Page 1

glück­auf

Die Zei­tung für Mit­ar­bei­ter, Kun­den und Freun­de der GMH Gruppe

4/2016

Foto: Eike Runschke

Der erste Innovationstag brachte 150 kreative Köpfe aus den Unternehmen der GMH Gruppe zusammen.

Motivation und Faszination treiben Innovationen voran GMH Gruppe · Erster Innovationstag der GMH Gruppe war ein voller Erfolg.

W

er als Unternehmen im globalen Wett­

beides aussehen kann, haben ausgewählte Mit­

bewerb bestehen will, braucht innovative

arbeiterinnen und Mitarbeiter beim ersten In­

Produkte und Dienstleistungen. Wer innovative novationstag der GMH Gruppe erlebt. Sie ent­ Produkte und Dienstleistungen entwickeln will, wickelten dabei erste Ideen und lernten, ihre braucht kreative Köpfe. Und wer kreative Köpfe

Kreativität in konstruktive Bahnen zu lenken.

fördern will, braucht ein fruchtbares Arbeits­

Jetzt sollen sie ihr neues Wissen in ihre Unter­

umfeld und ideenfördernde Methoden. Wie

nehmen hineintragen.

R Ausführlicher Bericht auf Seite 8 und 9

Frank Koch, Mitglied der Holding-Geschäftsführung

Foto: vl

Verschlankung der Geschäftsführung Professor Dr. Michael Süß, Vorsitzen­

der der Geschäftsführung und Chief Execu­ tive Officer der GMH Holding, hat zum Jah­ resende sein Mandat niedergelegt und wird mit dem Jahre 2017 von Frank Koch (Chief Operating Officer des Bereichs Stahl und Mitglied der Geschäftsführung der GMH Holding) abgelöst. Ihm zur Seite stehen die langjährigen Mitglieder Thomas Löhr (Chief Financial Officer) und Harald Schartau (Ar­ beitsdirektor). Süß geht in den Aufsichtsrat der GMH Holding zurück. Wolfgang Schmidt wird die GMH Gruppe zum Jahresende ver­ lassen (zuletzt Chief Operating Officer der Division „Schmiedetechnik, Bahntechnik, Lenkungstechnik und Guss“).  R siehe Seite 3

„Nachwuchskräfte“.

Wie in jedem Jahr präsentiert glückauf den Nachwuchs einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GMH Gruppe, inklusive GMH-Strampler, der ihnen – wie man sieht – gut zu Gesicht steht.  R siehe Seite 25

Leichtbauideen. Wenn Stahl weiterhin im Automobilbau eine tragende Rolle spielen will, muss er leichter werden. Die „Initiative Massiver Leichtbau“ zeigte beim TechDay, was inzwischen alles möglich ist.  R siehe Seite 6

Foto: © panthermedia.net / Allan Swart

Industrie 4.0. Ein Werkzeugschrank mit

RFID -Chip-gelabelten Wendeschneidplatten ermöglicht den Schmiedewerken Gröditz, deren Verbrauch präziser zu erfassen und gezielter zu kontrollieren.  R siehe Seite 14


GMH GRUPPE   

STANDORTE DER GMH GRUPPE

EDITORIAL

Produktionsstandorte / Repräsentanzen

A U S D E M I N H A LT

GMHütte · Wenn Stahl weiter-

Hamburg

Indianapolis

Indianapolis

Russland

Foto: © panthermedia / spiral_media

Kocaeli

Russland Kocaeli

China

Japan ChinaJapan

hin wettbewerbsfähig bleiben will, muss er in der Anwendung leichter werden. Der TechDay bei Opel zeigte, was möglich ist.

POLEN

NIEDERLANDE

Osnabrück Georgsmarienhütte

auf Sei­te 6

Burg

Caçapava Sydney

Sydney

BELGIEN

Repräsentanzen (GMH Holding)

über eins sollte uns Weihnachten nicht hinwegtäuschen: Es herrscht kein Friede auf Erden. Die kaltblütige Machtpolitik einzelner Staaten führt immer wieder zu Krisen und Kriegen. Und auch in der Wirtschaft(spolitik) wird mit knallharten Bandagen gekämpft – ein globaler Kampf um globale Märkte, dem sich auch wir in der GMH Gruppe stellen müssen. Davor kann einem schon mal angst und bange werden. Zum Glück wissen wir aber auch: Wenn wir diese Aufgabe mit Sinn, Verstand und Engagement anpacken, dann schaffen wir das auch. Ihnen ein frohes Fest und glückliches 2017.

DEUTSCHLAND

Nürnberg

Bous Homburg

GMHütte · Wenn Azubis sich so richtig ins Zeug legen, dann haben sie gute Chancen zu erreichen, was jetzt Jan Kleine Brockmann von der GMHütte erreicht hat: Bundesjahresbester in seinem Ausbildungsberuf zu werden.

FRANKREICH

Wenn täglich etwa 300 Lkw das Werksgelände „bevölkern“, kann man schon mal leicht den Überblick verlieren. Ein Yard-Management-System schafft Abhilfe.

auf Sei­te 6

TSCHECHISCHE REPUBLIK

Böbingen/Rems Schwäbisch Gmünd

Kunst im Werk ·

Wenn Gäste das Büro von Felix Osterheider betreten, fällt ihr Blick unwillkürlich auf Arbeiten von Dieter van Slooten.

ÖSTERREICH

auf Sei­te 10

GMH Systems/GMHütte ·

Wenn man etwas für die Gesundheit und Sicherheit seiner Azubis tut, dann ist das schon mal den „Roten Apfel“ des GMH-GesundheitsAwards wert.

Brand-Erbisdorf

LUXEMBURG

Produktionsstandorte

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Schmiedewerke Gröditz ·

Judenburg

Bous · Wenn man den Kontinuierlichen

Verbesserungsprozess befördern bzw. beleben will, ist man gut beraten, sich Leitlinien zu geben – und möglichst in der gesamten Belegschaft zu kommunizieren. Das Stahlwerk Bous hat gezeigt, wie.

auf Sei­te 5

auf Sei­te 11

Krieglach

SCHWEIZ

auf Sei­te 4

Stand 04.2015

Repräsentanzen (GMH Holding)

Wildau

Gröditz

Troisdorf

Caçapava Produktionsstandorte

Zorge Ilsenburg Herzberg

Dortmund Bochum Essen Witten Schwerte Hagen Mülheim Gevelsberg

Mannstaedt · Wenn Profile aus der

Walzstraße kommen, geht es in die Richtmaschine. Damit sie auf die ideale Temperatur heruntergekühlt werden, hat Mannsteadt jetzt unter dem Kühlbett Ventilatoren eingebaut. Nebeneffekt: Die Profile werden gerader denn je. auf Sei­te 5

Ihr glückauf-Redaktionsteam

„Danke für Ihre Mitarbeit!“ Liebe Autorinnen und Autoren, liebe Fotografinnen und Fotografen der glückauf-Ausgaben 2016! Man kann es nicht oft genug betonen: Ohne Ihre Bereitschaft, neben Ihrer „eigentlichen Tätigkeit“ zusätzlich Beiträge für die glückauf beizusteuern, wäre glückauf nicht möglich. Und so kann man Ihnen nicht oft genug dafür danken. Denn Ihr Engagement für die glückauf kommt überdies Ihrem eigenen Unternehmen und vor allem auch der gesamten GMH Gruppe zugute. Ihr glückauf-Redaktionsteam 

Ferenc Albrecht | Victoria Apitz | Sebastian Arend | Siegfried Averhage | Dorina Becker | Linda Becker | Markus Beckmann | Matthias Behrends | Detlef Beier | Paul Beier | Thomas Bertram | Magnus Blömer | Christian Bloom | Udo Börger | Jörg Boßmeyer | Ralph Brausen | Arno de Buhr | Andrea Busch | Thomas Bußmann | Dominik Butter | Octavio Camerini | Dr. Jean-Frédéric Castagnet | Sabine Dannhauer | Dr. Lutz Dekker | Maren Dependahl | Henning Dickert | Marcel Domeier | Andreas Donat | David Ebener | Peter Engel | Brigitte Freitag | Monika Friebe | Christof Fries | Joachim Fröhlking | Klaus Füting | Laura Genne | Guido Glees | Annemike Gößmann | Dietmar Grasser | Walter Grimm | Christian Großmann | Anne-Marie Großmann | Johanna Großmann | Dr. Jürgen Großmann | Quirin Großmann | Heinz Gruber | Guntram Haase | Karin Hamann | Johannes Hanke | Armin Hans | Robert Harting | Inge Hegmann | Swaantje Hehmann | Julia Henkelmann | Ulrike Hitzigrat | Maik Hoeft | Traugott Hofer | Christel Horn | Pascal Hüpel | Elisabeth Husemann | Lothar Hüther | Romina Iannarino | Jens Indrachowicz | Lisa Josef | Franziska Kaden | Ronny Käppler | Franz Klingsbigl | Ina Klix | Kai Kmieciak | Frank Koch | Norbert Kölker | Daniel Kotte | Karin Kriebel | Bernd Krist | Julia Kröger | Sebastian Kröner | Ralf Kübeck | Erk Lehmler | Peter Leimbrink | Julia Levin | Uwe Lewandowski | Tobias Liedmann | Klaus Liewald | Angélique Löhr | Johanna Lügermann | Thorsten Mergelmeyer | Eckardt Mildner | Petra Mißbach | Dirk Möller | Michael Münch | Raphael Nossek | Ingo Offermanns | Dirk Opfer | Sandra Ostermann | Anna Padrós | Elvira Parton | Ute Pellenz | Diana Peter | Klaus Pfeiffer | Dr. Franz-Dieter Philipp |

Danke ! Vor der Nachtwächter-Führung: das Redaktionsteam der glückauf auf dem Marktplatz von Wernigerrode Foto: privat

Friedhelm Pohl | Oliver Pracht | Leon Radunovic | Dirk Raschke | Wolfgang Rente | Domenic Richman | Paul Ripke | Andreas Ritter | Bernd Romeikat | Timo Runde | Rolf Ruppenthal | Roland Sauer | Anna Schäflein | Harald Schartau | Dr. Eric Schillinger | Andrea Schlüter | Katharina Schlüter | Kirsten Schmidt | Christoph Schmitz | Thomas Schmücker | Henrik Schönstedt | Werner Schöttner | Ralf Schreiber | Finnegan Schröder | Wolfgang Schröder | Jörg Schulze | Martin Schütt | Jürgen Senf | Heike Siebert | Hendrik Siemionek | Stefan Söll | Dr. Bernd Sommer | Dennis Stanimirovic | Jessica Steidten | Andreas Steingan | Frank Steinmann | Michaela Stranimaier | Wolfgang Strasche | Andreas Studinski | Prof. Dr. Michael Süß | Silke Tegeder-Perwas | Simone Thiele | Dieter Tondar | Dr. Christian Trappmann | Jennifer Treib | Felix Treppschuh | Alexander Trost | Andreas Vogele | Thomas Voß | Andre Weber | Guido Wendtland | Kirsten Wengeler | Elias Westermeyer | Eckhard Wiebrock | Jeanine Winzer | Jürgen Wolf | Rainer Wolf | Detlef Wüstefeld | Dr. Beate-Maria Zimmermann | Lutz Zimmermann

glück auf · 4/2016 ............. 2


AUS

DER GESCHÄFTSFÜHRUNG  

Die neue Geschäftsführung GMH Gruppe · Zukünftig drei Geschäftsführer und fünf Geschäftsbereiche

D

ie Umstrukturierungen in der Unternehmensgruppe führen auch zu einer Verschlankung innerhalb der Holding-Geschäftsführung: In der neuen Gruppengeschäftsführung rücken die langjährigen Mitglieder Frank Koch als Vorsitzender und Chief Executive Officer (CEO ), Tho-

mas Löhr als Chief Financial Officer (CFO ) und Harald Schartau als Arbeitsdirektor (AD ) enger zusammen. Die technisch-operative Kompetenz wird in der Leitung der fünf Geschäftsbereiche Stahlerzeugung, Stahlverarbeitung, Lenkungstechnik und Schmiedetechnik sowie Guss

gebündelt und agiert als erweiterte Geschäftsleitung direkt an der Seite der Holding-Geschäftsführung. Die Stärken der Gruppe zu bündeln und die unternehmerischen Ideen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu zusammenzuführen, das ist Ziel des neuen Führungsmo-

dells. Die Unternehmensführung wird somit stark marktorientiert organisiert, das bisherige „Wir und Ihr“ zwischen Holding und Einzelgesellschaften wird aufgehoben. Dies wird eine effiziente Arbeitsweise und ein zielorientiertes Steuerungsmodell gewährleisten. Zum Jahresende verlässt Wolfgang Schmidt die Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH.

Die neue Geschäftsführung der GMH Holding (von links nach rechts): Harald Schartau, Thomas Löhr und Werksfoto Frank Koch.

2002 angetreten als Geschäftsführer der Harz Guss Zorge, verantwortete er ab 2009 als Chief Operating Officer das operative Geschäft der Division Schmiedetechnik, Bahntechnik, Lenkungstechnik und Guss. Wolfgang Schmidt wird sich anderen Aufgaben außerhalb der GMH Gruppe zuwenden. Dafür wünschen wir ihm alles Gute und viel Erfolg. ikw

Der Weg in die Zukunft Man kann nur Erfolg haben, wenn man mit der Belegschaft an einem Strang zieht. Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen der GMH Gruppe, Sie haben es unlängst der Ihnen übersandten Mitarbeiterinformation oder den Aushängen an Ihrem Unternehmensstandorten entnehmen können: In der Führung der GMH Gruppe wird es zu Veränderungen kommen. Zum Ende des Jahres habe ich mein Mandat als Vorsitzender der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding niedergelegt. Mit Beginn des neuen Jahres wird Frank Koch – Ihnen bisher bekannt als Chief Operating Officer für den Bereich Stahl und Mitglied der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Holding GmbH – auf meine Position folgen und den Aufgaben- und Verantwortungsbereich des CEO übernehmen. Damit enden zwei Jahre, in denen wir gemeinsam als fünfköpfiges Führungsteam und in enger Abstimmung mit den Mitbestimmungsgremien die Unternehmensstruktur neu aufgesetzt, zahlreiche zukunftsstärkende Projekte und Prozesse angestoßen, initiiert und durchgeführt haben. Dazu gehört auch, dass wir uns von der Philosophie der stringenten Dezentralität verabschiedet haben und verstärkt auf gemeinsames Handeln als Gruppe setzen. Mit der Schlagkraft einer wahrnehmbaren GMH Gruppe wird es uns in der globalen Welt besser gelingen, bestehende Märkte zu durchdringen, verloren gegangene Anteile zurückzugewinnen und in neue Geschäftsfelder einzusteigen. Alle Maßnahmen sind auf das Ziel gerichtet, die GMH Gruppe wieder fester in den jeweiligen Märkten zu verankern, mit innovativen Ideen die großen Themen und Megatrends der Zukunft mitzugestalten und daraus Wachstum und Beschäftigung abzuleiten. Dabei ist der innovative Gedanke integraler Bestandteil der operationalen Exzellenz. Der unternehmerische Fokus der GMH Gruppe liegt auf dem operativen Geschäft mit Stahl und Eisen und wird dort durch Verlängerung der Wertschöpfungsketten noch weiter ausgebaut.

Jedes Unternehmen der GMH Gruppe muss erfolgreich am Markt reüssieren und seine Investitionen aus dem Cash Flow finanzieren. Um diesen Prozess zu fördern, haben wir in den Geschäftsbereichen dort Unternehmen zusammengeführt, wo es vom Wertstrom her sinnvoll ist und die gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Gruppeninterne Quersubventionierungen wird es nicht geben, gehen sie doch letztlich zu Lasten aller Unternehmen in der Gruppe und mindern somit unsere Investitions- und Wachstumspotenziale. Die strategische Portfolioausrichtung führt zu erheblichen Kosteneinsparungen, die für Investitionen in Zukunftsprojekten genutzt werden. Sie wirkt auch bis in die Holding. Einige Funktionen, die bisher dort geführt wurden, werden zukünftig aus den Geschäftsbereichen wahrgenommen. Die Geschäftsführung der Holding verkleinert sich als Folge der strategischen Ausrichtung ebenfalls und besteht ab Januar nur noch aus drei Mitgliedern, nämlich Frank Koch als CEO , Thomas Löhr als Verantwortlicher für den Bereich Finanzen und Controlling und Harald Schartau als Arbeitsdirektor und Personalchef. Wir haben uns von zwei Unternehmen – dem RGM Gebäudemanagement und der Bahntechnikgruppe – nach dem Best-Owner-Prinzip getrennt. Der Verkauf der RGM ist bereits abgewickelt, für die Bahntechnikgruppe erwarten wir zeitnah das Closing. Der Geschäftsbereich Guss nimmt zurzeit noch eine Sonderstellung ein. Er wird als eine 100-prozentige Beteiligung der Georgsmarienhütte Holding geführt und durchläuft seit mehreren Monaten eine Sondermaßnahme mit dem Ziel, die Gussgruppe noch enger auf die Anforderungen unserer Kunden hin auszurichten.

glück auf · 4/2016 ............. 3

Alle getroffenen Maßnahmen und Entscheidungen spiegeln sich im Programm „Zukunft GMH Gruppe – Gemeinsam mehr erreichen!“ wider, das Ihnen allen als Informationsbroschüre zusammen mit dieser glückauf-Ausgabe zugegangen ist. Der Weg in die Zukunft ist aufgezeigt. Mit Frank Koch übernimmt ein bestens geeigneter und erfahrener Mann nun das Ruder der GMH Gruppe. Für die vor ihm liegenden Aufgaben wünsche ich ihm viel Erfolg und immer das notwendige Quäntchen Glück, das auch der Tüchtigste braucht. Aus der Position des ordentlichen Aufsichtsratsmitgliedes werde ich die GMH Werksfoto Gruppe weiter begleiten und ihr mit Rat zur Seite stehen, wenn dies gewünscht ist. So bleibt mir an dieser Stelle nur noch ein Wort des Dankes: Ich bin in meiner zweijährigen Tätigkeit als CEO der GMH Gruppe mit zahlreichen hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Kontakt gekommen, ohne deren Engagement ein Projekt wie „Zukunft GMH Gruppe“ niemals umzusetzen gewesen wäre. Gute Ideen und Entscheidungen des Managements können nur dann Erfolg haben, wenn sie auf fruchtbaren Boden fallen und man gemeinsam mit der Belegschaft an einem Strang ziehen kann. Ich danke Ihnen allen für diese Zusammenarbeit und wünsche Ihnen persönlich und uns allen als GMH Gruppe für die Zukunft den verdienten Erfolg. Glück auf und ein bayerisches Vergelt‘s Gott


GMH

GRUPPE  

 HIER SPRICHT DIE GESELLSCHAFTERFAMILIE  

2016 neigt sich dem Ende zu! Politisch und wirtschaftlich ein weiteres turbulentes Jahr – von dem unerwarteten Votum der Bevölkerung Großbritanniens zu dem Austritt aus der EU über die Wahl von Donald Trump als nächstem Präsidenten der Vereinigten Staaten bis hin zu der Erholung auf dem Ölmarkt. Ihnen als Mitarbeitern und uns als Gesellschaftern liegen naturgemäß besonders die Entwicklungen in der GMH Gruppe am Herzen, die nicht weniger durch Veränderung geprägt wurden. Dabei danken wir Ihnen für Ihre harte Arbeit und Ihren Einsatz, der die GMH Gruppe 2016 trotz Gegenwind durch Erlösdruck und einige Konjunktureinbrüche in manchen Märkten auf einen positiven Weg gebracht hat. Unabhängig davon, über welche Ereignisse der vergangenen Monate wir nachdenken, ist doch eine Beobachtung überall präsent: Die Geschwindigkeit von Veränderungen nimmt zu, und nicht immer laufen diese Veränderungen in die erwartete Richtung. Drei besondere Themen sehen wir als bestimmende Weichensteller, die den Weg in die Zukunft der GMH Gruppe weisen und unser Geschäftsmodell nachhaltig stärken sollen. Wir können bei den Themen Innovationen und Investitionen wichtige Zeichen für unsere Zukunft setzen. Aber auch die Umgestaltungen im Portfolio unserer Unternehmensgruppe zeigen, dass wir an ein nachhaltiges und stimmiges Geschäftsmodell für die GMH Gruppe glauben – das aufgrund von Veränderungen in unserer Umgebung von Zeit zu Zeit hinterfragt werden muss. Dass die GMH Gruppe stark für die Zukunft aufgestellt ist, hat unser diesjähriger Innovationstag gezeigt. Hier wurden angeregte Diskussionen zu den „Megatrends“ Mobilität, Neo-Ökologie und Wissenskultur geführt. Es wurde aber auch gezeigt, welchen positiven Nährboden die GMH Gruppe für Forschung und Entwicklung bietet. Dies beweisen Innovationen wie die Lenkstange mit variabler Verzahnung aus der MVO , die nicht nur durch den Einsatz im e-Mobil Tesla überzeugt, oder zahlreiche metallurgische Neuerungen. Die diesjährigen Investitionen untermauern unseren Optimismus für die Zukunft. Besonders die Erneuerung der Stranggießanlage in der Georgsmarienhütte verdeutlicht unser Vertrauen in den Standort als Marktführer der Stahlproduktion. Weitere Veränderungen gab es in diesem Jahr im Aufbau der GMH Gruppe. Wir trennen uns in diesem Jahr von zwei großen Unternehmen der Gruppe. Unserer Einschätzung nach werden diese Unternehmen mit ihren jeweiligen neuen Besitzern in einer besseren Position sein, am Markt zu überzeugen. In der verschlankten Gruppenstruktur sehen wir nun eine solide Basis für Wachstum in unseren Kernmärkten rund um Stahl und Stahlverarbeitung. Der Gussbereich litt besonders unter Konjunktureinbrüchen. Hier werden auch in den kommenden

Leitlinien zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess  Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist eine Grundlage zur Steigerung der Motivation, der Eigeninitiative und des Verantwortungsbewusstseins aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 Er hat zum Ziel, in allen Arbeits- und Tätigkeitsbereichen durch

Minimierung von Verschwendung und durch Steigerung der Qualität unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten und unsere Arbeitsplätze im Stahlwerk Bous zu sichern.

 Darüber hinaus verfolgen wir damit das Ziel, die Arbeitsbedingungen und die Ressourceneffizienz zu verbessern, Arbeitsabläufe zu optimieren und die Arbeitssicherheit zu erhöhen.

 Unsere Ziele zur Verbesserung sollen ambitioniert, jedoch erreichbar sein.  Wir, von der Geschäftsführung bis zu den Auszubildenden, sind gemeinsam aufgefordert, zur Teilnahme und zur aktiven Gestaltung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses beizutragen. Diesen verstehen wir als Führungsaufgabe.

 Wir arbeiten dafür in Teams und nutzen die Erfahrungen und das Wissen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 Wir verstehen Fehler als Chancen zur Verbesserung. Dafür schaffen wir ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit. Dies gilt über alle Hierarchieebenen hinweg und unter allen Kolleginnen und Kollegen.

 Als Diskussionsgrundlage dienen uns Zahlen, Daten und Fakten. Mutmaßungen und Anschuldigungen geben wir keinen Raum.

Wir fühlen uns den Leitlinien verpflichtet und setzen sie um. Bous, den 11. Juli 2016

F.-J. Schu Geschäftsführung

H.-W. Glauben Betriebsrat

Dr. L. Dekker KVP Beauftragter

Werksfotos

Jahren besondere und gemeinsame Anstrengungen nötig sein, die Ertragslage zu verbessern und damit die Existenzberechtigung nachzuweisen. Zu guter Letzt werden Sie sich in diesen Tagen sicherlich auch Gedanken über die Veränderung in der Führung der Gruppe machen. Nachdem Prof. Michael Süß zwei Jahre lang erfolgreich die Restrukturierung der GMH Gruppe vorangetrieben hat, wird er die operative Unternehmensführung an Frank Koch übergeben und in den Aufsichtsrat zurückkehren. Wir sind Michael Süß für seinen Einsatz für die Gruppe dankbar und freuen uns gleichzeitig, mit Frank Koch eine kompetente und der Gruppe seit vielen Jahren verbundene Persönlichkeit als CEO zu begrüßen. Des Weiteren wird Wolfgang Schmidt zum Jahresende aus der Geschäftsführung austreten. Wir sind ihm für seinen langjährigen Einsatz für die Gruppe sehr dankbar. Das Jahr 2016 hat wieder gezeigt, dass nichts so beständig ist wie der Wandel. Erfolge müssen stetig neu errungen werden. Wer sich auf alten Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle. Wir hoffen, dass auch Sie die Veränderungen, die 2017 auf uns zukommen, aktiv gestalten und positiv begleiten.

