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AzubiPages

Die  - Beilage für Auszubildende der GMH Gruppe

3/2016

Azubis on Tour: Die Auszubildenden von Mannstaedt mit ihrer Ausbildungsleiterin Ute Pellenz.

Azubis on

Foto: mha

Tour!

Mannstaedt · Einblicke beim Kunden: Was passiert eigentlich mit unseren Produkten?

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o werden Mannstaedt-Produkte eingebaut und weiterverarbeitet?“ Eine mögliche Antwort auf diese spannende Frage fanden unsere Auszubildenden genau 32,71 Kilometer Luftlinie von Troisdorf entfernt: bei der BPW Bergische Achsen KG in Wiehl. Ja, das Gute liegt oft näher, als man denkt! Denn BPW ist ein Partner und Kunde, mit dem Mannstaedt seit Jahren intensive Geschäftsbeziehungen pflegt. Das Unternehmen ist der Mobilitäts- und Systempartner für die Transportindustrie und nichts lag da näher, als sich die vielfältigen Produktionsschritte vom Walzprofil bis zur fertigen Trailer-Achse einmal live anzusehen. BPW hatte sich für unsere Auszubildenden sehr viel Zeit genommen. Nach der Begrüßung ging es zunächst auf eine spannende Werkstour. Dort durften die Auszubildenden hautnah die vielfältigen Produktionsschritte sehen, die letztendlich zu einer fertigen Achse eines Trailers führen. Natürlich wurde auch kräftig über die unterschiedlichsten technischen Dinge gefachsimpelt. Bei der wohlverdienten Mittagspause fand man darüber hinaus genügend Zeit, das Gesehene zu vertiefen und sich selbstverständlich den coolen gläsernen Truck mit all den erforderlichen technischen Komponenten anzusehen. Im Anschluss ging es ins BPW-eigene Ausbildungszentrum. Vieles dort erinnerte unsere Auszubildenden an ihre eigene Ausbildung. Abgerundet wurde das tolle Programm durch Wissenswertes und Interessantes zur BPW-Firmengeschichte und zu deren eigenen Ausbildungsmöglichkeiten. Dieser tolle Tag war mehr als eine Erkundungsfahrt. Er war vielmehr ein Zeichen gelebter erfolgreicher Partnerschaft. Danach begab man sich wieder mit dem Bus durch die wunderschöne Berg- und Tallandschaft des Oberbergischen Landes auf Heimreise. Jetzt freut sich Mannstaedt darauf, die Auszubildenden von BPW auch mal hier in Troisdorf zu begrüßen. Ute Pellenz

Foto: Foto Fischer

Stars of Styria.

Die Wirtschaftskammer Österreich und die Energie Steiermark präsentierten Ende Mai ihre „Stars of Styria 2016“. Mit dem Preis ausgezeichnet werden nicht nur Top-Lehrlinge, die ihre Lehre mit Auszeichnung abgeschlossen haben. Geehrt werden auch diejenigen, die sich für eine gute berufliche Aus- und Weiterbildung engagieren und dadurch diesen Erfolg mit ermöglichen: Ausbildungsbetriebe und Meister bzw. Befähigungsprüfungsabsolventen. Auch vier Azubis der Stahl Judenburg wurden ebenso wie das Stahlwerk als Unternehmen Wer hat’s gewusst? mit einem Stern ausgezeichnet. Sie hatten ihre Lehre mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Damit wurden die Stahl Judenburg und Befähigungsprüfung deren Azubis in den letzten neun Jahren bereits Die Befähigungsprüfung ist in Österreich zum achten Mal wegen ihrer hervorragenden eine behördliche Prüfung der Kenntnisse Ausbildung in der eigenen Lehrwerkstätte mit einer Person, um ein bestimmtes Gewerdem „Star of Styria“ geehrt (von links nach be ausüben zu dürfen (Befähigungsnachrechts): Michael Miesbacher (Maschinenbauweis). Davon betroffen sind reglementierte Gewerbe sowie einige Teilgewerbe. Diese techniker), Phillip Geiersberger (Elektrotechwerden in der Gewerbeordnung definiert. niker), Stefan Sprung (Zerspanungstechniker) Zu den Befähigungsprüfungen gehört auch und Georg Wilding (Werkstofftechniker). die Meisterprüfung für Handwerker. Heinz Gruber

Alles klar? Die neuen Azubis sind da. Jetzt sind auch die „alten Hasen“ unter den Azubis wieder gefordert. Ihr könnt nämlich ebenfalls dazu beitragen, dass sich die Neuen schnell wohlfühlen. Also: Seid nett zueinander! Sie gehören jetzt schließlich zur „GMH-Familie“.  Euer Leo


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Schützenhilfe bei Ausbildung bringt Super-Ergebnis RRO · Notendurchschnitt 1,0. Gute Ergebnisse

zeigen, dass RRO-Ausbildungskonzept funktioniert.

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or etwa einem Jahr, am 1. September 2015, haben bei der Rohstoff Recycling Osnabrück drei neue Azubis ihre technische Ausbildung begonnen: zwei Industriemechaniker Instandhaltung und ein Elektroniker. Das erste Lehrjahr fand vollständig in der Berufsbildungsgesellschaft der GMH Gruppe statt. Es zielte darauf ab, die Grundlagen der jeweiligen Berufsfelder praxisnah zu vermitteln. Die Azubis wurden dabei von mehreren Ausbildern betreut. Sowohl praktische Tätigkeiten als auch Theorieeinheiten und optionale Klausurvorbereitungen knüpften nahtlos an den parallel dazu stattfindenden Berufsschulunterricht. So waren die Azubis immer bestens auf den Schulstoff vorbereitet. Wie gut dieses Ausbildungskonzept funktioniert, bewies René Reuter (Industriemechaniker). Er hat jetzt sein erstes Lehrjahr mit einem Notendurchschnitt von 1,0 beendet – nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten betrieblichen Vorbereitung. Dabei unterstützt das Unternehmen nicht nur sei-

