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Köpenicker Seniorenzeitung s liche rsön r e p r Ih pla Exem

die Zeitung für Treptow-Köpenick

Straße zum Müggelhort 1 • 12559 Berlin-Köpenick Fon 030.6592590 • www.mueggelhort.de

Ausgabe

4/2009 August September 18. Jahrgang


Jede Altersarmut verhindern

Editorial:

Fragen an Dr. Gregor Gysi zum Thema Rente Köpenicker Seniorenzeitung: In Kürze wird ein neuer Bundestag gewählt. Bange Fragen von Seniorinnen und Senioren zu ihren Renten dürften Ihnen, Herr Dr. Gysi, nicht fremd sein. Ihre Partei hat detaillierte Vorschläge zur Herstellung der Rentengerechtigkeit zwischen Ost und West unterbreitet. Die anderen Parteien haben sie rundweg abgelehnt. Aus welchen Gründen? Dr. Gregor Gysi: Die anderen Parteien sind nicht daran interessiert, daß die gegenwärtigen und künftigen Rentnerinnen und Rentner in den neuen Bundesländern die gleiche Rente für die gleiche Lebensleistung erhalten wie in den alten Bundesländern. Deshalb lehnen sie unsere diesbezüglichen Anträge regelmäßig ab. Wir werden aber weiter für eine gleiche Rente kämpfen. KSZ: Die Rentenwerte in Ost und West endlich anzugleichen, ist ohne Zweifel eine überfällige Aufgabe. Aber gehört nicht auch die gültige Gesetzgebung über die Alterseinkommen auf den Prüfstand? Denn sie verursacht ja, daß die Renten ständig an Kaufkraft verlieren.

Dr. Gregor Gysi: Zwischen Ost und West sind nicht nur die Rentenwerte anzugleichen, sondern gleichzeitig müssen die Osteinkommen höher berechnet werden, weil sie nach wie vor niedriger sind. Außerdem muß insgesamt die Rentenstruktur verändert werden. Wir wollen wieder die alte Rentenformel einführen, damit die Altersbezüge angemessen an der Lohnentwicklung beteiligt werden. Die Senkungsfaktoren müssen überwunden werden. Auf diese Art und Weise könnte der Prozess beendet werden, wonach die Renten ständig an Kaufkraft verlieren. KSZ: Einer alternden Gesellschaft wird man nicht dadurch gerecht, daß man das Lebensniveau der Gealterten immer mehr einschränkt. Ohne ausreichende finanzielle Mittel läßt sich der verdiente Ruhestand trotz vielfältiger Angebote nicht gestalten. Wenn die Gesellschaft Wissen, Erfahrung und die Tatbereitschaft der Seniorinnen und Senioren auch weiterhin in Anspruch nehmen will und ihre Lebensleistung achtet, dann muß sie ihnen auch die Sorge um ihre Alterseinkommen nehmen. Sehen Sie das auch so und was müßte geschehen?? Dr. Gregor Gysi: Wir schlagen vor, daß künftig sämtliche Bezieherinnen und Bezieher von Einkommen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Außerdem sollte die Beitragsbemessungsgrenze aufgegeben werden. Dann muß auch ein Anteil vom höheren Einkommen in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden. Die damit verbundene Rentensteigerung für Besser- und Bestverdienende müßte abgeflacht werden. Auf diese Art und Weise könnte sogar der Beitragssatz gesenkt und trotzdem jede Altersarmut verhindert werden. KSZ: Wir danken für das Interview. Hans Joachim Koppe

Zur Person: Dr. Gregor Gysi, geboren 1948 in Berlin, konfessionslos, verheiratet, drei Kinder. 1966 Abitur und Abschluß als Facharbeiter für Rinderzucht. Jurastudium, 1970 Diplom. Seit 1971 tätig als Rechtsanwalt. Mitglied bei ver.di.. Dezember 1989 bis Januar 1993 Vorsitzender der PDS. Mitglied des Bundestages von 1990 bis 2002 und seit 2005. 1990 bis 2000 und seit 2005 Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.

Wahlhelfer und Stimmenzähler gesucht Sicher wird bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 die Wahlbeteiligung höher als bei der Europawahl liegen. Das bedeutet aber auch mehr Engagement beim WahlAblauf. Deshalb sucht das Bezirksamt für diesen Wahlsonntag, 27. September 2009, noch Wahlhelfer, Wahlbeobachter und Stimmenauszähler gegen Honorar. Interessenten melden sich beim Bezirkswahlamt, Rathaus Köpenick, Raum 3, Tel. (030) 902 97 21 31/32.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Während ich diese Zeilen schreibe, melden die Medien Proteste von Politikern und Wissenschaftlern gegen die von Bundestag und Bundesrat beschlossene Garantie, Renten auch dann nicht zu kürzen, wenn die Reallöhne sinken – aus Gründen der Generationengerechtigkeit. Merkwürdig, denn eine Garantie gegen die andauernde Entwertung der Renten wird damit ja nicht gegeben (Mehrere Beiträge zum Thema Renten in dieser Ausgabe). Um die Renten ging es zumindest vordergründig beim traditionellen Sozialtag 2009 nicht, wohl aber auch um Rentner, die offensichtlich an der ehrenamtlichen Arbeit im Bezirk einen hohen Anteil haben. Das würdigte auch Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler am Stand unserer Zeitung (Durchschnittsalter der Redaktion über 70 Jahre). Allerdings ist das Erreichte noch längst nicht das Erreichbare. Wenn man zur Kenntnis nimmt, wie viele vor allem soziale und kulturelle Projekte nur möglich sind, weil Freiwillige sie verwirklichen – zur Freude aller, die einen Nutzen davon haben -, dann sollten sich noch viele finden lassen, die ein Ehrenamt übernehmen. Kleine gelbe Fähnchen, von der Freiwilligenagentur „Sternenfischer“ an zahlreichen Ständen befestigt, machten deutlich, wie groß der Bedarf ist. Hans Joachim Koppe verantwortlicher Redakteur


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

Kaleidoskop

Feuerwerk beliebter Musik

Träger ist die GFS Fachschule für Steuern, Recht und Wirtschaft GmbH. Garantien für die Beschaffenheit der Spenden werden nicht übernommen. In der Regel müssen sich die Empfänger die Gegenstände vom Groß-Berliner-Damm abholen. Die Maßnahme läuft zunächst für ein Jahr. Eine Verlängerung ist beabsichtigt. Dies gab Gabriele Rühling, Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Tel. (030) 902 97 61 16, bekannt. KS/Ku

Begleit-Service:

Senioren im Zoo und Tierpark

Karl Oriwohl und sein „Bandonion“ Foto: Richter

Zum zweiten Male gestalteten Instrumentalgruppen aus Seniorenfreizeitstätten einen heiteren Konzertnachmittag im Nachbarschaftszentrum Hessenwinkel. Ein volles Haus dankte mit viel Beifall für Darbietungen der Laienmusikanten, die bekannte klassische wie auch beliebte Volksmusik beinhalteten. Mit dem Hessenwinkler Spätlese Septett, das Stücke von Händel, Heyden, Bach, Strauss, Beethoven u. a. darbot und den VolksmusikOldies aus Friedrichshagen, die wieder ein Feuerwerk volkstümlicher Weisen – auch zum Mitsingen – entfachten, bereicherte der 91jährige Karl Oriwohl mit virtuosem „Bandonion“-Spiel den heiteren Musikmix, der im nächsten Jahr an gleicher Stelle wiederholt werden soll. hjk

Ein Spendenwarenhaus In der Nähe des Jobcenters, am Groß-BerlinerDamm 73 D, 12487 Berlin, wurde ein Spendenwarenhaus eröffnet. Gesammelt werden Haushaltwaren, Spielzeug und sonstige Babyund Kinderartikel, Elektronik, Kleidung, Möbel, die intakt, ordentlich und „tageslichttauglich“ sind. Die Spenden werden bei den Spendern kostenlos abgeholt (Vorabinformation 74 30 21 88) und kommen ausschließlich Leistungsempfängern (Hartz IV, Grundsicherung, Asylbewerber) gegen Vorlage ihrer Leistungsbescheide zu Gute. Nach einem Punktesystem werden die Empfänger erfaßt, um Mehrfachbeschaffung und Verkauf zu vermeiden.

Die Deutsche Presseagentur und Berliner Zeitungen melden Erfreuliches für Senioren: Raus aus der Wohnung und ab zum Zoobesuch. Um älteren Menschen die Möglichkeit zu geben, mit Anderen in Kontakt zu kommen und etwas zu erleben, hat die Fördergemeinschaft von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. einen ehrenamtlichen Besucherdienst auf die Beine gestellt. Mit ihrer Patenschaft zum „tierischen Bummel“ wollen die Freunde der Hauptstadtzoos etwas gegen die Vereinsamung von Senioren tun. Interessenten werden von zu Hause abgeholt, durch Zoo oder Tierpark begleitet und wieder zurückgefahren. Dieser Service ist kostenlos, die Eintrittskarten müssen aber selbst bezahlt werden. Donnerstags zwischen 13 und 15 Uhr können die Ausflüge hier gebucht werden: (030) 51 53 14 07

Neu: Pflegedienst auch für blinde und gehörlose Menschen Auf der Suche nach einem ambulanten Dienst, der sich um Menschen mit Sinnes- und Wahrnehmungsstörungen kümmert, merkten wir bald, daß keine ambulante Einrichtung auf solch ein Handicap vorbereitet ist und somit keine fachgerechte Pflege leisten kann. Birgit Knebel und Steffi Reimann verfügen über langjährige Erfahrungen im Pflegebereich und werden hier helfen. Am 1. April 2009 eröffnete das Pflegekompetenz-Center – kein Handicap – in Berlin-Köpenick, Stillerzeile 123, Tel. (030) 80 20 18 67. Zu den Angeboten zählen alle ambulanten Leistungen und Dienstleistungen. So werden grundsätzlich alle Leistungen der Pflegeversicherung angeboten. Dazu zählen die Körperpflege, Hauswirtschaft, Einkäufe, Arztbegleitungen und die Zubereitung von Mahlzeiten sowie Beratungen zur Pflegestufe und bieten kostenfreie Pflegekurse an. ja

Historischer Spaziergang Die Sternwarte als Ziel hat ein historischer Spaziergang am Sonntag, 30. August 2009.

Der Treffpunkt für den zwei- bis dreistündigen Spaziergang ist am S-Bahnhof Treptower Park, 14 Uhr, Ausgang Hafen. Ohne Voranmeldung. Der Rundgang führt vorbei am Sowjetischen Ehrenmal, Treptower Park, Gasthaus Zenner, der Archenhold-Sternwarte und dem Treptower Rathaus. Sie erhalten Informationen über Persönlichkeiten wie Friedrich Simon Archenhold (Astronom), Alice Archenhold (Mitarbeiterin in der Sternwarte), Liselotte WelskopfHenrich (Wissenschaftlerin, Autorin von Indianergeschichten), Else Thalemann (Fotografin) und Ruth Werner (Kundschafterin und Schriftstellerin). Info-Telefon (030) 902 97 23 09.

Senioren-Schwoof und Talente-Schau Wer unter den Senioren nicht nur tanzen, sondern auch andere Talente zeigen möchte, sollte sich zwei Daten für den Herbst merken: Am Sonntag 11. Oktober findet im Freizeitforum Marzahn die Senioren-Talente-Show 50 plus zum „Goldenen Herbst 2009“ statt. Organisator ist der bereits aus der DDR bekannte Sänger und Moderator Siggi Trzoss. Telefonische Auskünfte (030) 65 48 89 26, im Internet: www.siggitrzoss.de. Gesponsert wird der Pokal von der Volkssolidarität unter der Schirmherrschaft von Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Ein Termin zum Senioren-Schwoof und zum Bunten Abend mit Sängern und Künstlern: Sonntag, 1. November 2009, ab 19 Uhr im Freizeitforum Marzahn, Marzahner Promenade. Karten im Vorverkauf zu 16 Euro. Ein Bus sorgt für die sichere Heimfahrt. Telefon (030) 65 48 89 26.

Service:

Senioren-Telefon Senioren-Fragen werden am Berliner-Seniorentelefon unter (030) 279 64 44 behandelt. Montags und Mittwochs von 12 bis 14, freitags und sonntags von 14 bis 16 Uhr. Ansonsten Anrufbeantworter; Sie werden zurückgerufen. Bei den Fragen kann es um praktische Angelegenheiten für Ältere, Einsame und Behinderte gehen (z. B. Rentenfragen, Behördenwege, Steuern…), aber auch um zwischenmenschliche Kontakte (Familienfragen, Einsamkeit, Trauerfälle, Kontakt- und Gesprächssuche). Die freiwilligen Mitarbeiter sind mehrheitlich Frauen; sie kommen aus allen Berufen, z. B. Lehrer, Sozialarbeiter, Krankenpflege, ehemalige Verwaltungsangestelle, fast alle selbst im Rentenalter und mit Lebenserfahrung. Übrigens werden immer wieder neue freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, die eingearbeitet und laufend geschult werden. Der Teamleiter Klaus Wendlandt aus Köpenick gibt weitere Auskünfte.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

Lebensleistung wird anerkannt Fragen an Prof. Dr. Niels Korte zum Thema Rente Köpenic enzeitung: Die Wahlen Köpenickker Senior Seniorenzeitung: zum Deutschen Bundestag stehen bevor, die Fragen der Wähler werden eindringlicher. Sie, Herr Prof. Dr. Korte, kandidieren im Wahlkreis Treptow-Köpenick. Ihre Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin hat sich für die Angleichung der Renten in Ost und West ausgesprochen, konkrete Schritte aber noch nicht unternommen. Wann soll das geschehen? Prof. Dr. Niels Korte: Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte auf dem 9. Deutschen Seniorentag in Leipzig die Angleichung der Renten als ein politisches Ziel für die ersten beiden Jahre der kommenden Legislaturperiode des Bundestages. Einen Stichtag für die Angleichung kann jetzt aber niemand nennen, denn wir wissen erst am 27. September verläßlich, wie die Bundesregierung sich in der kommenden Legislatur zusammensetzen wird. In den wenigen verbleibenden Wochen bis zur Wahl sind konkrete Schritte aus praktischen Gründen nicht möglich. Denn jedes Gesetz, welches jetzt noch in Angriff genommen würde, müßte erneut in den nächsten Bundestag eingebracht werden. Aus meiner Sicht ist die Ankündigung unserer Bundeskanzlerin aber ein seit langer Zeit notwendiger Schritt und ein wichtiges Zeichen für die Menschen in den ostdeutschen Bundesländern. Ich bin davon überzeugt, daß eine CDUgeführte neue Bundesregierung sofort nach der Konstituierung des neu gewählten Bundestages im Herbst 2009 mit den Vorbereitungen beginnen und dann so schnell wie möglich das Gesetz einbringen wird. KSZ: Äußerungen von Mitgliedern der Regierung und ihrer Fraktion lassen befürchten, daß die Angleichung kostenneutral, also ohne finanzielle Verbesserungen für die Rentner im Osten erfolgen soll. Trifft das zu?

Auf ein Wort:

Ein letzter Feldpostbrief September 1939 – zum 70. Mal jährt sich dieses schwärzeste Datum in der jüngeren deutschen Geschichte – der Ausbruch des 2. Weltkrieges. Manchem ist es Anlaß, der Lieben zu gedenken, die fast jede Familie verloren hat. Ich habe einen Brief aufbewahrt von einem mir lieben Menschen, von dem ich nie wieder gehört habe, ein Leutnant, der gerade mit seinem Wehrdienst fertig

Prof. Dr. Niels Korte: Die Rentenfrage ist eine der schwierigsten politischen Fragen überhaupt, denn viele verschiedene, sich oft widersprechende Interessen müssen zueinander ins richtige Verhältnis gebracht werden. Hierfür müssen wir alle relevanten Fakten heranziehen. Es muß vor allen Dingen eine gerechte und zugleich praktikable Lösung für den unterschiedlichen Rentenwert gefunden werden. Ich persönlich setze mich dafür ein, daß grundsätzlich nach einer Angleichung niemand schlechter dasteht als vorher. Eine kostenneutrale Lösung halte ich nicht für angebracht. Denn so würde ja der derzeitige Rückstand beim Rentenwert endgültig festgeschrieben und die im Einigungsvertrag versprochene Angleichung aufgegeben. KSZ: Gleiche Rentenwerte sind das Eine. Aber gehört nicht auch die gültige Gesetzgebung über die Alterseinkommen auf den Prüfstand? Denn sie sorgt dafür, daß die Renten ständig an Kaufkraft verlieren. Das kann doch nicht die Antwort auf eine alternde Gesellschaft sein? Prof. Dr. Niels Korte: Ich denke, daß Bundesregierung und Bundestag bei dem Thema Rentengesetzgebung einen gewissen Entscheidungsspielraum benötigen, um auf die gesellschaftlichen Entwicklungen richtig reagieren zu können. Wir können mit pragmatischen Entscheidungen den von Ihnen angesprochenen Entwicklungen entgegenwirken und sorgen so für eine verläßliche und gerechte Beteiligung der älteren Generation an der Einkommensentwicklung. Und das machen wir auch: Wir haben die größte Rentensteigerung seit über zehn Jahren durchgesetzt. In den Neuen Bundesländern wurden die Renten zum 1. Juli 2009 um 3,38 Prozent erhöht, in den Alten Bundesländern um 2,41 Prozent. Seit 2005 haben CDU und CSU erfolgreich eine

Rentenpolitik verfolgt, durch welche die gesetzliche Rentenversicherung finanziell auf eine sichere Grundlage gestellt wurde und somit die Lebensleistung von Älteren anerkannt wird. Die Zeiten, in denen unter Rot-Grün für die Rente sogar Kredite aufgenommen werden mußten, sind vorbei. Doch bin ich besorgt, daß langjährige Beitragszahler eine Rente gerade oberhalb der Armutsgrenze bekommen. Jemand der sein Leben lang früh aufgestanden ist, lange eingezahlt hat, muß auch mehr herausbekommen als das Sozialhilfeniveau. Deshalb war es auch so wichtig, die Rentengarantie zu beschließen. Sie schützt vor negativen Krisenauswirkungen auf die Rente. KSZ: Danke für das Interview. hjk

war. Statt nach Hause ging er als Soldat an die Front. Wenn Hitler in einer so groß angekündigten Reden wieder von seinem Kampf für den Frieden sprach, fragten sich manche von uns: Wen hat er nun wieder angegriffen? Ein europäisches Land nach dem anderen, sogar in Afrika rollten Panzer. Jener letzte Brief von meinem Toni ist datiert vom 28. Februar 1945 und kam aus Ungarn. „Liebe G., Du hast die letzte Zeit wenig von mir gehört. Verzeihe, aber ich bin innerlich gar nicht mehr mit mir im Reinen. Das Geschehen der letzten Wochen, die Gewißheit, daß... niemand an das Ende dieses unsinnigen

Mordens denkt, läßt alles Private hinter mir erscheinen. Man hat immer so viel geredet daheim und nun ist alles anders. Weißt Du, man sagt heute, jedermann muß an seinem Platz stehen, jetzt erst recht usw. Und wir? Wir, die von Anfang an, die im 6. Kriegsjahr an vorderster Front standen, stehen hier und wissen, daß die Aussicht auf die Heimat nur über den HV-Platz (Hauptverbandsplatz) geht. Wir machten den Angriff auf den GranBrückenkopf. Der Angriff war hart. Pak und Stalinorgel immer gleich auf einFortsetzung nächste Seite

Zur Person: Prof. Dr. Niels Korte wurde 1969 geboren, er ist katholisch, lebt mit Ehefrau und zweijähriger Tochter in Friedrichshagen. Selbständiger Rechtsanwalt, Lehrauftrag an der Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Pflege in Berlin. Zeitweilig wissenschaftlicher Mitarbeiter und Büroleiter im Bundestagsbüro des Parlamentarischen Staatssekretärs Bernd Wilz. Parteifunktionen in der CDU, u. a. im Landesvorstand der Partei und als Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Treptow-Köpenick.


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

Leserpost:

Gibt es bei der SPD neue Erkenntnisse? Im Interview mit der Köpenicker Seniorenzeitung hat Herr Wasserhövel gezeigt, daß er sachliche Erwägungen durchaus zur Kenntnis nimmt. Am 8. Februar 2009 wurde er anläßlich eines

Na lacht doch mal! Lachen ist doch sooo gesund, behaupten jetzt sogar Wissenschaftler. Nun sagen Sie bitte nicht, Sie hätten nichts mehr zu lachen. Denken Sie nur an die neue Rentenerhöhung – mehr als 3 Prozent, da muss Ihr Portemonnaie doch überquellen! Nun denken Sie nicht gleich wieder daran, dass Experten verlauten ließen, all die folgenden Jahre gibt es dann nur noch Nullrunden! Gerecht muss es nun mal zugehen – und wenn Manager sich verzockt haben und auf ihre millionenschwere Boni verzichten und tausende Arbeitslose „produzieren“ - wollen Sie dann immer noch ihre Rente in voller Höhe pochen ? Na, lachen Sie doch mal! Das stärkt die Augenmuskeln. Weiter im Lachtraining. Denken Sie mal an das Thema Steuern. Unser Staat muss doch nun den armen Bankern unter die Arme greifen, sie vor der Pleite bewahren. Aber womit? Mit Steuergeldern. Nun sind aber bald Wah-

Die Kripo rät:

Frühschoppens seiner Partei mit der Frage nach der Beseitigung von zweierlei Rentenrecht in Deutschland konfrontiert. Er bekannte seinerzeit, daß er zu dieser Angelegenheit über keine konkreten Kenntnisse verfüge. Der len und da muss erst mal vom Senken die Rede sein. Es gibt eine große Steuersenkungspartei und eine große Koalition, alle wollen die Steuer senken. Fragt sich nur für wen. Je mehr einer verdient, umso größer sein Gewinn dadurch. Womit aber die Steuerlöcher wieder stopfen? Halt, da bleiben doch wir Rentner! Wie verlautet, müssen etliche von uns sich auf eine Nachforderung einstellen, denn wir werden jetzt genau überprüft. Ist doch lachhaft? Na, bitte, da haben Sie wieder einen Grund, etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Wissen Sie, was dann beim lauten Lachen passiert? Die Skelettmuskulatur entspannt sich, es kommt zu einer besseren Durchblutung. Glückshormone werden aufgebaut, ja es vermehren sich sogar die Helferzellen für die Abwehr von Krebs und Herzerkrankungen. Na, bitte. Ob Sie wirklich was zu lachen haben, dazu haben Sie ja nun die Wahl. Und denken Sie immer daran: Wer zuletzt lacht, lacht am besten! Gisela Tews

Das Telefon klingelt und eine fröhliche Stimme verkündet: Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Audi gewonnen! Wenn Sie nicht gleich auflegen, geraten Sie in eine Warteschleife und werden sich nicht schlecht über Ihre Telefonrechnung wundern. Überhaupt: Was haben wir nicht alle für Glück! „Was Millionen träumen, Sie haben es geschafft!“ wird da verkündet und daß Sie garantiert gewonnen haben. Aber Achtung: Ihr Name steht zwischen zwei Kommas, das heißt, Sie sind ausgeklammert. Oder rubbeln Sie mal! Sie gewinnen ein Rubbellos, aber am Ende stellt

sich raus, daß die Gewinnsumme sich in Cents ausdrückt. Auch ein vollmundiges Versprechen: Für jeden mitgebrachten Kunden zahlen wir Ihnen 20 Euro! Aber Kunde ist nur, wer auch gekauft hat! Wobei wir bei den Verkaufsveranstaltungen wären, von denen mancher von Ihnen schon ein Lied singen kann. Die „schönsten“ Sachen werden da zuerst zu horrenden Preisen angeboten, dann wird es immer weniger, bis Sie wirklich glauben, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Hinterher stellen Sie fest, daß Sie im Fachgeschäft dasselbe oder gar weniger zahlen. Man glaubt, die Erfahrungen Vieler hätten sich schon rumgesprochen, aber leider fällt mancher Gutgläubige noch immer auf die üblen Tricks rein. git

Fortsetzung letzter Feldpostbrief mal. Und Flieger, amerikanische Bombenteppiche auf angreifende Infanterie! Alle 20 Minuten bei Tag und Nacht mit Phosphorbomben in die wenigen Ortschaften und keine Keller und es ist ja Winter!

