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 GMH

GRUPPE  

Werkstoff Stahl hat fürs Auto kräftig abgespeckt GMHütte · Automobilbauer sind ständig auf der Suche nach leichteren Materialien. Kann Stahl da noch mithalten? Stahl kann! Welche Leichtbauideen umgesetzt werden könnten, zeigte der TechDay bei Opel.

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echDay Mitte November bei Opel auf dem Firmengelände in Rüsselsheim: Unter dem Titel „Initiative Massiver Leichtbau“ in­ formierten 15 Projektpartner – da­ runter auch die GMH ütte – über Neuentwicklungen im Stahlleicht­ bau. Sie präsentierten ihre Ide­ en auf eigenen Ständen im Foyer des Auditoriums. Hinzu kamen Hands-on-Diskussionen, interakti­ ve Info-Angebote und 10-minütige Impulsvorträge zu Motor, Getrie­ be, Antriebsstrang und Fahrwerk. So präsentierten Oliver Rösch und Henning Dickert (beide GMH ütte) in ihrem Vortrag „Stähle für effizi­ ente Prozesse und Leichtbau“ die Potenziale neuer Entwicklungen. Die Tagung war mit mehr als 70 Interessenten sehr gut besucht. Neben Entwicklern, Konstrukteu­ ren und Einkäufern traf man auch Mitglieder der Direktorenebene oder Vertreter aus anderen Berei­ chen. Zu beobachten war ein reger Austausch zwischen Opel-Experten und Ausstellern. „Die Inhouse-Veranstaltung bot eine gute Plattform, den direkten Kontakt zu den Entscheidern bei Opel aufzunehmen und ihnen die enormen Potenziale des massiven Leichtbaus aufzuzeigen“ so Tobias

Hain, Geschäftsführer Industriever­ band Massivumformung e. V. Hin­ tergrund der Veranstaltung: Seit 2013 haben sich 35 Stahlhersteller und Umformunternehmen sowie

ein Ingenieurdienstleister zusam­ mengeschlossen, um gemeinsam an dem Megatrend „Automobiler Leichtbau“ zu arbeiten. Projektna­ me: Initiative Massiver Leichtbau.

Foto: Henning Dickert

Oliver Rösch (links) im Gespräch mit anderen Fachleuten

Aufklärungsarbeit mit „Rotem Apfel“ belohnt Schmiedewerke Gröditz · Davon profitieren sie ihr ganzes Berufsleben lang: Azubis lernen, auf ihre Sicherheit zu achten und ihre Gesundheit zu schützen. Gesundheitsprogramm erhält den GesundheitsAward 2015 der GMH Gruppe.

D

ie Erfahrung von Generatio­ nen von Ausbildern zeigt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Dies gilt auch in Be­ zug auf viele Marotten, die man

Zunächst wurde jeder Azubi zum Ersthelfer ausgebildet. Danach wurden Haut- und Augenschutz, gesunde Ernährung und Suchtge­ fahren thematisiert. Am Ende ihrer Ausbildung star­ teten die Azubis jetzt nicht nur als Fachmänner und -frauen in den Berufsalltag. Sie sind auch erfolg­ reiche Absolventen des inzwischen „GMH -zertifizierten“ Gesundheits­ programms. So viel Engagement imponierte auch dem Steuerkreis Gesundheits­ management in der GMH Gruppe. Er zeichnete deshalb die Bemühun­ gen der Schmiedewerke mit dem „Roten Apfel“ des Gesundheits­ Awards 2015 aus. Henrik Schönstedt 

„Roter Apfel“ und „Grüne Birne“

Titelträger bislang

Der ROTE APFEL wird für die effektivste Gesundheitsmaßnahme des Jahres verliehen. Die GRÜNE BIRNE gilt als Sonderpreis für Maßnahmen, die anderweitig positiv herausstechen. Vergeben werden die beiden Auszeichnungen vom Steuerkreis Gesundheits­ management auf Gesamtprojektebene der GMH Gruppe. Entworfen und gegossen haben die beiden „Trophäen“ die Auszubildenden der Friedrich Wilhelms-Hütte Eisenguss. Und da die Gewinner ihren Preis – sprich: Apfel bzw. Birne – behalten dürfen, werden die Azubis jedes Jahr mit dem Gießen betraut.

