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25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300 / 8. Jahrgang / Preis Deutschland 1,80 €

www.epochtimes.de

Ehrlichkeit trifft auf Mut und drei Michelin Sterne Seite 2

Bürger mit innovativem Bauchgefühl im Allgäu Seite 3

Die Saubermänner – doch dann kam Wulff Seite 5

Können Menschen die Zukunft vorhersehen? Seite 11

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epochtimes.de

Glück auf dem Rückzug Seite 18

Unternehmergeist und süße Ideen Seite 12

2. November

Die Deutsch en wenig von de wissen r EZB Seite 3

Mittw - 15. November

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2011 / Nr. 293

/ 7. Jahrgang

Burma zwisc he und China Seite n Indien 6

„Gelb ist das neue Pink“ Seite 13

Deutschland aus der Sicht einer Chinesin Die Studenten dürfen auf die Straßen gehen und gegen die Studiengebühren protestieren, ohne Angst davor haben zu müssen, verprügelt oder aus der Uni entlassen zu werden.

/ Preis Deut schland 1,80 €

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/ Nr.

263 / 6. Ja Bildg hrga ng e Die L waltiges egen F de vo antasys pe n Aa ng Sei ktakel: te

Grat Herr ulation z u Jede rman m 90er, n Die Tanzsport garde von Harsewinkel stürmt nach oben

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Seite 17

Kore a nicht : Der Kri eg ende n wo , der llte S eite

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Wasserknapp heit in den Obwohl die USA USA eines der serreichsten wasLänder der Er sta Erde ist, hat es den höc hsten Pro-Ko um d rb auch Verb pfrauc h zu von Wasser. e Dadurch steht das Lan der re r Salzbu m 90. J d u rg forderung, dies vor der Herausgleic iche „Jed er Fests biläe Ressource hnam piele erma nachhaltig zu , m igen nn“ a am Sp nutzen. mehr auf Seite 2 ann S Von iel dermeh Geb sthals. U tück Hu us dem auf Seite 7 den m Protrag urt n g on fleiß Teufe stag ka d auch zu o von Ho ig ge eisten ka isten – zu Khmer-Rouge Tribunal m nn ge arbeite l. fVor sagt m kleine thea Neu da en wied m runde t. öffnet Wunden werd re tersta n er To bei: D czarek allem d en: Si n Teil. er ne d un Die pe . Was Ofcz rs Nic Viele Kambodschaner kehren ie e habe ue W Auc d arek Uku Jeder iener nlele n vordfindedterihre nich nach jahrelangem Aufenthalt aus m und holas Buhls h die zu er B n t Mei ve Der u al ster un rde jung rgles st ann Nicho chaft Birgit m ient Haw aiianderrüJak dem Ausland zurück, um ihre ürzt, may is ck auftre ersten la re t e M Shim lin sO se np r ze Floria ha abuub inich gs hi kuro wurin likum Gagre You n God Wurzeln wiederzufinden und das dee übe nabr spelt, Tr f- der B igt eine tende Bir Mal als m Pr a be tuom berü y ut epnicht, stabile ovits – illus uhlin gi r. hmt scht. inen. Durch Land mit aufzubauen. wäre ter w omund steht Leist t MinichLeich tenv ihn Faym men Klas ie d ersam bek ung. vo ansike mehr auf Seite 7 r aus n un Rocmkluundeh und je em Prem t gewes n „gut ihr gut. Die R vers Pop In ei d em ng plöt ie olle en chlu unte zlich - re ,m äs z en g eseine Pr gan ut w gte si – zu B Casting“ nem Fi Eingfar neu Klan e it Bundes r voller ob se id satzbe. t Fi ar es es sche oran e jedoch egeisterun die R lm kanz ines burg r ede ge le Rembrandts berühmtes Die R die Sprach m vo ni r er (F nicht, da gs rote assive ch rn st eife un meh e. r auf Seite est-)S reiche s dies ter Si n kö edran – ihrer te n Kleid t an. Kok ürmen artig 9 ungleiches Paar pi m d n M rperlic , d jä ils br . Und et Stim er ab onischek Fallhöhe anne el um de hrige Sa hen eche as passt, t, im wie m Rembrandt konzentrierte sich de e s. er se er lz nd-k n To m 90 au - sc reic ines Nein, auch und Kraft mit ieks d Vorgä . hmie messe ch des , gar ni ht er da darauf, den Effekt, den Anslos „Jeder Jubiläum es war des aa ri ng be n – einem kann schö überbord enden lg tt ger, jüng cht, er le i noch ni ers Peman Stück zum enden Predigten auf die Zuhörer gehabt n lang anso n“ w der Fest groß- MWela en cht. gt er M ns Finanz er, nähe Wä ür sp achtnn 22. A vom Ster sten M haben müssen, im Bild festzuzu Sav r de den Jede Will be aria Brand ten eh sam von men lder al w dig und iele Nwer ug be en er K rman m Je sch, jongleurann nen auer ar da ur keden tig de ust 1920 n des ange laus derm n en halten. Und so wurde es gleichde Ph zu s . in r re Er is r chen berü e Sc geschr än ichen aufg unWer den hwder weiß, wie bei t ein ann in führte Beginn d nich efüh werd omen zeitig ein Portrait seines Wirkens Man hmte de eiskal rt w chte scho er t dem ächeBau en. G gesp iebestimm zeigmdi nes hoch orde te be damals M r Salzbu n, ter ro Sch en, ni sich du Schuwellenw am gereck te und seiner Person. n, gl rger ka ax Rei rc ertech nichm den Beg ibt es ih ld Hauübersch eichze Fe ritte nann nnteste m n, n r gege t der Bu hsetzt. nhar riff ayrn s ist“ te könne mehr auf Seite 8 Kin nen i- se ode Sc t dt, na stspiele. Wälnü hl der „Mi“? n ze der . Übe R ine St r Gra eine ist. 90 Jahr hauspiel Verga sge Also igt, w ber, dem schaft biet r ih e plöt schu ch dem di egie sa Sav relativ zlich e spät m ah M ng er zu er m in inichm lfeen knieen enhe le Ö der mer ann gen Fl ssel er ist wer it den ode it: „E sterre e heun in „H D d ay imm unaufger es eh r om dr er rt umg in se re Jürgen ichs e“? s r üc der pthrt. Nostalgie, Abenteuer , der egte in Zuk eur. inem eke beHand kt er au im bu rbietig de R Fl Und stis zwei Erst als ch f per U unt als In m deutsc egie führ imm, de und Kinder in Action meh ten der auf wie ein ihn, W staben ammit Gro r lic ch und t. Jene hen Th nter tend 11 under grau weite Todesjah r ToSeite d (Ben h an Anfan ßSuper 8 ist ein echter Blockr Jü eate Dass den Lind ant der Er wollte die Beck - nicht. n wür g? Deuts rpublik r- man fasst, sack rhin gran r unprät en die befreitebuster! folg d er; Produziert von Steven um n liegt Haupts entiö dios) chen t das von Kilomet geriet Premie in Berlin tadt seines nichm Also: Es e es s, Z St öf ern an eine ih be K re ei , m Hug aa te Lan in n liegt t ge Spielberg unter der Regie des sehen. m Strandund beteiligt war o zum am 25. Ju gnen w tso- H seines „w r auf dem n zur Br sprichw y- Dom ayrte am MiAbdel Fattah, vor Tripolis en. ier zeAls eiß Zeitlo von Hof ird. us örtgröß pl li 20 Römische Streitwagen preschten über den Parcours zur Eröffnung des CHIO (Concours Hippique International Officiel) am 8. Juli in Aachen; erneuerbare Energien in Die wich vontigs J.J. könnteaus es.auch Bode ein libysche Am 31. Okt G te m 10 te Abrams igt siChines si Fo rt atz. Zeit des poli n, als t und Jede r Arzt aus der ober endete ch au otet“frag geleebtich: Geist gkeit doc annsthal n Teil am zum Er- mehr kaWa se hoher Potenz konnten Reiter und die nach Hunderttausenden zählenden Zuschauer bis zum 17. Juli erleben. Ob es Regen gab oder Stürze, Sieg oder Niederlage, die Stimmung gar nicht anders sein.tisc Empfehes ih Stadt Sabha, hen Neuaufb offiziell der ch mit se St tr m w r- auf S tz un g Militäreinsa aus einer Ges los ruhte sich Körpe nn,salist di unsen vo am ifft. Zu h so voll lbst, das ück von eite 12 tz der NATO ereLe hieß Begeisterung. Offensichtlich liegt wirklich viel „Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde“. lung für einen Abend voller ellschaft beg ns lie? ohl mbeVolk r Chin s knal e St ärke guter nac obe zum Schutz n Chr22. die Z in se innt gerade istiaOkt b war die R zu arbeas Blog le ger n h O nd eine disk fc Te der in r utie n ei erst Reis iten. Nostalgie mit Super 8! ZivilbevSt ei . renza ilen er . mit t eunüber Hun ückl ölke rnetHübe rung auen, dieInte seinem reks, de d ih dert dae hi se,Im ie in Liby . Und ch an r r den mehr auf Seite 9 te ni re Tod r n unzwe ils ge mmt der in eini an ddem 16 n der igen st zt yue er eine (Klang-) ohl ko d wijähr gen Te er RegieLänw ieder? elYue e Spra und die ndGlei ilen au “, keit gens che („ n mit au itionchgültig fragder Pas f au ie ch sanRten. t ch appt jedoch ch für Pe rte Berlin si auf chtSeite 12der ter er. mehrni , wen n er de Jordan al Selbiges nur der s gilt n Teuf G el gibt uter Gesel übril, nich ). t

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Ehrenamt: Bildung macht den Unterschied Seite 3

20. Juli - 2. August 2011 / Nr. 286 / 7. Jahrgang / Preis Deutschland 1,80 €

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E.T. statt Jes us der Osten De – woran glaubt utschlands? Seite 2

FOTO: AF P PHOTO /M

F O T O : A L E X G R I M M / B O N G A R T S /G E T T Y I M AG E S

Griechenlan d Sensation: nachweislich hat geschumme Windenergie aus Vertikal-Turbinen verzehnfacht Ausbeute lt ie zehnfache Ausbeute aus Windenergie bei gleichem Flächenverbrauch ist möglich, wenn einfach nur die Platzierung der Turbinen optimiert wird. Das sind die Ergebnisse der speziellen Feldstudien zur Windenergieforschung des California Institute of Technology (Caltech). Ineffizient fand Forschungsleiter John Dabiri, Professor für Aeronautik und Bioengeneering am Caltech, die bisher übliche Horizontal-Ausrichtung der Turbine mit senkrecht dazu montiertem Rotor. „Was bislang übersehen wird ist, dass Windparks in ihrer Gesamtheit noch recht ineffizient sind“, betont der Forscher. Auch käme es darauf an, bei der Anordnung der Windräder darauf zu achten, dass die durch den Luftstrom entstehenden Wirbel und Fließrichtungen der Luft die zu gewinnende Energie erhöhen, statt zu bremsen. Energieeffizienz ist dann gegeben, wenn sich alle Gegebenheiten ergänzen und fördern. So geht John Dabiri davon aus, dass seine Vertikalturbinen, die er selbst wegen ihres ungewöhnlichen Aussehens „Eggbeaters“, also „Schneebesen“ nennt, die einfallende Winde besser nutzen können. Auf seiner Experimentierfarm, offiziell FLOWE (Field Laboratory for Optimized Wind Energy) genannt, stehen 24 dieser 10 Meter hohen und mit 1,2 Meter Durchmesser sehr schlanken Windturbinen mit vertikaler Ausrichtung. Dabiri verwendet die Abkürzung VAWT für Vertikale Achse Wind Turbine. Ein halbes Dutzend dieser Anlagen

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riechenland hat über Jahr e hinweg sein e Bilanzen ge- Zahlen fälscht, kommt fälscht und es regelmä ßig zu eineden läufigen Drehungen Druck auf ist offenba r Abw mithilfe dies eichung von - „Täter“ nun gewarnt r nur Benwas er Täuschung die Turbine, dieser wiederum ford-Ver der sie die sind, könnten teilu 2001 in den im Jahr such ng. Für die Unt Kenntnisse Eur schnellere Umdrehungen erlaubt um das Ben ie chin esis men worden oraum aufgenom- EU- ung der Haushaltszahlen er- fordsche Gesetz che Reg ie. Darüber hina (Dabiri hatteStaa In C nutzen, um dieten Idee für die Verder Daten run heiß Griechenland t das: Je stär die Die Situatio hinga hat wie der us hat Anf so n der Men dieser Art ern von konstruk- ker die die Met zu manipulieren, das angsziff s Xin hol t rech wu Sta aten sche Zahlen droh mit den getüwendung von der Ben rkten Vert hod jia e nich dte e G , Stä ende Strafzah tiver Unternrd t mehr anschläg s Interferenz aus seinem Studi- ford- Dies ngn-Rund Falunte und Folterübergriffe gegen- werden, eine Angst dav eilung abw vermieden. angeehmnen, t. edie Gong-Prakti n Gewisse en egio or, seinem fanes ist die Wah eichen, desto höher als e Gefahr schätzt Prof. Das wiedere lung die um der Fischschwärme). Ver zierende in ge wagten, scung folg nkingdwährend Brähler rscheinlichk ntdeckte verschwinde statistische hosvon Pe- se Tak n zu folgen. Durch dieFalunneGon s eit, dass das betrFeldversuchen er E Prüfungsver nd n zu Jia c s geri Bei seinen tekrit u h e effe ng g isie r periwode ossren, glau ein: nde Land kein nwir fahren aus urop Qinglins Amts- Reg tik brachte die chinesis dem Jahr 1938 antsch kan en, mit n ohn Zahlen e realen ren be, dass das Prüfungsver „Ich äiscehe s che ieru che en hilft, frühzeiti stete Dabiri mit seinem Team die aftli ta n b Übe ang San d e u egeb rtre ktio tt als drastisch en, er ohne großen s sicher ist. Die fahen, sondern nen m n U ibung Hauptmng mehrere ausländisch und pula ged ihroh beze dass Aufwand verl g verschiedensten in einesmerUN Mani- Ben t,Ostehet rklär Robustheit niden re ichn tionen vorg Anordnungen e v edia et on e wer kon n rk en Indizien für ford zern d ässliche -Son des enommen hat. en. E -Testes e dazu, ihre auderb Recht . anzuBeri anerichmInatioeineermZeu Zahlentrick 2003 sch fenerichtrg seinen „Schneebesen“, um die von . - chte in e iche nw Experimente hat sich bereits bei geriftl sereienmit erkennen. t ne Folt über Chinas Mensche zu Kreativ messbar und wielizis Steph wertv nsaBen ema zu kön- (Ht älterech einten und der nVer nBerl besi Auswirkungen t uinn–dAmh31. e Buchführung szen , Etsveerrlet en Jo Natolione schaftler geze anderer Wissenzun tz lig gen ei le tp:/ n t Okt en /ww ne selb lekr er wur igt.“ Infor-zensier nes Das zu st zu Auge ober aein Aw.fl nd net Ergbelegen. en, derholbar Bei richtiger ufrang Po-de p ogerw nhörghruwg. oszwa ebnis der hoher it ger ng m ch Benfordsch ih d Poli äh /reBür t an s Stud / e n m tike U oc u vo N rt schi ie r r z ng 2 ge in deutig: reichte ist ein- Deu es vom Bundesp ede eaus n nen wer0d0 0 - 2 0 0be A Flucräsi severAnordnung ihm ein AbugeChina portD Griechen r in d FrauLänke hen Die vier Wir Gesetz tsch R e syl eialisc land landete en so 3 /iUdN 2000 er -200 daz en G ihre en, dern dem 3.pd tschaftswiss t folg gen. Er bere ht.denten empis ngefü U u auf Schummland nur im f) lltenr dieer UN- O mor fandes letz vierfachen he Unt tieftzun u, ten Platz.Durchmesyimung enital … ensc stand ist mit eine ler nahmen Staa Ver- ferdzurü . hrt ...erstü re N übe Bei keinem u wvonigFalu el-M in g der ie r ittel unte hun köp sich die Hau haft tsse Opie as ha feld d n rsuc n der dert ar fige sers aus, um damit 21-27 Watt pro Gon ijat g 2000 bis hten Eur die Eund ie Vag - 2003 Scckzu n Wirtschafts Wenn sich Gefänheißt von zahlen und men shaltsoländer wic minis kretär reieneh Abu ben am Benford Mat es dazu: lektro sogar einihge delegation brac die Anfang in 19 gn Euro makroökono hte .“ hen bi im B d a pa. Quadratmeter Windpark-Fläche zu th 93 teriu is sche Saud en, setz die Wah ew R Jia Qinglin steh sziffern so chin„Seit dem n Geschoc Daten aller mische der bis 19 ure- run Die Gdemokratische Reg undes n LJuli Kuw stark i-Ara esisch vo20. rscheinlichk ober t an 4. StelEU-Staaten gen dazu, le des Stän Fran m. ie-ks, iuwan bische erzeugen.Ben Einford vergleichbarer 98 im Abu die 1999 wur tson finanz eit dige Hilf -VerteilungParkvon Schummelns aus den Jahren 1999 vimeh dure esch kreich en 000 icht sakt r als 100. nz X Verei ait, Indie - Abg dao den nord n Em Falu bei Griebringt ablesen läss des n von e ione ab wie auc yig-Pr Politbüros der n Ausschusses des tizie bis 2009 vor. - ne n Gon Falu in m in mit HAWTs nur zwei bis drei eo n chen D verb in ni Gon vo w n, u jia ir land eu t, ch rd g-Pr akti des einzelne gt h es gilt d Für ate, der Umkeh . Damit lieg akzierendnen N uerlic er unterdrü tschla neten in is ot be tliche e dierendeng übe inkl stellte stusiv Partei Chinas Kommunistischen stFrau Fran en Ara Land analysi jet der spre zu rschluss: Ent acht auf „kre r se e schw ationi noch es ijat cken WattVerd pro Quadratmeter. hen re ch nd G L n .“ ang n, än ef sie 156 vers un en P chen kr und eren erte en, le in ativ ro angeren Men ist dern Ulti ge die Anfang ei n rung“ nah d St its 2007 Dieses älte e Buchfühnise e Z Arbei - lic „Die chie t. Er ehtisch derinPoli chtFäll zur nen ersche sziffern der von Bioengineering emalen Kon Vorsitzender n eit e. Prof ist d meinsam ch und verwend Blackberr Haushaltsz aa m e klei vo ts sind n ht wie Schulde dene Zahlenwerte „Dabiris m Zu R soll am matum E und nen ts . in la Ger au nur lls u of xe ig an Kin not ch sult des gern ahlen der im en m die ze wor sie dern s eihre ativkonfe- t ha „Da Grie tä y? es M Spitisrenz in dass nsta Eisb des den esis zehnstiti Meter demnd, Boden ge- inspirierte Forschung eineBräh He-ler: unterstel chenland ist ergs seindes chin Bruttoin Ger ndeln inkution ohn Gesetz ig terh it der Geräte ge- mor edaktions Montag zu lesen. verfahre – eine t bei R Nutzung Allen itglVolk dernd n esisc icht N t . ch wei onenüber sZ hen von velten ve en M ac fü u ie el te sche kr Reg en der und Arb päischen Statfür den Status quo m no röin eg hricht an be hrengebr - si d es. elhaftigkeit, hen ge sc geab V den rikani äfteAsien-Pa Si B es si eitslager ffen der ringer als bei 30 Ges Metern Höhe, amtaus bleiVerb Tausend istikbehörde euro- von „echten“ kann in der Der . Abe desistStaa rechen. ein D s Blackbe ierungsb – zubefind zifik acht, Son müViel cherderaer gabenrausforderung ten d egründun zu heit n bestan hluss am laufen. rmale wur ch-Au ch sc b tes. er Po he Zah ht Euro bere e den in der ssch n Sc Sie d len der heits- uss liz ur r e E orn im its der Man stat werden rry-M heits eam Deu d ausgegangen bend d no abeeirechtlich usschüssedund taten diesdie der Windenergie-Technologie“, M und hweitschen et ist dennoch „die Windenergie, ei ndla er Scihre e sich, Gru sitsch dem soge xeku ohn ten ipulation sein diens und kana ch US-am g, nun arüber, nach volk . In der Ran ch zu ch ke ontaggab ge zu nich e den ihm z in Wir ob A en beit nan aft hw V In Mita G er zu lädt nten ilt u Gef ti swir hab glist ob ref eine er te Kop t ge. dis onen Deuts zu kö ta „Benfor in rzeit ihn an eiz zu elefon en dara weltweit zehn Meter über demdsch Bo- lobt Ares Rosakis, e aller EU- ren tsch Vorsitzender der einten niss eStaaten wie Einm Wirei bisgezu nem Gesetz“ tsch fsch äng sone . trafen gen, en führt wor aftlichen Daten übe afts laube wan u 3. Nov nen18 Jahr berry tsächlich in Saudi- e Klarewiesen von 1938. Es sen die Nie dass s üb nnten. D abgefang che Sich N iouferhing teten,Mill wasdie riesi scforu n pr chland is sse au hwe-m am denZah verfügbar ist, um ein Vielfaches für Ingenieurwesen ist inemb den derlande dep nd ab, d enüveru n, vo , errteiltDie besagt, dass Abteilung D A verb erder a Bla en w ist, sehen wir bei r- und Polen die er in geatAnz 2011 er ei neahl ungin oblem sodione len in beli t es Pr räte n unsc von Fäll n zu r der Hau ortistad ie f dieund einf Gefah oten ienste vo rabien Ergebnis geringsten Auch sver huld ach dies C as ne ebigen Stromverin ck en er weit si es trep iger hi ptlo D er zu s als größer, als der gesamte Caltech und Professor für Luftund d be be e räse Dat übe Men iv chu ko si Abw na w d Best s er be wur en fa t zu n Bla ensätzen r die ntan – egal ob bei r, z der Deu chere atperrry-K em kür nich schenschenau zeuei- äuße erlaub urden verw mm stemden will erleKap gene Bund azitä tivität des Ben ätigung der Effek- lungngen von der Benford tionch C h-tschw ckwerd na t tösgehdt,asdieusie t hiFirmWelt“, bt ha ör lich ver end nrec rvte . enb sagt er Maschinenbau. ener und t, brauch der ganzen Zust K es -Vertei- übe rstTele iguzu bear firmen unizieren, Verschl unden Che hina ford-Tests.“ haft et Spargu brkom AG ein. en. E auf. Sie sche tt htsp Jia Qin gehand n –per Org Aufm thaben ode ilanzen, bei der Lag keine regierun en. Die die Geglin wird den kofest r eine isan inen also bei Nurdeutsche die nu üsselung bereits f Micha Research e ro kt rische beite.en in te rag an fast alle Vort knapp bess r bei „Das nnte alte und zieht den Schluss: Erste Reaktionen besitz Ausweis deu unmens g w gen on-S eigenen derOrg die Pran Inzum r12. „Nac tn ksamseiejen.“ el Laz – indaraus er als Schlsind in M n. chenenBed am 4. omm eunteÜrbe erAn r üb einer scheinba Flusslän- licht Grie Füntfjahsa ze t Mener Markt Geräte ill hi tsche R s VR format uss- lichen ung ihrer volkswirtsch anbeplanxider h ei chli resoer die is abou bedeutet, dass genügend Skepsis und Abwiechen ingu ar enngen. rzeugu derketödl it. „W A rEnergie ichenigVer ione Regelhaftigk banalen ungläubige land lag gte icTau d aftbrita ver in K esearch send fü scha des Daten ehrlich neerPraktizie StChi und aa na folg in Chinng Belg ineung t the ugust ge idis hatt ein So sagte n te eit in M hrer Bla er Smar ngegen nnie ffung ir si se auftmit a und gew rende wur sagen, sich vorgegangennen in ddara us kator dafü retekleineren, s bei den , das ergebente zur steht Stephan Barth,ien Ge-– zu sein. Deu zu chia der Verb n: Die Zah- geln.Indi e inh psy n läuf anada un in Moti- on the lenVerfügung sa nd n In den ot is den tp ck beginnen häu r, he d , er m dass reitu gt vo te se d io Cha as na ho trisc Lüg d tsch be s im ng die : „T len des Lan des ZentrumsZah ein hen Ans erncen der von Intern rn n) un deuXinjia n Ztalte hörd n Gef ass ic ens und land landete s benu nerry (R t, se e d d G figer mit klei die Ang e ng billigeren, umweltfreundlicheren für- der Erhebun Unterne des eit n in- en Ziffern, also bei (Osttu tsch et is et, everyt his iert tz h und em roß- is not a anngehalt wfür d ollte, tern chinst iminAus nen schäftsführer Benut ienste an könnten Onach g übrigens m hohen -R hme durV Schuldenstan mit eineForWind 1, 2,die rg us- hat Uigu sich chornerv geseensc encr esisch Aland estaSekr 3, als nehm en. Hinte iPhone esearch hing Bla aberde zur Po im Mittel- Währe rkAls derer zer die G they Turbinen – wenn richtigen Turfeld unter den mit groß ionPart - en. d ebenfalls 7, 8, 9. Die n). etäregdes tz- hädiren DeuaneAus liz en, Windenergieforschung vosage rgru ende Spre erSub C eiko ich eszu gen ei gefo can‘t ckBerry-o ypted. T nicht der nd e16 Euro-Sta tatsächlichpressetext, n exn deren Länd zen lehstan B cherin sind des zurültert stehtWeise rautsch nd se (Apple) auch, wen jedoch ni die binen in der Eins richtigen angedie t Peking und hi- mite aten. hörden der Stad am Anf en Situatioer sei skepviel e wei they nte es his ek deal Der Internat von gut er d ben,en Falu nly muss send nuDafa eck . Tau ang gegenüber i „die - ... Uns elektr Zahl von ch n ents n 30 als Mitg Schw hand vedes sh chen. ob ionale Wäh trau star , wäh rsuch Politbür liedte ihrer gesehtere Dasder darin Wal glauer tierteVere zu onisch Ang eredHNg, seith ordnet sind.“Prozent aller Zahlen, tisch, Caltech-Ansatzprefür fond n ins, und eln so es sich umt abhöre ie es um ould sh with the issue. If Wis run oseides die Zwe weil rend en h abben zer Zentralk nf JaHaft und bleibe fü bwnich en, , dert i taucht scho ts geänn – ut it empfiehlt dah senschaftlerteam sens s IWF hat bereits bei den gsofGon en In riffen au llte. ü tees der In . Tau d Falu B at omi rd h send d fn as d Te te en G re n n te as ie Kom of e K praktische Anwendungen wirklich „VAWTs sind ideal“, sagt Dabiri, nur ig sc u s rn “,Fäll sind noch emrei wer rroris er, dass auch Wisgut 17 Prozen . Ichweitere omm mun noch in ten ng be net is f.“ lang, hr form In et f U aktizierend Gesistis ie in g-Pr rvieeiw erkleär nsch dendin die Da- Prü chaftlern Interesse an Chinas von ten ung t derbeieinander unik Belgiens etzechentePart ations t vers ternet. A („Hier ge , e ne eibt die st eklä bi lti Fälle auf und Berl te eh ei rt.“ m wäre. „weil siensehr nahe po- optimal s einer genauer af te in 1999 dem die Neu fun nt at 19 t at dem t, vo mit „Die er rngeg Fran ch lles im en den ht en Nsuch dem Zeitu in esis nur bei wen ationa fung unterzog en Prü- Und gsverfahren angeme Qinglin in Peki bis 2002 tu ngJia war Be, ieru r alle der chin kfurte ionsnetze“ - In Ind um in S che 98 einem Intern lüsselt. onst at ng Reg igerAuf „L sitioniert riere O hat In io ldet Prozent. werden können. en werden als diese le n. ng auc wie rg Sc (F e ng . fünf Neb m (rls) au te nen, ne unmittelbar ien, K Wen h das Statistis r Allg et ni , A .A.Z anbe hwolt r„Insbe Indi-A sollten. der antwortlich atin“. derh Staaten, en Griechen n ver- M so eize ch u che Amt scha n, form die Verra emei Weise fast die gesamte und für schrten Europäisch sond .). land und Belg räte r Zei Städ Gleikönnen erne ten.“) llen sie d t umge sie mit ell C chzeitig sie ffung - A bischen wait, den rabien ch hme ieb schnitt übr en Uni verlangte von die Verfolgung. Er die Unt„I er st gilt: Wen ien denkt - wag he haben, die as hina . es Emir rabien Energie der wehenden Winde erfasVerei unt n jema Alim ten, der D offenbar übe on Eurostat Gefäh ellen dab e mob nd schlecht igens auch Österrei s viel Einig Am 6. Aug Internet n könaten nigten aller Ebenen KPCh-Mitgliedern zu Verfolgung von r die Anwenw ile ch dung e n„EGon Seytof irektor ersuchen Falu ei ei ab. Nachde ung absc und sen, selbst wenn nur ein Lüftchen eine „klare us kritisieren, mit des Ge- die Diens ill man g der G m potenzie n erhe Infras rdungsp “, f, in Position“ gegenüber wirtschaftlicpoch lle nach. (sfr Benfordschen Gesetze so w Saudia- Rede ge in Saud t war von haloten te vo rupp einer trukt zu ve bliche über die Windfarm weht.“ Wenn San ktio nen Falun Gong hen Times s tial eit ge / TU Ilmenau w ei ne n e, u i-A E ged ne und es ne rb schl re s B tz -M “. roh osse enten lack iete r ra uerlic n ) t. Dad urc h e fü he nes Han ail d wur Emir jede Turbine in die entgegengehen U , danach bien die er Schr dar“, wir und Reg r ITaten n. In den berry vö n, fung von Falu deln zur Bekämp- Eine de eine Art Angst ersc ei ie d in setzte Richtung zu ihren Nachbarn haffen. n Gong. Angst dav Arabi llig be Ein fore ltimatum von dem der F. rungs- bis 11. O gibt es sekr ben des nsisch sc . amte ei et ktob chen Gewinne or, von wirtschaftlidreht, erhöht sich auch ihre Effizid A nung r er. N n Ultim hen an er E n ausgeschloss zitier är sHan amaligen .Z. ein ach d at rmitt onym in Gro enz, fanden die Forscher heraus. en zu s t. Beu Ultim im Vorfe Staa er Ent um d ld d tss ist Bernhar bleibe ßbritann lungsatum ie Möglicherweise senken die gegenes w se d seit arien, s an r Zei n m Beus treiber Febr tu drei Ablaufs der in uar des der Regie ng, das öchte, Mob 2010 gust war Saudi-A sa s rung Osten rabien ilfunkbe an d en au die Beden gte 8. Au „obe am ie ken s gust , im sem Sonn 7. Au- allem, w rfaul“ kl dem N ah as Intern ta an ry zi et vo g, den emlic ich weiß, gen. „N en n eine ac h scho ist B n sehr sicher. m lackbe h Das verw Ganze run ist Forts derlich.“ etzung auf S eite 5 F O T O : C A LT E C H

