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Verleihung: Donnerstag, 3. M채rz 2011 Schiffbau Z체rich

TV-Sendungen: Freitag, 4. M채rz ProSieben Schweiz: 20:15 Uhr Samstag, 12. M채rz Rouge TV: 20:15 Uhr

Hauptsponsor

www.swissmusicawards.ch Co-Sponsor


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GRATULIERT SEINEN NOMINEES FÜR DEN SMA 2011

3x platin

BLIGG 2x platin

2x platin

BEST HIT NATIONAL BEST ALBUM URBAN NATIONAL

EMINEM

AMY MACDONALD

BEST ALBUM URBAN INTERNATIONAL

BEST ALBUM POP ROCK INTERNATIONAL

2x platin

platin

UNHEILIG

STROMAE

BEST BREAKING ACT INTERNATIONAL

BEST HIT INTERNATIONAL 2x platin

THE BELLAMY BROTHERS & GÖLÄ BEST ALBUM POP ROCK NATIONAL


Sehr geehrter Gast, Liebe Fans

Liebe Musikfreundinnen, Liebe Musikfreunde Herzlich willkommen im Schiffbau in Zürich! Es ist mir eine große Freude, Sie zu diesem in der Schweiz einmaligen Anlass begrüßen zu dürfen. Bei den Swiss Music Awards ehrt die Musikbranche Künstlerinnen und Künstler der Unterhaltungsmusik. Dass sie das in Zürich macht, ist eine Ehre für unsere Stadt.

| Foto: Kevin Hey

Neue Talente aus der Schweiz schießen nicht nur wie Pilze aus dem Boden, sondern auch ganz nach oben an die Spitze der Charts. Dass Schweizer Künstler neben den für uns ebenfalls sehr wichtigen internationalen Acts bestehen können, sehe ich mit großer Genugtuung.

Klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung

Zürich als idealer Austragungsort

Wir freuen uns sehr, dass die vierten Swiss Music Awards wieder im Schiffbau Zürich über die Bühne gehen. Die Entwicklung der SMA ist äußerst erfreulich und mit dem Blick auf die Nominierten unterstreicht dies einerseits die Vielfalt und Kreativität der Künstler, andererseits unser klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung. Das selbstbewusste Auftreten der Schweizer Künstler sollte auch der Politik zu Ohren kommen, denn nur wenn das kreative Schaffen besser geschützt wird, sind wir in der Lage, weiterhin in neue Talente zu investieren.

Der Veranstalter IFPI Schweiz, der Dachverband der Tonund Tonbildträgerhersteller, hat sich vor vier Jahren sicher bewusst für die Stadt Zürich als Austragungsort entschieden. Ist es doch so, dass Zürich einen großen Teil der Tonträgerindustrie beheimatet, und zusätzlich gilt Zürich als Medienstadt. Eine ideale Mischung, um Schweizer Musikerinnen und Musikern die ihnen zustehende Ehre zu erweisen. So dürfen wir schon jetzt gespannt sein, wer von den Nominierten in den unterschiedlichen Kategorien am 3. März die begehrte Trophäe in Empfang nehmen darf.

Dank an die Sponsoren und Medienpartner

Starthilfe für Musik-Karriere

Auch dieses Jahr werden die Swiss Music Awards auf ProSieben Schweiz übertragen. Zum ersten Mal auch in der Westschweiz – auf Rouge TV. Ich danke dem Hauptsponsor Orange und Co-Sponsor „Diesel – ONLY THE BRAVE“ sowie der Stadt Zürich, welche die wichtigste Schweizer Musikauszeichnung in Form eines Patronats begleiten. Ebenfalls ein Dankeschön an unsere Medienpartner Goldbach Media, 20Minuten, tilllate.com, Radio DRS3 und Rouge FM.

Eine Neuerung in diesem Jahr gefällt mir persönlich besonders gut, da sie Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusikern aus der Schweiz eine Chance gibt: die Kategorie „Best Talent National“. DRS 3 als Partner hat die wichtige Aufgabe, die richtig spannenden Acts auszusuchen, und mit etwas Glück reicht es dann schon ganz am Anfang einer Karriere für eine Nomination bei den Swiss Music Awards.

Ich werde oft gefragt, was mich in diesen für die Musikindustrie so schwierigen Zeiten optimistisch stimmt. Die Antwort steht heute Abend auf der Bühne: es sind die Künstler. Nun wünsche ich Ihnen – auch im Namen des Vorstandes – viel Vergnügen und spannende Unterhaltung bei der Preisverleihung mit den Show-Acts Adrian Stern, Bligg, Grégoire, TinkaBelle und Unheilig. Ivo Sacchi, Präsident IFPI Schweiz

swiss music awards

grußworte

musikmarkt special

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Ich möchte an dieser Stelle allen Nominierten herzlich gratulieren. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag an eine abwechslungsreiche und spannende Musiklandschaft und somit an eine kulturell vielfältige Schweiz. Ein spezieller Dank gilt dem Veranstalter und den Sponsoren, welche die Swiss Music Awards überhaupt erst möglich machen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen spannenden Abend in der Halle des Schiffbaus. Corine Mauch, Stadtpräsidentin von Zürich

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grußworte

Liebe Musikfans

| Foto: Orange

Die Schweizer Musik lebt. Dies zeigt auch die diesjährige Auswahl der nominierten Schweizer Künstler bei den Swiss Music Awards. Nebst arrivierten alten Hasen wie Gölä, Züri West und Bligg haben auch junge Talente den Sprung ins Scheinwerferlicht der Hauptkategorien geschafft. Dazu gehört beispielsweise Adrian Stern, der sich mit seinen Mundart-Liedern unermüdlich über zahlreiche Kleinbühnen an die nationale Spitze sang. Oder auch Remady, der mit „No Superstar“ europaweit einen Nummer-eins-Dancefloor-Hit landete. Sie dürfen zu Recht auf die begehrte Trophäe der Swiss Music Awards hoffen.

Brave enough? „You’re either in or you’re out“ – Are you brave enough? Mit diesem Satz überzeugt George Clooney seinen Komplizen Brad Pitt im Film „Ocean’s Eleven“, beim ganz großen Coup auf das Casino mitzumachen. Nur die Besten der Besten, die Mutigsten der Mutigen, die Crème de la Crème sollen Teil des Teams sein und den großen Gewinn einholen. | Foto: L’Oréal

musikmarkt special

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Die größten Talente

Die Mischung und die Vielfalt in der Schweizer Musikszene stimmen. Die Jungen drängen und spornen die etablierten Bands zu neuen Höchstleistungen an. Damit müssen sich die Schweizer Künstler nicht vor den Acts in den internationalen Kategorien verstecken. Die Swiss Music Awards bieten ihnen die ideale Plattform, um sich in ihrer Vielfalt auf Augenhöhe mit ihnen zu präsentieren.

Ganz ähnlich hätte man sich diese Szene auch zwischen den nominierten Musikstars vorstellen können. Die größten Talente aus verschiedensten Bereichen treffen bei den Swiss Music Awards aufeinander. Sie alle haben das gleiche Ziel: den Tresor knacken und den heißbegehrten Award in die Hände bekommen. Im TV-Spot kommen die Stars dafür direkt hinter Gitter. Denn leider – oder zu Recht – kann man sich den Award nur mit ehrlicher Arbeit verdienen. Dazu braucht es noch den Mut, etwas zu riskieren und den Glauben an sich selbst, auch wenn es einmal hart auf hart kommt.

Glanzvolle Gala

Power und Selbstbewusstsein

Orange ist stolz darauf, als Hauptsponsor die glanzvolle Gala der Swiss Music Awards und damit auch das Schweizer Musikschaffen zu unterstützen. Denn Musik und digitales Entertainment spielen bei Orange eine Hauptrolle. Selbstverständlich sind sämtliche Titel und Alben der nominierten Künstler bei Orange Citydisc wie auch im Orange Music Store online erhältlich.

All das haben die Nominierten der Swiss Music Awards gemeinsam mit der Botschaft, für die unser Bestseller-Herrenduft „Diesel ONLY THE BRAVE“ steht. Der Flacon, die blaue Faust, steht für Power, Selbstbewusstsein und herausragende Leistungen. Die Kraft sich selbst zu übertreffen und seine Einzigartigkeit zu pflegen, um zu brillieren. Stärken, von welchen die Musiker der Swiss Music Awards bestimmt ein Lied singen können.

Neue Höchstleistungen

Mit Ihrem CD-Kauf und Ihrer Teilnahme beim Online-Voting haben Sie die Sieger der diesjährigen Swiss Music Awards mitbestimmt. Ich hoffe, Ihre Favoriten setzen sich durch. Und falls es diesmal nicht geklappt hat, haben Sie auf www.orange.ch/entertainment zahlreiche tolle Gewinnmöglichkeiten: Wir verlosen immer wieder Tickets für die besten Konzerte in der Schweiz, Sie können CDs oder sogar Treffen mit den Stars gewinnen. Ein Besuch lohnt sich! Wir freuen uns auf einen glamourösen Musik-Event und ein tolles neues Musikjahr.

