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Seniorenzeitung

die Zeitung für Treptow-Köpenick

Ausgabe

2/2010 April Mai 19. Jahrgang


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Kontakt: Telefon (033 75) 21 43 19


Interview des Bundesministers für Gesundheit, Dr. Philipp Rösler, mit der „Köpenicker Seniorenzeitung“ Köpenicker Seniorenzeitung: Herr Minister, viele Seniorinnen und Senioren aus unserem Verbreitungsbereich sehen mit großer Sorge der von Ihnen und Ihrer Partei, der FDP, angestrebten Gesundheitsreform entgegen. Sie befürchten, daß die Kopfpauschale, ein einheitlicher Betrag unabhängig von der Höhe des Einkommens, zwar zu einer erheblichen Entlastung der Gutverdienenden, jedoch zu einer stärkeren Belastung der Bezieher kleiner Einkommen führen wird, selbst wenn Sie Letzteren einen sozialen Ausgleich aus Steuermitteln zusagen. Was soll daran gerechter und besser sein?

Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler

Antwort: Vergessen Sie alle im Umlauf befindlichen Zahlen über angebliche Milliardenkosten. Die werden in der Öffentlichkeit gerne gestreut, um Menschen zu verunsichern. Das sind aber nicht meine Zahlen. Ich kann Ihnen versichern: Ich möchte, daß die Finanzierung des Gesundheitssystems fairer wird. Wir wollen einen sozialen Ausgleich, damit Menschen mit geringerem Einkommen einen Ausgleich bekommen. Derzeit gibt es den nicht. Wie wichtig dieser wäre, zeigt die Debatte über die Zusatzbeiträge, die einzelne Kassen nun erheben. Ich sage: Keine Prämie ohne Sozialausgleich. KSZ: Und wann kommt die Prämie? Antwort: Wir wollen die Prämie nur schrittweise einführen. Niemand wird überfordert. Konkret: Es wird weiter einen prozentualen Beitrag geben, den Arbeit-

Editorial:

nehmer und Rentnerinnen und Rentner bezahlen - der prozentuale Beitragssatz wird Schritt für Schritt abgesenkt und die Prämie mit sozialem Ausgleich wird langsam größer. Wie die Schritte genau aussehen, erarbeitet gerade eine von mir eingesetzte Regierungskommission. KSZ: Ist es nicht auch eine Demütigung, wenn Sie einen Teil der Bevölkerung von staatlichen Zahlungen abhängig machen wollen? Und werden nicht die erheblichen Mittel, die diese Alimentierungen kosten dürften, in anderen Sozialsystemen fehlen? Antwort: Davon kann überhaupt keine Rede sein. Erstens ist und bleibt das Grundprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung, daß die Gesunden die Kranken stützen. Und zweitens ist es doch auch ganz normal für viele Millionen, wenn sie Kindergeld beantragen. Jede und jeder, die die Unterstützung der Gemeinschaft benötigen, werden sie auch bekommen. KSZ: Sagt nicht der gesunde Menschenverstand und das Beispiel anderer europäischer Staaten, daß eine gerechte Reform erfordern würde, alle Bürger in ein Versicherungssystem einzubeziehen und gemäß der Höhe ihres Einkommens daran zu beteiligen? Würde das nicht eher dem Sozialstaatgebot des Grundgesetzes entsprechen? Antwort: Wir wollen keine Einheitsversicherung. Wir wollen, daß das Prinzip „Die Gesunden sind für die Kranken da“ beim Sozialausgleich ergänzt wird durch das Prinzip „Die Reichen stützen die Armen“. Das ist gerecht. Für das Interview bedankt sich Hans Joachim Koppe

Preis für Katrin Sasse Herzliche Glückwünsche für Katrin Sasse in Müggelheim zur Würdigung Ihres künstlerischen Schaffens mit dem Paula-Preis. Es drücken Ihnen die Daumen für weitere interessante Rollen die Redaktion der „Köpenicker Seniorenzeitung“ und sicher auch alle Fans in Treptow-Köpenick. Red.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Wenn diese Zeilen erscheinen, werden wir hoffentlich die Schneeberge im Garten und an den Straßenrändern los sein. Aber nicht alle sind davon genervt. „Das war doch endlich wieder einmal ein richtiger Winter“, sagen sie. Viele der Älteren verweisen darauf, daß sie in ihrer Jugend fast ausschließlich solche Winter erlebt hätten – hier oder anderswo. Alles wahr, nur wir sind nicht mehr darauf eingestellt. Wir empfinden minus drei Grad schon als Kälterekord und 50 Zentimeter Neuschnee als Katastrophe. Etwa zugespitzt. Schneeballschlachten kommen in unseren Vorstellungen vom Winter so gut wie nicht mehr vor. Auch der selbstmodellierte Schneemann mit Kohlenaugen, Möhrennase und Opas altem Hut bleibt in die Kindheit verbannt. Wenigstens in der Großstadt. Nun also feiern wir hoffentlich grüne Ostern. Und ein richtiger schöner Frühling folgt dem strengen Winter. Wer einen Garten hat, wird die Winterfolgen beseitigt haben. Sicher haben Sie auch nicht vergessen, den Nistkasten der Meisen zu reinigen. Und wenn wir schon bei Vergessen und nicht Vergessen sind: Am 9. Mai ist Mutter- und Europatag zugleich. Da ging vor 65 Jahren der 2. Weltkrieg endlich zu Ende. Danach erfreut uns hoffentlich das Pfingstfest mit strahlend schönen Maientagen. Übrigens heißen und sind unsere beliebten Freizeitstätten jetzt Kietzklubs. Zu all diesen Themen finden Sie etwas in dieser Ausgabe. Hans Joachim Koppe, verantwortlicher Redakteur


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

Kaleidoskop

Auftritt der Jüngsten

Pflegemesse im Estrel „Miteinander leben“ nennt sich die Messe, die vom 8.-10. April 2010 im Estrel Convention Center in der Neuköllner Sonnenallee stattfindet. Sie informiert, welche Maßnahmen von Institutionen und Verbänden zur Rehabilitation, Pflege und Prävention älterer und pflegebedürftiger Menschen angeboten werden. Hier kann man sich – auch in Veranstaltungen – über den neuesten Stand der Wissenschaft und technischen Innovation informieren. Vordergründig geht es um Volkskrankheiten wie Rheuma, Schlaganfall und Schwerhörigkeit, aber auch über Reisen und Sportangebote wird informiert. Aktuelles Programm: www.expotecgmbh.de

Frauentog gerettet Mit einem Tag der offenen Tür feierten die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter des „Hauses der Begegnung“ und ihre zahlreichen Gäste den 19. Geburtstag dieser beliebten Einrichtung in der Wendenschloßstraße 4o4. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen niveauvollen Angebote zum Miterleben und Mitmachen – Zeugnisse auch dafür, daß die Begegnungsstätte zu einem generationsübergreifenden Treffpunkt geworden ist. Text und Foto U.K. / Red.

Als die Heinzelmännchen kamen Eingesperrt in die Wohnung bei Eis und Schnee mußte man unwillkürlich an jene drei Affen denken, die – Augen zu, Ohren zu und Mund zu – lehren wollen: Nichts mehr sehen von Weiß überall, nicht mehr hören das Leiserieselt-von-oben, aber Mund zu? Na klar, mit wem sollten Alleinstehende reden, aber essen mußte man doch! Da halfen in den schweren Januar- und Februartagen oft freundliche Nachbarn. Aber glücklich waren diejenigen, zu denen die Heinzelmännchen kamen. Das Projekt „PRAXISNAH e.V.“ zu erreichen unter der Telefonnr. 65 49 78 33 / 35 half kostenlos, kaufte ein, leistete Einsamen Gesellschaft, brachte dies und jenes Handwerkliche in der Wohnung in Ordnung. Immer ist das willkommen, aber in so schwierigen Situationen wie wir sie am Jahresanfang wochenlang durchlebt haben war es – das ist nicht übertrieben – oft lebensrettend. Schnee ade, der Osterhase mag ihn nicht, wir auch nicht, aber all jenen Heinzelmännchen, die uns in schwieriger Situation halfen, ein ganz großes Dankeschön! Und die Bitte: Kommt wieder, denn wir brauchen Euch, alt und behindert wie wir nun mal sind, das ganze Jahr! git

Ein 200 m langer Bootsanlegesteg sollte die romantische Bucht zwischen Köpenicker Schloss und dem gegenüberliegenden Fischerkiez, nach einer Sage Frauentog genannt, durchschneiden. Fischer und andere Anlieger klagten – mit Erfolg! Das Gericht entschied gegen die Baugenehmigung. Ergibt sich nun noch die Frage: Was wird aus dem Funktionsgebäude, das am Ufer bereits für Sanitäreinrichtungen der künftigen, nun nicht erscheinenden Wassersportler gebaut wurde und in seiner barackenähnlichen Form den Blick auf dieses schöne Ensemble von der Müggelheimer Straße aus versperrt? Ein Thema für die BVV. git

Ein Kapitel Eierkunde Ostern naht und damit die Eierfragen: Wie lange halten sie sich, schadet ein Ei zuviel usw. Beginnen wir mit der Entschlüsselung des Eiercodes, der auf jedes Ei aufgedruckt sein müßte. Bei Bio-Eiern steht das Ü an erster Stelle, die 1 kennzeichnet Eier aus Freilandhaltung, die 2 steht für Bodenhaltung und Eier mit einer 3 stammen aus einer Käfighaltung. Es folgt die Kennzeichnung für das Land – DE für Deutschland und ein zweistelliger Schlüssel für das Bundesland, vierstellig ist die Betriebsnummer angegeben, durch die 7. Ziffer erfährt man sogar den Herkunftsstall. Soll man Eier abschrecken? Das verkürzt die Haltbarkeitsdauer. Bis zum 8. Tag gilt ein Ei als extra frisch. Das Mindesthaltbarkeitsdatum – 28 Tage nach dem Legen – steht auf dem Karton. Daß Eier den Cholesterinspiegel erhöhen ist selten. Der Körper sorgt selbst für eine Balance, da das Cholesterin auch eine wichtige Funktion im Organismus erfüllt. mo

Die Kripo rät

Wieder neuer Trick Die Tricks der Betrüger, sich Zugang zur Wohnung zu beschaffen sind vielfältig. Die Bitte um ein Glas Wasser, einen Notizzettel, ja sogar Geld zu leihen — darüber hatten wir schon geschrieben. Ein ganz neuer Trick war jetzt leider bei einer Seniorin erfolgreich: Zwei Frauen stehen vor der Tür und bitten, für die Nachbarin Medikamente anzunehmen, die unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen. Sie wollten sie selbst an die richtige Stelle im Kühlschrank legen. Während das geschieht, hält eine der Frauen ein weißes Tuch hoch vor der Tür. Wozu? Inzwischen ist ein Mann dahinter eingedrungen und führt den Raub aus. Den „Tüchertrick“ kennt die Kripo in mehreren Varianten. Voraussetzung zu dessen Gelingen ist aber immer, dass man Fremde in die Wohnung gelassen hat. Keinen Fremden unangemeldet reinlassen, aber auch keine Bankverbindung über das Telefon geben rät die Kripo dringend. Da kann man schnell einen Dauerauftrag über Zeitschriften oder Lotto am Hals haben mit der entsprechenden Abbuchung. Die kann man allerdings zurückbuchen lassen, wenn man es vor Ablauf der Frist erfährt. Gisela Tews IMPRESSUM Die „Köpenicker Seniorenzeitung“ erscheint sechsmal im Jahr in der ELRO-Verlagsgesellschaft mbH, Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen, Telefon (O33 75) 21 43 19, www.elro-seniorenzeitungen.de Sie wird kostenlos vertrieben. Derzeitige Auflage 4.000. Ehrenamtliche Redaktion: Hans Joachim Koppe (hjk), verantwortlich für deren Beiträge, Frank Bernhardt, Elisabeth und Gerd Jandke, Dr. Kurt Kutzschbauch, Helga Leplow, Dr. Bettina Linzer, Maria Loß, Ursula Schirmer, Detlev Streichhahn, Gisela Tews (git) Anzeigen: Manuela Palm (033 75) 21 43 19 Wolf Glaeser (033767) 806 16 oder (01 62) 961 41 95 e-mail: werbung-goetze@t-online.de PR-Beratung: Michael Setz-Kuss, Tel. (030) 53216040, E-Mail: kussmanuskripte@gmx.de Beiträge, Anregungen, Kritiken und andere Einsendungen sind zu richten an: Gerd Jandke, Bogenstraße 24, 12589 Berlin, (per Post, möglichst PC-Ausdruck, mindestens in 12 pt und/ oder Datenträger). Telefon und Fax (030) 648 92 13. E-Mail jandke-hessenwinkel@t-online.de oder hjkoppe@arcor.de. Veranstaltungen: Hinweise auf Veranstaltungen sind zu richten an Frank Bernhardt, Fahlenbergstraße 13, 12589 Berlin, Telefon (030) 64 84 96 99, oder e-Mail frankeri@gmx.de. Zusammenarbeit: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abteilung Soziales und Gesundheit, Sozialamt, Fachbereich II, Frau Ellen Leidler, Postfach 910 240, 12414 Berlin, oder Dienstgebäude Hans-Schmidt-Straße 18, 12489 Berlin, Telefon (030) 902 97 60 84. Hinweise der Redaktion: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ehrenamtlichen Redaktion wieder. Eine sinnwahrende redaktionelle Bearbeitung und Kürzung behalten wir uns vor. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos kann keine Garantie übernommen werden. Titelbild: STERN UND KREIS SCHIFFAHRT GMBH Starten Sie mit uns in den Frühling! Redaktionsschluß für die Ausgabe 3-2010 (erscheint Anfang Juni) ist der 8. Mai 2010.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

Was macht unser Heimatverein? Gespräch mit Stefan Förster, Vorsitzender des Heimatvereins Treptow-Köpenick Köpenicker Seniorenzeitung: Herr Förster, der Heimatverein Treptow-Köpenick, dessen Vorsitzender Sie sind, hat in unserem großen, grünen und traditionsreichen Bezirk ein weites Betätigungsfeld. Welche Aufgaben stehen dabei bei ihnen im Vordergrund? Stefan Förster: Wir erforschen die Geschichte unseres Bezirks in vielfältiger Hinsicht, z. B. Geschichte traditioneller Gaststätten, Hausgeschichten, in denen wir über die Bauten und ihre Bewohner berichten, Stadtapotheke und Post sind wir auf der Spur, dann betrachten wir die 100jährige Geschichte des Treptower Rathauses und haben vor, eine Reihe „Köpenicker Köpfe“ ins Leben zu rufen, in der wir berühmte Köpenicker mal detailliert vorstellen. Wir machen auch Stadtführungen, nicht nur durch die Altstadt, sondern auch in Oberschöneweide und Friedrichshagen. All das fördert natürlich auch den Tourismus. KSZ: Wie unterstützen sie die Arbeit des Heimatmuseums? Stefan Förster: Wir organisieren Ausstellungen – z. B. über die Köpenicker Ausflugsgaststätten, recherchieren dazu, bringen Fotos von früher und heute. Geplant ist eine Ausstellung über Köpenicker Ausflugsdampfer, die unsere Besucher bestimmt erstaunen wird. Veranstaltungen organisieren wir zum Gedenken an die Köpenicker Blutwoche und

Auf ein Wort:

Wichtigtuerei Als Wichtigtuerei hat Altbundeskanzler Schmidt (bei Beckmann) die jüngsten provozierenden Äußerungen von Vizekanzler Westerwelle bezeichnet. Man könnte nach dieser Beurteilung zur Tagesordnung übergehen, würden da nicht zu viele Fragen offen bleiben. Wem wurde denn von wem „anstrengungsloser Wohlstand“ versprochen und wer demzufolge zu „spätrömischer Dekadenz“ eingeladen? Die Arbeitslosen können damit schwerlich gemeint sein. Daß sie nicht in Wohlstand leben, müßte selbst Westerwelle wissen. Also kommt doch nur – wie im alten Rom – die Oberschicht in Frage. In der Tat: Da leben Hunderttausende in „anstrengungslosem Wohlstand“. Sie leisten nichts – außer vielleicht riskanten Finanzspekulationen, für deren Folgen sie dann

zum 90. Jahrestag des Kapp-Putsches. KSZ: Anziehungspunkt war ja auch in unserer „Berliner Waschküche“ das Wäschereimuseum, dessen Exponate leider vor geraumer Zeit nach Eberswalde verkauft wurden, wo sie jetzt auch nicht mehr ausgestellt werden. Stefan Förster: Wir bemühen uns, möglichst viele Exponate zurückzuholen. Als ersten Schritt haben wir schon einiges aus Mitteln des Vereins zurückgekauft und im Heimatmuseum deponiert. KSZ: Leider ist die Besucherzahl im Köpenicker Schloß so zurückgegangen, daß nur noch wenige Tage geöffnet ist. Grund ist möglicherweise die nach der Renovierung ärmlichen Ausstattung. Was kann man tun? Stefan Förster: Uns wurde gesagt, daß verordnete Einsparungen die Ursache für die geringeren Öffnungszeiten seien. Aber sicher muß die Attraktivität der Ausstellung erhöht werden, um die Lust am Schloßbesuch wieder zu wecken. Eine neue Leiterin, Sabine Thümmler, wird hoffentlich auch neue Ideen mitbringen. Wir werden vorschlagen, wieder Sonderausstellungen zu zeigen, wozu besonders die Köpenicker Künstler gern beitragen werden. Ein Ansteigen der Besucherzahl würde ja auch die finanzielle Lage wieder bessern. Für das Gespräch dankt Gisela Tews nicht gerade stehen, sie betrügen die Gesellschaft massenhaft um Steuern, zahlen Hungerlöhne zu Lasten des Staates, verhalten sich asozial. Aber wer, zum Teufel, hat sie dazu eingeladen? Doch wohl die Regierungen von Schwarz über Gelb, Grün bis Rot mit ständigen Steuergeschenken und anderen Vergünstigungen, mit lascher Bankenaufsicht, mit weiteren Steuerersenkungen und der Kopfpauschale (Beiträge in gleicher Höhe zur Krankenversicherung, unabhängig vom Einkommen), wie jetzt geplant. Genau genommen hat sich die Oberschicht selbst eingeladen zu einem Leben in „spätrömischer Dekadenz“. Gewiß machen da längst nicht alle mit. Aber die Ehrlichen sind auch hier die Dummen. Doch das wird wohl der Vizekanzler, der ja selbst der Oberschicht angehört und aus Steuermitteln sehr gut bezahlt wird, so nicht gemeint haben. Oder sollte das doch Selbstkritik sein? Eine Art Selbstanzeige? hjk

Das TET-Fest feiern seit 16 Jahren vietnamesische , deutsche und Bürger anderer ethnischer Herkunft in Treptow-Köpenick. Diesmal begrüßten sie gemeinsam das „Jahr des Tigers“. Red.

Übrigens:

Schwarzer Tee für graue Zellen Haben Sie (noch) alle Tassen im Schrank? Hoffentlich Teetassen, denn neueste Forschungen haben ergeben, daß der Genuß von Schwarztee das Risiko, an Demenz zu erkranken, bedeutend einschränkt. Forscher der Universität von Singapur ermittelten in einem speziellen Test mit 2.501 Personen über einen längeren Zeitraum dieses Ergebnis. Die Wirkung führen die Wissenschaftler vor allem auf den hohen Gehalt des Tees – Schwarztee (fermentiert) oder Oolong-Tee (halb fermentiert) an bestimmten sekundären Pflanzenstoffen, den Polyphenoien, zurück. (Siehe auch S. 9) Git

Rätselfrage: Berlin ist mit einer Fläche von 891,5 km2 und 3.431.675 Einwohnern nicht nur die einwohnerreichste, sondern mit 3.849 Einwohnern je km2 auch die am dichtesten besiedelte Gemeinde Deutschlands. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte Deutschlands beträgt rund 230 Einwohner/km2, Gebietsstand am 31.12.2008. Die kleinste Gemeinde in Deutschland ist Wiedenborstel in SchleswigHolstein. Hat sie nur 5 oder 50 oder 500 Einwohner? Die drei zuerst eingegangenen richtigen Antworten werden mit Büchern prämiert. Dr. Kurt Kutzschbauch

Was ist denn Statistik? Der Jäger schießt einmal links und einmal rechts am Hasen vorbei. Dann ist im statistischen Durchschnitt der Hase getroffen. KK-Statistikus


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STERNE des Bezirks In dieser Rubrik stellen sich Ehrenamtliche mit ihren Tätigkeiten, ihren Motivationen, ihren Freuden, Wünschen und Sorgen vor. Wenn auch Sie sich für ein Ehrenamt im Bezirk interessieren, STERNENFISCHER, das Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, berät Sie gern: Müggelheimer Straße 13, 12 555 Berlin, Telefon 030-24 35 85 76, www.sternenfischer.org

Christa Scheibel (75) „Über 15 Jahre ist es jetzt her, daß ich das erste Mal die Freizeit- und Sportangebote im Rabenhaus Köpenick genutzt habe. Ich war z. B. jede Woche beim Yogakurs und habe dadurch etwas für meine Gesundheit getan. Aber das hat mir nicht gereicht. Ich bin schon immer jemand gewesen, der seine eigene Meinung vertritt und sich dafür stark macht, früher durch politisches Engagement. Als ein Mensch, der gern Verantwortung übernimmt, habe ich vor 12 Jahren das Ehrenamt des Vorstandes im Nachbarschaftshaus übernommen. Mir ist es besonders wichtig, daß die Vielfalt der Angebote und Projekte des Hauses gesichert ist, da sie für viele die einzige Möglichkeit bietet, Gleichgesinnte zu treffen

Christa Scheibel aus Köpenick, gute Seele im Nachbarschaftshaus „Rabenhaus e. V.“ und Kontakte zu knüpfen. Um Menschen, die nicht mehr berufstätig sind, aus ihrem Alltag herauszuholen, habe ich vor über 10 Jahren einen Englisch-Konversationskurs im Rabenhaus ins Leben gerufen, der mittlerweile aus sieben Personen besteht und wöchentlich stattfindet. Ich bin für Form und Inhalt des Kurses zuständig, doch eigentlich teilen wir uns die gesamte Organisation, weil jeder mit-

Karla Tauchmann (72) „Seit über einem Jahr besuche ich jeden Mittwochvormittag von 9.30 – 12.00 Uhr vier Bewohner und Bewohnerinnen im Senioren Centrum Bellevue – ein Ehepaar, einen älteren Herrn und eine Dame, die sogar schon 95 Jahre alt ist. Ich leiste ihnen Gesellschaft, erzähle ihnen Geschichten, lese ihnen vor und versuche, sie durch Gespräche für ein paar Stunden aus ihrem Heimalltag herauszuholen. Als ich noch meinen Beruf als Arzthelferin ausübte, hatte ich bereits viel mit älteren Menschen zu tun. Daher wußte ich, daß ich gegenüber Menschen mit Behinderungen, Demenz und Ähnlichen keine Berührungsängste habe.

