UNTERHALB ÜBERPLATTUNG GAUDENZDORF 36


Naschmarkt bis Mündung Mit der Verwirklichung des Wientalbeckens wurde, der Grundidee folgend, der Bereich Stadtpark, Karlskirche bis Kettenbrückengasse überplattet (Eindeckung). So entstanden die Bereiche des Naschmarktes und des Karlsplatzes. Der Stadtpark wird durch den Wienflussgraben begrenzt. Beide eingedeckten Abschnitte (1. NaschmarktKarlsplatz-Stadtpark und 2. Gaudenzdorfer Gürtel) haben heute aus verkehrsplanerischer Sicht eine große Bedeutung - verbinden sie doch die Radialachsen (Ring und Gürtel) jeweils mit der Westachse, weshalb sie zum Einen wichtige Knotenpunkte mit hoher Verkehrsfrequenz und zum Anderen auch Hindernisse darstellen. Wenn man den Verlauf der Geschichte aber ansieht, so kann man erkennen, dass Gebautes nicht für immer besteht. Einst war die Kärntner Straße, die Verlängerung der Westeinfahrt bis zum Stephansdom. Für Jahrhunderte konnte man so auch direkt ins Zentrum von Wien gelangen. Mit der Umwandlung der Kärntnerstraße in eine Fußgängerzone, wurde diese Achse bewusst unterbrochen. Mit heutigen technischen Wissen, bietet die "2. Ebene" Wienfluss ganz neue Möglichkeiten - ungeahnte Potentiale liegen darin. Nachdem der Fluss wieder an die Oberfläche tritt, verläuft er, so wie ab Hietzing, in seinem Betonbett - zur Linken und Rechten die Uferbereiche. Entlang des Stadtparks ist der Baumbestand und die Parknähe spürbar. Theoretisch wäre ein Radweg bis an diesen Punkt des Flusses möglich. Von dort an wird der Fluss abtreppt und nimmt die volle Breite des gebautes Tales in Anspruch, um kurz danach in den Donaukanal zu fließen, der seinerseits wieder in die Donau fließt.

radetzkybrücke querung u4 wien mitte stubenbrücke U elfriede gerstl steg U stadtparksteg U stadtpark U karlsplatz mariahilf U

naschmarkt kettenbrückengasse

U

pilgramgasse wieden

1., 4., 6. U1, U2, U4 Karlsplatz, U4 Kettenbrückengasse, U4 Stadtpark, U3 Stubentor, Landstraße

FLUSSBETT AM STADTPARK

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NASCHMARKT UM 1900


Entwicklungsziele STEP 2005

Entwicklungsziele STEP 2025

Erhaltung des Talcharakters, keine weiteren Eindeckungen und Einengungen des Flussprofils und Talraumes

Der Baustopp weiterer Überplattungen als langfristiges Ziel ist im Sinne einer weiteren Nutzung des Wientales.

An ausgewählten Stellen Erlebbarkeit der Flusslandschaft auch in bebautem Gebiet

Bis dato ist hier nichts passiert

Gestaltung des Vorlandes von Schönbrunn zu einem attraktiven Rahmen für das Schloss entsprechend den Wettbewerbsergebnissen

Bis dato ist hier nichts passiert

Großzügige landschaftsräumliche Verknüpfung der Grünverbindung Wiental mit dem Grüngürtel Wienerwald Attraktivierung des äußeren Wientals als Erholungsraum und Ausgangspunkt in den Wienerwald u.a. durch Verbesserung der Querungsmöglichkeit der Rückhaltebecken

Die Verknüpfung mit dem Umland gerade mit dem Fahrrad kann als gelungen betrachtet werden. Die Naturräume sind sehr gut erschlossen und dem Beispiel des Wientalweges kann inhaltlich Innerstädtisch angeschlossen werden Bis dato ist hier nichts passiert

BICK AUS DEM FLUSSBETT 38


WIENFLUSSPORTAL STADTPARK

Potentiale Mit der Fortführung des Wientalradweges könnte eine weitgehend querungsfreie Verkehrsachse für Radfahrer geschaffen werden. Somit würde dem erklärten Ziel, den Radfahrverkehr prozentuell zu erhöhen, gedient werden. In dem man die Möglichkeit schafft, von der Inneren Stadt bis Auhof, einen Radweg zu befahren, könnte ein riesiges Potential genutzt werden Anrainer- und Pendlerverkehr auf das Rad zu transferieren. Mit 'Rad-sharing' Konzepten stünde ein weiteres Potential zur Verfügung den "Park & Ride" gedanken weiter zu verfolgen. Zumal die Vorteile von Radverkehr auf der Hand liegen: Weniger Abgase, weniger Parkplatzbedarf - generell weniger Platzbedarf für den städtischen Bereich. 39

RADFAHREN AN DER WIEN

Das Hochwasser stellt eine Gefahrenquelle dar Sollte eine plötzliche Hochwassersituation eintreten bleibt jedoch mit den aktuellen Warnsystemen genügend Zeit um die Anlagen zu verlassen. Da ein Hochwasser ein temporäres Ereignis ist, sind die Anlagen einen Großteil des Jahres betreibbar. So kann die Nutzung des Wientals nur eine Bereicherung für die Stadt Wien sein.


