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EditiOn Musikfabrik: tOshiO hOsOkaWa

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FOrsChungsreise in die neue Musik

Liebe Freunde des Ensemble Musikfabrik,

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in unserer neuen Saisonbroschüre wird Ihnen viel Neues begegnen, das aus der Auseinandersetzung mit Vergangenem entstanden ist:

EnnO POppe: FILM (2015/26)

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INHalt

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IM GespräCh mit der Kunststiftung NRW

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akadeMie Musikfabrik

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StudiO Musikfabrik

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Aktuelle CD-VeröffentliChungen

EdItOrIal

LiZa Lim: Tree Of COdes (2013-15)

„Als Komponist möchte ich etwas ausdrücken, was wir bereits verloren haben“, sagt Toshio Hosokawa über sein Schaffen. In den Werken, die für seine Portrait-CD ausgewählt wurden, die im Herbst in der Edition Musikfabrik erscheint, erinnert sich Hosokawa vor diesem Hintergrund an Traditionen seiner japanischen Heimat. Lesen Sie ab S. 10 wie er sich in seinen Kompositionen mit diesem kulturellen Erbe auseinandersetzt und sich auf die Suche nach Gemeinsamkeiten europäischer und japanischer Musikverständnisse und Geisteshaltungen begibt. Der Frage, inwiefern unser Selbst von unseren Genen und einem Generationen überdauernden Unterbewusstsein beeinflusst wird, geht das Ensemble Musikfabrik im April 2016 an der Oper Köln auf den Grund. Dann feiert Liza Lims Oper „Tree of Codes“ Premiere, die sich auf einer Reise ins Existenzielle mit Herkunft und Erinnerung, Zeit, Auslöschung und Erleuchtung auseinandersetzt. (S. 28)

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KOnZertübersiCht

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Impressum, Förderer und Partner

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Zu seinem Werk „Film“, das im 57. Konzert unserer Reihe „Musikfabrik im WDR“ seine Uraufführung erleben wird, sagt Enno Poppe: „Nichts trägt mehr zur Normierung des Klanges bei als die Zusammensetzung des Klangkörpers.“ Erfahren Sie ab S. 24 wie Poppe mit Hilfe des Ensemble Musikfabrik und einer Armada von Synthesizern die Gattung des Ensemblestücks, das er als „Symphonie des ausgehenden 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, herausfordert. Viel Freude beim Entdecken unserer Projekte und Konzerte der nächsten Monate wünscht Ihr Ensemble Musikfabrik

Dear Friends of Ensemble Musikfabrik, In our current seasonal brochure, you are going to come across many new ideas resulting from a discourse about the past. “As a composer, I want to express something that we as a people lost long ago,” says Toshio Hosokawa about his works. In light of this, Hosokawa remembers the traditions of his homeland through the pieces selected for his portrait CD, to be presented by the Edition Musikfabrik this Fall. Read on page 10 how he explores this cultural heritage through his compositions, looking for commonalties

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between European and Japanese musical understanding and sentiment. How much of ourselves are influenced by our genes and the unconscious beliefs passed down through generations is a question that Ensemble Musikfabrik and the Cologne Opera will get to the bottom of in April 2016. That’s when the premiere of Liza Lim’s opera “Tree of Codes” will be celebrated, taking us on a journey into the existential, reflecting on bloodlines and memory, time, erasure and illumination. (Pg. 28) With regards to his piece “Film”, which will be premiered during the 57th concert of our “Musikfabrik in WDR” series, Enno Poppe remarked: “Nothing contributes more to the standardization of sound as does the instrumentation of the ensemble.” Learn on page 24 how Poppe, along with the help of Ensemble Musikfabrik and an armada of synthesizers, will take on what he calls “the symphony of the late 20th century” and challenge the concept of ensemble composition. We hope you enjoy discovering our projects and concerts over the upcoming months, Your Ensemble Musikfabrik

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d e u t s C H

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– von Hosokawa umgedeutet als ein „Quartett für den Ursprung der Zeit“.

und Klavier nimmt das Vorbild von Olivier Messiaens QuatuOr pOur la fin du temps auf (Quartett für das Ende der Zeit)

stehen, sind zentrale Themen in Hosokawas Werk. Die besondere Besetzung dieses Quartetts mit Klarinette, Violine, Violoncello

mit dem Universum und der Umgang mit der Vergänglichkeit der Zeit, für welche die „Stunden-Blumen“ auch metaphorisch

allmählich öffnet und dieser Blüte wie ein zarter Duft ein Lied entströmt. Der Blick ins Herz, die Herstellung einer Harmonie

In Hosokawas Kammermusikstück Stunden-Blumen erlebt man förmlich, wie eine Knospe sich unter einem Sonnenstrahl

natürlichen Umgebung, um sie an einem „unnatürlichen“ Ort wirken zu lassen, als blühten sie in der Natur.

mit dem wahren Wesen des eigenen Selbst. Die Blumenkunst Ikebana entreißt die Zweige, Äste oder Blüten zunächst ihrer

nur durch sichtbare Formen manifestieren kann. Die Begegnung mit dem wahren Wesen der Natur wird zur Begegnung

allumfassenden Buddha-Natur, die ihrem Wesen nach gestaltlos, unsichtbar und unausdrückbar ist und sich paradoxerweise

zurückkehrt, einschließt, wie das Nichts, aus dem sie stammt. Die umgebende Natur ist für die Zen-Mönche Ausdruck der

Die geschnittene Blume bewahrt ihre Pracht nur für kurze Zeit, Ikebana ist eine Kunst die das Nichts, in das die Schönheit

mit der Kunst des Ikebana verbunden.

schießen und Schwertfechten reichen. Seinen Weg der Musik hat Hosokawa in den vergangenen Jahren häufig gedanklich

(geidô), die von der Teezeremonie über Dichtung, Malerei und Kalligraphie, Gartenbau und Blumenstecken bis zu Bogen-

Hosokawa kam auf diese Weise bereits früh in Berührung mit den vom Zen inspirierten künstlerischen „Schulungswegen“

Toshio Hosokawa wuchs auf in einem traditionellen, japanischen Haushalt, sein Großvater war Ikebana-Lehrer und

verloren haben“, sagt Toshio Hosokawa über sein Schaffen. Er musste sich selbst erst wieder an diese Traditionen erinnern.

1955 in Hiroshima geborenen Komponisten Toshio Hosokawa. „Als Komponist möchte ich etwas ausdrücken, was wir bereits

(selbst gewählter) Isolation von den eigenen Wurzeln loszusagen, sich fremden Bräuchen anzupassen, als die Heimat des

ausgefochten worden sind, wie in der japanischen. Kaum eine Kultur war radikaler darin, sich nach jahrhundertewährender

Es gibt kaum eine Kultur, in der die Gegensätze zwischen Orient und Okzident, zwischen Tradition und Moderne so intensiv

edi TiOn mu sikfa brik

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la fin du temps (Quartet for the End of Time) and reinterpreted by Hosokawa as a “quartet for the beginning of time.”

The quartet’s special instrumentation of clarinet, violin, cello and piano are inspired by Olivier Messiaen’s QuatuOr pOur

the transience of time are all metaphors represented by “Stunden-Blumen” and are central themes in Hosokawa’s works.

releasing the gentle fragrance of a song. Concepts such as looking into the heart, creating harmony with the universe and

In Hosokawa’s quartet Stunden-Blumen, one experiences how a sunlight-bathed bud gradually opens, the blossom

from their natural environment, only to rearrange them in an “unnatural” setting as if they were blooming in nature.

an encounter with the true essence of one’s self. The flower art of Ikebana first removes twigs, branches and blossoms

expressible, can paradoxically only be manifest in visual form. The encounter with the true essence of nature becomes

encompassing presence of Buddha. This wellspring of all that is, the essence of which is formless, invisible and in-

which beauty returns, as well as the nothingness from which it derives. In the surrounding nature, Zen monks see the all-

A cut flower can maintain its splendor for only a short time: The art of Ikebana comprises the nothingness to

often expressed the concept of his way of music in connection with the art of Ikebana.

painting, calligraphy, gardening, flower arranging, but archery and sword fighting as well. In recent years, Hosokawa

at an early age to the Zen inspired “way of the arts” (geidô), which not only encompasses the tea ceremony, poetry,

Toshio Hosokawa grew up in a traditional Japanese home. His grandfather was an Ikebana master, exposing Hosokawa

long ago”, says Toshio Hosokawa about his works. First, however, he had to relearn the traditions himself.

Toshio Hosokawa, born in Hiroshima in 1955. “As a composer, I want to express something that we as a people lost

posed isolation – in breaking away from its own roots to take on foreign customs, as in the homeland of the composer

modernity as intensively as the Japanese. Hardly any other culture has been more radical – after centuries of self-im-

Almost no other society has battled out the polarity of orient and occident and the contrast between tradition and

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ht OO ss Oh ki aO W a

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1976 KOMPOSITIONSUNTERRICHT BEI ISANG YUN AN DER UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN

1980 TEILNAHME AN DEN DARMSTÄDTER FERIENKURSEN FÜR NEUE MUSIK

1982 KOMPOSITIONSPREIS ANLÄSSLICH DES 100. JUBILÄUMS DER BERLINER PHILHARMONIKER

1983-1986 KOMPOSITIONSUNTERRICHT BEI KLAUS HUBER AN DER HOCHSCHULE FÜR MUSK IN FREIBURG

1988 KYOTO MUSIC PRIZE

1995 COMPOSER IN RESIDENCE BEI DER BIENNALE DI VENEZIA

1998-2007 COMPOSER IN RESIDENCE BEIM TOKYO SYMPHONY ORCHESTRA

2000 COMPOSER IN RESIDENCE BEIM LUCERNE FESTIVAL

2001 MITGLIED DER AKADEMIE DER KÜNSTE BERLIN

2003 COMPOSER IN RESIDENCE BEI MUSICA NOVA HELSINKI

2004 GASTPROFESSUR AM TOKYO COLLEGE OF MUSIC

2006-2007 COMPOSER IN RESIDENCE BEIM DEUTSCHEN SYMPHONIEORCHESTER BERLIN

2012 MITGLIED DER BAYERISCHEN AKADEMIE DER SCHÖNEN KÜNSTE IN MÜNCHEN

2012-2015 KÜNSTLERISCHER LEITER DES SUNTORY HALL INTERNATIONAL PROGRAM FOR MUSIC COMPOSITION

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von Bachs Musik denkbar weit entfernt ist. Es handelt sich um meditative Musik, die in den Zen-Tempeln Japans entstanden ist.

rend des 16. und 17. Jahrhunderts entstanden. Also in zeitlicher Nähe zu Bach, sie besitzt aber einen musikalischen Charakter, der

„Ich habe gleich an Shakuhachi-Musik gedacht“, erinnert sich Hosokawa. „Die Musik für dieses Flöteninstrument ist in Japan wäh-

VOyage X ist im Rahmen des Leipziger Bach-Festes uraufgeführt worden, was die Wahl des Solo-Instrumentes beeinflusst hat:

gleichsam aus den Tiefen der Erde aufsteigt.