Karla Tauchmann aus Grünau, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Vitanas Senioren Centrum Bellevue

Trotzdem werde ich bei meiner freiwilligen Tätigkeit gefordert: die Konzentration beim Vorlesen, das Achten auf eine deutliche Aussprache, das Zuhören halten auch mich geistig auf Trab. Ich freue mich jedes Mal auf diesen Mittwoch, weil ich das Gefühl habe, daß der

entscheiden kann, welches Thema behandelt wird und was der Lernstoff beinhalten soll. Jeder bringt andere Vorkenntnisse mit, da ist es wichtig aufeinander einzugehen. Es ist nicht nur die englische Sprache in Wort und Schrift, die wir hier erlernen und dann beispielsweise auf Reisen ganz praktisch anwenden können. Die Mitglieder der Gruppe geben sich gegenseitig Halt und Unterstützung in allen Lebensbereichen. Wenn Eine/-r von uns Kummer hat, stößt er/sie hier immer auf ein offenes Ohr. Um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und zusammen eine schöne Zeit zu verbringen, lade ich auch gern mal zu mir in den Garten auf ein Stück Kuchen ein. Seinem Nächsten Beachtung schenken, füreinander da sein und in der Not die Hand reichen – jeder kann in seinem Rahmen etwas für seine Mitmenschen tun. Es ist ein Geben und Nehmen, das wird mir hier immer wieder bewußt. Mein Engagement bereitet mir viel Freude: Ich lerne eine Menge dabei; wenn ich meine Enkeltochter besuche, die in London wohnt, habe ich keine Probleme mehr damit, mich mit den Einheimischen zu unterhalten. Ich habe Möglichkeiten zur Mitgestaltung meines Umfeldes und dazu noch liebe und dankbare Menschen um mich. Es ist ein befriedigendes Gefühl, gebraucht zu werden und für andere da zu sein.“ soziale Kontakt und die Beschäftigung den Senioren/innen gut tun. Am Anfang mußten wir einander natürlich erst einmal kennenlernen, aber mittlerweile ist eine Bindung zwischen uns entstanden. Es ist mir wichtig, meine freie Zeit sinnvoll einzusetzen und ich würde mein Engagement sogar noch ausweiten. Soziale Kontakte aufzubauen und aufrechtzuerhalten, den Mut haben aufeinander zuzugehen sind für mich ganz wichtige Aspekte, die ich versuche zu leben. Ich würde mich freuen, wenn auch der Kontakt zwischen Jung und Alt noch mehr gefördert würde und mehr junge Menschen daran denken, daß sie auch mal älter werden und sich über Besuch von Jüngeren freuen würden.“


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

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Ein Ausflugsziel der besonderen Art ist das idyllische Feinschmeckerdomizil am Strand von Krummensee. Dieses liegt südöstlich von Berlin-Köpenick und ist nach ca. 25 km z. B. über die A13 zu erreichen. Parkplätze sind direkt vor der Tür. Der Küchenchef serviert hier leckere und erschwingliche Spezialitäten aus der Region auch als Seniorenportion oder man genießt ein Eis und den selbst gebackenen Kuchen. Danach kann man einen Verdauungsspaziergang rund um den See oder in das Sutschketal antreten. Weiter Informationen zum Strandhaus und der Region finden Sie auf www.strandhaus-krummensee.de.

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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

Wußten Sie schon… ...worüber der Sozialstrukturatlas Auskunft gibt? Der Sozialstrukturatlas Berlin ist seit den 90er Jahren ein wichtiges Element der Sozial- und Gesundheitsberichterstattung im Land Berlin. Der vorletzte wurde 2003 veröffentlicht. Er beschreibt Probleme, Ursachen und Zusammenhänge von Veränderungen der sozialen und gesundheitlichen Lage der Bevölkerung. Die Verfügbarkeit dieser Daten erleichtert die Umsetzung sozialraumorientierter Planungen und Maßnahmen. Der Sozialstrukturatlas 2008 – die Daten stammen jeweils aus dem Jahre 2006 – läßt erkennen, daß Steglitz-Zehlendorf erneut den besten Platz der Berliner Bezirke einnimmt. Besorgniserregend ist die Situation in den Bezirken Mitte und Neukölln, die die letzten Plätze einnehmen. Ebenfalls eine starke Konzentration sozialer Probleme wird im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg deutlich, der sich allerdings gegenüber 2003 spürbar verbessert hat. Unser Bezirk Treptow-Köpenick nimmt einen mittleren Rang ein. Beim Haushaltnettoeinkommen wurden 1.550 € als Durchschnitt ermittelt. Damit wurde Rang 8 erreicht. Der Mittelwert für Berlin liegt bei 1.476 €. Das mittlere ProKopf-Einkommen betrug 2006 = 975 € (= Rang 9) und lag um 75 € über dem Berliner Durchschnitt. Übrigens: das durchschnittliche Haushaltnettoeinkommen war gegenüber 2002 um 25 € gesunken. Das mittlere Pro-Kopf-Einkommen lag mit 900 € genau auf der Höhe von 2002. Bei der Armutsquote erreichte Treptow-Köpenick Rang 2 und bei der Reichtumsquote den Rang 6. In unserem Bezirk sind 33,1 von 100 der Bevölkerung Empfänger von Rente bzw. Pension. Der Durchschnitt für Berlin lag 2006 bei 22,5 und für Deutschland bei 22,3. Treptow-Köpenick lag damit auf dem höchsten Rangplatz. Ein solch hoher Anteil an Rentenempfängern wird in keinem anderen Berliner Bezirk erreicht. Die Lebenserwartung (sie wird immer ausgewiesen für Neugeborene) in unserem Bezirk liegt bei den Frauen bei 83,5 Jahren und sie liegt damit um 1,5 Jahre über dem Berliner Durchschnitt. Für Männer wurde eine Lebenserwartung von 77,7 Jahren ermittelt und liegt damit um 1 Jahr über dem Durchschnitt für Berlin. Dr. Kurt Kutzschbauch

Tee statt Pillen? Viele ältere Menschen müssen nach ärztlicher Verordnung mehrere Medikamente am Tag einnehmen – gegen Bluthochdruck, Herzkrankheit, Blasenschwäche, hohe Cholesterinwerte und vieles andere mehr. Dabei treten auch häufig unerwünschte Nebenwirkungen auf. Viele Leiden lassen sich jedoch mit Hilfe von Pflanzen aus der Natur lindern. Ein volkstümlicher Spruch sagt: “Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“. Die Heilpflanzen werden von kundigen Sammlern an wenig belasteten Orten fernab vom Straßenverkehr in Wäldern und auf Bergwiesen gesammelt, getrocknet und an pharmazeutische Betriebe geliefert, die sie zu Tees aber auch Pillen weiterverarbeiten. Man sollte vom selber Sammeln und Trocknen meist absehen, da zur Erhaltung der Wirkstoffe spezielle Verfahren und Kenntnisse erforderlich sind. Einige Teesorten lassen sich jedoch auch im eigenen Garten oder in Blumentöpfen oder Blumenkästen selber züchten, so z. B. Pfefferminze, Salbei, Rosmarin, Lavendel, Verbene u. a. Solche Pflanzenteile und Blätter kann man frisch verwenden oder in kleinen Sträußen hängend für eine spätere Verwendung trocknen. Um das Aroma zu erhalten, sollten die getrockneten Kräuter zerkleinert in verschlossenen Gefäßen aufbewahrt und bis zur nächsten Ernte, also innerhalb eines Jahres, aufgebraucht werden. Die einfachste und naturbelassenste Form diese Wirkstoffe aus der Natur zu sich zu nehmen ist in Form von Tee. Dabei werden die getrockneten Pflanzenteile entweder direkt oder in Teebeuteln verpackt mit kochendem Wasser übergossen, einige Zeit – meist 5 bis 10 Minuten - ziehen gelassen und durch ein Sieb abgegossen. Dieser Tee wird dann warm schluckweise langsam getrunken. Es gibt aber auch Teesorten, die gekocht werden müssen, besonders wenn sie harte Pflanzenteile, wie Rinde, Wurzeln, Stengel oder Früchte enthalten. Außerdem kann ein Zusatz von aromatischen Bestandteilen, wie Blüten und Früchte zur geschmacklichen Verbesserung beitragen. Um eine Heilwirkung zu erzielen, muß die entsprechende Menge getrunken werden. Das läßt sich nicht in jedem Fall verwirklichen – denn mehr als 2 Liter sollte man am Tag nicht trinken. Aber manche wirksamen Kräuter, wie z. B. Wermut, Hopfen, Baldrian oder Knoblauch sind vom Geschmack her in dieser Form fast ungenießbar und deshalb zu Pillen verarbeitet besser einzunehmen. Es gibt ein großes Sortiment von Heiltees. Sie sind in Apotheken und Drogerien erhältlich. Durch die Kennzeichnung des Anwendungs-

Dr. Kate P. Leiterer

gebiets als z. B. Blasen-Nieren-Tee, Husten- und Erkältungstee oder Magen-Darm-Tee werden mehrere Kräuter im Gemisch gemeinsam wirksam. Diese sind auch auf den Packungen im Einzelnen und mit ihrem prozentualen Anteil verzeichnet. Die Hinweise auf den Packungen zur Herstellung und zum Gebrauch des Tees sollte man unbedingt beachten. Der richtige Zeitpunkt der Einnahme ist auch von Bedeutung. Zur Appetitanregung und zur Förderung der Magensäfte sollten die bitterstoffhaltigen Magen- und Gallentees 30 Minuten vor dem Essen getrunken werden, als gallenfördernder Tee nach der Mahlzeit. Beruhigungstees mit Hopfen und Baldrian sollten eine Stunde vor der Nachtruhe warm getrunken werden. Mit Kräuter- und Heiltees kann man langfristig gute Wirkungen erzielen, das Immunsystem stärken und Krankheiten zum Teil sogar vorbeugen. Wenn Sie sich jedoch krank fühlen und die Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit mit Hilfe von Heilpflanzen verschwinden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dr. Kate P. Leiterer

Vier Viertel Bienenvölkchen zwei verliebte Leute und ein frecher Spatz

Wölkchen das die Träume trübte heute und den letzten Satz Schlagerlied Imtanzsichdrehn erwachen und vereinen ein Abschied ein Aufwiedersehn ein Lachen und ein Weinen Hans Joachim Koppe


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Grüne Woche und Frauentag Die Grüne Woche kann Quelle des Schlemmerns aber auch des Stillens von Wissensdurst sein. Der eine schlemmert, genießt Häppchen und diverse Flüssigkeiten, der andere sucht seinen Hunger und seinen Durst nach Wissen zu stillen, z. B. über die soziale Lage der Weltbevölkerung und die Frauen in den Entwicklungsländern. Letzteres tat ich auf der diesjährigen Grünen Woche.

In Kalorien ausgedrückt, ernten die Landwirte heute weltweit etwa ein Drittel mehr, als für eine ausreichende Versorgung aller Menschen notwendig ist. Während sich in den vergangenen vierzig Jahren die Weltbevölkerung auf etwa 6,6 Mrd. Menschen verdoppelte, stieg die Produktion der Landwirtschaft im gleichen Zeitraum auf etwa das Zweieinhalbfache. Ein wachsender Anteil dieser Produktion dient aller-

Demenzen:

Leben im „geschützten Bereich“ Soviel Freiheit und Selbstständigkeit wie möglich, soviel Betreuung und Kontrolle wie nötig. „Die Betreuung von Dementen ist eine Gradwanderung!“ berichtet Roswita Lehmann, Leiterin des ProCurand Seniorenstifts Neuenhagen. „Auf der einen Seite möchten wir unseren Gästen in ihrem Tagesablauf soviel Freiheit wie möglich bieten, damit sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten frei bewegen und entfalten können. Auf der anderen Seite steht die kontrollierte und verantwortungsvolle Betreuung! Deswegen gibt es bei uns den so genannten „geschützten“ Bereich. Für unsere Dementen bedeutet das Freiräume innerhalb des Hauses, aber auch im Garten und der freien Natur. Innerhalb dieses geschützten Bereiches bewegen sich unsere Gäste wie zu Hause zwischen Ruhe-Couch, Fernseher und Lesestoff“. Unser Redakteur Michael Setz-Kuss unterhielt sich mit Roswita Lehmann im ProCurand-Haus in der Neuenhagener Hauptstraße. Tast- und Geruchssinn fördern An einer Tast- und Teststrecke hängen verschiedene Gegenstände, an denen die Gäste ihren Tastsinn ausprobieren: Pinsel, Bürsten, Bälle, Kugeln, Ketten, Seile, kleine und große Schlüssel. Objekte aus dem Alltag. Aus der Küche strömen die verschiedensten Düfte; mal Braten, mal Kuchen. Das Erinnerungsvermögen der Patienten wird aufgefrischt. Ihr „Aha-Erlebnis“ zeigt sich in der Freude des Gesichtsausdrucks. Eine Pflegerin ist in der Nähe und kann eingreifen und dirigieren. Garten und andere Neuerungen Endlich kommt der Frühling. Der „geschützte“ Bereich wird auf den Garten ausgeweitet. Stühle und Sonnenschirme und bald auch farbenprächtige Blumenkästen an den Fenstern zaubern eine lebendige MittelmeerInnenhof-Atmosphäre nach Neuenhagen. Roswita Lehmann will auch die Innenmöbel den Erinnerungen der Senioren anpassen: Ne-

dings nicht mehr der menschlichen Ernährung, sondern wird als Tierfutter, Treibstoffrohstoff und für andere industrielle Zwecke eingesetzt. Zwischen 1970 und 2007 sank der Anteil der Unterernährten an der Bevölkerung in den meisten Ländern. Seit Mitte der neuziger Jahre steigt ihre absolute Zahl aber wieder an. Heute hungert fast jeder sechste Erdenbürger. In 29 Ländern muß die Hungersituation als sehr ernst bezeichnet werden. Die Hungerbekämpfung hat seit 1990 nur langsame Fortschritte gemacht. Für Südasien sind die schlechtesten WHI-Werte vor allem auf die hohe Rate untergewichtiger Kinder zurückzuführen. Ein Grund dafür ist der schlechte Ernährungs-, Bildungs- und Sozialstatus der Frauen. In Afrika, südlich der Sahara, ist die Kindersterblichkeitsrate besonders hoch, aber auch der Anteil der Bevölkerung, der seinen Kalorienbedarf nicht decken kann. Die Ergebnisse des WelthungerIndexes 2009 zeigen deutlich, daß dort, wo weniger Chancengleichheit herrscht, die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, so daß mehr Menschen hungern. Gleichzeitig belegt dieser Index, daß die Verringerung der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern maßgeblich zur Lösung des Hungerproblems beiträgt. Würde der Status der Frauen dem der Männer angeglichen, hätte dies z. B. zur Folge, daß die Anzahl der unterernährten Kinder in Südasien um 13,4 und in Afrika südlich der Sahara um 1,7 Mio. Menschen zurückginge. (Quelle: Wege aus der Hungerkrise+Mitteilung der Welthungerhilfe vom 07. 10. 2009) Dr. Kurt Kutzschbauch

Ein wichtiger Teil der Arbeit: Die Dokumentation der Pflege-Akte. Hier wird alles eingetragen: Ob der Gast gegessen und getrunken hat, Medikamente und Wohlbefinden, Stuhlgang und Wünsche. Besonderheiten werden mit farblichen Reitern markiert. Und bei jeder Dienstübergabe individuell besprochen. Foto: Archiv ProCurand

Gibt es eine Persönlichkeit in Köpenick, die 161 Jahre alt wäre?

ben praktischen und zweckmäßig-modernen Möbeln, sollen sich die Gäste auch an alten Stilmöbeln, Spiegeln und dem Alter entsprechenden Bildern erfreuen. Frau Lehmann: „Der Übergang in ein betreutes Leben soll möglichst reibungslos erfolgen!“ Das persönliche Gespräch Roswita Lehmann und ihre zahlreichen Helferinnen und Helfer nehmen sich Zeit für ein persönliches Gespräch. Bei einem Rundgang können Sie sich mit eigenen Augen überzeugen und beraten lassen: Gemeinnützige ProCurand Seniorenstift Neuenhagen Hauptstraße 30, 15366 Neuenhagen, Telefon: 0 33 42 / 30 91 000, Fax: 0 33 42 / 30 91 498, Internet: www.ProCurand.de E-Mail: neuenhagen-hauptstrasse@procurand.de

Ja! Unser Hauptmann von Köpenick, unser Friedrich Wilhelm Voigt. Und diesen, seinen, Geburtstag, haben wir gefeiert: 13.2.2010 im Ratssaal zu Köpenick. Ein Teil der geladenen Gäste grüßt alle, die nicht dabei sein konnten. Geheimer Tipp: die Vorstellung wird wiederholt. „Das Schlitzohr von Köpenick“ Schuster, Hauptmann, Vagabund, von Felix Huby und Hans Münch Jürgen Hilbrecht


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Ostern und Passion Für viele Menschen ist Jesus von Nazareth ein vorbildlicher Mensch, der die christliche Ethik begründet hat und dem viele Menschen nachzueifern versuchen. Allerdings ist das scheinbar sehr schwer. Als ich in Berlin studiert habe vor vielen, vielen Jahren hatte ich auf berlinisch einen Satz im Ohr, der mir auch heute noch hilft: „Ick bin doch nicht Jesus!“ Diesen Satz habe ich nicht in der Uni gelernt, auch nicht im Predigerseminar, sondern mit Sicherheit an irgend einem Stehtisch in der Brunnenstraße. Und damit habe ich Ostern gelernt. Warum? Weil Jesus der Natur nach ein Mensch war wie Du und Ich mit Vater, Mutter, Großeltern und Vorfahren, die bis auf den König David zurückgehen. Aber dem Geiste nach, der

da heiligt, ist er eingesetzt als Sohn Gottes, kräftig erwiesen, seit der Zeit, da er auferstanden ist von den Toten: UNSER HERR JESUS CHRISTUS (Paulus). Die Urberliner an den Stehtischen mit ihren Sprüchen haben nicht einen Guru in Israel vor 2000 Jahren gemeint, sondern diesen Jesus Christus, dessen Auferstehung wir zu Ostern feiern und damit unseren eignen Glauben, den Glauben der Christen. „Sie feiern die Auferstehung des HERRN, denn sie sind selber auferstanden“, kommentiert Johann Wolfgang von Goethe in seinem berühmten Gedicht „Osterspaziergang“ das bunte österliche Treiben, nachdem der Winter sich in die Arktis zurückgezogen hat. Der Glaube verleiht uns Flügel. Er versetzt

Berge. Weil Gott sich zu seinem Sohn bekannt hat. Deshalb ist alles möglich. “Alles wird gut, weil Christus auferstanden ist“, sagt Sören Kierkegaard, der große dänische Religionsphilosoph. Das heißt natürlich auch, daß nicht alles gut ist. Nicht nur in Afghanistan. Nicht nur in Deutschland und der großen weiten Welt. Nein, auch bei uns zu Hause, in der kleinen Welt. Bei uns selber. Es wird Zeit, daß wir selber zu uns kommen. Deshalb haben wir die Auferstehung Gottes in unserem Leben so nötig... Damit es ein Happy End geben kann. Die Passion Jesu zeigt uns, daß das kein billiges Happy End ist, von dem da die Rede ist. Wir dürfen an diesen österlichen Jesus glauben, damit es gut wird mit uns. Ihr Pfarrer i. R. Michael Wohlfarth

Fünf neue Straßen in Oberschöneweide Sie heißen: Paul-Tropp-Straße, Peter Behrens-Straße, GottfriedKlemm-Straße, Johannes-Kraatz-Straße und Ernst-Ziesel-Straße. Im Januar dieses Jahres bei Minusgraden und verschneiten und zum Teil vereisten Wegen wurden in Oberschöneweide vom Bezirksstadtrat und Leiter der Abteilung Bauen und Stadtentwicklung Herrn Hölmer und Herrn Professor Atzorn von der HWT Schilder von neuen Straßen auf dem Gebiet der Hochschule für Wirtschaft und Technik enthüllt Die neuen Straßen sind eng mit der Gründung des Industriestandortes Oberschöneweide verbunden. Sie tragen die Namen von Architekten, die bedeutende Industriebauten vor über 100 Jahren errichtet haben. Sie haben sich besonders als Architekten der AEG auf dem ehemaligen Gelände des KWO verdient gemacht. Diese Straßen, bisher auf Privatgelände, werden demnächst im Amtsblatt für Berlin zu öffentlichen Straßen umgewidmet. Paul Tropp, Gottfried Klemm und Johannes Kraatz hatten für die AEG 1896-1897 quasi den Grundstein für die vielteilige Industrieanlage gelegt. Im Jahre 1907 berief Emil Rathenau Peter Behrens (1868-1940) in den künstlerischen Beirat. Peter Behrens gestaltet nicht nur Produkte der Industriekultur, er entwirft und gestaltet weitere Gebäude für die AEG. Er hat auch 1908 die Giebelinschrift am Reichstagsgebäude „Dem deutschen Volke,“ die 1916 angebracht wurde, gestaltet. Von 1913 bis 1917 errichtete er an der Ostendstraße das Gebäude der Nationalen Automobilgesellschaft (NAG) mit dem 70m hohen Turm, von dem aus man eine herrliche Sicht auf die Umgebung hat. In diesem Turm faden im vorigen Jahr mit großem Zuspruch zwei Konzerte statt. Er hat auch 1911 bis 1914 den ersten Plan einer AEG-Siedlung für die Arbeiter entworfen, der aber in dieser Form später nicht realisiert wurde. Am Alexanderplatz entstanden 1932 die Geschäftshäuser Berolina und Alexander. Ernst Ziesel (1880-1946) folgte Peter Behrens als Chefarchitekt und komplementierte die Kabelfabrik. Im Jahre 1928 errichtete er für die AEG den Kubus der Großtransformatorenhalle als stählerne Dreigelenk-Rahmenkonstruktion an der Edisonstraße. Das größte Bauwerk Ziesels im Bezirk ist der Komplex der EAW in Treptow. Dr. Bettina Linzer


