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Heft 10 | Oktober 2008 WWW.ELEKTROTECHNIK.CH

Elektrotechnik 10/ 2008

ELEKTROTECHNIK AUTOMATION, TELEMATIK GEBÄUDETECHNIK

DIMLITE Plug & Play, Energie sparen und Stück für Stück einfach anhängen

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DIMLITE

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21

Westumfahrung Zürich

78

VoIP Unified Communications

38

Alarmanlagen für Einbruch und anderes

96

NIN-Know-how, Leserfragen, Teil 38


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Editorial

ET-Wettbewerb Oktober 08

Untergrund Liebe Leserin, Lieber Leser «Elektroinstallateure ermöglichen den Bau des Gotthard-Basistunnels» so der Titel eines interessanten Berichtes einer Erkundungsreise unseres Autors Erich Schwaninger. Zuerst gings von Sedrun zum Zugangsstollen, dann mit der Tunnelbahn einen Kilometer in den Berg und schliesslich 800 Meter in die Tiefe. Diesen Weg ging aber nicht nur Erich Schwaninger mit Bruno Willhelm, dem Verantwortlichen für die elektrischen Provisorien während des Tunnelbaus. Über diesen Weg gehen auch sämtliche Arbeiter zur Arbeit, über Förderanlagen gigantischen Ausmasses wird sämtliches Material in die Tiefe gelassen, und auch hinauf. So zum Beispiel die tagtäglich 6500 Tonnen Aushubmaterial. Lassen Sie sich in diese doch etwas dunkle, fremde Welt ab Seite 25 entführen. Umso mehr werden Sie in rund 10 Jahren staunen, wenn sie mit über 200 Kilometer pro Stund durch den Tunnel brausen. Um dunkle Machenschaften ganz anderer Art geht es im Artikel «Alarmanlagen für Einbruch und anderes». Raymond Kleger recherchierte bei wichtigen Partnern rund um Alarmanlagen und gibt Ihnen ab Seite 38 einen interessanten Überblick über Alarmanlagen. Obwohl in der Schweiz alle sechs Minuten ein Einbruch geschieht, zeigen wir hier wie wichtig Alarmanlagen zum Beispiel auch bei Bränden, Gaslecks und Wasserschäden sind. Der Bericht zeigt aber auch klar auf, dass rund um Einbruchschutz diverse Mythen seit Jahren umhergeistern. So ist heute bewiesen, dass die meisten Einbrecher Einzeltäter sind und sich durch elektronische Sicherungen abhalten lassen. Mehr als 35% der Wohnungseinbrüche finden tagsüber statt und Fakt ist auch, dass die Versicherung noch längst nicht den ganzen Verlust ersetzt, schon gar nicht den emotionalen. Vorbeugen ist ein Gebot der Zeit.

Was versteckt sich in diesem Bild? • Marsfahrzeug • Industrie-Roboter • Wetterstation

Heinz Brenner, Chefredator heinz.brenner@elektrotechnik.ch

Geben Sie Ihre Antwort auf der ET-Webseite www.elektrotechnik.ch ein und gewinnen Sie eines von drei Fachbüchern aus dem AT-Verlag.

Elektrotechnik 10/08 | 1


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1

Editorial

Untergrund

Monatsthema 38 Alarmanlagen für Einbruch und anderes

Aktuell 4 6 6

Wago mit neuen Produkten Zum Titelbild: Dimlite Produkteanzeigen

46 Neues Einbruchmeldesystem 48 Fernalarmierung erhöht Nutzen

Fachteil

49 Weltneuheut:

Installations- & Gebäudetechnik Effizientere Gebäudeautomation Westumfahrung Zürich Elektroinstallateure ermöglichen Bau des Gotthard-Basistunnels Planung von BACnet-Anlagen Schalten und Schützen mit TeSys U

aktiver Einbruchschutz 50 Videoüberwachung kein Luxus mehr

Wirtschaft und Verbände Interview 82 «Der Mars hat uns bekannt gemacht», Maxon Motor

Installations- & Gebäudetechnik Portrait 87 Batisec: Erfolgreicher Kampf

der Alarmanlage

20 21 25 29 34

Automation & Robotik 52 Sicherheitsanforderungen an Anlagen

56 Zehn Jahre JugendSolarProjekt

Marketing & Vertrieb 92 Kundenbeschwerden erfolgreich bearbeiten

Elektroplanung & Beratung 60 Engieering total global 63 Schöner wohnen – aber nicht nur

96 NIN-Know-how 38 102 Projketleiter-NDK

Grundlagen & Umwelt Licht & Leuchten 36 Lichttagung LICHT 2008

Wirtschaft & Verbände 90 75 Jahre Technische Betriebe Bischofszell 91 Rohrbach neuer VSE-Präsident 91 «swisselectric research award 2008» 91 Resun AG ernennt Führungscrew

Aus- und Weiterbildung

Telematik und Multimedia 69 Multimedia im Wohnhaus zu Ende gedacht 69 Neue Rangierfeld-Generation 72 TeleNetfair 2008 in Luzern 73 Das iPhone 3G und seine Mitbewerber 78 Computerworld-Konferenz zeigt aktuelle Trends

Service 105 106 108 111 111 111 112

Literatur Veranstaltungen Stellenanzeiger Impressum Unsere Inserenten Im Text erwähnte Firmen Vorschau

Alarmanlagen helfen, das Eigenheim vor Einbruch, Gaskatastrophen und Wasserschäden zu bewaren.

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Elektrotechnik 10/08 | 3

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis


Die kleinen Dinge gestalten den Alltag in der Installationspraxis rationeller und einfacher – Wago machts möglich

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WAGO mit neuen Produkten für die Praxis Wenn eine Firma das CRF-Gütesiegel «Top-Arbeitgeber für Ingenieure 2008» erhält, bestätigt das einmal mehr die Innovationsfreudigkeit von Wago. Firmen, die ständig neue Produkte auf den Markt bringen, die den Alltag von Elektroinstallateuren und Schaltanlagenbauern rationalisieren, brauchen in der Entwicklung Ingenieure mit Ideen. reichen die Betreiber höchste Sicherheit und sparen gleichzeitig Energie. Da Störungen und Ausfälle sehr genau lokalisiert werden können, sinken auch die Wartungskosten. Mit ihren 73 000 Brennstellen errang das Projekt «Calle 30» beim ausgeschriebenen Wettbewerb der AG Dali im Rahmen der light +building 08 den zweiten Platz.

1 1 Zweiter Preis für eine besonders originelle Beleuchtung mit Dali-Geräten von Wago.

Wago als Erfinder der Steckklemme hat den Alltag der Elektroinstallateure im Verbinden von Leitern wie keine andere Firma geprägt. Noch heute spricht der Elektroinstallateur von der Wagoklemme, obwohl nach Ablauf der Patente auch andere Firmen diese Technik verwenden. Wago produziert aber nicht nur Klemmen aller Art, sondern hat auch ein grosses Produktspektrum von Interfaces und ganzen Steuerungen für die Gebäude- und Industrieautomation im Programm. Drei Beispiele von neuen Produkten aus dem Hause Wago. Dali-Beleuchtungsprojekt der Superlative Mit dem Dali-Bus lassen sich Leuchten individuell ansteuern und damit beliebig einschalten, aber auch dimmen. Ein sehr eindrückliches Beispiel dafür ist die Calle 30, eine von mehreren Ringstrassen um die Innenstadt von Madrid. Die teilweise zehnspurige Verkehrsschlagader wurde komplett erneuert und teilweise verlegt. Insgesamt 55 km der 99 km langen Strecke verlaufen unterirdisch, die Beleuchtung wird ständig an die Verkehrssituation angepasst. So er4 | Elektrotechnik 10/08

Klein und belastbar – die neuen TOPJOB ® S Das Reihenklemmenprogramm TOPJOB ® S für die Gebäudeinstallation sowie für Industrie- und Ex-Anwendungen wird durch zwei weitere Installations-Etagenklemmen ergänzt. Die neuen L- und N-Klemmen der Serie 2003 erweitern die Anwendungsmöglichkeiten. In Kombination mit der L/L/PEKlemme können jetzt auch in StandardVerteilern mit Normabstand zwischen Tragschiene und Verteilerabdeckung, Drehstrommotoren kostengünstig auf zwei Klemmenbreiten verdrahtet werden. Die Klemmen sind durch ihre Bauart auch bestens für andere Einbausituationen mit geringer Bauhöhe geeignet. Die Klemmen erlauben Querschnitte bis 4 mm2 und 32 A und eignen sich bestens für den Anschluss von 3-Phasen-Elektromotoren. Auch zur Vervielfältigung von Anschlüssen der oberen Ebene der Installations-Etagenklemmen mit Hilfe von Brückern sind die Klemmen gut geeignet. Natürlich weisen auch die «Neuen» alle Vorteile des TOPJOB ® S-Reihenklemmenprogramms auf: Sie benötigen weniger Platz als herkömmliche Reihenklemmen