Lifestyle der Stars Unser Parfum verkörpert die Lebenseinstellung der Stars. Deswegen sind wir unglaublich stolz, bereits zum zweiten mal gesagt zu haben: „We’re in! We entered the protected Area!“ und somit den wichtigsten Schweizer Musikpreis im zweiten Jahr in Folge als Co-Sponsor präsentieren zu dürfen. Diesel ONLY THE BRAVE wünscht Ihnen eine wunderbare Nacht der Swiss Music Awards 2011! John J. Molloy, General Manager L’Oréal Produits de Luxe

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Thomas Sieber, CEO Orange Schweiz


„Schweizer Künstler sind die Stars“

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interview

musikmarkt special

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zur person

Auf den roten Teppich, fertig, los! Am 3. März werden im Zürcher Schiffbau zum vierten Mal die Swiss Music Awards verliehen. Oliver Rosa zeichnet auch dieses Jahr als Executive Producer verantwortlich. Im Interview verrät der 37-Jährige, ob er überhaupt noch zur Ruhe kommt. Oliver Rosa

Oliver Rosa zeichnet als Executive Producer für die Organisation und Vermarktung der Swiss Music Awards verantwortlich. Der 37-jährige Zürcher ist seit über zwölf Jahren in der Musikindustrie tätig. Zehn Jahre war er bei Warner Music, davon leitete er drei Jahre lang als Geschäftsführer die Schweizer Niederlassung. Seit 2008 ist Rosa mit einer eigenen Agentur im Bereich Projektmanagement, Beratung und Künstlermanagement selbstständig. | Foto: Tom Haller Kontakt: Buero Oliver Rosa Werkgasse 5 CH – 8008 Zürich Tel: 0041-44-273 72 00 E-Mail: buero@oliverrosa.ch

musikmarkt: Hat sich Zürich als Austragungsort der Swiss Music Awards etabliert? Oliver Rosa: Wir sind dieses Jahr zum zweiten Mal im Schiffbau des Zürcher Schauspielhauses zu Gast. Eine sehr schöne Location, mit starkem kulturellen Bezug. In erster Linie ist uns die Etablierung des Anlasses an sich wichtig. Wir haben den Anspruch, uns weiterzuentwickeln und sind daher in allen Belangen „open minded“. musikmarkt: Sind Sie mit dem Feedback aus Branche und Medien zufrieden? Oliver Rosa: Das Feedback ist grundsätzlich sehr positiv. Der SMA ist inzwischen der wichtigste Preis der Schweizer Popmusik. Gerade aus der Branche kommen aber auch wichtige Inputs, wie wir uns weiter verbessern können. Die große Berichterstattung in den Medien ist überaus erfreulich und gibt der Schweizer Musikszene ein Gesicht. Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung. musikmarkt: Mit Diesel und Orange sind zwei Sponsoren an Bord, die die Verleihung bereits letztes Jahr unterstützten... Oliver Rosa: Wir dürfen uns bei allen Partnerschaften, bei den Sponsoren, den Medienpartnern und den Suppliern, über eine große

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Konstanz freuen. Das spricht für eine gute Zusammenarbeit. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle herzlich! Für die Zukunft haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Sponsoringbereich weiter auszubauen. musikmarkt: Der 2010 neu eingeführte „Jury Award“ wurde erweitert und heißt neu „Best Talent National“. Wie kam es zu dieser Entscheidung? Oliver Rosa: Die Reaktionen auf den Jury Award waren durchwegs positiv. Deshalb haben wir diese Kategorie ausgebaut und auf den Nachwuchsbereich fokussiert. In Zusammenarbeit mit DRS 3 wird das „Best Talent“des Jahres ermittelt. Da dieser Prozess über eine monatliche Radiosendung letztendlich dazu führt, dass drei Künstler im Rahmen der Swiss Music Awards nominiert werden, können wir unsere Präsenz während des gesamten Jahres ausbauen. musikmarkt: Gibt es weitere Änderungen? Oliver Rosa: Wir wollen flexibel bleiben und den Bedürfnissen der Schweizer Musikszene gerecht werden. Gleichzeitig aber eine gewisse Konstanz beibehalten. Wir verleihen seit dem ersten Jahr Preise in zehn Kategorien, sechs davon an Schweizer Künstler. musikmarkt: Dieses Jahr wurden Künstler wie Bligg, Stress und Baschi in den offiziellen Spot und das CI der Veranstaltung eingebunden. Welche Absicht steckt dahinter? Oliver Rosa: Die Acts sind die Stars der Swiss Music Awards. Sie stehen im Mittelpunkt. Dies wollen wir mit dem diesjährigen Spot und dem CI unterstreichen. Beim aufwändigen Dreh haben etliche Leute einen besonderen Effort geleistet. So auch die mitwirkenden Künstler. Dafür sind wir dankbar und freuen uns über das, wie ich finde, gelungene Ergebnis. musikmarkt: Die Show wird auf Rouge TV erstmals auch in der französischsprachigen Schweiz im TV zu sehen sein. Wie ist das Feedback in der Romandie von Medienpartnern und Publikum? Oliver Rosa: Es ist uns wichtig, die SMA als nationale Preisverleihung zu positionieren. Den Anlass in der Romandie zu etablieren, dauert länger als in der deutschsprachigen Schweiz. Das liegt auch an den vielen erfolgreichen Mundart-Acts unseres Landes. Am meisten Awards eingeheimst hat bisher allerdings

Stress – mit französischen Texten. Wir haben auch dieses Jahr, mit Grégoire, einen großen frankophonen Künstler auf der Bühne. Es ist toll, dass nun auch das Fernseh-Publikum in der Westschweiz unseren Event mitverfolgen kann. Das Interesse der Welschen Schweiz an den SMA steigt von Jahr zu Jahr. Das spüren wir deutlich und das ist erfreulich. musikmarkt: Herr Rosa, Sie zeichnen zum vierten Mal als Executive Producer verantwortlich. Können Sie, kurz vor der Show, nachts überhaupt noch schlafen? Oliver Rosa: Es macht großen Spaß, eine solch spannende Veranstaltung umsetzen zu dürfen. Diese Herausforderung spornt mich an und lässt mich Abends müde ins Bett fallen. Mal früher, mal später. musikmarkt: Bitte vervollständigen Sie folgenden Satz: Die Schweiz braucht die Swiss Music Awards weil... Oliver Rosa: ... die äußerst vielseitige und kreative Schweizer Musiklandschaft unterhaltsam und im Aufwind ist. | Interview: Renzo Wellinger

Wahlverfahren: Die Regeln Der Branchenverband der Schweizer Musiklabels, die IFPI Schweiz, zeichnet bei den Swiss Music Awards in zehn Kategorien nationale und internationale Musiker aus. Die Kriterien für die Bewertung wurden gemeinsam mit Media Control Schweiz entwickelt.

| Foto: Screenshot SMA Eine Academy, bestehend aus 65 Branchenexperten, hat bei neun der insgesamt zehn Kategorien drei Künstler nominiert. Als Vorlage diente eine Shortlist mit jeweils fünf Acts pro Kategorie. Diese Liste wurde von Media Control aufgrund der Jahrescharts 2010 ermittelt. Pro Kategorie werden die fünf Künstler mit den höchsten Verkaufszahlen ermittelt. Der Künstler mit den meisten Verkäufen ist dabei automatisch gesetzt. Aus den verbleibenden vier bestimmt die Academy zwei weitere Nominierte. In der Endauswertung zählt dann nur noch die Jurystimme und das Public Voting, der Faktor Verkaufszahlen entfällt. Von diesem Reglement ausgenommen ist die Kategorie „Best Talent National“, die in Partnerschaft mit DRS 3 ermittelt wird (siehe dazu S. 12). Mehr Information zum Thema: www.swissmusicawards.ch/Event/Preisverleihung

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musikmarkt special

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nominees

And the Nominees are... 01

Alle Nominierten der Swiss Music Awards 2011 auf einen Blick

Best Album Pop/Rock National Bellamy Brothers & Gölä „The Greatest Hits Sessions“ (Universal) Adrian Stern - „Herz“ (Sony)

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Züri West - „HomeRekords“ (Sound Service)

Best Album Pop/Rock International Amy Macdonald - „A Curious Thing“ (Universal) David Guetta - „One Love“ (EMI)

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Sade - „Soldier Of Love“ (Sony)

Best Album Urban National Bligg - „Bart aber herzlich“ (Universal) Sens Unik - „Generations“ (TBA)

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Seven - „Unplugged“ (Sony)

Best Album Urban International Eminem - „Recovery“ (Universal) Alicia Keys - „The Element Of Freedom“ (Sony)

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Die Fantastischen Vier „Für dich immer noch Fanta Sie“ (Sony)

Best Breaking Act National Remady (Phonag) Caroline Chevin (Nation) Aloan (Musikvertrieb)

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nominees

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Best Breaking Act International Unheilig (Universal) Hurts (Sony)

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Zaz (Sony)

Best Hit National Bligg - „Legändä & Heldä“ (Universal) Remady - „No Superstar“ (Phonag)

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Adrian Stern - „Amerika“ (Sony)

Best Hit International Shakira - „Waka Waka (This Time For Africa)“ (Sony) Yolanda Be Cool & DCup „We No Speak Americano“ (Warner)

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Stromae - „Alors On Danse“ (Universal)

Best Album Dance National DJ Antoine - „2010“ (Phonag) Remady - „No Superstar“ (Phonag)

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Sir Colin - „In Da Club“ (Musikvertrieb)

Best Talent National Steff la Cheffe (Nation) Alvin Zealot (Goldon) Monotales (Irascible)

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Böse Buben und ein Gold-Kehlchen Sie haben die Schweizer Urban-Szene in den vergangenen Jahren stark geprägt. Die Rap-Pioniere Sens Unik sowie R’n’B-Star Seven dürfen sich Hoffnungen auf einen Swiss Music Award machen. Chartsdauergast Bligg ist gleich zweimal nominiert. Soul-Wunder aus dem Aargau

| Stimmwunder aus dem Aargau: Seven überzeugt mit seiner warmen Soul-Stimme | Foto: Marco Grob

| Bligg hat ein Charts-Abo: Der Zürcher stürmte mit seinem neuen Album auf den Spitzenplatz | Foto: Lena Thuering

und mich ist es wichtig, dass das Album uns selbst gefällt. Und wenn es den Fans dann auch noch gefällt, kann man als Musiker nicht glücklicher sein“, so Bligg. Dabei scheut der Musiker keine Mühen: Für das Cover-Artwork ließ er sich von einer Maskenbildnerin in einer dreistündigen Prozedur einen Vollbart montieren. Da wäre es einfacher gewesen, einen echten Bart wachsen zu lassen. „Aber dann hätte ich bereits 2008 beim Release von ,0816’ damit anfangen müssen“, lacht Bligg.

