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»horizonte zingst«

Natur Kultur Fotografie Begegnung Nature Culture Photography Get-Together

»horizonte zingst«

Ausstellungskatalog Fotofestival Zingst 2008


Fotofestival Âťhorizonte zingstÂŤ Natur Kultur Fotografie Begegnung Nature Culture Photography Get-Together


Titel / Cover: Tasja Keetman, »Flora« – Ausstellung im Kunsthallenhotel Vier Jahreszeiten Tasja Keetman, »Flora« – Exhibition at the Arts Hotel Four Seasons


Das neue Fotofestival »horizonte zingst« – Augen öffnen für die Natur The new »horizonte zingst« Photo Festival – All Eyes on Nature An aktuellen Themen geht man nicht unberührt vorbei. Klimawandel, Natur- und Umweltschutz werfen Fragen auf, die alle Menschen betreffen. In Zingst wissen wir, welchen unersetzbaren Wert eine intakte Natur hat und wie wichtig es ist, sich der Verpflichtung zum verantwortungsvollen Umgang bewusst zu sein. Deshalb haben wir genau diese Aspekte in den Mittelpunkt eines ambitionierten Projektes gestellt: des Fotofestivals »horizonte zingst«. Aus Zingster Sicht ist Naturfotografie Umweltschutz mit visuellen Mitteln. Die Fotografie hat in unserer Gemeinde mit Ausstellungen und Workshops über Jahre bereits einen hohen Stellenwert erlangt. Vor diesem Erfahrungshintergrund wurde ein weit gespanntes Programm geschaffen, das dem Anspruch des Begriffs »Festival« gerecht wird. Mit Sensibilität und Engagement wird, orientiert am Leitgedanken, intensives Naturerlebnis als Inspiration aufgefasst. Das Festival soll die Augen öffnen für die Natur. Mit künstlerisch anspruchsvoller Fotografie wird durch ästhetische Bilder sichtbar gemacht, was es zu erleben gibt und zu bewahren gilt. Die Initiatoren nutzten die Freiheit aber auch, um zugleich mit kritischer Fotokunst mahnende Zeichen zu setzen. Die wundervolle Natur zwischen Ostsee- und Boddenlandschaft ist der ideale Schauplatz für dieses Fotofestival. Zingst wird dieser Tage seinem Ruf als fotografischer »Sehort« in besonderer Weise gerecht. Hier haben sich weit gefächerte fotografische Aktivitäten etabliert und einen festen Raum gefunden. Engagierte Hobbyfotografen, Profis und Studenten dieser Fachrichtung, generell Kunst- und Kulturinteressierte – und vor allem die Naturfreunde – haben einen neuen Anziehungspunkt. Dem Einsatz der Zingster Hoteliers und Gastgeber ist es zu danken, dass sich so vielfältige Möglichkeiten der Begegnung ergeben. Das Fotofestival »horizonte zingst« wird Anregung sein und Austausch forcieren. Davon bin ich überzeugt. Seien Sie herzlich willkommen! It's impossible to ignore current issues. Climate change and the protection of nature and the environment affect everyone. In Zingst, we understand the intrinsic value of nature in its pure state, and the importance of taking responsibility for its well being. For this reason, nature is the focus of an ambitious project: the »horizonte zingst« Photo Festival. In Zingst, we believe that nature photography serves as a visual means to protect the environment. Over the years, workshops and exhibitions have given photography a special standing within the community. With this in mind, we've developed a spectrum of festival activities aimed at providing inspiring encounters set in the natural beauty of the region’s unique landscape. By focusing on nature with thought provoking, artistic, and aesthetic images, the festival hopes to convey why that nature is worth preserving. At the same time, the festival’s initiators will present critical photographic art which serves as cautious reminders. The natural beauty between the Baltic Sea and the Boddenlandschaft creates the perfect setting for this Photo Festival, and Zingst is a veritable »see-scape« of photographic opportunities where many related activities have found a permanent home. Dedicated hobby photographers, professionals, students, and art and culture – and especially nature – enthusiasts are drawn to come here. I’m convinced that the »horizonte zingst« Photo Festival will have many opportunities for productive encounters. Welcome! Andreas Kuhn Bürgermeister der Gemeinde Ostseeheilbad Zingst Mayor of the Zingst Baltic Sea community


Inhalt Content

Zingst + Natur Zingst + Nature

Zingst + Kultur Zingst + Culture

oo3

Vorwort Editorial

022

006

Wunderbare Weltbilder – Der blaue Planet Wonderful imagery – The Blue Planet

»Sehzeichen« – Umwelt- und Naturphänomene in der Fotokunst »See Marks« – Artistic photography capturing the natural environment

024 010

Der »Sehort« an dem die Natur erlebbar wird The »sea-scape« where nature is the experience

Norbert Rosing – Das elementare Naturerlebnis Norbert Rosing – The Elemental Nature Experience

030 020

»Standpunkte kultivieren« ein Essay von Heinz Teufel »Cultivating a Standpoint« an essay by Heinz Teufel

Thomas Kettner – Die bedrohte Ursprünglichkeit Thomas Kettner – Threatened Origins

036

Nomi Baumgartl – Die harmonisierenden Geschöpfe Nomi Baumgartl – Creatures in Harmony

042

Heinz Teufel – Die visualisierte Energie Heinz Teufel – Visualised Energy

048

Ulrich Mack – Die ästhetische Hymne Ulrich Mack – The Aesthetic Hymn

054

Horst Stasny – Die urbane Naturlosigkeit Horst Stasny – Devoid of Nature

060

Eric Klemm – Die erschreckende Metamorphose Eric Klemm – Scary Metamorphosis

066

Tasja Keetman – Die bildhafte Vergänglichkeit Tasja Keetman – Transience in Imagery

072

Michael Schnabel – Der monumentale Wandel Michael Schnabel – Monumental Transformation

078

Walter Schels – Die symbiotische Kreatur Walter Schels – The Symbiotic Creature

084

Christian von Alvensleben – Das apokalyptische Menu Christian von Alvensleben – The Apocalyptic Menu


Zingst + Fotografie Zingst + Photography

Zingst + Begegnung Zingst + Get-Together

090

Zingst erweitert den fotografischen Horizont Photography expands its horizons in Zingst

112

Young Part – Universität Hildesheim Young Part – Hildesheim University

100

Zingst – Spielraum für das weite Spektrum der Fotografie Zingst – A space for every aspect of the art of photography

126

Anhang – Die Fotografen Appendix –The Photographers

104

Open-Air an der Seebrücke: »Zingster Köpfe« Open air event at the pier: »Zingster Köpfe«

131

Fotografen + Initiatoren Photographers + Initiators

108

Nature as Art – »Kunststücke« in der Natur entdecken Nature as Art – Discover works of art in nature

132

Partner + Sponsoren Partner + Sponsors

134

Danke Thank you

135

Impressum Imprint


>>>> Zingst + Natur >> 006 | 007

Wunderbare Weltbilder – Der blaue Planet Wonderful imagery – The Blue Planet Faszinierende Ansichten der Erde. Bei allen Weltraum-Missionen der USA war ein Kamera-System immer dabei: die Hasselblad. »horizonte zingst« stellt Fotografien des blauen Planeten an den Anfang des thematischen Spannungsbogens eines neuen Fotofestivals. Fokus: Mensch, Natur, Kultur, Klima und Umweltschutz. Fascinating views of the Earth were provided by Hasselblad camera systems on board every US space mission. The »horizonte zingst« Photo Festival opens with photographs of the blue planet, setting the stage for the entire event, focusing on people, nature, culture, climate and environmental protection. »h0rizonte zingst« zeigt begeisternde Bilder unserer Erde unter dem Titel »Der blaue Planet«. Faszinierend im Überblick, bewegend in der Ästhetik. Aufgenommen wurden die Fotografien mit jenem einzigartigen Aufwand, den nur die so genannte Raumfahrt zu realisieren vermag. Diesen als Gesamtheit dargestellten, komplexen Lebensraum gilt es zu bewahren. Der Bestand ist – wie immer deutlicher wird – in bedenklicher Weise gefährdet. Das ist Fakt: 6,5 Milliarden Menschen. Tendenz: ständig wachsend. Globalisierung mit weltumspannenden Wirtschaftsstrukturen. Grenzenlose Ausbeutung von Rohstoffen und schonungsloser Umgang mit allen Ressourcen bleiben nicht ohne negative Folgen. Die Alarmzeichen sind erkannt: Viel zu hohe CO2-Emissionen und Zerstörung des Klimagleichgewichts fordern zu verändertem Denken und Handeln. Die Schönheit der Bilder packt den Betrachter intuitiv und auf der Stelle. Die Fotografien vermitteln ein Bild von der Erde, wie sie gleich einem Edelstein im Schwarz des Weltraums ruht. Erkennbar wird dabei, wie unglaublich dünn die Atmosphäre ist, die sie umhüllt. Es erfordert kein Hintergrundwissen über Ökosysteme und Klimatrends. Man erkennt einfach, dass unser Planet auf einem empfindlichen System beruht und unseren Schutz braucht.

Under the heading »The Blue Planet«, »horizonte zingst« presents stunning images of our planet Earth. They are both fascinating and touchingly aesthetic – all made possible thanks to the unique perspective of space travel. Presented in all its magnificence, our complex habitat is seen as worthy of preservation, as it becomes increasingly obvious that it is endangered.The facts speak for themselves: a population of 6.5 billion people, and growing; commercial structures that circle the globe; squandering, careless exploitation of natural resources bound to produce negative consequences. We have recognised the warning signs. Excessive CO2 emissions and the resultant destruction of climatic balance, require new ways of thinking and acting. The beauty of the images will immediately touch the viewer's intuitive nature. The photographs show Earth suspended like a precious jewel in the darkness of space, surrounded by an obviously fragile, thin layer of atmosphere. It requires no background knowledge of ecosystems and climate trends to understand that our planet is part of a sensitive system that needs our protection.


Vier Jahrzehnte Weltraumfotografie haben die Weltsicht verändert. Hasselblad zeigt in der Galerie Villa Ruh die Ausstellung »Der blaue Planet«. Four decades of space photography have changed our view of the world. Hasselblad presents »The Blue Planet« exhibition at the Galerie Villa Ruh.


Einzigartig, bedeutsam und bewegend sind die Fotografien der Weltraum-Missionen. Diese Bilder der Welt erregen Bewunderung und vermรถgen das kritische Bewusstsein zu erweitern. Es sind Fotografien, die mit Hasselblad-Kameras gemacht wurden.


008 | 009 << Zingst + Natur <<<<

The photographs taken during the various space missions are unique, meaningful, and moving. Taken with Hasselblad cameras, the images of our world provoke amazement and expand our critical awareness.