2

3 2 Klein und belastbar – die neuen TOPJOB® S. 3 In jeder Lage sicher fixiert.

und eignen sich für alle Leiterarten; eindrähtige Leiter lassen sich direkt stecken. In jeder Lage sicher fixiert Die Wago Serie 222 – Verbindungsklemmen für alle Leiterarten – sorgt nicht nur für eine Lagefixierung, sondern verfügt auch über Laschen zur Zugentlastung per Kabelbinder, Klemmstellennummern und Flächen für Beschriftungsstreifen. Damit lassen sich die Klemmen auch in Anwendungen einsetzen, die Fixierung und Kennzeichnung erfordern. Der Befestigungsadapter bietet Platz für vier 2-Leiter-, drei 3-Leiter- oder zwei 5-LeiterKlemmen. Die Klemmen lassen sich zusätzlich sichern, die Prüfschlitze bleiben auch im Adapter zugänglich. Der Adapter lässt sich liegend und stehend auf ein Chassis schrauben sowie stehend auf eine Tragschiene aufrasten. Mit dem Winkeladapter ist auch eine liegende Montage auf der Tragschiene möglich. Abgerundet wird das Set durch eine Zugentlastungsplatte mit zu■ sätzlichen Befestigungslöchern.

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Die Liberalisierung im Strommarkt setzt Impulse frei und eröffnet neue Chancen. Wir verstehen sie als Aufforderung, uns dynamisch weiterzuentwickeln. Dazu sind wir auf engagierte Mitarbeiter angewiesen wie beispielsweise Thomas Gränicher. Virtuos meistert er zusammen mit seinem Team die anspruchsvollsten Projekte – und trägt so zur Unternehmensentwicklung bei. Bei der BKW FMB Energie AG sorgen 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute dafür, dass bei mehr als 1 Million Einwohner zuverlässig der Strom fliesst. Gehören Sie morgen dazu? Wir freuen uns, wenn Sie mit uns die Zukunft angehen.

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Elektrotechnik 10/08 | 5

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«Ob Piano oder Projekt: Die Mischung aus Motivation, Können und Ausdauer führt zur Spitzenleistung.»


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Zum Titelbild: Wie ein Puzzle anhängen und fertig

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Komponenten wie Präsenzmelder oder ein Lichtsensor zur tageslichtabhängigen Beleuchtungssteuerung einfach und schnell betriebsfertig andocken. Mehr unter www.zumtobel.com/DIMLITE

Das Lichtsteuersystem DIMLITE folgt dem Prinzip eines Puzzlespiels. Bereits das Basismodul bietet die Funktionen Dimmen, zentrale EIN/AUSFunktion und eine Lichtstimmung. Nach Bedarf lassen sich

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Mit seinem 5,7-Zoll-Display, das optional auch als Touchscreen erhältlich ist, ergänzt Beckhoff die bestehende CP66xx-Serie um eine kompaktere Variante. Somit kann der Anwender aus den DisplayVarianten 5,7, 6,5, 12, 15 und 19 Zoll auswählen. Das Herzstück des CP6608 besteht aus einem Beckhoff-Motherboard mit Intel®-IXP420-Prozessor mit XScale®-Technologie und 266 MHz. Der CP6608 verfügt standardmässig über 32 MB

On-Board-Flash und 128 MB On-Board-RAM. Mit seinen zahlreichen Schnittstellen ist das Panel sowohl für Industrieapplikationen als auch für die Gebäudeautomatisierung geeignet.

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Astro-Schaltuhr SELEKTA So funktioniert’s. Die SELEKTA 171 top2 RC berechnet die Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten für jeden Tag des Jahres. Weil diese sich je nach Ort und Zeitzone weltweit unterscheiden, benötigt sie für die Berechnung die Ortskoordinaten. Einfacher einstellen – dank Ortsdatenbank mit hinterlegten Koordinaten und Zeitzonen. Mit der voreingestellten Uhrzeit ist die Inbetriebnahme ruck zuck erledigt. Sicherheit gewonnen – ob Straßen, Treppen, Gebäudefassaden oder Werbeschilder- alles wird zuverlässig beleuchtet. Energie gespart – durch bedarfsoptimierte Nachtabschaltung mit zusätzlichem Ferien- und Feiertagsprogramm. Optional am PC – programmierbar mit exaktem Energiekosten- und Einsparungsrechner. Schnell montiert – da kein Helligkeitssensor erforderlich ist und die DuoFix Steckklemmen bis zu 40 % Montagezeit ersparen. Mehr Informationen auf www.theben-hts.ch

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6 | Elektrotechnik 10/08


RC-plus next: Die neue Generation des bewährten Bewegungsmelders RC-plus

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bereit. Voreingestellte Formate und Funktionen erleichtern die Arbeit – so druckt das Gerät in der «WRAP»-Funktion passgenau beschriftete Ummantelungen für Drähte und Kabel aus. Die Taste «PPANEL» erstellt automatisch zentrierte und ausgerichtete Texte. Etiketten für Automaten einer DIN-Leiste können punktgenau im «MODULE»Modus gedruckt werden, wobei «FIXED» einen Text auf ein festgelegtes Etikett passend ausdruckt.

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Noch grössere Reichweite: bis 21m! Mit den Produkten der Railline-Serie bietet PMA in einer kompakten Bauform verschiedene Bausteine zur Temperaturregelung an. Die einzelnen Module, die nur jeweils 22,5 mm breit sind, werden einfach auf eine Hutschiene aufgeschnappt. Das System besteht aus dem Messumformer Uniflex CI 45, dem Universalregler KS 45, dem Temperaturbegrenzer TB 45 sowie Buskopplern für verschiedene Feldbusse. Die Feldanschlüsse der Geräte erfolgen über abnehmbare Stecker, was die Montage deut-

lich vereinfacht und auch im Servicefall Vorteile bringt. Die Bedienung erfolgt einfach über drei Tasten an der Gerätefront. Ein zweizeiliges LCD-Display und die Status-LED informieren über die aktuellen Prozessdaten und zeigen Betriebsart und Störungen an.

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Multimediasystem dirigon von FELLER

Eine universell einsetzbare Multimediadose mit bekannten, genormten RJ45-Schnittstellen bildet das Herzstück des dirigon Multimediasystems. An diese Dosen können sämtliche Me-

diendienste angeschlossen werden: Radio/TV, Internetzugang, Telefon/Fax, HiFi/Audio oder Netzwerk. In Verbindung mit einer sternförmigen Verkabelung, die im dirigon Verteilerkasten

mündet, haben die Bewohner jederzeit die Möglichkeit, ihre Räume flexibel zu nutzen. Einfach Umstecken und aus dem früheren Kinderzimmer wird ein Arbeits- oder Fernsehzimmer.

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8 | Elektrotechnik 10/08 FELLER AG • Postfach • CH-8810 Horgen • Telefon +41 44 728 72 72 • Telefax +41 44 728 72 99 • www.feller.ch


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Anschlussdosen im EDIZIOdue- und FLF-Design

Mit den neuen vorkonfigurierten Niederspannungs-Installationsverteilern für IT-Infrastrukturen von Rittal lassen sich Zeit und Kosten sparen. Die Planung und Montage sind deutlich einfacher als bisher und die Verteiler lassen sich leicht kundenspezifisch konfigurieren und bestücken. Beide Verteiler sind für den Einsatz von Einbaugeräten vorbereitet. Dabei können alle Produkte der ABB-smissline-Familie verwendet werden. Der PDR-Flex-ITStandverteiler basiert auf dem

und besteht aus wenigen Komponenten. Im zen-

und Verteilmodule, die auf eine DIN-Schiene aufgeschnappt werden können. Ein geschirmtes Multimediakabel verbindet die Module mit den Anschlussdosen in den einzelnen Zimmern. Mit den Multimedia-Patchkabeln werden im Verteilerkasten die unterschiedlichen Dienste den Zimmern zugeordnet. Dank der modularen Bauweise kann das

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Netzüberwachung und Energiemanagement

Das dirigon Multimediasystem ist klar strukturiert

tralen Verteilerkasten befinden sich alle Anschluss-

bestens anreihbaren TS-8-Rack. Er verfügt über eine Sichttür mit Komfortgriff zum Einsatz eines Profilhalbzylinders, der es erlaubt, kundenspezifische Schliessungen einzusetzen.

