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WE LOVE PRINT, MEDIA & COMMUNICATION

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 12Z039233 M

August 2018 Folge 242 28. Jahrgang Euro 5,– issn 1018 8054

Change Die Kraft der Veränderung

25 Jahre Indigo Die digitale Druckrevolution

Fotografie Brauchen wir ein Fotomuseum?


Ihr Partner für Nachhaltigkeit

Hochweißes Recyclingpapier aus Lenzing, Österreich

Diese Ausgabe besteht aus 100% Altpapier aus dem Salzkammergut.

RECYCLED & HOCHWEISS Höchste Qualität aus 100 % Altpapier. Inmitten intakter Natur, im Salzkammergut in Österreich, wird seit über 125 Jahren hochqualitatives Papier produziert. Die jahrzehntelange ökologische Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft, regionale Beschaffung, sowie der Einsatz von Energie aus erneuerbaren Quellen ermöglicht es Lenzing Papier hochwertige Produkte für den Offset-, Laser- und Inkjet-Einsatz, mit besten Umwelteigenschaften zu entwickeln. Bestätigt durch zahlreiche der bedeutendsten Umweltzertifikate und Auszeichnungen. Ein preisleistungsstarkes Papier um verantwortungsvoll zu handeln!

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Termine ƒ

Oktober 2018 bis Mai 2019

Island

Finnland

Norwegen Schw eden

Estland

Lettland Dänema rk Litauen

Niederlande

W r

Polen

Belgien

Ukraine

Tschechien

Frankreich Ungarn

Rumämien

Slowenien Kroatien

Po rt ug

al

Bosnien u. Herzegowina

M oldawien

Georgien Serbien u. Mo ntenegro

Armenien

Bulga rien Albanien

Mazedonien

Griechen-

www.wan-ifra.org

09.10. – 11.10. IFRA World Publishing Expo

20.11. – 22.11. InPrint MAILAND, ITALIEN

BERLIN, DEUTSCHLAND

www.inprintlive.com

10.10. – 14.10. Frankfurter Buchmesse FRANKFURT, DEUTSCHLAND

www.buchmesse.de

17.10. – 18.10. print fair WIEN, ÖSTERREICH

www.fespa2018.com

08.01. – 10.01. viscom DÜSSELDORF, DEUTSCHLAND

26.01. – 29.01. Paperworld FRANKFURT, DEUTSCHLAND

25.02. – 28.02. Hunkeler Innovationdays 2019 LUZERN, SCHWEIZ http://innovationdays.hunkeler.ch 21.03. – 24.03. Leipziger Buchmesse LEIPZIG, DEUTSCHLAND www.leipziger-buchmesse.de

14.05. – 17.05. Fespa 2019 MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

www.printfair.at

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www.viscom-messe.de

www.fespa.com

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ƒ Inhalt

PEOPLE &EVENTS

BUSINESS &MARKT

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MEDIEN KOMMUNIKATION DESIGN

PRODUKTION &TECHNOLOGIE

Die nächste Ausgabe und ihr Schwerpunkt

Impressum

PRINT & PUBLISHING 243 ALLES ROBOTER ODER ...?

EMGroup GmbH . Testarellogasse 1/2, A-1130 Wien . Telefon +43(0)1/983 06 40 . Fax +43(0)1/983 06 40-18 . ADMINISTRATION E-MAIL office@europeanmediagroup.at REDAKTION E-MAIL edit@europeanmediagroup.at . HERAUSGEBER (e.h.) Prof. Dr. Werner Sobotka . CHEFREDAKTEUR | GESCHÄFTS-/VERLAGSLEITUNG Michael Seidl . VERLAGSASSISTENZ/PRODUKTION Rainer Gruber . AUTOREN Rainer Gruber, Michael Seidl, Dr. Werner Sobotka, Franz Bailom, Kurt Matzler, Stephan Friedrich von den Eichen, Katja ErhardtViertlmayr, Lois Lammerhuber, Klaus-Peter Nicolay, Sabine Slaughter . LAYOUT Zeitmassdesign, Mag. Robert Sabolovic DRUCK »agensketterl« Druckerei GmbH, 2540 Bad Vöslau

Thema: Wo Systeme und Prozesse in der Produktion Menschen helfen oder ersetzen Messen: IFRA World Publishing Expo

