Equistyle spring issue

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Pferdesport · Fashion · Lifestyle · People

www.equistyle-magazine.com

Ausgabe 2/2015 Frühjahr

Deutschland 5,90 € Österreich 6,80 € Schweiz 9,80 CHF Luxemburg 7,00 €

HELLO SPRING!

Der Frühling bringt uns Pastellfarben, Denim und Fransen

EQUESTRIAN Living Willkommen in einem Heim zum Wohlfühlen

NICOLAS ROLDAN Schön, talentiert, erfolgreich! Der PRINCE of POLO und „Most Wanted Bachelor“ ganz privat

RODRIGO PESSOA

Die Reitsportlegende über Erfolg, Niederlagen und seine Familie


Elegance is an attitude Jane Richard

Hamburg, 16.05.2015


OFFICIAL TIMEKEEPER

Conquest


4 | Inhalt

EQUISTYLE Frühjahr 2015

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INHALT COVER Eva Padberg FOTO | Andreas Ortner STYLING | Petra Wiebe

PFERDESPORT 76 Wellington

Eine Reise in das Disneyland des Reitsports, wo Pferde wie Götter leben und die Menschen ohne Sorgen sind.

88 Hong Kong Jockey Club

Playing the Ponies im Reich der Mitte.

96 Glock Horse Performance Center Spektakuläres Entertainment beim Season Opening im GHPC.

FASHION 14 Zarte Schönheiten

Saison-Highlight: Pastell-Töne und Sorbet-Nuancen für einen erfrischenden Look von Kopf bis Fuß.

16 Like James Dean

Neuer Trend oder alter Bekannter – an Denim führt diese Saison kein Weg vorbei.

18 Cowboy vs. Indianer

Dank der Modewelt vereinen sich mit dem Mix aus Ethno-Chic und Fransen die einstigen Rivalen in vollkommener Harmonie.

20 Lovely Little Things

Diese Must-Haves sprechen alle Sprachen.

26 Horse Power

Für Equistlye präsentiert Supermodel Eva Padberg zum ersten Mal Mode auf dem Pferderücken.

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PEOPLE 64 Nicolas Roldan

Der US-Amerikanische Polo-Beau überrascht uns mit verborgenen Talenten

Fotos:Andreas Ortner(1), Massimo Dutti (1)

22 Campaigns We Love

Die schönsten Modekampagnen der Saison perfekt in Szene gesetzt mit Pferden in der Hauptrolle.


W W W. A N A - A L C A Z A R . C O M


6 | Inhalt

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73 Rodrigo Pessoa

Ein Mann klarer Worte: Der brasilianische Springstar über die Geheimnisse seines Erfolgs.

80 Nicole Bellissimo

Nomen est Omen – Die US-Amerikanische Springreiterin mit dem klingenden Namen im Interview.

LIFESTYLE 40 Mama ist die Beste

Süße Geschenkideen für den Muttertag lassen Mütterherzen höher schlagen.

42 Spring Essentials

Der perfekte Beauty-Guide pünktlich zum Frühlingsanfang.

46 Gut Daxau

Das Zuhause der Familie Michalke ist eine Wohlfühl-Oase für Mensch und Pferd.

56 Wohnen mit Stil

Equestrian Style hat man nicht, man lebt ihn.

60 Rebell, Philosoph, Künstler

Bildhauer Jürgen Goertz wird durch seine Pferdeskulpturen zur lebenden Legende.

IN JEDER AUSGABE 8 Editorial 12 Impressum 10 Abonnement 86 Hersteller

Fotos:Equistyle(1), Gut Daxau(1)

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Ariiat Schuhwerk un nd Bekleidung passen sich perfekt an n jjede Bewegung an.

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8 | Editorial aufgenommen zu werden. Dem charmanten Poloprofi mit deutsch-argentinischen Wurzeln scheint das Glück und der Erfolg quasi in die Wiege gelegt worden zu sein. Denn Nic sieht nicht nur unverschämt gut aus und verfügt über ein sportliches Ausnahmetalent, er ist auch ein erfolgreicher Unternehmer. Nicht ohne Grund wurde er also bereits mehrfach unter die 50 „Most Eligible Bachelors“ gewählt! Wir besuchten den Prince of Polo in seinem neuen Heim und staunten nicht schlecht über sein besonderes Gespür für Kunst und sein großes Faible für die Mode. Auch unser Faible für die Mode haben wir in dieser Ausgabe nicht zu kurz kommen lassen und haben uns umso mehr über die Zusage zum Cover-Shoot von Supermodel Eva Padberg gefreut. Bei unserem Shooting in Barcelona kam es dann tatsächlich auch zu einer kleinen Premiere für Eva, denn für sie war es das erste Shooting mit Pferd. Von der anfänglichen Scheu ließ sich Eva - ganz Profi natürlich nichts anmerken.

Einer, der die Vorzüge des WEF schon seit vielen Jahren für sich entdeckt hat, ist der Springreiter Rodrigo Pessoa. Gemeinsam mit seiner Familie lässt sich der Brasilianer hier jedes Jahr aufs Neue nieder und genießt die Zeit, in der er drei Monate am Stück, ganz ohne weites Reisen, seine Pferde auf die anspruchsvolle Saison in Europa vorbereiten kann. Bei unserem Besuch auf seiner Farm durften wir wahres „Horsemanship“ erleben und dem Olympiasieger bei der täglichen Arbeit mit seinen Pferden zuzusehen war ein pures Vergnügen! Doch nicht nur die Spring- und Dressurreiter haben in Wellington eine perfekte Heimat gefunden. Nur knapp einen Kilometer vom Turniergelände des „Winter Equestrian Festivals“ entfernt liegt der International Polo Club, der seinesgleichen sucht! Jeden Sonntag bricht in Wellington das Polofieber aus und Tausende feuern dort wahlweise bei einem gediegenen Sonntagsbrunch oder beim gemütlichen Picknick am Rande des Spielfeldes die argentinischen Superstars wie Adolfo Cambiaso, nicht selten mit einem Handicap von +10 gesegnet, beim rasanten Spiel an. Mit einem Handicap von +9 ist Nicolas Roldan nur einen Wimpernschlag davon entfernt, in den handverlesenen Kreis der wenigen Spieler mit einem Handicap von +10

Für unsere Stories in dieser Ausgabe reisten wir also wieder einmal zu internationalen Events und trafen interessante Menschen, die uns einen Blick hinter die Kulissen des Reitsports und der Mode werfen ließen. Bisher waren lediglich die Ergebnisse in EQUISTYLE zu sehen. Wir sind der Meinung, dass es mehr als überfällig ist, Sie ebenfalls mit hinter die Kulissen zu nehmen und unsere persönlichen Eindrücke in unserem neuen Blog mit Ihnen zu teilen. Der allererste Eintrag in einem der bekanntesten Modeblogs der ersten Stunde begann so: „Ich möchte etwas zur Verteidigung von Anna Wintour schreiben.“ Getippt hatte diese Worte die Bloggerin Christine, die damit den Blog Daily Fashion Report auf der Website lookonline.com eröffnete. Das war im Jahr 2002 und war der Beginn einer Revolution. Eine Revolution, die eben Menschen wie der Chefin der amerikanischen Vogue, Anna Wintour, den Rang als oberste Mode-Instanz ablaufen sollte und die die Modewelt von Grund auf veränderte. Dreizehn Jahre nach diesem ersten, alles verändernden Blogeintrag, startet nun auch unser Equistyle-Blog, der sich mit der Schnittstelle von Equestrian Sport, Fashion, Lifestyle und People beschäftigt. Zugegeben, die Revolution seitens Equistyle kommt etwas verzögert, aber, wie sagt man so schön: besser spät als nie. Wir wünschen Ihnen also viel Spaß mit dieser Ausgabe, wo auch immer sie Sie begleiten mag und halten Sie ab sofort auch regelmäßig zwischen den Ausgaben auf www.equistyle.com über alles Wissenswerte aus der Welt des Reitsports auf dem Laufenden! Herzlichst,

Xenia Erichsen Editor & Publisher

Foto: Kosta Potezica

an nehme eine Priese Disneyland, gibt reichlich schönes Wetter und Palmen dazu und mixt das mit den Top-Reitern dieser Welt. Gute Laune, interessante Gespräche und Pferde, die jeden Reiter vor Neid erblassen lassen. Das ist das „Winter Equestrian Festival“ in Wellington (Florida), oder „Welly World“, wie es die alljährlichen Pilger liebevoll nennen. Ein Turnier, das über die kalten Wintermonate von Januar bis Ende März mit Temperaturen um 30°C, besten Bedingungen für Reiter und Pferd und mit hochdotierten Prüfungen lockt. Auch uns hat dieses sagenumwobene Örtchen über den großen Teich gelockt, um den Mythos Wellington selbst einmal hautnah zu erfahren!


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10 | Abonnement

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RODRIGO PESSOA

Die Reitsportlegende über Erfolg, Niederlagen und seine Familie

Für nur 20 € bequem zu Ihnen nach Hause. Das Jahresabonnement für 20 € (Deutschland) zzgl. Versand bzw. für 35 € (International) zzgl. Versand einfach online unter www.equistyle-magazine.com/abonnement oder telefonisch unter +49 89 38 66 623-0 bestellen.


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24 | Impressum

Athlete: Isabell Werth, Photographer: Karl-Heinz Frieler

Impressum Editor & Publisher XENIA ERICHSEN Managing Editor TRISTAN BOETTCHER Art Director LAURA PENTSCHEV Texte ALEX WULKOW (Pferdesport & Lifestyle), ELISABETH ERICHSEN (People), JESSICA SADELER (Pferdesport, Lifestyle), NORA KRÄMER (Pferdesport & Lifestyle), XENIA ERICHSEN (Fashion & Lifestyle) Photographie ANDREAS ORTNER, VALENTIN MÜHL

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Styling PETRA WIEBE, XENIA ERICHSEN Anzeigenleitung & Marketing ERICHSEN MEDIA GMBH +49 (0) 89 38 66 623-0 Druck MÖLLER DRUCK UND VERLAG GMBH ZEPPELINSTRAßE 6 D-16356 AHRENSFELDE OT BLUMBERG Vertrieb DPV DEUTSCHER PRESSEVERTRIEB GMBH DÜSTERNSTRAßE 1-3 D-20355 HAMBURG Verlag & Abonnementbetreuung ERICHSEN MEDIA GMBH HOHENZOLLERNSTRAßE 8 D-80801 MÜNCHEN +49 (0) 89 38 66 623-0 info@equistyle-magazine.com www.equistyle-magazine.com Geschäftsführer XENIA ERICHSEN AMTSGERICHT MÜNCHEN HRB 202384 Für den Inhalt im Sinne des Gesetzes über die Presse vom 3. Oktober 1949 ist die Erichsen Media GmbH verantwortlich. Veröffentlichung gemäß § 8 Absatz 3 des Gesetzes über die Presse vom 3. Oktober 1949. Persönlich haftend ist die Erichsen Media GmbH.

uvex-sports.com/equestrian


Grand Cru Select Weinhandelsgesellschaft mbH Geisenheimer Straße 61 · D-65385 Rüdesheim Tel. +49 (0) 6722 7109-0 · Fax +49 (0) 6722 7109-29 info@grand-cru-select.de · www.grand-cru-select.de Grand Cru Select Weinhandelsgesellschaft mbH

Geisenheimer Straße 61 · D-65385 Rüdesheim


14 | Spotlight

PRETTY in PASTELL

Schluss mit fadem Wintergrau! Mit diesen Looks in zartem Pastell bringen wir frische Farben und gute Laune in Ihren Kleiderschrank.

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1 | Perfekt gekleidet mit dem Frühlingsmantel von TRIXI SCHOBER, ca. 970€. 2 | Himmelblauer Blazer aus Neopren Mesh von ST. EMILE, ca. 500 €. 3 | Apricotfarbene Vintage Blümchen-Ohrringe von MADELEINE ISSING, ca. 13 €. 4 | Leichte Stoffhose aus 100% Shantung Seide für entspannte Spaziergänge von ST. EMILE, ca. 250 €. 5 | Große Ledertasche von MICHAEL BY MICHAEL KORS, ca. 360 €. 6 | Stilvolle, spitze Pumps aus Veloursleder von SALVATORE FERRAGAMO, ca. 425 €. 7 | Sommerkleid in zartem Pastell-Rosa von ANA ALCAZAR, ca. 170 €. 8 | Ein absoluter Hingucker sind die Ohrringe “Lucy in the Sky” aus Opalen und Turmalinen der Juwelenschmiede THOMAS JIRGENS, Preis auf Anfrage. 9 | Eleganter Eye-Catcher: glänzendes Seidenjackett von ST. EMILE, ca. 400 €. 10 | Rockstud Leder-Clutch in Colour-Block-Optik von VALENTINO, ca. 1.250 € 11 | VALENTINO Lederpumps mit elegant geschwungenen Riemen und charakteristischen Nieten, ca. 710 €.

Fotos: PR (11)

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Anne Schmitz

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JUWELIER

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Weststr. 33a | D-57537 Wissen Phone: +49 2742 910409 Mobil: +49 171 2175078 Juwelier.Schmitz@e-s-service.de

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A. Odenwald

Schmuckmanufaktur seit 1882

Fotos: PR (7)

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12 | Funkelnde Jade mit Diamanten, vereint in wunderschönen Ohrringen von THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE, Preis auf Anfrage. 13 | Luftige Seidenbluse in sommerlichem Pastellgelb von 0039 ITALY, ca. 150 €. 14 | In modischem Kontrast steht die sportliche und zugleich elegante Steppjacke von AIRFIELD, ca. 400 €. 15 | Zartes Makramee Armband mit Süßwasser-Perle von YANA NESPER, ca. 80 €. 16 | Sonnengelbe Hose im Biker Look von AIRFIELD, ca. 200 €. 17 | It-Bag aus genarbtem Rindsleder vom AIGNER, ca. 900 €. 18 | Mintgrüne Cut-out Sandale aus Velourleder mit Metallicdetails von RUPERT SANDERSON, ca. 755 €.