Die vielseitigen Multifunktionsmessgeräte der Baureihe Diris A40/41 messen in Nieder- und Hochspannungsnetzen. Sie ermöglichen über ihre Vorderfront die Konfiguration und Visualisierung aller elektrischen Parameter und die Nutzung der Funktionen Messung, Energiezählung, Analyse der harmonischen Ober-

schwingungen, Fernsteuerung und die Kontrolle der Steuerund Kommunikationsgeräte. Das DIRIS A41 besitzt eine echte Neutralleiterstrommessung (4. Stromwandler). Für Steuerund Kommunikationsaufgaben kann das DIRIS-Multifunktionsgerät durch Plug-in-Module (Impuls- und Alarmausgänge, Zähl- und Alarmeingänge, Analogausgänge, RS-Schnittstellen mit JBUS/Modbus oder Profibus-DP-Protokoll) den unterschiedlichsten Bedürfnissen angepasst werden.

ELKO-Systeme AG 4312 Magden Tel. 061 845 91 45 www.elko.ch

dirigon System jederzeit erweitert werden. Mehr erfahren Sie unter www.dirigon.ch

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Multimedia Interface

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Effiziente Drehzahlregelung von Pumpen und Lüftern

In vielen Industrienationen machen Elektromotoren mehr als die Hälfte des Stromverbrauches aus, sodass hier ein enormes Energieeinsparpotenzial besteht. Mit Hilfe einer Drehzahlregelung lässt sich der Energiebedarf deutlich reduzieren. Für diese Anwendung hat Beckhoff sein Busklemmen-I/O-System erweitert. Die Busklemme KL2791 ist als Drehzahlsteller für Einphasen-Wechselstrommotoren bis 100 W geeignet. Kondensator-,

Universal- oder Spaltpolmotoren können so einfach in ihrer Drehzahl reduziert werden. Neben der Energieeinsparung bietet die Drehzahlreduzierung zudem eine Geräuschreduktion und erhöht die Lebensdauer des Motors.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen Tel. 052 633 40 40 www.beckhoff.ch

Die neue Multimediaschnittstelle ermöglicht den Zugriff auf die gesamte Anlage des MyHome-Systems. Vom Fernseher aus lässt sich das Heim nach Wunsch steuern. Man kann z. B. einen Videoanruf beantworten, die Türe öffnen, die Lichter an- und ausschalten, die Rollladen rauf- und runterfahren, die Alarmanlage aktivieren oder neue Sollwerte für die Raumtemperatur vergeben und noch vieles mehr. Auch andere Geräte wie DVD oder

MP3-Player können an die Multimediaschnittstelle angeschlossen werden. Die Bildschirmanzeige mit Ikonensymbolen ermöglicht dem Anwender die intuitive Benutzung und macht die Befehlseingabe absolut einfach.

Legrand Schweiz AG 5242 Birr Tel. 056 464 67 67 www.legrand.ch

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«Ich brauche ein Fahrzeug, das mich keine unnötige Energie kostet.»

Der VW Crafter. Das Nutzfahrzeug. Wer jeden Tag hart arbeitet, verlangt auch viel von seinen Partnern. Deshalb haben wir für Sie den VW Crafter geschaffen. Vom VW Crafter dürfen Sie mehr erwarten. Zum Beispiel, dass er mit seiner Modell-Vielfalt genau zu Ihrem Geschäft passt. Oder, dass er Ihnen mit seinem enormen Laderaum, seiner Zuverlässigkeit und Robustheit ganz einfach die Arbeit erleichtert. Und nicht zuletzt ist der VW Crafter dank seiner Wirtschaftlichkeit und dem überraschend günstigen Preis von Anfang an ein gutes Geschäft.

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Ab sofort ist bei Distrelec das neue WaveAce™-Oszilloskop von LeCroy erhältlich. Die tragbaren Modelle von 60 ... 300 MHz Bandbreite sind einfach zu bedienen, preiswert und hochwertig verarbeitet. Alle Geräte verfügen über einen grossen Speicher, Farbbildschirm, umfassende Mess- und Triggermöglichkeiten. Der grosse Speicher ermöglicht die Erfassung bei voller Abtastrate, die bis zu dreimal länger ist als bei anderen Geräten dieser

Überzeugende Produkte, übersichtlich dargestellt Der Katalog umfasst die Sortimente Kallysto, Kallysto.art und Kallysto.tebis. Kallysto ist die Design-Linie, Kallysto.art heissen die Rahmen aus edlen Materialien und Kallysto.tebis sind die intelligenten Schalter für Automatisierungsaufgaben. Vertreten ist auch die klassische Linie Basico, ergänzt mit der Linie Classico, das Schalterprogramm für Nassapparate. Es folgen die Informationsseiten zum Kanaleinbau und zum FLF-Einbauprogramm. Der technische Anhang bildet den Abschluss.

Klasse. Mit Hilfe seiner USBSchnittstelle verbindet sich der WaveAce™ schnell und einfach mit dem PC. Die mitgelieferte Software erlaubt es, das Oszilloskop vom PC aus zu bedienen und Daten abzuspeichern.

Distrelec 8606 Nänikon Tel. 044 944 99 11 www.distrelec.ch

Der neue Schalter- und Steckdosenkatalog von Hager spiegelt das Bestreben, das Sortiment klar und übersichtlich darzustellen und das Auffinden der Produkte leicht zu machen.

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LeCroy mit günstigem Oszilloskop

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Maximale Leistung auch bei 1 mm2

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Die NIN hält fest, dass die maximale Strombelastbarkeit eines 1-mm2-Kupferdrahtes 8 A betragen darf und dass heutzutage entsprechende Leitungsschutzschalter mit der Kennlinie B und C erhältlich sind, welche 6-A-Schmelzeinsätze ersetzen. Im bewährten Lexic-Sortiment bietet Legrand einen passenden 8-A-Leitungsschutzschalter mit Kennlinie C an. Das mit Schraubklemmen ausgerüstete Gerät der Serie DX (Art. 063 93) für Phase und Neutralleiter ist eine TE schmal und genau das Richtige, wenn bei Sanierungen der Platz im Verteiler knapp ist. Das Sortiment wird ergänzt durch Leitungsschutzschalter von 0,5 bis 40 A.

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Unterhalten von Branchenlösungen ist ihre Kernkompetenz. Alsoft bietet erfolgreiche ITLösungen für die Branchen Haustechnik, Dach und Wand sowie Gebäudehülle. Mit den bewährten Programmgenerationen ALBAU-Plus ® und ALBAU-Flex ® sowie sämtlichen Programmoptionen behält der Anwender in seinem Unternehmen den Gesamtüberblick. Die 15 langjährigen MitarbeiterInnen stehen im Dienste von über 1000 zufriedenen Kunden.

Der Fokus der Alsoft Informatik AG richtet sich auf strategische sinnvolle in der Praxis erprobten IT-Gesamtlösungen. Das langjährige Know-how im Entwickeln, Vertreiben und

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Halogenfreier Verdrahtungskanal HA7

Beim neuen halogenfreien Verdrahtungskanal HA7 lassen sich die Stege leicht und sauber ausbrechen. Die Ausbrechstelle hinterlässt keine störende raue Stelle. Der Deckel schliesst auch bei voller Belegung zuverlässig. So bleiben die Kabel und Drähte sicher versorgt. Der Kanal ist aus dem strapazierfähigen Werkstoff PC/ABS gebaut und weist noch mehr Vorzüge auf als der bewährte BA7. Eine für alle: Die Kabelrück-

12 | Elektrotechnik 10/08

halteklammer BA7CLIP passt auch beim HA7, sie kann ab Grösse 40 x 40mm eingesetzt und über die Perforation auf die gewünschte Kanalbreite abgebrochen werden.

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Der grosse Vorteil dieser neuen Universalkonsolen BR-BRN von Tehalit liegt in der Vereinfachung: für BR- und BRnetway®- Brüstungskanäle gibt es jetzt eine einheitliche Konsolenreihe. Die Kanäle können neu werkzeuglos an der Universalkonsole befestigt werden. Die Universalkonsole ist um ⫾ 3° winkelverstellbar. Nach dem Zusammenbau der Universalkonsole und der Adapterplatte ist die Abmessung des zu montierenden Kanals auf der Universalkonsole ablesbar, und hinzu kommt eine einheitliche

Befestigungstechnik für alle Brüstungskanäle samt einfacher Clip-Technik (einzigartige Eigenschaften auf dem Schweizer Markt). Die Universalkonsolen sind neu in vier und die Adapterplatten in drei Grössen verfügbar. Die Referenzen wurden von 64 auf 7 reduziert.

