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Editorial

Offensichtlich viel Spaß hatte Ministerpräsident Matthias Platzeck – wie unser Titelbild zeigt – als er beim Brandenburgtag in Königs Wusterhausen eine Testund Rundfahrt absolvierte mit einem Krankenwagen. Wagen zu sagen ist jetzt etwas unpräzise, wenn überhaupt, müsste man ja Kranken-Kabriolett sagen, denn der Ur-Transporter auf vier Rädern für den Transport von Kranken war wie man sieht ein absolutes Frischluft-Gefährt. Aber vom ASB originalgetreu nachgebildet, vermittelt es einen Eindruck von den Anfängen des Kranken-Transports. Und – sagen die Presseleute vom ASB – es war auf dem Brandenburgtag nicht nur für den Landesvater ein echter Hingucker und Knüller, viele andere hatten ebensolchen Spaß, wenn sie zusammen mit dem ASB-Helfer von früher über den Festplatz radelten. In dieser Ausgabe lesen Sie neben vielen anderen Beiträgen einiges zum Thema Tanz. Der Tanz gehört zur Kulturgeschichte der Menschen wie das Essen, Trinken, Sprechen, Singen. Für uns heute ist Tanzen der Wunsch, sich zu bewegen, Gemeinsamkeit zu erfahren, manchmal auch noch Gefühle auszudrücken. Und – wir tun es viel zu wenig, auch, weil es nur noch so wenige Gelegenheiten gibt. Umso mehr sollten wir sie nutzen – so lange wir können. Männer – damit seid ihr auch gemeint !!!

Ihr Detlef Schlüpen

Luckenwalde Tanz im Lindencafé Die Abende werden wieder länger, und viele Seniorinnen und Senioren sitzen einsam und allein zu Hause. Nicht zuletzt deshalb wurde auf Initiative der Behinderten- und Seniorenbeauftragten des Landkreises TeltowFläming, Ina Landmann, im Lindencafé Luckenwalde eine monatliche Seniorentanzveranstaltung ins Leben gerufen. Die Premiere am 24. September 2008 kam bestens an. Künftig werden die Tanznachmittage für Senioren immer am letzten Dienstag im Monat, 15.30 Uhr, im Lindencafé in der Luckenwalder Rudolf-Breitscheid-Straße veranstaltet - das nächste Mal am 28. Oktober 2008. Hier gibt es neben Musik und guter Laune auch Kaffee und Kuchen - und das bei freiem Eintritt. Herzlich willkommen sind ältere und junggebliebene Menschen sowie alle, die die Geselligkeit pflegen wollen und neue Leute in einer netten Atmosphäre kennen lernen möchten. Sollte es Fragen zur Veranstaltung geben, steht die Geschäftsführerin des Lindencafés, Frau Heinze, unter der Rufnummer (03371) 631258 gern zur Verfügung. Und allen Zweiflern sei gesagt: Überwinden Sie sich und freuen sich auf ein paar nette, fröhliche Stunden - wer braucht das nicht ab und zu... und ab sofort an jedem letzten Dienstag im Monat.

LuKISS e.V. fördert Selbsthilfe LuKISS, die Ludwigsfelder Kontakt- und Informationsstätte für Selbsthilfe/Selbsthilfegruppen ist für zehn verschiedene Arten von Selbsthilfegruppen ( SHG) tätig: Allgemeine Behinderung, Blinde und Sehschwache, Diabetiker, Multiple Sklerose, Menschen mit Handicap, Rheuma-Liga, Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte, Parkinson, Körperbehinderte und chronisch Kranke und Depressionen. Die Arbeit umfasst die Vorbereitung von Treffen, das Weiterleiten bzw. Lösen von Anliegen und Hilfe in fachlichen Fragen. Und um eine noch bessere Unterstützung der Selbsthilfegruppen möglich zu machen, wurde am im Frühjahr der LuKISS e.V. gegründet,

der aufgrund seiner Satzung als mildtätig eingestuft wurde. Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen. Selbsthilfegruppen, die den Service der Kontaktstätte in Anspruch nehmen möchten oder interessierte Bürger aus den Städten und Gemeinden des Landkreises Teltow-Fläming, die sich einer Selbsthilfegruppe anschließen wollen oder Hilfe und Unterstützung für die Gründung einer Gruppe benötigen, wenden sich bitte an: Kontakt- und Informationsstätte „Waldhaus“, Karin Preiß, August-BebelStr. 2, 14974 Ludwigsfelde. Telefon: 03378 – 80 16 18 / Fax: 03378 – 87 16 10 / E-Mail: waldhaus-lu@arcor.de. Öffnungszeiten: Montag – Donnerstag 8:00 - 17:00 Uhr und Freitag 8:00 - 14:00 Uhr.

Glück ist eine Sache des Alters Waren Sie bisher auch immer der Meinung, Glück sei eine Sache der Jugend? Wenn das Leben noch vor einem liegt, man unbeschwert in die Zukunft blicken kann und frische Liebe einen überfällt? Falsch! Auf der ganzen Welt zeigen Studien, dass wahres Glück erst im Alter erlebt wird. Glück hat nämlich etwas mit Zufriedenheit zu tun. Und junge Leute sind nicht zufrieden. Sie müssen sich beweisen, leben in ständiger Konkurrenz, fühlen sich also ewig getrieben und haben nicht das Gefühl, schon etwas erreicht zu haben. Gut, wir Senioren haben Last mit dem Rücken, die Beine tun es nicht mehr, wie sie sollen, der Blutdruck ist manchmal zu hoch und wer mit uns reden will, muss das etwas lauter tun. Aber innerlich! Mit wachsendem Alter, sagt Yang Yang, Leiter einer Langzeitstudie in Chicago, steigt auch unsere Zufriedenheit mit dem, was wir erreicht haben. Das beginnt – wie er sagt – etwa mit 40 und nimmt dann alle 10 Jahre um 5% zu. Weil – um mal ein Beispiel zu nennen – wir mit 50, dann mit 60, erst recht mit 70 und noch mehr mit 80 froh sind über jeden Tag, an dem es uns gut geht; den Sieg beim BerlinMarathon gönnen wir gerne jemand anderem. Oder: der Spazierweg auf den Großen Arber im Bayrischen Wald reicht uns, Himalaya-Expeditionen sollen gerne die Jungen wagen.

Fest des Liedes 26 Chöre und Instrumental-Gruppen waren in diesem Jahr nach Diedersdorf ins Schloss gekommen, um gemeinsam das Fest des Liedes zu feiern. Sie hatten sich auf das gesamte Gelände und die verschiedenen Räumlichkeiten der Schlossanlage verteilt und boten den rund 1000 Gästen ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm mit den unterschiedlichsten Musik- und Interpretationsstilen. Ministerpräsident Platzeck verwies in seiner Eröffnung auf ein ganzes Jahr Vorbereitungen zu einem herausragenden Kulturereignis im Landkreis Teltow-Fläming und dankte insbesondere Horst Gebauer, dem 82jährigen Chef-Organisator, der den Dank an seine Mitstreiter weitergab. Es soll auch 2009 wieder ein Fest des Liedes geben. Vielleicht wieder am Schloss Diedersdorf, „aber ganz bestimmt wieder ein bisschen kleiner“, sagt Horst Gebauer, „eine Organisation wie in diesem Jahr bekommen wir nicht jedes Jahr hin“.

Seniorenzeitung Teltow und Fläming 05/2008  

Für die Städte und Gemeinden des Landkreises Teltow-Fläming

Seniorenzeitung Teltow und Fläming 05/2008  

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