nen Wunsch, die Ausbildung um ein Jahr zu verkürzen. Es greift ihm auch bei der Weiterbildung unter die Arme. Im Hinblick auf ein Mechatronik-Studium an der Hochschule Osnabrück hilft eine Freistellung in Form von Bildungsurlaub bei einem Vorbereitungskurs „Grundlagen der Mathematik“. (Dieser Kurs schließt mit dem Mathe-I-Schein ab und nimmt Druck aus dem ersten Semester.) Doch die Ausbildung bei Rohstoff Recycling Osnabrück berücksichtigt nicht nur berufsbezogenes Wissen. Auch im Privaten kommt vieles der Arbeit zugute. Ob Weihnachtsfeier im Alando, Spanferkel-Essen im Sozialgebäude oder gemütliche Abende im Rampendahl: Soziale Veranstaltungen stärken das Gemeinschaftsgefühl und tragen zu einem positiven Arbeitsklima bei. Kein Wunder, dass alle Azubis berichten, dass sie sich bereits am ersten Tag bei RRO heimisch fühlen. RRO will diesen Weg weitergehen und kontinuierlich ausbauen. Jörg Bossmeyer

Werksfoto

René Reuter hat sein erstes Ausbildungsjahr mit einer 1 abgeschlossen.

AUSBILDUNGSBERUFE

Augen auf bei der Berufswahl! Wie schnell man auf den Stu­ fen des Erfolges als ehemaliger Auszubildender stehen kann, zeigt Mannstaedt in Troisdorf. Das Unternehmen bietet sehr erfolgreich zwei ganz unter­ schiedliche Ausbildungswege an: die Ausbildung zum Ma­ schinen- und Anlagenführer (m/w) und die Kooperative In­ genieurausbildung (m/w). Was es mit den beiden Berufen auf sich hat, berichtet Ute Pellenz: Sie schon mal etwas vom Haben Ausbildungsberuf Maschinen-

und Anlagenführer gehört? Nein? Dann wird es höchste Zeit, über diese kompakte und vielseitige Ausbildung ein paar Worte zu verlieren. In einer „rasanten Zeit“ von zwei Jahren werden die Auszubildenden zu Fachexperten an maschinellen Anlagen ausgebildet. Aber Maschinen- und Anlagenführer ist weit mehr als „Knöpfe drücken“. Denn Maschinenund Anlagenführer sind zusätzlich maßgeblich an der Produktqualität beteiligt. Damit beeinflussen sie auch in großem Maße den Unternehmenserfolg. Also war es in diesem Sommer ein ganz besonderer Anlass für Geschäftsführer Dieter Wilden, den drei frischgeba-

Auf den Stufen des Erfolges – „flankiert“ von Ausbildungsleiterin Ute Pellenz (links) und Geschäftsführer Dieter Wilden (rechts) von links nach rechts: Dennis Stibing, Umur Türkmen, Thomas Forsch und Nils Solscheid. Foto: mha; ©  plainpicture.de/Stanisic Vladimir

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ckenen Maschinen- und Anlagenführern – sprich: Dennis Stibing, Umur Türkmen und Thomas Forsch – zu den erfolgreich absolvierten Abschlussprüfungen zu gratulieren. Jetzt verstärken die drei jungen Herren mit Tatkraft die Fachbereiche, in denen sie bereits ihre Schwerpunktausbildung absolviert haben. Auch die sehr gestraffte Koopera­tive Ingenieurausbildung verspricht, weiterhin ein Erfolgsmodell zu bleiben. In sportlichen 4,5 Jahren absolvieren die Auszubildenden eine Ausbildung zum Industriemechaniker, gepaart mit einem Maschinenbau-Studium – eine wunderbare Verknüpfung von anspruchsvoller Theorie und viel­ seitiger Betriebspraxis. Auch zur erfolgreich absolvierten „Kooperativen Ingenieurausbildung“ hat Herr Dieter Wilden bei der gemeinsamen Gratulationsrunde gerne Hände geschüttelt. Hier hat sich der Weg von Nils Solscheid, unserem dualen Studenten, mittlerweile in einem Masterstudium fortgesetzt. Auch dieses Studium begleitet Mannstaedt mit Rat und Tat! Zu guter Letzt: Herzlichen Glückwunsch! Viele Wege führen auf die Stufen des Erfolges! Und darauf dürfen die ehemaligen Auszubildenden und unser dualer Student mit Recht sehr stolz sein!


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-lich willkommen Auch die AzubiPages beglückwünschen die neuen Azubis zu ihrem Ausbildungsplatz und heißen sie in der GMH Gruppe herzlich willkommen. Für die nächsten Jahre wünschen wir Euch viel Spaß bei der Ausbildung, Durchhaltevermögen, unfallfreies Arbeiten und viel Erfolg bei den diversen Prüfungen.

t z t Je s ’ t h ge los!

SCHMIEDEWERKE GRÖDITZ

Bereits am

16. Dezember letzten Jahres hatten die 14 Jugendlichen ihre Ausbildungsverträge unterschrieben. Am 4. und 5. August dieses Jahres kamen sie als neue Auszubildende zu den Schmiedewerken Gröditz, um endlich ins Berufsleben zu starten. Nachdem die Geschäftsführung die Neuen herzlich willkommen geheißen hatte, ging es am ersten Tag vor allem um Informationen zum Thema Ausbildungsbeginn, das gegenseitige Kennenlernen und das Beziehen der persönlichen Spinde. Am nächsten Tag erhielten die Neuen Unterweisungen zur Arbeitssicherheit und zu den betrieblichen Regelungen. Damit waren sie bestens gewappnet, um schließlich am 8. August offiziell mit ihrer Ausbildung zu beginnen. Die Azubis verteilen sich auf folgende Ausbildungsberufe: zwölf Verfahrensmechaniker (Benjamin Schiese, Max Walter, Marvin Olbrich, David Heyer, Dominic Werner, Jonas

Die angehenden Azubis unterschrieben bereits im Dezember 2015 ihre Ausbildungsverträge. Fotos: jb

Weimann, Hans Dietze, Sebastian Herr, Lennard Jakob, André Thiele, André Kutscher, Benjamin Bretschneider), ein Zerspanungsmechaniker (Niclas Wendt) und ein Elektroniker für Automatisierungstechnik (Oliver Falkenstern). Als Begrüßungsgeschenk gab es übrigens für alle die GMH-Azubi-Begrüßungstasche (siehe Seite 8: Das AZUBI-Starterpaket). Victoria Apitz

In Reih und Glied: die 14 neuen Azubis der Schmiedewerke.

