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Die Chronik von Selchow 1242–2012

Ein Teilprojekt für das Kanalnetz und das erforderliche Abwasserpumpwerk wäre bereits erarbeitet. Die Gesamtmaßnahme des Gemeindeverbandes Schönefeld musste aber erst zum Abschluss gebracht werden, um mit der Realisierung zu beginnen. Im Mai 1989 fanden Kommunalwahlen statt. Die Unterlagen darüber sind nicht vollständig erhalten. Als Bürgermeister wurde Uwe Grünack gewählt. Am 11.7.1989 fand eine Gemeindevertretersitzung statt. Im Bericht hieß es, dass die Bauarbeiten am Bahnhof, der Bad-Anbau in der Dorfstr.6 und der Eigenheimbau von Familie Apel beendet seien. Die FFw. belegte beim Leistungsvergleich den 1. Platz. Im Kindergarten beginnt eine Absolventin zu arbeiten, die vom Personal des Kindergartens unterstützt werden soll. Diese Absolventin sollte die Wohnung Ollschewski erhalten, die aber noch nicht frei war. Der Anschluss an das Trinkwassernetz in der Mittenwalder Str. verzögerte sich weiter, da Material fehlte. Am 9.11.1989 fand eine weitere Einwohnerversammlung statt. Anwesend waren Bürgermeister Uwe Grünack, die Ratsmitglieder Alfred Mann und Sieglinde Zimmermann, die Abgeordneten G. Jahnke, G. Hiltner, H. Schulz, die ehemalige Bürgermeisterin I. Ritter und K. H. Lüpke. Auf dieser Einwohnerversammlung wurden alle Mängel diskutiert, die schon seit Jahren bestanden. So Das 2. Fest im Gutspark wurde 5.9.1987 gefeiert. zum Beispiel die stockende Erweiterung des Trinkwassernetzes, die mangelnde Entsorgung der Fäkalien und die notwendige Reduzierung des Fluglärmes durch eine Veränderung der Flugschneise. Die Einwohnerversammlung formulierte entsprechende Vorschläge und Forderungen um die Missstände zu beheben. So sollte zum Beispiel eine ambulante Fleisch- und Fischversorgung organisier, die Gehwege nach Beendigung der Bauarbeiten gepflastert und eine Jugendforum organisiert werden. Des Weiteren sollte kein Mineraldünger mehr auf dem Feld gelagert werden, da dadurch die Bäume zerstört würden. Die Subventionierung von Mieten musste zwischen volkseigenen und privaten Wohnungen geklärt werden. Auf allen Ebenen sollten freie Wahlen stattfinden. Für die kommunalpolitischen Aufgaben war ein konkreter Maßnahmenplan zu erarbeiten. Am 8.11.1989 wurde die Hauptversammlung der Interflug zu einer Aussprache wegen des Fluglärms zum Bürgermeister eingeladen. Im Dezember lag dem Rat der Gemeinde ein Antrag auf ein Gewerbe zur Abfuhr von Fäkalien vor. Da die Voraussetzungen vorhanden waren (Traktor und Fass) wurde diesem zugestimmt. Am 31.12.1989 hatte Selchow 165 männliche und 196 weibliche Einwohner. Von 1985 bis 1989 hatte sich die Bevölkerungszahl also um 25 Personen verringert. Zwischen 1985 und 1989 wurden 17 Kinder geboren, 27 Personen verstarben. Je 100 Einwohner hatte die Gemeinde Selchow 16,3 Kinder, 63,7 Bürger im arbeitsfähigem Alter und 22,4 Rentner. Konkret hieß das: 50 Kinder, 220 arbeitsfähige Bürger und 81 Rentner. Der Kindergarten hatte 18 Plätze, davon wurden im Durchschnitt des Jahres 8 Plätze in Anspruch genommen.

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