KVP-Leitlinien

Unter der Überschrift „Im Team auf zu neuen Lösungen“ hatten wir in der letzten glückauf (Ausgabe 3/2016) über das Stahlwerk Bous berichtet. Geschäftsführung, Betriebsrat und KVP -Beauftragte hatten dort Leitlinien zum Kontinuierlichen Verbesserungsprozess ausgearbeitet und auf einer außerordentlich gut besuchten Betriebsversammlung der Belegschaft präsentiert. In diesen Leitlinien (siehe links) wird unter anderem jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich persönlich einzubringen, Ideen beizusteuern, in Teams zu arbeiten und eine produktive Fehlerkultur zu leben, die sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belebend und gewinnbringend sein soll. Denn nur mit engagierten und motivierten Kolleginnen und Kollegen in allen Fachund Führungsebenen – davon ist auch die Geschäftsführung des Stahlwerkes Bous überzeugt – lässt sich Stahl mit höchsten Qualitätsansprüchen produzieren. Der glückauf-Artikel löste nicht nur bei KVP-Experten Neugierde aus. Wegen des großen Interesses drucken wir hier die KVP -Leitlinien komplett ab. pkm 

glück auf · 4/2016 ............. 4

Die Gesellschafter wünschen Ihnen erholsame Feiertage und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Ihre

GMHÜTTE

Foto: vl

Terre des hommes.

Spenden in Höhe von 20.000 Euro hat die Belegschaft der GMHütte für das Kinderhilfswerk terre des hommes gesammelt. Ein entsprechender Scheck wurde bei der Betriebsversammlung vom Betriebsratsvorsitzenden Ludwig Sandkämper an Angela Böddeker, Referentin für Unternehmens-Fundraising bei terre des hommes, übergeben (siehe Foto). Um diese Summe anzusparen, hatten die Beschäftigten der GMHütte Monat für Monat auf 49 Cent ihres Gehalts verzichtet. Jörg Angerstein, Vorstandssprecher von terre des hommes, weiß diese Spende sehr zu würdigen: „Wir sind sehr beeindruckt von diesem Engagement der Beschäftigten der Georgsmarienhütte, die gezeigt haben, dass auch mit dem monatlichen Spenden von Cent-Beträgen großartige Summen für Kinder in Not mobilisiert werden können. Kurz vor dem Start unseres Jubiläumsjahres sind wir für diese Art finanziellen Rückenwindes gerade durch so viele Menschen hier aus unserer Region besonders dankbar.“ mw 


GMH

GRUPPE  

Wissen, was auf dem Werksgelände abgeht GMH Systems / GMHütte · Wenn die Lieferanten- und Versandströme im Werk zunehmen, wird es schnell unübersichtlich. Yard-Management-Systeme ermöglichen es, Versandprozesse integrativ und kontrolliert abzuwickeln.

den Lkw-Versand zu einem Kun­ den: Die von uns beauftragte Spedition bekommt über unsere Web-Plattform einen Transport­ auftrag und nach Bestätigung den entsprechenden Yard-Beleg. Damit kann sich der Lkw eigenständig am SB-Terminal … Will sagen: Selbstbedienungs-Terminal … Mergelmeyer: Genau … an der Werkseinfahrt der GMH ütte regis­ trieren und automatisch verwie­

Seit einem Jahr wird die Versandund Hoflogistik der GMH ütte mit einem Yard-Management-System (YMS ) gesteuert. Zeit, eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Was es mit dem YMS auf sich hat, wie es funktioniert und ob es sich bewährt hat, beschreiben Christoph Schmitz (Berater GMH Systems) und Thorsten Mergelmeyer (Versandleiter Georgsmarienhütte) im glückauf-Interview:

Wie wurden denn alle diese Versandprozesse bis zur Einführung des YMS abgewickelt und gesteuert? Mergelmeyer: Fast komplett ma­ nuell und ohne Systemunterstüt­ zung. Welche Ziele haben Sie mit der Einführung des YMS verfolgt? Mergelmeyer: Wir wollten unse­ ren Versand optimaler planen und steuern, um die Durchlauf- und Standzeiten der Fahrzeuge auf dem Werksgelände zu minimie­ ren. Gleichzeitig wollten wir die Versandabläufe vereinfachen und harmonisieren. Ferner sollten zeit­ gemäße Anforderungen an Doku­

Thorsten Mergelmeyer und Christoph Schmitz mit dem Yard-Management-Team

mentation, Berichtwesen sowie Ar­ chivierung erfüllt werden. Wer war an der Entwicklung und Implementierung des YMS beteiligt? Christoph Schmitz: Wir von der GMH Systems hatten die General­ unternehmerschaft. Unterstützt wurden wir von der Leogistics GmbH, einem SAP -Lösungsanbie­ ter für Logistikprozesse. Mergelmeyer: Vonseiten der Hütte waren die DVK , der Verladebetrieb, die Werkssicherheit, die Neubau-/ Planungsabteilung der GSG , GET und der Versand in das Projekt ein­ gebunden. Was war denn an IT-Technik erforderlich, um das YMS einzuführen? Schmitz: Zentrales Element war das SAP -Add-On Leogistics Yard Suite. Es musste – das war Grund­

voraussetzung – in die SAP-ERP Landschaft der GMHütte integriert werden. Auf den Terminals läuft eine Net-Anwendung, die die Da­ ten der Waage über einen OPC -Ser­ ver entgegennimmt. Diese werden mit denen am Terminal eingegebe­ nen Daten ergänzt und dann per Schnittstelle an das SAP übertra­ gen. Und wie läuft heute der Versandprozess ab? Mergelmeyer: Planung und Durch­ führung liegen in den Händen der Versandmitarbeiter mit der Unter­ stützung der am Prozess beteiligten Bereiche. Können Sie mal ein Beispiel dafür nennen, wie solch ein Vorgang funktioniert? Mergelmeyer: Nehmen wir mal

Foto: vl

gen. Nach der Verwiegung fährt der Lkw-Fahrer direkt zur geplan­ ten Ladestelle in den Betrieben. Als Orientierungshilfe haben wir eine neue Beschilderung zu den einzel­ nen Ladestellen aufgestellt. Nach der Verladung und Durchführung der Ladungssicherung erhalten die Fahrer die Lieferdokumente an den SB-Terminals im Versand. Zum Ab­ schluss fährt der Lkw auf die Aus­ gangswaage an Tor IV, wird auto­ matisch verwogen und verlässt das Werk. Und was trägt jetzt das YMS zu all diesen Vorgängen bei? Schmitz: Einen detaillierten und aktuellen Überblick über den Sta­ tus der auf dem Werk befindlichen Lkw beziehungsweise Waggons. Die eingeführten Zeitfenster er­ möglichen nun eine gleichmäßige,

Engpass einfach weggeblasen Mannstaedt · Eine Produktionskette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Also tut man gut daran, das schwächste Glied zu verstärken. Doch danach tut sich oft bereits die nächste Schwachstelle auf …

V

erkettete Anlagen bergen ei­ ne große Gefahr: Oft wird eine der Einzelanlagen zum Engpass. Bei Mannstaedt war dies bei den großen Profilen traditionell der ei­ gentliche Walzprozess. Alle nach­ geschalteten Arbeitsgänge hinge­ gen wie Abkühlen, Richten und Verpacken konnten den Takt der Walzstraße gut mithalten. Dieser Zustand hat sich aller­ dings unmittelbar verändert, nach­ dem man die Leistung der Walz­ straße durch mehrere KVP -Projekte und gezielte Investitionen deutlich gesteigert hatte. Jetzt kam es immer häufiger zu Stillständen, weil das Walzgut vor der Richtmaschine nicht auf die er­ forderliche Temperatur abgekühlt war, um es optimal weiterzuverar­

Mit welchem Ergebnis? Schmitz: Mit dem YMS hat die GM­ Hütte den kompletten Überblick darüber, was an Bewegung auf dem Werksgelände vor sich geht – von der Einfahrt bis zur Ausfahrt der Lkw beziehungsweise der Waggons. Der Versandprozess beginnt dabei mit der Laderaumbeschaffung und Disposition des Fertigmaterials auf die entsprechenden Verkehrsträger – also auf Bahn, Lkw oder Seeschiff. Zahlt sich das System auch anderweitig aus? Mergelmeyer: Ja, definitiv. Wir konnten mit dem YMS unter an­ derem den Trailertausch und die damit verbundenen Kosten einspa­ ren. Schmitz: Erwähnenswert ist auch, welche Kontroll-, Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten das YMS bietet, die im SAP-BW mit dem System implementiert worden sind. Für den operativen Betrieb sind es beispielsweise Hoflisten, Zeitfenster-Übersichten oder auch Beladeübersichten, für strategische Auswertungen beispielsweise Bela­ dezeiten oder auch die Auslastung von Verladungen.

INTERVIEW

glückauf: Weshalb war ein Yard-Management überhaupt notwendig, Herr Mergelmeyer? Thorsten Mergelmeyer: Dazu muss man zunächst einmal einen Blick auf die internen Verkehrsströme bei uns auf der Hütte werfen: Wir haben ein Aufkommen von etwa 300 Lkw täglich. Darunter sind etwa 100 Versand-Lkw – der Rest Anlieferverkehre, beispielsweise Le­ gierungen für das Stahlwerk. Wei­ terhin werden unsere Produkte per Güterbahn beziehungsweise See­ schiff zum Kunden gebracht. Diese Prozesse galt es, systemtechnisch abzubilden.

kontinuierliche Verteilung der Lkw und Waggons.

Haben Sie sie schon entdeckt? Projektleiter Klaus Hipke zeigt auf die Ventilatoren, die Foto: Bernd Krist für eine bessere Abkühlung der Walzstäbe sorgen.

glück auf · 4/2016 ............. 5

beiten. Die Frage war deshalb für Mannstaedt: Wie können wir kurz­ fristig die Abkühlleistung des Kühl­ bettes ohne große bauliche Verän­ derungen erhöhen? Die Lösung lag darin, unterhalb des Kühlbettes zusätzliche Ventila­ toren zu installieren. Das Walzgut wird dadurch mit einem beson­ deren Luftstrom beaufschlagt: der sogenannten erzwungenen Kon­ vektion. Dadurch wurde möglich, was mit der einfachen natürlichen Konvektion bislang nicht möglich war: Jetzt benötigt das Kühlbett zum Abkühlen auf maximal 50 °C deutlich weniger Zeit. Die Ventilatoren wurden wäh­ rend des Sommerstillstandes in­ stalliert und laufen seitdem rei­ bungslos. In weiteren Projekten

Läuft das YMS schon rund? Mergelmeyer: Das System läuft be­ reits seit der Inbetriebnahme sehr stabil. Natürlich gibt’s immer was zu verbessern. Mit unserem Pro­ jektteam werden entsprechende Optimierungen fortlaufend im Sys­ tem umgesetzt. Vielen Dank für das Gespräch. 

Hätten Sie’s gewusst? Yard Management

Yard-Management-Systeme (YMS) registrieren in der Regel Ein- und Ausfahrten inkl. Ladung automatisch und genau. Auf dieser Grundlage schafft man einen Überblick über die Warenbestände, die sich aktuell auf dem Hof befinden bzw. noch nicht im Wareneingang oder im Lager registriert sind. Zudem kann man die Be- und Entladung optimal koordinieren (Zeiten, Orte), um so auch Wartezeiten an den Rampen und Toren zu reduzieren.

wird Mannstaedt nun Temperatur­ messstellen und Sensoren auf dem Kühlbett installieren, um die Ven­ tilatoren möglichst energieeffizient einzusetzen. Dank der Ventilatoren bzw. Ab­ kühlung ergibt sich übrigens ein zusätzlicher qualitativer Produkt­ vorteil, der den Kundenwünschen sehr entgegenkommt. Zum Verständnis muss man wissen: Asymmetrische Profile, die nicht bei Raumtemperatur ge­ richtet werden, verziehen sich bei der vollständigen Abkühlung noch ganz leicht – eine Auswir­ kung, die den immer weiter stei­ genden Geradheitsansprüchen der Mannstaedt-Kunden aus der Gabel­ staplerindustrie natürlich zuwider­ läuft. Anders liegt der Fall bei den heute deutlich unterhalb von 50 °C abgekühlten Werkstücken. Denn Messungen mit den laserbasier­ ten Geradheitsprüfanlagen von Mannstaedt haben eindeutig be­ wiesen: Die Geradheit hat sich im Querschnitt aller Profile deutlich verbessert. Dr. Franz-Dieter Philipp 


GMH

GRUPPE  

Werkstoff Stahl hat fürs Auto kräftig abgespeckt GMHütte · Automobilbauer sind ständig auf der Suche nach leichteren Materialien. Kann Stahl da noch mithalten? Stahl kann! Welche Leichtbauideen umgesetzt werden könnten, zeigte der TechDay bei Opel.

T

echDay Mitte November bei Opel auf dem Firmengelände in Rüsselsheim: Unter dem Titel „Initiative Massiver Leichtbau“ in­ formierten 15 Projektpartner – da­ runter auch die GMH ütte – über Neuentwicklungen im Stahlleicht­ bau. Sie präsentierten ihre Ide­ en auf eigenen Ständen im Foyer des Auditoriums. Hinzu kamen Hands-on-Diskussionen, interakti­ ve Info-Angebote und 10-minütige Impulsvorträge zu Motor, Getrie­ be, Antriebsstrang und Fahrwerk. So präsentierten Oliver Rösch und Henning Dickert (beide GMH ütte) in ihrem Vortrag „Stähle für effizi­ ente Prozesse und Leichtbau“ die Potenziale neuer Entwicklungen. Die Tagung war mit mehr als 70 Interessenten sehr gut besucht. Neben Entwicklern, Konstrukteu­ ren und Einkäufern traf man auch Mitglieder der Direktorenebene oder Vertreter aus anderen Berei­ chen. Zu beobachten war ein reger Austausch zwischen Opel-Experten und Ausstellern. „Die Inhouse-Veranstaltung bot eine gute Plattform, den direkten Kontakt zu den Entscheidern bei Opel aufzunehmen und ihnen die enormen Potenziale des massiven Leichtbaus aufzuzeigen“ so Tobias

Hain, Geschäftsführer Industriever­ band Massivumformung e. V. Hin­ tergrund der Veranstaltung: Seit 2013 haben sich 35 Stahlhersteller und Umformunternehmen sowie

ein Ingenieurdienstleister zusam­ mengeschlossen, um gemeinsam an dem Megatrend „Automobiler Leichtbau“ zu arbeiten. Projektna­ me: Initiative Massiver Leichtbau.

Foto: Henning Dickert

Oliver Rösch (links) im Gespräch mit anderen Fachleuten

Aufklärungsarbeit mit „Rotem Apfel“ belohnt Schmiedewerke Gröditz · Davon profitieren sie ihr ganzes Berufsleben lang: Azubis lernen, auf ihre Sicherheit zu achten und ihre Gesundheit zu schützen. Gesundheitsprogramm erhält den GesundheitsAward 2015 der GMH Gruppe.

D

ie Erfahrung von Generatio­ nen von Ausbildern zeigt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dies gilt auch in Be­ zug auf viele Marotten, die man

Zunächst wurde jeder Azubi zum Ersthelfer ausgebildet. Danach wurden Haut- und Augenschutz, gesunde Ernährung und Suchtge­ fahren thematisiert. Am Ende ihrer Ausbildung star­ teten die Azubis jetzt nicht nur als Fachmänner und -frauen in den Berufsalltag. Sie sind auch erfolg­ reiche Absolventen des inzwischen „GMH -zertifizierten“ Gesundheits­ programms. So viel Engagement imponierte auch dem Steuerkreis Gesundheits­ management in der GMH Gruppe. Er zeichnete deshalb die Bemühun­ gen der Schmiedewerke mit dem „Roten Apfel“ des Gesundheits­ Awards 2015 aus. Henrik Schönstedt 

„Roter Apfel“ und „Grüne Birne“

Titelträger bislang

Der ROTE APFEL wird für die effektivste Gesundheitsmaßnahme des Jahres verliehen. Die GRÜNE BIRNE gilt als Sonderpreis für Maßnahmen, die anderweitig positiv herausstechen. Vergeben werden die beiden Auszeichnungen vom Steuerkreis Gesundheits­ management auf Gesamtprojektebene der GMH Gruppe. Entworfen und gegossen haben die beiden „Trophäen“ die Auszubildenden der Friedrich Wilhelms-Hütte Eisenguss. Und da die Gewinner ihren Preis – sprich: Apfel bzw. Birne – behalten dürfen, werden die Azubis jedes Jahr mit dem Gießen betraut.

sich beim Arbeiten bzw. am Arbeits­ platz oder auch bereits während der Ausbildung angewöhnt. Auch sie sind schwer wieder abzulegen

In Phase I (2013 – 2014) wurde ein Mittelklasse-Pkw untersucht, um Leichtbaupotenziale massiv­ umgeformter Komponenten zu eruieren. Ermittelt hat man ein

Einsparpotenzial von 42 kg in An­ triebsstrang und Fahrwerk. In Pha­ se II (2015–2016) befasste man sich mit einem leichten Nutzfahrzeug bis 3,5 t. Dabei hat man in An­ triebsstrang und Fahrwerk Leicht­ baupotenziale von 99 kg identifi­ ziert. Beide Ergebnisse gestatten nicht nur weniger Gewicht, weniger Energieverbrauch und weniger C02-Ausstoß. Sie zeigen auch, dass Stahl gegenüber konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstof­ fen punkten kann. Der TechDay bei Opel überzeug­ te auf ganzer Linie. Jetzt will man das Konzept der Tagung für weite­ re Veranstaltungsorte und Kunden übernehmen. pkm 

Der „Rote Apfel“ steht für den GesundheitsAward der GMH Gruppe Foto: vl und wurde für 2015 an die Schmiedewerke Gröditz vergeben.

– selbst wenn sie der eigenen Gesundheit schaden oder die ei­ gene Arbeitssicherheit gefährden. Diese Erkenntnis hatte auch den Mitgliedern des Ar­ beitsschutz- und Umweltausschus­ ses der Schmiedewerke Gröditz zu denken gegeben. Ihre Antwort dar­

auf war ein Programm zur Gesund­ heit und Arbeitssicherheit für ihre Auszubildenden. Kernanliegen des Programms: die Azubis in ihrer Lebenswirklich­ keit abholen, sie auf Augenhöhe ansprechen und ihr Gesundheits­ bewusstsein schärfen – sowohl im betrieblichen als auch im privaten Umfeld. Der richtige Mix macht’s!

glück auf · 4/2016 ............. 6

2012 Roter Apfel: Prävention bei psychischen Belastungen GB Rohstoff Recycling Grüne Birne: Gesundheits- und Familientag Harz Guss Zorge 2013 Roter Apfel: Belastungswechsel FWH Eisenguss Grüne Birne: nicht vergeben 2014 Roter Apfel: Plan Gesundheit Mannstaedt Grüne Birne: Geissler radelt Heinrich Geissler 2015 Roter Apfel: Azubi-Gesundheits­ programm der Schmiedewerke Gröditz Grüne Birne: nicht vergeben

KURZNEWS

45-Grad-Wäsche

Eine effiziente Qualitätsprüfung erfordert Gussstücke mit möglichst sauberer Oberfläche. Pleissner Guss hat dieses Problem jetzt grundsätzlich gelöst: mit einer speziellen „Waschmaschine“. >>> auf Seite 15

80-m2-Stand

Ein bisschen was geht immer. Dies gilt auch für die schwierigen Wirtschaftsbeziehungen zu Russ­ land. Denn auf der Metal-Expo in Moskau war die GMH Gruppe mit einem 80 m2 großen Messestand vertreten. >>> auf Seite 17

50-Tonnen-Traum

Bei Mannstaedt erobern derzeit zwei junge Damen eine Männer­ domäne. Denn sie werden zu Fachkräften für Lagerlogistik ausgebildet. Ihr großer Traum: einmal 50 Tonnen zu bewegen. >>> auf Seite 18

42.000-Marke

Sie werden vielleicht bald zum alten Eisen zählen: Visitenkarten. Und so wie manche Leute Brief­ marken sammeln, hat Reinhard Klein von Harz Guss Zorge bislang über 42.000 Exemplare aus aller Herren Länder zusammengetragen. >>> auf Seite 23


GMH

GRUPPE  

Respekt !

REISETIPPS

GMHütte · Manchmal muss man einfach Zeichen setzen. Deshalb haben Betriebsrat Stefan Lührmann, Geschäftsführung und Gewerkschaft eine Aktion gegen Rassismus initiiert – und eine Welle der Zustimmung ausgelöst.

Uhren in der Türkei ticken jetzt anders Die Türkei schafft Winterzeit ab. USA verbietet Samsung-Pannen-Smartphones in Flugzeugen. Die Türkei ist nicht wie viele

europäischen Länder in den Winterzeit-Modus gewechselt: Sie hat die Winterzeit abgeschafft. Dies hatte die Regierung bereits im September bekannt gegeben. So bestehen nun im Winter zwei Stunden Zeitunterschied zu Deutschland und weiten Teilen Europas. Dies hat auch Auswirkungen auf den Reisesektor: Reisende sollten bereits vor September ausgestellte Flugtickets überprüfen. Die Zeitangabe, die stets in Ortszeit erfolgt, dürfte überholt sein, die Flüge erst eine Stunde später starten. Passagiere und Reisebüros sollten sich die Flugzeit sicherheitshalber noch einmal von der Fluggesellschaft bestätigen lassen.

Brigitte Freitag

Foto: SenatorReisen

Das Pannen-Smartphone Galaxy Note 7 wurde in den USA „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ – Betriebsratsmitglied und Initiator Stefan Lührmann (Dritter von rechts) zusammen mit Felix Osterheider, Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte GmbH, und Stephan Soldanski, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Osnabrück Foto: vl (von rechts) beim Anbringen des Schildes am Werkstor.

W

er von nun an das Werkstor der GMHütte passiert oder in den unterschiedlichen Betriebstei­ len unterwegs ist, wird immer wie­ der darauf aufmerksam gemacht. In 15 Sprachen steht der Begriff „Respekt!“ auf einem Schild und zeigt: Hier ist kein Platz für Rassis­ mus. Ins Leben gerufen hat die Ak­ tion – sie nimmt im Übrigen eine Kampagne der IG Metall auf – das Betriebsratsmitglied Stefan Lühr­ mann. Unterstützt wurde er dabei von Geschäftsführung und Ge­ werkschaft. Lührmann hatte sich bei den „Jungen Aktiven der IG Metall“ an dem Projekt „IG Metall – die Gewerkschaft“ be­ teiligt und dabei diese Aktion für die GMHütte entwickelt: „Unsere 1.350 Kolleginnen und Kollegen am Standort kommen aus 15 Nationen. Daher wollte ich zeigen, dass Rassismus bei uns keinen Platz hat.“ Neben der Schilderaktion entwarf er zudem ein Plakat. Darauf stehen Kolleginnen und Kollegen aus allen auf der Hütte vertretenen Nationen vor dem E-Ofengebäude. Die Botschaft ist klar: Es kann nur im Team gelingen. „Respekt“, fasst Lührmann sein Projekt zusammen, „be­ deutet für mich aber nicht

nur, dass man Achtung vor auslän­ dischen Kolleginnen und Kollegen haben sollte, sondern vor allen Menschen.“ Auch für Felix Osterheider, dem Arbeitsdirektor der GMHütte, gibt es zu dieser Haltung keine Alterna­ tive: „Respekt ist die Grundvoraus­ setzung für eine Kultur des Mitein­ anders und steht somit für ein gu­ tes Betriebsklima und entsprechen­ de Produktivität.“ Gerade deshalb habe das Unternehmen das Projekt von Mitarbeiter Stefan Lührmann gerne unterstützt.