HipHop-Crew der ersten Stunde 90 000 verkauften Exemplaren die DreifachPlatin-Marke geknackt. Die Single „Legändä & Heldä“ erreichte derweil Gold. Doch Verkaufszahlen sind nicht alles: „Für mein Team

| Comeback-Mission gelungen: Sens Unik feierten letztes Jahr ihr 20. Band-Jubiläum | Foto: ADEE/Adeected.ch

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Sens Unik gehören zu den erfolgreichsten popkulturellen Vermittlern zwischen den beiden Lagern des „Röstigrabens“. Mit ihrem aktuellen Werk „Generations“, ein Konzeptalbum zu ihrer Abschiedstournee, stiegen die Pioniere des Schweizer HipHop im Frühjahr 2010 auf Platz drei der Charts ein. Im Herbst überreichte Vertragspartner TBA der Westschweizer Combo eine Gold-Auszeichnung. Damit ist das Comeback der Band, die im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Band-Jubiläum feierte, geglückt. Die erste Single der Lausanner Crew, „Nouvelle Politik“, erschien 1990. Vier Jahre später gelang ihr mit dem Album „Chromatic“ der Durchbruch. Die Formation trat nicht nur in Europa, sondern auch in der Rap-Geburtsstätte New York auf – und schrieb Geschichte: Der Clip zur Single „Paquito“ war das erste französischsprachige Rap-Musikvideo, das in der Kult-Show „Yo! MTV Raps“ gezeigt wurde.

Sein Vater ist Tenor, seine Mutter Pianistin und sein älterer Bruder spielte in einer Band. Dass Seven keine Laufbahn als Versicherungskaufmann absolvieren würde, war bereits ziemlich früh klar. Seit dem Release seines Debüts „Dedicated to...“ vor neun Jahren hat der 32-Jährige eine kometenhafte Karriere hingelegt. Er arbeitete mit internationalen Größen wie Sheila E., Larry Gold, Beverley Knight und Talib Kweli, stand als Support für Stars wie Lionel Richie und Destiny’s Child auf der Bühne. Nach über 200 000 verkauften CDs, mehreren Top-10-Hits im Radio und über 600 Konzerten wechselte Seven im vergangenen Jahr dann vom Indie-Label zum Major. Im Oktober veröffentlichte Sony Music Sevens Album „Unplugged“, das auf Platz vier der Charts einstieg. Mit dem Gold-Kehlchen ist auch in den kommenden Jahren zu rechnen. | Renzo Wellinger

nominiert

Mit seinem letzten Album, „0816“, belegte Bligg Platz eins der Jahrescharts 2009 – und triumphierte damit über Superstars wie Lady Gaga, U2 und Pink. Mit dem Nachfolger-Album, „Bart aber herzlich“, für das der 34-jährige Zürcher unter anderem mit Xavier Naidoo zusammenarbeitete, knüpft er nahtlos an die Erfolge an. Ende Oktober vergangenen Jahres stürmte der Longplayer auf die Pole Position der Schweizer Charts und erreichte bereits eine Woche nach Veröffentlichung Platin-Status. Mittlerweile hat das Werk mit über

Mit seinem Album „Bart aber herzlich“ stürmte Bligg direkt auf Platz eins der Schweizer Charts und erreichte eine Woche nach dem Release Platin-Status. Best Album Urban National „Bart aber herzlich“ (Universal) Best Hit National „Legändä & Heldä“ (Universal) Carlos Leal, Just One, Laurent Biollay und Déborah feierten 2010 ihr 20-jähriges BandJubiläum mit dem Album „Generations“: Dafür gab es eine Gold-Trophäe. Best Album Urban National „Generations“ (TBA) Der Aargauer Sänger Seven absolvierte bereits Auftritte in den USA und London. Hierzulande stürmte er mit seinem „Unplugged“Album auf Platz vier der Charts. Best Album Urban National „Unplugged“ (Sony)


Dance, Bitch!

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nominees national

musikmarkt special

06_07_nomineeNEU1_L 25.02.11 08:58 Seite 7

Erst eroberte er Frankreich, dann die Schweiz: Remady gehört zu den erfolgreichsten Schweizer Musik-Exporten. Er darf sich Hoffnungen auf drei Swiss Music Awards machen. In der Kategorie „Best Album Dance National“ trifft er auf starke Konkurrenz: DJ Antoine und Sir Colin.

nominiert

Noch Anfang 2010 hätte kaum jemand gedacht, dass der heute 33-jährige Remady alias Marc Würgler mit drei Nominationen der Top-Favorit der Swiss Music Awards 2010 sein würde. Dem Zürcher DJ und Produzenten waren zwar schon zuvor einige Achtungserfolge geglückt. Doch es sollte einige Zeit dauern, bis ihn das bereits Anfang 2007 entstandene Stück „No Superstar“ zum europäischen Shootingstar machen sollte. Die auf DJ Antoines Label Houseworks erschienene Nummer wurde zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz lizenziert. Gold erreichte der Titel aber erstmals in Dänemark, während er sich in der Schweiz noch kaum verkaufte. Richtig los ging es dann in Frankreich, wo der Titel bis auf Platz acht der Charts stieg. Von da schwappte der Erfolg in die Westschweiz und schließlich auch in die Deutschschweiz über. Mitte 2010 waren in

Er blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mit seinem Album und der gleichnamigen Single „No Superstar“ gelang Remady der Durchbruch in der Schweiz. Best Breaking Act National Remady Best Hit National „No Superstar“ (Phonag) Best Album Dance National „No Superstar“ (Phonag) DJ Antoine scheint ein Charts-Abo gebucht zu haben. Auch sein Album „2010“ landete in der Schweizer Hitparade. Der Longplayer hat inzwischen Platin-Status erreicht. Best Album Dance National „2010“ (Phonag) Der Zürcher DJ Sir Colin hat im Verlauf seiner Karriere 28 CDs veröffentlicht. Mit seinem Album „In Da Club“ schaffte er es auf Platz zehn der Schweizer LP-Charts. Best Album Dance National „In Da Club“ (Musikvertrieb)

| Remady räumte im vergangenen Jahr mit seinem Album „No Superstar“ ab | Foto: Phonag Records AG

| House-König: DJ Antoines harte Arbeit zahlt sich aus – er landet regelmäßig in den Charts | Foto: Phonag Records AG

der Schweizer Single-Hitparade meist nur gerade fünf von 75 Titeln einheimischer Provenienz – zwei davon stammten von Remady. Mit der zweiten Single „Give Me A Sign“ bewies er, dass er keine Eintagsfliege ist. Auch auf dem Album „No Superstar“, das Ende August erschien und bis auf Platz sechs der Schweizer Charts stieg, blieb Remady seinem Erfolgsrezept treu. Auf den poppigen Elektro-House-Stücken ist stets der unverkennbare Gesang von Manu-L (Myron) zu hören, teilweise im Duett mit international bekannten Namen wie Craig David.

Von Null auf Hundert

Erfolgreicher Workaholic Antoine Konrad alias DJ Antoine ist seit gut einem Jahrzehnt einer der produktivsten und erfolgreichsten Schweizer Künstler – und nicht etwa nur im Dance-Bereich. Der 35-jährige Basler Workaholic veröffentlicht meist mehrere Alben pro Jahr und schafft es fast immer auf die vordersten Hitparadenplätze. Bei den Jahrescharts gehört er denn auch seit Jahren zu den Schweizer Künstlern mit den besten Ergebnissen und weiß meist mehrere Titel zu platzieren. 2010 erreichte er für das Album „2010“ Rang 14. Gemäß seiner Plattenfirma Phonag soll er bis Ende 2009 über eine Million Tonträger verkauft haben. Dieser für schweizerische Verhältnisse außergewöhnliche Erfolg erklärt sich zum einen durch die Breitenwirkung seiner eingängigen Dance-Musik mit House-Charakter, zum anderen durch seinen unbedingten Willen zum Erfolg und dem daraus resultierenden Arbeitseifer.

Von einer breiteren Öffentlichkeit lange nur wenig beachtet, hat sich Sir Colin in den letzten Jahren zu einem der erfolgreichsten Schweizer DJs gemausert. Der Aufstieg des 32-jährigen Zürchers, der eigentlich Engin Colin Kilic heißt, ist eng mit der „Street Parade“ und dazugehörigen Partys verknüpft. 2003 konnte er die offizielle House-Compilation „Street Parade – Let The Sunshine In“ mixen, 2004 „Street Parade – House & RnB Mix“. Mittlerweile hat Sir Colin bereits 28 CDs mit seinem poppigen House veröffentlicht, darunter auch das nominierte Album „In Da Club“, das in der Schweizer Hitparade bis auf Platz zehn stieg. Dreimal war er zuvor schon für einen Swiss Music Award nominiert – vielleicht klappt es dieses Mal. | Markus Ganz

| Sir Colin ist dieses Jahr zum vierten Mal für einen Swiss Music Award nominiert | Foto: Musikvertrieb

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musikmarkt special

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nominees national

Von wegen „English Man“ Wer sagt denn, dass es immer Englisch sein muss? „I liäbä di“ funktioniert ebenso gut auf Schweizerdeutsch. Mundart-Rock ist hoch im Kurs. Adrian Stern, Gölä & Bellamy Brothers und Züri West wollen einen Award für das „Best Album Pop/Rock National“. Adrian Stern beweist, dass Mundart-Rock nicht zwingend auf Berndeutsch gesungen sein muss, um Erfolg haben zu können – ja, der Gesang darf sogar an den ungeliebten Zürcher Dialekt erinnern. Der am 22. März 1975 in Zürich geborene Badener Sänger, Gitarrist und Songschreiber erregte bereits mit seinem Debütalbum „Stern“ (2003) Aufsehen, obwohl dieses nur bei einem kleinen Label erschien. Dann konnte er seinen Erfolg mit seinen ausnehmend frisch klingenden Popsongs stetig steigern. Sein im letzten Herbst veröffentlichtes viertes Album „Herz“ erreichte

„Best Album National“ gekürt, die Band wurde zudem als „Best Live Act National“ ausgezeichnet. Nun geht das Berner Quintett mit „HomeRekords“ ins Rennen. Die CD, die 25 Jahre nach der ersten Maxi-Single erschien, stieß auf großes Interesse. Sie stieg sogleich auf dem Spitzenplatz der Schweizer Hitparade ein und erhielt eine Platin-Auszeichnung.