Der »Sehort« an dem die Natur erlebbar wird The »see-scape«where nature is the experience Das Ostseeheilbad Zingst liegt in einzigartiger Lage zwischen Ostsee und Bodden im Nationalpark Vorpommern. Die Natur, das Zusammenspiel von endlos erscheinenden weißen Sandstränden, ursprüglichen Wäldern, herrlich anmutender Ostseee und den stillen Boddengewässern ist einzigartig. Zingst is a spa town on the Baltic coast. It lies between the sea and the Bodden National Park in Vorpommern, where nature combines a unique interplay of endless sandy beaches, virgin forests, the lively Baltic and the quiet water courses of the Bodden landscape. Die Halbinsel Fischland, Darß, Zingst liegt eingebettet in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die unterschiedlichen Landschaftstypen dieser Küstenregion haben sich nach der Eiszeit natürlich und durch naturnahe kulturelle Bearbeitung entwickelt. Als vor 10.000 Jahren die Eismassen schmolzen, füllte sich das riesige, abgesenkte Becken mit Wasser. Das Mare Baltikum, die Ostsee entstand. Die vom Druck der Landmassen geborstenen Kontinentalplatten ragten wie weiße Zähne eines Riesenmauls aus den Fluten hervor. Kreideküsten, auf Rügen, Mön, säumen dieses Meer. Die Eiszeit hinterließ eine Landschaft aus riesigen Schuttablagerungen. Sande, Steine, Findlinge prägen die Landschaften. Höhenrücken und Senken sind typisch. Das Meer und der Wind tragen ganze Küstenbereiche ab, um andere Küstenabschnitte damit zu »nähren«. Diese Landschaft wandelt sich stetig im Fluss der Zeiten. Strandspaziergänge offenbaren dem Kundigen Natur. Ein Buch, das seit Anbeginn geschrieben wird. Lesen wir die Landschaften und in Fundstücken. Feuer- oder auch Flintstein, zumeist tiefschwarz, glasig anmutendes Gestein, oft mit Kreide überzogen, entstand vor Jahrmillionen. Kieselsäure lagerte sich in Hohlräume ein, unförmige phantasievolle Steingebilde entstanden. Menschen der Vorzeit nutzten sie als Feuerstein und als Material für Steinwerkzeug. Den überragenden englischen Bildhauer Henry Moore inspirieren diese Steine künstlerisch, er schuf gewaltige Bronzeskulpturen nach ihrem Vorbild. Bernstein, man nennt ihn auch Tränen der Götter. Wissenschaftler erzählen von einem gewaltigen Fluss, der vor den Eiszeiten durch das Gebiet der heutigen Ostsee mäandrierte. In Jahrmillionen füllten

The Fischland-Darß-Zingst peninsula is located within Vorpommern's Boddenlandschaft National Park. The diverse landscapes formed in this coastal region since the last ice age are the result of both natural and nature-conscious cultural processes. When the ice masses melted 10.000 years ago, the enormous basin filled with water, creating the Mare Baltikum. The pressure of seething continental plates pushed land upwards, creating what looks like jagged white teeth surrounding an gaping mouth. The chalk coastline of Rügen borders this sea.The ice age left behind a landscape of gigantic debris deposits, sand, stone, erratic boulders, high ridges and deep basins. The sea and the wind harvest great tracts of the shores to 'nurture' other stretches of coastline – a coastline of continuous change at the mercy of the tides of time. Walks along the beaches reveal the wonders of nature like a book read from antiquity. Let's see what the landscapes and curious finds tell us. Flint, a brittle, dark stone often covered with a layer of chalk, evolved millions of years ago, and silicic acid accumulating in hollows gave rise to misshapen, fantastical formations. Prehistoric man used flint to start fires or to make tools, while modernist sculptor Henry Moore was inspired by it to create enormous works of bronze. Amber is known as the tears of the gods. Scientists tell of a vast pre-ice age river that meandered through the area where the Baltic Sea is now located, and for millions of years, endless amounts of amber filled its flood plains. Nowadays, during heavy storms, the sea offers up some of its treasure, spilling it onto the beaches. Nature is also captured and preserved in the resin of ancient trees where we find insects and leaves that have survived


010 | 011 << Zingst + Natur <<<<

sich Unmengen Bernstein in seine Fluten. Nach mächtigen Stürmen gibt das Meer seine Schätze frei, spült diese an die Strände. Eingeschlossen in das Harz urtümlicher Bäume hat Natur sich bewahrt. Wir blicken auf seit Jahrmillionen eingeschlossene Insekten und Blätter. Betrachten wir die regional typischen Lebensräume dieser Landschaft. Boddenlandschaften sind Flachwassergebiete. Berühmt sind diese Gebiete als größte Kranichrastplätze Europas. Und wer wäre im Stande, die unendliche Fülle der Zugvögel zu zählen, die dieses Biotop beherbergt. Niemand spricht über die unüberschaubare Anzahl der schönen Schwäne, der majestätischen Seeadler. Riesige Röhrichtflächen säumen die Uferzonen, dienen als Brutgebiete. Salzwiesen, ständig von brackigem Salzwasser der Boddengewässer überflutet, sind geprägt durch eine typische Flora. Wahrlich paradiesische Verhältnisse für Naturliebhaber. Seit Jahrhunderten diente Wald dem Menschen. Jagend und Nutzholz produzierend veränderte er diesen Lebensraum. Seit Jahren wandelt sich der Nutzwald in einen naturnahen Lebensraum. In den Bereichen zwischen den Strandwällen und Dünenzügen bilden sich wieder Moore und Feuchtgebiete aus, Laichgebiet für Amphibien, hier wachsen Erlen und Birken. Sandige Bereiche werden von Nadelhölzern genutzt. Hat sich über viele Jahre genügend Humus angesammelt, wachsen Buchenwälder. Lernen wir Natur mittelbar zu nutzen. Der Mensch als fotografierender Betrachter, nimmt geistig Anteil an der Natur, zerstört diese nicht. Diese indirekte Verhaltensweise kultiviert ein gänzlich gewandeltes Selbstverständnis in der Beziehung zwischen Mensch und Natur. Betrachten wir die Welt und mache ein jeder sich sein Bild.

for millennia. Let's look at the typical habitat of the region. The Boddenlandschaft is an area of shallow waters, known to be Europe's largest resting place for migrating cranes. In fact, the great numbers of all types of birds that pass through this biotope is impossible to reckon.There are literally countless beautiful swans and majestic sea eagles. A number of cane brakes border the shores, serving the birds as nesting grounds. Salt flats, continuously flooded by the brackish salt waters of the Bodden, give rise to a one of a kind flora. It’s a genuine paradise for nature lovers. Forests have served man for centuries, but hunting and logging changed the natural habitat, though it is now gradually being restored. In the areas between the barrier beaches and the dunes, moors and wetlands are forming again creating spawning grounds for amphibians, and a place where alder and birch trees grow. Conifers prefer sandier soil. Where enough topsoil has accumulated over the years, beech woods emerge. Let's learn to enjoy nature without making a direct impact. The spirit of the photographic observer finds affinity with nature and will not destroy it.This indirect relationship cultivates a special awareness of the relationship between man and the environment. Let’s observe the world and come to our own conclusions.

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016 | 017 << Zingst + Natur <<<<

Heinz Teufel »Baumgruppe« – Ausstellung im Ringhotel Speicher Barth Heinz Teufel »Groves of Trees« – Exhibition at the Barther Speicher Ringhotel folgende Seite /next page: Franz Bagyi, »Hirsch« – Ausstellung in der Nationalparkinformation Sundische Wiese Franz Bagyi, »Deere« – Exhibition at the National Park information centre


Standpunkte kultivieren

Ein Essay von Heinz Teufel

Cultivating a Standpoint

An essay by Heinz Teufel

Zum künstlerischen Schaffen gehört es, einen geistigen Standort zu definieren und zu kultivieren. Das Woher und Wohin menschlicher Entwicklung zu begreifen, ist eine wesentliche Grundlage sinnvollen Handelns. Es geht um mehr als nur Emotionen. Zum eigenschöpferischen Bild gehört auch sinnorientierte Bildung. Heinz Teufel formuliert hier sein tiefgreifendes, kreatives »Glaubensbekenntnis«. To be artistically creative, one needs to define and cultivate a metaphysical standpoint. Understanding humanity’s origins and its evolving direction are basic requirements for sensitive action. It's more than just a matter of emotions. To be creative, one needs fundamental understanding. Heinz Teufel expresses his creative convictions. Es lagen Jahrmillionen dazwischen. Als ein Wesen sich im spiegelnden Wasser eines Flusses erkannte, der Mensch. Er erlebte eine neue Dimension, sein Geist erhob sich über Raum und Zeit. Aus Vergangenheit und Zukunft fügte er Augenblick um Augenblick – endlos wie das Licht – einen Ozean aus Vorstellungen. Einem Ertrinkenden gleich, versuchte er im Meer der Gedanken zu schwimmen. Beim leisesten Windhauch ertrank das Abbild, schwanden die Gedanken, alles wie vom Wind verweht. Nur in der Stille fügt sich erneut das flüchtige Bild. Der meditierende Geist dagegen fällt in einen Punkt auf die Unendlichkeit zurück, schaut das Ganze in eins, ohne es halten zu können. Das Wort, Abbildungen sollten das Flüchtige bannen. Der Sturz in die Unendlichkeit des Seins verursachte Angst und Zweifel, ließen den Menschen Gott erfinden. Der Mensch schuf Gott nach seinem Ebenbild, nach seinen Vorstellungen. Der Mensch idealisierte seine Triebstruktur, rechtfertigte Machtgier, Herrschsucht, Besitz- und Revieranspruch. Gott diente ihm als Schöpfer, Herrscher über Raum und Zeit, Liebender, der Gut und Böse willkürlich vergab, Vorsehung, Gnade, Recht, Gerechtigkeit, walten ließ – entsprach zutiefst der menschlichen Natur. Diese Vorstellungen beherrschten uns durch alle Zeiten als Herrscher und Untertanen. Dem Geist ist es nicht möglich, die Wahrheit zu erkennen, denn es gibt keine Wahrheit. Der Mensch gestaltet selbst, selbstverantwortlich in relativer Freiheit seine Wirklichkeit. Gesellschaftsrecht anstatt Naturrecht. Demokratie anstatt Hierarchie. Individualität anstatt Gemeinschaft? Haben wir die Freiheit, die Materie, uns selbst zu überwinden? Wohl kaum. Besser ist es, auf die Evolution des Geistes, auf die Fähigkeiten von Ethik und Moral zu setzen. Auf der geistigen Ebene, über den Wassern, lebt es sich leichter. Entwickeln wir eine Kultur des Geistes. In den Anfängen stand Kunst gegen die Angst vor der Existenz. Kunst diente dann den Mächtigen. Stile waren für Gebildete lesbar.

After countless millennia, a being looked at its face reflected in the waters of a river and recognised itself as human. Humanity experienced a new dimension, lifting its spirit beyond space and time. From the past and the future, connecting each instant, endless as light, the human spirit arose out of an ocean of perceptions. Like a drowning soul it tried to swim in a sea of thoughts.With the slightest breeze, the image drowned, the thoughts disappeared, gone with the wind. Only in stillness could the fleeting image be reassembled. The meditative spirit, however, returns to eternity, looking at the whole without being able to grasp it. Words and images are meant to banish transience. Falling into the eternity of being produced fear and doubt, leading humanity to create God. Man created God in his own image, according to his own imagination. Humanity idealised its driving structure, using it to justify a lust for power, to conquer, own and occupy. God served humanity as the creator, Lord over space and time, lover, good and evil, who arbitrarily dispensed forgiveness, providence, mercy, justice, caution touching the deepest places of human nature.These perceptions have dominated us through the ages, both as rulers and as subjects. The spirit is unable to recognise the truth, because there is no truth. Humankind creates its own reality within a framework of relative freedom according to its own responsibility: the laws of society rather than the laws of nature; democracy rather than hierarchy; individuality rather than community. Do we have the freedom, the materials, to overcome ourselves? Hardly! It's better to depend on the evolution of the spirit and its ability for ethics and morals. At the level of spirit, it's easier to live above the water. Let's develop a culture of spirit. At the beginning, art stood in opposition to the fear of existence. At that time, art served those with power – style was accessible to the literate. After the enlightenment, each artist discovered his or her own world.