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wurde in den Feldversuchen 2010 verwendet. Die bisherigen Windkraftanlagen verwenden weithin sichtbare Windräder mit horizontalen Turbinen. Dabiri nennt sie HAWTs und „Monolithe“, die in der Landschaft stehen und ihre Rotorblätter langsam immer in die gleiche Richtung drehen. Diese Windräder dürfen sich nicht berühren und müssen sehr weit auseinander stehen, um aerodynamische Interferenzen zu vermeiden. Sie brauchen einfach viel Platz, während gleichzeitig viel Wind ungenutzt verweht. Dabirie vergleicht diese modernen Windkraftanlagen mit „schlampigen Essern“, die nicht nur Immobilien verschwenden und deren Quadratmeterleistung senken, sondern auch die zur Verfügung stehende Ressource Wind. Windanlagenbauer versuchen, dieses Manko mit höheren Türmen und längeren Rotorblättern zu kompensieren, die stärkere Winde aus größeren Höhen nutzen können. Dadurch entsteht aber laut Dabiri das nächste Problem. „Das bringt andere Herausforderungen“, sagt Dabiri, „wie höhere Kosten, mehr komplexe technische Probleme, eine größere Umweltbelastung. Größere und höhere Turbinen bedeuten immerhin mehr Lärm, mehr Gefahr für Vögel und Fledermäuse und sind für diejenigen, die Windräder optisch nicht so ansprechend finden, ein noch größerer Dorn im Auge.“ Die Lösung könnte, laut Dabiri, das Design des Windparks selbst sein, um seine Energieeffizienz zu steigern und anstatt in der Höhe näher am Boden zu maximieren. Obwohl die Windstärke etwa

John Daibiri hat mit bisher einzigartigen Feldstudien eine zehnfach erhöhte Energieausbeute bei Windkraft erreicht.

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iebe Leserinnen und Leser, wenn Sie keine unserer Ausgaben versäumen und dazu beitragen wollen, dass die Existenz der Epoch Times gesichert bleibt, wäre ein Abonnement das Richtige für Sie und für uns; denn umsonst verteilt wird die Zeitung nur einmal im Monat in verschiedenen Städten. Wir würden uns sehr freuen, Sie als regelmäßige wöchentliche Leser zu gewinnen. Das Formular für ein Abonnement finden sie auf Seite 4 oder Sie rufen unsere Aboabteilung direkt an: 030 - 36434994, E-Mail: Abo@EpochTimes.de

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Liebe Leserinnen und Leser – in eigener Sache W ir legen heute unsere 300. Ausgabe in Ihre Hände und starten frohgemut in ein neues Jahr. Das verfl ixte siebente Jahr seit unserer Gründung liegt hinter uns und war gar nicht so verflixt. Die Printausgabe können Sie jetzt wieder wöchentlich abonnieren. Seit Januar 2005 erschienen zunächst die Wochenzeitung „Die Neue Epoche“ und das gleichnamige Nachrichtenportal im Internet. Im August 2007 wurde sie in „The Epoch Times Deutschland“ umbenannt und erschien seit 2010 alle zwei Wochen in größerem Format. Die ursprüngliche „The Epoch Times“ – DaJiYuan, auf Deutsch: Die große Epoche – ist im Jahr 2000 in den USA von Auslandschinesen gegründet worden, um die chinesischen Leser mit unzensierten Informationen zu bedienen, die auch im Ausland immer noch an

der Nabelschnur der „rot“ gefärb- aber konnte nirgends gehört werten Nachrichten aus Peking hingen. den. Nach elfjähriger Entwicklung Warum gibt es ist die DaJiYuan heute die größte und am weitesten verbreitete chidie Epoch Times? Ein direkter Anlass war damals der nesischsprachige Zeitung außerBeginn der Verfolgung der Medi- halb Chinas. Sie erscheint in über tationsbewegung Falun Gong im 40 Ländern. Seit 2005 folgten Ausgaben in Juli 1999. Die Verfolgung von Falun Gong ist das größte Ereignis anderen Sprachen, die zwar eiin der jüngsten Geschichte Chinas nen Schwerpunkt in unzensierten nach dem Tiananmen-Massaker Nachrichten aus China haben, daim Jahr 1989. Als die Verfol- neben – wie man in jeder Ausgabe gung begann, hat kaum jemand oder auch im täglich aktualisierten in der Welt genau gewusst, was Onlineauftritt sehen kann – ein Falun Gong ist und warum seine breites Spektrum an Nachrichten Praktizierenden verfolgt werden. und Hintergrundberichten bieten. Ahnungslos haben sich Medien Finanziert wurde der Start durch außerhalb Chinas weltweit fast Privatinvestoren – in Deutschland ohne Ausnahme auf die Berichter- im Verlag Epochtimes Europe stattung der chinesischen staatlich GmbH – und durch persönliche kontrollierten Medien bezogen. Vorleistungen ihrer Mitarbeiter. Die Propaganda fand damit ihren Im Jahr 2010 wurde dem Verlag Weg und das Gift konnte durch- die Gemeinnützigkeit zuerkannt. sickern in den Boden der freien In dem jetzt beginnenden chiWelt. Die Stimme der Verfolgten nesischen „Jahr des Drachen“ und

dem von der chinesischen Regierung gestalteten „Kulturjahr China in Deutschland“ werden wir mit besonderen Artikeln und Veranstaltungen auf die traditionelle Kultur Chinas aus der Zeit vor der kommunistischen Machtergreifung eingehen. Spätestens seit der Strafverfolgung von Ai Weiwei und der neuerlichen Verurteilung von Dissidenten in China ist in Deutschland vielen Bürgern und auch Kollegen in den Medien klar geworden, mit welchen Methoden das kommunistische Regime noch immer arbeitet.

Unsere Empfehlung: Shen Yun Unsere besondere Empfehlung im Kulturbereich gilt dem Besuch des Tanztheaters „Shen Yun“ im März in Berlin oder in Frankfurt. Der weiteste Weg lohnt sich! Exilchinesen haben 2006 in New York „Shen Yun Performing

Arts“ gegründet. Seit 2007 gehen die Künstler jedes Jahr mit einem neuen Programm auf Welttournee. New York und Los Angeles meldeten im Januar ausverkaufte Häuser. Auf www.epochtimes.de finden Sie Berichte darüber; eine Anzeige zu den Aufführungen in Deutschland steht unten auf dieser Seite. Zum „Jahr des Drachen“, das am 23. Januar begonnen hat, wünschen wir dem chinesischen Volk wirkliches Glück. Der Drache gilt als Glückssymbol. Jedes Volk muss für sich herausfinden, wie und mit welchen Lebenseinstellungen es in die Zukunft gehen will. Staatliche Gewalt und Unterdrückung der freien Meinungsbildung sind kontraproduktiv und haben sich noch nie auf Dauer halten können. Unsere Schwesternzeitschrift, die DaJiYuan, trägt via Internet viel zur Aufklärung und zu einem unzensierten Geschichtsbewusstsein besonders in und über China bei.

Auch ihr wünschen wir weiterhin ein gutes Gelingen. Wir wissen, wovon wir reden, denn in Europa sind überall noch die heimtückischen Hinterlassenschaften kommunistischer Herrschaft zu spüren. Wir bedanken uns sehr herzlich für allen Zuspruch, den Sie uns bisher gegeben haben. Bleiben Sie bei uns, schreiben Sie uns Ihre Meinung per Brief oder per E-Mail: Leserbrief@EpochTimes.de. Und genießen Sie diese 300. Ausgabe mit exklusiven Berichten und Interviews. Renate Lilge-Stodieck Chefredakteurin

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DEUTSCHLAND

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

An der Mosel trifft Ehrlichkeit auf Mut Christian Bau erhielt im Jahr 2005 seinen dritten Michelin Stern. Mit 34 Jahren wurde er damit Deutschlands jüngster Drei-Sterne-Koch aller Zeiten. Er kocht mit Herz und Verstand. Unsere Mitarbeiterin Meilin Klemann berichtet anlässlich der 300. Ausgabe der Epoch Times Deutschland exklusiv aus Victor’s GourmetRestaurant. „Unsere Kochphilosophie sehen wir als Gesamtkonzept. Wir wollen eine sehr hochstehende Qualität an Gastronomie bieten, aber ganz einfach und unverkrampft, sodass es den Gästen viel Spaß macht.“

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Die Carte Blanche Natürlich macht Christian Bau es allen seinen Gästen recht, sei es einem jungen („machen jede Schandtat mit“) oder eher konservativem Publikum. Die Absprache mit seiner Frau, die den Servicebereich leitet, ist der Schlüssel zum Wohlbefinden seiner Gäste. Yildiz Bau nimmt wahr, was die Gäste wollen und leitet ihr Feedback an die Küche weiter. Eine perfekt aufeinander abgestimmte Teamarbeit. Denn Baus Konzept beruht auf der „Carte Blanche“, einem Menu auf Überraschungsbasis, zeitgemäß und jugendlich interpretiert. Das von uns bestellte „Voyage Culinaire“-Menu hat sieben Gänge. Das Besondere an der Carte Blanche ist, dass der Chef persönlich die Gerichte für jeden Tisch aus einer Auswahl an Produkten zusammensetzt. Vorab wurde uns eine Reihe verschiedener kleiner Köstlichkeiten angeboten, um den Appetit anzuregen. Zum Abschluss gab es einen Teller mit Petits Fours, darunter ein selbstgemachter „Snicker“, himmlische Schokolade und ein Rosmarin-Fruchtgummi.

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ir wollen nicht ein Gourmet-Restaurant sein, das „ sehr steif ist. Unsere Küchenphilosophie basiert auf der französischen Küche, allerdings versuchen wir, sie leicht, zeitgemäß und sehr weltoffen zu interpretieren.“ Zusammen mit seiner Frau Yildiz leitet er seit 1998 Victor’s Gourmet-Restaurant im saarländischen Victor’s ResidenzHotel Schloss Berg. Ein Einblick in die Welt eines Drei-Sterne-Restaurants aus der Sicht seines Kapitäns – zeigt diese locker, freundlich und unvergesslich. Besonders die japanische Küche verleiht Christian Bau Inspirationen. „Die Philosophie und Qualität, der Produktfetischismus, der dort herrscht, hat mich am meisten beeindruckt und auch geprägt.“ Baus Vorliebe für frischen Fisch und Meeresfrüchte findet darin eine weitere Entsprechung. Die richtige Balance zwischen der europäischen und der asiatischen Küche zu finden, explizit die japanische Küche den Gästen nahezubringen, ist nicht immer leicht. „Man kann natürlich nicht „too much“ machen. Denn wir sind kein japanisches Restaurant, sondern ein europäisches Spitzenrestaurant, aber wir lassen natürlich sehr viele Einflüsse zu, besonders aus Asien. Gäste unter 40 finden das sensationell. Bei manchen Gästen aus Frankreich und Luxemburg, die klassische Speisen erwarten, kommt es weniger gut an. Deshalb muss man manchmal auf die Bremse treten.“

„Es musste der Tag kommen, an dem ich das mache, was ich in meinem Herzen trage“, sagt Christian Bau, ausgezeichnet mit der höchsten „kulinarischen Anerkennung“, drei Michelin-Sternen.

Die ersten vier Gänge zeigten die Vorliebe von Christian Bau für frischen Fisch und Meeresfrüchte. Zunächst wurde ein Sashimi aus Hamachi serviert, betont durch eingelegtes japanisches Gemüse, verschiedene Algen und Kalamansi, eine kleine saure Zitrusfrucht, ähnlich der Limette, aber mit orangefarbenem Fruchtfleisch. Als nächstes gab es eine perfekt gegrillte Jakobsmuschel mit Butternut-Kürbis und Pakchoi. Weitere Köstlichkeiten vom Meer folgten: ein Atlantik-Steinbutt mit Hummer Dim-Sum, Schwarzwurzeln und Yuzu sowie ein roter Gamberoni mit Erbsen und knusprig gepufftem weißem und rotem Reis. Als Nachtisch gab es gleich zwei Desserts. Zuerst eine perfekt abgestimmte Kombination aus grünem Apfel und Haselnuss. Mein Begleiter und ich bekamen je ein weiteres Dessert, einmal eine Inspiration aus feinster Valrhona Schokolade mit echtem Trüffel, zum anderen eine Symphonie aus exotischen Früchten. Christian Bau nimmt ein einfaches Produkt, wie die Erbse oder Butternut-Kürbis, Apfel oder Haselnuss im Dessert, und zaubert daraus Variationen in Textur und Geschmack. Mit den besten Produkten werden Kombinationen aus der Tier- und Pflanzenwelt gezaubert, die eine Explosion der Geschmäcke hervorrufen, aber trotzdem in einer abgerundeten Zusammenführung enden.