„Nun aber gilt es“, mahnt der Arbeitsdirektor, „das weiter zu hal­ ten, was wir mit den neuen Schil­ dern versprechen.“ Inzwischen ist die Aktion aus GMHütte schon weit über die Werksgrenzen hinaus bekannt ge­ worden. So hängen ein Plakat und ein Schild in der Geschäftsstelle der IG Metall in Osnabrück, jeweils ein weiteres Plakat im Zweigbüro des Vorstands der IG Metall in Düs­ seldorf sowie in der IG-Metall-Bil­ dungsstätte am Pichelsee in Berlin. mw 

Start 2011 „Respekt! Kein Platz für Rassismus“ ist eine 2006 gegründete Initiative, die sich gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz richtet. Sie wirbt für ein respektvolles Verhalten gegenüber anderen, für Toleranz, Anerkennung und Wertschätzung. 2011 startete die IG Metall als offizieller Partner die Respekt!-Offensive für die Betriebe. Die Aktion in GMHütte wurde auch vor rund 600 Gästen von Bezirksleiter Hartmut Meine auf der 125-Jahr-Feier der IG Metall angesprochen und als Vorbild für die ganze Region und das ganze Land bezeichnet.

Wie auf Nummer sicher gehen? Der ASW-Bundesverband (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e. V.) hat gemeinsam mit Sven Leidel (Autor des Handbuchs „Reisesicher­ heit“) den Leitfaden „Sicherheit auf Geschäftsreisen – eine Checkliste“ veröffentlicht. Darin finden Geschäftsreisende jede Menge Informatio­ nen und Hinweise, wie sie sich im Ausland sicherer bewegen können. Behandelt werden unter anderem Themen wie die Wahl des Hotels und Hotelzimmers, zum Aufenthalt im Hotel, Aufmerksamkeit und nähere Umgebung, „Low Profile“ (sprich: Wie verhalte ich mich so, dass ich möglichst nicht auffalle?), das Verhalten in Notfallsituationen und Hin­ weise zur Sperrung von Bank-/Kreditkarten, Reiseschecks und Mobiltele­ fon-Sim-Cards. Interessenten können sich den Leitfaden unter „Down­ loads“ auf www.asw-bundesverband.de herunterladen.   glück auf · 4/2016 ............. 7

komplett aus Flugzeugen verbannt. Es ist generell untersagt, diese Geräte sowohl bei Inlandsflügen als auch bei Reisen in die und aus den USA in die Maschinen mitzunehmen. Bei Missachtung wird es unangenehm: Das Smartphone kann beschlagnahmt und der Besitzer bestraft werden – selbst wenn er es „nur“ im Gepäck transportiert. Sieht ein Airline-Mitarbeiter jemanden mit einem Note 7 vor dem Boarding, muss er ihm den Zugang ins Flugzeug verweigern – bis er das Telefon abgibt. Die Behörden sind sich darüber im Klaren, dass das Komplettverbot für einige Passagieren unangenehm sein wird. Aber: Die Sicherheit an Bord eines Flugzeugs geht eben vor. Brigitte Freitag 

No Risk, more Fun GMH Holding · Travel Risk Management: Wie man als Geschäftsreisender Terror, Naturkatastrophen und anderen Gefahren aus dem Weg gehen kann.

S

icherheit auf Rei­ sen wird für Ge­ schäftsreisende immer wichtiger. Der Derpart Travel Service ( DTS ) in­ formiert seine da­ ran interessierten mittelständischen Firmenkunden nun zunächst kostenfrei, worauf sie bei ihren Reisen achten soll­ ten. Denn ob Terro­ ranschläge, Natur­ katastrophen oder Gesundheitsschäden: Die Gefahren, die auf Ge­ schäftsreisen lauern, dürfen nicht unterschätzt werden. Eine realistische Einschätzung potenzieller Gefahren ermöglicht das Travel Risk Management. Es zeigt, wie sich Unternehmen und deren Geschäftsreisende optimal vorbereiten und im Ernstfall effizi­ ent und effektiv reagieren können. Doch wie bereitet man sich op­ timal vor? Laut DTS erarbeitet ein neutraler Experte einer renom­ mierten Unternehmensberatung zunächst gemeinsam mit dem Unternehmen eine individuelle Bedarfs-Analyse. Daraus entwi­ ckelt man dann eine individuelle Score-Card – mit der passenden

Quelle: © panthermedia / jpgon

Strategie für den Ernstfall. Analyse und Score-Card verdeutlichen, ob Unternehmen bereits ausreichend vorgesorgt haben oder noch Lü­ cken schließen müssen. Letzten Endes muss man dann entscheiden, ob man für die Sicher­ heit seiner Mitarbeiter auf Einzel­ leistungen oder ein Gesamtpaket zurückgreifen will. DTS bietet sei­ nen Kunden dabei ein modular an­ wendbares Produkt-Portfolio an. Es reicht von Länderinformations-Da­ tenbanken über Travel-Alert- und Traveller-Tracking-Funktionen bis hin zu medizinischen und Sicher­ heits-Dienstleistungen. Brigitte Freitag 


GMH

GRUPPE  

„Eine tolle Veranstaltung, die ich

so noch nicht bei der GMH Gruppe erlebt habe. Es entstehen gute Ideen. Nur könnten mehr Frauen unter den Teilnehmern sein. 

JANA BAUMGARTE, Friedrich Wilhelms-Hütte Eisenguss GmbH

„ Ich bin begeistert vom Design und auch vom Erlebnis hier.“ JULIA KRÖGER, Mannstaedt GmbH

„ Die Veranstaltung ist sehr

interessant, auch gerade mit Blick auf die neuen Vorgehensweisen. Der Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Unternehmen ist wirklich gut.

FELIX RÜDIGER, Pleissner Guss GmbH

„ Gut am Innovationstag ist das

wirkliche Querdenken: Wir Techniker z. B. bekommen die Möglichkeit, Bereiche auch im Umfeld der eigentlichen Stahlerzeugung einzusehen. Auf diese Weise können wir uns Inspirationen für Optimierungen in unseren Arbeitsbereichen holen. Der Tag ist gut gelungen und insbesondere der Blick über den Tellerrand, der gegenseitige Austausch und die lockere Atmosphäre tragen zu guten Ideen und damit zu Innovationen bei.

TOBIAS ZEHN, Georgsmarienhütte GmbH

Foto: Eike Runschke

Am 19. Oktober 2016 fand mit rund 150 Kolleginnen und Kollegen der erste Innovationstag der GMH Gruppe statt.

Kreatives Denken und innovatives Handeln GMH Gruppe · Neues Denken, Kreativität und innovatives Handeln sind elementare Bestandteile für die Zukunftsfähigkeit eines Wirtschaftsunternehmens. Die GMH Gruppe stellt kreatives Denken und innovatives Handeln zukünftig noch stärker in den Fokus. Den Auftakt dafür bildete am 19. Oktober der erste Innovationstag der GMH Gruppe am Standort in Georgsmarienhütte.

L

osgelöst vom Arbeitsalltag ka­ men rund 150 Kolleginnen und Kollegen der GMH Gruppe zusam­ men – darunter Geschäftsführer, Nachwuchskräfte, Mitarbeiter aus Technik, Simulation und Entwick­ lung, Vertreter der Betriebsrats-Ar­ ge, Nachwuchskräfte und KVP ler. Moderiert wurde die Veranstaltung von Professor Andreas Pinkwart, Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management und Lehr­ stuhlinhaber für Innovationsma­ nagement und Entrepreneurship. „Mehr denn je müssen wir In­ novationen als Rohstoff und Wirt­ schaftsgut begreifen, die unsere wirtschaftliche Zukunft sichern und festigen“, betonte Frank Koch, COO der Georgsmarienhütte Hol­ ding bei seiner Begrüßung. „Nie­ mals zuvor waren Innovationen so wichtig für das Überleben von Unternehmen, sogar von ganzen Volkswirtschaften.“ Innovationen seien gleicherma­ ßen Reaktion und Ergebnis einer stark intensivierten Wettbewerbs­ situation, die durch die Globali­ sierung der Märkte, verkürzte Pro­ duktzyklen, stetig steigende Anfor­

Vernetzen mit den Kollegen und „Out of the Box“-Denken standen beim Innovationstag im Mittelpunkt.

glück auf · 4/2016 ............. 8

Foto: vl

derungsprofile, den Wandel in der Informations- und Kommunika­ tionstechnologie und die extreme Vermehrung von verfügbarem und nutzbarem Wissen hervorgerufen werde. Frank Koch weiter: „Innovati­ on braucht Kreativität, Kreativität braucht Freiraum. Im sprichwörtli­ chen ‚Hamsterrad‘ haben wir die­ sen Freiraum nicht. Es gilt, ‚out of the Box‘ zu denken, Themen mu­ tig aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, neue Szenarien zu überlegen und – zumindest mal auf dem Reißbrett – in bestehende Pro­ zesse einzubinden.“ Hierzu biete der Innovationstag ein geeignetes Forum. Hier könn­ ten Ideen in fruchtbarer Atmo­ sphäre ohne Einengung der Krea­ tivität ausgelebt werden. Deshalb sei der Tag auch bewusst ergebnisoffen, ohne To-do-Liste und Pro­ tokoll: „Wir verzichten zudem auf frontal vorgetragene Beiträge von Fachleuten und Beratern, sondern setzen auf neue, interaktive Metho­ den“, erklärte der COO . Und so warfen die Teilnehmerin­ nen und Teilnehmer in hierarchie­ freien Teams einen „Blick über den Tellerrand“ und entwickelten gemeinsam Ideen und innovative Ansätze für die Herausforderungen von morgen. Dafür wurde eine in­ novations- und kreativitätsfördern­ de Umgebung geschaffen: In einer eigens dafür ausgestatteten Halle wurde ein „Innovations-Labor“ errichtet, das Raum für kurze Plenumsimpulse, aber insbesondere für Diskussion und Gedankenaus­ tausch in kleineren Gruppen bot. In drei sogenannten „Denkzel­ len“ – speziell eingerichteten und gestalteten Kommunikationsräu­ men – setzten sich die Teilneh­ merinnen und Teilnehmer unter professioneller Anleitung mit den Megatrends Mobilität, Neo-Ökolo­


gie und Wissenskultur auseinan­ der. Sie entwickelten, diskutierten und modellierten Szenarien, um zuletzt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Ergebnisse der je­ weiligen Denkzelle zu präsentieren – ein Anstoß für weiteres Querden­ ken und Auseinandersetzen. Die Bedeutung von Innovatio­ nen für die Wirtschaft griff auch Professor Pinkwart immer wieder in seiner Moderation auf: „Neue Geschäftsmodelle fordern etablier­ te Unternehmen heraus. Vor allem durch Digitalisierung entstehen neue Möglichkeiten und Chancen. Und durch digitale Vernetzung und neue Plattformen wird Wissen immer schneller verbreitet und ge­ teilt“, so der Innovationsexperte. Für die GMH Gruppe gelte es nun, das fortzusetzen, was auch 1994 mit einer mutigen Inno­ vation am Anfang der heutigen GMH Gruppe stand. Damals hat­ te Jürgen Großmann die Metal­ lurgie des maroden Stahlwerkes Georgsmarienhütte vom Hocho­ fen-Konverterbetrieb auf den ers­ ten Gleichstrom-Elektrolichtbo­ genofen Deutschlands umgestellt. „Seitdem haben Sie in der GMH Gruppe viele erfolgreiche Innova­ tionen gehoben – sei es in Produk­ ten oder in Prozessen“, konstatierte Professor Andreas Pinkwart. Und in der Tat können die Unterneh­

 GMH „Ich fand den Innovationstag

sehr fruchtbar und konnte meinen Horizont erweitern. Gerade das Zusammenspiel von Jung und Alt und der gute Austausch in den Gruppen haben den Tag so produktiv gemacht. Made in Germany – das steht für Innovationen.

DIRK WALLESCH Mannstaedt GmbH

men der GMH Gruppe auch aktuell überzeugende Innovationen auf­ weisen. Hierzu zählt beispielswei­ se der dünnwandige Stahlguss im Grünsand. Dabei ist der Formsand mit einem quellfähigen Ton verse­ hen und kann so bis zu 20 Mal als Formsand wiederverwendet wer­ den. Ein weiteres Beispiel sind Zahn­ stangen mit einer variablen Verzah­ nungsgeometrie. Sie werden mit­ tels eines patentierten Halbwarm­ schmiedeverfahrens hergestellt und sorgen in Lenksystemen der Au­ tomobilindustrie für hohen Len­ kungs- und Fahrkomfort. Doch hier dürfe die GMH Gruppe nicht stehen bleiben. Auch ein gut laufendes Unter­ nehmen müsse sich ständig verbessern. Stillstand sei Rück­

GRUPPE  

schritt. Nun gelte es, die Gruppe auch in Zukunft innovativ zu hal­ ten. Wie dies geschehen kann, er­ läuterte Zeljko Cancarevic, Leiter der Abteilung Simulation und In­ novation der GMHütte. An Beispie­ len aus Natur und Wissenschaft zeigte er eindrucksvoll auf, wie ein­ fach und erfolgsbringend „Out of the Box“-Denken sein kann – wenn man nur bereit ist, gewohnte We­ ge und Denkmuster mal für einen Moment zu verlassen. „Wir brauchen gute Ideen, um uns auch in Zukunft am Markt be­ haupten zu können“, erklärte zum Abschluss des Innovationstages Anne-Marie Großmann, Gesell­ schafterin der Georgsmarienhütte Holding. Die wichtigste Vorausset­ zung für innovative Prozesse in der GMH Gruppe seien vorhanden: „Es sind die klugen Köpfe von Ihnen, unseren Mitarbeiterinnen und Mit­ arbeitern.“ Nun müssten die beim Innova­ tionstag erlebten und genutzten Methoden weiter in die Gruppe getragen werden. Dazu seien die

Anne-Marie Großmann (Gesellschafterfamilie) und Frank Koch (Geschäftsführung) sind Foto: vl sich einig: Innovationen sind das Wirtschaftsgut der Zukunft.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Innovationstages Multiplikato­ ren. „Uns als Gesellschafterfamilie liegt dies besonders am Herzen, da wir an eine auch zukünftig starke GMH Gruppe glauben“, so AnneMarie Großmann. Und einen Wunsch äußerte die Mitgesellschafterin abschließend an die Akteure: „Es war schön zu hören, dass mein Vater als Inno­ vator gesehen wird – ich wün­ sche mir allerdings, dass Sie ihn alle mit Ihren innovativen Ideen zukünftig in den Schatten stel­ len.“ Ideennachschub ist also auch in Zukunft gefragt. Schließlich sind die Innovationen von heute die Auslaufmodelle von morgen. Moderator und Impulsgeber: Prof. Andreas Pinkwart.

Aktuell wird daran gearbeitet, die Ergebnisse des ersten Innovations­ tages zu filtern und aufzubereiten. Zukünftig wird der Innovationstag alle zwei Jahre stattfinden – um He­ rausforderungen und Chancen der Zukunft zu diskutieren und Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln. ikw 

„Ich bin wirklich positiv

überrascht von der Veranstaltung – gerade in der jetzigen Situation unserer Unternehmen. Auch wenn wir alle sparen müssen, ist das ein wichtiges Signal in die Zukunft.

Foto: vl

VOLKER SÜLBERG, Walter Hundhausen GmbH

„ Ich halte den Innovationstag für

eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der mit ausgesprochen viel Mühe und Engagement sehr ansprechende Rahmenbedingungen geschaffen wurden. Es ist sicher so, dass in der Kürze der Zeit viele Dinge nur in ersten Ansätzen behandelt werden können. Es bleibt abzuwarten, welche interessanten Ideen im Ergebnis weiterer Betrachtungen zur Anwendung gebracht werden können. Ich bin sicher, dass etwas dabei sein wird.

DIRK RASCHKE Schmiedewerke Gröditz GmbH

Zeljko Cancarevic, Leiter Simulation und Innovation, GMHütte: Foto: Eike Runschke „Simulation ist unser Blick in die Zukunft!“

So können Sie Ihr Querdenken verbessern: Querdenken hilft, das Gewohnte mit dem Ungewohnten zu verbinden und so besondere Innovationspotentiale heben zu können. Hier einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können: • Wer querdenken möchte, muss mit dem Gewohnten brechen. • Ändern Sie Ihre alltägliche Routine. • Versuchen Sie, sich im Alltag kleine Auszeiten zu gönnen, um Abstand zu Ihrer aktuellen Aufgabe zu bekommen. Häufig genügt schon eine kurze Pause, um die Gedanken neu zu ordnen. • Um Besseres schaffen zu können, ist eine Reduktion auf das Wesentliche von Vorteil. Lassen Sie Oberflächliches weg. • Fragen Sie andere um Rat, die als Außenstehende auf Ihre Aufgabe schauen. • Ihr Querdenken trainieren Sie am besten, indem Sie sich öfter mit dem Anderen, dem Ungewohnten auseinandersetzen. Aktives „anders machen“, eigene Erfahrungen sammeln in anderen, noch ungewohnten Bereichen oder der Blick von außen auf das Gewohnte, hilft dabei am besten.

Austausch unter Kollegen, die sonst wenig bis gar keine Berührungspunkte miteinander Foto: vl haben

„ Die Idee des Innovationstages ist sehr gut – das eine oder andere

Detail jedoch auch verbesserungswürdig. Insbesondere ist es schwierig, aus dem Stand und ohne Vorbereitung sich mit derart abstrakten Themen zu beschäftigen. Vielleicht wäre eine Veranstaltung in kleinerem Kreis mit konkreteren Fragestellungen noch fruchtbarer.

DR. LUTZ DEKKER Stahlwerk Bous GmbH

Die Mehrzweckhalle in Georgsmarienhütte war in eine innovative Erlebniswelt umfunktioniert worden und bot viel Platz zur Diskussion.

glück auf · 4/2016 ............. 9

Foto: vl


GMH

GRUPPE  

Das höchste der Azubi-Gefühle

D E R G M H - FA N S H O P

Liebe glückaufLeserinnen und -Leser !

GMHütte · Jan Kleine Brockmann: bundesweit bester Auszubildender.

A

nfang Dezember war es wieder so weit: Eric Schweitzer, Präsi­ dent der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), hatte 219 Auszubildende (80 Frauen und 139 Männer) zur „11. Auszeichnung der bundesbesten Auszubildenden“ ins Maritim Hotel in Berlin einge­ laden (die IHK prüft jährlich knapp 300.000 Azubis in 211 verschiede­ nen IHK-Ausbildungsberufen). Gefolgt waren der Einladung 199 Auszubildende. Von der „IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim“ waren drei Ex-Azubis angereist. Im festlichen Ambien­ te zwischen vielen Anzügen und Abendkleidern, aufgeregten Bun­ desbesten und stolzen Eltern traf am späten Nachmittag auch Jan Kleine Brockmann mit seinen El­ tern ein. Ihm ist gelungen, was bei der GMHütte noch kein Azubi ge­ schafft hat: Er ist bundesweit bester Auszubildender seines Jahrganges im Ausbildungsberuf Verfahrens­ mechaniker für Hütten- und Halb­ zeugindustrie (Fachrichtung: Ei­ sen- und Stahlmetallurgie). Schon vor Berlin hatte er einen wahren Auszeichnungsmarathon absolviert – erst als Kammerbester des Bezir­ kes der „IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim“, dann als Landesbester in Hannover. Moderiert wurde der Festakt von Schauspielerin und Fernsehmode­ ratorin Ruth Moschner. Die Fest­ rede zu Ehren der bundesbesten Auszubildenden hielt Bundesmi­ nisterin Manuela Schwesig. In ihrer

D

Preisverleihung: Ferenc Albrecht, Ruth Moschner und Jan Kleine Brockmann.

Rede betonte sie die Bedeutung der dualen Ausbildung für die deut­ sche Wirtschaft, die eine hervorra­ gende Zukunft garantieren würde – sowohl für die Unternehmen als auch für die jungen Menschen. Die Auszeichnung der Bundes­ besten ist eine wichtige Veranstal­ tung der DIHK, um die Leistung aller Beteiligten zu honorieren und den Erfolg der ehemaligen Auszu­ bildenden zu feiern. Gelegenheit dazu gab es nach der Ehrung im Maritim Hotel. Als Anerkennung für die Leistung von Jan Kleine Brockmann hatte die GMHütte Rei­ sekosten und Übernachtung für die ganze Familie übernommen. Doch das nächste Event steht bereits vor der Tür. Denn als Bun­

Werksfoto

desbester gibt es nur eine Auszeich­ nung, die das Ganze noch toppen kann: den GMH Azubi-Award. Als Preisträger erhielt Jan Kleine Brockmann einen Gutschein über eine Reise für zwei Personen nach München. Den Award überreichte übrigens Ferenc Albrecht (Perso­ nalleiter GMHütte) im Rahmen des Festaktes in Berlin. Jan Kleine Brockmann wird noch bis Oktober 2017 im Stahl­ werk der GMhütte arbeiten. An­ schließend plant er ein Studium der Werkstofftechnik. Er kann sich aber gut vorstellen, nach seinem Studium wieder zur GMHütte zu­ rückzukehren – gern in den Bereich Stahlwerk. Ferenc Albrecht  

er Fanshop der GMH Gruppe erfreut sich bei den Kolleginnen und Kollegen einer großen Beliebtheit. Zahlreiche Bestellungen erreichen uns über das Portal oder die Betriebsratsbüros. Diese große Nachfrage freut uns natürlich. Denn Fanshop-Artikel sind ein Ausdruck von Zugehörigkeit und Verbundenheit mit den Unternehmen der GMH Gruppe. Aus diesem Grund tragen sie auch alle das rote „Feuertopf“-Signet. Im Fanshop finden alle Kolleginnen und Kollegen nicht nur Bekleidungsartikel für Damen und Herren. Der Fanshop kann Ihnen und Ihrem Unternehmen auch eine Mannschaftsausrüstung zusammenstellen, wenn Sie und Ihre Kollegen sich gemeinsam bei Veranstaltungen in der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Aber auch Nützliches für den Arbeitsalltag lässt sich problemlos über das Portal oder kurzfristig telefonisch bestellen. Brotdosen, Thermos­becher und -flaschen, Kugelschreiber, Notizbücher oder Freizeittaschen sind neben Handtüchern und Schlüsselanhängern oder Warnwesten nur einige Beispiele für beliebte Artikel. Die Abwicklung und Bezahlung ist bequem und einfach: gewünschte Ware in den Warenkorb legen, Lieferanschrift angeben und die Bestellung abschicken. In der Regel erhält der Besteller die Ware innerhalb einer Woche per Post. Die Zahlung erfolgt per Rechnung. Und selbstverständlich haben Sie – nachdem Sie die Ware erhalten haben – ein Rückgaberecht von zwei Wochen. Wenn Sie bei der Suche nach Artikeln, die Sie nicht im Fanshop finden, Unterstützung benötigen, sind wir gerne für Sie da. Auch bei Sonder­an­fertigungen helfen wir Ihnen gerne weiter. Sie wollen in Ihrem Unternehmen eine Fanshop-Vitrine platzieren? Auf Wunsch stellen wir Ihnen aktuelle Artikel für Ihre Vitrine zusammen oder lassen Ihnen Musterware zukommen. Haben Sie Fragen zum Fanshop – dann kontaktieren Sie uns einfach. Über Anregungen zum Sortiment freuen wir uns immer. Viele Ideen und Vorschläge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir bereits umgesetzt. Denn grundsätzlich gilt im Fanshop: gemeinsam – miteinander – füreinander. Haben Sie noch Fragen? Wir sind für Sie da unter: kirsten.schmidt@ gmh-holding.de oder auch telefonisch unter der Rufnummer: 040.284069-27.   Und Sie wissen ja: Ein Blick in den GMH-Fanshop lohnt sich immer. Schließlich haben Fanshop-Artikel immer Saison! Kirsten Schmidt 

GASTKOLUMNE: ROBERT HARTING

Wandel ist cool

Wer neue Wege geht, muss ja nicht mehr arbeiten als vorher – sondern nur Gewohntes anders machen.