020 | 021 << Zingst + Natur <<<<

Nach der Aufklärung erfand jeder Künstler seine eigene Welt. Heute herrscht Konsum anstatt Kultur. Sprachlosigkeit und Werteverlust. Paradigmenwechsel. Ich setze auf eine globalisierte Ethik – die nicht den Menschen, sondern die Umwelt weltweit in die Mitte stellt – Umwelt als synergetische Einheit von Kultur, Natur und humaner Identität. Ökonomie, Ökologie, Ästhetik. Nicht der Mensch allein, Natur und Kultur synergetisch vereint sind selbstverantwortlich zu gestalten. Menschenrechte, Menschenpflichten. Selbstachtung erfahren wir nur, wenn wir unsere Umwelt achten, denn der Mensch ist als Einheit von Körper und Geist Teil der Natur. Kultivieren wir den geistigen Menschen. Es brauchte Jahrmillionen geistiger Evolution, bis ein Mensch das natürliche Abbild bannen konnte. Er fügte zwei Substanzen zusammen, eine lichtempfindliche Verbindung war entstanden. Im Licht der Sonne bildeten sich Dinge fotografisch ab. Materie bildet sich selbst ähnlich ab und erkennt sich analog durch den Geist des Menschen, versteht und gibt der eigenen Existenz Sinn. In meinen fotografierten Bildern wachsen körperliche Gesten und geistige Vorstellung zusammen. Die menschliche Existenz erhält Sinn durch Anteilnahme am Prozess der Wandlung. Kausale Ordnung, Logik und kreative Wahrscheinlichkeit fügen und wandeln sich zum Bild. Gestaltung begreife ich im Kontext mit dem naturwissenschaftlichen Erkennen unserer Umwelt. Als Einheit von Körper und Geist. Ich denke, am Ende stirbt der Geist, wandelt sich das Leben in den Tod. Im Sterben löst sich alles auf. Gleißende Helligkeit empfängt den Sterbenden und es wird wieder Licht. Der Anfang ist ohne Anfang, das Ende ohne Ende. Aus der Stille des Nichts atmet Licht, tanzt, spielt, singt das Lied, das wir Universum nennen – Energie, Materie, Geist aus Licht geboren, in Licht sich auflösend.

Nowadays, consumption rules rather than culture – speechlessness and loss of values. There has been a change of paradigms. I believe in a globalized form of ethics that places the environment, rather than humankind, at the centre –the environment, being a synergistic entity made up of culture, nature, and human identity. Economy, ecology, aesthetics. Humankind would be in a responsible synergistic union with nature and culture. Human rights, human duties. We can find self-respect only when we respect our environment; because humankind is part of nature, united in body and spirit. Let us cultivate the spiritual human being. It took millennia of spiritual evolution till a person was able to go beyond natural images. He brought together two substances, and a light-sensitive reaction took place. In the light of the sun, things could be captured photographically. Matter also transforms itself and recognizes itself analogously through the human spirit, understanding and giving meaning to its existence. In my photographic images, bodily gestures and spiritual perceptions join together. Human existence gains meaning by being involved in the process of metamorphosis. Casual order, logic, and creative probability connect and transform into a picture. I understand creativity within the context of a scientific understanding of our environment, a unity of body and spirit. I think, at the end, the spirit dies and life transforms into death. In death everything disintegrates. The dying are received by glittering brightness and become light again, a beginning with no beginning and an end with no end. Light breathes in the stillness of nothingness – it dances, plays, and sings a song that we call Universe – energy, matter, spirit born of light, and dissolving into light.


»Sehzeichen« – Umwelt- und Naturphänomene in der Fotokunst »Sehzeichen« ist ein Ausstellungsexperiment – kontrastreich und zeitkritisch. Das Hotel Vier Jahreszeiten mit seinem großzügigem Raumangebot wurde zu diesem Zweck temporär in »Kunsthallenhotel« umbenannt. In den Tagungsräumen entstand ein Ausstellungsareal für die Exponate der Fotokunst.

»See Marks« – Artistic photography capturing the natural environment The »See Marks« exhibition is a timely experiment rich in contrasts. The generous spaces made available for this event by the Four Seasons Hotel, have temporarily turned the facility into an »Arts Hotel«, with meeting rooms housing exhibits of artistic photography.


022 | 023 << Zingst + Kultur <<<<

Umwelt- und Naturphänomene im Spannungsfeld zeitgemäßer, künstlerischer Fotografie. Die Bandbreite der Ausstellung »Sehzeichen« kommt einer thematischen Zerreißprobe gleich. Wie unterschiedlich kann, wie bindend muss sich die thematische Orientierung darstellen? Die reine, ästhetische Landschaftsschilderung allein konnte es nicht sein, die den Inhalt bestimmt. Die Konfrontation mit Dokumenten von mehr und mehr sichtbar werdenden Problemen von Klima- und Umweltschutz wäre dem Kur- und Erholungsort nicht angemessen. Ein »ausgewogener« Mittelweg würde mit Sicherheit im unzulässigen Kompromiss enden. »Sehzeichen« soll Signale setzen. Die Richtung der Gedanken des Betrachters in neue Bahnen zu lenken, das ist der »didaktische« Ansatz bei der Auswahl der Fotografen und ihrer Bilder. Den Einstieg bietet die begeisternde Naturschilderung in ästhetisch unübertreffbaren Bildern. Hier wird sie in der totalen Übersicht die Welt gezeigt, die es zu schützen gilt. Der Mensch und sein Umgang mit der Natur im allgemeinen und der harmonische Kontakt zur Kreatur im besonderen bildet den zentralen Mittelteil der Schau. Immer wieder werden kritische Aspekte der Unvereinbarkeit von zivilisatorischen Auswüchsen und dem Verschwinden natürlicher Lebensräume. In diesem Zusammenhang hat die Dokumentation ihren Platz gefunden. Künstlerischer Ausdruck schlägt sich in der fantasievollen Umsetzung der prüfenden Gedanken und Gefühle zum Thema Natur nieder. Aufgezeigt werden die Spuren menschlichen Handelns, die im Extrem bis zur totalen Abwesenheit der Natur führt. Den negativen Höhepunkt erreicht die Ausstellung in einem Bilder- und Textzyklus mit dem Titel »Das apokalyptische Menu«. Es ist eine Bilanz menschlicher Ernährung in geradezu beklemmenden, thematisch über alle Maßen ausdrucksstarken Bildern. Würde die Ausstellung hier enden, wäre der Vorwurf unzulässiger, lebensverachtender Bildpolemik nicht ungerechtfertigt. »Sehzeichen« will aber genau das nicht. Es geht nicht um Schock, es geht um Bewusstseinserweiterung und die vertiefte Erkenntnis: Diese Welt ist schön. »Sehzeichen« ist keine visuelle Einbahnstrasse. »Sehzeichen« soll die Augen öffnen.

Current environmental and nature preservation concerns are the central theme of the »See Marks« exhibit, presenting a challenging range of images. The question had to be asked: how broadly can such a subject be covered? Limiting it to aesthetic landscapes would be insufficient, just as focusing exclusively on the harsh reality of ever increasing climate and environmental problems would not do justice to the location. On the other hand, a middle-of-the-road approach would probably have ended in a unsatisfying compromise. The aim of »See Marks« is to focus on all the aspects that can help define a future direction. The organisers wanted to be sure to capture the public's imagination. The carefully selected photographers and images will draw the viewer's attention to new approaches and possibilities. The first segment presents delightful expressions of the unequalled beauty of nature, clearly showing what it is that needs to be protected.The middle section is centered around humankind's interaction with nature, and its harmonious contact with creation. Next come documentary images that examine the critical aspects of the development of civilisations and the consequent disappearance of the natural environment. We are shown how the impact of human intervention leads, in extreme cases, to a complete disappearance of all nature. The exhibition reaches a negative climax with the Apocalyptic Menu images and texts. The impressive pictures convey the content and excesses of our current eating habits. If the exhibition were to end on this note it would hardly do credit to the overall intention. »See Marks« does not aim to shock into action, but to open up awareness and deepen understanding. The world is a beautiful place, and each person is called to do their bit to help avoid apocalyptic climate change and environmental chaos. »See Marks« is not a visual one way street.The closing segment of the exhibition once again brings the viewer back to images of nature in all its glory. The aim of the exhibition is to foster a positive attitude, while making the public aware of the negative trends that are happening. »See Marks« will surely open all eyes.


024 | 025 << Zingst + Kultur <<<<

Norbert Rosing – Das elementare Naturerlebnis Norbert Rosing – The Elemental Nature Experience Kein Weg ist ihm zu weit, keine Anreise zu mühsam. Egal ob als Wanderer, mit dem Boot oder per Flugzeug, der Fotograf Norbert Rosing lässt sich auf jedes Abenteuer ein, um die beeindruckende Schönheit der Natur – wie nur er sie sieht – fotografisch festzuhalten. »Meine Laufbahn begann aus reiner Leidenschaft zur Natur, den Tieren und dem Erleben von Neuem«, sagt er selber zu seiner Passion, die gleichzeitig Beruf ist, und ihn zum Weltenbummler hat werden lassen. Aber besonders eine Erkenntnis hat er aus seinen Reisen gezogen: Je weiter die Ziele wurden, desto mehr interessierte ihn die fotografische Entdeckung der eigenen Heimat. Und so zeigt er die deutsche Landschaft so hingebungsvoll in all ihren Facetten, dass der Betrachter sich sofort wohl und einfach zuhause fühlt.

No path is too rough, no journey too long. Whether on foot, by boat or flying, photographer Norbert Rosing is always ready to head off on an adventure – as long as he gets to capture his perception of nature’s beauty on his hard drive. »My career arose out of a passion for nature, animals, and the desire for new experiences,« he says of the profession that has him globetrotting around the world. Yet for all his travels, he has made one very important discovery: the further the destination, the more interesting the photographic findings made back home. Consequently, his pictures covering a broad variety of German landscapes immediately make the viewer feel at home.

Norbert Rosing, »Wildes Deutschland« National Geographic »Wild Germany« National Geographic


030 | 031 << Zingst + Kultur <<<<

Thomas Kettner – Die bedrohte Ursprünglichkeit Thomas Kettner – Threatened Origins »Ongwe« heißt der Leopard in der Sprache der Himba. Ein Volk, das im Norden Namibias seine uralten Bräuche und Rituale lebt. »Ongwe« heißt auch die Fotoarbeit des Stuttgarter Fotografen Thomas Kettner, der das Leben der in kultureller und materieller Existenz bedrohten Lebensgemeinschaft dokumentiert. Entstanden sind eindringliche Porträts des afrikanischen Stammes, in dem die Zeit und westliche Werte eine untergeordnete Rolle spielen. In einem Mix aus Inszenierung und reportageartiger Fotografie entwickelte Kettner kraftvolle Bilder, die besonders eines möchten: Zeigen, wie stolz und unabhängig ein Volk inmitten der rauhen Schönheit Afrikas lebt. Und dass diese ursprüngliche Kraft erhalten bleiben sollte – weswegen die Erlöse des gleichnamigen Bildbandes auch an den Trustfonds der Himba gehen.

»Ongwe« means leopard in the Himba language. This tribe lives in the north of Namibia, practising ancient traditions and rituals. »Ongwe« is also the name Stuttgart photographer Thomas Kettner has given to the body of photographic work that resulted from his journey into the dark heart of Africa. It includes haunting portraits of members of this African tribe who live separate from our concept of time and western values. With a mixture of staged and documentary type photographs, Kettner's powerful images show how these proud and independent people live in the raw beauty of Africa. To help preserve this uniqueness, proceeds from the sale of this book, »Ongwe«, will go to the Himba Trust Fund.


>>>>> Zingst + Kultur >> 032 | 033

Von Angesicht zu Angesicht â&#x20AC;&#x201C; die Fotografien zeugen vom engen menschlichen Kontakt, den der Fotograf während seiner Arbeit gewinnen konnte. From one face to the next, the images reveal the close human contact that the photographer established with his subjects.


>>>>> Zingst + Kultur >> 034 | 035


Kรถrperschmuck spielt in der traditionellen Kultur der Himba eine bedeutende Rolle. Er zeigt in jedem Alter Rang, Stand und Position in der Gesellschaft des Hirtenvolkes an. Body paint plays a significant role in traditional Himba culture. It defines age group, standing, and position within the society of this pastoral tribe.