WIENTAL 40


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donaukanal

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nußdorf U

kaisermühlen U

döbling U

brigittenau

leopoldsstadt U

U

alsergrund U

weißgerber

prater

U U

U

U

landstraße

U

Historisch Im Mittelalter war der Donaukanal der Hauptarm der Donau, an dem sich am Südwestufer, auf hochwassersicherem Gebiet die Stadt entwickelte. 1589 bis 1600 fand die erste Regulierung des Kanals statt. Erst um 1830 wurde das Flussbett, aus dem noch heute bestehenden Mauthnerwasser beim Lusthaus in den heutigen geraden Verlauf zwischen Gaswerk und Freudenau verlegt. Mit der Donauregulierung 1870 bis 1875 verschwanden die vielzähligen Wasserarme es entstand der Donaukanal in seiner heutigen Form. Seine Gesamtlänge von Nussdorf bis zum Albener Hafen beträgt 17,3 km. Die erste Brücke über den Donaukanal war die Augartenbrücke. Sie sollte die Verbindung zur Hofburg verbessern. Nachdem sie 1945 zerstört wurde, bauten sowjetische Pioniere sie 1946 wieder auf. Die Infrastruktur über dem Kanal wird von 22 Straßen, Eisenbahnbrücken und 5 Fußgängerstegen geprägt. Ein Stadtautobahnprojekt wurde vom ehemaligen Wiener Bürgermeisters Felix Slavik Anfang September 1972 wegen der Freizeitqualität des Kanalgebiets offiziell verworfen. 8

erdberg

albener hafen

1., 2., 3., 9., 11., 19., 20., Donaukanal, U4 Heiligenstadt U1 Schwedenplatz, U3 Kardinal Nagl Platz Erdberg

SCHIFFFAHRT 43


SCHLEUSE NUSSDORF

Heute wird das Gesamtbild des Donaukanals von seinen unterschiedlichen Abschnitten geprägt. Vor allem die Nutzung des Kanals unterscheidet sich in den Anfangs- und Endzonen extrem von der, des innerstädtischen Bereichs. Kulturell Ende des 19 Jahrhunderts gab es entlang des Donaukanals Sommerbäder und hölzerne Badeschiffe mit umschlossenen Becken im Kanalwasser. Nach dem 2 Weltkrieg verschwanden diese Bäder wegen der dürftigen Wasserqualität. Heute kennt man den Donaukanal auf Grund seiner florierenden Lokalszene. Von der Strandbar Hermann bis zum Flex ist der Kanal von Lokalen und Bars gespickt.

AUFFAHRT SPITTELAU 44


WIENFLUSS MÜNDUNG 45


Im Zentrum gibt es die Möglichkeit mit dem Twin City Linier nach Bratislava zu fahren. Auf Verkehrsebene ist der Donaukanal von Bürobauten Hotels und Gastronomie geprägt. Im Kontrast dazu steht das Flussufer entlang des 2 Bezirks und des Praters. In diesen Bereichen präsentiert sich der Donaukanal als grüne Ader in einer von Verkehrsachsen, Wohnbauten und mittelgroßer Industrie geformten Umgebung. STEP 2005

MÜLLVERBRENNUNGSANLAGE SPITTELAU

Im Stadtentwicklungsplan wird die Vielfalt des Kanals angesprochen, welche durch unterschiedliche Projekte verstärkt werden soll. Das Ziel ist immer noch, einen urbanen Raum für Freizeit, Gastronomie und Erholung zu schaffen. Diese Vielfalt soll durch die Mischung von urbanen Gebieten und Erholungsbereichen erzielt werden. Das Gesamtkonzept schlägt eine Entwicklung hin zu privatwirtschaftlichen Investitionen und Privat-Public-Partnerships vor.