W

ie oft haben wir uns schon aufgeregt: „Schon wieder! Immer wollen die was Neues!“ Doch das Neue zu wagen, hat seinen guten Grund, nämlich Ihre Existenz, Ihren Arbeitsplatz und das Überleben aller im Betrieb. Neues kommt auch auf mich immer wieder zu. Im Moment schon wieder (siehe unten). Doch wenn man das Neue einmal „überstanden“ hat, dann hat es sich nicht für immer und ewig erledigt. Denn der nächste Umbruch kommt bestimmt. Ich finde: Wandel ist cool. Durch Wandel wird es plötzlich überhaupt notwendig, beispielsweise die Stahlproduktion neu zu überdenken. Ohne Wandel kein Bedarf. Deswegen finde ich Wandel cool. Auch weil daraus neue Chancen entstehen. Risiko gehört natürlich auch dazu, klar. Dennoch finde ich: Jeder ist seines Glückes Schmied. Wandel braucht, um „gewonnen“ zu werden, Informationen: aus der Wirtschaft, vom Markt, vom Kunden – aber auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und plötzlich eröffnet sich in diesem Immer-wollen-diewas-Neues-Prozess die Möglichkeit, mitzuwirken, mitzugestalten. Ich persönlich finde das klasse. Ich mag Veränderungen. Und ich glaube fest daran, dass der Status quo kein glücklicher Begleiter ist. Dazu ein Beispiel: 2013 habe ich mich von meinem „Goldtrainer“ getrennt. Warum? Es war an

der Zeit. Ich konnte mich nicht mehr mit seinen Methoden motivieren. Der Markt dagegen spuckte Konkurrenz aus, die mir bedrohlich nahe rückte. Tag für Tag kamen mehr Gegner. Wenn ich mich nicht hätte motivieren können, wäre ich Gefahr gelaufen, den Kampf zu verlieren. Einmal aus dem Gewohnten raus, kostet es sehr viel Mühe, wieder in die alte Position zu kommen. Was passierte dann? Ich engagierte einen alten Bekannten, damals Torsten Schmidt. Er sollte ursprünglich Co-Trainer werden (der „alte“ Goldtrainer wollte das aber nicht). Jetzt musste Schmidt plötzlich Head-Coach werden. Ein Wandel für ihn, für uns (und für den „alten“). Alle haben eine neue Chance erhalten. Ich trainierte drei Jahre bei ihm, bis jüngst vor zwei Wochen für mich feststand: „Nein, das ist es nicht. So kann ich nicht mithalten. Ich muss mich wieder neu aufstellen.“ Wandel ist ein ständiger Begleiter. Nur haben wir immer wieder Angst davor und werden von Runde zu Runde träger. Das bekomme auch ich zu spüren. Ich bin am Limit, die Zeit im „Markt Leistungssport“ neigt sich dem Ende zu. Das Bild ist nicht nur gemalt, es wurde auch tausende Mal besprochen. Müdigkeit und Wandel sind Geschwister, leider.

glück auf · 4/2016 ........... 10

Dennoch: Es heißt ja nicht „Immer Neues, immer mehr“. Es heißt ja nur: „Neues!“. Denn von „mehr“ hat keiner gesprochen. Und doch ist es der erste Gedanke, der einem in den Kopf schießt. Zugegeben: Das „Neue“ ist am Anfang zusätzliche Arbeit, da das „Alte“ nicht sofort abgelegt und einfach gelöscht werden kann. Aber es wird sich lösen und das Neue wird seinen Platz einnehmen. Der Wandel ist ganz kurz eine minimale Doppelbelastung, doch das geht vorbei. Später lacht man über die alte Zeit. Ob sie wirklich besser war, wie manche Zyniker sagen, bezweifle ich allerdings. Das Hirn trickst, wo es kann. Unser Bild von der Vergangenheit ist meist nicht in der Balance. Es prägen sich (je nach Begebenheit und Bewertung) vor allem die schönen oder die schlechten Momente ein, weniger ein ausgeglichenes Abbild der Realität – also in ihrer Gesamtheit mit ihren schönen, unschönen und banalen Momenten. Folglich werden wir melancholisch, wenn wir an die „gute alte Zeit“ denken. Und manchmal verschließen wir uns dem Neuen, weil wir nur die negativen Erinnerungen abrufen, wenn wir an den Wandel in der Vergangenheit denken. Doch darum geht es: Marktposition halten, Balance halten und immer wieder einen Zwischensprint ansetzen. Passen Sie gut auf und lernen Sie mit. Das macht auch Sie wertvoller. Ihr Robert Harting


GMH

GRUPPE  

kunstimwerk

Blicke durch Jalousien

Im Büro von Felix Osterheider (Arbeitsdirektor GMHütte) hängen drei Kunstwerke von Dieter van Slooten. Seit über zehn Jahren sind sie allein aufgrund ihrer Farbintensität ein Blickfang für jeden Betrachter. Bei einem Atelierbesuch haben kürzlich Osterheider und van Slooten ihre Bekanntschaft wieder aufgefrischt.

DER KÜNSTLER

Dieter van Slooten Geboren 1940 in Quakenbrück. Ausgebildeter Steinmetz. Als Maler Autodidakt. Ehrenmitglied der St. Petersburger Kunstvereinigung „Phönix“. Künstler von internationalem Renommee. Er stellte bereits in Brüssel, St. Petersburg, Königsberg, Moskau, Frankfurt und auch in New York aus. Seine Arbeiten befinden sich in Sammlungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Berlin und Frankfurt), in den Städtischen Sammlungen Görlitz oder auch in der Sampath Montague Gallery (New York). Bundespräsident a. D. Horst Köhler und andere Politiker besitzen ebenfalls Werke von ihm. www.vanslooten.de/ Als Felix Osterheider vor über zehn Jahren sein erstes Bild bei van Slooten kaufte, war ihm besonders wichtig, dass es „mit Hängevorrichtung“ ausgestattet war. Diese Anmerkung hat sich zwischen den beiden nach über zehn Jahren zu einem „Running Gag“ entwickelt.

D

er Osnabrücker Künstler Dieter van Slooten liebt beim Malen die Horizontale. Nicht, dass er ger­ ne im Liegen malt. Nein, die meis­ ten seiner Bilder sind geprägt von horizontalen Bildelementen, die in mehreren dicken Farbschichten mit Acryl- oder Ölfarben aufgetra­ gen wurden. Als Betrachter könnte man assoziieren, dass es „Jalousi­ en“ sind, die van Slooten abbildet. Jalousien lassen – wenn sie noch ein wenig geöffnet sind – Blicke durch die Zwischenräume zu. Und das, was man beim längeren Be­ trachten entdeckt, kann immer wieder etwas anderes, etwas bisher Unentdecktes sein. Felix Osterheider hat sich bis heute nicht sattgesehen an diesen Bildern. Neben den geheimnisvol­ len Hintergründen faszinieren ihn die intensiven Farben. Seine Wahl fiel damals auf ein großes Rotes und zwei kleinere Formate – eines in Gelb, eines in Blau. „Nun fehlt mir nur noch das Grüne, das du

damals auch gemalt hast und hof­ fentlich noch zu erwerben ist, Die­ ter“, so Osterheider zu van Sloo­ ten, als die beiden sich nach zehn Jahren in seinem Atelier zu diesem kiw-Interview wieder trafen. „Auch andere Käufer meiner Werke, die ich nach Jahren wieder­ sehe, erzählen gern, dass sie und andere Betrachter meiner Bilder immer wieder neue Dinge hinter meinen ‚Jalousien‘ entdecken. Die­ se intensive, langjährige Ausein­ andersetzung mit meinen Bildern hört sich schon fast ein wenig exo­ tisch an, leben wir doch in einer von Bildern und Fotos inflationär überfluteten Welt.“ Aber er stelle fest, dass es ver­ mehrt Gegentendenzen zu dieser Überflutung gäbe, eine Art Wunsch nach Entschleunigung: „Nicht we­ nige junge Menschen fotografieren wieder analog, der Verkauf von Vi­ nylschallplatten hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Eine erfreuliche Tendenz.“

Dieter van Slooten war schon um die 40 Jahre alt, als er zur Ma­ lerei kam. Vorher arbeitete er ein paar Jahre als ausgebildeter Stein­ metz. In diese Zeit fiel die Begeg­ nung mit jemandem, der ihm sag­ te, dass er über mehr Talente als die Tätigkeit als Steinmetz verfügen würde, er diese aber nicht nutze. So kam er tatsächlich zur Male­ rei, als Autodidakt. In den Anfän­ gen malte er auch Gegenständ­ liches und Porträts. Bereits erste Werke verkaufte er bis nach Austra­ lien. Und als er schon bald „seinen Stil“ mit den immer wiederkehren­ den Horizontalen gefunden hatte, folgte eine Ausstellung der ande­ ren. Der Verkauf seiner Bilder aber war ihm nie das Wichtigste. Um den Prozess der Entstehung eines Werkes, darum geht es ihm: „Für mich ist es das Schönste, vor mei­ ner Staffelei zu stehen und zu ma­ len. In jedem meiner Bilder steckt meine Seele.“ Die Frage nach einem Vorbild beantwortet van Slooten spontan mit: „Paul Cézanne. Ich mag sei­ ne Bilder sehr, aber auch den Men­ schen Paul Cézanne, seine Kon­ sequenz und sein Temperament. Wenn ihm Bilder, die er gemalt

Fotos: mk

hatte, nicht mehr gefielen, warf er sie einfach aus dem Fenster. Nicht selten hingen sie dann in einem Baum fest. Ein oft wiederkehren­ des Motiv von ihm war das Gebirge

Montagne Sainte-Victoire. Durch dieses Gebirge bin ich auch einige Male gewandert und ließ mich da­ von inspirieren.“ mk 

Eine aktuelle Arbeit im Atelier des Künstlers

„Mir machen dat auch so!“ In der letzten Ausgabe der glückauf hatten wir gefragt: Was halten Sie davon, was Richard Serra aus Stahl macht? Eine der Reaktionen – eine E-Mail an Matthias Krych, den Autor des Kunst-im-Werk-Artikels – wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Hallo Herr Krych! Ich habe gerade Ihren Bericht gelesen, der wunderbar geschrieben ist. Übrigens hat Serra viele dieser Plastiken im Siegerland fertigen lassen. Der Seniorchef der Produktionsstätte in Siegen-Birlenbach wurde vor einigen Jahren dazu befragt und man merkte ihm an, wie sinnlos, da ohne praktischen Nährwert, er diese Arbeiten fand. Er sagte dann in die Kamera auf die Frage, wie er das finde: „Der Serra will dat so (das Siegerländer „R“ natürlich richtig gerollt), und dann machen mir dat auch so!“ Mit freundlichen Grüßen aus Bonn

Das „große Rote“ und das „kleine Blaue“ im Büro von Felix Osterheider. Was jetzt nur noch fehlt, ist das „kleine Grüne“ …

glück auf · 4/2016 ........... 11

BIRGIT GUSCHALL-JAIK (Referentin Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung)


DIE ETWAS ANDERE SEITE  

„Ich heiße Refik Karagöz und komme aus der Türkei“ „Benim adım Refik Karagöz ve Türkiye‘den geliyorum“

Refik Karagöz (50) Türkiye doğumlu olup Alman vatandaşlığına sahiptir. 2000 yılının Eylül ayından beri, GMHütte firmasında silindir ve armatürler atölyesinde talaş kaldırmalı proses mekanikeri ve tornacı olarak çalışıyor. İslam dinine mensup. Refik Karagöz okumayı seviyor ayrıca onun için sosyal angajman da önemlidir. Bu bağlamda eski ve yeni vatanındaki farklı kültürler arasında diyaloğu geliştirme ve iyileştirme alanında çalışmalar yapıyor. Ayrıca kendisi „Wir in Atter: Verein zur Förderung des Treffpunktes Atterkirche e.V.“ derneğinin yönetim kurulunda görev yapıyor.

Refik Karagöz (50) ist gebürtiger Türke und hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Er arbeitet seit September 2000 bei der GMHütte in der Walzen- und Armaturen-Werkstatt als Zerspanungsmechaniker und Walzendreher. Konfession: Islam. Refik Karagöz liest gerne. Außerdem ist ihm soziales Engagement wichtig. So engagiert er sich für ein besseres Miteinander der unterschiedlichen Kulturen seiner alten und neuen Heimat. Unter anderem ist er im Vorstand von „Wir in Atter: Verein zur Förderung Werksfoto des Treffpunktes Atterkirche e.V.“ tätig. Wann sind Sie nach Deutschland gekommen?

Meine Eltern sind 1968 nach Deutschland gekommen. Im Zuge der Familienzusammenführung bin ich mit meinen Geschwistern 1976 nachgereist. In der Zwischenzeit lebten wir bei Großeltern und anderen Verwandten. Welche Ausbildung haben Sie durchlaufen?

Nach Erwerb der mittleren Reife habe ich eine Ausbildung bei den Klöckner Werken in Osnabrück angefangen und nach drei Jahren erfolgreich abgeschlossen. Vor vier Jahren habe ich angefangen, berufsbegleitend Maschinenbau zu studieren. Da ich meine sozialen Tätigkeiten nicht vernachlässigen wollte, habe ich das Studium nach drei erfolgreichen Semestern, wegen Überlastung, abgebrochen. Was mögen Sie an Deutschland?

Die Freiheit, zu tun und zu sagen, was ich möchte, und die Gewissheit, dass mir dadurch nichts passiert, solange ich kein Recht und keine Personen verletze oder Menschen denunziere bzw. diffamiere. Was mögen Sie an Ihrem Heimatland?

Das Mittelmeer, das Klima, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen. Was mögen Sie an Deutschland gar nicht?

Hin und wieder das Wetter, obwohl ich mich eigentlich sehr gut dran gewöhnt habe.

Was würden Sie in der Ausländerpolitik ändern, wenn Sie „König von Deutschland“ wären ?

An den Gesetzen würde ich nicht viel ändern, außer der Einführung der bedingungslosen doppelten Staatsbürgerschaft. Die Umsetzung der Gesetze im Ausländer- und Asylrecht finde ich ungenügend. Ich würde Asylverfahren beschleunigen. Bewerber, deren Anträge begründet abgelehnt werden, müssten schneller abgeschoben werden, wenn sie in ihrer Heimat keine Verfolgung befürchten müssen. Aber grundsätzlich sollte jeder Mensch, der in seiner Heimat aus irgendeinem Grund – auch wenn es nach unserem Recht ein nichtiger Grund ist – verfolgt oder bedroht wird, in Deutschland bleiben dürfen. Würden Sie denn auch für ein Einwanderungsgesetz plädieren?

Ja. Da Deutschland auf Zuwanderung angewiesen ist, würde ich ein Einwanderungsgesetz ausarbeiten lassen. Was ist wichtig für ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher nationaler Mentalitäten ?

Das Wichtigste für ein friedliches Zusammenleben ist Toleranz und Respekt allen Religionen und Lebensansichten gegenüber. Bereits hier lebende Menschen müssen die Andersartigkeit zuwandernder Menschen respektvoll akzeptieren. Aber auch die neuen Mitbürger müssen die Lebensweise und die Religionen hier Lebender respektieren.

Fühlen Sie sich als Deutscher?

Wie fühlt sich ein Deutscher? Was mögen Sie an Ihrem Heimatland gar nicht?

Die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit, die Islamisierung des Volkes und der Politik.

Ist die Zuwanderung Ihrer Meinung nach positiv zu bewerten?

Die Vielfältigkeit der Gesellschaft kann eine Chance für eine starke Zukunft sein, wenn die Integration gelingt. Die Stärken aller in Deutschland lebenden Kulturen zu vereinen, sollte das Ziel sein.

Was ist typisch deutsch?

Pünktlichkeit, Ordentlichkeit und Organisationsfähigkeit.

Ihr Lebensmotto?

Behandle die Menschen so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.

Was ist typisch türkisch?

Anne ve babanız ne zaman Almanya‘ya geldi?

aksaklıklar. Fakat bu aksaklıkları gidermek için spontane ve işleri yola sokmada güçlü bir beceriye sahip olma.

Anne ve babam 1968 yılında Almanya‘ya geldi. Aile birleşmesi çerçevesinde 1976 yılında ben de kardeşlerimle birlikte Almanya‘ya geldim. Anne ve babamdan ayrı kaldığımız yıllar arasında ben ve kardeşlerim büyük anne, büyük baba ve diğer akrabalarımızla yaşadık.

Eğer „Almanya‘nın Kralı“ olsaydınız yabancılar politikasında neleri değiştirirdiniz?

Koşulsuz ve kısıtlamasız çifte vatandaşlık kanununu yürürlüğe sokma dışında mevcut kanunlarda çok fazla bir değişiklik yapmazdım. Yabancılar ve iltica kanunundaki uygulamaları yetersiz buluyorum. İltica başvuru işlemlerini hızlandırırdım. Vatanlarında haklarında bir yakalama kararı bulunmayan ve böyle bir korkusu olmayan ilticacıların, başvuruları gerekçeli olarak reddedildiğinde kendileri çok hızlı şekilde sınır dışı edilmelidir. Fakat bizim yasalarımıza göre geçerli olmasa da ülkesinde herhangi bir sebepten dolayı hakkında yakalama ve takibat kararı olan her insanın Almanya‘da kalma hakkı olmalıdır.

Hangi eğitimi aldınız?

Orta okulu bitirdikten sonra Osnabrück şehrinde bulunan Klöckner Werken firmasında meslek eğitimime başladım ve üç yıl sonra bu eğitimi başarı ile bitirdim. Dört yıl önce meslek hayatıma paralel olarak üniversitede makine mühendisliği öğrenimine başladım. Sosyal alandaki çalışmalarıma devam etmek istediğimden başarılı geçen üç sömestre sonrasında aşırı yoğunluk nedeniyle üniversite eğitimimi bıraktım.

Almanya‘da neyi seviyorsunuz?

Göçmenler yasasını savunuyor musunuz?

İstediğimi söyleme ve yapabilme özgürlüğü, ayrıca hiçbir yasayı çiğnemediğim, insanlara zarar vermediğim, ihbar ve iftira atmadığım sürece başıma bir şey gelmeyeceği güveninin olduğu gerçeği.

Evet. Almanya‘nın göçmenlere ihtiyacı olduğundan göçmen yasasını yeniden düzenlemeyi düşünürdüm.

Farklı uluslardan ve mantalitelerden oluşan bir toplumun birlikte yaşaması için neler önemlidir?

Vatanınızda neyi seviyorsunuz?

Barışçıl bir toplum için en önemlisi her dine ve hayat görüşüne karşılıklı tolerans ve saygı göstermektir. Burada yaşayan insanlar farklı kültüre sahip göçmenlerin yaşayışlarına saygılı olmak zorundadır. Fakat buraya gelen göçmenler de, burada yaşayan insanların dinine ve yaşayış tarzlarına saygılı olmak zorundadır.

Akdenizi, iklim, insanların misafirperverliği ve candan olmaları.

Almanya‘nın nesini sevmiyorsunuz?

Esasında gayet iyi şekilde alışmama rağmen bazı zamanlar Almanya‘nın havasını sevmiyorum.

Kendinizi Alman gibi hissediyor musunuz?

Sizce göç pozitif bir şekilde değerlendirilebilir mi?

Alman gibi hissetmek nedir?

Eğer bütünleşme ve entegrasyon başarılı olursa toplumdaki çeşitlilik güçlü bir gelecek için bir fırsat olabilir. Almanya‘da yaşayan kültürlerin güçlü yönlerinin birleşmesi hedef olmalıdır.

Vatanınızda neyi sevmiyorsunuz?

Basın ve özgür düşüncenin kısıtlanması, halkın ve politikanın islamlaştırılması.

Tipik Alman davranışları nelerdir?

Dakiklik, düzenlilik ve organizasyon yapma kabiliyeti.

Unpünktlichkeit, Schwächen in der Organisationsfähigkeit – woraus allerdings die Stärke der Spontanität und Improvisationsfähigkeit folgt.

Yaşam mottonuz nedir?

İnsanlara kendine nasıl davranılmasını istiyorsan öyle davran.

Tipik Türk davranışları nelerdir?

Dakik olmama, yapılan organizasyonda

„Wir in Atter“ – eine starke Gemeinschaft Refik Karagöz, Mitarbeiter in der Walzen- und Arma­ turen-Werkstatt der GMHütte, legt großen Wert auf soziales Engagement (siehe oben). Eines seiner Betätigungsfelder ist die Initiative „Wir in Atter: Verein zur Förderung des Treffpunktes Atterkirche e. V.“. Für diesen Verein ist er unter anderem im Vorstand aktiv. Die Räume rund um die Atterkirche werden vielfältig genutzt – zum Beispiel

als Ort für Kinder und Jugendliche, für den Dialog zwischen den Generationen und für Menschen aller Kulturen. Kinder und Jugendliche freuen sich beispielsweise über Ferienpass-Aktionen oder den Kinderchor, und der „Fachdienst Jugend“ der Stadt Osnabrück ergänzt das Angebot durch seine offene Jugendarbeit. Erwachsene und Senioren treffen sich beispielsweise im Seniorencafé, im Kochclub oder auch zwecks Fitness und Gedächtnistraining. Für Kulturinteressierte gibt es beispielsweise Lesungen, Musikreisen und Ausstellungen. Für mehr Bewegung sorgen diverse Sportangebote wie beispielsweise Rückenfitness, Yoga oder auch ein Selbst­­ver­teidi­gungs­­ training. Stadtteilfeste, Flohmärkte, Bücherbasare und andere gemeinsame Aktivitäten runden das interessante Angebot ab. An integrativen Angeboten gibt es türkische Kochkurse, internationalen Teeklatsch oder auch Partnerschaftsaustausch mit einer Bildungsstiftung aus der Türkei. pkm  Fotoquelle: www.wir-in-atter.de

glück auf · 4/2016 ........... 12

IMPRESSUM Den­ken Sie da­ran: Ih­re Le­ser­brie­fe, Ar­ti­kel, An­re­gun­gen und Kri­tik für die nächs­te Aus­ga­be müs­sen recht­zei­tig bei Ih­ren An­sprech­part­nern vor­lie­gen. Letz­ ter mög­li­cher Ter­min ist der:

6.2.2017 He­raus­ge­ber: Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te Hol­ding GmbH Neue Hüt­ten­stra­ße 1 49124 Ge­orgs­ma­ri­en­hüt­te www.gmh-gruppe.de V.i.S.d.P.: Iris-Kath­rin Wil­ckens

Re­dak­ti­ons­team: Julia Bachmann (jb), Monika Hansen (mha), Markus Hoffmann (mh), Ina Klix (ik), Matthias Krych (mk), Dr. Ulrike Libal (li), Ve­ra Loo­se (vl), Dirk Strothmann (ds), Iris-Kath­rin Wil­ckens (ikw), Marcus Wolf (mw) Pro­duk­ti­on und Gra­fik: elemente designagentur, www.elemente-designagentur.ms Text­be­ar­bei­tung: Pe­ter Karl Mül­ler (pkm) Lektorat: Dorothea Raspe, Münster Her­stel­lung: STEIN­B A­C HER DRUCK GmbH, Os­na­brück; auf 100% Re­cy­cling­pa­pier Die glückauf erscheint viermal im Jahr.


glück­auf

Berichte aus den Unternehmen

4/2016

Foto: mha

Frauenpower. Von wegen „schwaches Geschlecht“. Bei Mannstaedt bewegen Nadja

Feige und Yvonne Weier täglich zig Tonnen hin und her. Zugegeben: Sie benutzen dazu Gabelstapler und andere Flurförderzeuge. Schließlich werden beide zur „Fachkraft für Lagerlogistik“ ausgebildet. Lesen Sie mehr darüber … auf Seite 18

Schmiedewerke Gröditz: 4.0

Bochumer Verein: IWC

Stahlwerk Bous: WF und FF

Sie ist in aller Munde, aber die wenigsten kennen sie aus der eigenen Praxis: Industrie 4.0. Eine Ahnung davon, was sich hinter dem Begriff verbirgt, erlauben Einblicke in ein Pro­ jekt in Gröditz: ein Werkzeugschrank, der es in sich hat.

