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Köpenicker s liche rsön r e p r Ih pla Exem

Seniorenzeitung

das Magazin für Treptow-Köpenick

Ausgabe

2/2013

April Mai 23. Jahrgang


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Wie geht es nach dem Krankenhausaufenthalt weiter? Curatio & Care Wundmanagement“ bietet Wundversorgung nach Klinikaufenthalt an Durch die Veränderungen im Krankenhausbereich, das heißt Wundmanagement, bei Ihnen im häuslichen Bereich, durchführen auch kürzere Liegezeiten, werden die Patienten möglichst schnell zu lassen. wieder in den ambulanten Bereich überführt. Für viele Patienten „Curatio & Care“ bietet neben dem modernen Wundmanagement mit Wunden stellt sich dann jedoch die Frage, wie es nach dem auch Schulungen für Personal von Pflegeeinrichtungen, Patienten Krankenhausaufenthalt weitergeht. Wer übernimmt die Versorgung und deren Angehörigen an. Alle Mitarbeiterinnen im Außendienst der Patienten?! Wer behandelt die Wunden?! sind examinierte Altenpflegerinnen oder Krankenschwestern, die Doch diese Angst muss durch ein modernes Entlassungs-sowie sich erfolgreich zur Wundmanagerin weitergebildet haben. Das Überleitungsmanagement nicht begründet bleiben. Bereits 24 Stun- Unternehmen bringt einen hochqualifizierten und motivierten den nach einer Krankenhausaufnahme werden die Patienten laut Beitrag zur besseren Gesundheitsversorgung unserer Region. Die Expertenstandard von einer Pflegefachkraft, vorzugsweise einem Wundversorgung entspricht den neusten Richtlinien wie z.B des Casemanager, ausführlich betreut. Dieser führt mit dem Patienten, Expertenstandards chronischer Wunden. ggf. auch mit den Angehörigen ein erstes Gespräch, um den Bedarf Die Vorteile im Überblick: kompetente sowie phasengerechte Wundnach der Entlassung festzustellen. Dies nennt man Entlassungsma- versorgung nach dem Klinikaufenthalt inkl. Wunddokumentation; nagement, welches sich also auf stationäre Einrichtungen bezieht. Anleitung und Schulung der Patienten und Pflegenden; enge ZusamEbenso die Kontaktaufnahme mit Pflegeeinrichtungen und Home- menarbeit mit Ärzten, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern; care-Unternehmen, sowie Hilfestellung bei ausfüllen von Anträgen kostenfreie Lieferung der Verbandstoffe; Verkürzung der Behandauf Pflegeeinstufung bei den Pflegekassen werden übernommen. lungszeit und ggf. der Arbeitsunfähigkeit. Somit können Patienten Ziel dessen ist es die Kontinuität der Versorgung zu gewährleisten sowie deren Angehörigen beruhigt einer Krankenhausentlassung sowie die Kommunikation zwischen Beteiligten (ambulanten und entgegen sehen. / oder stationären Versorgern) zu verbessern. Unter dem Begriff Sollten Sie nach Ihrem Klinikaufenthalt ein kompetentes WundmaÜberleitungsmanagement versteht man das Kooperieren zwischen nagement benötigen, nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit „Curatio Haus-sowie Fachärzten, Pflegediensten oder Pflegeheimen sowie & Care“ auf. (Tel.: 033638/ 480814/ email: info@curatio-care.de. ) fachspezifischem Personal. Damit sollen sogenannte „DrehtürefPI fekte“ vermieden werden. „ Drehtüreffekt“ bedeutet für den Patienten, dass ihm auf Grund einer schlechten Weiterversorgung im häuslichen Umfeld (Wundversorgung, Hilfsmittel usw.) ggf. eine erneute Krankenhausaufnahme bevorstehen könnte. Das qualifizierte Team von „Curatio & Care Wundmanagement“ mit Sitz in Rüdersdorf hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten innerhalb von 24 Stunden (werktags) zu Hause, im Pflegeheim oder auch in Arztpraxen zu besuchen und mit dem behandelnden Arzt schnellstmöglich einen individuellen Therapieplan zu erstellen, um so eine professionelle Wundversorgung zu gewährleisten. Den Patienten entstehen durch solch ein Service keine weiteren Kosten, außer den gesetzlichen Zuzahlungen auf Verbandstoffe. Die enge Zusammenarbeit mit dem Haus- und Facharzt sowie den Pflegeeinrichtungen Ihre Vorteile durch Curatio & Care: ist die Grundlage für eine optimale Wundbehandlung. Zur Versorgung eines Patienten nach einer Operation (postoperative Wundversorgung) gehört nicht nur die Wundversorgung, sondern auch das Entfernen der Fäden, Klammern oder Drainagen (dienen zum Abfluss von Wundsekret), auch das erfolgt unter sterilen Bedingungen und auf Anordnung des Arztes. Hierbei ist es ratsam dies entweder in der Arztpraxis oder durch ein modernes


Soziale Genossenschaft

Editorial

Interview mit Dietmar Labudda, Vorstand der „Wohnungsbaugenossenschaft Wendenschloß“

Liebe Leserinnen, liebe Leser, „Endlich wieder Sonne“ haben wir unsere Lesung im April überschrieben (Einladung siehe Seite 5). Die Erlösung aus dem dunkelsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist sicher eine Würdigung wert un d macht gute Laune. Als diese Zeilen geschrieben werden, hat sich der Vorfrühling freilich wieder versteckt vor einem neuerlichen Wintereinruch, der auf die Stimmung drückt, die ohnehin bei den von Fluglärm, Luftverschmutzung, von Wertverlusten ihrer Grundstücke durch den BER Bedrohten in den Keller geht, wenn sie zur Kenntnis nehmen müssen, daß ihre Verluste an Lebensqualität von der Mehrzahl der verantwortlichen Politiker nicht ernst genommen werden, ja, daß sie mit ihrer Forderung nach etwas mehr Nachtruhe als Behinderer des Wirtschaftsaufschwungs in der Region angeprangert werden. Die Stimmung trübt auch das Gebaren der (überwiegend) Herren auf dem Boni-Olymp. Während unsereiner sich freut, wenn die Inflationsrate einmal 10 Euro Zugewinn übrig läßt, freuen die sich über 10 Millionen. Dabei handelt es sich doch auch „nur“ um Arbeitnehmer. Wie sollen diese Disproportionen jemals überwunden werden? Der Reichtums- und Armutsbericht der Bundesregierung weist einen Weg: Man schönt sie. Und das läßt die Kanzlerin trotz DDR-Sozialisation zu. Oder? Wem das alles zu negativ erscheint, der lese gründlich unser neues Magazin Da steht auch viel Erfreuliches drin – nicht nur vom Wetter. Hans Joachim Koppe, Chefredakteur

Köpenicker Seniorenzeitung (KSZ): Die UNO hatte 2012 zum Jahr der Genossenschaften ausgerufen. Lässt sich rückblickend sagen welche Gründe es dafür gab? Labudda: Gerade mit Blick auf die noch immer schwelende Finanzkrise und deren Ursachen, hat die UNO bewusst den Fokus auf die Genossenschaften gelenkt. Sie sind ein Beispiel für eine Unternehmensform, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist und deren Überschüsse nur ihren Mitgliedern zugutekommen. Mir ist keine weitere Unternehmensform bekannt, deren Leitung nach demokratischen Prinzipien gewählt wird, die weltweit wirtschaftlich erfolgreich und dabei gleichzeitig so klar sozial ausgerichtet ist. KSZ Berlin ist jetzt im Mieterhöhungsfieber. Luxussanierungen bewirken eine Vertreibung der alteingesessenen Mieter. Wie sieht es damit bei Ihrer Genossenschaft aus? Labudda: Wir hatten einen sehr großen Instandhaltungsrückstau an fast allen Gebäudeteilen und im Umfeld. Durch schnelles Handeln konnten wir preiswert und mit Fördermitteln unseren gesamten Gebäudebestand bis 1998 sanieren. Alles was gemacht wurde war dringend notwendig und funktionell, von Luxus war da nichts zu spüren. Ab 2004 kam der Balkonneubau. Auch das war kein Luxus. Die neuen Balkone wurden z.T. begeistert angenommen, verhinderten geplante Auszüge und erleichterten die Neuvermietung. Trotz der vielen Maßnahmen sind die Mieten für unsere „Altmieter“ niedrig, aber auch unsere neuen Mieter haben nur eine gemäßigte „Marktmiete“. 65 % unserer Mieter wohnen schon bis zu 50 Jahre und länger in unserer Genossenschaft, sie wollen nur ausziehen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen dazu gezwungen sind. KSZ Bieten Genossenschaften, speziell Ihre auch den Mietern soziale Betreuung? Labudda: Eine umfassende soziale Betreuung kann ein Wohnungsunternehmen nicht leisten. Nach § 2 unserer Satzung haben wir eine „ ... sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“ zu leisten. Das erfolgt vor allem durch stabile, sozial verträgliche Mieten. Unsere Genossenschaft bietet jedoch seit 2004 darüber hinausgehende vielfältige Leistungen an, die ich besser unter dem Begriff des „sozialen Managements“ einordnen würde.

Dietmar Labudda, Vorstand der „Wohnungsbaugenossenschaft Wendenschloß“

Dazu gehören unter anderem: - das Organisieren von Hilfsleistungen durch Dienstleister (vom Scheibenputzen über Einkaufshilfen bis zum Ausfüllen von Formularen); - Organisieren von Veranstaltungen zur Wissensvermittlung (zur Pflege von Angehörigen, zu rechtlichen Fragen z.B. bei Patientenverfügungen, zur Ernährungsberatung); - Kontaktvermittlung zu Beratungsstellen und Pflegeeinrichtungen sowie - Pflege von Nachbarschaftskontakten, Frühstücksrunden, Kaffeenachmittage, Weihnachtsfeiern, Sommerfeste und auch einzelne Hausbesuche bei besonders Bedürftigen. Diese Maßnahmen werden nach den sich ständig ändernden Bedürfnissen angepasst. KSZ Was gibt es für kulturelle Angebote? Labudda: Unsere kulturellen Angebote sind äußerst vielfältig und nur durch den zur Verfügung stehenden Raum und die zeitliche Einordnung begrenzt. Die Angebote werden durch Aushänge in den Häusern und im Internet auf unserer Homepage allen Mietern bekanntgemacht. Sie bieten nicht nur Unterhaltung wie Lesungen und Vorträge, sondern bieten unseren Mitgliedern und Mietern die Möglichkeit, selbst kreativ tätig zu werden z. B. in Mal- und Handarbeitszirkeln, die sie selbst organisieren. KSZ Der demographische Wandel hat auch bei uns in Köpenick zur Folge, dass immer mehr Ältere und Pflegebedürftige hier noch wohnen und gern in der gewohnten Umgebung bleiben möchten. Wie unterstützt die WBG „Wendenschloß“ eG diese Wünsche? Fortsetzung auf Seite 4


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Kaleidoskop

Präsident - Pate Die Ehrenpatenschaft für das siebente Kind der Familie Dames in Baumschulenweg hat Bundespräsident Gauck übernommen. Die Urkunde für den kleinen Fabienne Maurice überbrachte Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel. Der Bundespräsident bringt damit die besondere Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Gleichzeitig betont er damit, welche Bedeutung Kinder für unser Gemeinwesen haben. git

Achtung Hundehalter! Vermehrt tritt gegenwärtig die Staupe bei Füchsen auf. Hundehaltern wird deshalb dringend geraten, ihre Hunde – falls noch nicht geschehen – vorbeugend impfen zu lassen. Für den Menschen ist die Staupe – eine gefürchtete Infektionskrankheit – jedoch ungefährlich. git

Ratgeber erschienen Der neue Ratgeber Soziales und Gesundheit ist pünktlich zum Jahresbeginn erschienen. Er enthält alle wichtigen Informationen über die Abteilung Arbeit, Soziales und Gesundheit unseres Bezirkes, darüber hinaus Leistungen freier Träger, Ärzte und medizinischer Einrichtungen. Interessante Informationen zu Neuigkeiten im Bezirk runden das Bild ab. PD/git

Hoch Liebhild? Vorschläge für die Benennung von Wetterhochs (weiblich) und Tiefs (männlich) konnten beim meteorologischen Dienst der Freien Universität eingereicht werden. Darunter befand sich auch der Name einer 93jährigen Seniorin mit dem Vornamen Liebhild. Ein Schweizer hatte seinen Hund Riley vorgeschlagen. git

Arztruf 116 117 Wer an Feiertagen oder abends einen Arzt benötigt, kann deutschlandweit den Ruf 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung nutzen und einen Arztbesuch anfordern oder sich die Anschrift einer nahegelegenen Facharztpraxis geben lassen. In dringenden Notfällen muss man nach wir vor die 112 wählen. Den Ruf 116 117 gibt es schon länger, nur ist er wenig bekannt. git

Jeder Zweite 100?

Fortsetzung von Seite 3

Rostocker Forscher vermuten nach einer Hochrechnung, dass heute jedes zweite Neugeborene 100 Jahre alt wird. Sie kamen zu diesem Schluss, weil die Zahl der 100jährigen in Deutschland sich schon jetzt unerwartet schnell vermehrt. Die Lebenserwartung von Frauen liegt nach Berechnungen der Forscher von der Rostocker Universität derzeit bei rund 82,5 Jahren. ND/git

Labudda: Das betrifft in erster Linie das soziale Management, das weiter oben beschrieben wurde. Aber auch bauliche Veränderungen werden von unserer Genossenschaft z.T. kostenlos geleistet, wie Haltegriffe im Bad, Entfernen von Schwellen in der Wohnung, zusätzliche Handläufe und Absenken von Bordsteinen an Gehwegen. Nicht kostenlos sind der Umbau des Wannenbades zu einem Bad mit Dusche sowie der Umbau ganzer Parterrewohnungen. Auch die neu gebauten Fahrradhäuschen gehören dazu, weil nicht mehr alle das Fahrrad aus dem Keller herausholen können. Viele Ältere wünschen sich einen Fahrstuhl. Der Anbau eines Fahrstuhls an unsere Häuser ist baulich schwierig und sehr teuer. Die entstehenden Kosten können und wollen nur wenige bezahlen. Eine Lösung dafür ist ein Neubau, in dem alle Zugänge barrierefrei und wo alle Etagen mit einem Fahrstuhl erreichbar sind. Die Miete in einem Neubau ist aber deutlich höher als die bisherige. Unsere Genossenschaft plant ab 2015 einen Neubau.

Vorleser werden gebraucht Wenn Sie Bücher lieben und Kindern daran auch Freude vermitteln wollen – dann sind Sie gesucht an Schulen und Kitas in unserem Bezirk. Näheres über Ihr eventuelles Engagement erfahren Sie im Sternenfischer Freiwilligen Zentrum, Telefon 24 35 85 76 oder info@sternenfischer.org. Über 400 Möglichkeiten warten auf Interessierte. PD/git

Sütterlin-Dolmetscher gesucht! Bei einem Familientreff legte ich neulich mal mein altes Poesiealbum auf den Tisch, voller Spruchweisheiten ist es – nur vieles konnten selbst „Mittelalterliche“ nicht lesen. Viel schlimmer ist der Schriftverlust bei alten Briefen oder gar bei Gedichten, die in einem alten Diarium von Vater, Mutter, Tochter gesammelt sind. Hier geht kulturell Wertvolles verloren. Oma und Opa sind gefragt, Sütterlin zu übersetzen! Eine mühselige Arbeit, aber so wichtig, damit nichts Unersetzliches verlorengeht. Könnten auch Sie dabei helfen? git

Da stimmte etwas nicht In unserer Ausgabe Nr. 1 von Februar, März 21013 sind leider die Seiten 10 und 11 mit den Gedichten unserer Autoren unkorrigiert gedruckt worden. Außerdem stammt das Gedicht (und Lied) „Mutter Erde“ nicht von Ilse Henicke. Wir bitten diese Fehlleistung zu entschuldigen. Richtig zu stellen ist auch die Anschrift der Datenschutzbeauftragten des Bezirks:. Sie lautet: Am großen Windkanal 4, 12489 Berlin oder PF 910240, 12414 Berlin, Telefon 902974994. Was ein aufmerksamer Leser noch zu bemängeln und zu ergänzen hat, erfahren Sie unter der Rubrik „Leserpost“. Red.

Für das Gespräch bedankt sich Gisela Tews

IMPRESSUM Die „Köpenicker Seniorenzeitung“ erscheint sechsmal im Jahr in der ELRO-Verlagsgesellschaft mbH, Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen, Telefon (O33 75) 21 43 19, www.seniorenmagazine.de Sie wird kostenlos vertrieben. Derzeitige Auflage 4.000. Ehrenamtliche Redaktion: Hans Joachim Koppe (hjk), verantwortlich für deren Beiträge, Heidi Detzer, Siegfried Engelke, Dr. Kurt Kutzschbauch, Helga Leplow, Dr. Bettina Linzer, Maria Loß, Dr. Birgit Mory, Gesine Reinwarth, Ursula Schirmer, Detlev Streichhahn, Gisela Tews (git) Anzeigen: Manuela Palm (033 75) 21 43 19 Wolf Glaeser (033767) 806 16 oder (01 62) 961 41 95 E-Mail: satz2@elro-verlag.de Beiträge, Anregungen, Kritiken und andere Einsendungen sind zu richten an: H. J. Koppe, Chemnitzer Straße 14, 15732 Schulzendorf (per Post, möglichst PC-Ausdruck, mindestens in 12 pt und/oder Datenträger). Telefon (033762) 938 26. E-Mail hjkoppe@arcor.de. Veranstaltungen: Hinweise auf Veranstaltungen sind zu richten an Gesine Reinwarth, Alfred-Randt-Str. 14, 12559 Berlin. Telefon (030) 71538049. E-Mail g.reinwarth@freenet.de. Zusammenarbeit: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abteilung Soziales und Gesundheit, Sozialamt, Fachbereich II, Frau Ellen Leidler, Postfach 910 240, 12414 Berlin, oder Dienstgebäude Hans-Schmidt-Straße 18, 12489 Berlin, Telefon (030) 902 97 60 84. Die Redaktion der „Köpenicker Seniorenzeitung“ ist eine Sonder-Sozialkommission des Sozialamtes Treptow-Köpenick. Hinweise der Redaktion: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ehrenamtlichen Redaktion wieder. Eine sinnwahrende redaktionelle Bearbeitung und Kürzung behalten wir uns vor. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos kann keine Garantie übernommen werden. Titelbild: 125 Jahre Stern und Kreis Schiffahrt GmbH Redaktionsschluß für die Ausgabe 3-2013 (erscheint Anfang Juni) ist der 6. Mai 2013.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Unser Motto: Endlich wieder Sonne! Herzliche Einladung zur Lesung von Mitgliedern der ehrenamtlichen Redaktion der „Köpenicker Seniorenzeitung“

in den Kiezklub im Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, am Donnerstag, dem 11. April, um 15 Uhr, im Raum 104. Im Anschluß an die etwa dreiviertelstündige Lesung besteht die Möglichkeit, mit den Mitgliedern der Redaktion Gespräche zu führen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Die ehrenamtliche Redaktion Das Sozialamt informiert:

Das Amt für Soziales stellt seine Leistungsangebote vor: Der Fachbereich II In der letzten Ausgabe hatte sich der Fachbereich 1 mit den Leistungsangeboten des Amtes für Soziales vorgestellt, heute folgt der Fachbereich II, zu dem die Sozialen Dienste, die Gruppe Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements und KIEZKLUBs und die Betreuungsbehörde gehören. Der Sozialdienst für Erwerbsfähige berät bei sozialen Problemen im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit. In sozialpädagogischen Beratungsgesprächen können die problematischen Lebens-und Wohnverhältnisse erörtert und gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen gesucht werden. Der Sozialdienst für nicht erwerbsfähige Personen und Senioren ist in erster Linie Anlaufstelle für Fragen im Alter und bei Pflegebedürftigkeit. Die Sozialarbeiterinnen koordinieren bei Bedarf die wohnortnahen Betreuungs- und Unterstützungsangebote, inklusive häusliche Pflege, überwiegend durch Hausbesuche. Informationen zu Seniorenheimen, Kurzzeit- und Tagespflegeeinrichtungen können Sie ebenfalls hier erhalten. Die Koordinationsstelle zur Vermeidung und Behebung von Wohnungsverlust ist der Sozialdienst für Wohnungsnotfälle. Sie berät und unterstützt, wenn die Wohnung gekündigt ist, die Zwangsräumung bevorsteht oder wohnungslose Personen eine Unterkunft benötigen. Im Bereich bürgerschaftliches Engagement und KIEZKLUBs werden bedarfsgerechte Angebote der 10 kommunalen KIEZKLUBs und Informations- und Anerkennungsver-

anstaltungen für ehrenamtlich Engagierte entwickelt und die ehrenamtlichen Dienste organisiert. Die KIEZKLUBs sind für alle Menschen offen, die in über 200 Kursen und Interessengruppen aktiv ihre Freizeit gestalten möchten. Eine Auswahl der Veranstaltungen finden Sie in dieser Ausgabe auf der Veranstaltungsseite oder die monatlichen Programme aller KIEZKLUBs im Internet (http://www. berlin.de/ba-treptow-koepenick/). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsbehörde beraten zu den Themen Betreuungsrecht, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung und nehmen Beglaubigungen der Vorsorgevollmachten vor. Für erwachsene Personen, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen können, kann die Betreuungsbehörde mit Beschluss des Amtsgerichts Betreuungen führen. Für persönliche Beratungsgespräche vereinbaren Sie bitte einen Termin .Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen Sie in den Dienstgebäuden Hans-Schmidt- Str. 16 und 18 unter folgenden Telefon-Nummern: Soziale Dienste - Frau Freialdenhofen - 90297 6036 Bürgerschaftl. Engagement/ KIEZKLUBs - Frau Krause - 90297 6135 Betreuungsbehörde - Frau Hirschberg - 902976309 Petra Hübel

Auf ein Wort

Verordneter Antifaschismus? Verordnete Freundschaft? Seit 1945 wird der 8. Mai als Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus weltweit begangen. Im Januar vor siebzig Jahren besiegte die Rote Armee in Stalingrad, heute Wolgograd, die 6. Armee der deutschen Wehrmacht. Dafür mussten über eine halbe Million sowjetische Soldaten und fast 300.000 deutsche Soldaten ihr Leben opfern. Die Stalingrader Schlacht war die entscheidende Schlacht, die die grundlegende Wende im 2. Weltkrieg brachte. Vor dreißig Jahren war ich mit meinem Mann in der Stadt an der Wolga. Obwohl wir beide nach Kriegsende geboren wurden, war es für uns selbstverständlich, zum Mittelpunkt des Memorialkomplexes auf den MamajewHügel, zum 83 Meter hohen Denkmal „Mutter Heimat“, eine Kolossalstatue mit 33 Meter langem Schwert, hinaufzusteigen und Blumen niederzulegen. Dazu bedurfte es keinen verordneten Antifaschismus. Unsere antifaschistische Gesinnung beruht auf unserem Wissen über den mörderischen Krieg und unserer generellen Antikriegshaltung. Obwohl das Wolgograder Schlachtenpanorama schon geschlossen hatte, ermöglichten uns die Aufsichtskräfte des Museums, das nachgestellte Kriegsbild auf 120 Metern Leinwand zu betrachten. Der gewaltige Gedenkkomplex ist von Jewgeni Wutschetisch entworfen worden. Von ihm stammt auch das beeindruckende sowjetische Ehrenmal im Treptower Park unseres Stadtbezirkes. Als ich als Neuberlinerin den russischen Soldaten, der ein Hakenkreuz zertrampelt, während er ein deutsches Kind in den Armen hält, sah, erinnerte ich mich an glückliche, spannende Kindernachmittage. Ich bin in Magdeburg, einer Garnisonsstadt der Roten Armee zur DDR-Zeit, aufgewachsen. An den Elbdammwiesen lagerten oft die sowjetischen Soldaten, bevor sie wieder in ihre Kaserne einrückten. Wir Kinder des Wohnviertels gingen gern zu ihnen, weil sie Sportspiele veranstalteten, uns ihre Uniformmützen aufsetzten und russische Worte beibrachten. Eine kindliche und neugierige Freundschaft unsererseits. Verordnet? Zu keiner Zeit. Sie hatte sich von selber, von Mensch zu Mensch ergeben. Eine ganz persönliche Freundschaft als Erwachsene haben wir zu einem Russen auf der Reise nach Wolgograd geschlossen. Boris lernten wir zufällig in der tatarischen Stadt an der Wolga, in Kasan kennen und sind noch heute im regen Gedankenaustausch. Heidi Detzer


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Rechtzeitig vorbereiten

Welche Vorteile bietet Patientenvorsorge? Liebe Leserinnen und Leser, wir sind alle in die Jahre gekommen und da wird es Zeit, den Realitäten ins Auge zu schauen. Dazu gehört zu regeln, was bei unserem Ableben – und das kann auch mal ganz plötzlich und unerwartet geschehen - geregelt sein sollte, um nicht unsere Kinder und Enkel und auch nicht die behandelnden Ärzte die Entscheidungen schwerer zu machen als sie ohnehin sind. Geklärt werden sollte: wer kümmert sich im Ernstfall - haben Sie schon mal nachgedacht - um meine Pflege, um meine Wohnung, um mein Geld usw., falls ich es selbst nicht mehr tun kann? Ich fand bei einem Arztbesuch vereint in einer Broschüre die notwendigen Formblätter für die Patientenvorsorge mit gut verständlichen Erklärungen, Vordrucken und Erläuterungen, von denen ich hier nur kurz einige beschreiben will. Welche Vorteile bietet die Patientenvorsorge? Sie hilft den Angehörigen und auch den Ärzten. Sie hat 2 Vorteile. Für Sie selbst: Ein selbstbestimmtes Leben auch in den Zeiten, in denen Sie nicht mehr eigenverantwortlich entscheiden und handeln können. Für die Vertrauensperson: Eine klare Leitlinie und damit Sicherheit, dass diese Personen Ihre Vorstellungen und Erwartungen erfüllen können. Was ist eine Vorsorgevollmacht? Mit ihr bevollmächtigen Sie in schriftlicher Form eine oder mehrere Personen Ihres absoluten Vertrauens, die für Sie alle notwendigen Entscheidungen treffen und Angelegenheiten in Ihrem Sinne regeln sollen. Eine solche Vollmacht ist ab 18. Lebensjahr sinnvoll, denn bis dahin besteht das Sorgerecht der Eltern.

