Page 14

 PRODUKTION & INNOVATION   

Foto: Klaus Hipke

Eine echte Unterstützung für Karl-Heinz Ingelbach und seine Kollegen: der Wendemanipulator im Einsatz.

Knochenjob hat Schrecken verloren Mannstaedt · Wie man 800-kg-Teile gesundheitsschonender wenden kann: Weniger körperliche Belastung für die Mitarbeiter an der UP-Schweißanlage. Wendemanipulator vermindert außerdem das Risiko von Arbeitsunfällen.

E

in 16  m langes und 800  kg schweres Stahlprofil von Hand wenden? Kein Problem für die gestandenen Kollegen von Mannstaedt. Auf den ersten Blick, zumindest. Aber wenn sie solche schweren Teile – wie zum Beispiel an der UP -Schweißanlage – Tag für Tag und von morgens bis abends wenden müssen? Was bereits mit bloßem Auge und gesundem Menschenverstand zu erkennen war, wurde im Rahmen eines KVP -Projektes noch offensichtlicher: Dann wird die Arbeit schnell zum Problem. Denn nicht nur das Wenden der Profile geht auf die Knochen der Mitarbeiter. Auch das Entwirren aus dem Bund hat es in sich: Es verlangt neben viel Körperkraft auch Geschick und Reaktionsvermögen. Denn das Risiko, sich dabei zu verletzen – etwa durch das

Umschlagen der Wendeklaue –, ist groß. Ergo: Arbeitssicherheit bzw. Ergonomie mussten an der UP-Schweißanlage dringend verbessert werden. Abhilfe schafft seit Kurzem ein Wendemanipula-

Sie zogen schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit eine ausnahmslos positive Resonanz: Die

THEMA

„ Die Investition erleichtert

KVP

den Arbeitsalltag und schont den Körper.“

tor. Sein äußerst beweglicher und robuster Schwenkarm vereinfacht die Materialbewegungen erheblich. Das Entwirren des Einzelstabs aus dem Bund sowie das Wenden und Positionieren sind jetzt eine leichte Übung für die Bediener.

Investition in den Wendemanipulotor erleichtert den Arbeitsalltag erheblich und schont den Körper – hat sich also offensichtlich gelohnt. Klaus Hipke und Peter Klimas

glück auf · 2/2017 ........... 14

Methusalem Schmiedag · Nach 78 Jahren runderneuert

78

Jahre lang war sie bei der Schmiedag ununterbrochen in Betrieb: die 60-t-Universalprüfmaschine des Herstellers Losenhausen (Baujahr 1938). Aufgrund ihres hohen Alters kam es nicht überraschend, dass sie nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprach. Die Frage war, ob man sie ersetzen oder modernisieren sollte. Da der Maschinenkörper noch gut in Schuss und die Kosten in Summe deutlich niedriger lagen, entschied man sich zu modernisieren – was innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden konnte. Dabei wurde die gesamte Hydraulik und Sensorik erneuert. Zudem hat man der Maschine eine computergestützte Steuerung und Auswertung der Ergebnisse gegönnt. Nachdem das Materialprüfungsamt in Dortmund die Maschine abgenommen hatte, war klar: Die erreichte Genauigkeit entspricht dem Niveau einer werksneuen Universalprüfmaschine. Eingesetzt wird sie für die Prüfung von Rundproportionalproben mit

Gewindeköpfen und für Zugversuche nach DIN EN ISO 6892-1 (legt das Verfahren für den Zugversuch an metallischen Werkstoffen fest und definiert die mechanischen Kennwerte, die bei Raumtemperatur bestimmt werden können). Der Prüfbereich reicht bis 600 kN. Die modernisierte Losenhausen ist nun hoffentlich wieder fit für weitere 80 Dienstjahre. Andreas Studinski

Axel Marten (Leiter Labor) mit der „guten alten Losenhausen“

Foto: Karin Kriebel

ga-2-2017-web  

glückauf 2-2017 – die Zeitung für Mitarbeiter, Kunden und Freunde der GMH Gruppe.

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you