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16 | Must-Haves

DER ALLESKÖNNER Denim so weit das Auge reicht! Wer sich dieses Frühjahr von Kopf bis Fuß in den blauen Stoff hüllt, liegt – mal wieder – voll im Trend. Von Hüten bis Pumps, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

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1 | Coole Jeansbluse mit überschnittenen Ärmeln von LAUREL, ca. 190 €. 2 | Die etwas andere Variation des klassischen Herrenhuts: seine Optik verwandelt den Hut in ein lässiges Accessoire von HERMÈS, ca. 295 €. 3 | Tote Bag aus Ziegenleder im Denimstyle von MIU MIU, ca. 1.200 €. 4 | Angesagte Latzhose im 70er-Look von STELLA MCCARTNEY, ca. 595 €. 5 | Blauer tropfenförmiger Topaz mit rosévergoldetem Silber und Rochenlederüberzug von A CUCKOO MOMENT, ca. 1.190 €. 6 | Sommerlicher Sneaker in Jeans-Optik von FRENCH CONNECTION, ca. 40 €. 7 | „Blue Leatherjacket“ im Denim-Look von WITTY KNITTERS, ca. 229 €. 8 | Kleine Boy Bag von CHANEL mit Fischgrat-Steppmuster, ca. 2.190 €. 9 | Schützt vor heißen Sonnenstrahlen: Cap mit Pailletten-Logo von CAVALLO, ca. 20 €.10 | Spitzer Velourleder-Pumps mit Denim Effekt von JIMMY CHOO, ca. 450 €.

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Fotos: PR (7)

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equiline.it

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18 | Must-Haves

Ein Look, zwei Trends, viel Stilgefühl! Während sich im Wilden Westen Cowboys und Indianer noch bekriegten, ergänzen sich Fransen und Ethno-Chic in der heutigen Modewelt in perfekter Harmonie. Keine Scheu also vor dem Mix aus wildem Muster und Fransen!

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1 | Halskette aus Veloursleder mit Federn und Steinchen von ETRO, ca. 600 €. 2 | Goldene Sandale „Odelia“ mit zarter Fransenverzierung von ASH, ca. 150 €. 3 | Perfekt für kühlere Frühlingstage: Baumwolljacke in Rauten-Optik von RIANI, ca. 450 €. 4 | Ethno-Chic deluxe! Das Pailletten besetzte Jäckchen von ANA ALCAZAR, ca. 230 €. 5 | Stylischer Fransenrock aus weichem Ziegenvelours von RIANI, ca. 550 €. 6 | Ein absolutes It-Piece, das in diesem Frühjahr in keinem Kleiderschrank fehlen sollte: Praktische Wildledertasche von ALBERTA FERRETTI, ca. 1.200 €. 7 | Lässiger Veloursponcho mit Fransen von LAUREL, ca. 1.000 €. 8 | Sandale mit Bast-Plateauabsatz aus geflochtenem Ziegen- und Nappaleder von HERMÈS, ca. 690 €.

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Fotos: PR (8)

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DER SPRINGSTIEFEL. EINEN SCHRITT VORAUS.

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20 | Must-Haves

Lovely Little Things Diese „Equestrian Accessoires“ sind die perfekten Begleiter für den Frühling und geben Ihrem Look das besondere Etwas!

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1 | Kosmetiktäschchen verziert mit Pferdegebiss und Ledertassel von REBECCA RAY, ca. 178 €. 2 | "The Rider" ist der perfekte Begleiter für den Stall: edel, robust und geräumig macht die Rider's Bag von MAYBACH in jeder Situation eine gute Figur! Ca. 1.870 €. 3 | HERMÈS vereint sanfte Stickereien als ein Bildgedicht auf einem Seidentuch, ca.1000 €. 4 | Ein cooles Accessoire für Pferdeliebhaber: silberne Ohrringe in Kandarenoptik von HERMÈS, ca. 590 €. 5 | Braune Boots im Equestrian Style: MASSIMO DUTTI präsentiert diese edlen Gamaschenstiefel in einer Limited Edition, um ca. 250 €. 6 | Horsebit Ring aus Weißgold mit Diamantenverzierung von GUCCI, ca. 3.500 €. 7 | Seidencarré mit fantasievoll gestaltetem Pferdedruck von GUCCI, ca. 155 €.

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5 Fotos: PR (6)

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Mein Urlaub ‌ ‌ daheim beim Stanglwirt

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22 | Fashion

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Fashion | 23

2 1 | CHLOÉ Kampagne Frühjahr/Sommer 2015 2 und 3 | Ein Blick hinter die Kulissen der ChloéProduktion in Kalifornien 4 und 5 | MASSIMO DUTTI Equestrian Limited Edition Kampagne Frühjahr/Sommer 2015

we CAMPAIGNS

Es ist schon erstaunlich: Nicht nur Labels wie beispielsweise Gucci oder Hermès, deren Wurzeln ganz klar mit dem Reitsport verbunden sind, holen sich nicht selten Inspiriation für ihre Kampagnen im Reitsport. Auch Marken, bei denen weder in der Firmengeschichte noch in deren Profil eine Verbindung zu den Vierbeinern hergestellt werden kann, bedienen sich immer häufiger des equestrischen Themas. Bereits in der vergangenen Herbstausgabe stellten wir Ihnen unsere Lieblingskampagnen vor, die das Thema Pferd mal mehr und mal weniger stark aufgriffen. Nun haben wir erneut Lieblinge entdeckt!


24 | Fashion

as Pferd als Eyecatcher in Kamapgnenfotos ist mittlerweile zu einer festen Institution in der Modewelt geworden. Weil es einfach schön ist, würden die einen sagen, reine Marketingstrategie, die anderen. Es stimmt, wahrscheinlich jede Frau fühlt sich in irgendeiner Weise zu Pferden hingezogen, sei es aus Erinnerung an die Kindheit auf dem Ponyhof oder aus dem einfachen Grund, dass das weibliche Geschlecht von Natur aus ein Faible für diese wunderschönen Tiere zu haben scheint. Es liegt also nahe, sich die Zuneigung der Frauen zu Pferden zu Nutze zu machen und dadurch die Aufmerksamkeit auf ein Produkt oder eine Kampagne zu lenken.

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6 und 7 | BOGNER WOMAN Kampagne Sommer 2015 inspiriert von der Sportlichkeit der Jockeys

In unserer Herbstausgabe im vergangenen Jahr haben wir bereits einige der schönsten Modekampagnen mit Pferdebeteiligung vorgestellt: Mulberry, Lanvin, UGG Austra-

Fotos: PR

Kongeniales Marketing oder nicht, das Pferd als Motiv in Modekampagnen ist ein Dauerbrenner und jede Saison auf den Plakaten einschlägiger Marken und Designer zu finden. Es macht Sinn, Pferde und Mode in Verbindung zu bringen. Nicht zuletzt geht es in der Welt der Fashion um Schönheit und Anmut und welches Tier verkörpert diese Attribute in einer vollkommeneren Form als das Pferd? Auch die wilde und mysteriöse Aura, die diese außergewöhnlichen Tiere umgibt, und die Freiheit, die sie ausdrücken, werden gerne in Kampagnen aufgegriffen, um die Philosophie einer Marke zu symbolisieren.


lia, Ermanno Scervino – sie alle sind schon dem „Pferdevirus“ verfallen und wissen um die Wirkungskraft der Tiere sowohl auf der visuellen als auch auf der emotionalen Ebene. Auch diese Saison wählte wieder eine Vielzahl von Labels das Pferd als Hauptdarsteller ihrer Kampagnen, drei der schönsten haben wir für Sie ausgesucht.

Chloé

In Chloés Frühjahr/Sommer 2015 Kampagne erzählt das französische Luxuslabel eine Geschichte über Freundschaft, Romantik, edle Gefährten und tiefe Verbundenheit: Entlang des weißen Sandstrandes der Paradise Cove in Kalifornien schlendern zwei Freundinnen in der warmen Sommersonne. An ihrer Seite: zwei edle Pferde. Die beiden Schönheiten erleben einen Moment tiefer Freundschaft und Freiheit, der durch die beiden märchenhaften Tiere noch lebendiger wird. Eine leichte Brise weht durch ihre goldblonden Haare und ihr Gewand aus Seide, Mousseline und Spitze. Die beiden majestätischen Pferde schreiten friedlich nebenher, ihr Zaumzeug spiegelt sich in den eleganten Taschen der Frauen wider. Im finalen Kapitel des fotografischen Werkes von Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin für das Haus Chloé greifen die beiden Künstler unter der Federführung von Creative Director Clare Waight Keller den Spirit des Abenteuers auf und unterstreichen ihn durch die Präsenz der Pferde: wie Nymphen schweben Caroline Trentini und Eniko Mihalik in den zarten Gewändern der diesjährigen Frühjahr/Sommer Kollektion des Labels über den Sand und ihre treuen Gefährten wirken wie magische Wesen aus einer Fantasiewelt. Freiheit, Abenteuer, Freundschaft, Magie – diese Themen möchte Chloé mit der Kampagne vermitteln und wählte deshalb bewusst das Pferd als Motiv, den Inbegriff eben dieser Werte.

Massimo Dutti

Wie schon so oft war es der Equestrian Style, der dem Label Massimo Dutti als Inspirationsquelle für seine neueste Kollektion diente. Die exklusive „Equestrian Limited Edition SS15“ ist eine Hommage an die Eleganz und den Zauber der Welt des Reitsports und unterstreicht einmal mehr die Verbundenheit des spanischen Modehauses mit dem Sport. In der Kollektion finden sich zahlreiche equestrische Details. Hosen etwa, ins-

piriert von klassischen Reithosen, oder hohe Reitstiefel für Frauen, hautenge Reithosen, Polo-Shirts und T-Shirts im Equestrian-Look für Männer. Natürlich durfte bei dem Kampagnenshooting für die Equestrian Limited Edition das Motiv Pferd nicht fehlen und so holte sich das Modehaus traumhaft schöne Schimmel und Friesen für das Shooting in einer verwegenen Wüstenlandschaft mit den Models Anna Seleznera, Karlina Caune, Victor Nylander und Arthur Goose. Die Kampagne ist Teil der diesjährigen Massimo Dutti Equestrian Tour, die sich mit der Massimo Dutti Trophy von Hong Kong bis London durch die prestigeträchtigsten Turniere der Welt zieht. Was als reiner Ausflug in die Welt des Reitsports begann, ist heute feste Tradition im Hause Massimo Dutti: Als Sponsor der weltweit wichtigsten Reitsportveranstaltungen entwickelt sich das spanische Modelabel zu einer international anerkannten Referenz-Marke im Reitsport. Wir sagen: weiter so! Und freuen uns schon auf die nächste Kampagne mit Pferdebeteiligung.

Bogner

Eine der drei Themenwelten der Sommerkollektion 2015 von Bogner Woman trägt den Titel „Jockey“ und greift in ihrem Design viele Elemente der Sportler auf. Die Linie „Jockey“ steht für die Sportlichkeit der Reitsportprofis, an deren Looks sich die Kollektion anlehnt. Die typischen Streifen oder Tupfen der Jockey-Blousons finden sich in den Bogner-Prints und als Deko auf Shirts oder Sweatshirts wieder und verleihen den Outfits zusätzlich Stil und Eleganz. Das Jockey-Leitmotiv gibt zum Beispiel ein Pulli im Colorblocking-Style mit Sternenapplikationen und geringelten Ärmelpartien wieder. „Very equestrian“ ist auch eine Bluse aus gewaschener Habotai-Seide: Auf dem Rückenteil in zartem Silbergrau ist eine Rennszene zu sehen. Und ein sportives graues Sweatshirt wird erst durch die typischen, paillettenbesetzten Jockey-Punkte und -Sterne zum absoluten Eye-Catcher. Um das Jockey-Leitmotiv der Kollektion zum Leben zu erwecken, schoss Bogner wunderschöne Kampagnenfotos. Wie könnte es anders sein: mit Pferden. Der Kampagne wird durch die Dynamik der Tiere Glaubwürdigkeit verliehen und dem sportlichen Flair der Kollektion durch die Eleganz und Romantik der Pferde eine verspiele, weibliche Note hinzugefügt.

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LINKS: Lederkleid | ETIENNE AIGNER, Spitzenbluse | 0039 ITALY, Gerte | HERMÈS, Uhr | GUCCI TIMEPIECES RECHTS: Trenchcoat aus Leder, Jumpsuit & Sandalen | MICHAEL KORS, Tasche | ADAX COPENHAGEN



LINKS Jumpsuit | ANA ALCAZAR, Boots | MAX MARA, Brillantenbesetztes Armband aus Pythonleder | THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE, Uhr | GUCCI TIMEPIECES RECHTS Langes Kleid | GEORG ET AREND, Ohrringe „LAGOON“ aus Aquamarin und Turmalin | THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE




LINKS: Chiffonkleid | ETIENNE AIGNER, Lederhemd | BASLER, Gürtel in Python-Optik | MAX MARA, Stiefel | GUCCI RECHTS: Kleid & Stiefel | MAX MARA, Silberschmuck | HERMÈS


LINKS: Sommerkleid | ANA ALCAZAR, Diamantenbesetzte Brosche aus Weißgold | THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE, Stiefel | MAX MARA RECHTS: Kleid | ETRO, Ohrringe „WATER DROPS“ aus Prasiolithe und Topase | THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE, Boots | GUCCI



LINKS: Bluse mit Blumenprint | GEORG ET AREND, Reithose | CAVALLO, Silberner Armreif, Lederarmband und Gerte | HERMÈS, Uhr mit Equestrian-Detail | GUCCI TIMEPIECES, RECHTS: Rotes Sommerkleid | ANA ALCAZAR, Diamantenbesetzte Brosche aus Weißgold | THOMAS JIRGENS JUWELENSCHMIEDE



Kleid und Boots mit auff채lligem Print | MAX MARA, Rundes Handt채schchen | GUESS, Uhr mit Equestrian-Detail | GUCCI TIMEPIECES


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40 | Must-Haves

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LIEBE schenken! Mütter, sie sind die stillen Heldinnen hinter einer jeden Erfolgsgeschichte und ihre bedingungslose Liebe bleibt ein ganzes Leben lang unerreicht. Am 10. Mai ist Muttertag – mit unseren zuckersüßen Geschenkideen können Sie Ihrer Mutter auf liebevolle Weise Danke sagen!