Schon am ersten Tag kam Safety first Bochumer Verein Verkehrstechnik · Premiere: Erstmals Konstruktionsmechaniker (FR Schweißtechnik) in der Ausbildung.

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ervös, zurückhaltend und vielleicht auch etwas ängstlich – aber auch froh, glücklich und stolz: In dieser Gefühlslage starteten am 1. September zehn Auszubildende bei der Bochumer Verein Verkehrstechnik in ihr Berufsleben. Nach der offiziellen Begrüßung hieß es zunächst „Safety first!“. Denn bevor es an die Werkbänke und Schreibtische ging, wurden die Azubis natürlich zum Thema Arbeitssicherheit unterwiesen. Erst danach konnten sie bei einem Werksrundgang einen ersten Blick in die Ausbildungswerkstatt und den Betrieb werfen. Wie in jedem Jahr begann die Ausbildung mit einer Einführungswoche. Sie bot den Jugendlichen die Gelegenheit, nicht nur ihre Ausbilder, sondern auch die anderen Azubis besser kennenzulernen. Darüber hinaus erarbeiteten sie gemeinsam Regeln und Richtlinien für die Ausbildung. Auch wenn die Berufsbilder Jahr für Jahr ähnlich sind: In diesem Jahr gab es eine Premiere. Die BVV bildet zum ersten Mal Konstruktionsmechaniker in der Fachrichtung Schweißtechnik aus. Damit will das Unternehmen die altersbedingten Abgänge ausgleichen, die in einigen Jahren anstehen – und zwar mit selbst ausgebildeten Mitarbeitern. Sebastian Arend 

Die neuen BVV-Azubis von links nach rechts: Dominik Füser (Industriemechaniker), Alex Charin (Zerspanungsmechaniker), Nina Marie Popow (Industriekauffrau), Björn Biermann (Industriemechaniker), Sina Marie Sturm (Werkstoffprüferin), Okan Alemdar (Industriemechaniker), Ufuk Tastan (Konstruktionsmechaniker), Bünyamin Ertürk (Industriemechaniker), Osman Demiray (Konstruktionsmechaniker) und Ferhat Uzun (Zerspanungsmechaniker). Foto: Sebastian Arend

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PLEISSNER GUSS Werksfoto

Am 1. August

STAHL JUDENBURG

Foto: Traugott Hofer

Auch in Österreich

haben viele Jugendliche Anfang September mit ihrer Berufsausbil­ dung begonnen, darunter auch sechs Jugendliche bei der Stahl Judenburg. In Österreich heißen Azubis übrigens noch „Lehrlinge“. Auf dem Foto stellen sie sich zusammen mit ihren Ausbildern (In Österreich heißen sie Ausbildner!) dem Fotografen (von links nach rechts): Heinz Gruber (Lehrlingsausbildner), Marcel Gruber (Zerspanungstechniker), Julian Riffnaller (IT-Techniker), Florian Kollenz (Zerspanungstechniker), Lukas Gassner (Maschinenbautechniker), Thomas Leitner (Maschinenbautechniker), Peter Freisinger (Elektrotechniker) und Christian Steiner (Lehrlingsausbildner). Traugott Hofer

konnte Pleissner Guss fünf neue Azubis begrüßen. Gemeinsam mit Werkleiter Reimund Eckermann, Personalleiterin Ulrike Libal und dem Betriebsratsvorsitzenden Ralph Beushausen wurden die ersten „bürokratischen“ Hürden genommen: eine Unternehmenspräsentation, eine Betriebsbesichtigung und eine Unterweisung in Sachen Arbeitssicherheit. Dabei ging es um Verhaltensanweisungen im Unternehmen zur Vermeidung von Unfällen. Die Azubis erhielten zudem die GMH-Startertasche als Willkommensgeschenk. Auch in diesem Jahr wurden die Eltern der neuen Azubis eingeladen, damit sie den Lehrbetrieb ihrer Kinder kennenlernen können. Dieses Angebot stieß im vergangenen Jahr auf großes Interesse und wurde in diesem Jahr auch wieder gut angenommen. Personalleiterin Ulrike Libal: „Der Grundstein für eine erfolgreiche Ausbildung für die Jugendlichen ist gelegt. Jetzt liegt es vor allem an ihnen, was daraus wird.“ Die Auszubildenden und Ausbildungsverantwortlichen (von links nach rechts): Ulrike Libal, Sven Behrend (Zerspanungsmechaniker), Reimund Eckermann (Werkleiter), Lennart Michelmann (Zerspanungsmechaniker), Jürgen Dittrich (Ausbilder Werkstoffprüfung), Dennis Menge (Elektroniker für Betriebstechnik), Ruven Killig (Ausbilder Instandhaltung), Sebastian Flechtner (Werkstoffprüfer) und Gabriel Kliem (Industriemechaniker). li