Die Kripo warnt:

Gewinn-Masche per Telefon Vielerorts gab es telefonische Mitteilungen über angebliche Gewinne, die oftmals ältere Menschen erhalten. Mit der Masche: Sie haben ein teures Auto oder einen größeren Gewinn in Höhe mehrerer zehntausend Euro gemacht. Der Trick: Die Anrufer geben sich als zuständige Stellen für die Gewinnauszahlung aus, oftmals als Anwälte, Notare oder Geldtransportunternehmen.

Die Person, die Sie bevollmächtigen, muss geschäftsfähig und volljährig sein und der Bevollmächtigte muss mit dieser Aufgabe einverstanden sein. Welche Bereiche - Aufgabenbereiche – umfasst die Vorsorgevollmacht? 1)Gesundheitssorge und Pflegebedürftigkeit; 2) Vermögenssorge 3) Wohnungs- und Mietangelegenheiten 4) Aufenthalt und Unterbringung ) 5) Post und Fernmeldeverkehr (6 Behörden- und Ämtervertretung 7) Beauftragung von Rechtsanwälten und Vertretung vor Gerichten. Eine Vorsorgevollmacht gilt solange Sie geschäftsunfähig sind und in der Regel über den Tod hinaus. Sie kann aber auch jederzeit widerrufen oder geändert werden. Die Vorsorgevollmacht muss schriftlich abgefasst, gut lesbar und mit Datum unterschrieben sein. Eine notarielle Beglaubigung oder Beurkundung ist nicht nötig, kann aber sinnvoll sein. Sie ist nur als Original gültig und muss im Bedarfsfall dem Bevollmächtigten zur Vefügung stehen. Was ist eine Betreuungsverfügung? Darin wird schriftlich festgelegt, wer bzw. wer auf keinen Fall vom Betreuungsgericht als Betreuer eingesetzt werden soll. Das Betreuungsgericht überwacht die gesamte Tätigkeit Ihres Betreuers/Betreuerin und er oder sie muss gegenüber dem Betreuungsgericht jährlich Bericht erstatten. Die Betreuungsverfügung ist auch nur im Original gültig und muss im Bedarfsfall dem Betreuungsgericht zur Verfügung stehen. Sie ist daher an einem gut zugänglichen Ort aufzubewahren. Weil sich manche Senioren durch die Vorsorgevollmacht „entmündigt“ fühlen, Vorsicht ist geboten! Denn mit diesen Anrufen wird die Überführung des vermeintlichen Autos oder die Auszahlung des Geldgewinnes an Zahlungsforderungen für Zoll- und Transportkosten bzw. Gewinnsteuern u.a. geknüpft. Wenn man bezahlt, ist das Geld verloren. Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von einem Vorschussbetrug. Da die Täter in den allermeisten Fällen aus dem Ausland operieren, sind sie äußerst schwierig zu ermitteln, denn sie verfügen über gute Insiderkenntnisse und schotten sich stark ab. Die Kripo rät deshalb: - Annahme von Gewinnen nur dann, wenn bewusst an einem Gewinnspiel eines seriösen Unternehmens teilgenommen wurde. - Nicht auf die gestellten Forderungen reagieren

ziehen sie die Betreuungsverfügung vor. Patientenverfügung: Darin wird schriftlich festgelegt, ob und wie Sie in sehr schweren bzw. aussichtslosen Krankheitssituationen medizinisch behandelt und gepflegt werden möchten Sie muss von allen Beteiligten beachtet werden. Sie muss so formuliert sein, dass Ihr letzter Wille unzweifelhaft festgestellt werden kann. Verbindlich ist aber nur, was rechtlich erlaubt ist, d. h. der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe darf nicht erfüllt werden. Die Patientenverfügung kann verbindlich nur Wünsche zu Sterbebegleitung, Schwerstkrankenpflege und passiver oder indirekter Sterbehilfe enthalten. Bei der Abfassung der Patientenverfügung sollte man sich z.B. vom behandelnden Arzt ausführlich beraten lassen. Natürlich kann auch eine Patientenverfügung widerrufen und geändert werden. Eine notarielle Beurkundung ist grundsätzlich nicht nötig. Sie sollte so aufbewahrt werden, dass sie im Bedarfsfall rasch zur Verfügung steht. Die Aufnahme in ein Pflegeheim darf nicht zur Bedingung gemacht werden, dass Sie eine Patientenverfügung haben. Ratsam ist es, dass Sie sich vom Arzt bescheinigen lassen, dass Sie zur Zeit der Abfassung der Patientenverfügung im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte waren. In der o.a. Broschüre sind Vordrucke mit Erläuterungen enthalten, so dass Sie diese nur aufzufüllen brauchen. Herausgeber ist das beta Institut, Kobelweg 95, 86156 Augsburg, Tel. 0821 45054 0; Mail: info@beta-insitut.de, Fax: 0821 45054 9100: Näheres können Sie auch erfahren unter: www.betainstitut.de Sie können die Broschüre für eine Schutzgebühr von 5,90€ vom beta-Institut beziehen. Dr.Kurt Kutzschbauch PS. Eine Broschüre legt die Redaktion in der Begegnungsstätte in der Wendenschloßstr.404 zur Ansicht aus. und Telefonate dieser Art sofort beenden. - Keinesfalls sollten Vorauszahlungen oder ähnliches geleistet werden. Eine Lotteriegesellschaft verlangt für die Auszahlung eines Gewinnes niemals Vorausgebühren. - Grundsätzlich sollten keine persönlichen Angaben, wie Geburtstag oder gar Kontodaten und PIN-Nummern, herausgegeben werden. - Die Seriösität eines Notar-Anrufers kann beispielsweise bei der DeutschenNotarauskunft überprüft werden. Am besten ist es jedoch, wenn sofort eine Polizeidienststelle darüber informiert wird. Siegfried Engelke


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Mode - Eck - Reich Die beste Ecke in der Alt-Stadt Köpenick für schöne Bekleidung

Modenschau in der Altstadt Köpenick Willkommen am 16. Juni 2013 im Mode – Eck – Reich zur Präsentation der aktuellen Sommermode. Auch in diesem Jahr können sie zum Köpenicker Sommer, die neue Mode des Sommers live erleben. Phantasievolle Drucke und florale Designs, raffinierte Schnitte und alles in bunten, kräftigen Farben und frechen Kombinationen machen Sommertage zu einem echten Vergnügen. Ob zeitlose Eleganz, modischer Chic oder sportiv, im Mode – Eck finden Sie das, was sie schon lange gesucht haben. Für einen Stadtbummel, Urlaub, ihre Schiffsreise mit Kapitänsdinner oder den geplanten Kuraufenthalt, hier finden sie immer die passende Garderobe für jeden Anlass in den Größen 36 bis 52 von führenden Markenfirmen zu erschwinglichen Preisen. Außerdem ändert das hauseigene Maßatelier ihre gesamte Garderobe nach ihren Wünschen, z. Bsp. Hosen kürzen ab 5,50 €, Reißverschlüsse einnähen in Jeans 6,95 €, in Jacken ab 10,50 €.

chau s n e d o Große M Juni 2013 am 1n S6ie.mit uns abf1rö3hUlihcrher Feier Musik und in . r bei gute Athmosphäre

Bereits ab 13 Uhr begrüßt das Mode – Eck – Reich ihre Gäste mit einem kleinen Kulturprogramm, Musik und einigen Köstlichkeiten. Die Modenschau für Damen jeden Alters beginnt um 14 Uhr.

Wo? Mode – Eck – Reich Grünstraße 22 / Ecke Böttcherstraße 12555 Altstadt Köpenick


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Hier können wir unseren Lebensabend in Ruhe und Sicherheit genießen.

030 6892 6892 www.stadtundland.de

Wir gestalten individuelle Lebensqualität Pflegewohnheim „Alt-Treptow“ Martin-Hoffmann-Straße 10 | 12435 Berlin

Pflegewohnheim „Am Plänterwald“ Neue Krugallee 142 | 12437 Berlin

Pflegewohnheim „Altglienicke“ Venusstraße 28 | 12524 Berlin www.unionhilfswerk.de/pflege

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Pflegedienst Köpenick Erfahren und zuverlässig in der ambulanten Pflege

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Kaulsdorfer Straße 209 12555 Berlin


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

STERNE des Bezirks In dieser Rubrik stellen sich Ehrenamtliche mit ihren Tätigkeiten, ihren Motivationen, ihren Freuden, Wünschen und Sorgen vor. Wenn auch Sie sich für ein Ehrenamt im Bezirk interessieren, STERNENFISCHER, das Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, berät Sie gern: Müggelheimer Straße 13, 12 555 Berlin, Telefon (030) 24 35 85 76, www.sternenfischer.org

Brigitte Kanacher-Ataya (45) „Seit über 20 Jahren bin ich beruflich als Stauden- und Kräutergärtnerin tätig und wurde durch einen Zeitungsartikel im März 2005 auf das Projekt Interkultureller Garten aufmerksam. Die Idee hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe zu Beginn einfach mitgemacht, wurde dann Vorstandsvorsitzende und Initiatorin des Interreligiösen Kräutergartens, der sich auf dem Grundstück des Interkulturellen Gartens Berlin-Köpenick e.V. befindet. Hauptsächlich findet mein Engagement auf dem vom Bezirksamt gepachteten Grundstück des Gemeinschaftsgartens Cardinalplatz 1c, am Wuhle-Wanderweg statt. Als Muslima, die ein Kopftuch trägt, fühlte ich mich auf viele Weisen fremd in Köpenick. Im Wuhlegarten fand ich eine neue Heimat und Gelegenheit, gemeinsam mit vielen anderen Neuköpenickerinnen und -köpenickern Wurzeln zu schlagen. Hier bietet sich mir außerdem die Möglichkeit, meine Religion und Lebensweise anders zu zeigen, als es in den Medien gern getan wird. Während meines Engagements habe ich viele Personen und Projekte kennen gelernt, mit denen ich persönlich wachsen

Brigitte Kanacher-Ataya aus Berlin-Köpenick Vorsitzende des Vereins Wuhlegarten Interkultureller Garten Berlin-Köpenick e.V.

konnte. Gemeinsam kann ich dort mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen gärtnern, kommunizieren, feiern, Rezepte tauschen, beten, Gemeinschaftsaktionen planen und leiten sowie neue Leute und Kulturen (auch pflanzliche) kennenlernen. Das alles dient dazu, dass wir in diesem schönen Land nicht nebeneinander, sondern miteinander besser, gerechter und friedlicher leben können.

Günter Reichow (65) „Auf einer Ehrenamtsmesse im Rathaus Schöneberg habe ich mir verschiedene Möglichkeiten angesehen und fand die Mitarbeit bei der Kulturloge für mich am passendsten, da ich relativ frei in meiner zeitlichen Einteilung bin und auch von zu Hause aus tätig sein kann. Ich bin nun seit Oktober 2011 ehrenamtlicher Mitarbeiter. Ich bin insbesondere für die Gewinnung von Gästen in zwei Laib- und Seele-Ausgabestellen und für die telefonische Vermittlung von kostenlosen Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen verantwortlich. Dabei handelt es sich um die Einladung von Menschen mit geringem Einkommen, die bereits in sozialen und öffentlichen Einrichtungen als solche gemeldet sind. Sie werden durch mich und andere ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen auf die Veranstaltungen aufmerksam gemacht. Unser Bemühen ist es, möglichst vielen Menschen kostenlosen Zugang zu verschiedensten kulturellen Veranstaltungen anzubieten. Um dies zu ermöglichen, sprechen wir Kulturveranstalter an und bitten sie, uns

Günter Reichow (65) aus Berlin-Schöneberg Ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Kulturloge Berlin - Schlüssel zur Kultur e. V.

freie Plätze in ihren Veranstaltungshäusern zur Verfügung zu stellen. So konnten wir bisher über 160 Veranstalter für unsere Idee gewinnen, die uns mehr als 18 000 Karten allein für 2012 für unsere ca. 5500 Gäste angeboten haben. Der Nutzen liegt sowohl bei den Gästen, die kostenlos Theater, Konzerte, Ausstellungen

Der Interkulturelle Garten bietet die Möglichkeit des gemeinsamen Arbeitens, Austauschens, gemeinsamen Genießens und des täglichen Treffens mit Menschen verschiedener kultureller Herkunft. Neben der erfüllenden Arbeit im Garten und den Erzeugnissen, die durch unsere Arbeit entstehen, ist es besonders schön, dass allen Beteiligten immer wieder neue Horizonte im Umgang mit der Akzeptanz und dem vorurteilsfreien Selbstverständnis der Gemeinschaft eröffnet werden. In jedem Menschen steckt etwas Liebenswürdiges. Es ist daher besonders wichtig, sich ohne Vorurteile kennen zu lernen und so mögliche Barrieren gemeinsam zu überwinden. Diese Möglichkeit bietet sich bei gemeinschaftlichen Treffen, in einer entspannten Atmosphäre, während wir uns und der Natur etwas Gutes tun. Wir freuen uns über zahlreiche Besucher und ehrenamtliche Helfer, die sich beteiligen möchten und im Rahmen neuer Projekte unsere Gemeinschaftsflächen und -aktivitäten mitgestalten.“ Kontakt Wuhlegarten - Interkultureller Garten Berlin-Köpenick e.V.: Brigitte KanacherAtaya, Tel. 030-6514886 bzw. info@wuhlegarten.de, www.wuhlegarten.de Autorin: Cordelia Krech oder auch Sportveranstaltungen besuchen können, als auch bei den Veranstaltern, die vollere Ränge haben und dadurch kostenlose Werbung für ihre Veranstaltungen machen können. Somit leisten wir alle unseren Beitrag für mehr Kultur auf allen sozialen Ebenen. Es bedeutet mir sehr viel, mit einem netten Team von engagierten Mitstreiter/-innen die Idee der Kulturloge weiter zu entwickeln. Außerdem bleibe ich so immer auf dem Laufenden, da mich das kulturelle Angebot in unserer Stadt interessiert. Meine Motivation gewinne ich durch die Freude, die ich anderen Menschen durch mein Engagement bereite. Um noch mehr bewegen zu können, suchen wir noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen, die Spaß an einer solchen Tätigkeit haben und uns helfen möchten, anderen Menschen die Freude an Kultur dadurch näher zu bringen.“ Kontakt Kulturloge Berlin - Schlüssel zur Kultur e. V.: Angela Meyenburg, Tel. 030 44728827 bzw. info@kulturloge-berlin.de, www.kulturloge-berlin.de Autorin: Cordelia Krech

www.sternenfischer.org • Telefon (030) 24 35 85 76


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Der versunkene Bräutigam 5. brandenburgische Landesgartenschau Wer diese originelle Figur sehen möchte, sollte sich irgendwann zwischen dem 13. April und 6. Oktober auf den Weg in die Uckermark nach Prenzlau zur 5. brandenburgischen Landesgartenschau (LaGa) machen. Das ist für Berliner relativ einfach. Mit dem Regionalexpress ist dieses Ziel in kurzer Zeit und preisgünstig mit einem Brandenburgticket zu erreichen. Inhaber eines Seniorentickets fahren ohne zusätzliche Fahrkosten. Prenzlau erwartet seine Gäste am frisch renovierten Bahnhof. Jetzt müssen nicht mehr die Rollstühle über die Gleise gehoben werden, denn es wurden Aufzüge in den neuen Tunnel eingebaut. Prenzlau nutzte die Chance, zur Vorbereitung der LaGa wichtige Bauvorhaben in der Stadt umzusetzen und sich zu schmücken. Von 2009 bis Anfang 2013 flossen 31,3 Millionen Euro in Bauvorhaben, davon etwa 8 Millionen in das Gartenschaugelände. Das umfasst etwa 13 Hektar, konzentriert sich auf See- und Stadtpark bis zur Stadtmauer. In ihrer unmittelbaren Nähe, oberhalb des Weinbergs kann man die skurrile Figur des „versunkenen Bräutigams" sehen. Grundlage ist der Stamm eines kranken Walnussbaumes, dem nach Entfernung der Äste Schuhe verpasst wurden. Das passt so schön zum Thema, die fröhlich-

ste Gartenschau aller Zeiten zu werden. Die Besucher können sich zum Beispiel am Band der „Grünen Wonne" an den Wehranlagen, den Themengärten, den von der Jahreszeit abhängigen Bepflanzungen, den Pflanzen in der Blumenhalle, die später Teil des städtischen Gymnasiums wird, und am Rosengarten mit der wohlbehüteten Forster Rose erfreuen. Die Einbeziehung von Teilen des Unteruckersees mit Sonnendeck und einer riesigen Fontäne schafft weitere Höhepunkte. Am Eingang neben der Blumenhalle werden auf dem Regionalmarkt Erzeugnisse der Region angeboten. Die Landesgartenschau hält viele Überraschungen für seine Besucher parat. Im Stadtpark ist auch eine besinnliche Seite mit den Schauflächen der Friedhofsgärtner sichtbar, dem sowjetischen Ehrenmal und dem jüdischen Friedhof mit wieder gefundenen Resten von Grabsteinen, die von den Nationalsozialisten zum Straßenbau in der Umgebung missbraucht wurden. Auch der Stadtpark ist barrierefrei umgestaltet. Rollstühle werden ausgeliehen. Weitere Informationen können im Internet unter www.laga-prenzlau2013.de abgerufen werden. Die normalen Eintrittskarten kosten 11,00 €.

IGeL – Intransparentes Gemisch entbehrlicher Leistungen? IGel sind eine vor allem in Arztpraxen auftretende Erscheinung, hinter der sich Individuelle GesundheitsLeistungen verbergen, im normalen Sprachgebrauch als „Selbstzahlerleistungen“ bezeichnet. Dazu gehören Leistungen, die gesetzlich nicht zu den Aufgaben der Gesetzlichen Krankenkassen gehören, zum Beispiel Atteste und Reiseimpfungen, sportmedizinische Untersuchungen oder kosmetische Behandlungen. Das Sozialgesetzbuch V (§12 Abs. 1) regelt, dass Ärzte „Leistungen, die nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind,“ „Leistungserbringer nicht erbringen und Krankenkassen nicht bewilligen“ dürfen. Der Gemeinsame Bundesausschuss, bestehend aus der gleichen Anzahl von Ärzte- und Krankenkassenvertretern, kann die Erbringung und Verordnung einschränken oder ausschließen, wenn „der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit oder die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen sind“ (SGB V, § 92 Abs.1. In diesem Gremium haben Patientenvertreter lediglich beratende Funktion..

Die Gruppe der Ärzte hat das größte Interesse an IGeL. Ärzte können ihrer Praxis dadurch ein besonderes Profil geben, Wünsche der Patienten nach mehr Vorsorge, alternativen Methoden und umfangreichen Behandlungen erfüllen und damit für zusätzliche Einnahmen sorgen. Ihr Angebot geht an die Versicherten. Diese bekommen jedoch oft Materialien, die nicht angemessen über Nutzen und Schaden informieren, sondern werben. Eine Negativliste gibt es nicht. Es hat sich eine eigene Branche entwickelt, die Ärzte beim Anbieten unterstützt, von ConsultingAgenturen über Wartezimmer-TV bis hin zu Marketingkursen. Weiterhin bieten sich ein Internetauftritt der Praxis und auch die Praxis selbst an. Aufklärung über Vor- und Nachteile kommen gewöhnlich zu kurz. Hersteller von medizinischen Geräten, Labortests und speziellen Präparaten arbeiten meist eng mit Ärzten zusammen. Sie wollen ihre Produkte verkaufen. Produktinformationen werden überall verbreitet.

Vergünstigungen gibt es z.B. für Menschen mit einer Behinderung ab 50 %, dann kostet die Eintrittskarte 9,00 €. Begleiter von Schwerbehinderten mit Vermerk „B“ erhalten freien Eintritt. Wenn Sie mit einer Gruppe ab 20 Personen kommen, erhalten Sie an der Kasse Gruppenkarten für 10,00 € pro Person. Das Gelände der Landesgartenschau Prenzlau ist zu ca. 90 % barrierefrei. Zudem werden an den Infopunkten Rollstühle und Rollatoren zum kostenfreien Verleih angeboten. Eine Reservierung ist empfehlenswert. Dr.Bettina Linzer Für viele Ärzte spielen Igel nur eine untergeordnete Rolle. Sie bieten wenige IGeL an, bewerben sie aber nicht aktiv. Manche bieten auch grundsätzlich solche Leistungen nicht an. Immer sollten sich Versicherte vom Arzt ausreichend informieren lassen, bevor sie einer IGeL zustimmen, die Notwendigkeit sowie die Vor- und Nachteile hinterfragen und sich begründen lassen, weshalb er eine entsprechende Kassenleistung nicht für ausreichend hält. Normalerweise besteht keine Notwendigkeit, IGel sofort in Anspruch zu nehmen. Der Versicherte sollte es sich gründlich überlegen und auch zusätzliche Informationen einholen. Wichtig ist ein schriftlicher Vertrag. Der dient dem Schutz aller Beteiligten, denn ohne Vertrag ist der Versicherte nicht verpflichtet, zu bezahlen. Weiterhin gibt es keinen Grund, weitere Verpflichtungen zu unterschreiben. Zusätzliche Informationen kann man u. a. über das Internet unter www.IGeL-monitor. de erhalten. Im November 2012 erreichte diese Informationsquelle in einer durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz geförderten Studie unter 45 Informationsquellen zum Thema IGeL Platz eins. Bettina Linzer


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Mein Köpenick

Erwachen

Du mein liebes, schönes Städtchen schmiegst dich an die große Stadt, hast soviel Wasser, Wald und Wiesen, dass es reicht fürn Nimmersatt.

Dürre, kahle Zweige recken sich in grauen Himmel. Als ob sie die Sonne suchten, strecken sie ihre Arme weit hinauf. Kalte Winde streichen übers Land. Die Natur scheint sich fröstelnd zu verstecken unter den schützenden Schnee. Menschen, Tiere, Pflanzen – sie alle sehnen sich nach Wärme und Licht. Wie lange noch bis zum Erwachen aus des Winters Starre? Ab und zu brechen Sonnenstrahlen durch die Wolkenwände – als wollten sie uns trösten und sagen: Habt Geduld, die warmen Lüfte, des Frühlings Düfte, sie sind schon unterwegs. Seht die dicken Knospen an den Ästen! Es dauert nicht lange und sie öffnen sich dem Frühling – ersehnt, strahlend, warm und licht.

Weiße Dampfer ziehn gemächlich, Touristen haben guten Blick. Am Ufer winken Laubenpieper: Willkommen hier in Köpenick! Schon Fontane zogs hierher, bestaunte deines Rathaus' Pracht, und kühlte sich am Müggelsee, wenn sommertags die Sonne lacht. Und vorm Rathaus stehen viele, bringen dem Hauptmann einen Gruß, denn er ward mit seinem 'Streiche' auch weltberühmt, der Pfiffikus! Du mein liebes, schönes Städtchen schmiegst dich an die große Stadt. Jeder kann sich glücklich fühlen der hier sein Zuhause hat! Liane Tittel

Das Notizbuch Fleckig, etwas abgenutzt, mit Eselsohren, weil viel benutzt. Viele Namen aus alten Tagen, sind säuberlich hier eingetragen.

Werden und vergehen Wir sehen am Ostseestrand zwei Bäume stehen, der eine tot, der andere vital. Und wir verstehen: Wie Spuren im Sand die Zeiten, sie verwehen. Nichts bleibt, wie es ist, bestehen. Unendliche Wiederkehr nur: Werden und Vergehen. Wolfgang Prietsch

Maria Loß

Später „Später“ solltest du nicht zu oft sagen, sondern lieber etwas wagen. Schnell verrinnt des Lebens Zeit. Zaudern bringt niemanden weit. Du trittst auf Ort und Stelle. Ferne rauscht des Daseins Welle. Du sähst nicht – noch erntest du. Frohen Treiben schaust du zu. Die Uhr – sie läuft im Sauseschritt. Du bleibst zurück. Du ziehst nicht mit. Aus „später“ wird sehr oft „zu spät“. Das siehst du ein, wenn nichts mehr geht. Alt bist du dann, und schwach bist du, wünscht dir nur noch deine Ruh. Hätt` ich doch, hör ich dich klagen, Mut gehabt in jüngeren Tagen.