Melvyn Poore. Das tiefe Instrument regte den Komponisten an, den Gesang tibetanischer Mönche zum Vorbild zu nehmen, der

enthaltenen VOyages sind für das Ensemble Musikfabrik geschrieben worden, VOyage VIII insbesondere für den Tubisten

Solist unternimmt, ist sowohl eine Reise zu sich selbst, in sein Inneres, als auch in das Innere des Klangs. Beide auf dieser CD

Solo und Begleitung: Der Solist steht für den Menschen, das Ensemble für die Natur und das Universum. Die Reise, die der

bedeutendsten Werkzyklen mit VOyage – französisch: Reise – überschrieben ist. Prägend für die VOyages ist das Verhältnis von

So bedeutsam wie das Reisen für die kompositorische Entwicklung Toshio Hosokawas war, wundert es kaum, dass einer seiner

höfische Gagaku-Musik, außerdem das Spiel der Mundorgel Shô .

stürzte sich daraufhin in das Studium des Zen-Buddhismus, lernte den rituellen Gesang der Mönche kennen (Shômyô) und die

Heimat zurückzukehren und die traditionelle Musik und traditionelle Instrumente seiner Heimat kennenzulernen. Hosokawa

immer da, wie Luft“, so Hosokawa. 1983 wechselte er in die Klasse Klaus Hubers in Freiburg. Dieser ermunterte ihn, in seine

Die Entfernung zur Heimat wirkte wie ein Katalysator. „Wenn man in Japan lebt, denkt man gar nicht an Traditionen – sie sind

Rolle gespielt haben – begann Hosokawa, sich unter dem Einfluss Yuns intensiver mit asiatischem Denken zu beschäftigen.

Während seiner Studien bei Isang Yun im Berlin der 1970er Jahre – auch die Sehnsucht nach der nun fernen Heimat mag eine

1955 GEBOREN AM 23. OKTOBER IN HIROSHIMA

2013 BRITISH COMPOSER AWARD

(AUSZUG © SCHOTT MUSIC)

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immediately of shakuhachi music”, remembers Hosokawa. “The music for this flute-like instrument arose in Japan

Voyage X was premiered at the Leipzig Bach Festival, which also influenced the choice of solo instrument: “I thought

inspiration, the low sounds quasi rising up out of the depths of the earth.

the tuba player, Melvyn Poore. The bass instrument encouraged the composer to take the songs of Tibetian monks as

its sound. Both of the VOyage versions on this CD were written for Ensemble Musikfabrik, VOyage VIII especially for

universe. The journey that the soloist undertakes is a trip into his or her own central being, as well as into the center of

soloist and accompaniment: The soloist represents mankind, while the accompaniment stands for nature and the

most important composition series is titled VOyage . One characteristic of the VOyage series is the relationship between

In reflection of the importance of Hosokawa’s travels on his compositional development, it is no wonder that one of his

singing of the monks (shômyô) and the imperial gagaku court music, in addition to the mouth organ, shô .

instruments of his homeland. On his return, Hosokawa dove into the study of Zen Buddhism, learning about the ritual

to study with Klaus Huber in Freiburg. Huber encouraged him to return to Japan to study the traditional music and

“When you live in Japan, you don’t think about traditions – they are always present, like the air.” In 1983 he began

played a roll – Hosokawa began under Yun’s influence to occupy himself with Asian concepts. According to Hosokawa,

During his studies with Isang Yun in the Berlin of the 70s – and where the longing for his distant homeland may have

1955 BORN IN HIROSHIMA (JAPAN) ON OCTOBER 23

1976 STUDIES COMPOSITIONS WITH ISANG YUN AT UNIVERSITÄT DER KÜNSTE BERLIN

1980 PARTICIPANT IN THE DARMSTÄDTER FERIENKURSE FÜR NEUE MUSIK

1982 FIRST PRIZE IN THE COMPOSITION COMPETITION FOR THE 100TH ANNIVERSARY OF THE BERLINER PHILHARMONIKER

1983-1986 STUDIES COMPOSITION WITH KLAUS HUBER AT HOCHSCHULE FÜR MUSIK IN FREIBURG

1988 KYOTO MUSIC PRIZE

1995 COMPOSER IN RESIDENCE AT THE BIENNALE DI VENEZIA

1998-2007 COMPOSER IN RESIDENCE AT THE TOKYO SYMPHONY ORCHESTRA

2000 COMPOSER IN RESIDENCE AT THE LUCERNE FESTIVAL

2001 MEMBER OF THE AKADEMIE DER KÜNSTE BERLIN

2003 COMPOSER IN RESIDENCE AT MUSICA NOVA HELSINKI

SINCE 2004 GUEST PROFESSOR AT TOKYO COLLEGE OF MUSIC

2006-2007 COMPOSER IN RESIDENCE AT DEUTSCHES SYMPHONIEORCHESTER BERLIN

2012 MEMBER OF THE BAYERISCHE AKADEMIE DER SCHÖNEN KÜNSTE MUNICH

2012-2015 ARTISTIC DIRECTOR OF THE SUNTORY HALL INTERNATIONAL PROGRAM FOR MUSIC COMPOSITION

2013 BRITISH COMPOSER AWARD

(EXCERPT © SCHOTT MUSIC)

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für Tuba und Ensemble

VOyage VIII (2006)

Lied (2007)

für Flöte und Klavier

ArC SOng (2002/2012)

für Oboe und Harfe

Stunden-Blumen, hOmmage à Olivier Messiaen (2007)

für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

VOyage X – NOZarashi (2009)

für Shakuhachi und Ensemble

Melvyn Poore, Tuba Tadashi Tajima, Shakuhachi Ensemble Musikfabrik Peter Rundel, Ilan Volkov Dirigenten

© +   2015 WERGO, a division of SCHOTT MUSIC & MEDIA GmbH, Mainz, Germany, www.wergo.de

Erscheinungstermin: 6. November 2015

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Auszüge aus dem CD-Booklet, Autor: Patrick Hahn

im Widerspruch. Und dieser Widerspruch ist für mich wichtig.“

studieren. Andererseits möchte ich das alles vergessen und meine Musik intuitiv komponieren. Aber wir Japaner stehen immer

keiten von Europa und Japan. Ich brauche immer noch beides. Ich möchte immer noch die europäische Musik- und Denkweise

farbliche Idiom traditioneller japanischer Instrumente hervorzurufen. „Beim Komponieren suche ich immer nach Gemeinsam-

für den Komponisten wie für die Spieler wohl darin besteht, auf dem größtenteils europäischen Instrumentarium, das klang-

zum Klingen. Schlicht Lied hat Hosokawa das Duo für Flöte und Klavier überschrieben, in dem die Herausforderung

Das „Lied ohne Worte“, das im Herzen dieser CD erklingt, bringt vielleicht schon durch die Besetzung ein Kernanliegen Hosokawas

Jeder Umriss bildet selbst einen Bogen.“

als ein Pinselstrich angesehen werden. Diese Pinselstriche kommen aus der Leere – der Stille – und kehren in die Leere zurück.

sei wie der sichtbare. Eine Erfahrung, die auch in seinen arC SOng, sein „Bogen-Lied“ eingegangen ist. „Jeder Ton kann

Im Studium der Kalligraphie wuchs Hosokawas Bewusstsein dafür, dass der unsichtbare Teil einer Zeichnung ebenso wichtig

nach dem einen kräftigen und reichhaltigen Ton sucht.“

d. h. der ‚Arbeit am Selbst‘, bei der der Mensch zur eigenen geistigen und körperlichen Übung all seine Energien einsetzt und

Den Spielern ging es nicht darum, ein kompositorisches Werk aufzuführen, sondern es handelt sich um eine Musik des Gyô,

TOshiO HOsOkawa

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Excerpts from the CD booklet, author: Patrick Hahn

important for me.”

compose my music intuitively. But we Japanese are always in contradiction. And it is just this contradiction that is

want to study European music and ways of thinking. But on the other hand, I also want to forget everything and

instruments. “I always look for similarities between Europe and Japan when I compose. I still need both. I still

the composer and the instrumentalists, is in bringing traditional Japanese sound idioms to life through European

sound out one of his central themes. Simply called Lied (Song), the difficulty in this duo for flute and piano for both

The instrumentation of the “song without words”, featured in the heart of the CD, in some ways allows Hosokawa to

stroke. These brush strokes originate out of nothing – emptiness – and return to nothing. Every stroke creates its own arc.”

portant as the visible. This realization influenced his composition of arC SOng. “Every tone can be considered a brush

Through the study of calligraphy, Hosokawa became aware that the unseen parts of a written character are just as im-

striving for that one forceful and intense tone.”

one’s self’, though which a person, for the individual’s spiritual and physical training, pours all of his or her energy into

The players were not concerned with performing a composition. It was all about the music of the gyô or the ’work on

music is extremely different in comparison. Shakuhachi music is meditative, developed in the Zen temples of Japan.