So kam es, daß von unserem Regiment nicht viele herauskamen. Ich bin der einzige Offizier noch im Regiment, und das nur darum, weil ich die Gefechtsstaffel führte. Nun führe ich die kleine Kompagnie, die ein Regiment verkörpert. Kann das denn nicht einmal enden? Gebäude

Hände weg vom Glück!

Soziale Arbeitskreis unseres Bezirkes hat ihn damals über den Sachverhalt umfassend informiert. Nun will er in der kommenden Legislaturperiode die Angleichung auf den Weg bringen. Das wird uns allerdings auch vom derzeitigen Koalitionspartner der SPD, der CDU/CSU, versprochen. All diese Erklärungen sind Wiederholungen. Deshalb ist ernsthaft nach ihrer Glaubwürdigkeit zu fragen. Insbesondere auch deshalb, weil entsprechende Anträge der Linksfraktion im Bundestag bisher immer an der Ablehnung der anderen Parteien, also auch der SPD, gescheitert sind. Nicht einmal der Forderung an die Regierung, für eine Rentenangleichung Vorschläge zu erarbeiten, wurde zugestimmt. Da ist es schwer zu verstehen, wenn nun plötzlich die Debatte über gleiches Rentenrecht in Deutschland richtig sein soll, wie Herr Wasserhövel erklärte. Steht er etwa konträr zur jetzigen SPD-Fraktion? Seine Äußerung, unser Rentensystem sei stabiler, als die privatisierten Rentensysteme, die jahrelang von den Marktradikalen gefordert worden sind, ist zwar richtig, aber aus seinem Mund sehr verwunderlich. Wenn ich mich recht entsinne, dann wurde mit der so genannten Riesterrente das Tor zur Auslieferung der Altersvorsorge an den Kapitalmarkt weit geöffnet. Aber war jener Herr Riester nicht ein prominentes SPD-Mitglied und Minister in der SchröderRegierung? Seinerzeit haben wir die Kapitalisierung der Altersvorsorge im Zusammenhang mit der Agenda 2010 scharf kritisiert und wurden dafür als rückwärts gewandt verschrien. Was ist denn nun eigentlich an den Aussagen von Herrn Wasserhövel ernst zu nehmen, distanziert er sich von der bisherigen SPD-Politik und möchte er, daß die Agenda 2010 mit Harz IV, Rente mit 67, Riesterrente, Niedriglöhnen und mit der Konsequenz steigender Armut bei gleichzeitiger Konzentration wachsenden Reichtums zurückgenommen wird? Das wäre ja mal eine Reform aus der SPD, die man begrüßen könnte. Und noch eine Frage habe ich: Wie stehen Herr Wasserhövel und die SPD zu Wahlversprechen, oder werden diese dann im Zuge einer Koalition wertlos? Damit haben wir als Wähler und Arbeitgeber der Abgeordneten auch so unsere Erfahrungen. Eberhard Rehling, Sprecher im Sozialen Arbeitskreis Treptow-Köpenick kann man errichten, aber Menschenseelen nicht schnell heilen.“ Geht wirklich nie wieder Krieg von deutschem Boden aus? Heute verteidigen wir Deutschland am Hindukusch. G.Tews


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Köpenicker Baumgeschichten Von wandernden Linden, einer angeketteten Kastanie, trutziger Eiche und labilen Birken Unser umsichtiger Regierender Klaus Wowereit hat es entdeckt: Die Kaiser-Linden am Potsdamer Platz kränkelten, wollten einfach nicht wachsen. Die mit dem Fortschaffen beauftragte Gartenbaufirma merkte sofort woran das lag: Man hatte die Bäume auf Bauschutt gesetzt. Wohin aber nun mit den grünen Patienten? Hatten sie noch eine Chance? Wenn ja, dann in den weitläufigen Grünanlagen der Wohnungsbaugenossenschaft Wendenschloß, die von der gleichen Gartenbaufirma teils angelegt, aber überall gepflegt wurden. Also klingelte an einem Sonnabend das Telefon beim Vorstand Dietmar Labudda. Wollen Sie die kranken Kaiser-Linden? Ja, man wollte. So

wanderten die von Berlins Mitte ins „fernöstliche“ Wendenschloß. Zwischen zwei Wohnblöcken der Genossenschaft entstand auf grüner Wiese nun eine neue Lindenstraße, na, sagen wir lieber Lindenweg. Schön grün, zur Freude nicht nur der Anwohner. Glücklich über solche Baum-Geschichten ist natürlich auch der Naturschutzbund (NABU). Man nimmt Einblick in den Plan zur Baumfällung, prüft, meldet notfalls Bedenken an. Aber auch viele Köpenicker achten darauf, wenn drei Tage vorher der Vermerk steht: „Gesperrt wegen Baumfällarbeiten“. Einmal ging es da um eine herrliche Kastanie an der Scharnweberstraße Ecke Breestpromenade in Friedrichshagen. Sie mußte bleiben! Es bildete sich eine Bürgerinitiative, eine Kette mit Schloß wurde um den Stamm gelegt. Jetzt ist zugesagt, daß die Kastanie bleibt und die Kette könnte damit fallen. Um eine uralte Eiche auf dem letzten Grundstück am Wasser in der Wendenschloßstraße ging es auch. Sie sollte einer zweigeschossigen Stadtvilla weichen. Zum Glück fand sich für dieses Projekt kein Käufer. Der jetzige Eigentümer, will sich hoffentlich noch lange an diesem herrlichen Baum erfreuen. Was aber, wenn auf den vielen Waldgrundstükken in unserer Gegend wirklich mal ein Baum marode wird? Betroffen sind vor allen Birken. Daß man eine Fällgenehmigung braucht, weiß jeder. Rat kann man sich immer bei NABU Deutschland, Telefon (030) 986 08 37 13 holen. Auch Hinweise auf andere, Bäume betreffende Angelegenheiten werden dort ger-

ne entgegengenommen. Achten und lieben wir unsere Bäume, unsere grünen Lungen. Gisela Tews

IMPRESSUM Die „Köpenicker Seniorenzeitung“ erscheint sechsmal im Jahr. Sie wird kostenlos vertrieben. Derzeitige Auflage 4.000. Her ausg eber Herausg ausgeber eber:: ELRO-Verlagsgesellschaft mbH, Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen, Telefon (O33 75) 21 43 19, www.elro-seniorenzeitungen.de Anzeig enannahme: (033 75) 21 43 19 Anzeigenannahme: e-mail: werbung-goetze@t-online.de Redaktion: Ehrenamtlicher Leiter: Hans Joachim Koppe, ehrenamtliche Mitglieder: Frank Bernhardt, Elisabeth und Gerd Jandke, Dr. Kurt Kutzschbauch, Helga Leplow, Dr. Bettina Linzer, Maria Loß, Ursula Schirmer, Michael Setz-Kuss, Detlev Streichhahn, Gisela Tews. Beiträg e: Anregungen, Kritiken und andere EinsendunBeiträge: gen sind zu richten an: Gerd Jandke, Bogenstraße 24, 12589 Berlin, (per Post, möglichst PC-Ausdruck, mindestens in 12 pt und/oder Datenträger). Telefon und Fax (030) 648 92 13. E-Mail jandke-hessenwinkel@t-online.de oder hjkoppe@arcor.de. Ver ans en: Hinweise auf Veranstaltungen sind erans anstt altung altungen: zu richten an Frank Bernhardt, Fahlenbergstraße 13, 12589 Berlin, Telefon (030) 64 84 96 99, oder e-Mail frankeri@gmx.de. Zusammenarbeit Zusammenarbeit:: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Abteilung Soziales und Gesundheit, Sozialamt, Fachbereich II, Frau Ellen Leidler, Postfach 910 240, 12414 Berlin, oder Dienstgebäude Hans-Schmidt-Straße 18, 12489 Berlin, Telefon (030) 902 97 60 84. Hin weise der RRedaktion: edaktion: Namentlich gekennzeichneHinw te Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der ehrenamtlichen Redaktion wieder. Eine sinnwahrende redaktionelle Bearbeitung und Kürzung behalten wir uns vor. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Fotos kann keine Garantie übernommen werden. Tit elbild itelbild elbild: Waldrestaurant Müggelhort am Müggelsee Redaktionssc hluß für die AAusg usg abe 5-2009 (er sc heint edaktionsschluß usgabe (ersc scheint ang Okt ober) is Anfang Oktober) istt der 9. Sep Septt ember 2009. Anf

Fotos: Labudda


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Ihre Auszeit vom Alltag – Herbstausflüge mit der Stern und Kreisschiffahrt Eine Schifffahrt entlang herbstlich gefärbter Wälder und über klare Seen ist bei jeder Witterung ein Erlebnis. Egal ob noch durch warme Sonnenstrahlen in leuchtende Farben getaucht oder durch Nebelschwaden teilweise verhüllt, der Herbst verwandelt die Landschaft in und um Berlin in ein Farbenmeer. Die wohl schönste Schiffstour zu dieser Jahreszeit bringt Sie zur Woltersdorfer Schleuse. Sie fahren vom Hafen Treptow aus Richtung Altstadt Köpenick und erreichen nach kurzer Fahrzeit Friedrichshagen. Der kulturell und künstlerisch geprägte Ortsteil strahlt ein ganz besonderes Flair aus und bietet mit der Bölschestraße eine der schönsten Einkaufs-, Gastronomie- und Flaniermeilen Berlins. Die Fahrt geht jedoch weiter über den Großen und Kleinen Müggelsee, die Müggelspree mit Neu Venedig und den Dämeritzsee nach Erkner im Land Brandenburg. Der spätere Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann verbrachte hier 4 Jahre seines Lebens. Spätestens jetzt ist es Zeit für einen kleinen Imbiss an Bord. Auf unserer Speisekarte finden Sie sicher etwas Leckeres! Vom kleinen Imbiss über Mittagsgerichte bis hin zu Kaffee, Kuchen und Eis haben wir alles für Sie an Bord! Sie überqueren nun den Flakensee und erreichen an dessen Ende Ihr Ziel, die Woltersdorfer Schleuse. Die Schleuse verbindet die Rüdersdorfer Gewässer mit der Spree und überwindet einen Höhenunterschied von 2,10 m. In den Sommermonaten gilt Sie als ein beliebtes Ausflugsziel und wird von Hunderten Wassersportlern genutzt. Auf dem Landweg fährt eine historische Straßenbahn bis fast zum Wasser und ist damit das zweite Highlight des kleinen Ortses. Nach einem kurzen Aufenthalt geht die Reise zurück Richtung Heimathafen Treptow. Falls Sie diese Tour bereits kennen, gibt es natürlich zahlreiche Alternativen. Unsere Ausflugsschiffe sind bis Ende September, Anfang Oktober auch auf den folgenden Touren unterwegs: Rund um die Müggelberge, Spreefahrt zum Müggelsee, Idyllische Löcknitz, Rüdersdorf und Neue Mühle. Alle Touren starten ab Hafen Treptow, Sie können aber auch bequem in Köpenick zusteigen. Liebhabern historischer Architektur legen wir unsere Fahrten ab Wannsee, Tegel und Spandau ans Herz. Von diesen Ausgangspunkten, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, geht es Richtung Potsdam, auf die Oberhavelseen oder nach Werder. Egal für welche Tour Sie sich entscheiden, genießen Sie die malerischen Landschaften und die letzten warmen Tage! Wir wünschen Ihnen gute Fahrt! Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel.: 030-536360-0 oder www.sternundkreis.de.

Stern und Kreis-Veranstaltungen im August und September 2009 Nächtliche Schlösserimpressionen Samstag, 08./15./22.08.2009, 20:00 – 23:30 Uhr ab/an Wannsee (Bhf.) Tagesfahrt in den Spreewald Donnerstag, 20.08.2009, 09:00 – 19:30 Uhr, ab/an Hafen Treptow Lichterfahrt in die Innenstadt – Party-Dampfer Freitag, 28.08.2009, 19:00 – 00:00 Uhr, ab/an Hafen Treptow Lichterfahrt in die Innenstadt – Oktoberfest-Party Samstag, 19.09.2009, 20:00 – 00:00 Uhr, ab/an Hafen Treptow Wannsee in Flammen – Saisonhighlight der Stern und Kreisschiffahrt Freitag und Samstag, 25./26.09.2009, ab Wannsee, Spandau, tegel, Friedrichstraße, Berliner Dom und Schlossbrücke Charlottenburg Informationen und Beratung unter Tel.: 030-536360-0 oder www.sternundkreis.de. Alle Touren und Veranstaltungen sind auch in unserem aktuellen Fahrplan 2009 beschrieben.


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Sind Sie wetterfühlig?

Dr. Leiterer – zur Person

Interview mit Dr. Kate P. Leiterer Köpenicker Seniorenzeitung: Mir steckt das Wetter wieder in den Knochen, stöhnen manche Leute. Gibt es denn wirklich Wetterfühligkeit? Dr. Leiterer: Eine Wetterfühligkeit im Sinne einer Vorhersage von Wetterveränderungen ist wissenschaftlich nicht belegt. Dagegen ist Wetterempfindlichkeit als empfundene Einschränkung des Wohlbefindens und/oder das Auftreten von Krankheitssymptomen im Zusammenhang mit bestimmten Wettervorgängen erwiesen. Es gibt Studien über meßbare Veränderungen wie z. B. des Blutdrucks bis hin zu postoperativen Komplikationen und sogar ein Ansteigen der Sterberate sowie Zusammenhänge zwischen Wetter und der Häufigkeit von Betriebs- und Verkehrsunfällen. KSZ:Welche Ursachen sieht man dafür? Dr. Leiterer: Schon Hippokrates vermutete, daß Wind und Wetter einen Einfluß auf die Gesundheit haben. Die Veränderung des Luftdrucks, Temperaturveränderungen und das Wechseln zwischen Schönwetterperioden und Regen- und Sturmlagen bedingen am häufigsten Empfindungsstörungen, die mit dem Alter sich auch verstärken können. Ein Tiefdruckgebiet im Winter, das mit milderen Temperaturen einhergeht, kann bei empfindlichen Menschen eine Kopfschmerzoder Migräne-Attacke auslösen. Mal schwül, mal kühl – da spielt bei manchem der Kreislauf verrückt, schon beim Aufstehen wird einem schwindelig. KSZ: Welche Menschen sind besonders betroffen? Dr. Leiterer: Wetterfühligkeit tritt bei etwa 30 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung auf. Besonders betroffen sind Menschen mit Kreislaufstörungen. Die Wetterempfindlichkeit kann sich als Verschlimmerung bestehender Krankheiten, örtliche Beschwerden und Schmerzen äußern. Über Kopfschmerzen und Migräne klagen am Häufigsten Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, Ältere (über 60 Jahre) eher über Gelenkschmerzen, Herzbeschwerden und Kurzatmigkeit. Übergewicht fördert übrigens die Wetterbeschwerden auch. Studien belegen Wetterempfindlichkeit für Menschen mit chronischen Schmerzen, rheumatischen Beschwerden und psychischen Beeinträchtigungen. Am Häufigsten klagten Landwirte und

Dr. Kate P. Leiterer

angelernte Arbeiter sowie Selbständige über wetterbedingte Beschwerden. KSZ: Was kann man gegen solche Beschwerden tun? Dr. Leiterer: Wie in vielen Fällen von Befindlichkeitsstörungen natürlich viel trinken (2–3 Liter am Tag). Am besten Tee, verdünnte Säfte und Mineralwasser, aber auf keinen Fall Alkohol. Gegen Kreislaufprobleme wird ein Tee aus Holunder-, Orangen- und Kamillenblüten empfohlen (aus dem Teeladen). Kohlenhydrathaltige Mahlzeiten sind empfehlenswerter als fett- und eiweißreiche Speisen. China- oder Pfefferminzöl auf die Schläfen und Fußwechselbäder – mit kaltem Bad beenden, können auch hilfreich sein. Bestimmte Körperübungen wie Joga und Chi Gong können ausgleichend wirken. Auch Akupunktur, Akupressur und bestimmte Fingerübungen der indischen Mudras (Buch von Kim da Silva „Gesundheit in unseren Händen“) können Überempfindlichkeiten dämpfen. KSZ: Kann man seinen Körper prophylaktisch weniger anfällig machen? Dr. Leiterer: Achten Sie auf eine ausgeglichene, vielseitige Ernährung, die Ihnen alle erforderlichen Nährstoffe zuführt. Mit Ausdauersportarten wie Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen fördern Sie Ihr allgemeines Wohlbefinden und härten den Körper ab. Doch auch die Gartenarbeit kann hilfreich sein. Zur Selbstmedikation geeignet sind Naturheilmittel wie z. B. Melissengeist. Die Melisse ist seit langem bekannt als eine Pflanze, deren Inhaltsstoffe das vegetative Nervensystem unterstützt und gegen Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und depressive Stimmungslagen hilfreich sind. Wenn Sie diese Tipps berücksichtigen, wird es in den meisten Fällen gelingen, die übermäßige Reaktion auf Witterungsbedingungen wieder auf ein normales Maß zurückzuführen. Für das Gespräch dankt Gisela Tews

Dr. Kate P. Leiterer, geboren 1943, Studium der Biologie/Spezialisierung Tierphysiologie in Berlin, Zusatzstudium Biophysik und Aspirantur in Moskau und Kischinjew, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Lehre und Forschung an den physiologischen Instituten der Medizinischen Fakultäten der Friedrich Schiller Universität Jena und der Humboldt-Universität zu Berlin – Fachgebiet Hirnforschung. Seit 2003 Rentnerin jedoch weiterhin ehrenamtlich in verschiedenen Organisationen tätig.