036 | 037 << Zingst + Kultur <<<<

Nomi Baumgartl – Die harmonisierenden Geschöpfe Nomi Baumgartl – Creatures in Harmony Nomi Baumgartls Thema sind Menschen, deren Leben – außerhalb jeglicher Norm – einem ganz eigenen Sinn folgt. Besonders intensiv werden diese zwischenmenschlich-fotografischen Beziehungen dann, wenn die Wirkung von geheimen Urkräften der Natur eine Rolle spielt. Etwa in der Zwiesprache zwischen dem Supermodel Tatjana Patitz mit einem Delphin. Oder aber auch bei der Geschichte des Elefantenmannes Chris Gallucci, der sich durch sein Zusammenleben mit dem Elefantenbullen Timbo vom notorischen Straftäter zum von tiefen Erkenntnissen und gereiften Weisheiten geleiteten Mann entwickelte. Die Fotografin nähert sich behutsam und hingebungsvoll Mensch und Natur und erzählt mit dem größten Respekt deren Geschichten.

Nomi Baumgartl focuses on people whose lives don't fit the norm, and who follow their own particular paths. Inter-human photographic relationships become particularly intense when the mysterious and elementary forces of nature come into play. One example is the interaction between super model Tatjana Patitz and a dolphin; another is the story of the elephant man Chris Gallucci, whose life with the bull elephant Timbo transformed him from a notorious criminal into a man of deep insight and mature wisdom. The photographer approaches her subjects with care and devotion, telling their story with great respect.


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Wenn Mensch und Tier sich treffen, gibt es manchmal das seltene Ereignis der stillen Übereinkunft über alle Grenzen hinweg. Die Fotografin Nomi Baumgartl sucht nach eben diesen Begegnungen und fotografiert diese Momente mit dem größten Respekt. When people and animals come together, it can give rise to a rare moment of quiet accord that goes beyond boundaries. Photographer Nomi Baumgartl searches for such encounters and captures the moment with great respect.


Mensch und Tier Auge in Auge: Ohne Scheu und gepr채gt von tiefem Verst채ndnis begegnen sich Supermodel Tatjana Patitz und der Delphin sowie der Elefantenmann Chris Gallucci und der Dickh채uter Timbo. Humans and animals eye to eye. The encounters between super model Tatjana Patiz and a dolphin, or the elephant man, Chris Galucci, and the thick skinned Timbo, are devoid of any shyness and full of deep understanding.


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Heinz Teufel – Die visualisierte Energie Heinz Teufel – Visualised Energy »Die Kamera atmet«. Mit diesem Ausspruch befreit sich der Fotograf Heinz Teufel davon, die Kamera als Werkzeug und die Fotografie als »seelenlose Technik» zu behandeln. Mehr noch, er macht aus dem »bildnerischen Prozess die visuelle Umsetzung von Energien«, wie Teufel es in seinen philosophischen Betrachtungen zum Ausdruck bringt. In gekonnt gesetzten und über Jahre bis zur Perfektion trainierten Bewegungsabläufen entstehen Bildwerke von mitreißender Dynamik. Teufel, der auch ein engagierter Fotopädagoge ist, hat dieser Gestaltungsform den Namen »Gestische Fotografie« gegeben. Die Bilder sind nicht nur ein visuelles Erlebnis, sondern, fordern den Betrachter als kritischen Zeitgenossen.

»The camera breathes«. With this statement, photographer Heinz Teufel transforms the equipment with which he realises his photographic ideas into more that just tools. This includes his analogue mirror reflex camera that he has trained to perfection over the years. The result of this rather unusual approach is a series of very headstrong visual concepts. Teufel has baptised his child »physical photography«, freeing it from any rigour and stiffness. His pictures are dynamic and insist that the viewer take a closer look. They are not easy to absorb, but they try to convey the view of a very critical contemporary.


Heinz Teufel, »Strandbogen« »Beach Arches« vorige Seite: Heinz Teufel, »Baumbogen« last page: »Tree Arches«


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Ulrich Mack – Die ästhetische Hymne Ulrich Mack – The Aesthetic Hymn Prof. Ulrich Mack gilt als Bildjournalist, Porträtist und Landschaftsfotograf gleichermaßen, er ist ein Universalist. Bereits 1982 erschloss der Hamburger mit der 50x60 Polaroid-Kamera den Nahbereich und stellte florale Motive im Großformat dar. Inspiriert wurde Mack von Albert Renger-Patzsch, dem Begründer der »Neuen Sachlichkeit« in der Fotografie. Beeindruckt und heraus gefordert von der Perfektion der Natur, steckt in jedem Bild ein gigantischer Aufwand. Serien von Blitzen waren erforderlich, um jedes noch so kleine Detail heraus zu arbeiten und ihm einen Platz im Gesamtkunstwerk zu verschaffen. Über all die Jahre haben die Pflanzenbilder nichts von ihrer Strahlkraft verloren. Im Gegenteil: Macks Aufforderung zum genauen Hinsehen, zur Würdigung der Schönheit der Natur ist zeitgemäßer denn je.

Prof. Ulrich Mack is considered a photo journalist, portraitist, and landscape photographer in equal measure: He's a universalist. Already back in 1982, the Hamburg photographer was making large format prints of close-up Polaroid shots of floral motifs – inspired by Albert Renger-Patzsch. Impressed and challenged by the perfection of nature, each one of his pictures involves an enormous effort.Whole series of shots were necessary to extract every small detail and give it a place in the whole. His plant images have lost none of their power over the years. On the contrary, Mack's prompting to take a close look and appreciate the beauty of nature is more appropriate than ever.


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Knallige Farben, üppige Formen – die Architektin Natur hat ganze Arbeit geleistet. Und Ulrich Mack sorgt dafür, dass wir sie bewundern dürfen. Loud colours and exuberant shapes – nature has performed true works of art. Ulrich Mack ensures that we admire her.


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Horst Stasny – Die urbane Naturlosigkeit Horst Stasny – Devoid of Nature Horst Stasny ist fasziniert von urbaner Architektur: »Ich komme in einer für mich neuen Stadt aus dem Staunen nicht heraus – die Architektur, die Farben, die Begegnung von Altem und Neuem, ziehen mich buchstäblich in ihren Bann«, gesteht der Österreicher, der gerne und viel reist. Stasny ist ein Purist mit der Kamera, aber die digitale Technik hat ihn dann doch so fasziniert, dass daraus ein ganz neuer Weg, Bilder zu machen, entstand. Formen und Farben der Megastädte werden in seiner Arbeit zu Skulpturen und so wird einmal mehr gezeigt wie sehr Mensch seine Umgebung modelliert und gestaltet. Die Abwesenheit von Natur erzeugt trotz der formalen Ästhetik bedrückende Gefühle und löst umweltkritische Gedanken aus.

Horst Stasny is fascinated by urban architecture. »Whenever I arrive in a new city, I'm overwhelmed and captivated by the architecture, the colours, the contrast of old and new,« the Austrian says. Insufficient time, too little equipment and frequently unfavourable photographic conditions, made Stasny add image processing to his repertoire. In fact, he was a purist with the camera, but then he became so fascinated by digital technology that he adopted a whole new way of creating images. He transforms the shapes and colours he finds in mega-cities into sculptures, showing us how humanity models and creates its surroundings.


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Geometrische Muster und fließende Formen begegnen sich, kontrastierende Farbigkeit setzt Akzente – urbane Motivwelten – doch wo bleibt die Natur? Geometric patterns and flowing shapes encounter one another, accentuated by contrasting colours. Urban motifs created with the help of expert digital image processing.


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Eric Klemm – Die erschreckende Metamorphose Eric Klemm – Scary Metamorphosis Einst heiß geliebt, auf Glanz poliert, gerne gezeigt und rasant bewegt und nun schon lange ausrangiert – in den weiten Wäldern von British Columbia verbergen sich »Grabstellen« der besonderen Art. Seit Jahren, oder gar Jahrzehnten, parken hier, aus heutiger Sicht, automobile Schmuckstücke, von ihren Besitzern achtlos abgestellt, um schlicht die Kosten der Verschrottung zu sparen. In geduldigen Wanderungen hat der in Vancouver lebende Fotograf Eric Klemm diese Stellen entdeckt und fotografiert. »Metamorphosis« nennt er die Strecke, die von einer Macht erzählt, die imstande ist, Technik in organische Materie zu verwandeln – mit genug Zeit. Aber die ist eben nur für den Menschen von Bedeutung und nicht für die Natur.

Once adored, carefully polished, joyfully shown off, pushed for speed, but now long forgotten – the forests of British Columbia reveal a rather unusual burial ground. Jewels of cars – from today's point of view – left abandoned decades ago, just so the owners could save themselves the cost of scrapping them. Patiently hiking through the woods, Vancouver photographer Eric Klemm discovered and photographed these tombs. He calls his series »Metamorphosis«. It tells of the power that is able, with time, to transform technology into organic material – a power more meaningful for humans than for nature itself.


Geheimnisvolle Verwandlung – nur noch schemenhaft zeichnen sich die seit Jahren verlassenen Autos gegen die pflanzliche Verhüllung ab und vermitteln einen tiefen Respekt vor der Übermacht der Natur. Mysterious transformation – only the outlines of cars abandoned years ago remain under a cover of vegetation, conveying a deep respect for the forces of nature.


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Tasja Keetman – Die bildhafte Vergänglichkeit Tasja Keetman – Transience in Imagery Vergänglichkeit ist eines der großen Themen der Fotokünstlerin Tasja Keetmann. In einem New Yorker Loft entstehen ihre Fotoobjekte, wie die Serie »Flora«. Die zarten Blumengeschöpfe, am Ende ihrer blühenden Pracht, verletzt, gebrochen, verstümmelt, kurz vor der Auflösung im Kreislauf der Natur, hat Keetmann für einen letzten berührenden Auftritt mit klinischen Mitteln behandelt. Auf den ersten Blick ist es die morbide Ästhetik, auf die sich die Aufmerksamkeit richtet, dann erst wird deutlich, dass mit Aderklemme, Verband und Pflaster für einen kurzen Augenblick die Hoffnung auf ewiges Leben aufflackert. Die Härte irdischer Existenz. Die Bilder lösen Gedanken aus, die um den ewigen Kreislauf des Kommens und Gehens kreisen.

Transience is one of photographic artist Tasja Keetmann's great themes. Works such as her »Flora« series were developed in her New York penthouse. Keetmann creates a space where tender flowers are shown one last time before nature takes its course, showing them as faded, wounded, broken and mangled blossoms. At a first glance it seems like a rather morbid form of beauty, yet a moment later it becomes clear that clips, bandages and plasters are there to briefly revive a hope of immortality. The images provoke musings on our earthly existence – our coming and our going.


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Liebevoll verbunden und gut versorgt scheinen die verwelkenden floralen SchĂśnheiten. Doch ist der letzte Schritt des endgĂźltigen Verfalls damit aufzuhalten? Fading floral beauties appear lovingly bound and carefully handled; yet can their final demise be avoided?


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Die Sterblichkeit eines jeden Lebewesens ist unvermeidbar – den Moment des Todes aber hält die Fotokünstlerin einen kurzen Augenblick auf, und konserviert so einen Hauch Hoffnung. Mortality is unavoidable – yet the photographic artist manages to briefly postpone the moment of death, giving rise to a seed of hope.


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Michael Schnabel – Der monumentale Wandel Michael Schnabel – Monumental Transformation Ein Geheimnis liegt über der Bergwelt, eine faszinierende Stille über den monochromen Landschaften. Kein Lichterglanz erhellt die eisigen Flächen der sterbenden Gletscher, ein vieltöniges Grau schmiegt sich an harte Abbruchkanten und harsche Gipfel. Moduliert wie Skulpturen treten die monumentalen Formen hervor. Das Geheimnis des Stuttgarter Fotografen Michael Schnabel: Die Aufnahmen sind ihrem Wesen nach keine »Lichtbilder«, sondern entstanden ausnahmslos nachts, vorzugsweise bei leichter Schleierbewölkung und ohne Mondschein. Das Ergebnis verhüllt die Urgewalt der Bergwelt, eine berührende Aura der Unnahbarkeit entsteht. Es ist, als würde die Welt den Atem anhalten – zumal sich die Gletscher durch die Klimaveränderung in beängstigendem Tempo zurückziehen.

