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Die Chronik von Selchow 1242–2012

Die Freiwillige Feuerwehr von 1945 bis 1989 Im II. Quartal 1946 stellte die Gemeinde aus ihrem Haushalt für die Unterhaltung des Feuerwehrgebäudes 60 RM und für die Ausrüstung 300 RM zur Verfügung. Im Jahr 1961 feierte die Gemeine 35 Jahre Freiwillige Feuerwehr in Selchow. Einem Bericht aus dem Jahr 1961 ist zu entnehmen, dass die Wehr für die Gemeinde 600 Arbeitsstunden leistete. Der Wehrleiter appellierte an die Gemeindeverwaltung, den Brandschutz zu verbessern und die nötigen Ausrüstungsgegenstände bereitzustellen. Mitglieder der FFW Selchow 1962 waren: Name Dienstgrad Blümke, Rudolf Löschmeister Friedrich, Egbert Löschmeister Ribbecke, Alfred Löschmeister Schultze, Helmut Brandmeister Lehmann, Karl Hauptfeuerwehrmann Mette, Alfred II Hauptfeuerwehrmann Langer, Harald Oberfeuerwehrmann Valentin, Joachim Hauptfeuerwehrmann Lau, Bernhard Hauptfeuerwehrmann Reinicke, Horst Hauptfeuerwehrmann Apel, Arno Oberfeuerwehrmann Knop, Günter Oberfeuerwehrmann Knop, Erwin Oberfeuerwehrmann Zander, Eckhard Oberfeuerwehrmann Langer, Hans-Jürgen Oberfeuerwehrmann Mette, Manfred Oberfeuerwehrmann Conrad, Hermann Oberfeuerwehrmann Pervölz, Bruno Oberfeuerwehrmann Liepold, Harry Oberfeuerwehrmann Lobeth, Willi Oberfeuerwehrmann Schüler, Gerhard Oberfeuerwehrmann Felten, Fr. Wilhelm 1962 hatte die Wehr durchschnittlich eine Stärke von 22 Feuerwehrmännern. Es fanden 6 Schulungen statt. Sie hatte nur 2 Einsätze im Jahr. 1963 beantragte der Wehrleiter Rudolf Blümke seine Ablösung wegen beruflicher Überlastung. Als neuer Wehrleiter wurde der Löschmeister Alfred Ribbecke berufen. Die Gemeinde wurde aufgefordert ihre Alarmeinrichtungen zu verbessern und für eine ausreichende Beleuchtung des Feuerwehrdepots zu sorgen. 1966 leistete die FFW für die Gemeinde 250 Arbeitsstunden im Wert von 650 M. Die FFW hatte eine Stärke von 23 Mann, das Soll betrug 31 Feuerwehrmänner. 1968 erhielt die Feuerwehr vom Rat des Kreises einen neuen TSA-Anhänger. Er wurde im Feuerwehrhaus untergestellt. Für das Fahrzeug war der Gerätewart verantwortlich. Eigentümer wurde die Gemeinde Selchow. 1969 erhielt die FFW Selchow für ihre Arbeit eine Leistungsstufe III zuerkannt und eine Urkunde des Rates des Kreisen und der Nationalen Front für hervorragende Leistungen. Eine Belobigung für hervorragende Leistungen erhielt Kamerad Alfred Ribbecke. Von der Feuerwehr wurden 50 Stunden im Nationalen Aufbauwerk geleistet. Im Juli zerstörte ein Fahrzeug der Roten Armee einen Feuerlöschbrunnen in Selchow. Die Feuerwehr plante den Bau eines Gerätehauses. In den 70er Jahren wurde ein kleines Feuerwehrdepot in Eigenleistung gebaut. Ein Löschfahrzeug stand zur Verfügung. Eine Brandschutzbegehung auf 7 Höfen im Oktober 1970 ergab, dass alle Feuerlöscher ohne Plomben, die Beschilderung mangelhaft und alle E-Anlagen zu beanstanden waren. Des Weiteren wurden die schlechte Lagerung der Schmier- und Treibstoffe sowie die nicht ordentlich untergebrachte Technik beanstandet. Schornsteine in der Dorfstr. 6 mussten gesperrt werden. - 93 -

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