Viele sind schon durchgestrichen, weil die Träger längst verblichen. Nur wenige sind noch aktuell, doch dieses ändert sich oft schnell.

Zur 5. Kunstmeile in Berlin- Baumschulenweg im September/Oktober 2012 stellte die B a u m s c h u l e nw e ge r M a l e r i n O RT RU D HOFFMANN in der Baumschulenweger Kirche eine Auswahl ihrer Bilderkollektion aus, darunter auch das obige Gouache-Bild. Beim Betrachten des Bildes entstand das vorstehende Gedicht. Frau Hoffmann stellt seit 12. März 2013 in der Galerie „Alte Schule " in Berlin- Adlershof aus.

Jedoch das Buch werf' ich nicht weg, es erfüllt 'nen neuen Zweck. Hurtig trage ich nun ein, den Doktor für die Innereien.

Musik

Eingetragen wird gewiss, der Zahnarzt für das Drittgebiss. Für die Knie-und Rückenschäden, trag ich ein den Orthopäden.

Musik lässt meine Seele schweben in unbekannte Höhen. Musik lässt mir das Herz erbeben. Ich lausch den reinen Tönen.

Der Augenarzt folgt gleich sodann, den braucht man auch, so dann und wann. Den Apotheker für die Pille, und den Optiker für eine Brille.

Musik lässt mich das Licht erblicken, das mir sonst ist verschlossen. Musik, die wird mich stets entzücken, mit ihr, da kann ich träumen.

Den Notarzt, wenn's mal eilig ist, den Pfarrer wenn mir danach ist. Im Büchlein steh' n nun neue Namen, die brauch ich sicher, aus und Amen.

Musik lässt meine Sinne rauschen, in ihr kann ich versinken. Musik, dir möchte ich ewig lauschen, mit dir der Welt entrücken.

Ein freundlicher Mann aus Berlinchen züchtete recht fleißige Bienchen. Doch dann, ach o Schreck, flogen schnell alle weg. Nun kauft süßen Honig sein Trienchen.

Dieter Kermas

Christiane Langer

U. Schirmer

Früher schrieb ich auf die Namen von Freunden und von netten Damen, von Eltern und von Anverwandten, von manchen andren, die mich kannten.

Maria Loß

Limerick


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Buchweizen – eine alte Kulturpflanze und heute wieder aktuell Im Herbst 2012 war ich mit einer Wandergruppe in der Niederlausitz. Mit dem Regionalzug fuhren wir über Lübbenau nach dem berühmten Ort Calau. Dort erwartete uns zwar kein „alter Calauer“, aber in guter Stimmung machten wir uns auf den Weg zum Goldborn, einer der bedeutendsten Quellen dieser Gegend. Über den Kuhringsberg und durch die Hölle, eine wunderschöne Landschaft (Calauer Schweiz), die schon einmal zum Braunkohleabbau vorgesehen war, landeten wir in Weissach und dann war es nicht mehr weit zu einer alten Mühle in Zwietow. Es ist die letzte Buchweizenmühle weit und breit. Hier erfuhren wir von dem Müller viel Interessantes über den Buchweizen, seinen Anbau und über die Bearbeitung der Buchweizenfrüchte in diesem alten Betrieb zu Buchweizengrütze und Buchweizenmehl. Obwohl Buchweizen in Deutschland schon seit dem Mittelalter angebaut wurde, ist seine Heimat jedoch Zentralbzw. Ostasien. Wahrscheinlich wurde er durch die mongolischen Reiterheere des Dschingis Khan (Heiden) im 13. Jahrhundert nach Europa gebracht. So erklärt sich der Name Heidekorn für diese Pflanze. Buchweizen ist in botanischem Sinn kein Getreide, er gehört in die Familie der Knöterichgewächse und ist mehr dem Sauerampfer oder Rhabarber als dem Weizen verwandt. Sein lateinischer Name lautet Fagopyrum esculentum. Er ist abgeleitet von fagus = Buche, pyrós = Weizen und esculentus = essbar. Das bedeutet, dass die Früchtchen denen der Buche ähneln und nahrhaft wie Weizen sind. Buchweizen ist eine einjährige Pflanze mit wenig verzweigtem Stängel und dreieckig spießförmigen Blättern, die bis acht Zentimeter lang werden können. Die Blütenstände in den Blattachseln bestehen aus zwittrigen weißen bis rosafarbenen Einzelblüten. Aus diesen entwickeln sich dreikantige Nüsschen, die nur 4-6 mm lang sind. Buchweizen wird heute wieder in der Niederlausitz als Zwischenfrucht angebaut. Er ist mit lockeren sandigen Böden zufrieden, lässt durch seinen schnellen Wuchs kaum Unkraut hoch kommen und braucht von der Saat bis zur Ernte nur 10 -12 Wochen. Außer-

Warum essen wir eigentlich kein Gras? Jeden Tag sollten wir etwas Grünes auf dem Speisezettel haben. So ist der Trend, Selbstgepflücktes zu essen, immer mehr im Kommen. Von den 4100 Wildpflanzen Deutschlands sind mehr als ein Viertel essbar. In vielen neuen Kochbüchern findet man Anregungen für leckere Speisen, aber kein Vorschlag, aus Gras Suppe oder Salat wie z.B. aus der Vogelmiere oder dem Hirtentäschelkraut zu bereiten. Gras müsste man unendlich kauen, denn der Hauptbestandteil der Fasern ist Zellulose, die wir im Gegensatz zu den Kühen oder Kaninchen sehr schlecht verdauen. Unser Magen ist dafür nicht geschaffen. Wer es aber doch einmal mit einem Gras, wie dem Perl- oder dem Pfeifengras, probieren möchte, muß es passieren, sehr lange kochen oder einen Saft durch Auspressen gewinnen. Auf die gesunde Wirkung von letzterem schwören sogar etliche Leistungssportler. Birgit Mory

dem bieten die stark duftenden Blüten eine sehr gute Bienenweide, die einen würzigen Honig liefert. Buchweizenmehl enthält im Gegensatz zum übrigen Getreide kein Gluten (Klebereiweiß). So ist es ein wichtiges Nahrungsmittel für die Menschen, die an bestimmten Stoffwechselkrankheiten leiden und kein Gluten vertragen, Außerdem enthalten die Blätter eine beachtliche Menge Rutin, was in der Volksheilkunde zur Vorbeugung gegen Arterienverkalkung genutzt wird. Zum Abschluss ein Ausflug in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm. Seit 200 Jahren kann man im Märchen „Der Hase und der Igel“ lesen: „Es war an einem Sonntagmorgen zur Herbstzeit, just als der Buchweizen blühte; Die Sonne war hell am Himmel aufgegangen, ...“ Das war damals in der Buxtehuder Heide. Bettina Linzer Nachtrag: Natürlich mussten wir auch Buchweizenplinsen nicht nur probieren, wir konnten uns auch daran satt essen, was wir gern taten. Hier ist das Rezept: 250 g Buchweizenmehl, 20 g Hefe, 1/2 l Milch, 40 g Zucker, Salz, 1/2 geriebene Zitronenschale, 2 Eigelb, 30 g Butter. Die fertigen Plinsen schmeckten uns mit Butter und Honig ausgezeichnet. Dazu floss heißer Kaffee reichlich. Bettina Linzer

Schon gewusst? „Digital schlägt gedruckt", so präsentierten Hirnforscher der Universitäten Mainz, Marburg und Göttingen neueste Messungen der Augenbewegungen und Hirnströme während des Lesens. Die Messungen wurden dabei an einem gedruckten Buch, E-Book und Tablet-Computer vorgenommen. Wie erwartet, haben sowohl die älteren ( 60 bis 77 Jahre ) als auch die jüngeren ( 21 bis 34 Jahre ) Gruppen befragter Probanden dem gedruckten Buch ihren Vorrang gegeben. Aber die Forscher fanden heraus, dass das Gedächtnis der über 60jährigen Leser stärker aktiviert wurde, wenn sie Texte auf dem TabletComputer gelesen haben. Bei Büchern und EBooks traf das jedoch nicht zu. Daraus folgerten die Forscher: Für das Gehirn älterer Menschen ist das Lesen auf Tablets leichter, da hier wahrscheinlich ein besserer Buchstabenkontrast vorliegt. So gesehen - Digital schlägt Augen. Aber, noch dominiert die Lesegewohnheit mit dem gedruckten Buch. Siegfried Engelke

Limerick Ein Adliger Herr aus Motzen Wollt mit seinem Auto protzen. O, plötzlich da kracht ´s. Wer hätt` es gedacht. Nun kann er den Schrott beglotzen. U. Schirmer


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Gerontopsychiatrisches Wohnen Dementiell erkrankte Bewohner benĂśtigen eine besondere Betreuung und Hilfestellung:

Unsere Leistungen – GroĂ&#x;zĂźgige, helle, mit Notrufanlage und TV- sowie Telefonanschluss ausgestattete Einzel-und Doppelzimmer – Verpflegung durch hauseigene KĂźche / 4 Mahlzeiten täglich – Reinigung der Wäsche durch hauseigene Wäscherei – Friseur und FuĂ&#x;pflege vor Ort – Tägliche Zimmerreinigung – Täglich wechselndes Therapie- und Beschäftigungsangebot, Feste und AusflĂźge

– Wir pflegen in kleinen, ßberschaubaren Wohngruppen. – Die individuelle Gestaltung der Räumlichkeiten hilft bei der Orientierung. – Der Alltag in den Wohngruppen wird von unserem geschulten Fachpersonal kompetent und lebendig gestaltet. – Den Bewohnern werden die fßr sie wichtigen Freiräume gelassen. – Begleitende Beratung der AngehÜrigen – Tageszuschlag von ca. 17,99 #

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Weil der Mensch mehr ist ‌ Altenpflege der Berliner Stadtmission Umsorgt wohnen – Gemeinschaft erleben Stationäre Pflege und Betreuung in Nähe des Mßggelsees

• Seniorenheim MĂźggelschlĂśĂ&#x;chenweg MĂźggelschlĂśĂ&#x;chenweg 46 12559 Berlin Telefon (030) 65 48 45 0 www.berliner-stadtmission.de

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Solange Leben da ist, gibt es auch Glück. Leo Tolstoi Das Seniorenzentrum Köpenick

Im Seniorenzentrum Köpenick in der Werlseestraße 37 - 39a kann man gut betreut und wohl behütet alt werden. wGleich drei Seniorinnen feierten dort im Februar ihren 100. Geburtstag oder darüber hinaus. Nun haben sie die Chance, den Altersrekord als älteste Berlinerin, die 110 Jahre alt wurde, einzustellen. Einrichtungsleitung, Pflegepersonal, Frau Feierabend, Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit, Freunde und Verwandte brachten ihnen ein Geburtstagsständchen und überreichten eine Botschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit.

Rekordverdächtig Ab dem 21. Februar 2013 fehlen Frau Mathilde Biletzki nur noch 4 Jahre bis sie den aktuellen Altersrekord als älteste Berlinerin von 110 Jahren eingestellt hat. Die älteste von 10 Geschwistern verschlug es nach dem Krieg nach Berlin. Hier fand sie ihre große Liebe und bekam ihren geliebten Sohn Helmut. Mit der Astronomie hat sie ein Hobby gefunden, welches sie bis heute mit Spaß und Freude erfüllt.

Ein Jahrhundertgeburtstag Einhundertundeinjahr Am 19.02.2013 feierte Frau Edith Groh ihren 101. Geburtstag. Die Tierliebhaberin führte ihre eigene Modeboutique in Rahnsdorf und spielte immer gerne Tennis, wenn sie in ihrem Haus im Müggelhort verweilte. Bis zum heutigen Tage kleidet sie sich stets adrett und modebewusst. Von ihren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern wird die selbstdisziplinierte Berlinerin hoch verehrt.

Einen Geburtstag der ganz besonderen Art konnte Frau Lisbeth Weißflor am 25.Februar 2013 feiern. Die stets freundliche Dame, die jedem ein Lächeln schenkt, ist gebürtige Leipzigerin und ist eine von drei Schwestern und ein herzlicher Familienmensch. Sie lernte den Beruf einer Schneiderin, arbeitete jedoch nach dem Krieg in der Friedrichshagener Poliklinik. Sie fuhr früher leidenschaftlich gerne Schlittschuh und ist bis heute eine ausgesprochene Vielleserin geblieben.


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Wenn ich schon umziehe, dann will ich nach

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wo für mich rundum alles stimmt.

Ein Anruf genügt! Unter dem Motto „Komm, lieber Mai“

veranstaltet die Chorgemeinschaft „pro musica Treptow“ e.V. am Samstag, dem 04.05. 2013 um 15.00 Uhr im Rathaus Treptow, ihr Frühjahrskonzert.

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Wir versorgen Sie rundum. Dabei ist uns die ganzheitliche Betreuung mit persönlicher Zuwendung besonders wichtig. Beliebtestes Krankenhaus mit höchster Patientenzufriedenheit im Berliner Südosten (Ergebnis der „Weissen Liste“ Dezember 2012 zur bundesweiten Versichertenbefragung der AOK und BARMER GEK Versicherten).

MEDIZINISCHES LEISTUNGSSPEKTRUM ///// Allgemein- und Viszeralchirurgie - Minimal Invasive Chirurgie ///// Endoprothethik ///// Geriatrie ///// Innere Medizin ///// Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik ///// Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie ///// Darmkrebszentrum (TÜV-zertifiziert nach ISO 9001) Krankenhaus Hedwigshöhe Höhensteig 1, 12526 Berlin Tel.: (030) 67 41 - 0 E-Mail: hedwigshoehe@alexius.de Die Notaufnahme im Krankenhaus Hedwigshöhe ist täglich 24 Stunden besetzt. Mehr Informationen finden Sie im Internet: www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de

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Vorgestellt: Mitten im Dahmeland, am wunderschönen Schmöldesee gelegen, hat der Kreisanglerverband Dahme-Spreewald e.V. eine Feriensiedlung. 2/2*- und 4/2*-Personenbungalows laden ein, hier seine Ferien, ein Wochenende oder auch längere Zeit zu verbringen. Die Bungalows verfügen über Wohnzimmer, Schlafzimmer, Diele (4/2-Personenbungalow keine Diele, dafür 2 Schlafräume), Küche und Dusche mit WC. Jeder Bungalow hat eine eigene überdachte Terrasse. Die Bungalows sind einfach, aber stilvoll eingerichtet. Komplette Küchenausstattung sowie TV und Radio gehören dazu.

Gäste nutzen diese für Ausflüge in die nähere Umgebung oder Angeltouren. Leihfahrräder in begrenzter Stückzahl sind ebenfalls vorhanden. Ein eigener kleiner Badestrand, abgegrenzt von der Fahr wasser str aße, lädt bei schönem Wetter zum Sturz in die Fluten. Im Herbst kann man von der Siedlung aus Pilztouren im angrenzenden Wald starten, die meistens sehr erfolgreich sind. * Es sind jeweils 2 Aufbettungen (Doppelbettsofa Wohnzimmer) kostenlos möglich.

Im weitläufigen Gelände gibt es eine große Spielwiese mit Tischtennisanlage, Basketballkorb, Beachvolleyballplatz, Buddelkasten, Schaukel und einen Pavillon. Im hinteren Teil der Siedlung ist ein Grillplatz, wo die Geräte und Sitzmöglichkeiten vorhanden sind (vor den Bungalows ist Grillen nur mit Elektro-Grill erlaubt, den es auszuleihen gibt). Am Grillplatz steht das „Anglerstübchen“, ein komplett mit Gläsern und Geschirr eingerichtetes Gemeinschaftshaus, das gern für Familienfeier gemietet wird. Darin finden bis zu 25 Personen Platz. Separate WC befinden sich direkt dahinter. Nördlich wird das gesamte Gelände vom Schmöldesee begrenzt. Auf mehreren Stegen kann hier der Petri-Jünger seinem Hobby frönen. Der Schmöldesee ist ein Brandenburger DAV-Gewässer. Tages- und Wochenkarten gibt es vor Ort zu kaufen. Friedfischangeln ist auch ohne Fischereischein möglich, Bedingungen bitte in der Siedlung erfragen! Am Bootssteg liegen mehrere Ruderboote, teilweise mit Außenborder -führerscheinfrei zu fahren- bereit. Viele

2 P. Bungalow am Tag ab 20 Euro* Wochenpreis ab 99 Euro * 4 P. Bungalow am Tag ab 25 Euro* Wochenpreis ab 135 Euro* * Saisonpreise beachten! + Nebenkosten Strom u. Wasser Kreisanglerverband Dahme-Spreewald e.V. Lübbener Chaussee 3, 15754 Heidesee / OT Neubrück Tel. 033766 / 63 730 Di u. Do 15-18, Mi, Fr u. Sa 9-12 Uhr kav-lds@gmx.de Feriensiedlung Schmöldesee Weg zur Schmölde 3, 15754 Heidesee / OT Neubrück Tel. 0173 / 5721647


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Der Bücherfreund empfiehlt

Gute Kunde vom Rätsel

Adelheid Wedel:

Armut in Deutschland Geleitwort von Friedrich Schorlemmer Ein Buch, das die Realitäten in Deutschland kennzeichnet: „Armut hier und heute – Ein Deutschlandreport“, herausgegeben von Adelheid Wedel mit einem Geleitwort von Friedrich Schorlemmer und Beiträgen z. B. von Prof. Götz Werner und Axel SchmidtGödelitz. (ISBN 978-3-86189-851-1; Militzke Verlag Leipzig 2012, 19,99 €, 208 S. Jede Zeile dieses Buches ist lesens- und überdenkenswert. Von den Aussagen können hier nur einige wenige angeführt werden, um einen Eindruck vom Inhalt zu vermitteln. Schorlemmer, S.6:“Heute gehen in Deutschland die einen daran kaputt, dass sie zu viel arbeiten müssen, die anderen daran, dass sie keine Arbeit mehr finden. Die einen haben Reichtumssorgen, die anderen Armutssorgen. Diese Zweiteilung der Gesellschaft kann längerfristig wieder Klasssenkämpferisches wachrufen. Wie soll es also weitergehen? Aus Empörung kann Destruktion werden – oder aber politischer Mut zum Widerstand und Umgestalten. Wedel, S. 9: „Welcher Besitz ist heute noch sicher? Die Frage, die sich daran anschließt: Brauchen wir Besitz? Wie viel davon ist erstrebenswert? Wo beginnt der Egoismus, mit dem wir anderen etwas wegnehmen? Wie könnte Chancengleichheit im Weltmaßstab erreicht werden? Diese Aufgabe erscheint riesig, ihre Erfüllung illusorisch. Und doch, wenn wir nie damit anfangen, wenn wir nicht wenigstens beginnen, uns das Problem bewusst zu machen, ja, vielleicht sogar mit unseren eigenen, manchmal auch kleinen Möglichkeiten, dagegen anzukämpfen, ist diese Welt verloren.“ Prof. Werner, S. 142: „Doch in einer Gesellschaft, in der niemand mehr in der Lage ist, auch nur die einfachsten Güter des täglichen Lebens selbst herzustellen, in der vielmehr jeder alles kaufen muss, braucht jeder Mensch ein Einkommen. Die Sicherung der physischen Grundbedürfnisse und einer angemessenen gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe aller Bürger wird in einer Wirtschaft vollständiger Fremdversorgung von einer individuellen zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.“ Schmidt-Gödelitz, S. 146 folg. „Eine wichtige Frage ist: Inwieweit können alle Menschen als Demokraten an den Geschicken des Landes teilnehmen? In einer Demokratie brauchen

wir den selbstbewussten, gebildeten, informierten, toleranten und engagierten Bürger, den Citoyen. Zu einem informierten Menschen gehört, dass er sich die Mittel kaufen kann, mit deren Hilfe er sich informieren kann, angefangen beim Internet –diese Anschaffung kostet natürlich etwas, manchmal nicht wenig, dazu gehört, dass man täglich Zeitung liest, dass man die neuesten Bücher kennt, dass man auch mal ins Kino, ins Theater gehen kann und so im gesellschaftlichen Diskurs bleibt. Dann folgt die Frage: Bin ich überhaupt daran interessiert, informiert zu sein bzw. zu werden. Oder bin ich so resigniert, dass ich mir sage: Die da oben machen sowieso, was sie wollen. Ich kann nicht eingreifen und ich muss selber sehen, dass ich irgendwie über die Runden komme. Mir ist völlig egal, was in dieser Gesellschaft passiert.“ Das Buch zeichnet sich auch durch eine Fülle von Fakten zum Thema Armut und einem Anhang sowie Verse und Gedichte aus. Goethes „Schatzgräber“ kannte ich, aber hier stellt die Herausgeberin eine aufschlussreiche Verbindung her, der ich mir bisher nicht bewusst war. Adelheid Wedel schließt mit der Forderung. „Ich sage auch: Empören wir uns!“. Ja, empören wir uns doch endlich, rufe ich Euch zu! Im Krankenhaus hat ein Patient oftmals mehr Zeit als einem lieb ist. Und so kann ich auch noch ein zweites Buch empfehlen: „Geschichte der DDR“ von Jörg Roesler, PapyRossa Verlag Köln, 2012, ISBN 978-3-89438-499-9: 130 Seiten, 9.90 €. Aus meiner Sicht vermittelt diese Broschüre Basis-Wissen und sie hilft Vergessenes auffrischen kann. Aus eigenem Erleben hilft es mir z.B. das NÖS (1963- 1965) nachzuvollziehen. Der Autor schließt mit einem Kapitel „Was bleibt erinnerungswert? Nutzbare Erfahrungen aus vier Jahrzehnten DDR-Sozialismus. „Für den Erhalt der DDRPlanwirtschaft bzw. des Volkseigentums ist im ersten Halbjahr 1990 niemand auf die Straße gegangen“. Da stimme ich mit dem Verfasser nur bedingt überein, denn das Volkseigentum erhalten, das wollte ich. Übereinstimmung besteht auch darin, dass die Mehrzahl der DDR-Bürger die Beibehaltung der sozialen Errungenschaften in dieser oder jener Form für selbstverständlich hielt. Dr. Kurt Kutzschbauch

Das ist schon eine spannende Lektüre, die Kleine deutsche Rätselkunde von Manfred Stück, dem großen Rätselkenner und – erfinder, der unseren Lesern aus Rezensionen seiner Bücher in unserem Seniorenmagazin gut bekannt sein dürfte. Die Geschichte des Rätsels von der Anekdote bis zum Sudoka, von über 100 Rätselarten liest sich gut und mit Wissensgewinn auf dem weiten Feld des gar nicht so Rätselhaften. Oder wußten Sie schon, was zu Beispiel Sudoku, Tredoku oder Mäander bedeuten? Lesen Sie den neuesten Stock und Sie werden es wissen. Die „Kleine deutsche Rätselkunde“ ist im Wagner-Verlag 2013 erschienen. ISBN 978-386279-721-9., 200 Seiten, Preis 7.80 Euro. hjk

Die Cholesterinlüge Wenn Sie Probleme mit Ihrem Cholesterinspiegel haben interessiert Sie vielleicht der Buchtitel "Die Cholesterinlüge" von Prof. Walter Hartenbach, der eine mutige etwas andere entgegengesetzte Meinung vertritt, denn das Märchen vom bösen Cholesterin dient nur der Pharmaindustrie und wird leider von vielen Ärzten kritiklos übernommen. ISBN 978-37766-2277-5. Brigitte Kuhn

Die Fehlerhexe? In der Seniorenzeitung 1/2013 auf Seite 10, ein mit Limerick bezeichneter Vers, ist kein Limerick. Im Limerick spielt stets ein Ort eine Rolle. Auf Seite 19, im Artikel über Charlotte von Friedland müsste es vollständig heißen: König Friedrich Wilhelm der II. gestattete ihr, den Namen von Friedland anzunehmen. Friedrich Wilhelm der II. war der Neffe vom kinderlosen „Alten Fritz“ und regierte von 1786 bis 1797. U. Schirmer


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Neues Format und alter Kopfputz im Märkischen Museum Die Berliner Museen können bei aller Anerkennung für ihren hohen kulturellen Stellenwert keinesfalls so aus dem Vollen schöpfen, wie sie es zum Zweck der Präsentation ihrer Schätze in den von Objekten überquellenden Depots gern täten. So müssen sie sich nach neuen Wegen umsehen, auf denen sie ohne hohe finanzielle Aufwendungen ihre Dauerausstellungen mit dort nur zeitweilig anzutreffenden highlights aufwerten – thematischen Ausstellungen, die durch thematisch gebundene Artefakte in den gewohnten Betrachtungsablauf eingestreut werden und damit eine separate Darbietung in der allgemein gewohnten Sonderausstellung überflüssig machen. Das setzt natürlich voraus, dass der Besucher auf kommunikative Signale reagiert, die ihm mitteilen, dass inmitten der gewohnten Schau ein mediales Sonderangebot vorhanden ist – der Ausstellungsdesigner hat sich da der Herausforderung zu stellen, an ausgewählten Orten innerhalb des Museumsrundgangs visuelle Aufforderungen zur besonderen Aufmerksamkeit zu platzieren. Auf dem Weg in diese neue Spezies thematisch ausgerichteter, aber räumlich verteilter Darbietung musealer Sachzeugen geht jetzt das Märkische Museum voran. Es hat unter dem Begriff „BlickWechsel“ eine Konzeption (es nennt sie „Format“) entwickelt, die darauf baut, dass bei entsprechend wirksamem visuellen Anreiz der Besucher auf einen thematischen Spot gelenkt werden kann, an dem er sich in jedem neuen Raum im Museumsrundgang wieder neu orientieren möchte – und so zur visuellen Abarbeitung eines bestimmten inhaltlichen Aspekts gelangt. Das Konzept „BlickWechsel“

darf für die Museumsdidaktik schlichtweg als „umwälzend“ bezeichnet werden: eröffnet es doch Räume für unzählige Themen, die mit dem ureigenen Material des Museums – dem Sachzeugen – in die ständige Museumsschau eingebracht werden können... Als erstes Thema für das neue Format hat sich das Märkische Museum „Kopfputz“ ausgesucht – ein interessantes kulturhistorisches Feld, das wenigstens die Älteren daran erinnert, dass bis vor einem halben Jahrhundert das basecap hierorts weitestgehend unbekannt war, und dennoch es als selbstverständlich galt, das Haus nicht ohne Kopfbedeckung zu verlassen. Wo sind die herrlichen weichen Filzhüte aus Guben und Forst geblieben, die sowohl Berliner Frauen- als auch Männerköpfe krönten? Man war so mit ihnen verwachsen, dass Damen sie nicht einmal im Kino – oder gar im Theater! – abnehmen mussten und Vortragende, zu deren Repertoire Dias oder Kurzfilme gehörten, vorsichtshalber ein Schild bei sich führten (ein originaler Beleg wird präsentiert!), dessen Text darum bat, die Damen möchten bitte die Hüte abnehmen. Doch waren diese Hüte bereits späte Nachfahren früherer kaum kurzfristiger Mode unterworfener Kopfbedeckungen, die bei den Männern

Standesunterschiede oder politische Einstellung und bei den Frauen die Angst vor der Sonne signalisierten: zumindest bei „Damen von Stand“ galt ja Blässe als Zeichen von Vornehmheit und gehörte zum Schönheitsideal! Daher die enorm breitkrempigen Damenhüte, die uns auf den Gemälden des 19. und frühen 20. Jhs. begegnen, wie sie in der ständigen Ausstellung zuhauf vertreten sind. Sehr richtig wirft „Kopfputz“ das Thema Kopftuch auf und weist nach, dass es in Berlin eine eigenständige Tradition hat: die Annahme, dass es in jedem Fall eine sichtbare Identifizierung mit dem Islam beinhaltet, ist allzu kurzschlüssig – als modisches Accessoire spielt es offenbar eine größere Rolle denn als Ausweis eines religiösen Bekenntnisses. Unter erheblich vielen Kopftüchern der Gegenwart versteckt sich eine Stoffhaube, die dem Tuch den nötigen Halt gibt. Das erinnert dann doch sehr an die Gestelle unter den gewaltigen Hauben der „Spreewälder Ammen“, die ein rundes Jahrhundert lang die Parks und Plätze der „besseren“ Viertel Berlins beherrschten – wie dem Besucher des „MM“ nachdrücklich vor Augen geführt wird. Dr. Kurt Wernicke

„Kopfputz. BlickWechsel im Märkischen Museum“ bis 20.5.2013 Am Köllnischen Park 5 1079 Berlin Di – So 10 – 18 Uhr, Eintritt 5,-/3,- €. Bis 18 Jahre eintrittsfrei Jeden 1. Mittwoch im Monat eintrittsfrei Bus 147, 265 • S Jannowitzbrücke • U Märkisches Museum ( U 2) und Jannowitzbrücke( U 8)

Berliner Tor?