Traum erfüllt hat: eine Zusammenarbeit mit der amerikanischen Legende Bellamy Brothers. Das Dreamteam hat ganze Arbeit geleistet – für das gemeinsame Album gab es Doppel-Platin in der Schweiz. | Markus Ganz

Schweizer Superstar In der „ewigen Bestenliste“ der Schweizer Hitparade belegt Göläs Debütalbum „Uf u

nominiert

| Liebeslieder müssen nicht englisch gesungen werden: Adrian Stern überzeugt auf Schweizerdeutsch | Foto: Sony Music

| 1984 gegründet – und immer noch in den Charts: Züri West sind nach wie vor gefragt | Foto: Annette Boutellier

Mit seinem Sound verzaubert er insbesondere seine weiblichen Fans – dazu gehört unter anderem auch SMA-Moderatorin Melanie Winiger.

| Machten gemeinsame Sache – und die Sache ging auf: Gölä (r.) und die Bellamy Brothers | Foto: Universal Music

Best Album Pop/Rock National „Herz“ (Sony)

Platin und Platz zwei der Schweizer Hitparade, die Single „Amerika“ Rang vier – beide sind sie nun für „Best Album Pop Rock National” bzw. „Best Hit National” nominiert.

Eigenwilliger Charts-Sound Eine eigenwillige Band geht ihren eigenwilligen Weg. Züri West wurde 1984 gegründet, gehört also mittlerweile zu den Veteranen des Mundart-Rock. Die Berner Band hat in den letzten Jahren stets versucht, einen dazu passenden Sound zu finden. Auf dem Album „Haubi Songs“, das 2008 nach vierjähriger Plattenpause erschien, fanden die Mittvierziger mit nachdenklichen Texten und subtilen Stimmungen ihren ganz eigenen Ausdruck. Einige Kritiker rückten es zwar in die Nähe des Easy Listening, die Fans allerdings verhalfen dem Album trotz des Titels (der „halbe Songs“ bedeutet) zu DoppelPlatin. Bei den Swiss Music Awards 2009 wurde es zum

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dervo“ von 1998 immer noch den fünften Platz – nach ABBAs „Gold“, Lady Gagas „The Fame“, Amy Windhouses „Back To Black“ und Norah Jones’ „Come Away With Me“ notabene. 111 Wochen war es in der Hitparade vertreten, rund 280 000 Mal verkaufte es sich. An diesen einzigartigen Erfolg konnte Gölä alias Marco Pfeuti zwar nie mehr anknüpfen, zumal der Gitarrist und Sänger zwischendurch nicht mehr auf Berndeutsch, sondern auf Englisch sang. Doch außergewöhnlichen Erfolg hatte der gelernte Maler auch mit einigen der folgenden Alben. Der 1968 geborene Berner Oberländer Gölä gewann denn auch einige Auszeichnungen wie mehrmals den Prix Walo und den World Music Award als „Best Selling Swiss Artist“ – bei den drei bisherigen Swiss Music Awards ging er bislang allerdings leer aus. Eine gute Chance bietet nun das Album „BB&G – The Greatest Hits Sessions“, mit dem sich Gölä einen

Best Hit National „Amerika“ (Sony) Gemeinsam mit den Bellamy Brothers aus den USA nahm Gölä das Album „The Greatest Hits Sessions“ auf. Das Werk erreichte in der Schweiz Doppel-Platin. Best Album Pop/Rock National „The Greatest Hits Sessions“ (Universal) Sie gehören zu den erfolgreichsten MundartBands der Schweiz. Auch mit ihrem aktuellen Album, „Home Rekords“, knackten Züri West die helvetischen Charts. Best Album Pop/Rock National „Home Rekords“ (Sound Service)


| Caroline Chevin | Foto: Florian Kalotay/ www.kalotay.ch

dahinter steckt. Die aus Weggis stammende Songwriterin und Sängerin hatte allerdings bereits im Jahr 2002 entschieden, voll auf die Musik zu setzen und gab ihren Job als Bankkauffrau auf. Einem breiteren Publikum bekannt wurde sie als Heidi in der ersten Staffel des Musicals „Ewigi Liebe“. Erst über Umwege fand Caroline Chevin zum Soulpop ihres zweiten Albums „Back In The Days“. Das Titelstück stieg in den Airplay-Charts bis auf Platz drei. Das dazugehörige Album schaffte es auf Platz 17 der LP-Charts.

Erst Genf, dann der Rest

| Aloan | Foto: Aloan

Wer letzten Sommer einen Schweizer Radiosender einstellte, hörte mit großer Wahrscheinlichkeit den Song „Back In The Days“ von Caroline Chevin. Das muntere SoulpopStück nistete sich sofort in den Gehörgängen ein. Nur wenige Hörer wussten damals, wer

Während die Genfer Gruppe Aloan in der Deutschschweiz noch nicht so bekannt ist, gehört sie in der Romandie längst zu den Topbands. Doch auch hier haben Fachleute längst das internationale Potenzial der Gruppe erkannt, wie mehrere von Jurys verliehene Preise zeigen. 2008 erhielt Aloan den mit 5000 Franken dotierten „Newcomer Award“ der SUISA-Stiftung. Anfang 2010 erklärte dann Radio DRS3 die Band zum „Swiss Top“-Sieger des Jahres 2009. Diesen Förderpreis er-

Mit ihrem zweiten Album „Back In The Days“ schaffte es Caroline Chevin auf Platz 17 der Schweizer LPCharts. Die Sängerin gilt als viel versprechende Newcomerin. Best Breaking Act National Caroline Chevin (Nation) Erst eroberten sie ihre Heimatstadt Genf im Sturm, danach die Romandie und schließlich den Rest der Schweiz. Ihr Album „Pretty Freaks“ schaffte es auf Rang 57. Best Breaking Act National Aloan (Musikvertrieb)

hielt sie laut Jury für den „zeitgemäßen und zeitlosen Pop“ ihres vierten Albums „Pretty Freaks“. Tatsächlich besticht Aloan mit einer eigenwilligen Mischung aus Elektro und Fifties-Rock’n’Roll, in der man auch Elemente aus Trip-Hop, Rap und Dub findet. Aloan ist im Kern ein Trio, wird live aber zum Sextett aufgestockt, was seine Konzerte zum besonderen Ereignis macht. | Markus Ganz

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Made In Switzerland

nominiert

nominees national

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BEST HIT

BEST ALBUM URBAN

BEST ALBUM

INTERNATIONAL

INTERNATIONAL

NATIONAL

SHAKIRA

ALICIA KEYS

SEVEN

WAKA WAKA (THIS TIME FOR AFRICA)

THE ELEMENT OF FREEDOM

UNPLUGGED

BEST HIT NATIONAL

DIE FANTASTISCHEN VIER FÜR DICH IMMER NOCH FANTA SIE

ADRIAN STERN AMERIKA


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UM URBAN

BEST BREAKING ACT INTERNATIONAL

BEST ALBUM POP ROCK NATIONAL

HURTS

ADRIAN STERN

HAPPINESS

HERZ

BEST ALBUM POP ROCK INTERNATIONAL

ZAZ LIMITED SPECIAL EDITION CD/DVD

SADE SOLDIER OF LOVE www.sonymusic.ch www.swissmusicawards.ch


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best talent national

Die Stars von morgen In der Kategorie „Best Talent National“, die in Partnerschaft mit DRS 3 ermittelt wird, spielen Verkaufszahlen keine Rolle. Die nominierten Acts Steff la Cheffe, Alvin Zealot und Monotales – Monatssieger von „DRS 3 Best Talent“ – traten am 1. März in einem Contest gegeneinander an.

Was macht ihr mit dem „Klotz“, falls ihr ihn gewinnt? Das kommt darauf an, wie lange die Bars heute Nacht offen haben. Wem – außer Gott – gilt euer besonderer Dank? Schön sprichst Du das an, ER hat wirklich fantastische Backings gesungen auf „I Don't Wanna Go To Heaven“. Die Platte aufgenommen, herausgebracht und promotet hat ja auch ER – sagen jedenfalls Marco Jencarelli (Soundfarm), Luki Linder (HRP Records) und Fabienne Schmuki (Irascible). Darum: Gott sei Dank! Was dürfen wir von euch dieses Jahr noch erwarten? Ja guet, äh, was sölli sage, das hängt natürlich auch ein wenig von Gott ab. Übernimmt ER unser Booking? Wird SEIN Sohn unser Junior Manager? Wir sind gespannt.

