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Enno Ahrens

Texte, Zeichnungen, Malereien und Fotos

2020 Copyright Enno Ahrens – Nick: Epiklord – D-31832 Springe

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Ich habe in dieser Texte+Bildersammlung neue Texte, Zeichnungen, Grafiken und Fotos zusammengestellt, in beliebiger Anordung. Auf eine Vita, über mich, habe ich bewusst verzichtet, da es für künstlerische Kreationen unerheblich erscheint; es sei denn, Sie, lieber Leser, wären gleichzeitig analysierender Psychologe. Enno Ahrens

Bebilderte Lesebücher I-IV+Heft 5 u. Bildersammlung 1 auf issuu.com/epiklord zum Blättern www.enno-ahrens.de

Meine Philosophie ist, dass jeder seine Welt ist. Alle anderen kommen lediglich darin vor. * Den indigenen Häuptling hatte man durch Deutschland kutschiert in einem wunderbaren Auto, erzählte er, zuhause wieder angekommen, seinen Stammesangehörigen. Die fragten, ob der Häuptling berauscht gewesen sei bei der Fahrerei ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Der Häuptling sprach davon, dass die Deutschen gerne Autos produzieren, sich jeder eins leisten könne, und von der Abwrackprämie. Nur im Land der Dichter und Denker hatten sie nicht bedacht, dass so viele Fahrzeuge irgendwann die Straßen verstopfen würden. Und so redeten die Indigenen noch lange am Lagerfeuer vom „Stau“ und berauschten sich dabei amüsiert. * Humor hilft nicht gegen die Krise. Humor hilft durch die Krise. Für unsere gesellschaftliche Zukunft bedeutet dies, wir werden sehr viel Humor benötigen. (Humor ist das Instrument in uns. Wir müssen es nur bespielen, wie die Musiker beim Untergang der Titanic.) * Ruhestand = vorgezogener Tod

Alle Nachdrucke sowie Verwertung in Film, Funk und Fernsehen und auf jeder Art von Bild-, Wort- , und Tonträgern honorar- und genehmigungspflichtig. Alle Rechte vorbehalten. Das Urheberrecht liegt beim Autor Enno Ahrens.

1. Auflage (unkorrigiertes Arbeitsheft) © 2020 Enno Ahrens © Alle Bilder vom Autor

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Inhalt: Deisterspaziergang mit Karin, Geschichte……………………………………………………………………………………………..…………..4 Entsetzt, Gedicht……………………………………………………………………………………………………….……………………………….……..6 Gefährliche Verarsche, Meinung……………………………………………………………………………………………………………………….6 Rückkopplung mit Korrektur, Gedicht……………………………………………………………………………………………………………….8 In Gedanken, Gedicht, (Neubearbeitung)…………………………………………………………………………………………………….…….9 XXX, Gedicht……………………………………………………………………………………………………………………………………………….……..9 Im Vollrausch, Gedicht……………………………………………………………………………………………………………………………………..10 Blinder Fleck, Gedicht………………………………………………………………………………………………………………………………………11 ###, Gedicht……………………………………………………………………………………………………………………………………………………..11 Zwickmühlen, Gedicht………………………………………………………………………………………………………………………………….….12 Mathematischer Adventskalender zum Basteln …………………………………………………………………………………………….12

Was ist …, Gedicht…………………………………………………………………………………………………………..……………….13 Weihnachten mit Opa, Anekdote………………………………………….…………………………………………………………13 Hilft alles nichts, musste durch…, Kolumne……………………………………………………………………………………..14 Mit Köpfchen, Gleichnis……………………………………………………………………………………………………………………14 Meine Trauma-Eule, Gedicht…………………………………………………………………………………………..……………….15

Mimosenextrakt in dem man mich gebadet kein Drachenblut drin

Hältst du dich auch für fehlerfrei, sprich es nicht aus, es könnte ein Fehler sein.

