Page 10

 GMH

GRUPPE  

Judenburg feilt an Feierlichkeiten

Barcode ist offenes Buch

Stahl Judenburg · Stahlwerk begeht 111-Jähriges.

Weshalb Ihre Bordkarte zum Sicherheitsrisiko werden kann. Weshalb Sie

REISETIPP

mehr Zeit beim Fliegen einplanen müssen. Weshalb China noch näher rückt.

Werksfoto

I

m österreichischen Unternehmen der GMH Gruppe laufen die Vorbereitungen für die 111-Jahr-Feier bereits auf Hochtouren. Daran beteiligt sind viele Beschäftigte – von der Lehrlingswerkstatt bis hin zur Verwaltung. Überall arbeitet man akribisch und mit Nachdruck am Mitarbeiterfest, das am 30. September stattfinden soll. „Unsere Azubis feilen seit geraumer Zeit an einem Erinnerungsgeschenk für alle teilnehmenden Mitarbeiter und die zahlreichen Ehrengäste, auf die wir uns schon sehr freuen“, verrät Geschäftsführer Thomas Krenn. Doch das Geschenk der Auszubildenden wird nicht die einzige Überraschung an diesem Tag bleiben. Krenn weiter: „Gemeinsam wollen wir unter Kollegen feierliche Stunden mit musi-

kalischer Umrahmung verbringen. Und wir wollen einen Blick in die Vergangenheit, aber auch einen Blick in die Zukunft unseres Standortes werfen.“ Die politische Spitze des Landes hat sich ebenfalls für die Veranstaltung angekündigt – darunter der Landeshauptmann des Bundeslandes Steiermark, Hermann Schützenhöfer: „Die Stahl Judenburg ist für die gesamte Obersteiermark ein bedeutendes Unternehmen, das wertvolle Arbeitsplätze bietet und damit wesentlich zur wirtschaftlichen Belebung der Region beiträgt. Mit seiner beeindruckenden Geschichte und herausragenden Qualität ist es auch beispielhaft für die Steiermark als führende Innovationsregion Europas.“ rb 

Bordkarte: Wegwerfen oder vernichten? Airline-Bordkarten enthalten – gespeichert im Barcode – die Login-Daten eines Fluggastes und damit viele persönliche Daten, die missbraucht werden können. Deshalb: Stellen Sie nie ein Foto davon ins Netz! Werfen Sie nach der Reise keine Bordkarte einfach in den Papierkorb! Vernichten Sie Ihre Bordkarte gründlich! Worin besteht das Risiko? Der Barcode auf einer Bordkarte kann dazu verwendet werden, Ihre zukünftigen Reisepläne auszuspähen – wegen einer kaum zu glaubenden Unbekümmertheit vieler Airlines. Denn auf deren Webseiten reichen bereits Nachname und Buchungsnummer aus, um – als Username und Passwort eingesetzt – Flüge zu stornieren oder umzubuchen. Um die Barcodes auf den Bordkarten auszulesen, genügt ein 20 Euro teures Barcode-Lesegerät – und schon liegen die in den Bordkarten gespeicherten Informationen im Klartext vor. Lufthansa: Einchecken auf den letzten Drücker? Flugpassagiere der Lufthansa müssen sich darauf einstellen, am Flughafen nicht mehr auf den letzten Drücker einchecken zu können. Grund sind verschärfte Sicherheitskontrollen der US-Behörden (intensivere Inspektion von elektronischen Geräten wie Laptops

30 Minuten). Die neuen Check-inZeiten gelten auch für Passagiere, die bereits online eingecheckt haben, aber noch Gepäck aufgeben möchten.

Finnair:

Finnair baut seine Asien-Verbindungen stetig weiter aus und fliegt ab 13. Mai 2018 auch in die frühere Hauptstadt Chinas: das am Jangtse gelegene Nanjing. Im Sommer soll die Stadt dreimal und im Winter zweimal wöchentlich angeflogen werden. Nanjing wäre die siebte Finnair-Destination in der Region China/Hongkong. Auf der neuen Route kommen Airbus-A-330-Flugzeuge zum Einsatz. Jennifer Geson 

Foto: Senator Reisen

Jennifer Geson

und Tablets). Die Lufthansa hat bereits das Check-in-Zeitfenster für alle Langstreckenflüge geändert: Kunden der Economy- und der Premium-Economyclass müssen ab sofort ihr Gepäck spätestens 60 Minuten vor dem geplanten Abflug am Schalter abgegeben haben (bislang 40 Minuten), Reisende der Business- und First Class spätestens 40 Minuten davor (bislang

3 x die Woche 2 x die Woche

Nanjing

CHINA

GASTKOLUMNE: ROBERT HARTING

„Lassen Sie uns wieder Bester sein!“ Weshalb es sich lohnt, für die Nachwelt Spuren zu hinterlassen.