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„KATTE – Ein Prozeß” im Schloßplatz-Theater Köpenick „Ich bin Kult!“ sagt Friedrich II. in Zelle 1! – In meiner frühen Kindheit war eines der Ziele unserer sonntäglichen Familienunternehmungen der „Alte Fritz“, eine Ausflugsgaststätte im Südwesten Leipzigs. Dort beeindruckte mich das lebensgroße Konterfei des preußischen Monarchen. Ich betrachtete es mit Ehrfurcht. Und mein Großvater erzählte dessen Geschichte. – Die Sachsen liebten und verehrten den Preußenkönig, zum einen, weil er auch ihnen die Kartoffel beschert hatte, zum anderen, weil er der Garant ihrer evangelischen Glaubensfreiheit war. Das sächsische Königshaus war katholisch. Was damals nicht erzählt wurde und ich erst erfuhr, als mir Jochen Kleppers „Vater“ in die Hände fiel, der großartige Roman über den Soldatenkönig, waren die Aporien, die menschlichen Zerwürfnisse, die das Königshaus belasteten, die Vater-Sohn-Konflikte, von denen der zwischen Friedrich Wilhelm und dem Thronfolger Friedrich wohl der erschreckendste gewesen ist. Er gipfelte in einer Tragödie, die den musisch begabten Sohn schließlich dahin führte, das Werk des Vaters fortzusetzen und seine Nachfolge in den Dingen anzutreten, die ihm so unmöglich erschienen waren, daß er alles daran gesetzt hatte, sich dem preußischen Hof durch Flucht zu entziehen. Soweit änderte er sich, daß er, dem das soldatische Leben ein Gräuel war, Kriege führte, die sein Vater vermieden hätte, denn dieser hatte seine Armee als Friedenstruppe gewollt. Und er baute weiter an einem starken schuldenfreien wirtschaftlich autarken Staat Preußen durch Aufnahme von Glaubens- und Wirtschaftsflüchtlingen. Damals entstand z. B. auch Müggelheim als Gründung von Umsiedlern aus der Pfalz. Das Schloßplatztheater hat sich mit seinem Opernprojekt „KATTE – Ein Prozeß“ am Ende des Festjahres einem wesentlichen Kapitel Köpenicker Geschichte gewidmet: 1730 tagte im Köpenicker Schloß das Militärtribunal, das gehalten war, den Kronprinzen wegen Fahnenflucht und seinen Freund und Helfer Hans Hermann Katte wegen Fluchtbegünstigung zu verurteilen. Der Soldatenkönig hätte um der Gerechtigkeit willen den Sohn unter Schmerzen geopfert wie Abraham den Isaak. Aber die Generäle v. Seckendorff, v. Einsiedel, v.d. Schulenburg u. a. verweigerten sich diesem Ansinnen , erklärten im Falle des Thronfolgers ihre Nichtzuständigkeit, verurteilten jedoch Hans Hermann Katte zu lebenslanger Festungshaft. Der König statuierte ein Exempel und änderte das Urteil. Am 6. November 1730 wurde Hans Hermann Katte in Küstrin hingerichtet. Der Thronfolger mußte der Enthauptung von seinem Zellenfenster aus zusehen…

Foto: Marcus Lieberenz

Die Zelle ist der fiktive Ort des Geschehens, wo Friedrich – der Thronfolger, der König – seine Geschichte reflektiert, deren Dreh- und Angelpunkt Hans Hermann Katte ist, auch wenn dieser im Stück nicht auftritt. – Zur Seite gegeben sind Friedrich die Menschen, die ihm das meiste bedeuteten, ihn am entscheidensten prägten: sein Vater und Voltaire. Der Schauspieler Ralf Grawe als Protagonist, flankiert vom Bassisten Thorsten Oliver Huth und der Altistin Nadjah Saleh, sind das überzeugende Ensemble. - Ein Königsdrama wird vorgeführt. Man denkt an Hamlet. Wilhelm , der (tote) König mimt und singt wie der Komtur (auch Mozart hatte Probleme mit seinem Vater). Voltaire eine Frau – auch das ein überzeugender Kunstgriff. „Die Oper ist das Gewächshaus unserer Gefühle.“ Ein Lob der Umsetzung des vorzüglichen Librettos (Steffen Thiemann) durch Birgit Grimm (Regie) und Agnes Soda (Ausstattung). Und natürlich der Musik (Helmut Oehring/ Torsten Ottersberg/ Daniel Görtz), die elektronisch aufgearbeitet ist, was hier besonders ins Schwarze trifft, weil dem Sparsamkeitsideal des Soldatenkönigs aus guten Gründen folgend. Aber es ist wie immer: der Mangel produziert die besten Einfälle , nicht der Überfluß, den die großen Opernhäuser wohl haben. Licht und Video tun das übrige, behutsam aber konsequent eingesetzt, die Handlung unterstreichend. Es ist die erste eigene Gesamtproduktion und damit Welturaufführung der „Jungen Oper Berlin“, die im Spielplan bleibt. Glückwunsch und Empfehlung vom meiner Seite. Ich freue mich auf weitere Inszenierungen in diesem kleinen freundlichen Theater. Margard Wohlfarth

Tanz, Ausdruck der Freude und ein Mittel gegen Trauer Es war nach dem großen Krieg, als plötzlich eine nicht zu bändigende Tanzlust ausbrach. Nach den vielen Jahren, wo öffentliche Tanzveranstaltungen verboten waren, füllten sich plötzlich wieder die Säle. Mindestens dreimal in der Woche spielten Kapellen in unserem kleinen Ort zum Tanz. Es war, als wolle jeder seine Freude ausdrücken: „Schaut, ich habe das große Morden überlebt.“ Da waren wir, die jungen Leute, die sich noch recht unsicher auf dem Parkett bewegten. Zwei Ehepaare gab es nur, die mit eleganten Schritten durch den Saal schwebten. Am meisten waren junge Frauen vertreten, Kriegerwitwen, die zusammen tanzten. Ich empfand damals eine große Trauer, weil ich spürte, wie sie durch Alkohol angeheitert, versuchten ihre Verzweiflung zu überwinden. Sie wollten ein wenig Freude tanken und dadurch Kraft gewinnen. Ich kante die Frauen alle, und ich weiß heute, wie schwer ihr weiteres Leben verlief. Vor einiger Zeit wurde ich überredet, zum Rentnertanz mitzukommen. Ich tanze ja noch gern. Als ich jedoch die altbekannten Melodien hörte und sah, daß meist nur Frauen miteinander tanzten, wurde ich wieder traurig. Mir wurde bewußt, Frauen sind auch heute oft die Überlebenden und auch die Stärkeren. Sie wollen durch Tanzen Freude genießen, daß ihnen Mut und Lebenskraft nicht vergeht. U. Schirmer


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Urlaubsidylle direkt im Wald und am Wasser

Mitten im Märkischen Wald des Dahmelandes liegt die Feriensiedlung Schmöldesee, die auch hervorragend für Senioren geeignet ist. Die Bungalows sind gemütlich eingerichtet und verfügen über DVBT - TV und Radio. 1 Schlafzimmer für 2 Personen, (2 Aufbettungen auf Doppelschlafsofa sind möglich) oder 2 Schlafzimmer, (2 Aufbettungen auf Doppelschlafsofa sind möglich), 1 Wohnstube, DU/WC, kompl. eingerichtete Küche und Terrasse mit Möblierung sorgen für Wohlbehagen. Weiterhin gibt es einen Grillplatz mit überdachter Sitzmöglichkeit, Ruderboote und Fahrräder sind vorhanden. Ausgedehnte Wanderungen durch die Natur (in der Saison sehr gute Pilzwanderungen) sorgen für Kurzweil. Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe bilden ein abwechslungsreiches Programm. (Z.B. Wildpark Johannesmühle, Museumsdorf Glashütte oder Jagdschloss Königs Wusterhausen liegen im Umkreis von 20 km.) Aber natürlich kann man auch einfach nur entspannen z.B. auf unserer großen Liegewiese. 2 P. Bungalow am Tag ab 20 Euro* Wochenpreis ab 99 Euro * 4 P. Bungalow am Tag ab 25 Euro* Wochenpreis ab 135 Euro* * Saisonpreise beachten! + Nebenkosten Strom u. Wasser

Ob auf dem See im Boot, auf der großen Liegewiese,

auf der Terrasse vor dem Bungalow oder am Wasser auf dem Steg,

die Feriensiedlung Schmöldesee ist immer eine Erholungsreise wert. Kreisanglerverband Dahme-Spreewald e.V. Lübbener Chaussee 3, 15754 Heidesee / OT Neubrück Tel. 033766 / 63 730 Di u. Do 15 - 18 Uhr, Mi, Fr u. Sa 9-12 Uhr

Feriensiedlung Schmöldesee Weg zur Schmölde 3, 15754 Heidesee / OT Neubrück Tel. 0173 / 5721647


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Ostermontag im SZ Müggelspree Um 10.00 läuten die Glocken zum Gottesdienst mit Andreas Westerbarkei, Diplom-Theologe aus dem Ulmenhof. Die musikalische Begleitung erfolgt durch Fr. Hirsing am Flügel. Viele der Bewohnerinnen und Bewohner versammeln sich im Saal des Hauses, der österlich geschmückt ist. Ostern ist die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Jesu Christi im Christentum, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat. Der österliche Festkreis beginnt in den westlichen Kirchen seit dem Jahr 1091 mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt. Diese erinnert an die 40 Jahre der Israeliten in der Wüste sowie an die 40 Tage, die Jesus in der Wüste fastete und betete. Die Fastenzeit, auch österliche Bußzeit genannt, endet mit dem 40. Tag am Karsamstag. Diese letzte Woche vor Ostersonntag, die Karwoche, beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu in Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag feiert das Christentum das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Am folgenden Karfreitag wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tag, dem Ostersonntag, wird schließlich die Auferweckung Jesu von den Toten gefeiert. Wir feierten am Gründonnerstag eine kleine Andacht, innerhalb derer an das letzte Abendmahl, welches Jesus mit seinen Jüngern feierte, gedacht wurde. Es gab ungesäuertes Brot und bittere Kräuter. In Erinnerung seiner kommenden Leiden. In vielen Ländern wird an den Ostersonntag noch der Ostermontag angehängt. Wir wollen an dem Tag die Auferstehung Jesu feiern. Die Morgenröte, das Erscheinen des Lichts nach finsterer Nacht, ist in vielen Kirchenliedern, literarischen Werken und künstlerischen Darstellungen wiederkehrendes Symbol für die Auferstehung Christi und die kommen-

de Auferstehung aller Menschen. Nach dem Gottesdienst wollen wir uns aber auch dem Brauch des Ostereiersuchens widmen. Das Färben von Eiern zu Ostern ist eine weitverbreitete christliche Tradition, die von Armenien über Russland, Griechenland, den Mittelmeerraum bis hin nach Mitteleuropa bekannt ist. Allgemein gilt in der Kunstgeschichte das Ei als Symbol für die Auferstehung - auf alten religiösen Gemälden meist im Hintergrund. Unter der Anleitung von Fr. Quenstedt wurden mit den Bewohnern/innen in der Woche vor Ostern Eier gefärbt und Dekorationen gebastelt. Die Eier und Süßigkeiten sind versteckt und es kann losgehen. Zur Stärkung wird Eierlikör angeboten. Aber es gibt auch noch andere regionale und internationale Bräuche: In deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden suchen die Kinder bunt bemalte versteckte Eier und Süßigkeiten, die von einem „Osterhasen“ versteckt wurden. Es gibt auch den Brauch, Zweige in Vasen oder auf Bäumen im Garten mit bunt bemalten Ostereiern zu schmücken. Als Ostergebäck gibt es einen Kuchen in Hasen- oder Lammform. Bräuche zum Osterei sind das Ostereiertitschen, Ostereierschieben und Eierschibbeln In Frankreich, Österreich aber auch in überwiegend katholischen Regionen Deutschlands erzählt man den Kindern, dass die Glocken am Karfreitag nach Rom fliegen und am Ostersonntag zurückkommen, um zu erklären, wieso sie nicht läuten. Die Glocken würden auf dem Rückweg aus Rom Süßigkeiten für die Kinder verstecken. Die Suche nach den versteckten Süßigkeiten findet in Frankreich, im Gegensatz zu den deutschsprachigen Ländern, erst am Ostermontag statt In Polen werden am Karsamstag Speisen für das Frühstück am Ostersonntag gesegnet. In Griechenland, Russland und Schweden werden hartgekochte Eier rot bemalt als Symbol für das neue Leben, das durch das Opfer Christi erworben wurde. Die Ukraine, Tschechien, die Slowakei und Polen sowie die sorbischsprachigen Gebiete in Deutschland (Brandenburg, Sachsen) sind wohl die Länder mit der kunstvollsten Eierbemal-Tradition. Egal wie Sie Ostern feiern. Wir wünschen allen Bewohnerinnen und Bewohnern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen Freunden und allen Lesern ein Frohes Osterfest. Stephanus-Seniorenzentrum Müggelspree, Salvador-Allende-Str. 91, 12559 Berlin, Tel.: 34 35 41 10

85 Jahre STADT UND LAND

Zuhause für Generationen Seit 1924 steht die „STADT UND LAND“ Wohnbauten Gesellschaft mbH für Seriosität und Kompetenz am Berliner Immobilienmarkt. So konnte am 07. Juli 2009 die 1924 als „Märkische Scholle“ gegründete Wohnbauten Gesellschaft STADT UND LAND ihren 85 Geburtstag begehen. Mit gut 40.000 eigenen und 6.500 für Dritte betreuten Mieteinheiten nebst Wohnhöfen, Spielplätzen, Mietergärten ,sonstigen Grünanlagen sowie Garagen und Einstellplätzen gehört der Konzern zu den sechs großen städtischen Immobiliendienstleistern der Metropole. Ob Neubau oder sanierter Altbau - die STADT UND LAND bietet die ganze Vielfalt des Wohnens im Süden und Osten der Stadt für breite Bevölkerungsschichten. Unsere Mieter wohnen in Tempelhof, Schöneberg, Treptow, Neukölln, Hellersdorf, Lichtenrade und Lankwitz. Auch im Land Brandenburg – in Neuenhagen und Fredersdorf- kann man Mieter der STADT UND LAND werden. Kundenbindung und Kundenpflege stehen im Fokus der Arbeit unseres Unternehmens. Wir bewirtschaften unsere Bestände wirtschaftlich, sozial und umweltfreundlich orientiert und leisten damit einen wesentli-

chen Beitrag zur Entwicklung der einzelnen Wohnstandorte und zu deren sozialer Stabilität. Zufriedene Mieter sind unsere beste Referenz. Mit dem sich vollziehenden demografischen Wandel, welcher auch in unserer Mieterschaft deutlich wird, geht ein wachsender Bedarf an Beratungs- und Fachkompetenz einher. Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, wurde im Jahr 2007 eine Seniorenbeauftragte der STADT UND LAND berufen. Sie lässt den Mietern im fortschreitenden Alter besondere individuelle Beratung und Hilfsangebote zuteil werden.

Seniorenbeauftragte Sabine Wnuk Tel. 68 92 66 55 Sabine.Wnuk@stadtundland.de Sprechzeiten: Montag-Donnerstag 9-16 Uhr Freitag 9-14 Uhr


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Airport BBI – der neue Flughafen für Berlin und Brandenburg feiert im Mai Richtfest Die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Seit September 2006 wird der Flughafen Schönefeld zum neuen Airport Berlin Brandenburg International BBI ausgebaut. Ab 2011 wird der gesamte Flugverkehr der Hauptstadt-Region auf dem Airport im Südosten der Stadt konzentriert sein. Das BBI-Konzept sieht einen modernen Flughafen mit kurzen Wegen vor, bei dem das Terminal zwischen den beiden parallel angelegten Start- und Landebahnen liegt. Der BBI wird ein Flughafen der neuen Generation: kostengünstig, funktional, weltoffen mit moderner Industriearchitektur. Geschäftsreisenden, Touristen und Unternehmen wird die Hauptstadtregion mit dem BBI einen Airport mit besten Verbindungen anbieten können, mit internationalen Flügen, eigenem Autobahnanschluss und einem sechsgleisigen Bahnhof direkt unter dem Terminal. Vorgesehen ist 2011 eine Startkapazität von bis zu 27 Millionen Passagieren. Die Konzentration des Berliner Flugverkehrs auf nur einen Standort bietet eine positive ökologische Gesamtbilanz gegenüber dem jetzigen, aufgrund der historischen Teilung Berlins zersplitterten Flughafensystem – sowohl beim Flächenverbrauch als auch bei der Lärm- und Verkehrsbelastung. Die Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur sind vielfältig: Sie reichen vom Landschafts- und Gewässerschutz über die Erkundung von Altlasten bis hin zum Abfallkonzept. Günstige Betriebs- und Unterhaltungskosten sind ein

wesentlicher Teil bei den BBI-Planungen. Besonderen Wert legen die Planer auf einen optimalen Energieverbrauch der einzelnen Bauten. Neben der Nutzung von hochinnovativen Wärmerückgewinnungssystemen wird auch die Integration von regenerativen Energiesystemen – zum Beispiel Geothermie oder Kühlung mit Regenwasser – in die Planung einbezogen. Mit der Schließung der Bestandsflughäfen und dem energieeffizienten Neubau des Airports Berlin Brandenburg International sowie der Umstellung der Energieerzeugung lassen sich die CO2-Emissionen für die Versorgung der Infrastruktur um 48 Prozent verringern. Jetzt, da der Frühling vor der Tür steht, sind alle Interessierten wieder herzlich eingeladen, sich ein eigenes Bild von der 2.000 Fußballfelder großen BBI-Baustelle zu machen. Größter Blickfang ist das BBI-Terminal, das Gesicht des Flughafens. Gemeinsam mit der

Der Startschuss zum 17. Stadionfest in Königs Wusterhausen fällt am 20. August 2010 Nach der Europameisterschaft in Barcelona (27.07. bis 01.08.2010) steigt die Spannung für das KWer Stadionfest. Es wird ein Wiederseh e n m i t E u ro p a m e i s t e r n u n d P l a t z i e r t e n geben.

südlichen Start- und Landebahn, der Vorfahrt und dem Tower für die Fluglotsen lassen sich die Dimensionen des neuen Flughafens schon gut erkennen. Im Mai 2010 feiern die Berliner Flughäfen das Terminal-Richtfest. Im Rahmen eines Veranstaltungswochenendes am 8. und 9. Mai wird es spezielle Touren, ein Familienfest und weitere Aktionen geben. Alle Informationen zu den Baustellentouren und zum BBI-Infotower finden Interessierte im Internet unter www.berlin-airport.de. Die Bustouren können direkt im Internet oder unter der Telefonnummer 030/6091-2250 montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr gebucht werden. Baustellentouren für Einzelpersonen kosten 10 Euro. Der BBI-Infotower hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet zwei Euro, ermäßigt (für Kinder unter 14 Jahren) einen Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. W. Glaeser

Das Stadionfest wird auch 2010 wieder Aktive, Fans und Medien in seinen Bann ziehen. Königs Wusterhausen freut sich auf dieses Internationale Leichtathletikmeeting und die Athleten aus über 20 Ländern der Welt. Freuen sich auf die KWer und die tolle Stimmung im Stadion.


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Leserpost

Zum Artikel „Nach der Festlichkeit“

Zu „Parkplatz-Rambos“ Der Beitrag „Parkplatz-Rambos auf Behindertenparkplätzen“ in der Ausgabe 6/2009 spricht mir aus dem Herzen und fordert geradezu meine Stellungnahme heraus. Ich danke dem Autor sehr dafür, daß er dieses Thema aufgegriffen und so kritisch beleuchtet hat. Lassen Sie mich kurz schildern, wie diese sog. „Behindertenparkplätze“ entstehen, wer sie nutzen darf und wer nicht. Entsprechend einer Rechtsvorschrift im Land Berlin, der „Ausführungsvorschrift zu §50 der Bauordnung für Berlin über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder“ werden Handelseinrichtungen, medizinische Einrichtungen, Sportstätten, Theater, Hochschulen und weitere Nutzer von öffentlichen baulichen Anlagen verpflichtet, eine nach einem Schlüssel bestimmte Anzahl dieser Sonderparkplätze mit entsprechenden Abmaßen einzurichten und vorzuhalten. Auf öffentlichem Straßenland werden diese Plätze nach Bedarf von den Straßenverkehrsbehörden der Bezirke angeordnet. Daneben gibt es noch die personenbezogenen Parkplätze, die betroffene berechtigte Menschen an ihrem Wohn- oder Arbeitsort einrichten lassen können, falls keine Parkplätze außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes zur Verfügung stehen. Das heißt im Klartext, wer in einer Wohnanlage wohnt, in der Stellflächen zur Vermietung bereit stehen oder gar ein Grundstück mit Zufahrt sein Eigen nennt, wird im öffentlichen Straßenland keine Stellfläche erhalten können. Aus eigener (sekundärer) Betroffenheit und weil man natürlich als Beauftragte für Menschen mit Behinderung wachen Blickes durch den Bezirk, die Stadt und das Land und ab und an auch durch das Ausland läuft und fährt läßt sich für Berlin ein eher schlechtes Urteil abgeben. Nirgendwo fällt wie hier auf, daß die sog. Behindertenparkplätze so wenig respektiert werden wie hier in Berlin. Und genau diesen Punkt beleuchtet der Autor des o. g. Artikels. Den Leserinnen und Lesern sei verdeutlicht, daß es nicht nur die nahen Wege zu Eingangsbereichen sind, die Personen mit schweren Gehbehinderungen und auch blinde Personen benötigen. Ganz entscheidend sind eben auch die Maße der Parkflächen. Ein Behindertenparkplatz ist breiter als eine normale Stellfläche, weil Rollstuhlbenutzer und Personen mit Gehstützen die Fahrer- bzw. Beifahrertüren i.d.R. in voller Breite öffnen müssen, um Rollstühle zu verladen und ein- bzw. aussteigen zu können. Anderenfalls kommen sie schlichtweg nach Arztbesuch, einem Theaterabend oder

Einkauf nicht mehr in ihr Fahrzeug. Behinderte Menschen, die selber Auto fahren, sind in diesen Fällen komplett gehandicapt. Offenbar sind viele in unserer „Ellenbogengesellschaft“ derart auf sich und ihre eigene Bequemlichkeit bedacht, daß sie Respekt, Mitdenken und auch Mitfühlen vielfach verlernt haben. Die Unterzeichnende hat selbst diverse Male kritikresistente Zeitgenossen erlebt, die sich unflätig und uneinsichtig – sogar aggressiv zeigten. Nebenbei sei bemerkt, daß nicht etwa jeder Mensch, der eine Schwerbehinderung oder Gehbehinderung hat, anspruchsberechtigt zur Nutzung dieser Sonderparkplätze ist. Hier hängen die Berechtigungsregelungen sehr hoch – mehr Auskünfte hierzu können jederzeit abgefragt werden. Und nur ein spezieller Parkausweis (blauer EU-Parkausweis, für Ausnahmefälle ein orangener Parkausweis) gilt als Berechtigungsnachweis. In einer Stadt in NRW liest man die Unterschrift an einer mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichneten Stellfläche: „Hier parkt ein Schwerbehinderter Mitbürger oder ein rücksichtsloser Kraftfahrer“. Der Schilderschreiber dort hat Recht! Sie, sehr geehrte Leserinnen und Leser der Köpenicker Seniorenzeitung, möchte ich bitten und ermutigen, ab und an einen Blick auf die „Behindertenparkplätze“ an Ihrem Ärtzehaus oder Einkaufszentrum zu werfen und ggf. auch Falschparker anzusprechen – wer das scheut, kann sich an die Infostände oder sonstige Zuständige für das jeweilige Objekt und auf öffentlichem Straßenland an das Ordnungsamt oder die Polizei wenden. Nur wenn wir alle aufmerksam sind, können wir den „Parkplatz-Rambos“ Einhalt gebieten und kommen dem Ziel der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen – einem inklusiven Lebensraum für ALLE Menschen im Gemeinwesen – ein Stückchen näher. Mit freundlichen Grüßen Gabriele Rühling, Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung