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Deisterspaziergang mit Karin (gekürzte Neubearbeitung) Der kühle Ostwind trieb bereits Ende Oktober riesige Schneemassen in unser Tal, viel zu früh, und schon tauten sie wieder ab. Im Stadtwald war ein Geräusch, als wenn tausende Wasserhähne tropften. Vereinzelt lagen Schneeplacken herum wie eine versprengte Schafherde. Und mit der aufkommenden Dämmerung schlichen graue Dunstschwaden umher. Etwas Luftbewegung kam auf, vertrieb den Nebel. An den Ästen der Bäume klammerten sich noch einige Blätter, in den Wipfeln säuselte ein leichter Wind, und für einen Moment war mir, als hörte ich eine weibliche Stimme meinen Namen rufen: „Enno, Enno – gogo!“ Wanderer hatten immer wieder von einer umhergeisternden Karin berichtet. Hinter einem verwaisten Hausbrunnen schlenderte ich über eine Wiese, die abschüssig an einem Bachlauf endete. Inzwischen verzauberte der Halbmond mit seinem gedimmten Licht die Landschaft. Bauchhoch versank die Flur in silbernen Nebelschleiern. Wie durch ein Getreidefeld watete ich darin herum, blickte staunend über die dunstende Fläche weit hinauf in einen gigantischen Sternenhimmel, tauchte ein in die Unbegreiflichkeit dieses endlosen Raumes. In der Feuchtwiese am Waldrand war es still. Zarte Nebelgespinste krochen den Boden entlang, und etwas später hinter einer Anhöhe tauchten in der Ferne verschwommen die Lichter von einem Bauernhof auf. Ruhig und verschlafen lag er da, wohlig an den Süllberg hingeschmiegt. Auf der Bank dort saß Karin, eine engelsgleiche Gestalt. Nach einer Weile stakste sie davon, zog das rechte Bein etwas nach. Über einen verwilderten Pfad quälte sie sich hinauf ins Gebirge. Mein Atem ging schwer und Greif, mein Hund, ein Kromfohrländer, stellte urplötzlich einem Hasen nach, hetzte einen Moment hinter ihm her, vorbei 4


an einer jämmerlichen Esche, ließ aber genauso schnell wieder ab von seiner Jagd. Aus Greifs hechelnder Schnauze stoben wie aus einer Dampfpfeife winzige Wolken hervor. Durchs dichte Unterholz von der Anhöhe her brannten sich Karins Augen wie zwei glühende Kohlen in die Nacht, und über uns plötzlich die klagenden Schreie verspäteter Wildgänse, die rasch am Halbmond vorbeiflogen, unwirklich, aneinandergebundene Papierdrachen, die magisch davongezogen wurden. Wie Geisterfiguren nun die dumpfen Silhouetten der Zaunpfähle, die verschleierten Weidenstümpfe und bizarren Baumskelette am Bach. Begann es jetzt zu spuken? Ein verdorrter Ast erschien mir plötzlich wie der drohende Arm eines Elfen. Unheimliche Stille. Durch meinen Körper schauderte der Ruf eines Kauzes aus einem nahen Buchenhain. Das lichte Wäldchen hatte sich nun in eine schwarze Festung verwandelt. Und ins Gestrüpp davor sah ich gerade noch einen Fuchs davon schnüren. Greif drängte nach Hause. Unser einsames Gehöft am Rande des Tales erschien vom weitem wie ein riesiger Scherenschnitt. Eine Schleiereule schwebte dicht über uns hinweg, wir schreckten auf, denn ihr leichter Luftzug und ihr Schatten überraschten uns wie ein Schlag aus dem Nichts; sie glitt weiter um den Giebel des Hauses und es hörte sich an, als würde sie meinen Namen rufen: „Enno, Enno – gogo!“ Fröstelnd öffnete ich die Eichentür zu meiner Diele; eine heimelige Wärme strömte uns entgegen. Am Kamin saß Karin, der schmale Körper verschluckt von einem zu groß geratenen, alten Mantel, aus dem dies bleiche zierliche Gesicht hervorlugte, von seidigen blonden Haaren umfangen. Ich verspürte einen unfehlbaren Instinkt in mir, und wusste sofort, es wäre sinnlos sich zu wehren. Mit einem Kartoffelschäler trennte sie mir ein Auge raus, zerhackte blind vor Wut meine Beine, sowie man es vor Jahren mit ihrer Tochter getan hatte, nachdem sie vergewaltigt worden war. Man konnte nie den Täter ermitteln. Karin hatte damals mit ihrem Leben Schluss gemacht. 5