GMH SYSTEMS Foto: Inge Hegmann

Zwei Azubis HARZ GUSS ZORGE Die Auszubildenden zusammen mit den Ausbildern (von links nach rechts): Heiko Zimmer (Ausbilder Industriemechaniker), Laurin Kasper (Auszubildender Industriemechaniker), Sebastian Müller (Auszubildender Elektroniker), Artur Rein (Auszubildender Modellbauer) und Sascha Machlitt (Ausbilder Modellbauer)

Willkommens geschenk

Werksfoto

haben ihre Ausbildung bei der GMH Systems begonnen: Philipp Henke (Fachinformatiker, Fachrichtung Anwendungsentwicklung) und Silas Kaumkötter (Duales Studium Wirtschaftsinformatik). Ihre ersten Schritte in das Berufsleben haben die beiden bereits getan. Sie absolvierten nämlich gemeinsam die ersten Arbeitswochen im Servicebereich Support des IT-Unternehmens. Dort ging es vor allem darum, die Jugendlichen auf den Alltag im IT-Support und die damit verbundenen Kundenkontakte vorzubereiten. Während ihrer vielfältigen und abwechslungsreichen Ausbildung werden sie noch viele Servicebereiche der GMH Systems durchlaufen. Das bereichsübergreifende Arbeiten verlangt den beiden während der Ausbildung zwar hohe Flexibilität ab, garantiert aber später einmal einen vielseitigen Berufsalltag (von links nach rechts): Philipp Henke und Silas Kaumkötter. Inge Hegmann

Harz Guss Zorge · Schulzeit adé: In der Gießerei begann für drei Jugendliche die Ausbildung – und damit ein neuer Lebensabschnitt.

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ie bereits seit einigen Jahren üblich stand der erste Ausbildungstag bei Harz Guss Zorge (HGZ) ganz im Zeichen der Information. Und so erhielten die Jugendlichen erste Einblicke in ihr Unternehmen, allgemeine Auskünfte zu dessen Organisation und Verhaltensregeln zur Arbeitssicherheit – all dies verpackt in einem spannenden Tagesprogramm. Personalleiter Martin Hartung hieß zunächst die Auszubildenden im Unternehmen herzlich will­ kommen und eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Vorstellung der Gießerei. Danach referierte Arbeitssicher­ heitsfachkraft Andreas Glaßmeyer über lauernde Unfallgefahren.

Im Fokus seiner Ausführungen stand die Frage, wie man in einem Industriebetrieb sicher und ohne seine Gesundheit zu gefährden arbeiten kann. Dabei erläuterte er speziell, wie Harz Guss Zorge aktiv Unfallverhütung betreibt. Ziel von Andreas Glaßmeyer war, die Jugendlichen für den zentralen Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu sensibilisieren. Noch ganz unter dem Eindruck seines Vortrags wurden sie anschließend mit ihrer persönlichen Schutzausrüstung eingekleidet. Im Anschluss daran folgte ein einstündiger Betriebsrundgang, der in den Lehrwerkstätten endete. Dabei erhielten die Aus­

zu­b il­d enden eine Einweisung am Arbeitsplatz und erste Informationen über die Ausbildung im Betrieb. Dazu gehörte auch der Hinweis auf den wöchentlich stattfindenden innerbetrieblichen Unterricht, mit dem die Aus­ bildung in Zorge ergänzt wird. Die ersten Besichtigungen der gut ausgestatteten Lehrwerkstätten sorgten für erste Begegnungen mit Auszubildenden aller Lehrjahre. Aus dem Betrieb zurückgekehrt, überreichte Martin Hartung den Auszubildenden ein Will­ kommensgeschenk. Und nach einem kleinen Imbiss endete der erste Ausbildungstag. Julia Levin

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GRÖDITZER KURBELWELLE WILDAU Foto: Sandra Ostermann

2 neue Azubis

konnten Ausbilder Lars Schieffelbein und Personalreferentin Sandra Ostermann am 1. September begrüßen. Das Foto zeigt Ausbilder Lars Schieffelbein (links) mit den angehenden Zerspanungsmechanikern Dustin Domke und Steven Bergmann. Steven Bergmann war übrigens bereits seit März im Rahmen einer sechsmonatigen beruflichen Einstiegsqualifizierung im Unternehmen tätig. Danach absolvierte er erfolgreich den Bewerbungsprozess für die Ausbildung als Zerspanungsmechaniker. Sandra Ostermann


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Foto: Karin Kriebel

SCHMIEDAG

Für 2 Jungs

begann bei der Schmiedag ein neuer Lebensabschnitt. Die Grundausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer durchlaufen Felix Schladofski und Leon Ricardo Scholz in der Ausbildungswerkstatt der Deutschen Edelstahlwerke in Hagen. Danach werden sie in den entsprechenden Abteilungen der Schmiedag eingesetzt. Auch in diesem Jahr gab es eine Berufseinführungswoche in der CVJM-Bildungsstätte Bundeshöhe in Wuppertal mit Erläuterungen zum Ausbildungsvertrag, zur Arbeitsordnung sowie zu den Rechten und Pflichten während der Ausbildung. Gemeinsame Workshops brachten nicht nur Spaß, sondern auch die Chance, sich untereinander besser kennenzulernen (von links nach rechts): Dirk Opfer (Ausbildungsleitung), Felix Schladofski, Leon Ricardo Scholz und Waldemar Karzmarzik (Betriebsratsvorsitzender). Dirk Opfer

HEINRICH GEISSLER Werksfoto

1 Mädchen

und drei Jungs haben bei Heinrich Geissler in Witten ihre Ausbildung begonnen (von links nach rechts): Sandy Krumnack (Industriekauffrau), Leonard Schröder (Industriekaufmann), Onur Celik (Industriemechaniker) und Alessandro Colapietro (Industriemechaniker). mw