Ihr Beitrag, Frau Schirmer, hat mich sehr befremdet. Es tut mir leid (oder stammt Ihr Wissen nur aus Berichten?), daß Sie den Internationalen Frauentag so erlebt haben. Ich – Mutter von drei Kindern, die alle studiert haben, kostenlos und sogar Stipendium bekommen haben – war voll berufstätig und habe den Frauentag ganz anders erlebt. Es waren schöne, würdige Feiern mit verdienten Auszeichnungen. Wir sind nie „angetrunken nach Hause gewankt“ und unsere Männer „schwenkten die Kaffeekannen“ nicht nur zum Frauentag. Als Lehrerin und Mutter bekam ich wöchentlich zwei Abminderungsstunden und monatlich einen Haushaltstag. Wußten Sie das, Frau Schirmer? Kindergartenplätze waren sehr billig. Es gab einen wunderbaren Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe. Zweimal wurde ich zur Erholungskur geschickt, kostenlos, versteht sich. Und das alles im „Unrechtsstaat“. Ich bekam auch das gleiche Gehalt wie meine männlichen Kollegen. Ich glaube, die Frage, wie das heute mit den Frauen ist, muß ich Ihnen nicht beantworten. Wird heute eine Doktorarbeit über „die dreifache Belastung der Frauen“ veröffentlicht? Was sind Frauen heute wert? Ich muß meinem Herzen, meinem Zorn Luft lassen und freue mich auf die schöne und würdige Feier mit meinen Frauen der Volkssolidarität, die Großes geleistet haben und nicht „angetrunken nach Hause wanken“ werden. Enttäuschend, daß unsere Seniorenzeitung für die Leserinnen keinen Glückwunsch hat. Er ist ja, wie der Weltfriedenstag, aus den Kalendern verschwunden. Maria Michel

Dankeschön für „KSZ“ Ich möchte der Redaktion mit diesem Beitrag ein Dankeschön für die Köpenicker Seniorenzeitung aussprechen, die für mich viele interessante, informative Artikel enthält. Ich selbst pflege seit Jahren meinen behinderten Mann und bin daher zeitlich eingeschränkt. Das ist allerdings kein Grund, passiv zu sein. Mit Organisation, der Hilfe und Unterstützung durch Dritte, ist es möglich, selbst noch Freiraum für mich zu haben und diesen sinnvoll auszufüllen. Insofern sind für mich die realitätsbezogenen Artikel besonders von Frau Schirmer (ich kenne sie persönlich), die über Wanderungen und Exkursionen, sowie Ratgeber aus dem sozialen Bereich, von Interesse und bereichernd. Ich bin in einem Sportverein und schaffte es Fortsetzung auf Seite 18


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Unsere Modeplauderei

Die Jacke Die junge Frau schlenderte durch die Straßen ihrer Heimatstadt. Es war ein freundlicher Spätsommertag vor dem Krieg. Heute genoß sie ihre Freizeit in der belebten City, erfreute sich an den Schaufenstern der zahlreichen Läden in den schönen alten Bürgerhäusern an den Boulevards. Sie ahnte nicht, daß in einigen Jahren hier nur noch Ruinen und Trümmerberge sein würden. Im Fenster einer Boutique fiel ihr eine Jacke auf – ein kurzer Blazer aus teurem Wollstoff mit grauem Seidenfutter und einem modernem farbigen Muster, was wirkte wie von einem Künstler entworfen. Sie betrat den Laden, probierte die Jacke an und auch wenn sie weniger zuvorkommend bedient worden wäre, war sie sofort entschlossen: die mußt du haben. Natürlich hatte das modische Stück seinen Preis. Aber die junge Frau war sich sicher, das ist ein guter Kauf. Sie war ideal für kühle Sommertage und Herbst und Frühjahr. Als sie zu Hause mit der neuen Jacke vor dem Spiegel stand, kam ihre kleine Tochter gerannt, hüpfte um sie herum und rief: „Mama, was hast du für eine wundervolle Jacke. Wenn

KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

ich groß bin, kaufe ich mir auch so eine.“ Bis dahin vergingen etliche Jahre. Die brachten nichts Gutes. Die Familie überlebte den Krieg und wurde nicht ausgebombt, so daß auch die Jacke erhalten blieb. Deren Besitzerin trug sie gern. Als sie umzog zu ihrer Tochter, nahm sie die alte Jacke mit. Aber siehe da, das Modekarussell dreht sich, und auf einmal war das Kleidungsstück wieder hochmodisch. Eines Tages stand der zwölfjährige Michael neben seiner Oma, die sich gerade aus dem Kleiderschrank einen Sommermantel herauslangte. Und wieder stand er vor dem Ziel seiner Begierden: DIE JACKE – schick und modern – wie neu. „Oma“, fragte er „was wird mit der bunten Jacke? Trägst du die überhaupt noch? Ich möchte sie so gerne haben. Heute kann man als Junge so was tragen. Meine Kumpels würden schön staunen, wenn ich damit ankäme.“ Oma ließ das wollige Gewebe nachdenklich durch ihre Hände gleiten. Während sie den Stoff sanft streichelte, lief vor ihrem geistigen Auge wie ein Film aus vergangener Zeit der sonnige Tag, an dem sie die Jacke kaufte. Michael stand mit großen, erwartungsvollen Augen neben ihr. Er wagte nicht, sie in ihren Gedanken zu stören. „Ja“, sagte sie endlich. „Da hast du sie. Trage sie gesund und froh.“ Maria Loß

Jahreszeiten-Austausch Mißmutig lugte Hanna durch die Jalousie. Sie sah nur Schnee wie auf der Alm – dicht und weiß. Dieser morgendliche Anblick konnte sie nicht erfreuen. Das ging so seit Wochen. Wie üblich hatten viele Leute weiße Weihnachten herbeigesehnt. Aber diesmal begnügte sich der mitteleuropäische Winter nicht mit einigen Tagen, an denen die Familie in der Winterlandschaft spazieren gehen konnte, sondern Väterchen Frost spielte sein grausames eisiges Spiel und konnte keinen Schluß finden. Dazu war der Himmel grau wie verwahrlosten Häuserfassaden. Das Ergebnis – kaum passierbare Straßen und Wege. Auf sibirische Verhältnisse war der deutsche Straßendienst nicht eingerichtet. Vor allem die Fußgänger traf es hart. Sie schlitterten über eisglatte Pfade. Die Chirurgen waren ausgelastet. An manchen Tagen wagte sich Hanna nicht auf die Straße – mit dem Ergebnis, daß sie sich wie in einem Vier-Wände-Käfig vorkam, immer trübsinniger wurde und die Bewegung an der frischen Luft entbehrte. Eines Tages hatte sie sich wieder mal hinausgewagt. Sie balancierte vorsichtig einen schlecht gestreuten Eisweg entlang. Aber was war das? Auf einmal fühlten ihre Füße wieder vertrauten, festen Erdboden unter sich. Wie konnte der Frost innerhalb von

Der Bücherfreund empfiehlt:

Sonst noch Fragen? Ranga Yogeshwar kennen Sie sicher aus dem Fernsehen. In der großen Show der Naturwunder oder dienstags beim WDR bei Quarks & Co., wo er tiefgründig Interessantes so gut erklärt, daß man sich so einen Lehrer mal in Physik oder Bio gewünscht hätte. In seinem Buch „Sonst noch Fragen“ vom Club Taschenbuch löst er vor unseren Augen Rätsel des Alltags. Es beginnt mit „Wie unser Körper funktioniert“, warum z. B. haben Frauen kalte Füße oder mögen Stechmücken Käsefüße, wie entsteht ein Muskelkater. Dann geht es hoch hinaus und wir erfahren: Warum ist der Himmel blau, woher hat der Regenbogen seine Farben, wie entsteht Nebel, warum funkeln die Sterne – und so weiter geht es durchs Weltall und unsere Hochhäuser. Dann ist die Tierwelt dran, wer hat das Schmiergeld erfunden. Wie rechnet sich das Mindesthaltbarkeitsdatum, warum sollte man im Lotto nie 1, 2, 3, 4, 5, 6 tippen? Unmöglich, all die 108 interessanten Fragen aufzuzählen, die wir immer schon wissen wollten – oder zu denen uns unsere Enkel fragen, Oma, Opa – schlagt schnell nach bei Yogeshwar! (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, Buch Nr. 106474 – www.derclub.de)

Müggelheim zum Schmunzeln

Sekunden weichen? Der Wind biß nicht mehr in die Nasenspitze. Die Luft wurde lind. Es roch nach Frühling, nach Erde, nach Blumen. Die Bäume – vom Schnee befreit – trugen Knospen. Vögel begannen zu zwitschern. Die Welt wurde wieder bunt. Hanna atmete tief ein und fühlte sich wieder wohl. Alles wird gut! Dachte sie. Daß dieser abrupte Austausch der Jahreszeiten merkwürdig war, kam ihr nicht in den Sinn. Sie genoß es einfach durch diese Frühlingswelt zu laufen – ohne ständig auf vereiste Schneeaufwerfungen achten zu müssen. Ade sibirischer Winter! Hanna freute sich an der Wärme. Bis sie merkte, daß sie ihr Kopfkissen fest an sich gedrückt hielt. Daher und nicht vom Frühling ging die angenehme Temperatur aus. Plötzlich, wie die Idylle begonnen hatte, endete sie auch. Hannas Phantasie hatte sich gewehrt gegen die quälende Gegenwart. Aber schön war es doch! Und auch Träume werden einmal wahr. Maria Loß

Der Müggelheimer Heimatverein zeigte zum 70. Geburtstag des bekannten Karikaturisten und Porträtzeichners Martin Jahn dessen Ausstellung „Müggelheimer Porträtzeichnungen“ und präsentierte sein neues Buch „Schmunzliges aus Müggelheim“, das im Leonhard-Thurneysser-Verlag, Berlin und Basel, erschienen ist. Fortsetzung von Seite 17 bis jetzt, in Abstimmung mit Hilfspersonen, einige Wanderungen durchzuführen und meine Berlin-Kenntnisse weiterzugeben. Unsere Hauptstadt und das Umland haben sehr viel Interessantes zu bieten. Es macht mir viel Spaß, aus meiner umfangreichen BerlinLiteratur und ergänzenden telefonischen Gesprächen die Führungen oder Wanderungen zusammenzustellen und über diesen Weg Kontakte zu hallen. Es ist ein guter Ausgleich für meine pflegerische Tätigkeit. Ich danke Ihnen für diese gute, informative Zeitung und wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern weiterhin viel Gesundheit, Kraft und Freude am Gelingen dieses aufwändigen Projektes. Einen besonderen Gruß richten Sie bitte an Frau Schirmer. Irma Markowski


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„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche“* Entdecken Sie den Frühling mit der Stern und Kreisschiffahrt GmbH

Ein Unternehmen der Hegemann-Gruppe

Anfang April beginnt sie wieder, die Schiffssaison in Berlin. Genießen Sie die Frühlingssonne und erleben Sie mit der Stern und Kreisschiffahrt GmbH, wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Die Stern und Kreis Schiffahrt GmbH ist mit 31 Schiffen die größte Reederei Berlins. Insgesamt 30 Ausflugstouren begeistern jährlich über 1 Millionen Fahrgäste. Ob ab Jannowitzbrücke, Nikolaiviertel, Schlossbrücke/Charlottenburg, Wannsee, Tegel oder Hafen Treptow – mit insgesamt 80 Anlegestellen in und um Berlin bietet die Stern und Kreis vielfältige Möglichkeiten, die Stadt und ihr Umland entspannt zu erleben. Genießen Sie Touren durch die City oder erkunden Sie Spree, Havel und das Berliner Umland. Architektonische und geschichtliche Highlights und die hervorragende Bordgastronomie machen die Linientouren, wie z.B. Brückenfahrten, Historische Stadtrundfahrten und Ausflüge ins Grüne, zum Erlebnis. Haben Sie auch einmal Lust auf eine dieser Touren durch Berlin oder das grüne Umland dabei zu sein? Abschalten vom Alltag, einmal Ruhe und die wunderschöne Natur genießen? … dann nichts wie raus zum Wannsee! Erkunden Sie die weitreichende Geschichte der Region im Südwesten Berlins vom Wasser aus mit der Tour Zeitreise. Sie passieren dabei das Haus der Wannseekonferenz, die Pfaueninsel, Schloss Cecilienhof, Schloss Glienicke und die Glienicker Brücke sowie Schloss und Park Sanssouci. Die idyllische Landschaft der Havelseen erkunden Sie auf der 7-Seen-Rundfahrt mit Großem Wannsee, Kleinem Wannsee, Pohlesee, Stölpchensee, Griebnitzsee, Glienicker Lake und Jungfernsee. Aus- und Einstiegsmöglichkeiten bestehen an jeder Anlegestelle. Ab Hafen Treptow ins Grüne „Dem Puls der Metropole einmal entfliehen...“ Starten Sie am Hafen Treptow und lassen Sie für 5 Stunden die Aufregung der Großstadt mit unserer Tour „Rund um die Müggelberge“ hinter sich. An der Altstadt von Köpenick vorbei geht es beschaulich zu Berlins größtem See – dem Müggelsee. Über Müggelspree, Dämeritzsee und Gosener Kanal erreicht die Fahrt den Seddinsee und die älteste Sportstätte Berlins, die Internationale Regattastrecke Grünau. Auf der Spree geht es anschließend zurück zum Hafen Treptow. Zu den Stern und Kreis - Geheimtipps gehören Ausflügen zur „Woltersdorfer Schleuse“ oder in die „Idyllische Löcknitz“. Auf der Tour „Rund um Berlin“ kann der Gast, ausgehend vom Hafen Treptow, über den

Wannsee bis nach Spandau fahren. Retour geht es über die Spree nach Charlottenburg, ins Regierungsviertel und über die historische Mitte. Das Ausflugsziel im Norden: der Tegeler See Ausgehend von der Anlegestelle Tegel/Greenwichpromenade führt die „Oberhavelseen - Rundfahrt“ an einer wunderschönen Insellandschaften vorbei, die sich Naturliebhaber nicht entgehen lassen sollten. Ab Tegel können Sie aber auch an verschiedenen Tagestouren der Stern und Kreis teilnehmen. Beispielsweise an einer Tour, von Tegel nach Potsdam und zurück, oder an einer Tour nach Werder. Stern Stunden – Party und mehr Neben den Linientouren stehen bei der Stern und Kreisschiffahrt auch Sonder- und Partyfahrten auf dem Programm. Dazu gehören das Saisonhighlight „Wannsee in Flammen“ sowie Kombi- und Tagestouren, z.B. nach Magdeburg, nach Stettin, zum Werbellinsee und zum Schiffshebewerk Niederfinow. Die Schiffe der Stern und Kreis Flotte können Sie auch für Ihr ganz individuelles Event mieten. Die Charterabteilung berät Sie gern bei der Planung Ihrer Veranstaltung. Schifffahrt, Gastronomie und Rahmenprogramm werden so zum unvergesslichen Erlebnis. Sie haben es sicher schon bemerkt, die Stern und Kreisschiffahrt bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten und ist damit eine feste Größe im Tourismusangebot Berlins. Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen den Alltag einmal hinter sich. Sie werden ihre Stadt ganz neu entdecken. Also, kommen Sie an Bord und lassen Sie sich auf einem unserer Schiffe die Berliner Luft um die Nase wehen! Gute Fahrt! Mehr Informationen über die Stern und Kreisschiffahrt erhalten Sie unter www.sternundkreis.de bzw. STERN UND KREISSCHIFFAHRT GMBH, Puschkinallee 15, 12435 Berlin, Telefon +49 (0)30 536 360-0. * („Faust: Der Tragödie erster Teil“, Johann Wolfgang von Goethe)


Vom Eise befreit sind Strom und Bäche...

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Hotel& Restaurant Neu-Helgoland

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* („Faust: Der Tragödie erster Teil“, Johann Wolfgang von Goethe)

2 SC Brise 1898 e.V. Wendenschloßstraße 390 12557 Berlin Tel.: 030-65499136 Mobil: 0172-3923499

Pension & Gaststätte

e-Mail: martin_bendin@web.de

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„Fährhaus“

12559 Berlin, Neuhelgoländer Weg 1

Tel 030 6598247, www.neu-helgoland.de Öffz.: Mo-Fr ab 1130 Uhr, Sa, So u. feiertags ab 11 Uhr Direkt an der Müggelspree gelegen, eigene Dampferanlegestelle, bis zu 350 Innen und 350 Außenplätze direkt am Wasser, barrierefrei, auch Hotelzimmer, Seniorenportionen, Sonntagsbrunch, Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Künstlern

Biergarten direkt am Wasser

Mo. - So. 10 - 22 Uhr Di. Ruhetag Frühstück von 10 - 13 Uhr Mittagstisch von 12 - 14 Uhr Kaffee/Kuchen und Eis

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Warme Speisen bis 20 Uhr Terrasse mit Blick auf die Dahme

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Dorfstr. 14 . 12589 Berlin-Rahnsdorf Tel. 030 - 650 17 281 . Mobil 0170 - 411 50 36 Öffz.: ab 15 Uhr . Sa./So. ab 11 Uhr ab Mai: tägl. ab 11 Uhr . Mo. ab 15 Uhr

Sie werden vom letzten Berliner Ruderfährmann übergesetzt.

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Inh.: Sabine Lausch

Anlegestellen Reederei Kutzker

...mit Cafégarten an der Uferpromenade 10 bis 18.30 Uhr täglich

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www.altstadtcafe.de

Tatort turm Müggel

Restaurant auf der Müggelspree gegenüber vom Bürgerbräu Sehr geeignet für Familien- & Gruppenfeiern tägl. ab 12°° Uhr; 35 Plätze Tel. 0172-304 21 11 • www.spreearche.de Sie werden vom Ufer mit dem Floß abgeholt

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Dorfstraße 45 15537 Wernsdorf Tel. 03362/881912 oder 0174/6505027 Öffnungszeiten: Mi–Mo ab 1100 Uhr Di Ruhetag

Im Angebot frischer Wernsdorfer Fisch Aal grün Wildgerichte hausgebackener Kuchen

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“ Es geht weiter am Müggelturm Niemals wird András Milak diese Nacht am 13. Februar 2010 vergessen. Es ging durch die Presse: Das Kiosk am Müggelturm stand in Flammen. Das Lebenswerk von András Milak brannte vor seinen Augen nieder. Hilflos musste er zusehen, wie seine Arbeit, sein Engagement und sein Geld zu Asche und zum Opfer einer Brandstiftung wurden. Auch die Feuerwehr war durch das Eis gehindert und konnte nichts mehr retten. Dem Pächter des Müggelturm-Kiosk blieben nur Wut, Enttäuschung und Tränen. Wiederholungstäter Denn es war nicht das erste Mal, dass rücksichtlose Vandalen den idyllischen Biergarten mit dem Kiosk

Alt-Köpenick 16 (zwischen Kirche und Rathaus) 12556 Berlin-Köpenick • Fon 030 - 65 47 40 69

am Müggelturm heimgesucht hatten. Mehrere Einbrüche und Verwüstungen musste András Milak bereits über sich ergehen lassen. Immer wieder investierte er Kraft und Geld, um den bekannten Ausflugsort erneut zu einem Freizeitvergnügen für treue Kunden zu gestalten. Mit Unverständnis registrierten die zahlreichen Besucher die Gewalt und die Zerstörungswut der Täter. „Was geht in deren Köpfen vor?“ fragen sich Viele. „Haben die kein Gewissen? Machen die sich keine Gedanken darüber, wieviel Arbeit, wieviel Liebe, Zeit und Geld investiert waren?“ Es geht weiter Aber András Milak lässt sich nicht unterkriegen: Es wird weitergehen mit dem Service und der freundlichen Gemütlichkeit am Müggelturm. Ab Ostern 2010 wird András täglich von 10 bis 18 Uhr mit einem Imbisswagen die Ausflügler am Müggelturm versorgen. Die Seniorenzeitung wünscht alles, alles Gute und viel Erfolg für diesen „Neuanfang“. Mögen auch in Zukunft alle Besucher, Wanderer und Ausflügler diesen Service genießen.

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Müggelseedamm 188 / Ecke Scharnweberstraße 12587 Berlin-Friedrichshagen Öffz.: So.-Do. 11 - 2 Uhr Fr./Sa. 11 - 4 Uhr

030 - 50 91 86 20

Fühlen Sie sich wohl in mediterranem Flair !


Vom Eise befreit sind Strom und Bäche...

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Hotel& Restaurant Neu-Helgoland

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* („Faust: Der Tragödie erster Teil“, Johann Wolfgang von Goethe)

2 SC Brise 1898 e.V. Wendenschloßstraße 390 12557 Berlin Tel.: 030-65499136 Mobil: 0172-3923499

Pension & Gaststätte

e-Mail: martin_bendin@web.de

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„Fährhaus“

12559 Berlin, Neuhelgoländer Weg 1

Tel 030 6598247, www.neu-helgoland.de Öffz.: Mo-Fr ab 1130 Uhr, Sa, So u. feiertags ab 11 Uhr Direkt an der Müggelspree gelegen, eigene Dampferanlegestelle, bis zu 350 Innen und 350 Außenplätze direkt am Wasser, barrierefrei, auch Hotelzimmer, Seniorenportionen, Sonntagsbrunch, Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Künstlern

Biergarten direkt am Wasser

Mo. - So. 10 - 22 Uhr Di. Ruhetag Frühstück von 10 - 13 Uhr Mittagstisch von 12 - 14 Uhr Kaffee/Kuchen und Eis

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Warme Speisen bis 20 Uhr Terrasse mit Blick auf die Dahme

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Dorfstr. 14 . 12589 Berlin-Rahnsdorf Tel. 030 - 650 17 281 . Mobil 0170 - 411 50 36 Öffz.: ab 15 Uhr . Sa./So. ab 11 Uhr ab Mai: tägl. ab 11 Uhr . Mo. ab 15 Uhr

Sie werden vom letzten Berliner Ruderfährmann übergesetzt.