A mystery enfolds the mountains, a fascinating quiet descends upon the monochrome landscapes. No light brightens up the surfaces of icy glaciers, a whole range of grey tones define severe cliff edges and harsh peaks.The monumental shapes are reminiscent of modelled sculptures. The secret behind Stuttgart photographer Michael Schnabel's images is that they are not, in fact, »light exposures«. Without exception, they were all taken at night, preferably with a thin veil of cloud and no moonlight. The result gives the powerful mountains an aura of aloofness and eternity. It's almost as though the world is holding its breath.


Die Stille der Nacht liegt über den schneebedeckten Gipfeln – der Fotograf Michael Schnabel entführt den Betrachter in eine geheimnisvolle Bergwelt, so wie diese noch nie gezeigt wurde. The quiet of night lies on snow covered peaks – photographer Michael Schnabel lures the viewer into a mysterious world never seen before.


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Walter Schels – Die symbiotische Kreatur Walter Schels – The Symbiotic Creature Was ist es, das ein Porträt zu einem besonderen Bild macht? Die Intensität, der Ausdruck. Der Hamburger Fotograf Walter Schels, bekannt für seine eingängigen Fotos von Mensch und Tier, hat eine neue Ebene des Porträts geschaffen – er hat animalische Fabelwesen zum Leben erweckt, die vor allem eines sind: intensiv. Über Jahre hinweg sammelte der Fotograf Fehlund Doppelbelichtungen, der Zufall wurde so zu seinem Assistenten. Zeigen die Bilder Fabelwesen? Eine Kuh hat Federn, die Taube einen Eselskopf. Die animalischen Phantasiewesen könnte der Betrachter in die griechische Mythologie, in die grimmsche Märchenwelt oder in die eigenen Alpträumen einer genmanipulierten und geklonten Zukunft einordnen.

What turns a portrait into an exceptional picture? The intensity, the expression. Hamburg photographer Walter Schels, known for his unique photos of people and animals, has created a new type of portrait. He has given life to a series of fantastical animal-like beings which are, above all, intense. Over the years, the photographer collected double exposure and other »mistakes«, making chance his assistant. The pictures show mythical creatures: a cow with feathers; a dove with the head of a donkey. They are fantastical beings instinctively connected to Greek mythology, Grimms fairy tales or desperate nightmares. In the end, each viewer must decide whether they want to cuddle the creatures or flee.


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Nicht zuzuordnen – durch die Überlagerung von Tierporträts kreiert Walter Schels ganz neue Arten, die aus einer beklemmenden, genmanipulierten Welt zu kommen scheinen. Unclassifiable – by layering various animal portraits, Walter Schels creates whole new species that seem to belong in a mythical world.


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Christian von Alvensleben – Das apokalyptische Menu Christian von Alvensleben – The Apocalyptic Menu »Du bist, was Du isst«, sagt der Volksmund. Allerdings stammt der Ausspruch offenbar aus einer Zeit, in der man Schweineschnitzel nicht gemeinsam mit dem Inhalt eines Medikamentenschrankes serviert bekam. Die hinterhältige Tücke der chemischen Durchseuchung von Lebensmitteln: Appetitlich hergerichtet für die genussüchtigen Massen, ist nicht zu sehen, was man tagtäglich – mit mehr oder weniger Vergüngen – in sich hineinfuttert. Der Fotograf Christian von Alvensleben der seine kreative Stärken in appetitanregender Weise im Arbeitsbereich »Food« bewiesen hat, serviert hier sein »apokalyptisches Menu«. Es ist eine radikal zeitkritische Speisefolge. Bei der Henne in der Massentierhaltung, dem Wasser aus verseuchten Brunnen und dem vom Auto »erlegten« Hasen bleibt dem Betrachter der Genuss im Halse stecken. Ein Schockerlebnis.

»You are what you eat« as the saying goes. It comes from a time when we were not being served pork chops combined with all the contents of our medicine cabinets. Yet this is the reality of the food we eat today, seriously contaminated with all sorts of chemical. Appetizingly prepared to please the masses, it's impossible to see what we are really introducing into our bodies day by day. The photographer Christian von Alvensleben has been following the food branch for years, and has put together a series of dishes for the »Apocalyptic Menu«. Knowing that the battery chickens were given water from contaminated wells, all culinary delight tends to fly out the window.


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Es ist angerichtet â&#x20AC;&#x201C; im Falle des Âťapokalyptischen MenusÂŤ eine mehr als doppeldeutige Einladung, sich des Servierten anzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen. Apocalyptic dinners provoke the viewer to consider what we are being served in our food.


Zingst erweitert den fotografischen Horizont Die Fotografie hat in Zingst einen besonderen Stellenwert erlangt. Ausstellungen, Workshops, Exkursionen mit der Kamera, mit erfolgreichen Höhepunkten, den »Tagen der Fotografie«, setzen seit Jahren deutliche Zeichen im Veranstaltungskalender – die konsequente Fortentwicklung ist das Fotofestival »horizonte zingst«.

Photography expands its horizons in Zingst Photography has achieved a special status in Zingst. Exhibitions, workshops, outings with the camera, and »Photography Days«, are all highlights of the yearly calender of events. The »horizonte zingst« Photo Festival is a natural follow-up to all these activities.


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Künstler zog es schon im vorigen Jahrhundert auf die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, so entstand im benachbarten Ahrenshoop eine Malereiszene ähnlich dem legendären Worpswede. Fotografiert wurde in der Vergangenheit auch in Zingst. Aber erst seit dem Jahre 2002 erregten fotografische Aktivitäten über den Ort hinaus Aufmerksamkeit.

Already in the last century, painters were drawn to the Fischland-Darß-Zingst peninsula, giving rise to an artistic movement in Ahrenshoop, similar to the legendary one in Worpswede. Zingst was always a popular place to take photographs, but it is only since 2002 that the exciting increase in photographic activities caught the attention of more than just the immediate vicinity.

Zentraler Orientierungspunkt und stark frequentierter Ausstellungsort an der Seebrücke: das Kurhaus Zingst Located at the pier, the Kurhaus Zingst is a centrally located and popular exhibition space which receives many visitors Fotos: Heinz Teufel

It was during an arts festival on the beach here, that Heinz Teufel discovered the special light and the unique energy of the landscape. The pleasure he derived from taking pictures was soon transformed into an exhibition, which in turn inspired Peter Krüger, the manager of Kur- und Tourismus GbmH Zingst. The special landscape and light are not only an excellent basis for photography; they encourage leisure and relaxation, too. The pleasant, easy-going atmosphere of the town and surrounding area provides the perfect conditions for artistic and photographic creativity. As a result, the net was cast further, drawing in increasing numbers of interested photographers and inciting new exhibition opportunities. The Galerie Villa Ruh is also home to the Kur- und Tourismus GmbH's photography department, while the Schule des Sehens gallery provides spaces for ex-

Während eines Strand-Kunstfestes entdeckte der Fotograf Heinz Teufel das besondere Licht, die Ausstrahlung der Landschaft für sich. Seine Begeisterung, hier fotografieren zu können, setzte er aktiv mit einer ersten Ausstellung um und steckte auch Peter Krüger, den Geschäftsführer der Kur- und Tourismus GmbH Zingst, an. Die Einmaligkeit der Landschaft und das Licht sind Basis für fotografische Arbeit und laden auch zum Erholen ein. Künstlerisches, fotografisches Schaffen mit einem angenehmen Erholungseffekt zu verbinden, ist eine gute Voraussetzung für ein interessantes Ergebnis, zum Nutzen für den Fotografen und den Ort.

Blick in den romantischen Museumshof A glance into the romantic museum courtyard


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Arnt Löber, »Zeesboote« – Ausstellung im Hotel Boddenhus und in der Barther Schiffswerft Arnt Löber, »Zees Boats« – An exhibition at the Boddenhus Hotel and in the Barther Schiffswerft


Gemeinsam gingen Heinz Teufel und das Kur- und Tourismus Management daran, Mitstreiter, interessierte Fotografen zu finden und Ausstellungsmöglichkeiten nach und nach zu schaffen. Es entstand die »Galerie Villa Ruh«, die gleichzeitig als Sitz der Abteilung Fotografie der Kur- und Tourismus GmbH dient und die Galerie »Schule des Sehens« als Ausstellungs- und Workshopraum für die Leica Akademie. Zudem wurde eine alte Halle umfunktioniert und ist seitdem in den Sommermonaten als »Multimediahalle« ein vielgenutzer Veranstaltungsort. Die Besonderheit: der aufgeschüttete »Strandsand« als Boden der Halle. Er bewirkt verlangsamte Bewegung und damit ein Innehalten bei der Betrachtung der ausgestellten Arbeiten. Ausstellungen finden auch im Foyer und der ersten Etage des Kurhauses statt. Sie sind immer ein Publikumsrenner, denn fast alle Urlauber kommen während ihres Aufenthaltes ins Kurhaus. Auch das Steigenberger Strandhotel konnte für ständige Kabinettausstellungen gewonnen werden. Die Leica Akademie war von den vorgefundenen Möglichkeiten ebenfalls begeistert und etablierte erfolgreich in Zingst einen Außenstandort. Das Workshop-Angebot war zuerst thematisch auf Landschaft fokussiert, aber durch die Partnerschaft mit Hassel-

Fotoclub Nord, »Vorpommersche Sichten« – Ausstellung in der »Strandhütte« Photo Club Nord, »Views Of Vorpommern« – Exhibition at the »Strandhütte«

hibitions and workshops organised by the Leica Academy. An old hall was renovated to serve as a multimedia centre during the summer months; the sand spread over its floor serves to slow down the visitor's movements, creating a dignified space for viewing the exhibited works. The Spa Centre's foyer and first floor make a perfect public exhibition space, because virtually all holiday makers pass through it at some point during their vacation.The Steigenberger beach

Uwe Engler, »Englers Welt – die Halbinsel« – Ausstellung in der Gemeindeverwaltung Uwe Engler, »Engler's World – The Peninsula« – Exhibition at the Community Offices hotel has become a regular site, and the Leica Academy, delighted by all these possibilities, successfully established a branch in Zingst. Initially, workshops were focused on landscape photography, but later partnerships with Hasselblad, Linhof and the Nikon School expanded the repertoire. Some of the themes unique to the Baltic landscape are amber, zees boats, west beach trees, cranes, of course, and the eternal sea. In 2007, the trend spread beyond Zingst to the quiet island of Hiddensee, and the versatile island of Rügen. In 2008, an additional workshop will be held in Bornholm, and daily workshops in Rostock and elsewhere on the peninsula are also part of the programme.


