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GMH GRUPPE

Unsere

glück auf 4-2019

GMH Gruppe // Leitartikel

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Trotz aller Ärgernisse werden wir weiter intensiv mit der Politik reden, um uns Gehör zu verschaffen. Da hilft nur Beharrlichkeit und Überzeugungskraft. Ohne Betriebe wie unsere wird eine Klimawende in der Industrie mit Sicherheit nicht gelingen. Das müssen wir den Entscheidern in Ministerien und Parlamenten immer wieder klarmachen. Wirklich gefreut hat mich etwas ganz anderes in den letzten Wochen. 55 junge Kolleginnen und Kollegen aus unseren Unternehmen kamen Mitte November Wir gehen bislang auf zur Talentsicherem Kurs durch schmiede zusamdiese schwierigen Zeiten, men, um sich für anders als manche Miteinen intensiven bewerber. Tag mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Ich möchte allen Teilnehmern bei dieser Gelegenheit für die spannenden und anregenden Diskussionen danken. Das bringt uns wirklich weiter bei einem absolut zentralen Thema für die Zukunft der GMH Gruppe. Es gibt mir die Zuversicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind – der aktuellen Wirtschaftslage und Foto: GMH Gruppe manchen politischen Entscheidungen zum Trotz. Ich wünsche Ihnen und Ihren einbezogen, um ihre WettbeFamilien eine schöne und erholwerbsfähigkeit zu schützen und same Weihnachtszeit. Lassen Sie hohe bürokratische Lasten zu uns alle neue Kraft sammeln, vermeiden. Diese Zeiten sind nun bevor wir an die Herausforderunvorbei. Auch die bisher nicht gen des Jahres 2020 gehen. handelspflichtigen Unternehmen der GMH Gruppe werden durch diese mittelstandsfeindlichen Glück auf! nationalen Sonderregelungen in Deutschland belastet und müssen mit millionenschweren Zusatzkosten rechnen. Das ist kein gutes Signal in einer wirtschaftlich so angespannten Zeit.

Wir ziehen alle an einem Strang Frank Koch: „Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in der letzten Ausgabe habe ich geschrieben, wie wenig Freude es gegenwärtig macht, eine schlechte Wirtschaftsnachricht nach der anderen in den Medien zu lesen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Es sind keine klaren Zeichen für eine Besserung unseres wirtschaftlichen Umfeldes zu erkennen. Was ich aber deutlich wahrnehme, ist etwas anderes. Wir gehen bislang auf sicherem Kurs durch diese schwierigen Zeiten, anders als manche Mitbewerber. Die angekündigten industrieweiten Stellenabbauprogramme, von denen man immer wieder lesen muss, bereiten uns Sorgen.

Was unterscheidet uns von den anderen Unternehmen? Vor allem Sie und Ihr Einsatz. Arbeitnehmer und Geschäftsführungen handeln bei uns solidarisch und ziehen an einem Strang, um die GMH Gruppe auf Kurs zu halten. So etwas ist in schwierigen Zeiten wie heute keine Selbstverständlichkeit, und dafür möchte ich Ihnen allen danken! So wie es aktuell aussieht, wird das Jahr 2020 nicht einfacher für uns. Lassen Sie uns daher bitte in den nächsten Monaten mit der gleichen Entschlossenheit die Herausforderungen angehen. Sorgen bereiten uns leider auch manche politische Entscheidun-

Das Klimaschutzpaket Quelle: www.bundesregierung.de/CO2-Bepreisung Herzstück des Klimaschutzprogramms ist die neue CO2-Bepreisung für Verkehr und Wärme ab 2021. Der Preis pro Tonne CO2 ist fix und politisch festgelegt. Dabei werden Zertifikate an die Unternehmen, die Heiz- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, verkauft. Die Kosten für die Zertifikate trägt dann der Brenn- und Kraftstoffhandel: Wenn Unternehmen Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Kohle, Benzin oder Diesel verkaufen, benötigen sie für jede Tonne CO2, die die Stoffe im Verbrauch verursachen werden, ein Zertifikat als Verschmutzungsrecht. Der Festpreis startet mit 10 Euro pro Tonne und steigt bis zum Jahr 2025 auf einen Festpreis von 35 Euro pro Tonne CO2. Ab 2026 bildet sich der Preis am Markt, solange er sich zwischen einem festgelegten Mindest- und Höchstpreis bewegt. Die Gesamtmenge an Zertifikaten, die deutschlandweit ausgegeben wird, entspricht dann den Erfordernissen der deutschen und europäischen Klimaziele. Das Bundeskabinett hat am 23. Oktober den Gesetzentwurf für einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen beschlossen. Der Deutsche Bundestag hat am 15. November der Einführung der neuen CO2-Bepreisung zugestimmt.

gen. Bundestag und Bundesrat haben Ende November das Klimaschutzpaket verabschiedet. Damit entsteht ein nationales Bepreisungssystem für CO2, wie es in keinem anderen Mitgliedsland der Europäischen Union existiert. Ausländische Wettbewerber sind dadurch im Vorteil, egal wie gut oder schlecht ihre eigene CO2-Bilanz aussieht. Mit Bedacht wurden kleine und mittlere Unternehmen bisher nicht in den europäischen Emissionsrechtehandel

Mannstaedt // Nachruf

Dieter Wilden Ü

berraschend, für alle unfassbar, verstarb am 20. Oktober 2019 der langjährige Geschäftsführer der Mannstaedt GmbH, Dieter Wilden. Mit Übernahme der Geschäftsführung der Mannstaedt GmbH hatte sich Dieter Wilden das Ziel gesetzt, Mannstaedt zu einer langfristigen Erfolgsstory zu machen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Troisdorfer Unternehmens setzten damals große Hoffnungen in ihn und in die GMH Gruppe. Kam man doch aus schwierigen Zeiten in der britisch-niederländischen Unternehmensgruppe CORUS. Dieter Wilden erkannte gleich, dass es viel Potenzial gab. Einerseits die Spezialprofile, die durch ihre außergewöhnlichen Geometrien der USP des Unternehmens sind. Andererseits aber vor allem die überaus motivierte Beleg-

schaft, die in eine vielversprechende Zukunft blicken wollte. Als Geschäftsführer eine angesehene Persönlichkeit, war DIeter Wilden auch ein geradliniger und verantwortungsbewusster Vorgesetzter, der beliebt und geschätzt war. Quirin Großmann erinnert sich gern an seine Besuche in Troisdorf. „Dieter Wilden hat mir eindringlich vermittelt, was bei Mannstaedt von der gesamten Belegschaft geleistet wird. Er hat sich sehr engagiert und darum gekümmert, dass meine Geschwister und ich ein Gefühl und Wertschätzung für Mannstaedt entwickeln konnten. Wir werden ihn vermissen und nie vergessen“, so Quirin Großmann stellvertretend für die Gesellschafterfamilie. „Diese traurige Nachricht hat uns alle sehr betroffen gemacht. Wir verlieren mit Dieter Wilden

Dieter Wilden

einen hochgeschätzten Kollegen, der sich seit 1998 auf vielfältigen Stationen um die GMH Gruppe verdient gemacht hat. Die Mannstaedt GmbH hat er mit seiner

Foto: Carsten Seim

direkten und zupackenden Art deutlich geprägt, und so wird er mir auch in Erinnerung bleiben. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau, die viel zu früh von Dieter

Wilden Abschied nehmen muss“, sagt Frank Koch, CEO der Georgsmarienhütte Holding.

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glückauf 4-2019. Die Online-Ausgabe der Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.  

glückauf 4-2019. Die Online-Ausgabe der Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.