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Inh.: Sabine Lausch

Anlegestellen Reederei Kutzker

...mit Cafégarten an der Uferpromenade 10 bis 18.30 Uhr täglich

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www.altstadtcafe.de

Tatort turm Müggel

Restaurant auf der Müggelspree gegenüber vom Bürgerbräu Sehr geeignet für Familien- & Gruppenfeiern tägl. ab 12°° Uhr; 35 Plätze Tel. 0172-304 21 11 • www.spreearche.de Sie werden vom Ufer mit dem Floß abgeholt

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Dorfstraße 45 15537 Wernsdorf Tel. 03362/881912 oder 0174/6505027 Öffnungszeiten: Mi–Mo ab 1100 Uhr Di Ruhetag

Im Angebot frischer Wernsdorfer Fisch Aal grün Wildgerichte hausgebackener Kuchen

„Wir lassen uns nicht unterkriegen“ Es geht weiter am Müggelturm Niemals wird András Milak diese Nacht am 13. Februar 2010 vergessen. Es ging durch die Presse: Das Kiosk am Müggelturm stand in Flammen. Das Lebenswerk von András Milak brannte vor seinen Augen nieder. Hilflos musste er zusehen, wie seine Arbeit, sein Engagement und sein Geld zu Asche und zum Opfer einer Brandstiftung wurden. Auch die Feuerwehr war durch das Eis gehindert und konnte nichts mehr retten. Dem Pächter des Müggelturm-Kiosk blieben nur Wut, Enttäuschung und Tränen. Wiederholungstäter Denn es war nicht das erste Mal, dass rücksichtlose Vandalen den idyllischen Biergarten mit dem Kiosk

Alt-Köpenick 16 (zwischen Kirche und Rathaus) 12556 Berlin-Köpenick • Fon 030 - 65 47 40 69

am Müggelturm heimgesucht hatten. Mehrere Einbrüche und Verwüstungen musste András Milak bereits über sich ergehen lassen. Immer wieder investierte er Kraft und Geld, um den bekannten Ausflugsort erneut zu einem Freizeitvergnügen für treue Kunden zu gestalten. Mit Unverständnis registrierten die zahlreichen Besucher die Gewalt und die Zerstörungswut der Täter. „Was geht in deren Köpfen vor?“ fragen sich Viele. „Haben die kein Gewissen? Machen die sich keine Gedanken darüber, wieviel Arbeit, wieviel Liebe, Zeit und Geld investiert waren?“ Es geht weiter Aber András Milak lässt sich nicht unterkriegen: Es wird weitergehen mit dem Service und der freundlichen Gemütlichkeit am Müggelturm. Ab Ostern 2010 wird András täglich von 10 bis 18 Uhr mit einem Imbisswagen die Ausflügler am Müggelturm versorgen. Die Seniorenzeitung wünscht alles, alles Gute und viel Erfolg für diesen „Neuanfang“. Mögen auch in Zukunft alle Besucher, Wanderer und Ausflügler diesen Service genießen.

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Müggelseedamm 188 / Ecke Scharnweberstraße 12587 Berlin-Friedrichshagen Öffz.: So.-Do. 11 - 2 Uhr Fr./Sa. 11 - 4 Uhr

030 - 50 91 86 20

Fühlen Sie sich wohl in mediterranem Flair !


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

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Friedrichs 106 RESTAURANT & KAFFEEHAUS

Genießen Sie Wiener Kaffeehauskultur mit österreichischen Spezialitäten, hausgebackenem Kuchen und einer großen Auswahl an Strudelvariationen. Große Sonnenterrasse an der Spree! Friedrichstraße 106, 10117 Berlin Tel.: 030/40520594, www.friedrichs106.de tgl. 8.00 bis 23.00 Uhr geöffnet

20. Fest auf der „Bölsche“ Bald ist es wieder soweit: die „Bölsche“ wird zur Festmeile - Berlins grünster Boulevard lädt am 8. und 9. Mai zum Feiern und Flanieren ein. Das ganze Programm, alles zur Tombola und dem Projekt: www.friedrichshagen.net

Das Fest auf der „Bölsche“ am 2. Maiwochenende zieht alljährlich Tausende Besucher an. Foto: Michael Ehrenteit


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

Schlüsselerlebnisse Wenn einer mal verreist, so kann er vieles entdecken. Ich fuhr neulich mit einer Reisegruppe zum Nordkap. Täglich wurde ein anderes Hotel besucht. Da brachten mich allein die Schlüsselerlebnisse zum staunen. Am ersten Hotel stieg der Reiseleiter aus dem Bus und sagte: „Ich hole jetzt die Zimmerschlüssel.“ Als er zurückkam, hielt er aber nur viele Briefe in der Hand. In meinem konnte ich aber nichts Schlüsselähnliches entdecken. Mir fiel ein, daß ich im Fernsehen schon sah, wie Reisende elegant ein Kärtchen in den Türschlitz steckten. Im Briefumschlag war dann auch so ein Kärtchen. Nachdem ich den kleinen roten Pfeil darauf erspähte und ahnte, wie herum es zu nutzen ist, konnte ich auch meine Zimmertür öffnen. Nun schnell erst einmal zur Toilette, doch da funktionierte der Lichtschalter nicht. Auch alle anderen Schalter im Zimmer ließen kein Licht erstrahlen. Im Dunkeln taste ich mich zum Waschbecken. Nun war es auch schon Zeit zum Abendessen. Auf dem Flur traf ich den Reiseleiter. „Bei mir funktioniert das Licht nicht.“ Er lachte nur und sagte: „Ich zeig es Ihnen.“ Er nahm mein Kärtchen und steckte es in den Schlitz am Lichtschalter neben der Tür.

Plötzlich erstrahlten alle Lampen. Im nächsten Hotel wähnte ich mich dann klug. Doch wo war hier der Schlitz für das Licht? Am Schalter gab es keinen. Ich knipste und es wurde hell. Nun im dritten Hotel fand ich auch keinen Schlitz am Lichtschalter, doch das Licht ließ sich nicht anschalten. Ich steckte verzweifelt das Kärtchen noch einmal in den Türschlitz und plötzlich, da ward es Licht. Im nächsten Hotel wieder eine Besonderheit. Das Schlüsselkärtchen mußte auch genutzt werden, um den Fahrstuhl zu bewegen. In einem anderen Hotel nutzten alle meine Erfahrungen wieder nichts. Den besagten Schlitz, um das Licht anzuschalten, fand ich nach langem Suchen an der Wand im Kleiderschrank. Im nächsten Hotel dann konnte ich zwar meine gesammelten Erfahrungen nutzen. Es hieß zum verrückten Renntier. Verrückt war es auch, als ich am nächsten Tag früh zum Fahrstuhl eilte mit Koffer und Rucksack, die Mütze in der Hand und die Jacke über dem Arm. Wohin mit dem Schlüsselkärtchen, das ja an der Rezeption abgegeben werden

„das grüne und andere ungeheuer“ Nachwort zu einer Autorenlesung Während Stars und Filmemacher aus aller Welt sich auf dem roten Teppich der Berlinale präsentierten, kam unser Gastautor am 11. Februar bescheiden, winterlich eingemummelt, in den Kiezklub KES Plönzeile. Gemeint ist: RUDI KURZ, Regisseur und Drehbuchautor deutscher sowie internationaler Film- und Fernsehgeschichte. Eine lebende Legende der 50er bis einschließlich 80er Jahre. In der Filmenzyklopädie wird er neben nahmhaften Regisseuren wie Wolfgang Luderer, Gerhard Respondele, Ulrich Thein, Konrad Wolf u.v.a. genannt. Gespannte Aufmerksamkeit herrschte, als er den Anwesenden besinnliche als auch heitere Anekdoten sowie persönliche Erlebnisse seines Film- und Theaterschaffens in Altenburg, Weimar, Leipzig und Berlin vortrug. Reichhaltig sein Repertoire: Stücke von Goethe, Schiller, Kleist und Shakespeare. Die Zuhörer beeindruckte der natürliche, einfache Erzählund Lesestil. Freimütig und offen wurde dann auch diskutiert. Mittendrin die Ehefrau, Rosi Kurz. Es waren interessante Diskussionsthemen. So zur Filmproduktion, zu persönlichen Kultur-

bedürfnissen, aber auch Selbstdarstellungen von Anwesenden. Befragt nach heutigen Filmen, verwies Rudi Kurz kritisch auf die kommerzielle Filmförderung, direkte Einflußnahme der Geldgeber und Quotenjagd, die die Qualität einschränken. Entscheidungen z. B. zur Rollenvergabe an Schauspieler werden davon abhängig gemacht. So ist als Folge ein „Schauspielerproletariat“ entstanden. Vielfalt und Engagement gehen unter. Filme sollten aber für die Menschen zur Unterhaltung, Bildung und Phantasieanregung beitragen. Diesen Anspruch versuchte Rudi Kurz, trotz zeitbezogener Widersprüche, stets treu zu bleiben. Manchmal waren seine Produktionen „Straßenfeger“. Diese Filme hielten große Bevölkerungsschichten im Bann. Direkte Bezüge, Hintergründe und Wissenswertes kann man dazu in seinem Bestseller „das grüne und andere ungeheuer“ nachlesen (Verlag wiljo heinen). Und als Abschluß dieser gelungenen Autorenlesung: Für jeden gab`s das Buch mit persönlicher Widmung, von – RUDI KURZ. Siegfried Engelke

Ihr 20jähriges Bestehen feierten die „VolksmusikOldies“ (unser Foto zeigt nur einen Teil der Musikgruppe) in der Seniorenfreizeitstätte „VITAL“ am Fürstenwalder Damm 474. Dazu herzlichen Glückwunsch! Foto: Ilse Richter

sollte? Ich steckte es in meine Hosentasche. Da steckte es dann auch noch, als wir schon viele Kilometer vom Ort entfernt waren. Das Hotel zum verrückten Rentier wird den Verlust verschmerzen und ich besitze nun ein Andenken. Aus dem nächsten Hotel kam der Reiseleiter mit einem Korb. Darin befanden sich richtige Schlüssel mit Bart. Die waren befestigt an einem dicken Holzkloben mit eingestanzter Zimmernummer. So ein Monstrum verleitet nicht zum versehendlichen Entwenden. Am nächsten Tag wurden wieder Kärtchen ausgegeben. Auf der einen Seite stand Lock und auf der anderen Unlock. Wie bei meinem Autoschlüssel, dachte ich und öffnete mit Unlock. Als ich aus dem Zimmer ging, ließ ich, wie gewohnt, die Tür hinter mir zufallen. Doch dann am Abendbrottisch meinte mein Nachbar: „Haben sie auch die Zimmertür wieder verschlossen?“ So schnell rannte ich schon lange nicht mehr eine Treppe nach oben. Ich hätte es wissen müssen, genau wie bei meinem Auto war die Tür mit Lock zu verschließen. Das letzte Schlüsselerlebnis überraschte mich auf der Fähre von Göteborg nach Kiel. Das Kärtchen zum Öffnen der Kabinentür war nur aus Pappe und wir mußten es nicht wieder abgeben. Es war aber etwas biegsam und daher meist mehrere Versuche notwendig. Manchmal genügten drei, oft konnten es auch fünf oder sechs werden, ehe sich die Tür öffnen ließ. Diese Schlüsselerlebnisse waren nur ein ganz kleiner Teil der viel gewaltigeren Erlebnisse und Entdeckungen auf dieser Reise, die auch mein Staunen erweckten und vielleicht noch Stoff für viele Geschichten bieten. U. Schirmer


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Zum 200jährigen Jubiläum der „Berliner Universität“ Fortsetzung und Schluß Das Universitätsgebäude, innen und außen betrachtet Die Aula der Universität zeigt, daß die Zeit des Rokokostils auch die künstlerischen Aufgaben einer Saaldekoration großen Stils in ernster monumentaler Weise zu lösen im Stande war. Während sonst die Meister des Rokoko sich gern darin gefielen, die Wände mit einem graziösen Rahmenwerk zu bedecken, ist die Architektur hier wieder zu den feierlichen Säulen und Pilastern des Barockstils zurückgekehrt. Die Säulen aus italienischem Stuccolustro (marmorimitierende Technik) sind schon durch ihre bemerkenswerte Höhe von stattlicher Wirkung und erinnern an die Vorbilder eines Palladio (Architekt der Renaissance aus Italien). Die dazwischen liegenden Fenster, Türen und Wandnischen sind von vergoldeten Palmenstämmen umrahmt. Reliefs mit allegorischen Darstellungen aus dem Kriegsleben schmücken den oberen Teil der Wände. Sie beziehen sich auf die Feldherren-taten des Prinzen. Das graziöse Formenspiel des eigentlichen Rokoko kommt erst in der Wölbung der Decke zum Ausdruck. Hier entfaltet die Dekoration in phantastisch gewundenen Blütenranken, in Kartuschen und in jenen charakteristischen gitterförmigen Verzierungen aus vergoldetem Stuck ihre ganze Anmut. Das kolossale Deckengemälde stellt eine allegorische Verherrlichung des Prinzen Heinrich dar. Die einzelnen Ideen dazu hat Friedrich der Große selbst angegeben. Die Malerei ist ein Werk des aus Rom gebürtigen Historienmalers Gregoris Guglielmo aus dem Jahr 1764. Ehemals enthielt das Palais noch ein anderes Deckenbild von seiner Hand, doch es ist frühzeitig zu Grunde gegangen. Der Kalk, auf den das Bild gemalt war, fiel stückweise herunter, so daß die Malerei von Bernhard Rode, dem vielgenannten Direktor der Berliner Akademie der Künste, gegen Ende des 18. Jahrhunderts erneuert werden mußte.

Die Universität vor 100 Jahren An die Bestimmung dieser ehemaligen Stätte froher Feste, als Aula einer gelehrten Körperschaft, erinnern die zahlreichen Marmorbüsten der Gelehrten, welche an den Wänden auf einzelnen Konsolen und Postamenten aufgestellt sind. Darunter einzelne sehr feine Arbeiten, treffliche Schilderungen des Seelenlebens berühmter Männer, die in diesem Hause gewirkt haben. Doch die Art der Aufstellung ist

wenig glücklich. In den hohen Wandnischen, die ursprünglich wohl für überlebensgroße allegorische Marmorstatuen bestimmt waren, nimmt sich eine schlichte Porträtbüste in einfacher Lebensgröße nicht günstig aus. Ebensowenig auf den dicht aneinander gerückten Konsolen, wo die gleichförmigen Reihen der Büsten mehr an ein Museum erinnern, aber nicht an Ehrendenkmäler für gefeierte Leuchten der Wissenschaft. In der neuen Aula der Universität, die jetzt in dem ehemaligen Gebäude der Königlichen Bibliothek am Opernplatz eingerichtet wird, stehen für die Aufstellung der Professorenbüsten größere Wandflächen zur Verfügung. Die Eintönigkeit solcher reihenweise aufgestellten Büsten läßt sich auch durch die Einfügung einiger gemalter Porträts vermeiden. Wie schön eine große Anzahl von gemalten Gelehrtenportraits selbst in einer dicht aneinander gedrängten Aufstellung wirken kann, zeigt an einem klassischen Beispiel der alte Senatssaal der Universität in Leiden. Von ihm sagt Niebuhr, es gäbe keinen für die Wissenschaft ehrwürdigeren Raum in Europa als diesen Saal. Bei der 100jährigen Jubelfeier der Berliner Universität (Alma Mater Berolinensis) fand der Festakt schon in der neuen Aula statt. Das alte Universitätsgebäude ist längst zu klein geworden, seitdem die Berliner Hochschule die größte Deutschlands geworden ist. Im Herbst 1810, als der erste Rektor, der Jurist Theodor Schmalz, ernannt wurde, hatte die Universität 256 Studenten. Nach 100 Jahren ist die Zahl der Studenten auf rund 10.000 gestiegen. Heute sind es wohl 50.000. Um für eine so große Anzahl von Studierenden die erforderlichen Räume zu schaffen, sind im Laufe der letzten Jahrzehnte zahlreiche andere Gebäude für die

Zwecke der Universität erworben und zum Teil neu erbaut worden. So sind namentlich die medizinischen und naturwissenschaftlichen Institute längst in anderen Gebäuden untergebracht. Eine derartige Verteilung auf verschiedene getrennte Bauwerke hat sich nicht nur in Berlin, sondern an den meisten anderen großen Universitäten als durchaus zweckmäßig erwiesen. Trotz aller dieser Erweiterungen wird hoffentlich die große Menge der eigentlichen Hörsäle sich in dem alten, durch seine nunmehr zweihundertjährige akademische Geschichte geweihten Gebäude verbleiben. Gerd Jandke

Alice Archenhold zu Ehren Dem Beschluß der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes TreptowKöpenick folgend, wurde die Ostendstraße in Niederschöneweide nach Alice Archenhold umbenannt. Die Ostendstraße wird von diesem Zeitpunkt an Alice-Archenhold-Weg heißen. Alice Archenhold (27.08.1874 – 09.02.1943) war die Ehefrau des bekannten Astronomen Friedrich Simon Archenhold. Nach ihrer Heirat widmete sie sich neben der Erziehung der fünf gemeinsamen Kinder mit Begeisterung und Leidenschaft der Astronomie. Sie unterstützte ihren Mann bei dessen umfangreichen Forschungsvorhaben in der Volkssternwarte und machte die Erkenntnisse über das Weltall einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. 1939 wurde Alice Archenhold mit Tochter Hilde in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und starb dort 1943. Red.


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Kiezprobleme:

„Der ABV war keine schlechte Einrichtung“ WBG Treptow-Nord lud Stadtrat zum Gespräch Die Wohnungsbaugenossenschaft „Treptow Nord“ eG hatte zum Nachbarschaftsgespräch in ihren Mitgliedertreff Kiefholzstraße 159 eingeladen. Gesprächspartner war Svend Simdorn, Bezirksstadtrat für Sport, Bildung und Bürgerdienste. Im Rahmen ihrer Info-Veranstaltungen lädt die WBG Treptow Nord regelmäßig Bezirkspolitiker ein. Nicht nur WBGVorstandsmitglied Georg Petters, sondern zahlreiche – meist ältere – Anwohner nahmen die Gelegenheit wahr und es kam zu einer außergewöhnlich lebhaften Diskussion. Sauberkeit, Ordnung, Sicherheit Die Teilnehmer nahmen kein Blatt vor den Mund. Unter anderem saß der Ärger über die mangelhafte Schnee- und Abfallbeseitigung tief. Das Thema „Ordnung und Sicherheit“ wurde ausführlich diskutiert. „Ich traue mich abends alleine nicht mehr auf die Straße!“ sagte eine ältere Frau. Dazu Svend Simdorn: „Polizei und Ordnungsamt sind personell unterbesetzt. Deshalb können sie in unserem großen Bezirk nicht überall und jederzeit präsent sein!“ In diesem Zusammenhang erklärte Simdorn: „Der ABV der DDR war keine schlechte Sache. Der kannte seine Pappenheimer und hatte direkten Kontakt mit den Nachbarn!“ Bald soll auch die Polizeistelle im Bürgeramt am S-Bahnhof Grünau (Wassersportallee)

geschlossen werden. Dann würde auch das Bürgeramt wegfallen, denn hierfür wäre das Haus zu groß und zu kostenaufwendig. Aber es wird nach Lösungen gesucht. Man denkt an ein Kultur- oder Seniorenzentrum. Noch ist nichts spruchreif. Bildung, Bibliotheken & Öffentlichkeitsarbeit Damit in der Volkshochschule weniger Kurse ausfallen, soll sich das VHS-Programm auf den wirklichen Bedarf der Bürger konzentrieren. Dies bedeutet in Zukunft: Weniger Kursangebote, dafür mehr inhaltliche Qualität. Und die Jugendkunstschule wird der VHS angegliedert. Unbeantwortet blieben die Überlegungen zu einer zentralen Bibliothek. Hier geht die Standortsuche weiter. Unzufrieden zeigte sich Stadtrat Simdorn mit der Öffentlichkeitsarbeit des Bezirkes. Der Bezirk hat so viele Angebote. Die müsste man in der Öffentlichkeit besser vermarkten. Neo-Nazis und Rinkart-Post Auffallend zurückhaltend war der CDU-Politiker beim Thema „Neo-Nazis und Schöneweide“. „Wir können nur aufklären und appellieren!“ erklärte er. „Aber wir können z.B. dem Hausbesitzer nicht vorschreiben, ob er den Vertrag mit der Kneipe „Zum Henker“ auflösen soll. Wir leben in einer freien und demokratischen Gesellschaft!“

WBG-Chef Georg Petters (links) und Svend Simdorn, Bezirksstadtrat für Sport, Bildung und Bürgerdienste Foto und Text: Michael Setz-Kuss Überrascht war der Stadtrat allerdings beim Thema „Schließung der Post in der Rinkartstraße“. Hier war ihm weder das Problem bewusst, noch konnte er etwas über mögliche Alternativen sagen. Obwohl das Gebiet der Baumschulenstraße bald ohne Post dastehen könnte. Fazit: positiv Trotzdem muss man diesen Abend bei der WBG Treptow Nord als gelungen bezeichnen. Viele Anwohner konnten „Dampf ablassen“. Stadtrat Simdorn notierte sich zahlreiche Anliegen und versprach „Ich werde mich darum kümmern!“ Alles in allem eine wertvolle Initiative der Wohnungsbaugenossenschaft. „Wir bringen den Kiez und seine Bewohner ins Gespräch!“ so WBG-Vorstandsmitglied Georg Petters. „Das ist ein Stück Transparenz und Demokratie“.

Betreuung demenziell erkrankter Menschen in Theorie und Praxis „Verwirrt nicht die Verwirrten“ - das ist die Leitidee, die hinter dem psychobiografischen Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm steht. Doch was genau beinhaltet dieses psychobiografische Pflegemodell und was bedeutet das für demenziell Erkrankte? Auf diese Fragen versucht Prof. Erwin Böhm in seinem Fachvortrag am 16. April 2010 Antworten zu geben. Von 10 bis 12 Uhr bringt er interessierten Zuhörern im DOMICIL Senio-

Übergabe des Zertifikates für den Wohnbereich für demenziell Erkrankte im Vitanas Senioren Centrum Bellevue durch Prof. Böhm, Januar 2009

renpflegeheim Baumschulenweg das Thema Demenz und sein Modell näher. Besuch und Rezertifizierungsfeier im Vitanas Senioren Centrum Bellevue Anschließend besteht die Möglichkeit gemeinsam mit Prof. Böhm die Wohngruppe „Altstadt“ im Vitanas Senioren Centrum Bellevue zu besuchen, in der demenziell erkrankte Menschen nach dem psychobiografischen Ansatz betreut werden. Um 13 Uhr wird Prof. Erwin Böhm dann die Urkunde zur Rezertifizierung des Wohnbereiches für demenziell Erkrankte überreichen. Selbstverständlich ist für einen kostenlosen Bustransfer vom DOMICIL Seniorenpflegeheim Baumschulenweg zum Vitanas Senioren Centrum Bellevue gesorgt. Für alle Gäste und Besucher steht im Cafe Köpenick im Bellevue ein kleines Buffet bereit. Mitorganisator ist das Netzwerk Leben im Kiez in Treptow Köpenick, das für die Bürger im Bezirk eine wohnortnahe, kompetente und neutrale Anlaufstelle bei allen Fragen zum Thema Pflegebedürftigkeit darstellt.