Von Draußen der Ruf eines Kauzes und hier in der Stube Greifs Winseln. Nun beende ich meine Aufzeichnung, lege den Stift beiseite und mich zum Sterben, wie alle Wanderer, die Karin früher oder später begegnen und von ihr hingemetzelt würden oder doch nur Opfer einer grundlosen Angst sind, wie das Rotkäppchen, das in Wirklichkeit nicht vom Wolf (die mögen keine Menschen) verschlungen worden war, sondern von ihrer Furcht vor jenem.

Entsetzt Unfreiwillig erwischte es mich auf der Autobahn, dieser Tag-Albtraum im Sekundenschlaf, ein historisches Ereignis, als säße man in einem Zug, der bereits in Bayern eintrudelte, während man sich gleichzeitig in Hannover befand. Wie Waggons klebten die Autos aneinander, der allererste Giga-Stau im Lande, welch ein Spektakel ergab sich, als mein Chef mich am Münchener Hauptbahnhof erwartete, dringend, und ich ihm per Handy mitteilte, ich wäre ganz hinten am Ende im letzten Abteil, würde mir aber zu Fuß den Weg bahnen nach vorn.

Gefährliche Verarsche Jene dialektische Rede, welche schon immer zur Verdummung, zur Volksverhetzung, zur Propaganda eingesetzt wurde, falsche Analogien benutzt, verführt nach wie vor Massen, die sie zu Mitläufern macht. - Da werden uns Atommülllager zu Entsorgungsparks präsentiert. - Kurz nacheinander sind zwei Fälle von Totschlag von Jugendlichen an Alten passiert, 6


und schon steht in der Presse verallgemeinernd, was ist los mit unserer Jugend? - In Halle hatte es ein Einzeltäter auf eine Synagoge abgesehen. Und schon meldet sich ein Politiker, wir Deutschen müssten uns alle schämen. Solche Rede führt aber zu einer Volksverhetzung mit umgekehrten Vorzeichen, genauso, wenn ein Muslim zum Terroristen wird, und man würde alle Muslimen auffordern sich deswegen zu schämen.

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Wir haben nicht zu wenige Wohnungen. Wir haben zu viele Menschen. *

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Rückkopplung mit Korrektur Noch schmauste die Herde auf grüner Au. Jedoch immer mehr Zähne säumten den Weg zur Hölle, mit gespitzten Mäulern. Ungespeiste Bescheidenheit. Auf kahler Prärie lauschte man dem nachwachsenden Gras. Die Erde war zu einem Apfel der Versuchung verkommen. Noch bevor der einsame Baum in feuriger Wüste seinen neuen Jahresring anlegte, die Fische den siedenden Meeren entflohen, flehten die Menschen gen Himmel um Rettung, erhielten alsbald Gottesasyl, und ihre Gerippe warfen Schatten auf mickrige Stoppel. Immenser Gebissausfall. Der Planet erholte sich, alles versank gemächlich in uralter Glückseligkeit. Nur zwei Überlebende Adam und Steve.

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Enno Ahrens

In Gedanken (Neubearbeitung) war ich zurückgerudert mit meinem Raumschiff bis dicht an den Urknall dort stand eine unüberwindbare Mauer mit einem Tor darin und der Aufschrift „Für Menschen unpassierbar“ dahinter würde sich eine total andere Welt auftun die unserem Denken und Sinnen verschlossen sei eine ohne Anfang und Ende vielleicht sind wir auch schon durchs Tor gekommen und tappen herum ohne es zu bemerken

XXX „Nimm keine Mäuse aus der Welt. Sie werden von vielen gemocht. Nimm den Menschen heraus. Den braucht keiner.“ „Oh, nein, gar anhänglich sind dessen Darmbakterien, und auf seiner Haut siedelt blühendes Leben.“