Patientenverfügung endlich Gesetz Nach jahrelangem politischem Gezeter hat der Bundestag im Juni das Gesetz zur Patientenverfügung verabschiedet. Gemeint ist die Willenserklärung volljähriger Menschen über ärztliche Behandlungsmethoden im Falle schwerer Krankheiten. Damit wurde zwar juristisch Rechtssicherheit geschaffen, aber das neue Gesetz hat auch zu Irritationen bei den Betroffenen und bei Medizinern geführt. Noch immer glauben viele Menschen, im „Notfall“ dürften nahe Verwandte über diesen gravierenden Lebenseinschnitt bestimmen. Wer aber nicht vorher selbst bestimmt und dies schriftlich dokumentiert hat, ist nachher auf Gerichtsentscheidungen oder ärztliches Ermessen angewiesen; nicht einmal der Ehepartner oder die Kinder dürfen bestimmen. Obwohl es bereits zahlreiche Broschüren, Bücher und Internetseiten zu diesem Thema gibt, sind die Informationen auf Grund der neuen Rechtslage meistens veraltet oder wegen Abweichungen nicht mehr verwendbar. Selbst Ärzte, Anwälte und Krankenkassen warten erst einmal die Erfahrungen der nächsten Monate ab, um klare Empfehlungen zu geben. Die Seniorenzeitung wird sich auch in der kommenden Ausgabe mit der neuen Rechtslage einer Patientenverfügung befassen und unseren Lesern konkrete Infos liefern. (Miku)

Kurz gefragt: Gespräch mit Dr. Kate P. Leiterer

Köpenicker Seniorenzeitung: Es wird jetzt viel über Patientenverfügungen geredet – braucht man so etwas? Dr. K. P. Leiterer: Eine Patientenverfügung Fortsetzung nächste Seite


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Kurz gefragt zur Patientenverfügung (Fortsetzung) soll für den Fall gelten, wenn man selber keine Entscheidungen mehr treffen kann, was man sich dann für ärztliche Behandlung wünscht oder nicht möchte. Wenn man das einer anderen Person seines Vertrauens überlassen möchte, ist es richtiger eine Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung zu verfassen. KSZ: Wenn man aber, solange man noch entscheidungsfähig ist, selber über gewünschte oder unerwünschte ärztliche Behandlungen entscheiden möchte, was macht man dann? Dr. Leiterer: Dann sollte man eine Patientenverfügung verfassen, die aber immer persönlich sein muß und gültige Formulierungen enthalten muß, an die sich der Arzt halten kann. KSZ: Wo erfährt man, was man schreiben sollte? Dr. Leiterer: Man kann im Internet wichtige Hinweise dazu bekommen unter: www.bmj.bund.de, Suchbegriff: Patientenverfügung. Das ist vom Bundesministerium für Justiz. Ein Liste wichtiger Punkte, kann man in der Checkliste von der Deutschen Hospiz Stiftung erhalten unter www.hospize.de. Bei der Verbraucherzentrale kann man für 10,40 € das Buch „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“ bestellen, wo man genauer nachlesen kann. KSZ: Sind Patientenverfügungen unbegrenzt gültig? Dr. Leiterer: Grundsätzlich ja, aber man sollte seine Patientenverfügung von Zeit zu Zeit auf die Gültigkeit aller Formulierungen überprüfen. Wenn sich die eigene Meinung geändert hat, sollte man sie auf alle Fälle erneuern. Trifft sie weiterhin unverändert zu, sollte man sie neu datieren und erneut unterschreiben. KSZ: Wo sollte man eine Patientenverfügung aufbewahren? Dr. Leiterer: Man sollte selbst ein Schreiben aufbewahren, entweder bei sich tragen, oder an einem Ort, den eine Person des Vertrauens, der im gegebenen Fall benachrichtigt wird, kennt. Diese Person sollte selbst auch ein zweites Exemplar mit den Unterschriften haben. Man kann die Patientenverfügung offiziell aufbewahren lassen, kostenlos bei der Bundeszentrale für Patientenschutz oder der Deutschen Hospiz-Stiftung. Dann sollte man aber einen entsprechenden Hinweis darauf bei sich tragen zusammen mit dem Personalausweis. Für das Gespräch bedankt sich Gisela Tews

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Besuch ist immer ein Erlebnis Stets Neues in der Mittelpunktbibliothek Gut ein halbes Jahr ist die Mittelpunktbibliothek Köpenick jetzt in Betrieb, viele Diskussionen gab und gibt es um dieses Haus, sei es die vielfach gewöhnungsbedürftige Architektur oder den weiteren Weg für viele Leser, um an ihre Bücher zu kommen. Was uns aber doch überrascht, ist, wie viele Leser unser großes, erweitertes Angebot nutzen und sich in unserem Haus sichtlich eingewöhnt haben. Erstmals haben wir in Köpenick eine Bibliothek, in der ein umfangreicher Medienbestand und sehr weitgehende Öffnungszeiten zum Besuch einladen. Viele Veranstaltungen und Ausstellungen fanden in den letzten Monaten im Haus statt und bereicherten das kulturelle Angebot. So war zum Beispiel das „Schuhprojekt“ des EmmyNoether-Gymnasiums zu sehen, in dem Schüler Schuhe künstlerisch gestalteten, eine Ausstellung zu 800 Jahre Köpenick und vieles mehr. Alle ein bis zwei Monate wechselnde Ausstellungen zeigen immer neue Facetten des künstlerischen Schaffens in unserem Stadtbezirk, aber auch aktuelle Themen. So ist ein Besuch der Mittelpunktbibliothek immer ein neues Erlebnis, unsere Nutzer finden oft etwas Neues vor, sei es, daß im Lesecafe jetzt ein Getränkeautomat steht, in der zweiten Etage zwei Sofas zum Verweilen einladen, oder in der Romanabteilung einige bequeme Sessel zum anlesen der Bücher bereitstehen. Internetarbeitsplätze stehen nicht nur den jüngeren Nutzern der Bibliothek zur Verfügung, wir laden auch die älteren Besucher ein, unser kostenloses Angebot für eine Stunde in Anspruch zu nehmen. Falls sie mit Ihrem eigenen Laptop arbeiten wollen – kein

Problem, in der zweiten Etage ist ein WLANNetz eingerichtet, das ebenso genutzt werden kann. Unser wichtigstes Angebot sind aber nach wie vor die Medien, die wir für Sie zur Verfügung haben, wie Bücher, DVD’s, CD’s, Zeitschriften, Videos, elektronische und konventionelle Spiele, Noten und vieles mehr. Interessant sind auch die vielen Hörbücher, in denen bekannte Schauspieler Bücher vorlesen, Hörspiele oder Features, die auch in der Hörbibliothek, einer Veranstaltungsreihe der Bibliothek, vorgestellt werden. In unserem umfangreichen CD-Angebot finden Sie aktuelle Musik, aber auch das große Gebiet der Klassik, volkstümlicher Weisen und viele andere Musikrichtungen. Wer nicht nur lesen und hören, sondern auch sehen will, dem stehen DVD’s als Spielfilme, aber auch große Opern und Schauspiele zur Verfügung. Sie sehen also, ein Besuch der Mittelpunktbibliothek lohnt sich. Sie sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Wir freuen uns auf Sie! Ihre Marianne Heimann und das Team der Mittelpunktbibliothek Berlin-Köpenick Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag 10 bis 19 Uhr Dienstag und Donnerstag 10 bis 20 Uhr Sonnabend 10 bis 14 Uhr


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Mit SOPHIA geht alles leichter! Gute Nachrichten fürs Älterwerden! Per Funkarmband, Sprechfunk und sogar mit einem Bildtelefon können Sie mit einer Beratungs- und Servicezentrale verbunden werden. Dieses Betreuungssystem – SPOPHIA genannt – bietet die STADT UND LAND an. Damit können Seniorinnen und Senioren so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben. Jeder SOPHIA-Nutzer hat seinen ganz persönlichen Ansprechpartner. Er nimmt Besorgungswünsche entgegen, vermittelt Dienstleistungen und erinnert z. Bsp. an die Medikamenteneinnahme. Die SOPHIA-Servicezentrale macht in den 24 Stunden am Tag keine Pause.

Frau Riebe schwört auf ihre SOPHIA

Ansprechpartnerin: Sabine Wnuk Telefon: 030 – 6892 - 66 55 Sabine.Wnuk@stadtundland.de

STADT UND LAND Werbellinstraße 12, 12053 Berlin Mo bis Do 09.00 - 16.00 Uhr Freitag 09.00 - 14.00 Uhr

Kurzzeitpflege Werlseestraße Seniorenzentrum Köpenick Ein neues Zuhause für pflegebedürftige Menschen

Für einen Aufenthalt in der Kurzzeitpflege stehen 16 großzügige Einzelzimmer zur Verfügung.

Unsere vollstationäre Pflegeeinrichtung befindet sich in Berlin-Friedrichshagen in der Nähe des Müggelsees.

KURZZEITPFLEGE Werlseestraße 37 Tel.: 030 / 64 42 104 (Frau Nachtweg)

Wir bieten Ihnen gemütliche Zimmer und individuelle Unterstützung. SENIORENZENTRUM KOPENICK Werlseestraße 37 - 39a Tel.: 030 164 42 231 Tel.: 030 / 64 42 241 (Sozialdienst)

Wir beraten Sie gern und freuen uns auf Ihren Besuch! Weitere Informationen finden Sie auf unserer Intemetseite: www.sozialstiftung-koepenick.de


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Mit Fantasie und Liebe Freude bereitet Stadtmission Köpenick feierte fantastisches Hausfest Wie jedes Jahr hatte das Köpenicker Seniorenheim Müggelschlößchenweg zum Haus- und Sommerfest und zum Tag der offenen Tür geladen. Petrus hatte ein Einsehen, und so trafen sich an diesem sonnigen Samstag im Müggelschlößchenweg 46 drei Generationen und viele Familien, um gemeinsam zu feiern und ins Gespräch zu kommen. Und das war auf der ganzen Linie gelungen. Mitarbeiterinnen und Heimleitung hatten mit Fantasie und mit viel Liebe zum Detail ein außergewöhnlich schönes Programm organisiert. Unsere Fotoreportage zeigt einen Querschnitt der wichtigsten Höhepunkte:

Stelzenfrau Katharina Oppermann muß sich tief bücken, um ihre Luftballons an eine kleine Besucherin zu verteilen. Urenkel und Omis feierten gemeinsam. Im gepflegten Park des Seniorenheims war Platz für alle. Ansturm aufs Kuchenbuffet: Die freiwilligen Helfer kamen mit dem Servieren kaum nach…

Kinder und Enkelkinder kamen in den Köpenicker Müggelschlößchenweg 46 und erlebten ein gut organisiertes Hausfest.

Während die Männer noch die Tanzmuffel mimten, griffen die tanzfreudigen Frauen beherzt zu: Getanzt wurde zu Melodien von Andrea Berg bis Abba. Omis lieben Kuscheltiere. Während sich die Einen im Hintergrund bei Bier und Bratwurst vergnügten, kamen Andere an den Stand mit den kuscheligen Stofftieren. Ob man sich dabei einen heimlichen Liebhaber fürs Bett holte?

…und deshalb war auch die daneben liegende Cafeteria immer gut besetzt. Trotzdem war Platz für vier Generationen. Zeit für Kaffe und Kuchen, aber auch Zeit für Gespräche.

Berlin vor knapp hundert Jahren: Die Gruppe „Berolina linke Wade“ begeisterte mit Gassenhauern und Tänzen aus Berlin und Brandenburg. Bolle, Rixdorfer, Schiebermaxe und Senftenberger ließen Erinnerungen aufkommen und die Augen der Senioren strahlten. Die Gruppe „Berolina linke Wade“ ist per Telefon (030) 47 30 84 20 und im Internet unter www.BerlinSchwof.de zu erreichen.

Eine Berliner Zeitreise: Eben tanzten die Vier noch Schiebermaxe und gingen mit Kalinka nach Pankow, und schon stehen sie als lebensfrohe Dandys im Charleston-Look vor uns. Die Gruppe „Berolina linke Wade“ unterhielt die Senioren mit Vielseitigkeit und Charme.

Anfassen erwünscht: Mit verklärtem Blick nähert sich eine Senioren dem Häschen aus dem Streichelzoo von Katharina Oppermann. Die vielseitige Zirkuskünstlerin (im Foto links) spielte nicht nur Clown und Stelzenfrau, sondern hatte auch ihren Streichelzoo und Tierdressuren mitgebracht. Nach Meinung von Fachleuten sind das pädagogisch wichtige Maßnahmen in der Senioren-Betreuung. Die Künstlerin aus Förderstedt ist per Telefon und Fax erreichbar: (03 92 66) 510 52.


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Noch ein wichtiges Jubiläum

Bessere Beipackzettel?

Wir dürfen in diesem Jahr viele Jubiläen feiern, und alle sind irgendwie verbunden mit dem Fall der Mauer vor 20 Jahren. Wir sollten uns aber auch an frühere bedeutungsvolle Ereignisse erinnern. Ich denke dabei an den Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789, also vor 200 und 20 Jahren. Das Volk von Paris hatte es satt, von König, Adel und Geistlichkeit mit Hilfe ihrer Steuerpächter ausgepreßt zu werden und befreite die Menschen, die wegen ihres Kampfes gegen Verelendung und drükkende Steuerlast im Staatsgefängnis einsaßen, aus der Bastille, freilich mit Gewalt. Das war der Anfang einer großen Bewegung, die Schritt für Schritt und mit vielen Rückschlägen dazu führte, daß Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit jetzt keine bloßen Illusionen mehr sind, sondern politische Ziele, die im praktischen Leben Eingang finden können. Schon Jahre vorher hatte die allgemeine Unzufriedenheit mit feudaler Unterdrückung ihre Widerspiegelung in Politik und Kunst gefunden. Auch Wolfgang Amadeus Mozart gehörte zu denen, die sich gegen feudale Schikanen auflehnten. 1781 hatte er, in ganz Europa als Komponist und Virtuose geachtet, um Entlassung aus seinem schlecht bezahlten und erniedrigenden Dienst beim Fürsterzbischof von Salzburg gebeten. Der wurde ihm verweigert, und als er trotzdem ging, trat ihm der Oberküchenmeister des Fürsten, Graf Arco, am 8. Juni 1781 zum Abschied kräftig und öffentlich in den Hintern. Danach hielt Mozart

Wir beschwerten uns über unverständliche und in unzumutbarer kleiner Schrift gehaltene Beipackzettel zu Medikamenten bei der Beauftragten der Bundesregierung für Patientenbelange, Helga Kühn-Mengel. Sie kommt zu dem Schluß: „Ich stimme mit Ihnen überein, daß zur guten Wirksamkeit eines Arzneimittels auch gehört, daß man sich darüber im Beipackzettel informieren kann, wie es wirkt und welche Nebenwirkungen auftreten können. Dazu gehört natürlich auch, daß der Beipackzettel in einer für jedermann gut lesbaren Schriftgröße verfaßt ist. Da mir Klagen ... von mehreren Patientinnen und Patienten bezüglich der Schriftgröße übermittelt wurden, möchte ich darauf aufmerksam machen, daß ich mich bereits dieses Problems angenommen und Kontakt zu pharmazeutischen Herstellern aufgenommen habe, um gemeinsam mit diesen eine Lösung zu finden. „Na denn – hoffen wir auf Erfolg.“

nach einem passenden Libretto, in dem er sich für die Schmach rächen konnte, Ausschau. Er fand es schließlich in der Komödie „Der tolle Tag“ von Beaumarchais, für die er sich ganz bewußt entschied. Diese Komödie hatte in Frankreich, trotz vieler Behinderungen durch den König selbst, den Weg auf die Bühne gefunden und einen Erfolg ohnegleichen erzielt, weil im Verlauf der Handlung der gewitzte Kammerdiener Figaro und die anderen Arbeitnehmer auf der ganzen Linie gegen den im alten Denken befangenen Grafen Almaviva siegreich sind. Mozart hob die Aussage des Stückes durch wunderschöne musikalische Gestaltung der Charaktere und Geschehnisse auf die Höhe des allgemein Menschlichen, ohne jedoch die Umstände, unter denen das Werk entstand, vergessen zu lassen, wie ein großer Künstler eben. Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“, nach der Komödie „Der tolle Tag“ von Beaumarchais, der in Frankreich die Erklärung der universellen Menschenrechte der jungen Vereinigten Staaten von Amerika verbreiten half, ist bis heute eine der meistaufgeführten Opern der Welt, und das nicht nur wegen Figaros Kavatine: „Will der Herr Graf den Tanz mit mir wagen?“, sondern wegen der herrlichen, voller Elan zum glücklichen Ende strebenden Musik des gesamten Kunstwerkes. In Lion Feuchtwangers Roman „Die Füchse im Weinberg“ kann man viel Interessantes über den „Tollen Tag“ lesen. Harald Nestler

Vom Wert des Spielens Spielen regt die Phantasie der Kinder an. Eine alte Zeitung kann auf dem Teppich ein Meer voller Schiffe zaubern. Mein alter Plattenspieler wurde zu einem lustigen Karussell umfunktioniert und so könnte ich mich an viele Spiele meiner Kinder und Enkel erinnern. Auch Erwachsene finden beim Spiel nicht nur Unterhaltung. Aber vor allem Kinder bereiten sich beim Spiel mit anderen Kindern auf das Erwachsenenleben vor. Wie wichtig das Kräftemessen und kindliche Auseinandersetzungen sind, zeigt sich dann im späteren Leben. Ich möchte das am Beispiel von Hedda schildern. Hedda war ein liebes, braves, intelligentes Mädchen. Ihre Eltern, beide Lehrer, wollten sie von schlechten Einflüssen fernhalten. Hedda durfte deshalb keinen Kindergarten und später auch nicht den Schulhort besuchen. Die Tante, schon im Omaalter, betreute Hedda liebevoll. Als einzigen Spielkameraden gab

es nur Matti, der allerdings weit entfernt wohnte und deshalb nur sehr selten Hedda besuchte. Ihre Freude war dann so groß, daß sie, die brave und liebevolle, ihm gern all ihre Spielsachen überließ. Manchmal gab es dann aber doch auch Tränen, wenn er zum Beispiel, wie geschehen, all ihre Feuerwehrmänner aufaß. Das waren nämlich Gummibärchen. Hedda naschte nicht gern, was von Matti nicht zu berichten ist. Ich will aber über Heddas weiterer Entwicklung erzählen. Heute ist Hedda 48 Jahre alt. Ihr erstes Studium damals brach sie ab, weil sie zu den Kommilitoninnen keinen Kontakt fand. Sie nahm dann ein Pädagogikstudium auf, das sie ausgezeichnet abschloß, doch als Lehrerin wollte sie nicht arbeiten. Sie begann eine Tätigkeit als Korrespondentin bei einer Zeitung. Seit der Wende ist sie nun arbeitslos, denn für das heutige harte Berufsleben war Hedda nicht gerüstet. U. Schirmer

Mehr Rechte beim Verbraucherschutz Zugverspätung und Telefonwerbung Neue Verbraucherschutzgesetze wurden vor der Sommerpause vom Bundestag verabschiedet. Vor der Bundestagswahl muß die Länderkammer (Bundesrat) noch zustimmen: Bahnreisende haben bei größeren Zugverspätungen und -ausfällen ein gesetzliches Recht auf Entschädigung. Bei Verspätungen ab 60 Minuten bekommen die Fahrgäste 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, ab zwei Stunden sind es 50 Prozent. Verbraucher werden besser vor lästiger Telefonwerbung geschützt. Wer gegen das Verbot unerlaubter Werbeanrufe verstößt, muß mit Strafen von bis zu 50.000 Euro rechnen. Call Center dürfen ihre Rufnummer nicht mehr unterdrücken, sonst drohen bis zu 10.000 Euro Geldbuße. Nach dem vom Bundesrat endgültig beschlossenen Gesetz können Kunden zudem aus Verträgen leichter wieder aussteigen. Nicht aufgenommen wurde die Länder-Forderung, wonach telefonisch geschlossene Verträge grundsätzlich schriftlich bestätigt werden sollten.

Die wichtigste Eigenschaft, die ein Mensch haben kann, ist Mut. Alle anderen Eigenschaften sind dem untergeordnet. Else Lasker-Schüler


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Residenz Köpenick

Hier stimmt nicht nur der Umgangston… „Neu Venedig“ einen Steinwurf entfernt, die Stadtrandlage mit viel Wald, hübsche Villen und kurzen Wegen zu Ärzten und zum Einkaufen – das sind einige der Gründe, weshalb ältere Menschen gern ihren Lebensabend hier verbringen möchten. Doch das allein macht nicht das besondere Wohnen in dieser Residenz aus. Man geht hier sehr freundlich miteinander um – Mieter mit Mietern ebenso wie die Verwaltung des Hauses und der Sozialdienst der Diakonie, die mit den Mietern der Residenz einen ausgesprochen herzlichen Kontakt pflegen. Es ist sehr wichtig, von Anfang an das Gefühl der Geborgenheit zu spüren.

Natürlich tragen dazu auch die vielen liebevoll organisierten kleinen und großen Veranstaltungen bei. Ob es Busausflüge, Dampferfahrten, Video- und Live-Konzerte oder die vielen kleinen Runden in der Residenz im Mietercafe „Sonnenschein“ sind – hier kommt man sich näher, schließt neue Freundschaften und manchmal auch mehr.

Manchem kommt es hier vor wie ein sehr langer Urlaub bei Freunden. Man hat seine kleine hübsche Wohnung mit Balkon, kann selbst tun und lassen was man möchte und hat doch jederzeit die Möglichkeit, mit anderen seine Zeit zu verbringen. Braucht man Hilfe – ist Hilfe da und das gibt einem das Gefühl von Sicherheit. Und dann diese Luft hier am Rande Berlins. Wald und Wasser mischen sich zu jeder Jahreszeit zu einem ganz besonde-

ren Duft. Besonders in den Morgenstunden, wenn die Sonne letzte Nebel aufsteigen läßt und die Vögel ihr Morgenlied anstimmen. Da kann man einfach nur auf dem Balkon sitzen und genießen.

Residenz Köpenick, Fürstenwalder Allee 322 in Berlin-Hessenwinkel

Wer sich für die Residenz interessiert, einfach bei der Leiterin, Frau Israel, anrufen (030 56824200) oder selbst vorbei kommen. Sie zeigt Ihnen gern das Haus und die Umgebung.