Erscheinungstermin 19. SEPTEMBER 2018 Redaktions- und Anzeigenschluss 30. AUGUST 2018

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Inhalt ƒ

INHALT EDITORIAL 07 _ Kraft haben für Veränderungen … HERAUSGEBERBRIEF 08 _ Change Management und dessen Rolle in der Medienwelt

PEOPLE & EVENTS 10 _ Spiel, Satz und Sieg: druck.at Generali Open Kitzbühel 2018 11 _ Mimaki Europe Vorsitzender Sakae Sagane in Ruhestand 12 _ Datafest 2018: Der Feinschliff kommt von Dataform 13 _ Finishing First: Vernetzte Systeme schaffen Effizienz

BUSINESS & MARKT 14 _ Österreichisch-bayrische Allianz: 2H GmbH & Co. KG beteiligt sich an druma 14 _ Navigator: Neue Verantwortungen 15 _ Heidelberg: Auftragsbestand steigt 16 _ Verband Druck & Medientechnik: Ein Jahresbericht reflektiert Drucktrends 18 _ Besser? Anders? Besser ganz anders? Warum Differenzierung und Verändern ein Denken in drei Dimensionen erfordert 23 _ It’s Time for a Change: Ganz besonders im Marketing? 24 _ 25 Jahre Indigo: Die digitale Druckrevolution entfacht 27 _ Trotec peilt 200 Millionen Euro Umsatz an: Fachkräfte dringend gesucht

MEDIEN . KOMMUNIKATION . DESIGN 28 _ Museum für Fotografie: Wertschätzung für ein Medium mit vielen Facetten 29 _ Lois Lammerhuber kommentiert: Es braucht ein Museum für Fotografie 30 _ Madame d’Ora im Leopoldmuseum: Machen Sie mich schön

PRODUKTION & TECHNOLOGIE 32 _ Agfa Apogee V11: Produktionseffizienz weiter gesteigert 36 _ Beinahe Hollywood: Red Carpet-Event für Jeti Tauro H3300 LED 37 _ Ouhh, it’s an Epson: Neue Drucker für den CAD-Markt 38 _ PerfectPattern: Neues »Cockpit« für dynamische Druckplanung 39 _ Kodak ergänzt Prinergy: Druckfarben- & Plattenverbrauch besser planen 40 _ Cardbox Packaging mit Speedmaster XL 106-6+L: Die Industrialisierung der Verpackungsproduktion 46 _ HP Multi Jet Fusion 3D-Drucker: Neue Partnerschaften 48 _ Boeing setzt auf 3D-gedruckte Bauteile: Titan-Strukturkomponenten machen Flugzeugbau günstiger

LIFE & STYLE 44 _ 30 Jahre Wellness- & Ayurvedahotel Paierl: Styria meets Asia & Ayurveda 45 _ Olympus PEN E-PL9: Eine blaue Verführung

ZEITREISE 50 _ 25 Jahre Print & Publishing: In Memoriam J.R. Jungmayer

DER UMSCHLAG DIESER AUSGABE WURDE AUF LENZING IMPACT 190 g/m² UND DER INNENTEIL AUF LENZING IMPACT 100 g/m² GEDRUCKT.

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#SmartPrintShop

Push to Stop ist unsere Idee der smarten Printproduktion von morgen. Mit vernetzten Prozessen und intelligenten Maschinen, die alle Druckjobs selbstständig organisieren und abarbeiten. Völlig autonom. Der Bediener greift nur noch ein, wenn es nötig ist. So gewinnen Sie wertvollen Freiraum und können sich auf die Dinge konzentrieren, die wirklich wichtig sind. Simply Smart.