23 Azubis

GMHÜTTE

haben bei der GMHütte begonnen: sechs Industriemechaniker Produktionstechnik, zwei Industriemechaniker Instandhaltung, sechs Verfahrensmechaniker, vier Zerspanungsmechaniker, ein Mechatroniker, eine Elektronikerin für Betriebstechnik, zwei Werkstoffprüfer und eine Industriekauffrau. Ausbildungsleiter Christian Bloom, Arbeitsdirektor Felix Osterheider und Betriebsratsvorsitzender Ludwig Sandkämper haben sie herzlich begrüßt. Arbeitssicherheit und Gesundheit nimmt die GMHütte sehr ernst. Deshalb informierten Markus Beckmann (Arbeitssicherheit) und Uwe Meier (pronova BKK) über diese Themen. Zudem erhielten die „Neuen“ das Willkommenspaket für Azubis aus dem Fan-Shop. Foto: Peter Leimbrink

Elisabeth Husemann 

WILDAUER SCHMIEDEWERKE

Foto: Klaus Füting

4 neue Azubis

konnten Ausbilder Andreas Thiele und Personalreferentin Sandra Ostermann bei den Wildauer Schmiedewerken begrüßen – darunter erstmals einen Dualstudenten. Er absolviert zunächst eine verkürzte Ausbildung als Industriemechaniker, bevor er in Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau „Ingenieurwesen Maschinenbau (dual)“ studiert. Offizieller Ausbildungsstart war am 5. September beim Kooperationspartner SBH Südost GmbH in Pätz. Zuvor hatten die Azubis die Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen und in einem zweitägigen Kurzpraktikum erste Erfahrungen mit den verschiedenen Bereichen des Unternehmens zu sammeln. Das Foto zeigt Ausbilder Andreas Thiele (Mitte) mit den „Neuen“ (von links nach rechts): Paul-Philip Cierski (Verfahrensmechaniker), Jan Gothan (Verfahrensmechaniker), Dennis Glimpel (Verfahrensmechaniker) und Adrian Prinzhausen (Industriemechaniker/Dualstudent). Sandra Ostermann

SCHMIEDEWERKE GRÖDITZ Foto: jb

Besuch aus Thüringen.

WALTER HUNDHAUSEN

4 junge Männer

haben in der Gießerei in Schwerte ihre Aus­ bildung zum Gießerei­mechaniker begonnen (von links nach rechts): Serhat Sahin, Aziz Emre Ekim, Manuel Ramos Garcia und Mike Cloodt. Katrin Hamann

Werksfoto

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32 Azubis und sechs Betreuer der Stahlwerk Thüringen GmbH waren bei den Schmiedewerken Gröditz zu Gast. Man nutzte die Gelegenheit, um Informationen über die unterschiedlichen Ausbildungserfahrungen auszutauschen. Anschließend absolvierten die angehenden Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik mit ihren Betreuern eine Betriebsbesichtigung. Im Rahmen der „Tage der Ausbildung“ unternimmt das Stahlwerk Thüringen einmal im Jahr mit seinen Auszubildenden solch eine Fahrt. In diesem Jahr hatte man sich für Dresden entschieden – inklusive Abstecher nach Gröditz zu den Schmiedewerken. Andreas Donat


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-lichen Glückwunsch glückauf wünscht gemeinsam mit den Ausbildern und Geschäftsführungen aus den Unternehmen allen erfolgreichen Absolventen einen ebenso erfolgreichen Start ins „richtige“ Berufsleben.

SCHMIEDAG

WALTER HUNDHAUSEN

Werksfoto

Foto: Karin Kriebel

Im Sommer

standen die Abschlussprüfungen für die Auszubildenden Ersan Catak und Tim Krüger zum Maschinen- und Anlagenführer auf dem Programm – eine ebenso aufregende wie anstrengende Zeit. Auf die schriftliche Theorie folgten die praktischen Prüfungen, die Tim Krüger als Maschinen- und Anlagenführer für die Schmiede im Schmiedag-Werk absolvieren konnte. Nach den mündlichen Prüfungen stand dann fest: Beide haben ihre Prüfungen mit einem „sehr gut“ bestanden (von links nach rechts): Peter Tiefenthal (Leiter Personalabteilung), Tim Krüger, Ersan Catak und Dirk Opfer (Ausbildungsleitung). Dirk Opfer

Anfang Juli

fand in der Gießerei die Freisprechung von insgesamt acht Azubis statt (von links nach rechts): Jannik Hamann (Maschinen- und Anlagenführer), Francesco Lerose (Elektroniker für Betriebstechnik), Deniz Ayhan (Gießereimechaniker), Heiko Schulte (Elektroniker für Betriebstechnik), Angelo Greco (Gießereimechaniker), Kevin Karneil (Elektroniker für Betriebstechnik) und Lulverim Beciri (Industriemechaniker). Nicht auf dem Foto ist Moritz Lenz, der seine Prüfung zum technischen Modellbauer bereits Ende Januar bestanden hatte. Klaus Liewald

! h c u für E SCHMIEDEWERKE GRÖDITZ

Foto: Andreas Ritter

Ende August 2013

hatten 15 Auszubildende ihre Ausbildung bei den Schmiedewerken in Gröditz (SWG) begonnen, darunter auch Jessica Janowski. Am 8. Juni bestand sie nach drei Jahren ihre Abschlussprüfung als Industriekauffrau. Seitdem verstärkt sie das Team des Einkaufs. Am 30. Juni zogen Matthias Scheller und Maximilian Weichbrodt nach. Wegen ihrer guten Leistungen in Theorie und Praxis konnten sie ihre Ausbildung zum Verfahrensmechaniker Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie vorzeitig beenden. Beide unterstützen nun das Team im Stahlwerk (von links nach rechts): Matthias Scheller, Maximilian Weichbrodt, Jessica Janowski und Victoria Apitz (SB Aus- und Weiterbildung). Victoria Apitz

Neuer Besucherrekord Stahl Judenburg · 300 Jugendliche nutzten den Tag der offenen Tür, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten im Stahlwerk zu informieren.