ANTON-SCHMID PROMENADE 46


Die bereits verwirklichten Projekte sind die Adria Wien, Strandbar Hermann, die Summerstage, das Flex, die neue Twin City Liner Station, das Badeschiff, der Skywalk zwischen 9. und 19. Bezirk und das Wohnhaus von Zaha Hadid. Immer wieder wird der Central Garden bei der unteren Donaustraße bespielt. In Entwicklung sind derzeit das Kaffeehaus im Otto Wagner Schützenhaus, sowie das Parkdeck bei Heiligenstadt. In Planung sind auch eine schwimmende Kulturplattform, das Kaiserbad und ein Wellness Schiff. Zusammenfassend hat sich bereits einiges entlang der „kleinen“ Donau getan. Projekte haben, vor allem während der warmen Jahreszeit, viele Besucher an den Kanal gelockt. Die weitere Entwicklung sollte den Kanal noch mehr als Aufenthaltsbereich etablieren. 8

Potenziale Traditionell haben die Wiener ein ambivalentes Verhältnis zur Donau und den Wasserwegen. Grundsätzlich liegt die Stadt an der Donau, das Zentrum hat sich am Donaukanal entwickelt. Dieser wird deswegen von Touristen oft fälschlicher Weise als Donau gesehen. Das zeigt, dass der Donaukanal sich ins innerstädtische Bild gut einfügt und auch traditionell als Sehenswürdigkeit gesehen wird. Die Stadtentwicklung versucht seit Jahren den Kanal in den Lebensraum der Wiener zu integrieren und thematisiert unterschiedliche Szenarien. Bislang entstanden entlang des Flusses unterschiedliche, wichtige und auffallende Gebäude, der Donauarm blieb jedoch ein Kanal. Die innerstädtische Regulierung hat den Fluss auf eine niedrigere Ebene gesetzt und ist dadurch nur über Stiegen und Rampen zu erschließen.

FISCHEN

TEL AVIV BEACH 47

ROTUNDENBRÜCKE


KAISERBADSCHLEUSE

SCHLEUSE NUSSDORF

Der Masterplan des STEP 2005, stellt ein einheitliches Gesamtkonzept vor. Einheitliche Möblierung, bis hin zu ähnlichen Nutzungen, sollen dem Kanal einen attraktiveren Charakter geben. Das Freizeitpotenzial steht dabei anscheinend im Vordergrund. Die Lokale entlang des ersten Bezirks wirken oftmals jedoch sehr sporadisch und temporär. Eine nachhaltige Lösung würde der Asphaltlandschaft sicher ein neues Bild geben. „Unternehmensstandorte können punktuell durch Flagship-Architektur am Wasser inszeniert werden.“ (www.wien.gv.at) Der Masterplan sieht somit vor, die Wasserfront durch internationale Architektur und Firmen aufzuputzen. Demzufolge soll der Kanal als Freizeitgebiet, direkt neben einem von monumentaler Architektur geprägten Flussufer funktionieren.

STREET ART

Der Donaukanal fungiert nicht nur für Großunternehmen als Standort, sondern bietet für Kleinunternehmen im Bereich der Gastronomie gute Möglichkeiten. Summerstage, Flex, Adria, Motto am Fluss, das Bade- und Clubschiff, aber auch die Strandbar Hermann sind die wohl bekanntesten Treffpunkte entlang des Donaukanals. Die vorwiegend saisonale Nutzung beschränkt das wirtschaftliche Potenzial, da es für diese Lokale keine alternativen Nutzungen während der kalten Jahreszeit gibt. Im Bereich des 20. Bezirks fängt der nördliche, durchwegs begrünte Teil des Kanals an. Während das Südufer entlang der U4 von einem eher schmalen Weg begleitet wird, kann man sich entlang des Nordufers auf zwei Ebenen bewegen. Die Aufenthaltsqualität ist auf beiden Seiten besonders hoch. Sportkäfige, Spielplätze oder Liegewiesen gestalten den Bereich als angenehmes Umfeld mitten in der Stadt. 48


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KANAL ENTLANG DER UNTEREN DONAUSTRASSE 50


JEAN NOVEL TOWER

SPTTELAU VIADUCTS HOUSING

Obwohl die begrünte Durchwegung zwischen Roßauer Lände und Spittelau unterbrochen wird und man eines der umstrittensten Wohnprojekte begutachten kann, erfüllt der Kanal nördlich des Schottenrings das Anforderungsprofil eines Freizeitund Erholungsraumes. Durch die Bespielung der Wasserkante, könnte man in schmäleren Uferzonen weitere Nutzungen unterbringen um diese Gebiete aufzuwerten. Die bereits angeführten Projekte, sind alle Bestandteile des Masterplans, der den Donaukanal im Gesamten aufwerten sollte. Die bisherige Entwicklung steuert auf eine abwechslungsreiche Zukunft hin. Der Donaukanal ist im Bereich der Freizeitgestaltung das wohl am weitesten entwickelte Zielgebiet entlang des Wassers.