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senz. Dieser Final-Event hat aber auch schon beim Vorgänger-Preis „Swiss Top“ jährlich stattgefunden. Somit führen wir mit dem „DRS 3 Best Talent Final“ die Tradition weiter und setzen damit ein wichtiges Zeichen für das Schweizer Musikschaffen. musikmarkt: Wie engagiert sich DRS 3 im Nachwuchsbereich? Michael Schuler: Indem DRS 3 bewusst nicht nur auf etablierte, nationale Künstler im Musikprogramm setzt, sondern auch auf neue, aufstrebende Acts, die wir oft auf der Musikplattform mx3 entdecken. Mit Interviews und Beiträgen stellen wir solche Bands im Tagesprogramm, aber auch in den Abendsendungen, explizit natürlich im wöchentlichen „CH-Special“ jeweils am Samstagabend, in der monatlichen „DRS 3 Best Talent“-Sendung und in anderen affinen Sendeformaten vor. musikmarkt: Wie wichtig ist ein Schweizer Musikpreis für die nationale Szene? Michael Schuler: Anerkennung kann für eine

| Interview: Renzo Wellinger

Mehr Information zum Thema: www.drs3.ch

| Michael Schuler | Foto: DRS 3

Alvin Zealot

| Foto: Goldon Records

Steff la Cheffe

Karriere wichtig sein. Aber natürlich liegt es auch an den jeweiligen Gewinnern, welche Relevanz sie diesem Preis geben und wie sie mit der Auszeichnung umgehen.

| Foto: Ellen Mathys

Mauro Guarise (Monotales)

| Foto: Basil Stücheli

nachgefragt

musikmarkt: Wie kam es zur Kooperation? Michael Schuler: Im Zusammenhang mit dem Relaunch des DRS 3-Förderpreises haben wir uns entschieden, eine Kooperation mit den Swiss Music Awards einzugehen. DRS 3 begleitet seit Beginn als Medienpartner die Swiss Music Awards. musikmarkt: Wieso braucht es einen „Best Talent National“-Award? Michael Schuler: Neue, nationale Musiker sind für das Programm von DRS 3 elementar. Neben der Präsenz von etablierten Künstlern stellt DRS 3 kontinuierlich neue Talente vor. Herausragende Leistungen sind nominierungswürdig, da Talente von heute die Stars von morgen sind. musikmarkt: Wie kam es dazu, vorab einen LiveEvent, bei dem die drei Finalisten gegeneinander antreten, zu veranstalten? Michael Schuler: Der Live-Event, das „DRS 3 Best Talent Final“, gibt uns die Möglichkeit, nicht nur die Werke der nominierten Bands zu beurteilen, sondern auch ihre Live-Prä-

Was machst du mit dem „Klotz“, falls du ihn gewinnst? Ich werde ihn entweder bei mir zu Hause aufstellen oder meinem Label geben, als Ausstellungsobjekt fürs Büro – als Leihgabe sozusagen. Wem – außer Gott – gilt dein besonderer Dank? Meinem Produzenten Dodo, meinem Manager Martin Geisser und seinem Indie-Label Bakara Music, meiner ehemaligen Bookerin Katha von kathamusic, dem Team von Nation Music und allen anderen Supportern, für die hier leider aus Layout-technischen Gründen kein Platz mehr ist. Was dürfen wir von dir dieses Jahr noch erwarten? Bis im Herbst werde ich viele Gigs mit meiner Band spielen. Nebenbei bin ich solo unterwegs und gebe Beatbox- und Rapworkshops. Außerdem werde ich wieder mit Andreas Vollenweider zusammenarbeiten.

Was macht ihr mit dem „Klotz“, falls ihr ihn gewinnt? Über den physischen „Klotz“ machen wir uns weniger Gedanken. Der wird sicherlich einen Platz finden – sofern wir ihn erhalten. Viel eher machen wir uns Gedanken, wie wir mit dem „Klotz“ in all seinen Aspekten (Publicity, Kontakte…) an unserem Traum weiterarbeiten können, von und mit der Musik leben zu können. Wem – außer Gott – gilt euer besonderer Dank? Unser Dank gilt allen fliegenden Wölfen im Wald, die uns inspirieren. Was dürfen wir von euch dieses Jahr noch erwarten? Vinyl-Single, Compact Disc und Gigs.


„Polo national“ Der „Outstanding Achievement Award“ geht dieses Jahr an den Berner Musiker Polo Hofer. Das Urgestein des Schweizer Mundart-Rock mischt seit 50 Jahren im helvetischen Musik-Business mit. Hofer gebührt, nicht umsonst wird er ja seit langem auch „Polo national“ genannt. Man kann aber auch ganz nüchtern feststellen, dass niemand anderer die Schweizer Musikszene so lange und so stark geprägt hat wie der am 16. März 1945 in Interlaken geborene Urs Hofer. Ihn für sein musikalisches Lebenswerk zu ehren, ist denn auch – trotz verschiedener anderer Auszeichnungen – überfällig.

Seit 50 Jahren im Geschäft Es ist müßig, Polo Hofer als Pionier des Mundart-Rock vorzustellen – bereits 1969 soll er die zündende Idee einer Mundart-Band gehabt haben. Vergessen geht aber oft, wie einflussreich er über Jahrzehnte war. Fünfzig Jahre sind es her, dass er die Popband Jetmen mitgründete, wo er als

| Urgestein des Schweizer Pop: Polo Hofer wird für sein musikalisches Lebenswerk geehrt | Foto: Felix Frei

Man hätte auch eine Volksumfrage machen können. Die Mehrheit der (Deutsch-) Schweizer hätte bestimmt entschieden, dass die Ehre des „Outstanding Achievement Award“ Polo

Schlagzeuger und Leadsänger wirkte. Vor 35 Jahren gelang ihm und seiner damaligen Band Rumpelstilz dann mit den Stücken „Teddybär“ und „Kiosk“ der Durchbruch. Viele seiner Songs sind seither zu wahren Volksliedern geworden. Fünfzehnmal Gold und neunmal Platin hat Polo Hofer seither erzielt. Als letztes veröffentlichte der 65-jährige Berner im vergangenen Herbst das Album „Rimix“, eine Sammlung früherer Werke mit vier unveröffentlichten Liedern. Letztlich ist Polo Hofer vor allem ein begnadeter Geschichtenerzähler, und das nicht nur in seinen Songs. Ob auf der Bühne oder im privaten Rahmen: immer hat er eine Anekdote auf Lager, die er pointiert zu erzählen weiß. Er sehe sich als Hofnarr, bekannte Polo Hofer denn auch mit seiner typischen Koketterie im biografischen Buch „Polo“. | Markus Ganz

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outstanding achievement award

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Fette Beats und ganz viel Charme Sie alle verstehen es, ihr Publikum um den Finger zu wickeln: Während Sade mit sanfter SoulStimme begeistert, setzt der französische Erfolgs-DJ David Guetta auf Elektro-Beats und Singer/Songwriterin Amy Macdonald auf schottischen Charme. Alle drei gehen in der Kategorie „Best Album Pop/Rock International“ ins Rennen. für konnte die Songwriterin Ende 2010 eine Doppel-Platin-Auszeichnung entgegen nehmen.

| Erfolgreicher Musik-Export aus Schottland: Sängerin und Songwriterin Amy Macdonald | Foto: Universal Music

| Weiß, wie er die Leute zum Tanzen bringt: der französische House-DJ David Guetta | Foto: Ellen Von Unwerth/EMI

| Mit sanften Songs verführt die britische Band Sade um Sängerin Sade Adu ihr Publikum | Foto: Sony Music

zer Hitparade kletterte – der Longplayer bescherte ihr vor zwei Jahren zudem zwei Swiss Music Awards – sicherte sich die 23-Jährige auch mit dem Nachfolger „A Curious Thing“ die Nummer eins. Das Album hielt sich fünf Wochen an der Spitze und notiert seit mittlerweile knapp einem Jahr in der Hitparade. Da-

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Hit-Fabrikant aus Paris Ob in Paris, Rio oder Berlin – er weiß, wie er eine Crowd zum Ausrasten bringt. Der französische House-DJ David Guetta gehört seit

Jahren zu den erfolgreichsten Plattenauflegern. Mit „One Love“, seinem vierten Album, gelang ihm der internationale Durchbruch. Singles wie „When Love Takes Over“ und „Sexy Bitch“ avancierten weltweit zu Dancefloor-Fillern. Ans Mikro ließ der Meister nur die Crème de la Crème der Urban-Szene: So sind unter anderem Ex-Destiny’s-Child-Sängerin Kelly Rowland, Will.I.Am, Senkrechtstarter Kid Cudi, Estelle, Akon und Ne-Yo mit am Start. In der Schweiz schaffte es der Longplayer bis auf Position zwei der Charts und hält sich seit über eineinhalb Jahren im Ranking. „One Love“ hat mittlerweile DoppelPlatin erreicht. Auch anderen Stars verhalf David Guetta zu Chartserfolgen. So bescherte der 43-Jährige etwa den Black Eyed Peas mit „I Gotta Feeling“ einen internationalen Smash-Hit. Gibt es ein Erfolgsgeheimnis? „Sowohl als DJ als auch als Produzent versuche ich mit allem, was ich tue, Gefühle zu vermitteln“, so Guetta. „Das ist es, was mich antreibt und was ich versuche, wenn ich in meinem Studio Musik mache.“