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Neun kommunale Seniorenfreizeitstätten in Treptow-Köpenick wurden mit dem Signet „Berlin barrierefrei“ ausgezeichnet Der 30. März war für die Seniorenfreizeitstätte „Alte Schule“ in Adlershof ein ganz großer Tag. Der barrierefreie direkte Zugang von der Dörpfeldstraße war fertig geworden, ein guter Grund zum Feiern. Erschienen waren die Bezirksbürgermeisterin Frau Schöttler, ihr Vertreter und Stadtrat für Umwelt, Grün und Immobilienwirtschaft Herr Schneider, die Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Soziales und Gesundheit Frau Feierabend, der Leiter und Mitarbeiter des Sozialamtes, sowie u. a. Vertreter von Vereinen und Verbänden, Mitglieder der Seniorenvertretung und Leiterinnen kommunaler Seniorenfreizeitstätten im Bezirk. In den zahlreichen Reden an diesem Nachmittag wurde besonders dem Stadtrat Herrn Schneider gedankt, der mit seinen Mitarbeitern dafür gesorgt hat, daß wenige Monate nach der Übergabe des Aufzuges im Nachbarschaftszentrum Hessenwinkel nun eine weitere Freizeitstätte barrierefrei zugänglich ist. Schließlich übergaben Herr Dr. Pilz und die Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Frau Rühling neun Signets „Berlin barrierefrei“, bestimmt nicht nur für die Leiterin der Seniorenfreizeitstätte „Alte Schule,“ sondern auch für weitere acht kommunale Freizeitstätten des Bezirks, an die Bürgermeisterin und an die Sozialstadträtin, die sie dann den Leiterinnen der Einrichtungen überreichten. Folgende kommunale Seniorenfreizeitstätten tragen jetzt das Signet: Seniorenfreizeitstätte im Bürgerhaus Altglienicke, Seniorenfreizeitstätte im Rathaus Johannisthal, Seniorentreff „Alte Schule“ in Adlershof, Seniorenfreizeitstätte „Gerard Philipe“, Seniorenfreizeitstätte „Treptow-Kolleg“, Nachbarschaftszentrum Hessenwinkel, Rahnsdorf, Wilhelmshagen, Freizeitstätte Generationsclub „KES“ in Oberschöneweide, Seniorenfreizeitstätte „Haus der Begegnung,“ und die Seniorenfreizeitstätte „Vital“ in Friedrichshagen. Dieses Signet wird uns im ganzen Stadtgebiet immer häufiger begegnen. Ein schwarzumrandeter weißer Pfeil auf gelbem Grund zeigt Ber lin bar efr ei den Schriftzug „Ber Berlin barrr ier ierefr efrei ei“ und stellt damit symbolisch einen Wegweiser zur barrierefreien Stadt dar. Es ist in enger Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Handel, Tourismus, Kul-

tur und Wissenschaft, mit engagierten Menschen mit Behinderung und ihren Organisationen, mit Beiräten, Verwaltungen und anderen Institutionen entwickelt worden, ebenso ein Katalog mit Mindestkriterien für seine Vergabe. Grundkriterien sind der stufenlose Zugang (auch durch Rampen und Treppenlift), ausreichend breite Türen, ausreichend große Bewegungsflächen, Markierung von gefährlichen Glastüren und Stufen und Orientierungsmöglichkeiten für seh- und hörbehinderte Menschen sowie nach Bedarf personelle Unterstützung für alle Menschen mit Behinderungen. Neben den Grundkriterien wurden einrichtungsspezifische Anforderungen z. B. für Geschäfte, Supermärkte, Kaufhäuser, Gaststätten, Sparkassen, Hotels, Theater, Kinos, öffentliche Verwaltungen, Schwimmbäder, Bahnhöfe, Arztpraxen usw. aufgestellt. Für alle mit einem Signet ausgezeichnete Einrichtungen gelten grundsätzlich folgende Empfehlungen und Erwartungen: Toleranz und Hilfsbereitschaft gegenüber Menschen mit Lernschwierigkeiten oder mit psychischen Problemen, Mitführen bzw. Anwesenheit von Blindenführhunden oder RollstuhlBegleithunden sowie zusätzliche, zum Teil temporäre Angebote für seh- und hörbehinderte Menschen. Das Signet bietet die Möglichkeit, mit der bereits bestehenden barrierefreien Gestaltung von Räumlichkeiten zu werben und informiert die Menschen über barrierefrei nutzbare Lokalitäten. Die Aktion „Berlin barrierefrei“ ist eine auf Dauer angelegte Aktion des Landesbeauftragten für Behinderte des Landes Berlin unter Mitwirkung der Behindertenbeiräte und Vertreter der Wirtschaft. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich an den Landesbeauftragten oder an die Behindertenbeauftragten in den Bezirken wenden. Barrierefreiheit entwickelt sich zu einem Qualitätsmerkmal für eine attraktive, gastfreundliche und weltoffene Stadt mit hoher Wohn- und Lebensqualität und nutzt nicht nur den Menschen mit Behinderung, sondern allen. Seit 2004 sind bisher rund 660 Institutionen ausgezeichnet worden, davon 19 in TreptowKöpenick. Einsamer Spitzenreiter ist Neukölln mit fast 150 Signets. Großen Nachholebedarf haben noch Tempelhof-Schöneberg und Pankow mit je 4 Eintragungen. Alle anderen Bezirke liegen dazwischen, wobei auch Lichtenberg mit 72 Signets recht gut dasteht. Auch 11 U-Bahnhöfe und der Hauptbahnhof Berlin bekamen es. Man geht davon aus, daß in Berlin für etwa 10 % der Bevölkerung Barrierefreiheit zwingend erforderlich ist, 30 bis 40 % sie als notwendige Hilfe bei der Bewältigung des tägli-

Verhinderte Liebesschwüre Einsam an eines Seees Rand, ein Schmusepärchen stand. Im Abendschein und stiller Ruh’. Die Grillen zirrpten noch dazu. Von ihren Reizen hingerissen, wollt er sie alsbald nun küssen. Inmitten saftiger Natur, gab flüsternd er den Liebesschwur. Schon reckte sie sich ihm entgegen, wollt Arme um den Hals ihm legen. Selige Blicke sich versenken, endlich den ersten Kuß zu schenken. Doch plötzlich macht es bei ihm Zwick, er wich erschreckt von ihr zurück. Er faßte an sein Hinterteil, ob alles noch in Ordnung sei. Als sie erneut zum Kuß sich neigten, sich ihr selbige Symthome zeigten. Heftig verspürte sie das Zwack, jäh wendete auch sie sich ab. So ging es hin und her, mit Zwick und Zwack, einmal sie, einmal er, war das ein Schabernack ? Sie mußten das Phantom verjagen, doch es entwischte ihnen froh, bis sie erschöpft im Grase lagen, mit einem Riesensatz der Floh. Übrig blieb vom Liebesschmatzen, Stiche von dem Floh zum Kratzen. Der Rausch war endgültig vorbei, Kein Knutschen mehr und solche Sachen. Dem Floh war dieses einerlei, doch wenn er könnt’, er würde lachen. Helga Altmann

chen Lebens brauchen, bedingt nicht nur durch die wachsende Anzahl von Senioren, sondern u. a. auch durch Haushalte mit Kinderwagen, Reisende mit schwerem Gepäck, stark übergewichtige und gebrechliche Menschen, vorübergehend oder dauerhaft Erkrankte. Für Berlin ist das auch ein Ausdruck von Modernität, Weltoffenheit, Gastfreundschaft und ein wertvoller Imagegewinn. Übrigens ist das Signet seit dem 13. April 2007 in das Geschmacksmusterregister des deutschen Patent- und Markenamtes eingetragen. Dr. Bettina Linzer


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Der Bücherfreund empfiehlt:

Teurer Hauptmann! Teuer ist er uns Köpenickern, der Hauptmann Wilhelm Voigt, hat er doch unseren Inselort berühmt gemacht und zieht auch heute noch zahlreiche Touristen an. Wer hätte aber gedacht, daß unser Wilhelm mal viel teurer war als Wilhelm II., der verflossene Kaiser? Rausgekriegt hat das natürlich kein anderer als Egon Erwin Kisch, der Rasende Reporter. Nach dem 1. Weltkrieg berichtete er aus Berlin für Prager Zeitungen. Und wie immer interessierten ihn kleine Dinge – meist mit großer Aussage. In seiner Reportage „Herrscher und Räuber“ zählt er merkwürdige Summen auf, die für Bismarck, Kaiser Wilhelm II., Mackensen und Ludendorf gezahlt wurden – für ihre Wachsfiguren nämlich. Sie standen in dem einst gut besuchten Castan-Panoptikum. Nun aber war die Besucherzahl so zurückgegangen, daß man die Hohenzollern, ihre Bediensteten Generäle, aber auch andere historische Persönlichkeiten versteigerte, ja das ganze Panoptikum auflöste. Wilhelm II. erbrachte ganze 10 Dollar, Kerenski 120 Mark, aber unser Wilhelm, der Hauptmann von Köpenick immerhin 1.500 Mark! Erfahren kann man dies aus dem Buch „Nichts ist hier heilig“ – Literaten in Berlin – Berlin in der Literatur von Gerhard Holtz-Baumert, erschienen im Verlag das Neue Berlin, ISBN 3-36001250-X. Bekanntschaft macht man da mit insgesamt 309 Persönlichkeiten und ihren BerlinGeschichten, die man meist noch nicht kannte. git

Geh zu den Ameisen und werde weise Ich kann mich nicht erinnern, daß mir in meinem ganzen „Bücherfreund-Leben“ je ein Buch mit so hochaktuellem Thema zur richtigen Zeit vor die Augen gekommen ist. „KRISEN MANAGERIN NATUR – Was die Wirtschaft und Gesellschaft vom erfolgreichsten Unternehmen aller Zeiten lernen können“, herausgegeben von Kurt G. Blüchel und Helge Sieger. Dieses Buch stellt erstmals die erfolgreichsten Strategien vor, die von lebenden Systemen in Jahrmillionen zur Lösung schwerer Krisen und Konflikte entwickelt worden sind. Die Autoren zeigen anhand aufschlußreicher Beispiele, wie genial die „heimlichen Helden der Natur“ selbst komplexe Probleme lösen und wie souverän sie vor allem existenzbedrohende Krisen bew��ltigen. Sie machen anwendungsreife Vorschläge, wie Unternehmer, Manager und Führungskräfte in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – unter demo-

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kratischen Verhältnissen heißt das: wir alle – mit den (r)evolutionären, bio-kybernetischen Methoden der Natur in Zukunft selbst schwierigste Wirtschafts- und Finanzprobleme grundlegend und vor allem nachhaltig lösen können. Finanzexperten und Unternehmer verdanken z. B. der Bio-Logik staatenbildender Bienen und Meisen schon zahlreiche hilfreiche Tricks und Managementmethoden. Immer mehr politische Führungskräfte und Top-Entscheider aus der Wirtschaft erkennen – so die Autoren –, daß die ständig komplexer werdende Strukturen unserer globalisierten Welt mit evolutionären Strategien am effektivsten zu meistern wären. Unbeschreiblich viel Entwicklungsarbeit und, Zeit und Geld hätten wir uns vermutlich sparen können, wenn wir schon viel früher damit begonnen hätten, die unglaublich kreative Ideenbörse der Natur für die Gesellschaft nutzbar zu machen. In einer Demokratie sollten alle Bürger „Führungskräfte“ sein. Deshalb empfehle ich allen unseren Lesern dieses Werk, auch wenn nicht alle Darlegungen leicht zu verstehen sind. Abschließen nur ein Zitat zum Problem „Wirtschaftswachstum“: „Die Behauptung, unsere Wirtschaft funktioniere nur aufgrund stetigen Wachstums, das Bruttosozialprodukt müsse fortwährend steigen, ist töricht, ja, höchst gefährlich, weil sie unterschlägt, daß auch die menschliche Zivilisation Teil eines großen biologischen Regelkreises ist.“ (Seite 214). Dr. Kurt Kutzschbauch

Erben und vererben Über den letzten Willen gibt es immer wieder Streit und Irritation. Noch immer werden Fehler gemacht, wenn es ums Thema „Erben und vererben“ geht. Obwohl in Deutschland jährlich Milliarden vererbt werden. Leider allzu oft mit Streit und Verdruß. Muß ich einen Anwalt oder Notar hinzuziehen oder kann ich das alles „selbst erledigen“? Wie läuft das ab? Wen kann ich begünstigen und wen darf ich nicht vergessen? Welche Schlupflöcher und Fettnäpfchen gibt es? Mit welchen Kosten und Steuern ist das verbunden? Einmal Hand aufs Herz: Können Sie diese Fragen alle zweifelsfrei beantworten? Für alle die nicht gleich zum Anwalt rennen, sondern sich erst einmal theoretisch umfassend informieren wollen, diese Buchempfehlungen: „Erben und vererben“ (von der Stiftung Warentest 2009), 271 Seiten, ISBN-10: 3937880976, 14,90 Euro „Erben und vererben“ (in der TV-Sendung WISO empfohlen), 256 Seiten, ISBN-10: 3593385309, 19,90 Euro „Erben, vererben und vermachen“ (Ein SternRatgeber und Bestseller), 160 Seiten, ISBN-10: 3709302234, 9,90 Euro. (Miku)

Die ersten Flugzeuge und das meiste Wasser Im FTS Berlin Verlag ist das Bezirkslexikon Treptow-Köpenick erschienen Ein beachtliches Nachschlagewerk über den Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin ist im FTS Verlag für Freizeit, Tourismus und Sport erschienen. Vielfach Faszinierendes, Wissenswertes und Überraschendes ist auf etwa 800 Seiten vereint. Mit einer Chronologie der wechselvollen Historie kommt die Publikation zum 800. Jubiläum von Köpenick 2009 neu heraus. Erarbeitet haben das aktuelle Werk Wissenschaftler des Luisenstädtischen Bildungsvereins. Der Bezirk Treptow-Köpenick im Südosten Berlins weist zahlreiche Superlative auf: Er ist nicht nur der flächengrößte, der grünste und wasserreichste Bezirk der Metropole. Hier steht auch das größte Linsenfernrohr der Welt – in der Archenhold Sternwarte im Treptower Park. Am ersten Motorflugplatz Deutschlands im heutigen Ortsteil Johannisthal gründete Edmund Rumpler 1908 die erste deutsche Flugzeugfabrik und 1911 startete hier die erste Pilotin Deutschlands, Melli Beese. Das Areal ist heute Teil der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA) – einer der größten Technologieparks weltweit. Zudem ist der Müggelsee der größte Berliner See und der Müggelberg mit 115 m die höchste natürliche Erhebung der Stadt – Besonderheiten, die Treptow-Köpenick zu einem Magneten für viele Berliner und auswärtige Gäste machen und die im vorliegenden Buch informativ und unterhaltsam dargestellt sind. Das Bezirkslexikon gibt in thematischen Essays und mit 3.500 Stichworten über die Südostregion mit ihren 15 Ortsteilen Aufschluß. Biografische Skizzen von 90 Persönlichkeiten finden sich ebenso wie Interessantes über Straßen, Plätze, Brücken, Bahnhöfe, Parkanlagen, Gewässer, Denkmäler, Skulpturen, touristische Attraktionen, historische Architektur sowie über heutige Wissenschafts-, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Etwa 350 Abbildungen, etliche Tabellen und Statistiken illustrieren die vielseitige Publikation. Das Berliner Bezirkslexikon TreptowKöpenick ist für 29,90 Euro in Buchhandlungen, beim FTS Berlin Verlag, Müggelseedamm 70, 12587 Berlin und in der Touristinformation Köpenick, Alt-Köpenick 31-33, Schloßplatz, 12555 Berlin-Köpenick, Tel. (030) 655 75 50 zu bekommen und auch per e-Mail unter touristinfo@tkt-berlin.de bestellbar.


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Bei der Wohnungsbaugenossenschaft „Wendenschloß“ eG

Wohnen janz in Familie Die Finanz- und Wirtschaftskrise beunruhigt nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen. Da ist es wichtig, die eigene Situation genau zu kennen. Vorstand und Aufsichtsrat der WBG „Wendenschloß“ eG haben schon mehrfach festgestellt, daß unsere Genossenschaft ein wirtschaftlich stabiles Unternehmen ist. Um dies zu untermauern und um weitere Investionsmöglich-

nanziert wurde. Der Boden, auf dem die Häuser standen sollte uns fortan nicht mehr gehören. War das das Ende unserer Genossenschaft? Klar, die Badewanne mit den halbverrosteten Beinen, die alte Gas-Außenwandheizung, die undichten Fenster – es gab viel zu erneuern. Und das geschah! Schritt für Schritt seit 1993 als uns der Boden zugeordnet wurde. Unser

grammieren? Für viele Ältere eine uneinnehmbare Hürde. Über die Genossenschaft sprach sich rum, daß ich etwas davon verstehe. So bekam ich plötzlich viel (ehrenamtliche) Arbeit. Ich mache es gern, obwohl ich noch stundenweise berufsfremd arbeite. Michaela Vieregg

Gern geholfen Mit 58 wurde ich arbeitslos, mit 60 Jahren Frührentner. Was nun – was tun? Die Mieterbetreuerin unserer Genossenschaft, Frau Zieske, wußte Rat. Viele unserer Genossenschaftler, jung hergezogen, sind heute älter und hilfsbedürftig. Da ist mal ein Regal anzubringen, Schrauben festzuziehen, all die kleinen Reparaturen im Haushalt. Nicht verzagen Frau Zieske fragen – und die schickt oft mich. So ein Funke Hilfsbereitschaft ist ja auch in mir geblieben. Und das macht mir Spaß! Peter Goertz

Kleine Traumwohnung Im Mai 1982, also vor 27 Jahren, zog ich von Neuenhagen in die Nachtheide. Wendenschloß war mir zwar zunächst etwas fremd und abgelegen, aber die Wohngegend und die Wohnung selbst gefielen mir auch damals schon. Inzwischen hat sich nach der Wende viel geändert. Die Balkone sind erneuert, die Bäder sind modernisiert worden und die Wärmedämmung an den Fassaden sorgt für mehr Wärme. So stelle ich immer wieder fest, daß ich eine richtige kleine Traumwohnung habe. Es gibt aber noch andere Gründe, weshalb ich mich hier so wohl fühle. Alle Mitarbeiter unkeiten zu diskutieren wurde eine Beratung mit der erfahrenen Wirtschaftsberatungsgesellschaft Domus consult durchgeführt. Es wurden im Vorfeld Unterlagen der derzeitigen wirtschaftlichen Situation sowie die Pläne bis zum Jahr 2017 übergeben. Das Ergebnis, zu dem die Domus consult gekommen ist, konnte sich sehen lassen. Unsere gute wirtschaftliche Lage und gesicherte zukünftige Entwicklung wurde nochmals von den Experten der Domus consult bestätigt. Die WBG „Wendenschloß“ eG kann also auch in Zukunft ihren Mietern Sicherheit und Stabilität gewährleisten. Labudda, Vorstand

Unsere Glücksinsel Da sitzt man auf seinem Balkon, schaut auf die Blumen und das Grün davor – und dann schweifen die Gedanken auch mal zurück. Vor mehr als 40 Jahren wagte kein Parterre-Mieter, auch nur von einem Balkon zu träumen. Vor Erfüllung dieses Traumes stand allerdings ein großer Alptraum. 40 Mark Nutzungsentgelt zahlten wir, nun sollten es bald 400 DM werden. Ein Berg von Altschulden wurde der Genossenschaft aufgebürdet, Geld, mit dem zu DDR-Zeiten ein großer Teil der Baukosten fi-

Kiez wurde bald eine große Baustelle, nicht immer war es ein Vergnügen, z. B. drei Wochen tagsüber ohne Toilette zu sein. Endlich dann die Balkone, jetzt hat so gut wie jeder einen, teils größeren. Unsere Genossenschaft hat überlebt, ein Platz zum Wohlfühlen ist sie geworden – und wenn man sich von Mietern privater Eigentümer erzählen läßt was da an Mieterhöhungen, mangelndem Reparaturservice, überhöhten Betriebskosten so für Ärger bereitet, ist die WBG Wendenschloß eine Insel der Geborgenheit. Gisela Tews

Richtiges Programm Fast Silberhochzeit könnte ich auch mit der Genossenschaft feiern. Vor 23 Jahren zogen wir hierher, hier wuchsen unsere vier Kinder auf, anfangs gut behütet in Kindergärten. Ich arbeitete im Funkwerk Köpenick als Elektronik-Facharbeiterin. Dann die Wende – wer nimmt heute schon eine Frau mit Kindern? Zum Glück hatten wir die bezahlbare Wohnung. Ab und zu half ich Mietern in meinem Haus, die mit der neuen Technik und den unverständlichen Bedienungsanleitungen nicht klar kamen. Dann übernahm uns Kabel Deutschland. Aber wie die Fernseher pro-

serer WBG Wendenschloß sind stets hilfsbereit und freundlich, sorgen dafür, daß kleine Schäden schnell beseitigt werden und daß unsere wunderschönen Grünanlagen immer gepflegt aussehen und so unserer Erholung dienen. Wenn ich demnächst meinen 90. Geburtstag bei gutem Wohlbefinden begehe, so danke ich das auch der umsichtigen Arbeit aller Mitarbeiter und der ganz herzlichen und liebevollen Art, mit der wir im Mietertreff bei allen Veranstaltungen empfangen werden. Gertrud Baumert


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Erfolgreiche Modenschau in Köpenick Mode-Eck Reich lud zum Sommerfest „Wir haben keine Mühe und Kosten gescheut, unsere Kunden aus Nah und Fern mit selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und Sekt zu verwöhnen“. Man sieht Renate Reich, Chefin vom Köpenicker Mode-Eck, ihre Freude über das gelunGruppenfoto mit Frauen wie Du und Ich: Farbenfreudig wurden die verschiedensten Modelle von Größe 38 bis 52 präsentiert. Von elegant bis sportlich war für jede Altersgruppe etwas dabei.

Bei herrlichem Wetter genossen Gäste und Zaungäste die Show auf dem Laufsteg in der Böttcherstraße, zentral gelegen im Herzen von Alt-Köpenick. Im Foto rechts: Moderatorin und Mode-Chefin Renate Reich, die charmant durch das Programm führte.

gene Sommerfest förmlich an. Im Rahmen der Köpenicker 800-Jahr-Feier hatte sie Kunden und Gäste zum Sommerfest mit einer eindrucksvollen Modenschau geladen. Für die nötige musikalische Stimmung sorgten bekannte Melodien, die einige Gäste das Tanzbein schwingen ließen. Eine ausführliche Geschichte über Köpenick wurde von dem Stadtführer, Herr Liebenow erzählt. Um 14 Uhr startete die große Modenschau mit vielen Modellen und Farben in den Größen 38 bis 52. Somit war für jeden Besucher und für jede Figur etwas dabei. Wer noch nicht zufrieden war, konnte sich im Anschluß von dem riesengroßen Warenangebot begeistern las-

Dem Leben dienen Stephanus-Seniorenzentrum Müggelspree bietet im Herbst den 3. Ausbildungsgang in Besuchsdienst und Sterbebegleitung an Am Freitag, dem 18. September 2009, beginnt ein neuer Ausbildungskurs für ehrenamtliche Mitarbeit in der Sterbebegleitung bei der ambulanten Besuchs- und Hospizarbeit des Stephanus-Seniorenzentrums Müggelspree, Salvador-Allende-Straße 91 in Berlin Köpenick. Unter der Leitung von Diplompsychologin Evelyne Wilde wird in Anlehnung an das Celler Modell die Ausbildung in drei Schritten erfolgen. Nach Beendigung des Grundkurses im November beginnt eine halbjährige Praktikumsphase mit Supervision und regelmäßiger Fortbildung. Im April 2010 schließt sich der Aufbaukurs an. Beendet wird die Ausbildung innerhalb einer kleinen Feierstunde mit der Verleihung eines Zertifikates und einem gemeinsamen Essen im Juni 2010. Zu den Themen gehören unter anderen die Kontaktaufnahme, Kommunikationsformen, der Umgang mit Krankheiten, die Trauerarbeit, aber auch Informationen zur Palliativmedizin. Ursprünglich waren Hospize Herbergen, die Pilger aufnahmen, zu denen auch Kranke gehörten. In der heutigen Zeit versteht man

Absolventen des letzten Ausbildungskurses

unter Hospiz ein Konzept der ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung. Neben den stationären Bereich gibt es vor allem die ambulante Hospizarbeit, um den Betroffenen ein Sterben in vertrauter Umgebung zu ermöglichen. Die Begleitung und Beratung der Hospizarbeit im Stephanus-Seniorenzentrum Müggelspree wird unentgeltlich und unabhängig von der Herkunft und der Weltanschauung der betroffenen Menschen angeboten. Diese Arbeit ist Teil einer interdisziplinären Betreuung von Pflegekräften, Ärzten (Home care), Therapeuten und Angehörigen.

sen. Ob sportlich, festlich oder elegant, im Mode-Eck finden Sie bestimmt das, was Sie für Ihren perfekten Auftritt benötigen. Viele Zuschauer und Zaungäste am Rande haben das Modegeschäft neu für sich entdeckt und waren über das tolle Angebot der Mode und den hervorragenden Service, der ihnen im Geschäft geboten wurde, begeistert. Wer älter ist und betreut werden möchte, findet hier bestimmt den richtigen Ansprechpartner und die richtige Garderobe. Ihr Mode-Eck Reich in Köpenick, Grünestraße 22, Tel. (030) 655 55 53 (Ecke Böttcherstraße, hinter dem Köpenicker Rathaus). Leicht mit Bus und Straßenbahn zu erreichen: 27, 60, 61, 62, 68 bis Rathaus Köpenick. Im Internet: www.mode-eck-reich.de.