Goldsponsoren einer Veranstaltung haben die Chance, sich prominent darzustellen. Diese Gelegenheit nutzte jetzt die Bochumer Verein Verkehrstechnik anlässlich des 18. IWC International Wheelset Congress in Chengdu (China).

Trockenübungen entbehren nicht einer gewissen Komik. Schließlich wird der Ernstfall nur simuliert. Auch bei der Werkfeuerwehr. Wenn’s brennt, ist allerdings jeder froh, dass der Ernstfall schon einmal zumindest simuliert wurde.

>>> auf Seite 14

>>> auf Seite 17

>>> auf Seite 20

Pleissner Guss: 45 Grad

Mannstaedt: 3 x 1825

Harz Guss Zorge: „S“

Wo es auf höchste Präzision ankommt, ist höchste Sauber­ keit gefragt. Beispielsweise auch bei Gusswerkstücken. Bevor sie bei Pleissner Guss die Qualitätsprüfung durchlaufen kön­ nen, müssen sie bei 45 Grad in die Waschmaschine.

Wer glaubt an Zahlenmagie? Bei Mannstaedt vielleicht der eine oder andere. Denn 1825 wurde die Firma gegründet, und seit 1825 Tagen ist die Adjustage unfallfrei. Wo steht der Artikel? Auf Seite 18! Wie viele Wörter hat der Teaser? 25!

Trotz Digitalisierung sind sie noch im Einsatz: Visitenkarten. Sollten sie unnötig werden, kann Reinhard Klein jederzeit zeigen, wie sie ausgesehen haben und dass die meisten Na­ men mit „S“ anfangen. Er hat über 42.000 gesammelt.

>>> auf Seite 15

>>> auf Seite 18

glück auf · 4/2016 ........... 13

>>> auf Seite 23


PRODUKTION & INNOVATION   

Industrie 4.0: Ein Beispiel aus der Praxis Schmiedewerke Gröditz · Industrie 4.0 ist für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln. Was damit möglich ist, zeigt ein Projekt der Schmiedewerke. Dort wollte man den auftragsbezogenen Verbrauch von Wendeschneidplatten transparenter machen. Ausgangspunkt: ein Werkzeugschrank, der es in sich hat. INTERVIEW Anfangs stellten sich die Schmiedewerke Gröditz die Fragen: Weshalb sind unsere Werkzeugkosten so gestiegen? Weshalb ist unser Wendeschneidplatten-Verbrauch so hoch? Welche Wendeschneidplatte geht in welcher Menge in welches Produkt ein? Bei welchem Auftrag? Unter der Nummer SWG-TM -2016-12-a-1 und dem Arbeitstitel „Werkzeugkostenoptimierung TM “ ( TM : steht für Technik Mechanische Bearbeitung = Mechanische Werkstatt) wurde ein KVP -Pilotprojekt aus der Taufe gehoben und mit einem Projektstartbrief gestartet – begleitet und angeleitet von Prof. Murat Mola (siehe: „Professorale Unterstützung“). Wie das Projekt ablief, schildert Ronny Käppler (KVP -Manager) im glückauf-Interview: glückauf: Um was ging es bei dem KVP -Projekt laut Projektstartbrief? Ronny Käppler: Um die Verschwen­ dung von Wendeschneidplatten – kurz WSP . Genauer gesagt: Es ging um den Verbrauch an WSP , die in einem beziehungsweise über einen ganz bestimmten Werkzeug­ schrank verwaltet werden. Was muss man sich unter „Werkzeugschrank“ vorstellen? Käppler: Keinen normalen Werk­ zeugschrank. Eigentlich ist es ein W S P -Aufbewahrungsschrank, ein Schrank mit modernster RFID -Technik. Mit ihm hat bei uns sozusagen die Industrie 4.0 Einzug in die mechanische Fertigung ge­ funden. Allerdings hatten wir die Potenziale, die in ihm steckten, nicht einmal ansatzweise genutzt. Denn bisher diente er lediglich der Aufnahme, Verwaltung und Ausgabe von Werk­ zeugen. Aber dieser Schrank konnte mehr und sollte auch mehr.

THEMA

Beschreiben Sie mal genauer, was das Besondere an diesem „Schrank“ ist. Käppler: Er kann dank modernster Technik quasi seine Geheimnisse preisgeben. Dazu muss man wis­ sen: Jede Verpackung von Wen­ deschneidplatten ist über einen RFID -Chip gelabelt. Diesen Chip kann der Schrank automatisch auslesen. Dadurch ist er in der Lage, jederzeit Auskunft über sei­ nen aktuellen Bestand zu geben. Von dieser Technik ausgehend wollten wir – erstens – Transparenz schaffen, was den Werkzeugein­ satz an den Maschinen bzw. den Verbrauch pro Auftrag betrifft, und wir wollten dadurch gleich­ zeitig dafür sorgen, dass die Umlaufbestände an Werkzeugen reduziert werden. Werden alle WSP in der Mechanischen Werkstatt in solchen Schränken aufbewahrt? Käppler: Nein. Heute sind es etwa 30 Prozent. Wir wollen allerdings weitere Potenziale erschließen. Kommen wir auf das Projekt zurück: Wie hoch war der WSP -Verbrauch vorher? Käppler: Aus diesem Schrank lag der Verbrauch von Wendeschneid­ platten bei etwa 340.000 Euro pro Geschäftsjahr. Ziel war, ihn in ei­ nem ersten Schritt um drei Prozent zu senken. Zu einem KVP -Projekt gehört auch ein Zeitplan mit Deadline. Wie sah der aus?

KVP

Beschreiben Sie mal: Wie gehen Mitarbeiter derzeit mit diesem „Zauberschrank“ um? Käppler: Das ist ganz einfach: Der Mitarbeiter meldet sich am Werk­ zeugschrank an und entnimmt die benötigte Packung an Wende­ schneidplatten. Der Bestand wird dabei live überprüft … … das heißt, in dem Moment, in dem er die gelabelte Packung entnimmt … Käppler: … genau, und im System erfasst. Selbst eine falsche Entnah­ me würde nicht zu einem falschen Bestand im System führen – weil die Erfassung über RFID eben un­ bestechlich ist. Die Verpackung wird auf ein virtuelles Lager – in diesem Fall die Maschine – umge­ lagert. Sobald der Mitarbeiter einen Auftrag beginnt, scannt er diesen über einen Barcode im System ein und erfasst die Wendeschneidplat­ ten mit einem RFID -Leser an der Maschine und gibt die Anzahl der entnommenen Platten an. Fertig. Das klingt supereinfach. Käppler: Wenn die gefundene Lö­ sung einleuchtet, klingt es immer einfach. Aber um sie zu finden, dahinter stand harte Arbeit des Projektteams und des Lieferanten. Schließlich war das Ziel, den Mehr­ aufwand für den Mitarbeiter mini­ mal zu halten und das Handling anwenderfreundlich zu machen.

RFID-Leser mit Softwareoberfläche am BDE-Terminal der Maschine zur Erfassung der Wendeschneidplatten pro Auftrag Porträt: Ronny Käppler (KVP-Manager)

Käppler: Wir begannen die Pla­ nungsphase am 30. Mai. Ziel war, das Projekt Ende September mit vorzeigbaren Ergebnissen und mit der ACT -Phase des ersten PD­ CA-Zykluss abzuschließen. Also die gefundenen Lösungen voll in den Betrieb zu implementieren. Käppler: Genau. Das hört sich alles in allem nach einem ehrgeizigen Zeitplan an. Käppler: War es auch – aber den­ noch realistisch. Schließlich hatten wir die Projektbe­ treuung – neben einem Team aus Betriebsleiter, Meis­ ter, Controlling und K V P -Beauftragten des Bereiches – vor allem in die Hände des BA -Studenten Tom Reypka gelegt. Der konnte – nach­ dem das Projekt angeschoben war – im Rahmen seiner Praxisphase aus­ schließlich das Projekt betreuen. Wie sind Sie vorgegangen? Käppler: Tom Reypka entwickel­ te zusammen mit dem Team und unter Einbeziehung der Firma Saß einen Soll-Wertstrom als Grund­ lage für ein Lastenheft. Um dies zu realisieren, wurde gemeinsam eine Hard- und Softwarelösung entwi­ ckelt. Sie ermöglichte, die Verbräu­ che an den Maschinen jeweils den Aufträgen zugeordnet zu erfassen. In all dies sind sicherlich jede Menge Ideen eingeflossen?

Oben: Bedientableau des Schrankes zeigt Wendeschneidplatten auf Touchscreen. Großes Foto: Werkzeugschrank für Wendeschneidplatten mit RFID-Technik Unten: Schublade des Werkzeugschranks mit Wendeschneidplatten

glück auf · 4/2016 .......... 14

Werksfotos

Professorale Unterstützung Prof. Dr.-Ing. Murat Mola ist seit 2010 an der Hochschule Ruhr West am Institut für Maschinenbau tätig mit den industriellen Schwerpunkten LEAN SIX SIGMA PRODUCTION, TQM (Total-Quality-Management), KVP PRODUCTION (Kontinuierliche Verbesserungsprozesse in der Produktion), Werkstoffwissenschaften und Werkstoffprüfungen sowie Neu- und Weiterentwicklung von verschleißbeständigen LEAN -Werkstoffen. Er unterstützt die Schmiedewerke seit April 2016 bei der strukturierten Einführung von KVP an den Standorten mit Schulungen, Vorlagen und Hilfsmitteln. Käppler: In der Tat. Ob Prozessab­ laufplan, SIPOC, K.O.-Analyse, No­ minalgruppentechnik oder Ishika­ wa: Wir haben diese Methoden an­ gewendet, um Ideen zu generieren. ... um Ihre Ziele zu konkretisieren? Käppler: Die Begrenzung auf klar messbare und abgrenzbare Größen ist ja Bestandteil der KVP-Arbeit. Denn nur mit Zahlen, Daten und Fakten können Erfolge auch belegt und nachgewiesen werden.

Wie kam die Firma Saß damit zurecht? Käppler: Auch für sie war es ein Pilotprojekt und bisher einmalig. Sie musste zahlreiche Probleme lösen, wobei die Ausrichtung und Abschirmung der RFID -Antennen noch zu den kleineren Problemen gehörten. Und ab wann lief das neue System? Käppler: Ende September haben wir stolz das Ergebnis präsentiert. Der im Wertstrom beschriebene Prozessablauf war realisiert. Hardund Software waren installiert, und an den ersten Maschinen konnte pünktlich zum 1. Oktober mit der Anwendung begonnen werden. Wie sieht Ihre Zwischenbilanz aus? Käppler: Ob die Ziele erreicht wer­ den, wird sich am Ende des Jahres zeigen. Denn noch wird das Pro­ jekt eingehend geprüft und ausge­ wertet. Doch eins steht jetzt schon fest: Der Verbrauch von Wende­ schneidplatten wurde schon durch die Einführung an der Pilotma­ schine reduziert, die Transparenz erhöht und die Vielfalt an Wende­ schneidplatten eingeschränkt. Und wie steht es um die Übersicht? Käppler: Wir können dem Auf­ tragszentrum bereits jetzt wertvolle Informationen geben, bei welchem Auftrag welche und wie viele Wen­ denschneidplatten benötigt wur­ den. Vielen Dank für das Gespräch. 

Die nächsten Schritte Die nächsten Schritte sind bereits klar definiert, die in einem weiteren PDCA -Zyklus im Rahmen des Projektes durchlaufen werden sollen: • Anbindung der Software an das SAP -System • Ausrollen des Systems auf weitere Maschinen im Bereich der Mechanischen Werkstatt • Reduktion der Vielfalt an Wendeschneidplatten • Automatische Anlage von Bestellanforderungen für Nachlieferungen an Wendeschneidplatten durch den Werkzeugschrank • Automatische Bereitstellung von Analysen über Verbräuche • Nutzung der Daten für Bestellforecast


PRODUKTION

& INNOVATION   THEMA

KLEINES KVP-GLOSSAR

Das volle Programm Prozesse kontinuierlich zu verbessern, ist oft nicht so leicht, wie Laien vermuten. Unterschiedliche Probleme erfordern unterschiedliche Methoden. Und unterschiedliche Methoden erfordern unterschiedliches Know-how. Doch Methode ist nicht alles. Ob letzten Endes die Maßnahme von Erfolg gekrönt ist, hängt vor allem auch davon ab, wie sie von den Mitarbeitern umgesetzt wird. Die Schmiedewerke haben jetzt viele Register gezogen, um der Verschwendung von Wendeschneidplatten auf die Spur zu kommen.

Wendeschneidplatten Was ist so hart, dass man damit auch Metalle bearbeiten – beispielsweise zerspanen – kann? Sogenannte Wendeschneidplatten. Sie bestehen aus Hartmetall, Cermet, polykristallinem kubischen Bornitrid (CBN), polykristallinem Diamant (PKD) oder Schneidkeramik – seltener aus HSS (Hochleistungs-Schnellstähle) bzw. HSSE (mit Kobalt legiert) bzw. HSS-PM (pulverFoto: Von Raizy - Eigenes Werk metallurgisch). Ist eine (own picture), CC BY-SA 3.0, Schneide abgenutzt, wikipedia kann man die Platte in der Regel wenden bzw. drehen, um zu einer neuen Schneide zu kommen.

Projektstartbrief Zusammenfassung eines KVP-Projektes. Beschreibt die wesentlichen Aspekte wie Problembeschreibung, Definition der Ziele, Arbeitspakete, Feinplanung, Risikoanalyse, Projektbeteiligte, Deadline und anderes mehr.

SIPOC SIPOC kann genutzt werden, um zu Beginn eines Verbesserungsprojekts eine fokussierte Momentaufnahme der aktuellen Situation des Bereiches bzw. des Prozesses zu erstellen, der verbessert werden soll. SIPOC steht dabei für die einzelnen Aspekte bzw. Akteure, die beschrieben werden sollen: S für Supplier (Lieferant), I für Inputs (Einsatzfaktoren), P für Process (Prozess), O für Output (Ergebnisse) und C für Customer (Kunde).

PDCA Auch Demingkreis, Deming-Rad, ACT Shewhart Cycle oder PDCA-Zyklus genannt. Alle Begriffe beschreiben einen drei- bzw. vierphasigen iterativen Prozess (itereativ = ein Prozess, der sich schrittweise in wiederholten Optimierungszirkeln der Lösung annähert). Angewendet wird die Methode vor allem in der Qualitätssicherung, um Produkte oder auch Prozesse zu optimieren. Als Begründer gilt der US-amerikanische Physiker Walter Andrew Shewhart. PDCA steht für Plan (Planen), Do (Tun), Check (Überprüfen) und Act (Umsetzen).

CH

DO

Das Prinzip kennt jeder vom Supermarkt an der Kasse, wenn sein Einkauf gescannt wird (wenn auch die Technik eine andere ist): RFID steht für radio-frequency identification (Identifizierung mithilfe elektromagnetischer Wellen). Dazu benötigt man zunächst einen Transponder (umgangssprachlich: Funketikett). Dieses Funketikett kann so klein wie ein Reiskorn sein und implantiert werden, sogar bei Haustieren oder Menschen. Bei Objekten kann es einfach aufgedruckt werden. Das Funketikett speichert einen individuellen Code. Dieser Code kann jetzt mit

AN

ECK

PL

RFID

einem Lesegerät über elektromagnetische Wellen ausgelesen werden (ähnlich eben einem Scanner an der Kasse) – und kann so Lebewesen oder Objekt automatisch und berührungslos identifizieren bzw. lokalisieren. Vorteile der Technik: geringe Größe und kleiner Preis der Transponder. Die Technik könnte den heute weit verbreiteten Barcode ersetzen.

Bei 45 Grad in die Maschine Pleissner Guss · Farbeindringprüfung und Magnetpulverprüfung setzen vor allem eins voraus: rundum saubere Gussteile. Damit sie sich besser prüfen lassen, hat Pleissner Guss eine Waschmaschine besonderer Art angeschafft.

Die Anschaffung einer Waschmaschine gehört sicher nicht zu den ersten Vorschlägen, die einem für eine Gießerei einfallen. Pleissner Guss hat gleichwohl für die Endreinigung der bearbeiteten Gussstücke eine Maschine vom Typ RHM-4D angeschafft, die in der Mechanischen Bearbeitung ihren Platz gefunden hat. Die Gießerei will damit die Durchlaufzeiten ihrer Gussteile verkürzen und die Qualitätsprüfung erleichtern, wie Matthias Behrens (Leiter Mechanische Bearbeitung) im glückauf-Interview erläutert:

Da kann sie ja einiges aufnehmen. Wie muss man sich den Reinigungsvorgang vorstellen? Behrens: Der ist relativ einfach: Die Gussstücke werden nach dem

Beinhaltet Werkzeuge, die mit einem RFID-Chip ausgestattet sind (siehe RFID).

K.O.- Analyse Hilfsmittel, um zu prüfen, ob eine alternative Idee besser ist als die aktuelle Praxis. Mit der K.O.-Analyse prüft man Vorschläge auf Muss- oder auch K.O.-Kriterien (Eigenschaften bzw. Vorgaben, die eine Alternative bzw. ein Vorschlag erfüllen muss bzw. nicht aufweisen darf). Wird ein Kriterium nicht erfüllt bzw. negativ ausgewiesen, scheidet die Idee aus.

Nominalgruppentechnik Effiziente Methode zur Ideenfindung und Priorisierung von Ideen: Bei einer moderierten Diskussion werden zu einem bestimmten Thema Vorschläge schriftlich fixiert, gruppiert und von den Teilnehmern unabhängig voneinander priorisiert.

Prozessablaufplan Strukturierte Darstellung, Dokumentation und Analyse des gesamtes Produktions-, Prüf- und Montageablaufs inklusive nebenläufiger Prozesse und aller weiterer Bewegungen eines Produktes (Transport, Lagerung, usw.). Hilft, Ursachen für mögliche Störungen zu erkennen.

Ishikawa-Diagramm Die Technik wurde ursprünglich im Rahmen des Qualitätsmanagements zur Analyse von Qualitätsproblemen genutzt. Ursache-Wirkungs-Diagramm: Grafische Darstellung von Ursachen, die zu einem Ergebnis führen oder dieses maßgeblich beeinflussen. So sollen Problemursachen identifiziert und ihre Abhängigkeiten dargestellt werden. Benannt nach dem japanischen Wissenschaftler Kaoru Ishikawa.  

che fährt eine Sprühlanze in dem Gussteil auf und ab. Außerdem kann eine Sprühvorrichtung ein­ geklemmt werden, die die Ver­ schmutzungen einfach heraus­ spült. Wie lange dauert eine Wäsche? Behrens: Das können wir je nach Verschmutzung festlegen – bis zu maximal zehn Minuten.

Sie haben diese Reinigungsarbeiten bislang händisch erledigt. Wo liegen die Vorteile einer Maschine? Behrens: Einer der Vorteile ist die Geschwindigkeit. Die Reinigungs­ zeit ist jetzt wesentlich kürzer – was letzten Endes dazu beiträgt, dass die Gussteile schneller beim Versand sind. Viel wichtiger ist aber: Wir haben ein besseres Rei­ nigungsergebnis als bei der händi­ schen Reinigung – was sich für die nachgelagerten Arbeitsschritte im­ mens auszahlt.

glückauf: Weshalb haben Sie sich eine „Waschmaschine“ angeschafft? Was muss von den Gussstücken abgewaschen werden? Matthias Behrens: Zweierlei: der Schleifstaub vom Entgraten und die Rückstände, die vom Kühl­ schmierstoff und Öl stammen. Wie groß ist die Maschine? Behrens: 4,20 Meter auf 2,20 Me­ ter auf 4,50 Meter. Ihre Höchstlast beträgt 7,5 Tonnen.

Werkzeugschrank 4.0

Und wie werden die Werkstücke danach getrocknet? Behrens: Nach dem Reinigen wird die Beladetür zur Hälfte geöffnet. Der Wasserdampf kann entwei­ chen und durch die noch vorhan­ dene Restwärme wird das Gussteil getrocknet.

INTERVIEW

... die da wären? Behrens: Unsere Qualitätsprüfung, die vor allem eine Oberflächenprü­ fung ist!

Waschmaschine RHM-4D mit vorbereitetem Gussstück

alkalischen Prinzip in zwei Schrit­ ten gereinigt. Der erste Schritt ist das Reinigen beziehungsweise Ent­ fetten mit einem 45 Grad warmen Reiniger-Wassergemisch. Und im zweiten Schritt wird dann einfach nachgespült.

Werkfoto

Die Gussteile werden sowohl von außen als auch von innen gereinigt. Mit welcher Technik? Behrens: Die Reinigung von außen erfolgt mit einem rotierenden Bü­ gel, an dem Düsen befestigt sind. Für die Reinigung der Innenberei­

glück auf · 4/2016 ........... 15

KVP

Welche Methoden wenden Sie an? Behrens: Wir haben zum einen die Farbeindringprüfung, und wir haben die Magnetpulverprüfung. Jedes Gussteil muss diese Quali­ tätsprüfung absolvieren, bevor es für den Versand freigegeben wer­ den kann. Je sauberer das Guss­ teil, desto effizienter die Prüfung. Dank besserer Reinigungsergebnis­ se haben wir jetzt vor allem keine

Matthias Behrens (Leiter Mechanische Werksfoto Bearbeitung)

Scheinanzeigen mehr, was zu kla­ reren Ergebnissen und schnelleren Durchlaufzeiten führt – und letzt­ endlich auch zu einem schnelleren Versand. Vielen Dank für das Gespräch. 

Prüfverfahren Farbeindringprüfung: Auf die Oberfläche wird Eindringmittel aufgetragen. Nach dem Einwirken wird die Oberfläche sorgsam gereinigt. Von dem Mittel bleibt nur übrig, was ggf. in Fehlerstellen bzw. Risse gekrochen ist. Diese Stellen macht Entwickler sichtbar. Magnetpulverprüfung: Werkstück bzw. Teil wird magnetisiert. Dadurch entstehen Feldlinien parallel zur Oberfläche. Quer zu den Feldlinien liegende Risse und oberflächennahe Fehlstellen erzeugen magnetisches Streufeld. Werden mit Eisenpulver sichtbar gemacht.


PARTNER & MÄRKTE   

Gröditz zeigt mehr Vielseitigkeit

Das SWG-Messeteam erwartet auf der WindEnergy die ersten Kunden und Interessenten (von links nach rechts): Dominik Butter, Brigitte Hettwer und Lukas Stefl.