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„Es war vorher für mich wie auf jeder Schulter einen Sack Zement zu tragen und man trägt jeden Tag eine ganz schwere Last mit sich herum. Als diese drei Sterne dann da waren, ist diese Last abgefallen und dann haben wir erst begonnen, mehr künstlerisch zu arbeiten.“ „Früher bin ich dagesessen mit Hemd und Krawatte unter meiner schwarzen Jacke. Es war wie eine Zwangsjacke. Man hat im Prinzip alles erreicht, aber trotzdem hat man sich nicht wohlgefühlt. Ich habe mir gesagt, es muss eigentlich auch anders gehen. Es muss moderner gehen, es muss für ein anderes Publikum gehen.“ Das Ambiente des Restaurants wurde verändert, der Raum ist jetzt hell und offen. Das Servicepersonal trägt zugleich einfache und elegante schwarze Anzüge mit Wie bei guten Freunden Bis es zum dritten Stern kam, koch- hochgeschlossenem Kragen im Stil ten Christian Bau und sein Team der chinesischen Qing Dynastie. klassisch französisch. Erst dann Das Personal ist aufmerksam und schlug er eine neue Richtung ein. zuvorkommend und liest uns jeden

Tag bei uns. Natürlich kann man sich nicht immer mit ihnen hinsetzen, weil man auch oft „busy“ ist. Aber sie sehen, dass wir für sie da sind. Wenn sie ein Problem haben, sind wir immer die Ansprechpartner, wenn sie Hilfe brauchen beim Lernen, sind wir da. Und sie haben gutes Essen und Trinken.“ „Man muss natürlich auch Kraft daraus schöpfen. Die Familie gibt mir Kraft und Motivation und Antrieb. Man darf es nicht als eine Belastung sehen, sondern positiv. Durch die Familie bekommt man Energie, die man braucht und einen Ausgleich.“ Ehrlich und vielseitig wie der Mann selbst, so ist auch seine EssPhilosophie ... „Ich finde es ganz spannend, vielseitig zu essen. Wenn ich ein gutes Dim Sum esse, bin ich ein glücklicher Mensch, wenn ich ein gutes Sushi esse, bin ich ein glücklicher Mensch. Ich bin auch ein glücklicher Mensch, wenn ich einen schönen Steinbutt bekomme mit einer Champagnersauce und grünem Spargel. Wichtig ist nur: Ein gutes Produkt und dass es ehrlich zubereitet ist.“

Produktauswahl und natürlich im kulinariWunsch von den Lippen ab, ohne schen Rahmen zusammen mit aufdringlich zu wirken. Man speist seiner Frau Yildiz. erstklassig, zugleich fühlt man sich „Da fühlt man sich natürlich wie bei guten Freunden aufgeho- auch wohl. Darauf habe ich hinben oder von seiner Großfamilie gearbeitet. Ähnlich wie auf einen verwöhnt. Olympiasieg im Sport. Da hat man ein Ziel. Wenn man das Ziel erreicht hat, dann ist es gut, dann Weniger Risiko weiß man, man ist auf dem richgepaart mit Erfolg Seit 1998 leitet Christian Bau tigen Weg und macht natürlich so Victor’s Gourmet Restaurant im weiter.“ Victor’s Residenz Hotel in PerlNennig. Seit 2005 wird das Res- Familie und Lebensphilosotaurant jährlich mit drei Sternen phie unter einem Dach im „Guide de Michelin“ versehen, Schwer zu glauben, dass neben der höchsten Anerkennung in der dem Vollzeit-Engagement für ein gastronomisches Luxus-Unternehkulinarischen Welt. „Dort, wo man Erfolg hat, da men Yildiz und Christian Bau auch sind wir zu Hause“, sagt das noch Zeit finden, zwei Töchter Ehepaar Bau. Sie kommen ur- großzuziehen. Dafür lebt die Fasprünglich aus dem Schwarzwald. milie im gleichen Ort, die beiden Christian Bau bezeichnet sich als Töchter gehen hier zur Schule. Angestellten in einer „geschäfts„Unsere Kinder bringe ich morführenden Position“. So kann er gens in die Schule, mittags hole ich sich in allen Bereichen frei entfal- sie ab und dann essen sie hier im ten: Personal, Ambiente, Küche, Restaurant und sind den ganzen Das Gespräch führte Meilin Klemann.

Impressum Chefredakteurin Renate Lilge-Stodieck Art Direction Szilvia Akbar, Mihai Bejan (Beratung) Verantwortliche redakteure Renate Lilge-Stodieck (Deutschland), Sebastian Menke (International), Detlef Kossakowski (Wissen), Caroline Chen (Feuilleton) Layout Iris Lindenmaier, Johanna Loebig-Winnefeld, Dima Suchin redaktionelle Übersetzer Eckehard Kunkel, Franz Vogel, Eyline Martini Verlag und redaktion Epoch Times Europe gGmbH, Kurfürstenstraße 79, 10787 Berlin Tel.: +49(0)30/26395312/13, Fax: +49(0)30/31999684 E-Mail Chefredaktion@EpochTimes.de

Geschäftsführung Manyan Ng, Zhihong Zheng Anzeigen +49(0)30/26 39 5314 (Berlin Zentral) E-Mail Anzeigen@EpochTimes.de Abo-Bestellung Barbara Giesenkirchen, Breslauer Str. 11, D-31275 Lehrte Tel./Fax: +49(0)30/36434994 E-Mail Abo@EpochTimes.de Druck BVZ Berliner Zeitungsdruck, Am Wasserwerk 11, 10365 Berlin

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Deutschland

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

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Bürger mit innovativem Bauchgefühl Rosemarie Frühauf

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in starkes Stück Architektur, dieser Entwurf von Peter Zumthor. Da hat sich selbst Bürgermeister Bernd Magenreuter die Augen gerieben, als er zum ersten Mal damit konfrontiert wurde. Doch mittlerweile hat er ihn verstanden und ist einer der glühendsten Verfechter des Projekts. Er glaubt fest daran, dass das Neue Stadttor Isny der Stadt ein zukunftsweisendes Alleinstellungmerkmal verschaffen wird. Und die Tradition, dass Bürger prägende Bauten errichteten, würde so mit zeitgemäßen Mitteln fortgesetzt. Den eigenwilligen Schweizer Raum-Magier Zumthor gewonnen zu haben, ist ein besonderer Glücksfall für die Isnyer. Denn der weltweit gefragte Pritzker-Preisträger leistet es sich ansonsten, auch Scheichs mit millionenschweren Angeboten in die Wüste zu schicken: Er nimmt nur Aufträge an, die ihn als Künstler und Mensch interessieren. Der Wiederaufbau eines Stadttores wurde noch nie an ihn herangetragen – da war er sofort dabei. Ein Turm aus gläsernen Ziegeln Aus durchsichtigen Glasziegeln und schwarzem Mörtel soll das Kunstwerk im Verbund gemauert werden, ganz traditionell allgäuerisch. Glas wird in der Region hergestellt, was ebenfalls eine Verbindung zur Geschichte hat. Die Höhe orientiert sich an der des früheren Tores; mit 35 Metern wäre es der im Durchmesser mächtigste, aber nur vierthöchste Turm im Stadtbild. Auf drei Säulen steht das Gebäude, die nach obenhin miteinander

verschmelzen zu einer Innenraumetage, die ein Restaurant beherbergen soll mit Aussichtsmöglichkeit. Darüber schwebt an Stangen verankert ein weiterer Raum in Form einer Holzkugel. In dieser riesigen „Kastanie“ könnten kulturelle Veranstaltungen für bis zu 120 Personen stattfinden. Obwohl Zumthor, der für sein langes Nachdenken und die unergründliche Intuition hinter seinen Arbeiten berühmt ist, bereits angeboten hat, beim Erstellen eines Nutzungskonzepts behilflich zu sein, ist die Nutzung des Bauwerks noch ein besonders empfindlicher Punkt für die Skeptiker. Schließlich schafft man sich in Schwaben nichts an, was man nicht braucht ... In Isny ist nicht wirklich viel los Aber ein Alleinstellungsmerkmal wie dieses Bauwerk bräuchte Isny dringend, wenn es nach den Befürwortern geht. Jede umliegende Kleinstadt legt sich gerade ein solches zu – in Form von Freizeitparks und Ähnlichem – kein Wunder, alle Orte hier im Allgäu sind mehr oder weniger historisch und idyllisch, aber auch klein und in Gefahr zu überaltern. Dass durch Abwanderung der Jugend die Wirtschaftskraft schleichend schwindet, ist nur eine Frage der Zeit, wie Gutachten ergeben haben. Und besser wird es nicht, wenn sich in Isny weiterhin nichts tut. Da möchten der engagierte Bürgermeister und einige Gemeinderatsmitglieder mit ihrem Stadtentwicklungskonzept gegensteuern und für touristische Zukunftstauglichkeit sorgen. Entschlossene Unternehmer nehmen was in die Hand Den Kontakt zu Zumthor stellten die Gebrüder Immler her, Isnyer Unternehmergrößen aus dem Bauund Immobiliengewerbe. Als man den Neubau eines fehlenden historischen Stadttors andachte, hatten sie vorgeschlagen, den vorhandenen Etat von 5.000 Euro nicht für einen Architekturwettbewerb zu verschwenden (da würden sowieso nur Praktikantenarbeiten eingereicht), sondern damit gleich den Entwurf

eines Großen zu finanzieren. Karl und Jakob Immler haben in Isny viel investiert und restauriert und dazu beigetragen, dass der Ort sein heutiges Gesicht hat. Und wer mit ihnen spricht, nimmt eine gewisse Seelenverwandtschaft mit dem Schweizer Architekturgenie wahr, denn auch diese beiden sind introvertierte Visionäre, sehr geschichtsbewusst und machen keine halben Sachen. Der herausragende künstlerische Wert von Zumthors Arbeiten und ihre Ausstrahlung stehen für sie außer Frage und schon gar nicht deren wirtschaftliche Erfolgsgarantie. Die Immlers sagen, dass das Bauwerk auf jeden Fall zu gewünschten Veränderungen führen und der Innenstadt und der ansässigen Gastronomie die nötige Belebung bringen wird. Sie haben das Ganze schon mal vorsichtig durchgerechnet und kamen auf zusätzliche Steuereinnahmen von 150.000 Euro pro Jahr. Wenn das neue Stadttor wirklich käme, wäre das eine Attraktion, die jeder gesehen haben muss. Und auch, wenn jemand ganz ohne Architekturverständnis die Stadt nur deshalb besuchen sollte, um zu sehen, was für ein unmögliches Ding sich die Isnyer da gebaut haben, würde er dort einen Kaffee trinken gehen und für Umsatz sorgen. Die Finanzierung wird sowieso von privaten Investoren übernommen werden. Unternehmer, die eine Verbindung zur Region und ein Interesse an ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Gesundheit haben, gibt es einige in Baden-Württemberg, für die die prognostizierten 20 Millionen Euro Baukosten eine realistische Summe sind. Nur tragen diese ihr Vermögen nicht offen zur Schau. Peter Zumthor indes machte in der letzten öffentlichen Diskussionsrunde vor dem Bürgerentscheid deutlich, dass er das Tor nur bauen wolle, wenn er die Bevölkerung auf seiner Seite habe. Er will sein Projekt als Bereicherung für die Gemeinschaft verwirklicht sehen, anderenfalls stünden er und sein Entwurf auch für private Investoren nicht mehr zu Verfügung.

Der Architekt erklärt sein Modell. Peter Zumthor soll das Neue Stadttor Isny bauen.

Das Problem: die Verständigungslücke Die Stadt muss sich nun entscheiden, ob sie sich das kantige, aber weltweit einzigartige Wahrzeichen zulegen möchte oder nicht. Die Bevölkerung ist gespalten und die Diskussionen darüber hochemotional. Zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid am 5. Februar 2012 wird in Leserbriefen gestritten, verteilen Gegner Flugblätter und kleben Plakate, haben wieder andere ihre Pro-Statements in einem Schaufenster veröffentlicht. Eine schwierige Situation. Vielleicht waren die Begeisterten am Anfang ein wenig zu forsch, denn fast sieht es so aus, als wäre versucht worden, das fremdartige Bauwerk den Ur-Isnyern als Allheilmittel zu verkaufen, was die Fronten unnötig verhärtet hat. Die Frage lautet demnach auch: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Isny in das Zukunftsprojekt Neues Stadttor Isny weiter einbringt?“ Denn schließlich sind die Kosten für den städtischen Haushalt, auch wenn sie

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In Isny, einer Kleinstadt im Allgäu, streitet man derzeit darüber, ob man mit einem Baukunstwerk von Peter Zumthor Innovation wagt oder doch lieber alles beim Alten lässt.

in Relation zum Nutzen gering sind, neben der Angst vor Neuem, genau der psychologische Punkt, der die Gegner verunsichert. Auch falls es nicht gebaut wird, hat die ganze Diskussion nach innen und außen gewirkt. Menschen, die sich bisher keine solchen Gedanken gemacht haben, haben begonnen zu erkennen, dass Veränderungen unumgänglich sind, soll der 15.000Einwohnerort lebendig und wirtschaftlich stark bleiben. Im Außen hat allein die Berichterstattung in den Medien Isny bereits deutlichen

Mehrwert gebracht: Den organisatorischen Kosten von 270.000 Euro für Entwurf, Präsentationen und Gutachten stehen 243 Artikel in überregionalen Zeitungen und damit PR im Wert von rund 355.000 Euro gegenüber, die als Nebeneffekt des kreativen Prozesses entstand. Und es kann sich noch viel ändern, auch am Entwurf. Wie sagt Architekt Zumthor so schön: „Ich ziehe es vor, zusammen mit dem Klienten ein Gebäude zu entwickeln in einem langen Prozess, bei dem alle etwas klüger werden.“

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Wirtschaft

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

USA: Fairer Wettbewerb für Arbeitsplätze S

eitens der Wirtschaft hat man dabei immer Steuererleichterungen und Zuschüsse vor Augen, was schnell zu Wünschen nach Sonderbehandlungen verkommen kann. Sinnvoller wäre es, das umfassend beste Szenario für private Investitionen zu schaffen, sollen Wachstum und neue Arbeitsplätze gefördert werden. Große Verluste bei Washingtons Aktienpaket an GM illustrieren, dass seitens der Regierung finanzierte Jobs zu teuer sind. Misserfolge wie Solyndra und andere unselige Energieprojekte legen einmal mehr offen, dass die Unternehmen, nicht die Bürokraten, über die detaillierten Informationen und den Geschäftssinn verfügen, die richtigen Einsätze zu tätigen: Investitionen, die neue Produkte hervorbringen, etablierte Branchen voranbringen und Arbeitsplätze vervielfachen. Das ist nicht bloß ein Begleichen von Verbindlichkeiten der Politiker gegenüber ihren Unterstützern. Strategische Herausforderung Die Globalisierung verleiht der reichlich vorhandenen US-Technologie, der Energie und dem Kapital (sofern korrekt eingesetzt) einen großen Wertzuwachs. China und Deutschland, die so oft zitiert werden für ihre effektiven Unternehmens- und Technologiestrategien, sorgen dafür, dass ihre Unternehmen in einer steuerbegünstigten Umgebung wettbewerbsfähig bleiben. Die strategische Herausforderung an Washington besteht in der Schaffung fairer Rahmenbedingungen für US-Unternehmen. Washington muss für in den USA getätigte Innovationen und Produktionen dieselben Marktzugänge zu Asien und der Eurozone schaffen, wie sie ausländische Unternehmen heute auf dem USMarkt vorfinden. Außerdem sollten amerikanische Firmen nicht durch einen unterbewerteten Yuan oder den Euro wirtschaftlich benachteiligt sein. Gegenwärtig bekommen eher China oder Deutschland den Zuschlag, wenn es um den Aufbau eines Produktionsstandortes geht – sei es im Bereich Textilien oder Turbinen, Autoteile oder Automationstechnik. Amerikanische Patente Sowohl die Regierung Bush als

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USA als Energieexporteur Innovationen in Solarenergie oder andere alternative Energieformen werden den Einsatz von Erdöl in den nächsten 20 oder 30 Jahren erheblich reduzieren. Im Moment basiert die globale Wirtschaft aber auf dem Erdöl und die USA importieren zehn Millionen Barrel am Tag. Sie schaffen damit hoch besteuerte Arbeitsplätze und Wachstum. Bei 100 US-Dollar pro Barrel könnte eine umsichtige Erschließung der US-Vorkommen die Importe halbieren. Zusammen mit einer besseren Nutzung des reichlich vorhandenen Erdgases und kluger Anwendung der heute verfügbaren Verbrennungstechnologie könnten die USA somit zum Energieexporteur werden. Eine entmutigende Entwicklung bei heimischem Öl und Gas beschleunigt nicht die Einführung von alternativer Energie; es verschiebt nur die Umweltrisiken der Ölgewinnung in die Entwicklungsländer. Eine ernsthafte Erschließung der Golf- und anderer Ölvorkommen im Ausland sowie die Förderung natürlicher Gasvorkommen im Inland würden 2,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Betroffen wären die Bereiche Erkundung und Erschließung, aber auch die Konstruktion, die Stahlund Zementindustrie und weitere

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Peter Morici

auch die Regierung Obama haben sich zu sehr auf endlose und unproduktive Diplomatie und Kommissionen verlassen und es verpasst zu handeln, plädierte der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, Mitt Romney (wie auch der Autor dieses Artikels und andere Wirtschaftsexperten). Das Forum des Präsidenten zur Rückverlagerung amerikanischer Arbeitsplätze und seine neue Arbeitsgruppe zu Handelsfragen sind vielmehr ein Reden und Studieren ohne die Muskeln staatlichen Handelns der USA, um die Balance wieder herzustellen. Staatliche Unterstützung für Forschung und Entwicklung ist generös und wichtig. Aber nur zu oft führt Forschung, die von der Regierung unterstützt wird, lediglich zu Patenten, die Arbeitsplätze im Ausland schaffen. Man beachte, wie wenig etwa die Technologien von Apple oder Microsoft zur Fertigung in den USA geführt haben. Staatliche Richtlinien sollten dafür sorgen, dass Patente unter staatlicher Unterstützung in den Vereinigten Staaten zum Einsatz kommen, um von den Gerichten anerkannt werden zu können. Andernfalls sollte konkurrierenden Firmen erlaubt werden, eine faire Lizenzgebühr zu entrichten und jene Produkte in den USA herzustellen.

Auch in den Vierzigerjahren war Arbeitsplatzpolitik ein heißes Thema, das aber im Land zu lösen war. Im Zuge der Globalisierung wandern qualifizierte Arbeitsplätze der Gewinnmaximierung hinterher, auch wenn die Patente in den USA entwickelt wurden.

Industrien. Solche Arbeit wird in der Regel durch staatliche Zuwendungen unterstützt, aber in diesem Fall könnte sie allein durch Gelder aus dem privaten Sektor bestritten werden. „Seeräuber“ an der Wall Street Jahrzehntelang haben Finanzhäuser an der Wall Street das Wachstum beschleunigt, indem sie enormes amerikanisches Kapital in neue und innovative Produkte und zur Effizienzsteigerung in bestehende Firmen investiert haben. In den letzten Jahren haben sich jene kreativen Energien aber in ein seeräubermäßiges Streben nach dicken Boni verwandelt. Damit haben sie dem amerikanischen Kapitalismus

fast den tödlichen Schlag versetzt. Doch die Kur wurde schlimmer als die Krankheit selbst. Das DoddFrank-Gesetz und der Banken-Rettungsschirm haben große Banken an der Wall Street ermutigt, kleinere regionale Institutionen aufzukaufen, die durch den Sumpf an neuen Gesetzen verwirrt sind. So kontrollieren eine Handvoll der größten Finanzinstitute an der Wall Street die meisten der US-Bankeinlagen. Seither werden immer weniger Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen vergeben. Diese aber schaffen die meisten neuen Arbeitsplätze.

Kasinos getrennt werden und es sollten straffe Gesetze geschaffen werden, die eine ordentliche Anlage und Kreditvergabe wieder möglich machen. Die größten Banken sollten zerschlagen werden. Dadurch könnte sichergestellt werden, dass keine Bank mehr als fünf Prozent der US-Einlagen kontrolliert. Die Agenda für Wachstum und neue Arbeitsplätze ist klar. Es ist nicht Washington, das die Gewinner auswählt und sich in endlosem Gerede ergeht. Vielmehr ist es harte Arbeit, mithilfe von durchsetzungsfähigem internationalem Handel und WechselkursgesetEine Agenda für Wachstum zen faire globale WettbewerbsDas Geschäftsbankwesen sollte bedingungen für amerikanische wieder von den Wall-Street- Unternehmen und Arbeiter zu

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schaffen. Das stellt sicher, dass in Amerika entwickelte Technologien auch Amerika aufbauen. Heimische konventionelle Energie soll erschlossen werden, anstatt die Umweltrisiken ins Ausland zu schicken. Banken sollen auf eine Größe zurechtgestutzt werden, die wieder den Kommunen dient.

i Peter Morici ist Professor an der Smith School of Business, University of Maryland School und der ehemalige Leiter der Wirtschaftsabteilung bei der Internationalen Handelskommission der USA.

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Präsident Barack Obama initiiert derzeit mit Führungskräften aus der Wirtschaft einen Dialog zur „Rückverlagerung amerikanischer Arbeitsplätze“.