Berlin um 1900 – Märkisches Museum

Mancher fragt sich, warum das berühmte Tor in Berlin Brandenburger Tor heißt, sollte es etwa Berliner Tor genannt werden? Unsere Stadt war ehemals von mehreren Toren umschlossen, so dem Cottbusser Tor, dem Schlesischen Tor oder dem Frankfurter Tor. Letzteres wird noch angedeutet von den beiden Hochhäusern, entworfen vom Architekten Henselmann. Die Tore bezeichneten die Richtung, in die sie führten. Das Brandenburger Tor, wie wir es heute kennen (es gab noch einen Vorgänger), wurde 1788 – 1791 nach Entwürfen von Langhans im Auftrag von König Friedrich Wilhelm II. errichtet. Es verband das Stadtschloss über die Straße Unter den Linden mit dem Charlottenburger Schloss. Deshalb sollte es besonders repräsentativ sein. git


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Kleine Modeplauderei

Rot oder Schwarz oder Lila? Schwarz ist eine beliebte Modefarbe – auch bei vielen Jugendlichen. Bei diesen steigert sich das manchmal zum sogenannten „Gothic Style“, zu dessen Abrundung nicht nur schwarze Kleidung, sondern auch schwarz gefärbte Haare und „teuflisches“ Schminken gehören. So weit gehen natürlich die „gewöhnlichen“ Modeliebhaber nicht. Aber das „kleine Schwarze“ oder das schwarze Herrenhemd, der schwarze Mantel sind schon seit Jahrzehnten in. Sie wirken elegant. Man kommt immer wieder darauf zurück. Auch der schwarze Pulli, ein schwarzes T-Shirt oder eine schwarze Bluse springen alljährlich wieder aufs Modekarussell auf. Ergänzt mit passenden

Accessoires, z.B. modisch langer Kette, bunten Schals oder Armreifen trägt man es gerne. Außerdem hat die Farbe Schwarz noch eine angenehme Eigenschaft. Sie verhüllt zuverlässig Walkürenfiguren mit ihren Speckfalten. Tante Paula trägt z.B. gerne schwarze WalleWalle-Gewänder. Sie weiß warum. In einem weißen Kleide würde sie wohl wie ein überdimensionaler Schneemann erscheinen. Also die Farbe Schwarz – immer wieder chic und nicht tot zu kriegen bei Jung und Alt. Bemerken möchten wir aber: Früher war 60 Plus zum Tragen düsterer Farben verdammt, zu Sack und Asche, Grau und Schwarz. Das ist schon lange vorbei. Heute darf die ältere Gene-

Rufe aus der Businesswelt

ration alles tragen, natürlich AUCH Schwarz. Aber sehr wohl darf eine 70-jährige heute im roten Hosenanzug und ein 70-jähriger in chicen Jeans mit Holzfällerhemd erscheinen. Auch mit 80 Plus darf man noch blaue Blusen, gestreifte Shirts, gelbe Kleider oder orange Hosen anziehen – falls man noch lebt. Die Jugend toleriert das längst. Sie ist es gewohnt, wenn Oma zum Familientreffen in Lila gewandet erscheint. Übrigens für die Sommersaison werden sogenannte „Eiscremefarben“ favorisiert: zart, leuchtend und mit weitem Spektrum. Maria Loß

Oma Meyer kam vom Einkaufen und sank mit zitternden Knien in ihren Sessel. Seit einiger Zeit machten die Knie ihr Sorgen und waren nicht mehr belastbar. Nun aber streckte sie sich in ihrem warmen Wohnzimmer aus und freute sich auf ein Ruheräuschen. Kaum saß sie, klingelte das Telefon. Sie humpelte zum Apparat. Ein ihr unbekanntes Institut meldete sich. Eine Damenstimme flötete ihr etwas vor über neue wissenschaftliche Errungenschaften. Nachdem 0ma etwas gelauscht hatte, fragte sie sehr direkt: „So, nun erzählen sie mir mal, was Sie mir verkaufen wollen?“ Die entlarvte Werberin stotterte verdattert: „Es handelt sich um unsere erstklassigen Matratzen.“ Oma blieb höflich, sagte nur: „Danke, keinen Bedarf!“ und bewegte sich langsam zu ihrem Sessel zurück. Kaum in diesem versunken, scheuchte sie wieder das Telefon empor. Eine

sonore Herrenstimme ertönte und behauptete, sich „wegen einer Befragung“ zu melden. Oma Meyer erfasste die Situation. Diesmal ging es um den Verkauf von Kräftigungmitteln. Noch blieb sie höflich, sagte: „Danke, Nein!“ und hinkte zu ihrem Sessel, nahm aber diesmal ihr Schnurloses mit. Gerade wollte sie sich endlich dem Leitartikel ihrer Tageszeitung widmen, kam der nächste Anruf. Nun sollte sie überzeugt werden, den Telefonanbieter zu wechseln. Die Firma „Lekker und Preiswert“ pries ihre angeblichen Leistungen in den höchsten Tönen: „Service rund um die Uhr und große Ersparnis.“ Diesmal unterbrach Oma Meyer den Reklamegesang: „Belästigen Sie die Leute nicht mit ihren zweifelhaften Angeboten!“ sprach sie energisch ins Telefon und vertiefte sich in ihren Leitartikel. Nur ab und zu schweiften ihre Gedanken zurück zu den störenden Anrufen.

Warum tut die Politik so wenig gegen solche Belästigungen der Privatsphäre? Warum so wenig und warum erst so spät? fragte sie sich. Es müsste noch mehr geschehen. Und was ertönte plötzlich neben ihr? Das Telefon! Oma Meyer klammerte sich an ihren Leitartikel und versuchte das Gebimmel zu ignorieren. Schließlich nahm sie den Hörer und sagte laut und deutlich: „Ich kaufe nichts.“ Jedoch keine geschulte Werberstimme ertönte, sondern die ihrer Enkelin Yvonne. „Aber Oma! Gehts dir nicht gut? Warum gehst du erst jetzt ran? Ich habe mir schon Sorgen gemacht.“ Oma entspannte sich und erzählte Yvonne, wie sie sich gerade mit der üppig blühenden Werbewelt befassen musste. „Du hast doch hoffentlich nichts gekauft?“ meinte die besorgt. „Aber Kind, wie verkalkt glaubst du, bin ich schon?“ Die beiden schwatzten fröhlich. Und, siehe, Omas Knie taten nicht mehr so weh. Maria Loß

Auf Du und Du

Eltern mit „Sie“ anreden mussten. Eine äußerst ungemütliche Vorstellung dieses steife Sie im engsten Kreise. Das warf gewiss einen Schatten auf die armen Würmchen. Heute sind wir lockerer. Es duzen sich u. U. sogar die Spitzenpolitiker verschiedener Staaten. Der Grund ist nicht unbedingt sympathische Zuneigung. Auf jeden Fall ist es ein diplomatischer Schritt, der das Verhandeln leichter macht. Nützlich ist auch das Duzen im Kollegenkreis, in Workshops und Zirkeln. Es fördert den Zusammenhalt und verbessert die Stimmung. Verbreitet ist das Duzen unter Sportsfreunden. Es fördert die gegenseitige Hilfsbereitschaft und das gemeinsame sportliche Erleben.

Auch das traute Du zwischen Paaren kommt heute schneller zustande. In manchen Ländern ist sogar das allgemeine Duzen üblich. Für uns auf den ersten Blick etwas befremdlich. Aber dann sagt man sich, eigentlich sollten wir das auch so machen. Es ist gut für die Gemeinschaft und reißt Schranken nieder. Wir singen hier nicht ohne Grund ein Loblied auf das beliebte Du. Desto weniger schätzen wir das Gegenteil, nämlich das plumpe Du. Unerwünscht ist es jedem schon mal begegnet. „Du hörst wohl schwer, Opa!“ „Na, Oma, kannste nicht schneller!“ „Mann, geh doch endlich aus dem Weg!“ So nicht, Freunde! Maria Loß

Es gibt tatsächlich Chefs, die duzen ihre gesamte Abteilung und wollen von den Mitarbeitern geduzt werden. Das ist ungewohnt. Aber eigentlich läuft gerade dadurch manches besser. Ist man anderer Meinung, macht es sich günstiger, wenn man anstatt rumzudrucksen: „Herr Doktor Meier, ich weiß nicht so recht, ob das richtig ist...“ sagen kann: „Lieber Emil, meinst du nicht auch, wir sollten das noch einmal überdenken.“ Allgemein ist heutzutage manches unbeschwerter betreffs Anreden. In vergangenen Zeiten gab es Familien, in denen Kinder ihre


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Erfolgreiche Jahresbilanz 2012 der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) Fertigstellung des ersten Teilabschnitts am Speicherstandort Friedrichshagen. Die Staatlichen Museen zu Berlin haben mit insgesamt nahezu 4,5 registrierten Besuchern das hervorragende Vorjahresergebnis von 4,6 Mio. 2012 fast wieder erreicht. Nicht zuletzt ist das auf die erfolgreichen Ausstellungen zurückzuführen, von denen die zu „Pergamon“ mit 1,1 Mio. im Jahr 2012 (insgesamt 1,5 Mio.), „Gerhard Richter „ (380.000), aber auch die Ausstellung „Russen &Deutsche““ (130.000) besonders gut besucht waren. Das vergangene Jahr war auch geprägt von den Diskussionen in den Medien und einer interessierten Öffentlichkeit zum vorgesehenen Umbau der Berliner Museen-Landschaft, mit der die Stiftung sowohl für die Alten Meister als auch für die Kunst des 20. Jahrhunderts eine Perspektive für deren angemessene Präsentation schaffen will. Mit der Fertigstellung der Neubauten (Allgemeiner Lesesaal, Rara-Lesesaal, Tresormagazine, Freihandmagazin) der Staatsbibliothek Unter den Linden im Dezember 2012 ist ein Meilenstein bei der Sanierung und Wiederherstellung des Stammhauses der Bibliothek erreicht worden. Auf dem Erweiterungs-

gelände der Museumsinsel, bisher eine Art Niemandsland jenseits des Kupfergrabens, ist mit der Eröffnung des neuen Archäologischen Zentrums ein Brückenschlag hin zum Grimm-Zentrum der Humboldt Universität gelungen. Mit 24 Mio. Euro Einnahmen aus den attraktiven Angeboten der Stiftungseinrichtungen ist das Rekordergebnis des letzten Jahres gehalten worden. Noch erfreulicher ist, dass sich der Aufwärtstrend bei der Einwerbung vom Drittmitteln weiter fortgesetzt. Sie lag insgesamt bei 21,76 Mio. Euro. Das Spendenaufkommen war mit 524.000 E bei den Geldspenden deutlich niedriger (Rückgang um 63 %) als 2011. Gleichzeitig erhielt die SPK im vergangenen Jahr Sachsenden im Wert von 2,17 Mio. Euro, so dass das Spendenaufkommen insgesamt mit 2,68 Mio. Euro zu beziffern ist. Seit 1999 ist die Stiftung intensiv dabei, die Folgen von NS-Unrecht in ihrem eigenen Verantwortungsbereich aufzuarbeiten. Sie tut dies durch gezielte und strukturierte

Provenienz (Herkunfts-)Forschung in allen Einrichtungen, im Bereich der Museen unter Federführung des Zentralarchivs. 2012 war für die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wieder ein Jahr intensiver Planungsund Bautätigkeit. Vier Bauprojekte konnten zum Abschluss gebracht werden: das im Oktober 2012 eröffnete neue Archäologische Zentrum, die Funktionserweiterung der Museen Dahlem sowie zwei Maßnahmen, bei denen in den nächsten Wochen eine Eröffnung feierlich begangen werden kann: die Neubauten mit dem Allgemeinen Lesesaal für die Staatsbibliothek Unter den Linden und die Erweiterung des Museums Berggruen. Für zwei weitere Bauprojekte sind in diesem Jahr öffentlich wirksame Bautermine geplant: die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel mit der voraussichtlichen im Herbst stattfindenden Grundsteinlegung und der Speicherstandort der SPK in Friedrichshagen mit dem ersten Teilabschnitt, für den im Oktober 2013 die Fertigstellung ansteht (hoffentlich wird dieser Termin eingehalten). Dr. Kurt Kutzschbauch

Das Hanfmuseum

So verschwand der Hanf immer mehr. Produkte, die ihn eigentlich benötigten, wurden mit anderen Materialien hergestellt, so daß der Hanfanbau zum Erliegen kam. Durch klimatische Bedingungen gibt es unterschiedliche Variationen der Pflanze Hanf (Cannabis sedativa). Sie wächst auf allen Böden und ist resistent gegen alle Schädlinge. Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen. Seit 2011 ist sie in Deutschland als Medikament zugelassen, weil sie entzündungshemmend, schmerzlindernd und entspannend wirkt (z.B. bei Epileptikern). Die Pflanze ist so problematisch, weil sie berauschende Wirkstoffe enthält und deshalb ist der Anbau per Gesetz verboten. Aber der Nutzhanf ist gestattet, da er die berauschenden Wirkstoffe in so geringen Dosen enthält, dass niemand beim Verzehr von Produkten aus Nutzhanf eine Wirkung verspürt. So gibt es Hanftee, Hanfnüsse, die mehr Eiweiß haben als Soja, mit 8 essentiellen Aminosäuren. Daraus gewinnt man Hanföl als Speiseöl, das ein ideales Verhältnis der Fettsäuren hat und das Immunsystem stärkt, auf den Bluthochdruck wirkt und den Cholesterinspiegel senkt. Das Herz wird auch gestärkt. Für Rheumatiker ist Hanföl hilfreich. Allerdings muß Hanföl (es ist grünlich, wegen des hohen Chlorophyllgehaltes - wunderbar für unseren Körper) im Kühlschrank stehen

und darf nicht zum Braten genutzt werden. Äußerlich würde es Neurodermitiskranken Linderung bringen. Vitamin B und E enthält es reichlich. Reformhäuser bieten Produkte mit Hanf an oder bestellen sie auf Wunsch. Schon vor Jahren habe ich Hanfkekse in Glashütte mit dem größten Vergnügen verzehrt. So sollten wir wahrnehmen, dass Hanf nicht mehr nur eine Droge ist, es ist auch ein Lebensmittel. Man stellt heute außerdem Sackleinen, Leinwand, Kleidung daraus her. Es wird beim Hausbau als Dämmstoff, als Fußboden für Trittschallschutz und zur Raumfeuchtigkeitsregulierung genutzt. Man stellt Farben, Firnisse, Kitte, Druckfarben, Schmierseife, Arbeitskleidung, Socken, Oberbekleidung daraus her, Seile, Garne, Netze, Brems- und Kupplungsbeläge, Druckpapier, Pappe und Schreibpapier. Übrigens wurde die erste Bibel auf Hanfpapier gedruckt, und van Gogh malte mit Hanffarben. Die universelle Pflanze ist ein Bodenverbesserer, ein Lebensmittel, eine Arzneipflanze und unter Umständen je nach Anbau eine Droge. Schon 1994 wurde eine Ausstellung konzipiert, um die vielen Unwahrheiten über Hanf und seine ökologische Wichtigkeit als schnell nachwachsender Rohstoff bekannt zu machen. Damit eröffnete in Berlin dieses besondere Museum. Brigitte Kuhn

Mir war nicht bekannt, dass es in Berlin ein Hanfmuseum gibt, das einzige in Deutschland und nur 4 auf der ganzen Welt. Da ich gern dazulerne, habe ich es am Mühlendamm 5, nahe Alex, besucht. Ich fand viele Räume liebevoll und informativ gestaltet zum Thema Hanf. Auch nicht so klar war mir, wie kompliziert das Thema Hanf ist und dass es Politiker genauso beschäftigt wie Mediziner. Schon in frühesten Zeiten banden Menschen mit Hanfschnüren Waren zusammen. Ohne Hanf wären die ersten Seereisen nicht möglich gewesen, man brauchte ihn für Segel und Taue. Die Reedereien Europas bestellten tonnenweise Hanf. Die Industrialisierung verdrängte den Hanf aus vielen Bereichen. In der Schifffahrt setzte man nicht mehr auf Windkraft sondern auf Dampf- und Dieselmotoren. Um 1850 wurden noch tausende von Tonnen Hanffasern gebraucht. 50 Jahre später spielte die Pflanze keine Rolle mehr auf dem Weltmarkt. Die Textilindustrie war auf die viel feinere Baumwollfaser eingestellt, die starke reißfeste Hanffaser wurde in diesem Bereich gar nicht beachtet. Für die Papierindustrie war Hanf interessant als Zelluloselieferant, doch die Großgrundbesitzer mit Waldbesitz haben sich mit Holz durchgesetzt.


Berlins größte Fahrgastreederei hat 125-jähriges Jubiläum Rechtzeitig zu Ostern heißt es bei der Stern und Kreisschiffahrt „Leinen los“. Viele Schiffe wurden über die Wintermonate frisch gestrichen, gewartet und lichten jetzt die Anker. Neben den klassischen Touren gibt es in dieser Saison wieder spannende neue Highlights für Sie. Höhepunkt in diesem Jahr ist das 125jährige Jubiläum der Stern und Kreisschiffahrt. Berlins größte Fahrgastreederei lädt nicht nur zu einer grandiosen Geburtstagsfeier ein, außerdem warten in diesem Jahr wieder interessante Aktionen auf Sie, um einen schönen Tag an Bord zu erleben. Auch 2013 ist für jeden die passende Schifffahrt auf der Havel, Spree oder durch die Innenstadt dabei. Doch nicht nur auf den Linientouren können Sie Berlins Vielfalt erleben, ebenso haben Sie wie bereits in den vergangenen Jahren die Gelegenheit bei den Kombitouren wunderschöne ein – bis zweitägige Tagestouren mit Bus und Schiff zu machen. Möchten Sie das abendliche Berlin erleben, so kommen Sie bei der abendlichen Brückenfahrt oder den Stern-Stunden auf Ihre Kosten. Mit kulinarischen Köstlichkeiten und musikalischer Unterhaltung feiern Sie beispielsweise beim Tanz in den Mai, der Depeche Mode Party oder der Rock & Oldie Party an Bord der Stern und Kreis. Zum ersten Mal in diesem Jahr laden an zwei Terminen der Berliner Cigarrenclub Unter den Linden e.V. und die Stern und Kreisschiffahrt zu einer ganz besonderen Reise für alle Zigarrenliebhaber ein. Während der Fahrt durch die Innenstadt steht Ihnen eine Auswahl bester Zigarren zur Verfügung. Ebenfalls sorgen eine erstklassige Live-Band, ein köstliches Buffet sowie eine Auswahl an Getränke für einen besonderen Abend. Vom 08. – 11.08.2013 ist es soweit, die Stern und Kreisschiffahrt feiert ihr großes Jubiläum am Treptower Hafen. An allen 3 Tagen verwandelt sich die Promenade am Hafen in eine sommerliche Festmeile mit jeder Menge Überraschungen, lebhaftem Markttreiben, musikalischer Unterhaltung und einem bunten Programm. Der erste Festtag wird mit stimmungsvoller Musik von Björn van Andel eröffnet. Am Samstag sorgt „Unique“ die Queen-Coverband für Unterhaltung und danach wird der Abend mit einem spektakulären Jubiläumsfeierwerk abgerundet. Der letzte Tag des großen Fests lädt nochmals Groß und Klein zu einem Familientag mit Radio Teddy ein. Gerade die Kleinen kommen beim Kinderschminken, Malen und Basteln auf ihre Kosten.

Am 20. und 21.09.2013 treffen sich zum 46. Mal die Fahrgastschiffe zum Saisonhöhepunkt Wannsee in Flammen® zur großen Korsofahrt mit atemberaubendem Höhenfeuerwerk auf dem Wannsee. Sie haben die Wahl zwischen den Abfahrtsstellen Tegel/Greenwichpromenade, Spandau/Lindenufer, Schloßbrücke/Charlottenburg, Friedrichstraße/ Weidendamm oder Wannsee/Bahnhof. Alle Tickets für diesen Abend beinhalten die Schifffahrt, DJ, Feuerwerk und ein Buffet mit kalten/warmen Speisen. Für treue Fans und Liebhaber der Erholung an Bord gibt es auch in dieser Saison die Stern und Kreis Card zu kaufen, mit der Sie und Ihre Begleitperson auf allen Linienfahrten einen Preisvorteil von 50% erhalten. Alle genannten Touren und weitere Informationen finden Sie unter

www.sternundkreis.de oder im neuen Fahrplan 2013. Tickets erhalten Sie im Verkaufsbüro Treptow (Montag – Freitag 09.00 – 18.00 Uhr, Samstag 09.00 – 14.00 Uhr), an vielen Anlegestellen der Stern und Kreis oder online auf der Homepage.


Der Frühling

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2 4 Müggelturm Müggelturm

Straße Straße zum zum Müggelturm; Müggelturm; tägl. 10°°-18°°Uhr; Eintritt1€; Karten am Kiosk mit Imbiss; Parkplatz 200m vor dem Turm.

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Inh.: Sabine Lausch

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www.faehrhaus-rahnsdorf.de

Dorfstr. 14 . 12589 Berlin-Rahnsdorf Tel. 030 - 650 17 281 . Mobil 0175 - 105 44 84 Öffz.: Mo, Di ab 15 Uhr . Mi-So ab 11 Uhr

Gute Küche – bei uns kocht der Chef noch selbst.


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einen los!

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- deutsche und regionale Küche -

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Berlin – Erlebnisse mal anders Von Inselort und Nebelsee

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Leinen los

Von einem eigenen Hafen können andere Orte nur träumen. Vom großen Steg am Zeuthener Rathausplatz startet die MS Olympia zu ihren beliebten Charter- und Rundfahrten. Fahren Sie mit uns um den Schmöckwitzer Werder, bis nach Berlin oder genießen Sie die Schönheiten des Müggelsees. Darüber hinaus können Sie das Schiff für Geburtstage, Hochzeiten, Jahrgangstreffen, Betriebsausflüge, Firmenpräsentationen und Seminare chartern. An Sonn- und Feiertagen starten um 14 und 16 Uhr zu Rundfahrten für 9 Euro, für 12 Euro mit Kaffee und Kuchen. Die Tour rund um die Müggelberge dauert 3,5 Stunden, kostet 26 Euro mit Mittagstisch, sonst 17 Euro pro Person.