Die historischen Kleider aus dem Verleih „Kostüm-Zauberei“, Tel. (030) 67 04 41 62, begeisterten alle Besucher.

Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande Als flöge sie nach Haus… Joseph von Eichendorff

Der Kommentar einer Teilnehmerin des letzten Kurses: „Aller Anfang ist schwer, nun doch gar nicht mehr… Die Sterbebegleitung zu erlernen, meldete ich mich für den „zufällig“ annoncierten Kurs an. Anfangs hoffte ich auf methodisches Rüstzeug. Die biblischen Texte, als Gleichnis verwendet, waren mir nicht neu. Und so ahnte ich zunehmend, daß es weniger auf Methoden und Techniken ankommt, sondern vor allem auf die eigene innere Haltung, die Achtsamkeit, das Gewahrsein im Begleitungsprozeß. Eigentlich ist es ein Aufatmen, daß ich mir keine Techniken merken muß, sondern einfach meinem inneren Pfad folgen kann, wenn ich jemanden beim Abschied vom irdischen Leben begleite. Und so kann ich sagen, … nun doch gar nicht mehr.“ Fleyer und Informationen können bei dem Einrichtungsleiter Hans-Peter DistelkampFranken unter Tel. (030) 34 35 41 11/10 oder angefordert werden.


15838 Mellensee Tel. 03377-203093 ab 11 Uhr geöffnet

Häufige Fragen zum Unternehmen „Dachstuhl“ Wie fing alles an, oder woher kam die Idee usw., und mein Personal ist auch immer bestrebt, diese Ihnen präzise und genau zu beantworten. Doch glauben Sie mir, meine Kellnerinnen wissen nicht alles... An dieser Stelle erfahren Sie nun die ganze Wahrheit... Mein Name ist Sascha Busse. Ich stamme ursprünglich aus Berlin, doch zwang mich das „Abenteuer Dachstuhl“ dazu, die Großstadt zu verlassen. Im Jahr 1996 war ich auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück mit Gebäude, welches sich für den Ausbau zu einem Speiselokal eignet. Ich hatte klare Vorstellungen, war jung und gesund und ausgestattet mit einer überschaubaren Portion Mut zum Risiko. An der Bundesstraße 246 zwischen Prieros und Storkow im Landkreis Dahme Spreewald ruhte der Ort Klein Eichholz. Die einzige Bewegung in diesem Ort war der Verkehr vieler Autos, welche ihn aber nur passierten, weniger beachteten. Selbst für den kleinen Dorfkonsum waren die Tage längst gezählt. Er schloß zwei Jahre zuvor und blickte nur noch traurig drein, ergraut vom Staub der Straße. Und genau diese ehemalige Stätte der Begegnung, dieser frühere Ort der neuesten Nachrichten und Klatschgeschichten sollte nunmehr seine Renaissance erleben. Schnell sprach sich die Neuigkeit in den anliegen-

den Orten herum, zog Schaulustige und Skeptiker an, aber auch wirkliche Ratgeber und jede Menge Vertreter verschiedener Zünfte. Durch neuen Lack kam neuer Glanz. Der alte Dorfkonsum trug plötzlich ein Lächeln im Gesicht und strahlte von Kopf bis Fuß dem ihn noch kürzlich ignorierenden Umfeld entgegen. Im September 1997 breitete er offen seine neuen Arme aus und lud ein, zum Essen und Trinken, zum Tanzen und Singen, aber auch wieder zum Austausch von Nachricht und Klatsch. Das Knoblauchrestaurant „Dachstuhl“ in Klein Eichholz war eröffnet! Doch war dies nur die Kür! Die Pflicht begann nun jeden Tag neu. Das Restaurant Dachstuhl erfreute sich der regen Beliebtheit aller. Die wirtschaftliche Entwicklung ließ plötzlich neue Entwicklungsmöglichkeiten zu. Warum keinen zweiten „Dachstuhl“ bauen? Und nun schwamm ich verirrt, doch weniger ratlos über Brandenburgs Landstraßen, geleitet von mehr unbekannten Kräften, sah die breiten Weiten der Landschaften und die neu erblühenden, sich entwickelnden Ortschaften. Kannten Sie Mellensee, bevor dort das zweite Knoblauchlokal entstand? Ich nicht! Doch hier fand ich sie, die Idylle mit reger Verkehrsgegend, bezahlbar und in sicherer Entfernung des Erstlings. Fast unbebaut war es, das gute Stück Land, nicht un-

berührt, doch wenig mißbraucht von alter Sorglosigkeit früherer Zeiten. Im naßkalten Januar 2004, kämpfend gegen Schnee und Frost, später gegen Regen und Wind, wurde er erschaffen, der zweite Dachstuhl. Erst unter widrigsten Witterungsbedingungen, später unter schwierigsten finanziellen Belastungen und letztlich mit dem Zeitdruck, eröffnen zu müssen. Doch gelang es mit vielen heimlichen Kompromissen. Es war der 27. August 2004, als sich mir wohlbekannt und doch fremd mein eigenes fertiges Werk erhob, das meiner nicht mehr bedurfte und sein eigenes Leben hatte. Mühsal und Schweiß der vergangenen Monate, Sorgen und schlaflose Nächte, Leidenschaft, Mut und Optimismus lagen hinter Mir, das Haus stand und ward wirklich real, Gäste kamen, staunten und verzückten sich in ihrem Gefühl und tauchten ein in ihre Wonnen und meine stillen Hoffnungen. Doch ließ ich mich selbst nicht in die Nutzlosigkeit verbannen, gibt es doch an jeder Stelle Brandherde und andere zu löschende Wunden. Wie sie mich erkennen? Manchmal bin ich der Gärtner und Haushandwerker oder ich zapfe am Tresen. Manchmal helfe ich meinen Kellnern oder Köchen oder ich sitze einfach nur am Tresen und lese... Sascha Busse


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Gesucht wird wieder ein S-Bahnhof im Stadtbezirk Treptow-Köpenick. Wie heißt dieser? Die Antwort richten Sie wie immer per Postkarte an die Redaktion der Köpenicker Seniorenzeitung (KSZ), c/o Gerd Jandke, Bogenstraße 24, 12589 Berlin. Einsendeschluß ist der 4. September 2009. Die Anzahl der Zuschriften geben darüber Auskunft, daß die Frage aus der letzten Zeitung doch recht schwierig war. Gesucht war der Name „Zur Palme“ bzw. „See-Café“. Gewonnen hat Herr Helmuth Hellge in 12527 Berlin. Herzlichen Glückwunsch. Ihre Redaktion der KSZ

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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

90 Jahre Volkshochschule Treptow-Köpenick Am 20. Mai 1919 gründeten Bürgerinnen und Bürger auf Betreiben von Dr. Bruno Wille, einem bekannten Mitbegründer des Friedrichshagener Dichterkreises, den „Verein der Freunde der Volkshochschule Friedrichshagen e.V.“. In jenen Tagen entstand die erste Volkshochschule in „Cöpenick“ und wurde so zur Vorgängerin der heutigen VHS TreptowKöpenick als kommunale Weiterbildungseinrichtung für Erwachsene. Während das 85-jährige Bestehen im Jahre 20004 noch im Rahmen des 4. Stadtteilfestes am 12. Sozialtag in Treptow-Köpenick gefeiert wurde, ist in diesem Jahr am 25. September ein Festakt mit der Ausstellungseröffnung „Bildung im Wandel der Zeit – 90 Jahre Volkshochschule in Treptow-Köpenick“ vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt hat dann auch das neue Jahresprogamm 2009/2010 begonnen. Es ist im Druck und wird am 1. Juli ausgeliefert. Leiterin der Volkshochschule Treptow-Köpenick ist seit dem 1. März 2008 Frau Sigrid Höhle, die mit ihrem Team ein anspruchsvolles Angebot vorgelegt hat. Die Kurse werden hauptsächlich in den Häusern Baumschulenweg (Baumschulenstraße 79–81) und Oberschöneweide (Plönzeile 7) stattfinden, aber auch an über 25 Standorten werden durch Kooperation und Partnerschaft Kurse angeboten. Dadurch haben Teilnehmer kurze Wege und sparen Fahrkosten.

Ein unvergeßlicher Tag in Brandenburg an der Havel (Venedig des Nordens) Meine 68. Seniorenfahrt begann wie immer mit herrlichem Sonnenschein. Pünktlich um 10.30 Uhr war der Auftakt ein Orgelkonzert im Brandenburger Dom St. Peter und Paul, die Mutter aller märkischen Kirchen. Wir staunten nicht wenig, daß die alte Orgel, gebaut 1723, noch so tolles hergab. Danach ging es dann aufs Wasser. Einmalig in Deutschland fuhren wir mit besonders bequemen Pontonbooten, schwebend auf der Havel und konnten vom Wasser aus Sehenswürdigkeiten genießen. Diese Boote bieten ein einzigartiges Fahrerlebnis. Der nächste Höhepunkt war das zehn Kilometer entfernte Ausflugparadies

Die Volkshochschule Treptow-Köpenick kann auf ein erfolgreiches Jahr zurück blicken. Im Jahr 2008 gab es über 17.000 Kursanmeldungen, 31.500 Unterrichtseinheiten wurden in 1.330 Veranstaltungen durchgeführt. 61 % der Teilnehmer waren 45 Jahre und älter. Davon wiederum waren 30 % über 65 Jahre alt, was der demografischen Struktur des Bezirks entspricht. 74 % der zu den Kursen angemeldeten waren Frauen, 72 % sind Personen, die wiederholt Kurse belegten. In allen großen Bereichen sind besondere Kurse für Seniorinnern und Senioren im Programm, die in Bezug auf Inhalt, Tempo und Methodik den speziellen Interessen und Anforderungen der Älteren entgegen kommen. Die speziellen Kurse für die „Generation 55+“ werden bevorzugt vormittags oder am frühen Abend durchgeführt und wenn möglich, finden sie in der ersten Etage statt, um unnötiges Treppensteigen zu vermeiden. Die Programmbereiche 1 (Politik, Gesellschaft) und 2 (Kultur, kulturelle Bildung) werden Überdurchschnittlich von Menschen über 50 belegt. Empfehlenswerte Highlights sind z.B. die Lesung „Zu Wahrheiten vereint“ mit der Leiterin der Schreibwerkstatt Karin Manke, Exkursionen zum rbb und Deutschlandradio sowie eine Gesprächsreihe zu Erziehungsfragen vormittags, wobei besonders Großeltern willkommen sind. Im Bereich 2 ist das Angebot an Kunsthandwerk im Ver-

gleich zum Vorjahr erhöht. Angebote für Senioren im Computerbereich gibt es seit über 10 Jahren. Sie beginnen bei Grundlagenkursen und führen über Internet bis zur Fotobearbeitung. Im Bereich Gesundheit ist das Programm über Jahre gewachsen. Die Gruppen sind oft über Jahre stabil. Es entstehen nicht selten soziale Kontakte, die über den Kursbetrieb hinausgehen. U. a. sind Kurse für Yoga, QiGong und zahlreiche Gymnastikkurse geplant. Im Programmbereich Fremdsprachen sind besonders Englischkurse (33) beliebt. Im Frühjahrssemester waren allein 35 Sprachkurse für die „Generation 55+“ im Programm. In diesen Kursen besteht ein generelles Interesse am Austausch von Gesprächsthemen, und das Bemühen, im Alter geistig fit zu bleiben, spielt eine motivierende Rolle. Gemeinsamkeit ist für viele wichtig, und auch Spaß und Lachen kommen nicht zu kurz. Auch der Computer wird zunehmend zur Erledigung der Hausaufgaben eingesetzt. Aufgeschlossenheit für das Neue, ein breites Interessenspektrum und die Freude am gemeinsamen Lernen führt immer mehr ältere Bürger zu Sprachkursen in die Volkshochschule. Zusammenfassend kann man sagen, daß es fast kein Kursangebot gibt, zu dem nicht Ältere bei der Volkshochschule herzlich willkommen sind. Dr. Bettina Linzer

„Neue Mühle“. Versteckt hinter Bäumen und umgeben von herrlicher Natur mitten im Grünen. Die „Neue Mühle“, eine beliebte Adresse für Menschen die wissen, was wirklich wichtig ist im Leben: „Hin und wieder Muße und die Fähigkeit, sie zu genießen!“ Das Mittagessen in der Neuen Mühle ist reichhaltig, toll schmeckend, war Spitze. Kaffee und Kuchen, ebenfalls. Da wir auch noch sehr schönes Wetter hatten, saßen alle im Garten und erfreuten uns an der Natur. Als Unterhaltung gab es ein sehr gutes musikalisches Programm. Alle Lieder von damals, auch Tanzmusik. Natürlich durfte die „Märkische Heide“ und vor allem „Fritze Bollmann“ nicht fehlen. Als um 16.30 Uhr zur Heimfahrt geblasen wurde, wollte niemand weg. Alle Seniorinnen und Senioren waren glücklich und zufrieden, über diesen schönen erlebnisvollen Tag und fragten schon: wann machst Du die nächste Fahrt? Ilse Henicke Haus der Begegnung


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KÖPENICKER SENIORENZEITUNG 4-2009

Auszeit für pflegende Angehörige die haben Sie sich verdient! Gerade jetzt in dieser Zeit des Jahres starten viele von uns in eine erholsame, ruhigere Zeit. Urlaub – mal etwas langsamer treten, sich erholen… Aber wann bietet sich Zeit zum Luftholen und Verschnaufen für Angehörige, die Ihre Eltern, den Opa oder Partner pflegen? Pflege bedeutet oft, rund um die Uhr für den zu Pflegenden da zu sein da gibt es weder Feierabend noch Wochenende. Und gerade deshalb ist eine (regelmäßige) Pause zum Auftanken dringend notwendig! Die eigenen Bedürfnisse wieder einmal in den Mittelpunkt stellen zu können, kann neue Kräfte mobilisieren, die dann wieder dem zu Pflegenden zu Gute kommen. In diesem Zusammenhang gibt es jedoch stets viele Fragen und Unsicherheiten: Wie soll ich das bloß machen? Wer soll sich denn um meinen Angehörigen kümmern?

Wird er in meiner Abwesenheit auch liebevoll und gut versorgt? Wer übernimmt die Kosten für die Pflege während des Urlaubs oder wenn ich einmal verhindert sein sollte? Wie finde ich durch den ganzen Wust von Gesetzen und Anträgen? Habe ich an alles gedacht, damit die Pflege ohne Abstriche weiterläuft? Wir kümmern uns! „Luft holen“ ohne schlechtes Gewissen gönnen können. Die Pflegeversicherung hat für Menschen, die die Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen selbst übernehmen, ver-

schiedene Angebote. Wir informieren und beraten Sie gern, beispielsweise zur Kostenübernahme durch die Pflegekasse bei der Verhinderungspflege, der so genannten „Urlaubspflege“ (§ 39 SGB XI). Ebenfalls über Individuelle Beratung und Schulung bei Ihnen zu Hause (§ 45 SGB XI) oder die Leistungen und Angebote aus dem Pflegeleistungsergänzungsgesetz (§ 45a & b SBG XI). Unser Ziel ist es, Sie nicht nur während der Urlaubszeit zu entlasten, sondern dauerhafte Lösungen zu finden. Wir unterstützen Sie, wenn Sie eine Auszeit brauchen!

Wir beraten Sie gern: Diakonie-Station Köpenick (030) 65 47 20 10 Radickestrasse 48 • 12489 Berlin

Diakonie-Tagespflege (030) 63 22 54 74 Sonnenallee 298 • 12057 Berlin

Weitere Informationen finden Sie auch unter: www.diakonie-station.de.

Sommerfest in den Pro Curand Seniorenheimen Neuenhagen – Hauptstraße und Ebereschenallee Die Einrichtungen luden zum 10jährige Bestehen der Pro Curand am 25. und 26. Juni 2009 zu einem Sommerfest ein. Musikalische Untermalung mit Schlagern und bekannten Hits luden zum mitsingen und schunkeln ein. Unter Pavillons ließ sich das

nicht ganz so sommerliche Wetter gemütlich beieinander aushalten. Verschiedene Stände luden zum schlendern und informieren ein. Als besonderer Höhepunkt tanzte das Neuenhagener Kindertanzensemble mit wunderschönen Kostümen in der Hauptstraße nach Musik, die zum mitsingen einlud. Die Heimbewohner und die zahlreichen Gästen feierten und genossen gemeinsam den schönen Nachmittag und ließen sich mit Kaffee, Kuchen und kulinarischen Köstlichkeiten zum Abendessen verwöhnen. Während des Sommerfestes gab es Besichtigungen der Einrichtungen und der Anlage für Gäste die eine Unterkunft für Ihre Angehörigen suchen. Die Gäste waren begeistert von den WohnbeFrau Lehmann, die Leiterin der Seniorenheime, eröffnet das dingungen und den MögSommerfest

Ein Tänzchen in Ehren kann keiner verwehren...

lichkeiten, die diese Anlage bietet aber auch davon, daß eigene liebgewordene Möbel mit im Zimmer aufgestellt werden können und auch Haustiere willkommen sind. Den wachsenden Nachfragen zur Folge wird das Seniorenheim in der Hauptstraße um 30 Einzelzimmer erweitert. Zur Besichtigung und Information stehen vor der Eröffnung bereits die Termine am 9. und 23. August 2009 mit Sonntagskaffee und Kuchen zwischen 15 und 17 Uhr zur Verfügung.


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ONEGIN – Ein Ballettabend in der Deutschen Staatsoper Standing ovation am Himmelfahrtstag dem Staatsballett Berlin und seiner begeisternden Präsentation des „Onegin“ in der Choreographie von John Cranko nach Musik von Peter Tschaikowski! – Standing ovation wie vor mehr als 40 Jahren für das Stuttgarter Ballett, das in der Leipziger Oper Prokofjews „Romeo und Julia“ zeigte mit der heute legendären Marcia Haydée. Ich weiß nicht mehr, wie es mir damals beim verständlichen Run auf die Vorver-kaufskasse gelungen war, Karten für zwei Vorstellungen zu ergattern… Unvergeßlich bis heute solche Szenen wie die, in der Julia sich dazu durchringt, den Mix Pater Lorenzos zu trinken, oder die Sterbeszene Mercutios mit Egon Madsen. – John Cranko war mit seinem Ensemble zu einem Gastspiel in die DDR gekommen, wenige Jahre vor seinem viel zu frühen Tod 1973. Drei seiner Choreographien gehören wie die Balanchines und Petipas heute zu den Klassikern, die immer wieder getanzt werden: „Romeo und Julia“, „Der Widerspenstigen Zähmung“ und eben „Onegin“ nach der überarbeiteten Fassung von 1967. Entgegen der 68er Umorientierung durch Pina Bausch u. a. ist Cranko bei der Tradition des Handlungsballetts geblieben und hat diese untermauert. Aufgefordert, die Tanzszene für die Oper Tschaikowskis zu arrangieren, erkannte er in Puschkins Roman-Epos den Ballettstoff und brachte ihn 1965 in Stuttgart auf die Bühne, jenseits jeglicher „gesellschaftskritischer Komponente, Lieblingswürze speziell der ideologisch gesinnten treudeutschen Tanzwissenschaft“, – deutlich der russischen Tanztradition verpflichtet. Im sehr erhellenden Programmheft erklärt Günter Keil die Stärken dieser Interpretation .

Aus Puschkins Roman-Epos, das nach Aussagen der Experten keine Übertragung ins Deutsche verträgt, wird auf dem Zwischenvorhang in kyrillischer Schrift der Brief Tatjanas zitiert („neudeutsch“ fiel mir – im Ostteil Berlins! – der Slogan ein: Wer das lesen kann, ist kein Wessi!...) Dann vollzieht sich die Handlung in drei Akten mit jeweils zwei Aufzügen: die Geschichte von der feinsinnigen Tatjana, die sich in den intellektuellen Lebemann Onegin verliebt und ihm dies mit dem berühmten Brief offenbart, was Onegin überfordert und provoziert. Auf Tatjanas Geburtstagsfeier hofiert er unverschämt ihre Schwester Olga, die mit dem Dichter Lenski verlobt ist, so daß dieser sich gezwungen sieht, Onegin zu fordern. Das Duell am nächsten Morgen endet für Lenski tödlich. – Nach zehn Jahren kommt der vom Leben enttäuschte Onegin nach Russland zurück und wird im Petersburger Palais des Fürsten Gremin der Fürstin vorgestellt: es ist Tatjana! Onegin glaubt zu erkennen, daß er sich damals geirrt hat. Nun schreibt er Tatjana, bekennt seine leidenschaftlichen Gefühle und beschwört sie, ihren Mann zu verlassen. Aber Tatjana zerreißt den Brief. Nach der Berliner Premiere am 9. November 2003 in der Staatsoper ist das Ballett unter der Intendanz von Vladimir Malakhov wieder in den Spielplan genommen worden. Primaballerina Polina Semionova war die Protagonistin des Abends, Wieslaw Dudek ihr Partner als Onegin, Mikhail Kaniskin der Lenski zusammen mit Corinne Verdeil als Olga. – Wer sich wieder einmal nach einem aufbauenden und überzeugenden Theatererlebnis sehnt, sollte den „Onegin“ nicht versäumen, solange die Staatsoper noch bespielt wird vor dem geplanten Umbau. Margard Wohlfarth

Ein tolles Gartenfest

Ein großartiger Pfingstfrühschoppen war wieder einmal dem Spree-Ruder-Club Köpenick gelungen. Traditionell wurde gebacken, gegrillt und eine perfekte Organisation zu Tage gelegt. Wir vom Haus der Begegnung wurden eingeladen und sind auch fast alle gekommen. Es hat uns gut gefallen. Auch die Dixieland-Musik (Tin Alley Jazz Quartett) war vom Feinsten. Da das Wetter auch mitspielte, konnten wir diesen 1. Pfingstfeiertag als Höhepunkt aller Feiertage registrieren. Wir danken dem Spree-Ruder-Club ganz herzlich für die Einladung und für die gute Bewirtung! Ilse Henicke

Ein Gartenfest, das find’ nun mal im Freien statt und nicht im Saal. Wichtig ist für das Gelingen deshalb auch vor allen Dingen, daß Petrus, wie’s ihm heut beliebt, uns seinen Segen dazu gibt. Ich meine und ich stelle fest, ausnehmend schön war dieses Fest. So waren wir, für ein paar Stunden, mal so recht naturverbunden.