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Im Vollrausch Wir tanzen auf glühenden Kohlen, denken nicht daran umzufallen. Psst. Herr Munk ist auf Jagd; das Wild hat sich versteckt im Unterholz. Wieder zuhause aus den Schuhen und neuen Socken heraus fällt ihm dann doch noch eine Horde Wollmäuse vor die Füße. Die Investmentgeschäfte überschreiten ihren Zenit, die Sonne zeitigt eruptiv erste Anzeichen von Blähbauch. In Deutschland tobt ein Bürgerkrieg. Die Aktien stehen schlecht. Die letzten Affen in Amazonien besaufen sich am Palmwein. In China fällt kein Sack Reis um. Noch schmaust die Herde auf grüner Au. Jedoch immer mehr Zähne säumen den Weg zur Hölle, mit gespitzten Mäulern. Ungespeiste Bescheidenheit. Auf kahler Prärie lauscht man dem nachwachsenden Gras. Herr Munk macht sich keine Sorgen, sammelt seine Wollmäuse ein. Der Planet erholt sich schon. Herr Munk hat sich chic gemacht für den Tanz auf den glühenden Kohlen.

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Blinder Fleck Da ist dieser verdeckte Moment wenn mir der Ball zugespielt wird aus der gegenwärtigen Situation ich aufsteige in die Zukunft da ist dieser verdeckte Moment in der Nische zwischen den Zeiten wo der Hütchenspieler zuschlägt in diesem verdeckten Moment die Kugel umlenkt und mich ins Leere springen lässt

### Manchmal fliegen mir Gedanken zu, schön wie Paradiesvögel; zwischen ihnen möchte ich mir ein Nest bauen. Manchmal fliegen mir Gedanken zu, schön wie Paradiesvögel; aus denen möchte ich die Welt zimmern. Manchmal fliegen mir Gedanken zu, schön wie Paradiesvögel; in die ich mich einhülle, unter der Brücke, in meinem muffigen Schlafsack.

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Zwickmühlen Die Deutschen sind ein friedliches Volk. Sie würden gerne auf Waffen verzichten. Aber die Umstände lassen es nicht zu. Die Russen sind kein kriegerisches Volk. Sie würden ohne Waffen besser dastehen. Aber die Umstände lassen es nicht zu. Die Amerikaner sind eigentlich friedliebend. Aber die Umstände, die bösartigen Umstände … Alle würden gerne dem Klima zuliebe auf Viehwirtschaft verzichten. Aber die Umstände lassen es nicht zu. Ich würde gerne mein Auto abschaffen. Aber die Umstä…

© Autor Enno Ahrens Freuen würde ich mich, wenn bei diesen Zahlenrechnereien überraschend ein Kind mit dem Rechnen per Taschenrechner ein Schema entdecken könnte, obwohl das Kind noch kein Rechnen mit negativen Zahlen kennt. Kommt ja erst ab 5. Klasse. Nichtsdestotrotz könnte das Kind rauskriegen, dass man immer nur von der großen Zahl die beiden anderen abzuziehen braucht und wenn das Display ein Minusvorzeichen anzeigt, dieses ignorieren kann. Es ist dann das zu ermittelnde Datum. Und das Kind auf jeden Fall pfiffig. 12


Was ist er mir gewesen, einst, der volle Mond?, ein Romantiker, Liebesgeläut in verklärendem Schein. Nun hängt er nutzlos ab, dort droben, an seinem rostigen Nagel, wirft ein stumpfes Licht durchs Dachbodenfenster, neben Omas alten Pisspott.