Wo ist denn Inselort? Kann sein, Sie stehen gerade drauf – wenn Sie sich nämlich im Köpenicker Zentrum befinden, oder auch in Müggelheim oder Wendenschloß. Glauben Sie nicht ? Dann probieren wir es aus. Steigen am Luisenhain gegenüber vom Rathaus Köpenick in ein Schiff der „Stern- und Kreuzschifffahrt“ und schippern los. Durch die Spree (genannt nach den Spreewanen, unseren Urvätern) zum „Nebelsee“, den wir heute Müggelsee nennen. Dann kommt der wunderschöne romantische Teil durch die Müggelspree zum Dämeritzsee. Sie wollen doch nicht etwa hier einen Abstecher machen – links nach Woltersdorf zur „Liebesquelle“ und weil es hier so gute Gaststätten gibt und weiter durch die Schleuse nach Rüdersdorf mit dem interessanten Museum? Oder rechts über den Flakensee in die idyllische Löcknitz nach Grünheide zum Werlsee – bis zum Möllensee? Heben wir uns diese Fahrten für ein anderes Mal auf, jetzt müssen wir ja erst den „Inselort“ beweisen. Und siehe da, über Seddinsee, Langen See und die Dahme (mit h) sind wir wieder im Luisenhain. Ein ganz anderes Abenteuer schlägt Ihnen die „Stern- und Kreisschifffahrt“ aber noch vor. Wenn Sie um 10:30 Uhr an einem Mittwoch oder Sonntag in Treptow losschippern kommen Sie über den Britzer Zweigkanal auf den Teltowkanal. Nun geht es auf die Havel, vorbei an der Pfaueninsel und dem Großem Wannsee nach Spandau. Immer ist ein freundlicher Stadtführer dabei, der Ihnen die Gegend mit der Umgegend erklärt, denn jetzt wird das besonders wichtig. Wir fahren nämlich auf der Spree nach Charlottenburg und nun gibt es eine Stadtbesichtigung vom Wasser aus. Wir kommen vorbei am Kanzleramt, dem Reichstag, der Museumsinsel und dem Nikolaiviertel. Inzwischen haben Sie auch Schleusen erlebt, die in Kleinmachnow, haben Steglitz, Lichterfelde und Zehlendorf passiert. Wie viele Eindrücke gewinnen Sie an so einem Tag, 12 aus ganz anderer Sicht erleben Sie Ihr Berlin. Ausflugsgaststätte Schließlich kommen Anglerheim am Krossinsee Sie über Friedrichstraße Barbara Knape und Jannowitzbrücke Jovestraße 25 15713 Wernsdorf wieder in Treptow an, Tel.: 03362/82 01 96 gegen 19:10 Uhr. Sagen Handy: 0163/846 90 19 Sie selbst: Ist nicht ganz Berlin so ein „Inselort“? Aber „Inselort“ ist nun mal übersetzt das slawische Wort „Copanic“ = Köpenick! G. Tews www.anglerheim-wernsdorf.de

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Dorfstraße 45 15537 Wernsdorf Tel. 03362/881912 oder 0174/6505027 Öffnungszeiten: Mi–So ab 1100 Uhr Mo, Di Ruhetag

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Personenschifffahrt Rolf Fußwinkel oHG Heimathafen Rathausplatz Zeuthen Tel. 0 33 75/20 91 70 • Tel. 01 71/8 81 48 88 www.msolympia.de

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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Giftig oder nicht April – April giftig? Kennt jemand meinen neuen Beruf? Als Kinder spielten wir gern in den stillgelegten Kiesgruben. Eines Tages fanden wir dort kleine, dunkelbraune Pilze mit so hübsch gekraustem Kopf. Dass in diesem Sand Pilze wachsen, schien uns sehr ungewöhnlich. Sie ähnelten ja auch gar nicht den uns bekannten. Wir sammelten sie ein und brachten sie Nachhause. Unsere Mutter, das wussten wir, war gelernte Köchin und daher auch Pilzkennerin. Sie staunte und freute sich über unseren Fund. „Das sind ja Lorcheln, die schmecken sehr gut. Zum Mittag soll es heute Spargel mit Spiegelei geben, nun schmore ich noch die Pilze dazu, das wird ein besonders köstliches Essen.“ Spargel in Salzwasser gekocht, dazu in Butter geschmorte Frühjahrslorcheln, Spiegelei und Salzkartoffeln, das wurde unser Lieblingsgericht. Wir suchten nämlich weiter und fanden auch noch viele.

Ich glaube, kein anderer Pilzsammler hatte sich daran gewagt. Unsere Mutter betonte zwar auch öfter: „Eigentlich sollen Lorcheln giftig sein. Man soll sie wenigstens kochen und das Wasser abgießen, aber dann verlieren sie ja den Geschmack. Uns werden sie schon nicht schaden.“ Sie haben uns auch nicht geschadet, gäbe es mich sonst noch? An den angenehmen würzigen Geschmack kann ich mich noch gut erinnern. In meinem Pilzbuch steht aber in roter Schrift: „sehr giftig“, ein gefährlicher Giftpilz, der schwere Leberschäden und auch häufig Todesfälle verursacht. Ich werde, sollte ich im Frühjahr auf sandigem Boden Lorcheln finden, sie deshalb doch lieber stehen lassen. U. Schirmer

Ich bin nämlich Entwicklungsingenieur für chemische Lärmbeseitigung. Meine Ausbildung bestand aus einem Studium über die Formbarkeit der Gase. Frühzeitig interessierte mich schon dieses Gebiet und ich entschied mich, der Lärmbeseitigung durch Nutzung der Abgase zu widmen. Es gelang mir auch bald ein Gerät zu entwickeln, das Abgase von Benzin- oder Dieselmotoren so umleitet, dass sie eine durchsichtige und Lärm schluckende Dunstglocke bilden. Zurzeit arbeite ich daran, dass diese auch geruchlos ist. Ein Problem habe ich noch, nämlich die Gase zu entgiften, dass sie für Menschen ungefährlich sind. Für kleinere Geräte, wie Laubsauger, Rasenmäher und Heckenscheren habe ich das Problem schon fast gelöst. Die größte Aufgabe

wird aber sein, den Lärm von Flugzeugen und Hubschraubern zu beseitigen. Auch größere Baustellen werden noch eine besondere Aufgabe darstellen. Aber auch das Kreischen der Bahnen auf den Schienen wird noch eine besondere Herausforderung für mich sein. Dann muss ich nämlich den Strom erst in ein Gas umwandeln. Großes Interesse an meinem Arbeitsgebiet hat auch die Bundeswehr. Seit Kurzem finanziert sie das gesamte Projekt und hat auch die Ausbildung und weitere Qualifizierung anderer interessierter Mitarbeiter übernommen. Ärger bereiten mir nur die Hersteller von Lärmschutzwänden und lärmdichten Fenstern. Sie fürchten natürlich um ihren Absatz. Große politische Unterstützung erfahre ich besonders durch die Grünen. Sie wollen sogar ein neues Ministerium errichten und dann kann ich sicher noch Minister für chemische Lärmbeseitigung werden. U. Schirmer

Zum Teufel mit den Prinzessinnen in Pink! Die Tanten meinten es gut und brachten dem Kind Bücher mit. Diese handelten von einem Mädchen namens Elke und deren Freundinnen. Was darin stand, war Mädchenkram. Eines Tages entdeckte der Vater, was die Tanten der Tochter mitbrachten, und er ärgerte sich. Er schritt zum Bücherschrank, griff ein Buch heraus und sprach: „So, lies das!“ Die Tanten zeterten: „Das ist doch ein Jungensbuch!“ Das Kind staunte und las. Mit diesem Buch, es war „Tom Sawyer“ von Mark Twain, hatte der Vater sie mitten in die beste Weltliteratur gestoßen. Sie liebte das Buch von den Abenteuern der beiden Jungen und des schwarzen Sklaven Jim. Sie liebt es auch noch nach Jahrzehnten, und sie hat inzwischen auch verstanden, dass es sich um ein sehr politisches Buch handelt. Und was lesen unsere Kinder heute? Womit spielen sie? Gibt es immer noch Jungenskram und Mädchenkram? Also gut, der Puppenwagen hat noch seine Daseinsberechtigung – wenn er auch heute gar nicht mehr so in Mode ist-, auch das Halskettchen für Enkelin Greta. Aber sonst kann man bei Spielzeug oder Büchern nicht mehr so leicht sagen: Das ist für die eine oder die andere Abteilung der jungen Menschen. Bücher wie Pipi Langstrumpf, Märchen, Kinderlexika, Sachbücher, Abenteuerbücher, Reisebücher, Max und Moritz sind sowohl für Jungen als auch für Mädchen interessant. Sie drücken ja auch gemeinsam die Schulbank. Mit dem Spielzeug ist es ebenso. Vom Fahrrad über die Skater, Legosteine,

Baukästen, Spiele, Malbücher, Bastelsachen, Kuscheltiere, Videos, CDs und so fort – da ist keine entscheidende Trennlinie zu kennen. Aber es ist schleichend etwas im Gang gekommen, was nicht in eine Zeit passt, wo alte Rollenvorstellungen, verstaubte Hürden für Frauen mehr und mehr verschwinden. Wo die Modesparte längst verstanden hat, was Sache ist mit Partnerlook und Boyfriendstyle, kommen ausgerechnet der Buchhandel und der Spielzeugmarkt auf die Idee – zwecks Ankurbeln des Geschäfts – geschlechtsspezifisch Bücher, Spiele und Spielsachen anzupreisen. Da gibt es auf einmal Puzzles für Mädchen- fein in Rosa mit Prinzessin Lillifee. Diese rosa Prinzessin taucht auch auf in Spielen und Büchern. Es gibt rosa Fahrräder und Schultaschen. Für Leseanfänger kannst du haben „Lesegeschichten für starke Jungens“ und „Lesegeschichten für starke Mädchen“. Astrid Lindgren würde sich im Grabe umdrehen. Zugegeben das meiste ist Unisex – um es einmal kurz in Neuhochdeutsch auszudrücken. Aber im Handel ist ein deutlicher Trend zu beobachten, der uralte Rollenbilder wieder aufwärmt. Selbst Überraschungseier gibt es inzwischen extra für Mädchen und Jungen. Allerdings hat sich die Gesellschaft inzwischen soweit entwickelt, dass die „rosa Mädchenträume“, die die Mädchen nicht erfunden haben, hoffentlich keinen ernsthaften Schaden anrichten. Aber Eltern, seid wachsam und wehrt den Anfängen! Maria Loß


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Schnell mal probieren

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Wiesen-Wohlgeschmack Eine Bereicherung für unsere Küche können wir auch auf Wiesen ernten. Giersch zum Beispiel: Er wächst in Gärten, aber auch in Parks, am Waldrand oder Uferböschungen. Seine kleinen weißen Blüten stehen als Dolde zusammen, sie eignen sich genau wie Blätter und Triebe als Salat oder für Kräuter-SahneSoße zu Nudeln.

Schwarzer Holunder Er blüht — wie man singt — als weißer Holunder im Garten, aber auch an Waldrändern und Wegen. Die weißen Blüten geben in Eierkuchenteig gebacken eine leckere Vorspeise. Die dunkel-violetten Früchte lassen sich zu Sirup, Saft, Suppen oder Marmelade verarbeiten. Das stärkt das Immunsystem, wirkt fiebersenkend.

Dreiblättriger Klee

Himmel und Erde Was man aus Kartoffelpüree alles zaubern kann! Die Rheinländer kochen schnell mal „Himmel und Erde“. Das geht so: Kartoffelstücken mit wenig Wasser aufsetzen, pürieren und Apfelmus dazugeben (oder auch Apfel gleich mitkochen) leicht salzen, dem „Erdberg“ auf dem Teller einen Deckel aus gebratener Blutwurst aufsetzen. Kartoffelpüree lässt sich aber auch schmackhaft verfeinern mit Sellerie - 1/3 Sellerie, 2/3 Kartoffeln. Petersilienwurzel - 1-2 Wurzeln je nach Größe, mindestens die Hälfte Kartoffeln, abschließend viel grüne Petersilie dazu. Versuchen Sie auch andere Varianten, z.B. mit püriertem Paprika, Joghurt, gemahlenen Nüssen. Viel Spaß beim Ausprobieren dieser vitaminreichen, schlankmachenden Varianten! G. Tews

Petersiliensalat 2 1 2 ½ ½

Becher feingehackte glatte Petersilie Zwiebel (gehackt) Tomaten (gewürfelt) Zitrone TL Salz

Ein vierblättriges Kleeblatt soll Glück bringen —aber ohne Gewähr. Die üblichen dreiblättrigen Blätter, Triebe wie auch Blüten nimmt man gedünstet zu Gemüse und Spinat. Aber auch roh schmecken sie in Quark und getrocknet als Tee.

Bitterstoffe Schon das Wort bitter haben wir nicht gern. Ich wünsche Ihnen sehr, dass Ihr Leben nicht bitter wird, deshalb sollten wir den bitteren Geschmack nicht meiden, denn Bitterstoffe sind sehr gesund. Sie entgiften den Körper, helfen bei der Verdauung, indem sie den Magen und die Leber anregen Verdauungsenzyme zu produzieren, was wiederum dem Darm hilft. Süßes und Salziges beherrschen unsere Küche, Bitteres wird gemieden. Salate aus Endivien, Chicoree, Radicchio sind wichtig für unsere Galleproduktion. Im Sommer Spitzwegerichblätter, Löwenzahn, Brunnenkresse und die Blüten der Kapuzinerkresse zum Salat und die Verdauungssäfte werden angeregt und können ihre Arbeit tun. Auch auf dem Balkon kann man einiges aussäen. Ernährungswissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Bitterstoffe in unserem Körper die

Basenbildung günstig beeinflussen. Die Basen sind die Gegenspieler der Säuren und sorgen dafür, dass das Gleichgewicht zwischen beiden erhalten bleibt, und das bedeutet, kein Rheuma, keine Osteoporose, keine Allergien u.v.m. Zum Beispiel einen „bitteren“ Tag pro Woche ist doch nicht schwer, mit Salaten und Gemüse (auch Artischocken) und einem Kräutertee. Er könnte ihre Gesundheit sehr fördern und wird ein „Müllabfuhrtag“, weil er die Arbeit und Sekretbildung der Bauchspeicheldrüse, des Magens, der Leber und des Dünndarms fördert, wie schon erwähnt. Dann arbeiten auch die Nieren besser, denn der gesamte Stoffwechsel ist angeregt. Eine besondere Stellung kommt dem Kräutertee unter dem Aspekt der Bitterstoffe zu. Allen voran der Wermuttee mit dem Bitterstoff Absinthin (sehr bitter, nur wenig davon nehmen!), bei Leberleiden, Gallensteinen angewandt ist er aber auch in der Mischung mit Pfefferminze, Schafgarbe, Tausendgülden-

6 – 7 TL kretisches Olivenöl (kein anderes Öl) wenn möglich frische Minze 3 EL Bulgur (beim Türken erhältlich, ersatzweise Weizengrieß) Grieß oder Bulgur einweichen, nach ca. 15 Minuten ausdrücken und gut vermischen mit den anderen Zutaten.

Übrigens

Was steckt drin? Seit wir wider Willen mit Pferdefleisch gefüttert wurden, ist die alte Forderung wieder aufgetaucht: Was draufsteht muss auch drin sein. Verfolgen wir mal diese Spur. Im echten bayrischen Leberkäse ist nicht ein Gramm Leber. Und das zu Recht! Denn eigentlich heißt das im Dialekt Laibkäse, also Brotkäse. Bayrisch sollte man können! Ist denn wenigstens die Kalbsleberwurst echt? Sehr wenig, denn nur 15 % Kalbsleber muss sie enthalten, der Rest ist Schweineleber oder anderes Fleisch. Bei Käse nachgesehen: Balkan- oder Hirtenkäse kann auch aus anderen Ländern stammen und sogar Kuh- statt Schafsmilch enthalten. Körnerbrot muss auch kein Vollkornmehl enthalten. Oft ist der Teig gefärbt, um dunkel auszusehen. Und Süßes? Schokoladenpudding muss nur ein Prozent Kakaopulver enthalten. Gummibärchen enthalten ihren Gummieffekt aus Gelatine, die aus Schweineschwarten hergestellt ist, meist nicht mehr von Rindern seit dem BSE-Skandal. Na dann - guten Appetit. Haben Sie jetzt Lust zum Selberkochen bekommen? git kraut, Löwenzahn, Enzian eine wunderbare Unterstützung für den „Basentag“ (den Tee natürlich ungesüßt !). Ganz berühmt ist das Heidelberger SiebenKräuter-Pulver nach dem Heilkundigen Bertrand Heidelberger. Es heilt die Schilddrüsen, reinigt den Magen und die Nieren, wie das Blut, hilft bei der Verdauungsarbeit, fördert den Stuhlgang und nimmt dem Darm seine Verschleimung. Es besteht aus Bibernell, Wermut, Kümmel, Anis, Fenchel, Schafgarbe und Wacholder und wird vor dem Essen mit einer Messerspitze bis zu einem halben gestrichenen Teelöffel voll in den Mund genommen, gründlich eingespeichelt und geschluckt. Ich bestelle das Pulver immer unter Telefon o5o67/6362. In der Apotheke wird es bestellt, ist aber viel teurer. Ich nehme gleich 200 Gramm, das reicht lange und kostet 21 Euro im Moment. Ich wünsche gutes Gelingen. Brigitte Kuhn


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Zwei duftende Maiboten: Maiglöckchen und Bärlauch Wer kennt nicht den süßen Duft von Maiglöckchen? Ein Zeitlang verpönt, ist er heute wieder eine begehrte Komponente berühmter und teurer Parfüms wie des „Diorissimo“ von Christian Dior, einem der größten Modeschöpfer des letzten Jahrhunderts. Er liebte Maiglöckchen so sehr, dass er sie in den Saum seiner tollen Roben einnähen ließ. Auch P. I. Tschaikowskis Lieblingsblume war das Maiglöckchen. Wir alle lieben das Maiglöckchen (Convallaria majalis), vielleicht weil es in einem der schönsten Monate blüht. Es bevorzugt schattige, frisch ergrünte Laubwälder. Mit 20 cm Höhe ist es ein bescheidenes Pflänzchen. Aus einem Wurzelstock kommen an einem Stiel zwei steife zugespitzte Blätter. Sie haben eine glänzende Blattunterseite mit parallel verlaufenden Nerven. Die weißen Blüten, wie kleine Glockenblumen, stehen in einer einseitswendigen Traube. Nektar fehlt, aber dafür gibt es am Grund des Fruchtknotens ein saftreiches duftendes Gewebe, das die Bestäuber, meist Bienen und Hummeln, anlockt. An den zurückgeschlagenen Zipfeln

Maiglöckchen

der Blütenblätter können sie sich bequem festhalten. Die leuchtend roten Beerenfrüchte werden gern von Vögeln verspeist, so tragen sie zur Verbreitung der Maiglöckchen bei. Im Garten, insbesondere auf nicht zu trockenen, humusreichen Böden sorgen die Wurzelstöcke für eine schnelle Ausbreitung, was wiederum von manchen Gartenfreunden als Plage angesehen wird. Das Maiglöckchen ist wegen des Gehalts an herzwirksamen Fingerhut – Glykosiden eine wichtige Arzneipflanze. Die getrockneten Blüten waren wegen der niesreizerregenden Saponine ein Bestandteil des berühmten

Bärlauch

„Schneeberger Schnupftabaks“. Einen ganz anderen Duft verbreitet der Bärlauch (Allium ursinum). Er bereichert nicht Parfüms, sondern ohne seine aromatischen vor sich hin knofelnden Blätter ist die moderne Küche kaum noch vorstellbar. 914 Rezepte sind z. Zt. bei Google zu finden! Der Bärlauch bevorzugt auch feuchte humusreiche Wälder. Da die Inhaltsstoffe des Maiglöckchens Übelkeit, Erbrechen, schlimmstenfalls Herzstillstand hervorrufen, wird immer wieder vor Verwechslungen gewarnt. Der Bärlauch hat ähnlich dem Maiglöckchen glattrandige, zugespitzte, dunkelgrüne Blätter. Doch außer dem intensiven Knoblauchgeruch beim Zerreiben der Blätter, fühlen sich diese auch viel weicher an. Hält man sie gegen das Licht, fällt auf, dass die Blattnerven 3-4 mm aus-einander liegen, beim Maiglöckchen sind diese viel enger und ihre Anzahl ist größer. Die weißen Blüten stehen in Dolden und ähneln eher kleinen Sternen als Glöckchen. Die Früchte sind trockene Kapseln und entlassen dunkelbraune 2-3 mm große Samen. Da der Bärlauch auf der Roten Liste der Pflanzen Brandenburgs steht, d. h. er ist in seiner Verbreitung gefährdet, sollte man ihn nicht im Wald pflücken, sondern am Gemüsestand kaufen oder im Garten kultivieren. Denn wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, möchte das Gemüse mit der gesundheitsfördernden Kombination aus Schwefelverbindungen, Mineralsalzen, ätherischen Ölen und Vitamin C auch öfters genießen. Es ist nicht bewiesen, dass die Germanen den Bärenschinken mit den aromatischen Blättern würzten, aber Bärlauch wurde in den Ausgrabungen von Pfahlbauten aus der Bronzezeit nachgewiesen. Text und Fotos: Birgit Mory

Tiergeschichten

Elefantengedächtnis? Man sagt den Elefanten ein gutes, langwieriges Gedächtnis nach. Das stimmt, weil für diese Tiere lebensnotwendig ist. Sie bedienen sich dabei nicht so sehr ihrer Augen, sondern auch der Ohren und des Rüssels. An den Tönen, die Elefanten von sich geben, erkennen sie sich gegenseitig, auch wenn sie einer Gruppe begegnen, zu der sie früher mal gehört haben. Elefantenhirne speichern auch bestimmte Situationen. So haben sie z.B. Angst vor Bienen, deren Stiche ihnen wehgetan haben. Der Rüssel hilft ihnen auch durchs Leben zu kommen indem sie verschiedene Menschengruppen an ihrem Geruch erkennen und sich gemerkt haben, wer ihnen nicht wohlgesonnen ist. Haben Elefanten eine Sache gelernt, vergessen sie sie nicht! So wichtig sind daher die alten erfahrenen Leitkühe, die wissen, wo sich auch bei Dürre noch Wasserstellen finden lassen. Sie wissen auch, was man in bestimmten Situationen tun muss. Fr.Pr./git

Kalte Entenfüße Entenfüße sind immer kalt, dennoch frieren die Tiere dadurch nicht. Die Natur hat das so eingerichtet, weil es den Entenkörper vor zu großer Auskühlung schützt. Wie alle Vögel haben die Wasservögel auch in ihrem Innern eine Temperatur von 40° C. Würde das warme Blut in die Füße fließen, käme es zu großen Wärmeverlusten. Verhindert wird

das dadurch, dass die Adern, die das warme Blut in die Füße bringen sollen, ganz dicht an den Adern vorbeilaufen, in denen das kalte Blut aus den Füßen zurückkommt. So wird dieses wieder erwärmt. Wer strickt uns Menschen nun solche Entensocken? Fr.Pr./git

In die Höhle des Löwen Woher kommt diese Redensart? Sie geht auf die Fabel des griechischen Dichters Äsop zurück. Danach verbreitete ein alter Löwe, der nicht mehr jagen konnte, die Nachricht, er würde sterben. Nun kamen die Tiere in seine Höhle, um sich zu verabschieden. Nur der Fuchs nicht. Der Löwe fragte ihn nach dem Grund. Darauf der Fuchs: Es führen viele Spuren hinein, aber keine hinaus. F.P./git


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Emphatische Begeisterung für „das Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete“ - Sonderausstellung der Ägyptischen Sammlung im Neuen Museum noch bis zum 13. April 2013! Durch das kleine Bildbüchlein Nr. 990 aus dem Insel-Verlag-Leipzig erfuhr ich 1974 von den „Meisterwerken der Amarnakunst“ (gleichnamiger Titel). 1351 v. Chr. gründete der König Echnaton zusammen mit seiner Frau Nofretete zwischen Memphis und Theben am Ostufer des Nils eine neue Residenz in der dörflichen Umgebung Tell-el-Amarnas. Da das Privatleben der Königsfamilie ausgiebig öffentlich präsentiert wurde, soll Echnaton die Bildhauer persönlich angewiesen haben, einen neuen künstlerischen Stil zu entwickeln. Auf Altarbildern und Reliefs sowie durch Statuetten oder mit Porträtbüsten wurden von nun an Menschen, die Gefühle zeigen, in natürlichen Posen dargestellt. Zum Beispiel im Stelenfragment: „Echnaton und Nofretete als glückliches Liebespaar unter der Sonnenscheibe Atons“, den selbst ernannten Gott, den sie an Stelle vieler Götter anbeteten. Oder die Wiedergabe von Altersmerkmalen an der Statuette der Königin. Das gab es alles vorher in der ägyptischen Kunst nicht. Ein „Schichten-Turm“ veranschaulicht die Amarna-Zeit, eine Epoche von nur 17 Jahren. Nach kurzer Bauzeit bezog man den eingeweihten neuen Ort. Zwölf Kilometer lang, fünf Kilometer breit, markiert durch 16 Grenzstelen, keine Stadtmauer. Ein Keil, der sonniges Licht auf eine solche Stele wirft, kündigt die Aufgabe der alten Hauptstadt für Amarna, der neuen Kultstätte, an. Museumsdirektorin, Frau Prof. Dr. Frederike Seyfried, die die Schau kuratiert hat, ließ verlauten: „Es wird faszinierend. Wir werden ein richtiges Feuerwerk abbrennen.“ Die Aussage ist nicht übertrieben sowohl hinsichtlich der ca. 600 ausgestellten Objekte als auch hinsichtlich der angewandten Museumsmethodik und -didaktik. „Wir wollen anhand der Masse darstellen, wie groß die kulturelle Hinterlassenschaft wirklich war“, äußerte die Kuratorin. Von 5500 Fundstücken, die in den Depots lagern, wird erstmals seit 1913(!) das gesamte nach Berlin gekommene Inventar der Thutmosis-Werkstatt (Thutmosis war Echnatons Oberbildhauer) zu sehen sein. „Es sind Funde, die man zurückgelassen hat, als man nach dem Tod des Königs Amarna verließ“ ,sagte Frau Seyfried. Nur wertvolle bzw. wieder verwendbare Dinge wurden mitgenommen. Büsten und Reliefbilder der verstorbenen Herrscherfamilie wurden für die öffentliche Zurschaustellung nach 1334 v. Chr. nicht mehr gebraucht.