Eine Liebeserklärung an mein Köpenick Mein Köpenick dir liebe ick bis über beide Ohren, denn ick bin hier jeboren. Ick badete noch in der Spree, fuhr Dampfer übern Müggelsee. Und auch nach Friedrichshagen, mich meine Füße tragen. Een Besuch im Schloß muß sein, kehren bei mir Jäste ein. Tun uns danach die Füße weh, jeht’s in die Altstadt ins Café. Auch der Luisenhain lädt zum Flanieren ein. Hier spielen viele Kinder im Sommer und im Winter. Im Winter bei die Schwäne ist man nicht alleene. Der Köpenicker teilt sein Brot, denn helfen, das ist sein Gebot. Am Frauentog die Henriette (da gewinn ick jede Wette) möcht’ nicht nur waschen Nacht und Tag, sie sicher jern auch schwoofen mag. Auch Schöneweide hab’ ick lieb, denn dort stand einst mein Lehrbetrieb. Mein Atze hier zur Schule fuhr und machte dort sein Abitur. In dem schönen Müggelheim kehrte manches Mal ick ein. Hab’ meine Lieb jefunden, für viele schöne Stunden. Hier kann ick die Natur jenießen, kann sehen, wie die Gräser sprießen und wie so manches wilde Schwein in die Järten bricht hinein. Ick wander durch den Plänterwald auch wenn es draußen ist recht kalt. Ick laufe auch zu Späth, wenn es nicht anders jeht. Zu fahren bis nach Adlershof, das schließlich ist mir ooch zu doof. Den Weg durch die Kölln’sche Heide ick auch bei Dunkelheit nicht meide. Und so langsam werd’ ick alt. Doch Köpenick läßt mir nicht kalt. Ick möchte danach streben, lang hier jesund zu leben. Hier sind so viele schöne Orte. Ach, ick finde nicht die Worte, sie beim Namen all’ zu nennen, will lieber durch die Jejend rennen. Bettina Linzer


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Den Dolgensee erleben! Bootscenter Gussow und Restaurant Fährhaus laden zu Naturerlebnissen und Genuss an den Dolgensee

Wer Natur pur erleben und eine hervorragende regionale Küche genießen will, sollte sich einen sommerlichen Ausfl ug an den Dolgensee nicht entgehen lassen! Am Nordwestufer des Sees, unmittelbar an der Einmündung der Dahme befindet sich das Bootscenter Gussow. Allein der spektakuläre Blick über den Dolgensee vom gepflegten Wiesengrundstück des Bootscenters aus ist schon einen Besuch wert. Aber man kommt ja nicht hier her, um nur auf das Wasser zu schauen, sondern um hinauszufahren und das Dahmeland aus ganz anderen Perspektiven zu erleben. Dazu bietet das Bootscenter Gussow für jeden Bedarf das richtige Gefährt. Kanus, Dreierpaddelboote, Tretboote für 5 Personen mit Badeleiter und Sonnenverdeck, führerscheinfreie Motorboote bis zu 11 Personen können leicht auch von Laien bedient werden. Dazu gibt’s von Inhaber Jörg Jakob vor jeder Fahrt eine kurze Einweisung, eine Gewässerkarte und für den Fall der Fälle eine Notrufnummer. Wer einen Bootsführerschein besitzt kann na-

türlich auch auf ein stärker motorisiertes Boot zurückgreifen – so zum Beispiel auf ein Vorderkajütboot für bis zu 8 Personen. Aber auch größere Gruppen sind im Bootscenter Gussow genau an der richtigen Adresse. Der Katamaran „Exkursion“, mit seiner ebenen Deckfläche ist auch für ältere Menschen und sogar für Rollstuhlfahrer geeignet und bietet bis zu 33 Fahrgästen Platz. Alle Preise sind transparent und fair kalkuliert. Oft sogar inklusive Sprit, so dass der Gast nach seinem Törn nicht noch einmal in das Portemonnaie greifen muss. Mit dem richtigen Boot ausgestattet, steht dann einem erlebnisreichen Tag auf den Dahmegewässern nichts im Wege. Bis Neue Mühle in der einen Richtung und Prieros in der anderen nicht einmal eine Schleuse, so dass selbst ungeübte Bootsführer ohne Probleme einen ganzen Tag auf der Dahme, dem Dolgensee oder dem Wolziger See verbringen können. Inmitten der herrlichen Natur, in einer Landschaft, deren Schönheit man erst so richtig von der Wasserseite aus erkennt. Ein unbedingtes Muss während eines

Tages auf dem Dolgensee ist das Restaurant Fährhaus in Dolgenbrodt am genau gegenüberliegenden Ufer. Ein Steg direkt vor der gemütlichen Terrasse des Restaurants lädt zum anlegen ein. Und zur Einkehr. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick auf die Dahme mit ihrem quirligen Treiben. Die Küche des Fährhauses gilt in der Region als ausgezeichnet. Die Spezialität des Hauses – wie sollte es anders sein – ist natürlich Fisch in allen Variationen. Fangfrisch vom Fischer und auf dem Holzkohlegrill zubereitet! Derzeit ist das Zanderfi let auf Schmorgurken der Renner der Saison, erzählt Gastwirt Torsten Hahn. Aber auch die Pfifferlingsgerichte sind sehr beliebt. Und im Herbst gibt’s dann Kürbis! Besonders an den Wochenenden sind Reservierungen sehr zu empfehlen. Das gilt vor allem für die Abende, an denen der bekannte Musiker Harald Wollenhaupt seine Lieder in die Sommernacht singen wird (28. August). Dann gibt’s im Fährhaus nicht nur kulinarische Genüsse aus der Region, sondern auch die absolut passende Musik dazu!


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Vom modernen Alleinsein Umberto Eco, der italienische Autor, sprach bei einem Interview u. a. über das Alleinsein, und zwar im Zusammenhang mit der verbreiteten Benutzung von Handys – die Italiener nennen diese Dinger Telefonino. Eco meinte, diese Telefoniererei sei Ausdruck der Unfähigkeit vernünftig zu kommunizieren, Ausdruck der Einsamkeit vieler Menschen. Allüberall stehen, liegen, sitzen oder laufen sie umher – Handy am Ohr und sprechen mehr oder weniger geräuschvoll. Herr Lehmann ruft jeden Abend, wenn er in der Straßenbahn von der Arbeit nach Hause fährt, fünf Minuten vor der Endstation seine Gattin an, um ihr mitzuteilen, sie möge das Essen warm machen. Das gesamte Abteil hört das mit. Mike turtelt per Handy mit Alice, und Paul hat eine lebhafte Diskussion mit Kevin über das gestrige Fußballspiel. Den übrigen Fahrgästen kann es auf keinen Fall langweilig werden. Eco bemerkt auch, daß er sich beim Anblick zahlreicher Handybenutzer daran erinnere, wie früher die Dorftrottel an der Ecke standen und mit sich selbst sprachen. Er fragt sich, leben wir in einer Welt der Dorftrottel und Spinner. Die Dorftrottel von einst waren von der Gesellschaft isoliert durch ihr Anderssein. Bei den „Dorftrotteln“ des modernen Lebens allerdings muß es sich um etwas anderes handeln, um eine besondere Art der Entfremdung. Ein Alleinsein, entstanden in unserer „schönen neuen Welt“, ein Ergebnis von Hektik, Kälte, Leere, Ellenbogenstößen, Ängsten, Fernseh- und sonstiger Verblödung. Sie klam-

Übrigens:

Was soll aus ihm werden? Ich stand auf dem zugigen Bahnsteig und stellte mich an ein möglichst sonniges Plätzchen. Da fiel mein Blick auf etwas Ungewöhnliches zwischen den Gleisen. Stand da doch wirklich in dem schmalen Zwischenraum zwischen S-Bahn- und Fernbahnschienen eine kleine Kiefer – gut einen halben Meter hoch, nett anzusehen, ein kräftiges kleines Bäumchen, sogar mit einigen jungen Trieben wie mit Kerzen geschmückt. Wie konnte es sich an solch gefährlichen und ungemütlichen Platz einnisten? Nun, es war

mern sich an ihr Handy und plappern hinein. Sie flüchten, sie brauchten eigentlich Stille und auch Nähe, die ihnen Ruhe und Wärme geben könnten. Wir alle wissen, daß ein Handy bei vernünftigem Gebrauch ein nützliches und gutes Instrument sein kann. Klar ist auch, daß es für uns den Weg zurück zum abendlichen Gespräch am Dorfanger nicht mehr gibt. Etwas weniger Handy und etwas mehr direktes Gespräch täten uns jedoch allen gut. Wir wären weniger allein. Maria Loß

Meine kleine Freundin

Entdeckt am Wegesrand

Auf einer Urlaubsreise, da traf ich diesen Schatz. Ich sah dort diese Kleine und dacht: Bei mir ist Platz.

Foto: Detlef Streichhahn

Ich hab jetzt eine Freundin, sie wohnt bei mir zu Haus. Sie bleibt in meiner Wohnung, auch wenn ich gehe aus Es war so still geworden nachdem allein ich blieb. Ich fand zu Haus zwar Ruhe, doch mehr als es mir lieb

Weg ist seit dem die Stille, wenn ich nach Hause komm. Auch wenn ich Früh aufstehe, grüßt sie mich fröhlich schon. Bloß durch das freundlich Ticken der kleinen Küchenuhr, spür ich jetzt: Hier ist Leben, das schafft ihr tick, tack nur. Sie kann die Zeit mir zeigen und mahnt, weil sie vergeht. Nicht lautlos wie die Schwestern, wo sich kein Zeiger dreht. U. Schirmer

Noch immer Zecken-Alarm?

ja völlig unschuldig durch Samenflug dahin geraten. Keiner hatte es gefragt. Wir können uns den Ort, das Land unserer Geburt auch nicht aussuchen, noch die Familie, das Ambiente. Das fällt einem zu wie dem Bäumchen sein Platz, gefährlich und ohne Aussicht auf gutes Gedeihen. Und in jedem Fall erhebt sich die Frage: Was soll aus ihm werden? Werden sie Glück haben? Wer oder was könnte ihnen helfen? Wenn ich am S-Bahnhof bin, schaue ich, ob das Kiefernkind noch da ist oder ein schneller Zug es von der Piste wehte. Letzte Woche konnte ich zu meiner Freude feststelle, die kleine Kiefer lebt noch und ist sogar beträchtlich gewachsen. Hoffen wir das Beste, liebe Leser, und halten ihm die Daumen. Maria Loß

Der Sommer ist vorbei, und beim Herbstwetter, sollte man meinen, sind wir die gefährlichen Plagegeister erst mal los. Leider nicht. Als Folge der wärmeren Witterung sind sie jetzt das ganze Jahr aktiv und haben sich immer mehr Räume erobert. Nicht nur im Wald, auch in Gärten und Parks der Städte lauern sie auf ihre 0pfer in Gräsern und Sträuchern. Gegen die Gehirnerkrankung FSME haben sich hoffentlich schon Gartenbesitzer und Wanderfreunde impfen lassen. Gegen die auch in unserer Gegend häufig übertragene Borreliose gibt es dagegen keinen Impfschutz. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts infizieren sich jährlich 240 000 Menschen. Wird die Infektion nicht sofort entdeckt bzw. kann die Zecke entfernt werden, kommt es zu oft jahrelangen Erkrankungen, der Gelenke, der Muskeln, aber auch das Herz in Mitleidenschaft ziehen können. Leider ist der Labornachweis noch immer nicht zuverlässig. Bester Schutz ist, sich mit Kleidung abzudecken und nach Gartenarbeit oder Spaziergängen alles noch mal gründlich nachzusehen. (Nach Zecken-Zeitung) G.Tews


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Die HERZ+HAND feierte am 1. April ihr 15jähriges Firmenjubiläum

Mit allen Mitarbeitern und spontanen Besuchern und Gästen, die schon viele Jahre Wegbegleiter des Pflegedienstes sind und gern persönlich gratulieren wollten, wurde mit einer tollen Torte und dem dazugehörenden Glas Sekt gefeiert.

auch am Nachmittag noch einmal losfahren. Da alles noch nicht so geplant war, gab es am Anfang viel Streß für uns alle. Aber das ist ja klar, wenn man neu anfängt. Mittlerweile gibt es viele neue Kollegen. Durch gute Organisation ist unsere Tourenaufteilung heute viel besser geregelt. So kann man natürlich auch für sich selbst besser planen, für seine eigene Freizeit. Unsere Teamarbeit ermöglicht einen sehr guten Erfahrungsaustausch untereinan-

Seit dem Jahre 1994 gibt es nun hier in Treptow-Köpenick die Hauskrankenpflege mit Herz. Marianne Rehbein blickt stolz auf die 15 Jahre zurück. Angefangen hat alles mit einem kleinen Team von Krankenschwestern und Pflegerinnen. Die Kollegen der ersten Stunde gehören genau so zum Team, wie alle die folgten. Gemeinsam sind die freundlichen Mitarbeiter tagtäglich im Einsatz, um zu pflege, betreuen und um da zu sein, wenn man gebraucht wird.Ursula Machill ist so eine Pflegerin der ersten Stunden, sie sagt: „Zu Beginn waren wir noch nicht so viele Kollegen. Da mußten wir ganz oft nach dem Frühdienst

Uschi M.

Kennen Sie Analogkäse? Viele Verbraucher wissen (noch) nicht, daß sie immer öfter „Analogkäse“ angeboten bekommen. Ich wußte es bis vor kurzem auch nicht. Nun habe ich mich informiert. Analogkäse ist ein künstliches Käse-Ersatzprodukt. Eiweißpulver, Wasser, Pflanzenöl, mitunter Stärke, Salz und Geschmacksverstärker werden gemischt, erhitzt, und in 20 Minuten ist das Produkt gebrauchsfertig. Es sieht aus wie Käse, schmeckt wie Käse, ist aber ein Imitat, in dem das übliche Milchfett gegen billiges Pflanzenfett ausgetauscht ist, zum Teil auch das Milcheiweiß durch solches anderer Herkunft. Das ist zwar nicht verboten, aber nach der deutschen Käseverordnung und der entsprechenden EU-Verordnung darf ein solches Produkt nicht als Käse deklariert werden. Die Vorteile für einige Zweige der Lebensmittelbranche liegen auf der Hand. Durch Variationen der Bestandteile und den Zusatz von Geschmacksverstärkern kann fast jede beliebige Käsesorte imitiert werden. Reifezeiten, wie sie bei einem guten Käse eine Rolle spie-

len, entfallen. Es steht ein billiges Produkt zur Verfügung, das zudem Temperaturen von etwa 400° C. aushält, ohne zu verbrennen. Weiterhin ist es mehrere Monate haltbar. Er wird in so genannten Convenience-Produkten, z. B. für Pizza, Lasagne, Käsebrötchen, Gratins, Toasts, in der Gastronomie und in Bäckereien eingesetzt. Schätzungsweise werden in Deutschland jährlich 100.000 Tonnen hergestellt, was etwa ein Zehntel der hier produzierten Käsemenge entspricht. Der größte Teil geht in den Export. Überprüfungen in Gaststätten und Bäckereien einiger Bundesländer ergaben, daß in etwa 20 bis 30 % der Produkte „Kunstkäse“ nachgewiesen wurde. Wer Wert darauf legt, eine fertige Tiefkühlpizza mit echtem Käse zu kaufen, der sollte die meist sehr klein gedruckte Deklaration sorgfältig lesen und stutzig werden, wenn statt Käse Pflanzenfette und Aromastoffe angegeben sind. Käseimitat versteckt sich auch unter Handelsbezeichnungen wie Pizza-Mix, Gastro-Mix oder Sandwich-Scheiben. Dr. Bettina Linzer

15 Jahre

der. Auch das erleichtert natürlich unseren Arbeitsalltag.“ Vieles hat sich in den Jahren verändert. Neue Geschäftsräume auf dem Gelände der Kurzzeitpflege, die neuen Autos oder die Tourenplanung per Handy. In den ganzen Jahren wurde auch gemeinsam gefeiert. „Wir wurden zur Grundsteinlegung und zum Richtfest der Kurzzeitpflege eingeladen, die jetzt schon vier Jahre besteht. Auch gibt es jedes Jahr traditionell eine Feier zum Gründungstag und zu Weihnachten. Gerade am Anfang kannte man sich gut, es war fast wie eine kleine Familie.“ Zurückblickend sagte Uschi: „Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, mich an das wachsende Einzugsgebiet und die unterschiedlichen Schicksale der Patienten zu gewöhnen. Mein Motto ist, jedem mit Achtung zu begegnen, egal in welcher Situation er sich befindet. Die Zufriedenheit der Patienten ist dann für mich der schönste Lohn.“

Praktische Solidarität Im Jahre 2008 hatten Friedrichshagener Ortsgruppen der Volkssolidarität zwei Schülern der Friedrichshagener Grundschule, die aus Familien mit finanziellen Problemen stammen, den Aufenthalt im Kinderferienlager bezahlt. Freude und Dankbarkeit waren groß. Im Jahre 2009 übernahmen die Gruppen der Volkssolidarität nun die Finanzierung der Ferienlagerplätze von drei Kindern. Außerdem wurde die Ahornschule beim Kauf von Spielzeug für den Schulhort unterstützt. Das sind schöne Beispiele dafür, daß die Volkssolidarität generationenübergreifend Solidarität übt. Alle Friedrichshagener Bürgerinnen und Bürger, die die Arbeit der Volkssolidarität mit Spenden bei der Haus- und Straßensammlung im vergangenen März unterstützt haben, können gewiß sein, daß ihre Spende dazu beiträgt, alten und jungen Menschen das Gefühl der Geborgenheit und der Solidarität zu vermitteln. Inge Nestler


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Haben Sie Fragen zu ihren Veröffentlichungen in der Seniorenzeitung Teltow/Fläming? Rufen Sie mich an: Wolf Glaeser Tel./Fax: 033767 / 80616 Funk: 0162 / 9614195 wolf-glaeser@t-online.de Ich berate Sie gern.

Sommers Freizeitshuttle Taxi-Mietwagenunternehmen

Am Dorfanger 2 12529 Schönefeld Tel.: +49 (0)30 - 675 66 90 Mobil: +49 (0)172 - 365 44 99 info@sommers-freizeitshuttle.de www.sommers-freizeitshuttle.de

Ein Landpartie entlang des Friedrich Wilhelm Kanals Am Freitag den 18.09.09 und am Dienstag den 29.09.09 Der Tageausflug findet mit einem Kleinbus (Mercedes Sprinter) statt. Er ist mit einer Klimaanlage ausgerüstet und bietet bequem 8 Personen platz. Tagesablauf: - Abfahrt:

- Weiterfahrt:

- Rückfahrt:

11.00 Uhr vom S-Bahnhof Grünau nach Brieskow-Finkenherd in ein Fischspezialitäten-Restaurant an der alten Oder von 12.15 Uhr – 13.30 Uhr Mittagessen in Richtung Müllrose entlang des Historischen Friedrich Wilhelm Kanals mit Geschichten von Kienfrauen bis Ivan Rebroff von 15.00 Uhr – 16.30 Uhr Kaffeetrinken in einer der letzten Mühlen am Ufer des Friedrich Wilhelmkanals gegen 16.45 Uhr Rückfahrt nach BerlinGrünau

Preis pro Person: 40 € (incl. Bustransfer und Führung)

Infos: Tel. 6777-0320 • Frau Gogolin

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Anmeldung 1. Fahrt bis 11.09.09 / 2. Fahrt bis 22.09.09

Geschäftsstelle: 12555 Berlin • Kaulsdorfer Straße 209


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Mobilitätshilfedienst der Berliner Volkssolidarität Wir wenden uns an… ...alle Menschen, die in ihrer Mobilität beeinträchtigt sind. Das sind Personen, die ihre Wohnung nicht mehr aus eigener Kraft verlassen können. Das kann z. B. durch Alter, Behinderung oder Krankheit der Fall sein.

Ihr Spezialist für vergrößernde Sehhilfen

Wir bieten… nach dem Motto „Draußen spielt das Leben – wir bringen Sie hin“ Begleithilfen für ältere und behinderte Menschen an. Wir begleiten zum Arzt, zum Einkauf, zu kulturellen Veranstaltungen oder auch nur zum Spaziergang. Zu unseren Leistungsangeboten gehören im Einzelnen Begleitdienst, Rollstuhlschiebedienste, Blindenführungen und Treppentransporte (Beförderung im Rollstuhl aus einer Wohnung ohne Fahrstuhl).