during the 16th and 17th centuries. Although developed during the same time period as Bach, the character of the

mF_edition_CD03_Hosokawa_cover2_Layout 1 04.02.14 15:22 Seite 1

WERGO

toshio hosokawa voyage vııı | voyage x nozarashi | stunden-blumen | arc song | lied

WERGO a division of schott music & medi▲ gmbh

toshio hosokawa melvyn poore | tadashi tajima | ensemble musikFabrik | peter rundel, ilan volkov

voyage vııı | voyage x nozarashi | stunden-blumen | arc song | lied

WER 6860 2

TOshiO HOsOkawa

for tuba and ensemble

VOyage VIII (2006)

Lied (2007)

for flute and piano

ArC SOng (2002/2012)

for oboe and harp

Stunden-Blumen, hOmmage à Olivier Messiaen (2007)

for clarinette, violin, violoncello and piano

VOyage X – NOZarashi (2009)

for shakuhachi and ensemble

Melvyn Poore, Tuba Tadashi Tajima, Shakuhachi Ensemble Musikfabrik Peter Rundel, Ilan Volkov conductors

© +   2015 WERGO, a division of SCHOTT MUSIC & MEDIA GmbH, Mainz, Germany, www.wergo.de

Release date: November 6th, 2015

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LA BIENNALE DI vENEZIA SONNTAG, 4.? OKTOBER 2015 00 20? UHR VENEDIG SALA DELLE COLONNE DI CA' GIUSTINIAN Luciano Berio — Naturale (1985) für Viola, Schlagzeug und Zuspielband   Fabio Nieder — Zerrissener Faden/ Knäuel (2015) für Ensemble — Uraufführung   Helmut Lachenmann — Grido (2000/01) Streichquartett Nr. 3 Marcin Stanczyk — Blind Walk (2015) für Ensemble — Uraufführung Kompositionsauftrag von der Biennale di Venezia, dem Adam Mickiewicz Institute und Ensemble Musikfabrik Dirk Rothbrust, Schlagzeug Axel Porath, Bratsche Johannes Schöllhorn, Dirigent Ensemble Musikfabrik www.labiennale.org

MUSIKFABRIK IM WDR 56 SONNTAG, 11.? OKTOBER 2015 00 20? UHR EINFÜHRUNG 19? 30 UHR KÖLN WDR FUNKHAUS AM WAllRAFPLATZ NRW 

PITCH 43_TUNING THE COSMOS Simon Steen-Andersen — Korpus (2015) für acht Spieler an drei Harry-Partch-Instrumenten — Deutsche Erstaufführung Caspar Johannes Walter — Enharmonic Flux (2014/15) für Ensemble mit Harry-Partch-Instrumenten — Kompositionsauftrag von Ensemble Musikfabrik und Kunststiftung NRW Klaus Lang — frenhofer’s foot (2014/15) für Ensemble mit Harry-Partch-Instrumenten — Deutsche Erstaufführung Carola Bauckholt — Voices for Harry Partch (2014/15) für Ensemble mit Harry-Partch-Instrumenten Ensemble Musikfabrik Clement Power, Dirigent www.musikfabrik.eu

Helmut LaChenmann

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NOW! PRISMEN

MONTAGSKONZERT MONTAG, 19.? OKTOBER 2015 00 20? UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW 

AM HORIZONT Franz Schubert — Auszüge aus „Die schöne Müllerin“ (1823) in der Fassung für Viola und Akkordeon von Margit Kern Wolfgang Rihm — Am Horizont (1991) stille Szene für Violine, Violoncello und Akkordeon Klaus Huber — Winter Seeds (1993/2015) Uraufführung der Neufassung Akkordeon und Streichtrio Wolfgang Rihm — Fetzen 4 (2004) für Viola und Akkordeon Toshio Hosokawa — Threnody – to the victims of Tohoku Earthquake 3.11 (2011) für Viola solo

DONNERSTAG, 5.? NOVEMBER 2015 00 20? UHR FREITAG, 6.? NOVEMBER 2015 00 20? UHR ESSEN PHILHARMONIE, ALFRIED KRUPP SAAL  NRW 

3. SINFONIEKONZERT DER ESSENER PHILHARMONIKER: HYMNOS Giacinto Scelsi — Hymnos (1963) für Orgel und zwei Orchestergruppen Georg Friedrich Haas — concerto grosso Nr. 2 (2014) für Kammerensemble und Orchester Deutsche Erstaufführung Maurice Ravel — 1. und 2. Suite aus “Daphnis et Chloé” (1911) für Orchester Roland Maria Stangier, Orgel Philharmonischer Chor Essen Ensemble Musikfabrik Essener Philharmoniker Peter Rundel, Dirigent www.philharmonie-essen.de

Margit Kern, Akkordeon Hannah Weirich, Violine Axel Porath, Viola Dirk Wietheger, Violoncello Bernt Hahn, Rezitation

MITTWOCH, 11.? NOVEMBER 2015 30 19? UHR KÖLN DEUTSCHLANDFUNK  NRW  Pablo Aranda — Alma (2015) für Oboe, Klavier und Violine Uraufführung Boris Alvarado — ALLA (2013-15) für Horn, Trompete, Posaune, Tuba und Schlagzeug — Uraufführung Alejandro Guarello — MUFA (2013) für Ensemble — Uraufführung Aliocha Solovera — fuegos de artificio (2013) für Ensemble — Uraufführung Ramón Gorigoitia — Transgresiones (2013–15) für Holz-, Blechbläser, Klavier und Schlagzeug — Uraufführung Ensemble Musikfabrik Johannes Schöllhorn, Dirigent

GeOrg FriedriCh Haas

Das Projekt wird gefördert von der Bezirksregierung Köln, der Ernst von Siemens Musikstiftung, der Dirección de Asuntos Culturales de Chile (DIRAC), der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile, der Päpstlichen Katholischen Universität von Valparaíso und Inoca e.V.

Axel Porath ist Kurator dieses Konzerts. www.musikfabrik.eu axel POrath

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FINIS TERRÆ KLÄNGE VOM ENDE DER WELT

Ramón GOrigOitia

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gleich angewendet und in kammermusikalischen Formationen ge-

und 14 Jahren, die ihr Instrument

meinsam erschlossen wird. Kleine

schon sehr gut beherrschen, ein,

Übungen zwischen den Reisestatio-

im Rahmen von Workshops eine

nen lassen Raum für Improvisation

Expedition in die Neue Musik

und Austausch. In einer Abschluss-

anzutreten.

präsentation am letzten Tag der

Was steht da alles auf dem Programm bei so einer musikalischen Forschungsreise? Bei der ersten

Forschungsreise wird das Erarbeitete der Familie und Freunden vorgeführt.

Station steht zunächst der enge Aus-

Mit dem Workshop möchte Akade-

tausch mit den Solisten des Ensemble

mie Musikfabrik einen Beitrag dazu

Musikfabrik im Mittelpunkt, die

leisten, junge Musikerinnen und

ihren jungen Registerkollegen die

Musiker schon früh darin zu ermuti-

Spieltechniken zeitgenössischer

gen, aus den vielen Möglichkeiten

Musik in individuellen Instrumental-

ihres Instruments zu schöpfen und

coachings näherbringen. Auf dem

dieses mit Erfindungsreichtum,

eigenen Instrument werden dabei

Kreativität, Neugier und vor allem

neue Facetten des Musizierens er-

ohne Scheu zu erforschen.

kundet und durch konstante Anleitung der Profisolisten wird Schritt für Schritt die Basis für eine gemeinsame Erarbeitung zeitgenössischen Musikrepertoires gelegt. Die Instrumentalcoachings stellen ein erstes Herantasten an alternative Musiziertechniken dar, die dem vertrauten Instrument durch spielerisches Ex-

Die Durchführung des Workshops wird durch die großzügige Förderung der Annelie & Uwe-HoffmannsStiftung und des Landesmusikrats NRW aus den Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht.

perimentieren ganz neue Klangnuancen und Klangräume entlocken.

FOrsChungsreise in die neue Musik Kammermusik für Kinder I SEI TE 19 I

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Robert von Zahn, Landesmusikrat NRW

demie Musikfabrik

junge MusikerInnen zwischen 11

Die „Forschungsreise in die Neue Musik“ allerdings ist mehr als Vermittlung: Sie regt die Kreativität der Kinder und Jugendlichen an, sie führt in die Grenzbereiche der

ten Werken, in denen das Erlernte

Im Zuge dieser Abenteuer führt die Reise auch zur Aneignung von Werken der Neuen Musik. Dies aus einem Geist des Erfindens, des Austestens und der Zusammenarbeit heraus. Mehr kann auch eine naturwissenschaftliche oder archäologische Forschungsreise nicht bieten. Und auf die Erfrierungen können wir getrost verzichten.

Stationen Tutti-Proben zu ausgewähl-

reise“ lädt die Aka-

Man mag versucht sein, ein Projekt, das junge Instrumentalisten an Werke der Neuen Musik heranführt, in die Schublade „Vermittlungsprojekte“ zu legen. Stellt der Begriff „Forschungsreise“ nicht eine unangebrachte Überhöhung der Schublade dar? Forschungsreisen führen, wie man weiß, unter Erfrierungen und Entbehrungen zum ersten Kontakt mit dem Nordpol oder zu von Insekten wimmelnden Gräbern ägyptischer Pharaonen. Verglichen damit erscheint die Vermittlung Neuer Musik wenig abenteuerlich.

gebot der „Forschungs-

instrumentalen Klangerzeugung, sie leitet vom gewohnten solistischen Tun zum Ensemblespiel und zur Interaktion mit Gleichgesinnten. Der Landesmusikrat NRW fördert deshalb die „Reise“ nur zu gerne, zumal dabei die erfahrenen Musiker des Ensemble Musikfabrik als Forschungsteamleiter im Einsatz sind.

Darauf aufbauend folgen als weitere

warum eine FOrsChungsreise?