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1 | “Knutschkugeln“ mit Erdbeer-Joghurt Geschmack von GRETA GOLD, ca. 5 €. 2 | Zarter “Love and Peace” Ring von MARC BY MARC JACOBS, ca. 50 €. 3 | Ein Gaumenschmaus: der Mini-Himbeerguglhupf aus den Muttertagsspecials von DER GUGL, ca. 3 €. 4 | Die Bitter Tears sind ein aromatischer Geschmacksverstärker für Cocktails. Wir empfehlen den „Lucilles Blood Orange Ginger“ von LA MAISON DU RUEVERTE, ca. 20 €. 5 | Feine „Wiener Mädel“ Pralinen von DEMEL, ca. 21 €. 6 | Für jede Frau ein verspieltes Highlight: goldene Ohrringe in Herzchen-Form von MOSCHINO, ca. 185 €. 7 | James Bond macht es uns vor! Dieser Champagner versüßt jede Gelegenheit: Rosé Champagner in einer edlen Geschenkverpackung von BOLLINGER, ca. 70 €. 8 | Das Pflegeset von AURELIA beinhaltet die begehrtesten Produkte der preisgekrönten Linie. Ca. 105 €. 9 | Süßes Message-Armband von SWAROWSKI, ca. 60 €.

Fotos: PR (18)

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42 | Beauty

SPRING ESSENTIALS Endlich Frühling! Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen des Lenz erwachen unsere Lebensgeister und erwecken in uns frischen Tatendrang. Wir haben die neugefundene Energie für einen Frühjahrsputz im Badezimmerschrank genutzt und ihn mit den schönsten Make-Up- und Pflegetrends der Saison aufgestockt: Unser bunter Mix aus Beauty Must-Haves für das Frühjahr vertreibt altes Wintergrau und lässt uns mit der Frühlingssonne um die Wette strahlen.

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CLARINS | Eclat Minute Baume Embellisseur Lèvres Dieser schmelzende Lippenbalsam verleiht den Lippen eine zarte Tönung mit glänzendem Effekt und lässt sie voller wirken. Extrakte aus wilder Mango und Sheanuss verwöhnen die Lippen den ganzen Tag lang mit intensiver Pflege und machen sie weich und geschmeidig. Die Formel wirkt dank einer Verbindung von Vitamin E und einem Pflanzenextrakt zusätzlich gegen freie Radikale. Ca. 19 €

DIOR | Vernis Absoluter Trend diesen Frühling: Nägel in zarten Rosé- und Nudetönen. Egal ob Ihr Stil eher klassisch schön oder verspielt mädchenhaft ist, eine frische Nagellackfarbe in Pastell gibt jedem Look das besondere Etwas. Der Dior Vernis „Sunkissed 239“ hat die perfekte Farbe, um frühlingshafte Outfits zu ergänzen und mit zarten Akzenten zum Strahlen zu bringen. Ca. 25 €

BOBBI BROWN | Sandy Nudes Collection Shimmering Sands Eye Palette Die Shimmering Sands Eye Palette ist das Herzstück der Sandy Nudes Kollektion von Bobbi Brown, die ab Mai im Handel erhältlich ist. Die Palette beinhaltet zwölf wunderschöne Lidschatten, die Sie dem Sommer einen Schritt näher bringen. Schimmernde Nude- und goldene Brauntöne kombinieren Sie perfekt mit nude- oder pinkfarbenen Lippen. Ca. 80 €

GUERLAIN | Météorites Baby Glow Die unkomplizierte All-in-one-Foundation von Guerlain lässt das Gesicht heller und strahlender wirken. Feine Glanzpartikel korrigieren den Teint, beleben ihn subtil und schenken ihm Ebenmäßigkeit. Dank seiner mit Glyzerin angereicherten Formel wirkt Météorites Baby Glow wie eine Feuchtigkeitsspritze und durchflutet die Haut mit einer belebenden Frische. Unter dem doppelten Schutz aus UV-Filtern und Vitamin E bleibt der Teint gegen schädliche äußeren Einflüssen gefeit. Ca. 48 €

CLARINS | Teint Haute Tenue + SPF 15 Die ultra-leichte Textur des Make-Ups kaschiert Pigmentflecken, Rötungen und andere Unregelmäßigkeiten. Der Teint wird perfekt korrigiert, ohne dass der gefürchtete Maskeneffekt oder ein Gefühl von Schwere entsteht. Ein echter Booster an Leuchtkraft, um fahlem Wintergrau entgegenzuwirken. Im Zentrum der Formel helfen die Extrakte aus Weißem Tee und Lapsana dabei, die Haut vor negativen Umwelteinflüssen und freien Radikalen zu schützen. In 19 Farbtönen erhältlich. Ca. 37 €


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MAC | Mia Moretti Casual Colour Passend zum Startschuss der Festivalsaison kreierte DJane und Stilikone Mia Moretti eine geradezu nostalgische Kollektion für M·A·C. Produkte in unterschiedlichen Cremekonsistenzen in warmen Tönen machen diese Kollektion zum optimalen Begleiter erster lauer Frühlingsnächte. Die Casual Colour Serie ist Lippenstift und Rouge in einem und vor allem die knallige Farbe „P.S. I Like You“ ist eine Hommage an die farbige Wirkungskraft des Frühlings. Ca. 25 €

GIVENCHY | Le Vernis Limited Edition Der diesjährige Frühjahrslook von Givenchy „COLOreCREATION“ sorgt mit auffälligen Neon- und Sorbettönen für einen modernen und frischen Look. Der Nagellack „Le Vernis Givenchy“ der Serie in der Farbe „Rose Évocation“ vervollständigt mit seinem matten Finish jedes bunte, verspielte Outfit. Ca.23 €

YVES SAINT LAURENT | Couture Palette Collector Die COUTURE PALETTE COLLECTOR von YSL präsentiert eine Harmonie von fünf Lidschatten zwischen Schwarz und Pink. Ob diskret oder glamourös – jedes Wunsch-Finish ist machbar. In Mittelpunkt: mattes Schwarz mit rosa und violetten Pailletten-Reflexen. Darum herum: ein hellbeiger Kamelhaar-Ton, schimmerndes Goldbraun, ein ausdrucksstarkes Pink und ein edler Champagner-Ton. Ca. 58 €

BENEFIT | Roller Lash Das zum Patent angemeldete Hook ‘n‘ Roll™–Bürstchen von Benefits „Roller Lash“ greift die Wimpern, trennt sie, hebt sie an und verleiht ihnen einen traumhaften Schwung. Die 12-Stunden-Formel sorgt dafür, dass unsere Augen ab sofort längere Öffnungszeiten haben. Außerdem enthält die Mascara die wimpernpflegenden Inhaltsstoffe Provitamin B5 und Serin. Ca. 25 €

BENEFIT | Posie Balm Pflegende Lipbalms mit einem Touch-of-Tint. Die wunderbaren Tints von Benefit haben kleine Schwestern bekommen und die haben es in sich! Die feuchtigkeitsspendenden Lipbalms pflegen zarte Lippen mit Mango-Butter und hinterlassen dabei einen zarten Hauch von Farbe. Für einen lieblichen Look in vier verschiedenen Farben. Ca. 20 €


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ORIGINS | Original Skin Renewal Serum Das Original Skin™ Renewal Serum von Origins sorgt mit seinen besonderen Inhaltsstoffen aus kanadischem Weidenröschen, persischem Seidenbaum, Kastaniensamen-Extrakt und Algenextrakt für einen regenerierenden Effekt auf der Haut. Die Haut wirkt rosiger, strahlender, frischer und gleichmäßiger und der Hauch von Zitrus- und Rose-Noten belebt alle Sinne. Ca. 40 €

MUTI | Anti-Age Day Cream LSF 20 Die zart schmelzende Tagescreme gibt es mit und ohne Sonnenschutz. Sie lässt die Haut bei regelmäßiger Anwendung jünger, strahlender, straffer und ebenmäßiger aussehen. Sichtbare Zeichen der natürlichen Hautalterung werden dauerhaft gemildert. Der angenehm dezente Duft wirkt positiv auf das Unterbewusstsein, belebt und erfrischt. Die Tagescreme eignet sich hervorragend als Make-up-Unterlage. Ca. 37 €

L‘OCCITANE | Amande Baume de Velours Mit seinen reichhaltigen Pflegesubstanzen verleiht der Baume de Velours der Haut sofort ein Gefühl des Wohlbefindens. Der Complexe Jeunesse wirkt mit seinen konzentrierten Aktivstoffen gezielt auf die fünf Zeichen der Hautalterung. Der Körperbalsam verschmilzt sanft mit der Haut, verleiht ihr ein seidiges Gefühl und umhüllt sie mit einem zarten, pudrigen Duft. Ca. 45 €

LA MER | Reparative Skin Tint SPF 30 Die federleichte, getönte Pflege basiert auf einer innovativen Licht- und Pigment- Technologie, welche die Haut natürlich durchschimmern lässt und zugleich perfektioniert. Hauchzarte Pigmente gleichen den Teint aus, sodass die natürliche Schönheit der Haut zur Geltung kommt. The SkinTint macht die Haut mit jedem Tag schöner. Eine pflegende Formel, die einen vollkommen gesund aussehenden, strahlenden Teint zaubert und die Haut zugleich repariert und schützt. Ca. 80 €

L’ANZA | Keratin Healing Oil Hair Treatment Die Basis der Keratin Healing Oil Collection von L‘ANZA ist der Phyto IV Complex: Eine einzigartige Kombination aus vier Pflanzenölen, die reparieren und geschädigtes Haar optimal mit Feuchtigkeit versorgen. Als Keratin Proteineund Lipide-Lieferant, bringt der Complex mehr Fülle, baut die innere Kraft des Haares wieder auf und verbessert die Faser-Integrität. Die Keratin Healing Oil Collection von L‘ANZA umfasst insgesamt sieben Produkte. Ca. 44 €

CLINIQUE | Dramatically Different Moisturizing Cream Die neue Dramatically Different Moisturizing Cream von Clinique für sehr trockene bis trockene Haut versorgt die Haut sofort mit intensiver Feuchtigkeit, die extra lange gebunden werden kann. Extrakte aus Sonnenblumenkernen, Gerste und Gurke stärken die Feuchtigkeitsbarriere der Haut und fördern ihre Widerstandsfähigkeit. Hyaluronsäure, ein natürlicher, körpereigener Wirkstoff, Glycerin, das Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und an die Haut abgeben kann, und seidige Dimethicone spenden intensive, langanhaltende Feuchtigkeit. Ab 15 €



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Text: NORA KRÄMER, Fotos: DAXAU STYLE

„Mir ist es wichtig, dass man sich in seiner Umgebung wohl fühlt. Grundsätzlich bin ich immer für Understatement, es sollte dabei nicht überladen wirken, aber dennoch Gemütlichkeit verbreiten.“


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Die Stilsicherheit von Design-Expertin Susanne Michalke ist auf Gut Daxau in jedem Detail zu erkennen. Der gekonnte Mix aus Equestrian-Style und Jagdmotiven l채sst ihr Faible erkennen und passt in Perfektion zum Gut Daxau!

HORSES & STYLE Gemeinsam mit Tochter Victoria, eines der vielversprechendsten Nachwuchstalente im deutschen Dressursport, hat Design-Expertin Susanne Michalke mit viel Liebe zum Detail auf Gut Daxau ein perfektes Zuhause f체r Mensch und Pferd geschaffen.


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ber die berufliche Zukunft Ihrer Tochter gab es das eine oder andere Gespräch. „Möchtest Du nicht vielleicht doch lieber Golf spielen?“ fragte Susanne Michalke ihre Tochter Victoria, als diese den unbedingten Wunsch äußerte, das Reiten zu ihrem Beruf zu machen. Aber da der Apfel bekanntlich nicht weit vom Stamm fällt, hat sich Victoria durchgesetzt und heute sind beide mit ihren Jobs mehr als zufrieden. Gemeinsam leben Mutter und Tochter auf Gut Daxau im wunderschönen Isen in Bayern, das bei unserem Besuch trotz des tauenden Schnees top gepflegt vor uns liegt. Mit dem denkmalgeschützten Hof aus dem 15. Jahrhundert erfüllten sich Mutter und Tochter 1992 den Traum vom eigenen Stall und renovierten ihn in erstaunlicher Geschwindigkeit. Kein Zweifel, die Damen wissen, was sie wollen. Lange hatten die Beiden nach einem geeigneten Hof gesucht und mit dem Gut in Isen eine wunderschöne Wahl getroffen. Natürlich ist es immer ein Wagnis, ein denkmalgeschütztes Haus zu kaufen und es zu renovieren. Doch wenn man heute das Ergebnis sieht, kann man nur bestätigen, dass Michalkes alles richtig gemacht haben. Glücklicherweise konnte Viktorias Mutter schon damals auf ei-

nen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen, was den Umbau und die Renovierung von Immobilien angeht. Zwar ist sie kein Architekt, aber nach 35 Jahren Bauerfahrung weiß sie genau, mit wem sie zusammenarbeiten muss, um das beste Ergebnis zu erzielen. Mit der Zeit hat sie sich Kontakte nach Paris und New York aufgebaut und weiß, wo sich die Materialien, Möbel und Kunstgegenstände am besten und natürlich auch am günstigsten einkaufen lassen. Geschmack hat sie, das zeigt sich in jedem Detail. Dass der nicht unbedingt übertrieben teuer sein muss, ist für Susanne Michalke allerdings auch selbstverständlich. Sie hat schon immer gern mit viel Phantasie alte Häuser renoviert und daraus sogar ein eigenes Unternehmen, Daxau Style International, entwickelt. Während der sportlichen Anfänge ihrer Tochter und nach dem Umbau des eigenen Hofes pausierte zwar ihr Engagement im Baubetrieb, aber nachdem Victoria heute selbst den LKW fahren kann, um zu ihren sportlichen Höhepunkten zu steuern, kann ihre Mutter die Wochenenden wieder mit ihren ganz eigenen Interessen gestalten. Und die sind vielseitig: Neben dem Golfspielen und der Jagd gibt es eben auch die Liebe zum Gestalten von Wohnräumen.

