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Respekt!

Rettet die Bienen!

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Stahlerzeugung // GMHütte

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Aufräumtag reloaded: GMHütter machen gemeinsame Sache – und gestalten ihren traditionellen „Aufräumtag“ auf ungewöhnliche Art. Text: Andrea Bruns (Nachhaltigkeitsmanagement)

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nders gestaltet werden sollte er in diesem Jahr, der übliche Aufräumtag der GMHütte. Etwas Sinnvolles sollte es sein, mit nachhaltigem Hintergrund. Kreative Teamarbeit wäre auch nicht schlecht. So waren die Vorgaben für das Projektteam. Tage des Brainstormings folgten. Erste Einfälle wurden diskutiert, neue Ideen entstanden und wurden wieder verworfen. Der Kaffee floss reichlich. Aber schließlich kam die Erleuchtung: Wir machen einen Teamaktionstag mit dem Ziel „Insektenrettung“. Der Betriebsrat, der gleich mit ins Boot geholt wurde, war begeistert von diesem Vorschlag und steuerte prompt auch einen passenden Titel bei. So kam es, dass die GMHütte Mitte Juni einen Teamaktionstag „Rettet die Bienen!“ durchführte. Das Interesse der Kolleginnen und Kollegen war groß, ist doch das Thema „Insektensterben“ zwischenzeitlich in aller Munde. Jeder hat schon einmal davon gehört. Und viele wollen sich auch an Versuchen beteiligen, das Ruder hier doch noch einmal herumzureißen. Für das Projektteam hieß es nun, in die Feinplanung einzusteigen. Schnell war klar, dass es hier um die Schaffung einer Blühwiese gehen soll, um Bienenhotels – einfach um einen neuen, artgerechten Lebensraum für bedrohte Kleintiere und Insekten. Ein geeignetes Gelände fand sich schnell: eine bereits eingezäunte, aber brachliegende Außenfläche der GMHütte in Has-

Was sich die Kolleginnen und Kollegen der GMHütte für ihren Aktionstag haben einfallen lassen – Respekt! Denn das Lamento über das Insektensterben ist zwar in aller Munde – konkrete Gegenmaßnahmen im größeren Maßstab sind leider bislang ausgeblieben. Die Kolleginnen und Kollegen auf der Hütte wollten aber nicht mehr darauf warten. Das entspricht ganz dem Motto, das wir von ihnen gewohnt sind: Nicht lange reden und fackeln – anpacken! Euer Georg Vonnerhütte

bergen, in unmittelbarer Nähe der Bahnschienen, etwa 10  km vom Werksgelände entfernt. Dieses etwa 1.400 m2 große Areal erschien ideal für das Vorhaben am Teamaktionstag. Auch die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte schloss sich nun an und brachte wertvolle Erfahrungen und Kontakte ein. So kam es zur Zusammenarbeit mit Dr. Kai Behncke, dem Initiator des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“. Das Projekt legt gezielt Blühwiesen zum Zweck der Biotopvernetzung an. Mit Dr. Behncke konnte die GMHütte einen Aktivisten gewinnen, der sich mit der Frage der Insektenrettung bestens auskennt. Er war von Anfang an Feuer und Flamme und begleitete den Teamaktionstag mit Ratschlägen, Material und persönlichem Einsatz.

Außerdem war die regionale Gärtnerei Schönhoff aus Hagen a. T. W. mit dabei – ein erfahrenes Team, das sich rund ums Jahr auch um die Grünanlagen auf dem GMHütte-Gelände kümmert. Bei so viel Fachkompetenz konnte gar nichts mehr schiefgehen. Und so traten knapp 100 arbeitswillige Kolleginnen und Kollegen am 15. Juni frühmorgens an, um die nachhaltige Projektidee des Planungsteams umzusetzen. Gestartet wurde mit einem Frühstück bei der Werkfeuerwehr. Dann ging es mit einer Museumsbahn vom Werksgelände aus direkt zur Aktionsfläche. Dort war schon alles startklar: Am Rande der Fläche hatte die Werkfeuerwehr bereits alle Materialien positioniert. Getränkekisten waren ebenfalls aufgereiht und

Eines der Paletten-Insektenhotels nimmt Gestalt an.

Foto: © AdobeStock

auch ein Tanklöschfahrzeug stand vor Ort. Nach einer kurzen Begrüßung und ersten Hinweisen auf die einzelnen Teilprojekte waren alle schnell mit Schutzhandschuhen und Werkzeugen ausgerüstet. Und dann ging es los: Die Kolleginnen und Kollegen teilten sich in etwa zehn Projektgruppen auf und erhielten an ihren jeweiligen Standorten detaillierte Arbeitsanweisungen inklusive Erklärungen. Da hieß es Steine schleppen und Trockenmauern bauen und anschließend mit Steingewächsen bepflanzen. Auch fünf riesige Insektenhotels aus je sieben Paletten wurden konstruiert – Dach und Boden aus Metall und innen bestückt mit unterschiedlichem Nistmaterial. Diese Komfortunterkünfte bekamen sogar eine Dachbegrünung. Für weitere Insektenquartiere

Fotos: Vera Loose

bohrten Kollegen jede Menge Löcher in zwei Baumstämme. Eine Totholzhecke zum Schutz für Igel und andere Kleintiere wurde geschichtet und eine große Blühwiese vorbereitet und eingesät. Nachdem man eine Lehmkuhle angelegt hatte, wurde sie mit Wasser gefüllt; sie bietet künftig die nötige Feuchtigkeit für alle Tiere, die sich in der Nähe ansiedeln. Die einzelnen Teams, die sich durchweg aus Kolleginnen und Kollegen ganz unterschiedlicher Abteilungen zusammensetzten, hatten ziemlich viel Spaß miteinander. Es wurde gelacht und gearbeitet – echte Teamarbeit eben. Abteilungszugehörigkeit oder berufliche Position waren an diesem Tag einfach egal. Alle waren gleich, und man konnte auf Augenhöhe miteinander arbeiten und reden – das galt auch für die Kinder, die manche Kollegen mitgebracht hatten. Erstaunlich schnell verging der Vormittag. Dann war es auch schon wieder an der Zeit, in die Museumsbahn zu steigen und zum Werk zurückzufahren. Dort wurden die Akteure von der Werkfeuerwehr empfangen, die für ein ordentliches Mittagessen gesorgt hatte. Mit Teamgeist zur Insektenrettung – das Vorhaben hat ge­klappt: „Gemeinsam etwas Sinnvolles für unsere Hütte tun“, das war die Grundstimmung, die an diesem Aktionstag deutlich spürbar war. Und zum Schluss waren sich alle einig: „Das war eine tolle Aktion. So etwas wollen wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder machen.“

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glückauf 2-2019 – die Zeitung für Mitarbeiter der GMH Gruppe.

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