M

it ihrem neuen An-

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In course of this adventure, the world of New Music is made familiar, through the spirit of exploration, experimentation and teamwork. A scientific or archeological expedition can’t offer more than that, and it’s safe to say we can forgo the frostbite.

Robert von Zahn, NRW State Music Council The “Expedition into New Music” however, is more than just an education program: it inspires the creativity of children and teenagers, leading them to the thresholds of

instrumental sound production, from their accustomed solistic activities into ensemble playing and the interaction with like-minded musicians. The NRW State Music Council is more than happy to support this “journey,” especially since the experienced musicians of Ensemble Musikfabrik are leading the expedition team.

young instrumentalists between the ages of 11 and 14 to join musicians of Ensemble Musikfabrik in an Expedition

into New Music through its new workshop program. What kind of a course is taken on such an expedition? The first part of the journey is an intensive exchange with the soloists of Ensemble Musikfabrik, who will teach their young instrumental colleagues contemporary music playing techniques through individual coaching sessions. Using their own instruments, new facets of music making will be explored under the constant direction of the professional soloists, working together, step by step, to learn the basics about the preparation of contemporary music repertoire. The instrumental coaching sessions provide the first contact with alternative playing techniques. Through playful experimentation, completely new nuances and realms of sound will be coaxed from the familiar instruments. Continuing on from there, the

Why an expeditiOn?

next stations on the journey are the tutti rehearsals for selected works, where newly learned techniques can be used and developed in chamber music formations. Short exercises in between the stations allow room for improvisation and exchange. The newly learned skills will be shared with family and friends in a final presentation on the last day of the expedition. Akademie Musikfabrik wants to help encourage young musicians early on to get the most out of the many possibilities of their instruments, exploring them with ingenuity, creativity, curiosity and most importantly, without inhibition. The workshops are made possible through the generous support of the Annelie & Uwe-Hoffmanns Foundation and the North Rhine-Westphalian State Music Council, using funds from the Ministry of Families, Children, Youth, Culture and Sports NRW.

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One would tend to put a program that introduces young instrumentalists to contemporary music into the category of educational projects. Doesn’t the term “expedition” lead one to an inappropriate exaggeration of that category? As we know, expeditions travel through frostbite and hardship to be the first to reach the North Pole or the insect-ridden graves of the Egyptian Pharaohs. Compared to that, educational projects for contemporary music seem rather less adventurous.

a

kademie Musikfabrik is inviting skilled

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I SEI TE 20 I


ExpeditiOn intO NeW MusiC Chamber Music for Kids I SEI TE 21 I

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IMPACT15 MONTAGSKONZERT

DONNERSTAG, 26.? NOVEMBER 2015 00 20? UHR ESSEN PACT ZOLLVEREIN NRW 

MONTAG, 30.? NOVEMBER 2015 00 20? UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW 

IM FREIEN - EN PLEIN AIR - OUT OF DOORS Erik Satie — Choses vues à droite & à gauche (sans lunettes) (1914) für Violine und Klavier

IM FREIEN - EN PLEIN AIR - OUT OF DOORS

Georg Friedrich Haas — Ins Licht (2007) für Violine, Violoncello und Klavier

Erik Satie — Choses vues à droite & à gauche (sans lunettes) (1914) für Violine und Klavier

Yannis Xenakis — Paille in the Wind (1993) für Violoncello und Klavier Morton Feldman — Nature Pieces for Piano (1951)

Georg Friedrich Haas — Ins Licht (2007) für Violine, Violoncello und Klavier

John Adams — Road Movies (1996) für Violine und Klavier

Yannis Xenakis — Paille in the Wind (1993) für Violoncello und Klavier

Helmut Lachenmann — Sakura-Variationen (2001/11) für Viola, Violoncello, Schlagzeug und Klavier Hannah Weirich, Violine/Viola Dirk Wietheger, Cello Dirk Rothbrust, Percussion Ulrich Löffler, Klavier

Morton Feldman — Nature Pieces for Piano (1951) John Adams — Road Movies (1996) für Violine und Klavier

Ulrich Löffler ist Kurator dieses Konzerts.

Helmut Lachenmann — SakuraVariationen (2001/11) für Viola, Violoncello, Schlagzeug und Klavier

www.pact-zollverein.de

Hannah Weirich, Violine/Viola Dirk Wietheger, Cello Dirk Rothbrust, Percussion Ulrich Löffler, Klavier Ulrich Löffler ist Kurator dieses Konzerts. www.musikfabrik.eu UlriCh Löffler

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UlriCh Löffler

I SEI TE 22 I


MONTAGSKONZERT MONTAG, 15.? FEBRUAR 2016 ? 00 UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW 

20

MONTAGSKONZERT

Wolfgang Amadeus Mozart — Quintett für Klarinette und Streicher KV 581 (1789)

MONTAG, 18.? JANUAR 2016 00 20? UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW 

Evan Johnson — indolentiae ars, a medium to be kept (2015) für historische Bassettklarinette solo Uraufführung Kompositionsauftrag von Ensemble Musikfabrik und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

Sofia Gubaidulina — FREUE DICH! (1981) Sonate für Violine und Violoncello Olivier Messiaen — Quatuor pour la Fin du Temps (1940/41) für Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier Carl Rosman, Klarinette Ulrich Löffler, Klavier Juditha Haeberlin, Violine Hannah Weirich, Violine Dirk Wietheger, Violoncello Dirk Wietheger ist Kurator dieses Konzerts.

SCHÖNES WOCHENENDE FREITAG, 29.? JANUAR 2016 00 20? UHR DÜSSELDORF TONHALLE NRW 

Morton Feldman — Clarinet and string quartet (1983) Der Kurator dieses Konzerts ist Carl Rosman. Carl Rosman, Klarinetten Hannah Weirich, Violine Juditha Haeberlin, Violine Axel Porath, Viola Dirk Wietheger, Violoncello www.musikfabrik.eu

www.musikfabrik.eu Dirk Wietheger

Claude Vivier — Hiérophanie (1971) für Sopran und Ensemble

Carl ROsmaN

Rebecca Saunders — Stasis (2011) a spacial collage for 16 soloists Sarah Maria Sun, Sopran Ensemble Musikfabrik www.tonhalle.de

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ENNO POPPE FILM (2015/16) FUER ENSEMBLE

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nach dem Ensemble-Begriff. Ausgangspunkt war die Idee, 16 Solostücke für die Solisten des Ensemble Musikfabrik zu schreiben, die auch simultan aufgeführt werden können. Diese Idee war für mich nicht realisierbar, da Solostücke eine ganz andere Architektur und Syntax brauchen als das Kollektiv. Es sei denn, alle Musiker spielen das gleiche Solostück, und zwar entweder simultan oder versetzt. Der Prozess des Auseinanderlaufens und Verschmelzens, der heterophonen Beschleunigung und Verlangsamung wird mir ermöglichen, ein Klangbild zu erzeugen, das zugleich komplex und klar ist. Nicht rein, aber plausibel. Der zweite Ansatz ist die Frage nach den Instrumenten. Nichts trägt mehr zur Normierung des Klanges bei als die Zusammensetzung des Klangkörpers. Das Ensemble Musikfabrik mit

S

chon vor vielen Jahren habe ich in einem Text das Ensemblestück als „Symphonie des ausgehenden 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. In diesem Ausdruck schwingt

zweierlei mit: auf der einen Seite der glückliche Augenblick, dass eine neue Gattung entstanden ist, in der alles neu gedacht und erzählt werden kann; eine Gattung, die so wirkmächtig ist, dass sich überall neue Gruppen bilden, um ebendiese zu pflegen. Die Idee des Ensemblestücks bringt nicht nur neue Werke, sondern auch die Gründung neuer Ensembles, neuer Strukturen hervor. So war es, als sich die Symphonieorchester parallel zu den Symphonien formierten.

seiner einzigartigen Neugier wird mir helfen, diese Normen zu durchbrechen. Neben den normalen Instrumenten werden Schlaginstrumente und vor allem virtuelle Synthesizer eine entscheidende Rolle spielen. Indem jeder Musiker einen eigenen Computer bekommt, für dessen Bedienung er verantwortlich ist, wird die Elektronik aus der sonst üblichen Hierarchie der externen „Klangregie“ herausgenommen, die ja vor allem ein Herrschaftsinstrument des Komponisten über den Dirigenten war. Die Arbeit mit lokalen Computern, die jeder Musiker in Verbindung mit seinem normalen Instrumentarium selbst bedienen kann, wird ein Klangbild erzeugen, das weniger rein, weniger perfekt ist, dafür

Auf der anderen Seite birgt diese zunehmende

aber eine größere Lebendigkeit besitzt. Die

Struktur auch eine Normierung, auch das

virtuellen Synthesizer enthalten Simulationen

klingt im Begriff „Symphonie“ an. Und je länger

historischer Instrumente (Moog, Hammondorgel

ich mich mit den Ensembles beschäftige, umso

etc.). Durch die Verwendung von Mikrointerval-

deutlicher wird, dass ein Epochenstil entstanden

len werden die Farben der Synthesizer noch

ist, der unabhängig von Komponisten existiert

extrem angereichert. Die Software-Programmie-

und in Idee, Aufbau und Organisationsform der

rung wird von Wolfgang Heiniger übernommen.

Ensembles begründet liegt.

