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Die Chronik von Selchow 1242–2012

1947 war für das Gut Selchow der Administrator Kupsch verantwortlich. Im Wirtschaftsjahr 1946/47 wurden angebaut und geerntet Fruchtart Fläche in ha Ertrag dt/ha Weizen 5,0 7,85 Roggen 50,0 19,39 Gerste 76,6 15,20 Hafer 22,0 21,39 Erbsen 6,5 10,20 Lupinen 15,0 4,97 Raps 24,0 2,72 Kartoffeln 67,0 83,49 Zuckerrüben 17,0 128,95 Futterrüben 5,0 319,82 1949 wurden 507,1 ha LN angegeben. Betriebsleiter war ab 28.2.1949 Koll. Mohnwitz. Sein Vorgänger war Günther Hauswald. Am 1.7.1950 wurde Koll. Preuss neuer Betriebsleiter. Eine Überprüfung des Gutes durch die Güterverwaltung ergab, dass die Betriebsleitung schlecht arbeitete, weder Tagebuch, Stallbuch, Handwerksbuch geführt noch Belege abgezeichnet wurden. Es erfolgte keine Abstimmung zwischen Geld u. Naturalien, es wurde kein Pferderegister geführt, die Mieten nicht festgesetzt und durch Unordnung der Kornkäfer eingeschleppt. 1951 erhielt das Gut von der Volkspolizei 2 Pferde für die Arbeit zugeteilt. Die volkseigenen Güter hatten wie die Bauern eine „Pflichtablieferung landwirtschaftlicher Produkte“ entsprechend ihrer Ackerfläche abzuliefern. Was darüber hinus produziert wurde, konnte als „Freie Spitzen“ zu höheren Aufkaufpreisen verkauft werden. 1951 wurde eine neue Schweinezuchtanlage erbaut. Betriebsleitung 1950 und 1951 Funktion Name Betriebsleiter Koll. Preuss Betriebsleiter Koll. Körner Inspektor Karl Krüger Oberbuchhalter Koll. Zeidler Rechnungsführer Koll. Selk Bilanzbuchhalter Karl Taenzer Bilanzbuchhalterin Gertrud Selk Lohnbuchhalterin Gisela Meier BGL-Vorsitzender Max Koniszczki

im Betrieb seit bis 01.07.1950 31.12.1951 01.12.1951 20.06.195 15.01.1950 01.01.1951 01.02.1950 31.12.1950 17.10.1950 28.01.1951 01.11.1950 01.05.1948 (davor Brunhilde Preuß und Frau Huss) 01.08.1950

Folgende Feldfrüchte wurden angebaut: Wintergerste 166,20 ha Sommergerste 74,34 ha Hackfrüchte 108,69 ha Feldfutter 40,82 ha Tobinambur 2,50 ha gesamt 392,55 ha 1952/1953 wechselten die Betriebsleiter sehr häufig. Sie verschwanden ohne Abmeldung nachts und nahmen wichtige Betriebsmittel z.B. Saatgut und Pferde mit. 1952 erhielt das VEG 30 TDM für den Bau von 2 Zweifamilienhäusern.

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