Kopf des Echnaton Neues Reich, 18. Dynastie, um 1340 v.Chr Schenkung James Simon. © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Sandra Steiß

In Tischvitrinen kann man kleinteilige Funde wie Schmuck, Glas und Fayence, dekoriert mit Blumen, Fischen und Vögeln, Metall und Leder bewundern. Frau Seyfried sprach vom tieferen Sinn von Kleinigkeiten. Auch Vorratsgefäße aus Keramik, blau bemalt, zeugen von der gut entwickelten Arbeit der Handwerker im alten Ägypten. Ein bedeutender Teil dieser Ausstellung ist natürlich im Nordkuppelsaal die weltberühmte Nofretete-Büste, die vielleicht eine Modellbüste war und den Bildhauern als Vorlage diente. Für Sehbehinderte wurde dort eine bronzierte Kopie zum Betasten aufgestellt. Der genaue Fundort der Nofretete ist in dem WerkstattModell des Oberbildhauers markiert. Gleich daneben besteht die Möglichkeit, digital im Fundtagebuch des Berliner Archäologen Ludwig Borchardt u. a. über seinen „Duseltag“, dem 6. Dezember 1912, an dem die Nofretete gefunden wurde, nachzulesen. Eine Video-Installation gestattet Einblicke in die Restaurierungsarbeit. Ein Foto über eine vor kurzem entdeckte Inschrift in einem Steinbergwerk belegt, dass Nofretete bis kurz vor dem Tod Echnatons dessen Hauptgattin war. Das ist eine sensationelle Nachricht , die viele Spekulationen um die Königin vom Tisch fegt. Nicht allein um Nofretete geht es, sondern „um die Grabungen und vor allem um Nofretetes Umfeld, woher sie kommt“, betonte die Direktorin. Des weiteren kann man sich über das Ende der Amarna-Ära, über die Verfolgung des theologischen Gedankenguts Echnatons nach dessen Tod, über die Grabungs- und Fund(teilungs) geschichte sowie über die Inszenierungsgeschichte der Nofretete informieren und staunen. So wie ich das tat. Heidi Detzer

Im Wüstensand gefunden... in Samarra, einst Regierungssitz des mächtigen abbasidischen Kalifenreiches im 9. Jahrhundert am Fluss Tigris in Mittelmesopotamien (heute Irak). Damals herrschte der Kalif als weltliches und geistliches Oberhaupt dieses islamischen Feudalstaates. Die Abbasiden verlagerten 836 die Hauptstadt von Bagdad nach Samarra, weil sich die alte Metropole in einer politischen Krise befand. Aber Samarra wurde bereits nach 56 Jahren wieder aufgegeben, weil Finanzprobleme zur Rückkehr in die ehemalige Hauptstadt Bagdad zwangen. Samarra wurde dann zur Ruinenstadt, in der der deutsche Archäologe Ernst Herzfeld die erste wissenschaftliche Grabung, die sich ausschließlich auf islamische Zeit konzentrierte, vornahm. Bereits seit 1904 gab es nämlich innerhalb der Königlichen Museen zu Berlin eine islamische Abteilung. In den folgenden Jahren wurde von ihr eine bedeutende Sammlung orientalischer Altertümer zusammengetragen. Wichtige Erkenntnisse über Architektur und Stuckornamentik des 9. Jahrhunderts erbrachten die Ausgrabungen (1911/13) von Herzfeld: z. B. über Paläste der Abbasiden. Der Kalifenpalast in Samarra hatte allein eine Fläche von 125 Hektar. In der Moschee fanden 100000 Menschen Platz. Die Wohnhäuser aus Lehmziegeln besaßen schon Kanalisation und meistens Bäder.

Die am 18. Januar dieses Jahres eröffnete und bis zum 26. Mai 2013 bestehende Sonderausstellung im Islamischen Museum „Samarra - Zentrum der Welt. 100 und 1 Jahr archäologische Forschung am Tigris“ zeigt Zeugnisse der alten Kultur. Unendlich Schönes und Unvergleichliches: z. B. Lüsterkeramiken wie Gold, grün schimmerndes fein geschliffenes Glas, Goldschmuck, Sockelfriese und „Tapeten“ aus Stuckdekorationen wie Holztäfelungen. Ein Stil war in Samarra entstanden, der viele Jahrhunderte überdauerte und von einer kreativen Fertigkeit der dortigen Handwerker zeugt. Chinesische Porzellanfunde beweisen die weitreichenden Handelsbeziehungen. Ergänzt wird die Ausstellung über die Funde in Samarra durch Fotos über den Grabungsalltag von Ernst Herzfeld. Ich wünsche Ihnen einen interessanten Aufenthalt in der Sonderausstellung im Islamischen Museum, das sich im Gebäude des Pergamonmuseums befindet. Heidi Detzer


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Wir gratulieren zum 100. Geburtstag Am 15.02.2013 feierte unsere Klientin Charlotte Naumann ihren 100. Geburtstag. HERZ + HAND REHBEIN durfte vorbei schauen und zu diesem ganz besonderen Ehrentag gratulieren. Nach dem Krankenhausaufenthalt erholte sich Frau Naumann in der Einrichtung der Kurzeitpflege von HERZ + HAND REHBEIN. Da es ihr Wunsch war, weiterhin zu Hause zu leben, bereitete die Familie zusammen mit dem ambulanten Pflegedienst von HERZ + HAND REHBEIN eine umfassende Versorgung in der Häuslichkeit vor. So konnte Frau Naumann noch vor ihrem Geburtstag wieder zurück nach Hause. Die Feier fand im Kreise der Familie in einem liebevoll dekorierten Saal in einem Restaurant direkt am Wasser statt. Geschäftsführerin Frau Wilde und Sozialarbeiterin Frau Neumann gratulierten im Namen von HERZ + HAND REHBEIN und wünschten beste Gesundheit und weiterhin Vitalität und Freude.

ACHTUNG!!!

Der Hauptmann kommt und schaut in jede Ecke!!!

„Himmelkreuzfeldgardemaß“...

info@juergen-hilbrecht.de

...haben wir n´ Schwein gehabt“ Ja! Schwein! Schwein, mit de Geschichte! Stellte euch vor, liebe Leser, dieser Voigt, dieser Schuhmacher aus Tilsit, hätte det Ding mit dem Überfall uf´s Ratshaus 1906 in Dresden oder Leipzig gemacht. Wat wäre ick dann???? E I N S Ä C H S I S C H E S O R I G I N A L; da war Gott vor. Det war Schicksal, det war göttliche Bestimmung ! Und Dank dessen sind wir W E L T O R T geworden, wie Salzburg, so wie Bayreuth oder Paris. Und nicht Schmagendorf; wo doch immerhin der Film 1956 über meinen Coup von 1906 gedreht worden is. Deshalb sollten wir dankbar sein. Dankbar sein, und in jedem Jahr den 16. Oktober wie einen Feiertag begehen: Jut, ist ein bisschen komisch, Feiertag, im Gedenken eines Verbrechens, eines Überfalls. Doch insgesamt ist ja allet jut ausgegangen: Ick hab gesessen und gesühnt! Und ab 1994 arbeite ick an meine Wiedergutmachung. Sprich: ick vergnüge Auswärtige wie Einheimische mit meinem Berlinischem Schmiss & Charme. Und det läuft gut. Ob Stand up Comedy – also uff Deutsch, Stehgreifkabarett – ob Theater im Ratssaal oder fröhliches Singen auf der Freilichtbühne, immer tu ick Buß und erhelle die Herzen. Und wenn sie, verehrte Leser/ innen, bei ihrer Familienfeier oder Betriebsfeier, Geburtstag oder... wer – weiß – wat – noch... glücklich werden wollen, rufen sie einfach an: 030 53 3 48 48 Wetten, daß ick komme... Im Vertrauen: und trinke ooch een Bier mit ihnen. Euer Wilhelm... äh, Euer Hauptmann... äh, besser euer Hilli Wie sehen uns: Im Ratskeller oder im Hauptmanns – Klub 103,5 oder im Köpenicker Hof, Vielleicht auch Sonntags im Prinzen Garten am Müggelsee Hotel.

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Kontakt: HERZ + HAND Häusliche Kranken- und Seniorenpflege REHBEIN GmbH Wendenschloßstraße 16 • 12559 Köpenick Telefon: 030 767649 – 0 • Fax: 030 767649 – 69 E-Mail info@pflege-herz-und-hand.de • Web www.pflege-herz-und-hand.de

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Gewinnspiel Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr

wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.

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Dafür beantworten Sie bitte folgende Frage: Welches ist das fleißigste aller Tiere? Ihre Antwort schicken Sie bitte bis zum 30.4.2013 an folgende Adresse: ELRO Verlagsgesellschaft mbH, Schlossstr. 2/Hofseite in 15711 Königs Wusterhausen oder mailen Sie an satz2@elro-verlag.de. Viel Glück! Die Gewinner werden ausgelost, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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Die Volkssolidarität in Treptow-Köpenick Bezirksgeschäftsstelle Treptow Glanzstraße 2, 12437 Berlin Telefon 53 28 444

Geschäftsstelle Köpenick Charlottenstraße 17c, 12557 Berlin Telefon 65 47 55 22

Nachbarschaftsclub Charlotte Charlottenstraße 17c, 12557 Berlin Telefon 65 47 55 22

Nachbarschaftstreff Kietzer Feld Am Wiesengraben 13, 12557 Berlin Telefon 65 47 55 22

Nachbarschaftstreff Myliusgarten Myliusgarten 30, 12587 Berlin Telefon 64 09 43 70

Sozialstation Treptow Schnellerstraße 109, 12439 Berlin Telefon 63 22 34 60

Sozialstation Köpenick Müggelheimer Straße 17c, 12555 Berlin Telefon 61 67 420 • Häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe • Beratung zur Pflegeversicherung

Neues aus dem „Stadttheater Cöpenick“ Als 1892 dieses englische Lustspiel das Londoner Publikum begeisterte, brach es mit 1500 Aufführungen alle Rekorde! In 28 Sprachen übersetzt, in über 70 Ländern aufgeführt, oftmals verfilmt, ist es bis zum heutigen Tag der garantierte Erfolg für jedes Theater. Seit September 2013 wird diese Komödie durch das Ensemble des FUGATheaters im „Stadttheater Cöpenick“ vor oft ausverkauftem Hause angeboten Die Handlung dieses Lustspiels beginnt ganz unkompliziert: Die adligen Studenten der Oxford-University, Jack und Charley, sind in zwei reiche bürgerliche Studentinnen verliebt und bemühen sich, ein heimliches Liebestreffen mit den beiden zu arrangieren. Doch die moralischen Gesellschaftsgesetze der geliebten, aber streng-moralischen Queen Victoria setzt dafür Grenzen: Es muss ein sogenannter „Anstandswauwau“ als Moralwächter die unverheiratete Liebe bewachen. Woher aber nehmen? Da kommt der plötzlich angekündigte Besuch der Tante von Charley, Don-na Lucia D’Alvadorez aus Brasilien

- einer Millionärin -, gerade recht. Nun wird das Liebes-Treffen inszeniert. Doch die Tante sagt, aus einer Laune heraus, kurzfristig ab. Was nun? Da hat Jack eine Idee: Der „ewige Student“ Lord Babberley, genannt Babbs, könnte freundschaftshalber den „Anstandswauwau“ geben. Als sie von ihm erfahren, dass er in einem Amateur-Theater die Rolle einer „Alten Dame“ spielt, wird Babbs als Charleys brasilianische Tante Donna Lucia D’Alvadorez für alle ausgegeben. Nun nimmt das Geschehen

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seinen tollen Lauf: Die Mädchen mögen die Tante – die „Tante“ findet die Mädchen sehr anziehend. Jacks Vater und der Vormund der Mädchen verlieben sich in die berühmte Millionen-„Tante“. Da taucht, unerkannt, die echte Donna Lucia D’Alvadorez auf. Und mit und neben ihr Babbs ehemalige große Liebe vom Mittelmeer. Nun ist nichts mehr wie es ist und war. Verwirrungen und Verwicklungen und jede Menge Spaß sind garantiert. Weiterhin im Programm sind natürlich die „Gülden Girls“, die mit den „Ganzen Kerlen“ um die Gunst des Publikums konkurrieren. Und nicht zu vergessen, die vielen Kinderproduktionen wie „Pedro in der Arena“; „Rapunzel“… Das „Stadttheater Cöpenick“ befindet sich in der Friedrichshagener Straße 9 und ist mit dem Bus (Linie 269) gut zu erreichen. Tel.: 030 65016234


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Aquamarin- Edelstein gegen Allergien Aquamarin ist die blaue Varietät der Beryll-Gruppe. In diese Gruppe gehört mit grüner Farbgebung der Smaragd, mit rosa Farbgebung der Morganit und mit gelber Farbgebung der Heliodor. Sein Name ist direkt von seiner blauen Farbe abgeleitet. Aqua bedeutet im Lateinischen Wasser und mare steht für Meer. Die Griechen verehrten den Aquamarin als den Schutzstein der Meeresgötter und -bewohner. Davon abgeleitet ist der Aquamarin auch der Schutzstein der Seefahrer. Er ist dem Sternzeichen Wassermann als Talisman- Stein zugeordnet. Die bedeutendsten Fundstellen von Aquamarin befinden sich im Edelstein-Eldorado der Provinz Minas Gerais in Brasilien, in Afghanistan, Pakistan und Madagaskar. Im Jahre 2007 wurde eine neue Edelstein-Mine in Nigeria aufgeschlossen. Seit dem diese Mine in Produktion gegangen ist, erhält man Aquamarin-Handschmeichler sowie Aquamarin-Schmuck zu deutlich günstigeren Preisen. Der Aquamarin entfaltet seine direkte Wirkung auf dem Hals -und StirnChakra. Er ist der klassische Edelstein, um Aller-gien verschiedenster Art zu überwinden. Aquamarin stärkt den Körper bei der körpereigenen Bekämpfung der Blütenpollenallergie. Aquamarin direkt am Körper getragen hilft gegen grippale Infekte und Fieberschübe. Ideal ist es, Aquamarin energetisiertes Wasser zu trinken. Hierzu sollte der Aquamarin für ca. 2 Std. in Mineral- oder Leitungswasser gelegt werden. Aquamarin ist ein Beryllium-Mineral. Energetisiertes Wasser sollte maximal über den Zeitraum von einer Woche getrunken werden. Danach bitte 4 Tage pausieren. Aquamarin am Körper getragen lindert Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle und fördert das Durch-haltevermögen. Der Aquamarin wirkt belebend auf unser Kurzzeitgedächtnis und hilft gegen Senilität und stressbedingte Vergesslichkeit. Der Aquamarin ist der Therapie-Stein gegen Schmerzen im Mund- und Rachenbereich. Bei Zahnschmerzen

empfehlen wir dringendst den Weg zum Zahnarzt! Bei Zahnreißen, undefinierten Schmerzen im Mundbereich und Phantom - Schmerzen verschafft der Aquamarin sofort Erleichterung. In diesem Fall kann der Aquamarin als Rohstein oder Handschmeichler auf das Kehlkopf - Chakra oder auf das sogenannte 3. Auge gelegt werden. Ideal ist es, eine Aquamarin- Kette dicht am Körper zu tragen. Als ganz direkte Therapie gegen diese Art von Schmerzen, kann der Aquamarin für eine befristete Zeit im Mund gelutscht werden. Bitte vermeiden Sie es, dass der Aquamarin gegen die ersten, zweiten oder dritten Zähne schlägt. Die Härte dieses Edelsteines ist höher als die Härte des Zahnschmelzes. Bei undefinierten Zahnschmerzen kann man zur Linderung den Akkupressur-Punkt leicht mit einem geschliffenen Aquamarin massieren. Der Akkupressur-Punkt befindet sich zwischen Oberlippe und Nase. Neben seiner antiallergischen Wirkung hat der Aquamarin die Besonderheit, emotionale Verbrennungen (wie z.B. Liebeskummer, tief sitzende Enttäuschungen)zu kühlen. Er beruhigt die Nerven und hilft gegen altersbedingte Lähmungserscheinungen. Beim Aquamarin besteht in der Praxis eine große Verwechslungsmöglichkeit mit dem blauen Topas. Wir erleben es immer wieder das der blaue Topas, farbintensiviert, wie Aquamarin aussieht und als Solcher angeboten wird. Beide Edelsteine haben zudem eine ähnliche Härte. In vielen Fällen muss sich der Kunde auf die gute Beratung im Fachhandel und die Ehrlichkeit des Verkäufers verlassen. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie bei der Anwendung für heilende Zwecke den Aquamarin oder den Aquamarin-Schmuck einmal im Monat zum Entladen für mindestens zwei Stunden in Hämatit legen. Anschließend für mindestens zwei Stunden in Bergkrystall oder für 10 Minuten in eine Amethystdruse zum Aufladen legen. Kraft der Edelsteine Berlin e. V. Wegerichstr. 7, 12357 Berlin Tel.: 72 01 58 93

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Richtkrone am Schlossberg in Köpenick Das neue „Haus Müggelspree“ in Köpenick nimmt zusehends Gestalt an. Bauleute und zahlreiche Gäste feierten am 30. November 2012 Richtfest, der Einzug ist für Herbst 2013 geplant. Zum Richtfest erschienen zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche. Der Einladung folgten auch viele Nachbarn und Interessenten aus dem Kiez. Vor Wind und Regen geschützt fand der offizielle Teil des Festes in der künftigen Cafeteria statt. Geschäftsführerin Sabine Sickau und Stephanusvorstand Pfarrer Hanfried Zimmermann unterstrichen in ihren Ansprachen die Besonderheiten des Hauses und waren dankbar, dass die Arbeiten unfallfrei im Zeitplan liegen. In der Nähe des historischen Stadtzentrums Köpenick, unter der klangvollen Adresse Am Schloßberg 1, entsteht bis Oktober 2013 ein viergeschossiges, T-förmiges Gebäude, das verschiedene Angebote für Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen kombiniert: Sechs Hausgemeinschaften für pflegebedürftige Senioren sind im ersten und zweiten Stock vorgesehen. Im Obergeschoss befinden sich 22 barrierefreie Servicewohnungen (Betreutes Wohnen), die die Sicherheit eines Notrufsystems mit der Individualität der eigenen vier Wände vereinen. Im Erdgeschoss zieht eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen ein. Zusätzlich werden der Elisabeth Hospizdienst, eine Diakonie-Station, die Haltestelle Diakonie für Menschen mit Demenz und das „Netzwerk Leben im Kiez“ ihr Quartier dort haben. Cafeteria, Rezeption und Friseursalon ergänzen das Angebot des neuen Hauses. Um das Haus herum sind großzügige Grünanlagen geplant – mit Bauerngarten, Kinderspielplatz und einem „Senioren-Trainingsparcours“.

Das Haus Müggelspree soll im Herbst 2013 eröffnet werden.

Die beteiligten Bauunternehmen stammen aus Berlin und Umgebung. Errichtet wird der Rohbau von der Firma Ney aus Finowfurt (Brandenburg). Die St. Elisabeth Diakonie gGmbH investiert rund 10 Millionen Euro an diesem Standort. Weitere Informationen unter: 030-34354113 www.elisabeth-diakonie.de


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degewo-Projekt „Jule“ gewinnt Preis Soziale Stadt Wohnprojekt für alleinerziehende Mütter und Väter in Marzahn als „herausragendes Beispiel“ ausgezeichnet Als „herausragendes Beispiel sozialen Engagements“ ist die degewo mit dem „Preis Soziale Stadt 2012“ geehrt worden. Berlins führendes Wohnungsunternehmen erhielt den Preis für das Wohnprojekt „Jule“, das sich um alleinerziehende Mütter und Väter kümmert. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre u.a. von dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgelobt. degewoVorstandsmitglied Frank Bielka, der als Initiator des Projekts den Preis entgegennahm: „Wir freuen uns, dass unser Engagement mit diesem renommierten Preis gewürdigt wird. Es ist für alle am Projekt Beteiligten ein zusätzlicher Ansporn, Jule zum Erfolg zu führen und sich weiterhin stark zu machen für die Schwachen in der Gesellschaft.“ Das berlinweit einzigartige Projekt, das von der degewo initiiert wurde, ist in Kooperation mit Senat, Bezirk Marzahn-Hellersdorf, Jobcenter, dem Marzahn-Hellersdorfer-Wirtschaftskreis und dem Kinderring e.V. Anfang 2012 gestartet worden. Die Teilnehmer bekommen die Möglichkeit ihren Schulabschluss nachzuholen oder eine Ausbildung abzuschließen. Zudem wird eine Wohnung gestellt und die

Kinderbetreuung gesichert. In der Laudatio der Jury heißt es: „Die degewo ist der Motor, ein ganzer Stadtteil wird mobilisiert. Die bezirklichen Sozialsysteme werden entlastet und die Nachbarschaften gestärkt. Hier werden jeweilige Lebenslagen ernst genommen. Die Unterstützung ist maßgeschneidert: Wohnen, Kinderbetreuung, Arbeit, Ausbildung, soziales und kulturelles Kapital.“ Der Wettbewerb „Soziale Stadt“ wird seit

2000 alle zwei Jahre ausgelobt. Träger sind der AWO Bundesverband, der Deutsche Städtetag, der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, die Schader-Stiftung und der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird unterstützt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Mehr zum Projekt Jule finden Sie unter www.degewo.de.

Wenn der Gutachter wegen der Pflegestufe kommt. Für viele ist es schon nicht einfach zu begreifen, dass man sein gewohntes Lebens doch nicht mehr ohne fremde Hilfe weiterführen kann. Umso beängstigender ist für viele, dass für die Bestimmung einer Pflegestufe ein Gutachter zu Besuch kommt. Viele Ängste und Sorgen begleiten die Zeit vor dem angekündigten Termin, die oftmals jedoch nur aus den fehlenden Informationen resultieren. Im extremen Fall kann das sogar der Grund sein, dass Anspruchsberechtigte auf den Antrag für die Pflegestufe verzichten. Dabei ist solch ein Besuch einfach vorzubereiten und mit der richtigen Hilfe an der Seite lassen sich alle Ängste vertreiben. Diese Hilfe finden Sie bei uns. Wir beraten Sie ausführlich über die Leistungen der Pflegekassen, wie die Beantragung der Pflegestufe erfolgt und welche grundlegenden Dinge beim Termin zur Begutachtung zu beachten sind. Einige Punkte die immer wichtig zu beachten sind: Verschaffen Sie sich einen Überblick über ihren Hilfebedarf

und schreiben Sie sich diesen mit dem nötigen Umfang auf. Zu beachten ist dabei, dass die Pflegestufen noch immer vorrangig über den Hilfebedarf bei der Körperpf lege und Hygiene berechnet werden. Of tma ls hat man das Gefühl, dass nach dem Gespräch etwas vergessen oder nicht korrekt beachtet wurde, mit einem Pflegetagebuch kann das nicht passieren. Notieren Sie sich ihre Erkrankungen und welche Behandlungen erfolgt sind und legen Sie nach Möglichkeit eine Übersicht Ihrer Medikamente vor. Und vor allem: sind Sie nie allein mit dem Gutachter. Holen Sie sich Hilfe aus der Familie, von Freunden oder dem Pflegeservice. Eine bekannte Person an der Seite macht es leichter an alles Wichtige zu

denken und eigene Fragen zu stellen. Haben Sie Fragen rund um die Versorgung von sich oder ihren Angehörigen zu Hause, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an uns: Unter der Telefonnummer 64 168 413 erreichen Sie rund um die Uhr einen Ansprechpartner. Aber auch persönlich ist immer jemand für Sie da: das Büro des Pflegeservice befindet sich im Ärztehaus in der Köpenzeile 109 – 113 und ist Mo-Fr. von 08.00 – 16.00 Uhr geöffnet. J. Härtwig


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Eine Sommerreise nach Griechenland Von Michael Wohlfarth „Wenn sich die Deutschfeindlichkeit verstärkt, fahren wir nicht“, sagt mein Freund aus alten Zeiten. „Wir werden nicht von Kloster zu Kloster ziehen auf der Halbinsel Athos, dem spirituellen Zentrum Osteuropas und aller orthodoxer Kirchen auf der Welt?“ Doch wir sind geflogen erst bis Tessaloniki(s. dazu a. frühesten Brief des Apostel Paulus). Von Saloniki (deutscher Fluganzeiger) aus sind wir dann wirklich mit dem Bus gefahren(5 Stunden), bis in die Stadt des Himmels - auf griechisch OURANOUPOLIS. URANOS gleich Himmel. POLIS gleich Stadt. Dort haben wir ein Zimmer genommen bei KOSMA und ELFI-Vornamen von einem würdigen betagten Ehepaar. Ganz in Schwarz die Frauen, auch die jüngeren, wenn sie mit ihren Schwiegermüttern oder Müttern auf den Balkonen sitzen nach der Gluthitze bei 40 Grad im Schatten gegen Abend.