Weihnachten mit Opa Opa wollte kurz nach Weihnachten wieder nach Hause. Wir hatten ihm das Gästezimmer feierlich geschmückt. Dennoch hatte er zu Meckern: „Ihr hättet mich ja warnen können, dass die Kinder erkältet sind, eine Gefahr für Senioren. Und dann dieses zaumlose Herumgeschnäuze vom Jüngsten.“ „Du warst mit drei Jahren sicherlich nicht anders.“ „Wir wurden damals noch zu eiserner Disziplin erzogen. Und sowas hätten wir uns nie erlaubt.“ „Ach, Opa, aber doch nicht mit drei Jahren.“ Leider hatte Opa sich eine Erkältung eingefangen, mit leicht erhöhter Temperatur. Und wir boten ihm an, seinen Aufenthalt bei uns zu verlängern, bis er genesen sei. „Das ist ja auch wohl das Mindeste, was ihr für mich tun könnt. Und wenn ihr den Einkauf macht, vergesst nicht Mandarinen für mich mitzubringen.“ Er triezte uns über Gebühr herum, weidete unser Schuldgefühl schamlos für sich aus. Am Spätnachmittag hatten wir alles erledigt. Ich ging zu Opa ins Gästezimmer und erschrak. Hatte er doch das alte Quecksilberthermometer aus dem Verbandskasten genommen, sich aufs Bett gelegt und es sich in den Mund geschoben. Ich kam nicht mehr dazu, ihn eines unserer digitalen Thermometer anzubieten. Unsere Fünfjährige kam mir zuvor: „Oh, Opa, das alte Thermometer steckt man nicht in den Mund. Unser Waldi hat es immer in den Po bekommen.“ Und plötzlich schnellte Opa hoch, sprang von seinem Krankenlager auf, ein Spontangeheilter, sonderte noch einige Flüche ab, packte flott seinen Koffer und verschwand ohne Abschiedsgruß. Ich war eigentlich erleichtert und schnaufte durch: „Na, geht doch!“

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Hilft alles nichts, musste durch… Die meisten Erkältungen gibt es in der Zeit, in der auch die meisten Mandarinen, Orangen und Co. verkauft werden. Und es gibt den hartnäckigen Glauben, die Südfrüchte würden vorbeugend bzw. zur Behandlung des Schnupfens helfen. Wäre es der Fall, könnte mein erster Satz nicht zutreffen, dass die meisten Erkältungen in der Zeit stattfinden, wo auch die meisten Mandarinen vertilgt werden, weil die Orangen und Zitronen Erkältungen verhindern bzw. heilen sollten. Weil nun aber nach wie vor immer noch so viele erkältet sind, muss mein zweiter Satz, dass die Südfrüchte vor Erkältungen schützen, falsch sein. Man braucht nur einmal mit dem Linienbus zum Weihnachts-Einkauf in die Stadt fahren, da begegnen einem unzählige prustende, hustende Leute, Mütter mit verschnupften Kindern in Kinderkarren, deren Einkaufsnetze sicherlich auch schon vor Ausbruch der Schnupfenwelle prall mit Clementinen befüllt wurden.

Mit Köpfchen Das Huhn, welches sehnsüchtig durch den hohen Maschendrahtzaun linste, zum Futter auf der anderen Seite, wusste, es musste über sich hinauswachsen. Den gerade verlaufenden Zaun hatte man zur Seite des Huhns an beiden Enden hin winkelig umgebogen. Das Huhn würde also, um an das Futter zu kommen, dieses Stück umlaufen müssen und dabei den Blick vom Futter wenden, was nicht Hühnerart ist. Nun kam aber dem Huhn zufällig ein sich von hinten anschleichender Fuchs zu Hilfe. Es erschrak sich, flatterte kopflos herum und befand sich auf einmal auf der Futterseite. Der Fuchs wurde bei dem Gegackere des Huhns vom dadurch alarmierten Hofhund vertrieben. Wie das Huhn nun genau auf die Futterseite gekommen war, konnte es nicht benennen. Aber es forschte fortan an der Stelle des Zauns, wo sich der Fall zugetragen hatte. Im Prinzip ist es nicht anders, als bei uns Menschen. Nur wir können jede Entdeckung, jeden Fortschritt dokumentieren, während die Hühner, ohne diese Erinnerungen, immer wieder erneut zurückfallen und von vorne beginnen müssen.

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Meine Trauma-Eule diese lichtscheue Angstfresserin wohnt in meiner Unterwelt im Totenschädel eines Zyklopen Wie aus einer versteinerten Kuckucksuhr kommt sie nächtens hervor aus dunkler Augenklappe ätzt sie mir ihr unverdautes Gewölle ins Bewusstsein

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