Werksfoto

Schmiedewerke Gröditz · Ob sich die Teilnahme an einer Messe nachweislich gelohnt hat, zeigt sich meist erst lange Zeit danach. Bei der WindEnergy 2016 in Hamburg war den Schmiedewerken allerdings von vornherein klar: „Diesmal müssen wir uns unbedingt dort präsentieren“ – und dies aus gutem Grund. AUGENZEUGENBERICHT Ende September fand zum zweiten Mal die internationale Leitmesse der On- und OffshoreWindindustrie in Hamburg statt: die WindEnergy 2016 (seit 2014 wechselt sie sich quasi mit der seit mehr als 20 Jahren existierenden HusumWind ab, die mittlerweile jedoch mehr nationale Bedeutung hat). Auch in diesem Jahr war wieder die gesamte Wertschöpfungskette der Windindustrie vertreten – angefangen von Herstellern verschiedener Rohmaterialien bis hin zu Windparkbetreibern. Die Schmiedewerke Gröditz (SWG ) hatten sich für eine Teilnahme entschieden, um vor allem ihre Produkterweiterung bei nahtlos gewalzten Ringen zu präsentieren. SWG -Mitarbeiter Dominik Butter (Division Manager nahtlos gewalzte Ringe/Radreifen) schildert den Messeverlauf aus Sicht der Gröditzer:

Bestands- als auch mögliche Neu­ kunden zeigten großes Interesse an der Erweiterung des Abmessungs­ bereiches. Die Messe bot den Gröditzern auch die Möglichkeit, mit nahezu allen Marktbegleitern Fachgesprä­ che zu führen und intensiv Erfah­ rungen auszutauschen. Dabei wur­

Wir waren erstmals mit einem ei­ genen Stand auf der weltgrößten Fachmesse für Windenergie. Mit­ gebracht hatten wir als Exponat ein vorbearbeitetes Hohlrad, das in Planetengetrieben zum Einsatz kommt. Damit konnten wir die Er­ weiterung der Fertigungsmöglich­ keiten für nahtlos gewalzte Ringe, die bei uns derzeit umgesetzt wird, wirkungsvoll in Szene setzen. Über 1.200 Aussteller und mehr als 30.000 Fachbesucher besuchten in diesem Jahr die Messe. Dies bot uns eine sehr interessante Basis für Kontaktaufnahme und fachlichen Austausch. Wir konnten nicht nur Gespräche mit einigen lang­ jährigen Geschäftspartnern füh­ ren, sondern auch sehr viele neue Kontakte knüpfen. Sowohl unsere

INTERVIEW

de deutlich: Die Windindustrie ist nach wie vor eine der in den letz­ ten Jahren am stärksten wachsen­ den Branchen. Unser Fazit nach den Messe­ tagen war: Für die Schmiedewer­ ke hat sich die Teilnahme an der Messe auf jeden Fall gelohnt. Denn es bot sich eine fachlich und produktspezifisch interessan­ te Plattform zwecks Networking und Präsentation der erweiterten

Abmessungspalette. Die Strategie, auch an lokalen Fachmessen teil­ zunehmen, werden wir allerdings zukünftig beibehalten. Eine abschließende Bewertung der WindEnergy 2016 steht aller­ dings noch aus. Zunächst heißt es: mögliche Potenziale aufmerksam verfolgen und abwarten, welche Ergebnisse sich letztlich aus den einzelnen Kontakten und Gesprä­ chen ergeben.

15 Prozent fest im Blick Schmiedewerke Gröditz · Der Windenergie-Markt ist seit vielen Jahren hart umkämpft. Wer im Spiel bleiben will, muss flexibel sein. Mit größeren Außendurchmessern und Stückgewichten haben sich die Gröditzer jetzt neue erfolgversprechende Perspektiven eröffnet.

Die sehr großen Überkapazitäten auf dem Windenergie-Markt haben seit einigen Jahren einen erbitterten Kampf um Marktanteile ausgelöst. Betroffen ist die gesamte Wertschöpfungskette von der Stahlproduktion bis hin zur Fertigung von Getrieben oder anderen Komponenten. Hinzu kommt, dass Kunden mehr und mehr marktgerechte Preise beim Ausbau erneuerbarer Energien erwarten. Deshalb rechnen Experten mit einer zunehmenden Konsolidierung entlang der weiteren Wertschöpfungskette – was bei den Anlagenherstellern bereits in Ansätzen erkennbar ist. Wie werden sich die Schmiedewerke Gröditz auf diese Verhältnisse einstellen? Ein glückauf-Interview mit Dominik Butter (Division Manager nahtlos gewalzte Ringe/Radreifen):

glückauf: Die Schmiedewerke Gröditz produzieren für den Windenergie-Markt nahtlos gewalzte Ringe. Welche Marktziele haben Sie sich damit gesetzt, Herr Butter? Dominik Butter: Bisher lag der Anteil der pro­ duzierten Tonnage für die Windenergie bei deutlich unter zehn Prozent – aufgrund der eingeschränkten Abmessungspalette. Künftig wollen wir diesen Anteil schrittweise auf bis zu 15 Prozent erhöhen. Dabei wird der Fokus verstärkt darauf liegen, Ringrohlinge für Hohlund Planetenräder von Getrieben, Schrumpf­ scheiben und Kugeldrehverbindungen sowie Komponenten für Motoren bzw. Generatoren zu fertigen und auszuliefern. Und dies alles, weil Sie die Abmessungspalette erweitert haben? Butter: Genau. Wir haben in Gröditz jetzt bei nahtlos gewalzten Ringen eine erweiterte Produktpalette – und zwar auf 4.000 Millime­

glück auf · 4/2016 ........... 16

Eins muss man allerdings auch bedenken: Die viertägige Dauer der Messe und der Austragungsmodus WindEnergy und HusumWind im jährlichen Wechsel ist eher nega­ tiv einzuschätzen. Beides führte zu teils geringer Besucherfrequenz an einzelnen Tagen. Ob die Schmiede­ werke Gröditz auch an der Wind­ Energy 2018 teilnehmen, bleibt deshalb abzuwarten.  

ter Außendurchmesser und 4.000 Kilogramm Stückgewicht. Mit diesen Abmessungen kön­ nen wir zukünftig den Großteil der Komponen­ ten für Onshore- und kleinere Offshore-Wind­ turbinen abdecken, die am Markt nachgefragt werden. Wie haben sich denn die Mitbewerber auf die neue Situation eingestellt? Butter: Eine Reihe unserer Marktbegleiter ha­ ben sich deutlich spezialisiert und ihre Wert­ schöpfungstiefe vorangetrieben. So werden heute nicht mehr nur einfache Ringrohlinge geliefert, sondern teilweise Halb- und auch Fer­ tigfabrikate. Diese Fabrikate können die Kom­ ponentenhersteller dann in wenigen Arbeits­ schritten fertigstellen. Wird Gröditz die gleiche Strategie einschlagen? Butter: Nicht zwingend. Denn selbst jetzt, nachdem wir unsere Produktpalette erweitert haben, machen die Produkte für die Wind­ industrie nur einen Teil unserer Produktstra­ tegie aus. Was ist denn Ihre Idealvorstellung? Welche Produktphilosophie favorisieren Sie? Butter: Ein gesunder Mittelweg. Immer auch in enger Abstimmung mit den Anforderungen des Marktes und unseren Kunden. Nur so kön­ nen wir das Segment der Windenergie als fes­ ten Bestandteil im Produktprogramm der SWG etablieren. Vielen Dank für das Gespräch. 


PARTNER

& MÄRKTE  

Goldsponsor glänzte auch mit Kompetenz Bochumer Verein Verkehrstechnik · 18. Internationaler Radsatzkongress: Die Bahnspezialisten aus Bochum waren Goldsponsor und Hauptorganisator des Kongresses – und konnten bei Vorträgen jede Menge Kompetenz zeigen.

D

ie Bochumer Verein Ver­ kehrstechnik (BVV ) und MWL Brasil haben Anfang November am 18. Internationalen Radsatzkongress (IWC) in China teilgenommen, der in Chengdu (Provinz Sichuan) stattfand. Mit über 500 Teilnehmern aus zwölf Ländern und 110 Fachvor­ trägen war dieser Kongress der erfolgreichste seit Beginn der Ver­ anstaltungsreihe. Zudem waren insgesamt 39 Aussteller aus neun Ländern vertreten. Der IWC ist der führende in­ ternationale technische Austausch rund um den Radsatz – und die ein­ flussreichste Fachveranstaltung im Bereich der Radsatzindustrie. Der Kongress findet seit 1963 alle drei Jahre statt. Themen-Schwerpunkte

sind Materialeigenschaften, Ferti­ gungsverfahren, Inspektionstech­ niken und Rad-Schiene-Kontakt. Die BVV hatte im Vorfeld viel Engagement eingebracht, um ei­ nen reibungslosen Ablauf und ei­ ne perfekte Organisation des Kon­ gresses sicherzustellen – natürlich in enger Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee. Als Gold­ sponsor und Hauptorganisator des Kongresses hatten die Bochumer

Bahnspezialisten die Chance, mit zahlreichen technischen Vorträgen zu glänzen: BVV-CEO Karlheinz Springer, Vorsitzender des IWC-Lenkungs­ ausschusses und der European Rail­ way Wheelset Association (ERWA ), eröffnete und schloss als Haupt­ organisator den Kongress. Direkt zu Beginn hielt Günter Köhler, Technischer Geschäftsfüh­ rer der BVV , einen Plenarvortrag

Chengdu Chengdu ist die Eisenbahnstadt in China mit einer der ältesten Universitäten (Southwest Jiaotong University), spezialisiert auf den Eisenbahnsektor, Transport und Metallurgie. Die Universität wirkt an zahlreichen Eisenbahnprojekten in China mit und verzeichnet mittlerweile fast 300.000 Absolventen. Angeregte Diskussionen und interessierte Kongressteilnehmer am BVV-Messestand

CEO der BVV und ERWA-Vorsitzender Karlheinz Springer eröffnet den 18. InternationaFotos: sfk len Radsatzkongress in Chengdu, China.

zum Thema Lärmschutz im Schie­ nenverkehr – und animierte die anwesenden Techniker, sich an neue Denkansätze für neue Rad­ konstruktionen zu wagen. Auch in der Podiumsdiskussion, bei der es um neue Materialien für Rad und Welle ging, warb er für Opti­ mierungen. Gleichzeitig machte er auf die Schwierigkeiten bei den Zulassungsverfahren und die Not­ wendigkeit für mehr Freiräume aufmerksam. Irina Hucklenbroich, Leiterin des Werkstofftechnischen Zent­ rums der BVV , informierte über die neuesten Erkenntnisse bei Be­ schichtungsverfahren von Radsät­ zen. Nils Möhle, Leiter der Konstruk­ tion in Bochum, präsentierte den BVV-Spurwechselradsatz. Die neue Konstruktion machte die anwesen­ den Techniker so neugierig, dass die anschließende Fragerunde aus Zeitgründen sogar abgebrochen werden musste. Eine Podiumsdiskussion ermög­ lichte Möhle darüber hinaus, er­ neut seine Fachkompetenz zu den Themen Radsatzfehlererkennung, deren Analyse und Prävention ein­ zubringen.

Auch der BVV -Messestand war für viele Kongressteilnehmer und Besucher beliebter Treffpunkt für Fachgespräche. Der IWC fand bereits zum zwei­ ten Mal in China statt. Seit 1998 hat sich die chinesische Eisenbahn rasant entwickelt. Ihre operative Streckenlänge misst mittlerweile 110.000 km, darunter das größte Hochgeschwindigkeitsnetz welt­ weit mit über 20.000 km. Die BVV sieht wie auch in der Vergangenheit ihre Zukunft auf dem chinesischen Markt. sfk 

Hätten Sie’s gewusst? Goldsponsor

Goldsponsoren sind Sponsoren, die besonders viel beisteuern (meist Geld, oft auch Engagement, Kontakte u. a. m.), um eine Veranstaltung zu ermöglichen. Im Gegenzug erhalten sie die Möglichkeit, sich als Unternehmen bzw. ihre Mitarbeiter bei dieser Veranstaltung prominent zu präsentieren.

Guter Lauf trotz Fehlstart

GMH GRUPPE

Mannstaedt · Gutes Gelingen auf unbekanntem Terrain: Die Teilnahme an der 13. Internationalen Ausstellung der IRAN METAFO war gut vorbereitet. Entsprechend erfolgreich war der Messeverlauf – trotz Wettereinbruch.

I

Foto: Maren Dependahl

Expo in Moskau.

Die Metal-Expo in Moskau ist eine der wichtigsten Messen im Bereich „Metallurgie“ in Russland. Diese Experteneinschätzung wurde auch in diesem Jahr wieder einmal deutlich. Denn mehr als 500 Aussteller metallurgischer Erzeugnisse aus über 30 Ländern waren auf der Messe vertreten. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage nutzten sie diese Plattform, um ihre Produkte und Kompetenzen zu präsentieren. Bereits zum fünften Mal war die GMH Gruppe mit einem 80 Quadratmeter großen Messestand mit dabei. Er bot auch Platz für die Schmiedewerke Gröditz, die ein neues Exponat mitgebracht hatten: das Modell eines Armaturen-Untergehäuses, das als Komponente für Regelarmaturen in Kraftwerken zum Einsatz kommt. Klaus Dill, Leiter der GMH -Repräsentanz in St. Petersburg, konnte ein positives Fazit der Messewoche ziehen: „Die geführten Fachgespräche zeigen, dass für unsere Gruppe in Russland ein lukrativer Markt besteht, der durch aktives Handeln in Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden erschlossen werden kann. Wichtig ist, dass wir unseren Kunden weiterhin signalisieren, dass wir als verlässlicher Partner in Russland tätig sind.“ Maren Dependahl 

m Frühjahr hatte Mannstaedt entschieden, auf der IRAN ME­ TAFO auszustellen. Im Vorfeld haben dann Dieter Tondar (Ver­ triebsleiter Automotive) und Ingo Offermanns (Area Sales Manager) bei zwei Iranreisen erste Kontakte geknüpft: Sie besuchten Interes­ senten aus den unterschiedlichsten Warengruppen, darunter Bergbau, Baumaschinen, Landmaschinen, Waggonbau und Flurförderzeuge. Schon bei diesen Erkundungs­ reisen erhielt Mannstaedt durch­ weg positive Rückmeldungen zu ihrem Produktportfolio. Daher fiel die Entscheidung für die Messe re­ lativ leicht. Dank des Agenten vor Ort stand Mannstaedt ein toller Messestand auf einem sehr gut po­ sitionierten Standplatz zur Verfü­ gung – zu relativ geringen Kosten. Dennoch flogen Dieter Tondar und Ingo Offermanns mit gemisch­ ten Gefühlen zur Messe nach Tehe­ ran. Denn niemand konnte vorab sagen, wie viele Besucher kommen und wie bedeutungsvoll Gespräche und Anfragen sein würden. Der erste Messetag fiel recht „be­ scheiden“ aus. Grund dafür war ein für diese Jahreszeit unerwartet starker Schneefall, der teilweise zu einer geschlossenen Schneedecke führte. Der Wettereinbruch löste

glück auf · 4/2016 ........... 17

bei fanden die ausgestellten Profil­ muster aus diversen Anwendungs­ bereichen rege Beachtung. Insgesamt konnten Dieter Tondar und Ingo Offermanns während der vier Messetage rund 50 detaillierte Kontaktgespräche führen. Sie werden jetzt nachver­ folgt. Zudem wurden etwa 120 Imagebroschüren ausgehändigt. Fazit: Es war richtig, an der Messe teilzunehmen. Mannstaedt konnte ihren Bekanntheitsgrad ausbauen und erste gute Kontakte knüpfen. Ob sich daraus das eine oder an­ dere Geschäft entwickelt, wird die Zukunft zeigen.

Dieter Tondar  Besucher waren herzlich willkommen.

Foto: Ingo Offermanns

in ganz Teheran ein einziges Ver­ kehrschaos aus. Und da das Messe­ gelände innerhalb der Stadt liegt, blieben viele Geschäftsleute auf dem Weg zur Messe im zusammen­ gebrochenen Verkehr stecken. Am zweiten Messetag jedoch füllten sich die Hallen bereits sehr früh. Auch am Mannstaedt-Stand herrschte eine unerwartet gute Be­ sucherfrequenz – ein Zulauf, der sich am dritten Tag fortsetzte. Da­

Hätten Sie’s gewusst? IRAN METAFO

Die Messe gewinnt dank Öffnung des Iran an Bedeutung. Schon 2015 stellten 361 Unternehmen aus 17 unterschiedlichen Ländern auf 8.110 m2 aus. Kontaktiert wurden sie von insgesamt 9.765 Messebesuchern, darunter Top Manager, Lieferanten, Händler, Investoren und Endverbraucher.


QUALITÄT & QUALIFIKATION   

Magisches Zahlenspiel

Weiterhin viel Erfolg: Diese Mitarbeiter der Adjustage (Leichter Bereich) arbeiten seit 1825 Tagen unfallfrei.

Mannstaedt · Die Zahl 1825 wurde in Troisdorf zu einer Zahl mit großem Symbolwert – sowohl für die Geschichte des Unternehmens als auch für eine Erfolgsgeschichte in puncto Arbeitssicherheit.

M

anch einer wird jetzt fragen: Was ist denn so besonders an der Zahl 1825? Nun, im Jahre 1825 zog mit einer Eisenhütte die Indus­ trie auf das Gelände in Troisdorf an der Sieg. Seitdem steht 1825 für das Gründungsjahr des Unterneh­ mens. Umso größer war die Freude der Kollegen aus der Adjustage (Leich­ ter Bereich), der Betriebsleitung melden zu können: „Seit 1825 Tagen, nämlich seit dem 28. Sep­

tember 2011, 22 Uhr, arbeiten wir unfallfrei!“ Das macht genau fünf Jahre Unfallfreiheit! Experten wissen: Die Anzahl der Arbeitsunfälle dauerhaft zu ver­ ringern, ist schwer. Mannstaedt hätte gerne noch mehr Erfolg, als bislang zu verzeichnen war – trotz verschiedener Initiativen, darun­ ter der Arbeitssicherheitstag 2016. Umso erfreulicher ist es, dass es dann doch Betriebsteile gibt, in de­ nen dies gelingt.

Zum Beispiel in der Adjustage (Leichter Bereich). Dort werden Spezialprofile für die Bauindustrie kalt beigebogen, geschweißt, ge­ sägt und gepresst. Die Mannschaft besteht aus 20 Mitarbeitern unter­ schiedlicher Altersgruppen. Hier arbeiten Jugend und Erfahrung Hand in Hand. Gerade die Kennt­ nisse der Älteren sind sehr wich­ tig. Denn die Prozesse bestehen aus vielen Handarbeitsgängen mit hohem Gefahrenpotenzial – Ge­

fahren, die Kollegen mit Erfahrung eher erkennen können als jüngere Kollegen. Die tolle Leistung der Adjustage wurde bei einer kleinen Zeremonie angemessen gewürdigt. Mit dabei waren dem Anlass entsprechend auch Mitglieder des Betriebsrats und Mitarbeiter der Abteilung Ar­ beitssicherheit. Andreas Falck (Be­ triebschef Walzwerk) und Peter Klimas (Betriebsleitung Walzwerk) überreichten jedem Einzelnen der

Foto: Monika Hansen

Ihnen ist weiterhin viel Erfolg zu wünschen: Die Mitarbeiter der Adjustage (Leichter Bereich) – hier mit Mitgliedern der Betriebsleitung, des Betriebsrats und Mitarbeitern der Arbeitssicherheit – arbeiten seit 1825 Tagen unfallfrei. Foto: mha

Kollegen ein persönliches Dankes­ schreiben der Geschäftsleitung, dem jeweils als kleines Dankeschön ein Tankgutschein beigelegt war. Neben der Anerkennung gab es noch eine kleine Bitte mit auf den Weg: Die Kollegen mögen doch ih­ re guten Erfahrungen auch an die Kollegen aus anderen Bereichen weitergeben. Denn schließlich will Mannstaedt dort ebenfalls die Zahl der Unfälle reduzieren. mha 

Trucks and Ladies Mannstaedt · Einbruch in eine Männerdomäne: Zwei junge Damen werden in Troisdorf zur Fachkraft für Lagerlogistik ausgebildet – und freuen sich schon jetzt auf ganz schweres Gerät, darunter den 50-Tonnen-Seitenstapler. AUGENZEUGENBERICHT Lastkraftwagen und Frauen – das passt nicht zusammen? Und ob das passt! So sieht man das jedenfalls bei Mannstaedt in Troisdorf. Dort absolvieren gerade zwei junge Damen die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik. Was bei Mannstaedt darunter zu verstehen ist und weshalb sich die beiden jungen Damen für diesen Berufsweg entschieden haben, berichtet Ausbildungsleiterin Ute Pellenz: Fahren Sie mal mit einem Lkw zum Laden von Spezialprofilen nach Troisdorf! Spätestens wenn Sie in

Mannstaedts zukunftsfähigem Lo­ gistikzentrum angekommen sind, werden Sie dort von unseren bei­ den jungen Damen in der Ausbil­ dung freundlich begrüßt und mit Charme und Effizienz zu Ihrem La­ deplatz gelotst. Aber damit ist es keineswegs getan! Auch das Kommissionieren und Laden unserer Spezialprofile übernehmen unsere beiden Azu­ bi-Damen Nadja Feige und Yvonne Weier bereits sehr routiniert. Denn beide lernen nicht umsonst „Fach­ kraft für Lagerlogistik“ in einem Unternehmen der Schwerindustrie. Ausschließlich im Büro sitzen woll­

te von Anfang an keine von ihnen. „Tonnenschwere Spezialprofile zu verwalten, ist superspannend“, sa­ gen sie zu Recht. Dabei bewegen die beiden Damen die Tonnen be­ reits gekonnt mit Stapler und Kran. Und ihre wichtigen Kenntnisse der Ladungssicherung setzen sie un­ ter Anleitung der Kollegen im Lo­ gistikzentrum natürlich ebenfalls schon ein. Was zu Beginn der Ausbildung zunächst eine Menge Schulung und Training bedeutete, beherr­ schen die beiden bereits umfassend und routiniert in der Praxis. Selbst vor großen Gerätschaften haben beide keine Angst! „Natürlich will ich irgendwann auch den 50-Tonnen-Seitenstap­

glück auf · 4/2016 ........... 18

Keine Angst vor großen Fahrzeugen: Yvonne Weier (links) und Nadja Feige.

ler fahren“, stand für Nadja Feige schon in der Einführungsveranstal­ tung für Auszubildende auf Nach­ frage unseres Geschäftsführers Die­ ter Wilden fest. Und auch Yvonne Weier hat da keine Vorbehalte.

Foto: mha

Da Mannstaedt ja für viele un­ gewöhnliche Ausbildungswege be­ kannt ist, wird auch dies vermut­ lich irgendwann in die Tat umzu­ setzen sein.  


QUALITÄT

& QUALIFIKATION  

Hoch hinaus im Team Schmiedag · Ausbildung einmal anders. Im Kletterwald konnten die Azubis am eigenen Leib erfahren: Fachkompetenz ist wichtig – aber Teamgeist auch.

B

ei der Schmiedag ist es seit eini­ gen Jahren üblich, mit den Aus­ zubildenden einen Tag außerhalb des Werkes zu verbringen. Diesmal fuhr man nach einem gemeinsa­ men Frühstück zum Klettergarten Tree2Tree im Revierpark Wischlin­ gen in Dortmund. Nachdem jeder das Kletter­ geschirr angelegt hatte, standen zunächst eine Sicherheitsunter­ weisung und ein kleiner Übungs­ parcours auf dem Programm. Erst danach ging es hoch hinaus, um sich über schwankende Stege, durch Reifen hindurch und an Sei­ len entlang von Baum zu Baum zu hangeln. Als besondere Highlights erwiesen sich dabei ein Surfbrett und ein Sattel, auf denen sich die Jugendlichen von einer Plattform zur anderen „schwingen“ konnten.

am Seil hängend in rasender Fahrt abwärts der Erde zu – bis sie wieder sicheren Boden unter den Füßen hatten. Nina Küthe brachte den Kletter­ tag auf den Punkt: „Wir haben alle sehr viel Spaß gehabt, und ich ha­ be viel über mich gelernt. Ich weiß

ten über dem Grillfeuer so lange per Hand gedreht, bis ein verfüh­ rerischer Duft alle an die Tische lockte. Die Geschäftsführer Heinz Klenen und Uwe Reinecke hatte man ebenfalls zum Grillen eingela­ den. Und so konnten die Auszubil­ denden in lockerer Runde einmal

„Ich weiß nun, dass man sich neuen Aufgaben mit Mut stellen kann – und stolz ist, wenn man es gepackt hat.“ Überall war Teamwork gefragt, und jeder half jedem, wenn es einmal nicht mehr so richtig vor­ wärts ging. Den größten Spaß aber brachten die Schlussbahnen der Parcours. Dort glitten die Jugend­ lichen nämlich aus luftiger Höhe

Zwischenstation: Robin Thieltges und Yannick Himstedt hoch in den Bäumen.

Fotos: Karin Kriebel

Im Klettergeschirr und gespannt darauf, was kommt: Gleich starten alle zur Kletterpartie.