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Wärmebildkamera mit eingebauter Digitalkamera

Die neuste kompakte Thermografie-Lösung von Flir hilft Probleme an elektrischen Anlagen aufzudecken, mechanische Störungen zu ermitteln, vorbeugende Wartungsmassnahmen auszuführen und Energie zu sparen. Diese Kamera verfügt über eine Infrarotauflösung von 140x140 Pixel. Mit einem Gewicht von

nur 600 g ist die Flir i50 so kompakt, dass man diese jederzeit überall hin mitnehmen kann. Die Flir i50 zeichnet sich durch leistungsstarke Funktionen wie eine visuelle 2.3 Megapixel-Digitalkamera, die FusionFunktion Bild-imBild, einer integrierten Laserpointer, eine schnell aufrufbare Bildgalerie mit Miniaturansichten und Beleuchtungslampen, die bei schlechten Lichtverhältnissen für optimale Ergebnisse sorgen.

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Vereinfachte Befestigungstechnik

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Installations- & Gebäudetechnik

Mit Webserver in Synco-Kommunikationszentrale ist Anlagenbedienung über PC von überall her möglich

Effizientere Gebäudeautomation Mit dem neu verfügbaren Webserver erweitert sich die Funktionalität des bewährten Gebäudeautomationssystems Synco von Siemens. So lassen sich HLK-Anlagen jetzt jederzeit ortsunabhängig bedienen und kontrollieren. Damit lassen sich Komfort und Effizienz steigern. Die Systemwelt Synco ist mit ihrem modular erweiterbaren Sortiment konzipiert für Anwendungen in kleinen bis mittelgrossen Mischgebäuden mit unterschiedlichen Räumlichkeiten – vom Ladenlokal bis zu Appartements. Das System sorgt flexibel für eine komfortable und energieeffiziente Regelung und Steuerung der HLKAnlage, abgestimmt auf die Grösse, den Lebenszyklus, die Betriebszeiten des Gebäudes und die Komfortansprüche der Benutzer. Mit dem neu in der Synco-Kommunikationszentrale integrierten Webserver kann die Anlagenbedienung und -kontrolle jetzt jederzeit ortsunabhängig von jedem PC aus erfolgen. Ein Alarmsystem meldet rechtzeitig eventuelle Störungen oder Wartungshinweise, je nach Anforderung auch per SMS, E-Mail, Pager oder Fax. Dadurch verkürzen sich die Reaktionszeiten, und unnötige Servicegänge werden vermieden. Durch die Protokollierung und Auswertung aller Anlagenwerte und

Störungen lassen sich mögliche Anlagenausfälle frühzeitig identifizieren, analysieren und vermeiden. Als Herzstück des Systems löst das Reglersortiment Synco 700 die Energieaufbereitung, regelt, steuert, kontrolliert die Anlage und kommuniziert über KNX. Die Installation und Inbetriebnahme lässt sich rasch und effizient durchführen: Die Erweiterungsmodule werden einfach an die Regler angeklickt. Eine Programmierung ist nicht erforderlich, weil erprobte Standardanwendungen bereits im Regler integriert sind. Die Synco-700-Regler lassen sich dank kompakter DIN-Bauweise sowie moderner Federzugklemmentechnik platz- und kostensparend in die Schaltschränke einbauen. Inbegriffen Komfort und Energieeffizienz Mit den Einzelraumreglern Synco RXB und RXL wird auf einfachste Art die gewünschte Raumtemperatur zum richtigen Zeitpunkt erreicht. Mittels Zeit-

1 Vollständiges Programm von Synco für komfortable, energiesparende HLK-Anlagen; inbegriffen ist auch ein integrierter Webserver. 2 Leistungsfähiger KNX-Aktor für HLK-Anlagen.

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programmen, die über KNX kommunizieren, kann die Energiebereitstellung optimal auf die unterschiedlichen Belegungszeiten der Räume abgestimmt werden. So ist ein angenehmes Raumklima als Grundlage für maximale Leistungseffizienz vom Arbeitsplatz bis zum Konferenzraum jederzeit sichergestellt. Ihre hohe Funktionalität und das Zusammenspiel mit den Synco-700-Reglern erlauben das Erreichen der Energieeffizienzklasse A gemäss der Europäischen Norm EN 15232. Mit Effizienzklasse A sind gemäss der Norm beispielsweise in Büros Energieeinsparungen bis zu 30% im Vergleich zum Standard möglich. Energieeinsparungen durch intelligente Gebäudeautomation Mit intelligenter und integrierter Gebäude- und Raumautomation lassen sich hohe Energieeinsparungen ohne Komforteinbussen erreichen. Synco-Regler tauschen Energieinformationen über die KNXKommunikation miteinander aus, sodass nur Aggregate wie Heizkessel, Kältemaschinen oder Förderpumpen eingeschaltet werden, die für die Einhaltung des Komforts notwendig sind. Erprobte und vorprogrammierte Energiesparfunktionen in allen Synco-Reglern unterstützen den energieoptimalen Betrieb der Anlage – im Sommer wie im Winter. Nutzer und Anlagenbetreiber haben einen grossen Einfluss auf den Energieverbrauch – durch Ausschaltung der Anlage bei Nichtgebrauch, Anpassung der Raumtemperatur sowie des Zeitschaltprogramms an die effektiven Nutzzeiten. Die einfache Bedienung der Synco-Regler und -Raumgeräte unterstützt den Bediener bei der energieeffizienten Einstellung der gesamten (rk) ■ HLK-Anlage.

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«Stau dir das mal an» Bald wird der Bevölkerung die Westumfahrung übergeben, deren Tunnelleittechnik im neuen, zukunftsorientierten übergeordneten Leitsystem vom Tiefbauamt des Kantons Zürich integriert ist. Die Einbindung von Tunnelobjekten durchläuft mehrere festgelegte Schritte. Diese wurden durch den Bauherrn und UeLS-Planer als Standards und Prozesse definiert. WebBrowser als auch XML-Technologie wurden als Schnittstelle gewählt.

Thomas Fuchs, IUB AG, Bern Mit dem stetig wachsenden Verkehrsaufkommen bewältigt der Kanton Zürich jeden Tag hohe verkehrstechnische Anforderungen. Mit der bevorstehenden Eröffnung der Westumfahrung, und des Uetlibergtunnels im Frühjahr 2009, welcher als ein zentraler Bestandteil der Westumfahrung gilt, tritt eine erhebliche Verbesserung für die staugeplagten Anwohner ein. Der Knotenpunkt A1, A3 und A4 im Bereich Verzweigung Limmattal gehört zu einem der meistbefahrenen Nationalstrassenabschnitte der Schweiz und gilt als Nadelöhr der Region. Wer kennt sie nicht, die Staumeldung: «A4 zwischen der Verzweigung Limmattal und Urdorf Nord stockender Verkehr wegen Verkehrsüberlastung.» Mit der neuen Westumfahrung nimmt die Geduldsprobe für Automobilist und Anwohner ein Ende und bringt eine Ent-

lastung für die Stadt Zürich. Im westlichen Einzugsgebiet war der Bau von mehreren Autobahntunnels notwendig. Sie werden nach der Fertigstellung und den intensiven Anlagen- und nachfolgenden übergeordneten Gesamttests gestaffelt dem Betreiber zur Verkehrsfreigabe übergeben. Die geplante Eröffnung für das nächste grosse Objekt, den Uetlibergtunnel, der ein Kernstück der neuen Umfahrung ist, steht im Mai 2009 bevor. Im November 2009 ist die definitive Eröffnung der Westumfahrung geplant. Bis dahin müssen noch Arbeiten an der A4 im Knonaueramt fertiggestellt werden. Alle Tunnelobjekte sind mit dem übergeordneten Leitsystem UeLS verbunden. Aus den Leitstellen können alle EM-Anlagen eingesehen, überwacht, gesteuert und entsprechende Massnahmen eingeleitet werden. Grund genug, um unsere Aufmerksamkeit dem Leitsystem zu widmen.