Sanfte Verführung Mitte der 80er Jahre betörten Sade die Welt mit ihrem „Smooth Operator“. Der Song schaffte es hierzulande bis auf Rang 14 der Single-Hitparade. Der dazugehörige Longplayer, „Diamond Life“, machte die britische Band um die verführerische Sängerin Sade Adu weltweit bekannt. Letztes Jahr meldete sich die Combo mit der inzwischen 52-jährigen Frontfrau mit ihrem sechsten Studioalbum zurück – das erste seit zehn Jahren. „Ich mache nur dann eine Platte, wenn ich denke, dass ich etwas zu sagen habe“, so die Sängerin. „Soldier Of Love“ ging nicht nur in der Schweiz, sondern unter anderem auch in den USA, Italien und Frankreich auf die Nummer eins und verkaufte sich weltweit über zwei Millionen Mal. Das Comeback ist gelungen – fehlt noch ein Swiss Music Award zur Krönung. | Renzo Wellinger

nominiert

Ihr Akzent ist für einen Kontinentaleuropäer nicht ganz leicht zu verstehen, aber mit ihrem Charme überspielt sie sprachliche Schwierigkeiten sofort. Amy Macdonald ist einer der erfolgreichsten Musik-Exporte Schottlands. Mit ihrem Folk-Pop landet sie regelmäßig in den Charts. Nachdem 2007 bereits ihr Debüt „This Is The Life“ auf Platz eins der Schwei-

Amy Macdonalds zweites Album, „A Curious Thing“, hielt sich fünf Wochen auf Platz eins der Schweizer Longplay-Hitparade und bescherte der Schottin Doppel-Platin. Best Album Pop/Rock International „A Curious Thing“ (Universal) Mit seinem DanceAlbum „One Love“ räumte David Guetta weltweit ab. In der Schweiz schaffte es der Longplayer auf Position zwei. Best Album Pop/Rock International „One Love“ (EMI) Zehn Jahre ließen sie sich Zeit. Das Warten hat sich gelohnt. Mit „Soldier Of Love“ stürmten Sade im vergangenen Jahr auf Platz eins der Schweizer LP-Charts. Best Album Pop/Rock International „Soldier Of Love“ (Sony)


Eine Soul-Diva gegen fünf Rapper

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Was haben Alicia Keys, Eminem und Die Fantasischen Vier gemeinsam? Sie sind alle Meister ihres Fachs, seit mindestens zehn Jahren erfolgreich im Musikgeschäft. Alle platzierten ihre aktuellen Alben auf Anhieb auf Platz eins der Charts und sind in der Kategorie „Best Album Urban International“ für einen Swiss Music Award nominiert. Wer bei Eminems siebtem Studioalbum, „Recovery“, von einem gelungenen Comeback spricht, tut dem Detroiter Rapper unrecht. Wiedergeburt trifft es da schon eher. Nach dem Vorgänger „Relapse“ schien der „Nielsen Artist Of The Decade“ am Ende seiner rekordverdächtigen Karriere angelangt. Wer war Schuld? Die Drogen. Wie fängt man sich wieder? Im Falle Eminems mit „Recovery“. Das Album ist die geballte Ladung Selbstherapie. Ehrlich, selbstkritisch und intensiv. Die Schweizer Fans dankten es dem Künstler. „Recovery“ stieg am 4. Juli 2010 auf dem ersten Platz in die Charts ein und hielt sich dort insgesamt neun Wochen, davon acht am Stück. Das Album findet sich noch immer unter den Top 50 und hat Eminem bereits eine Platin-Auszeichnung beschert. Dasselbe gilt für die erste Single-Auskoppelung, „Not Afraid“, die auf Platz zwei debütierte. Emi-

Schweiz schaffte es der Song bis auf Rang zwei. Für ihr Debütalbum „Songs In A Minor“ war der dritte Platz drin. Seither landete Alicia Keys mit jedem der drei Nachfolger, „The Diary Of Alicia Keys“, „As I Am“ und „The Element Of Freedom“, auf der Pole Position und holte Platin. Unter ihrer unüberschaubaren Award-Sammlung befinden sich 15 Grammys. Hat man selbst schon alles gewonnen, verhilft man eben anderen zu Hits. Whitney Houston etwa verdankt Alicia Keys die Comeback- Single „Million Dollar Bill“ und Jay-Zs New-York-Hymne „Empire State

| Eminem scheint wieder ganz der Alte zu sein – sein Album „Recovery“ ist der Beweis | Foto: Dan Winters

nem hat im Laufe seiner Karriere fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, sogar einen Oscar. Was fehlt noch? So ist es.

nominiert

So klingt also Freiheit Selten konnte man einen Albumtitel so wörtlich nehmen wie im Falle von Eminems „Recovery“. Erholt hat er sich und der Rückfall („Relapse“) ist schon passiert. Best Album Urban International „Recovery“ (Universal)

Alicia Keys hat im Unterschied zu ihren Mitnominierten bereits einen Swiss Music Award in der Tasche. 2008 gewann die Soul-Sängerin in der Kategorie „Best Album Urban International“. Die Konkurrenz war mit Joss Stone und Kanye West schon damals, bei den ersten Swiss Music Awards überhaupt, hart. Im Jahr 2001 gelang Alicia Keys der internationale Durchbruch mit der Single „Fallin’“. In der

Of Mind“, die sich des gleichnamigen Songs auf „The Element Of Freedom“ bedient, holte in den USA bereits Dreifach-Platin.

„The Element Of Freedom“ ist Alicia Keys’ viertes – und poppigstes – Album. Bereits 2008 gewann die Sängerin mit einer geballten Ladung Soul und R’n’B.

Treue Schweizer Fanbase

Best Album Urban International „The Element Of Freedom“ (Sony) Fanta 4 platzierten sechs ihrer acht Studioalben unter den Top 5. Zwei davon, unter anderem „Für dich immer noch Fanta Sie“, landeten auf der Eins. Best Album Urban International „Für dich immer noch Fanta Sie“ (Sony)

| Die Fantastischen Vier haben in der Schweiz eine große Fanbase | Foto: Alexander Gnädinger

| Und auch dieses Mal sieht es gut aus: Alicia Keys ist bereits zum zweiten Mal nominiert | Foto: Yu Tsai

Die Fantastischen Vier sind HipHop-Urgesteine der ersten Stunde. Vor allem an die Schweiz werden sich Thomas D, Michi Beck, And.Ypsilon und DJ Hausmarke gerne zurück erninnern. Mit ihrer Debütsingle „Die da?!“ landete das Quartett 1992 schließlich auf Anhieb auf der Eins. Das gelang nicht mal in der deutschen Heimat. „Für dich immer noch Fanta Sie“ markiert nach „4:99“ aus dem Jahr 1999 das zweite Nummer-eins-Album für die Formation. Die Swiss Music Awards könnten das nächste denkwürdige Ereignis für Die Fantastischen Vier in der Schweiz werden. | Gideon Gottfried

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Fußball, Sonne, Sommer-Hit! Jedes Jahr braucht einen Sommer-Hit. Im vergangenen Jahr gab es gleich mehrere. Der kolumbianische Superstar Shakira, das australische Dance-Projekt Yolanda Be Cool & DCup und der belgische Shootingstar Stromae stürmten die Schweizer Charts: „Best Hit International“. Und noch ein Ohrwurm

| Avancierte vergangenes Jahr vom Underground-Helden zum Chartskönig: Stromae | Foto: Universal Music

It’s magic! Mit ihrem Sommer-Hit Nr. 2 Der zweite Sommer-Hit des Hüftschwung versetzt vergangenen Jahres stammt sie insbesondere ihre von Yolanda Be Cool & männlichen Fans immer DCup. Die Combo landete wieder in Eksatse. Verdamit den Überraschungsgangenes Jahr verdrehte hit der Saison. Der Song, Shakira mit ihrer WMder auf einem Sample des Hymne „Waka Waka neapolitanischen Klassikers (This Time For Africa)“ „Tu vuò fà l’Americano“ Fußball-Fans von Kapvon Renato Carosone aus stadt bis Stockholm den dem Jahr 1956 basiert, erKopf. Der mitreißende reichte nicht nur in der Song, für den sich die 34Schweiz, sondern unter anJährige Unterstützung derem auch in Deutschvon der südafrikani- | Überraschungshit vom Sommer 2010: Yolanda land, Österreich und in schen Band Freshly- Be Cool & DCup | Foto: Superstar Recordings England Platz eins der ground holte, schaffte es bis auf die Pole Position der Schweizer Sin- Charts. Außerdem belegten Yolanda Be Cool gle-Hitparade und hielt sich im Sommer vier & DCup hinter Shakira Platz zwei der JahreWochen lang an der Spitze. Außerdem si- scharts 2010. Hinter dem nach einem Zitat cherte Shakira sich mit dem Track Platz eins des Quentin-Tarantino-Films „Pulp Fiction“ der Schweizer Jahrescharts 2010. Im Rahmen benannten Projekt steckt das australische DJeines ausverkauften Konzerts Mitte Novem- Duo Sylvester Martinez und Johnson Peterber vergangenen Jahres in Zürich wurde die son, die sich mit dem ebenfalls aus Australien kolumbianische Sängerin, die vor zehn Jah- stammenden Produzenten Duncan MacLenren mit ihrem Smash-Hit „Whenever Where- nan alias Dcup zusammentaten. Wie viele ver“ international durchstartete, mit Doppel- Hits, entstand auch „We No Speak AmeriPlatin ausgezeichnet, für das dazugehörige cano“ durch Zufall: Martinez und Peterson Album „Sale el sol“ gab es Gold. Die feurige legten eines Abends gemeinsam mit einer DJSüdamerikanerin hat noch einiges in petto. Kollegin auf, die Carosones Original häufig Ihre Single „Loca“ schaffte es ebenfalls auf einsetzte. Als sie merkten, wie begeistert das Platz eins der Schweizer Charts – und hielt Publikum reagierte, war die Idee geboren, italienische mit urbaner Clubkultur zu vereinen. sich dort vier Wochen.