Heidelberger Druckmaschinen Austria Vertriebs-GmbH Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich Telefon +43 1 60140-0, www.heidelberg.com/at


Editorial ƒ

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Kraft haben für Veränderungen …

Herzlich willkommen zu dieser SpätsommerAusgabe von PRINT & PUBLISHING, die sich wie gewohnt im sommerlichen Sonderformat diesmal einem Thema widmet, das vor allem in der Zeit der digitalen Transformation für viele Unternehmen beinahe zu einer existenziellen Frage geworden ist. Denn wer jetzt nicht den Willen und die Kraft aufbringt sich verändern zu wollen, der wird salopp gesprochen »über bleiben«. Das betrifft im Prinzip alle Unternehmen, egal welcher Branchenprovenienz. Zugegeben, es ist nicht einfach gewohnte Wege zu verlassen und Neues zu erkunden. Es bedarf dazu viel Kraft, Ideen, Motivation und den Willen, Veränderungen umsetzen zu wollen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern bedarf einer sorgsamen Analyse, die Aufbereitung von Lösungsansätzen und deren Umsetzung in einer feinen Roadmap. Ich empfehle Ihnen sehr den Beitrag dazu vom Innsbrucker Beratungsunternehmen IMP, der die Thematik ausgezeichnet wiederspiegelt. Auch wenn es viele klassische Druckereien nicht hören wollen, die OnlineDruckereien haben den Zug der Zeit richtig erkannt und sind mit ihrer Art der Druckproduktion im industriellen Druckzeitalter angekommen, stimuliert durch die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation.

Die digitale Transformation treibt auch die Druck- und Medienindustrie markant vor sich her. Gedruckten Medien, allen voran den Magazinen, brechen die Anzeigenumsätze weg, und es fällt vielen schwer, diese mit elektronischen Alternativen zumindest zu kompensieren. Ganz klar, auch wir – die Druckfachmagazine – sollen uns verändern und mit dem digitalen Zug mitdüsen. Es wird Veränderungen bedürfen, wobei gerade bei uns (Druckfachmedien) der Spagat zwischen den Bedürfnissen unserer Kunden (weniger PrintAnzeigen, mehr Social Media, Online-Werbung, Newsletter) und den von uns so geliebten »traditionellen« Print-Anzeigen schwierig zu bewältigen ist. Unsere Kunden werben teilweise überhaupt nicht mehr klassisch, sondern verlegen ihre Aktivitäten ausschließlich in Social Media bzw. belegen Print nur noch sporadisch. Es gibt aber noch wohltuende Ausnahmen, das sei an dieser Stelle besonders erwähnt. Witzigerweise sind die Befürworter der elektronischen Werbewege allesamt Anbieter, die ihre Produkte wie Software, Druckmaschinen oder Papier in der Branche absetzen wollen. Das regt zum Nachdenken an, denn Papier wird beispielsweise nicht mehr in Form von Print (Anzeige, Beilage), sondern in Form

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EDITORIAL

von Newslettern beworben. Der kreative Ansatz endet leider beim Thema (Marketing-)Aufwand reduzieren, aber gleichzeitig höchste Performance und messbare Werbung erzielen wollen. Wie soll das funktionieren, wenn gerade die mit Haptik und Wertigkeit von Print argumentieren, selbst der digitalen Werbung frönen? Zugegeben, ein heikles Thema … aber wenn hier kein Wille zum wieder »Umdenken« vorhanden ist, wird es vermutlich in absehbarer Zeit weniger Branchenmagazine geben, was zufolge hat, dass dadurch Druckereien weniger Umsätze generieren. Also jene Zielgruppe, die die Verfechter der elektronischen Werbung mit ihren Produkten ansprechen wollen. Somit beißt sich die Katze in den digitalen Schwanz, oder? Verändert haben sich in den Sommertagen auch so manche Eigentumsverhältnisse in der Branche. Die britische Walstead Gruppe hat nach der erfolgreichen Übernahme von NP Druck auch gleich den größten polnischen Rollenoffsetdrucker LSC übernommen, und Circle Printers hat sich den Buchhersteller CPI einverleibt. Der Konsolidierungsprozess in der europäischen Druckindustrie findet damit seine Fortsetzung. In Österreich hat sich das bayrische Handelshaus 2H GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der Igepa Group, mehrheitlich an der druma in Innsbruck beteiligt. Somit gibt es hierzulande nur mehr ganze wenige, wenn überhaupt nur ein Handelshaus in der Zulieferindustrie (Ammerer), das noch in österreichischen Händen ist. Ja, und der Druck war letztendlich doch zu groß für die Traditionsdruckerei Ueberreuter Print und Packaging in Korneuburg. Diese wird zum Oktober den Betrieb einstellen. Einen schönen verbleibenden Sommer wünscht Michael Seidl m.seidl@europeanmediagroup.at