Wie kam es dazu oder «ANNO DAZUMAL» Mit dem Bau der Nationalstrassentunnels Milchbuck und Gubrist zwischen 1981 und 1985 wurden Fernwirkanlagen für die Steuerung und die Überwachung erstellt. Seit 1984 wird im Kanton Zürich auf eine zentralisierte Überwachung und Bedienung mit dem Ziel, die Verfügbarkeit und die geforderten kurzen Reaktionszeiten mit minimalen personellen Ressourcen sicherzustellen, hingearbeitet. Wurden bis dato die Objekte und Anlagen mit hohem Aufwand lokal bedient und verwaltet, wird zunehmend der Wandel vom örtlichen Handwerker zum zentralen Unterhaltsplaner vollzogen, mit dem Ziel, die geografisch grossräumig verteilten Objekte effizient zu managen. Im Rahmen der Erneuerung und des Ausbaus der Leitzentralen erfolgte die Planungs- und Projektierungsphase zum Leitsystem und zu den Grossbildanzeigen durch die Firma IUB AG, Bern. Im Jahre 2004 ging daraus der Auftrag zur Realisierung eines neuen modernen und zukunftsorientierten Leitsystems hervor. Entstanden ist ein übergeordnetes Leitsystem zur zentralen Überwachung und Steuerung aller elektromechanischen und verkehrstechnischern Anlagen der bestehenden und zukünftigen Nationalstrassenabschnitte des Kantons Zürich. Bestehende Anlagen und deren Übersichtsbilder mussten originalge-

Abschnitte der Westumfahrung • Umfahrung Birmensdorf • Uetlibergtunnel • Verkehrsdreieck ZH Süd • A4 Knonaueramt

1 1 Verkehrsleitzentrale Letten

Tunnels: • Eggrain, 0,5 km • Hafnerberg, 1,35 km • Aescher, 2,15 km • Uetliberg, 4,4 km • Isliberg, 4,95 km • Ristet 0,45 km

Elektrotechnik 10/08 | 21

Installations- & Gebäudetechnik

Westumfahrung Zürich, Beispiel eines Web-basierten Leitsystems


Installations- & Gebäudetechnik

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2 UeLS-Bedienstation, Betriebsleitstelle Urdorf.

treu nachgebildet, neue nach bestehenden Vorgaben erstellt werden. Zentrale Aspekte der Arbeitsplatzergonomie wurden für die Gestaltung der Grossbildanzeigen bei der KAPO und dem Tiefbauamt umgesetzt. Ein weiteres Ziel waren die notwendige wirkungsvolle Unterstützung der Polizei bei der täglichen Arbeit sowie vollumfängliche Unterstützung des Betriebs- und Unterhaltspersonals bei der Störungsbehebung an den im Kanton verteilten Tunnelanlagen. Um ein effizientes Arbeiten zu fördern, sollen unnötige Fahrten zu den Objekten mit den Prozessleitsystemen reduziert und sogar vermieden werden. Entsprechend sind neue Informations- und Eingriffsmöglichkeiten entwickelt worden. Von den EM-Anlagen zum Leitsystem Das UeLS Zürich besteht aus zwei Cluster-Leitrechnern und einem File Server, der den externen Systemen einen bestimmten Speicherplatz und auch die entsprechenden Verwaltungsprozesse zur Verfügung stellt. Untergeordnet zur Leitebene ist die Objektebene angebunden. In dieser sind 30 Knotenrechner vorgesehen. Innerhalb der Prozessleitebene, der in der Leittechnikpyramide untersten, gibt es ca. 300 Bereichsrechner und deren Anlagen, die integriert werden. Die Ebenen sind strikte voneinandergetrennt und Interaktionen zwischen den Ebenen erfolgen nur über klar definierte Schnittstellen. Jedes System, welches einer Ebene angehört, nimmt nur Aufgaben entsprechend dieser Ebene wahr. Eine Anlage besteht grundsätzlich aus einem Bereichsrechner mit einem integrierten Webserver, einer Anlagesteuerung und einer oder mehreren Prozessteuerungen.

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3 Medienwand mit der Kantonsübersicht, Betriebsleitstelle Urdorf.

Die Integration der elektromechanischen Anlagen erfolgt über zwei verschiedene Schnittstellen. Als Datenschnittstelle dient Standard XML, Alarme und Ereignisse werden als Sammelmeldungen, ausgewählte Betriebszustände von elektromechanischen Anlagen dem UeLS übermittelt. Zum anderen wird mittels der Browser-Webserver-Technologie vom UeLS über einen Standard-Browser auf die Oberfläche der Knotenrechner und Bereichsrechner zugegriffen. Die Bediengrafiken sind im HTML-Format, dynamische Elemente als Java-Applets realisiert. In der Verkehrsleitzentrale Letten Zürich und der Betriebsleitzentrale Urdorf werden die erfassten Ereignisse als Alarme oder Störmeldungen den Benutzern von KAPO und Elektrodienst visualisiert. Die Operatoren können die Anlagen überwachen und steuern. Mit wenigen Mausklicks erhalten sie einen Überblick zu Alarmen, Störungen, Zuständen und der Verfügbarkeit der im UeLS integrierten EM-Anlagen. Beim UeLS Zürich handelt es sich nicht um eine Volldatenpunktintegration. Vielmehr werden nur wichtige technische Störungen, Alarme und Zustände oder Sammelmeldungen direkt auf den UeLS-Frame dargestellt. Auf der UeLS-Ebene können nur übergeordnete Prozessbedienfunktionen, wie Sofortsperrungen von Tunnelröhren, vorgenommen werden. Die Details zu den Sammelmeldungen können eingehend in den separaten BereichsrechnerFrames eingesehen und bearbeitet werden. Entstehung der MMI-Bilder Die Betriebs- und Prozessebenen stellen das Mensch-Maschine-Interface

(MMI) zur Verfügung, welches einen standardisierten Zugriff auf sämtliche Anlagen in den verschiedenen Tunnelobjekten erlaubt. Für die notwendige wirkungsvolle Unterstützung der Polizei bei ihrer täglichen Arbeit sowie die vollumfängliche Unterstützung des Betriebs- und Unterhaltspersonals bei der Störungsbehebung an der Anlage ist eine homogene Visualisierung aller technischen Einrichtungen massgebend. Diese Einheitlichkeit war ein wichtiger Aspekt bei der Planung und Realisierung der MMI-Ansichten. Jeder Bereichsrechnerlieferant musste seine MMI-Bilder nach strikten Vorgaben modellieren. Beim Aufbau der MMI-Bilder von der Betriebs- und Prozessebene gibt es folgende Unterschiede. Die Bildschirmauflösung der UeLS-Bedienstationen ist höher als die der Bereichsrechner. Die UeLS-Frames umrahmen den Prozess-Frame der sowohl UeLS-Bilder (Kantons-, Gebiets- und Objektübersichten) als auch BereichsrechnerFrame abbildet. Die BereichsrechnerFrames können im Prozess-Frame der UeLS-Bedienstation sowie auch als eigenständiges Fenster auf einem zweiten Monitor mit der Auflösung 1280 x 1024 dargestellt werden. Integrationsprozess Mit dem Integrationsprozess erarbeiteten das TBA Zürich und der UeLSPlaner gemeinsam die Vorgabe zu einem standardisierten Vorgehen zur sicheren Integration von Systemen. Die Bereichs- und Knotenrechner, welche über mehrere Jahre verteilt an das UeLS angebunden werden, müssen alle diesen einheitlichen Integrationsprozess durchlaufen. Vom ersten Kontakt der


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Installations- & Gebäudetechnik

Die einzelnen Schritte: Schritt 0: In einem Workshop werden dem Bereichsrechnerlieferanten alle Voraussetzungen erläutert als auch konzeptionelle Informationen für eine erfolgreiche Bereichsrechnerintegration mitgeteilt. Schritt 1: Die Datenpunkte werden konfiguriert, erfasst und getestet. Die vom Bereichsrechner-Lieferanten erfassten Datenpunktlisten werden mit einer «Standalone»-Applikation auf Fehler geprüft und zertifiziert. Schritt 2: Die Schnittstelle zwischen BR und UeLS wird getestet. Mit einer Simulationssoftware für Knotenrechner wird das dynamische Verhalten der BR durch verschiedene Testszenarien überprüft. Schritt 3: Als Handlung erfolgt hier die Anpassung der Objektübersicht. Um die Objektübersicht mit den Anzeigeelementen zu vervollständigen, wird das freigegebene Tunneldatenblatt in den sogenannten Tunnelcomposer eingelesen. Dieses Werkzeug verwendet die Datenpunktinformationen und generiert damit die notwendigen Elemente für eine Platzierung auf den MMI-Ansichten. Schritt 4: Das nächste Zertifikat wird nach dem erfolgreichen Datenpunkt Integrationstest ausgestellt. Auf dem Testsystem im Werk wird im Beisein des UeLS- und Bereichsrechnerplaners der zu integrierende BR nach einem definierten Testablauf ausgetestet. Mit diesem Zwischenschritt erhöht man die Zuverlässigkeit bei der Integration vor Ort. Getestet werden die Kommunikation, alle Tunnelbilder, die Animationen als auch die Verlinkung mit den Bereichsrechnerseiten. Zu den Tests gehören ebenfalls die Alarmierung und das Auslösen der Tunnelreflexe innerhalb der vorgegeben Zeiten. Bei erfolgreichem Absolvieren dieses Testschrittes folgt die Integration vor Ort. In der Betriebsleitstelle in Urdorf befindet sich das UeLS-Testsystem. Dies wird eigens für die Integrationstests vom TBA zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um einen Leitrechner mit zwei Arbeitsplätzen und zwei Knotenrechnern. Schritt 5: Dieser beinhaltet die Vorort-Tests auf dem Integrationssystem TBA. Vor der Umschaltung ans produktive UeLS werden die Bereichsrechner dem Integrations-Knotenrechner zugeschaltet. Der Integrations-Knotenrechner entspricht der Konfiguration des produktiven Knotenrechners und unterscheidet sich lediglich durch die BR-Adressierungen. Schaltbefehle werden auf der aktiven Anlage ausgeführt. Gemäss Peter von Arb, UeLS-Projektleiter der IUB AG, Bern, wird durch diese Vorintegration der laufende Betrieb von Unterhalt und KAPO nicht

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Bereichsrechner- und Leitsystemlieferanten bis zur definitiven Inbetriebnahme gibt es 7 sequenzielle Arbeitsschritte zu absolvieren. Nach jeder erfolgreichen Prüfung wird ein Testzertifikat als Freigabe für die nächste Etappe ausgestellt. Damit kann eine konstant hohe Qualität über die gesamte Inbetriebnahmedauer garantiert werden. Neue Bereichsrechner müssen so sicher als möglich in den produktiven Betrieb eingebunden werden. Bereits integrierte Anlagen dürfen bei der Inbetriebnahme nicht gestört werden.