Ein Film kann alles enthalten, alles kann ein

Im neuen Stück „Film“ für das Ensemble Musik-

Film werden. Die Bilder werden in meinem Stück

fabrik möchte ich nach Wegen suchen, diesen

direkt in die Musik verlegt, nicht gezeigt. Die

Stil zu unterlaufen. Der erste Ansatz ist die Frage

Dramaturgie von Filmen ist der Dramaturgie von

I SEI TE 25 I

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I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I


Musik meist verwandt, oft sehr ähnlich. Ein Film

a standardization found in the term “symphony”

muss nichts bebildern, sondern die Bilder sind

as well. The longer I am involved with ensembles,

selbst die Erzählung. Musik muss nichts beklin-

the clearer it becomes to me that an epochal genre

gen, die Klänge sind selbst die Erzählung. Alles,

has developed that exists independently from

was unter einer Stunde Länge bleibt, ist ein

composers, founded on the idea, structure and

Kurzfilm.

organizational form of the ensemble. I am trying to look for ways to infiltrate this style

»EIN FILM KANN ALLES ENTHALTEN, ALLES KANN EIN FILM WERDEN.«

in my new piece for Ensemble Musikfabrik, “Film.” The starting point questions the term ensemble. The original idea was to write 16 solos for the soloists of Ensemble Musikfabrik, pieces that could also be performed simultaneously. The idea wasn’t feasible for me, as solo pieces need an entirely different architecture and syntax than a collective does. That is, unless all the musicians play the same solo piece, either simultaneously or offset from one another. This process of melting and coalescing, the heterophonic acceleration and deceleration will allow me to create a sound world that is both complex and simple at the same time. Not clean, but plausible. The second step regards the question of instrumentation. Nothing contributes more to the standardization of sound as

i

does the instrumentation of

n a text that I wrote years ago, I described

the ensemble. Ensemble Musikfabrik, with its

compositions for ensemble as “the sympho-

unparalleled curiosity, will help me to break

nies of the late 20th century.” There are two

through these norms. In addition to the usual

different things alluded to in the phrase: on

instruments, percussion and, most importantly,

the one hand, the wonderful moment when a new

virtual synthesizers will play a decisive role in

genre is created, where everything can be im-

the piece. By each musician receiving their own

agined and expressed in a new way; a genre that

computer and being responsible for its use, the

is so potent, that new groups are founded every-

electronics will be removed from the typical

where in order to pursue exactly that form. The

hierarchy of external “sound projectionist” –

concept of ensemble composition not only brings

which anyway has most often been used by

forth new works, but also creates new ensembles

composers as an instrument of control over

and structures. A similar thing happened as

conductors. Each musician will work with a local

symphony orchestras were formed parallel to the

computer in combination with their normal

development of the symphony. On the other hand,

instrument collection to create a world of sound

this developing compositional form also contains

that, while less clean and less perfect, will none-

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I

2015/2

I SEI TE 26 I


»A FILM CAN BE ABOUT ANYTHING, ANYTHING CAN BE A FILM.« theless contain a greater vitality. The virtual synthesizers will have simulations of historical instruments (Moog, Hammond organ, etc.), and the colors of the synthesizer will be extremely enriched through the use of microintervals. Wolfgang Heiniger will undertake the develop-

MUSIKFABRIK IM WDR 57 SAMSTAG, 27.? FEBRUAR 2016 00 20? UHR EINFÜHRUNG 19\30 UHR KÖLN WDR FUNKHAUS AM WAllRAFPLATZ NRW 

MESSAGES György Kurtág — Brefs messages, Op. 47 (2011) für kleines Ensemble Enno Poppe — Film (2015/16) für Ensemble — Uraufführung Kompositionsauftrag von Kunststiftung NRW und Ensemble Musikfabrik

ment of the software programming.

Ensemble Musikfabrik Enno Poppe, Dirigent

A film can be about anything, anything can be

www.musikfabrik.eu

a film. The images in my piece will be directly transferred into music, not shown. The dramatic

ennO POppe

composition of films is closely related to the dramatic composition of music, often very similar. Film doesn’t need to illustrate, as the images themselves are the story. Music doesn’t need to accompany, as the sounds themselves are the story. And anything that runs under an hour is a Short Film. I SEI TE 27 I

2015/2

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LIZ A LI M :

TR E E

O F CO DE S

(2 01 3-1 5)

» CUT- OUtS

IN

TI M E«,

AN

OPERA I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I

2015/2

I SEI TE 28 I


„Eine Oper

einem linearen Erzählfluss zu folgen, spielt die Handlung in einer Nicht-Zeit:

über Herkunft und Erinnerung, Zeit,

»an einem zusätzlich beigegebenen

Auslöschung und Erleuchtung.“ So

Tag in der Kontinuität des Lebens« .

beschreibt Liza Lim ihr kürzlich

Hier lösen sich die Grenzen zwischen

fertiggestelltes Musiktheater TRee

belebter und unbelebter Welt auf,

Of COdes, in dem die australische

geraten Vergangenheit, Gegenwart und

Komponistin den Fragen nach dem

Zukunft in Unordnung, werden die

Sein, Werden und Geworden-Sein des

Übergänge zwischen Realität und

Menschen nachspürt: »Inwieweit

Fiktion fließend. So entsteht eine

formen das Erbe unserer Gene, unsere

eigentümliche Zwischenwelt: »Tote

Geschichte und das Generationen über-

Materie wird belebt und lernt zu

dauernde Unterbewusstsein unser

träumen, zu sprechen, zu singen«.

1

Selbst, unser Begehren und unsere Verwünschungen?«2, fragt Lim im Vorwort zur Partitur.

1 An opera about bloodlines and memory, time,

3

erasure and illumination. 2 How do the inheritances of our genes, our stories and the unconscious beliefs passed down through generations,

4

shape who we are, our

Im Vordergrund erzählt TRee Of

desires, our

COdes die Geschichte eines Kindes,

curses?

das seinen Vater voller Ehrfurcht

3

Die Basis dieser musiktheatralischen

betrachtet, seinen Aufstieg und Fall

Reise ins Existenzielle bildet ein

erlebt und sich am Ende selbst an

außergewöhnliches Kunstwerk des

seiner Stelle wiederfindet. Zugleich

amerikanischen Schriftstellers

aber erscheinen Wesen mit hybrider

Jonathan Safran Foer, dessen Titel

Gestalt oder Identität auf der Szenerie,

Liza Lim für ihr Werk übernommen

die musikalisch vor allem durch die

hat: TRee Of COdes ist einerseits ein

Doppeltrichterinstrumente der

Buch, zugleich aber auch ein skulptu-

Blechbläser des Ensemble Musikfabrik

rales Objekt, das durch eine besondere

repräsentiert werden. Zudem betont

Technik der Auslassung zustande kam.

der szenische Entwurf des Schweizer

Foer nahm einen Text des polnischen

Künstlers Massimo Furlan das

...during an extra day grafted on to the continuity of life. 4 Dead matter is animated and learns to dream, to speak, to sing.

Autors Bruno Schulz – die 1934 erschienene Kurzgeschichtensammlung The StReet Of CROCOdiles (dt. Titel:

»Die Zimtläden«) – und schnitt einen Großteil der Worte aus. Auf diese Weise entstand ein Cut-Out im wahrsten Sinne des Wortes – ein Buch, in dem die Tilgung von Worten neue narrative Zusammenhänge hervorbringt. Liza Lim greift diese Idee des Aussparens, des gestaltenden Hinzufügens von Leere und Transparenz in ihrer Komposition auf. Der Untertitel von

Alle Skizzen des Bühnenbilds für »Tree of Codes« von Massimo Furlan

TRee Of COdes lautet Cut-Outs in

All sketches of the stage design

time (Ausschnitte in der Zeit), womit

for “Tree of Codes” by Massimo Furlan

ein grundlegendes Moment ihres Musiktheaters beschrieben ist. Statt I SEI TE 29 I

2015/2

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I


5

Moment der Simultaneität und Wandel-

“How do the inheritances of our

only as thin

barkeit, indem er die Machart von

genes, our stories and the uncon-

as paper

Jonathan Safran Foers Buchobjekt

scious beliefs passed down through

Reality is

behind the

aufgreift: Der Bühnenraum besteht aus

generations, shape who we are, our

dust in an

»durchsehbaren« Ebenen, auf denen

desires, our curses?,“ questions Lim

empty theater.

Sänger, Schauspieler und Musiker

in the introduction to the score.

screen saw

agieren.

TRee Of COdes ist eine

Auftragsproduktion von Oper Köln, Ensemble Musikfabrik und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt Köln.

This music-theatrical journey into

Liza Lims Oper TRee Of COdes ist

the existential is based on an

eine Geschichte über die Mehrdeutig-

unusual work of art by the Ameri-

keit einer vermeintlich greifbaren

can author Jonathan Safran Foer,

Realität und das ephemere Wesen der

the title of which Liza Lim used for

Zeit: »Die Wirklichkeit ist dünn wie

her opera: TRee Of COdes is on the

Papier, wie ein Sägespäne-Schleier in

one hand a book, but through a

einem leeren Theater.«5, heißt es am

special technique of omission, is also

Ende des letzten Aktes.

a sculptural object. Foer took a text

Michael Rebhahn

from the Polish author Bruno Schulz - a collection of short stories published in 1934 entitled The StReet

“An opera

Of CROCOdiles – and cut out the

majority of the words. In this

about bloodlines and memory, time, erasure and illumination.” This is how the Australian composer Liza Lim describes her recently finished

manner, a cut-out was created in the truest sense of the word – a book where the deletion of words brings forth new narrative associations.

work TRee Of COdes, in which she

Liza Lim seizes on the idea of

searches for the human essence of

omission, creatively using the

being, becoming and having become:

addition of emptiness and transpar-

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I

2015/2

I SEI TE 30 I


OPER KÖLN

ency in her composition. The subtitle of TRee Of COdes is Cut-Outs in time , which describes a fundamen-

SAMSTAG, 9.? APRIL 2016 30 19? UHR (PREMIERE), WEITERE TERMINE: 12./14./16./18.? APRIL 2016 KÖLN, ORT NN NRW 

tal element of her opera. Instead of following a linear narrative flow, the plot takes place in non-time: “during an extra day grafted on to the

Liza Lim — Tree of Codes ‚Cut-outs in time‘ – Eine Oper (2013-15) — Libretto von Liza Lim frei nach Jonathan Safran Foers „Tree of Codes“ und Bruno Schulz’ „Die Zimtläden“ – Musik von Liza Lim – Uraufführung

continuity of life.” The boundaries between the worlds of the living and dead are dissolved, the past, present and future fall into disarray, the transitions between reality and

Eine Auftragsproduktion von Oper Köln, Ensemble Musikfabrik und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden, in Kooperation mit der Akademie der Künste der Welt Köln.

fiction become fluid. A peculiar world-between-worlds emerges: “Dead matter is animated and learns to dream, to speak, to sing...” On the surface, TRee Of COdes tells

Clement Power, Musikalische Leitung Massimo Furlan/Numero23Prod., Inszenierung Massimo Furlan & Antoine Friderici, Bühne Claire de Ribaupierre, Dramaturgie Severine Besson, Kostüme Bastien Genoux, Detours Films, Video Antoine Friderici, Licht Julie Monot, Maske

the story of a child who views his father in complete awe, sees his rise and subsequent fall, and finds himself in the end in the very same position. At the same time however, creatures with a ahybrid shape or identity appear on the scene, most often musically represented by the

Emily Hindrichs — Adela (Sopran) NN — Sohn/Doktor (Bariton) Carl Rosman — Mutant Bird

double-belled brass instruments of Ensemble Musikfabrik. The stage design of the Swiss artist Massimo Furlan emphasizes this moment of simultaneity and mutability by seizing upon the style of Jonathan Safran Foer’s sculpted book: the stage is constructed out of “lookthrough-able” platforms upon which the singers, actors and musicians perform. “Reality is only as thin as paper

TRee Of COdes is a commissioned production between the Cologne Opera, Ensemble Musikfabrik and HELLERAU – European Center for the Arts Dresden, in cooperation with the Academy of the Arts of the World, Cologne.