Erfolgreiche Fotoausstellung „Viele Gesichter. Viele Geschichten“ kehrt heim Am Freitag, 12. März war es im Vitanas Senioren Centrum Bellevue endlich soweit: Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler eröffnete gemeinsam mit Centrumsleiter Joachim Müller die Ausstellung von Fotografin Stefanie Beerbaum, Leiterin des Freiwilligenzentrums STERNENFISCHER. Die 19 Bilder zeigen allesamt Ehrenamtler, die sich in ihrer Freizeit für andere Menschen einsetzen. „Wir freuen uns sehr, die ausdrucksstarken Fotografien von Frau Beerbaum in unseren Räumen ausstellen zu dürfen. Unser Haus liegt mittendrin im Kiezleben und interessierte Besucher sind jederzeit herzlich eingeladen, sich bei uns umzusehen. Und nach dem Rundgang ist bestimmt auch noch Zeit für einen Kaffee in unserer gemütlichen Cafeteria.“, so Joachim Müller. Die Ausstellung „Ehrenamt in Treptow-Köpenick. Viele Gesichter, viele Geschichten.“ ist bis zum 16.04.2010 im Vitanas Senioren Centrum Bellevue zu Gast. Kontakt und Informationen: Vitanas Senioren Centrum Bellevue Joachim Müller, Centrumsleiter Parrisiusstraße 4-14, 12555 Berlin Telefon: (030) 64 16 76 – 0 E-Mail: j.mueller@vitanas.de www.vitanas.de


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degewo steigert ihren Nutzen für Berlin – Stadtrendite beträgt 2008 mehr als 48 Millionen Euro Erstmals auch ökologische Effekte berücksichtigt Welchen Wert erwirtschaftet ein Unternehmen für die Stadt? Mit der Stadtrendite-Formel (siehe unten) lässt sich das errechnen. Die degewo, maßgeblich an der Entwicklung der Stadtrendite beteiligt, hat dem Land Berlin im Jahr 2008 einen Wert von 48,7 Millionen Euro gebracht (nach knapp 34 Mio. in 2005). Das hat die Neuauflage einer umfassenden Studie durch die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ergeben. „Die degewo kann jetzt als eines der ersten Unternehmen in Deutschland nachweisen, welchen gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Nutzen das Unternehmen der Stadt einbringt“, sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka bei der Präsentation der Studie.

V.l.n.r.: degewo Marketingleiter Michael Zarth, degewo Vorstand Frank Bielka und HU-Professor Dr. Joachim Schwalbach bei der Pressekonferenz zur Stadtrendite, Foto: © Klaus Dombrowsky

„Die Stadtrendite der degewo hat sich im Verlauf der Jahre 2005 bis 2008 sehr positiv entwickelt. Der Beitrag der degewo ist in absoluten Werten von 33,9 Millionen Euro 2005 auf 48,7 Millionen Euro im Jahr 2008 gestiegen“, erklärt Prof. Dr. Joachim Schwalbach von der Humboldt-Universität. Dieses gute Gesamtergebnis ist nicht zuletzt den degewo-Maßnahmen im ökologischen Bereich geschuldet. So konnte der CO2-Ausstoß von 1990 bis 2008 um fast 50 Prozent reduziert werden. Bei der Berechnung bewerteten die Experten der HU jede Tonne CO2, die durch die degewo eingespart wird, mit dem Preis, der auch über den Emissionszertifikate-Handel am Markt realisiert werden kann. In 2008 entspricht eine Einsparung von 5.600 Tonnen einem Betrag von 973.000 Euro. „Durch Wärmedämmung und andere Maßnahmen reduzieren wir kontinuierlich die CO2-Emissionen. Das schont die Umwelt, macht sich positiv im Portemonnaie der Mieter bemerkbar und fließt wertsteigernd in die Stadtrendite ein“, sagt degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. „Durch eine umfangreiche Mieterbefragung haben wir außerdem erstmals erfasst, wie viele auswärtige Besucher die degewo-Mieter pro Jahr begrüßen“, erläutert Prof. Dr. Schwalbach. Im Durchschnitt sind es insgesamt mehr als 400.000 Be-suchstage, die mehr 59.000 Besucher in Berlin verbringen. „Da die Stadt pro Be-sucher im Schnitt 5,68 Euro einnimmt, ergibt sich für die Jahre 2005 bis 2008 jeweils ein Betrag zur Stadtrendite von 335.397 Euro“, rechnet der Lehrstuhlinhaber für internationales Management vor.

„Sehr erfreulich ist, dass wir mit einem von der HU entwickelten Excel-basierten Tool jetzt in der Lage sind, die Stadtrenditeberechnung selbst durchzuführen“, freut sich Frank Bielka. Die Daten sind für Berlins führendes Wohnungsunternehmen ein Antrieb, auch weiterhin Verantwortung für die Entwicklung von Quartieren zu übernehmen. Allerdings, stellte Bielka klar: „Ohne den wirtschaftlichen Erfolg, denn wir als degewo seit einigen Jahren kontinuierlich erzielen, sind solche zusätzliche Investitionen nicht möglich. Stadtrendite meint eben nicht nur die gesellschaftliche Rendite, sondern vielmehr auch die finanzwirtschaftliche Rendite.“ Gewinn geteilt durch eingesetztes Kapital – so berechnen Kaufleute weltweit die Rendite. Betrachtet man allerdings auch die soziale Verantwortung eines Unternehmens, die so genannte Corporate Social Responsibility (CSR), so müssen zwei weitere Aspekte bei der Ermittlung des Ergebnisses, das ein Unternehmen erzielt, herangezogen werden: neben der ökonomischen auch noch eine ökologische und eine soziale Komponente. „In der Stadtrenditeberechnung sind alle drei Werte enthalten und von größter Bedeutung“, erklärt Prof. Dr. Joachim Schwalbach. „Denn nur die Betrachtung aller Aspekte zeigt den Wert eines Unternehmens und den Wert, den dieses Unternehmen für die Stadt erwirtschaftet – die Stadtrendite.“ Nach einer ersten Berechnung für das Jahr 2005 hat die HU nun erneut den Nutzen der degewo für die Stadt Berlin errechnet. Die degewo ist Vorreiter und maßgeblich an der Entwicklung der Stadtrendite beteiligt. Mit der neuen Studie wird nun die Entwicklung bis 2008 nachvollzogen. Sie hatte vorrangig drei Ziele: zum einen die Stadtrenditeergebnisse dieser Jahre durch eine Mieterbefragung zu belegen, zum anderen die Stadtrendite um die Leistungen der degewo im ökologischen Bereich zu ergänzen und drittens ein Computerprogramm zu entwickeln, mit dem die degewo in Zukunft diese Berechnung selbstständig durchführen kann. Die Formel zur Berechnung der Stadtrendite:

Stadtrendite Konzernergebnis + Leistungen der degewo für betriebswirtschaftlich nicht eindeutig begründbare Stadtprojekte (angesetzt als Kosten der degewo) + nicht in der GuV erfasste Erträge für die Stadt durch degewo-Leistungen x 100 Eigenkapital* *Von der Stadt eingesetztes Kapital gemessen an den Opportunitätskosten durch alternative Verwendung des Marktwertes des Unternehmens

Die degewo ist das führende Wohnungsunternehmen in Berlin. Mit über 71.000 verwalteten Wohnungen und rund 600 Mitarbeitern zählen wir zu den größten und leistungsfähigsten Wohnungsunternehmen in Deutschland. Unsere Bestände befinden sich in fast allen Stadtteilen Berlins, und wir verbessern stetig unseren Service, so dass wir den vielfältigen Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen wir Verantwortung für die Stadt Berlin und ihre Menschen.


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„Projekt 100 Lebenswelten – Jedes Leben ist es wert aufgeschrieben zu werden“ Eine Ausstellung im Seniorenzentrum Köpenick

konnten, die Schüler und Schülerinnen des Gerhart-HauptmannGymnasiums und der Mer ia n - Schu le und ganz besonders an die Bewohnerinnen und Bewohner, die uns an ihrem Leben auf diese Art teilhaben lassen. Es erfordert Mut, über den eigenen Schatten zu springen und Lebensgeheimnisse zu verraten. Geplant ist, alle Geschichten in Form einer Broschüre zu gestalten und zu veröffentlichen. Petra Behrendt Pflegemanagerin und Betriebsleiterin des Seniorenzentrums Köpenick

Seit vergangenem Jahr ist diese Ausstellung im Seniorenzentrum

zu sehen. Worum geht es eigentlich den Initiatoren des Projektes? Vieles Vergangene sollte wieder in Erinnerung gebracht werden und interessante Biographien sollen vor dem Vergessen bewahrt werden. Uns kam es darauf an erlebte Geschichte transparent zu machen und zu zeigen, wie jetzige Heimbewohner in früheren Lebensabschnitten als Persönlichkeit gewirkt haben. So ist es ja auch kein Zufall, daß in unserem Pflegekonzept die Biographiearbeit den wichtigsten Bestandteil darstellt. Erst die Kenntnis und das Hineinfühlen in das frühere Leben unserer Bewohnerinnen und Bewohner versetzt uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage, eine an den Bedürfnissen orientierte Pflege und Betreuung zu leisten. Die Ausstellung spiegelt sehr gut Lebensepisoden und Lebenswelten wider, zum Teil zum Lachen und zum Teil sogar zum Weinen, doch vor allem hat man sehr viel Lust noch mehr zu erfahren. Mitarbeiter, aber auch Mitbewohner, Angehörige und Freunde haben nun die Chance Bewohnerinnen und Bewohner neu und mitunter anders als bisher kennenzulernen. Ich möchte Sie herzlich einladen und die, die noch nicht geschaut und gelesen haben neugierig machen, denn die Ausstellung ist jetzt im Haus 3 zu besichtigen. Dank und Anerkennung gehen an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die alle Geschichten aufgeschrieben haben, viel Geduld bewiesen haben und die dabei aber auch ganz viel von den Bewohnern lernen


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Auf nach Bad Belzig Zu Nutrias, Adonisröschen und dem Rhododendrenhain Für diesen Ausflug empfiehlt sich: Pack die Badehose (oder den Anzug) ein – und eine große Tüte Mohrrüben. Nanu? Es geht nach Belzig. Da fällt Ihnen natürlich zuerst die Steintherme ein. Im neuen Licht erstrahlt sie, wohlig kann man entspannen, im Sole-Wasser tief durchatmen, ist doch Belzig wegen der Heilkraft seiner Quelle gerade als Kurort staatlich anerkannt worden. Und dann geht`s zur Burg Eisenhardt, über der Stadt. Ritterspiele und mitteraltliches Spektakel – da entdeckt man eine andere Welt. Kräutlein und Mägdlein und manches längst Vergessene wird wieder erlebbar. Wenn man sich nur nicht noch immer mit der Möhrentüte herumschleppen müßte. Wozu bloß? Gemach, gemach. Sie kommt jetzt dran. Am Rande des reizvollen Flämingstädtchens liegt die Reha- und Rheumaklinik „Hoher Fläming“ mit einem wunderschönen großen Park. Kleine Teiche, verbunden mit plätschernden Bächen durchziehen ihn. Und darin schwimmen – Nutrias. Wenn Sie Glück haben, können Sie ihre niedlichen Jungen um diese Jahreszeit schon erblicken. Vor allem aber packen Sie jetzt Ihre Möhren aus, sie werden gleich Abnehmer davon finden. Wenn Ihr Vorrat groß genug ist, kommen die Tierchen auch an Land und im Nu sind Sie von den possierlichen Nagern umringt. Das ist ein Spaß, den nur Belzig Ihnen bietet. Alles andere? Nun lassen Sie Ihren Blick durch den lichten Parkwald schweifen. Ganz weiß ist der Boden – nicht von Schnee, von Adonisröschen. Dazwischen leuchtet ein tief dunkelroter Strauch, eine

japanische Winterazalee, Vorläufer dessen, was wenig später hier zu sehen sein wird: ein herrlicher Rhododendrenhain, mit mehrere Meter hohen Blütenstauden in prächtigen Farben. Auf einer Bank ruhen Sie erstmal aus und genießen den herrlichen Anblick. Dann folgen Sie den Wassern bis zu einer Mühle, der SpringbachMühle, die ein schönes Restaurant beherbergt. Kost und Rast sind nun angesagt. Aber dann: Wäre ja so gern noch geblieben! Warum nicht? Belzig bietet Unterkünfte für den größeren und kleineren Geldbeutel. Es werden bestimmt erholsame Tage, gar nicht so weit von zu Hause. Viel Spaß! G. Tews


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Vergessene Orte Der unbekannte Flugplatz Es gab ihn doch – den Flugplatz in BerlinKarlshorst! Ich wohnte dort: Am Flugplatz 6. Das kam so: Große Wohnungsnot herrschte in Berlin Ende der 20er Jahre. Mit Mühe hatten meine Eltern eine Behausung gefunden im Prenzlauer Berg, Eintritt vom Hausflur in eine Stube, in der gerade 2 Betten, Tisch, Stühle und ein Schrank Platz hatten. Durchgang nur zu einer kleinen, dreieckigen Küche mit Kohleherd. Toilette eine halbe Treppe tiefer, Ausblick auf einen düsteren Hinterhof, versperrt von einer Ziegelwand. Kein Spielplatz auf dem Wörther-Platz, der heute Kollwitzplatz heißt. Nur ein Springbrunnen, darum eine mit Eisengitter eingezäunte Grasfläche, dann Gehwege aus Schotter.

reiften, ich buk Sandkuchen und garnierte ihn mit Mutters Blumen. Ein Bad gabs freilich nur für die acht Familien gemeinsam, wir Kinder wurden in einem großen Faß abgeschrubbt und damit es sich lohnte, rieben wir uns manchmal mit Eierpampe ein. Geschenkte Stiefel Dann gab es Wahlen und ein Nachbar fragte meinen Vater, ob er Thälmann oder Hitler wählen sollte. Bestimmt entgegen Vaters Antwort kam er Tage später in brauner Uniform mit nagelneuen Stiefeln. Sagte dann erklärend: Solche Stiefel! Geschenkt! Nie hätte ich sie mir kaufen können. „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“ hatte Thälmann prophezeit. Für uns gab es als ersten Schlag Auszug aus unserem Paradies. Eine Militärkommission verkündete uns, daß alle unsere Häuser abgerissen würden und hier eine „Pionierlehranstalt für Offiziere“

Karlshorst, Flugplatz, Gebäude 6. Im ersten Stock eine schöne Wohnung, vor dem Haus ein schöner Garten. Foto: G. Tews 1932

Einzug ins Paradies Da plötzlich öffnete sich für uns ein Paradies! Wo am Ende der Karlshorster Rheinsteinstraße heute das Russische Museum steht, befand sich ein kleiner Bau, das Tor. Dann ging man vorbei an einem Rollfeld, bis man an Bauten kam, die 1917 Kasernen und Hangar beherbergt hatten. Ob der Flugplatz je in Aktion war, kann ich nicht sagen, denn 1918 verbot der Vertrag von Versailles Deutschland militärischen Flugverkehr. Irgendwann später wurden die leerstehenden Gebäude zu Wohnungen für Mitarbeiter im öffentlichen Dienst ausgebaut. Dahin durften wir jetzt ziehen, in eine geräumige Zweizimmerwohnung mit Garten. Es war ein Paradies! Mein Tischler-Opa baute mir eine Buddelkiste, auch eine himmelblaue Laube kam dazu, Vater hob zwei m3 je Obstbaum aus, riesige Früchte

entstehen würde. Das war ein Schock! Wir hätten fast mit Sack und Pack auf der Straße gestanden, hätte Mutter nicht nach vieler Rennerei 14 Tage vorher eine Wohnung in Weißensee gefunden, doppelt so teuer ohne Garten und ganz draußen am Rand zu Heinersdorf gelegen. Historischer Abschluß Wo einst unser kleines Tor stand, gewann ein neues repräsentatives Gebäude später historische Bedeutung. Dort wurde die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterzeichnet: Stiefel, vielen Männern geschenkt, mußten mit Strömen von Blut und Tränen bezahlt werden. Jetzt soll auf dem Gelände, nach dem Krieg Standort von Sowjetischer Militäradministration (SMAD), später des KGB, wieder ein Wohnpark entstehen. Gisela Tews

Jägerliebe Ein Jägersmann mit flottem Hut, der tat das, was ein Jäger tut. Er streifte durch den dichten Wald hob seine Büchse und es knallt. Ein Reh, das sprang ihm vor die Flint, und so erschoß er es geschwind. Mit seiner Beute trat der Mann vor seines Liebchens Türe dann. Er meinte, so ein Brautgeschenk bekommt nicht jede, wie man denkt. Er war so stolz, was er vollbracht, hat nur an Liebchens Lob gedacht. Sie gibt bestimmt mir einen Kuß, für diesen tollen Meisterschuß. Doch als die Braut das Tier nun sah, das traurig tote Augenpaar. „Du bist ein Mörder“, rief sie nur und schlug mit Krach die Türe zu. Zur Hintertür lief sie hinaus ganz schnell zum Nachbar Bauer Klaus. Der hatte sie schon lang begehrt in Liebesbriefen sehr verehrt. Ach je, was hat sie dort erblickt? Der Klaus hat grade mit Geschick ein großes fettes Schwein geschlacht, Er zeigt es ihr voll Stolz und lacht. Doch sie dreht sich entsetzt nur um sagt gar kein Wort und flüchtet stumm. „Ich zieh jetzt in die Stadt hinein da schießt man nicht und schlachtet Schwein.“ Doch ach, des Nachts was grabbelt hier für ein so ekliges Getier? Das Grausen war nun riesengroß. Wie werd ich Kakerlaken los? Ein Kammerjäger mußte her, der schießt ja nicht mit dem Gewehr. Drum kam es wies stets kommen muß, wenn schön der Ausgang ist zum Schluß. Es wurde dieser Jäger dann, Ihr heiß geliebter Ehemann. U. Schirmer

Schwertlilie – Blume 2010 Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist von der Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen zur „Blume des Jahres 2010“ gekürt worden. Sie ist in Gärten eine beliebte Zierpflanze und immer öfter zu sehen. Zentraleuropaweit ist sie jedoch gefährdet und als Wildpflanze nur noch selten anzutreffen. Die leuchtend blaue Blüte der Schwertlilie öffnet sich von Mai bis Juni. I.H.


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In Wendenschloß wurde Geschichte geschrieben

Sozialkommissionen – ehrenamtlicher Dienst für betagte Bürger

Diese Tafel in der Niebergallstraße 20 erinnert an ein Ereignis, das 65 Jahre zurückliegt. Damals – nach der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands am 8. Mai – befand sich hier am Ufer der Dahme die Waldgaststätte Wendenschloß. In ihr hatte Marschall Shukow seit dem 22. April 1945 sein Hauptquartier aufgeschlagen. Am 5. Juni kam es zu einem Treffen mit den Oberkommandierenden der anderen alliierten Armeen General Eisenhower, Feldmarschall Montgomery sowie General de Lattre de Tasigny. Im Saal der Waldgaststätte wurde die Berliner Deklaration über die Niederlage Deutschlands und die Übernahme der höchsten Autorität durch die Regierungen der vier alliierten Staaten unterzeichnet. In diesem Dokument wurde festgestellt: „Es gibt in Deutschland keine zentrale Regierung oder Behörde, die fähig wäre, die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung, für die Verwaltung des Landes und für die Ausführung der Forderungen der siegreichen Mächte zu übernehmen.“ Damit war die Existenz des Deutschen Staates faktisch beendet. Die Waldgaststätte Wendenschloß – später Klubhaus Freundschaft – wurde inzwischen abgerissen. Die dort 1985 aufgestellte Gedenktafel verschwand in den Wendewirren der Jahre 1989/1990. Sie wurde dann später auf einem Gartengrundstück zufällig wieder entdeckt und wurde 2005 anläßlich des 60. Jahrestages der Befreiung auf Initiative des Bürgervereins Wendenschloß – Kietzer Feld – Gartenvorstadt am Eingang der dort nunmehr errichteten Wohnanlage wieder aufgestellt. Eberhard Rehling

Fester Bestandteil unseres Alltags ist die ehrenamtliche Tätigkeit. Sie ist kein modernes Phänomen, sondern wichtiger gesellschaftlicher Faktor für Tradition, soziale Gerechtigkeit und Engagement. Denn ohne sie wäre so manch kommunales Projekt, aktiver Lebensstil sowie gesundheitliche und karitative Betreuungsaufgabe nicht durchführbar. Das betrifft auch den ehrenamtlichen Dienst in den Sozialkommissionen. Uneigennützig, freiwillig und eben nicht selbstverständlich werden ältere Bürger ab dem 80. Lebensjahr in den Wohngebieten durch die legitimierten ehrenamtlichen Mitarbeiter (Ausweis mit Paßbild) aufgesucht. Vor allem Alleinstehende sind dankbar für diese Abwechselung und Kontakte zu ihrem Wohnumfeld. Die ehrenamtlichen Besucher nehmen Gratulationen vor, führen Gespräche und beraten zu persönlichen Familienproblemen. Dabei geben sie Handlungstips und in dringenden Fällen, wie Pflegehilfe, Empfehlungen für zuständige Ansprechpartner. Eine Aufgabe, für die nicht jeder geeignet ist. „Es gehört schon viel sensibles Fingerspitzengefühl und Erfahrung dazu. Auch Qualifikation ist gefordert“, so Frau Meyer, ehrenamtliche Vorsteherin der Sozialkommission Oberschöneweide. Sie betreut acht ehrenamtliche Mitglieder. Nach Motiven ihres Einsatzes befragt, antwortet sie: „Ich mache dies aus Freude und Selbsterfüllung. Aber man muß auch ehrlich sagen, daß oft eigene Überwindung und Verzicht erforderlich ist, um den wechselnden Anforderungen eines vorangemeldeten Besuches gerecht zu werden. Nicht jeder Besuch wird aufgeschlossen entgegengenommen. Da muß man mehr tun.“ In den Kommissionssitzungen, die jeden ersten Mittwoch im Monat stattfinden, werden deshalb Besuchserfahrungen, Problemfälle und notwendige Hilfedienste beraten. Innerlich befriedigt sind die ehrenamtlichen Mitglieder, wenn etwas gut gelungen ist. Denn mit der Auswertung der Besuchsaktivitäten werden so Qualifikationshilfen und Verhaltensanregungen vermittelt. Bei „Neulingen“ erfolgt der Erstbesuch in Begleitung von erfahrenen Mitgliedern, um ein „sanftes“ Einarbeiten zu ermöglichen. „Positiv in unserer Sozialkommission ist, daß die Mehrzahl der Mitglieder schon jahrelang diese Tätigkeit ausübt. Das vereinfacht und schafft Erfahrungsschub“, sagt Frau Meyer und fügt hinzu: „Denn Besuchsgespräche laufen dort am besten, wo

bereits Vorjahreskontakte stattfanden, eine aufgeschlossene Atmosphäre herrscht sowie individuelle Themenübereinstimmung mit dem Besuchten besteht.“ Obwohl neben den aller zwei Monate erfolgenden Beratungen im Sozialamt, wo informiert, ausgewertet und geschult wird, auch spezielle Fortbildungen an der Friedrich-Ebert-Stiftung stattfinden, reicht dies oft nicht aus. So wird gewünscht, daß durch zusätzliche Mitarbeiter im Sozialamt die Rückinformationen zu ärztlichen Hilfeersuchen, asozialen Problemfällen u.a. verbessert werden. Das würde auch die Wertschätzung der Sozialkommission in der Öffentlichkeit erhöhen. Für Wege- und Zeitbelastungen ihres Einsatzes erhalten die ehrenamtlichen Mitarbeiter eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro. Dieser Ausgleich ist unabdingbar, stellt aber kein Äquivalent dar. Gerade in den Wintermonaten sind die persönlichen Anforderungen besonders hoch. „Dennoch“, betont Frau Meyer, „wir brauchen noch mehr ehrenamtliche Mitarbeiter. Infolge der wachsenden Vielzahl zu besuchender betagter Bürger schaffen wir z. Z. nur die runden und halbrunden Geburtstage ab 80 Jahre, ab 90 jedoch jedes Jahr. Deshalb wäre es wünschenswert, wenn noch weitere geeignete Mitbürger sich für diesen Dienst am Menschen interessieren würden.“ Bleibt noch eine aktuelle Frage offen: Entsprechend dem Beschluß der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick vom November 2009, eingebracht durch die SPD-Fraktion, hat die damit beauftragte Bezirksstadträtin für Soziales und Gesundheit, Frau Feierabend, eine schriftliche Befragung unter allen Sozialkommissionsmitgliedern vorgenommen. Die Beschlußbegründung, Nöte und Sorgen sowie benötigte Unterstützung der Mitglieder durch Befragung zu ermitteln, läßt jedoch nicht nur bei ehrenamtlichen Mitgliedern infolge eigener Erfahrungen aus jüngster Vergangenheit Zweifel zum Umfragezweck aufkommen. Deshalb werden die weiteren Schritte dieser Aktion kritisch und aufmerksam verfolgt. Denn es ist nicht vergessen! Viele erinnern sich an den Spätherbst des Vorjahres, wo Abgeordnete der Bezirksverordnetenversammlung die Seniorenfreizeiteinrichtungen in freie Trägerschaft überführen wollten, was einer Privatisierung gleich käme und auf längere Sicht das „Aus“ dieser Einrichtungen bedeutet hätte. Sieg fried Engelke