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nter dem Motto „SchülerInnen erleben regionale Wirtschaft“ hatte die Initiative „Kraft. Das Murtal“ – Wirtschaftsnetzwerk von Großbetrieben, kleinen und mittleren Unternehmen, Ein-Personen-Unternehmen sowie institutionellen und staatlichen Organisationen – Ende Mai zum Tag der offenen Tür eingeladen Es war bereits die vierte Veranstaltung dieser Art. Dabei kam es zu einem neuen Besucherrekord: Rund 1.700 Jugendliche aus 28 Bildungseinrichtungen nutzten die Chance, potenzielle Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Spannende Einblicke in Produktion und Ausbildung ihrer

Betriebe boten 16 Partnerunternehmen aus der Region, darunter auch die Stahl Judenburg. Rund 300 SchülerInnen aus sechs Schulen hatten sich für das Stahlwerk entschieden. Dort wurden sie zunächst in Gruppen zu etwa 15 Personen aufgeteilt. Danach ging es zur Werksbesichtigung in die Betriebe. Vor Ort konnten sie live erleben, was und wie bei der Stahl Judenburg produziert wird. Vor allem das Walzwerk löste bei vielen Staunen aus. In der Lehrwerkstätte wurden die Jugendlichen darüber informiert, welche Ausbildungsmöglichkeiten das Unternehmen bietet.

Abschließend erwartete sie in der Kantine eine Beamer-Präsentation. Sie fasste alles Wissenswerte über die Stahl Judenburg noch einmal zusammen. Zum Abschluss erhielt jeder ein Getränk und eine kleine Stärkung mit auf den Heimweg. Stahl Judenburg will auch zukünftig die Gelegenheit nutzen, sich in dieser Form zu präsentieren. Vielleicht konnte man bei dem einen oder anderen Jugendlichen einen Anreiz setzen, sich nach Schulabschluss um einen Ausbildungsplatz zu bewerben. Michaela Stranimaier

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Informationen aus erster Hand: Mario Griesmaier (links), Vertriebsleiter Kolbenstangen/Komponenten, und Geschäftsführer Gernot Essl (rechts vorne) mit einer Schulklasse. Foto: Kraft.Das Murtal

Foto: © fotolia.com/Brad Pict


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Eine soziale Idee fasst Fuß

Schmiedewerke Gröditz · Jugendliche engagieren sich gerne: 12. Sozialer Tag mit „Dein Tag für Afrika“ kombiniert.

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ereits seit zwölf Jahren setzen sich in Sachsen Schülerinnen und Schüler vor den Sommerferien für junge Menschen in ärmeren Regionen dieser Welt ein. Ziel ist, deren Lebens- und Bildungschancen zu verbessern und ihnen Perspektiven zu eröffnen. In diesem Jahr wurde der Tag erstmals mit dem

Zeit fehlt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten zudem Einblicke in verschiedene Berufsfelder und können so Berufserfahrungen sammeln. 2016 nahmen in Sachsen 276 Schulen mit etwa 31.200 Schülerinnen und Schülern teil. Sie erarbeiteten insgesamt einen Betrag

Aktionstag „Dein Tag für Afrika“ kombiniert, der zeitglich in Brandenburg (Prösen) stattfand. Am Sozialen Tag tauschen die Schüler die Schulbank gegen einen Job in Geschäften, Unternehmen, Vereinen, Institutionen oder auch bei Privatpersonen. Den erarbeiteten Lohn spenden sie, um soziale Projekte vor Ort in Sachsen und weltweit zu unterstützen. Erledigt werden einfache Hilfstätigkeiten, für die im Alltag oft die

von etwa 660.000 Euro. Auch die Schmiedewerke Gröditz konnten zwölf hoch motivierte Schüler der Gröditzer Oberschule „Siegfried Richter“ und der Oberschule Prösen „Aktive Entwicklungsschule“ begrüßen. Frühmorgens um 5.30 Uhr trafen sie sich im Werk zum Arbeitseinsatz. Nach Einweisung und Aufgabenzuteilung machten sie sich aufgeteilt in drei Gruppen an die Arbeit: Es wurde aufgeräumt, ge-

strichen und Unkraut gezupft unter der Betreuung von drei Azubis. So gab es auch die eine oder andere Gelegenheit, sich über die Ausbildungsmöglichkeiten bei SWG zu informieren. Gegen 13.30 Uhr waren alle Arbeiten zur Zufriedenheit der

Meister und betreuenden Azubis erledigt. Die Schülerinnen und Schüler wurden in den wohlverdienten

Feierabend entlassen. Pro Schüler überwiesen die Schmiedewerke Gröditz jeweils 50 Euro an die sächsische Jugendstiftung. Um auch die Schülerinnen und Schüler für ihre gute Arbeit zu belohnen, erhielten sie einen USB-Stick und einen Kino-Gutschein. Fleißige Schüler bei der Arbeit

Foto: Victoria Apitz

Victoria Apitz

Zusätzliche Frühfahrt für Azubis

GMHütte · Buslinie 463 wurde für Azubis verstärkt. Neue Haltestellen kamen hinzu. Neues Angebot wird ein Jahr lang getestet.