Text: NORA KRÄMER, Fotos: DAXAU STYLE

„Ich wollte mir Räume schaffen, in denen ich mich auch gerne aufhalte und die ich nicht nur für ihre Funktion nutze. Im Schlafzimmer lese ich schon mal ein Buch, im Wohnzimmer empfange ich nicht nur Gäste, sondern entspanne mich gern.“


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Raffinierte Details, kombiniert und ins rechte Licht gerückt! Susanne Michalke schafft in Wohn- und Schlafräumen mit Lichtakzenten und gemütlichen Details eine Atmosphäre, die zum Entspannen einlädt.


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So schlug Vicky ihrer Mutter vor, sich doch wieder der alten Leidenschaft zu widmen. Wer einen Umbau, eine Renovierung oder gar einen Neubau plant, kann bei Susanne Michalke Hilfe bei Fragen des stilvollen Gestaltens und der Organisation von Baustellen bekommen. Und damit auch die Sicherheit, dass dabei in jeden Fall ein geschmackvolles Heim entsteht. Gut Daxau ist sicher eine der besten Referenzen für Susanne Michalkes Können. „Guter Stil muss nicht teuer sein. Ich gebe auch nicht gern unnötig Geld aus und meist lässt sich mit recht einfachen Mitteln etwas

wunderschön neu gestalten. Meine Inspirationen finde ich eigentlich überall, man muss nur mit offenen Augen durchs Leben gehen.“ sagt Frau Michalke und der Blick in das Wohnhaus von Gut Daxau bestätigt das. Viele Erbstücke, Familienbilder, Kunst und warme Farben fügen sich hier aneinander, ohne den Eindruck eines Museums zu vermitteln. Ganz im Gegenteil, es entsteht ein gemütliches Ambiente, das uns gerne vor dem Kamin mit einer Tasse Kaffee aus Gmundener Geschirr Platz nehmen lässt. In jedem Stückchen des Hauses spürt man die Liebe zum Detail, die sich durch die gesamte Anlage zieht.

Text: NORA KRÄMER, Fotos: DAXAU STYLE

Eine Küche sollte nicht nur Platz zum Kochen bieten, sondern auch Raum für gute Gespräche bei einer Tasse Kaffee oder einem gemeinsamen Essen schaffen!


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Das Wohnhaus und das gegenüberliegende Gebäude, in dem Victoria ihr Refugium hat, wurden nach den sehr genauen Vorstellungen von Frau Michalke für sich und ihre Tochter gestaltet. So hat jeder sein eigenes Reich und man wohnt doch nah beieinander. Der Stallkomplex, der sich stilistisch perfekt an den alten Hof anpasst, wurde im Jahr 2009 neu hinzugefügt. Auch hier bewies Susanne Michalke ihr außergewöhnliches Talent, sich nicht durch Standards einschränken zu lassen und ihren eigenen Designweg zu gehen. „Diese langen Gefängnisgänge in Ställen fand ich immer furchtbar!“ sagt sie und hat den Boxentrakt kurzerhand rund bauen lassen. So ist der Stall immer hell und luftig, die Pferde können

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sich gegenseitig anschauen und jedes hat ein eigenes Fenster nach draußen. In der Mitte des Rondells befinden sich die Anbindestellen zur Pflege der Vierbeiner und genügend Platz für den Besuch des Schmiedes. Durch einen breiten Gang ist der Stall mit der großen und hellen Reithalle verbunden, sodass auch bei Regen niemand mit nassen Füßen zum Training kommen muss. Das Stübchen für Zuschauer bietet einen Blick in die Halle und ist modern-rustikal gestaltet. Die Michalksche Kreativität endet allerdings nicht bei der Inneneinrichtung. Ein weiteres Faible von Susanne Michalke gilt den Nutzfahrzeugen, in denen jeder Turnierreiter den Großteil seiner

Text: NORA KRÄMER, Fotos: DAXAU STYLE, JUWELENSCHMIEDE THOMAS JIRGENS

„Bei der Planung des Stalles stand das Wohlbefinden der Pferde an oberster Stelle.Um ein luftiges und helles Klima zu schaffen, haben wir uns für einen runden Bau entschieden. So können sich alle Pferde sehen und auch bei schlechtem Wetter haben die Pferde so frische Luft. Ein glückliches Pferd hat schließlich auch mehr Freude an der Arbeit!“


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Ein perfektes Team! Victoria und Susanne Michalke.


Text: NORA KRÄMER, Fotos: DAXAU STYLE

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Living | 55 Wochenenden verbringt. Viktorias LKW hat Frau Michalke nach ganz eigenen Vorstellungen umbauen lassen, ohne dabei wesentlich tiefer in die Tasche greifen zu müssen. „Die Händler werben ja immer damit, es wäre alles eine individuelle Anfertigung. Ich wollte für Viktoria eine jugendliche Innenausstattung und nicht wieder den Standardtisch in der Mitte. So kann jetzt der Pfleger mit im LKW schlafen und keiner kommt dem anderen in die Quere. Eng genug ist es ja eh schon. Es war nicht ganz einfach, alle meine Wünsche durchzusetzen, aber es hat sich gelohnt. Jetzt können sich alle, die mit zum Turnier fahren, im LKW wohlfühlen. Es ist schön hell und gemütlich geworden.“ erzählt sie uns, während sie mit einer einladenden Handbewegung die Tür des LKWs öffnet. Und tatsächlich, die Lösungen im Inneren sind platzsparend, praktisch und sehr viel schöner als in vielen Fahrzeugen, die man sonst auf den Turnierplätzen sieht. Viktoria dankt es ihrer Mutter, denn der LKW ist im Sommer fast schon ein zweites Zuhause. Und wer so viel und erfolgreich unterwegs ist wie Victoria, der braucht einen Rückzugsort, an dem man sich entspannen kann. Obwohl sie relativ spät mit dem Dressursport begann, war für Viktoria klar, dass sie einmal in den Sattel steigen möchte und weder Tennis- noch Golfschläger diese Passion ersetzen können. Dass sie so erfolgreich sein würde, war bei ihren ersten Reitversuchen allerdings noch nicht abzusehen. Ihre Mutter war zunächst wenig begeistert von dem Vorhaben ihrer Tochter, denn sie wusste, wie zeitintensiv und aufwendig dieser Sport ist. Aber welche Mutter kann ihrer einzigen Tochter schon den Herzenswunsch abschlagen? Victorias Glück war die Tierliebe, die ihre Mutter mit ihr teilt. So gesellten sich zu den Hunden auch einige Esel auf dem Hof. Susanne Michalke schlug

ihrer Tochter vor, es doch zunächst einmal mit dem grauen Langohr Ludwig zu versuchen. Offenbar hat Vicky die Ausdauer und Durchsetzungskraft ihrer Mutter geerbt und die damals dreizehnjährige störte sich überhaupt nicht an dem ungewöhnlichen Vorschlag. Sie ritt den Esel damals autodidaktisch ein. Bis eines Tages Toni Neumeier, ein befreundeter Pferdezüchter, zu Besuch kam und Viktorias Reitkünste sah. Er erkannte das Talent sofort und bot ihr an, zu ihm zu kommen und endlich richtig Reiten zu lernen. Von ihm kauften sie dann auch Viktorias erstes Pferd, mit dem sie sich von der Klasse E bis zu Intermediaire I hocharbeitete. Und das in enormer Geschwindigkeit. Im Jahr 2003 erhielt Vicky ihre ersten richtigen Reitstunden und nachdem sie von Toni Neumeier die Grundlagen des Reitsports näher gebracht bekommen hatte, war es Zeit für einen Vollzeittrainer. Stefan Münch wurde ihr Trainer, der sie dann auch auf die eigene Anlage begleitete. Mit ihm erreichte Victoria ihre großen Erfolge, denn 2005 war sie schon Bayerische Meisterin im Dressurreiten, es folgten 2007 die Deutschen und Europäischen Meisterschaften, bei denen sie Gold erreiten konnte. Trainer und Schülerin arbeiten bis heute harmonisch zusammen und erweiterten ihr Tätigkeitsfeld auch auf Berittpferde und Unterricht für ambitionierte Reiter, wie Charlotte Rumenigge, die mit Victoria trainiert. Auch Verkaufspferde haben sich inzwischen zu Victorias Vierbeinern gesellt und werden auf Daxau gefördert und ausgebildet. In Isen haben die Beiden wohl auch den richtigen Platz für ihr Tun gefunden. Denn das ist Gut Daxau, ein Platz, an dem es sich leben und arbeiten lässt, gerade weil es so gemütlich und einladend wirkt. Der Erfolg der beiden Damen des Hauses gibt dem Konzept ohne Zweifel Recht.

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Klassische Schönheiten! Unsere Wohn-Highlights für alle, die den Equestrian Style zuhause erleben wollen!

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1 1 | Eine etwas ausgefallenere Sitzgelegenheit ist dieser Barhocker mit dem Namen “Cowboy Junkie” von FAKASAKA, Preis auf Anfrage. 2 | Dekorative Schalen mit auffälligem Rochenlederbezug von A CUCKOO MOMENT, ca. 1.200 € bis 2.200 €, je nach Größe. 3 | Ein wunderschönes Wand-Accessoire: der “Briddle-Mirror“ von OCTOBER DESIGN wird auf Anfrage als Unikat gefertigt, ca. 200 € bis 400 €. 4 | Edel designt ist dieser Kronleuchter von EICHHOLTZ mit Steigbügel-Applikationen, ca. 1.540 €. 5 | Krug mit aufwendig verarbeitetem Pferdekopf-Griff von VAGABOND HOUSE, ca. 140 €.

5 Fotos: PR (5)

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6 | Tischlampe „Pantographe“ aus Essentiel-Taurillon-Leder von HERMÈS, ca. 6.500 €. 7 | Die Marseille Napkins von RONNERDESIGN aus Leinenstoff im Equestrianstyle machen jedes Dinner zu einem optischen Highlight, Preis auf Anfrage. 8 | Eine außergewöhnliche Variante des Aschenbechers ist diese von EICHHOLTZ, ca. 122 €. 9 | Edle Tischlampe im Steigbügel-Design von 1STDIBS, ca. 4.000 €. 10 | Home-Accessoire in Form einer Herde galoppierender Pferde von ZGALLERIE, ca. 460 €. 11 | Unglaublicher Eyecatcher: der superbequeme „Saddle Chair“ in Kuhfelloptik von TIMOTHY OULTON, ca. 1.230 €. 12 | versilbertes Tablett mit Pferdegebiss-Griffen von EICHHOLTZ, ca. 165 €.

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12 Fotos: PR (7)

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60 | Kunst

JÜRGEN GOERTZ

Text: Nora Krämer, Foto: Jürgen Goertz

die Riesenpferde


reizehn Meter hoch und neunzig Tonnen schwer, das ist die größte Pferdestatue der Welt. Wo dieser Koloss sein Zuhause hat? Mitten in Heidelberg. Dort hat der Bildhauer Jürgen Goertz im Jahr 2000 die S-Printing Horse–Großplastik vor der Print Media Academy aufgestellt und dem Druckmedium damit ein Denkmal gesetzt. Unübersehbar thront das riesige Stahlpferd vor dem Gebäude, aus dem sich das Unternehmen, das sich mit allem rund um das Drucken beschäftigt, in den nächsten Jahren allerdings zurückziehen wird. Doch die Skulptur bleibt und stellt auch weiterhin ein Denkmal für das Printmedium dar. Aber Jürgen Goertz hat nicht nur dieses außergewöhnliche Pferd gestaltet. Das Motiv des Pferdes ist eines, das den Mann mit dem auffälligen Backenbart schon seit seiner Jugend begleitet. „Mein enges Verhältnis zu Tieren, aber ganz speziell zu Pferden, wurde schon in meiner frühesten Kindheit durch das Leben auf dem Lande geprägt. Mein Großvater besaß damals, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges, ein Gut an der Weichsel und war natürlich ein leidenschaftlicher Pferdeliebhaber. Das begeisterte mich“, erinnert sich Goertz an die Zeiten vor seinem Künstlerdasein. Ganz so romantisch bleiben aber diese Erinnerungen nicht, denn das Pferd war ihm nicht nur ein Freund in der Kindheit, es sicherte auch das Überleben der Familie. „Der paradiesische Kindertraum endete schließlich 1945 mit der Flucht aus dem Osten nach Norddeutschland, in das Wendland – das Rundlingsdorf Küsten. Von Anfänglich 80 Zugpferden überlebten elf Pferde die Strapazen des Trecks. Diese Pferde waren für uns also buchstäblich unsere Fluchthelfer und wurden zum Synonym für Retter und Lebensgefährten in vielen Existenzsituationen.“ Nachdem die Pferde so entscheidend das frühe Leben von Jürgen Goertz begleitet

und geprägt hatten, ließen sie ihn auch in seiner weiteren Laufbahn nicht mehr los. Neben der Schule ritt und versorgte er die Tiere seiner Familie und auch sein künstlerisches Interesse an ihnen wuchs in dieser Zeit. „Ich zeichnete sie, malte sie und machte meine ersten plastischen Modellübungen.“ Und obwohl er während des Studiums der Bildhauerei in Hannover, Karlsruhe und London keine Gelegenheit mehr fand, den Kontakt zu den lebenden Vierbeinern aufrecht zu erhalten, begegnete er den Tieren auf einer anderen Ebene. Ist das Pferd doch ein Motiv, das auch in der Kunstgeschichte fest verankert ist und ihn so weiter auf seinem Weg begleitete. Geprägt durch seine Kindheit schwärmt der Künstler jetzt vom Phänomen Pferd: „Das Motiv Pferd wurde mir im Bereich der Kunstgeschichte und der bildenden Kunst jedoch schnell zum Zeitzeichen, zur Definition geschichtlicher und gesellschaftspolitischer Ortsbestimmung, zum Seismographen negativer und positiver Zeitströme und entsprechend allgemeiner Befindlichkeiten.“ Wie viele Künstler konnte Goertz der Arbeit mit diesem Motiv nicht widerstehen. Zu groß war die Verlockung, das Pferd in der Kunst weiter zu verfolgen. „Unzählige Pferdegestaltungen in privaten Sammlungen und Museen, Pferdemonumente im öffentlichen Raum – weltweit – überall – und zu allen Zeiten – sozusagen Zeugnisse von Zeitzeugen! Eine unglaublich provokante Herausforderung an mich, an einen zeitgenössischen Künstler, das Thema Pferd in das eigene künstlerische Gesamtkonzept berechtigt und zeitrelevant einbauen zu können.“ Und das tat Jürgen Goertz. Nicht nur mit dem S-Printing Horse – der Bildhauer verwirklichte noch einige weitere Pferdeskulpturen und verewigte damit das wohl bedeutendste Tier der Zivilisationsgeschichte im öffentlichen Raum unserer Zeit. Bereits 1989 entstand der Musengaul vor dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe und 1993 der Turm der grauen Pferde vor der Villa Visconti in Bietigheim-Bissingen. Im gleichen Jahr gesellte sich Anscavallo

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62 | Kunst 2006 wurde die Plastik Rolling Horse auf der Nordplattform des Berliner Hauptbahnhofes enthüllt. Den Auftrag erhielt Jürgen Goertz vom damaligen Deutsche Bahn-Chef Mehdorn. Zum Glück, denn das Pferd wird

Das „Rolling Horse“ in Berlin

auseinandersetzt. Die Kunst im öffentlichen Raum, das ist es, was Goertz fasziniert. Diese Faszination und Leidenschaft brachte immer wieder Aufträge der Öffentlichkeit mit sich und verschaffte ihm weitere Möglichkeiten, sich künstlerisch Ausdruck zu verleihen und gleichzeitig dem Phänomen Pferd treu zu bleiben.

nicht nur dem aktuellen Zeitgeist gerecht, indem es futuristisch gestaltet die technische Entwicklung des Unternehmens der Bahn widerspiegelt. Es beherbergt im Inneren auch Andenken an den früheren Lehrter Bahnhof und trägt so den Wünschen der Berliner Bürger Rechnung, die ihren alten Bahnhof doch sehr vermissten.