Horizonterweiterung begann mit Knalleffekt GMHütte · Anschauungsunterricht bei der Denios AG: Ein Blick über den Tellerrand hat noch niemandem geschadet. Dies gilt auch für die Tagestour der Sicherheitsbeauftragten zum Schadstoffexperten in Bad Oeynhausen.

55

Sicherheitsbeauftragte der GMHütte machten sich Ende September auf den Weg zur Denios AG in Bad Oeynhausen, ei­ nem Lieferanten des Stahlwerkes. Denios stellt Hilfsmittel für den Transport und die Lagerung von umweltgefährdenden Stoffen her. Nach der Begrüßung wurde die Gruppe zum Frühstück eingela­ den. Danach gab es einen Vortrag mit Knalleffekt. Denn den Gästen aus Georgsmarienhütte wurde de­

monstriert, welche Zündtempera­ tur ein zündfähiges Gemisch benö­ tigt, um in die Luft zu gehen. Da­ bei zeigte sich: Je nach Menge und Art des brennbaren Stoffes, der Zündquelle und der Umgebungsat­

mosphäre (zum Beispiel Sauerstoff) kommt es zu unterschiedlich hefti­ gen Reaktionen. Kurz und gut: Es knallte und rauchte im Denios-Versuchslabor. Im Übrigen keine ungewöhnli­

nun, dass man sich neuen Heraus­ forderungen mit Mut stellen kann – und stolz ist, wenn man es ge­ packt hat.“ Zum Abschluss des Tages gab es natürlich auch eine Stärkung. Aber auch hier hieß es: selbst mit anpa­ cken. Und so wurde der Spießbra­

chen Geräusche in diesen Räumen. Denn im Versuchslabor werden auch die neuen Produkte aus der Entwicklung auf ihre Wirkung hin getestet. Auf jeden Fall war der Vortrag eine hervorragende Vor­ bereitung, um anschließend im Betrieb die Produktion von Gefahr­ stoffschränken mitzuverfolgen. Beim Mittagessen im Ratskeller von Bückeburg hatte man dann Gelegenheit, sich ein wenig zu stärken. Anschließend konnten die Sicherheitsbeauftragten bei ei­ ner einstündigen Führung einen Blick in das Schloss Bückeburg, den Wohnsitz von Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe, werfen (die Privatgemächer des Fürsten waren allerdings tabu). Es war für die Kollegen ein er­ lebnisreicher,

vorfühlen, was in Zukunft noch al­ les auf sie zukommt. Tagesfazit der Azubis: „Wir hatten viel Spaß, das gemeinsame Klettern hat uns nä­ her zusammengebracht – und wir hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!“ Karin Kriebel 

Die Denios AG Das Sortiment des Unternehmens im Bereich Gefahrstofflagerung und Gefahrstoffhandling umfasst mehr als 10.000 Produkte – darunter auch das größte zertifizierte Auffangwannen-Sortiment Europas. Darüber hinaus bietet Denios eine Reihe von Hilfsmitteln, die den täglichen Umgang mit Gefahrstoffen erleichtern und spürbar sicherer machen. Im Bereich Arbeitssicherheit hat man Artikel zur Persönlichen Schutzausrüstung (PSA ) im Angebot. informativer und anstrengender Tag, der bei allen viel Eindruck hinterlassen hatte. Entsprechend ruhig war es im Bus während der Rückfahrt. Wolfgang Schröder und Sebastian Kröner 

Die Sicherheitsbeauftragten der GMHütte bei Denios

glück auf · 4/2016 ........... 19

Werksfoto


QUALITÄT

& QUALIFIKATION  

Auf Leben und Tod Stahlwerk Bous · Simulation gewinnt in der Produktentwicklung und anderen Bereichen immer mehr an Bedeutung. Für die Werkfeuerwehr gehört Simulation schon lange zum bewährten Übungsrepertoire.

Wolf: Eine sehr wichtige. Denn dank dieser Wärmebildkameras konnten wir die Personen in dem stark verrauchten Gebäude schnell lokalisieren und aufsuchen. Außer­ dem hat sich dadurch deutlich die Unfallgefahr für die im Gebäude agierenden Feuerwehrmänner re­ duziert – was im Ernstfall lebens­ rettend sein kann.

INTERVIEW Wenn die Feuerwehr den Ernstfall probt, dann nicht aus Spaß an der Freude. Solche Übungen werden von der zuständigen Aufsichtsbehörde gefordert und müssen sogar in den Bundesländern dem Ministerium angezeigt werden. Auch die Werkfeuerwehr des Stahlwerkes Bous absolvierte wieder eine Jahreshauptübung. Sinn und Zweck: Man wollte Leistungsstand und Einsatzbereitschaft sowie die Zusammenarbeit mit den umliegenden Wehren üben und vertiefen. Dementsprechend beteiligten sich auch die umliegenden Wehren der Gemeinden Bous, Wadgassen und Schwalbach sowie das Deutsche Rote Kreuz. Ort des Geschehens: der Zentralwaschraum des Stahlwerkes. Rainer Wolf (Leiter der Werkfeuerwehr) schildert im glückauf-Interview, wie es dabei im Einzelnen zuging:

Teamwork: Personenrettung durch Werk- und Freiwillige Feuerwehr. Foto: Rolf Ruppenthal

Was passiert gerade? Übungserklärung an einzelnen Abschnitten.

glückauf: Wie sah das Szenario der Jahreshauptübung aus? Rainer Wolf: Gegen 6.30 Uhr kommt es im Keller des Zentralwaschraums zu einem technischen Defekt an der Lüftungsanlage, die deswegen in Brand gerät. Der Rauch breitet sich unbemerkt im Treppenhaus und im Erdgeschoss des Waschraums aus. Dort befinden sich zu diesem Zeit­ punkt sieben Mitarbeiter. Einer kann sich auf das Dach des Ge­ bäudes und einer ins Freie ret­ ten. Der setzt auch den Notruf ab.

zu orten und zu retten. Gleichzei­ tig wurde draußen über das Tanklöschfahrzeug der Werkfeuerwehr die Wasserversorgung sicherge­ stellt und eine gemeinsame Ein­ satzleitung am Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr Bous eingerichtet.

Wie funktioniert eigentlich diese Meldekette nach einem Notruf? Wolf: Nach Eingang des Notru­ fes muss der Pförtner laut AAO sofort …

Reservetrupp und Atemschutzüberwachung am Verteiler

Foto: Roland Sauer

... also laut der sogenannten Alarm- und Ausrückordnung ... Wolf: ... richtig – die Integ­ rierte Leitstelle des Saarlan­ des informieren. Die Leitstelle alarmiert daraufhin die Werk­ feuerwehr und die Feuerwehr Bous über digitale Meldeemp­ fänger. Bei unserer Übung hat dann der Einsatzleiter im wei­ teren Verlauf die Alarmstufe erhöht und sowohl die Feu­ erwehr Wadgassen als auch noch die Feuerwehr Schwal­ bach und das Deutsche Rote Kreuz nachalarmiert.

Was passierte nach der ersten Alarmierung? Wolf: Wenige Minuten danach rückte der Einsatzleiter der Werk­ feuerwehr aus, um vor Ort die Situ­ ation zu erkunden und erste Maß­ nahmen einzuleiten. Ihm folgten kurz danach das Tanklöschfahr­ zeug, das Löschgruppenfahrzeug und der Krankentransportwagen der Werkfeuerwehr. Welche Maßnahmen wurden als Erstes eingeleitet? Wolf: Wir haben als Erstes natür­ lich die Person auf dem Dach be­ treut und uns um die gerettete Per­ son gekümmert. Wie lange hat es denn gedauert, bis die umliegenden Wehren am Einsatzort waren? Wolf: Die mitalarmierte Feuerwehr Bous traf sechs Minuten nach der Werkfeuerwehr ein. Nach Abspra­ che zwischen dem Einsatzleiter der Werkfeuerwehr und dem Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr wurden dann die nächsten Maßnahmen eingeleitet. Nämlich? Wolf: Der Mitarbeiter auf dem Dach wurde mit der Drehleiter ge­ rettet und am Gebäude eine Ab­ luftöffnung zur Belüftung geschaf­ fen. Zudem gingen zwei Trupps mit einer Wärmebildkamera ins Gebäude, um die Personen dort

Während der Übung wurden ja weitere benachbarte Feuerwehren nachalarmiert. Was hatten die zu tun? Wolf: Die Freiwillige Feuerwehr aus Wadgassen übernahm vom Hintereingang aus die Brandbe­ kämpfung im Keller, stellte einen weiteren Sicherungstrupp, baute die Wasserversorgung zu ihrem Tanklöschfahrzeug auf und über­ nahm die Verkehrssicherung. Und die Schwalbacher Feuerwehr hat zwei Trupps zur Menschenrettung im Gebäude und einen Atem­ schutztrupp gestellt. Zudem haben die Kameraden einen Hochdruck­ lüfter als Reserve am Einsatzleit­ wagen der Freiwilligen Feuerwehr Bous positioniert. Kam es zu einer gemeinsamen Atemschutzüberwachung für das gesamte Gebäude? Wolf: Nein, die wurde in jedem Ab­ schnitt einzeln durchgeführt. Welche Rolle spielten die beiden Wärmebildkameras der Freiwilligen Feuerwehr Bous?

Foto: Roland Sauer

Welche Rolle spielte das nachalarmierte Deutsche Rote Kreuz? Wolf: Wurde nach dem Eintreffen in die Lage eingewiesen und über­ nahm Versorgung, Betreuung und Transport der geretteten Personen. Was passierte, nachdem die Übung abgeschlossen war? Wolf: Nach der Übung wurden im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilli­ gen Feuerwehr Bous zuerst einmal die beteiligten Wehren, das Deut­ sche Rote Kreuz und einige Gäste offiziell begrüßt. Mit dabei wa­ ren neben dem Betriebsleiter der Abteilung Arbeitssicherheit und Werkschutz auch die Geschäfts­ führung des Stahlwerkes Bous und der Kreisbrand-Inspekteur des Landkreises Saarlouis. Sie alle kommentierten die Übung aus ih­ rer Sicht. Was sagte die Geschäftsführung des Stahlwerkes Bous zur Übung? Wolf: Die Geschäftsführung war sichtlich beeindruckt von der rei­ bungslosen und gezielten Zusam­ menarbeit. Sie dankte allen Kräften für deren Leistung. Aber das war noch nicht das Ende der Veranstaltung? Wolf: Nein, zum Abschluss gab es noch offizielle Beförderungen und einen kleinen Imbiss für alle. Vielen Dank für das Gespräch. 

Was soll ich werden? Schmiedewerke Gröditz · Nicht immer ist die Schule in der Lage, ihren Schülerinnen und Schülern bei der Berufswahl zu helfen. Umso besser, dass es den „Aktionstag Bildung“ der Industrie- und Handelskammer Dresden gibt.

A

uf ihre Frage „Was soll ich wer­ den?“ konnten Schulabgänger am 24. September in der Indust­ rie- und Handelskammer Dresden viele Antworten finden. Denn dort fand bereits zum 23. Mal der „Ak­ tionstag Bildung“ statt, der ihnen diverse Ausbildungsmöglichkeiten präsentierte. Auch in diesem Jahr nutzten viele Schülerinnen und Schüler der Region die Möglichkeit, sich detail­ liert zu informieren und beraten zu lassen. Viele von ihnen wurden dabei von ihren Eltern, Großeltern und Freunden begleitet.

Ansprechpartner waren mehr als 160 ausstellende Unternehmen. Sie waren mit rund 700 Ausbildern und Auszubildenden vor Ort, um auf dem IHK -Gelände über die ver­ schiedenen Ausbildungsberufe und deren Anforderungen aufzuklären. Auch die Schmiedewerke Grö­ ditz waren mit einem sechsköpfi­ gen Team vertreten – darunter die vier Auszubildenden Erik Schu­ mann (4. Ausbildungsjahr, Verfah­ rensmechaniker), Alexander Kohl (2. Ausbildungsjahr, Elektroniker für Automatisierungstechnik), Arthur Martin (2. Ausbildungsjahr,

Verfahrensmechaniker) und Manu­ el Bönitz (2. Ausbildungsjahr, Ver­ fahrensmechaniker). Angeleitet wurden sie von Andreas Donat (Betrieblicher Aus­ bilder) und Victoria Apitz (Sach­ bearbeiterin für Aus- und Wei­ terbildung). Gemeinsam stellten sie Interessenten die Inhalte, den Verlauf und die Anforderungen ih­ rer Ausbildung vor – und machten dabei deutlich, dass ihre Entschei­ dung, sich in Gröditz ausbilden zu lassen, eine gute Entscheidung war. In diesem Jahr stattete auch der IHK-Kammerpräsident Günter

glück auf · 4/2016 ........... 20

Die Gröditzer im Gespräch mit dem IHK-Kammerpräsidenten Günter Bruntsch

Foto: Andreas Donat

Bruntsch bei seinem Eröffnungs­ rundgang den Gröditzern einen Be­ such ab. Dabei stellte er den Azubis vor allem Fragen zu den Themen Ausbildungsentgelt, Urlaub und Übernahmegarantie.

Und so erwies sich der „Aktions­ tag Bildung“ wieder einmal als eine tolle Möglichkeit, für eine Ausbil­ dung bei den Gröditzer Schmiede­ werken zu werben. Victoria Apitz 


MENSCHEN & KONTAKTE   

Die Mädchen und Jungs erwartete ein spannendes Ferienprogramm, wie die Fotos auf der Seite beweisen.

Werksfotos

Klasse Idee Stahlwerk Bous · In den Schulferien sind Eltern immer auf der Suche. Schließlich will man seine Kinder auch in der Freizeit sinnvoll beschäftigen. Deshalb kam das Kinderbetreuungsangebot des Stahlwerkes für viele wie gerufen – eine Mischung aus Toben, Lernen, Spiel und Spaß. AUGENZEUGENBERICHT Mit der Zertifizierung zum „Familienfreundlichen Unternehmen“ wurde das Stahlwerk Bous (SB) bereits im März dieses Jahres für sein Engagement ausgezeichnet. Jetzt wurde man dieser Auszeichnung erneut gerecht: Man bot erstmals den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern während der Ferien eine Kinderbetreuung an. Eine ganze Woche lang wur-

den die Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren von einigen Mitgliedern des Steuerkreises „Familienfreundliches Unternehmen“ betreut. Jetzt hat man die Erfahrungen ausgewertet und ist sich sicher: Das wird nicht die letzte Ferienbetreuung gewesen sein. Wie die Kinderbetreuung aussah, beschreibt SB-Mitarbeiterin Jennifer Treib (Arbeitssicherheit/Umweltschutz): Den elf Kindern wurde in der Wo­ che ein abwechslungsreiches Pro­ gramm zum Thema „Insekten und andere Tiere“ gebo­ ten. Zwischendurch blieb noch genü­ gend Zeit, um selbst krea­

tiv tätig zu werden. Zudem konnte man sich entweder sportlich betä­ tigen oder einfach nur miteinan­ der spielen. An den ersten beiden Tagen durften die Kids zwei Insektenho­ tels neben der Lehrwerkstatt sowie kleine Insektenhotels für den hei­ mischen Garten oder Balkon bau­ en, fachmännisch angeleitet von Viktor Martin und Lutz Dekker. Al­ le haben tatkräftig mit angepackt. Und bereits kurz nach Fertigstel­ lung konnten die ersten „Bewoh­ ner“ einziehen. Mittwochs bekamen wir Besuch von Herbert Roth vom Bienen­ zuchtverein Ensdorf. Er brachte ei­ nen Schaukasten mit lebenden Tie­ ren, Imker-Ausrüstung und diverse Honigsorten zur Verkostung mit. So erhielten die Kinder einen Ein­ blick in die interessante Welt der

glück auf · 4/2016 .......... 21

Bienen. Ein weiteres Highlight war der Ausflug zur Greifvogelschule des nahe gelegenen Linslerhofes. Hier hatten die Kinder die Mög­ lichkeit, Eulen und Falken hautnah zu erleben und ihr Verhalten zu beobachten. Man durfte die Tiere sogar streicheln und auf dem Arm halten. All diese Angebote kamen sowohl bei den Kleinen als auch bei den Großen richtig gut an. Und am letzten Tag der Betreu­ ungswoche liefen schon die ersten Vorbereitungen für den Herbst auf Hochtouren. Denn fleißig bastel­

ten die Kinder selbst Drachen, die sie am Ende auch noch mit Finger­ farben bemalen konnten. Zum Glück hatte der Wetter­ gott in dieser Woche ein großes Herz und schickte uns viel Sonne. Und um die Hitze erträglicher zu machen, kam dreimal der Eismann vorbei. Zudem haben wir spontan eine Sprinkleranlage aufgestellt. Auch eine Wasserbombenschlacht sorgte kurzzeitig für Abkühlung – und na­ türlich für jede Menge Spaß.  


MENSCHEN

& KONTAKTE  

„Herkunft prägt und Herkunft entscheidet“

Vom guten Ton

Bildungskongress: Was wirkt sich alles auf unsere Gesundheit aus?

Stiftung fördert Optimierung der Tonübertragung der Waldbühne Kloster Oesede mit 8.000 Euro.

D

Verbrachten gemeinsam einige spannende Tage: Sponsoren und Akteure des Bildungskongresses.

E

r ist bereits zu einer festen Einrichtung in Stadt und Landkreis Osnabrück geworden: der Bildungskongress. Durchgeführt wurde er von Stadt und Landkreis Osnabrück, Hochschule und Universität Osnabrück. Gefördert wird er von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung. Die Veranstaltung fand bereits zum vierten Mal statt, diesmal im Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die mehr als 100 Teilnehmer kamen vor allem von Kindertagesstätten, Schulen, Jugendhilfeeinrichtungen, Bildungsträgern, Hochschule Osnabrück, Universität Osnabrück und Stiftungen. Das Programm wechselte zwischen Impulsvorträgen und Workshops. Dort befasste man sich unter anderem mit der Frage, welche Bedeutung und Auswirkungen Bewegung, berufliche Bildung oder Medienkonsum für bzw. auf die Gesundheit haben. So zeigte beispielsweise Birgit Babitsch (Uni-

versität Osnabrück) in ihrem Referat „Ungleiche Chancen in der Bildung, Ungleichheit in der Gesundheit“: Bildung sei eine der zentralen sozialen Determinanten für Gesundheit. Birgit Babitsch: „Herkunft prägt und Herkunft entscheidet.“ Deshalb müsse Gesundheitserziehung Bestandteil von Schul- und Organisationsentwicklung sein.

Fotos: Uwe Lewandowski

Bis zum nächsten Bildungskongress 2018 will man kontinuierlich an fünf Themen weiterarbeiten, die man in den Workshops angerissen hatte. Deshalb wurden Arbeitsgruppen gebildet, die sich damit in den nächsten zwei Jahren befassen sollen. Dr. Beate-Maria Zimmermann 

ie Freilichtbühne kann zukünftig auch mit einer neuen Tonübertragungsanlage punkten. Schließlich sollen die Zuschauer der Waldbühne Kloster Oesede bei den Theater- und Musical-Aufführungen einen optimalen Hörgenuss und eine störungsfreie Beschallung erleben. Das gesamte Technikprojekt hat 54.000 Euro gekostet. 26.000 Euro hatte die Stiftung der Sparkassen im Landkreis von Osnabrück und 8.000 Euro die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte beigesteuert. Der Rest der Summe wurde von der Stadt Georgsmarienhütte (17.000 Euro) sowie dem Förderverein der Waldbühne aufgebracht. Die Förderer freuten sich dabei über das besonders hohe ehrenamtliche Engagement und die hervorragende Jugendarbeit, die der Verein der Waldbühne leistet. Bei der Scheckübergabe hatten sie außerdem die Gelegenheit, die erst vor Kurzem erneuerte Elektro- und Netzwerktechnik zu begutachten. Auch hier hatte sich die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte an der Finanzierung beteiligt. Mit der neuen Tonanlage ist es bereits ihr sechstes finanzielles Engagement. Alles in allem hat sie die Waldbühne Kloster Oesede bislang mit 36.500 Euro gefördert. Dr. Beate-Maria Zimmermann 

Freuen sich über die Finanzierung der neuen Tonübertragungsanlage: Karl-Heinz Otten (Waldbühne), Landrat Michael Lübbersmann, Nancy Plaßmann (Geschäftsführerin Stiftung der Sparkassen im Landkreis von Osnabrück), Benjamin Tschesche (Waldbühne), Beate-Maria Zimmermann (Vorstand Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte), Oliver Hugo (Leiter Marktdirektion der Sparkasse Osnabrück), Dieter Selige (Stadtrat Foto: vl Georgsmarienhütte) und Bürgermeister Ansgar Pohlmann.

War für die Universität Osnabrück vor Ort: Prof. Bernhard Müßgens.

Laufende Einnahmen.

5.100 Euro aus dem 4. Osnabrücker Zoo-Lauf wurden Ende Oktober an die Vertreter der Projekte „Sportler 4 a childrens world“ und „Deutsch lernen im Zoo“ überreicht. Beide Initiativen setzen sich gezielt für Kinder ein. Eine Hälfte des Betrags ergab sich aus den Startgebühren; insgesamt waren 374 Läuferinnen und Läufer bei einem der vier Läufe am Start (Bambini-Lauf, 3-Kilometer-Fun-Lauf, 6-Kilometer-Nordic-Walking oder 10-Kilometer-Zeitlauf). Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die schon seit Jahren auch das Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ fördert, hatte diesen Betrag verdoppelt. So durften sich am Ende beide Projekte über je 2.550 Euro freuen. Der Verein „Sportler 4 a childrens world“ hilft Kindern in Notsituationen, stärkt ihre Rechte und fördert ihre Integration. „Deutsch lernen im Zoo“ führt mit Grundschülern kostenlose Besuche des Osnabrücker Zoos mit Sprachförderung durch. Dem Anlass entsprechend nahmen die Vertreter der Kinderprojekte ihre Schecks laufend im Empfang. pkm 

Foto: vl

Herbstakademie.

Die Herbstakademie Osnabrück fördert und fordert ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 jeweils aus acht Gymnasien der Osnabrücker Region. Dabei setzen sie sich während der Herbstferien drei Tage lang mit Themen auseinander, die so nicht Unterrichtsstoff in den Schulen sind. In diesem Jahr ging es beispielsweise um nachhaltige Energietechnik, Philosophie im Alltag, Lebensmittelwissenschaft oder auch die Präsidentschaftswahlen in den USA . Fachlich unterstützt werden sie dabei von Universität und Hochschule Osnabrück. Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte unterstützt regelmäßig die Herbstakademie. Das Foto zeigt Organisator Reinhardt Fulge (rechts) und Ernst Schwanhold, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung (3. von rechts), im Kreise einiger Schüler im Zuge der Abschlusspräsentation im Kreishaus. Dort hatten die Jugendlichen einige Arbeitsergebnisse vorgetragen. Dabei ging es um die Frage, wie Metalle zur Mobilität von morgen beitragen oder in welchen Bereichen zukünftig Roboter zum Einsatz kommen können. Dr. Beate-Maria Zimmermann 

glück auf · 4/2016 ........... 22

Foto: vl


MENSCHEN

& KONTAKTE  

Über 42.000 Visitenkarten fanden ihren Weg nach Zorge

PRONOVA BKK

Harz Guss Zorge · Pförtner Reinhard Klein: Ein Sammler aus Leidenschaft.

D

ie Sammelleidenschaft von Reinhard Klein begann 1990, als er in der Pforte von Harz Guss Zorge zu arbeiten begann. Das Ob­ jekt seiner Begierde: Visitenkarten. Am Anfang sammelte er sie, um sich die vielen verschiedenen Na­ men zu merken und die Besucher fehlerfrei im Betrieb bzw. bei der Geschäftsführung anzumelden. Doch als so nach und nach immer mehr Karten in der Pforte bei Reinhard Klein eintrafen, packte ihn die Sammelleiden­ schaft. Ab jetzt fragte er die vie­ len Besucher aus aller Welt gezielt nach neuen und aufregenden Vi­ sitenkarten. Mittlerweile bekommt Herr Klein regelmäßig Post: Briefe oder gar Pakete mit neuen Visitenkarten. Manche der Postsendungen enthielten sogar schon über 1.000 Karten auf ein­ mal. Viele Besucher aus dem Aus­ land bringen extra für ihn neue, kleine Schatzsammlungen mit. Von Kollegen, die viel unterwegs sind, erhält er ebenfalls Visitenkar­ ten, die sie fleißig auf Dienstreisen gesammelt haben.