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um Start des neuen Ausbildungsjahres (ab 1. August 2016) und damit schon einige Tage vor dem diesjährigen Fahrplanwechsel, erhält Georgsmarienhütte auf der Linie 463 ab Osnabrück eine zusätzliche Frühfahrt. Dieses Angebot um 5.02 Uhr wurde auf gemeinsame Initiative der GMHütte und der Stadt Georgsmarienhütte für Auszubildende und Berufstätige eingerichtet. „Insbesondere für unsere Auszubildenden wollen wir dieses Angebot ein Jahr lang testen und unterstützen es deshalb gern“, so Felix Osterheider, Arbeitsdirektor des Stahlwerkes. Nicht selten käme ein Ausbildungsplatz für junge Men-

schen aus Osnabrück deshalb nicht in Frage, weil eine Busverbindung fehle, um pünktlich zum Arbeitsbeginn um 6.00 Uhr in Georgsmarienhütte zu sein. Deshalb würden sie auf einen Ausbildungsplatz verzichten. „Wir gehen hier Hand in Hand mit der Stadt Georgsmarienhütte, weil wir unsere attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht

Die neue Buslinie Der Bus fährt von Montag bis Freitag an Schul- und Ferientagen um 5.02 Uhr ab Osnabrück Hauptbahnhof sowie um 5.07 Uhr ab Osnabrück Neumarkt und anschließend über die Bushaltestellen auf der Iburger Straße und das Franziskus-Hospital im Harderberg. In Georgsmarienhütte werden dann die weiteren Bushaltestellen Kiffe, Raiffeisenstraße, Beekebreite, Osterheide – neu, Tor 4, Schulzentrum und als Endhaltestelle Oeseder Feld um 5.32 Uhr angefahren. Neben der zusätzlichen Verbindung werden auch neue Bushaltestellen eingerichtet: • Oesede, Oeseder Feld beidseitig auf der Klöcknerstraße mit den RegioTakt-Buslinien 452, 463, 464 und der N 61. • Harderberg, Osterheide einseitig auf der Niedersachsenstraße für die neue Frühfahrt auf der Buslinie 463. • An allen Bushaltestellen und ab jetzt auch am Oeseder Feld sind somit alle Abfahrten der Regio-Takt-Linien auch zu den Schichtenden für die Berufspendler nutzbar. • Fahrplan- und Tarifinformationen können unter www.vos.info abgerufen werden.

Begrüßten gemeinsam den Bus bei der Ankunft der Frühfahrt an der neuen Haltestelle „Oeseder Feld“: Bürgermeister Ansgar Pohlmann (Stadt Georgsmarienhütte), Felix Osterheider (Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der GMHütte), Jörg Schneider (Niederlassungsleiter Weser-Ems Busverkehr GmbH) sowie Harald Schulte und Klaus Schwarzer (beide Geschäftsstelle der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück – VOS Süd), eingerahmt von den Auzubildenden der GMHütte. Foto: Jessica Fischer, Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS)

wegen mangelnder Mobilität unbesetzt lassen wollen“, so Osterheider. Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück Süd (VOS) habe mit diesem Angebot auch für andere Unternehmen aus der Stadt Georgsmarienhütte einen Mehrwert geschaffen, so Ansgar Pohlmann, Bürger-

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meister der Hüttenstadt. „Ich freue mich sehr, dass das Stahlwerk diese Chance schon erkannt hat und das Pilotprojekt mit einer Anschubfinanzierung begleitet. Nun setze ich auf die Erfahrungen aus dem Frühpendlerbus und bin gespannt, was auch andere Arbeitgeber hier

in Georgsmarienhütte dazu sagen.“ „Diese zusätzliche Fahrt ist zunächst ein auf ein Jahr begrenzter Test, dessen Nachfrage wir beobachten werden“, kommentierte Harald Schulte von der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) Süd. mw


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Statt Uni erst mal Werkbank GMHütte · Julian Hübner wollte nach dem Abi gern Praxis-Luft schnuppern. Jetzt lernt er Verfahrensmechaniker. Zum Studieren bleibt immer noch Zeit.

glückauf: Nach dem Abi an die Werkbank – warum? Julian: Als ich mein Abi in der Tasche hatte, war schon der Gedanke da, sofort zu studieren. Aber ich wollte gerne zunächst etwas Praxis-Luft schnuppern. Daher hatte ich auch an ein Duales Studium gedacht. Schließlich bin ich aber auf den Beruf des Verfahrensmechanikers gestoßen und habe mich zunächst für eine Ausbildung entschieden. Studium kann ja danach immer noch kommen. Standen Sie in Ihrem Abi-Jahrgang mit einer Ausbildung alleine da? Julian: Nein, ich schätze, ein Viertel meines Abi-Jahrgangs hat sich für eine Ausbildung entschieden. Weshalb haben Sie sich bei der Georgsmarienhütte beworben? Julian: In der 9. Klasse hatte ich schon mal ein Praktikum bei der Hütte gemacht. Das hat mir superviel Spaß gemacht. Und als ich dann auf der Suche nach einem praktischen Ausbildungsberuf war, habe ich erst mal geschaut, was dort alles geboten wird. ... und sich schließlich für den Verfahrensmechaniker entschieden. Julian: Ich hatte mir die unterschiedlichen Berufsbeschreibungen auf der Website der Hütte durchgelesen. Ich fand, dass der Beruf des Verfahrensmechanikers am besten zu meinen Wünschen und Vorstellungen passt. Im ersten Ausbildungsjahr habe ich zwar zwischendurch gedacht: „Zerspanungs- oder Industriemechaniker wäre auch nicht schlecht.“ Aber ich bin jetzt wirklich gut zufrieden mit meiner Wahl.

Und was lernt man so in der Ausbildung? Julian: Die Ausbildung ist echt abwechslungsreich: Los geht es in der Ausbildungswerkstatt mit Metalltechnik, also mit Werkstoffbearbeitung, Zerspanen und Schweißen. Da fertigen wir beispielsweise Bauteile und Baugruppen. Dann kommt noch die Steuerungstechnik dazu, also das Warten und Instandhalten von Pneumatik- und Hydraulik-Systemen. Bei Einsätzen im Stahlwerk und im Walzwerk lernen wir später die Grundlagen der Metallurgie und der Metallumformung sowie das Steuern der Produktionsanlagen. Was gefällt Ihnen derzeit bei der Ausbildung am besten? Julian: Derzeit arbeite ich im Walzwerk. Das ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man dafür sorgen kann, dass die Prozesse laufen und wir Stahl produzieren. Vor allem die Steuerungsprozesse finde ich sehr spannend. Aber auch wenn ich wie heute in der Walzenwerkstatt bin, ist das sehr interessant. Schließlich muss ich die Produktionsanlagen später nicht nur bedienen können, sondern auch wissen, warum sie wie funktionieren. Was gefällt Ihnen derzeit bei der Ausbildung am besten? Julian: Ich arbeite gerne eigenständig. Es ist eine besondere Herausforderung, wenn man eine Aufgabe selbst erledigen darf. Und wenn man dann als Auszubildender eigenständig die Walzen vorbereiten darf, gibt einem das schon einen gewissen Zuspruch.