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Rolf Reinicke, »Leuchttüme« – Ausstellung im Experimentarium und im »vis-A-vis« Rolf Reinicke, »Light Houses« – Exhibition at the Experimentarium and at the »vis-A-vis« folgende Seite: Joachim Rudolph »Boddenlandschaft im Frühnebel« – Ausstellung im Wellnesscamp next page: Joachim Rudolph »Boddenlandschaft In the Mist« – Exhibition at the Wellnesscamp


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blad und Linhof sowie die Nikon School erweiterte sich das Repertoire. Einmalige Themen dieser Ostseelandschaft sind »Bernstein«, »Zeesboote«, »Bäume des Weststrandes«, natürlich »Kraniche« und immer wieder das Meer. 2007 ging man bereits über die Zingster Grenzen hinaus, entdeckte die stille Insel Hiddensee und das vielschichtige Rügen. Im Jahr 2008 wird zusätzlich ein Workshop »Bornholm« angeboten. Tagesworkshops in Rostock und auf der Halbinsel stehen ebenfalls auf dem Programm. Namhafte Fotografen wie Walter Schels, Barbara Wolff, Florian Möllers, Jürgen Müller, Franz Bagyi, Peter Scherbuk, Prof. Harald Mante sowie die Referenten der Leica Akademie Oliver Richter, Günther Osterloh, Siegfried Brück fanden gute Arbeitsbedingungen und interessierte Workshopteilnehmer. Ausstellungen der Fotografen Ralf Tooten, Charles Compére, Florian Möllers, Walter Schels, Norbert Rosing, Uwe George, Barbara Wolff, Heinz Teufel, Roland Biermann, Berthold Steinhilber, Nomi Baumgartl und vielen anderen, wurden, ergänzt durch die jährliche Präsentation der Hasselblad Masters, durch den Oskar-Barnack-Award von Leica, die Ausstellungen »Glanzlichter« von projekt, natur & fotografie, National Geographics, Gesellschaft für Deutsche Tierforotgrafie – GDT, »Das Sportfoto des Jahres« des Verbandes der Sportjournalisten und der Zeitschrift »kickers«. Regionale Fotografie war selbstverständlich immer dabei. Das stetige Bemühen der Zingster um neue Partner, neue Kontakte, und Wissenszuwachs machte die Entwicklung von Zingst zum »Sehort« möglich. Nicht zuletzt werden die Ausstellungen, die Workshops, das Engagement für die Fotografie immer stärker von den Zingstern selbst getragen. Nach und nach nahmen Zingster Einwohner Besitz von ihren Fotogalerien, interessierten sich, begannen schließlich selbst zu fotografieren und sind zum Teil so begeistert, dass sie ihre Räumlichkeiten für Ausstellungen während des Fotofestivals Horizonte Zingst bereit stellen und aktiv mitarbeiten. Die Liste der Ausstellungsorte zeigt das auf und während des Festivals werden Gäste selbst mit den Zingstern in Kontakt kommen.

Renowned photographers such as Walter Schels, Barbara Wolff, Florian Möllers, Jürgen Müller, Franz Bagyi, Peter Scherbuk, Prof. Harald Mante, and speakers Oliver Rochter, Günther Osterloh and Siegfried Brück from the Leica Academy, have found excellent conditions here, as well as people interested in participating in workshops. Exhibitions by photographers like Ralf Tooten, Charles Compére, Florian Möllers, Walter Schels, Norbert Rosing, Uwe George, Barbara Wolff, Heinz Teufel, Roland Biermann, Berthold Steinhilber, Nomi Baumgartl, and many more have been further enhanced by the yearly Hasselblad Masters presentation, Leica's Oskar Barnack Award ceremony, highlights of National Geographic nature and photography projects, the German Society for Animal Photography (GDT), the Sport Photo of the Year Award ceremony granted by the Society of Sports Journalists and the magazine »Kickers«. In addition, there is plenty of regional photography to be seen. Because of its continuous efforts to acquire new photo-related partners, contacts and expertise, Zingst is known as a »see-scape«; and it is evident that the locals themselves are now playing a more active role in the presentations, workshops, and overall commitment to photography. Many who began by visiting the photo galleries, ended up taking pictures themselves. Some became so enthusiastic that they got involved in the festival by making their personal spaces available for exhibitions. Have a look at the list sites: Festival visitors will find themselves interacting with Zingst's local inhabitants.

Heinz Teufel, »Fotoworkshops Rügen Hiddensee« – Ausstellung im Ringhotel Speicher Barth Heinz Teufel, »Photo Workshops Rügen Hiddensee« – Exhibition at the Ringhotel Barther Speicher


links + oben / left + above Heinz Teufel, »Fotoworkshops Rügen Hiddensee« – Ausstellung im Ringhotel Speicher Barth Heinz Teufel, »Photo Workshops Rügen Hiddensee« – Exhibition at the Ringhotel Barther Speicher

Siegfried Wittenburg, »Grüße aus der DDR« – Ausstellung im Zingsthof Siegfried Wittenburg, »Greetings From the DDR« – Exhibition at the Zingsthof

Archiv Edition Maritim, »Traditionsyachten« – Ausstellung in der Schiffswerft Barth Archiv Edition Maritim, »Traditional Yachts« – Exhibition at the Schiffswerft Barth


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Zingst – Spielraum für das weite Spektrum der Fotografie Zingst – A space for every aspect of the art of photography Die Fotografie braucht viel Spielraum – das ist die feste Überzeugung der Festival-Macher. Ebenso zählt es zu den ungeschriebenen Gesetzen der Aktivitäten in Zingst, dass im Neben- und Miteinander fotografischer Phänomene die besondere Qualität der Veranstaltungen liegt. Von der liebhaberischen Amateurfotografie über historische Zeitdokumente bis hin zum höchsten Niveau der Kunstfotografie reicht das Spektrum des Gezeigten in Zingst und benachbarten Orten. Photography needs a lot of space. The festival organisers were of one mind about this; and they were also aware of the unwritten law that photography activities taking place in Zingst are of particularly high quality. From popular amateur shots to historical records, and all the way to the finest artistic photography, Zingst and the neighbouring towns offer the perfect setting.

Fotoclub Schleswig, »Ostseeküste« – Ausstellung in der Klinik der AWO Photo Club Schleswig, »Baltic Coast« – Exhibition at the AWO hospital

Dirk Bleyer, »Baltikum« – Ausstellung im Hotel Seebrücke Dirk Bleyer, »Baltikum« – Exhibition at the Seebrücke Hotel Heimatverein, »Motive der Vergangenheit« – Ausstellung in der Museumsscheune Heimatverein, »Motifs From The Past« – Exhibition at the Museumsscheune

Leica Akademie, »Volume 1« – Ausstellung in der Schule des Sehens Leica Academy, »Volume 1« – Exhibition at the Schule des Sehens folgende Seite / next page: Jürgen Müller, »Eine Neue Gegenwart« – Ausstellung im Steigenberger Strandhotel Jürgen Müller, »A New Present« – Exhibition at the Steigenberger Strandhotel


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Open-Air an der Seebrücke: »Zingster Köpfe« Open air event at the pier: »Zingster Köpfe« Die megagroßen Porträts neben der Seebrücke könnten auch den Titel »Gesichtslandschaften« tragen. Der Fotograf Christian Popkes hat dieses Projekt erdacht und konsequent umgesetzt. Hewlett Packard half die riesigen Prints zu erstellen, die als Open-Air-Ausstellung Wind und Wetter trotzen. Oversized portraits – or »Facescapes« as they could be called – greet visitors approaching the pier area. The inspired idea is the baby of photographer Christian Popkes, and was realised with the help of Hewlett Packard who supplied the enormous prints that fill the open air exhibit, come rain or come shine. Drei mal drei Meter sind die Porträts groß – mehr Format geht nicht. Christian Popkes, erfahren in Open-Air-Ausstellungen, ging wieder mit dem Mut zum Außergewöhnlichen zu Werke. Das fotografische Konzept wird von konsequent verwirklichten Qualitäten geprägt. Die klare schnörkellose Lichtführung, den direkten Blickkontakt durch frontale Ansicht und eine hautnahe »porentiefe« Präzision. Keine Ausstellungshalle hätte die Dimensionen zu bieten vermocht, die für diese Schau benötigt werden. Aber es ist nicht ein Mangel an Räumen sondern der faszinierende Reiz der Konfrontation mit dem Naturerlebnis vor der Kulisse der Ostsee, der zu dieser imposanten Form fotografischer Bildpräsentation führte. So eine Mammut-Aktion will nicht nur kreativ gestaltet sein. Die technische Umsetzung allein ist schon ein Meisterstück. Christian Popkes hat die Partner für ein solches Vorhaben. Die höchstauflösenden Hasselblad Digitalkameras, das Druckpotential der Hewlett-Packard-Technik und ein den gesamten Workflow begleitendes Software-Paket von Adobe stehen für den sichtbaren Erfolg. Der Fotograf weiß sich in der digitalen Bilderwelt souverän zu bewegen. Es gelingt ihm deshalb soviel direkte Emotionen »verlustfrei« in Bilder umzusetzen.

The portraits are three by three metres large – which is as big as it gets. Once again, Christian Popkes has had the courage to go for something completely different, adding to his broad repertoire of open air productions. Using seamless lighting techniques, direct eye contact with the subjects and a close-up precision that reveals every pore, his photographic concept was transformed into a top quality presentation. None of the exhibition halls could have provided the space needed for these images, but the chance to experience them in a natural setting with the Baltic Sea as a backdrop made it all the more fascinating. Such a mammoth effort took more than just creativity, and the technical realisation is a masterpiece in its own right. Christian Popkes had the perfect partners for this undertaking: high resolution digital Hasselblad cameras, Hewlett Packard's printing potential and Adobe's perfect workflow software package. Popkes is totally at home in the world of digital imagery, which makes him a master at delivering the full emotional potential of his pictures.


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Einwohner des Ostseeheilbades begrüßen die Gäste des Fotofestivals von großformatigen Porträtaufnahmen als unübersehbare Open-Air-Präsentation am Strand. Large format photographic portraits of the local inhabitants of Zingst greet visitors coming to the festival.They make up an open air presentation at the beach which would be hard to miss.


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Klaus Lorenz, »Kante«, Deutschland. Ausstellung im Foyer des Kunsthallenhotels Klaus Lorenz, »Edge«, Germany. Exhibition in the lounge of the Arts Hotel

Nature as Art – »Kunststücke« in der Natur entdeckt Nature as Art – Discover works of art in nature »Glanzlichter« ist der Titel von Deutschlands erfolgreichstem Naturfotowettbewerb. Die Initiatoren Mara Fuhrmann und Udo Höcke gehören mit ihren Aktivitäten regelmäßig zu den Partnern fotografischer Veranstaltungen in Zingst. Zum Festival präsentieren sie besonders ausgefallene Fotografien. »Nature as Art« ist der Titel einer elitären Auswahl ausgezeichneter Bilder.

»Glanzlichter« (Highlights) is the title of Germany's most famous nature photography competition. The initiators, Mara Fuhrmann and Udo Höcke, have always been part of the activities taking place in Zingst, and are presenting particularly unusual photographs at this festival. »Nature as Art« is the title for a selection of elite, awardwinning images.

Martin van Lokven, »Weberknechte«, Niederlande Martin van Lokven, »Harvestman«, Netherlands folgende Seite: Eddy F. Marissen, »Felsfarbenspiele«, Niederlande next page: Eddy F. Marissen, »Colors in Stone«, Netherlands


Zingst + Begegnungen Aus den Ländern des Mare Baltikums sind Studierende der Fotografie mit ihren Hochschulen und Lehrenden als angehende junge Professionelle zur Beteiligung am Festival »horizonte zingst« eingeladen.

Zingst + Get-Together Photography students and teachers from schools in the Baltic region are welcome at »horizonte zingst«.

Special Guests Aus Russland sind die Fotografen der St. Petersburg Fotoskola zu Gast. Die Ausstellung im Kurhaus zeigt die gesellschaftliche Entwicklung Russlands in ihren vielschichtigen Facetten. Die Bilder lassen die Aufbruchstimmung, aber auch den instabilen Zustand spürbar werden. Our special guests are the phothographers from the Russian »St. Petersburg Fotoskola«. Society is developing in Russia, the mood is changing and photography tries to reflect it.


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Young Part In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) organisiert und betreut eine Projektgruppe angehender Kulturvermittlerinnen mit dem Schwerpunkt Fotografie aus dem Studiengang Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis der Universität Hildesheim diesen internationalen Young Part des Festivals. Das aktive Come Together erweitert und ergänzt das Gesamtprogramm mit einer Ausstellungs- und Kommunikationsplattform, die zu Diskussionen einlädt. Gleichfalls auch mit eigenen fotografischen Positionen vertreten, entwickeln die Hildesheimer Studentinnen für Teilnehmer und Besucher Vermittlungsformate in Form von Führungen durch die Ausstellungen des Festivals.

