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„Als 18-Jähriger erlaubten

meine Eltern keine PS-starken Motorräder. Das technisch anspruchsvolle Supermotofahren war der logische Kompromiss.

CHRIS KÜNSTEL Metallbearbeiter

Stahlverarbeitung / Stahl Judenburg

Die Gasgeber Stahl in der Hand, Benzin im Blut, PS im Kopf: Chris Künstel und Manuel Lechner heizen mit ihren Supermoto-Bikes on- und offroad. Fotos: privat

Autorin ist Claudia Greßl (Assistentin der Geschäftsführung).

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ie Metallbearbeiter Chris Künstel und Manuel Lechner geben nicht nur in der Stahl Judenburg richtig Gas. Die beiden 27-Jährigen sind auch echte „Benzinbrüder“ – und haben sich in ihrer Freizeit dem Supermotofahren verschrieben. Der vor allem in Deutschland und Italien beliebte Sport verbindet die Geschwindigkeit eines AsphaltMotorradrennens mit der Abwechslung des Motocross. Jede freie Minute verbringen die beiden entweder damit, an den KTM-Motorrädern zu basteln oder ihr Können bei internationalen Wettbewerben unter Beweis

Im Gelände kann man auch mal abheben.

zu stellen: „An insgesamt acht Wochenenden geben wir bei den staatsübergreifenden Meisterschaften Gas“, betont das RacingDuo unisono. Künstel tritt in der höchsten Klasse des Supermotos an. Dort hat er sich unlängst den Titel „Rookie of the Year“ geschnappt. Seit fast einem Jahrzehnt ist er mit von der Partie. Künstel: „Als 18-Jähriger erlaubten meine Eltern keine PS-starken Motorräder. Das technisch anspruchsvolle

Supermotofahren war der logische Kompromiss.“ Kompagnon Lechner nahm er in den Folgejahren als Mechaniker mit zu den Rennen – bis auch bei ihm vor etwa zwei Jahren der Funke ganz übersprang. Seither geht er in einer unteren Klasse an den Start:

„Um den herkömmlichen

Motocross-Maschinen das nötige Feintuning für die Anforderungen des Supermotos zu verpassen, schrauben wir auch schon mal selbst.

“ MANUEL LECHNER Metallbearbeiter

Ob „fliegend“ in der Luft (siehe unten) oder beim Wheelie (siehe rechts): Körper- und Maschinenbeherrschung ist Vorausssetzung beim Supermoto.

„Besonders spannend ist, dass man aufgrund der Kombination aus Straßen- und Offroad-Rennen die verschiedensten Streckenbedingungen meistern muss“, sind

sich Künstel und Lechner einig. Worauf es ankommt? „Fingerspitzengefühl“ – sagen beide wie aus der Pistole geschossen. Sie legen bei ihren SupermotoMaschinen wenn nötig auch selbst Hand an: „Um den herkömmlichen Motocross-Maschinen das nötige Feintuning für die Anforderungen des Supermotos zu verpassen“, erklärt Lechner. Dabei kommt ihr Metallberuf ihrer Leidenschaft zugute – und umgekehrt. Auch abseits der Rennstrecke geht’s heiß her: Lechner engagiert sich bei der Betriebsfeuerwehr in Judenburg, Künstel brennt für den zum Campen eigenhändig umgebauten Bus. „Da gehen wir dann auch mal vom Gas etwas runter“, lacht Lechner, um spätestens am Arbeitsplatz und auf der Rennstrecke immer wieder neu durchzustarten.

Hätten Sie’s gewusst?

Supermotofahren Der vor allem in Deutschland und Italien beliebte Sport verbindet die Geschwindigkeit eines Asphal­trennens mit der Abwechslung des Motocross.

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glückauf 1-2019  

glückauf 1-2019 – die Zeitung für Mitarbeiter der GMH Gruppe.

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