Foto: © fotolia.de /Jenifoto

Lecker Frühstück Reinhard Klein mit Teilen seiner imposanten Sammlung

Werksfoto

Die Bilanz kann sich sehen las­ sen: Nach über 25 Jahren besitzt Reinhard Klein eine Visitenkarten­ sammlung von sage und schreibe 42.300 Stück. Diese Karten kom­ men aus aller Welt, beispielsweise aus Ländern wie China, Japan, In­ dien, den Vereinigten Arabischen

Emiraten, Australien, Russland und natürlich Europa. Würde man alle Visitenkarten aneinan­ derreihen, so käme man auf etwa 3,5 km Länge. Der häufigste Buch­ stabe bei den Nachnamen ist übri­ gens der Buchstabe „S“. So ganz nebenbei erfüllt seine Sammlung auch noch einen prak­ tischen Zweck. Denn wer bei Harz Guss Zorge Kontaktdaten benötigt, kann sich vertrauensvoll an Rein­ hard Klein wenden. Laura Genne 

Tordifferenz musste Turnier entscheiden

Nicht nur Engländer und Skandinavier frühstücken warm. Porridge steht dabei überall hoch im Kurs.

E

gal ob Langschläfer oder Frühaufsteher: Ein leckeres und gesundes Frühstück ist die Basis für einen guten Tag. So sind wir konzentriert bei der Arbeit und können stressige Aufgaben gelassener angehen. Die Vielfalt am Frühstückstisch hierzulande ist groß. Ob Brot, Marmelade, Wurst, Käse oder Müsli mit Joghurt: Jeder hat seine eigenen Vorlieben. Doch bei aller Vielfalt gilt: Die Deutschen frühstücken (vom Kaffee oder Tee mal abgesehen) – meist kalt! Ganz anders sieht es in Ländern wie Indien oder China aus. Hier beginnt der Tag warm. Besonders beliebt sind gedünstetes Obst, warmer Getreidebrei oder Suppe. Aber auch in Teilen Europas wird morgens warm gegessen. Ein Beispiel dafür ist Porridge (ursprünglich ein schottisches Bauern­ essen, das zu allen Tageszeiten verzehrt wurde). Der gekochte Haferbrei zählt nicht nur in Großbritannien, sondern auch in Skandinavien zum festen Bestandteil des Frühstücks. Mit frischem oder getrocknetem Obst sowie Nüssen und Gewürzen schmeckt er immer wieder anders. Noch mehr Abwechslung versprechen neue Getreidesorten. Wer sich vegan ernährt oder keine Milch verträgt, kann seinen Lieblingsbrei mit Wasser, Soja- oder Getreidedrinks zubereiten. Auch eine glutenfreie Variante ist lecker. Am besten einfach mal austesten! Weitere Ernährungstipps gibt es unter www.pronovabkk.de. Annemike Gößmann 

Bahntechnik Brand-Erbisdorf · Fußball verbindet – auch innerhalb von (Schwester-)Unternehmen. Das Jahresturnier der Bahntechniker war wieder einmal eine „runde Sache“ – diesmal mit einer Gastmannschaft aus Gröditz.

D

as Fußballturnier des Ge­ schäftsbereiches Bahntechnik fand in diesem Jahr in Brand-Er­ bisdorf statt. Leider konnten die Ilsenburger dieses Mal nicht teil­ nehmen. Offiziell nachgerückt ist an ihre Stelle das Team der Schmie­ dewerke Gröditz, das ursprünglich lediglich als Gastmannschaft an dem Turnier teilnehmen wollte. Und so kämpften die Mann­ schaften der Schmiedewerke, der Bahntechnik Brand-Erbisdorf und

der Bochumer Verein Verkehrstech­ nik jeweils in einem Hin- und Rückspiel um den goldenen Po­ kal. Einige Spiele gingen deutlich zugunsten einer Mannschaft aus, andere wiederum waren offen und spannend bis zur letzten Sekunde. Unterm Strich beendeten al­ le Mannschaften das Turnier mit gleicher Punktzahl. Nur aufgrund der Tordifferenz standen die Jungs aus Gröditz auf dem Treppchen ganz oben. Der Bochumer Verein

STAHLWERK BOUS

erreichte Platz zwei; die Gastgeber bildeten das Schlusslicht. Alles in allem erlebten Sportler, Betreuer und die zahlreichen Zu­ schauer wieder einmal ein schönes sportliches Highlight. Abgerundet wurde das Turnier in der Pause von einer sportlichen Show des inter­ national bekannten Ring-Akroba­ ten Robby Robbix aus Dresden und einer super „Verpflegung“. Franziska Kaden  Foto: privat

B2RUN.

Bereits zum elften Mal nahmen Mitarbeiter des Stahlwerkes Bous (SB) am Firmenlauf in Dillingen teil. Dort gingen in diesem Jahr unter dem neuen Namen B2RUN (Business to run) etwa 14.000 (!) Läuferinnen und Läufer aus 750 Unternehmen an den Start. Sie alle absolvierten – ebenso wie die 22 Läufer und zwei Läuferinnen vom Stahlwerk Bous – eine 5,2 km lange Strecke rund um den Dillinger Stadtpark. Bei herrlichem Sonnenschein fiel um 18 Uhr der Startschuss. Das riesige Lauffeld erforderte natürlich eine spezielle Start-Choreografie: Im Abstand von 20 Minuten wurde Gruppe für Gruppe auf die Strecke geschickt (man hatte die Läuferinnen und Läufer vorab entsprechend in Gruppen aufgeteilt). Nachdem alle Teilnehmer das Ziel erreicht hatten, trafen sich nicht nur die SB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in gemütlicher Runde, um das Lauferlebnis gemeinsam ausklingen zu lassen. Der Firmenlauf wird immer beliebter und findet bundesweit statt. So wurden in diesem Jahr bereits in 17 deutschen Städten B2RUN -Läufe organisiert. Das Foto zeigt einige der Läufer vom Stahlwerk Bous. Christian Großmann  Alle teilnehmenden Mannschaften

Werksfoto

glück auf · 4/2016 ........... 23


MENSCHEN

& KONTAKTE  

Aus Spaß an der Freude

SCHMIEDEWERKE GRÖDITZ

GMHütte · Beim nächsten Hüttencup sind noch Plätze frei.

Ausrichter und Gewinner (von links nach rechts): Volker Glane, Wolfgang Semberger, Hans-Günter Randel und Evelyn Pallas.

Foto: Thomas Bußmann

D

as Organisationsteam um Christel Brinkmann, Hans-Gün­ ter Randel und Volker Glane hatte wie jedes Jahr zum „Hüttencup‘“ eingeladen. Um 17 Uhr trafen sich bei hochsommerlichen Temperatu­

ren 17 kampferprobte aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen auf der Tennisanlage des TuS Glane. Auf vier Plätzen wurden die gemäß Spielplan angesetzten „Doppel“ ausgetragen. Die Spielzeit betrug

PERSONALIA// 4. Quartal 2016

jeweils 25 Minuten. Danach wur­ den die Paarungen neu zusammen­ gestellt. So hatte jeder Teilnehmer vier teilweise hart umkämpfte Spie­ le auszutragen, die glücklicherwei­ se alle ohne nennenswerte Verlet­ zungen endeten. Der Tag konnte dann umso entspannter mit eini­ gen alkoholfreien Kaltgetränken, lecker Gegrilltem und selbst ge­ machten Salaten am Abend aus­ klingen. Alles war – wie immer – perfekt organisiert. Und wie immer stand der Spaß im Vordergrund. Höchst­ leistungen wurden nicht erwartet. Zum Dank an den TuS Glane, der wieder einmal die gesamte Tennis­ anlage zur Verfügung gestellt hatte, entrichteten alle Teilnehmer eine kleine Spende für die Jugendarbeit des Tennisvereins. Übrigens: Den Siegerpokal der Frauen gewann in diesem Jahr die „Aushilfsspielerin“ Evelyn Pallas, den der Herren Wolfgang Sember­ ger. Sie und alle anderen Teilneh­ mer sind sich sicher: Der nächste Hüttencup kommt bestimmt. Neue Spielerinnen und Spieler sind übri­ gens herzlich willkommen. Thomas Bußmann 

Immer mehr Asylbewerber suchen Ausbildungsplätze Pleissner Guss · Bock auf Job? Berufsfindungsbörse will Jugendlichen auf die

Foto: Christel Horn

Sonderurlaub.

Die Jubilarfeier der Schmiedewerke Gröditz fand in diesem Jahr im Kulturzentrum in Großenhain statt. Bereits seit zehn Jahren ist es üblich, bei dieser Veranstaltung unter den Jubilaren drei attraktive Preise zu verlosen. Die glücklichen Gewinner waren in diesem Jahr (von links nach rechts) Philipp Marquardt aus der Mechanischen Bearbeitung (3. Platz: Sachgutschein), Franziska Apelt aus der Mechanischen Werkstatt (1. Platz: Reisegutschein und fünf Tage Sonderurlaub) und Ulf Matthäus aus dem Stahlwerk (2. Platz: Sachgutschein). Christel Horn 

Sprünge in den Beruf helfen. Spürbar große Nachfrage bei Asylbewerbern.

D

ie 14. Eichsfelder Berufsfin­ dungsbörse Mitte November in Duderstadt bot Jugendlichen erneut die Chance, Kontakt mit Unternehmen aus der Region auf­ zunehmen. Dabei konnten sie sich ein Bild der verschiedenen Ausbil­ dungsmöglichkeiten im Eichsfelder Umland verschaffen. Pleissner Guss präsentierte ebenfalls ihre Ausbildungsplätze für 2017 – unter dem in der Regi­ on bekannten Motto „Bock auf Job?“. Zudem stellte man die Aus­ bildungsangebote von Harz Guss Zorge vor (im Gegenzug kommuni­ zierten die Zorger die Ausbildungs­

angebote von Pleissner Guss am Berufsinformationstag Osterode). Mit im Pleissner-Börsenteam waren auch die Auszubildenden Sebastian Flechtner, Madlin Hart­ mann, Phillip Kaufmann, Björn Korsen, Gabriel Kliem, Eric Na­ gel, Sam Salzmann und Jan-Oliver Schreiber. Sie konnten den Jugend­ lichen authentische Einblicke in die Tätigkeiten und den Ablauf der verschiedenen Berufsausbildungen geben. Am Ende des Tages durfte Pleissner ein durchaus positives Re­ sümee der Veranstaltung ziehen. In diesem Jahr war die Berufs­ findungsbörse geprägt von jungen

Asylbewerbern und Flüchtlingen. Dabei sah sich auch Pleissner in­ teressierten und in vielen Fällen gut ausgebildeten Menschen ge­ genüber, die aus verschiedensten Gründen den Weg nach Europa eingeschlagen haben. Große Schwierigkeiten, so die Betreuer, hätten sie weiterhin mit der deutschen Sprache. Allerdings nicht wegen mangelnder Motiva­ tion. Vielmehr könnten aufgrund fehlender Sprachlehrer zu wenig Sprachkurse und vergleichbare För­ derungen angeboten werden. Raphael Nossek 

der Abschied. Auf glückauf-

Redaktionskonferenz in Wernigerode (nahe BVV -Werk Ilsenburg) wurden zwei Redakteursmitglieder verabschiedet: Sarah-Fee Kim und Eberhard Mehle, beide von der Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH. Die Verabschiedung war aufgrund der Veräußerung der GMH -Bahngruppe unvermeidlich geworden – und löste bei den anderen Redaktionsmitgliedern großes Bedauern aus. Schließlich hat man sich im Laufe der jahrelangen Zusammenarbeit kennen und schätzen gelernt. Vor allem Eberhard Mehle war im Laufe seiner sehr langen Tätigkeit für glückauf zu einer tragenden Säule des Redaktionsteams geworden. pkm  Foto: vl

glück auf · 4/2016 ........... 24

BETRIEBSJUBILÄEN Geschäftsführungen und Betriebsräte gratulieren den Jubilaren und sagen Dank für die langjährige Betriebstreue. glück auf wünscht alles Gute für die Zukunft, beste Gesundheit und viel Erfolg.

STAHL MVO Metallverarbeitung Ostalb GmbH 20 Jahre: Torsten Schwanbeck

Mannstaedt GmbH

25 Jahre: Frank Lützenkirchen (Walzwerk) und Holger Rath (Zerspanungszentrum) 35 Jahre: William Barrie (Walzwerk)

Stahlwerk Bous GmbH

25 Jahre: Gerhard Hansen (Erhaltung), Andreas Laska, Fadil Shabani und Ünal Subasi (alle Stahlwerk)

Georgsmarienhütte GmbH

25 Jahre: Ingo Ebel (Walzenwerkstatt)

SCHMIEDE Schmiedewerke Gröditz GmbH

10 Jahre: Tobias Arnold (Datenverarbeitung), Hartmut Dietze (Mechanische Bearbeitung) und Sandra Ernst (Einkauf) 20 Jahre: Uwe Dietrich (Werkssteuerung), Kathrin Marth (Qualitätswesen) und Christine Ritter (Auftragszentrum) 40 Jahre: Cornelia Recklebe (Finanzen/Controlling)

Gröditzer Vertriebsgesellschaft mbH

10 Jahre: Andreas Ritter (Strategie/ Markt)

Gröditzer Kurbelwelle Wildau GmbH

10 Jahre: Gunar Dommisch (Fertigung) 20 Jahre: Manuel Schubert (Fertigung)

Wildauer Schmiedewerke GmbH & Co. KG

10 Jahre: Alexander Ens (Schmiede), Axel Götze (Adjustage) und Klaus-Peter Müller (Wärmebehandlung)

Energietechnik Essen GmbH 25 Jahre: Gerhard Schneider (Qualitätsstelle)

Gröditzer Werkzeugstahl Burg GmbH

20 Jahre: Jens Hammecke (Betriebsleitung) und Frank Peschke (Fertigung)

GUSS Pleissner Guss GmbH

25 Jahre: Henri Zwanziger (Formanlage) 40 Jahre: Axel Fabers (Kernmacherei)


Die  - Beilage zum Nachwuchs in der GMH Gruppe

Trügerischer Baby-Boom G

ibt es Grund zur Hoffnung? „Deutschland erlebt einen kleinen Babyboom“ titelte die Süddeutsche Zeitung Ende Juni dieses Jahres. Denn 2015 kamen in Deutschland 738.000 Kinder zur Welt – 23.000 mehr als im Vorjahr. Also wächst die Bevölkerungszahl wieder? Leider nein. Denn im gleichen Zeitraum – Achtung Amtsdeutsch! – ist auch der „Sterbeüber­ schuss“ gewachsen (sprich: sind in Deutschland mehr Men­ schen gestorben als geboren wurden). Dann erfreuen wir uns lieber an dem, was wir schon sicher verbuchen können: dem Nachwuchs der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GMH Gruppe. Schauen Sie mal, ob Sie einen Ihrer Kolleginnen oder Kollegen wiedererkennen. Viel Spaß dabei! Ihre glückauf-Redaktion

Richard Liebke; Vater: Marcel Liebke, FWH Stahlguss

Luisa Trappmann; Dr. Christian Trappmann, Mannstaedt

Leonas-Arthur Schubert; Vater: Andre Schulz, Harz Guss Zorge

Anni Gädtke; Vater: Sven Gädtke, Schmiedewerke Gröditz

 aul Lasse Kopsch; Vater: Silvio Kopsch, P Schmiedewerke Gröditz

Pia Makel; Mutter: Michaela Makel, BVV

 ennart Pelka; Vater: Kay Pelka, L Harz Guss Zorge Philipp Borrmann; Vater: Sascha Borrmann Schmiedewerke Gröditz

Amilia-Florentine Wähner; Vater: Mario Wähner, Schmiedewerke Gröditz

Kariem Elsabagh; Vater: Sami Elsabagh, GMHütte

Milan Saric; Vater: Igor Saric, Pleissner Guss Merve Kandil; Vater: Murat Kandil, BVV  li Burak Doganci; Vater: Adnan Doganci, A Mannstaedt

 elix Franke; Vater: Markus Franke, F Mannstaedt

 reta Drewitz; Vater: Kay Drewitz, G Schmiedewerke Gröditz

Jannik Levi Sperlich; Vater: Sperlich, BVV

......... 25

J onas Kolb; Vater: Sebastian Kolb, Mannstaedt


 oritz Altmann; M Vater: Max Altmann, Schmiedewerke Gröditz

 elix Naujok; F Vater: Thomas Naujok, GMH Systems

 iana und Liana Rott; D Mutter: Swetlana Rott, RRD

Paul Fries; Vater: Christof Fries, Gröditzer Vertriebs­­gesellschaft

Finja Seifert; Vater: Kim Seifert, RRO

 elmut Lieder; H Mutter: Grit Lieder, Schmiedewerke Gröditz

S cott Arran Schünemann; Mutter: Jeannine Schünemann, Vater: Martin Heiligenstadt, beide BVV Alexander Kiel; Stefan Kiel, Harz Guss Zorge Veronika Bauer; Vater: Alexander Bauer, Mannstaedt

Alicja Hoffmann; Vater: Sebastian Hoffmann, Stahlwerk Bous  etizia Murillo Ahmet Oglou; L Mutter: Jennifer Murillo, Schmiedag

Anna Lippmann; Mutter: Julia Lippmann, Schmiedewerke Gröditz

Leni Weise; Mutter: Anika Meyer, Schmiedewerke Gröditz

 mily Buhl; Vater: Christian E Buhl, GMH Systems I nka Nagel; Vater: Kai Hennig, Schmiedewerke Gröditz

Benjamin Schuster; Mutter: Janine Schuster, Schmiedewerke Gröditz

 emus Adrian und Robin Arthur Ritter; R Vater: Andreas Ritter, Gröditzer Vertriebsgesellschaft

 uana Fragapane; L Vater: Salvatore Fragapane, Stahlwerk Bous

 lisa Köhne; E Vater: Markus Köhne, GSG

 .................. 26

 eonas Bause; Vater: L Martin Bause, Pleissner Guss


 ika Seidel; M Mutter: Carina Seidel, GMHütte

Sophia Schneider; Vater: Sebastian Hinke, Harz Guss Zorge

 aura Marie Hatz; L Vater: Stefan Hatz, Stahl Judenburg

 evi Enrik Schöne; L Vater: Christoph Schöne, Mutter: Ramona Schöne-Hiestand, beide GMHütte  aul Clemens Schriefl; P Mutter: Marisa Schriefl, Stahl Judenburg  ia Maria Hehmann; P Vater: Kai Hehmann, GMH Blankstahl

 eo Engler; L Vater: Ludwig Engler, Stahlwerk Bous

Ensar Akdogan; Vater: Baris Akdogan, GMHütte

 erle Linja Suppelt; M Mutter: Melanie Suppelt, GMHütte

 hileas Kröger; P Vater: Julian Kröger, GMHütte

 arlo Flaßpöhler; C Mutter: Lena Flaßpöhler, GMH Systems

 eon Noel Schuhmacher; L Vater: Klaus-Peter Schuhmacher, Stahlwerk Bous

 stelle Isabelle Hoffmann; E Vater: Matthias Hoffmann, Stahlwerk Bous  lif Zahide Kantar; E Vater: Fatih Kantar, GMHütte

J akob Mittelbach-Krenn; Vater: Thomas Krenn, Stahl Judenburg

Hanna und Elina Albrecht; Vater: Alexander Golla, Schmiedewerke Gröditz

 .................. 27


DIES & DAS    glück auf unterwegs Foto: mw

Und wo bleibt Ihr Foto? Möchten Sie auch ein Bilderrätsel einreichen? Machen Sie einfach ein Foto mit der glückauf im Vordergrund. Im Hintergrund müssen genügend charakteristische Details zu erkennen sein, um erraten zu können, wo bzw. in welcher Stadt das Foto geschossen wurde. Mailen Sie Ihr Foto einfach an m.krych@rro-gmbh.de.

Haben Sie’s gewusst? Foto unten: Armin Schröder (RRO -Händler) liest seine glückauf im berühmten Monument Valley in Colorado (USA ) – inmitten der Traumkulisse für eine Vielzahl von Western-Filmen. Unter den richtigen Einsendungen (vielen Dank für Ihre Teilnahme!) wurde als Gewinner Christian Banovsek (Walzwerk, Stahl Judenburg) ausgelost. Wir gratulieren! (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)

Kombinieren Sie mal !

IH R G E W IN N !?

Foto: Finnegan Schröder

Foto: privat

GMH-Regen-Set Wind- und Regenjacke mit GMH-Logo Rot, wasserabweisendes Nylon mit integrierter Kapuze, Signet in Reflex-Silber auf Brust und Rücken Schlauchschal mit GMH-Logo Fluoreszierendes Gelb, Größe 50 x 24 cm, Polyester-Microfleece, atmungsaktiv, nahtlos Regenhut mit GMH-Logo Gefüttert, schwarz, mit Signet in Reflexsilber Rucksack-Überzug mit GMH-Logo Gelber Rucksacküberzug mit Reflektionsstreifen und Logo in Reflex-Silber, inkl. Zugband, 85 x 65 cm Wir wünschen viel Erfolg!

Wo liest Armin Schröder (RRO -Händler) seine glückauf? Vor knapp 2000 Jahren ereignete sich in dieser italienischen Stadt eine Tragödie. Schuld daran war der harmlos aussehende Berg im Hintergrund, der es allerdings in sich hat(te). Seit dieser Tragödie lag hier lange der Hund (und vieles andere mehr) begraben. Tipp: Auch mit einem 16 VALVE SUV kommen Sie nicht den Berg hoch. Wie heißt die antike Stadt? Senden Sie die richtige Antwort an m.krych@rro-gmbh.de oder (mit einer Postkarte) an Matthias Krych, RRO GmbH, Rheinstraße 90, 49090 Osnabrück. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2017. Gehen mehrere richtige Antworten ein, entscheidet das Los. Der Gewinner kann sich diesmal über ein GMH-Regen-Set aus dem GMH -Fanshop freuen.

5-FEHLER-SUCHBILD

ZULETZT NOTIERT …

Es ist gar nicht so leicht: Erkennen Sie die fünf Unterschiede zwischen Original und Fälschung. Was fehlt in der Fälschung? Das Original-Foto ist diesmal bei der Georgsmarienhütte GmbH entstanden. Fotografiert und die Fehler eingebaut hat Felix Treppschuh von der Rohstoff Recycling Osnabrück. Und falls Sie nicht alle fünf Fälschungen erkennen sollten: Die Lösung finden Sie auf www.glueckauf-online.de.

ORIGINAL Foto: vl

Morgenröte in Georgsmarienhütte  

glück auf · Rät­sel ein Zeitmesser

Ruheständler

Kaisername

Kehraus

Ballsportbegriff

binär

Gefühl v. Furcht und Abscheu

männlicher Verwandter

Gottlosigkeit Fremdwortteil: zu, nach

zerbrechlich spanisches Volksfest

unsportlich

Wassersportler

Fussel

hin und ...

FÄLSCHUNG

kirchlicher Amtsbereich

nicht öfters höfliche Anrede in England

Bedauern des eigenen Tuns rechter Quellfluss der Donau

Teil der Bahnanlage

Gewürzständer

Brustknochen dt. Musikproduzent (Jack)

Pflanzenhalm Schneeanhäufung

Weberkamm Geheimdienst der USA (Abk.)

ein Ergebnis ermitteln

arabische Langflöte

französisch: er

leichter Einspänner Backmasse

Säugetiergattung

glück auf · 4/2016 ........... 28

engl. Fürwort: er

Zahlenübersicht

glueckauf-4-2016  

glückauf 4-2016 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you