Alexandra Demenkova von der St. Petersburg Fotoskola in der Ausstellung im Kurhaus Alexandra Demenkova, St. Petersburg Fotoskola, exhibition at the Kurhaus

Work-in-progress Gemeinsam mit den Studenten der baltischen Hochschulen werden vor Ort Workshops durchgeführt, in denen Zingst und die umgebende Landschaft fotografisch erkundet und reflektiert wird. Fotografie wird aktiv erlebbar. Eine Zielsetzung besteht darin, die fotografische Arbeit in ihrem Prozess wahrzunehmen und die Darstellungsweisen in ihrer medialen Repräsentation zu thematisieren: ein Workin-progress. Neben der permanenten Ausstellung in der früheren Panzerhalle werden spontan Werkschauen mit täglichen Ergebnissen realisiert. Diese zeigen in Zingst entstandene Arbeiten an ungewöhnlichen Orten. Abends werden diese bei repräsentativen Projektionen öffentlich vor- und zur Diskussion gestellt und somit ein Raum für Austausch geschaffen. re: presentation Während der Festivalzeit lädt eine ehemalige

Young Part The Young Part segment of the festival is being organised by a special photography group from the Department of Cultural Studies and Aesthetic Practises of Hildensheim University, and the German Photographic Society (DGPh). Come Together expands on and supplements the whole programme with an ex-

Nadegda Kuznetsova, St. Petersburg Fotoskola hibition and communications platform that encourages debate. The students from Hildesheim have also developed a special format to guide participants and visitors through the festival exhibits. Work in progress There will be a number of workshops for students from high schools in the area, where they will be asked to use photography as a means to discover and reflect upon Zingst and the surrounding landscape. The aims are to focus on the photographic process, as well as the variety of presentation possibilities.We are calling this a work in progress. Spontaneous presentations will be made on a daily basis, showing works produced in unusual locations around Zingst. This will happen in the former tank hangar, which also houses a permanent exhibit. In the evenings the works will be projected for the general public, creating a space for discussion and sharing. re:presentation During the festival, the former tank hangar will serve as a public space to meet young photographers. There will be a series of discussions focusing on the theme of the festival known as re:presentation. The young artists will present their respective approaches to nature and landscapes, expressing their formal and critical opinions and their perceptions about this genre. In the end, it is hoped that overall context of nature photography will be broadened.

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Panzerhalle als offener Ort zum kennenlernen junger fotografischer Positionen ein. Unter dem Titel re:presentation sind vielschichtige Auseinandersetzungen mit dem Festivalthema zu sehen. Durch unterschiedliche Herangehensweisen zeigen junge Fotografen ihre Ansichten zu Natur und Landschaft: Es werden Standpunkte und Positionen deutlich, die sich formal und inhaltlich kritisch mit dem Genre der Natur- und Landschaftsfotografie auseinandersetzen. Naturfotografie wird dadurch kontextuell erweitert. Themenspektrum Mit der Pluralität der Themen und Ausdrucksformen wird in den ausgestellten Arbeiten die Fotografie als künstlerisches Medium in seinen Möglichkeiten befragt und ausgelotet. Welche Chancen bietet das Medium Fotografie, Natur und Landschaft angemessen darzustellen? Wie unterscheiden sich fotografische Auseinandersetzungen von malerischen und wo gibt es Überschneidungen? Wie können kritische Perspektiven mit Fotografie umgesetzt werden und welche Funktion übernimmt die fotografische Naturdarstellung in den Medien? Geboten wird eine thematische Breite fotografischer Ausdrucks- und Darstellungsformen, die sich vom Dokumentarischen über Fotografien mit malerischem Charakter bis hin zu Inszenierungen erstrecken. Geschichtsträchtige Gebäude, die im Laufe der Zeit von der Natur zurück erobert werden und die Erkundung menschenfeindlicher Gebiete spiegeln sich im Spektrum der ausgestellten Werke ebenso wie ironisierende Verhaltensformen, Modellwelten und Märchenillustrationen. Mobilität Ein Bereich der Ausstellung zeigt Arbeiten, in denen die Verbindung von Natur- und Landschaftswahrnehmung in Zusammenhang mit Mobilität im Mittelpunkt steht. Heutzutage verbringen Menschen viel Zeit auf Reisen, auf dem Weg von einem Ort zum anderen. Aus dem Auto- oder Zugfenster, aus dem Flugzeug und beim Fahrradfahren wird Landschaft im Zusammenhang von Zeit, Raum und Geschwindigkeit in permanenter Veränderung erlebt.

Photography as an artistic medium will be questioned and discussed in depth, giving considerable attention to the plurality of themes and forms of expression. To what degree can photography adequately depict nature? How does photography differ from painting; and what do the two have in common? How can photography represent critical perspectives; and what role does nature photography play in the media? Range of themes A broad range of photographic impressions and styles is on offer, including images with a documentary, painting -like, or staged character. The works cover historic buildings overgrown with vegetation, the exploration of misanthropic regions, unusual behavioural patterns, model worlds, and fairytale illustrations. Mobility In one area of the exhibition, we find images centred on the link between mobility and the awareness of nature. Nowadays people spend a lot of time travelling from one place to another. Seen from a car, train, or plane window, or while riding a bicycle, landscapes are in a state of constant change, subject to time, space, and speed. Alienation from nature The exhibition also shows how the power of nature influences and threatens the world created by humans, and how it can cause alienation. The ima- Prof. Dierßen ges range from romanticised perspectives of nature mit seiner and places to withdraw and relax, to expressions of Studentengruppe von der Universität Hildesheim Prof. Dierßen with his group of students from the Hildesheim University.

Monica Malz »Idylle Bernau«, Deutschland Monica Malz »Idyll Bernau«, Germany


Uta Nestler, »Froschkönig«, Deutschland Uta Nestler, »The Frog King«, Germany

Annelie Sandberg, »Stilllife4«, Finnland Annelie Sandberg, »Stilllife4«, Finland


Valerie Schmidt, »Zaun« und »Felskorb«, Deutschland Valerie Schmidt, »Fence« and »Rock-Basket«, Germany

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Naturentfremdung Formen der Entfremdung des Menschen von der Natur, die mit ihren Kräften seine Lebenswelt beeinflusst und bedroht, sind in der Ausstellung zu sehen. Die Spanne der Auseinandersetzungen reicht von romantisierenden Perspektiven auf Natur und Landschaft, Natur als Rückzugs- und Erholungsort bis hin zur Darstellung ihrer bedrohlichen Kräfte in Form von Naturkatastrophen. Wieder andere Arbeiten hinterfragen Umgänge des Menschen mit Natur in kulturellem Umfeld: Das ausgestopfte Tier im häuslichen Lebensraum vor einem Gemälde, Graffities als kleine Idyllen im urbanen Umfeld. Mediale Natur Neben den Positionen individueller Natur- und Landschaftswahrnehmungen, ist ein anderer Aspekt der Ausstellung das Aufgreifen der Natur in den Medien. Längst sind medienvermittelte Landschaftsbilder Teil unseres Alltags geworden: Per Mouseclick und Zoom wird der Blick auf den nächsten Urlaubsort möglich und ferne Landschaftsformen durch Reiseberichte erlebbar ohne das Wohnzimmer verlassen zu müssen. Arbeiten mit Web-Cam-Bildern oder Google Earth-Aufnahmen und refotografische Fernsehbilder verdeutlichen wie Natur in medialen Zeiten gezeigt wird. Die Ausstellung re: presentation weist verschiedene fotografische Techniken auf: Mit Hilfe der Lochkamera wird agrarwirtschaftlich bearbeitete Landschaft verfremdet und Naturansichten auf Filmstreifen fixiert. Fotografien als vermittelte Naturwahrnehmung in unserer gegenwärtigen Kultur: postmodern (auf )gemischt, rekombiniert, dekonstruiert, ver- und entschlüsselt. Mit dieser vielschichtigen und aktiven Auseinandersetzung repräsentieren die jungen Fotografen in ihrer Ausstellung und mit dem dazugehörigen Rahmenprogramm einen gegenwärtigen Umgang mit Natur und regen so alternative Betrachtungsweisen an.

the powerful forces of natural disasters. Other works question humankind's dealings with nature within a cultural framework i.e. stuffed animals in living spaces, or graffiti creating an idyllic space in an urban setting. Nature in the media In addition to individual perceptions of the natural environment, the exhibition also looks at the use of nature in the media. One mouse click and you can zoom into your next vacation spot, or read travel reports from distant lands without ever leaving your living room. Using web-cam pictures, Google Earth shots, or frozen television images, we are clearly shown how nature is currently employed in the media age. The re:presentation exhibition shows various photographic techniques: Pinhole photography transforms a ploughed landscape into something strange, and fixes unusual impressions of nature on film. Contemporary photography is used to convey our current perception of nature: post modernism mixed up, recombined, deconstructed, encoded, and decoded.The young photographers' interactive exhibition with

Tomasz Myjak, »landscape 21«, Polen Tomasz Myjak, »landscape 21«, Poland complimentary programmes represents a new approach to nature aimed at provoking a shift in our modern perceptions. Klaus Dierßen, Sarah Kuschel, Lisa Springer

Klaus Dierßen, Sarah Kuschel, Lisa Springer


Tonje Boe Birkeland, »Polarscape II«, Norwegen Tonje Boe Birkeland, »Polarscape II«, Norway

Vita Peceliune, »pinehole«, Litauen Vita Peceliune, »pinehole«, Litauen folgende Seite: May Nyberg »Preview«, Finnland next page: May Nyberg »Preview«, Finnland


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Fotografen Photographers

Christian von Alvensleben www.alvensleben.com Fon. +49. 4531. 880 13 10

Der Fotograf, Jahrgang 1941, gehört zu den herausragenden intellektuellen und kreativen Erscheinungen des deutschen Fotodesigns. Photographer Alvensleben, born in 1941, is one of the outstanding intellectual and creative phenomenons of German photo design.

Franz Bagyi Hohenzollernstraße 47 71263 Weil der Stadt f.bagyi@naturblick.com Fon.+49. 7033. 443 23

Franz Bagyi, Jahrgang 1945, lebt in Deutschland und seiner ungarischen Heimat. Er ist ein begeisterter Tierfotograf und Meister der Tarnung. Franz Bagyi, born 1945 in Hungary, lives in both Germany and his homeland. He is an enthusiastic animal photographer and the master of camouflage.

Nomi Baumgartl Zentnerstraße 18 80798 München www.i-wonder-nomi.com Fon. +49. 89. 27 29 91 99

Die international renommierte, sensible Fotografin, Jahrgang 1950, lebt in München und überall auf der Welt, um an ihren Projekten zu arbeiten. Born in 1950, this internationally renowned photographer lives in Munich – and all over the world as her work requires.

Dirk Bleyer Fidicinstraße 15 10965 Berlin www.dirk-bleyer.de info@dirk-bleyer.de Fon. +49. 30. 691 89 98

Der fotografierende Reiseerzähler, Jahrgang 1964, hat die Fähigkeit, die besuchten Länder durch die Augen der Bewohner zu betrachten. This travel photographer, born in 1964, looks at the countries he visits through the eyes of the local inhabitants.

Uwe Engler Markgrafendamm 11 10245 Berlin www.englers-welt.de uwe.engler@englers-welt.de Fon. +49.30.29 49 02 33

Englers Welt ist die Küstenlandschaft der Ostsee. Panoramaaufnahmen zählen zu den Stärken des Berliners, Jahrgang 1958. Engler's world is defined by a panoramic vision – 360° images are one of his fortes.The Berlin photographer was born in 1958.