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WIRTSCHAFT

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

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Korruption in Deutschland? Laut Untersuchungen von Transparency International halten die meisten Deutschen ihr Land für so korrupt wie die so verrufenen Mittelmeerstaaten. Sonja Flesch-Reiss

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estechung, Schmiergelder, Korruption, Preisabsprachen? Laut Transparency International (TI) ist dies in Deutschland kein Problem mehr. Der Integritätsbericht der Anti-Korruptionsorganisation gibt Deutschland die Note „gut“ bis „sehr gut“. Das föderale System und die Rechnungshöfe seien erwiesenermaßen funktionierende Kontrollinstanzen. Rechtschaffenheit hat sich wieder etabliert mit viel Einsatz, Einsicht und Bemühungen aller Abgestraften wie Siemens, Daimler, Henkel, MAN und andere. Konzerne investieren mittlerweile Millionenbeträge in die Prävention der Korruption durch Aufklärung und Kontrollinstanzen, TelefonHotlines für Whistleblower und Fortbildung der Mitarbeiter über Folgen und Konsequenzen bei Fehlverhalten. An Universitäten wird inzwischen die Ausbildung zum Compliance-Manager angeboten, Fachleute in diesem Bereich werden nicht nur von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften dringend gesucht. Die Strafszenarien in Firmen, Verwaltungen, bei Beamten und Angestellten sind oft bis ins Kleinste geregelt. Teilweise nimmt die Angst vor Vergünstigungen absurde Züge an, selbst kleinste Geschenke werden häufig zurückgewiesen oder unter Zeugen zurückgeschickt, um nicht mit Bestechlichkeit in Zusammenhang gebracht zu werden. Ein sicherer

Arbeitsplatz hat heute höchste Pri- offen. Edda Müller, die Deutschland-Chefin von TI, meint dazu: orität. „Wir haben gesehen, dass der Bundespräsident kein vorbildliches Erwartungsdruck Auch mittelständische und klei- Verhalten an den Tag gelegt hat, ne Unternehmen sehen saubere wenn es um die Einlösung der VerGeschäfte mittlerweile als Wettbe- sprechen von Transparenz ging.“ werbsvorteil, viele wünschen sich Jeder Bürger ist betroffen, wenn sogar eine Art „Compliance-Zer- es um den Bundespräsidenten tifizierung“ als sichtbaren Garan- geht – und die meisten meinen ten für die „weiße Weste“. Trans- auch mitreden zu können, da die parency International mahnt hier große Bühne für dieses Schauallerdings an, dass der Schutz von spiel gewählt wurde. Und jeder Hinweisgebern bei den privaten weitere Tag mit unbeantworteten Arbeitnehmern noch nicht geregelt Fragen und schwachen Ausreden ist, was dringend notwendig wäre. schwächt den höchsten AmtsinDie seit 2005 geltende UN- haber. Selbst die WohlmeinenKonvention gegen Korruption den werden unruhig, da kaum wurde zwar 2006 unterschrieben, eine Nachrichtensendung, kaum aber bis heute noch nicht ratifi- ein investigatives Journal, kaum ziert. Transparency International ein Wirtschafts- oder Politmagabemängelt die unzureichenden zin ohne die „Causa Wulff“ ausRegelungen zu Parteispenden, kommt. Ironie, Hohn und Spott Sponsoring und zur Bestechung werden nun über Wulff ausgevon Abgeordneten. schüttet, die ernsthaft der Frage Besonders scharf wird von den nachgehen, wer mehr beschädigt Medien dabei die FDP beäugt und ist, der Amtsinhaber oder das Amt. vom Wähler in Umfragen und bei Und vorläufig keine Lösung und Wahlen abgemahnt. kein Ende in Sicht, die den Schaden für das Ansehen Deutschlands im In- und Ausland abwenden Doch dann kam Wulff Ein Bundespräsident hat Vorbild- könnten. Bleibt nur der zynische funktion für sein Volk und gilt als Satz: „Jedes Land hat die Politiker, moralische Instanz. Ein Bundes- die es verdient.“ Wer nun soll sein präsident, der sich benimmt wie Haupt mit Asche bedecken? ein „neureicher Prolet“ – ist das der Bundespräsident, den wir verdienen? Wer glaubt noch die ernsthaften und teuren Bemühungen der Industrie, der Verwaltungen und der Parlamente, wenn der oberste Mann im Staat dies durch sein Verhalten infrage stellt? Laut niedersächsischem Ministergesetz dürfen Mitglieder der Landesregierung Geschenke nur im Wert von bis zu zehn Euro annehmen; damit hat Rechtschaffene der ehemalige Ministerpräsident Politiker sind nun ein Problem. Auch wenn voralles andere als läufig der Straftatbestand der Vorglücklich mit der teilsannahme nicht bestätigt wurde, bleibt die Frage der Transparenz „Causa Wulff “.

F OTO : R A L S TO N /A F P/ G E T T Y I M A G E S

Die Saubermänner – „Rent a Friend“ doch dann kam Wulff

Heiraten im schönsten Hollywoodstil steht in China an erster Stelle - besonders für die Familie. Schon Monate vor der Trauung werden die Fotos des Brautpaars im Luxusambiente geschossen.

Das chinesische Neujahr, das Frühlingsfest am 23. Januar, ist der Grund für einen interessanten Boom in den chinesischen Städten.

Ying Hartmüller

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ent a Friend“ für das Frühlingsfest heißt das neue Ge„ schäftsmodell. Viele junge Menschen in China sehen darin eine gute Möglichkeit, um ihre besorgten Eltern zufriedenzustellen und sind bereit, eine Menge Geld dafür zu bezahlen. Viele chinesische Eltern machen sich Sorgen um ihre erwachsenen Kinder, die wegen steigendem Erfolgsdruck auf dem Arbeitsmarkt keine Zeit mehr haben, einen Partner zu finden. Daher ziehen die chinesischen Eltern in öffentlichen Parks im Rahmen privater „Partnerbörsen“ einen schwunghaften Tauschhandel mit Fotos ihrer Sprösslinge auf und

vereinbaren für die ahnungslosen Kinder Verabredungen mit ihrer Meinung nach geeigneten Kandidaten. Viele junge Menschen sind von dem missionarischen Eifer ihrer Eltern alles andere als begeistert und suchen daher einen Partner auf Zeit, den sie am Frühlingsfest mit nach Hause nehmen und den Eltern und Verwandten zeigen können, um endlich Ruhe zu haben. Die Webseite Taobao, die in China inzwischen so populär ist, wie E-Bay bei uns, springt in die Bresche und vermittelt Kontakte zwischen Suchenden und potentiellen „Friends to Rent“. „Greif schnell zu! Deine Eltern haben sich doch so lange um dich gekümmert. Das Beste, was du für sie tun kannst, ist, einen Freund mit nach Hause zu bringen ... Registriere dich schnell bei Taobao und bestelle!“, so wirbt diese Webseite. Ein Journalist der „Bandao Morgenzeitung“ recherchierte über verschiedene Männer, die sich mieten lassen wollen. Ein Mann aus der Provinz Shandong

meinte, sein Ziel sei eine kostenlose Reise und die Mieterin müsse nur die Fahrtkosten übernehmen. Ein Mann aus Beijing stellt da schon höhere Ansprüche. Fahrtkosten, Essen und Übernachtung seien nur das Basisangebot. Andere stellen sogar eine detaillierte Preisliste online. Danach kostet beispielsweise einmal Händchenhalten drei Yuan, einmal Umarmen fünf Yuan, einmal Küssen zehn Yuan, Schlafen: in einem gemeinsamen Bett kostenlos, auf einem getrennten Bett 50 Yuan pro Nacht, auf einer Couch 80 Yuan pro Nacht ... Dieses Geschäft ist risikobehaftet, wie jedes andere Geschäft auch. Nach Berichten von Newssc.org mietete Frau Wang einen Freund für 10.000 Yuan (etwa 1000 Euro) für das Frühlingsfest im Jahr 2009 unter der Voraussetzung, dass ihre Familie nichts davon erfahren sollte. Er hatte nicht darauf geachtet und dadurch entdeckte ihre Familie, dass er kein richtiger Freund war. Der Mann klagte Frau Wang später vor Gericht an, weil sie ihn deswegen nicht bezahlt hatte ...

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The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

Lateinamerika und Karibik gehen eigene Wege Mark Weisbrot

FOTO: LUIS ACOSTA/AFP/GETTY IMAGES

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uch wenn die meisten Amerikaner noch nichts davon gehört haben, hat sich vor einigen Wochen ein historischer Schritt ereignet, der ihre Hemisphäre verändern wird. Eine neue Organisation wurde auf ihrer Erdhalbkugel gegründet. Jedes Anliegerland war eingeladen bis auf die USA und Kanada. Diese neue Organisation nennt sich Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC). Es gab einen Grund für den Ausschluss der zwei reichsten Länder mit der weltgrößten Wirtschaftskraft. Es gab sogar mehrere Gründe, nur die meisten Medien erwähnten sie nicht. Die bereits existierende regionale Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wurde zu oft durch das Außenministerium der Vereinigten Staaten und seinen Juniorpartner Kanada kontrolliert. 2009 wurden dem anderen Teil der Hemisphäre die Augen geöffnet; vor allem den Regierungen, die glaubten, dass Präsident Obama mit Traditionen brechen und die Demokratie des Kontinents unterstützen würde. Die demokratische Regierung Honduras wurde im Juni letzten Jahres durch einen Militärputsch gestürzt. Obwohl die Rolle der USA in diesem Putsch unklar ist, gibt es aber keinen Zweifel daran, dass Washington der Opposition beim Umsturz und seiner Etablierung geholfen hat. Die Obama-Regierung blockierte sogar die OAS, gegen die oppositionelle Regierung aktiv zu werden. Die OAS wurde letztes Jahr ebenfalls von Washington benutzt, um die erste Runde der Präsident-

Die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) wurde am 3. Dezember 2011 in Caracas, Venezuela gegründet.

schaftswahlen auf Haiti zu kippen. Ein OAS-Expertenausschuss änderte die Ergebnisse, ohne nachzuzählen oder statistische Berechnungen zu Rate zu ziehen; die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten haben Haitis Regierung so lange eingeschüchtert, bis diese das Ergebnis akzeptierte. Das war eine Fortsetzung der von den USA der OAS zugedachten Rolle, nachdem sie bereits im Jahr 2000 Haitis Wahlen entlegitimierte; das wiederum spielte eine entscheidende Rolle in dem von den USA organisierten Umsturz der

demokratischen Regierung im Jahr 2004. Vor diesem Hintergrund kann man der OAS im Hinblick auf die Belange der Demokratie oder der Aufsicht von Wahlen auf diesem Kontinent nicht vertrauen. Aber es gibt noch viel mehr Gründe, eine neue Organisation für diese Region zu etablieren. In den vergangenen 15 Jahren gab es einen „Lateinamerikanischen Frühling“ mit demokratischen Mitte-LinksPartei-Regierungen, die gewählt wurden, zum Beispiel in Ländern wie Brasilien, Argentinien, Bo-

„Wir haben mehr Gewinn durch ein unabhängiges und blühendes Lateinamerika.“

livien, Ecuador, Venezuela, Paraguay, Uruguay und anderen Staaten. Es gibt kein Indiz, dass der Wandel in den Wahlurnen einen wirtschaftlichen Aufschwung erreicht hat, noch historische Durchbrüche bei der Armutsbekämpfung erzielte oder zu einer Verbesserung des Bildungs- und Gesundheitssystems führte und die Frage der ungleichen Einkommensverteilung löste. Und es ist kein Zufall, dass Lateinamerika die schlimmsten langfristigen Wachstumseinbußen während der Ära des Washing-

ton-Konsensus von 1980 - 2000 erlitt, als die Wirtschaftsregeln der Region sehr stark durch Institutionen beeinflusst wurden, die aus Washington stammten wie dem Internationale Währungsfond. Tatsache ist, dass der Lateinamerikanische Frühling hauptsächlich durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen und dem Wunsch nach Alternativen ausgelöst wurde. Die neue CELAC reflektiert diese neue Realität − Lateinamerika ist von den USA politisch unabhängiger geworden; viele Veränderungen der Wirtschaftspolitik sind ein Ergebnis davon und diese Veränderungen haben einen höheren Lebensstandard geschaffen. CELAC wird damit fortfahren, auf diese positiven Veränderungen hinzuarbeiten, einschließlich der Integration regionaler Wirtschaft, der Koordination der Außenpolitik und Konfliktlösungen. Auch wenn es Zeit braucht, wird die CELAC irgendwann die OAS ersetzen, die für Lateinamerika zunehmend irrelevant wird − wie der durch Washington stark kontrollierte IWF, der vor fünfzehn Jahren noch einen enormen Einfluss in Lateinamerika hatte und für die meisten Regionen dort nun unwichtig geworden ist. Amerika sollte diese Veränderungen durch die Unabhängigkeitsbewegung positiv bewerten und das Jammern der Experten über den sogenannten „Antiamerikanismus“ ignorieren. Wir haben sehr viel mehr von einem unabhängigen und blühendem Lateinamerika und dabei nichts zu verlieren. Mark Weisbrot ist Kodirektor des Zentrums für Wirtschaft und Politikwissenschaften in Washington, D.C. Außerdem ist er Vorsitzender der Just Foreign Policy.

Neun Kommentare über die Kommunistische Partei Chinas

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Das Buch „Die Neun Kommentare“ trägt zur Auflösung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) bei und verändert China. Die preisgekrönte Epoch Times-Serie beschreibt die wahre Geschichte und das Wesen der KPCh. Sie erscheint hier als Fortsetzungsbericht.

Kommentar Drei Fortsetzung Regierungsorgane auf verschiedenen Ebenen wurden direkt mit einbezogen, solche „abergläubischen Gruppen“ wie etwa die Gemeinschaften der Christen, Katholiken, Taoisten (besonders die Anhänger des I-Kuan Dao) und Buddhisten aufzulösen. Sie befahlen den Mitgliedern von Kirchen, Tempeln und religiösen Splittergruppen, sich bei der Regierung zu registrieren und Reue für ihre inoffiziellen Aktivitäten zu zeigen. Eine Unterlassung würde strenge Bestrafung nach sich ziehen. 1951 verkündete die Regierung formell die Regelungen, wonach denen, die weiterhin ihre Aktivitäten in inoffiziellen Gruppen ausübten,

lebenslange Haftstrafe oder auch Todesstrafe drohten. Die Opfer dieser Kampagne waren eine große Anzahl von anständigen und gesetzestreuen Gottesgläubigen. Statistiken zufolge hat die KPCh in den 50er-Jahren mindestens drei Millionen Gläubige und Mitglieder von Untergrundgruppen verfolgt bzw. getötet. Die KPCh durchsuchte landesweit nahezu jeden Haushalt, befragte dessen Mitglieder und zertrümmerte sogar die Statuen des Küchengottes, den die chinesischen Bauern traditionell verehrten. Diese Maßnahmen bekräftigten die Botschaft der KPCh, die kommunistische Ideologie sei die einzig legitime Ideologie und der einzig legitime Glaube. Bald schon tauchte das Konzept der „patriotischen“ Gläubigen auf. Die nationale Verfassung schützt ausschließlich „patriotische“ Gläubige. Tatsächlich gibt es nur eine Option, egal an welche Religion auch immer man

BRIEFE AN DIE REDAKTION

glaubt: Man muss den Anweisungen der KPCh Folge leisten und anerkennen, dass die KPCh über allen Religionen steht. Wenn du Christ bist, so ist die KPCh der Gott des christlichen Gottes, bist du Buddhist, so ist die KPCh der Meister-Buddha des Hauptbuddhas. Unter den Moslems wiederum ist die KPCh der Allah des Allahs. Und bezüglich des lebenden Buddhas des tibetischen Tantrismus würde die KPCh eingreifen und bestimmen, wer der lebende Buddha sein sollte. Im Grund genommen musst du das sagen, was die Partei von dir verlangt und das tun, was die Partei von dir verlangt. Alle Gläubigen müssen sogar im Namen ihres Glaubens die Zielsetzungen der KPCh unterstützen. Wer dem nicht nachkommt, wird zur Zielscheibe des harten Durchgreifens der KPCh und ihrer Diktatur. Laut einem am 22. Februar 2002 veröffentlichten Bericht des Online Magazins „Humanity and Human Rights“ führten

über 20.000 Christen eine Untersuchung unter den 560.000 Christen der Hauskirchen in 207 Städten der 22 Provinzen Chinas durch. Die Untersuchung ergab, dass von den Kirchenmitgliedern 130.000 unter Regierungsaufsicht standen. Bis zum Jahre 1957 hatte die KPCh bereits mehr als 11.000 Christen getötet. Weitere wurden willkürlich inhaftiert und von ihnen wurde Geld erpresst. Durch die Beseitigung der Klasse der Grundbesitzer, der Klasse der Kapitalisten und durch die Verfolgung einer großen Anzahl von gottesgläubigen und gesetzestreuen Menschen räumte die KPCh den Weg für den Kommunismus als allumfassende Religion Chinas frei. 3.4. Die Anti-Rechts-Kampagne − eine landesweite Gehirnwäsche 1956 bildete eine Gruppe ungarischer Intellektueller den Petöfi-Kreis. Die von dieser Gruppe entfachte landesweite Revolution

begann am 23. Oktober 1956 mit einer Großdemonstration in Budapest und endete am 4. November 1956 mit dem Einmarsch der Roten Armee der Sowjetunion. Dies ist der sogenannte „ungarische Volksaufstand“. Mao Tsetung ließ sich dieses Ereignis eine Lehre sein. 1957 ersuchte Mao die chinesischen Intellektuellen und andere Nichtkommunisten, der KPCh „bei der Selbstkritik zu helfen“. Die Bewegung – bekannt als die „Bewegung der Hundert Blumen“ – folgte dem Slogan „Lasst hundert Blumen blühen und hundert Denkrichtungen miteinander wetteifern“. Sein Ziel war es, die „anti-parteiischen Elemente unter den Menschen“ anzulocken. In einem Brief an die Parteichefs der Provinzen sprach Mao Tse-tung Anfang 1957 von seiner Absicht „Die Schlangen aus den Löchern zu locken“, indem man ihnen Luft lässt, um ihre Ansichten zur Selbstkritik der KPCh einzubringen.

Bitte senden Sie die Briefe an leserbriefe@epochtimes.de Epoch Times Europe GmbH, Kurfürstenstraße 79, 10787 Berlin Tel.: +49 (0) 30 / 263 95 312 / 13, Fax: +49 (0) 30 / 319 99 684

109.916.644 MENSCHEN haben mit dem Stichtag 21. Januar 2012 ihre Austrittserklärung auf der Webseite http://quitccp.org veröffentlicht.

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m 18. November 2004 veröffentlichte „The Epoch Times“ erstmals die Neun Kommentare über die Kommunistische Partei Chinas (KPCh). Darin werden die Geschichte und das Wesen der KPCh dokumentiert und analysiert. Seitdem erklären täglich rund 56.000 Chinesen ihren Austritt aus der KPCh, dem Kommunistischen Jugendverband und den Jungen Pionieren. Die per Telefon, Fax oder E-Mail erklärten Austritte werden von drei „Tuidang“ (Austritts-) Centern gesammelt und im Internet auf http://quitccp.org veröffentlicht.