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Wandervorschlag

Herbstwanderung durch ein Teil der Spandauer Altstadt und Besichtigung der Spandauer Zitadelle Mit der S-Bahn bis Westkreuz – umsteigen und dann nach Spandau. Das erste, das nach Verlassen des Bahnhofs Spandau ins Auge fällt, ist das riesige Rathaus mit seinem markanten Turm. Um Spandauer Selbstbewußtsein zu dokumentieren, wurde es 1906- 1913 erbaut. Die Spandauer Altstadt ist über große Teile eine Fußgängerzone, in der man ungestört bummeln kann. 48 Gebäude stehen hier unter Denkmalschutz – es gibt aber auch viel Neues zu sehen. Die

Juliusturm

Carl-Schurz-Straße führt am Markt vorbei zur Nikolaikirche. Sie ist über 500 Jahre alt. Der Reformationsplatz wird von zahlreichen historischen Gebäuden gesäumt. Das Gotische Haus gilt als ältestes Wohnhaus Berlins, hier befindet sich heute die Informationszentrale und das Stadtgeschichtliche Museum von Spandau. Weiter führt der Weg über den Markt in die Jüdenstraße. Jenseits der Straße Am Juliusturm befindet sich in Behnitz und Kolk der älteste Teil Spandaus. Am Marktplatz an einer Hauswand ertönt ein Glockenspiel zu jeder vollen Stunde. Wir kommen zur Zitadelle, und hier möchte ich einen kleinen Überblick über die Zeit der Zitadelle geben. 1557 wurde mit den Vorarbeiten zum Zitadellenbau begonnen. Der eigentliche Baubeginn und der Armierungsentwurf fanden im Jahr 1560 statt. 1580 erfolgte die erste Belegung mit Mannschaften. 1594 wurde der Festungsbau vollendet. 1620 begann die Umbauung der Stadt Spandau mit Wallanlagen. Die Festung war jetzt Zitadelle. Im Jahr 1636 zog der Statt-

halter Graf Adam zu Schwarzenberg mit der Kriegskanzlei auf die Zitadelle. Schwedische Truppen lagen 1675 vor der Zitadelle. 1691 ereignete sich eine Explosion auf der Bastion „Kronprinz“, worauf 1692 diese Bastion neu erbaut wurde. 1806 eroberte Napoleon die Zitadelle. Dabei wurde sie beinahe vollständig zerstört und mußte vielfach restauriert werden. 1813 ereignete sich eine Explosion des Pulvermagazins auf der Bastion „Königin“. Im gleichen Jahr zogen die französischen Truppen ab. 1821 erfolgte die Restaurierung der Bastion „Königin“. 1885 wurde das Außenmauerwerk in der heutigen Form verblendet. Im Jahr 1935 wurde ein Heeresgasschutzlaboratorium eingerichtet. Hierbei wurden umfangreiche Forschungen am Nervengas Tabun durchgeführt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs fand 1945 die Besetzung durch sowjetische Truppen statt. Zwischen 1945 und 1948 war die britische Verwaltung Hausherr in der Zitadelle, in der 1960 ein Heimatmuseum im Palas eröffnet wurde. 1962 bis 1976 fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten in der Zitadelle statt. Im Jahr 1992 wurde das Stadtgeschichtliche Museum im Zeughaus eröffnet. Im Mai 2009 wurden 26 Standbilder und 40 Büsten aus der ehemaligen Siegesallee vom Lapidarium in Berlin-Kreuzberg in die Zitadelle verlagert. Die Zitadelle gilt als eine der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissance-Festungen Europas. Das in den Jahren 1559 bis 1594 an Stelle einer mittelalterlichen Burg errichtete Festungsbauwerk liegt nordöstlich in Spandau. Architekt der Zitadelle war der Italiener Francesco Chiaramella de Gandino, der 1578 durch Rochus Graf zu Lynar – gleichfalls aus Italien stammend, abgelöst wurde. Bautechnisch entsprach die Zitadelle der damaligen Idealvorstellung. Die symmetrisch aufgebaute Festung besitzt vier Bastionen, die durch Kurtinen verbunden sind. Das Kurtinen-Viereck besitzt eine Kantenlänge von 208 x 195 Metern. Durch die Anordnung der Bastionen gab es keine toten Winkel, in denen sich Angreifer hätten verstecken können. Es könnte hier noch viele andere markante Punkte genannt werden, aber einen möchte ich trotzdem noch nennen: den Juliusturm, eines der Wahrzeichen Spandaus. Er ist 30 Meter hoch. Auf seine Spitze führt die berühmte Wendeltreppe, die 1964 nach Vorbild der neugotischen Treppe von 1843 rekonstruiert wurde. Wenn man die 145 Stufen erklommen hat, bietet sich

ein Rundblick über Spandau und Umgebung, bis nach Tegel, zur Berliner Innenstadt und zum Grunewald. Die Zeit der Erbauung ist unbekannt. Nach dem Baubefund gehört das Baumaterial des Sockels dem 13. Jahrhundert an. Die Mauerstärke beträgt im Sockelgeschoß 3,60 m und im Obergeschoß 2,30 m. Den Zinnenkranz, ein Zeugnis der deutschen Romantik, entwarf Karl Friedrich Schinkel im Jahre 1838. Zur Zeit der Erbauung war er Bergfried oder Wachturm und diente als Zufluchtsstätte bei Gefahr. Gleichzeitig konnte er als Wohnturm genutzt werden. In seinem Kellergeschoß befand sich das Verließ. Der Name Juliusturm ist bis heute nicht eindeutig geklärt. 1356 verlieh Markgraf Ludwig der Römer seinem Kammerknecht Fritz das Thurm-Amt zu Spandau. Da Fritz Jude war, hieß der Turm fortan Judenturm. Aus dieser Bezeichnung entwickelte sich wohl der Name Juliusturm, wie er seit 1400 genannt wurde. Nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges 1870/1871 wurde der Turm als Lagerort für einen Teil des aus der französischen Kriegsentschädigung stammenden Reichskriegsschatzes bestimmt. Am 3. und 10. Juli 1874 kam der Anteil in 1200 Kisten verpackt nach Spandau und lagerte

Standbilder und Büsten

dort bis zur Rückgabe im Jahr 1919. Weil durch den heutigen Eingang 1842 eingebrochen worden war, baute man 1910 zur Sicherheit eine Tresortür ein. Sie hat ein Gewicht von drei Tonnen und ist eine der dicksten Tresortüren Berlins. Die Bundespost Berlin z. B. druckte 1976 eine Serie Berliner Ansichten, darunter auch die Zitadelle von Spandau. Dies, liebe Wanderfreunde, war nur eine kleine Anregung, falls Sie die Zitadelle erkunden möchten. Detlev Streichhahn, Text und Fotos


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Lapis Lazuli – Edelstein der Konzentration Die eigenständige blaue Farbe vom Lapis Lazuli ist so markant, dass sie namensgebend für die Farbe Lasur-Blau steht. Der historische deutsche Name für den Lapis Lazuli war auch Lasurit oder Lasurstein. Bereits in vorchristlicher Zeit war dieser, durch die Farbe markanter Edelstein, ein teurer und hochgeschätzter Schmuckstein. Er wurde als Himmelsstein verehrt und man war lange Zeit der Meinung, dass dieser vom Himmel geschickte Edelstein beim Tragen der regierenden Fürsten und Bischöfen, Intelligenz, Klugheit und Umsichtigkeit schenken soll. Der Lapis Lazuli wird an verschiedenen Orten Sibiriens und in Chile gefunden. Weitaus die meisten Stücke stammen aus Lapis LazuliMinen in Afghanistan. Diese Edelstein-Minen befinden sich in Höhen von über 3000 Meter. Ein reizvolles Farbspiel erhält der Lapis Lazuli durch kleine Einschlüsse von Pyrit-Kristallen. Das königliche Blau wird durch das göttliche Gold unterstrichen. Je intensiver die Lapis Lazuli-Farbe ist und je reiner die Beschaffenheit, umso höher ist der Preis. Leider gibt es am Markt - und das schon

seit 2000 Jahren – viele Imitationen, Fälschungen und Stücke, die farbintensiviert wurden. Neben der einzigartigen Wirkung als edler Schmuckstein, hat der Lapis Lazuli im esoterischen Bereich ein hohes Anwendungsspektrum. Er ist der Edelstein der Konzentration, er hilft dazu Gedanken auf den Punkt zu bringen und sich zwischen Parallel-Ideen die richtige rauszusuchen. Er ist ein idealer Edelstein um Prüfungsängste zu überwinden. Lapis Lazuli fördert die Kreativität, den Einfallsreichtum und beeinfluss positiv das Verhältnis zur Kunst. Er ist weiterhin ein sehr guter Edelstein für das Kehlkopf-Chakra und ist damit verbunden die Stimme und die Stimmbänder zu aktivieren und zu stärken. Dem Träger verhilft der Lapis Lazuli dazu das wahre Ich anderer Menschen zu erkennen. Ein optimistischer Edelstein mit sehr positiven Schwingungen. Im Handel wird der Lapis Lazuli in Form von Edelstein-Ketten und Armbändern, sowie in cabochonierter Schliff-Art als Ringstein, Broschen und Anhängerbesatz angeboten. Die Angebotslage im Handel ist sehr stark von den politischen Ereignissen in Afghanistan abhängig. Danach richtet sich natürlich auch die Preisgestaltung. Zurzeit ist die Rohstoffausfuhr aus Afghanistan sehr gut. Das könnte sich aber schlagartig durch politische Eingriffe ändern. Achten Sie bitte unbedingt darauf, dass Sie bei der Verwendung für heilende Zwecke den Edelstein einmal im Monat zum Entladen für mindestens zwei Stunden in Hämatit oder eine Stunde in HimalayaKristall-Salz legen. Anschließend für mindestens zwei Stunden in Bergkristall zum Aufladen legen. Kraft der Edelsteine Berlin e.V. Klaus Lenz Wegerichstraße 7, 12357 Berlin


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Seniorenkino im UNION jeden Mittwoch 10 Uhr, für 4 €, incl. Kaffee & Kuchen

Offen für jedes Alter

Zuschlag bei Filmen über 2 Stunden 50 ct.

Bölschestraße 69, Friedrichshagen

Nine

Mi, 21. Apr., 10.00 Uhr

Musikfilm ■ USA 09 ■ FSK: ab 6 ■ 119 Min. ■ Regie: Rob Marshall („Chicago“) ■ mit Daniel Day-Lewis, Penélope Cruz, Nicole Kidman, Sophia Loren

New York, I love you Mi, 07. Apr., 10.00 Uhr

Episodenfilm ■ F/USA 08 ■ FSK: ab 12 ■ 103 Min. ■ mit Natalie Portman, Orlando Bloom, Andy Garcia, Christina Ricci, Ethan Hawke u.a. Nach „Paris, je t‘aime“ führt der zweite Film der „Cities Of Love“-Serie ins aufregende New Yorker Leben und erzählt seltsame Liebesgeschichten aus der urbanen Welt unterschiedlicher Kulturen, von Großstädtern und ihren romantischen, pragmatischen oder melancholisch geprägten Beziehungen, vom One Night Stand bis hin zum ganz großen Gefühl. Eine funkelnde Hommage an die faszinierende Metropole am Hudson River, realisiert von elf Regisseuren (u.a. Fatih Akin).

Giulias Verschwinden Mi, 14. Apr., 10.00 Uhr

Komödie ■ CH 09 ■ FSK: ab 6 ■ 88 Min. ■ mit Corinna Harfouch und Bruno Ganz ■ Drehbuch von Martin Suter

Italien in den frühen Sechzigern. Den berühmten Regisseur Guido Contini erwischt kurz vor dem Drehbeginn zu seinem neuen Film die Midlife-Crisis. Es gibt noch kein Drehbuch, denn seine Kreativität schwindet und auch in seinem Liebesleben gibt es Probleme. Er versucht, die Balance zwischen den vielen Frauen in seinem Leben zu finden: seiner Ehefrau, seiner Geliebten, seiner Muse, einer Journalistin, einer Kostümbildnerin und seiner verstorbenen Mutter.

Die Friseuse

Mi, 28. Apr., 10.00 Uhr

Komödie ■ D 2010 ■ 100 Min. ■ Regie: Doris Dörrie ■ mit Gabriela Maria Schmeide, Rolf Zacher, Maren Kroymann

Der Film spiegelt an drei Generationen die Furcht der Gesellschaft vor dem Alter wider: Zwei stehlende Teenager wollen nicht 30 werden, eine kokette Dame verlobt sich mit ihrem Freund im Altersheim an ihrem 80. Geburtstag - zum Entsetzen ihrer griesgrämigen Tochter. Im Mittelpunkt steht Giulia, die an ihrem 50. Geburtstag lieber durch die Straßen streift und sich von einem älteren Herrn auf ein Glas Wein einladen lässt, anstatt mit wartenden Freunden im Restaurant zu feiern. Die Geburtstagsgesellschaft führt derweil Diskussionen über Wadenkrämpfe beim Sex, Vergesslichkeit, Schönheitsoperationen.

Der dicken Kathi König aus Berlin-Marzahn platzt der Kragen. Die arbeitslose Friseuse bekommt den telefonisch vereinbarten Job in einem Friseursalon nicht, weil sie ein unzumutbarer Anblick für die Kunden sei. Daraufhin will sie es allen zeigen und setzt alles daran sich den Traum vom eigenen Salon zu erfüllen - in einem ehemaligen AsiaImbiss.


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Veranstaltungen April und Mai 2010 Nachbarschaftszentrum Hessenwinkel, Fürstenwalder Allee 362, 12589 Berlin-Hessenwinkel, Telefon 648 60 90 www.nbzhessenwinkel.de Dienstag 13. 4. 14 Uhr Lesestunde „Alles auf Zucker“ mit Ursula Höft und Gerda Heilmann. Mittwoch 14. 4. 18 Uhr „Mögliche Faktoren zur Erkennung von Krebs“. Vortrag mit der Heilpraktikerin Heidrun Stark. Freitag 16. 4. 19 Uhr Das ganz andere Chorkonzert mit dem Kiezchor Prenzlauer Berg und dem Chor Diplomatique. Mittwoch 21. 4. 18 Uhr Die Preußischen Könige Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig. Eintritt 1,50 €. Donnerstag 22. 4. 15 Uhr „So war det damals...“. Das Stadttheater Köpenick besucht uns. Freitag 23. 4. 18 Uhr „Wein, Weiber und Gesang“. Ein musikalischer Abend mit dem Cellisten Hans Joachim Scheizbach. Eintritt 2,50 €. Dienstag 27. 4. 10 Uhr Familienveranstaltung „Zauber Rock’n’Roll“ mit Clown Petri. Eintritt 2,50 €. Freitag 30. 4. 18 Uhr „Um die Ecke Gedachtes“ mit Lothar Cibis und Rene Birkholz am Klavier. Eintritt 1,50 €. Mittwoch 6. 5. 15 Uhr „Ende und Neubeginn“. Dokumentarisch-literarische Veranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus. Dienstag 18. 5. 14 Uhr Lesestunde „8. Mai, Ende des II. Weltkrieges“ mit Ursula Höft und Gerda Heilmann. Mittwoch 19. 5. 14.30 Uhr Kaffeetafel für die Seniorengeburtstagskinder der Monate Mai und Juni. Freitag 21. 5. 18 Uhr Satirischer Abend „Wer hat nicht Huckleberry Finn gelesen?“ Mit Gisela M. Gulu, Lusako Karonga und Armin Baptist am Piano. Eintritt 2,50 €. Freitag 28. 5. 18 Uhr „Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ mit Angelika Neutschel und Irene Wittermann. Eintritt 2,50 €.

Seniorenfreizeitstätte Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 BerlinBohnsdorf, Tel. 902 97 55 09

Donnerstag 1. 4. 15.Uhr Tanz mit Gabi’s Mini Band. Eintritt 2,50 €.

Dienstag 4./20. 4. 10 Uhr Spaß, Gedichte und Lieder mit Adina und Norina. Eintritt 1,50 €.

Dienstag 13. 4. 14 Uhr Modenschau mit BUF. Eintritt 2/1 €.

Mittwoch 7. 4. 15 Uhr Das Ordnungsamt stellt sich vor: Aufgabenbereiche – Film – Zuständigkeiten.

Mittwoch 7. 4. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Gerhard Polley und Kaffeetafel. Eintritt 3 €.

Donnerstag 8. 4. 15 Uhr Frühlingsprogramm mit Frau Tennenbaum. Geburtstagskinder des I. Quartals haben freien Eintritt. Eintritt 2,50 €.

Montag 12. 4. 14.30 Uhr Geburtstagsfeier für die Geburtstagskinder des Monats März. Kaffeetafel und Musikprogramm.

Dienstag 20. 4. 14 Uhr Theater der Erfahrung mit „Ach du liebes Bißchen“. Eintritt 2,50 €. Dienstag 27. 4. 14 Uhr Unsere Erde „Ein ganz besonderer Tierfilm“ mit Jochen Kaiser. Eintritt 2,50 €. Dienstag 4. 5. 11 Uhr Seniorenbrunch. Eintritt 4 €. Dienstag 11. 5. 14 Uhr Evergreens mit Horst Dittmann. Eintritt 2/1 €. Dienstag 18. 5. 14 Uhr Tanz in den Mai. Musik mit „The Voices“. Eintritt 2,50 €. Dienstag 25. 5. 14 Uhr Travestie-Show mit Horst Adam. Eintritt 2,50 €. Haus der Begegnung, Wendenschloßstraße 404, 12557 Berlin, Telefon 65 48 81 14, Fax 65 48 81 15 Freitag 9. 4. 14.30 Uhr Gemeinsames Singen mit Frau Schubert. Sonntag 11. 4. 14 Uhr Das Ehepaar Palau unterhält mit Kaffeehausmusik. Freitag 16. 4. 14.30 Uhr Winterliche Naturschönheiten der japanischen Insel Hokkaido mit Josef Vorholt, Revierförster der Försterei Müggelsee. Eintritt 1,50 €. Sonntag 25. 4. 14 Uhr Die Jahresringe laden zum Kaffeenachmittag ein. Freitag 7. 5. 14.30 Uhr Gemeinsames Singen mit Frau Schubert. Sonntag 9. 5. 14 Uhr Einladung zum Kaffeenachmittag. Sonnabend 15. 5. 18 Uhr Andrea Bernhards liest: „ANNALENA“ – Erinnerungen 1942–1962. Eintritt 1,50 €. Seniorenfreizeitstätte im Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12487 Berlin, Telefon 902 97 56 65 Einlaß ab 13.30 Uhr Kaffeetafel ab 14.15 Uhr

Montag 12. 4. 15 Uhr Tanz für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Eintritt mit Beköstigung 5 €. (bitte anmelden). Donnerstag 15. 4. 15 Uhr Tanz mit dem Oranke-Duo. Eintritt 3 €. Mittwoch 21. 4. 14 Uhr Info-Veranstaltung zum Thema: Besteuerung von Alterseinkünften. Donnerstag 22. 4. 15 Uhr Vortrag von Frau Menz: Wie ordne ich meine Unterlagen so, daß es übersichtlich ist. Montag 26. 4. 14.30 Uhr Kommunizieren – aber wie? Nicht weglaufen, wenn es kritisch wird, sondern aushalten. Wie gelingt mir das? Mit Frau Esslinger. Donnerstag 29. 4. 15 Uhr Tanz mit Herrn Schwerdtfeger. Eintritt 3 €. Montag 3. 5. 15 Uhr Tanz für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Eintritt mit Beköstigung 5 €. (Bitte anmelden). Donnerstag 6. 5. 15 Uhr Tanz mit Hartmut Haker. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 27. 5. 15 Uhr Tanz mit Manne Menzel. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 20. 5. 15 Uhr Vorsicht, die Bäume schlagen aus! Ein Programm der „Immergrünen“. Eintritt 1,50 €. Wuhletreff, Begegnungsstätte Köpenick-Nord, Zum Wuhleblick 50, 12555 Berlin-Köpenick, Telefon 652 72 71 www.1000fuessler-frauen.de/ wuhletreff Um Anmeldung wird gebeten!

Dienstag 13. 4. 10 Uhr Im Alten Waschhaus „Texte lesen, lernen und spielen“. Interessengruppe unter Anleitung von Schauspielerin Gabriele Mewe. Eintritt 2,50 €. Dienstag 13. 4. 10 Uhr Im Concierge-Vorraum „Im Schatten der alten Eiche“ – Autobiografische Plauderei mit Hans Horn aus der Hoernlestraße. Mittwoch 14. 4. 14.30 Uhr Unsere Lieblingslieder Chornachmittag mit dem „Singenden Tausendfüßler“. Eintritt 3 €. Sonnabend 17. 4. 14.30 Uhr Heilkräuterentdeckungen mit Dr. Lehmann: Weide – Der melancholische Hexenbaum und das Schmerzmittel. Eintritt 2,50 €. Montag 19./26. 4. 15 Uhr Volksliedersingen mit Adina und Norina. Eintritt 1 €. Sonntag 18. 4. 11 Uhr Sonntagskonzert mit dem Chorensemble „Octopus“ Eintritt mit Brunch 12,50 €. Mittwoch 21. 4. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Adina und Norina und Kaffeetafel. Eintritt 3 €. Dienstag 27. 4. 10.30 Uhr Im Alten Waschhaus Märchen Aschenputtel – Vom Schein und vom Sein. Mit Dr. Nele Lehmann. Eintritt 3,50 €. Mittwoch 28. 4. 14.30 Uhr Das Jahreskaleidoskop 2010 mit seinen Jubiläen und Höhepunkten, musikalisch und literarisch betrachtet von Inge Kapphahn. Eintritt 4 €. Donnerstag 29. 4. 10.30 Uhr Kintopp und Kaffeepott. Eintritt 2 €. Montag 3./14./31. 5. 15 Uhr Volksliedersingen mit Adina und Norina. Eintritt 1 €.