Darsteller: Yael Rion — Vater Diane Decker — Octopus/Touya, the idiot-girl Anne Delahaye — Adela Double Stéphane Vecchione — Sohn Double Ensemble Musikfabrik www.oper.koeln www.hellerau.org www.academycologne.org liZa lim

behind the screen saw dust in an empty theater,” is declared in the last act: Liza Lim’s opera TRee Of COdes is the story about the ambiguity of an assumed tangible reality and the ephemeral essence of time.

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VOrsChau

ACHT BRÜCKEN | MUSIK FÜR KÖLN ERÖFFNUNGSABEND

SAMSTAG, 30 .? APRIL 2016 VERSCHIEDENE SPIELSTÄTTEN (TBA) KÖLN NRW 

10 JAAR MUZIEKGEBOUW

? 00 UHR

17

SEMANA DE MÚSICA RELIGIOSA

DONNERSTAG, 10.? MÄRZ 2016 15 20? UHR AMSTERDAM MUZIEKGEBOUW AAN'T IJ Enno Poppe — Film (2015/16) für Ensemble — Niederländische Erstaufführung Kompositionsauftrag von Kunststiftung NRW und Ensemble Musikfabrik

Toshio Hosokawa — Neues Werk (2016) für Viola solo — Uraufführung Galina Ustwolskaja — Oktett (1949–50) für zwei Oboen, vier Violinen, Pauken und Klavier

SONNTAG, 20.? MÄRZ 2016 UHRZEIT NN CUENCA, SPANIEN ORT NN

Axel Porath, Viola Ensemble Musikfabrik

Wolfgang Rihm — Vigilia (2006) für sechs Stimmen und Ensemble

? 15 UHR

18

Ensemble Musikfabrik

Ensemble Musikfabrik Enno Poppe, Dirigent

NN, Dirigent

www.muziekgebouw.nl

www.smrcuenca.es ennO POppe

Galina Ustwolskaja — Trio für Klarinette, Violine und Klavier (1949)

Galina Ustwolskaja — Großes Duett für Violoncello und Klavier (1959)

WOlfgang Rihm

Toshio Hosokawa — Neues Werk (2016) für Quintett — Uraufführung Kompositionsauftrag von ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln Galina Ustwolskaja — Sinfonie Nr. 4 "Das Gebet" (1985/87) für Alt, Trompete, Tam-Tam und Klavier NN, Alt Benjamin Kobler, Klavier Dirk Wietheger, Violoncello Ensemble Musikfabrik

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I

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I SEI TE 32 I


MUSIKFABRIK IM WDR 58 SAMSTAG, 4.? JUNI 2016 00 20? UHR KÖLN WDR FUNKHAUS AM WAllRAFPLATZ NRW 

25! Mark Andre — Neues Werk (2015/16) für Ensemble — Uraufführung Kompositionsauftrag der Gerhart und Renate BaumStiftung

? 00 UHR

20

Galina Ustwolskaja — Sinfonie Nr. 5 „Amen“ (1989-90) für Sprecher, Oboe, Trompete Violine und Schlagzeug

Adrian Nagel — Neues Werk (2015/16) für Oboe, Klarinette, Horn, Tuba, Klavier, Schlagzeug, Violine und Cello — Uraufführung Kompositionsauftrag der Gerhart und Renate BaumStiftung

Galina Ustwolskaja — Sinfonie Nr. 3 „Jesus Messias, errette uns!“ (1983) für Sprechgesang und Orchester

Brian Ferneyhough — Neues Werk (2015/16) für Ensemble — Deutsche Erstaufführung Kompositionsauftrag des Dina Koston and Roger Shapiro Fund in the Library of Congress, mit Unterstützung von Kunststiftung NRW und Ensemble Musikfabrik

Toshio Hosokawa — Neues Werk (2016) für Oboe solo — Uraufführung NN, Sprecher Peter Veale, Oboe Ensemble Musikfabrik Christian Eggen, Dirigent

Anton Webern — Konzert, Op. 24 (1934) für 9 Instrumente Anton Webern — 5 Stücke für Orchester, Op. 10 (1911) Ensemble Musikfabrik Emilio Pomàrico, Dirigent

? 15 UHR

21

Galina Ustwolskaja — Komposition Nr. 1 Dona nobis pacem (1970/71) für Piccoloflöte, Tuba und Klavier

MUSIKFABRIK IM WDR 59

Galina Ustwolskaja — Komposition Nr. 2 Dies irae (1972/73) für acht Kontrabässe, Schlagzeug und Klavier

DATUM NN 00 20? UHR KÖLN WDR FUNKHAUS AM WAllRAFPLATZ NRW 

Galina Ustwolskaja — Komposition Nr. 3 Benedictus, qui venit (1974/75) für vier Flöten, vier Fagotte und Klavier

WILD HORSES Helge Sten — Sow Your Gold In The White Foliated Earth (2014/15) für Ensemble — Deutsche Erstaufführung

Ensemble Musikfabrik Christian Eggen, Dirigent

Sampo Haapamäki — Neues Werk (2015/16) — für Ensemble und Harry-Partch-Instrumente — Deutsche Erstaufführung Harry Partch — Even wild Horses, Dance Music for an absent Drama (1952)

VOrverkaufsbeginn aCHT BRÜCKEN: Samstag 16 .? JANUAR 2016

NN, Bariton

Es sind TiCkets für die einZelnen Veranstaltungen sOwie ein KOmbitiCket für den gesamten Eröffnungsabend erhältliCh.

Ensemble Musikfabrik

InfOrmatiOnen und TiCkets auf www.aChtbrueCken.de

I SEI TE 33 I

2015/2

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I


»Freiräume sChaffen, Zum wagnis erMutigen« Die Kunststiftung NRW ermöglicht dem Ensemble Musikfabrik seit seiner Entstehu ng Neue Musik zu gestalten. Mit welchen Eindrücken blicken Sie auf die vergangenen 25 Jahre dieser fruchtba ren Beziehung zurück?

Wir freuen uns außerordentlich, dass das Engagement der Stiftung einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet

hat, das Ensemble Musikfabrik zu einem der international führenden Solistenensembles für die aktuelle

Musik zu machen. Die von der Kunststiftung NRW

initiierte Reihe Musikfabrik im WDR sorgt durch Kompositionsaufträge an Komponistinnen und

Komponisten für eine konsequente und nachhaltige

Repertoireerweiterung im Bereich der zeitgenös-

sischen Musik. Zugleich positioniert sie das Ensemble

im Verbund mit internationalen Kooperations-

partner n als Spezial ist für Urauffü hrungen und garantiert die Präsenz des Ensemble Musikfabrik

im Land. Die gemeinsam mit WERGO aufgelegte

CD-Reihe Edition Musikfabrik , die durch den

Künstler Gerhard Richter ein einzigartiges Erschei-

nungsbild erhält, sorgt zudem für die internationale

Verbreitung der Konzerthöhepunkte. 2013 und 2014

haben wir gemeinsam mit den Akademien der

Künste in Düsseldorf und Berlin kuratierte Konzerte

realisiert, die einmal mehr deutlich machten, wie

erfolgreich kluge Kooperationen sein können. Zahl-

reiche Förderungen haben in der Vergangenheit

die Präsenz des Ensembles bei den international

renommierten Festivals garantiert. Und nicht zu-

letzt hat die Kunststiftung NRW die Entwicklung

des Ensemble Musikfabrik hin zu einem szenisch

agierenden Ensemble des Musiktheaters ermöglicht:

Harry Partchs Delusion of the Fury – zuletzt in

New York frenetisch umjubelt – und Krazy Kat sind fraglos die überzeugendsten Beispiele für

das, was Ensemble Musikfabrik mit adäquater

Förderung heute zu leisten im Stande ist.

Mit dem Fortbildungs- und Forschungsprojekt Campus Musikfabrik hat die Kunststi ftung NRW dem Ensemble Musikfabrik einen Freiraum geschaffen, Veranstalter, Wissenschaftler und Künstler aus verschiedenen Sparten in den Kölner Mediapa rk einzuladen und hat so bereits

I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I

im GespräCh mit Dr. FritZ Behrens, Präsident, und Dr. Ursula SinnreiCh, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW

viele inspirierende Begegnu ngen ermöglicht und die Generierung Neuer Musik vorangetrieben. Das Opernprojekt Tree of Codes (S.28) zum Beispiel konnte in dieser fruchtbaren Umgebung weiter gedeihen, als Liza Lim und Massimo Furlan im März dieses Jahres bei Campus Musikfabrik zu Gast waren. Was ist Ihre Motivation, dieses besondere Projekt so großzügig zu fördern?