Gemein ist den beiden Pferden in Heidelberg und Berlin nicht nur die äußerliche Ähnlichkeit, die hin und wieder kritisiert wurde, sondern auch der Materialmix, aus dem sie bestehen. Der war für den Bildhauer besonders wichtig, denn gerade die Gegensätze einer Gesellschaft sind es, die hier verbildlicht werden sollen und die ihn besonders reizen. So bleibt auch die Mischung der Werkstoffe nicht unbemerkt, so mancher Betrachter stört sich sogar daran. Aber das soll so sein, denn ohne Diskussion, ohne Dialog und vielleicht die eine oder andere Reiberei kann sich keine Gesellschaft weiterentwickeln, meint Goertz. Die Kunst von Jürgen Goertz soll dies nicht nur aufzeigen, sondern gleichzeitig auch verursachen. Goertz stellt offensichtlich nicht nur hohe Ansprüche an seine Werke, sondern auch an die Betrachter. Es ist nicht leicht, „die Abstraktion der Abstraktion“, wie Goertz sein Werk auch beschreibt, immer gleich zu verstehen. Und doch soll diese „die neue Kunstrealität von morgen artikulieren“, schreibt der Künstler auf seiner Homepage. Seine jüngste Pferdeskulptur widmet sich jedoch dem Pferd an sich, oder besser gesagt der Wirkung des Pferdes auf einen ganzen Ort. Sie steht in Iffezheim, neben Hamburg die deutsche Heimat des Rennsports, auf dem Rathausplatz und trägt den passenden Namen Racing. Mit dieser Skulptur wird ein abstrahierter Teil der Rennbahn mit Pferd und Jockey in die Mitte der Iffezheimer Öffentlichkeit gesetzt und damit ihre Bedeutung für den Ort hervorgehoben. Ein prominenterer Ort als vor dem Rathaus kann für Kunst im öffentlichen Raum eigentlich nicht gefunden werden. Die Skulptur spiegelt aber auch das Verhältnis von Jockey und Pferd wider, ohne Zügel und Peitsche, als absolut vertraute Beziehung von Mensch und Pferd. Die Bedeutung der Pferderennen für Iffezheim, das ohne die Rennbahn nicht das wäre, was es heute ist, ist vielleicht größer als den meisten bewusst ist. Die Skulptur ist eine Hommage an den Sport und seinen Ort, an dem er ausgetragen wird. Gleichzeitig ist sie ein Stück zeitgemäßer Bildhauerei, die die kommunikative Wirkung dieser Kunst zum Ausdruck bringt. Wie auch seine anderen Werke soll Racing den Dialog oder auch die Diskussion zwischen den Menschen anregen. Ohne Jürgen Goertz wäre sicher nicht nur die Kunstwelt, sondern auch der eine oder andere öffentliche Raum um eine Diskussion ärmer.

Text: Nora Krämer, Foto: Jürgen Goertz

vor dem Barockschloss in Ansbach dazu, bevor eben im Jahr 2000 die besagte Riesenskulptur in Heidelberg ihren Platz einnahm. Und diese sollte nicht seine letzte Arbeit sein, die sich mit dem Thema Pferd



64 | Portrait

PRINCE of POLO

Text: JESSICA SADELER, Fotos: XENIA ERICHSEN / EQUISTYLE

Als jüngster Spieler in der Geschichte des Polos gewann er mit nur 15 Jahren die U.S. Open, heute steht er kurz davor, sein Lebenswerk mit einem 10-Goal Handicap zu krönen. Ganz nebenbei arbeitet er als Model und wird regelmäßig unter die Top 50 Bachelors gewählt. Nicolas Roldan ist das, was man ein Ausnahmetalent nennen würde und sein Leben scheint fast zu perfekt, um es in Worte zu fassen. Wir haben den Polostar in Florida besucht und das Phänomen Nic Roldan ein wenig näher beleuchtet.


Portrait | 65


66 | Portrait

„Viele Leute denken, beim Polo ginge es lediglich um Geld und Glamour. Polo ist ein faszinierender Sport und mir liegt es am Herzen, auch die Masse für das Spiel zu begeistern. Ob Polo jemals so groß werden kann wie Tennis oder Golf? Wer weiß. Das Potenzial dazu hat es auf jeden Fall.“ s gibt diese Menschen, die in allen Bereichen des Lebens gesegnet zu sein scheinen. Nicolas Roldan ist einer von ihnen. Der 32-jährige US-Amerikaner mit argentinischen und deutschen Wurzeln gehört mit einem Handicap von 9 zu den besten Polospielern der Welt – und das ist nur eine seiner unzähligen Qualitäten. In der New York Times wird Nic Roldan als „the sport’s most potent combination of athletic ability and good looks“ beschrieben, doch nicht nur durch sein unverschämt gutes Aussehen hat er über die Grenzen des Polosports hinaus Starstatus erlangt. Wie kein anderer verkörpert er den einmaligen Kontrast, der das Polo ausmacht: der spannende, gefährliche Sport wird erst durch den glamourösen Lifestyle, der ihn umgibt, komplett. Und Nic Roldan beherrscht diese Kombination im Schlaf. Bei unserem Besuch in seinem Zuhause in Florida begrüßt uns der charmante Polostar in einem unifarbenen T-Shirt und bunten Nike-Turnschuhen. In der Auffahrt steht ein Porsche, doch der weiße Cayenne ist auch schon der einzige Hinweis auf das extravagante Innenleben seines unauffälligen, beigebraunen Hauses. Dieses hat Nic erst kürzlich fertiggestellt, zusammen mit seiner deutschen Mutter, der Interiordesignerin Dagmar Roldan. Das Innere des Hauses beweist: nicht nur das Polospiel liegt Nic im Blut. „Nic hat einen

großartigen Geschmack und einen kreativen Kopf, es macht große Freude, mit ihm an seinen Projekten zu arbeiten“, beschreibt Nics Mutter sein Gespür für Design und Kunst. „Mit meiner Mutter zu arbeiten ist immer ein riesen Spaß“, fügt Nic hinzu, „weil wir für neue Ideen gerne über den Tellerrand blicken.“ Gemeinsam entwerfen die beiden komplett ausgestattete Farmen für Nics Firma Bedford Park International LLC. Das erste Projekt in Wellingtons prestigeträchtigem Grand Prix Village ist bereits fertig und wer Nic Roldan als Athleten kennt, weiß, dass er auch mit seiner Firma großen Erfolg haben wird. Dieser Mann macht keine halben Sachen und was er anfasst, scheint zu Gold zu werden. Geboren in Argentinien, wuchs Nic in Wellington, Florida auf, dem Zentrum des amerikanischen Polosports. Als Sohn des argentinischen Polo-Profis Raul Roldan, der unter dem Sultan von Brunei spielte, wurde ihm das Spiel in die Wiege gelegt. Er ist die dritte Generation von Polospielern in seiner Familie und obwohl er noch lange nicht am Ende seiner Karriere angekommen ist, ist ihm der Platz in den Geschichtsbüchern des Sports schon sicher. Bereits im zarten Alter von 15 Jahren gewinnt er 1998 als bisher jüngster Spieler die U.S. Open und befindet sich seitdem auf der Überholspur. 2009 steigt sein Handicap auf 9 und er ist nur noch einen Schritt davon entfernt, in den erlesenen Kreis der weltweit nur sechs 10-goal Polospieler aufgenommen zu werden.


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„Ich bin in Europa aufgewachsen, umringt von großartiger Architektur. Das war eine große Inspirationsquelle für mich. Ich integriere immer Kunst, Bücher und persönliche Gegenstände in meine Designs.“ Dagmar Roldan


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„Ich hatte schon immer eine Passion für die schönen Dinge im Leben. Meine Leidenschaft für das Polo und meine Ponys zeigt das genauso wie mein großes Interesse an Mode und Design.“


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„Wir lieben es, mit Metall und Beton zu arbeiten. Unsere Farben sind grau, braun und schwarz. Einfache Designs mit großer Wirkung und Individualität. Ein Mix aus alt und neu. Modern, aber gemütlich.“ Dagmar Roldan

Neben dem sportlichen Erfolg geht es auch mit Nics Karriere abseits des Polofeldes steil bergauf. Reist er gerade einmal nicht für seine Spiele nach Dubai, Australien oder Südafrika oder unterstützt Prinz Harry bei seiner Charity-Arbeit, so arbeitet er als Model für Piaget und Ralph Lauren’s Black Label und organisiert After-Polo-Parties in Aspen, dem amerikanischen Pendant zu St. Moritz. In einem Interview in der Daily Mail erklärte Nic einmal, warum sein Lebensstil gerade im Polo die beste Bühne gefunden hat: „Die Besitzer (der Clubs, Anm. d. Red.) investieren in den Sport, weil sie das Polo und die Pferde lieben, aber sie lieben auch, was das Polo mit sich bringt – die Dinner- und Cocktailparties. Als Athlet musst du also sehr kon-

taktfreudig sein. Ich liebe es. Es ist mir schon immer leicht gefallen.“ Auch das Posieren fällt Nic auffällig leicht. Lässig lächelt er in die Kameras, jedes Foto sitzt und er schafft es gleichzeitig noch, uns aus seinem filmreifen Leben zu erzählen, ohne überheblich zu wirken. Nic Roldan ist ein Profi, auf dem Polofeld und vor den Kameras, immerhin zierte er schon unzählige Titelblätter internationaler Magazine, von GQ bis Vanity Fair. Von dieser wurde er 2009 unter die 10 heißesten Männer des Reitsports gewählt und die Harpers Bazaar nahm ihn gerade erst in ihre Liste der „Top 50 Bachelors of 2015“ auf, denn obwohl er sich für die Zukunft eine Ehe wie die seiner Eltern wünscht – „sie gehen immer noch Hand in Hand“ –


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1 | Das gemeinsame Trinken von Mate ist ein fester Bestandteil argentinischer Polotradition und wird im Stall Roldan ebenso zelebriert wie schon bei seinen Vorfahren. Vielleich liegt darin ja das Geheimnis seines Erfolges auf und abseits des Polofeldes?

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2 | Trotz ihres stolzen Alters von 18 Jahren ist „Me“ immer noch Nics bestes Pony im Stall. Die Stute ist seit zehn Jahren an seiner Seite und ebenso Profi vor der Kamera wie ihr Besitzer. 3 | Ein argentinischer Gaucho wie aus dem Bilderbuch mitten in Florida. Nics Polostall beweist, dass er trotz seines glamourösen Lifestyles seinen Wurzeln treu geblieben ist.

ging der Polostar in der Vergangenheit eher ungern feste Bindungen ein: „Mit Beziehungen hab ich’s nicht so“, sagte er einmal in einem Interview „und ich möchte auch niemanden daten, der im Polosport involviert ist“. Über sein aktuelles Liebesleben verrät Nic bei unserem Treffen nichts. Doch wie es der Zufall will, ertappen wir ihn einige Tage später auf dem Winter Equestrian Festival beim Anfeuern von Spring-Schönheit Jessica Springsteen und sowohl auf seinen als auch auf ihren Social Media Profilen sprechen alle Zeichen dafür, dass sich in dem Polo-Beau und der Tochter von „The Boss“ das wohl schönste Paar des Jahres gefunden hat. Nics Leben scheint wie das Drehbuch eines Hollywoodfilms und auch die Starqualitäten, um die Rolle zu besetzen, bringt der braungebrannte Sunnyboy mit. Doch abseits seines glamourö-

sen Lifestyles ist Nic immer noch ein Pferdemensch, und seine Polo-Ponys gehen ihm über alles. Nach dem Shooting in seinem Haus nimmt er uns mit in seinen Polostall, zeigt uns seine beste Stute und erzählt uns bei einer Tasse Mate zu jedem seiner Ponys eine kleine Anekdote. Das Polo und die Pferde sind sein Leben und er freue sich darüber, dass der Sport wächst und immer mehr den Status als Sport nur für die „Schönen und Reichen“ verliert. „Polo erobert Unternehmen, Lifestyle-Marken und Fernsehsender. Es ist ein faszinierender Sport. Er ist spannend, schnell und wunderschön anzuschauen.“ Ob er sich jemals vom Polosport trennen können wird, fragen wir ihn zum Schluss. „Irgendwann schon. Man kann es ja nicht für immer machen.“ Gottseidank hat Nic Roldan noch viele andere Talente und wird so schnell nicht von der Bildfläche verschwinden.


