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Die Chronik von Selchow 1242–2012

Der Kindergarten in Selchow 1955 richtete das VEG Selchow im Gutshaus einen Erntekindergarten ein. Die Gemeinde eröffnete erst am 1.9.1981 einen ganzjährigen Kindergarten. Dafür wurde ein Anbau an der Schule errichtet. Dieser Raum diente auch als Versammlungsraum für die Gemeinde. Beim Bau halfen Eltern, LPG und VEG tatkräftig mit. Am 8.3 1983 wurde die Inbetriebnahme des Kindergarten durch die staatliche Bauaufsicht bestätigt. Der Kindergarten war eine Einrichtung des Rates des Kreises, Abteilung Volksbildung, die auch die Kosten trug. Der Kindergarten hatte einen Gruppenraum von 66 m², einen Spielplatz, war ausgestattet mit einer Eingang zum Kindergarten Selchow Zentralheizung und Sanitäranlagen. Die Kindergartenkinder wurden regelmäßig ärztlich untersucht. Die Kosten für die Eltern betrugen nur 55 Pfennige für Mittagessen je Kind und Tag. Alle anderen Kosten übernahm der Staat. Die Kinder wurden von liebevollen Kindergärtnerinnen betreut. Erste Leiterin war Frau Stier. Danach von August 1981 bis 31.8.1982 Fräulein Assmann, vom 1.9.1982 bis 331.7.1988 Karin Thom, vom 1.1.1982 bis 31.8.1997 Dorothea Hansche, vom 9.8.1982 bis 31.12.1997 Marianne Langer und vom 1.2.1990 bis 31.8.1997 Katrin Nowatzeck. Als Vertretung wurden Margit Müller und Veronika Protz eingesetzt. Das Mittagessen wurde in der Küche des Gutes ge- Die letzte Gruppe mit Frau Christen 1997 kocht. Frühstück und Vesper bekamen die Kinder in der Regel von zu Hause mit. Der Kindergarten hatte 18 Plätze, die aber nie richtig ausgelastet waren. 1992 wurden 19 Kindergartenkinder und 2 Hortkinder betreut. Die Finanzierung erfolgte noch durch das Land Brandenburg. Die Kosten für einen Kindergartenplatz waren abhängig vom Einkommen der Eltern. Die Kosten für die Tagesverpflegung betrug je Kind für Frühstück, Vesper je Tag und Kind 1,30 DM, für Zellstoff je Kind und Monat 0,50 DM und Mittagessen je Kind und Tag 1,50 DM + Zuschuss der Gemeinde. Der Kindergarten war von 6.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. 1,6 Kindergärtnerinnen waren mit der Betreuung 1988 wird Kindertag gefeiert beschäftigt, 2 vollbeschäftigte Betreuerinnen wären notwendig gewesen. Darüber hinaus arbeitete eine technische Kraft im Kindergarten. Der Kindergarten wurde 1997 wegen Kindermangels geschlossen. Das Gebäude wird seitdem als Begegnungsstätte für die Gemeinde genutzt. Höhepunkte des Kindergartenalltages waren die jährlichen Faschingsfeiern, die Feiern zum Kindertag, das Schultütenfest für die Gruppe, die ab 1.9. des jeweiligen Jahres zur Schule kam, die Weihnachtsfeiern und die Ausflüge. Die Fotos aus dem Fotoalbum des Kindergartens veranschaulichen den Kindergartenalltag.

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