K47 51


ALBENER HAFEN 52


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PRICEWATERHOUSECOOPERS

MILLENIUMS TOWER

SÜDOST TANGENTE

NUSSDORFER WEHR- UND SCHLEUSENANLAGE

SIGMUND FREUND PRIVATUNIVERSITÄT

TOWN TOWN

U3 ERDBERG


UNO CITY

DC TOWER

VIERTEL 2

GRÜNER PRATER

GASWERK STEG

ERNST HAPPEL STADION

IZD TOWER

HOCHHAUS NEUE DONAU

DONAUTURM


KRAFTWERK SIMMERING

ALBENER HAFEN

OST AUTOBAHN


PANORAMA ERDBERG

SÜDBAHNHOF POSTTURM WIEN

ARSENAL

WIENERBERG

T MOBILE ZENTRALE

ST MARX

GASOMETER


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alte donau

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Historisch Anfang des 18. Jahrhunderts hat sich die Alte Donau nach einigen Überschwemmungen zum Hauptarm der Donau entwickelt. Die Donauregulierung in den Jahren 18701875, die im Zuge des Hochwasserschutzes umgesetzt wurde, trennte die Alte Donau vom neu gegrabenen Hauptstrom ab und verwandelte diese in ein Binnengewässer. Permanent erschlossen wurde die Alte Donau erstmals 1876 durch die Kronprinz-Rudolf Brücke, heute Reichsbrücke genannt. Alle zuvor bestehende Brücken hatten eher provisorischen Charakter. Weiters ist sie seit 1898 an den öffentlichen Verkehr angebunden. Mit einer Fläche von 1,6km² ist die Alte Donau das größte stehende Gewässer Wiens und erstreckt sich von der Floridsdorferbrücke bis zum Kaisermühlendamm. Das 20. Jahrhundert ist durch den Versuch geprägt, die Wasserqualität zu verbessern. Dies wurde durch die Errichtung von Verbindungsbauwerken zur Neuen Donau am Nord- und Südende der Alten Donau erreicht. Mit Hilfe von Wasserpflanzen und speziellen Tierarten soll die Qualität nun weiterhin stabil gehalten werden. 7

floridsdorf U

bruckhaufen U U U

kaisermühlen

praterstern

U

21., 22., Alte Donau U1 Alte Donau, U6 Neue Donau, U2 Donaustadtbrücke 90A, 20B, 21, 26, 31

Kulturell Vor der Donauregulierung wurde das Erscheinungsbild von einer Vielzahl, an der Alten Donau ankernden Schiffsmühlen geprägt. Später von Donaudampfschiffen, die jedoch nach der Abtrennung von der Donau verschwanden. Nachdem um die Jahrhundertwende die Aufschließung als Industriegebiet und die Nutzung als Hafen geplant war, wurde die Alte Donau schließlich zum beliebten Ziel vieler Erholungsuchender. Die Lustschifffahrt wurde zu einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des wohlhabenden Wieners. Weiters etablierten sich Bootsvermietungen, Segelund Rudervereine. DONAUTURM 59


GÄNSEHÄUFEL

Unter anderem gründete der Waldviertler Florian Berndl um 1900 ein natur-medizinisches „Körperpflegeheim“, was sich später als Auslöser für das Entstehen der typisch wienerischen Badekultur herausstellte. 1907 wurde an dessen Stelle, als erstes von elf öffentlichen Strandbädern, das Gänsehäufel eröffnet. Zeitgleich entwickelten sich nach und nach auch, die ursprünglich aus Deutschland stammenden, Kleingartenvereine. Heute gibt es davon etwa 130 entlang der Alten Donau.

KAISERWASSER

STEP 2005 Erwähnenswert im Umfeld der Alten Donau wäre vordergründig die Diversität in der gebauten Umgebung. Der Funktionsmix zwischen unterschiedlichsten Bebauungsstrukturen, im speziellen Fall von Wohnhochhäusern über Gemeindebauten, bis hin zu Kleingartensiedlungen, wurde im

KLEINGARTENSIEDLUNG 60


FISCHERSTRAND 61


Programm des STEP 05, als wertvolle und seltene Qualität erwähnt und folgedessen als erhaltenswert deklariert. Weiters, sollte der Bereich ein gewisses Maß an touristischer Attraktivität erlangen, dies jedoch einhergehend mit dem Schutz der ökologisch wichtigen Uferlandschaft. 8 Potenziale

UNO CITY

Generell werden die Ufer der Alten Donau unterschiedlich bespielt. Einerseits, durch eine Reihe von Strandbädern geprägt, führt am nördlich orientierten Ufer, ein eher schmaler Weg durch teils südländisch angehauchte Gastronomie, vorbei an derselbigen nacheifernden "Ferienarchitektur", hin zum Verbindungsglied zwischen den Ufern, der Wagramer Straße. Der Weg wird dabei stets durch eine leichte Hanglage geprägt und verläuft somit eher oberhalb, distanziert vom Wasser.