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Montag 3. 5. 14.30 Uhr Helga Piur: „Ein Häppchen von mir“ mit Herta Koch. Eintritt 2,50 €. Dienstag 4./18. 5. 10 Uhr Spaß, Gedichte und Lieder mit Adina und Norina. Eintritt 1,50 €.

Tanznachmittag mit Erhard Juza. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 21. 4. 14.30 Uhr Tanz mit Gabi’s Miniband. Eintritt 2,50 €.

Dienstag 4. 5. 10 Uhr Im Alten Waschhaus „Leben im Kiez“ – Frau Walter stellt das Netzwerk vor.

Ratz-Fatz e.V., Schnellerstraße 81, 12439 Berlin-Schöneweide, Telefon + Fax 67 77 50 25 www.ratzfatzberlin.de

Mittwoch 5. 5. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit dem Duo M&B und Kaffeetafel. Eintritt 3 €.

Bei den Veranstaltungen wird ein Eintritt von 5/3 € erhoben.

Montag 10. 5. 14.30 Uhr Geburtstagsfeier für die Geburtstagskinder des Monats April. Kaffeetafel und Musikprogramm. Dienstag 11. 5. 10 Uhr „Texte lesen, lernen und spielen“. Interessengruppe unter Anleitung von Schauspielerin Gabriele Mewe. Eintritt 2,50 €. Sonnabend 15. 5. 14.30 Uhr Heilkräuterentdeckungen mit Dr. Lehmann: Schachtelhalm – ein lebendes Fossil und eine mächtige Heilpflanze. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 19. 5. 14.30 Uhr Tanz mit Bernd Schwerdtfeger und Kaffeetafel. Eintritt 3 €. Dienstag 25. 5. 10.30 Uhr Im Alten Waschhaus Märchen: Die Nixe im Teich – Wie zwei sich zurückgewinnen. Mit Dr. Nele Lehmann. Eintritt 3,50 €. Donnerstag 27. 5. 10 Uhr Kintopp und Kaffeepott. Eintritt 2 €. Montag 31. 5. 14.30 Uhr Frederic Chopin – Komponist der Romantik. Vorgestellt von Ingrid Sponholz. Eintritt 2,50 €.

Dienstag 6. 4. 14.30 Uhr Michael Jungnickel liest Kurzgeschichten. Eintritt 2 €.

Generationsklub KES, Plönzeile 7, 12459 Berlin-Oberschöneweide, Telefon 902 97 54 15

Freitag 30. 4. 20 Uhr Dixieland mit der Old Castle Jazzband. Eintritt 8/6 €.

Donnerstag 8. 4. 14 Uhr Wir laden ein zum Tanz und zur Feier für die Geburtstagskinder des Monats März mit Bernd Schwerdtfeger.

Sonntag 2. 5. 16 Uhr Frühlingsliedersingen mit dem Chor des Bürgerhauses. Eintritt 3 €.

Donnerstag 22. 4. 14 Uhr Travestieshow mit Horst Adam. Eintritt 2,50 €. Sonntag 17. 4. 15 Uhr Konzertnachmittag mit dem Chorensemble „Musci Berlin“.

Donnerstag 20. 5. 19.30 Uhr „Ich bin ein Narr und weiß es“. Autorenlesung mit Rolf Schneider. Eintritt 5 €.

Sonnabend 10. 4. 10.30 Uhr Erlesenes am Samstag mit Gisela Falk und Bernhard Buley nach Texten von Karl Bongardt über den großen Wort-Künstler Karl Valentin. Mit Frühstücksangebot.

Donnerstag 6. 5. 14 Uhr Wir laden ein zum Tanz und zur Feier für die Geburtstagskinder des Monats April mit Manuela & Bernd.

Sonnabend 22. 5. 19.30 Uhr Klassik im Bürgerhaus mit Pianist Hardy Rittner. Eintritt 10/8 €.

Freitag 16 4. 19 Uhr Vortrag: Der Schauspieler Herbert Köfer mit Dr. Katrin Sell.

Sonntag 16. 5. 15 Uhr Filmnachmittag mit Rainer Haus. „Lockruf der Lofoten“. Eintritt 1,50 €.

Freitag 23. 4. 20 Uhr Theater Gullivers Reisen today nach Jonathan Swift. Regie Bernhard Buley. Es spielen théâtre le cinq und théâtre bonjour.

Donnerstag 27. 5. 15 Uhr „Warum hat jeder Frühling ach nur einen Mai“ Konzert mit Operettensänger Horst Dittmann und Pianist Harry Heinze. Eintritt 2,50 €.

Sonnabend 24. 4. 10.30 Uhr Erlesenes am Samstag „Was Friedrichshagen einst bewegte.“ Humorvolle Texte von Bruno Wille und Wilhelm Spohr mit Frühstücksangebot.

Bürgerhaus Grünau, Regattastraße 141, 12527 Berlin-Grünau, Telefon 674 43 48

Sonntag 25. 4. 15 Uhr Frühlingssingen mit Petra.

Dienstag 6. 4. 10.30 Uhr Basteln für Senioren.

Freitag 7. 5. 19 Uhr Vortrag „Roman Polanski – ein Regieporträt mit Dr. Katrin Sell.

Dienstag 13. 4. 15 Uhr Seniorentreff Fit im Alter – leicht gemacht!

Donnerstag 8. 4. 14 Uhr Tanz in den Frühling mit Manne Menzel. Eintritt 2,50 €.

Freitag 8. 5. 20 Uhr Kabarett Czernowitz – Berlin mit der Puppenspielerin Vera Pachale und dem Klezmermusiker Jossif Gofenberg.

Freitag 9. 4. 14 Uhr Einladung für Geburtstagskinder der Monate Februar und März.

Dienstag 11. 5. 14.30hr Kulturcafé für Senioren Grillnachmittag.

Donnerstag 15. 4. 19.30 Uhr Auf den Spuren Heinrich von Kleists Wort und Fagott – musikalischliterarisches Programm mit Jörn Behrsing. Eintritt 5 €.

Donnerstag 6. 5. 14 Uhr Veranstaltung. Eintritt 2,50 €.

Freitag 23. 4. 20 Uhr Premiere Köpenick und kein Ende. Regie Bernhard Buley. Es spielen théâtre le cinq und théâtre bonjour.

Seniorentreff „Alte Schule“ Dörpfeldstraße 54, 12489 BerlinAdlershof, Telefon 902 97 57 67 Mittwoch 7. 4. 14.30 Uhr „Wie wär’s denn mal mit mir“.

Dienstag 11. 5. 15 Uhr Seniorentreff Modenschau.

Sonntag 25. 4. 15 Uhr Filmnachmittag mit Rainer Haus. „Gran Canaria – Das Herz der Kanarischen Inseln“. Eintritt 1,50 €.

Donnerstag 8. 4. 19 Uhr Von fremden Ländern und Menschen: Chattisgarh - Schatzkammer Indien. Vortrag von Dr. Hiltrud Rüstau. Eintritt 3 €.

Um Anmeldung wird gebeten!

Sonntag 9. 5. 16 Uhr Tanz, Palucca! Film und Lesung. Autor Prof. Ralf Stabel. Eintritt 5 €.

Freitag 9. 4. 20 Uhr Chansons bleues mit Bérangére Palix.

Freitag 30. 4. 18 Uhr Walpurgisnacht – mit Feuer, Musik (SARABANDE), Gegrilltem, Tanz und Teufeleien.

Seniorenfreizeitstätte Bürgerhaus Altglienicke, Ortolfstr. 182-184, 12524 Berlin, Telefon 902 97 67 17

Donnerstag 6. 5. 19.30 Uhr OMAN – Wüste oder mehr? Vortrag mit Frau Lindner. Eintritt 3 €.

Sonnabend 29. 5. 16 Uhr Chorsingen Der Otto-Dunkel-Chor wird 25 Jahre! Mit Liedern, Musik und Köstlichem vom Grill.

Sonntag 18. 4. 16 Uhr Klassik im Bürgerhaus Sabine Erdmann (Cembalo) spielt Werke von Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti. Eintritt 10/8 €. Donnerstag 29. 4. 19 Uhr DEFA-Reihe Konrad Wolf – sein Leben und Werk. Vortrag und Filmvorführung: Der geteilte Himmel. Eintritt 3 €.

Donnerstag 27. 5. 19 Uhr DEFA-Reihe Filmvorführung: Kroko (2003). Eintritt 3 €. Freitag 28. 5. 20 Uhr Dixieland mit der Old Castle Jazzband. Eintritt 8/6 €. Seniorenfreizeitstätte „Gerard Philipe“, Karl-Kunger-Straße 30, 12435 Berlin-Treptow, Telefon 53 21 09 83 Donnerstag 8. 4. 14.30 Uhr Tanz in den Frühling mit Jürgen Greuel. Eintritt 2,50 €. Donnerstag 15. 4. 14.30 Uhr Lieder zur Gitarre mit Herrn Böhme. Eintritt 1,50 €. Donnerstag 22. 4. 14.30 Uhr Humorgastspiel von und mit Manfred Stock. Eintritt 1,50 €. Seniorenfreizeitstätte TreptowKolleg, Kiefholzstraße 274, 12437 Berlin-Treptow, Telefon 532 00 95 Mittwoch 7. 4. 15 Uhr „Der Frühling hat sich eingestellt“. Lieder zur Gitarre mit Frau Schulz. Eintritt 2,50 €. Mittwoch 21. 4. 15 Uhr „Von Berlin bis Wien“. Eine musikalische Reise mit Frau Pfaffeneder. Eintritt 2,50 €. Seniorenzentrum Bethel Köpenick, Alfred-Randt-Str. 23, 12559 Berlin, Telefon 65 89 50 Fax 654 31 59 Donnerstag 8. 4. 15.45 Uhr Liederkarawane Frühlingslieder und Sitztänze.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 2-2010

Montag 12. 4. 15.45 Uhr Lesung mit Herrn Böhm – Pavarotti-Portrait. Mittwoch 14. 4. 16.30 Uhr Informationsveranstaltung des Malteser-Hospizdienstes. Mittwoch 21. 4. 15.45 Uhr Musikalischer Maiensprung – Erinnerung in Noten. Freitag 30. 4. Tanztee.

15.30 Uhr

Mittwoch 19. 5. Tanztee.

15.30 Uhr

Freitag 28. 5. 15.45 Uhr Musikalischer Maiensprung – Erinnerung in Noten. Koordinierungsstelle Rund ums Alter Treptow-Köpenick, Spreestraße 6, 12439 Berlin, Telefon 39 06 38 25

Chorkonzert der Seniorenchöre Unter dem Motto „Singen macht Laune“ singen die Seniorenchöre des Bezirkes am Sonntag, 3.5., 15 Uhr, im Bunsensaal Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 17.

Veronika, der Lenz ist da Melodien und Ohrwürmer zur grünen Jahreszeit präsentiert vom Salon Orchester Berlin, anschließend Tanz, Sonnabend, 8.5., 14 Uhr im Bunsensaal Berlin-Adlershof, Rudower Chaussee 17, Eintritt 14 €.

Um Anmeldung wird gebeten! Mittwoch 21. 4. 14 Uhr Pflegestützpunkt aktuell – Wohnungsanpassung. Sternenfischer, Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Müggelheimer Str. 13, 12555 BerlinKöpenick, Telefon 24 35 85 76 www.sternenfischer.org

Frühlingskonzert „Der Frühling zündet die Kerzen an“. Chorgemeinschaft pro musica Treptow e.V,. Sonnabend, 17. 4., 15 Uhr, im Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4.

Um Anmeldung wird gebeten! Mittwoch 7.4./5.5. 16 Uhr STERNEN-Treff: Erfahrungsaustausch für aktive Freiwillige. Mittwoch 12. 5. 16 Uhr Gruppenberatung – Engagement im Ruhestand. Gesellschaft zum Schutz für Bürgerrechte und Menschenwürde (GBM), Ortsverband Berlin-Köpenick, Telefon 645 47 77 Es finden Konsultationen (keine Rechtsberatungen) jeweils 10 bis 12 Uhr an folgenden Orten statt: Zu Rentenfragen: Wohngebietszentrum Pablo-Neruda-Straße 12–13 am 8. 4. und 6. 5.; Rabenhaus Puchanstraße 9 am 14. 4. und 12. 5.; Vital Fürstenwalder Damm 474 am 6. 4. und 4. 5.; Wuhletreff, Wuhleblick 50, am 9. 4. und 7. 5.; nach telefonischer Vereinbarung unter 657 23 42. Zu Fragen der Gesundheitspolitik: Wohngebietszentrum PabloNeruda-Straße 12–13 am 9. 4. und 7. 5.

Benefizkonzert Das Ensemble MUSICA LAETIFICANS spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Sonnabend, 17. 4., 18 Uhr, in der Evangelischen Kirche Johannisthal, Sterndamm 90.

Konzerte in der Chistophorus-Kirche Berlin-Friedrichshagen, Bölschestraße 27–30 Johannespassion von Johann Sebastian Bach, Karfreitag, 2. 4., 17 Uhr. Musik für Flöte, Viola und Klavier, Sonntag, 18. 4., 17 Uhr. Buntes Programm der Musikschule Köpenick, Sonntag, 2. 5., 16 Uhr. Orgelkonzert Sonntag, 16. 5., 17 Uhr.

Sternenfischer Informationsveranstaltung

Konzerte im Schloß Köpenick, Aurorasaal, Schloßinsel Mozart Violinsonaten 3, Sonntag, 4. 4., 16 Uhr. Italienische Impressionen, Montag, 5. 4., 16 Uhr. Mozart Violinsonaten 4, Sonntag, 25. 4., 17 Uhr. Klassische Serenade, Sonnabend, 1. 5., 16 Uhr.

Konzerte im Schloß Köpenick, Schloßhof, Schloßinsel Berliner Frühlingsklassik mit Marianne Boettcher (Violine) und Ursula Trede-Boettcher (Klavier) Sonntag, 25. 4., 17 Uhr. Berliner Frühlingsklassik mit dem Mozartensemble Berlin, Sonnabend, 1. 5., 16 Uhr. Haydn-Quartett, Mittwoch, 5. 5., 16 Uhr.

Ehrenamt im Ruhestand. Dienstag, 20. 4., 18 Uhr in der Volkshochschule Treptow/Köpenick, Baumschulenstraße 79–81. Bitte anmelden: 902 97 40 50 (Kursnummer: TK-1513-F)

Betreuungsverein Treptow-Köpenick Umgang mit Demenzerkrankten in Deutschland und Schottland Erfahrungsaustausch mit Frau Jan Killeen, Public Policy Director Alzheimer Scotland, Mittwoch, 21. 4., 18 Uhr im Senioren Centrum Bellevue Berlin-Köpenick, Parrisiusstr. 4–14. Berichterstattung an das Amtsgericht mit Frau Wiest, Mittwoch, 19. 5., 17 Uhr im mobilen Pflegedienst Berlin-Treptow, Elsenstraße 6.

Übersicht Spielplan 2010 Estrel Festival Center 06. Januar bis 20. Juni „Stars in Concert“ – Die Kultshow Mittwoch Samstag jeweils 20:30 Uhr Sonntag 17:00 Uhr 24. Juni bis 27. Juni Die Buddy Holly Show „That‘ll be the day“ Donnerstag - Samstag jeweils 20:30 Uhr Sonntag 19:00 Uhr 30. Juni bis 15. August Das Beatles-Musical „all you need is love!“ 50 Jahre BEATLEMANIA Mittwoch - Samstag jeweils 20:30 Uhr Sonntag 19:00 Uhr 18. August bis 05. September

„Elvis – Die Show“ mit Grahame Patrick Mittwoch - Samstag jeweils 20:30 Uhr Sonntag 19:00 Uhr Ab 08. September

„Stars in Concert“ – Die Kultshow Mittwoch Samstag jeweils 20:30 Uhr Sonntag 17:00 Uhr Tickets von 19 bis 47 Euro zuzüglich 10% Vorverkaufs- und 1,80 Euro Ticketgebühr. Ticket-Hotline: 030 16831 6831 Änderungen vorbehalten Stand: Februar 2010

Auflösung aus Nr. 2/2010


Der Frühling ist da, auf in den Tierpark 160 ha tierisches Berlin laden zum Frühlingsspaziergang ein Der Schnee ist verschwunden und die Sonnenstrahlen laden zu einem Spaziergang ein. Warum nicht die Frühlingstage mit einem Besuch im Tierpark Berlin, der in diesem Jahr sein 55. Jubiläum begeht, verbinden.

Foto: Klaus Rudloff

Im Tierpark ist gerade der Jahresbeginn immer von einer Vielzahl von kleinen Tieren geprägt, die die Tierwelt noch faszinierender machen. So wurde bereits im Januar ein Panzernashorn geboren. Es war die 9. Panzernashorngeburt in Friedrichsfelde und für Mutter „Jhansi“ die 3. Geburt. Ihr neuer Sohn ist gut entwickelt und trinkt regelmäßig bei seiner Mutter. Vater des Kleinen ist der Panzernashornbulle „Yodha“ aus dem Zoo Berlin. Panzernashörner sind in Indien und Nepal zu Hause. Ihr Bestand ist aufs höchste bedroht, und die

Mit 185 cm erblickte das Giraffenkind „Susi“ im Februar das Licht der Welt. Die Geburt des Uganda-Giraffenweibchens verlief komplikationslos, das Neugeborene stand schon wenige Stunden nach der Geburt und begann alsbald, an den mütterlichen Zitzen zu saugen. Steppengiraffen sind in den Trockengebieten, hauptsächlich Baumsteppen, in Westafrika und in Ost- bis Zentralafrika verbreitet.

Foto: Carlos Frey

Außerdem wachsen derzeit fünf junge Pelikane von vier verschiedenen Arten im Tierpark Berlin auf. Foto: Carlos Frey

Und im Affenhaus sind zwei neue Lemuren zu bewundern. Die Mongozmakis haben nur ein sehr kleines Verbreitungsgebiet im Nordwesten Madagaskars. Das Männchen trägt den Namen „Benson“ und stammt aus dem Zoo Bristol und das Weibchen den Namen „Lysiane“ und kam aus dem Zoo Breslau. Foto: Carlos Frey

Unterstützt wird der Tierpark Berlin in seiner Arbeit ganz wesentlich von den Freunden der Hauptstadtzoos. Weitere Informationen: Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. – Am Tierpark 125 – 10319 Berlin Tel. 51 53 14 07 – Email: info@freunde-hauptstadtzoos.de www.freunde-hauptstadtzoos.de Spendenkonto: Commerzbank, Kto: 912 900 800 – BLZ: 120 400 00 Spendenhotline: 090 01 00 05 76 (Mit einem Anruf spenden Sie 5 Euro!)

Foto: Silke Wenk

Den Namen „Lena“ trägt ein Kuhkälbchen, welches auch zu Beginn des Jahres im Tierpark geboren wurde. Das Ungarische Steppenrind ist eine sehr alte und ursprüngliche Hausrindrasse. Steppenrinder waren und sind heute wieder das Charaktertier der ungarischen Grassteppen. Während es nach dem 2. Weltkrieg knapp 200 Tiere gab, konnte der Bestand durch Schutz- und Zuchtmaßnahmen in Ungarn allmählich wieder angehoben werden. Der Tierpark Berlin macht sich seit seiner Eröffnung um alte und bedrohte Haustierrassen verdient und das Ungarische Steppenrind gehört seit 1956 fest zum Tierbestand, seine Zucht gelingt ab 1959 bis heute regelmäßig! Laien kennen das Steppen- oder Graurind übrigens auch aus den „Sissi“-Verfilmungen der 50er Jahre mit Romy Schneider.


PREISAUSSCHREIBEN präsentiert von Bücher im Forum Köpenick Wo befindet sich diese Schwanengruppe ? Für Kenner d e r e n ge r e n Heimat sicher kein Problem. D ie A nt wor t richten Sie bitte wie immer per Postkarte an die Redaktion der „Köpenicker Seniorenzeitung“, c/o Gerd Jandke, Bogenstraße 24, 12589 Berlin. Einsendeschluß ist der 8.Mai 2010. Offenbar war aber unsere vorige Preisfrage zu schwierig, wenn auch nicht unlösbar. Schloß Neuhardenberg mußte die richtige Lösung lauten. Gewonnen hat Frau H. Müller, 12555 Berlin. Herzlichen Glückwunsch! Die Redaktion der KSZ

Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V. Die 27. April Farbenpracht an der Oder

Abfahrt: 08.00 Uhr Ankunft: 19.00 Uhr S.-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz Preis: 39,50 E/Pers.

Adonisröschen leuchten wie tausende kleine gelbe Sonnen an den Oderhängen bei Mallnow und verkünden die Ankunft des Frühlings. Nach dem Mittagessen besichtigen Sie die Kirche St. Marien in Frankfurt mit den berühmten Bleiglasfenstern aus dem 12. Jahrhundert. Als Beutekunst lange in Russland verschollen, kamen sie nach umfangreicher Restaurierung 2008 an ihren alten Platz zurück. Leistungen: Komfortreisebus mit Reiseleitung, Spaziergang, Mittagessen, Führung St. Marien

Mi 19. Mai Buckow und Brandenburger Spargel

Abfahrt: 8.00 Uhr Ankunft: 19.30 Uhr S.-Bhf. Köpenick, Elcknerplatz Preis: 39,50 €/Pers.

Buchungen:

Freuen Sie sich auf einen schönen Tag in der Märkischen Schweiz, voller Genüsse für alle Sinne. Ob Kneipp-Kurparkanlage in Buckow, Schiffstour über den Schermützelsee, Spargelessen im Strandcafe, Landpartie zu Schloss und Kirche Neuhardenberg, Besuch beim Spargelbauern und in der Fischräucherei – es erwartet Sie ein „Landurlaub“ der besonderen Art. Leistungen: Komfortreisebus mit örtlicher Reiseleitung, Begrüßungsgetränk, Mittagessen, Besuch von Schloss und Kirche Neuhardenberg (von außen), Besuch Spargelhof und Fischräucherei

Tourismusverein Berlin Treptow- Köpenick e.V. Touristinformation Alt- Köpenick 31-33 • 12555 Berlin Tel. (030) 655 755 0 • touristinfo@tkt-berlin.de www.berlin-tourismus-online.de

Lust auf mehr Berlin? ... dann Treptow-Köpenick!

Köpenicker Seniorenzeitung 02/2010  
Köpenicker Seniorenzeitung 02/2010  

Die Zeitung für Treptow-Köpenick

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