I

ch habe das Gefühl, dass es gegenwärtig uncool ist, der Beste zu sein. Es ist einfach uncool, sich die größte Mühe zu geben. Und es ist vor allem uncool und auch absolut peinlich, beim Versuch, der Beste zu sein, zu scheitern. #yousucked. Ich verstehe nicht, wann unser Land und die arbeitenden Menschen vergessen haben, es zu „versuchen“. Der Beste zu sein, heißt natürlich auch, Risiken einzugehen (siehe meine Kolumne: Risiko). Der Beste zu sein, heißt auch, derjenige zu sein, der den unangenehmen Moment des Scheiterns als Erster durchlebt (siehe meine Kolumne: Scheitern). Der Beste zu sein, heißt aber auch, der Erste zu sein, der Zweifel abgelegt hat, der Angst abgelegt hat, der vorangeht und für seine Gattung eine Veränderung herbeiführen möchte. Jemand, der sich traut, Gefühle zu zeigen, der es wagt, Neues zu entdecken. Und vor allem: jemand, der Mut hat, eine Veränderung anzuschieben. Geht Sie nichts an? Ich frage Sie: Waren Sie noch nie Erster? Nein? Ich bezweifle das. Jeder war schon mal als Erster auf der Arbeit oder im Geschäft. Diese Ruhe … Heute war noch niemand hier … Hach, ist das schön … Heute gehe ich als Erster über den Gang … Der Weg zur Arbeit kann genauso interessant sein, wenn die Straßen leer sind. Sehen Sie: Ich meine mit Erster nicht immer Erster über allen anderen, sondern vor allen anderen. Also auch und vor allem „zeitlich“. Im Alltag gibt es viele Beispiele dafür: Wir würden gewisse Dinge einfach nicht so ausführen oder über gewisse Dinge nicht so denken, wie wir es tun, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, die es vor uns anders gemacht bzw. gedacht haben. Ich empfinde große Demut für Menschen, die es gewagt haben, Erste zu sein. Besser als die anderen. Vor allen anderen.

Nicht wegen des Konkurrenz-Gedankens. Wegen des Gedankens und Glaubens nach dem Ereignis und an den Moment danach. Dieser Mensch – ob Mann oder Frau – glaubt an sich, an die Menschheit und daran, als Erster eine Handlung auszuführen, die

etwas verändert. Was erhielten sie als Dank? Millionen durchaus gar nichts, vielleicht einen Eintrag in die Geschichtsbücher. Aber selbst wenn es „nur“ einen Eintrag gibt, hat es einen gewaltigen Vorteil: Die Anzahl der Menschen, über die man nach dem Tod redet, weil sie als Mythos oder Legende gelten, ist sehr, sehr klein. Sie wollen das nicht? Nicht schlimm, hier kommt noch ein Argument: Innerhalb von Familien entsteht ein Sog des Stolzes. Söhne und Töchter, Enkel und Enkelinnen erben vielleicht nicht Millionen, aber sie erben auf jeden Fall Geschichte. Sie sind etwas Besonderes. Und sie können sich entlang der Kraft, die ihre Vorfahren hinterlassen haben, durch das Leben hangeln. Sie zehren davon. Sie entwickeln auf dieser Basis eine Persönlichkeit. Sie entwickeln dadurch mehr Wirkung auf das umgebende Umfeld, als sie es sonst getan hätten. Als Mitläufer. Ich finde, der Beste oder der Erste zu sein, ist etwas sehr Starkes. Es ist das, was die Menschheit weitergebracht hat. Genau diese Gedanken sind es, die Spuren hinterlassen. Wenn wir an etwas glauben sollten, dann ist es die Energie, die in uns Menschen steckt. Ich will Vorbild sein. Ich möchte den Menschen nach mir eine bessere Welt hinterlassen. Ich möchte Fußspuren hinterlassen, damit die Nachkommen auf diesem Weg weitergehen können. Ihr

Foto: Management Robert Harting

glück auf · 3/2017 ........... 10

glueckauf-3-2017  

glückauf 3-2017 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.