Page 17

 QUALITÄT & QUALIFIKATION   

Die Woche der Sicherheit! Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt standen während der „Woche der Sicherheit“ der GMH Gruppe im Fokus. Fast die Hälfte der GMH Unternehmen organisierte unter eigener Regie und teils mithilfe externer Partner annähernd 70 Aktionen. Bei den meisten waren die Mitarbeiter auch praktisch eingebunden, das heißt, sie konnten zum Beispiel lernen, wie sie sich in Notfallsituationen richtig verhalten. Andere Angebote wiederum galten der Gesundheit der Beschäftigten, die gerne die Chance nutzten, sich einmal durchchecken zu lassen. Doch lesen Sie auf den kommenden Seiten einfach selbst, was sich in einzelnen GMH -Unternehmen getan hat.

Gut vorbereitet auf den Fall der Fälle: Eine Rettung aus schwindelerregender Höhe ist gar nicht so einfach und auf jeden Fall immer spektakulär – selbst wenn es nur um eine Übung geht. Werksfotos

Sicherheitsoffensive gipfelt in Höhenrettung Stahl Judenburg · Positiver Trend: Anzahl der Unfälle mehr als halbiert. Seit dem Vorjahr rund 200.000 Euro in weitere Sicherheitsmaßnahmen investiert.

W

ährend er in 10 Meter Höhe an der Hallenbeleuchtung Lampen austauscht, erleidet ein Mitarbeiter der Stahl Judenburg einen Anfall: Er kann sich nicht mehr bewegen. Um ihn zu bergen, reicht die Hubarbeitsbühne nicht aus; sie kommt nicht hoch genug. Aber die Zeit drängt. Was tun? Gott sei Dank geht es hier nur um ein Szenario – um einen gestellten und unwahrscheinlichen Ernstfall. „Damit das so passiert, müssten zahlreiche negative Eventualitäten ineinandergreifen“, räumt Thomas Krenn ein, Geschäftsführer der Stahl Judenburg. Doch der größte Arbeitgeber der Region versucht, auch solche Sicherheitsrisiken aus dem Weg zu räumen. „Bei dieser Höhenrettungsübung“, so Krenn weiter, „haben wir für den Fall der Fälle geprobt. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines solchen Unfalls gering erscheint, wollen wir im Ernstfall für alle Eventualitäten gerüstet sein und den Ablauf der Bergung im Detail kennen – bis hin zur optimalen Steuerung der schlussendlich eingesetzten Drehleiter.“

Konzertierte Aktion der Rettungskräfte: Der Verunfallte ist in sicheren Händen.

Die Betriebsfeuerwehr der Stahl Judenburg hat gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr von Hendricson, der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Judenburg, der Bergrettung, dem Roten Kreuz und der Polizei den potenziellen Unfall durchexerziert. Werner Schöttner, Sicherheitsfachkraft der Stahl Judenburg: „Während der Frühschicht

konnten unsere ausgebildeten Industriekletterer Jörg Walch, Michael Kos und Stefan Prodinger den Verunfallten bergen.“ Danach war eine enge Kooperation mit den Einsatzorganisationen gefragt. Die Übung ist der vorläufige Höhepunkt einer groß angelegten Sicherheitsoffensive. Seit dem Vorjahr investierte Stahl Juden-

glück auf · 2/2017 ........... 17

burg rund 200.000 Euro in Schutzausrüstung gegen Abstürze, technisches Sicherheits-Equipment, verstärkte Seilsicherungen sowie Aus- und Weiterbildungen für Mitarbeiter des 450-köpfigen Betriebs. Judenburg-Chef Krenn: „Als größter Arbeitgeber der Region ist die Werkssicherheit für uns ein Thema mit absoluter Priorität.“ Dabei genießt der Geschäftsführer die volle Rückendeckung der GMH Holding. Denn die setzte die Themen Sicherheit und Gesundheit eine Woche lang ins Zentrum ihrer 22 eigenständigen mittelständischen Unternehmen – von Deutschland über Österreich bis hin nach Australien und die USA . Für Frank Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der GMH -Holding, gibt es dafür einen einfachen Grund: „Als weltweit agierende Unternehmensgruppe ist es uns ein Anliegen, für das Bewusstsein von Sicherheit und Gesundheit in unseren Werken zu sorgen. Denn gesunde und sich sicher fühlende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Grundvoraussetzung für bestmögliche Leistungen.“ rb 

ga-2-2017-web  

glückauf 2-2017 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you