Das von der Kunststiftung NRW ab 2015 mit

250.000 Euro jährlich finanzierte Campus -Projekt bietet einen Raum der Reflexion und des trans-

disziplinären Austauschs. Campus Musikfabrik führt Künstler und Künstlerinnen zusammen und

öffnet den Diskurs, der im besten Falle künstlerischästhetisch Neues ermöglichen kann, und das nicht

nur mit Blick auf die Musik. Insofern kommt die Idee des Campus auf durchaus idealtypische Weise mit

den Förderansätzen der Stiftung zur Deckung: Freiräume schaffen, zum Wagnis ermutigen, künstlerische

Experimente auf den Weg bringen. Dabei ist es der Kunststiftung NRW besonders wichtig, dass die Idee

von Labor, Forschung und Research zunächst einmal „zweckfrei“ gedacht wird. Nicht immer muss am

Ende einer Förderung ein konkretes Projekt stehen. Was sind Ihre Wünsche für die Zukunft?

Die aktuelle Musik – und mag sie auch noch so ab-

strakt sein – ist unserer Überzeugung nach ein Ort, an dem Dinge verhandelt werden, die von der

Gegenwart reden und uns alle angehen. Damit das Ensemble seine künstlerische Arbeit auf inter-

nationalem Niveau erweitern und vertiefen kann, wird es perspektivisch unerlässlich sein, im Ver-

bund mit Land und Kommune, mit Sponsoren und anderen Förderern, substantielle Klarheit über

die Rahmenbedingungen herbeizuführen, in denen das Ensemble zukünftig arbeiten wird. Erst so

kann dringend erforderliche künstlerische Planungssicherheit entstehen, die es ermöglicht, hervor-

ragende Solisten und Solistinnen an das Ensemble zu binden. In diesem Sinne engagieren wir uns

gerne und freuen uns auf die weitere, künstlerisch ertragreiche Zusammenarbeit.

2015/2

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»Creating spaCe, enCOuraging experimeNtatiOn« From the very beginning, the Arts Foundation of North Rhine-Westphalia has enabled Ensemble Musikfabrik to create and produce contemporary music. What are your feelings when you look back on the past 25 years of this fruitful cooperation?

We are immensely proud that the Foundation’s commitment has made a significant contribution to Ensemble Musikfabrik becoming one of the leading soloist ensembles in contemporary music on an international scale. The

Musikfabrik im WDR concert series, an Arts Foundation NRW initiative, provides through the awarding of commissions to composers a consistent and sustainable expansion of the contemporary music repertoire. At the same time it positions the ensemble in collaboration with its international cooperation partners as specialists in world premieres whilst ensuring the presence of

Ensemble Musikfabrik in North Rhine-Westphalia. A series of CDs released on the WERGO label, Edition

Musikfabrik , with distinctive artwork by the artist Gerhard Richter, guarantees the international dissemination of the concert highlights. The curated concerts that we staged in 2013 and 2014 in association with the

Düsseldorf and Berlin art academies are further illustrations of how successful intelligent collaborations can be.

Many of our sponsorships have in the past secured the ensemble's presence at internationally renowned festivals. Last but not least, the Arts Foundation NRW has enabled Ensemble Musikfabrik to develop into an ensemble whose scope extends into musical theatre and stage acting: Harry Partch’s Delusion of the Fury – which received

frenzied acclaim in New York recently – and Krazy Kat are doubtless the most convincing instances of what Ensemble Musikfabrik can achieve today when appro-

In COnversatiOn with Dr. FritZ Behrens, President, and Dr. Ursula SinnreiCh, General SeCretary Of the arts FOundatiOn Of NOrth Rhine-Westphalia

Campus Musikfabrik in March of this year. What is the motivation behind your generous support for this particular project?

The Campus project, which will receive annual funding of 250,000 Euro from the Arts Foundation NRW from 2015, provides scope for reflection and interdisciplinary exchange. By bringing artists together, Campus Musik-

fabrik opens up a dialogue that has the potential to create new artistic and aesthetic experiences, not only with

regard to music. The Campus concept is therefore an ideal match for the Foundation’s approach to funding: it creates

space for and encourages experimentation in the arts. It is vitally important to the Arts Foundation NRW that this

idea of laboratory, research and development is first and foremost “pure” in the sense of having no specific objective. Not everything that deserves sponsorship has to end in a concrete project. What are your visions for the future?

We are convinced that contemporary music – however abstract it might be – is a place where things are negotiated that speak about the present and concern us all. Looking ahead, it will be essential to achieve a fundamental consensus, together with sponsors, other supporters and in association with the state and local authority, regarding

the framework in which the ensemble will work in future, to enable it to expand and strengthen its artistic work

on an international level. Only in this way can the certainty of artistic planning be achieved that is urgently needed to secure outstanding soloists for the ensemble in the long term. We are therefore delighted to be

involved and look forward to our continued, artistically fruitful collaboration.

priately funded. The generous support by the Arts Foundation of North Rhine-Westphalia for the Campus Musikfabrik research and development project has provided Ensemble Musikfabrik with the opportunity to invite promoters, academics and artists from different disciplines to Cologne’s Mediapark. This has already led to many inspiring encounters and been the driving force for the generation of new works of contemporary music. One example of how a project can develop and grow in such a fruitful environment is the Tree of Codes opera project (p.28), for which Liza Lim and Massimo Furlan were guests at

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SPIELBAR– WORKSHOP

PROBENBESUCH DER MELANCHTHONAKADEMIE PROBENBESUCH UND EINFÜHRUNG ZUM WERK VON HARRY PARTCH UND KLAUS LANGS KOMPOSITION „FRENHOFER’S FOOT“

FORSCHUNGSREISE IN DIE NEUE MUSIK KAMMERMUSIK FÜR KINDER ? OKTOBER 2015 ? 00 - 18? 00 UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW 

24. UND 25.

DONNERSTAG, 8.? OKTOBER 2015 00 10? - 12? 15 UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW  Im Rahmen der Reihe „Kulturfrühstück“ besucht die MelanchthonAkademie eine Probe von Ensemble Musikfabrik, in der Klaus Langs Komposition „frenhofer’s foot“ für Partchinstrumente erarbeitet wird. Eine allgemeine Einführung zu Harry Partchs Werk und dem Instrumentenbau durch den geschäftsführenden Intendanten des Ensemble Musikfabrik,Thomas Oesterdiekhoff bereitet auf die Probe und den Besuch des 56. Konzerts der Reihe „Musikfabrik im WDR“ vor, bei dem Langs Werk seine deutsche Erstaufführung erleben wird. Ein Projekt der Melanchthon-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Musikfabrik Anmeldung über die MelanchthonAkademie: www.melanchthon-akademie.de Klaus Lang

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11

Ensemble Musikfabrik lädt zum zweiten Mal zur Forschungsreise ein: Zwei Tage lang können junge Musikerinnen und Musiker zwischen 11 und 14 Jahren erste Erfahrungen mit den Spieltechniken Neuer Musik auf ihrem eigenen Instrument sammeln. Die Solistinnen und Solisten des Ensembles werden ihre jungen Kollegen in Coachings, Übungen und Tuttiproben an ausgesuchte Werke zeitgenössischer Musik heranführen. Siehe S. 18 Dieser Workshop wird von der Annelie & Uwe-Hoffmanns-Stiftung, dem Landesmusikrat NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW gefördert.

SAMSTAG, 14.? NOVEMBER 2015 00 11? - 16? 00 UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW  Die beliebte spielBar-Reihe mit unserem Kooperationspartner Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V. geht in die vierte Runde. Der Workshop widmet sich dem Spielen zeitgenössischer Kunstmusik, an die die Kursteilnehmer auf experimentelle und spielerische Weise von zwei Musikern des Ensemble Musikfabrik herangeführt werden. Instrumental- oder Notenkenntnisse sind nicht erforderlich – alle Interessierten sind herzlich willkommen! Informationen zur Anmeldung über kontakt@kulturelle-bildung.de Ein Projekt der Fördergesellschaft Kulturelle Bildung e.V. in Zusammenarbeit mit Ensemble Musikfabrik Dieser Workshop wird vom Landesmusikrat NRW aus den Mitteln des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW gefördert.

Für Informationen zum Projekt und zur Teilnahme schicken Sie uns eine E-Mail an bettina.weitner@musikfabrik.eu Melvyn POOre

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PRÄSENTATION COMPOSER COLLIDER SOLO DIENSTAG, 1.? DEZEMBER 2015 00 18? UHR KÖLN KAMMERMUSIKSAAL DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND TANZ NRW 

aka demie mu sikfa brik COMPOSER COLLIDER

Composer Collider Solo ist eine neue Projektreihe, die gemeinsam mit der Musikhochschule Köln, vertreten durch das Institut für Neue Musik, entwickelt wurde: Über ein Jahr verteilt wird jeweils ein Instrumentalist des Ensemble Musikfabrik mit den jeweiligen Instrumentalklassen und Kompositionsstudenten der Hochschule zusammenarbeiten. In gemeinsamen Coachings und Seminaren werden die besonderen Spieltechniken und Klangfarben des Instruments vermittelt. Aus den Eindrücken sollen neue Solostücke für das Instrument entstehen, die die Komponisten für ihre Kommilitonen schreiben. Im Sommersemester 2015 stand die Flöte im Zentrum des Composer Collider Solo, der von Helen Bledsoe geleitet wurde. Die Ergebnisse werden in einem öffentlichen Konzert an der Musikhochschule präsentiert. Ein Projekt des Instituts für Neue Musik der Hochschule für Musik und Tanz Köln und Ensemble Musikfabrik. www.ifnm.hfmt-koeln.de Helen BledsOe

FREITAG, 11.? DEZEMBER 2015 30 30 10? – 17? UHR KÖLN STUDIO DES ENSEMBLE MUSIKFABRIK NRW  MITTWOCH, 16.? DEZEMBER 2015 00 14? UHR HANNOVER HOCHSCHULE FÜR MUSIK, THEATER UND MEDIEN