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Text: JESSICA SADELER, Fotos: XENIA ERICHSEN / EQUISTYLE

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A Riding Legend Sein Vater war einer der erfolgreichsten Springreiter in der Geschichte des Reitsports. Das Erbe, das Rodrigo Pessoa vor mehr als zwei Jahrzehnten antrat, hätte schwieriger nicht sein können. Doch er trotzte dem Druck und schaffte es selbst bis ganz an die Spitze. Auf seiner Farm in Florida trafen wir die brasilianische Reitsportlegende zu einem Gespräch über die Geheimnisse seines Erfolges.

Nach 27 Jahren im Springsport gehört Rodrigo Pessoa eigentlich schon zum alten Eisen. Bei seinen ersten Olympischen Spielen 1992 in Barcelona war ich gerade mal ein Jahr alt und seine größten Erfolge feierte er zu einer Zeit, in der ich noch lange nichts von unserem Treffen in Florida ahnte, geschweige denn seinen Namen kannte: Einzel-Gold bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, Mannschafts-Bronze bei Olympia 1996 in Atlanta und 2000 in Sydney, Einzel-Gold bei den Weltreiterspielen 1998 in Rom als jüngster Gewinner in der Geschichte des Championats – und das ist nur die Spitze seines Lebenswerks, an dem er 1988 als 16-jähriger mit seinem ersten internationalen Turnier zu schreiben begann. Jetzt sitze ich dem brasilianischen Springstar auf der Veranda seiner Sasco Creek Farm in Wellington gegenüber und mir wird bewusst, dass dieser Mann, wie schon sein Vater Nelson Pessoa, eine Legende ist, auch wenn er seine Karriere längst noch nicht beendet hat. Obwohl sein Debut im internationalen Springsport schon knapp drei Jahrzehnte zurückliegt, ist dem etwas schüchternen Wahl-Belgier keine Müdigkeit anzumerken. Noch immer reist er von Turnier zu Turnier, trainiert junge Pferde und mischt bei großen Prüfungen ganz oben mit – von Erschöpfung also keine Spur. Ob sich seine Prioritäten geändert hätten gegenüber denen vor zehn Jahren, frage ich ihn mit Blick auf sein Alter – er wird dieses Jahr 43. „Ja, das auf jeden Fall. Ich nehme nicht mehr an ganz so vielen Wettbewerben teil und habe nicht mehr so viele Pferde wie früher. Ich habe jetzt eine Familie, also hat sich der Fokus natürlich geändert. Sobald ich aber auf dem Pferd sitze und im Parcours bin, gebe ich immer noch mein Bestes, das wird sich nie ändern.“ Rodrigo Pessoa ist ein ehrgeiziger Mann, wie wahrscheinlich jeder Reiter, der so professionell im Sport unterwegs ist wie er. Doch seine Biografie zeigt, dass er besonders hartnäckig an seinem Erfolg gearbeitet hat und schon in jungen Jahren auf das Ziel, es so wie sein Vater bis nach ganz oben zu schaffen, fixiert war. Alkohol, Zigaretten, Parties – für Pes-

soa selbst als Teenager uninteressant, er passte seinen Lebensstil seinen wesentlich älteren Mitstreitern an und blieb immer fokussiert. Früh wurde er dafür belohnt und von Erfolg verwöhnt. Doch mit den Jahren lernte er auch, mit Niederlagen und Enttäuschungen umzugehen, eine unerlässliche Tugend in einem so kompetitiven Sport wie dem Springreiten. „Niederlagen sind Teil unseres Jobs. Als Reiter hat man gute und schlechte Tage und die schlechten überwiegen meistens. Das Wichtigste ist, aus seinen Fehlern zu lernen und lieber jeden Tag einen neuen zu begehen, als immer wieder denselben. Enttäuschungen machen dich nur stärker und der Sieg danach schmeckt umso besser, weil du durch diese schwierigen Situationen gegangen bist“.

„Alle meine Pferde sprechen eine andere Sprache und sie alle haben jeden Tag etwas Neues zu erzählen. Ihnen so gut es geht zuzuhören, das macht in meinen Augen einen guten Reiter aus.“ Schwierige Momente gab es genug in Pessoas Leben, etwa Olympia 2008, als er wegen des Verdachts auf Doping disqualifiziert wurde. Doch was er über seine Art, mit eben solchen Niederlagen umzugehen, sagt, klingt überzeugend. Während unseres Gesprächs wirkt er auf mich sehr gelassen: Dieser Mann bereut nichts, weiß um sein Können und seine Erfolge und blickt realistisch in die Zukunft. Er steht mit beiden Beinen fest im Leben, wirkt in sich zufrieden. Ist das auch kurz vor einer wichtigen Prüfung so? „Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast, gibt es keinen Grund nervös zu sein. Wenn es an der Zeit ist, in den Parcours zu reiten, solltest du bereit sein und wenn du es bist, wirst du unter normalen Umständen eine gute Leistung zeigen. In der Prüfung selbst gibt es nicht mehr viel, was du tun kannst, also bin ich gelassen und verlasse mich auf meine gute Vorbereitung.“


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Nein, Nervosität ist das Letzte, was ich von Rodrigo Pessoa erwarten würde, dafür ist er zu erfahren und schon viel zu lange dabei. Vielleicht ist es aber auch sein besonderes Händchen bei der Wahl seiner Pferde, das ihn in der Nacht vor einem großen Turnier besser schlafen lässt. Special Envoy, Rufus, Baloubet du Roue, Lianos Z – sie alle waren Außnahmepferde und trugen Pessoa in den wichtigsten Momenten seiner Karriere zum Erfolg. Ohne ein Pferd, das den Sieg genauso unbedingt will wie sein Reiter, schafft man den finalen Schritt nach ganz oben nicht, davon ist Pessoa überzeugt. Doch wie findet man solch ein Pferd? Intelligenz sei das wichtigste, denn sie bestimme, wie vorsichtig das Pferd im Parcours ist und wie sehr auch das Pferd fehlerfrei durchkommen will. „Das ist das faszinierende an unserem Sport. Ein Pferd ist kein Auto, kein Boot, kein Tennisschläger. Es ist ein Lebewesen und als Reiter muss man lernen, seine Eigenarten zu verstehen. Alle meine Pferde sprechen eine andere Sprache und sie alle haben jeden Tag etwas Neues zu erzählen. Ihnen so gut es geht zuzuhören, das macht in meinen Augen einen guten Reiter aus.“ Im Moment gibt es mehrere Pferde in Pessoas Stall, die sich vielversprechend entwickeln. Seine zwei Erfolgsgaranten für schwere Prüfungen sind die zehnjährige Schimmelstute Tinkerbell und der elfjährige Hannoveranerhengst Status. Vor allem Tinkerbell mache große Fortschritte, von ihr werde man im Sommer sicherlich tolle Leistungen sehen, sagt er mit Hinblick auf die Saison.

„…egal was ich ausprobiert habe, nichts hat so viel Spaß gemacht, wie das Reiten.“ Rodrigo Pessoa ist ein Pferdemensch durch und durch – wie könnte es auch anders sein, wurde er doch als Sohn der Springlegende Nelson Pessoa praktisch in den Sport hineingeboren. Mich interessiert, ob es eigentlich von Anfang klar war, dass er den gleichen Kar-

riereweg wie sein Vater einschlagen würde. „Nein, überhaupt nicht“, antwortet er bestimmt. Er habe als Kind viele Sportarten ausprobiert – Fußball, Tennis, Judo – und wäre nie völlig auf das Reiten fixiert gewesen. „Doch egal was ich ausprobiert habe, nichts hat so viel Spaß gemacht wie das Reiten.“ Sein Vater habe ihn nie in den Sport gedrängt und es sei auch nie eine Verpflichtung für ihn gewesen, in seine Fußstapfen zu treten. Als er es dann doch tat, waren die Erwartungen entsprechend groß. „Ich wusste, dass der Vergleich mit meinem Vater immer ein Faktor in meinem Job sein würde. Aber ab dem Zeitpunkt, an dem ich mich dazu entschied, Profi zu werden, war ich bereit, mich allen Schwierigkeiten zu stellen, die diese Berufswahl mit sich bringt.“ Und auch wenn Außenstehenden wie mir das Erbe seines Vaters vielleicht wie eine große Bürde erscheint, war es für Pessoa doch goldwert. Von niemandem sonst lernte er mehr über das Springreiten und die Arbeit mit Pferden als von seinem Vater und von Beginn seiner Karriere an erfuhr er von ihm die größtmögliche Unterstützung.

Stolz verrät Rodrigo, dass er und Alexa ein zweites Kind erwarten Die Familie spielte in Rodrigo Pessoas Leben schon immer eine große Rolle. Erst in Form seines Vaters, heute mit seiner Frau Alexa und ihrer gemeinsamen vierjährigen Tochter Sophia. Zu seiner zehnjährigen Tochter Cecilia aus seiner ersten Ehe mit der Springreiterin Kerry Potter hat er regelmäßig Kontakt. Stolz verrät er mir am Ende unseres Treffens, dass er und Alexa ein zweites Kind erwarten, das im September auf die Welt kommen soll. Es läuft also rund für Rodrigo Pessoa, sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Leben. Sollte er jemals Angst gehabt haben, im Schatten seines Vaters leben zu müssen, wäre diese unbegründet gewesen, denn den Status einer Legende hat auch er bereits sicher.


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The

incredible

WELLY WORLD

Auf der Landkarte ist Wellington nicht mehr als ein kleines Fleckchen Erde im US-Bundesstaat Florida, im Schatten der Metropole Miami und des High Society Ortes Palm Beach. Wer nicht gerade in nächster Umgebung wohnt, wird wahrscheinlich nicht einmal wissen, dass es außer Neuseelands Hauptstadt noch ein weiteres bedeutendes Wellington gibt. Fragt man jedoch Menschen aus der Reitsportszene nach dem 60.000 Seelen-Örtchen, fangen deren Augen an zu leuchten: Sie wissen ganz genau, was Wellington ist und warum es auch das Disneyland der Reiter genannt wird.

Aus Reiterperspektive ist Wellington mit keinem Ort der Welt zu vergleichen. Rund 15 Kilometer von West Palm Beach erstreckt sich das mit 3200 Hektar größte Pferdesportareal der Welt, das jedem, ob pferdesportbegeistert oder nicht, die Sprache verschlägt. Passiert man das Ortsschild, das mit kleinen Symbolen bereits auf die Hauptdarsteller des Spektakels hinweist, eröffnet sich einem eine märchenhafte Welt, die sich Hollywood nicht hätte besser ausdenken können: Eine traumhafte Farm reiht sich an die andere, Sandwege nur für Pferde schlängeln sich durch den Ort und das Fortbewe-

Text: Jessica Sadeler, Bild: Equistyle

Eine Stadt nur für Reiter und ihre Pferde – was wie ein Mädchentraum klingt, ist in den USA Realität. In „Welly World“ ticken die Uhren im Rhythmus des Reitsports, ein geniales Konzept, das den Ort zu einer Institution in der Reitsportszene gemacht hat. Weltweit unerreicht ist Wellington eine Traumwelt, die eigentlich zu schön ist, um wahr zu sein.



gungsmittel der Wahl hat entweder vier Beine oder ist ein Golfcart. Meterhohe Palmen säumen die Straßen und gemeinsam mit dem tropischen Klima und der immer strahlenden Sonne Floridas vervollständigen sie das Bild eines paradiesischen Schlaraffenlandes. Um Welly World, wie der Ort liebevoll genannt wird, zu begreifen, muss man es mit eigenen Augen gesehen haben. An zwölf Wochen im Jahr findet in Wellington das Winter Equestrian Festival (WEF) statt, das größte und längste Reitturnier der Welt, durch das Wellington zum Mekka des amerikanischen und auch des internationalen Reitsports wurde. Wer in der Reitsportszene etwas auf sich hält, besitzt eine Farm in Wellington und schlägt dort über die Wintermonate seine Zelte auf. Rodrigo Pessoa, Athina Onassis, Doda de Miranda, Meredith Michaels-Beerbaum – sie alle sind Stammgäste des WEFs und verbringen die kalten Winter ihrer Heimat im sonnenverwöhnten Wellington. Mit ihnen kommen ihre Pferde. Rund 3000 nehmen jährlich an den Wettbewerben teil, wie

viele in den etlichen Farmen im Umkreis des Turniergeländes leben, liegt im Dunkeln, Schätzungen gehen in den Zehntausender-Bereich. Als eine der weltweit größten Polostätten versammelt sich in Wellington außerdem von Januar bis April die Elite des Polosports. Jeden Sonntag pilgert die Welly World Community zum International Polo Club (IPC) und gönnt sich bei einem Gläschen Champagner die spannendsten Polopartien des Landes. Wer die besten Polospieler der Welt von Adolfo Cambiaso bis hin zu Facundo Pieres in atemberaubender Atmosphäre live erleben möchte, ist im IPC genau richtig, denn allein die Kulisse aus Palmen, strahlend blauem Himmel und einem ausgelassenen Publikum spricht alle Sprachen. Der Vergleich von Wellington mit Disneyland liegt nahe: Was in dem Vergnügungspark Achterbahn und Co. sind, sind in Wellington die täglich stattfindenden Prüfungen im 200 Hektar großen Palm Beach International Equestrian Center. Auf 22 Reitplätzen messen sich Junioren bis Senioren, Amateure bis Profis und als Zuschauer fällt es

Text: Jessica Sadeler, Bild: Lexy Hall

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einem schwer, aus den vielen gleichzeitig stattfindenden Wettbewerben den spannendsten auszuwählen. So wie auch im Disneyland reiht sich auf dem WEF eine Verkaufsbude an die andere. Zwischen Zuckerwatte, Popcorn und Eiscreme präsentieren Reitsportlabels von Ariat über Allessandro Albansese bis hin zu Hermès ihre Kollektionen den kauffreudigen Gästen des Festivals. Denn Geld, das haben Teilnehmer wie Besucher hier im Überfluss. Im VIP-Bereich des WEF, dem „International Club“, tummelt sich die High Society der Reitsportwelt und besonders an Grand Prix-Tagen trifft man hier alles, was in der Szene Rang und Namen hat. Überhaupt geht es beim WEF und den zahlreichen weiteren reitsportlichen Veranstaltungen in Wellington wie so oft nicht nur ums Vergnügen, sondern auch ums Geschäft. Durch millionenschwere Namen wie Athina Onassis, Georgina Bloomberg und Jessica Springsteen, die allesamt ihr Winterquartier in Wellington aufschlagen, gehört der Ort in den ersten drei Monaten des Jahres wohl zu den reichsten Gemein-

den der USA. Für die Tourismusbranche Wellingtons ist das WEF ein Segen, allein in der Saison 2014 wurden über 137.000 Hotelnächte gebucht. Die Buchungsrate der Hotels in der Gemeinde erreichte im Januar diesen Jahres 81.9 Prozent und viele der Hoteliers in der Umgebung denken über einen Ausbau ihrer Kapazitäten nach. Dabei besitzen die meisten Gäste ohnehin eigene Immobilien, rund 40 Prozent waren es im vergangenen Jahr. Insgesamt spielte das Festival im Jahr 2014 eine geschätzte Summe von 102.9 Millionen Dollar in die Kassen der Gemeinde ein. „Das WEF hat eine immense wirtschaftliche Kraft“, bestätigt auch George Linley, Executive Director der Palm Beach County Sports Commission. Eine wirtschaftliche Kraft, die so schnell nicht versiegen wird, denn obwohl in immer mehr Städten der Welt internationale Reitturniere ausgetragen werden, bleibt das WEF in seiner Größe und seiner Anziehungskraft unerreicht. Wie der Spitzname Welly World schon sagt, ist Wellington eine Welt ohnegleichen für sich, der Traum eines jeden Reiters, ein Millionengeschäft und nicht zuletzt wahrhaftig das Disneyland des Reitsports.