AN DER ALTEN DONAU 62


SEGELSCHULE HOFBAUER 63


ROSS SCHWEMME

Möglichkeiten, dies zu unterbrechen, schaffen vereinzelt angeordnete Badesteege, die meist in Verbindung mit oben befindlichen Sitzgarnituren verwendet werden und ein beliebtes Badeziel für viele Wiener unterschiedlichster Altersgruppen darstellen. Zusammenfassend lässt sich behaupten, dass sich das Gebiet rund um die Alte Donau, mit all den dazugehörigen Freizeitund Bademöglichkeiten zu einer der Haupterholungszonen der Stadt Wien entwickelte. Seine Potenziale stecken vor allem im Bezug zum Wasser selbst. Dies wurde bisher jedoch nur teilweise umgesetzt, was die Suche nach einer noch nicht festgelegten Identität des angesprochenen Gebiets erahnen lässt. Jedoch könnte diese Suche bereits zu Ende sein. Ist es gar schon die bestehende Art und Weise, die das Ziel schon längst verwirklicht hat?

EINFAMILIENHAUS

KLEINGARTENHAUS 64


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STRANDBAD ALTE DONAU 66


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NACHWORT Bereits aus dem STEP 2005 lassen sich Tendenzen herauslesen die Stadt Wien näher ans Wasser zu bringen. Diese Bestrebungen sollten allerdings noch um die Bemühungen erweitert werden den Fluss selbst als Teil der Stadt zu sehen und ihn nicht etwa durch unüberbrückbare Niveauunterschiede vom Stadtraum zu trennen. Zusammenfassend ist das Projekt 'wiener wasser' ein Lokalaugenschein und kann als eine Bestandsaufnahme verstanden werden. Die Portraits sollen einen hohen Informationsgrad rund um den jeweiligen Ort bieten und möglicherweise als vorangehende Recherche dienen. Um ein Projekt entlang der Wiener Wasserwege möglichst sinnvoll zu entwickeln, bedarf es eines gewissen historischen und kulturellen Know-Hows. 'wiener wasser' ist möglicherweise eine wichtige Basisinformation. Es gibt bereits Masterpläne und Projekte die durch die Stadt Wien veranlasst wurden - einige davon werden mit Zurückhaltung gegenüber der Öffentlichkeit bearbeitet und andere erfreuen sich zunehmend an Beliebtheit. Dieses Projekt soll keine neuen Ideen liefern, viel mehr noch soll diese Dichte an Informationen, Anregung für Überlegungen sein. Abschließend sei erwähnt, dass die Identität der Stadt Wien als „Stadt am Fluss“ generell an Stärkung erfahren sollte. Ob durch einen drastischen und radikalen Eingriff in einzelnen Bereichen oder eine eher sanfte Anpassung an eine generell neu konzipierte Struktur sei dahingestellt.

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QUELLENANGABE 1. Wikipedia. [Online] http://de.wikipedia.org/wiki/Donau_City. 2. MA 21B - DI Ines Mayr, DI Elfrieda Gรถpfrich-Millner. wien.gv.at. [Online] 2010. http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008126.pdf. 3. IG-Donaucity. [Online] 2007. http://www.ig-donaucity.info. 4. Copa Cagrana: Der Staatsanwalt ermittelt. derStandard. 2013. 5. [Online] http://www.donaustadtkultur.at/. 6. [Online]http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/strategien/step/step05/ 7. Die alte Donau: Auf Sommerfrische in der Stadt. Judith Duller-Mayrhofer 8. [Online] http://www.wien.gv.at BILDNACHWEIS 1. http://www.wien.gv.at/umwelt/wasserbau/gewaesser/wienfluss/ 2. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Naschmarkt_Wien_1900.jpg

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Das Projekt 'wiener wasser' nimmt die Wiener Gew채sser unter die Lupe. Ausgangspunkt ist der STEP 2005, wo alle wichtigen Wiener Fl체sse und Wasserwege als Zielgebiete definiert wurden. In vier Kapitel werden die Problematiken und Potenziale der Wiener Wasserwege pr채sentiert und portr채tiert.


wiener wasser