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Freitag, 24. Februar 2012

Bevor sie Montag zur weltgrößten Mobilfunk-Messe in Barcelona fährt: Emporia-Chefin Eveline Pupeter-Fellner über ihre Nominierung für den Handy-Oscar und ihren Job Ihre Zielgruppe? 50 plus. Ihr Produkt? Ein öster- und obwohl sie eine gebildereichisches Handy, das durch seine leichte Bedien- te Frau ist, hat sie es sich webarkeit einen Siegeszug bis in die USA angetreten gen der vielen Funktionen nicht merken könhat. Im Interview mit der „Krone" erzählt die Empo- einfach nen. Damals war sie 75 Jahria-Geschäftsführerin Eveline Pupeter-Fellner aus re alt. Als mein Mann sagte: Lichtenberg vom Stolz, für den „Handy-Oscar" nomi- Ich bau dir jetzt eines! niert zu sein, vom Erfindergeist und Genie ihres ManUnd er hat sich also hingenes Albert Fellner und ihrem Ruf als Handy-Königin. setzt und dann einfach so ein Handy gebaut? Frau Pupeter, am Montag Neben Nokia und Sony Ja - und 2005 war es fergeht es für sie nach Barcelo- Ericsson nominiert zu sein, tig! Er hat aber nicht nur einna: Emporia Telecom ist für ohne eine Lobby hinter sich faches, edles Design und einden Global Mobile A ward in zu haben, ist grandios. Da fache Bedienung,, beachtet. der Kategorie „bestes muss man stolz sein. Erst Er hat auch mit Ärzten ge-

Einstiegshandy" nominiert. Das ist der Oscar der Telekommunikations-Industrie. Wir freuen uns sehr. Als österreichischer Hersteller unter all diesen Handy-Riesen - hat man da nicht noch einen Grund mehr, besonders stolz darauf zu sein? Alleine die Nominierung ist eine Auszeichnung für das Lebenswerk meines Mannes Albert Fellner. Und wie stehen die Chancen zu gewinnen? Ich würde sagen 50:50.

2008 haben wir in Deutschland begonnen. Da haben uns Journalisten gefragt: „Ihr seid aus Osterreich warum seid ihr so mutig?" Was haben Sie gesagt? Wir haben eine Marktlücke gefunden. (Lächelt) Was Sie und Ihr Mann mitunter der Mutter Ihres Mannes verdanken. Ja, unbedingt! Mein Mann hat über einen langen Zeitraum immer wieder seiner Mutter ein einfaches Nokia-Handy erklärt

Pupeter-Fellner will jetzt in Amerika durchstarten

Das große chisches Unternehmen auf internationales Niveau zu bringen. Ihr Mann, der TechnikPionier, Sie, das Mastermind in der Geschäftsführung. Wir ergänzen uns sehr gut. Er ist der Pionier, der Erfinder, der Forscher, Entwickler und Design-Experte. Ich bin die Nachhaltige, die eine starke Führungsebene aufge-

sprochen, welche Töne älte- baut hat. Wir haben mittlerre Menschen gut hören kön- weile in vielen europäischen nen, welche Farben sie auf Städten einen Top-Manager einem Display sitzen, der dort gut sehen könden Markt aufnen. Das Handy baut. Das sind alIm Somhat ein ausgeklüles Leute mit mer 2011 Netzwerken, die geltes Notrufsystem, worin fünf sind wir mit eiaus dem Metier Nummern gekommen. So rolspeichert werden nem Top-Mana- len wir die Märkkönnen. Das alte auf. (Lächelt les hat es zuvor ger in den Verwissend) nicht gegeben. In Osterreich einigten StaaUnd es war ersind Sie Marktfolgreich: Sie sind ten gestartet. führer. dann als GeWir haben schäftsführerin über drei Prozent im Unternehmen Marktanteil. Wir eingestiegen. haben aber auch gute PartIch war zuvor Geschäfts- ner. Etwa Hartlauer. So eine führern! der Landesverlag Kette brauchten wir in allen Holding und wollte ein neu- Ländern. Da weiß der ältere es Berufsfeld. Mein Ziel war Kunde einfach, dass er vom es dann, unser österreiHörgerät über die Brille bis hin zum perfekten Handy alles für sich findet. Und nun wird der amerikanische Markt erobert?