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tangiert, was in Anbetracht der ca. 300 im ganzen Kanton zu integrierende Bereichsrechner für alle Beteiligte einen erheblichen Vorteil bringt. Mit dem Integrationssystem wird bei einem kleineren Tunnelobjekt ein bis zwei Monate bei grösseren, wie z. B. bei der Westumfahrung über ein Jahr, getestet (dies beinhaltet auch Interventions- und Rettungsübungen). Werden die Testschritte wie Online-/ Offline-Verhalten, Verlinkung der Anlage, Tunnelreflexe, Installation der Virensoftware, Zugriff auf ftp-Server und Grossbildanzeige-Aufschaltung den Erwartungen entsprechend erfüllt, wird die Inbetriebnahme organisiert. Schritt 6: Der Schritt 6 ist der letzte und beinhaltet die definitive Inbetriebnahme. Der Bereichsrechner wird durch Zuweisen der neuen Adressierung an das produktive System angeschlossen. Auch hier beschreitet man mit dem UeLS Zürich neue Wege. Wie Bernhard Pfeiffer von IUB AG, Bern, ausführt, wird durch eine simple Browser-Aktualisierung das gesamte System aktualisiert. Dies ist für Tunnelleitsysteme ein Novum. Mit diesem Verfahren erfährt der Bediener von

Unterhalt oder KAPO keine eingeschränkte Systemverfügbarkeit, wie sie bei herkömmlichem Rebooten von anderen Leitsystemen auftritt. Da bereits bei den Vororttests auf dem TBA-Integrationssystem intensive Versuche stattgefunden haben, wird das neu integrierte System nur noch mit Stichproben verifiziert. Dabei handelt es sich um Manipulationen, die den produktiven Betrieb nicht allzu stark beeinträchtigen. Zwischen dem Workshop und der Inbetriebnahme vergehen im Idealfall vier Monate. Jeder der soeben beschriebenen Schritte wird einzeln durchlaufen und ist in sich abgeschlossen. Dank diesem strukturierten und effizienten Vorgehen können die Umsysteme der Leittechnik grösserer Bauabschnitte und mehrerer Tunnelobjekte speditiv und mit geringen Fehlerquoten integriert werden. Das UeLS des Kantons Zürich ist nun seit über einem Jahr im Betrieb und Peter von Arb von IUB AG erklärt, dass bereits ca. 50% aller geplanten Bereichsrechner integriert sind. Aus den gemachten Erfahrungen und der verfügbaren Routine aller Projektbetei-

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ligten sollten für die ausstehenden Arbeiten keine Schlüsselprobleme mehr auftreten. Für die bevorstehende Eröffnung der Westumfahrung und der weitern Teilabschnitte des Kantons Zürich steht aus Sicht der Leittechnik nichts ■ im Weg.

Projektbeteiligte Bauherr: TBA Zürich, Meier Hans, Abteilungsleiter Verkehrstechnik Strassen, Bollinger Walter, Projektleiter UeLS www.tiefbauamt.zh.ch, www.westumfahrung.ch UeLS-Planer: IUB AG, Bern von Arb Peter, Projektleiter peter.vonarb@iub-ag.ch www.iub-ag.ch Leitsystem: Steria AG, Urdorf www.steria.com

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Installations- & Gebäudetechnik

Neat – Teilabschnitt Sedrun

Elektroinstallateure ermöglichen Bau des Gotthard-Basistunnels Bis in etwa zehn Jahren soll der Gotthard-Basistunnel in Betrieb sein. Wenn dann AlpTransit-Reisezüge mit über 200 Kilometern pro Stunde durch den Tunnel brausen, ist es auch das Verdienst von Bruno Wilhelm. Zusammen mit seinen dreissig Elektrofachleuten ist er für die elektrotechnischen Provisorien im Teilabschnitt Sedrun verantwortlich. Erich Schwaninger Die Neat-Baustelle gilt als Bauwerk der Superlative. Nicht nur die bautechnischen Dimensionen, auch die elektrische Infrastruktur, die es für die Erstellung des Tunnels braucht, ist eindrücklich. Bruno Wilhelm ist zuständig für

die elektrischen Installationen. Er muss mit seinen Leuten garantieren, dass alle elektrotechnischen Anlagen, die während des Baus im Einsatz stehen, jederzeit einwandfrei funktionieren. Eine absolute Schlüsselposition, denn ohne elektrische Energie, Steuerungs- und Kommunikationsanlagen geht im mo-

dernen Tunnelbau gar nichts. Sein Verantwortungsbereich ist der 6,8 Kilometer lange Teilabschnitt Sedrun. Dieser Abschnitt gehört zum Basistunnel am Gotthard, dem Herzstück der Neuen Alpentransversale (Neat). Der 57 Kilometer lange Tunnel reicht von Erstfeld bis Bodio und wird dereinst der längste Eisenbahntunnel der Welt sein. Bruno Wilhelms Tunnelgäste, welche die Neat-Baustelle bestenfalls von den Medien her kennen, sind fasziniert von den Dimensionen der Anlagen. Der Teilabschnitt Sedrun wird über einen Zugangsstollen von einem Kilometer Länge und zwei 800 Meter tiefen Schächten erschlossen. Allein die Er-

Erich Schwaninger

1 Bruno Wilhelm, Leiter Elektroanlagen, in seinem Büro auf dem Installationsplatz.

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Installations- & Gebäudetechnik Erich Schwaninger

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3 2 Tief im Berg: Maschinenraum für eine Förderanlage. 3 Multifunktionsstelle Sedrun mit Querschlägen zwischen den Einspurröhren, Spurwechsel, Nothaltestellen, technischen Räumen und Lüftungsinstallationen.

stellung dieser Nebenbauwerke hat mehrere Jahre gedauert. So wurde mit dem Bau des Zugangsstollens 1996 begonnen, und der erste senkrechte Schacht für die Förderanlagen wurde 1998 von einem südafrikanischen Spezialunternehmen in Angriff genommen. Der eigentliche Ausbruch der Tunnelröhren Richtung Norden und Süden begann 2002. Von der Aussenwelt gelangen die Bauarbeiter, die Besucher sowie das gesamte für den Bau benötigte Material mit dem Tunnelzug in den Berg hinein. Danach wird auf zwei Förderanlagen mit ungeahntem Ausmass verladen. Diese bringen die Personen und Güter 800 Meter tief hinunter zur eigentlichen Tunnelbaustelle. Das geht ganz schön rassig: mit 18 m/sec. wird das Material und mit 12 m/sec. werden die Personen in die Tiefe gelassen. Und mit den gleichen Tempi wieder hinauf. Die Besucher, die von Bruno Wilhelm mit einem kleinen Rundkipper