Foto

Oberfeldstraße 192 12683 Berlin Am S-Bahnhof Biesdorf Telefon 54 37 69 20

Wo/Wann/Wie sind wir zu erreichen? Mobilitätshilfedienst Volkssolidarität Kinzerallee 29, 12555 Berlin-Köpenick Montag – Donnerstag: von 8:00 bis 15:30 Uhr Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr Tel.: 030/6516809

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Herzlich willkommen!

extras: der hut geht rum kontakt: www.mueggelhort.de / 0306592590 - herr böhm


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Altersbedingte Makuladegeneration AMD Mindestens zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter der altersbedingten Makuladegeneration AMD. Durch die höhere Lebenserwartung nimmt auch die Zahl der Betroffenen deutlich zu. Jeder Fünfte über 65 leidet bereits an AMD. Die Schädigung der Makula („Der Punkt des schärfsten Sehens“, auch „Gelber Fleck“ genannt) der Netzhaut führt zu einer schleichenden Abnahme der Sehschärfe und damit der Lesefähigkeit. Auch das Kontrastempfinden, das Farbensehen sowie die Anpassungsfähigkeit an verändernde Lichtverhältnisse

werden beeinträchtigt. Wenn das Sehen und Lesen problematisch wird, gibt es wirkungsvolle und moderne Hilfsmittel, die das Leben leichter machen. Auch wenn die therapeutischen Möglich-keiten bei der „trockenen Form“ von AMD noch in der Ferne liegen, können Betroffene ihren Alltag nahezu normal gestalten. Auf vergrößernde Sehhilfen spezialisierte — und damit auch auf AMD eingerichtete — Augenoptiker w VVision ision Kr eis zusammenhaben sich im Lo Low Kreis geschlossen. Diese gründlich geschulten Augenoptiker bieten ausgezeichnete persönliche Beratung, wegweisende Produkte und indivi-

15 Jahre ots Schadock GmbH ots Schadock GmbH, Orthopädie – Technische Hilfen und Rehabilitation, gegründet 1994.

Ein Unternehmen für Handwerk, Handel und Dienstleistung in der Betreuungsregion Berlin-Brandenburg, in sich ergänzenden Wirkungsbereichen der modernen technischen Orthopädie, Prävention, Therapie, Rehabilitation, Physiotherapie mit hochwertiger Rehabilitationstechnik, Orthopädietechnik und medizintechnischen Hilfsmitteln. Unternehmensphilosophie Jede der Aktivitäten bedeutet Kommunikation mit den medizinischen Dienstleistern der Region. Keiner kann den Dienst an einer immer älter werdenden Gesellschaft alleine bewältigen. In unserem stark individuell geprägten Team arbeiten Orthopädiemechaniker mit Meisterpräsenz, Ingenieure, Betriebswirtschaftler, Logistiker, Sport- und Physiotherapeuten, Elektroniker, Arzthelfer, examinierte Krankenschwestern und medizintechnische Assistenten zukunftsorientiert. Strategie Ist unkonventionell und maßgeschneidert. Nicht das Laufen in ausgetretenen Pfaden ist so schwierig, sondern neue Wege zu finden. Der demografischen Entwicklung wird mit

Prävention, Therapie und Rehabilitation, Fitness und Schönheit Rechnung getragen. Unser Team beschäftigt sich mit Konzepten der Zusammenarbeit mit Kliniken, um eine sinnvolle Überleitung der Patienten in den ambulanten Bereich zu finden und ihnen bei der Wahl der richtigen Hilfsmittel behilflich zu sein. Interessante Geschäftsfelder liegen in der „gerontologischen Medizintechnik“. So bieten wir ein umfassendes Angebot für Gesundheit, wie sicheres Gehen und Stehen, Gleichgewichtstraining, dynamisches Sitzen und komfortables gesundes Liegen an. Gesund leben heißt auch: sicher laufen und walken mit Einlagen und Spezialschuhen z. B. für Diabetiker, Sportler, auch Arbeitsschuhen. Wir beraten Sie gerne zu individuell angepaßten Einlagen mittels elektronischer Fußdruckmessung. Zum Erlernen der Lauftechnik beim Nordic-ALFA-Walking bieten wir Kurse an. Wir versorgen mit Kompressionsstrümpfen bei Venen- und Lympherkrankungen. Für altersgerechtes, barrierefreies Wohnen gibt es intelligente Mobilitätsprodukte, z. B. Treppen- und Transferlifter, leichtführige Gehwagen, Türschwellenrampen u.v.m. Sie erhalten bei uns Beratung zur Erleichterung der Pflege zu Hause beim Liegen und Umlagern, zur Durchführung der Körperhygiene in Bad und Toilette, erleben Sie Atemerleichterung durch Sauerstoff. Wir führen Fortbildungsveranstaltungen mit Punktwerten für Ärzte durch sowie Schulungen für medizinische Dienstleiter und pflegende Angehörige. An unserem Firmensitz in Vogelsdorf befindet sich unser rehatechnischer Beratungsservice. Die Firma ots Schadock GmbH ist Ausbildungsbetrieb für Orthopädiemechaniker.

duelle Lösungen, speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse der betroffenen Menschen. Augenoptiker, die Mitglied im Low Vision Kreis werden, sind anerkannte und qualifizierte Fachberater für Sehbehinderungen. Sie arbeiten intensiv mit Augenärzten und -kliniken zusammen, wie auch mit Selbsthilfegruppen, Apothekern und allen Einrichtungen, die sich den Anliegen der Betroffenen annehmen. Jedes Mitglied wird streng in Sachen Kompetenz und Ausstattung überprüft.

Orthopädietechnik – gestern und heute Die Kinderstube der Orthopädietechnik beginnt Anfang des 17. Jahrhunderts. Man versuchte die „Ungestalt des Körpers zu verbessern“. Ab dem 18. Jahrhundert verkauften Kunstschmiede orthopädische Heil- und Hilfsmittel. Sie stellten Apparate her, die Haltungsschäden korrigieren sollten, aber eher Folterinstrumenten ähnelten. Die Behandlungen damit waren oft schmerzhaft, da diese Stützapparate und Schienen sehr schwer waren. Sie verlangten den Betroffenen viel ab, besonders Geduld.

Ungefähr ab dem 20. Jahrhundert wurden verfeinerte chirurgische Geräte von ausgebildeten Ärzten mit zunehmender Präzision eingesetzt. Parallel dazu entwickelten sich in der Orthopädietechnik neue Technologien, z. B. High-Tech-Kniegelenke mit Mikroprozessoren, die bei Oberschenkelamputationen eingesetzt werden. Computergestützte Fertigung und Gangbildanalysen ermöglichen dem Patienten heute im Team mit Arzt, Orthopädietechniker und Therapeuten, verlorengegangene Funktionen des Körpers, den Verlust eines Körperteils oder Schmerzzustände durch Hilfsmittel zu kompensieren und die Normalität und Lebensqualität weitestgehend wieder herzustellen.


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Turmalin – der farbenfrohe Herbst-Edelstein Turmalin ist unter den Edelsteinen einer der farbenprächtigsten. Sein Farbspektrum geht von hellgelb über braun bis zu allen erdenklichen Grünschattierungen und über blau bis zu rote – violette Farbe. Während bis vor wenigen Jahren der Turmalin überwiegend in seiner grünen Farbvariante (Eigenname: Verdelith) angeboten wurde, erhält man heute Schmuckstücke in mehreren Turmalin-Farben. Turmalin hat auf der 10stelligen Härteskala eine Härte von 7 bis 7,5 und ist somit ein harter Edelstein. Neben untergeordneten Fundstellen in Schweden für grüne Turmaline, in Böhmen für rote Turmaline kommen heute die farbprächtigen Kristalle aus Afghanistan, Brasilien und Madagaskar. Der braune Turmalin hat den Eigennamen Dravit. Seine Typlokalität –und danach hat er auch seinen Namen erhalten- war Unterdrauburg, ehemals Kärnten. Heute kommen die größten Kristalle vom Dravit aus Australien.

Mit seiner tiefbraunen Farbe ist der Dravit ein Heilstein zur Aktivierung der Milz- und SakralChakren. Dravit auf den Körper gelegt, möglichst auf Höhe der Lendenwirbel, dient dazu, haltungsbedingte oder altersbedingte Rükkenschmerzen abzubauen. Dravit energetisiertes Wasser (Dravit für ca. 2 Stunden ins Wasser legen) getrunken, kräftigt und reinigt die Leber. Sehr gut anzuwenden bei Krankheit oder Giften, wie Alkohol und Drogen sowie bei geschwächter Leberfunktion. Eine Spezialität stellt der, nach seiner Fundstelle Paraiba in Brasilien benannter, Paraiba-Turmalin dar. Der Paraiba-Turmalin ist eine Besonderheit im Edelsteinbereich. Er enthält von grünen über blaue bis zu roten Farbtönen alle Farbnuancen in einem einzigen Kristall. Edelstein-Schmuck, insbesondere Edelstein-Ketten in Farbkombinationen von grünen (Verdelith) und roten (Rubellit) Turmalinen, aktivieren die Herzlichkeit und schaffen Bereitschaft, die Liebenswürdigkeiten anderer Menschen zu empfangen. Rotgrüner Turmalin stärkt das Herz-Chakra und

direkt damit verbunden das Herz und die Durchblutung des menschlichen Körpers. Der rot-grüne Turmalin dicht am Körper getragen, dient zur Stärkung des Immunsystems. Er stärkt die Herz-Muskulatur und wirkt vorbeugend gegen Angina Pectoris. Die Vitalität wird deutlich erhöht. Rot-grüne Turmaline dringen sanft in die Gefühlsebene des Menschen ein. Achten Sie bitte unbedingt darauf, daß Sie bei der Verwendung für heilende Zwecke den Edelstein oder den Edelsteinschmuck einmal im Monat zum Entladen für mindestens zwei Stunden in Hämatit oder 30 Minuten in Kristall-Salz legen. Anschließend für mindestens zwei Stunden in Bergkrystall oder für 10 Minuten in eine Amethystdruse zum Aufladen legen. Klaus Lenz, Kraft der Edelsteine Berlin e. V. Wegerichstrasse 7 12357 Berlin (Rudow) Tel.: 030 / 720 15 893

15. Traditionsfest mit Grünem Markt Am 19. und 20. September 2009 laden Späth’s in den Baumschulenweg

T S O ERP S E L

Zum jährlichen Traditionsfest bieten am 19. und 20. September von 9 bis 18 Uhr wieder rund 180 Baumschulen, Gärtnereien, Händler mit Naturprodukten sowie traditionelle Handwerker ihre Erzeugnisse zum Verkauf an. Führungen durch das Späth-Arboretum, Konzerte und Live-Musik, Sonderausstellungen, Pflanzenberatung, Apfel- und Rosenverkauf, Biergarten und Café sowie erstmals ein Berliner Tanzboden laden auch in diesem Jahr zum längeren Verweilen ein. Die vom Märkischen Ausstellungs- und Freizeitzentrum Paaren-Glien organisierte Brandenburghalle erwartet Sie wieder mit vielen Köstlichkeiten und Produkten aus der ländlichen Region Brandenburgs. Im Baumschulen-Café haben Sie die Möglichkeit, bei Kaffee und Kuchen, die Fotoausstellung „Apfelblüten-Träume“ zu genießen, welche bereits am 11. September im Rahmen der Kunstmeile von Baumschulenweg eröffnet wird. Der Eintritt kostet 3 Euro und Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Späth’sche Baumschulen, Späthstr. 80/81 12437 Berlin, Tel. 030-639003-0


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Aufruf zum Mitmachen! 17.10.2009, Samstag, die Altstadt von Köpenick im Alltag des Jahres 1906 Hochverehrte Bürgerinnen und Bürger!

Teilnahmemeldungen

Am 16.10.1906 stahl ein verkleideter Hauptmann mit Hilfe geborgter Soldaten die Stadtkasse im Köpenicker Rathaus. Er wurde als Hauptmann von Köpenick weltberühmt. Mit Kostümen und allerlei Pipapo soll am 17.10.2009 in der Altstadt von Köpenick zwischen 10 und 18 Uhr an den Alltag im Jahr 1906 erinnert werden. Die Altstadt von Köpenick bietet genügend Platz für begeisterte Zuschauer. Es erwarten Sie allerlei Heiterkeiten, Fressalien jeder Art und Waren lokaler Handelsleute. Ein attraktiver Jahrhundertball am Abend im Köpenicker Ratssaal ist die Krönung dieses amüsanten Tages.

Jeder Bürger, der aktiv an dieser Zeitreise oder/und am Jahrhundertball teilnehmen möchte, sollte sein Kommen anmelden.

Gestalten Sie den Tag mit! Sie selbst werden höchstpersönlich gebeten, mit Ihrer ganzen Muschpoke in Klamotten passend zur Mode um 1906 in der Altstadt von Köpenick zu flanieren. Sie sind die Bürger, die Schaulustigen, ein Teil des Geschehens von damals und der Rahmen für den Hauptmannstreich, das bewegte Militär und die regionalen Handelsleute, die an diesem Tag die Geschichte auferstehen lassen. Sind Sie erfinderisch, um den Alltag von 1906 auf die Straßen unserer Zeit zu bringen! Ihre Verkleidung sollte im weitesten Sinne dem Modegeschmack des Jahres 1906 entsprechen. Dabei sind Ihre Freude am Eintauchen in eine andere Zeit, Ihre Kreativität und Ihr Geschmack wichtiger als die historische Vollkommenheit. Bereichernd sind Spaziergänger und Akteure aus allen Schichten und Altersklassen der Bevölkerung aber auch die Alt-Berliner Originale.

Büro Hauptmannfest, Altstadtcafe Cöpenick Alt-Köpenick16, 12555 Berlin Tel. 030-65 47 40 69, e-Mail: streich@hauptmannstreich.de

Aktuelle Anschläge finden Sie unter www.hauptmannstreich.de Schirmherrschaft: Bürgermeisterei anno 2009

Destillen und Restaurationen Zum Entspannen und Verweilen laden viele gastronomische Einrichtungen. Eine exklusive Auswahl wie das Altstadtcafe Cöpenick, Wein-

Oase-Cöpenick, Lehmofen, Tandoori, Cafe Restaurant Kietz, Central-Park Cöpenick, Mokkafee sowie die eisbar friderici findet der Leser auf der Mittelseite. Ein historisch, technischem Ambiente bietet die Gaststätte „Zum Waschhaus Alt- Köpenick“ mit seiner interessanten Geschichte und süddeutschen Küche aufgesucht werden. Erstmalig erwähnt wurde es 1683 als Wohnhaus. Zum Gasthaus wurde es 1840 umgebaut. Von 1900-1918 diente es als Groß-Dampfwäscherei. Bis 1993 war es eine Maschinenfabrik. Nach aufwendiger Restaurierung ist es wieder eine Gaststätte.


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Besuch beim fernen Partner Cajamarca Der folgende Bericht soll ihnen ein paar Eindrücke von unserer Partnerstadt Cajamarca und von einem Besuch von Bürgern unseres Bezirks vermitteln, der aus Anlaß des 10jährigen Bestehens dieser Partnerschaft stattfand. 16. Mai. Flughafen Tegel. 4 Uhr 30. Eigentlich nachtschlafende Zeit. Nicht für 14 Leute, die sich aufmachten, via Amsterdam und Lima die 11.700 Kilometer Distanz zu überwinden, die Treptow-Köpenick von Cajamarca, der alten Inka-Stadt in Perú, trennt. Moderne Düsenjets der KLM machen das Reisen auf den internationalen Routen angenehm. Das nationale Reisen per Flugzeug in Perú kann auch heute noch nostalgisch erfolgen. Die 14 Leute erlebten das hautnah, als sie auf dem Flughafen „Jorge Chávez International“ in Lima ganz an den äußersten Rand des Flugfeldes gefahren wurden, um dort in einen Inlands-Flieger mit sage und schreibe 18 Sitzplätzen zu klettern, die nur gebückt zu erreichen waren. Der Empfang war grandios und zu Herzen gehend. Hunderte von Cajamarquinos – lautstark unterstützt von einer Blaskapelle – hießen unsere Bezirksbürgermeisterin Gabi Schöttler, unsere Sozialstadträtin Ines Feierabend und die anderen Mitglieder der kleinen Besuchergruppe aus der BVV, dem Schulbereich, der AG Städtepartnerschaft „TreptowKöpenick–Cajamarca“ und dem Städtepartnerschaftsverein „Partner Treptow-Köpenick e.V.“, die sich alle der Partnerschaft mit Cajamarca, dieser liebenswerten Andengemeinde, verschrieben haben, willkommen.

Das für die nächsten acht Tage vorbereitete Programm war atemberaubend und dichtgedrängt: Offizielle Empfänge und Gespräche mit der Stadtverwaltung, Kommunalwirtschalt und Universität, Kontaktvertiefungen mit Schulen, Kindergärten, Einrichtungen und Projekten für obdachlose oder behinderte Kinder, Diskussionen mit Projektverantwortlichen der Zivilgesellschaft, nicht zu vergessen die wichtige zweitägige „Ideen-Werkstatt“ und die Besichtigungen von Sehenswür-

digkeiten der naturschönen Gegend aus Vergangenheit und Gegenwart. Beeindruckend, was Christa Stark an sozialen Projekten auf die Beine stellte und stellt. Lobenswert, was die Ärztinnen Dr. Ida Beier und Dr. Anna-Luise Gereke auf medizinischem Gebiet taten und tun. Nachahmenswert die entstandenen Beziehungen der Kin-

dergärten 105 und 17 mit unseren Kindergärten „Pfeffermäuse“ und „Waldspielhaus“ sowie die des „Colegio San Vicente de Paúl“ mit unserer „Anne-Frank-Oberschule“. Vorbildlich die langjährige engagierte Projektarbeit des Fördervereins „Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick e.V.“ und seiner „AG Städtepartnerschaft“ mit Cajamarca, die die Partnerschaft begründete und ständig qualifiziert. Besondere Höhepunkte dieser Besuchstage waren zweifellos: das feierliche Fahnenzeremoniell mit peruanischer, deutscher und Cajamarca-Flaggen-Hissung und anschließendem, für die Besucher recht ungewohntem exaktem Vorbeimarsch von jungen Leuten aus Schulen und kommunalen Einrichtungen der Stadt und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vor den Honoratioren von Stadt- und Provinzverwaltung und den deutschen Gästen, die Festveranstaltung im Rathaus zur Würdigung der zehn Jahre Partnerschaft mit dem feierlichen vertraglichen Bekenntnis der Fortführung der Zusammenarbeit in der Zukunft sowie – inhaltlich sehr wertvoll und Programmittelpunkt – die zweitägige „taller“ = Werkstatt genannte Evaluierung zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der partnerschaftlichen Beziehungen. Am 21. Mai trafen sich im beeindruckenden Universitäts-Ambiente der Altstadt von Cajamarca über 100 Leute und stellten zuerst die Einrichtungen und Organisationen mit ihren Projekten vor, die in den vergangenen Jahren die Partnerschaft initiiert, getragen und entwickelt hatten. Anschließend wurde in Grup-

pen zu ausgewählten Themenkomplexen diese Tätigkeit beurteilt. Am 22. Mai wurde auf der vortägigen Grundlage, wiederum in thematisch ausgerichteter Gruppenarbeit mit Zusammenfassungen im Plenum, ein intensiver und fruchtbarer Gedankenaustausch mit Festlegungen zu Inhalten, „proyectos“ und „visiones“ für die nächsten zehn Partnerschaftsjahre betrieben. Die sehr fähige Moderatorin dieser Werkstatt“ – mit dem auch für Deutsche anheimelnden Namen Brigitta (Villaronga) – hatte gekonnt alles im Griff behalten, was bei so vielen unterschiedlichen Projekten und deren engagierten Verfechtern, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet hatten, manchmal gar nicht so einfach war, ganz zu schweigen von der Einbeziehung der unterschiedlichen Sprachen. Eine schriftliche Dokumentation dieser „Ideen-Werkstatt“ macht die erzielten Ergebnisse nachhaltig und nachprüfbar. Der Erfolg dieser zwei Tage wie überhaupt des gesamten Besuchszeitraumes ist auch wesentlich den unermüdlichen Übersetzungsleistungen zu verdanken, zu denen von früh bis spät Jennifer Kucik von der Anne-Frank-Oberschule“ und Michael Schrick von der „AG Städtepartnerschaft“ gefordert waren, von Zeit zu Zeit unterstützt von weiteren sprachkundigen Mitgliedern der deutschen Delegation. Hervorzuheben ist auch besonders, daß es sich der Bürgermeister von Cajamarca, Don Marco Aurelio La Torre Sánchez, nicht nehmen ließ, die deutschen Gäste sehr häufig zu begleiten, ja sie auch zu sich in sein Haus einzuladen, wo seine charmante Gattin Doña Kory De La Torre und er zu Tisch und zwanglosen Gespräch mit Kommunalvertretern luden. Mit diesen und vielen anderen nachhaltignachdenklichen und nachhaltig – schönen Eindrücken – zu denen auch die Exkursionen zur rund 1.000 Meter höher liegenden umstrittenen, drittgrößten Goldmine der Welt Yanacocha („Schwarzer See“) und zur steinernen, 2.000 Jahre alten Hochgebirgswasserleitung der Zeit vor den Inca: Cumbe Mayo („Gut gebauter Wasserkanal“) gehören, gleichermaßen aber auch die sehr herzliche Verabschiedung durch „halb Cajamarca“ auf dem kleinen Flughafen – wurde die Rückreiseangetreten und am 26. Mai wieder Heimatboden erreicht. Nun gilt es, die gewonnenen Eindrücke, Erkenntnisse und besprochenen Themenfelder so zu verarbeiten und zu gestalten, daß neue Wirklichkeit wird, was beide Seiten wünschen. Ulrich Stahr, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins, Partner Treptow-Köpenick e.V.


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Wandervorschlag:

Besichtigung des Berliner Doms Am Schloßplatz stand ursprünglich die Kirche des 1297 gegründeten Dominikanerklosters, die mit der Schloßkapelle 1536 zu einem Domstift zusammengelegt wurde. Im Jahre 1747 wurde die erste Domkirche am Schloßplatz abgebrochen. Johann Boumann d. Ä. errichtete nach Plänen Friedrichs des Großen und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorffs 1747–50 einen Neubau, den Karl Friedrich Schinkel 1817 im Inneren und 1820–22 auch außen umbaute. 1893 wurde auch diese Kirche abgetragen und an ihrer Stelle der neue Dom aufgeführt. Der in Form des italienischen Barocks aufgeführte Kuppel- oder Zentralbau aus Sandstein und Granit wurde 1894–1905 (Daten der Grundsteinlegung und Weihe) nach Plänen Julius Carl Raschdorffs (1823–1914) erbaut, für die damals enorme Summe von 11,5 Millionen Mark. Die feierliche Einweihung fand am 27. Februar 1905 im beisein u. a. von Kaiser Wilhelm II. und dessen Gattin Auguste Victoria statt, die am gleichen Tag ihren 24. Hochzeitstag begingen. Die Feierlichkeiten gestalteten sich zu einem Bekenntnis des Protestantismus in Preußen. Der Dom war 114 Meter lang und 73 Meter breit. Die von vier Türmen eingefaßte achtseitiger Hauptkuppel mißt 74 Meter in der Höhe und besitzt einen Durchmesser von 33 Metern. Vergleiche mit dem Petersdom in Rom oder St. Paul in London waren durchaus gewollt. Die Hauptfassade zum Lustgarten hin wird von einer 84 Meter langen zweigeschossigen Vorhalle gebildet. Über dem Haupteingang wölbt sich ein mächtiger Rundbogen, betont durch die beiden seit-

lichen Doppelsäulen. Das Mosaik über dem Hauptportal, Christus zwischen den Mühseligen und Beladenen, entwarf Artur Kampf. Die kupfernen vier Evangelisten davor stammen von Johannes Götz, die Engel auf dem Kämpfergesims von Wilhelm Widemann und die Christusfigur auf dem Dachgesims von Fritz Schaper (1841–1919). Die drei Bronzetüren mit Darstellungen aus dem Leben Jesu schuf Otto Lessing (1846–1912). Über der Außengalerie der Kuppel stehen acht musizierende Engel von Walter Schott. Die auf die Kuppel aufgesetzte Laterne erreicht 90 Meter, bis zur Spitze des Kreuzes kommt man auf 114 Meter Bauhöhe. In den letzten Kriegsjahren wurde der Dom schwer beschädigt. Erst 1975 konnte mit der Restaurierung begonnen werden.