Um auf den Athos zu kommen, gibt es für wenig Geld in der Nähe des Hafens ein DIAMONETRION, eine Urkunde zum viertägigen Besuch der Mönchsrepublik ATHOS, der einzigen auf der Welt. Wir sind am Freitag, dem 23. Juni 2012, vom Meer aus in HAGIA ANNA mit Schiffsumsteigen Leserpost

Ich bin seit 50 Jahren als Kanuwandersportler bei dem Kanuverein in Müggelheim (jetzt KSC, Abt. Kanu, Krampenburger Weg 29 g/h) sportlich tätig. Daher kenne ich die „Große Krampe“ vom Wasser her sehr gut. Ihr Wanderleiter / Redakteur Detlev Streichhahn ist diesen Weg scheinbar seit ein paar Jahren nicht mehr abgelaufen.

gegen 17.00 Uhr bei sengender Hitze angekommen nach einem Aufstieg von 0 auf 300 m über dem Meeresspiegel, froh, daß wir eingetragen waren in die Übernachtungs - und Eßliste des Mönches, der für den Empfang zuständig ist. Mein Bergsteigerfreund wollte am nächsten Morgen den schneebedeckten Gipfel des Athos besteigen und ich auf halber Höhe zurückwandern von der Südostspitze der Halbinsel in Richtung Nordwest. Mit den Klängen der Liturgie im Ohr, mit Stock, Hut und Rucksack von meinem Schwiegervater, begegnend den Pilgern der Orthodoxie aus Rußland, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Serbien, Kosovo, Griechenland, Abchasien, Ukraine, Weißrußland und vielen andere Ländern des europäischen Ostens bin ich - nach Umwegen - hinunter zur Küste und wieder hinauf in zugeordnete Ortschaften (Skiten) der Klöster - in der Mittagsglut im Kloster PAWLOU (seit dem 9. Jahrhundert) angekommen und habe mich mit einem abchasischen Mönch, der deutsch gelernt hat in München, angefreundet. Er erlaubte mir, zwei Nächte in seinem Kloster zu übernachten und meinem dazugekommenen Freund am nächsten Tag eine Nacht. Bedingung: Teilnahme an den Gebeten und der Göttlichen Liturgie am Sonntag, der zusammenfiel mit dem Johannestag (24.Juni).Es ging sehr diszipliniert zu. Die 200-300Pilger durften nicht schwatzen, wenn der Metropolit seine Katechese verlas während des Essens. Am Nachmittag Mittagsruhe und Spazierengang. Dann wieder Abendgebet und Zeigen des Klosterschatzes mit anschließender gemeinsamer Mahlzeit. Am Montagmorgen dann Aufbruch wie Empfang: Große Gläser Selbstgebrannter mit

Foto: E. Nönnig

türkisch anmutendem Kuchen und Abfahrt von der Anlegestelle. Zurück ins heimische Quartier in der Stadt des Himmels. Hunderte von Mönchen in zwanzig Klöstern, die wir zurücklassen, verteilt auf der West - und Ostseite der Halbinsel, mit dem Hauptkloster in der Mitte. Wir ruhen uns aus und Mittwoch fahren wir zurück: mit dem Bus, durch die Heimat des Philosophen Aristoteles und des Eroberers Alexander. Griechenland ade. Klassisch, christlich, theokratisch. Saloniki mit den schönen Hotelnamen. Z. B. APHRODITE: das klassische Frauenbild allgegenwärtig. Wir übernachten und fliegen zurück nach Berlin. „Die Wiege Europas, Griechenland. Eine andere Welt. GOTT SEI DANK!“, sagten wir – unseren Frauen, als wir sie wiedersahen.

Gedanken zum Wandervorschlag in unserer Ausgabe Nr. 6/2012 Sonst wäre ihm aufgefallen, dass der „Zeltplatz an der Großen Krampe“ seit einigen Jahren geschlossen ist. Die kleine Gaststätte ist vermutlich deshalb auch geschlossen worden und verfällt in ihrem baulichen Zustand. Als Folge davon wurde die Fährlinie zwischen diesem Zeltplatz und Schmöckwitz von der BVG außer Betrieb genommen. Der Fähranlegesteg mit seiner rostigen 10 mm dicken Stahlplatte als Anlegehilfe mittels Elektromagnet für das Fährschiff existiert noch. Doch der Steg wird von der BVG nicht mehr gepflegt und gewartet. Das BVG-Schild wurde entfernt. Die Fähre fährt jetzt nur noch in der Zeit von ?Mai => Oktober? von Schmöckwitz nach Krampenburg zum Anlegesteg nahe dem Zeltplatz „Kuhle Wampe“.

Der Müggelheimer Umweltkreis und Ortsverein ist daran interessiert, die Fährverbindung wie folgt zu gestalten: Schmöckwitz => Krampenburg => Müggelheim (Busendhaltestelle). Bisher fehlt jedoch ein stabiler Anlegesteg in Müggelheim. Direkt an der stabilen Ufermole darf wohl nicht festgemacht werden. Näheres erfahren Sie dazu aber bei der Redaktion des „Müggelheimer Boten“. Vielleicht kann ihre Redaktion auch in Erfahrung bringen, warum überhaupt die Dauerzeltplätze an der Krampe (Ostufer) und am Seddinsee (Nordufer) geschlossen wurden. Ich vermute, dass nach der Wende die Hauptverwaltung der „Berliner Forsten“ nach Berlin-Friedrichshagen kam und unbedingt im Osten Berlins die gleichen sozialen (ungünstigen) Bedingungen wie in Westberlin durchsetzen wollte. D.h., es durfte keine preiswerten Dauerzeltplätze mehr in Berlin geben. Hartmut Petersen


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10 Jahre Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Krankenhaus Hedwigshöhe

Der Patient im Mittelpunkt - respektvoller Umgang, Selbsthilfeorientierung und Einbeziehung Berlin, 6. März 2013. Heute feierte das Krankenhaus Hedwigshöhe gemeinsam mit Patienten, Kooperationspartnern, Gästen aus Politik und Gesundheit sowie den Mitarbeitern das zehnjährige Bestehen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Die Jubiläumsfeier begann mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Krankenhauskapelle. Bei dem sich anschließenden Festakt, der von Alexander Grafe, Regionalgeschäftsführer der St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH, eröffnet wurde, sprach Ines Feierabend, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Arbeit, Soziales und Gesundheit das Grußwort. Sie würdigte die umfassenden sich ergänzen- von links nach rechts: Prof. Dr. med. Hans Gutzmann (Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und den psychiatrischen Angebote, Psychosomatik), Ines Feierabend (stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Treptow-Köpenick), Uwe Klein die unter der Leitung von Prof. (Referent für Strategie- und Unternehmensentwicklung) Quelle: Krankenhaus Hedwigshöhe Dr. med. Hans Gutzmann, dem Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, in den letzten 10 einer älter werdenden Bevölkerung die demo- Die Klinik arbeitet in den drei Bereichen Jahren in der Klinik für Psychiatrie etabliert graphische Entwicklung eine der zentralen Gerontopsychiatrie, Allgemeinpsychiatrie wurden und die psychiatrische Versorgung Herausforderungen für die psychiatrische sowie Abhängigkeitserkrankungen und Dopdes Bezirks Treptow-Köpenick sicherstellen. Betreuung und Behandlung sein. Die Grund- peldiagnosen. Die kontinuierliche Betreuung Darüber hinaus schätzt Feierabend „das Kran- sätze der psychiatrischen Arbeit werden dabei sowohl chronisch psychisch Kranker als auch kenhaus Hedwigshöhe als unübersehbaren auch in Zukunft fortbestehen: „Unser Ziel in von Menschen in akuten Krisensituationen Akteur“ für Bürgerschaftliches Engagement. der Arbeit mit allen Patienten ist eine thera- erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Lob erhielten von ihr auch die Mitarbeiter des peutische Beziehung auf Augenhöhe, die sich ambulant-komplementären psychiatrischen Krankenhauses für ihr großes Engagement in durch respektvollen Umgang, Zugewandtheit, Versorgungsstrukturen des Bezirks. Dabei bezirklichen Gremien wie zum Beispiel dem Offenheit und Verlässlichkeit und personale folgt die Behandlung dem Grundsatz „amberatenden „Arbeitskreis zur Weiterentwick- Kontinuität auszeichnet. Wir orientieren bulant vor stationär, tagesklinisch vor vollstalung und Umsetzung des kommunalpoliti- uns dabei vorrangig an den Bedürfnissen, tionär“. Behandlungsziele und therapeutische schen Gesundheitszieles „Gesund alt werden Zielen und Ressourcen von Patienten und Hilfen werden für jeden Patienten individuell in Treptow-Köpenick“. Zusammenfassend ihrem Umfeld statt an ihren Defiziten. [...] entwickelt als Unterstützung für eine weitgestellte die stellvertretende Bezirksbürger- Besonders wichtig ist uns die Beteiligung des hend selbstbestimmte Lebensführung. meisterin fest: „Sie sehen, das Krankenhaus Umfelds unter Beachtung des Vorrangs nicht- Schwerpunkt der Klinik ist die GerontoHedwigshöhe und seine Mitarbeiter sind aus psychiatrischer Hilfen und die Ausrichtung psychiatrie. In der aktuellen Klinikliste 2012 unserem Bezirk nicht mehr wegzudenken. auf Einbeziehung (Inklusion) im Sinne der des Nachrichtenmagazins „Focus“ (Ausgabe Darüber bin ich sehr froh und dankbar.“ Behindertenrechtskonvention der Vereinten 22 im Juli/August) wurde die Klinik für Nationen“, betonte Gutzmann. Psychiatrie deutschlandweit unter den Top 15 Professor Gutzmann ließ in seiner Festrede Kliniken für die Behandlung der Alzheimer die Entwicklung der Klinik für Psychiatrie, Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie Erkrankung platziert. Psychotherapie und Psychosomatik Revue und Psychosomatik sorgt seit 2003 „vor Ort“ passieren, nicht ohne den Blick auch auf die für die stationäre, teilstationäre und institut- Krankenhaus Hedwigshöhe, Höhensteig 1, künftigen Herausforderungen der psych- sambulante Behandlung psychisch kranker 12526 Berlin iatrischen Versorgung im Bezirk Treptow- erwachsener Menschen des Bezirks Treptow- Nähere Informationen zum Krankenhaus Köpenick zu werfen. So wird im Bezirk Köpenick. Grundlegend sind dabei die Prinzi- Hedwigshöhe: Treptow-Köpenick mit einem hohen Anteil pien der gemeindeintegrierten Versorgung. www.alexianer-berlin-hedwigkliniken.de


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Ausstellungseröffnung im Seniorenzentrum Bethel Köpenick Im November letzten Jahres haben wir den MARKTPLATZ TreptowKöpenick besucht, um nach einer neuen Idee für eine Ausstellung in den Räumen unseres Hauses zu suchen – und wir wurden fündig! Der MARKTPLATZ Treptow-Köpenick ist eine Veranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und zum Ziel hat, gemeinnützigen Einrichtungen und Unternehmen neue Wege der Kooperation und Zusammenarbeit zu ebnen. Die Partnerschaften sollen durch das gemeinsame Engagement das Gemeinwesen im Bezirk stärken. Der Marktplatz Treptow-Köpenick wird vom STERNENFISCHER Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick vorbereitet und organisiert. Wir haben das dritte Mal teilgenommen und zwar wieder mit dem gleichen Anliegen: Wir suchen interessante Ausstellungen für den Eingangsbereich unseres Hauses und bieten Auftrittsmöglichkeiten unseres Bewohnerchores „DIE BUNTEN VÖGEL“. Es sind auch in diesem Jahr für uns interessante Kontakte zustande gekommen. Bei dieser Marktplatzvereinbarung

haben wir eine Ausstellung „ausgehandelt“ und unser Chor konnte auch wieder einmal in unseren Räumen sein Können zeigen. Wir haben Mitglieder des Tauchsportclubs Adlershof im PSB 24 e.V. (TSK) getroffen, die ihre wundervollen Unterwasserbilder einem

breiteren Publikum vorstellen wollten. So wurden wir schnell handelseinig und am 8. März wurde die Ausstellung im Rahmen einer sehr gelungenen Vernissage eröffnet. Die Ausstellung steht unter dem Titel „UNTERWASSERANSICHTEN“ und darauf war das Eröffnungsprogramm abgestimmt: Den Auftakt machten „DIE BUNTEN VÖGEL“ mit einer kleine Wassermusik, einem Potpourri aus Volksliedern und Schlagern, die mit Wasser zu tun hatten. Danach wurde der zweite Klubfilm des TSK gezeigt – der einen sehr informativen, unterhaltsamen und kurzweiligen Einblick in den Tauchsport gab. Dann konnte man bei Cocktails - natürlich SWIMMING-POOL - und Canapés die wundervollen, farbenprächtigen Fotos anschauen und auch Fragen stellen. Bewohner, Mitarbeiter und Gäste kamen mit den Mitgliedern des TSK schnell in´s Gespräch. Es war eine lockere Atmosphäre, ein anregender und stimmungsvoller Abend. Wir bedanken uns bei Herrn Otmar Richter und Herrn Dieter Langenhahn vom TSK für die gute Zusammenarbeit. FAZIT: Herzliche Einladung an Interessierte, sich die Bilder in der Alfred-RandtStr. 23 in 12559 Berlin anzuschauen und dabei auch etwas über den Tauchsportklub Adlershof zu erfahren. Cornelia Heine


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In Wendenschloß wurde gemordet, literarisch gemordet. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Wendenschloß“ eG stellte als erstes Wohnungsunternehmen einen von diversen Tatorten des 3. Berliner Krimimarathons, im November letzten Jahres. Berlinweit lasen 29 Krimiautoren des „Syndicats der Vereinigung von Autoren deutschsprachiger Kriminalliteratur“ aus ihren neuesten Fällen.

Eingeladen nach Wendenschloß wurde Ella Danz, geboren und aufgewachsen in Coburg, einer romantischen Kleinstadt Oberfrankens und seit ihrer Studienzeit fest in Berlin wurzelnd. Sie las aus ihrem neuesten Buch „Geschmacksverwirrungen“ um einen neuen Fall des Lübecker Kommissars Georg Angermüller.

Willkommen im Internet: www.seniorenmagazine.de

Inh. Ute Bellmann Fachgeprüfte Bestatterin Mitglied der Berliner Bestatter-Innung

Bouchéstraße 17 12435 Berlin

Tag & Nacht 536 999 20 • 548 007 23 www.bellmann-bestattungen.de

Montag – Freitag 9–17 Uhr, Sonnabend nach Vereinbarung


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Wandervorschlag:

Modellpark Berlin- Brandenburg Der Modellpark Berlin-Brandenburg ist ein Miniaturpark in Berlin. Auf einer Fläche von drei Hektar befinden sich mehr als 65 detailgetreue Nachbildungen von Bauwerken aus der Region Berlin-Brandenburg im Maßstab 1:25. Er befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Ernst-Thälmann-Stadions im Volkspark Wuhlheide. Der Modellpark soll dem Publikum „einen Überblick über die wichtigsten Bauwerke der Region bieten“. Dabei soll er als „Reiseführer in 3D“ die Besucher auffordern, die Originalstandorte der Bauten in Berlin und Umgebung zu besuchen. Die Arbeitsagentur Mitte beauftragte im Jahr 2000 den freien Träger BUS (Bildung, Umschulung Soziales) GmbH, einen Modellpark aufzubauen. Das Ziel

Schloss Köpenick

sollte sein, durch einen qualitativ hochwertigen Modellbau Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit einer sinnvollen Tätigkeit anzubieten. Damit sollte die Einrichtung unbefristeter, nicht subventionierter Arbeitsplätze erreicht werden. Als erstes Modell wurde von 36 Mit-arbeitern das AEG-Beamtentor in Wedding entwickelt. Anschließend baute man das Innenmodell der Oberbaumbrücke sowie das Pergamonmuseum. Im Jahr 2011 sind insgesamt fünf Werkstätten in Berlin mit je rund 25 Menschen mit dem Bau der Modelle beschäftigt. Die Arbeiter sind 1-Euro-Jobber. Auf dem Gelände befinden sich weiterhin eine Schauwerkstatt, ein Spielplatz, ein Tast- und Kräutergarten sowie ein Aussichtspunkt. Ein Rundweg symbolisiert die Stadtgrenzen Berlins, außerhalb dieses Ringes befinden sich die Modelle Brandenburger Bauwerke. Im folgenden sind die Modelle getrennt nach beiden Bundesländern aufgeführt. Dies war der Stand April 2012. Die Glienicker Brücke befindet sich zwischen Berlin und Brandenburg. Als wir im September diesen Rundweg mit Führung absolvierten, wurden zur Zeit die Zitadelle Spandau, das Schloss Oranienburg sowie die

Rathaus Köpenick

Stadtkirche Köpenick als Miniaturbauwerke modelliert. In den Wintermonaten ist der Modellpark geschlossen, aber Anfang April, werden seine Pforten für die Besucher geöffnet werden. Die Adresse: Eichgestell 4 • 12458 Berlin (ehemaliges Ernst-Thälmann-Stadion) Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser Besichtigung. Text u. Fotos: Detlev Streichhahn


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Seniorenkino im UNION jeden Mittwoch 10 Uhr, für 4 €, incl. Kaffee & Kuchen

Offen für jedes Alter

Zuschlag bei Filmen über 2 Stunden 50 ct.

Bölschestraße 69, Friedrichshagen Reservierungen unter 030/650 131 41 Mi, 03. Apr, 10.00 Uhr

Hannah Arendt

Drama/ Biographie n D/LUX/F/ISR 12 n 113 min. n FSK: ab 6 n Regie: Margarethe von Trotta n mit Barbara Sukowa, Axel Milberg, Janet McTeer

Mi, 24. Apr, 10.00 Uhr

Nachtzug nach Lissabon

Drama n D/CH/P 12 n 111 min. n FSK: ab 12 n Regie: Bille August n mit Jeremy Irons, Mélanie Laurent, Jack Huston Ein Schweizer Lateinlehrer lässt plötzlich sein wohlgeordnetes Leben hinter sich und setzt sich in den Nachtzug nach Lissabon. Im Gepäck: das Buch eines portugiesischen Dichters, das ihn nicht mehr loslässt. In Lissabon beginnt eine rastlose Spurensuche nach dem Poeten, die zurück in das faschistische Portugal der 70er Jahre und Gregorius auf Umwegen zu sich selbst führt. Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Pascal Mercier Mi, 01. Mai, 10.00 Uhr

Hitchcock

Philosophin Hannah Arendt verfolgt den Prozess gegen NSSchlüsselfigur Adolf Eichmann in Jerusalem, woraus ihr umstrittenes Buch „Eichmann in Jerusalem“ entsteht. In dem formuliert sie ihre These von der „Banalität des Bösen“, was große Teile der jüdischen Welt empört - und auch einige ihrer langjährigen Freunde wenden sich gegen sie. Großes, dramatisches Kino, bewegend, spannend, lebensnah und reflektiert!

Drama n USA 12 n 98 min. n FSK: ab 12 n Regie: Sacha Gervasi n mit Helen Mirren, Sir Anthony Hopkins, Scarlett Johansson Hitchcocks neues Projekt „Psycho“ ist Hollywood zu kontrovers und wird nicht finanziert. So stürzt sich der Regisseur in seine größte Herausforderung und will selbst die Kosten für die Produktion aufbringen. Seine Egomanie und Obsession belastet die Beziehung zur Partnerin und Ehefrau Alma Reville, die ihn dennoch vollends unterstützt. Ein biografisches Drama, das dem Zuschauer von heute das Phänomen Hitchcock näher bringt.

Mi, 10. Apr, 10.00 Uhr

Renoir

Drama n F 12 n 112 min. n FSK: ab 0 n Regie: Gilles Bourdos n mit Michel Bouquet, Vincent Rottiers, Christa Theret Der unter dem Altern und dem Verlust seiner Frau leidende Maler Auguste Renoir lebt zurück gezogen an der Côte d’Azur. Als die junge Frau Andrée auftaucht, wird zu Augustes Muse, er malt und fühlt sich wieder jung. Auch Augustes Sohn Jean, der verletzt aus dem Krieg heimkehrt, bekommt durch Andrée neuen Lebensmut. Beide teilen interessieren sich für Kino. Vater und Sohn finden durch ihre Muse wieder zu sich selbst und entdecken die Leidenschaft ihres Lebens neu. Mi, 17. Apr, 10.00 Uhr

Kokowääh 2

Komödie n D 12 n 122 min. n FSK: ab 6 n Regie: Til Schweiger, Torsten Künstler n mit Til Schweiger, Jasmin Gerat, Emma Tiger Schweiger, Matthias Schweighöfer Fortsetzung der Patchwork-Familien-Story: Während Henry sich nur um seinen neuen Film kümmert, hat Katharina das Hausfrau- und Muttersein satt und zieht aus. Dafür zieht Magdalenas Vater Tristan ein, ein attraktives Kindermädchen mischt mit und das Chaos nimmt seinen Lauf...

Mi, 08. Mai, 10.00 Uhr

Song for Marion

Tragikomödie n GB 12 n 97 min. n FSK: ab 0 n Regie: Paul Andrew Williams n mit Vanessa Redgrave, Terence Stamp, Gemma Arterton Arthur ist ein griesgrämiger alter Mann, der aber für seine lebenslustige Frau, die regelmäßig im Seniorenchor singt, alles tut und sie auch zu den Proben begleitet. Als bei Marion Krebs festgestellt wird, singt sie ein letztes Mal für ihren Mann ein Liebeslied, dann muss er sie zu Grabe tragen. Am Ende ist es die Musik, die dem Witwer in seiner dunkelsten Stunde Linderung verschafft und ihn zum „Song for Marion“ auf einem Liederwettstreit bewegt.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Veranstaltungen April und Mai 2013 Auswahl von Terminen, weitere in den Veranstaltungsorten erfragen! KIEZKLUB RAHNSDORF, Fürstenwalder Allee 362, 12589 Berlin-Hessenwinkel, Telefon 648 60 90 Mittwoch 3.4. 10 Uhr Beratung des Pflegestützpunktes. Freitag 12.4. 18 Uhr Klassik und Volksweisen mit Prof. Wladimir Bonakow und Iwan Sokolow. Eintritt 5 €. Dienstag 16.4. 14 Uhr Plauderstunde mit Gerda Heilmann und Helga Marquard. Seniorenchor Der „Seniorenchor „Hessenwinkler Spätlese“ lädt ein zum Besuch der Proben dienstags von 15.00-16.30 Uhr. Seniorenvertretung von Treptow/Köpenick Sprechstunde mit Frau Wissel und Herrn Basedow jeweils am 3. Donnerstag des Monats,15 Uhr. KIEZKLUB ALTE SCHULE, Dörpfeldstraße 54, 12489 Berlin-Adlershof, Telefon 902 97 57 67 Mittwoch 3.4. 14.30 Uhr Tanz mit Gabis Miniband. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 17.4. 15 Uhr „Das Gold von Cajamarca“. Entdeckungen in der Partnerstadt von Treptow-Köpenick in Peru mit Ulrich Star. Mittwoch 24.4. 14.30 Uhr Tanz mit Hartmut Hacker. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 8.5. 16.30 Uhr Trommeln für die seelische Gesundheit. Mittwoch 15.5. 14.30 Uhr Tanz mit Kiry Janev. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 15.5. 14.30 Uhr Sommerfest im Kiezklub mit Livemusik und Grill im Garten. KIEZKLUB BOHNSDORF, Dahmestraße 33, 12526 Berlin-Bohnsdorf, Telefon 902 97 55 09; Fax 902 97 55 46 Dienstag 2.4. 11-14 Uhr Erweitertes Osterfrühstück. Unkostenbeitrag 5 €. Dienstag 9.4. 14 Uhr „Wohnen im Alter und Pflege zu Hause“ (VS 0 94) mit Herrn Brendel vom Pflegestützpunkt Spreestraße. Gäste willkommen! Dienstag 23.4. 14.30 Uhr „Jetzt kommt die Süße“ – Dagmar Gelbke erinnert an Helga Hahnemann. Eintritt 2,50 €. Dienstag 7.5. 11-14 Uhr Brunch mit Nachbarn. Unkosten-beitrag 5 €. Dienstag 14.5. 14 Uhr „Ich weiß alles!?“ mit Lutz Hoff. Veranstaltung der VS. Eintritt 1 bzw.2 €. Dienstag 22.5. 14 Uhr Tanz im Mai mit Kiry Janev. Eintritt 2,50 €. KIEZKLUB Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12487 Berlin, Telefon 902 97 56 65 Programmbeginn 15 Uhr, Musik zum Tanz ab 14.30 Uhr. Donnerstag 4.4. 14.30 Uhr Tanz mit Kiry Janev. Eintritt 2,50 €.