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| Verdreht mit ihrem sexy Hüftschwung ihren Fans regelmäßig den Kopf: Shakira | Foto: Jaume de la Iguanas

Auch sein Track schallte 2010 aus Cabrio-Boxen, Club-Anlagen und Küchenreadios. Mit „Alors on danse“ traf der Belgier Paul Van Haver ins Schwarze. Unter dem Künstlernamen Stromae – ein Anagramm des Worts „Maestro“, angelehnt an die französische Jugendsprache Verlan, bei der einzelne Silben vertauscht werden – avancierte der Rapper und Produzent aus Brüssel innerhalb kurzer Zeit vom Underground-Star zum Chartskönig. Erstmals von Radio NRJ in Belgien gespielt, entwickelte sich„Alors on danse“ dank Internet und DJs europaweit zum Club-Hit. Allein in der Schweiz hielt sich die Single vier Wochen in Folge auf dem Siegertreppchen. Eine von Stromaes wichtigsten Inspirationsquellen ist übrigens Jacques Brel. Für den Musiker ist Chanson ein bisschen wie RapMusik, es werden Geschichten aus dem Alltag erzählt. Der 25-Jährige mit ruandischen Wurzeln hat bestimmt noch mehr Storys auf Lager. | Renzo Wellinger

Für ihren Fußball-WMHit „Waka Waka (This Time For Africa)“ hat der kolumbianische Popstar Shakira in der Schweiz Doppel-Platin erhalten. Best Hit International „Waka Waka (This Time For Africa)“ (Sony) Das australische DJTeam Yolanda Be Cool & DCup landete mit seinem eingängigen Dance-Track den Überraschungserfolg des vergangenen Sommers. Best Hit International „We No Speak Americano“ (Warner) „Alors on danse“ von Stromae stand insgesamt fünf Wochen auf Platz eins der Schweizer Single-Charts und hat mit über 62 000 verkauften Units Doppel-Platin erreicht. Best Hit International „Alors on danse“ (Universal)


Unheilig Hurts Zaz

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Unterschiedlicher könnten sie kaum sein – doch sie alle sind im vergangenen Jahr durchgestartet: Die deutschen Rocker von Unheilig, die beiden eleganten Herren von Hurts und die französische Sängerin Zaz sind in der Kategorie „Best Breaking Act International“ nominiert.

nominiert

Unheilig blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Mit Album Nummer sieben, „Große Freiheit“, gelang der Band um den charismatischen Frontmann Den Grafen der Durchbruch. In Deutschland stürmte das Album direkt an die Spitze der Charts. Im Oktober belegten sie Platz eins von Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“. Die Aachener Band schrieb 2010 die deutsche Pop-Geschichte um: Mit ingesamt 15 Wochen auf dem Chartsthron ist „Große Freiheit“ das am längsten auf Nummer eins platzierte deutsche Album aller Zeiten. Damit löste der Graf im Sommer Pop-Urgestein Herbert Grönemeyer ab, dessen 1988er Album „Ö“ sich insgesamt 14 Wochen an der Chartsspitze hielt. Auch in der Schweiz feierten Unheilig Erfolge. Hierzulande erreichte der Longplayer Platz drei der Hitparade und wurde vor kurzem für über 30 000 verkaufte Exemplare mit Platin veredelt. Der Erfolg von Unheilig kam allerdings nicht von heute auf morgen. Ihr Debüt, „Phosphor“, erschien vor zehn Jahren.

Unheilig blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. In Deutschland knackten sie u.a. einen 22 Jahre gehaltenen Rekord von Herbert Grönemeyer. Best Breaking Act International Unheilig (Universal) Mit ihrer Hit-Single „Wonderful Life“ und dem dazugehörigen Album „Happiness“ eroberten Hurts im vergangenen Jahr die Herzen der europäischen Fans. Best Breaking Act International Hurts (Sony) In Frankreich längst ein Superstar, feiert die französische Sängerin auch in der Schweiz Chartserfolge. Ihr Debüt wurde hierzulande vergoldet. Best Breaking Act International Zaz (Sony)

Stilvoll und elegant Ziemlich schnieke kommen sie daher. Für ihr Debüt ließ sich das Manchester Duo Hurts von Star-Designer Hedi Slimane in Szene setzen. Die Anzüge sitzen perfekt, die Haare sind adrett frisiert – diese beiden Herren könnten auch das Cover der „Vogue Hom-

glied eines baskischen Tanz-Orchesters und fungierte als Sängerin einer Latin-Rockband. 2009 gewann die 30-Jährige dann einen renommierten Talentwettbewerb. Fans in der Romandie machten die Newcomerin aus dem Nachbarland mit ihrer wilden Mischung aus Pop, Jazz, Chanson und Weltmusik auch hier-

| Stets stilvoll: das aus Manchester stammende Duo Hurts legt wert auf schnieke Kleidung | Foto: Sony Music

| Hat nicht nur der „Grande Nation“ den Kopf verdreht: Newcomerin Zaz | Foto: Laurent Clément

mes“ zieren. Inspiriert vom 80s-Sound, machen Theo Hutchcraft und Adam Anderson melancholischen Synthie-Pop – und trafen damit den Zeitgeist. Ihr Song „Wonderful Life“ eroberte in ganz Europa die Charts. In der Schweiz erreichte die Single Platz vier. Das dazugehörige Album, „Happiness“, schaffte es sogar auf Rang zwei und wurde mit Gold ausgezeichnet. Der Siegszug reißt nicht ab: Mit ihrer aktuellen Single, „Stay“, aus dem neuen Til-Schweiger-Film „Kokowääh“, stürmen Hurts erneut die Charts. Und machen dabei selbstverständlich stets eine gute Figur.

zulande populär. Der Longplayer schaffte es bis auf Position zehn der Hitparade. Für „Zaz“ wurde die Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Isabelle Geoffrey heißt, mit Gold ausgezeichnet. Ein Swiss Music Award fehlt noch in ihrer Sammlung. | Renzo Wellinger

Shootingstar aus Frankreich In Frankreich wird sie als Erneuerin des Chanson gefeiert. Journalisten vergleichen sie mit der Grande Dame Edith Piaf. Ganz klar, Zaz hat der „Grande Nation“ mal eben den Kopf verdreht. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt thronte die junge Sängerin aus Tours wochenlang auf Platz eins der französischen Charts. Vor ihrem Durchbruch spielte sie unter anderem in einer Blues-Band, war Mit-

| „Der Graf“ stürmte mit seiner Band Unheilig im vergangenen Jahr die Charts | Foto: Eric Weiss

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interview

Freundschaftliches „Bashing“ Sie sind ein Dreamteam: Zum dritten Mal führen Melanie Winiger und Marco Fritsche gemeinsam durch den Abend. Im Interview verraten sie, wem sie die Daumen drücken.

interview

musikmarkt: Ihr seid ein eingespieltes musikmarkt: Habt ihr Angst davor, dass Team. Was schätzt ihr am anderen? so etwas noch einmal passiert? Melanie Winiger: Er ist einer der KolMelanie Winiger: Nein, jetzt sind wir legen, mit denen ich am liebsten ja sozusagen geimpft. Falls es zusammenarbeite. Denn er hat nochmals passieren sollte, gehen wir einfach auf Marc Sway oder eikein großes Moderatoren-Ego. Keiner hat das Gefühl, zu wenig Text nen anderen Künstler los und zerzu haben. Wir streiten eher darüren ihn auf die Bühne. ber, wer etwas sagen muss. Ganz musikmarkt: Was ist eine besondere Henach dem Motto: Je weniger, desto rausforderung an einer Live-Show? Marco Fritsche: Dass das ganze „Räbesser – bezahlt werden wir ja derwerk“ mit jedem noch so kleitrotzdem. Marco ist extrem profesnen und unscheinbaren Teilchen sionell, sehr spontan, humorvoll – funktioniert. Und wir alles im Griff und keine Rampensau. | Moderieren die Swiss Music Awards zum | ... und Marco Fritsche ergänzen sich prächMarco Fritsche: Danke! Melanie dritten Mal zusammen: Melanie Winiger... haben – ohne dabei die Lockerheit tig | Fotos: Stephan Schacher/Adrian Portmann und ich ticken in vielen Belangen einer „Ist alles ganz leicht“-Situaähnlich. Und auch wenn wir untereinander musikmarkt: Vergangenes Jahr gab es eine kleine tion zu verlieren. einen recht „ruppigen“ Umgangston pflegen, Panne... Melanie Winiger: Es gibt keine Sicherheit, man schätzen wir uns sehr. Das kann soweit ge- Melanie Winiger: Klein?! Eine gefühlte Ewigkeit. kann eine Moderation ja nicht wiederholen. hen, dass Leute um uns herum meinen, wir musikmarkt: Ihr habt die Zwangspause – mit Unter- Ich könnte natürlich sagen: „Cut, wir mastreiten gerade, obwohl wir nur ein freund- stützung von Marc Sway – souverän überbrückt. Was chen’s nochmal!“ Aber ich glaube, das würde nicht so gut angekommen. Man wird natürschaftliches „Bashing“ betreiben. Ich schätze ging in euren Köpfen vor? an Melanie, dass sie im Beruf sehr uneitel und Melanie Winiger: Wir haben versucht, die Panne lich ein bisschen nervös. Es würde aber auch pragmatisch ist und durchaus die Qualitäten mit Humor zu überspielen – und zum Glück keinen Spaß machen, wenn es nicht so wäre. Denn wir sind beide Adrenalin-Junkies. eines Fuhrmanns an den Tag legen kann, pri- war ja Marc Sway noch da! vat aber die tollste Mami ist, die ich kenne. Marco Fritsche: Genau in diesem Moment war musikmarkt: Habt ihr ein gemeinsames Ritual gegen ich enorm froh, jemanden wie Melanie an die Nervosität? Ganz nach der Maxime: hart aber herzlich! meiner Seite zu haben. Denn in so einem Mo- Melanie Winiger: Vor der Show werden wir musikmarkt: Ihr vertraut euch also blind? Marco Fritsche: Naja, nicht übertreiben! Da ment muss man sich wirklich aufeinander beide ziemlich ruhig. Wir gehen nochmals die man bei Mel nie weiß, was als nächstes verlassen können. Das Ganze hatte ein biss- Texte zusammen durch. kommt, bin ich schon froh, wenn ich meine chen was von Sportklettern ohne Sicherheits- musikmarkt: Es gibt ja verschiedene Tricks. Stellt ihr Augen sicherheitshalber offen behalten darf! euch z.B. die Zuschauer manchmal nackt vor? seil im Hochgebirge!