Kuppel und Turmabschlüsse erhielten einfachere Formen, die Denkmalkirche wurde 1975–76 sogar abgebrochen. Die äußere Wiederherstellung dauerte bis 1982. Die Arbeiten im Innenraum des Doms zogen sich bis 1993 hin. Das Dominnere ist dreigeteilt. Die Festoder Predigtkirche liegt unter der Kuppel, deren Wölbung mit Mosaikbildern der acht Seligpreisungen nach Anton von Werner geschmückt wurde. Die vier Zwickel erhielten Reliefs zur Apostelgeschichte, acht Standbilder von Reformatoren oder fürstlichen Förderern der Reformatoren blieben Plätze am Fuß der Kuppel vorbehalten. Nach Süden ist die Tauf- oder Trauungskirche und entsprechend nördlich war die (abgetragene) Denkmalkirche zu finden, in der Sarkophage und Denkmäler aufgestellt waren. In der heutigen Gruftkirche befinden sich mehr als 90 Sarkophage der Hohenzollern, von denen allerdings die bedeutendsten 1993 im Zentrum des Doms unter den Emporen ihren Platz erhielten. Um hier all das Gesehene wiederzugeben, würde der Platz nicht reichen. Erwähnenswert wären noch der Altarraum, der Altartisch von Friedrich August Stüler aus weißem Marmor und gelblichen Onyx. Das Kruzifix aus weißem Marmor stammt aus dem Entwurf Otto Raschdorffs (Sohn von Julius Carl Raschdorff), 1907 fertiggestellt. Die Orgel ist ein Meisterwerk der Firma Wilhelm Sauer. Sie wurde 1904 in Frankfurt/ Oder geschaffen und zählt mit ihren 7.269 Pfeifen (113 Registern, 4 Manualen) zu den größten hochromantischen Orgeln. Das Gehäuse besteht aus Spessart-Eiche mit Schnitzerein im Renaissancestil und des Frühbarocks. Eine vorige Anmeldung an der Kasse am Dom zwecks einer Führung würde ich Ihnen empfehlen. Detlev Streichhahn

Veranstaltungen im August und September 2009 Nachbarschaftszentrum Hessenwinkel, Fürstenwalder Allee 362, 12589 BerlinHessenwinkel, Telefon 648 60 90 www.nbzhessenwinkel.de Donnerstag 6. 8. 15 Uhr Gedächtnistraining mit Herrn Urban. Probleme mit der Merkfähigkeit? Wir helfen spielerisch! Sonntag 9. 8. 8.30 Uhr Fahrt nach Wustrau zum Preußenmuseum mit Vortrag des Museumsgründers Herrn Bödecker (11 Uhr) als Einstimmung auf die Vortragsreihe „Die preußischen Könige“ Kosten-

beitrag 13,50 € plus Museum, Meldungen bitte bis 30. 7. im NBZ. Dienstag 18. 8. 14 Uhr Lesestunde – Zur Abendstunde und eine gute Nacht mit Ursula Höft und Gerda Heilmann. Mittwoch 19. 8. 14.30 Uhr Kaffeetafel für die Seniorengeburtstagskinder der Monate Juni, Juli und August. Wir laden herzlich ein zu Kaffee, Torte, Wein und heiteren Melodien mit Frau Rinke am Klavier und Frau Prinz mit lebensklugen Gedichten. Mittwoch 26. 8. 14.30 Uhr Berühmte Künstler des Bauhau-

ses. Weimar und Dessau – Vortrag mit Ingrid Schreppel. Kostenbeitrag 1,50 €. Freitag 28. 8. 18.30 Uhr „Nur wer die Sehnsucht kennt…“ Ein romantischer Konzertabend mit Liedern von Mendelssohn Bartholdy, Schubert, Schumann und Brahms. Gesang, Klavier und Moderation: Ute Neumerkel. Kostenbeitrag 2,50 €. Dienstag 1. 9. 15 Uhr „Friede ernährt – Krieg zerstört“: Eine literarische Veranstaltung zum Weltfriedenstag. Die Volkssolidarität lädt ein. Musikalische Einführung mit dem Spätlese-Septett.

Sonnabend 5 9. 15 Uhr Sommerfest des Vereins des NBZ e.V. mit vielen Angeboten, Speisen und Getränke sowie ein Programm mit Küchenliedern. Mittwoch 9. 9. 18 Uhr „Saale/Unstrut – eines der 13 deutschen Weinanbaugebiete“. Dr. Brigitte Dörfer stellt die charakteristischen Merkmale dieses Weinanbaugebietes, seine Landschaft und seine Weine vor. Kostenbeitrag 3 €. Freitag 11. 9. 18 Uhr „Nicht als ein Dichter – Heinrich Heine“ mit Gisela M. Gulu. Kostenbeitrag: 2,50 €.


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Dienstag 15. 9. 14 Uhr Lesestunde – Daniela Dahn: „Wehe dem Sieger!“ mit Ursula Höft und Gerda Heilmann. Mittwoch 16. 9. 14.30 Uhr Kaffeetafel für die Seniorengeburtstagskinder der Monate September und Oktober. Wir laden herzlich ein zu Kaffee, Torte, Wein und heiteren Melodien mit Frau Rinke am Klavier und Frau Prinz mit lebensklugen Gedichten. Donnerstag 17. 9. 15 Uhr „Ambulante und stationäre Betreuung bei Demenz – was tun? mit Herrn Luckow. Freitag 18. 9. 19 Uhr Konzertabend: Die 13 Monate von Erich Kästner mit Susanne Kliemsch, Gesang und am Flügel Manfred Schmitz. Mittwoch 23. 9. 18 Uhr „Friedrich Wilhelm, der große Kurfürst“ Start der Vortragsreihe über die preußischen Könige mit Torsten Rademann. Kostenbeitrag 1,50 €. Donnerstag 24. 9. 18 Uhr Literaturstund – Goethes 1. Jahrzehnt in Weimar mit Prof. Göhler. Freitag 25. 9. 18.30 Uhr „Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen!“ mit dem Friedrichshagener Kammerchor. Kostenbeitrag 2,50 €. Seniorenbegegnungsstätte Bohnsdorf, Dahmestraße 33, 12526 Berlin-Bohnsdorf, Telefon 902 97 55 09 Mittwoch 12. 8. 14 Uhr Tanz mit Erhard Juza. Reise in die Schlagervergangenheit. Kostenbeitrag 2/1 €. Seniorenfreizeitstätte im Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12487 Berlin, Telefon 902 97 56 65/75 Einlaß ab 13.30 Uhr Kaffeetafel ab 14.15 Uhr Donnerstag 13. 8. 15 Uhr Tanz mit Manne Menzel. Kostenbeitrag 2,50 €. Donnerstag 27. 8 15 Uhr Auftritt der „Fröhlichen Sänger aus Johannisthal“. Eintritt frei. Donnerstag 3. 9. 15 Uhr Bernd Schwertfeger lädt ein zum Tanz. Kostenbeitrag 2,50 €. Montag 7. 9. 14 Uhr Tanz für Demenzkranke und ihre Angehörigen. Kostenbeitrag 5 € einschließlich Beköstigung. Anmeldung erbeten.

Donnerstag 10. 9. 15 Uhr Travestie – Künstler HORADA sorgt für die Kräftigung der Lachmuskeln, wenn er verschiedene Sänger und Sängerinnen emittiert. Kostenbeitrag 2,50 €. Donnerstag 17. 9. 15 Uhr „The Voices“ bitten zum Tanz. Kostenbeitrag 3 €. Donnerstag 24. 9. 15 Uhr Spanischer Nachmittag mit Flamenco und kleinen kulinarischen Genüssen. Kostenbeitrag und Beköstigungspauschale 5 €. Wuhletreff, Begegnungsstätte Köpenick-Nord, Zum Wuhleblick 50, 12555 Berlin-Köpenick, Telefon 652 72 71 1000fuessler-frauen.de/wuhletreff Mittwoch 12. 8. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Detlef Daemke und Kaffeetafel. Kostenbeitrag 2,50 •.

Polley und Kaffeetafel. Kostenbeitrag 2,50 €. Donnerstag 24. 9. 10.30 Uhr Kintopp und Kaffeepott. Kostenbeitrag 2 €. Ratz-Fatz e.V., Schnellerstraße 81, 12439 Berlin-Schöneweide, Tel. + Fax 67 77 50 25 www.ratzfatzberlin.de Bei den Veranstaltungen Bühne/ Musik/Film/Literatur wird ein Eintritt von 5/3 € erhoben. Sonnabend 8. 8. 19 Uhr „Fanfan, der Husar“ Sommerkino und Grillen auf dem Hof. Dienstag 11. 8. 14.30 Uhr Kulturcafé für Seniore: „Delphine und Orkawaale auf Teneriffa“ Video-Vortrag mit Dr. Jürgen Matz und Dr. Peter Liebs. Grillnachmittag. Eintritt 2 €. Sonnabend 29. 8. 19 Uhr „Das Leben der Anderen“ Sommerkino und Grillen auf dem Hof.

Mittwoch 26. 8. 14.30 Uhr „Champs-Elysees, Charme und Chansons“ – ein musikalischer Bilderbummel durch Frankreich mit Adina und Norina. Kostenbeitrag 3 •.

Freitag 4. 9. 20 Uhr Chansonabend: Französische Chansons dargeboten von Katelijne Philips-Lebon, am Piano Michael Ackermann.

Donnerstag 27. 8. 10.30 Uhr Kintopp und Kaffeepott. Kostenbeitrag 2 €.

Sonntag 6. 9. 10 Uhr Kindertheater: Die Elfe mit dem Taschentuch. Marionettentheater Kaleidoskop. Eintritt 3 €.

Sonntag 30. 8. 11 Uhr Sonntagsmatinee – Gabriele Mewe und Jens-Peter Dierichs gestalten ein Anton-Tschechow-Programm. Kostenbeitrag mit kleinem Imbiß 10 €. Mittwoch 2. 9. 14.30 Uhr Das Reisecafé mit vielen Informationen zu neuen Reiseangeboten. Kostenbeitrag mit Kaffeegedeck 3 €. Mittwoch 9. 9. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Bernd Schwerdtfeger und Kaffeetafel. Kostenbeitrag 2,50 €. Dienstag 15. 9. 14.30 Uhr „800 Jahre Köpenick“ – Ulrich Stahr erzählt Kietzgeschichten. Kostenbeitrag 2 €. Mittwoch 16. 9. 14.30 Uhr „800 Jahre Köpenick“ Buntes Markttreiben im Wuhletreff mit vielen Überraschungen. Eintritt mit Kaffeegedeck 5 €. Montag 21. 9. 14.30 Uhr Mode-Service Berlin präsentiert die aktuelle Mode der Saison. Kostenbeitrag 2,75 €. Mittwoch 23. 9. 14.30 Uhr Tanz am Mittwoch mit Gerhard

Freitag 11. 9. 20 Uhr Theater: „Aufzeichnungen aus der Unruhe“ nach Fernando Pessoa mit dem Schauspieler Adolfo Assor. Sonnabend 12. 9. 10.30 Uhr Erlesenes am Sonnabend: Dr. Roland Wuttke – Dokumentarfilmer und Reisejournalist liest aus seinem Buch: „Durchs unbekannte Arabien“. Sonntag 13. 9. 10 Uhr Kindertheater: Das Schloß im Teufelssee. Kindertheatergruppe des Ratz-Fatz „Die Eleven“. Eintritt 3 €. Freitag 18. 9. 19 Uhr Vortrag: „Das unbekannte Filmland – Neuseeland“. Sonntag 20. 9. 10 Uhr Kindertheater: Kasper und der Farbenklau. Kinder Theater Mobil. Eintritt: 3 €. Freitag 25. 9. 17 Uhr Theater: Der Tanz um das goldene Kalb von Bernhard Buley. Es spielt théâtre bonjour. Sonnabend 26. 9. 17 Uhr Kartoffelfest mit dem Seniorenchor „Otto Dunkel“.

Sonntag 27. 9. 10 Uhr Kindertheater: Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel. Theater im Globus. Eintritt: 3 €. Seniorenfreizeitstätte Bürgerhaus Altglienicke, Ortolfstr.182-184, 12524 Berlin, Telefon 902 97 67 17 Anmeldung erforderlich! Freitag 7. 8. 14 Uhr Geburtstagseinladung für Geburtstagskinder der Monate Juni und Juli. Donnerstag 27. 8. 14 Uhr Grillfest: Musikalische Umrahmung Hubert-Katzenbeier-Quartett, Beköstigung 4 €, Eintritt 2,50 €. Donnerstag 10. 9. 14 Uhr „Wenn ich einmal reich wär“ Erinnerungen mit Kammersänger Rainer Süß. Eintritt 2,50 €. Generationsklub KES, Plönzeile 7, 12459 BerlinOberschöneweide, Telefon 902 97 54 15 Bitte einen Tag vorher anmelden! Donnerstag 6: 8. 14 Uhr Feier für die Geburtstagskinder des Monats Juli und Tanz mit Kyril Janev. Donnerstag 20. 8. 14 Uhr Grillfest und Tanz mit Bernd Schwerdtfeger. Eintritt 2,50 €. Kulturzentrum „Alte Schule“ mit Seniorentreff, Dörpfeldstraße 54, 12489 Berlin-Adlershof, Tel. 67 89 28 86 Jeden Mittwoch treffen sich von 14.3 –17.00 Uhr ca. 20 Senioren und Seniorinnen, um bei Kaffee und Kuchen mit Gleichgesinnten zu klönen, sich auszutauschen und gemeinsam gemütliche Stunden zu verbringen. Im Sommer findet die gemütliche Runde im schattigen Garten der Alten Schule statt. Im August finden keine weiteren Veranstaltungen statt – Sommerpause – Wir bitten um Ihr Verständnis. Ausstellung der Bilder von Joachim Conze: „Sehnsucht nach Afrika“, Teil 2. Mittwoch 2. 9. 14.30 Uhr Garten-Grillfest. Livemusik mit Herrn Greul. Kostenbeitrag 2,50 €. Sonnabend 19. 9. ab 10 Uhr Tag der offenen Tür im Seniorentreff im Rahmen des Adlershofer Herbstfestes.


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Mittwoch 30. 9. 14 Uhr Theater der Erfahrung. Kostenbeitrag 2,50 €.

Mittwoch 2. 9. 16 Uhr STERNEN-Treff: Erfahrungsaustausch für aktive Freiwillige.

Ausstellung vom Adlershofer Kunstkreis „Schöne Motive von der Pfaueninsel“

Mittwoch 9. 9. 16 Uhr Gruppenberatung – Engagement im Ruhestand.

Koordinierungsstelle Rund ums Alter Treptow-Köpenick Spreestraße 6, 12439 Berlin, Telefon 39 06 38 25 www.rundumsalter.org

Klassische Konzerte im Schloßhof Schloß Köpenick, Schloßinsel Mozart: Die Zauberflöte mit dem Mozartquartett Berlin, Sonntag, 2. 8. 2009, 18.30 Uhr. ✧ Haydn und Beethoven mit Marianne Boettcher (Violine) und Ursula Trede-Boettcher (Klavier) Sonntag, 19. 9. 2009, 16 Uhr.

Bitte telefonisch anmelden! Mittwoch 23. 9. 15 Uhr Ratgeber Wohnen im Alter: Hilfen in der eigenen Wohnung, Alternativen. Gesellschaft zum Schutz für Bürgerrechte und Menschenwürde (GBM), Ortsverband Berlin-Köpenick, Telefon 645 47 77 Haben Sie Fragen zu Ihrer heutigen oder künftigen Rente bzw. zur Gesundheitspolitik? Wir freuen uns, wenn Sie in den Beratungsstellen unsere kostenlose Unterstützung in Anspruch nehmen. Es finden Konsultationen (keine Rechtsberatungen) jeweils 10 bis 12 Uhr an folgenden Orten statt: Zu Rentenfragen: Frauenzentrum pep Wendenschloßstraße 33 am 13. 8. und 10. 9., Generationsklub KES Plönzeile 7 und nach telefonischer Vereinbarung unter 53 78 19 10; Rabenhaus Puchanstraße 9 am 10. 8. und 14. 9., Vital Fürstenwalder Damm 474 am 4. 8. und 1. 9. Zu Fragen der Gesundheitspolitik: Frauenzentrum pep am 7. 8. und 4. 9. Sternenfischer, Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, Müggelheimer Str. 13 12555 Köpenick, Telefon 24 35 85 76 Bitte telefonisch anmelden! Mittwoch 5. 8. 16 Uhr STERNEN-Treff: Erfahrungsaustausch für aktive Freiwillige.

SeniorenKINO im UNION jeden Mittw oc h 1100 Uhr af uc hen Mittwoc och Uhr,, für 3 €,, incl. K Kaf afffee & K Kuc uchen

Offen für jedes Alter Zuschlag bei Filmen über 2 Stunden 50 ct.

Bölschestraße 69, Friedrichshagen

Achim Menzel und Die Cousinen Ein Bühnenprogramm voller Schwung und Abwechslung am Sonnabend, 12. September 2009, 14 Uhr, im Bunsensaal Adlershof, Vollmerstraße 2, Eintritt 14 €. Betreuungsverein Treptow-Köpenick in den Räumen des Vitanas Senioren Centrum Bellevue in der Parrisiusstraßem4–14 in 12555 Berlin-Köpenick. Vortrag Das Haager Übereinkommen über den internationalen Schutz von Erwachsenen und die Auswirkungen auf das deutsche Betreuungsrecht mit Frau Schwarz, Jur. Assessorin, Internationaler Sozialdienst, Mittwoch, 26. 8. 2009, 18 Uhr. Vortrag Testament und lebenszeitige Zuwendungen auf den Todesfall mit Frau Kraetsch, Notarin, Mittwoch, 23. 9. 2009, 18 Uhr.

Sie sind nicht mehr so mobil wie früher? – Es fällt Ihnen schwer „Ihr“ Exemplar der Köpenicker Seniorenzeitung zu erhalten? Wir bieten Ihnen eine Bezugsmöglichkeit für Ihr ganz persönliches Exemplar. Gegen eine Bezugsgebühr von 12,00 € erhalten Sie Ihr Exemplar ein Jahr lang per Post nach Hause. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. ELR OVer lagsg esellsc haf ic ht es tr aße 11,, ELROO-V erlagsg lagsgesellsc esellschaf haftt mbH, FFic icht htes estr traße 15711 Königs W us hausen, Wus ustt er erhausen, TTelef elef on (033 75) 2211 43 119, 9, w erbung-goe tze@t-online.de elefon werbung-goe erbung-goetze@t-online.de

Jakobs Bruder

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Mi, 05. Aug., 10.00 Uhr Drama ■ D 08 ■ FSK: ab 12 ■ 98 Min. ■ mit Klaus J. Behrendt + Christoph Maria Herbst

Mi, 19. Aug. 10.00 Uhr Drama ■ CH/F/B 2008 ■ FSK: ab 12 ■ 97 Min. Eine fünfköpfige Familie versucht verbissen weiter in ihrem Heim an einer plötzlich wieder belebten Autobahn zu leben. Dabei leidet jeder auf seine eigene Weise und entwickelt Ticks. Zwischen Absurdität, schwarzem Humor und Psychodrama.

Die Brüder Jakob und Lorenz unterscheiden sich wie Tag und Nacht: Mag Jakob auch den erfolgreicheren Job als verbissener Sternekoch haben, ist Lorenz trotz mieser Finanzen doch der Lebenslustigere. Als er Jakob eines Tages bittet, zu der an Alzheimer erkrankten Mutter zurückzukehren, brechen sie zu einer Autofahrt auf.

Achterbahn Mi, 26. Aug. 10.00 Uhr Doku ■ D 2009 ■ FSK: ab 12 ■ 93 Min. Doku über die tragische Geschichte der Schaustellerfamilie Witte, deren Berliner Spreepark 2002 pleite ging.

Kommissar Bellamy Mi, 12. Aug. 10.00 Uhr Kriminalfilm F 09 ■ FSK: ab 6 ■ 112 Min. ■ mit Gérard Depardieu Ex-Polizeichef Bellamy verbringt mit seiner Frau die Ferien lieber in der Nähe von Nimes als auf dem Nil, wie von ihr gewünscht. Doch er mag’s lieber gemütlich als aufregend und will einfach nur seine Ruhe

Auf der Suche nach dem Gedächtnis Mi, 02. Sep. 10.00 Uhr Porträt/Biographie ■ D 2008 ■ FSK: ohne ■ 94 Min. Der Nobelpreisträger Eric Kandel, einer der bedeutendsten Hirnforscher unserer Zeit, hat sich seit 50 Jahren auf Lernprozesse und das menschliche Gedächtnis spezialisiert. In dem sehr persönlichen Portrait mit Spurensuche an Orten seiner Kindheit stellt Kandel den aktuellen Stand seiner Forschungsarbeiten anschaulich dar.

haben. Die wird gestört, als ein Unbekannter auftaucht und behauptet, einen Obdachlosen umgebracht zu haben, um ein neues Leben anfangen zu können. Bellamy nimmt sich des seltsamen Falles an…

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Köpenicker Seniorenzeitung 04/2009