Montag 8.4. + 6.5. 14 Uhr Tanz für an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen. Bitte anmelden! Donnerstag 11.4. ab 15 Uhr Mitglieder der Redaktion der Köpenicker Seniorenzeitung lesen neue eigene Texte. Donnerstag 18.4. 14.30 Uhr Tanz mit Hartmut Haker. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 25.4. 16 Uhr Lesung mit Karin Manke zum Gedenken an Rainer Hengsberg. Donnerstag 2.5. 14.30 Uhr Tanz mit Manne Menzel. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 16.5. 14.30 Uhr Tanz mit Kiry Janev. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 23.5. 15 Uhr „Hurra, wir sind 20“ – ein Stück der Kreuzund Querberger. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 30.5. 14.30 Uhr Tanz mit der Alexband. Eintritt 2,50 €. KIEZKLUB KES, Plönzeile 7, Haus B, 12459 Berlin-Oberschöneweide, Telefon 902 97 54 15 Um Anmeldung wird gebeten! Mittwoch 3.4. 14 Uhr Mittwoch 22.5. Geburtstagsfeier und Tanz für die Geburtstagskinder des jeweiligen Vormonats. Mittwoch 10.4. 12 Uhr Mittwoch 29.5. Interkulturelle Koch- und Backstube. Unkostenbeitrag für Zutaten. Bitte unbedingt anmelden! Mittwoch 10.4. 14 Uhr Heitere Kiezgeschichten mit Frau Schapranow aus der Kunstfabrik. Dienstag 16.4. 9.30 Uhr „Das kluge Kiezfrühstück“ und Vortragsreihe von Marlies Carbonaro. Eintritt 3,50 €. Mittwoch 17.4. 14 Uhr „Erinnerungen an Heinz Quermann“ mit seiner Tochter Petra Werner-Quermann. Eintritt 1,50 €. Mittwoch 24.4. 13 Uhr „Kindermund“ – heiteres Programm mit Adina und Norina. Eintritt 1,50 €. Sonntag 28.4. 15 Uhr Sonntag 26.5. KES-Kino mit Dr. Rainer Haus. Eintritt 1,50 €. Mittwoch 15.5. Buchlesung mit Martina Luther.

14 Uhr

KIEZKLUB im Bürgerhaus Altglienicke, Ortolfstraße182-184, 12524 Berlin, Telefon 902 97 67 17 Bitte vorher anmelden! Freitag 5.4. 14 Uhr Geburtstagsfeier für die Jubilare der Monate Februar und März 2013. Donnerstag 11.4. 14 Uhr Konzert mit dem Shanty-Chor Berlin e.V. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 16.5. 14 Uhr Grillfest und Tanz mit Gabis Miniband. Eintritt nach Anmeldung und Vorkasse für Beköstigung 6,50 €.

KIEZKLUB Gérard Philipe, Karl-Kunger-Str. 30, 12437 Berlin, Telefon/Fax 53 21 09 83 Kaffeetafel ab 14 Uhr Donnerstag 4.4. 14.30 Uhr Kaffeetafel für die Geburtstagskinder der Monate Februar und März mit Kabarettprogramm der Gruppe „Die Immergrünen“, Leitung Frau Eichelberger. Donnerstag 11.4. 14.30 Uhr „… der Frühling kommt …“ - Modenschau mit Frau Gericke. Donnerstag 25.4. 14.30 Uhr „Die linden Lüfte sind erwacht …“ – Frühlingslieder zur Gitarre mit Frau Schulz. Eintritt 1,50 €. Montag 29.4. 17 Uhr Veranstaltung des Freiwilligenzentrums „Sternenfischer“. Donnerstag 16.5. 14.30 Uhr Kiezgeschichten mit Frau Schapranow. Donnerstag 23.5. 14.30 Uhr „Das war in Schöneberg im Monat Mai“ – Volkslieder und immergrüne Schlager mit Herrn Gohlke. Eintritt 1,50 €. Neu: Gitarren- und Keyboardunterricht am Freitag, Absprachen unter Tel. 535 05 91, Herr Dinges. Verstärkung gesucht für die Gesellschaftstanzgruppe unter Leitung von Herrn Waskulat. Immer montags 11 Uhr KIEZKLUB TREPTOW-KOLLEG, Kiefholzstraße 274, 12437 Berlin, Telefon 532 00 95 Kaffeetrinken ab 14.30 Uhr Mittwoch 3.4. 15 Uhr Frühlingsliedersingen mit den Fröhlichen Heidelerchen in der Villa Harmonie, Kaffeetafel im Club ab 14 Uhr. Mittwoch 10.4. 15 Uhr Offene Veranstaltung und Geburtstagsfeier, dazu Verse von Eugen Roth und Gitarrenmusik. Mittwoch 17.4. 15 Uhr „Schein oder nicht Schein … ?“ Kabarett mit der Gruppe Weisetreter. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 24.4. 15 Uhr Kaffeetafel und Bildvortrag über Andorra mit Jürgen Ludewig. Mittwoch 8.5. 15 Uhr Geburtstagsfeier und Musik von alten Platten mit Helmut Gohlke.

Donnerstag 11.4. Donnerstag 23.5. Plauderstunde im Treff.

14 Uhr

Montag 15.4. 14.30 Uhr Filme im Treff: „Die Heiden von Kummerow…“ Eintritt 2,50 €. Mittwoch 17.4. 10.30 Uhr Quiz mit dem Team des Treffs. Montag 22.4. 14.30 Uhr Kuriose Kriminalgeschichten mit Hans Weise. Eintritt 2,50 €. Montag 29.4. 14.30 Uhr Galina Boksberger erzählt über ihr Heimatland Kasachstan. Eintritt 2,50 €. Montag 6.5. 14.30 Uhr Gemeinsames Singen mit Margit Haberkorn. Eintritt 2,50 €. Montag 13.5. 14.30 Uhr Bekannte Frauenbilder: Gabriele Münter. Mit Ingrid Schreppel. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 22.5. 10.30 Uhr Kuriose Gerichtsfälle mit dem Team des Treffs. Montag 27.5. 14.30 Uhr Richard Wagner zum 200. Geburtstag. Mit Hildegard Bartsch. Eintritt 2,50 €. Jeden Donnerstag Wandertag. Bitte im Treff informieren und anmelden. Jeden Donnerstag 10-15 Uhr „Helfen hilft“ – Hilfe und Beratung bei Alltagsproblemen. Weiter Angebote, Kurse und Familienveranstaltungen bitte im Treff erfragen. Wuhletreff, Begegnungsstätte Köpenick-Nord, Zum Wuhleblick 50, 12555 Berlin, Telefon 652 72 71, 1000fuessler-frauen.de/wuhletreff Um Anmeldung wird gebeten! Mittwoch 3.4 14.30 Uhr Tanz mit Bernd Schwerdtfeger. Eintritt 2 €. Montag 8.4. + 10.5. Filmtalk mit Luise. Eintritt 2 €.

10 Uhr

Montag 8.4. 14.30 Uhr Geburtstagsfeier für die Jubilare des Monats März 2013. Mittwoch 10.4. 14.30 Uhr Petra Werner-Quermann erinnert an ihren Vater Heinz Quermann. Eintritt 8 €. Mittwoch 17.4. 14.30 Uhr Tanz mit dem Duo M&B. Eintritt 2 €.

Mittwoch 15.5. 15 Uhr Tanz mit Bernd Schwerdtfeger. Eintritt 2,50 €.

Mittwoch 20.2. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Detlef Daemke. Eintritt 2 €.

Mittwoch 29.5. 15 Uhr „Jetzt kommen die lustigen Tage“ Lieder zur Gitarre und Gedichte mit Renate Schulz. Eintritt 1,50 €.

Montag 13.5. 14.30 Uhr Geburtstagsfeier für die Jubilare des Monats April 2013.

Frauentreff an der Wuhlheide Rathenaustraße 38, 12459 Berlin, Tel.: 535 80 20

Mittwoch 15.5. 14.30 Uhr Literarisches Programm über Goethe mit Gabriele Mewe und Jens-Peter Dierichs. Eintritt 4 €.

Mittwoch 3.4. 10.30 Uhr Alles über unsere Tierwelt, vorgetragen vom Team des Treffs.

Mittwoch 22.5. 14.30 Uhr Tanz mit Kiry Janev. Eintritt 2 €.

Montag 8.4. 14.30 Uhr „Der Unternehmer Carl Bolle“, vorgetragen von Hannelore Pflughaupt. Eintritt 2,50 €.

Mittwoch 29.5. 14.30 Uhr „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ – aus den Erinnerungen von Joachim Fuchsberger liest Herta Koch. Eintritt 2,50 €.


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Ratz-Fatz e.V. Schnellerstraße 81, 12439 Berlin-Schöneweide, Telefon und Fax 67 77 50 25, ratzfatzberlin.de Bei den Veranstaltungen wird ein Eintritt von 5 bzw. 3 € erhoben. Jeden Dienstag ab 14 Uhr Kulturcafé für Senioren. „Erlesenes am Samstag“ findet jeweils 10.30 Uhr mit unterschiedlichen Themen statt. Mit Frühstücksangebot. Genaues Programm im Ratz-Fatz erfragen! Freitag 5.4. 19 Uhr Gitarrenkonzert mit Nicolás Rodrigo Miquea (Chile). Freitag 12.4. 19 Uhr Harfenkonzert mit Alfredo Portillo (Argentinien). Dienstag 16.4. 18 Uhr Bürgerforum „Neue Energie für Berlin“ mit Dr. Judith Dellheim und Dr. Michael Efler, Vertrauenspersonen des Volksbegehrens Klimaschutz. Donnerstag 9.5. 19 Uhr Konzert zum Herrentag mit Larkin (Irish Folk). Bei schönem Wetter im Garten! Freitag 24.5. 19 Uhr Andalusischer Abend mit Kostproben der spanischen Küche, Wein, Tanz und Live-Musik. Sonnabend 25.5. 16 Uhr Konzert des Köpenicker Zupforchesters. Freitag 28.5. 14.30 Uhr Grillnachmittag mit dem Seniorenchor „Otto Dunkel“. Bitte beachten Sie auch die Galerie im Ratz-Fatz .Eintritt frei. Bürgerhaus Grünau, Regattastraße 141, 12527 Berlin, Telefon 67 44 348 Jeden Mittwoch 14 Uhr Brett-, Karten- und andere Gesellschaftsspiele. Teilnahme 1 €. Sonntag 7.4. 16 Uhr Sonntagskonzert mit dem Duo Orpheo“ (Antoine Saad und Susanne Kowal). Eintritt 10 €. Donnerstag 11.4. ab 16.30 Uhr Grünauer ehren Stefan Heym zum 100. Geburtstag. Bürgerfragestunde mit Gregor Gysi, Lesung mit Musik , Film ab 19 Uhr. Donnerstag 18.4. ab 19 Uhr Stefan Heym Filmnacht mit 3 Filmen nach seinen Büchern. Eintritt frei Sonnabend 20.4. 19.30 Uhr Klassik im Bürgerhaus mit Corinna Simon (Klavier). Eintritt 10 €. Freitag 26.4. 20 Uhr Freitag 31.5. Dixieland im Bürgerhaus mit der Old Castle Jazzband Cöpenick. Eintritt 8 €. Freitag 3.5. 20.30 Uhr Disco im Bürgerhaus. Eintritt 5 €. Sonnabend 4.5. 19.30 Uhr Klassik im Bürgerhaus zum 200. Geburtstag von Richard Wagner mit Konstanze John (Klavier). Eintritt 10 €. Dienstag 7.5. 19.30 Uhr Leseladen: „Als Hollywood am Kalksee lag“ über die Stummfilmzeit mit Dr. Horst Miethe. Eintritt 5 €. Freitag 10.5. 19 Uhr Öffentliche Beratung über die Verwendung der Kiezkasse in Grünau mit Bezirksverordneten.

KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2013

Donnerstag 16.5. 19.30 Uhr „Brandenburgs Schlösser, Parks und Herrenhäuser“ mit Dr. Sibylle Badstübner-Gröger (zur Vorbereitung der Lesefahrt am 9. September). Eintritt 5 €. Sonntag 26.5. 16 Uhr Frühlingsliedersingen mit dem Chor des Bürgerhauses. Eintritt 3 €. Donnerstag 30.5. 19 Uhr Filmreihe mit Dr. Katrin Sell, heute: Jeanne Moreau. Eintritt 4 €. Ausstellungen, Wandertermine und Kurse bitte beim Bürgerhaus erfragen! Hauptmannsklub 103,5; Wendenschloßstr. 103-105, 12557 Berlin-Köpenick,Telefon 650 754 83 Freitag 12.4. 18 Uhr „Gefragte Leute gefragt“, heute mit Julia Axen und Moderator Karl-Heinz Labetsch. Eintritt 3 €.

Gesellschaft zum Schutz für Bürgerrechte und Menschenwürde (GBM), Ortsverband Berlin-Köpenick, Telefon 645 47 77 Kostenlose Konsultationen zur heutigen und zukünftigen Rente, jeweils 10 - 12 Uhr: Wohngebietszentrum Pablo-Neruda- Straße 12/13: 11.4. und 16.5.2013 nach telefonischer Voranmeldung unter 656 2713 oder 0152023 92175. Rabenhaus Puchanstraße 9: 10.4. und 16.5.2013 nach telefonischer Voranmeldung unter 6588 0165; auch zur Rentenbesteuerung! Kiezklub VITAL: keine Beratungen. In dringenden Fällen Auskünfte unter Telefon 654 3091. Schloss Köpenick, Aurorasaal, Schlossinsel, 12557 Berlin

Freitag 19.4. 19 Uhr Line Dance Party mit der Countryband Happy (Texas). Eintritt 3 €. Mit Voranmeldung!

Köpenicker Schlosskonzerte: 14-täglich sonntags 16 Uhr und Sonderkonzerte. Zum Beispiel:

Donnerstag 25.4. 16 Uhr Tanztee mit der Alexband. Eintritt 5 €

Montag 1.4. 16 Uhr Trio Rodur mit Musik von Clara und Robert Schumann.

Freitag 10.5. 19 Uhr Line Dance Party mit der Countryband Last Hot Dogs. Eintritt 3 €. Mit Voranmeldung! Freitag 17.5. 18 Uhr „Gefragte Leute gefragt“, heute mit Peter Thomson und Moderator Karl-Heinz Labetsch. Eintritt 3 €. Freitag 24.5. 16 Uhr Tanztee mit der Alexband. Eintritt 5 €. Sonnabend 25.5. Literarischer Nachmittag „Preußisches Orakel im Schlossgarten von Köpenick“ mit Fritz Kleinhempel. Seniorenzentrum Bethel Köpenick, AlfredRandt-Str. 23, 12559 Berlin, Telefon 658 950 11.04. 15.30 Uhr VOLKSLIEDERSINGEN MIT FRAU HIRSING 17.04. TANZTEE

15.30 Uhr

30.04. 15.45 Uhr Erinnerung in Noten „TANZ IN DEN MAI“ 02.05. CHOR „pro musica“

15.45 Uhr

15.05. TANZTEE

15.30 Uhr

21.05. Erinnerung in Noten

15.45 Uhr

Vitanas Senioren Centrum Bellevue; Parrisiusstraße 4-14, 12555 Berlin-Köpenick; Telefon 64 16 76-0 Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten! Mittwoch 10.4. 18 Uhr Einführung in das Betreuungsrecht durch Herrn Erxler, Betreuungsverein TreptowKöpenick e.V. Bitte Aushänge im Heim beachten! Betreuungsverein Treptow-Köpenick e.V. Baumschulenstr.13, 12437 Berlin, Tel: 53637315 Donnerstag 2.5. 13.30 Uhr Internationaler Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus USA und Australien bei USE, Wassersportallee 2, 12527 Berlin-Grünau. Anmeldung erforderlich.

Sonntag 7.4. 16 Uhr „Preußische Quartette“ mit dem Mozartquartett Berlin. Sonntag 21.4. 16 Uhr Mozarts Klavierwerk mit Naoko Fukumoto. Mittwoch 1.5. 16 Uhr Trompetenklänge mit dem Haydnquartett Berlin. Sonntag 19.5. 16 Uhr Montag 20.5. Mozarts Streichquartette mit dem Mozartquartett Berlin. Karten und Programm im Tourismusbüro am Schlossplatz oder Tel. 030-47 99 710. Christophorus-Kirche, Bölschestr. 27-30, 12587 Berlin-Friedrichshagen Sonntag 7.4. 17 Uhr Klavierquartett mit „Concerto vivo“ (Cottbus) und Tobias Scheetz (Klavier). Musik von Mendelssohn, Mozart und Clara Schumann. Sonntag 28.4. 17 Uhr MusiciMedici – Benefizkonzert zugunsten der Hospizarbeit. Sonntag 5.5. 17 Uhr Orgelkonzert mit Werken französischer Komponisten. An der Orgel Henri Ormieres (Carcassonne/F). Sonntag 26.5. 17 Uhr Familienmusiktheater mit dem Ensemble Zeit für Barock. Fast jeden Mittwoch Orgelmusik zur Wochenmitte.

18 Uhr

Bekenntniskirche, Plesserstr. 4 12435 Berlin-Treptow Sonnabend 11.5. 17 Uhr Querflöte, Orgel und Lyrik – Musik und Gedichte zur Sommerzeit mit Ingrid Schultz, Barbora Yhee und Wolfgang Prietsch. Mittelpunktsbibliothek Treptow-Köpenick, Alter Markt 2, 12555 Berlin-Köpenick, Telefon 90297 3418 Donnerstag 4.4. 19.30 Uhr Carmen-Maja Antoni zum 100. Geburtstag von Stefan Heym. (Stefan-Heym-Bibliothek Adlershof) Eintritt 10 bzw. 8 €.

Freitag 12.4. 19.30 Uhr !Alles Theater! Blick in die Theaterwelt mit Gert Stecher und Christine Obermann am Flügel. Eintritt 5 bzw. 4 €. Freitag 19.4. 19.30 Uhr „Mein Dornenlächeln“ - Hommage an Else Lasker-Schüler mit Carola Krautz-Brasin und Peggy Voigt am Flügel. Eintritt 7 bzw. 6 €. Donnerstag 25.4. Fraueninfobörse.

14-17 Uhr

Freitag 26.4. 19.30 Uhr „Wahnpalast ist Dichters Liebling“ Lyriklesung und Performance von und mit Boris Preckwitz. Mittwoch 15.5. 19.30 Uhr Tango vom Feinsten zu Pfingsten mit Media Luna. Eintritt 10 bzw. 8 €. Ausstellung „BER. Topografien eines Großflughafens“, Fotografien von Schülern der Klasse F11 der Best-Sabel-Fachschule ab 10.4.2013 in der Mittelpunktsbibliothek. Weiteres in der Bibliothek erfragen! Vom 21.5. – 28.6.2013 ist die Mittelpunktsbibliothek wegen Baumaßnahmen geschlossen! Pflegestützpunkt Treptow-Köpenick, Spreestr. 6, 12439 Berlin, Tel. 39063825 Mittwoch 22.5. 14 Uhr Wohnanpassung selbst gemacht...

Bürgerämter im Stadtbezirk Bürgeramt I, Alt-Köpenick 21 (Rathaus), Tel. 902 97 27 41 Bürgeramt II, Michael-Brückner-Str. 1, Tel. 902 97 40 00 Mo 8 - 15 Uhr Di 11 - 18 Uhr Mi 8 - 13 Uhr Do 11 - 19 Uhr Fr 8 - 13 Uhr Terminsprechstunde: Sa 9 - 13 Uhr nur im Bürgeramt I im Rathaus Köpenick, auch Bürgertelefon 115.

Außerhalb des Bezirks:

Tulipan im Britzer Garten Große Tulpenschau vom 13.4.-20.5.2013 Ab Mitte Mai ist

Rhododendronblüte Eintritt 3 bzw. 1,50 €. Veranstaltungen unter http://www.gruen-berlin.de/ parks-gaerten/britzer-garten/

Auflösung aus 01/2013


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Unsere Müggelspreeterrasse erwartet Sie und den Frühling In diesem Jahr Bootstouren ab einer Stunde auch kurzfristig möglich! Haben Sie Fragen zu Ihren Veröffentlichungen in der Köpenicker Seniorenzeitung? Rufen Sie mich an: Wolf Glaeser Tel./Fax: 033767 / 80616 Funk: 0162 / 9614195 wolf-glaeser@t-online.de

Ich berate Sie gern.

Taverna la foresta & Seerestaurant Nicos Hafen Wir suchen motivierte Kollegen ab sofort.

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PREISAUSSCHREIBEN präsentiert von Bücher im Forum Köpenick

Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V. Di 25. April

Abfahrt: 08.00 Uhr Ankunft: 19.00 Uhr S-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz Preis: 49,50 €/Pers.

• ganzjährig ab 12 Uhr geöffnet • Parkplätze, Strand und See direkt vor der Tür

Ein Ausflugsziel der besonderen Art ist das idyllische Feinschmeckerdomizil am Strand von Krummensee. Dieses liegt südöstlich von Berlin-Köpenick und ist nach ca. 25 km z.B. über die A13 zu erreichen. Parkplätze sind direkt vor der Tür. Der Küchenchef serviert Wild-, Fisch- u. Pastagerichte auch als Seniorenportion. Wir richten Familienfeiern aus und liefern natürlich auch Büffetts zu Ihnen! Weitere Informationen zum Strandhaus und der Region finden Sie auf www.strandhauskrummensee.de.

Tauchen Sie ein in die Farbenpracht der Oderhänge von Mallnow, wenn die Adonisrösschen ihre gelben Blüten entfalten und genießen Sie bei einem Spaziergang die Ankunft des Frühlings. Begleiten Sie uns nach einem leckeren Mittagessen ins Kloster Neuzelle, dem Barockwunder Brandenburgs und lassen Sie sich faszinieren von über 700 Jahren Geschichte. Leistungen: Komfort-Reisebus mit Reiseleitung, Spaziergang, Mittagessen, Führung Klosteranlage

Mi 22. Mai

Burg Eisenhardt und Beelitzer Spargel

Do 13. Juni

Dornburger Schlösser und Bad Dürrenberg

Abfahrt: 08.00 Uhr Ankunft: 19.30 Uhr S.-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz Preis: 49,50 €/Pers.

Wie heißt dieses Naturwunder in der Märkischen Schweiz? Die Antwort schicken Sie bitte per Postkarte an die Redaktion der Köpenicker Seniorenzeitung (KSZ), Frau Ursula Schirmer, Wendenschloßstr. 15, 12559 Berlin. Einsendeschluß ist am 30.4. 2013. Die Lösung des Rätsels aus dem Heft 1/2013 lautet: Brücke über den Oder-Spree Kanal Das Los entschied sich unter den vielen richtigen Einsendungen für Frau Annelie Wehner aus 12527 Berlin. Herzlichen Glückwunsch. Ihre Redaktion der KSZ

Frühling an den Oderhängen und Kloster Neuzelle

Abfahrt: 07.00 Uhr Ankunft: 19.30 Uhr S.-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz Preis: 44,50 €/Pers.

Nach einem Besuch auf der trutzigen Burg Eisenhardt in Bad Belzig schmeckt der frische Beelitzer Spargel auf dem Erlebnishof in Klaistow besonders gut. Sie haben die Gelegenheit, den Weg des „weißen Goldes“ vom Feld bis auf den Tisch zu verfolgen oder die weitläufigen Tiergehege zu besuchen. Am Nachmittag setzen Sie mit der Fähre über auf die Pfaueninsel in der Havel mit einem Märchenschloss und einem zauberhaften Park. Leistungen: Komfortreisebus mit Reiseleitung, Burgführung Bad Belzig, Mittagessen Spargelhof, Fähre & Eintritt Pfaueninsel

Erleben Sie das einzigartige Ensemble von drei Schlössern verschiedener Epochen hoch über dem reizvollen Saaletal. Die Mauern des Alten-, des Renaissance- und des Rokoko Schlosses erzählen Geschichten von Otto I. und Johann-Wolfgang von Goethe. Der spektakulär über 5 Terrassen abfallende Schlosspark mit Laubengängen, Weinbergen und Rosenspalieren lädt zum Spazieren ein. Atmen Sie am Nachmittag in Bad Dürrenberg die gesunde Salzluft nahe dem weltgrößten Gradierwerk beim Flanieren durch den Kurpark. Leistungen: Komfortreisebus mit Reiseleitung, Führung und Eintritt Dornburger Schlösser & Park, Fahrt nach Bad Dürrenberg

Buchungen: Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V. Touristinformation Alt-Köpenick 31-33 • 12555 Berlin • Tel. (030) 655 755 0 touristinfo@tkt-berlin.de • www.berlin-tourismus-online.de

Lust auf mehr Berlin? ... dann Treptow-Köpenick!

Seniorenzeitung Köpenick #2, 2013  

Seniorenzeitung Köpenick #2, 2013

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