Text: JESSICA SADELER, Fotos: XENIA ERICHSEN / EQUISTYLE

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BELLISSIMO


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Der Name ist Programm bei Nicole Bellissimo – die hübsche US-Amerikanerin ist eine der aufstrebendsten jungen Springreiterinnen des Landes und auf dem besten Weg, den Sprung auf die internationale Bühne zu schaffen. Und auch die Farm der Familie macht dem Namen alle Ehre – so schön wie die Pferde der Bellissimos wohnen keine anderen. Wir haben das Nachwuchstalent zu einem exklusiven Interview in Florida getroffen.


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icole Bellissimos Geschichte klingt wie der Traum eines jeden Mädchens. Als zweijährige sitzt sie zum ersten Mal auf einem Pferd, elf Jahre später steht der Reitsport im Zentrum ihrer Familie, mit Vater Mark Bellissimo als eine der wichtigsten Persönlichkeiten der amerikanischen Reitsportszene. Talentierte Pferde, ein Stall wie aus einem Bilderbuch, perfekte Trainingsbedingungen – Vater Mark unterstützt seine Tochter, wo er nur kann! Doch die 21-jährige ist alles andere als eine verwöhnte Prinzessin: Ehrgeizig arbeitet sie an ihrem Traum, professionelle Springreiterin zu werden und studiert ganz nebenbei noch auf der Eliteuniversität Harvard. Bei unserem Besuch auf ihrer Farm lernen wir die aufstr ebende Springreiterin als eine bescheidene junge Frau kennen, die mit allen erdenklichen Möglichkeiten und dem notwendigen Talent gesegnet ist, es bis ganz nach oben zu schaffen.

Wann hast Du angefangen zu reiten? Zum ersten Mal auf einem Pferd saß ich mit zwei Jahren in einem Stall in der Nähe unseres Sommerhauses in New Hampshire. Als ich vor etwa elf Jahren ernsthaft in den Sport einstieg, entschieden meine Eltern von Massachusetts nach Wellington zu ziehen, sodass unsere ganze Familie während der Winterveranstaltungen zusammen sein kann.


Portrait | 83 „Mir gefallen Pferde, die leicht und wendig sind, schnell abfußen und hoch im Blut stehen. Heutzutage sind die Stangen so leicht, die Parcours so technisch und die erlaubte Zeit meist knapp. Deshalb halte ich ein Pferd, das von Natur aus schnell und leicht ist, bei anspruchsvollen Prüfungen für besser geeignet.“

Was war der bisher größte Schritt in Deiner Karriere? Als ich vor dreieinhalb Jahren begann, mit Candice King zu trainieren und wir anfingen, in junge Pferde zu investieren. Wann hast Du bemerkt, dass das Reiten mehr als nur ein Hobby für Dich ist? Nach meinem High-School Abschluss entschied ich mich dazu, mit dem College ein Jahr zu warten, um mich komplett auf den Sport konzentrieren zu können. Während dieser Zeit realisierte ich, dass ich den Sport in Zukunft professionell betreiben möchte. Was waren Deine bisher größten Erfolge? Meine größten Erfolge feierte ich alle mit meiner Stute VDL Bellefleur. Dazu gehören der Sieg im CSI3* 1.50m Welcome Grand Prix vergangenes Jahr in Quebec und der zweite Platz im Artisan Farms U25 Grand Prix dieses Jahr in Wellington. Was sind Deine Ziele für den Rest der Saison und für die Zukunft? Mein Ziel für das Winter Equestrian Festival 2015 war es, mit VDL Bellefleur erfolgreich an der Artisan Farms U25 Grand Prix Serie teilzunehmen. Ich könnte nicht glücklicher über ihre Leistung sein. Für die Zukunft hoffe ich, die USA bei internationalen Wettbewerben vertreten zu dürfen und so weit wie möglich im Sport zu kommen. Hast Du eine besondere Verbindung zu einem Deiner Pferde? Meine Stute VDL Bellefleur ist ein besonderes Pferd für mich. Zwischen uns hat sofort das Klima gestimmt und sie hat mich noch nie enttäuscht. Früher war ich eine eher ängstliche Reiterin. Sie hat mir den Mut gegeben, jedes andere Pferd besser zu reiten. Außerdem ist sie eine ziemliche Persönlichkeit!


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„Geduld ist das Wichtigste in der Arbeit mit Pferden. Es braucht viel Zeit um herauszufinden, auf welche Art man am besten miteinander kommunizieren kann. Sobald man die Geduld verliert, hat man auch jede Chance auf Kommunikation verloren.“


Portrait | 85 Welche Beziehung hast Du zu Deiner Trainerin Candice King? Mit Candice arbeite ich seit über drei Jahren zusammen. Ich schätze mich sehr glücklich, mit so einer außergewöhnlichen Reiterin trainieren zu können. Wir haben eine sehr enge Beziehung und sie ist mittlerweile ein Teil der Familie. Ich war schon immer sehr streng mit mir selbst und sie weiß genau, wie weit sie mich pushen kann, ohne mich zu entmutigen. Wie bereitest Du Dich gedanklich auf einen Wettbewerb vor? Ich neige dazu, mich selbst extrem unter Druck zu setzen. In der Nacht vor einem wichtigen Turnier schaue ich mir deshalb immer meine besten Runden an und versuche, positiv zu bleiben. Wohin treibt es Dich im Sommer, nach dem Winter Equestrian Festival? Nach dem WEF bringen wir alle unsere Pferde auf unsere Farm in North Carolina. Wir haben uns noch nicht auf einen Turnierplan für den Sommer festgelegt. Entweder bleiben wir in den USA oder wir reisen zum ersten Mal zu Wettbewerben in Europa. Neben Deiner Karriere als Springreiterin studierst Du Geschichte in Harvard. Wie bewältigst Du Deinen stressigen Terminkalender? Mittwochs nach der Uni fliege ich nach Florida, Sonntagnacht oder Montags in der Früh geht es zurück. Ich bin unfassbar dankbar, ein wunderbares Team um mich herum zu haben, das mir dies ermöglicht. Während ich in der Uni bin, muss ich mir keine Gedanken um das Wohl meiner Pferde machen. Ich weiß, dass sie in besten Händen sind.

Ist es manchmal schwierig für Dich, so viel unterwegs zu sein? Was sagen Deine Freunde über Deinen besonderen Lebensstil? Obwohl es körperlich sehr anstrengend ist, würde ich meine Situation für nichts in der Welt ändern wollen. Auf diese Art kann ich meiner größten Leidenschaft nachkommen. Meine Freunde finden meinen Terminplan natürlich ziemlich verrückt, aber sie wissen alle, wie wichtig mir das Reiten und meine Pferde sind, also haben sie Verständnis. Dein Vater ist CEO des WEFs und plant ein ähnliches Konzept in North Carolina. Bevor Du ernsthaft in den Sport eingestiegen bist, hatte er nichts mit dem Sport zu tun. Erst als wir nach Florida gezogen sind, kam mein Vater mit der Reitsportszene im geschäftlichen Sinne in Kontakt. Es ist wirklich erstaunlich, dass er heute so stark in den Reitsport involviert ist, für den seine Frau und seine Töchter so viel Leidenschaft aufbringen. Er hatte einen immensen Einfluss auf meine Karriere, abgesehen von seinem starken Engagement in der Branche. Als erfolgreicher Sportler zu seiner Schulzeit hat er mir sehr mit dem kompetitiven Aspekt im Leistungssport geholfen. Dein Freund Charlie Jayne ist selbst ein erfolgreicher Springreiter. Macht das eure Beziehung einfacher? Es ist sicher von Vorteil, dass wir beide in den Reitsport involviert sind. Wir können die Probleme des anderen nachvollziehen und haben Verständnis. Charlie ist eine unglaublich große Unterstützung und weiß genau, wie er mich positiv stimmen kann, auch wenn ich nervös bin.

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THE HONG KONG JOCKEY CLUB Fotos: Valentin Mühl

Text: NORA KRÄMER, Fotos: VALENTIN MÜHL

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FC Bayern, Real Madrid, FC Barcelona. Diese Clubs kommen wohl den Meisten auf die Frage nach dem umsatzstärksten Sportclub der Welt in den Sinn. Tatsächlich schreiben Fußballclubs Umsätze in Millionenhöhe und werden gut und gerne als die Garanten für Rekordumsätze im Sport angesehen. Bei den Umsätzen des Hong Kong Jockey Clubs hingegen würde selbst Christiano Ronaldo jeder Ball verspringen: Rund zehn Milliarden Euro erwirtschaftet dieser jährlich und das nicht einmal durch ausgefuchste Sponsorenverträge, sondern ganz simpel durch Wetten.


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Denn die Begeisterung der Chinesen für den Galoppsport ist außergewöhnlich groß. Das beweist eine Einrichtung, die extra nur für diesen Sport gegründet wurde. In Hong Kong liegt das Zuhause des Hong Kong Jockey Clubs, einer der reichsten Clubs der Welt. Gegründet wurde dieser, eine der ältesten Einrichtungen Hong Kongs, bereits 1884, um den Rennsport im Land zu fördern. Dieses ambitionierte Vorhaben ist dem Club ohne Zweifel gelungen, denn fast jeder Hong Kong-Chinese liebt diesen Sport. An nahezu jeder Ecke gibt es Wettbüros, es gehört einfach zum Stadtbild.

in einem sehr beliebten Wohnviertel. Jeden Mittwoch versammeln sich tausende Hong Kong-Chinesen in Happy Valley, um zum Rennen zu gehen. Kaum eine deutsche Rennbahn erreicht einmal im Jahr zum Großen Preis die enormen Besucherzahlen, die sich hier wöchentlich einfinden. Wohin man blickt, überall sieht man schwarze Schöpfe, die sich um die Rennbahn und die Wettschalter scharen. Man kann es als Besucher kaum fassen, wie viele Menschen jede Woche die Bahn bevölkern. Pferdewetten gehört in Hong Kong zum guten Ton und zu jeder Gesellschaftsschicht. Auf den Tribünen drängen sich die Menschen, selbst auf der Fläche zwischen den Sitzplätzen und der Absperrung zur grünen Rennbahn kann es schwer werden, noch einen guten Platz zu bekommen. Toll, wenn man so viel Glück hat wie wir, in eine der VIP-Boxen eingeladen zu werden und die Rennen vom Balkon aus verfolgen zu dürfen.

Man muss aber nicht Reiter oder gar Jockey sein, um der Liebe zum Rennsport in Hong Kong zu verfallen. Ein Wettschein ist schon genug. Hong Kong verfügt durch seinen Jockey Club über zwei Rennbahnen, eine davon befindet sich sogar mitten in der Stadt

Auch die VIP-Boxen sind jeden Mittwoch voll belegt. In der unsrigen finden bis zu zwanzig Personen bequem Platz, es wird Champagner und feinstes chinesisches Essen gereicht. Anders als bei uns wird hier erwartet, besonders viel zu essen. Wer bei einer chinesischen

er nicht selbst schon einmal seinen Favoriten auf der Rennbahn in Happy Valley angefeuert hat, kann sich eigentlich kaum vorstellen, welche Begeisterung der Rennsport bei den Chinesen auslöst.


