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GMH GRUPPE 

Unsere

glück auf 2-2019

Klimaschutz-Unternehmen Klimaschutz-Unternehmen e. V. ist ein branchenübergreifendes Unternehmensnetzwerk der deutschen Wirtschaft, das sich mit innovativen Lösungen für das Erreichen der klimapolitischen Ziele Deutschlands einsetzt. Initiatoren dieser Vorreiter-Initiative sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der Deutsche Industrieund Handelskammertag (DIHK).

Dr. Michael Kopatz (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt,

Ataman Erönü (Stadt Cloppenburg) im

Energie): Mit einer dynamischen und durchaus auch

Meinungsaustausch. Neben der Diskussion

provokanten Keynote brachte er die Teilnehmerinnen

in den Fachforen war auch das Networ-

und Teilnehmer in die inhaltliche Arbeit.

king in den Arbeitspausen ein wichtiger

Klimaschutz: Beispiele für den „Hausgebrauch“

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Bestandteil des Klimaschutztages.

Stahlerzeugung // GMHütte

H A LT I G K

Best Practice für die Umwelt: Im Mittelpunkt des Treffens standen Klimaschutzlösungen aus der Praxis für die Wirtschaft von morgen. Text: Marcus Wolf, Leiter

Teamgeist gefragt: In den Fachforen

Presse- und Öffentlich-

wurden nicht nur Informationen und Lösungen präsentiert, sondern auch

keitsarbeit

gemeinsam erarbeitet.

A

uf große Resonanz stieß der Klimaschutztag der Initiative Klimaschutz-Unternehmen e. V., der dieses Jahr bei der GMHütte stattfand. Die über 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen sowohl aus den 37 Mitgliedsunternehmen der Initiative als auch aus Unternehmen der Region und der GMH Gruppe. Hinzu kamen Personen aus der lokalen und regionalen Politik und dem Umweltschutz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Strategien, um Umwelt zu schützen und gleichzeitig CO2-Einsparungen zu erzielen: Unter dem Motto „Klimaschutz gewinnt“. Lösungen aus der Praxis für die Wirtschaft von morgen“ wurden wertvolle Praxiserfahrungen und neue Lösungsstrategien der Mitgliedsunternehmen vorgestellt. Darüber hinaus gaben Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie inhaltliche Impulse.

Dirk Schötz (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) bei der Präsentation: Die Unternehmen wurden auch über mögliche Projektförderungen und Zertifizierungen informiert. Fotos: Tobias Schwertmann ©Klimaschutz-Unternehmen e. V.

Dr. Henning Schliephake in Aktion: In einem Workshop stellte er das Projekt NoWASTE der GMHütte vor.

Bereits bei seinen Begrüßungsworten machte Frank Koch, CEO der GMH Holding, deutlich, dass der Klimaschutz für die Unternehmen der GMH Gruppe von großer Bedeutung sei. Nachhaltiger als mit unseren Elektroöfen lasse sich Stahl überhaupt nicht produzieren. Dadurch seien in den letzten 25 Jahren am Standort Georgsmarienhütte 26 Mio. Tonnen CO2 eingespart worden. Nicht ohne Grund sei daher die GMHütte schon sehr früh als erstes Stahlwerk überhaupt Mitglied der Initiative geworden, betonte

Dipl.-Ing. Martin Rautland (Actenium Cegelec GmbH) im Aufbruch: Bei einer Besichtigung des E-Ofens konnten die Besucher erfahren, wie die Abwärme genutzt wird.

Dr. Michael Merz, Geschäftsführer Technik der GMHütte, in seiner Begrüßung. Auch die Vertreterin des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Julia Lehrhaft, hob in ihren Grußworten die Bedeutung der Wirtschaft für die Bemühungen des Klimaschutzes hervor. Mit einer dynamischen und durchaus auch provokanten Keynote brachte schließlich Dr. Michael Kopatz vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die inhaltliche Arbeit. Unter dem Titel „Ökoroutine als politisches Konzept – Wege aus der Verantwortungslosigkeit“ brachte er mit plastischen und eindringlichen Beispielen den Anwesenden die Botschaft nahe, dass zwar nur gemeinsam das Klima gerettet werden kann, aber nicht jeder auf den anderen warten darf, sondern selbst die Initiative ergreifen muss. In zwei sich anschließenden Workshop-Phasen standen dann der Austausch und die Vorstellung von Best-Practice-Beispielen im Mittelpunkt. Selbstverständlich stellte dabei auch die GMHütte einige ihrer Initiativen

für den Klimaschutz vor. Darunter war auch die industrielle Abwärmenutzung in der Praxis. Hier konnten die Besucher selbst am E-Ofen erfahren, wie die Abwärme des für den Stahlerzeugungsprozess benötigte Energie weiter genutzt wird. Aber auch das Projekt NoWASTE, die Modellierung und Simulation von Prozessen und das gelebte Energiemanagement wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nähergebracht. Zudem wurden die Unternehmen über Möglichkeiten von Projektförderungen und Zertifizierungen informiert. Zum Abschluss der Tagung fasste das Improvisationstheater IMPROTEUS die Ergebnisse des Tages auf kreative Art noch einmal zusammen.

Reimund Laermann, Leiter Energiemanagement der GMHütte und Organisator des Klimaschutztages, zog am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz: „Der Klimaschutztag war ein voller Erfolg – nicht zuletzt dank der vielen Unterstützer in der Vorbereitung.“ Laermann weiter: „Die hohe Besucherzahl – es war der bisher meistbesuchte Klimaschutztag – zeigt, dass das Thema bei vielen Unternehmen auf der Agenda steht. Wer am Klimaschutztag teilgenommen hat, profitiert hiervon und kann zahlreiche Anregungen mit in die Firma nehmen, um mit neuen Projekten CO2 und Energiekosten zu sparen.“

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glückauf 2-2019 – die Zeitung für Mitarbeiter der GMH Gruppe.

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