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ƒ Herausgeberbrief

CHANGE MANAGEMENT UND DESSEN ROLLE IN DER MEDIENWELT Unter Veränderungsmanagement lassen sich alle Aufgaben, Maßnahmen und Tätigkeiten zusammenfassen, die eine umfassende, bereichsübergreifende und inhaltlich weitreichende Veränderung – zur Umsetzung neuer Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen – in einer Organisation bewirken sollen. Mit der Verfolgung von Änderungen an Produkten befasst sich das Änderungswesen. Wenn man Veränderungsprozesse in Gang setzten möchte, heißt es zuvor die richtigen Fragen zu stellen. Dann kann man die notwendigen Prozesse vorbereiten und umsetzen. x © . Fotolia TEXT . Dr. Werner Sobotka

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er Ursprung des Veränderungsmanagements geht auf die Organisationsentwicklung in den USA der 1930er Jahre zurück. Die Wissenschaftler Fritz Roethlisberger und Elton Mayo führten im Rahmen von Forschungen zur Leistungssteigerung Experimente in den Werken der Western Electric durch. Sie entdeckten, dass die beobachtete Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter stärker von der Aufmerksamkeit für die Mitarbeiter beeinflusst wurde als durch Änderungen der Arbeitsbedingungen. Wenn man die Ergebnisse der Forschungen auf die heutige Medienwelt umlegt, so kommt man zur Erkenntnis, dass viele Medienunternehmen auf die neuen Herausforderungen nur punktuell reagieren. Eine App hier, eine zusätzliche Planstelle für Online dort, ein wenig Fortbildung und sie hoffen, damit erfolgreich zu sein. Doch das ist angesichts der dramatischen Veränderungen und Herausforderungen der digitalen Medienwelt zu wenig. Es sollen die Strukturen, Menschen, Funktionen, Prozesse, Ressourcen und die Medienkultur völlig neu geordnet, auch gelebt und umgesetzt werden. Es geht darum, ein Unternehmen völlig neu zu erfinden und zu positionieren. Es gibt dazu leider kein fertiges Kochrezept. Die Rahmenbedingungen, die Ausgangslage, eine neue Marktsituation, das Selbstverständnis der

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handelnden Personen, die Veränderung der Kultur, Dynamik und die Ziele sind einfach viel zu unterschiedlich. »Top Down« und »Bottom Up« sind jene Prozesse, die sorgfältig ausgewählt werden müssen. Man muss die Veränderungsdynamik speziell auf seine Mitarbeiter abstimmen, damit Change Management nicht zu einer Floskel degradiert wird.

Die passenden Rezepte Ein neues Prozessdesign sollte sich danach richten, wie tiefgreifend der Veränderungsprozess wirken soll. Man muss die Ausgangslage und das Ziel im Auge haben, um zu erkennen, wie nachhaltig die Wirkungen des Prozesses werden. Für kleinere Veränderungen in weitgehend isolierten Arbeitsbereichen kann ein einfaches Fortbildungsprojekt, eine Zukunftswerkstatt oder klassisches Projektmanagement beziehungsweise Projektcoaching zielführend sein. Bei totalen Umstrukturierungen, in denen die Aufgabenbereiche von Mitarbeitern deutlich verändert werden, sind mit »systemischen Rückwirkungen«

und massiven Konflikten zu rechnen, die den Veränderungsprozess nachhaltig verzögern oder komplett blockieren können. Change Management oder Organisationsentwicklung in der oben beschriebenen Form zielt darauf ab, Unternehmen oder Abteilungen in ihrer langfristigen Entwicklung zu unterstützen. Eine Diagnose des IstZustandes ist unbedingt notwendig. Wo stehen wir? Wohin entwickelt sich unser Markt? Auf welche Stärken können wir dabei bauen? Wo sind unsere Chancen? Wo wollen wir in drei oder fünf Jahren stehen? Welches Selbstverständnis, welche Kultur wollen wir leben? Welche Produkte wollen wir anbieten? Was fehlt uns? Was behindert uns am meisten? Wie viel Veränderung brauchen wir? Wie organisieren wir den Veränderungsprozess? Was müssen wir wann tun? Das sind die zentralen Fragen, denen man sich stellen soll und die so schnell als möglich erkannt und im Betrieb einer Lösung zugeführt werden sollen. Die Förderung von Innovation ist wohl dabei das entscheidendste Faktum. Welches Wissen, welche Fähigkeiten brauchen wir dabei, beziehungsweise