International

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

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Medienzirkus um US-Präsidentschaftskandidaten vom Weizen getrennt wird, ist dasselbe, wie der Familienhund, der die Tischreste frisst. ame on“ war Rick Santo6. Iowa hat fünfmal mehr rums erster Kommentar, Schweine als Einwohner. „ nachdem sein plötzlicher Aufstieg mit bloßen 30.000 Stim- Pferderennen men in Iowa für erfolgreich gehal- Die Medienanalysten, die die Beten wurde. Aus Versehen verriet er richterstattung untersuchten, entdas Spiel, indem er es bei seinem hüllten, dass mehr über Pferderenwahren Namen nannte: ein Spiel. nen als über irgendwelche Debatten Aber dieses Spiel geht nicht über wirkliche Fragen geschrieben nur um Politik, sondern auch um wurde. die Medien. Es sind die PseudoDas Projekt über Vorzüglichkeit Events wie dieses, wofür die Me- in der Politik berichtete: „Einer der dien leben: Solche Ereignisse ver- Schlagzeilen in den Presseberichten sorgen sie, damit sie etwas zu zu von Iowa zufolge richteten die Mastun haben und sich dabei wichtig senmedien ihr Augenmerk hauptvorkommen können. Es schafft sächlich auf das sich verschiebende Sendezeit für endlose Gelehr- Pferderennen, aufgrund dessen sich samkeit und ein Schauspiel, das Rick Santorums kürzliches gutes einen langweiligen Winter in Iowa Abschneidens vorausahnen ließ ...“ belebt. „Dieser Bericht, der sich auf Für die Iowaner ist es eine eine Stichprobengröße von mehr Chance, an etwas „teilzuhaben“, als 11.500 Nachrichten-Webseidas wichtig klingt; für Medien- ten gründet, fand, dass Elemenchefs ist es eine Nachrichtenrou- te aus Pferderennen wie Strategie, tine, ein Ritual. Die Medien stel- Schwung und Wahlen das führende len praktisch einen Infokommerz Thema (27 Prozent) in der Berichtbereit, der sich zu einer echten erstattung des unbeständigen IowaNachricht aufplustert. Kampfes ausmachten. Danach Während der ganzen folgen- folgte die Berichterstattung über den Wochen mit endloser Rund- die Bilanz des Bewerbers und seium-die-Uhr-„Berichterstattung“, ne Position zu bestimmten Themen einschließlich der analysierenden (19 Prozent), danach die Beachtung Fernsehbeiträge und Meinungs- des Vorwahlsystems in Iowa selbst umfragen, erwähnt kaum jemand, (16 Prozent). Die Berichterstattung wie die Medien sich einen Nut- über die Sorgen und Aktivitäten der zen davon verschaffen, wenn sie Iowa-Wähler lag mit sechs Prozent ein falsches Gefühl der Aufregung sehr weit hinten.“ auslösen, womit sie schließlich Viele Medien-Outlets wiesen auf auch ihre Gewinne von der endlo- die Irrelevanz des Zirkus in Iowa sen Werbung erwirtschaften. Rick hin. Das hinderte sie aber nicht daPerry zum Beispiel investierte in ran, darüber zu berichten, so, als seinen gescheiterten Wahlgang 17 ob es wichtig sei und sie gaben ihm Millionen US-Dollar. (Was glau- durch die Berichterstattung eine ben Sie, was eine Stimme kostet?) Wichtigkeit. Dabei räumten viele Chris Crawford bringt einige ihrer feigen Analysten ein, dass es Fakten, die in der Berichterstat- eine Farce war. tung begraben wurden, sofern sie Der Medien-Kritiker Marvin überhaupt berichtet wurden. Kitman schreibt: „Im Grunde ist 1. Bei Vorwahlen wählen noch das Format des Ereignisses, das nicht einmal Versammlungs-De- nicht einmal eine Urwahl ist, mit legierte verbindlich. der Anzahl von Leuten vergleich2. Die Gesamtsumme an Wäh- bar, die bei einer Politbüroverlern des Gewinners würde gerade sammlung in den alten Tagen der mal ein Viertel von einem Natio- eingeschränkten Demokratie in der nal-Football-League-Stadion fül- UdSSR auftauchten.“ len. Wie bei der leninistischen De3. Von den drei Millionen Be- mokratie gründen sich die Vorwahwohnern des Staates nehmen nur len von Iowa auf das Prinzip des 100.000 teil. demokratischen Zentralismus, bei 4. Zu sagen, dass die Vorwahl der kleinere Gruppen zusammenihren Wert hat, bei dem die Spreu kommen, um größere Gruppen zu Danny Schechter

Der ehemalige US-Senator Rick Santorum landete bei den Vorwahlen in Iowa überraschend auf den zweiten Platz.

wählen. Es ist eine Kreuzung zwischen Abstimmung in einer eigentlichen Urwahl und der amerikanischen Tradition, vor einem Konvent Bewerber in verrauchten Zimmern auszuwählen. Eigentlich sind die Vorwahlen von Iowa noch weniger demokratisch als die Politbürowahl, da es so vielen geeigneten Wählern das Privileg der Teilnahme entzieht: Leute, die Dienstagnacht arbeiten; Leute, die sich keinen Babysitter leisten können; jene, die für unser Land an fremden Ufern kämpfen; Leute, die geschäftlich unterwegs sind oder sich vor der Dunkelheit ängstigen. Aus welchen Gründen auch immer, es sind nur etwa 80.000, die sich damit herumquälen, sich zur Wahl einzuschreiben.

mehr Sympathie, was heißt, dass die republikanischen Bewerber sich vielleicht auf andere Themen konzentrieren müssen, um ihre Basis sowie die unentschiedenen Wähler anzusprechen.“ „In Iowa geht es in den Vorwahlen wegen der beschränkten Anzahl von Teilnehmern oft um gesellschaftliche Fragen. Es ist eine wichtige Zeit zu sehen, welche Botschaften die Kandidaten für ihre Anhänger anbieten, aber das spiegelt nicht immer den umfassenderen Ton der Wahlen“, merkte sie an. „Spiegelt nicht immer“ – was ist denn das für eine Untertreibung? Bislang ist der wirkliche Gewinner ironischerweise Barack Obama – einfach indem er gar nichts tut außer präsidentenhaft auszusehen, wenn er kein Golf spielt oder am Neujahrsabend „Stellungnahmen“ Der Gewinner heißt Obama Jetzt ist es an New Hampshire, für unterschreibt, die die Verfassung mehr desgleichen zu sorgen mit unterhöhlen, während er „Bedeneiner kleineren Mannschaft von ken“ ausdrückt. Spielern, die noch stehen. Bachman ist gegangen und Perry po- Werbung siert. Huntsman hat immer noch Inzwischen verdecken unsere einiges vom Geld seines Papas furchtlosen Medien weiterhin die zum Verteilen übrig. finanzielle Krise, die Verzweiflung Racheline Maltese, ein Forscher der Armen und den wirtschaftlivon Media Tenor, einem Unter- chen Druck auf die meisten amenehmen für Medienanalysen, ver- rikanischen Familien. weist auf Folgendes: Dieser Misserfolg wird von der „Sowie sich die Berichterstat- Unwilligkeit der Medienexperten tung über die Wirtschaft verbes- verschlimmert, zuzugeben, dass sert, bekommt Präsident Obama ihre eigenen Praktiken zu einer

Krise beitragen, die sich schnell zu einem Kollaps ausweiten kann. Die New York Times machte sich noch mehr zu einer Zeitung für die ein Prozent Leser, indem sie ihren Preis an den Zeitungskiosken auf 2,50 US-Dollar anhob. Sie müssen mehr bezahlen, um mehr über die steigende Inflation zu lesen. Inzwischen verlieren TV„Nachrichten“-Programme zunehmend das, was von ihren Nachrichten übrig geblieben war, wie die Washington Post berichtet. „TV-Nachrichtensendungen“ werden zunehmend mit Reklame übersät, die sich als Nachrichten ausgeben – und die Regierung will etwas dagegen unternehmen. Bezüglich der subtilen „Bezahl-fürs-genannt-werden“-Marketingstrategien, die in die Nachrichten einsickern, hat die Bundesstaatliche Federal Communications Commission (FCCV) eine Regulierung vorgeschlagen, wonach von den 1.500 kommerziellen Fernsehsendern der Nation verlangt würde, die Unternehmensinteressen hinter den Nachrichten online zu enthüllen. Es kann Monate dauern bis, der Vorschlag rechtskräftig wird. Lob hat er von den Verbrauchergruppen erhalten, die das aktuelle System kritisiert haben. Es verlangt von den Rundfunksprechern, im Abspann einer Sendung zu enthüllen,

dass ein Inserent für seine Erwähnung in den Nachrichten bezahlte. „Wenn Sie nicht bis zum Abspann dranbleiben, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Sie erfahren, wer denn nun die Schmiergelder zahlte“, so Corie Wright, ChefPolitikberater für die „Free Press“, eine Medien-Überwachungsgruppe, die den FCC-Vorschlag unterstützte. „Wenn von Rundfunksprechern verlangt wird, es online zu stellen, können Sie überprüfen, ob dafür bezahlt wurde oder nicht.“ Die vorgeschlagene Regulierung ist für Programme gedacht, die dem Zuschauer wie die Arbeit unabhängiger Journalisten erscheinen, aber in Wirklichkeit Nachrichten sind, die von Sponsoren geglättet werden oder die die gesamte Berichterstattung vorschreiben. Dies ist ein Spiel der Narren, das von Narren gespielt wird, damit wir genarrt werden.

i Der Nachrichtenanalyst Danny Schechter bloggt bei NewsDissedctor.com. Sein jüngstes Buch trägt den Titel: „Occupy: Dissecting Occupy Wall Street“.

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FEUILLETON

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

Ein klassischer Spielberg um Loyalität, Hoffnung und Verlässlichkeit Zeit des Krieges, ein Junge, sein Pferd – viel Emotionen und viel Schmerz. Das Drama „Gefährten“ basiert auf Michael Morpurgos Roman „Schicksalsgefährten“ (englischer Originaltitel: „War Horse“), der 1982 veröffentlicht wurde.

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Jeremy Irvine als Albert mit seinem „Gefährten“ Joey.

Matthew Rodgers

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efährten“ – eine Geschichte erfüllt von dem, „ was einen Film von Steven Spielberg ausmacht. Es ist nicht verwunderlich, dass Spielberg die Gelegenheit genutzt hat, die Zügel bei dieser cineastischen Adaption von Michael Morpurgos Kinderbuch in die Hand zu nehmen. Der Film zeigt die vom Ersten Welkrieg geprägte Geschichte Alberts (Jeremy Irvine), einem Farmerjungen aus der englischen Grafschaft Devonshire und einem kleinen Pferd namens Joey. Das Arbeitstier wurde von Alberts Vater (Peter Mullan) aus einer Laune heraus gekauft. Sehr zum Widerwillen seiner Ehefrau (Emily Watson), die weiß, dass es nur einer schlechten Ernte bedarf, um sie um ihre gepachtete Farm zu bringen. Mit der Zeit baut sich eine untrennbare Bindung zwischen Albert und Joey auf. Diese wird auf die Probe gestellt, als das Pferd verkauft wird, um im Ersten Weltkrieg zu dienen und womöglich nie mehr heimkehren wird. Der Film beschwört auf wunderschöne Art und Weise eine Zeit aus früheren Tagen herauf. Dies ist nicht zuletzt auch der beeindruckenden und oft atemberaubenden Kameraführung von Janusz Kaminski zu verdanken, ein langjähriger Begleiter Spielbergs.

Die Handlung feierte als Theaterstück schon große Erfolge, ab 16. Februar läuft der Film nun auch auf der Leinwand.

„Gefährten“ muss man einfach gesehen haben: Die animierten Postkarteneffekte am Ende des Films, die spärliche – im wahrsten Sinne des Wortes – Rauheit der Einöde oder die ländliche Ruhe eines idyllischen Dorfes, das selbst bei sintflutartigem Regen noch einladend aussieht. Es fällt schwer, solch einen Film zu finden, der prächtiger aussieht als dieser. Aber wie sieht es mit der Seele des Films aus, die sich als roter Faden durch die Geschichte eines Mannes und seines Pferdes zieht? Wo ist der Kern der Erzählung und der Grund dafür, dass Albert diesen langen Weg auf sich

nimmt, um mit seinem Pferd wiedervereint zu sein? Genau dies ist der polarisierende Faktor, der für den Erfolg des Films verantwortlich sein wird. Diejenigen, die der sentimentalen Gefühlswelt Spielbergs nichts abgewinnen können, werden den Film ein wenig zu gefühlsbeladen finden. Verstärkt werden die Emotionen durch John Williams schwungvoll orchestrierte Musik, die stets die erwünschte Reaktion hervorruft. Aber wer die zuckersüßen Aspekte mag, die für eine solche Geschichte benötigt werden, der wird die hervorragend verwendeten Stilmittel durchaus genießen. Spielberg hat

„Ich hoffe, dass diese Geschichte Menschen durch das gemeinsame Erleben zusammenbringen wird – diese Botschaft kann man in jedem Land nachfühlen.“ Steven Spielberg

Großartiges bei dem Versuch geleistet, Joey subtile Charaktereigenschaften zu verleihen. Direkt aus der Schauspielschule kommend, gibt Irvine sein Bestes in der Rolle als junger Farmer. Seine Hingabe zu seinem Pferd ist stets glaubwürdig. Sein Widerwille jedoch, seiner Rolle als Albert etwas Markantes zu verleihen, sein übermäßiger Ernst, macht es einem schwer, auf seiner Seite zu sein und lässt ihn manchmal ein wenig nervend wirken. Emily Watson und Peter Mullan besetzen ihre Rollen hervorragend, aber es sagt viel aus, dass sie von einer übermütigen Gans

mal eben von der Leinwand gespielt werden. Man kann fast spüren, an welcher Stelle, wenn es ein Theaterstück wäre, die Bühnenlichter ausgehen würden. Zweifelsfrei ist die beste Szene des Films die auf dem Schlachtfeld, in der sich Soldat Toby Kabbells, aus der britischen Kolonie Geordie, mit seinem deutschen Gegenstück austauscht. Es ist eine wundervolle Sequenz, die wegen des vorangegangenen Stacheldrahtvorfalls noch mehr Eindruck hinterlässt und die vom Publikum verlangt, lange den Atem anzuhalten. Auch hinterlässt Tom Hiddlestones als bewundernswerter Soldat in einem der wenigen Momente, in denen die zu erwartenden Tränen hervortreten, einen unvergesslichen Eindruck. Doch das ist die eigentlich zugrunde liegende Schwachstelle bei „Gefährten“: Es ist fast zu perfekt und zu effektvoll verpackt, sodass die überhöhte theatralische Dramatik eine Distanz zwischen der Geschichte und dem Publikum schafft, die in einem Unvermögen resultiert, sich mit dem Film zu identifizieren. Es gibt magische Momente, aber man verehrt sie eher, als sich in sie zu verlieben.

Tobias Hofmann

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urzeit sorgen die im USKongress diskutierten Gesetzesentwürfe SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect Intellectual Property Act) für Unmut in der Internetgemeinde. Die Entwürfe sind ein weiteres Indiz dafür, wie unbeholfen die Justiz im Umgang mit den neuen Herausforderungen in Bezug auf das Urheberrecht im Internet ist. SOPA soll zum besseren Schutz geistigen Eigentums im Internet beitragen. Viele Webseitenbetreiber sehen in dem neuen Gesetz jedoch eine Möglichkeit, die Zensoren Tür und Tor öffnet.

Wikipedia für 24 Stunden nicht nutzbar Aus Protest vor den Gesetzesentwürfen hüllten sich einige Webseiten in schwarze Trauer. Andere, wie die englischsprachige Ausgabe der bekannten Internetenzyklopädie Wikipedia, schalteten ihren Dienst am 18. Januar für einen Tag lang sogar ganz ab. Wikipedia wäre laut eigenen Aussagen nach der gesetzlichen Definition als Suchmaschine zu bezeichnen und als solche verpflichtet, alle geführten Weblinks

auf Urheberrechtsverletzungen zu untersuchen und diese gegebenenfalls zu entfernen. Da auch die deutsche Wikipedia-Seite von der Wikipedia-Foundation betrieben wird, würde das amerikanische Gesetz auch für die deutschsprachige Version der Enzyklopädie gelten. Dies würde zu einem enormen und kaum zu tragenden Personalaufwand führen. Die Strafen bei Nichterfüllung könne das spendenfinanzierte Projekt nicht tragen. SOPA schreibe laut Wikipedia außerdem Einschränkungen für Software vor, die es Menschen in totalitären Regimen ermöglicht, die von dem Regime auferlegten Internetbeschränkungen zu umgehen und auf Seiten wie Wikipedia zugreifen zu können. Netzsperren für DNS-Server schränken zudem die Nutzbarkeit der Websites für den Großteil der Internetnutzer ein. Im ungünstigsten Falle auch die der Wikipedia-Foundation. Bezahldiensten könnte von jedem Rechteinhaber untersagt werden, Gelder an die Betreiber von Websites weiterzuleiten, die entsprechende Urheberrechtsverletzungen begehen. Hierzu reiche bereits ein Verdacht aus und kein Gericht müsste angerufen werden. Laut der Stellungnahme von

F OTO : A F P P H OTO / P H I L I P P E LO P E Z

Der Kampf zwischen Urheberrecht und Internetfreiheit

Aus Protest gegen Internetzensur: die englische Wikipedia-Seite für einen Tag lang in schwarze Trauer gehüllt.

Wikipedia lehnen unter anderem auch AOL, die Creative Commons Foundation, eBay, die Electronic Frontier Foundation, Facebook, Google, Human Rights Watch, die Internet Foundation, Kaspersky, Mozilla, Reporter ohne Grenzen, Twitter und Yahoo die vorliegende Form des Gesetzesentwurfs ab. Auch für Reporter ohne Grenzen ein schwarzer Tag Die englische Seite von „Reporter ohne Grenzen“ folgte dem Beispiel von Wikipedia und hüllte seine Website für einen Tag lang

in Schwarz. „Wir haben uns entschlossen, die englischsprachige Website für 24 Stunden zu schließen, um auf die knebelhafte Unterdrückung hinzuweisen, die sich über das Internet ausbreiten würde, wenn SOPA und PIPA in Kraft treten würden. Diese Gesetze würden eine unermessliche Anzahl an Internetnutzern betreffen, die unschuldig in Bezug auf jegliche Verletzung intellektuellen Eigentums sind, indem Websites gezwungen werden, andere Websites zu sperren, die unter dem Verdacht stehen, nur vage definierte Urheberrechte zu verletzen“, heißt es dazu in einer Stellungnahme. Urheberrecht im Internet – ein ungelöstes Problem Probleme mit Urheberrechten im Internet sind vor allem durch das Massenphänomen des Herunterladens von Musik und Filmen aus dem Netz bekannt geworden. Die Besonderheiten des Internets machten es zunächst schwierig, geltendes Urheberrecht anzuwenden. Eine rechtliche Grauzone stellt beispielsweise das Anschauen von Filmen per Videostream über das Internet in der Form dar, wie es beispielsweise auf der Videoplattform YouTube tagtäglich milliardenfach geschieht. Der

Film wird dabei lediglich temporär oder nur in Teilen im Arbeitsspeicher oder auf der Festplatte des Betrachters gespeichert. Die Anbieter solcher illegalen Plattformen werden zwar regelmäßig von der Polizei festgenommen und die Websites stillgelegt; ein Endnutzer wurde jedoch noch nicht verurteilt. Auch ist oftmals unklar, welche Aktion im Internet nun tatsächlich zu einer Rechtsverletzung führt und welche nicht. Die Internationalität des sogenannten Filesharings, also das Teilen von Daten im Internet, macht eine Ahndung mitunter schwierig. Einen in Deutschland getätigten illegalen Download von einem Server, der beispielsweise auf den Philippinen steht, nachzuweisen, kann sich als ein durchaus schwieriges Unterfangen herausstellen. Und so wie das Urheberrecht zurzeit umgesetzt wird, nutzt es zumeist eher einigen Anwälten, die Abmahnungen mit Geldstrafen an diejenigen verschicken, die sich eines illegalen Downloads strafbar gemacht haben. Eingeschränkt oder gar verhindert haben solche Gesetze das illegale Treiben im Internet bisher nicht. Laut dem Bundesverband für Musikindustrie haben die illegalen Downloads von Musikalben sogar zugenommen.


feuilleton

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Rubens? Rembrandt? – Laagland! „Ich glaube, dass das Barock am besten wiedergibt, wie Menschen sind und wie der menschliche Körper konzipiert ist: Vielgestaltig, reich an Formen, rhythmisch, rund … Deshalb war es nicht eine Frage von romantischer Zuneigung für eine bestimmte historische Epoche oder eine bestimmte Ikonografie“, sagte er. „Der Wim van Aalst Schwung, die Anmut und das Streben nach Ästhetik sind natürlich etwas, das die Alten Meister sehr gut beherrschten. Mein ans Laagland, Jahrgang 1965, malt eigenes Bemühen darum führte mich wie genauso üppig und schwungvoll von selbst zu ihnen.“ wie seinerzeit Rembrandt oder Rubens. Wären da nicht die kleinen zeitge- Kunst verzaubert Menschen nössischen Details, könnte man ihn glatt Laagland sieht den Zweck der Kunst in mit ihnen verwechseln, denn er malt aus- erster Linie darin, die Sinne zu liebkosen, schließlich mit historischen Pigmenten. Sein genauer gesagt, ist dies „die Liebkosung Atelier befindet sich in seiner Heimatstadt einer höheren Ordnung“. „Kunst ist in der Lage, die Menschen in Erstaunen Zichem in Belgien. Mit zehn Jahren fing Laagland an, von zu versetzen und zu fesseln, und zwar in seinem Vater Malerei zu erlernen, der eher ähnlicher Weise wie es auch ein Akrobat ein modern orientierter Maler und lokal macht“, erklärt er. Und je vertrauter man berühmt war. Im Alter von 15 Jahren ging mit der Kunst wird, umso tiefer wird auch Laagland entschlossen seinen eigenen Weg die Erfahrung. und unterhielt sich mit Konservatoren und Andererseits findet er Kunst auch die Chemikern, um die Geheimnisse der Alten überflüssigste Ausdrucksform. Es sei aber Meister zu knacken und der Maler zu wer- genau diese Überflüssigkeit, die den Ehrgeiz herausfordert: „Kunst muss einfach den, der er heute ist. Laaglands Werke reichen von Portraits außergewöhnlich sein, um einen Wert zu und Figuren über Stillleben bis hin zu haben. Sie hat keinen praktischen Nutzen prächtigen Blumenbildern. Im Original im täglichen Leben, aber sie kann Mensind sie einfach atemberaubend und ihre schen verzaubern. Für mich ist das EntSchönheit faszinierend. Einige dieser Ge- scheidende, wie eine Malerei konzipiert ist, mälde haben die Fähigkeit, den Betrachter zu beruhigen und zu erfreuen, sodass seine Seele tief berührt wird. Sie wurden unter anderem in Antwerpen, Beverly Hills und in St. Petersburg ausgestellt.

Im Alter von zehn Jahren fing Hans Laagland an zu malen. Mit elf malte er sein erstes Ölgemälde und ein Jahr später stellte er seine erste eigene Arbeit aus. „Das Morseburg- Blumenbild“, 2007, Öl auf Leinwandtafel.

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Wirklichkeit zum Bild vollständig durch den Menschen und wird sehr persönlich.“ In diesem Punkt ist Laagland unnachgiebig. Große Kunst verkörpert für ihn immer stark die Persönlichkeit des Künstlers, obwohl Laagland der Meinung ist, dies sei mehr ein positives Nebenprodukt als ein Mittel zum Zweck: „Die Alten Meister versuchten sich nicht absichtlich in ihren Werken selbst darzustellen und dennoch sind ihre Werke hochgradig persönlich. In ihnen zeigte sich ihr großes Talent.“

„Monumentales Stillleben mit Früchten“, 2007, Öl auf Leinwandtafel, eines von vier Bildern von Hans Laagland, das von J. Morseburg in Los Angeles in Auftrag gegeben wurde.

Von der Ästhetik der Alten Meister lernen Das Barock bildet zwar den direkten künstlerischen Hintergrund für Laaglands Arbeiten, doch liegt das für ihn selbst mehr an einer inneren Verbundenheit als an der Auswahl der Sujets. Er empfindet das Barock als etwas, das in vielerlei Hinsicht auch in der heutigen modernen Welt lebendig ist – in Trickfilmen zum Beispiel, bei Autodesignern und im Geschmack des Publikums.

Der flämische Maler Laagland legt Wert darauf, die Schönheit in einer Komposition festzuhalten. „Stillleben mit Blumen und Schmuck“, 2009, Öl auf Leinwandtafel.

