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Die Chronik von Selchow 1242–2012

Begriffserklärung Ablösung von Lasten:

Ablösung von Abgaben der Bauern an den Schmied, den Gutsherren, die Kirche und die Schule Actuarius: Gerichtsschreiber Altsitzer: Bauer nach Übergabe des Anwesens an den Erben, Nutznießer des Altenteils Arrendator: Verwalter Bede: Bitte, Steuern, eine Steuer von denen, die königliches Gut als Lehen oder als Bauernhufe innehatten, ursprünglich Hilfe und Unterstützung des Geschützten für den Schutzherren, daraus wurde Zwang. Büttner: Dorfbewohner ohne eigenes Land, landloser Kleinbauer Fideikommis: Sondervermögen, das als unveräußerliches und unteilbares Erbgut einer feststehenden Erbfolge unterworfen ist, 1919 abgeschafft. Freihufe: von Abgaben freie Hufe Freigewillt: Frei von Abgaben Gerechtsame: Recht auf Nutzung von bestimmten Eigentum Grundherr: im Mittelalter eine Bezeichnung für den Besitzer von Grund und Boden, auch Fronherr und Feudalherr. Grundherrschaft: organisierte Form feudalen Grundbesitzes, bei dem die Feudalgüter nicht vom Grundherrn selbst bewirtschaftet wurden, sondern an ökonomisch und juristisch abhängige Bauern gegen Natural-, Geld- und Fronleistungen gegeben wurden. Hebung: Einnahme von Steuern Hufe(Hube–Hof): Einheitsmaß ab 13. Jahrhundert. Hüfner: Bauer Kossäth: Landarmer Bauer Markgraf, Markgrafentum: Das Markgrafentum war ein königliches Amtslehen, das dem Inhaber als Stellvertreter des Königs die Ausübung der Reichsgewalt in dem ihm zugeteilten Markgebiet zuwies. Mark: eingegrenztes Gebiet Lehen: Im Mittelalter vom Lehnherren übergebener Grundbesitz gegen Leistung (geliehener Grundbesitz) Rentamt: Behörde im späten Mittelalter Rendant: Kassenverwalter Schärfkorn: ist ein Deputat an Getreide, welches dem Schmied für das Schärfen der Ackergeräte vom Bauern geliefert wurde. Schoß: Grundsteuer, die von allen Grundstücken auch den kirchlichen gezahlt werden musste Separation: Neueinteilung des Ackerlandes, Flächen der Bauern, Domänen, und Gutsbesitzer wurden voneinander getrennt. Vorwerk: 1. Gut im Dorf 2. Ein zum Hauptgut gehörendes Gut Zins im Mittelalter: der Bauer hatte als Nutznießer des Ackers dem Obereigentümer Korn oder Geld zu zahlen. Zehnt: je Huf musste gezahlt werden, 5-6 Scheffel Roggen, 4 Scheffel Hafer 1 Scheffel Gerste. Begriffe, Abkürzungen nach 1945, DDR ABV Abschnittsbevollmächtigter AL Ackerland BHG Bäuerliche Handelsgenossenschaft BKV Betriebskollektivvertrag, ein Vertrag zwischen Gewerkschaft und Betriebsleitung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Werktätigen. BSG / WSZ Betriebssportgemeinschaft Waßmannsdorf Selchow Ziethen - 135 -

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