Gibt es etwas, das Sie bei Ihrer Arbeit überhaupt nicht mögen? Julian: OK, in den ersten drei Monaten steht man schon recht häufig an der Werkbank und feilt sich durchaus die eine oder andere Blase an den Händen. Aber das gehört eben auch dazu, wenn man Einblicke in alle Bereiche haben möchte. Aber das geht auch vorbei. Im zweiten Ausbildungsjahr sind wir dann auch in den Betrieben und lernen dort das Bedienen der Produktionsanlagen. Doch leider dürfen wir noch nicht alle Anlagen selber fahren – da heißt es manchmal: danebensitzen und dem Kollegen zuschauen, wie er das macht. Das kann schon manchmal etwas langweilig werden. ... und man ist froh, wenn der Arbeitstag vorbei ist? Julian: Aber nur, wenn es mal wirklich langweilig ist. Ansonsten vergeht die Zeit recht schnell. Na klar freue ich mich auch, wenn es nach Hause nach Holzhausen geht und ich dann abschalten kann. Und wie schalten Sie ab? Julian: Ich spiele im BSV Holzhausen Fußball. Außerdem mache ich in Osnabrück Karate und gehe hin und wieder ins Fitnessstudio. Und dann bin ich noch ehrenamtlich beim Kolping in Holzhausen aktiv. Dort leite ich unter anderem seit zwei Jahren das Ferienlager.

Steckbrief VORNAME : Julian NACHNAME : Hübner ALTER : 20 Jahre AUSBILDUNG: Verfahrensmechaniker für die Hütten- und Halbzeugindustrie WAS MIR BESONDERS GUT GEFÄLLT:

Eigenständiges, praktisches Arbeiten FREIZEIT : Fußball, Karate, Fitnessstudio, Ehrenamt in Kolpingfamilie LIEBLINGSFUSSBALLVEREIN : Real Madrid

Wie geht es jetzt beruflich weiter? Julian: Im Januar hoffe ich, meine Ausbildung abzuschließen. Und dann werde ich mal schauen. Bei guter Leistung habe ich ja eine Übernahmegarantie bei der GMHütte. Aber trotzdem reizt mich schon noch das Studium: Maschinenbau oder Werkstofftechnik wäre toll. Etwas Zeit zur Entscheidung bleibt ja noch. Vielen Dank für das Gespräch. 

Geschenkt.

Früher zumindest war es guter Brauch: Wer irgendwo einladen war, brachte ein kleines Gastgeschenk mit. So gesehen könnten auch die Azubis ein Geschenk mitbringen, wenn sie zu ihrem „Gastgeber“ (sprich: Arbeitgeber) kommen. Aber Spaß beiseite. Andere Zeiten, andere Sitten: Heute sind es die „Gäste“, die beschenkt werden – zumindest in der GMH Gruppe. Denn von den meisten Unternehmen gibt es für die neuen Azubis zur Begrüßung das Azubi-Starterpaket. Azubi und Azubine erwarten dabei Umhänge­ tasche, Schlüsselband, Notizbuch mit Kugelschreiber, Mousepad, Brotdose und schwarzes Rundhals-T-Shirt. pkm

Werksfoto

Azubi Pages · 3/2016............. 8

Das Beste zum Schluss! Youtube-Lernhilfe

Foto: mw

Abitur und dann an die Uni – viele Schülerinnen und Schüler wollen diesen Weg einschlagen. Nicht so Julian Hübner: Der 20-Jährige macht derzeit eine Ausbildung bei der Georgsmari­ enhütte GmbH zum Verfahrens­ mechaniker für die Hütten- und Halbzeugindustrie (3. Lehrjahr). Warum, erzählt er in unserem Azubi-Interview.

Was macht eigentlich ein Verfahrensmechaniker bei der GMHütte? Julian: Die Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie – so heißt der Beruf offiziell – steuern, regeln und überwachen die Prozesse im Stahlwerk und im Walzwerk, also das Einschmelzen, Veredeln, Vergießen und Walzen von Stahl.

ah!

Theoretisches Azubiwissen „einfach erklärt“ Das Azubi-Leben endet – mit einer Prüfung. Die Ergebnisse entscheiden oft darüber, ob der Azubi fest übernommen wird oder nicht. Umso wichtiger ist es, sich optimal darauf vorzubereiten.

Der Youtube-Kanal GripsCoachTV ver­ spricht Abhilfe. Mit Erklärvideos und Mindmaps können Interessenten dort wichtige Lerninhalte vertiefen. Und das Beste ist: Es gibt dazu auch eine App. Denn Azubis lernen ganz gerne auf dem Weg zur Arbeit bzw. auf dem Heimweg. Schwerpunkt ist theoretisches Wissen. Unter dem Motto „einfach erklärt“ befasst sich der Kanal mit Themen wie Ergonomie, Rentabilität, Magisches Viereck, Prokura, Distribution, Marketing, GmbH, Rechnungs­wesen, Lager­ kennzahlen, Betriebsabrechnung und vieles andere mehr.

Foto: © panthermedia.net / Tomas Anderson

INTERVIEW

Azubipages -3-2016  

AzubiPages 3-2016 – die glückauf-Beilage für Auszubildende der GMH Gruppe.

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