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2012

a l l e F oto s : M i t f r e u nd l i c he r Genehm i g u n g v o n H ans Laa g l and

In Belgien gibt es tatsächlich einen Künstler, der im Jahr 2012 noch mit den Mitteln der alten Meister malt. Seine Werke sehen äußerst lebendig, barock und authentisch aus.

nicht aber, was gemalt wird. Sie können jede Geschichte oder jedes Thema aufgreifen, doch das Thema wird es noch nicht zu einem großen Kunstwerk machen. Es kommt eben darauf an, wie man das Thema darstellt. Das macht den Unterschied.“ Und er erläutert weiter: „Einige denken vielleicht sofort an die Technik, wenn ich das erwähne, aber es ist mehr als nur die Technik: Es enthält die vollständige Erstellung der Komposition und die Wiedergabe verschiedener Gegensätze, die hell und dunkel, hart und weich, Bewegung und Stille einschließen.“ Laagland malt absichtlich nicht von Fotografien ab: „Die reinste Weise zu malen funktioniert nur ohne die Hilfe von Fotografie und Ähnlichem. Man muss sich direkt nach der Natur richten. Nur dann geschieht die Umwandlung von der

Die Spitze der Malerei Für Laagland ist die Malerei eine endlose Straße der Selbstverbesserung: „Es ist wirklich eine Sache der Ebenen. Es geht darum, mich selbst zu erhöhen.“ Für ihn stellt das Barock den Gipfel der westlichen Malerei dar. „Bis zum späten 19. Jahrhundert hatten Künstler zwar auf ehrliche Weise ein gemeinsames Ziel angestrebt, aber sie erreichten nicht dasselbe Niveau wie ein Rembrandt oder ein van Dyck. Von diesen Künstlern gibt es meiner Meinung nach mehr zu lernen, als von, sagen wir, einem Delacroix … Allerdings vergleiche ich mich nicht mit ihnen. Ich möchte nur herausfinden, wie viel man von ihnen erfahren kann“, sagte er. Laagland ist zwar ein Virtuose, aber kein akribischer Maler. Sein Pinsel tanzt anscheinend zufällig auf der Tafel herum, denn Leinwände verwendet er nie. Gerade, wenn man sich fragt, was in aller Welt seine Pinselstriche zu bedeuten haben, werden eine Tasse, eine Birne oder ein Gegenstand in plastischer Schönheit zum Leben erweckt, die aus verstreuten Farbtupfern entstehen. Laagland erklärt gelassen: „Wenn man eine Komposition kreiert, muss man die Schönheit darin sehen. Wenn man dieses Bild einmal im Innern gesehen hat, hält man sich daran und arbeitet seinen Weg bis dorthin.“ Und dies geschieht wie durch Magie. Durch die Augen von Hans Laagland betrachtet, ist die Welt schön wie ein Juwel.

i Hans Laaglands Atelier kann exklusiv auf seiner Webseite besucht werden: www.hanslaagland.com


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Exoplaneten wurden von ihrer Sonne „geröstet“ Es ist das erste Mal, dass Forscher eine Sonne entdeckten, die in ihrer Entwicklung von ihren Planeten entscheidend beeinflusst wurde. Diese kreisten über längere Zeit in ihrer äußeren Hülle. Dabei sollen sie der Sonne Material abgezogen haben, wobei sie ihre Hüllen aus Gas und Wasser verloren.

FOTO: S. CHARPINET

FOTO: THE EPOCH TIMES

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or Kurzem wurden zwei Planeten in der Größe der Erde entdeckt, die einen heißen Zwergstern umkreisen, der 3.900 Lichtjahre von uns entfernt ist. Sie könnten vielleicht Reste von Gasriesen sein. Diese Planeten wären demnach vorher, als der Stern noch im Stadium eines Roten Riesen war, innerhalb dessen ehemaliger Gashülle gekreist. Dies wird in einem Forschungsbericht berichtet, der Ende Dezember 2011 im Journal Nature veröffentlicht wurde. Die angekohlten Satelliten mit der Bezeichnung KOI 55.01 und KOI 55.02 sind die kleinsten uns bekannten Planeten, die einen aktiven Stern außerhalb unseres Sonnensystems umkreisen. Ihre Sonne KOI 55 (oder KIC 05807616) ist ein Zwergstern und der ehemalige Kern eines Roten Riesen. Er hat den größten Teil seiner feurigen Hülle verloren und brennt mit einer Temperatur von 28.000 Kelvin. „Wenn sich unsere Sonne zu einem Roten Riesen aufbläht, wird sie ebenfalls die Erde einhüllen“, schrieb Koautorin Elizabeth Green vom Steward Observatorium der Universität von Arizona in einer Pressenachricht. „Wenn ein winziger Planet wie die Erde eine Milliarde Jahre in solch einer Umgebung verbringt, wird er schließlich verdampft sein.“ „Nur Planeten mit einer Masse, die viel größer ist als die unserer Erde – wie etwa der Jupiter oder der Saturn – können vielleicht überleben.“ Die Astronomen benutzten auf ihrer Suche nach pulsierenden Sternen das Kepler-SpaceTeleskope der NASA und beobachteten die Objekte mehrfach über längere Zeit, um die minutenlangen aber sehr geringen Schwankungen ihrer Helligkeit

Nur Planeten mit einer Masse, die viel größer ist als die unserer Erde – wie der Jupiter oder der Saturn – können solch ein Inferno vielleicht überleben.

aufzeichnen zu können. Mit dieser Methode ist es möglich, in einen Stern „hineinzusehen“. Es ist nämlich bekannt, wie die Helligkeitsschwankungen entstehen. Ursache sind Schwingungszustände des Sterns, die durch die Wechselwirkungen von Schwerefeldern entstehen. „Dieses Phänomen ist auch aus Modellrechnungen bekannt, sodass wir aus den beobachteten Parametern des Sterns Rückschlüsse auf sein Innenleben ziehen können.“ Bei der Beobachtung der Pulsation von KOI 55 bemerkten die Forscher, dass die absolute Helligkeit um fünf Tausendstel Prozent flackerte. Sie stellten fest, dass dies an den zwei kleinen Planeten liegen muss, die den Stern sehr nahe und deshalb sehr schnell umkreisen. „Planeten, die sich so nahe an ihrer Sonne befinden, führen

gebundene Rotationen aus, das heißt sie schauen immer mit der gleichen Seite zur Sonne, so wie auch unser Mond immer mit der gleichen Seite zur Erde ausgerichtet ist“, erklärte Green. „Die Tagesseite des sonnennächsten Planeten in unserem Sonnensystem, des Merkur, ist heiß genug, um Blei zu schmelzen. Man kann sich also die extremen Bedingungen auf den beiden Planeten vorstellen, die um ihre Sonne rasen, die zudem fünfmal heißer ist als unsere.“ Als sich die zwei Planeten während ihrer Phase als Roter Zwerg noch innerhalb der Gashülle von KOI 55 befanden, durchpflügten sie regelrecht die heiße Atmosphäre. Dadurch entstand Reibung und die Planeten näherten sich ihrem Mutterstern an. Die Planeten zogen Material vom Stern ab, während sie selbst

Nur Planeten mit einer Masse, die viel größer ist als die unserer Erde – wie der Jupiter oder der Saturn – können solch ein Inferno vielleicht überleben.

ihre Gas- und Flüssigkeitshülle verloren, sodass nur noch ihr fester Kern aus Eisen und anderen schweren Elementen zurückblieb. Die beiden Himmelskörper, seit Kurzem bekannt als chthonische Planeten, sind wahrscheinlich die Reste uralter riesiger Gasplaneten, die wegen ihrer Nähe zum Heimatstern sogar für den Verlust seiner Gashülle verantwortlich sein könnten. „Wir glauben, das dies der erste dokumentierte Fall von Planeten ist, die die Entwicklung eines Sterns beeinflussen“, betonte der leitende Forscher Stephane Charpinet vom französischen Institut für astrophysikalische und planetologische Forschung der CNRS und der Universität Toulouse in dem Bericht. „Wir wissen von Braunen Zwergen, bei denen so etwas vielleicht vorkommt, aber das sind

keine Planeten; und wir wissen von Riesenplaneten, die Zwergsterne umkreisen. Diese aber sind zu weit vom Stern entfernt, um Einfluss auf seine Entwicklung zu haben.“ Nach jahrhundertelanger Beobachtung des Äußeren von Sternen können die Astronomen jetzt in das Innere der Sterne – wie dieses Pulsars – hineinsehen, um besser zu verstehen, wie sie und ihre Planeten sich entwickeln. „Wir dachten, wir hätten ein ziemlich gutes Verständnis von Sonnensystemen, wenn wir nur eines kennen, nämlich das unsere“, erklärte Green. „Jetzt entdecken wir eine breite Vielfalt von Sonnensystemen, die vollkommen anders sind als das unsere. Dazu zählt auch dieser neu entdeckte Typus von Planetenresten, die den Sonnenkern umkreisen.“ (red)

Konzeption einer akustischen „Tarnkappe“ schaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben eine Lösung gefunden. Inspiriert von der Idee, Gegenstände unsichtbar zu machen, indem man Licht um ein Objekt herumleitet, entwickelten die Forscher eine Tarnvorrichtung, die Objekte bzw. ihre Geräusche völlig unhörbar macht. Das Gerät funktioniert mit einem speziellen Plastikmaterial, das Schallwellen um ein Objekt leitet, wodurch keiDavid Skoumbourdis ne Geräusche mehr zu hören sind. Dieses Material hat eine intelligente Mikrostruktur aus zwei Milöchten Sie nachts musi- limeter starken Polymerwänden, zieren, aber damit den von denen eine Seite hart und die Nachbarn nicht stören? andere weich ist. Die Schallwellen Nervt Sie Autobahnlärm? Wissen- werden durch kreisförmige Berei-

Wie uneffektiv aktuelle Methoden der Schallisolierung sind kann täglich in unseren Stadt- und Industrielandschaften erlebt werden. Eine neue Entwicklung auf diesem Gebiet scheint aber vielversprechend zu sein.

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che geleitet, sodass sie weder in das umkleidete Gebiet eindringen noch daraus entweichen können. „Im Gegensatz zu herkömmlichen Schallschutzmaßnahmen werden die Schallwellen weder absorbiert noch reflektiert“, schreibt Martin Wegner, Professor des Instituts für Angewandte Physik des KIT, in einer Pressenachricht. „Es ist, als ob es dort gar nichts gibt.“ Diese Technologie existiert derzeit nur als Konzeptnachweis, wenn sie aber zur Reife gelangt, könnte sie effektiv zur Schallisolierung eingesetzt werden und vielfältig Anwendung finden. Die Studie wird im Journal „Physical Review Letters“ veröffentlicht werden.

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Kommt die musikalische Inspiration mal wieder in der Nacht? Zukünftig kein Problem mit einer hundertprozentigen Schallisolierung. Sie haben richtig gehört (gelesen), diese Technologie soll den Schall vollständig isolieren.


WISSEN

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Können Menschen die Zukunft vorhersehen? Wenn sich Phänomene wie Hellsichtigkeit mit Methoden der experimentellen Sozialpsychologie überprüfen lassen, wenn die Methoden intelligent modifiziert werden, käme das einem Paradigmenwechsel gleich. Ein Wissenschaftler von der amerikanischen Cornell-Universität hat sich etwas Interessantes einfallen lassen.

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Foto: stefanbayer/Pixelio

„Ungewissheit prägt die Wege des Menschen. Wie wir der Zukunft entgegensehen, lässt Schatten zu Monstern werden oder Lichter zu Engeln.“ (Autor unbekannt)

Foto: maren beSSler/pixelio

s sorgte für großes Aufsehen auf dem Gebiet der Parapsychologie, als er letztes Jahr behauptete beweisen zu können, dass Ereignisse in der Zukunft Einfluss auf das gegenwärtige Verhalten einer Person haben. Die Rede ist von Daryl Bem, einem Psychologen der amerikanischen Universität Cornell. Die Endversion seiner Studie wurde am 31. Januar 2011 in der Zeitschrift The Journal of Personality and Social Psychology, dem führenden Journal auf diesem Gebiet, veröffentlicht. Noch vor der offiziellen Drucklegung machten sowohl Anhänger als auch Zyniker bereits viel Lärm um seine Entdeckungen und debattierten die generelle Existenz solcher Phänomene, die mit den heutigen bekannten physikalischen oder biologischen Prinzipien nicht zu erklären sind. Im Bericht gibt Bem eine ausführliche Erklärung über neun Experimente, die unter seiner Leitung durchgeführt wurden. Sie wurden alle mit etablierten Methoden auf dem Gebiet der Sozialpsychologie entwickelt. Der kritische Punkt war, dass sie bei Bem zeitverkehrt abliefen: Das Besondere war, dass zuerst das Verhalten der Teilnehmer aufgezeichnet und danach der Stimulus gegeben wurde, während normalerweise zuerst die Teilnehmer einem Reiz ausgesetzt werden und anschließend die Reaktion durch die Wissenschaftler gemessen wird. Im ersten Experiment lag der Hauptfokus auf den Massenmedien. Den Teilnehmern wurden auf einem Computerbildschirm zwei Vorhänge gezeigt. Sie sollten raten, hinter welchem der Vorhänge ein

Bild war. Tatsächlich wurden die Bilder und ihre Position erst nach der Entscheidung der Teilnehmer durch ein Zufallsprogramm bestimmt. „Aus Sichtweise der Teilnehmer schien dies ein Test für ihre Hellsichtigkeit zu sein“, steht in dem Artikel. „Tatsächlich standen weder der Inhalt des Bildes noch seine Position (links oder rechts) fest, bis der Teilnehmer seine Schätzung abgegeben hatte, wodurch das Experiment ein wirklicher Test zur Bestimmung zukünftiger Ereignisse wurde.“ Bem fand heraus, dass in den Fällen, bei denen der Computer ein erotisches Bild generiert hatte, die Position in 53,1 Prozent der

Sie fanden heraus, dass drei der von Bem durchgeführten Experimente seine Behauptungen teilweise bestätigen und die Ergebnisse seines neunten Experiments haltbar sind.

Fälle korrekt geraten wurde. Obwohl der Unterschied zwischen seinem Ergebnis und 50 Prozent (der rein auf Zufall basierenden erwarteten Prozentzahl korrekter Tipps) sehr klein scheint, ist er statistisch signifikant, argumentiert Bem und behauptet, dass die Tipps der Teilnehmer zumindest teilweise durch etwas anderes als durch Zufall bestimmt sind. In sieben seiner acht Experimente erhielt Bem ähnliche Resultate – Resultate, die die Existenz des Übernatürlichen zu stützen scheinen. Skeptiker melden jedoch Bedenken an, dass Bems ungewöhnliche Ergebnisse einfach nur statistische Ausreißer darstellen.

In einer Kritik, die gleicheitig mit Bems Artikel veröffentlicht wurde, sprachen sich Eric-Jan Wagenmakers und seine Kollegen von der Universität in Amsterdam für mehr konservative statistische Methoden aus, um Bems Daten zu bewerten. Laut ihrer Analyse liefert die Mehrzahl von Bems Experimenten mehr „anekdotische“ als „substanzielle“ Belege, was eher gegen als für die Fähigkeit des Hellsehens spricht. Gleichzeitig stellten sie jedoch fest, dass drei der von Bem durchgeführten Experimente seine Behauptungen teilweise bestätigten und dass die Ergebnisse seines neunten Experiments daher haltbar wären. Bems neuntes Experiment testete die „rückwirkende Möglichkeit des Erinnerungsvermögens“. Den Teilnehmern wurden gleichzeitig 48 Bezeichnungen gezeigt; dann wurden sie dazu aufgefordert, alle Wörter einzutippen, an die sie sich erinnern konnten. Anschließend wurde die Hälfte der gezeigten Wörter zufällig vom Computer ausgewählt und den Teilnehmern eins nach dem anderen noch einmal gezeigt. Danach wurde dieses Set von Wörtern wieder gemeinsam angezeigt und die Teilnehmer sollten auf die Wörter klicken, um sie nach Kategorien zu ordnen und per Tastatur einzugeben. Damit wollte man feststellen, ob die zukünftige Auseinandersetzung mit den zufällig ausge-

suchten Wörtern mit einem verbesserten Erinnerungsvermögen in der Gegenwart – auf Kosten der nicht ausgewählten Wörter – in Zusammenhang steht. Bem schloss daraus, dass seine Ergebnisse die Existenz des Phänomens der Hellsichtigkeit stützten und auch Wagenmakers befand, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind. Obwohl das Wort „aussagekräftig“ als Adjektiv für einen Beweis weit entfernt ist von „außergewöhnlich“ – was eine Unterstützung für solch außergewöhnliche Behauptungen wie die von Bem darstellen würde –, berechtigt es trotzdem die Faszination, die in der Öffentlichkeit und in Wissenschaftskreisen ausgelöst wurde. Wagenmakers führte im Juni 2011 Experimente durch, um die Wiederholbarkeit von Bems Ergebnissen zu testen. Laut dem Blog seines Forschungsteams Mitte 2011 wurde bereits eine Gruppe von Teilnehmern getestet; die Analyse stand jedoch noch aus. Andere Forscher haben ebenfalls versucht, Bems Experiment zu wiederholen, was zu einer Mischung aus Fehlschlägen und Erfolgen führte; bis dato hält die Debatte um seine Experimente an. Aber wer weiß, vielleicht wird ein Paradigmenwechsel – so wie Bem es auf kreative Weise zeigt – eines Tages die Frage über die Fähigkeit zur Hellsichtigkeit beantworten.

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menschen & meinungen

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MINDFUCK en gros – die Selbstsabotage Gesellschaften ist es, die sich von Natur aus kreativ und frei entwickelnden, hochintelligenten Wesen in ihrer Entwicklung zu stoppen und zurechtzubiegen. Also dafür zu sorgen, dass aus einem Menschen, der eigentlich das Potenzial hat – um ein Bild zu verwenden – ein großer, starker, elastischer Bambus zu werden, ein kleines Hutzelsträuchlein oder im besten Fall einen gut kontrollierbaren Bonsai zu machen. In alten Gesellschaften sorgte das für Stabilität und das Einhalten der starren poch Times: Frau Dr. Bock, „Mind- Ordnungen. Je mehr Menschen Bonsais fuck“ – das ist ja ein saftiger Titel. Was waren, desto leichter war es, diese Herrhat es damit auf sich? Was ist „Mind- schaftsordnungen aufrechtzuerhalten. Heufuck“ und was macht es mit uns? te, in einer frei agierenden globalen Welt Petra Bock: Als Mindfuck bezeichne kann man mit diesem Denken keinen Bluich destruktive Denkstrategien, mit denen mentopf mehr gewinnen. Und dennoch wir uns selbst klein halten, unter Druck steckt es wie ein Dinosaurierskelett in den setzen oder für andere unproduktive Denk- stillen Winkeln unseres Denkens. Sich klein und Verhaltensweisen sorgen. Es sind jezu halten oder sich hektisch überzumotidermann bekannte Strategien der Selbstvieren, sich ohnmächtig oder allmächtig zu sabotage, die wir, meist unbewusst, in uns fühlen. selbst ablaufen lassen. Das ist alles andere Epoch Times: In Ihrem Buch spreals fein, wie wir da mit uns umgehen und chen Sie Gordon A. Craigs „Über die deshalb fand ich den saftigen Titel auch Deutschen“ und Sabine Bodes „German sehr passend. Angst“ an. Nehmen wir Deutschen da eine Ursprünglich ist Mindfuck aber ein Sonderstellung im internationalen „Mindseriöser Begriff aus der Filmwissenschaft. fuckrating“ ein? Wenn ein Protagonist in einem Film ReaBock: Ich denke schon, dass wir in lität und Fiktion nicht mehr unterscheiden Deutschland ganz bestimmte Mindfucks kann, spricht man von Mindfuck. Mindbesonders „pflegen“. Der Katastrophenfuck ist aber auch das, was mit uns passiert, wenn wir nach einem gruseligen Film zu Hause beim Rascheln des Vorhangs gleich an einen Einbrecher denken. Der emotioEs steckt wie nale Eindruck des Films hat dann Spuren ein Dinosaurierhinterlassen, wir „übertölpeln“ uns dann skelett in den mit selbstgemachten Illusionen. Epoch Times: Warum braucht der stillen Winkeln Mensch so etwas wie „Mindfuck“? Wie unseres Denkann sich so ein Phänomen wie „Mindfuck“ kens. Sich klein entwickeln? Ein Reh stellt sich ja auch kein zu halten oder Bein, wenn es weglaufen will. Warum kann sich hektisch der Mensch sich selbst sabotieren? überzumotivieBock: Tatsächlich ist mir noch niemand begegnet, der mentale Selbstsabotaren, sich ohnge nicht kennt. Ich denke, es ist ein klares mächtig oder Phänomen einer historischen Übergangsallmächtig zu zeit. Mindfuck ist, so meine These, das fühlen. Selbstkonditionierungsprogramm in unserem Denken, das unsere Vorfahren brauchten, um in autoritären, stark hierarchischen Gesellschaften zu funktionieren. „Bild dir Mindfuck zum Beispiel wird aus dem Ausja nicht ein, etwas Besonderes zu sein“, land oft bei Deutschen beobachtet. Ein no„Schuster bleib bei deinen Leisten“. Vor torischer, ängstlicher Pessimismus, mit dem 100 Jahren war jede Form von stärkerer wir immer wieder gleich den Teufel an die Individualität eine gefährliche Extravaganz. Wand malen. Da Mindfuck ein historisches Es ist kein Wunder, dass so gut wie alle Erbe in unserem Denken ist, wundert mich Menschen, die heute leben, die Strategien das aber auch nicht. Die unmittelbare gelernt haben, ihr eigenes Potenzial und neuere und neueste Geschichte in Deutschihre Individualität eher einzuschränken als land ist grausam und katastrophal. In jeder zu entfalten. Familie wurden furchtbare Erfahrungen Epoch Times: Wie können wir denn gemacht. Es ist kein Wunder, dass so viele etwas daran ändern? Das scheint ja sehr Deutsche Angst vor der Zukunft haben – stark verankert zu sein. denn wir prolongieren im Mindfuck-MoBock: Die biologisch angelegte Funkdus kollektive und persönliche Erfahruntion des „zweigeteilten“ Denkens, also des gen, auch wenn dazu eigentlich kein Anlass inneren Dialogs, können wir selbstverbesteht. ständlich nicht ändern. Die meisten MenEpoch Times: Stichwort „Katastschen, denen zum ersten Mal bewusst wird, rophen-Mindfuck“ bzw. „Schutz vor den dass das, was sie da denken, Mindfuck ist, Mindfucks anderer“ – wie sieht das aus mit hören automatisch damit auf. Es ist wie ein den Medien? Wir bekommen rund um die Selbsttraining, das wir automatisch durchUhr Katastrophenmeldungen aufgetischt, führen, wenn wir erkannt haben, dass uns Angst vor der Euro-Krise, Inflation, alles diese Denkstrategien behindern, statt uns stürzt zusammen ... wie gehen wir denn weiterzubringen. Wir haben also die Mög- mit diesen äußeren „Mindfucks“ gut um? lichkeit, unser Denken, die Architektur Bock: Ich denke, wir haben die Mediunseres Denkens und seine Richtung zu en, die wir verdienen. Sie spiegeln das noch verändern, zu modernisieren oder neuvorherrschende Denken der Mehrheit der deutsch gesagt, dem Wächter in uns ein Menschen in unserer Zeit wider. Ich denke, „Update“ zu verpassen. Dann ist der innere sie werden sich ebenso verändern, wenn Dialog keine Bremse mehr, sondern ein immer mehr Menschen aufhören, sich ausgesprochen produktiver Motor, der bei mit diesen veralteten Denkstrategien zu vielen Menschen so etwas wie eine kreative behindern. Im Moment docken KatastroExplosion auslöst. phen-Nachrichten einfach zu stark an dem Epoch Times: In Ihrem Buch habe an, was wir unser Mindfuck-Alarm-Sysich das erste Mal von so etwas wie einem tem nennen könnten. Wir sind in unserer „Übermotivations-Mindfuck“ gelesen, also Parallelwelt noch stark auf Gefahren und davon, dass wir uns auch in einer quaden Schutz vor Katastrophen ausgerichtet. si positiven Art und Weise euphorisieren Denn das waren die tatsächlichen Lebenskönnen. risiken der Menschen, die vor uns gelebt Bock: Ja, das, was ich Übermotivahaben. tions-Mindfuck nenne, ist die aggressiv – Epoch Times: Sie empfehlen, sich an scheinbar positiv aufpeitschende Variante der Erhöhung der Lebensqualität zu oriender ansonsten stark depressiv funktionietieren. Wird da nicht häufiger der Einwand renden Mindfuck-Strategien. Es ist die angebracht, dass wir dadurch zu hemmungsdere Seite der Selbstsabotage-Medaille und losen Egoisten würden? Und wie sehen fühlt sich erst einmal besser an. Sie in diesem Zusammenhang den Begriff Die große „Leistung“ – ich mei„Selbstverwirklichung“? ne das natürlich ironisch – autoritärer Bock: In Gesellschaften wie den Die Bestseller-Autorin und Trägerin des „Coaching Award 2012 für besondere Leistungen im Coaching“, Dr. Petra Bock, im Gespräch über ihr neues Buch „Mindfuck – warum wir uns selbst sabotieren und was wir dagegen tun können“ über die Bedeutung von Selbstsabotage im persönlichen und im gesellschaftlichen Rahmen.