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„Jeden Mittwoch versammeln sich tausende Hong Kong-Chinesen in Happy Valley, um zum Rennen zu gehen. Kaum eine deutsche Rennbahn erreicht einmal im Jahr zum Großen Preis die enormen Besucherzahlen, die sich hier wöchentlich einfinden.“

Einladung zugreift, zeigt, dass es schmeckt und ist so besonders höflich. So lässt sich das Ganze doch sehr gut aushalten und das Wetten macht gleich doppelt Freude. Denn jede der Boxen hat einen Balkon, von dem aus man einen direkten Blick auf Schrittring, Start und Zielgerade hat. So können die VIPs die Rennpferde vor jedem Start ganz bequem in Augenschein nehmen, um dann auf dem Gang hinter der Box den Wettschein ohne Wartezeit und Gedränge abgeben zu können, was auch wir mit großer Leidenschaft tun. Wann hat man schon mal Gelegenheit, so einfach sein Geld los zu werden? Noch besser, wenn man mit seinem Tipp richtig liegt und seinen Einsatz verzehnfacht! Allerdings nur, um die vorangegangen Verluste auszugleichen. In Sha Tin, etwas außerhalb der City liegt die zweite Rennbahn, auf der auch, im Gegensatz zu Happy Valley, Pferde untergebracht und trainiert werden. Zwar ist China ein großes Land, aber der Platz in und um Hong Kong ist dennoch begrenzt. Darum haben sich die rennverliebten Asiaten etwas sehr Praktisches einfallen lassen, um den Hunger nach Galoppnachwuchs zu stillen: die Pferde wohnen


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„Pferderennen sind in Hong Kong ein gesellschaftliches Ereignis. Deshalb wird das Geld auf die Rennbahn getragen, teilweise sogar in Tüten“, so der Geschäftsführer Engelbrecht-Bresges

in mehreren Geschossen. Wie in einem Autoparkhaus sind die Stockwerke des Stalls mit Rampen verbunden. Den Pferden macht es nicht aus, aus dem ersten oder zweiten Stock einen Blick auf das Grün der Rennbahn zu haben, nur für uns westliche Besucher bietet das einen gewöhnungsbedürftigen Anblick. Um selbst Mitglied im Jockey Club zu werden, ist es nicht unabdingbar, selbst in den Sattel zu steigen. Das nötige Kleingeld ist völlig ausreichend, um das umfangreiche und elegante Angebot des Clubs zu nutzen. Eine volle Mitgliedschaft ist mit einer Aufnahmegebühr von 400.000 HK$, was ca. 45.000€ entspricht, und einem

monatlichen Beitrag von 2000 HK$ zu erwerben. Denn es geht in diesem Club nicht nur ums Rennreiten. Ein volles Mitglied des HKJC darf zwar auch selbst ein Rennpferd besitzen und dort trainieren lassen, die VIP-Boxen an den Rennbahnen nutzen, dort Gäste empfangen, aber auch alle Annehmlichkeiten des Clubs in Anspruch nehmen, die die Clubhäuser bieten. Die Häuser in Happy Vally, Sha Tin, Beas River und Peking verfügen über luxuriöse Spabereiche, Swimmingpools, Golfplätze, Boutiquen und Restaurants. Das wohl schönste Clubhaus steht allerdings auf dem Gelände des Beas River Country Clubs. Britischer Colonialstil trifft hier auf chine-


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In Hong Kong ein Pferd zu besitzen und Reiten zu lernen ist eines der neusten und immer beliebter werdenden Statussymbole der Schönen und Reichen.

sischen Urwald, der hier in Hong Kong auf so harmonische Weise mit der chinesischen Kultur verschmilzt. Dem Clubhaus angeschlossen ist nicht nur ein Reitstall, in dem gut betuchte Chinesen und zugewanderte Westliche ihre Pferde untergebracht haben, sondern auch ein wunderschöner Golfplatz, der mit seinen Grüns jeden auch nur halbwegs engagierten Spieler lockt, sein Bag zu packen und den Schläger zu schwingen. Im Jahr 2008 fanden hier die Olympischen Spiele statt, bei denen der Vielseitigkeitskurs über eben diesen Golfplatz führte. Heute sieht man dem Rasen die Strapazen nicht mehr an, nur noch das eine oder andere Hindernis, das zur Dekoration noch steht, erinnert an die olympische Vergangenheit der satten Rasenflächen. Diese hat dem Countryclub auch einen Stall vom Feinsten beschert. Reithallen und Plätze sind auf dem neuesten Stand, es gibt alle Möglichkeiten, die man auch hierzulande von einem hervorragenden Stall erwartet. Führmaschine, Koppeln für die Pferde, was im dicht bebauten Hong Kong echter Luxus ist, und natürlich einen Shop für das Equipment von Reiter und Pferd. Auch die Ausbildung der Pferde wird in Beas River bestens organisiert und übernimmt eine Vorbildrolle. Die leitenden Reitlehrer kommen aus Deutschland oder England und stellen sicher, dass die chinesischen Grooms fachmännisch ihrer Arbeit nachkommen und auf dem neuesten Wissensstand sind, was den Umgang mit den geliebten Vierbeinern angeht.

Die Ausbildung der Pferde stellt eine andere Herausforderung für die deutschen Pferdewirte dar als die unserer Reitpferde. In Hong Kong haben sich die Warmblüter noch nicht ganz durchgesetzt. Hier reiten die meisten der stolzen Besitzer auf ehemaligen Rennpferden, die zu Reitpferden „umgeschult“ werden. In Hong Kong ein Pferd zu besitzen und Reiten zu lernen, ist eines der neusten und immer beliebter werdenden Statussymbole der Schönen und Reichen. So werden mittlerweile auch regelmäßig Dressur- und Springturniere abgehalten, bei denen sich die pferdenärrischen Clubmitglieder beweisen können oder ihre Pferde von den Reitlehrern vorstellen lassen. Aber auch außerhalb der Clubhausanlagen baut der HKJC Reitställe, in denen auch Kinder von Nichtmitgliedern das Reiten auf extra aus Deutschland importierten Ponys lernen können. Hier wird der Unterricht in Gruppen erteilt und die Leitung der Ställe ebenfalls von Pferdewirtschaftsmeistern aus Deutschland übernommen. Die Liebe zum Galoppsport entwickelt sich also dank dem Club zu einer Pferdevernarrtheit. Die Chinesen wollen nicht mehr nur zuschauen, sondern selbst in den Sattel steigen, auch wenn es der Dressur- oder Springsattel ist. Dem Ansehen der Jockeys, das ohnehin schon dem von Superstars ähnelt, kann das nur zuträglich sein. Denn dass Reiten nicht so einfach ist, erfahren jetzt immer mehr Hong Kong-Chinesen. Engagierter kann man den Reitsport eigentlich nicht voranbringen.



96 | Event

GLOCK PERFECTION Mit dem GLOCK HORSE PERFORMANCE CENTER in Österreich und den Niederlanden platzierten sich Gaston und Kathrin Glock im Zentrum der internationalen Reitsportszene – mit den Events, die sie dort veranstalten, machen sie sich selbst zur Legende. Obwohl Diskretion im Hause Glock oberste Priorität hat, gewährten der Großindustrielle und seine Frau Equistyle dennoch einen exklusiven Einblick in das erste von drei Mega-Events im GHPC Austria.

Der sportliche Teil des diesjährigen Season Opening allein konnte mit internationalen Großveranstaltungen mithalten: Rund 100 Reiter aus 18 Nationen waren mit mehr als 200 Pferden angereist, um bei den CSI 3*, CSI 1* und CSIYH1* Prüfungen des „International Show Jumpings“ im GHPC anzutreten. Nicht weniger als vier Olympiasieger, darunter die aktuelle Nummer 13 der Weltrangliste, Steve Guerdat (SUI), die Springsport-Legende John Whitaker (GBR) und der deutsche Goldjunge der Vielseitigkeit, Michael Jung, gingen bei Glock an den Start, ebenso wie der irische Shootingstar Bertram Allen, Europameister Pius Schwizer (SUI) sowie der blutjunge, hochtalentierte Martin Fuchs (SUI).

Fotos: Mark gr. Feldhaus, Text: Nora Krämer

as kleine Örtchen Treffen im Österreichischen Bundesland Kärnten zählt gerade mal knapp 5000 Einwohner und gehört damit wohl eher nicht zu den Metropolen dieser Welt. Dreimal im Jahr jedoch erwacht das Dorf aus seinem Dornröschenschlaf und wird Schauplatz dreier Events, die sonst nur in eben solchen Metropolen wie etwa New York, London oder Paris zu finden sind. Leona Lewis, Nicole Scherzinger und Robbie Williams – kaum einer würde diese Namen mit Treffen in Verbindung bringen, wären da nicht Gaston und Kathrin Glock. Bei ihren Veranstaltungen im GLOCK HORSE PERFORMANCE CENTER bringen der stark im Pferdesport engagierte Großindustrielle und seine Frau das Who is Who der internationalen Reitsport- und Entertainmentszene zusammen. Den Auftakt der Eventserie machte im Januar das alljährliche Season Opening, das Reitturnier und Mega-Event zugleich ist. Der Ansturm auf die heißbegehrten Startplätze für das Turnier ist jedes Jahr enorm und die begrenzte Anzahl an VIP-Tickets nach kürzester Zeit vergriffen, denn die Tickets sind weit mehr als nur die Eintrittskarten zu einem Reitturnier. Dem glücklichen Besitzer öffnen sie die Tür zu der märchenhaften Welt eines Events, das Jahr für Jahr die Erwartungen seiner Gäste sprengt.


Event | 97 Während die Öffentlichkeit über einen Balkon mit Blick auf die Turnierhalle und den Abreitplatz Zugang zum sportlichen Programm des „International Show Jumpings“ hatte, spielte sich das wahre Spektakel hinter den verschlossenen Türen der imposanten Zeltstadt von Glocks Riders Lounge ab. Im Inneren der Zelte bot sich den Gästen eine Zauberwelt: Gourmet-Entertainment von Star-Koch Alfons Schuhbeck, Drinks gemixt vom Cocktail-Weltmeister Mario Hofferer, eine Styling Lounge von Star-Stylist Eren Bektas und ein Wellnessbereich sogar für Hunde. Parallel zur Live-Übertragung aus der Turnierhalle erlebten die handverlesenen Gäste in der Riders Lounge den Inbegriff eines perfekt organisierten Events, denn Perfektion wird im Hause Glock groß geschrieben: „Ich bin stets bemüht, dem Motto meines Mannes, nämlich GLOCK Perfection, gerecht zu werden und setze dies neben meinen anderen Aufgaben im GLOCK Konzern bei der Organisation der Reitturniere gerne und mit viel Freude an der Arbeit um“, so Kathrin Glock über ihre Arbeit als Geschäftsführerin der GLOCK HORSE PERFORMANCE CENTER Austria and Netherlands. Das GHPC in Österreich gilt als eine der modernsten Pferdesportanlagen des Landes. Der bekennende Pferdeliebhaber Gaston Glock, der mit seinem Waffenproduktionsunternehmen Glock Perfection Millionenumsätze schreibt, erfüllte sich damit einen besonderen Herzenswunsch: Er schuf ein großzügiges Areal für den nationalen und internationalen Reitsport. Die Möglichkeiten dafür sind im Süden Österreichs bislang einzigartig. Neben groß-

zügigen Boxen und drei klimatisierten Reithallen stehen mehrere Außenreitplätze für Dressur, Springen und Turnierveranstaltungen zur Verfügung. Teamreiter wie die Niederländer Edward Gal und Greco Schröder verschaffen dem GHPC internationale Aufmerksamkeit und Erfolge. Mit Schröder verbindet die Glocks eine ganz besondere Geschichte. Bei der Zwangsversteigerung seines Springstalls „Eurocommerce“ im vergangenen Jahr ersteigerten die Glocks dessen Spitzenpferd London für knapp 11 Millionen Euro, mit dem der Niederländer bei den Olympischen Spielen 2012 zwei Silbermedaillen holte und stellten ihm den Hengst im Rahmen eines Sponsoren-Übereinkommens weiterhin zur Verfügung. Ein unfassbares Glück für Greco Schröder, der nach der Insolvenz seines Gestüts mit der Trennung von London rechnen musste. Die Glocks landeten mit der Ersteigerung von London einen perfekten Coup und bewiesen ein großes Herz für das Paar Schröder-London.

Niemand geringerer als Leona Lewis, Nicole Scherzinger und Robbie Williams gaben sich an dem Wochenende die Ehre und beglückten die ahnungslosen Gäste mit exklusiven Privatkonzerten! Passend zu der rührenden Geschichte von Schröder und seinem London gab die britische Hauptstadt das Thema für das diesjährige „International Show Jumping“ vor und spiegelte sich vom Turnierplakat bis hin zu dem atemberaubenden Design der Zeltstadt überall auf dem Event wider. Auch das Staraufgebot, mit dem die Glocks die Gäste des diesjährigen Season Opening überraschten, war fest in britischer Hand: Niemand geringerer als Leona Lewis, Nicole Scherzinger und Robbie Williams gaben sich an dem Wochenende die Ehre und beglückten die ahnungslosen Gäste mit exklusiven Privatkonzerten! Bis durch die Sound Checks erste Vermutungen über das Abendprogramm ausgelöst wurden, blieben die Auftritte der drei Superstars ein gut gehütetes Geheimnis. Doch nicht nur auf der Bühne tummelte sich ein Superstar nach dem anderen. Ein Pläuschchen mit Hugh Grant? In der Glocks Riders Lounge kein Problem! Mit Beats von Nicholas Sarkozy-Sohn Pierre Sarkozy alias DJ Mosey im Hintergrund gesellten sich mit etwas Glück auch Alec Baldwin, Gérard Depardieu, Dieter Bohlen oder Rupert Everett dazu. Als wären diese Stars „zum Anfassen“ noch nicht genug, trieben die Glocks das Staraufgebot noch weiter auf die Spitze. Naomi Campbell, eine gute Freundin von Kathrin Glock, präsentierte vor den Augen der Riders Lounge Gäste die Prämiere ihrer „Fashion for Relief“-Show zugunsten des Kampfs gegen Ebola und schritt selbst, ganz Supermodel, über den Laufsteg. Die erste von vier Fashion Shows, die in New York, London und Cannes wiederholt werden, wurde vom mehrfach ausgezeichneten Film-Artdirector Michael Howells inszeniert und hat in Kathrin Glock eine einflussreiche Patin gefunden. Internationale Superstars aus der Welt des Reitsports, der Musik, der Filmbranche und der Mode, dazu kulinarische Köstlichkeiten, ein atemberaubendes Entertainment-Programm und eine Prise Charity – Gaston und Kathrin Glock sind Profis auf ihrem Gebiet und verfügen über die richtigen Kontakte und Mittel, um eine Veranstaltung dieser Art auf die Beine zu stellen. Für die Beschreibung all ihrer Events ist nur der Superlativ angebracht, denn schöner, größer und exklusiver geht es eigentlich kaum.


Schauspieler Gérard Depardieu zwischen Dutchess of Cambriidgeund Queen Ellizabeth-Doubles

Rupert Everret mit Mr. Bean- und Daniel Radcliff-Doubles

Leona Lewis

Kathrin Glock und Naomi Campbell

Mit dem geheimen Staraufgebot des diesjährigen Season Openings im GHPC übertrafen sich die Glocks selbst und setzten die Messlatte für zukünftige Events weit nach oben.

Schauspieler Rupert Everett

Sängerin Nicole Scherzinger

Francois und Diana Kasselmann

Gérard Depardieu, Hugh Grant und Rupert Everett

Robbie Williams und Kathrin Glock

Dieter Bohlen und Kathrin Glock

Schauspieler Alec Baldwin

Robbie Williams

Film-Artdirector Michael Howells


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