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Managerin Eveiine Pupeter-Fellner: Business-Lady und Kommunikations-Expertin mit Liebe zur älteren Generation

STECKBRIEF jyeline Pupeter-Fellner

Im Sommer 2011 haben net. Ich denke, es war wir in den Vereinigten ein Nokia. Aber seit der Staaten gestartet. Wir ha- Stunde Null habe ich ein ben uns dazu einen Top- Emporia. Ich teste auch jeManager von Samsung ge- des neue Handy, genau so holt. Und Journalisten in wie meine Schwiegermutter. Amerika haben m^^^^ .„_. (Lächelt) getitelt: „EndWelche Reaklich ist Emporia tionen erhalten Sie Meine dann von Menin den Staaten" Kunden schen, die ein Em- Das ist wirkporia-Handy erlich eine Freude! e\nf\l Wie fühlt sich sinaioyai, folgreich nutzen? Sie schreiben der amerikani- dankbar, daSS 6S uns (zeigt Briefe sehe Markt an? ,,^-,-:u> , -J Die Leute dort Uns gibt-Und mit Herzen, Postwollen ein ganz wir verbinden karten, etc.) und bedanken sich, anderes Handy als wir. Die wol- Generationen. dass sie nun endlich telefonieren len eines zum können. GleichAufklappen, das robust sein sollte. zeitig sind sie auch unsere Was ist es, dass Ihnen an besten Forscher. Was sie Ihrem Beruf Freude mac/rt? sich wünschen, das versuWas treibt Sie an? chen wir umzusetzen. MoUnser Business ist total super! Die Kunden sind loyal, sie sind dankbar, dass es uns gibt und wir haben einen schönen Auftrag: Wir dürfen Generationen verbinden! (Strahlt) Seit es uns gibt, können viele Menschen überhaupt erst mit einem Handy telefonieren! Welches Handy hatten Sie eigentlich, bevor es Emporia gab? (Lacht) Mein Mann hat mir damals eines verord-

mentan *" wird an einem Smiley-Wörterbuch gearbeitet, damit auch die ältere Generation die Herzchen, Lach-Gesichter, etc. per SMS versenden kann. Wenn man die Werbung und Pressearbeit Ihrer Firma betrachtet, wird meist mit Ihrem Bild geworben. Ja, mittlerweile erkennen mich die Leute. Erst neulich im Zug hat mich einer angesprochen, ob ich die vom Seniorenhandy bin. (Lacht) Gefällt Ihnen der Ruf, dass Sie die österreichische Handy-Königin sind? (Lächelt) Ja? So nennt man mich? Das find ich ja spannend. Nein, ich bin keine Handy-Queen, aber ich freue mich immer, wenn man mich erkennt und mich mit Emporia verbindet.

am 20. 9.1960 Geschäftsführerin von Emporia Telecom verheiratet mit Albert Fellner Lichtenberg Büro, Österreich, China Wandern auf die Gis, Kaffee trinken im Traxlmayr Großzügigkeit des Herzens Empor!a Telecom und Albert Fellner Gedichte von Erich Fried

MHHF"^*T rTÜiM •BBBfciiiil ii >-lUt^HPl Meine Unternehmensinhalte

•^PTTC^OTrHH Intolerante Menschen

Habe ein liberales Menschenbild „Von guten Mächten wunderbargeborgen, erwarten wir getrost was kommen mag" von Dietrich Bonhoeffer

Sie wandelt gerne auf die Gis und hat stets ein Handy - natürlich ein Emporia - in der Hand: Geschäftsführerin Eveline PupeterFellner im Gespräch mit f,OQ-Krone"-Redakteurin Sabine Traninger.


Die österreichische Handy-Königin