F oto : P etra B o c k

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Petra Bock erhielt den Coaching Award 2012 für „Besondere Verdienste und Leistungen im Coaching“.

reichen westlichen Gesellschaften, in denen Ressourcenüberschuss besteht, ist es absolut zeitgemäß, Lebensqualität als Richtpunkt des eigenen Denkens und Handelns zu verwenden. Alles andere wäre wiederum Mindfuck und stammt aus Zeiten von Not, Überlebenskämpfen und anderen dunklen Epochen, die wir hierzulande zum Glück hinter uns haben. Dazu müssen wir mit einem alten kulturellen Missverständnis aufräumen, nämlich dem, dass ein glücklicher und in Fülle lebender Mensch „schlecht“ sei oder zu „sündigen Extravaganzen“ neige. Beide Bilder sind Erben einer überholten christlichen Moralvorstellung, die über Jahrhunderte das hohe Lied auf die angebliche moralische Überlegenheit der Armut und des Leids stellten. Hier sehe ich übrigens in der taoistischen Tradition der chinesischen Kultur einen deutlichen Vorteil. Das gute Leben, und zwar in Hinsicht auf dessen Qualität, war hier niemals verdammt, sondern wie in einigen altgriechischen philosophischen Schulen das Ziel jeden Daseins. Wir dagegen müssen uns oft eine klare Wahrheit vor Augen halten. Manchmal frage ich Skeptiker: „Wer wird sein Essen eher teilen, ein satter oder ein hungriger Mensch? Da höre ich eigentlich immer eine klare Antwort: jemand der satt ist, der wird sein Essen eher teilen können. Epoch Times: Am Ende Ihres Buches stellen Sie dem Leser vier Fragen. Was sind das für Fragen und können Sie die unseren Lesern auch einmal stellen? Bock: Ich glaube die wichtigste Frage ist die danach, was Sie in Ihrer Lebenszeit noch erleben, erfahren und bewirken möchten. Die Frage danach, was 100 Prozent Leben für Sie bedeuten. Was sind 100 Prozent Lebensqualität? Materiell, körperlich, geistig, von der Intensität her und von den Ruhemomenten, die Sie erleben möchten? Was erfüllt Sie wirklich so, dass Sie sagen „jetzt ist alles da, was ich mir wünsche, und zwar in der Intensität, in der ich es mir wünsche“. Was ist Ihnen für Ihre Lebensqualität am wichtigsten? Also was sind die Essentials – die wesentlichen Punkte bzw. die unentbehrlichen Sachen –, die Sie persönlich brauchen um glücklich zu sein? Da gibt es unterschiedliche Prioritäten. Das für sich zu erkennen, ist sehr wichtig. Ob es Beziehungen sind, ob es Erfolg ist, ob es Gesundheit oder Attraktivität sind, Vitalität ist, solche Dinge sind wichtig für sich zu erkennen und auch zu verfolgen aus meiner Sicht. Worauf werden Sie Ihre Aufmerksamkeit legen? Denn darauf, wohin Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, dort verändern sich die Dinge und dort erleben Sie am meisten. Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Katastrophen, Ängste, Druck und Bewertungen legen, werden Sie das im Leben ernten. Nicht aus irgendwelchen esoterischen Gründen, sondern ganz logisch deshalb, weil es Ihren Fokus bildet. Wenn Sie sich dagegen mit Ihrem Potenzial und mit dem beschäftigen, was Sie wirklich brauchen und erleben möchten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie es konsequent verfolgen und erreichen werden. Und zum Schluss ist dann wichtig: Womit werden Sie beginnen? Wie es in allen alten Weisheiten auch ist: der erste Schritt will getan werden und dadurch bekommen wir die Kraft weiterzumachen. Epoch Times: Frau Dr. Bock, ich bedanke mich sehr herzlich bei Ihnen für das Gespräch! Das Gespräch führte Christian Schlierkamp

i Verlag Knaur 2011, 256 Seiten ISBN: 978-3-42665507-8 19,99 Euro


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Trotz Tourismus naturbelassen: Die Aragonesischen Pyrenäen Seite 16

Ein Stück Japan auf Taiwan Seite 19

Milch

Fesch, fair und mehr …

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as ist nun eigentlich nachhaltige Mode? Für die einen ist es ein schönes Vermarktungsetikett. Für die Designer, die sie machen, ist es eine Herzensangelegenheit. Auf der „Ethical Fashion Show Berlin“, die zum ersten Mal und zeitgleich mit der Berliner Fashion Week und der riesigen Mainstream-Messe „Bread and Butter“ abgehalten wurde, sah man das so: Nachhaltig arbeitet ein Modelabel dann, wenn es seine Produkte zu mindestens 60 Prozent auf nachhaltige Weise herstellt. Aus zertifizierten Bio- oder recycelten Materialien zum Beispiel, gemäß Fair Trade oder anderen sozialen Standards, oder direkt zur Förderung von sozialen Projekten und traditionellen Herstellungsverfahren. Auf überschaubarem Raum im Ewerk tummelten sich sympathische, relativ kleine Labels, die zeigten, dass jeder, der beim Shoppen Wert auf innere Werte legt, etwas für seinen Stil und Geschmack finden kann.

Rohmaterial Rettungsweste Im Flugzeug fragte sich Kerstin Rank, was eigentlich mit den ganzen ausrangierten Rettungswesten passiert. Entsorgung ergab die Nachforschung. Unter dem Motto „Bag to Life“ macht sie daraus jetzt Taschen für Laptop, Handy und Co., die quietschgelb, superleicht und strapazierfähig sind. Alte Fallschirme fielen ihrer Erfindungsgabe genauso zum Opfer: „Bag to Life Air“ hilft, Müll zu vermeiden und das Gewicht von Damentaschen auf ein Minimum von 130 Gramm zu reduzieren. www.ehrensache.biz So simpel wie Milch Eine intersaisonale Kollektion präsentierte die Wiener Designerin Cloed Priscilla Baumgartner. Ihr Label „Milch“ betreibt seit zwölf Jahren vorbildliches Upcycling (Verarbeitung eines Altproduktes in etwas Neues). Hochwertige Herrenhosen und -hemden aus der Wiener Altkleidersammlung werden in Damenmode verwandelt. Die Hose wird zum Beispiel aufgetrennt, umgedreht, neu zugeschnitten und ist ein NeckholderKleid. Nur noch der Rocksaum, der unverkennbar Hosenbund ist, erzählt von seinem früheren Leben. „Milch“ hat in Wien einen Showroom und wird in mehreren deutschen Städten verkauft. www.priscillaandpat.com

Hofius

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WohlfühlLebensfreude aus Wolle Ist doch eigentlich normal, dass man sich mit Biofasern, die fair produziert wurden, besonders wohlfühlt, finden die Macher des Labels Sabine Hofius. Deshalb betonten sie bisher nie, wie ökologisch ihre Kollektion mit den besonders langlebigen und farbenfrohen Baumwoll- und Merinoprodukten eigentlich ist. Die Kollektion bietet Lieblingsstücke für anspruchsvolle Frauen und wird komplett in Deutschland hergestellt. www.sabine-hofius.de F OTO : M I R J A N A R U K AV I N A

Witzige Ideen und attraktive Designs waren unübersehbar auf der ersten „Ethical Fashion Show Berlin“. Dahinter steckten intelligente Konzepte zum Thema Nachhaltigkeit.

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Je einfacher, desto nützlicher Schlicht genial ist das Konzept der Portugiesin Daniela Pais. Sie analysierte das Kaufverhalten der modernen Frau und fand heraus, dass wir besonders bei Oberteilen Abwechslung suchen. Sie entwickelte daraufhin die Kollektion „Elementum“ aus acht eleganten Strickteilen, deren patentierte Schlauch-Schnitte jeweils auf sechs verschiedene Arten getragen werden können. Gefertigt aus flauschigem Baby-Alpaka und Merino bestimmt die Farbe des Kamels den Farbton des Kapuzenshirt-Pulli-Kleides. www.luxuryistohavesimplethings.com Für alle etwas Passendes Schicke Kleidung aus Bio-Baumwolljersey, dessen Herstellung von der Ernte in Indien bis zur Anfertigung in Berlin nachweisbar fair geschieht, bietet Hypnosis aus Berlin. Basics in drei verschiedenen Farben und einer intelligenten Auswahl von Schnitten und Silhouetten, die jedem Figurtyp schmeicheln, bilden eine Kollektion, die stylish ist, ohne überzogen zu wirken. Perfekt. www.hypnosis-berlin.de

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Zum Winter Yang-Speisen Seite 15

Hypnosis

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www.epochtimes.de

Das engagierteste „Po-jekt“: Buttwrap-Berlin Buttwrap-Berlin produziert gemeinsam mit einem spanischem Familienbetrieb hochwertige Herrenunterhosen, die in Sachen Qualität und Style locker mit gewissen berühmten Vorbildern konkurrieren. Lustige Slogans fordern unverblümt dazu auf, sich „mit dem eigenen Hintern für eine gute Sache einzusetzen“, denn beim Kauf einer Buttwrap gehen 50 Prozent des Gewinns an ein kambodschanisches Waisenhaus. Das Unternehmensziel: In Zukunft sollen dieses und andere soziale Projekte weltweit unterstützt werden. Weil sich die ausschließlich selbstgerichtete Profitmaximierung offenkundig überlebt hat, sagen die Buttwrap-Gründer. Ein Online-Shop ist im Aufbau. www.buttwrap.com


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Fitness

The Epoch Times Deutschland / 25. - 31. Januar 2012 / Nr. 300

Mit dem neuen iJoule App den Fitnesstrainer in die Tasche stecken entspannteres Leben zu führen. In der kostenpflichtigen Pro-Version stehen aktuell folgende zehn Regeln zur Verfügung, die künftig laufend erweitert werden:

Mit positiven Botschaften und zehn einfachen Regeln will das neue App von iPhone als mentaler Fitnesstrainer in die Spur gehen.

1. Trink ein Glas Wasser am Morgen 2. Bestimme den Zucker mit dem Würfelzuckertrick 3. Einmal täglich die BalanceÜbung 4. Starte jeden Tag mit einem Frühstück 5. Entspannung – Atme mehrmals täglich tief aus

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ie neue App fürs iPhone soll Menschen helfen, ihre Gewohnheiten mithilfe einfacher täglicher Regeln nachhaltig zu verbessern. Dabei hilft dieses neue App mit Namen „iJoule“ mit einfachen täglichen Tipps, ein gesünderes und bewussteres Leben zu führen. „Mit iJoule werden schlechte Gewohnheiten ganz einfach Schritt für Schritt durch gesunde ersetzt“, weiß Christoph Sauermann, Gründer von iJoule. „iJoule ist so simpel, dass es jeder schafft.“

So funktioniert die iJoule App Basis des iJoule-Prinzips sind einfache tägliche Übungen und Expertentipps, die auch in den dichtesten Tagesablauf passen. Die iJoule App erklärt genau Ursache und Wirkung jeder einzelnen Regel. Der Benutzer kann Regeln aus unterschiedlichen Bereichen aktivieren. Ab diesem Zeitpunkt erinnert ihn sein iPhone täglich daran, dass es Zeit ist, etwas Gutes für sich zu tun. Durch Wiederholungen wird das neue gesunde Verhalten dauerhaft automatisiert, wie zum Beispiel das tägliche Glas Wasser am Morgen. Lite- und Pro-App Die drei in der kostenfreien iJoule Lite-App enthaltenen Regeln zeigen, wie einfach es ist, ein gesünderes und

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Das iJoule-Prinzip Nachhaltige Veränderung ist nur schrittweise möglich. iJoule mobilisiert mit positiven Botschaften die psychischen Kräfte, die für Verhaltensänderungen notwendig sind. Dabei kommt iJoule ganz ohne Verbote und ohne Aufbau von schlechtem Gewissen aus. iJoule soll dauerhafte Veränderungen in den Bereichen der ausgewogenen Ernährung, der körperlichen Bewegung und der mentalen Fitness bewirken. Die Tipps dazu kommen von ausgewiesenen internationalen Gesundheitsexperten. Die Benutzer von iJoule sollen sich innerhalb kürzester Zeit stark, schlank und fit fühlen.

6. Gehe mindestens 3.000 Schritte pro Tag 7. Abwechslungsreich essen 8. Essen bedeutet STOPP für andere Tätigkeiten 9. Kräftige deine Rücken- und Rumpfmuskulatur 10. Schlafe ausreichend.

Trink ein Glas Wasser am Morgen, der erste Tipp beim iJoule.

iJoule soll dauerhafte Veränderungen in den Bereichen der ausgewogenen Ernährung, der körperlichen Bewegung und der mentalen Fitness bewirken.

Die App soll ebenfalls Menschen mit gesundheitlichen Problemen helfen – wie etwa Allergien oder Diabetes. iJoule kooperiert mit der Österreichischen und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, dem Verband der Diätologen und wird von führenden Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Darüber hinaus haben die deutschen Krankenkassen iJoule als Präventionsmodell zertifiziert. In Österreich fördert die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) mit iJoule erstmals ein großes Gesundheitspräventionsprojekt. (mcd)


Gesundheit

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Zum Winter Yang-Speisen essen Nahrungsempfehlungen für den Winter nach der traditionellen chinesischen Medizin, um die „Yang“-Energie des Körpers zu stärken. Ellen Wang

Vermeide „kaltes“ Essen Die Theorie der chinesischen Nahrungsmittelenergie unterscheidet

Wurzelgemüse hält den Körper warm. Es kann gedämpft, geröstet oder gekocht werden.

Im Winter besteht das Wesen guten Essens darin, dem Lauf der Natur zu folgen, saisonal zu essen und darauf zu achten, die „Yang“- Energie des Körpers zu kultivieren.

die Kategorien heiß, warm, kühl, kalt und neutral. In den jeweiligen Jahreszeiten sollten wir verschiedene Lebensmittel, einschließlich Früchten, zu uns nehmen. Wenn das Wetter im Herbst kalt wird, sollten wir weniger Melonenfrüchte wie Wassermelonen, Honigmelonen, Zuckermelonen und Gurken essen. Die Chinesen nennen sie „grüne Melonen“. Weil sie naturgemäß „kühl“ sind, kann der Verzehr von zu vielen Melonen im Winter zu Durchfall führen. Den Jahreszeiten entsprechend zu essen ist vor allem für ältere Personen wichtig, da deren Organfunktionen etwas schwächer sind und sie zu kalten Mägen tendieren.

Meine Nummer eins der Winterfruchtempfehlungen ist die Birne. Birnen nähren das „Yin“ und bewässern. Im Winter wird die Haut dünner, trocken und juckt sogar oft. Der Verzehr von Birnen erleichtert Hustenbeschwerden und verbessert trockene, juckende Haut. Äpfel sind im Winter ebenfalls sehr zu empfehlen. Äpfel und Birnen sind von „neutraler“ Natur, was sie zu bevorzugten Früchten im Winter macht.

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„Warmes“ Essen stärkt Nieren Man sollte Speisen essen, die „warme“ oder „heiße“ energetische Natur in sich bergen, speziell jene Speisen, die die Energie der Niere stärken können. Diese Art Nahrung hilft dem Körper, der Kälte zu trotzen. Es empfehlen sich Körner wie Weizen oder eine Vielzahl von Vollkornprodukten, Sojabohnen, Bohnen, Lauch, Knoblauch, Rüben oder Blumenkohl. Warme, herzhafte Suppen und geröstete Nüsse halten den Körperkern ebenfalls warm und wir bleiben wohlgenährt. Rohe Speisen sollten während des Winters so gut wie möglich vermieden werden, denn diese tendieren dazu, den Körper abzukühlen. Proteinhaltige und faserreiche Speisen sind ebenfalls hilfreich. Eine meiner liebsten Eiweißquellen im Winter ist Ente. Entenfleisch isst man am besten in Kombination mit Ingwer – der besseren Verdauung wegen. Hühnerfleisch ist sehr gut. Es ist „warm“ und energiereich, eiweißhaltig und die Nährstoffe im Huhn wirken gegen Erkältung.

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emäß der traditionellen chinesischen Medizin gibt es eine enge Beziehung zwischen nahrhaftem Essen im Winter und der Ausbalancierung von Yin und Yang. Was wir essen, schafft oder entfernt Blockaden in unseren Energiekanälen und verändert unser Qi (Energie) und unsere Blutzirkulation. Während der Wintersaison ist eine nahrhafte Kost zur Verbesserung unserer Gesundheit und der Stärkung unseres Immunsystems besonders effektiv. „Gib dem Körper Ergänzungsmittel, wenn er schwach ist; wärme den Körper, wenn es kalt ist.“ Das ist ein wichtiges Prinzip in der traditionellen chinesischen Medizin. Im Winter besteht das Wesen guten Essens darin, dem Lauf der Natur zu folgen, saisonal zu essen und darauf zu achten, die „Yang“- Energie des Körpers zu kultivieren.

Ellen Wang Sie ist eine zertifizierte ganzheitliche Ernährungsberaterin beim Tao Institute of Mind & Body Medicine: http://www.taoinstitute.com/ Kontakt: ewang@taoinstitute.com


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Reise

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Die Aragonesischen Pyrenäen

Majestätisch: Die einzigartige Landschaft an den Aragonesischen Pyrenäen und das intakte Ökosystem sind trotz Tourismus naturbelassen.