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(Dumper) herumgefahren werden, wähnen sich in einem Labyrinth gigantischen Ausmasses. Dieser Eindruck entsteht einerseits deshalb, weil die beiden Einspurröhren für den Zugverkehr 40 Meter weit auseinanderliegen und etwa alle 325 Meter durch so genannte Querschläge miteinander verbunden sind. Dann ist das Teilstück Sedrun kein gewöhnlicher Tunnelabschnitt. Es beinhaltet eine Multifunktionsstelle, die einzige neben jener im Zwischenabschnitt Faido. In dieser Multifunktionsstelle werden Spurwechsel, Nothaltestellen, technische Räume für den Bahnbetrieb sowie Lüftungsinstallationen eingebaut. In den Wartehallen der Porta Alpina Die staunenden Gäste haben die Orientierung längst verloren, doch Bruno Wilhelm kennt jeden Meter «seines» Tunnels. «Diese Wartehallen sind für die Porta Alpina», freut er sich, der Wahlbündner, erwähnt aber gleichzei-

tig, dass die Realisierung dieses einmaligen Bahnhofes noch nicht gesichert ist. So verlangen die SBB, dass der Transitverkehr nicht tangiert werden darf. Fest steht aber schon heute, dass die Porta Alpina, sollte sie tatsächlich gebaut werden, nicht von den AlpTransit-Reisezügen, die dereinst mit über 200 Kilometern pro Stunde durch den Tunnel rasen werden, bedient werden wird. Bei einem Bremsweg von rund sechs Kilometern wäre ein zusätzlicher Halt mit dem Fahrplan kaum vereinbar. Doch der Ausbruch der Wartehallen musste jetzt getätigt werden, damit später der 800 Meter lange Personenaufzug hinauf nach Sedrun immer noch realisiert werden könnte. Die bereits verbauten 20 Millionen Franken für die Option Porta Alpina sind eher ein Detail gegenüber den rund 7 Milliarden Franken, welche der Gotthard-Basistunnel dereinst verschlungen haben wird. Doch bei diesem Jahrhundertbauwerk, das wird dem Betrachter sofort klar, wird mit geraden Zahlen gerechnet. Bruno Wilhelm, diplomierter Elektroinstallateur und seit 2002 als Leiter Elektroanlagen im Neat-Teilabschnitt Sedrun tätig, hat sein Büro in einer gemütlichen Baracke auf dem Installationsplatz in der Nähe des Stolleneinganges eingerichtet. Es ist auch sein hauptsächlicher Arbeitsplatz. Im Untertagbereich ist er nicht täglich anzutreffen. Gearbeitet wird rund um die Uhr im 3-Schicht-Betrieb. Sein Team besteht aus 30 Elektroinstallateuren. Diese kommen, so Bruno Wilhelm, aus dem Bündner Oberland und ganz Europa. Dadurch entwickle sich eine spezielle Sprache, so eine Art «Language of electrico». «Unsere Elektriker sind sehr vielseitig, spleissen sowohl eine 16-kVLeitung wie auch Lichtwellenleiter zusammen, bauen Netzwerke sowie Mittel- und Niederspannungsleitungen und beheben Störungen in jedem Bereich.» Auch ausserhalb ihrer Arbeit sind die Elektrofachleute fleissig und bilden sich rege weiter. Vom Elektromonteur-Vorarbeiter über verschiedene Berufsprüfungen bis zur höheren Fachprüfung als diplomierter Elektroinstallateur werden diverse Lehrgänge belegt. Die Frage, ob Bruno Wilhelm die Atmosphäre auf der Grossbaustelle gefällt, erübrigt sich. Seine Augen leuchten, wenn er von «seiner Baustelle» erzählt. Hier ist er im Element. Jeder Baustellenarbeiter, der ihm begegnet, egal ob Mineur, Mechaniker oder Elektriker, wird herzlich gegrüsst. Ein Salü hier, ein Hallo dort. «Wir sind eine grosse


Hightech sorgt für angenehmes Klima Der Ausbruch der Tunnelröhren erfolgt im konventionellen Sprengvorantrieb. Tunnelbohrmaschinen (TBM) können hier aufgrund der geologischen Verhältnisse nicht eingesetzt werden. Die durchschnittliche Vortriebsleistung beträgt sechs bis zehn Meter pro Tag. Eine TBM leistet bei guten Bedingungen rund das Doppelte. Dafür würde der Einsatz einer Tunnelbohrmaschine

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Erich Schwaninger

52 Transformatoren für die Energieversorgung Die technischen Anlagen im Bauwerk Sedrun werden von der Kommandozentrale aus überwacht. Die Verbindung von der Aussenwelt in den Tunnel und im Tunnel selbst geschieht per Funk, über das Telefon-Festnetz und in einem gewissen Umkreis auch per Handy. Eine eigens installierte Antennenanlage sorgt für einen einwandfreien Empfang. Die vielen elektronischen Geräte zur Ansteuerung der Energieversorgungsanlagen oder der Brandmeldeanlage sind mit einem Leitsystem untereinander verbunden. Die Signalübertragung erfolgt über Lichtwellenleiter. Die Versorgung der elektrischen Infrastruktur während der Bauphase wird durch Transformatoren 16 kV/400 V, Leistungsbereich 1000 bis 2000 kVA, sichergestellt. Um die geforderte Leistung jederzeit vor Ort abrufen zu können, sind 52 solcher Transformatorenstationen notwendig, die mehrheitlich im Untertagbereich eingesetzt sind. Im Tunnel sind sie in mobilen Containern eingebaut, die auf dem provisorisch verlegten Schienennetz den Tunnelanlagen nachgefahren werden. Der Vorderste steht 300 Meter vor der Tunnelbrust. Der gesamte Teilabschnitt Sedrun wird ab der bestehenden 220-kV-Freileitung, die auch Sedrun mit Elektrizität versorgt, gespeist. Bei Bedarf können je eine 50-kV- und eine 16-kV-Zuleitung, die von Disentis aus zum Bauplatz führen, zugeschaltet werden. Als weitere Notfallvorsorge stehen in der Kaverne des Kraftwerks Vorderrhein ein 5-MW-Generator und im Schachtkopf eine Netzersatzanlage mit einer Leistung von 1 MW bereit. Zudem sind die Energieversorgungsanlagen redundant angelegt.

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Familie», sagt er, «jeder ist auf den anderen angewiesen. Wer einmal vom Tunnelbauvirus befallen ist, kommt kaum mehr davon los.»

5 4 Spurwechsel in der Multifunktionsstelle Sedrun. Oben rechts: Lutte (Lüftungsrohr) 5 Train à Grande Vibration: Der erste TGV im Gotthard-Basistunnel macht seinem Namen alle Ehre.

an die Bereitstellung elektrischer Energie gewisse Anforderungen stellen. Mit einer Anschlussleistung von 5 MW gehört sie zu den Grossbezügern. Zum Vergleich: Sedrun benötigt während der Weihnachtszeit, wenn die Skilifte in Betrieb und die Hotels ausgebucht sind, 5,5 MW elektrische Leistung. Für das Teilstück Sedrun stehen während der Sommermonate insgesamt 25 MW zur Verfügung. So viel Hightech hat der Laie im Tunnelrohbau nicht erwartet. Ganze Schrankreihen, gefüllt mit Steuerungselektronik, Leistungsschaltern, Telematikanlagen usw. sind für den modernen Maschinenpark notwendig. Eindrücklich sind auch die gute Beleuchtung sowie die angenehme Luftqualität und Lufttemperatur. Im Tunnel könnte es recht warm werden. Bei einer Überdeckung von 2000 Metern rechnen die Geologen mit einer Gesteinstemperatur von bis zu 45 ° C. Zusätzlich geben die leistungsstarken Maschinen viel Wärme ab. Bis zu einem gewissen Grad wird die Wärme durch das Baulüftungssystem abgeführt. Die Frischluft wird durch

Rohre mit einem Durchmesser von 2,5 Metern, in der Fachsprache ‹Lutten› genannt, an die Vortriebsorte geblasen. Die Bauvortriebe müssen zusätzlich mit so genannten Wetterkühlmaschinen, Leistungsaufnahme 150 kW, gekühlt werden, damit die Klimagrenzwerte der Suva eingehalten werden können. Die Stelle, an der die Frischluft angesogen wird, liegt im Winter dauernd im Schatten. Dadurch sinkt die Temperatur während dreier Monate auf etwa minus 10 bis 15°C. Während dieser Zeit muss die Zuluft mit einer 30-MWZusatzheizung auf maximal 5° C vorgeheizt werden, «sonst hätten wir in der Winterzeit im Eingangsstollen ein Eismeer», erklärt Bruno Wilhelm. 3000 RCD überwachen die Anlagen Auf dem gesamten Baustellenareal wird der Arbeitssicherheit ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Allein für den Fall, dass in den Tunnel unkontrolliert grosse Mengen Wasser eindringen könnten, stehen im Baulos Sedrun acht Abwasserpumpen bereit. Bei einer Förderhöhe von 800 Metern verfügen sie