sich beim Arbeiten bzw. am Arbeits­ platz oder auch bereits während der Ausbildung angewöhnt. Auch sie sind schwer wieder abzulegen

In Phase I (2013 – 2014) wurde ein Mittelklasse-Pkw untersucht, um Leichtbaupotenziale massiv­ umgeformter Komponenten zu eruieren. Ermittelt hat man ein

Einsparpotenzial von 42 kg in An­ triebsstrang und Fahrwerk. In Pha­ se II (2015–2016) befasste man sich mit einem leichten Nutzfahrzeug bis 3,5 t. Dabei hat man in An­ triebsstrang und Fahrwerk Leicht­ baupotenziale von 99 kg identifi­ ziert. Beide Ergebnisse gestatten nicht nur weniger Gewicht, weniger Energieverbrauch und weniger C02-Ausstoß. Sie zeigen auch, dass Stahl gegenüber konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstof­ fen punkten kann. Der TechDay bei Opel überzeug­ te auf ganzer Linie. Jetzt will man das Konzept der Tagung für weite­ re Veranstaltungsorte und Kunden übernehmen. pkm 

Der „Rote Apfel“ steht für den GesundheitsAward der GMH Gruppe Foto: vl und wurde für 2015 an die Schmiedewerke Gröditz vergeben.

– selbst wenn sie der eigenen Gesundheit schaden oder die ei­ gene Arbeitssicherheit gefährden. Diese Erkenntnis hatte auch den Mitgliedern des Ar­ beitsschutz- und Umweltausschus­ ses der Schmiedewerke Gröditz zu denken gegeben. Ihre Antwort dar­

auf war ein Programm zur Gesund­ heit und Arbeitssicherheit für ihre Auszubildenden. Kernanliegen des Programms: die Azubis in ihrer Lebenswirklich­ keit abholen, sie auf Augenhöhe ansprechen und ihr Gesundheits­ bewusstsein schärfen – sowohl im betrieblichen als auch im privaten Umfeld. Der richtige Mix macht’s!

glück auf · 4/2016 ............. 6

2012 Roter Apfel: Prävention bei psychischen Belastungen GB Rohstoff Recycling Grüne Birne: Gesundheits- und Familientag Harz Guss Zorge 2013 Roter Apfel: Belastungswechsel FWH Eisenguss Grüne Birne: nicht vergeben 2014 Roter Apfel: Plan Gesundheit Mannstaedt Grüne Birne: Geissler radelt Heinrich Geissler 2015 Roter Apfel: Azubi-Gesundheits­ programm der Schmiedewerke Gröditz Grüne Birne: nicht vergeben

KURZNEWS

45-Grad-Wäsche

Eine effiziente Qualitätsprüfung erfordert Gussstücke mit möglichst sauberer Oberfläche. Pleissner Guss hat dieses Problem jetzt grundsätzlich gelöst: mit einer speziellen „Waschmaschine“. >>> auf Seite 15

80-m2-Stand

Ein bisschen was geht immer. Dies gilt auch für die schwierigen Wirtschaftsbeziehungen zu Russ­ land. Denn auf der Metal-Expo in Moskau war die GMH Gruppe mit einem 80 m2 großen Messestand vertreten. >>> auf Seite 17

50-Tonnen-Traum

Bei Mannstaedt erobern derzeit zwei junge Damen eine Männer­ domäne. Denn sie werden zu Fachkräften für Lagerlogistik ausgebildet. Ihr großer Traum: einmal 50 Tonnen zu bewegen. >>> auf Seite 18

42.000-Marke

Sie werden vielleicht bald zum alten Eisen zählen: Visitenkarten. Und so wie manche Leute Brief­ marken sammeln, hat Reinhard Klein von Harz Guss Zorge bislang über 42.000 Exemplare aus aller Herren Länder zusammengetragen. >>> auf Seite 23

glueckauf-4-2016  

glückauf 4-2016 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.

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