Elke Backert

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breite Fahrbahn in eine schmale äußerst kurvenreiche Straße, übersät mit Gefahrenschildern: Vorsicht Hirschsprung, Vorsicht Steinschlag, Vorsicht Rutschgefahr, Vorsicht Kühe, Achtung 40, Vorsicht Fußgänger … und der Fahrer des Minibusses rast und überholt, rast weiter, überholt – in stockdunkler Nacht. Am nächsten Morgen zeigt sich die Natur in ihrer wahren Größe. Bizarre weiße Gipfel von nahezu 200 Dreitausendern krönen Benasque, eine Stadt in der spanischen Provinz Huesca, die wiederum mit den Provinzen Saragossa und Teruel zum ehemaligen Königreich Aragón gehört. Aragón, zu Deutsch Aragonien, grenzt im Norden auf dem Hauptkamm der Pyrenäen an Frankreich, im Osten an Katalonien, im Südosten an Valencia und im Westen an Kastilien-La Mancha, Kastilien-León, La Rioja sowie Navarra. Die Hauptstadt ist Saragossa.

un hat der Klimawandel auch die Pyrenäen erwischt, jene 430 Kilometer lange, teils vergletscherte Gebirgskette, die sich zwischen dem atlantischen Golf von Biscaya im Westen und dem mittelmeerischen Golf de Roses im Osten erstreckt und Frankreich und ganz Nordeuropa von der Iberischen Halbinsel trennt. Die Skioase von Benasque ist es gewöhnt, ab Anfang Dezember durch Schneereichtum zu glitzern. Am 19. Dezember jedoch wusch strömender Regen den ersten frisch gefallenen Schnee weg, am 20. Dezember legte fetziger Sturm die Skilifte lahm und am 21. Dezember lachte die Sonne bei 17 Grad. Doch das hielt Skihasen nicht davon ab, eine kurze weiße Piste an der Skistation Cerler immer wieder abzufahren. Besser als gar nichts, mögen sie Feldstein, Glanz und Gloria gedacht haben. Benasque liegt tausend Meter hoch und glänzt durch einen mittelalterliVorsicht: Anreise! chen Kern und hochherrschaftliche Für mich war allein schon die Anreise Herrenhäuser des Adels aus dem 19. ein Abenteuer. Sobald die Pyrenäen Jahrhundert. Alle Gebäude sind aus begannen, verwandelte sich die zuvor Feldsteinen errichtet. Das einzige

Vier-Sterne-Hotel nennt sich nach dem höchsten Berg, dem Aneto, der 3.404 Meter erreicht. Eine Serpentinenstraße führt bis zum Skizentrum von Cerler, von dem aus man dank der Lifte 72 Kilometer Pisten aller Schwierigkeitsgrade befahren kann. Auf der Strecke überraschen vereiste Wasserfälle und immer wieder anhaltende Autos. Warum halten die an ein- und derselben Stelle an, fragt man sich. Nun, das Bild eines Trinkwasserhahns zeigt an: Hier gibt es frisches Quellwasser. Und in der Tat ragen drei Rohre aus dem Fels, aus denen sich leicht die eigene Wasserflasche füllen lässt. Naturreservat am Granit Was aber macht diese Region so besonders auch zu anderen Jahreszeiten? „Bitte kommen Sie nicht im August“, weiß ein Tourismusexperte der Region, „im August haben Spanier und Franzosen Ferien und alle, alle reisen zu uns.“ „Zu uns“ bedeutet in diesem Fall: in den Naturpark Posets-Maladeta. 1994 zum Naturschutzgebiet erklärt, zeichnet sich das Naturreservat in den nord-östlichen Aragonesischen Pyrenäen durch die höchsten Granitberge

der Iberischen Halbinsel aus, nämlich die Gebirgsmassive Posets (3.369 Meter) und Maladeta (3.308 Meter), durch dichte Nadelwälder und eine seltene Flora und Fauna. Viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen sind endemisch, also einzig in Europa. Innerhalb des Naturparks gibt es noch 13 Gletscher mit einer Fläche von 350 Hektar, während die Gesamtoberfläche des Parks 33.257 Hektar beträgt. Die Jahrtausende andauernde Eiszeit hat die Landschaft geprägt und viele große und kleine Seen, bizarr geformte Felsformationen, enge Schluchten und hohe, oft von Wasserfällen überflutete Steilwände hinterlassen, ein intaktes Ökosystem. Prozessionsspinner und Kunst Wer auf seiner Tour weiße Tütchen an den Pinien hängen sieht, sollte sich nicht wundern. Hier haben sich die Prozessionsspinner eingenistet, deren Raupen auf die Verwandlung in Schmetterlinge harren. Auch das ist Natur. Im Ort Benasque klärt ein Info-Center mit Filmen und Objekten auf, bevor man zu einer Wanderung oder zum Trekking aufbricht. Zur Region Benasque gehört aber


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auch das auf 1.750 Meter liegende Hotel „Hospital de Benasque“, von dem aus man, vorausgesetzt Frau Holle schüttelt fleißig die Betten, außer Langlauf und Alpinski auch Schneeschuhwanderungen machen kann. Das „Hospital“, wie der Name sagt, ein ehemaliges Krankenhaus, beschäftigt sich in einer Ausstellung mit der Geschichte der Region und lässt Besucher staunen beim Anblick der Holzschnitzereien, die ein Kolumbianer gefertigt hat. Da reckt sich ein Menschenkopf aus einem Schneckenhaus oder guckt ein Fuß aus einer Hose, die ein Baumstamm ist. Sportlich-aktiv in Benasque Die vielen Stauseen in der Region Benasque sorgen nicht nur für reichlich Wasser, sie werden auch touristisch genutzt. Einige haben einen Badestrand, andere öffnet man zum Rafting, Kanufahren und Brückenspringen. Selbst einen 18-Loch-Golfplatz kann man stolz herzeigen. Die Dörfer der Region sind wie Benasque und Cerler alle gleichermaßen typisch für die Pyrenäen mit engen Gassen und alten schönen Natursteingebäuden. Einige liegen trutzig wie eine Festung, dennoch anmutig auf Felsvorsprüngen und sind schon von Weitem zu sehen. Das romanische Dorf Roda de Isábena thront auf einer solchen Erhebung über dem Fluss Isábena und ist der kleinste Ort Spaniens, der über eine eigene Kathedrale verfügt – und die ist von bemerkenswerten Ausmaßen und mit Fresken reich verziert. Sie datiert aus dem XI. Jahrhundert, lediglich der Portalvorbau kam in der Frührenaissance hinzu. Das Kirchenportal ist im maurischen Mudejar-Stil gehalten. Im Inneren fällt das Chorgestühl aus Walnussholz auf, die barocke Orgel aus dem Jahr 1653 mit 1.700 Pfeifen, von denen einige – sehr selten – herausstehen und Trompeten genannt werden. Einzigartig in Spanien ist die aus dem 14. Jahrhundert stammende Krypta im lombardisch-romanischen Stil, also italienisch. Das Dorf hat nur 20 hier gebürtige Einwohner und 15 Zugereiste, aber zwei Kneipen. Wenn der Bischof predigt, finden sich immerhin 15 bis 18 Menschen in der Kathedrale ein. Viele-Gänge-Menüs mit typischem Flair Was die Region ebenfalls besonders macht, ist ihre Gastronomie. Dass Spanien für gute Küche steht, wissen Gourmets. In den Aragonesischen Pyrenäen jedoch sind auch Gourmands, also Vielfraße willkommen, die auf gutes Essen nicht verzichten möchten. Das beginnt schon mit einem üppigen Frühstück. Im Hotel Ciria in Benasque etwa darf man getrüffelte Spiegeleier auf Pommes frites bestellen. Eine

Reise

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merkwürdige Zusammenstellung, aber die Trüffeleier schmecken perfekt. Im restlichen Spanien kenne ich es so, dass verschiedene typische Vorspeisen – Tapas genannt – wie Jamón Iberico, Manchego-Käse, Salami, warme Kleinigkeiten wie gefüllte Kroketten für alle Gäste auf den Tisch gestellt werden und jeder nimmt sich ein, zwei, drei Scheibchen oder Löffelchen davon. In der Region Benasque aber erhält jeder Gast von jeder Vorspeise einen Teller für sich; da kommen leicht fünf bis sieben Teller zusammen. Das sollte man wissen, denn danach wird ja noch das Hauptgericht serviert, vom Dessert ganz zu schweigen.

Stein und Holz: Das kleine Dörfchen Benasque im Norden von Aragonien im Nationalpark Ordesa hat seine Ursprünglichkeit und seine Eigenheiten beibehalten. Die Kirche von Benasque stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Da wird zum rohen Schinken von Aragón geröstetes Weißbrot gereicht, auf dem man eine Knoblauchzehe zerreibt, dann Olivenöl drauf träufelt und mit Salz bestreut. Steinpilze mit Gänseleber, Boretschgemüse mit Kabeljaubäckchen und Granatapfelkernen, kleine gegrillte Pulpos, panierter Schinkenspeck, warme Foie gras von der Ente, Steinpilze mit Gänseleber, Kroketten mit Fisch, Pilzen, Schinken oder Käse gefüllt, Spanferkel, Zicklein, Rinderfilet, grüner Spargel und als Dessert Crema Catalana, eine locker flockige Karamellspeise namens Candymousse und ein luftiger Schaum mit Bitterorangestücken und -sauce namens Käsekuchen sind nur einige der Spezialitäten. Und zu allem trinkt man, bevorzugt man nicht das spanische Bier, den aus den Westpyrenäen rührenden Somontano „Flor de Merlot“. Klar, dass der Magen nach diesem Viele-Gänge-Menü einen Anisado, Pacharan oder Moscatel braucht. Letzteren trinkt man, so man es schafft, gleich aus der dazu gefertigten Karaffe. Die Spanier machen das Kunststück vor. Que aproveche! Guten Appetit!


Lernen

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Diamant-Lava und erfolgreiche Schüler /S

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Effektiv lernen - Ausreichend Zeit für die Vorbereitung von Klassenarbeiten und Prüfungen einplanen. - Einen Überblick über den Lernstoff verschaffen und ihn in Portionen einteilen. - Lernmethoden abwechseln: Passagen laut lesen, Wichtiges herausschreiben und Informationen mit einem Leuchtstift (z.B. Stabilo) farbig markieren. - Ruhigen Lernplatz einrichten, mit Tageslicht oder Tageslichtlampe. - Das Gelernte am nächsten Tag wiederholen. - Genügend Pausen machen, auch an der frischen Luft. (djd)

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夫 (Fu) – Ehemann, Gatte, Mann

Chinesische Schriftzeichen

(fu) wird im Chinesischen vor allem in dem zusammengesetzen Schriftzeichen 丈夫 (zhangfu), Ehemann, Gatte, verwendet und besteht aus den beiden Ideogrammen 大 (da) und 一 (yi). 大 bedeutet groß, denn im Gegensatz zur Frau war ein Mann in den Vorstellungen der Chinesen immer größer. Das chinesische Schriftzeichen 一 bedeutet ursprünglich zwar die Zahl eins, symbolisiert aber im bildlichen Zusammenhang mit 大 die Haarnadeln, wie sie die Männer traditionellerweise trugen.

Wenn Vulkane angesäuert sind

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Weit über 50 Prozent der Kinder aus vietnamesischen Familien gehen aufs Gymnasium, gegenüber Schülern aus türkischen Familien ist die Quote fast fünfmal so hoch. Der Anteil vietnamesischer Jugendlicher, die zum Abitur streben, ist höher als der Anteil unter deutschen Schülern. Die Uni Hamburg erforscht mit der TU Chemnitz diesen Erfolg um Elternbildung anzubieten, die an den Erfolgsstrategien familiärer Unterstützung anknüpfen. (TU Chemnitz/idw)

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Auf der Spur des Erfolgs vietnamesischer Schüler

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Kimberlite sind magmatische Gesteine die durch Eruptionen an die Erdoberfläche gelangten. Auf ihrem explosiven Weg rissen sie Gesteine, auch Diamanten mit. Das Team um Prof. Donald Dingwell, Geo- und Umweltwissenschaften der LMU, zeigte nun, dass mitgerissene Gesteine den nötigen Schwung für den „Aufstieg“ liefern. Diese schmelzen in der basischen Magma. Die wird sauer und gibt Kohlendioxid frei. Das lockert die Magma und erleichtert den Aufstieg. (Nature/idw)

Viele chinesische Schriftzeichen haben tiefgehende historische und philosophische Hintergründe. Einige ihrer Rätsel werden hier entziffert.

Lange Haare waren im alten China wie in vielen anderen Ländern für Männer nichts Ungewöhnliches – nicht nur für chinesische Frauen waren Haare ein kostbares Gut, auch die Männer achteten auf ihre Haarpracht. Dementsprechend gab es auch viele Frisuren. Oftmals war dabei anhand der Haare auch die soziale Stellung abzulesen: Für Bauern und Arbeiter bot es sich an, die Haare aufgrund ihrer harten Arbeit hochzustecken. Sie trugen daher in der Regel einen Dutt, der dann mit einer Haarnadel zusammengesteckt wurde. Das zweite Schriftzeichen 丈 ist eine Steigerung und Betonung des Männlichen und entspricht der Längeneinheit von dreieinhalb Metern. Demnach verstärkt 丈 die Größe und Stärke des Ehemannes. Das Schriftzeichen 夫 spiegelt im Grunde die Einstellung im alten China wider und ist gleichbedeutend mit eigentlich verwendeten Schriftzeichen für 男 (nan). Das Schriftzeichen 男 ist aus den Zeichen 田 (tian) für Feld und 力 (li) für Kraft zusammengesetzt. Ein Ehemann musste deshalb groß und stark sein, weil er das Feld bestellen musste, um die Familie zu ernähren. (red)

Füllen Sie das Raster so aus, dass in jeder Zeile, in jeder Spalte und in jedem umrandeten 3x3 Quadrat alle Zahlen von 1 bis 9 erscheinen, und zwar so, dass jede Zahl nur einmal vorkommt.


Kulinarisches

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Ein Stück Japan auf

Taiwan

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Meilin Klemann

icht viele Menschen wissen, dass die neuere Geschichte Taiwans eng mit der von Japan verknüpft ist. Von 1895 bis 1945 war Japan Kolonialherrscher der Insel. Als Kolonie galt Taiwan erstrangig als Landwirtschafts- und Rohstoffquelle für Japan. Taiwan wurde ein wichtiger Lebensmittellieferant für Japan. Gleichzeitig brachten die Japaner eine beträchtliche Menge ihrer eigenen Lebens- und Essgewohnheiten nach Taiwan. Seither hat sich neben den verschiedenen chinesischen Kochrichtungen auch eine eigenständige taiwanische Esskultur entwickelt – mit japanischen Einflüssen. Sushi und Sashimi werden oft in taiwanischen Restaurants angeboten und Miso wird als Zutat für Bouillons und Eintöpfe benutzt. Seetang ist in vielen Variationen zu genießen, getrocknet für Sushi und als Chips sowie gekocht als Rollen oder „Fusilli“ geformt.

In Taipeh findet man die edelsten japanischen Restaurants, wo der Chef höchstpersönlich seine Gäste mit den frischesten Zutaten anspruchsvoll nach traditionellen Methoden verwöhnt. Diese kosten meist nur einen Bruchteil dessen, was sie in Japan kosten würden. Eine ursprünglich japanische Kochmethode, die sich in Taiwan eigenständig etabliert hat, ist das taiwanische Tempura. Die Taiwaner nennen es „Tian Bu La“, was übersetzt „süß, nicht scharf“ heißt. Tianbula wird meist am Straßenrand verkauft. Eine ganze Palette verschiedenster

Lebensmittel wird zur Auswahl angeboten, die dann in heißem Öl frittiert werden. Dann wird alles mit einer Salz- und Pfeffermischung und – wer es mag – mit Chilipulver bestäubt. Hähnchenteile, getrockneter Tofu, grüne Bohnen, Pommes frites aus Kartoffeln oder Süßkartoffeln, Schweineblut-Reiskuchen, Tintenfisch, Fisch-Bälle, Froschschenkel. Die Auswahl ist unendlich. Meine Freundin lud uns zu einem „Kao Rou Dian“ ein. Dieses Grillrestaurant hat seinen Ursprung in Japan. Die Taiwaner haben es aber nach ihrem Geschmack und ihren

Gewohnheiten eingerichtet und umgestaltet. Auf dem Holzboden sitzend grillt man sein Essen selbst auf einem massiven Holzkohlegrill, der auf den Tisch steht. Für ungefähr 15 Euro kann man „Chi Dao Bao“ wählen, das heißt „essen bis man satt ist“. Die Auswahl ist unglaublich. Wir bestellten frische Shrimps, verschiedene kleine Fische, hauchdünn geschnittenes Entenfleisch, Speck, Innereien, taiwanische Wurst, Zunge und natürlich Rindfleisch in mehreren Varianten: dünn geschnittenes fettiges sowie mageres Fleisch und marinierte Stückchen, die man in eine würzige braune Sauce tunkt und dann in einem Salatblatt umhüllt isst. Dazu noch Pilze, Paprika, Maiskolben und Kürbis sowie Enoki-Pilze und Spinat, die mit Butter und in Alufolie eingewickelt auf dem Grill geschmort werden. Nichtalkoholische Getränke, so viel man trinken kann, stehen auch zur Verfügung und last, not least zum Nachtisch gegrillter Moji und Eiscreme. „Qing man yong“ – Guten Appetit!

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Taiwan ist eine Insel für viele Geschmäcker – alle regionalen Küchen Chinas sind hier zu Hause, mit starken Einflüssen aus Japan und Korea. Bei uns schmeckt Taiwan – mit genauen Verwendungstipps und Beschreibungen der Qualitätsprodukte Made in Taiwan.

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Tee – zum Entspannen, Genießen und Naschen Aktuell bieten wir eine bunte Mischung für die ganze Familie: Aromatisierte Premium-Tees von 3:15pm, dazu hochwertige Instant-Tees und heiße Getränke. Rauchpflaumen und Ingwertee wärmen in der kalten Jahreszeit. Leckere „Milchtees“ begeistern große und kleine Süßschnäbel in den Geschmacksrichtungen Marzipan, Taro, Kokos und und und …

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Fundstücke

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Ein Herz laviert nicht

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Ich nenne keine Freundschaft heiß, Die niemals, wenn’s ihr unbequem, Den Freund zu überraschen weiß Trotzdem. Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut, Ein Unverhofft zu bringen, Das einen Freund unendlich freut, Dann hat sie keine Schwingen. Den Umfang einer Wolke mißt Kein Mensch. Weil sie nicht rastet, Noch ihre Freiheit je vergißt. – Ich glaube: Keine Wolke ist Mit Arbeit überlastet. Joachim Ringelnatz (1883- 1934)

Millionen Chinesen, ob Wanderarbeiter oder Studenten, gehen jedes Jahr zu Neujahr auf Reisen zu ihren Familien, wie hier in Wuhan in der Provinz Hubei. Da der Beginn des Neuen Jahres sich nach dem Mondkalender richtet, begann es am 21. Januar. Es ist das Jahr des Drachen, der als Glücksbringer angesehen wird.

Auf Partnersuche lange vor Facebook

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Filmstreifen noch einmal an; doch meistens war dieses zweite Mal eine Enttäuschung. Endlich! Sie entdeckte ihn in einem Wochenschaubild, das dem alljährlichen Sportfest in G. gewidmet war. Er nahm daran leider nur als Zuschauer teil. Das Bild flimmerte bald vorbei, doch das Gesicht blieb haften und als sie es zum zweiten und dritten Mal sah, gab es keine Enttäuschung. Sie würde ihn unter Tausenden sofort erkennen. Doch erst jetzt begannen die wirklichen Schwierigkeiten. Wie macht man den Mann ausfindig? Die junge Dame leitete eine umfangreiche Korrespondenz ein mit der Filmgesellschaft, mit dem Besitzer des Sportplatzes, mit

verschiedenen Teilnehmern des Festes. Sie erfuhr alle Daten bis in die kleinsten Einzelheiten hinein. Nun kam der entscheidende Schritt: sie ließ in G. Säulenanschläge machen. Auf dem wiedergegebenen Ausschnitt aus dem Filmbild zeigte ein Pfeil auf den gesuchten Fremdling. Er wurde ersucht, unter einer Chiffre von sich ein Lebenszeichen zu geben. Und in der Tat: dieses Radikalmittel verfehlte seine Wirkung nicht. Der Ahnungslose war zwar überaus seltsam berührt über diesen eigenartigen „Steckbrief“, doch er meldete sich furchtlos. Aus der zu Anfang anonym geführten Korrespondenz erfuhr er die Hintergründe des originellen Einfalls und war entzückt.

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ie üblichen Heiratsannoncen sind zwecklos. Heiratsvermittlerinnen mit Vorsicht zu genießen. Das sind Überlegungen, die man durchaus würdigen muss. Also: man suche neue Wege zum ehelichen Glück! Von diesem Wunsch geleitet, begab sich eine junge Dame zweimal wöchentlich in das größte Kino, um sich dort die neueste Wochenschau anzusehen. Sie hatte die feste Absicht, auf der Leinwand das männliche Wesen zu entdecken, das sie sich als den idealen Ehepartner erträumt hatte. Monatelang kehrte sie zweimal wöchentlich enttäuscht heim. Manchmal schien es ihr, dass das eine oder andere Gesicht zu erwägen sei; dann sah sie sich den

Bereits im dritten Brief bat er um eine persönliche Bekanntschaft. Die junge Dame willigte ein. Er kam, sah und war besiegt.

i FRANKFURTER NACHRICHTEN und Intelligenz-Blatt Frankfurter Journal Gegründet 1722 Handelszeitung Ausgabe von Freitag, dem 15. Mai 1931 Preis 10 Pfennig Nr. 134 - 210. Jahrgang Seite 4

Der Bildhauer Josef Tabachnyk hat im Zoo Berlin sein Modell von „Knut der Träumer“ vorgestellt. Seine Arbeit wurde unter 40 anderen ausgewählt, um möglicherweise als künstlerisches Denkmal an den Eisbären Knut zu erinnern, der im vergangenen Jahr überraschend starb. Der Zoo in Wuppertal hat am 17. Januar ein erstes Foto einer Überwachungskamera veröffentlicht, das EisbärMutter „Vilma“ mit ihrem Baby „Anori“ zeigt, geboren am 4. Januar. Knut war Medienstar und Publikumsliebling, seit er – verlassen von seiner Mutter – im Zoo von Hand durch seinen Pfleger Thomas Dörflein aufgezogen wurde. Knut starb am 20. März 2011. Knut wurde am 5. Dezember 2006 als erstes Eisbärenbaby seit 33 Jahren in Berlin geboren.

The Epoch Times Deutschland - Ausgabe vom 25.01.2012  

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