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Die Chronik von Selchow 1242–2012

organisierte eine Veranstaltung für die Gemeindevertreter mit ihren Ehepartnern. Frau Graps wurde für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die Gemeinde gewann im Wettbewerb 25.000 M. Am 11.12.1968 wurde auf der Tagung des Kooperationsrates eine gemeinsame Kulturarbeit beschlossen, z.B. gemeinsame Tanzveranstaltungen, Rentnerveranstaltungen, Kinderfeste, Verstärkung der Volkstanzgruppe Schönefeld und des gemischten Chores. Die Gemeindebibliothek hatte 70 ständige Leser. Die Bücher wurden regelmäßig durch die Kreisbibliothek ausgetauscht. 1969 richtete die Gemeinde einen neuen Bibliotheksraum ein. Am 25.3.1969 wurde zwischen dem Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb KW und der ZBO ein Nutzungsvertrag zur Ausbeutung einer Kiesgrube in der Gemarkung der Gemeinde Selchow, Holzung Hünengrab, abgeschlossen. Da die Gemeinde darüber nicht informiert war und Einspruch erhob, musste das Gelände wieder in den alten Zustand gebracht werden. Die Schwesternstation zog in das ehemalige Gemeindebüro. Die Räume wurden durch das Landambulatorium in Schönefeld angemietet. Zuständiger Arzt war Dr. Schmutzler, unterstützt durch die Gemeindeschwester Gisela.

Die Jahre 1970 – 1975 Das Jahr 1970 war bestimmt durch die Rechenschaftslegungen in Vorbereitung der Wahlen am 22.3.1970. Dazu wurden am 10.2. eine Wahlkommission und der Wahlvorstand gewählt. Am Wahltag hatte die Gemeinde Selchow 349 Wahlberechtigte, die alle ihre Stimme abgaben. Am 23.4.1970 wählte die neue Gemeindevertretung den Bürgermeister und die Mitglieder des Rates. Bürgermeister wurde Rudolf Schilke, sein Stellvertreter Kurt Dombrowski, Karl Schröder wurde zum Sekretär des Rates gewählt. Weitere Ratsmitglieder waren Karl Otter, Waltraud Bossling, Georg Jach und Vera Langer. Am 27.4. wählte die Gemeindevertretung die neue Schiedskommission, der Christel Domnik, Helene Vach, Lobeth und Günter Olschewski angehörten. Frau Grabs beendete ihre Arbeit als Haushaltssachbearbeiterin, Nachfolgerin wurde Ingrid Ritter. Zur Grabenschaukommission gehörten Karl Otter, Alfred Mette, Herbert Hansche, Willi Sauerwald, Otto Bossling, Walter Sauerwald und Otto Domke. 17 Bürger aus Selchow waren bereit, als Zähler bei der Personen-, Wohnungs- und Gebäudezählung mitzuarbeiten. 1971 beschloss die Hausgemeinschaft Dorfstr.16 in eigener Regie das Wohnumfeld zu verbessern. Und zwar durch das Ausheben des Abflussgrabens, das Pflanzen von Bäumen, Sträuchern und Blumen, die Einrichtung eines Sandkastens, die Vergrößerung des Wäscheplatzes, die Renovierung der Waschküche und aller Wohnungen. Gemeinsam sollte beim Umbau der Wohnung Rusch geholfen werden. Im gleichen Jahr beschlossen die Gemeindevertreter das Statut des Zweckverbandes der Gemeinden Waßmannsdorf, Selchow, Schönefeld und Großziethen. Aus dem Volksvertreterfond wurden Reparaturen an der Straßenbeleuchtung und die Fertigstellung des Feuerwehrhäuschens finanziert. Mitglieder der Gemeindewahlkommission zur Volkskammer- und Bezirkstagswahl waren Rudolf Schilke, Kurt Dombrowski, Vera Langer, Horst Labrenz, Karl Schröder, Hermann Schwadke und Waltraud Bossling. Waltraud Bossling und Horst Labrenz wurden zur Kreiswählerkonferenz delegiert. Zum Schutz der Bevölkerung bei Katastrophen wurde beschlossen, einen Schutzraum zu errichten. Kritisiert wurde u.a., dass die Zerstörung der Schaukästen und des Buswartehäuschens durch die Gemeindeverwaltung nicht verhindert wurde, dass durch die Ungleichheit des Unterrichtsschlusses die Schüler zu lange auf die Heimfahrt mit dem Schulbus warten mussten, die Verzögerungen beim Bau der Wasserund Entwässerungsleitungen, das Fehlen einer Gaststätte im Dorf, das Ausbleiben des Fischwagens sowie das Fehlen eines Veranstaltungsraumes. Insgesamt wurden in diesem Jahr 18 mündliche Eingaben gemacht, wovon 15 erledigt wurden. 1972 wurde das Haus Dorfstr. 18 komplett rekonstruiert und der Schulsportplatz erneuert. Die Volkssolidarität organisierte einen Ausflug mit 51 Rentnern nach Marienlust in Köpenick. Die Gemeinde gab 1972 für soziale Unterstützung 5.580,- M aus. Insgesamt standen der Gemeinde 50,2 TM zur Verfügung. 1973 wurde die KAP Diepensee gegründet. Leiter war Martin Becker, vorher Direktor des VEG Waßmannsdorf. Die LPG Selchow und LPG Waßmnnsdorf schlossen sich zusammen. Der Bodenreformacker von O. Stiebert wurde seiner Tochter Herta Bock, wohnhaft in Bohnsdorf, übertragen. Da die LPG das Land bewirtschaftete durfte es weder verkauft noch verpachtet werden. Ein geplanter Zusammenschluss der Gemeinden Selchow und Waßmannsdorf wurde von den Bürgern abgelehnt. Heinrich Otter und Friedrich Zach wurden auf der Festveranstaltung zum 7. Oktober für ihre Leistungen für - 56 -

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