Jontsch über Lampenfieber und seine Französischkenntnisse miniert. Für mich ist es eine große Ehre bei einem so prestigeträchtigen Anlass eine Rolle spielen zu dürfen.

musikmarkt: Hast du etwas Besonderes für die französischsprachigen Zuschauer auf Lager?

musikmarkt: Wie bereitest du dich darauf vor?

Jontsch: Natürlich, mein Französisch! Das ist nämlich so schlecht, dass sich der französischsprechende Zuschauer über mich totlachen wird. Das wird bestimmt besonders! Spaß beiseite, ich würde mich persönlich über einen Sieger aus der Westschweiz freuen. Es sind ja einige großartige Acts aus diesem Teil der Schweiz nominiert.

Jontsch: Im Vorfeld der Swiss Music Awards finden natürlich viele Meetings statt. Die gehören genauso zur Vorbereitung wie Künstlerrecherchen und Moderationstexte zu schreiben und auswendig zu lernen. Es gibt also noch einiges zu tun! musikmarkt: Worauf freust du dich besonders? | Jontsch | Foto: Adrian Bretscher/ATPHOTOGRAPHY Auch dieses Jahr wird die Show aufgezeichnet und am 4. März auf ProSieben Schweiz sowie am 12. März auf Rouge TV jeweils ab 20.15 Uhr ausgestrahlt. Als Moderator fungiert Jonathan Schächter aka Jontsch. musikmarkt: Du wirst erstmals die TV-Ausstrahlung der Swiss Music Awards moderieren. Bist du nervös? Jontsch: Nein, nervös bin ich nicht, aber positiv angespannt. Es ist mehr die Vorfreude, die meine Gefühlslage do-

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Jontsch: Ganz einfach auf den Event als Ganzes. Ich habe persönlich eine starke Bindung zur Schweizer Musikbranche und hier sehr viele Freunde. Für mich werden die SMA also gefühlt zum Familientreffen. musikmarkt: Was erwartet die TV-Zuschauer? Jontsch: Wir bringen den Zuschauer so nah wie möglich an die Stars ran. Es wird natürlich eine ganze Menge Bilder, Emotionen und Reaktionen aus dem Backstage-Bereich der Halle geben. Ziel ist es, exklusive Einblicke zu gewähren, die das Publikum vor Ort nicht kriegt. Wir wollen dem Zuschauer die Show zur Show bieten!

musikmarkt: Wieso braucht es überhaupt einen Schweizer Musikpreis? Jontsch: Weil die Schweizer Musikszene blüht, sprüht und sprudelt wie nie zuvor! Wir haben so viel Talent in unserem Land. Schweizer Acts können heutzutage qualitativ und bezüglich Verkaufszahlen mit den internationalen Topstars mithalten. Daher ist ein Preis, der den Verdienst der Schweizer Artists würdigt, aus meinem Veranstaltungskalender nicht wegzudenken. musikmarkt: Stefanie Heinzmann bezeichnete den Award liebevoll als „Klotz“. Was hältst du von der Trophäe? Jontsch: Ich würde ihn als den bedeutendsten Backstein der Schweiz bezeichnen. | Interview: Renzo Wellinger


Melanie Winiger: Das habe ich auch schon versucht und das hilft. Und ich kann dir eines sagen, sie sehen alle relativ komisch aus! musikmarkt: Worauf freut ihr euch dieses Jahr besonders? Melanie Winiger: Auf Marco! Und natürlich auf die Verleih-Feier, die Acts und die AftershowParty. Marco Fritsche: Ich habe ein, zwei persönliche Favoriten, die nominiert sind, und drücke daher z.B. Steff la Cheffe die Daumen so gut ich kann, ohne meine Moderationskärtchen fallen zu lassen. Mit „Texter“ Reeto von Gunten zu arbeiten gehört inzwischen auch zu meinem Jahres-Highlight! Und dann freue ich mich natürlich einfach auf „La Winiger“! musikmarkt: Letztes Jahr hat Stress zwei Swiss Music Awards gewonnen. War klar, dass du, Melanie, ihm die Daumen drückst. Wem würdest du dieses Mal eine Auszeichnung ganz besonders gönnen? Melanie Winiger: Adrian Stern. Er schafft es, seine romantische Seite auszuleben. Der Text von „Amerika“ ist so schön. Wenn du so ein Lied als Frau geschenkt bekommst, hast du echt gewonnen. musikmarkt: Stefanie Heinzmann hat den Award mal

als „Klotz“ bezeichnet. Was haltet ihr von der Trophäe? Melanie Winiger: Sie ist anders. Alle Musikpreise wollen irgendwie auffallen. Der MTVAward ist schließlich auch ein Klotz – nur mit einer Springfeder. Man kann den „Klotz“ auch als Meilenstein sehen. Stress hat mal gesagt, er baue gerade ein Haus und wäre froh, wenn er noch ein paar „Klötze“ mehr dafür bekommen würde. Marco Fritsche: Ich find’ den Award extrem cool, gerade weil er so typisch schweizerisch mit Ecken und Kanten und auch ein bisschen schwerfällig daher kommt. Und wie Big Zis so schön bemerkt hat, kann man ihn sogar noch für die 1. Mai-Demo gebrauchen. Für die friedlicheren Zeitgenossen: zum Nüsse knacken oder Nägel einschlagen (wahlweise für Gold- und Platinauszeichnungen) eignet er sich wohl auch hervorragend. musikmarkt: Was haltet ihr grundsätzlich von einem Schweizer Musikpreis? Marco Fritsche: Als Viva-Schweiz-Haudegen der ersten Stunde finde ich es großartig, dass es so einen Preis gibt. Dass die SMA ein ausgewachsener Glamour-Anlass sind, merke

ich schon daran, dass ich ungeheuer viele Anfragen wegen Tickets und Gästelisten-Plätzen im Vorfeld erhalte. musikmarkt: Was war bisher euer persönliches Highlight bei den Swiss Music Awards? Melanie Winiger: Nek! In dieser Beziehung bin ich einfach „Ticinese“. Ich bin mit seiner Musik aufgewachsen und als er dann plötzlich vor mir stand, hatte ich schon ein bisschen weiche Knie. Marco Fritsche: Ich habe – sofern ich mir diese nicht an der After-Party „weggetrunken“ habe – nur gute Erinnerungen an die SMA. Und meine Devise ist sowieso: The Best has yet to come! | Interview: Renzo Wellinger

swiss music awards

interview

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| Ein Award mit „Ecken und Kanten“ | Foto: SMA

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It’s my Party! Auch dieses Jahr sorgen hochkarätige Live-Acts für das musikalische Rahmenprogramm. Bei den Swiss Music Awards 2011 stehen nationale Stars wie Bligg, Adrian Stern und TinkaBelle sowie die deutschen Chartstürmer Unheilig und der französische Popstar Grégoire auf der Bühne. Eine Musikpreis-Verleihung ohne Live-Entertainment geht gar nicht! Deshalb stehen bei den diesjährigen Swiss Music Awards einige der erfolgreichsten nationalen Künstler auf der Bühne. So geben sich Chartsdauergast Bligg, der Zürcher Herzensbrecher Adrian Stern und Newcomerin TinkaBelle die Ehre. Aus Deutschland reist die Erfolgsband Unheilig an und Frankreich schickt Grégoire, der in seiner Heimat mit rund einer Million verkaufter Alben längst zu den Topstars gehört. | rw | In seiner Heimat längst ein Star: Der französische PopSänger Grégoire | Foto: Warner Music

| Bligg – derzeit auf Tour – legt für die Swiss Music Awards einen Stopp im Zürcher Schiffbau ein | Foto: Lena Thuering

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| Neuer Stern am Schweizer Pop-Himmel: TinkaBelle wird das Publikum mit ihrem Charme verzaubern | Foto: Thomas Josek

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| Adrian Stern sorgt für romantische Stimmung | Foto: Jos Schmid

| Der Graf wird gemeinsam mit seinen Jungs die Bühne im Schiffbau rocken | Foto: Universal Music

Das Branchenmagazin Chefredakteur Stefan Zarges; zarges@musikmarkt.de (sz) Assistenz Sabina Sauter; sauter@musikmarkt.de Verantwortlicher Redakteur Renzo Wellinger; wellinger@musikmarkt.de (rw) Mitarbeiter dieser Ausgabe Markus Ganz; ganz@wohrt.ch Gideon Gottfried; gottfried@musikmarkt.de Anzeigen Leitung: Franz Grosse, grosse@grosse-mm.de phone (0921) 16 27 170-11, fax (0921) 16 27 170-20 Anzeigenverwaltung: Sabina Sauter; sauter@musikmarkt.de phone (0 89) 7 41 26-4 50 , fax (0 89) 7 41 26-4 51 Anzeigenschluss jeweils 14 Tage vor Erscheinen. Zurzeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 41 gültig. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Starnberg Verlag, Redaktion + Anzeigen Musikmarkt GmbH & Co. KG Fürstenrieder Str. 265, D – 81377 München

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