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GRUPPE  

Informationen just in time Mannstaedt · Digitale Info-Terminals eröffnen in den Betrieben eine völlig neue Kommunikationskultur: Sie erleichtern das Dokumentations-Management, leiten wichtige Informationen gezielt an Mitarbeiter und helfen die Zettelwirtschaft einzudämmen. INTERVIEW

Wollen Sie mehr über die Info-Terminals wissen? Ansprechpartner für GMH-Unter­ nehmen sind Ulrich Welteroth (02241.84-2324) und Morten Barfels (02241.84-2369).

Vielleicht werden Info-Terminals morgen das sein, was Tablets schon heute sind: digitale Werkzeuge, die aus dem täglichen ArbeitsFoto: mha leben nicht mehr wegzudenken sind (von links nach rechts): Ulrich Welteroth und Morten Barfels im Logistikzentrum.

Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell und zeitnah zu informieren, hat für die Führungskräfte bei Mannstaedt einen hohen Stellenwert. Abgesehen davon ist diese Aufgabe fest im Leitbild des Unternehmens verankert. Wie es dem Unternehmen gelungen ist, die Qualität seiner Informationspolitik deutlich zu steigern, erläutern Ulrich Welteroth (Leiter Logistikzentrum), Marco Vostell (Leiter Qualitätsplanung und Prozessmanagement) und Morten Barfels (Qualitätsplanung) im glückauf-Interview: glückauf: Die Informationsflut wächst – auch in den Unternehmen. Die Informationen, die zwischen den Unternehmensebenen, den Betrieben und den Abteilungen ausgetauscht werden, müssen zudem zum richtigen Zeitpunkt bei den Beschäftigten ankommen. Das ist sicherlich keine leichte Aufgabe, meine Herren. Ulrich Welteroth: Daher haben wir uns in den letzten Monaten gezielt mit dem Thema auseinandergesetzt. Unser Fazit war: Nur ein Info-Konzept, das auf die jeweiligen Unternehmensbereiche zugeschnitten ist, kann die Qualität des Informationsaustausches nachhaltig verbessern. Und welche Lösung haben Sie gefunden? Marco Vostell: Digitale Kommunikation. Darauf schwören auch immer mehr Industrieunternehmen. Sie setzen dabei professionelle Technik ein, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell und zeitnah zu informieren.

aufgestellt haben, quasi versorgt. Das hat den Vorteil, dass wir den Pflegeaufwand und Austausch von veralteten Informationen auf ein Minimum reduzieren können. Anweisungen, Vorschriften etc. werden zentral aktualisiert.

Marco Vostell

Wie viele Terminals sind bereits im Einsatz? Vostell: Die ersten drei Terminals hatten wir als Pilotprojekt im Logistikzentrum getestet. Danach haben wir sechs weitere im Walzwerk in Betrieb genommen. In Kürze gehen weitere Terminals in der Weiterverarbeitung in Betrieb. Da sind wir in der Vorbereitungsphase.

Foto: mha

Was für eine Kommunikationstechnik steckt genau dahinter? Morten Barfels: Sogenannte Info-Terminals beziehungsweise Kiosk-Systeme. Damit lassen sich neuartige digitale Konzepte für die Informationsvermittlung realisieren.

Wie es aussieht, haben Sie Ihr Ziel erreicht: Informationen und Dokumente kommen schnell, aktuell und zuverlässig dort im

Wie sieht das konkret aus? Vostell: Diese Info-Terminals sind sozusagen Selbstbedienungsstationen. Sie stellen Informationen zur Verfügung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz per Touchscreen abrufen können. Darunter fallen nicht nur allgemeine Informationen. Das sind vor allem auch tagesaktuelle Dokumente, Anweisungen, Vorschriften – all das, was zur täglichen Bewältigung der Arbeit gebraucht wird. Wer verwaltet, lenkt und aktualisiert diese Infos und Dokumente? Barfels: Wir nutzen dafür die Webanwendung Share Point. Von dort aus werden die Info-Terminals, die wir bislang

Also muss niemand mehr in den Abteilungen die entsprechenden Ordner in aufwendigen Schritten auf den aktuellen Stand bringen? Welteroth: Genau. Das regeln wir alles über Share Point.

Hätten Sie’s gewusst? Info-Terminals

Foto: Ulrich Welteroth

glück auf · 1/2017 ............. 8

Kiosk-Systeme sind interaktive Computeranlagen, die im öffent­ lichen Raum oder auch an halb­ öffentlichen Standorten zur In­­­for­mation genutzt werden (bei­spiels­­ weise in Einkaufspassagen). Im Gegensatz zu mobilen Computergeräten (zum Beispiel Tablets) haben sie einen festen Standort.

Unternehmen an, wo sie benötigt werden. Aber wer sagt Ihnen, dass sie von den Mitarbeitern auch bemerkt und gelesen werden? Welteroth: Ganz klar: Hier ist der Mitarbeiter gefordert. Er muss natürlich in regelmäßigen Abständen das Info-Terminal konsultieren. Er hat hier ganz klar eine Holschuld. Aber unsere Erfahrung zeigt, dass die Mitarbeiter das Terminal gerne nutzen. Hat denn das Schwarze Brett jetzt ausgedient? Welteroth: Die Info-Terminals sollen die Schwarzen Bretter nicht ersetzen, sondern bieten ganz andere Kommunikationsmöglichkeiten. Beide konkurrieren auch gar nicht miteinander. Die Terminals bieten Info-Möglichkeiten und vor allem auch Funktionen, die das Schwarze Brett gar nicht erfüllen könnte. Man muss nur an die Menge der bereitgestellten Daten und die Aktualisierung der Unterlagen denken. Woher kommt diese große Akzeptanz in der Belegschaft? Barfels: Von der Verbindung zwischen Funktionalität und einer intuitiven Nutzeroberfläche, die der Bedienung eines Tablets sehr nahe kommt. Welteroth: Die Terminals erwecken die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter und fördern die Kommunikation. Vostell: Zudem sind sie echte „Eyecatcher“ in den Betrieben. Vielen Dank für das Gespräch. 

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glückauf 1-2017 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.

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