Kompositionsstudenten der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover erarbeiten im Dialog mit einzelnen Musikern des Ensemble Musikfabrik ihre eigenen Werke. Die jungen Komponisten leiten einen professionellen Probenprozess, arbeiten mit den Musikern an Spieltechniken, Notationen und Klangfarben und formen so im ständigen Austausch ihr Werk. www.hfmt-koeln.de www.hmtm-hannover.de Dirk Wietheger

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STUDIO MUSIKFABRIK STEHT IN DER TRÄGERSCHAFT VON ENSEMBLE MUSIKFABRIK UND LANDESMUSIKRAT NRW UND WIRD GEFÖRDERT DURCH DIE Kulturstiftung des Bundes UND DAS MINISTERIUM FÜR FAMILIE, KINDER, JUGEND, KULTUR UND SPORT NRW.

stu diO mu sikfa brik

StudiO musikFabrik = Jugendensemble für Neue Musik des landesmusikrats NRW

ZETT EMM_20_15 FESTIVAL STUDIO MUSIKFABRIK IN DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA FREITAG, 16.? OKTOBER 2015 00 20? UHR CHICAGO DEPAUL UNIVERSITY RECITAL HALL Harrison Birtwistle — Ritual Fragment (1989) — A ceremony for fourteen musicians in memory of Michael Vyner

SAMSTAG, 31.? OKTOBER 2015 30 18? UHR KÖLN ALTE FEUERWACHE NRW Dieter Mack — Luft (2012) für Ensemble Toshio Hosokawa — Duo (1998) für Violine und Violoncello Studio Musikfabrik Peter Veale, Leitung Zett Emm_20_15 ist ein Projekt der Rheinischen Musikschule Köln und wird durch die freundliche Unterstützung der Annemarie und Helmut Börner-Stiftung ermöglicht.

„BRÜCKEN“ FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK IN MECKLENBURGVORPOMMERN SONNTAG, 29.? NOVEMBER 2015 00 15? UHR ROSTOCK KATHARINENSAAL DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER Dieter Mack — Luft (2012) für Ensemble

Misato Mochizuki — La chambre claire (1998) — für Ensemble

Harrison Birtwistle — Ritual Fragment (1989) — A ceremony for fourteen musicians in memory of Michael Vyner

Dieter Mack — Luft (2012) für Ensemble

Dieter Mack — Yonsei (2010) für Kammerensemble

Studio Musikfabrik Peter Veale, Leitung

Studio Musikfabrik Peter Veale, Leitung

peter Veale

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Aktuelle CD VeröffentliChungen

09 sCh Er bEn

ste rben

Jonathan harvey , enno PoPPe KaiJa Saariaho , emmanuel nuneS

MICHAEL BEIL , MAURICIO KAGEL FRANCESCO FILIDEI

09 SCherben

10 Sterben

Jonathan Harvey — Sringāra Chaconne (2015) für Ensemble

Francesco Filidei — Finito ogni gesto (2010) für sechs Instrumente

Enno Poppe — Scherben (2000/2008) für Ensemble Kaija Saariaho — Notes on Light (2010) für Violoncello und Ensemble Emmanuel Nunes — Chessed I (1979/2005) für Ensemble in vier Gruppen Dirk Wietheger, Violoncello Ensemble Musikfabrik Stefan Asbury, Sian Edwards, Emilio Pomàrico, Peter Rundel, Dirigenten © +   2015 WERGO, a division of SCHOTT MUSIC & MEDIA GmbH, Mainz, Germany, www.wergo.de Voraussichtlicher Erscheinungstermin Herbst 2015

Michael Beil — Black Jack (2011) für Ensemble mit Live-Video und Zuspiel

Mauricio Kagel — In der Matratzengruft (2007/2008) Versuch einer Beschreibung nach Worten von Heinrich Heine für Solotenor und Ensemble Markus Brutscher, Tenor Ensemble Musikfabrik Marcus Creed, Otto Tausk, Emilio Pomàrico, Dirigenten © +   2015 WERGO, a division of SCHOTT MUSIC & MEDIA GmbH, Mainz, Germany, www.wergo.de Voraussichtlicher Erscheinungstermin Ende 2015

Gerhard RiChter hat für die Ausgaben 8–17 der EditiOn Musikfabrik eine Auswahl seiner Bilder für die COver-Gestaltung Zur Verfügung gestellt. Beim TitelmOtiv der CD 09 handelt es siCh um »4.10.1985 (1)« (1985), beim TitelmOtiv der CD 10 um »Blumen« (1994). Gerhard RiChter prOvided a seleCtiOn Of his paintings fOr the COver designs Of issues 8-17 Of EditiOn Musikfabrik. The COver mOtif Of CD 09 is based On "4.10.1985 (1)" (1985), the mOtif Of CD 10 On "FlOwers" (1994). I SEI TE 39 I

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edi TiOn mu sikfa brik I ENSEM BLE I MU SIKFA BRIK I


KOnZert ÜbersiChT WAnn

WO

mit Werken vOn

04. Oktober 2015

Venedig

Luciano Berio, Fabio Nieder, Marcin Stanczyk, Helmut Lachenmann

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11. Oktober 2015

Köln

NRW

Caspar Johannes Walter, Carola Bauckholt, Klaus Lang, Simon Steen-Andersen

16

16. Oktober 2015

Chicago

Harrison Birtwistle, Misato Mochizuki, Dieter Mack

38

19. Oktober 2015

Köln

NRW

Franz Schubert, Wolfgang Rihm, Toshio Hosokawa, Klaus Huber

17

31. Oktober 2015

Köln

NRW

Dieter Mack, Toshio Hosokawa

38

5. November 2015

Essen

NRW

Georg Friedrich Haas

17

11. November 2015

Köln

NRW

Pablo Aranda, Boris Alvarado, Alejandro Guarello, Aliocha Solovera, Ramón Gorigoitia

17

26. November 2015

Köln

NRW

Erik Satie, Georg Friedrich Haas, Yannis Xenakis, Morton Feldman, John Adams, Helmut Lachenmann

22

29. November 2015

Rostock

Dieter Mack, Harrison Birtwistle

38

30. November 2015

Köln

NRW

Erik Satie, Georg Friedrich Haas, Yannis Xenakis, Morton Feldman, John Adams, Helmut Lachenmann

22

18. Januar 2016

Köln

NRW

Sofia Gubaidulina, Olivier Messiaen

23

29. Januar 2016

Düsseldorf

NRW

Claude Vivier, Rebecca Saunders

23

15. Februar 2016

Köln

NRW

Wolfgang Amadeus Mozart, Evan Johnson, Morton Feldman

23

27. Februar 2016

Köln

NRW

György Kurtág, Enno Poppe

27

10. März 2016

Amsterdam

Enno Poppe

32

20. März 2016

Cuenca

Wolfgang Rihm

32

9. April 2016

Köln

NRW

Liza Lim

31

30. April 2016

Köln

NRW

Ustwolskaja, Hosokawa

32

4. Juni 2016

Köln

NRW

Andre, Nagel, Ferneyhough, Webern

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6. November 2015

= Studio Musikfabrik

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Für die UnterstütZung bedanken wir uns herZliCh! Förderer

Förderer der musikFabrik e.V.

Sparkasse KölnBonn

Projektförderer und Partner

Impressum

violoncello Dirk Wietheger kontrabass Florentin Ginot

Ensemble Musikfabrik Im Mediapark 7 50670 Köln

geschäftsführender intendant

Fon +49 (0) 221 7194 7194 0 Fax +49 (0) 221 7194 7194 7 musikfabrik@musikfabrik.eu www.musikfabrik.eu flöte Helen Bledsoe oboe Peter Veale klarinette Carl Rosman fagott Alban Wesly horn Christine Chapman trompete Marco Blaauw posaune Bruce Collings tuba Melvyn Poore klavier Ulrich Löffler klavier Benjamin Kobler schlagzeug Dirk Rothbrust violine Juditha Haeberlin violine Hannah Weirich viola Axel Porath

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Thomas Oesterdiekhoff

öffentlichkeitsarbeit

Hannah Naumann

projektmanagement Michael Bölter,

Lukas Hellermann

stagemanagement Bernd Layendecker studio musikfabrik Leonie Höttges akademie musikfabrik Bettina Weitner redaktion Hannah Naumann assistenz Sarah Bolz texte Alle Texte sind Originalbeiträge

für diese Publikation. Abdruck nur nach Genehmigung. Außer S. 10–15, Auszüge aus dem Booklet zur CD „Toshio Hosokawa“ inkl. Biografie, © Schott Music & Media GmbH, Mainz, Germany.

übersetzungen Christine Chapman,

creativ Übersetzungen

konzeption und gestaltung

Q, Wiesbaden, www.q-home.de

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titelmotiv fotografie Katharina Dubno,

www.katharinadubno.de styling Christine Hoffmann lichtgestaltung Joscha Brück, www.joschabrueck.de locations Atelierhaus Waggonfabrik, www.atelierhaus-waggonfabrik.de Wohnraum Mainz (www.w-raum.de) druck Komminform,

www.komminform.de

auflage 9.000 Exemplare bildrechte alle Fotos © Klaus Rudolph, außer Titel und S. 4/5 © Jörg Hejkal S. 17 (Ramón Gorigoitia) © Nina Buttmann, S. 18, S.21 (Forschungsreise), S.36 (spielBar) © Janet Sinica, S. 31–33 (Skizzen Bühnenbild) © Massimo Furlan, S. 36 (Melvyn Poore) & S. 37 (Helen Bledsoe; Dirk Wietheger), S. 38 (Studio Musikfabrik 1 und 3) © Heike Fischer, S. 38 (Peter Veale) © ACME

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Ensemble Musikfabrik Season 2015/2  

Season 2015/2 with concert dates and features of current projects of Ensemble Musikfabrik, one of the leading ensembles of contemporary musi...

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