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Herausgeberbrief ƒ haben wir sie überhaupt? Und wo und wie können wir sie in unserem Betrieb umsetzen? Das sind die entscheidendsten Punkte im Change Management.

drei Servicemodelle: Infrastructure (Iaas, dabei kann Rechenleistung oder Speicherplatz bezogen werden), Platform (PaaS) oder SaaS (Dienste mit der größten Vielfalt und Bandbreite, wobei Google mit seinen Produkten »Gmail«, »Drive«, »Hangouts« und »Docs« führend ist). Cloud-Computing wird auch hinsichtlich seiner Realisierung in vier Modelle unterschieden: 1. In einer Public Cloud wird das System von einem externen Dienstleister gehostet und betrieben. 2. In einer Private Cloud wird das System vom Nutzer selbst realisiert und betrieben. 3. In einer Community Cloud betreiben mehrere Nutzer ein gemeinsames System und mehrere lokale Medienhäuser. 4. In einer Hybrid Cloud werden in einer Mischform aus Private und Public Cloud einige Nutzungen in eine externe Cloud verlagert.

Smart sein in und mit der Cloud Smart, der englische Begriff für schlau, gewitzt, ist heute ein generell gern eingesetztes Synonym im Change-Bereich, das leider sehr unscharf definiert wird, um neue Entwicklungen zu charakterisieren und zu vermarkten. Diese reichen von der intuitiven Bedienung über neuartige Kombinationen von Funktionen, bis hin zu Kostenreduktion mit smarten Arbeitsweisen. In der professionellen Medienproduktion kann man immer stärker internetbasierte Anwendungen feststellen, angefangen von klassischen Client-Server-Konzepten, wo der Client unabhängigen Zugriff auf zentrale Produktionssysteme hat, Apps für den Zugriff von außen für komplette Produktionen von der Kontribution bis zur Distribution mittels Streaming über das Internet. Die Cloud ist Basis für eine ganze Reihe von Lösungen. Allgemein hat sich aber eine Definition durchgesetzt, wonach Dienste in der Cloud immer über ein Netzwerk zugänglich sind und die vom Geräte-Pool des Anbieters durch den Nutzer abgerufene Leistung je nach Bedarf automatisch angepasst, skaliert und verrechnet wird. Es gibt dabei

Fazit Informationsgewinnung, Informationssammlung, Aufbereitung und Verteilung von Inhalten werden für Jedermann möglich, und das Alleinstellungsmerkmal großer Medienhäuser schwindet in allen Bereichen. Das bedeutet, dass man den erweiterten Bedarf für transmediale, smarte Inhalte für »smarte Endgeräte« kosteneffi-

zient mit »smarten Produktionsmitteln« einschließlich des Potenzials der Cloud effizient abdecken muss. Change heißt auch sich der virtuellen Revolution zu stellen. Change bedeutet vor allem für die Medienwelt, dass wir uns in einer vollständig digitalisierten Medienlandschaft, in der Kommunikationskanäle und-disziplinen vollständig verschmelzen, bewegen. Das exponentielle Wachstum der digitalen Technologien treibt die virtuelle Revolution voran – mit neuen Möglichkeiten aber auch enormen Herausforderungen. Manches werden wir erst in ein paar Jahren in voller Pracht erleben, wenn etwa Datenbrillen zu unserem Alltag gehören. Augmented Reality schafft eine Medienkonvergenz zwischen Offline und Digital und bietet als Schnittstelle die interdisziplinäre Verknüpfung unterschiedlicher Kommunikationskanäle an. Virtual Reality erweitert das Storytelling über bisherige Grenzen hinaus und schafft völlig neue Räume für Medien. Change bedeutet sich dem Neuen zu stellen und für eine völlig offene und medienvielfältige Welt gewappnet zu sein. Entweder man nimmt das Neue an, macht es sich zu eigen und nutzt es in seinem Businessmodell, oder man wird zwar nicht sofort, aber doch langsam nicht mehr dazugehören und in der Vergangenheit leben. 1

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