Fotografen Photographers

Peter Hamel Gudrunstraße 67a 22559 Hamburg www.peterhamel.de online@peterhamel.de Fon. +49. 40. 82 29 31 11

Der Hamburger, Jahrgang 1955, hat die Schwerpunkte People, Transport und Architektur. Für »horizonte zingst« ließ er sich vom Wellengang der Ostsee inspirieren. Born in Hamburg in 1955, Hamel's work focuses on people, transport, and architecture. For »horizonte zingst« he was inspired by the swell of the Baltic Sea.

Tasja Keetman The Old American Can Factory 232 Third Street #E3C Brooklyn NY 11215 USA www.tasjakeetman.com tasjak@gmail.com Fon. +1. 718. 522 66 74

Die Vergänglichkeit ist eines der Themen der in New York lebenden Fotografin, die 1970 in München geboren wurde. Transience is a primary theme for the 1970 Munich born photographer currently living in New York.

Thomas Kettner Rotenbergstraße 39 70190 Stuttgart www.thomaskettner.com hello@thomaskettner.com Fon. +49. 711. 262 26 06

Der Stuttgarter Fotodesigner, Jahrgang 1960, ist in Südafrika aufgewachsen und zeigt mit seinen freien Arbeiten die Probleme des schwarzen Kontinents auf. This photo designer, born 1960 in Stuttgart, grew up in South Africa. His non-commissioned work pertains to issues about the black continent.

Eric Klemm 205 Quarry Drive Salt Spring Island B.C. V8K1J2 Canada www.ericklemm.com eric@ericklemm.com Fon. +1.250.538 1868

Die scheinbar unsichtbaren Dinge spürt der gebürtige Deutsche, Jahrgang 1939, auf und setzt sie in eindrucksvolle Bilder mit großer Konsequenz und Perfektion um. This German photographer, born in 1939, appears to have a sense for the invisible which he in turn transfers exquisitely into impressive images.

Arnt Löber Althäger Straße 90 18347 Ahrenshoop arnt.loeber@t-online.de Fon.+49.38 220.80 182

Die traditionellen Zeesboote gehören zu den bevorzugten Fotoobjekten des Ahrenshooper, Jahrgang 1966, genauso wie die wunderschöne Küstenlandschaft. Traditional Zees boats and beautiful landscapes are favourite motifs for the Ahrenshoop photographer born in 1966.


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Fotografen Photographers

Prof. Ulrich B. Mack Chamissoweg 1 22587 Hamburg ulrich.b.mack@hamburg.de Fon. +49. 40. 86 64 61 88

Der Hamburger Fotokünstler- und lehrer, Jahrgang 1934, gilt als einer der ganz großen Universalisten und überrascht immer wieder mit neuen Bildwelten. This Hamburg photographic artist and teacher, born in 1934, is considered a stylistic all-rounder whose imagery never fails to surprise.

Jürgen Müller Peutestraße 53c 20539 Hamburg www.studio-mueller.com j.mueller@studio-mueller.com Fon. +49. 40. 789 31 41

Der professionellen Fotografie verpflichtet, hat er, Jahrgang 1952, sich Freiräume künstlerischer Bildwelten erschlossen und ist zugleich auch fotopädagogisch tätig. Born in 1952, this dedicated professional photographer devotes time to developing his own artistic imagery while continuing to work as a photography teacher.

Christian Popkes Ahornweg 164 25469 Halstenbek www.popkes-photo.com info@popkes.com Fon. +49. 172. 414 01 72

Der Hamburger Digital-Spezialist, Jahrgang 1965, ist ein Perfektionist. Seine größte Herausforderung ist es, Menschen zu fotografieren, wie er mit den »Zingster Köpfen« beweist. This digital specialist, born 1965 in Hamburg, is a perfectionist. As his »Zingst Heads« project demonstrates, he considers photographing people his biggest challenge.

Rolf Reinicke Bilrothstraße 6 18435 Stralsund www.kuestenbilder.de rolf.reinicke@t-online.de Fon.+49.38 31.39 42 26

Als ehemaliger Mitarbeiter des Meeresmuseums Stralsund, ist der Diplom-Geologe, Jahrgang 1943, prädestiniert für einfühlsame Landschaftsaufnahmen. As a former staff member of the Stralsund Oceanic Museum, it’s no surprise that the certified geologist is a sensitive landscape photographer. He was born in 1943.

Norbert Rosing Amselweg 15 82284 Grafrath www.rosing.de rosingbear@aol.com Fon. +49. 81 44. 78 13

Der Wahlbayer, Jahrgang 1953, ist einer der ganz großen Fotografen in der internationalen Naturfotografie, wie seine Publikationen beweisen. Born in 1953 and Bavarian by choice, Rosing is a world renowned nature photographer with many exceptional publications to his credit.


Fotografen Photographers

Joachim Rudolph Hotel Meerlust Seestraße 72 18374 Ostseeheilbad Zingst www.hotelmeerlust.de info@hotelmeerlust.de Fon. +49. 38 232. 88 50

Der Besitzer, Jahrgang 1951, des Hotels Meerlust, direkt an der Flaniermeile von Zingst, weiß, was die Herzen der Urlauber – auch visuell – höher schlagen lässt. The owner, born in 1951, of the Meelust hotel in the fanciest part of Zingst knows the kinds of images that visitors appreciate most.

Walter Schels Eduardstraße 48 20257 Hamburg www.BFF.de wschels@t-online.de Fon. +49. 40. 850 46 46

Der Wahlhamburger, Jahrgang 1936, ist einer der profiliertesten Fotografenpersönlichkeiten der Gegenwart und arbeitet seit den 1960er Jahren mit der Kamera. Born in 1936 and currently living in Hamburg, Schels is one of the most distinguished personalities of contemporary photography. He has been working behind the camera since the 1960s.

Michael Schnabel Höhenstraße 5 73269 Hochdorf www.michaelschnabel.com mail@michaelschnabel.com Fon. +49.71 53. 92 29 86

Der Stuttgarter Fotograf, Jahrgang 1966, verbindet die angewandte und künstlerische Fotografie. Große Anerkennung fanden seine Naturprojekte. Born in Stuttgart in 1966, this photographer combines applied and artistic photography. His nature projects have received wide acclaim.

Horst Stasny Höhenstraße 29 A-4609 Thalheim bei Wels www.stasny.at stasny@liwest.at Fon. +43. 72 42. 447 82

Der österreichische Fotokünstler, Jahrgang 1941, mit ausgeprägter Reiselust, hat die urbane Architektur von Weltstädten zu einem seiner Themenkreise auserkoren. This photographic artist, born 1941 in Austria, is a true globetrotter, and has made world urban architecture one of his favourite subjects.

Siegfried Wittenburg Industriestraße 8 18069 Rostock www.siegfried-wittenburg.de post@siegfried-wittenburg.de Fon. +49. 381. 210 87 77

Als kreative Heimat bezeichnet der Rostocker, Jahrgang 1952, einen jugendlichen Fotoclub der DDR – die bis heute sein Thema geblieben ist. Born 1952 in Rostock, Wittenburg considers the photo club he belonged to as a youth in East Germany his creative home. It still remains a major theme for him today.


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Fotografen + Initiatoren Photographers + Initiators

Peter Krüger Seestraße 56/57 18374 Ostseeheilbad Zingst www.zingst.de info@zingst.de Fon.+49.38232.81540

Heinz Teufel Hermann-Ivers-Straße 37 24340 Eckernförde teufel@heinzteufel.de Fon. +49. 43 51. 820 66

Klaus Tiedge Designers Digest Bahrenfelder Str. 101a 22765 Hamburg klaus.tiedge@designers-digest.de Fon. +49. 40. 39 90 62 67

Der engagierte Geschäftsführer der Kur-und Tourismus GmbH, Jahrgang 1954, hat die Fotografie mit dem Thema Natur eng verknüpft und ist der Initiator des Fotofestivals. Born in 1954, the manager of the Kur- und Tourismus GmbH has made photo exhibitions and workshops and is the initiator of the Photo Festival.

Der engagierte Fotograf und Fotolehrer, Jahrgang 1949, machte mit seinen Galeriegründungen, Workshops und Ausstellungen Zingst zum »Sehort«. This dedicated photographer and teacher of photography was born in 1949. By establishing galleries and organising workshops and exhibitions, he has turned Zingst into a real »seescape«.

Der Macher, Jahrgang 1943, des renommierten Magazins »Designers Digest« wirkte mit an dem Konzept des Festivals und den Inhalten der Ausstellung »Sehzeichen«. Born in 1943, the producer of the renowned magazine »Designers Digest« has been involved in developing the festival concept as well as the content of the »See Marks« exhibition.


Partner + Sponsoren Partner + Sponsors

Edition Maritim Raboisen 8 20095 Hamburg mail@edition-maritim.de Fon. +49. 40. 33 96. 670

Fotoclub Schleswig e.V. Lerchengrund 2 24883 Schaalby www.fotoclub-schleswig.de mail@fotoclub-schleswig.de Fon. +49.46 22. 18 88 94

Hasselblad Vertriebsgesellschaft mbH An der Strusbek 32 22926 Ahrensburg www.hasselblad.de info@hasselblad.de Fon.+49.4102.49 101

Heimatverein Zingst e.V. Hans-Häger-Straße 1 18374 Ostseeheilbad Zingst Fon. +49. 38 232. 801 22

Leica Akademie Oskar-Barnack-Straße 11 35606 Solms www.leica-camera.com la@leica-camera.com Fon. +49. 6442. 20 84 21

Marcus Hofschulz Widdersdorferstraße 325-327 50933 Köln www.marcus-hofschulz.com mfh@marcus-hofschulz.com Fon. +49. 221. 932 88 51

Photoclub Nord Greifswald www.photoclubnord.de info@photoclubnord.de

projekt natur & fotografie Schulstraße 7 56729 Monreal www.glanzlichter.com info@glanzlichter.com Fon. +49.2651.67 64

St. Petersburg Fotoskola vertreten durch Dr. Peter Konschake Dorfstraße 23 17498 Behrenhoff peter.konschake@t-online.de Fon. +49. 172. 610 08 33

Universität Hildesheim Marienburger Platz 22 31141 Hildesheim www.uni-hildesheim.de information@uni-hildesheim.de Fon. +49. 5121. 88 30

Verein Saalfeld-Samaipata e.V. Sagitariusstraße 5 07318 Saalfeld/Saale www.saalfeld-samaipata.de info@saalfeld-samaipata.de Fon. +49. 3671. 51 65 52

Zingster Kunstverein e.V. Lindenstraße 23 18374 Ostseeheilbad Zingst


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Danke. Thank you.

Swedish Institute of Technology/Fachbereich Fotografie - Finnland Vilnius Academy of Fine Arts/ Fachbereich Fotografie und Medien - Litauen KunsthØgskolen i Bergen/ Fachbereich Fotografie - Norwegen Hochschule Wismar University of Technology, Business and Design/Fachbereich Design/Innenarchitektur Akademie der schönen Künste/ Fachbereich Fotografie - Polen Europäische Kunstakademie Warschau/ Fachbereich Multimediale Kunst - Polen Volkwang Hochschule Essen/ Fachbereich Gestaltung - Deutschland Universität Hildesheim/ Fachbereich Fotografie - Deutschland


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Impressum Imprint

Fotofestival »horizonte zingst« Projektleitung: Kur- und Tourismus GmbH Ostseeheilbad Zingst Organisation: Peter Prast, Jens Redeker Katalogredaktion: Klaus Tiedge, Edda Fahrenhorst, Heinz Teufel Übersetzung: Osanna Vaughn Grafikdesign: Esther Gonstalla Verlag: CQ Communicaton GmbH, Bahrenfelder Straße 101a, 22765 Hamburg im Auftrag der Kur- und Tourismus GmbH Zingst, Seestraße 56/57, 18374 Ostseeheilbad Zingst © bei den Fotografen und Textautoren ISBN:

Horizonte Zingst 2008  

Getsaltung des Ausstellungskatalogs für das neue internationale Fotofestival in Zingst.