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über eine totale Förderkapazität von 1000 Liter pro Sekunde. Anschlusswert pro Maschine:1,4 MW. Jeder Pumpenmotor wird ab einem eigenen Transformator von 16 kV/400 V/2000 kVA gespeist. Daneben werden die spezifischen tunneltechnischen Sicherheitsvorkehrungen konsequent eingehalten. Und sollte der Installationsplatz einmal weder über die Strasse, die Bahn oder per Helikopter erreicht werden können, wird die Baustelle aus sicherheitstechnischen Überlegungen geschlossen. In den letzten sechs Jahren sei das aber erst einmal passiert, erinnert sich Bruno Wilhelm. Für die gefahrlose Nutzung der elektrischen Provisorien im Baulos Sedrun sorgen rund 3000 Fehlerstromschutzeinrichtungen (RCD, Residual Current Device). Anlagen bis zu einer Anschlussleistung von 400 A wird ein RCD vorgeschaltet. Allein für deren Unterhalt und Kontrolle ist ein Elektriker vollamtlich beschäftigt. Der Potenzialausgleich erfolgt über ein Kupferband 4 x 30 mm2. Muss die Installation erweitert werden oder fällt ein Anlageteil aus, liegt das Material im Elektromagazin bereit. Alles ist fein säuberlich eingeräumt. «Das Material muss jederzeit einsatzbereit sein. Meine Leute müssen trotz des rauen Klimas sehr sorgfältig arbeiten. Just-in-time-Lieferungen funktionieren hier nicht», erklärt Bruno Wilhelm die Logistik. Was für die Elektriker ihr Elektromagazin ist, sind für die Mechaniker ihre Werkstätten. Lange Unterbrüche verträgt das Jahrhundertbauwerk nicht. Recycling auf der Baustelle Im Teilabschnitt Sedrun fallen pro Tag bis zu 6500 Tonnen Ausbruchmaterial an. Diese werden in 130 Tunnelzugladungen zu den Förderanlagen gebracht. Vom Ausbruchmaterial wird der grösste Teil als Betonrohstoff wiederverwendet. Der Kreislauf ist praktisch geschlossen, denn die Betonherstellungsanlage steht im Schachtfuss, dort, wo der Beton gebraucht wird. Mit dem Material, das nicht wieder verwendet werden kann, das sind täglich etwa 2500 Tonnen, wird ausserhalb von Sedrun ein Tobel aufgefüllt. Der Aushub gelangt über eine geschlossene Förderbandanlage dorthin. Nicht nur die Sicherheit, auch die Ökologie wird auf der Neat-Baustelle grossgeschrieben. Folgerichtig sind sämtliche Dieselfahrzeuge im Unter- und Übertageinsatz, und sind sie noch so alt, mit Russpartikelfiltern ausgerüstet. Gemäss Bauplanung sollen etwa im Jahre 2018 die AlpTransit-Reisezüge mit über 200 Kilometern pro Stunde durch den Gotthard-Basistunnel brausen. Für Bruno Wilhelm geht alles viel schneller. Im November wird er pensioniert. Ob er sich dann von «seiner Baustelle» wird trennen ■ können?


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Serie – Folge 5

Planung von BACnet-Anlagen Diese Folge 5 erläutert das Grundprinzip der Gebäudeautomations-Funktionen (GA) in Verbindung mit interoperabler Systemintegration und führt in die Anwendung der international genormten GA-Funktionsliste ein. Es werden die offiziellen Begriffe der Gebäudeautomation aus der weltweiten Standardisierung verwendet. Richard Staub Für eine optimale Nutzbarkeit der Gebäudeautomation mit Investitionsschutz, verbunden mit der nötigen Wartbarkeit und Funktionalität, können nur Hersteller mit kompetenten Mitarbeitern bei auskömmlichen Preisen sorgen. Auskömmliche Preise gibt es nur bei rechtssicheren Ausschreibungen. Nur Ausschreibungen, die den zweifelsfreien Austausch von Informationen unterstützen, erhalten den freien und fairen Wettbewerb, vermeiden unnötige Kostenrisiken und sichern die Innovationspotenziale. Leider ist gewissen Investoren daran nicht gelegen, was

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die Menge an Pleiten, Fusionen und unfertigen GA-Projekten der letzten Dekade beweist. Dies hat leider nicht zum guten Ruf der Gebäudeautomation beigetragen und auch fortschrittliche Bauherren oder Betreiber dazu geführt, «LowTech»-Gebäudetechnik neben «High Tech» den Vorzug zu geben. Im Vergleich wäre das etwa so, wie wenn in der Automobilindustrie Airbags wieder abgeschafft worden wären, nachdem etliche davon zum falschen Zeitpunkt geöffnet hätten… Interoperabilität als Zauberwort Interoperabilität bedeutet die Fähigkeit von Einrichtungen (z. B. Geräten), in

Systemen mit denen anderer Systeme eines Herstellers oder anderer Hersteller systemübergreifend zusammenzuarbeiten. Das Gerät steht für Automationseinrichtungen (z. B. Stationen) und Bedien- bzw. Managementeinrichtungen. Mehrere unterschiedliche, zusammenarbeitende Systeme nennt man auch integrierte Systeme. Die Integration geschieht durch Verwendung gemeinsamer Datenpunkte, aufeinander abgestimmte Funktionen und durch den Einsatz des geeigneten genormten Kommunikationsprotokolls an den Schnittstellen. Auch wenn Interoperabilität meistens in Verbindung mit Geräten unterschiedlicher Hersteller gewünscht wird, ist es natürlich auch denkbar, Interoperabilität bei Geräten eines Herstellers in seinem System zu betrachten. Beispielsweise wenn Geräte mehrerer Systemgenerationen von einem Herstellers in einem GA-System zusammenarbeiten. BACnet ermöglicht die Interoperabilität von Systemen/Einrichtungen verschiedener Hersteller, setzt aber keineswegs voraus, dass in einem Gebäude Einrichtungen unterschiedlicher Hersteller vorhanden sein müssen. BACnet hat zum Ziel, die Komponenten verschiedener Hersteller an ihren Schnittstellen kompatibel zu gestalten. Und dies so weit, dass sie, zu einem heterogenen System verbunden, ihre Datenpunkte und programmierten Funktionen gemeinsam nutzen können. Dabei müssen die Koppelpartner die internen Strukturen des jeweils anderen nicht kennen. Ein Hersteller, der seine GA-Einrichtung, z. B. eine Automationsstation, BACnet-fähig machen will, muss hierfür seine internen Gerätefunktionen nach aussen durch die BACnet-Kommunikationsobjekte (Objekttypen) repräsentie1 Mittlere und grosse Gebäude – im Bild das Multifunktionscenter Sihlcity in Zürich – benötigen eine umfassende Gebäudeautomation.

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te Interoperabilitätsgrundlagen geschaffen, welche in der nächsten Folge vorgestellt werden. Als Grundlage dafür werden die wichtigsten Grundlagen für die Planung von Standard-Systemen auf der Basis internationaler Normen für die GA erläutert.

BUS-House

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4 2 Die moderne Gebäudeautomation umfasst eine Vielzahl unterschiedlichster Anlagen, die Systemintegration kann nur mit Hilfe von Standards effizient erfolgen. 3 Nutzen der umfassenden Systemintegration: alle Anlagen über eine Station unter Kontrolle. 4 Die internationale Normierung unterscheidet 4 Funktionsgruppen in der Gebäudeautomation.

ren und die festgelegten Kommunikationsdienste unterstützen. Wie er das genau löst, ist seine Sache. Es ist dann «jedermann» möglich, kommunikativ auf Informationen oder Funktionen in die-

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ser Einrichtung zuzugreifen oder diese zu beeinflussen, ohne deren Anwendungssoftware oder internen Aufbau im Detail zu kennen. Um dies zu ermöglichen, wurden für BACnet verschiedens-

Internationale Normen und Standards Die komplexen Zusammenhänge der technischen Gebäudesysteme und Anlagen sind ohne die Verwendung allgemein anerkannter Normen und Standardmethoden nicht mehr beherrschbar. Bei unscharfen, mehrdeutigen Beschreibungen bleibt im Leistungsverzeichnis offen, wie die GA letztlich funktionieren soll. Es gibt keinen konkreten Vertragsgegenstand, also auch keinen Vertrag. Das ist leider vielen in unserer Branche (noch?) nicht bewusst. Ein unanfechtbarer Kauf- oder Werkvertrag kommt nicht zustande, wenn nicht alles konkret vereinbart wird. Wichtige Grundsätze wären etwa die frühzeitige Festlegung im Vorprojekt der Tiefe der Gebäudeautomation aufgrund der energetischen Zielsetzungen sowie der späteren Betriebsanforderungen. Hier bietet die neue Norm EN 15 232 «Energieeffizienz von Gebäuden – Auswirkungen der Gebäudeautomation und des Gebäudemanagements» eine gute Hilfestellung, legt sie doch die wichtigsten Basisvoraussetzungen für die Gebäudeautomation fest, um eine angestrebte Klasse, z. B. A, zu erreichen. Leider ist bezüglich der Fachkoordination wie auch der Optimierung die entsprechende Honorierung nicht genügend klar festgelegt, was eine Umsetzung dieser Vorgaben noch behindert. Hierfür muss eine entsprechend intensivierte Zusammenarbeit zwischen der SIA und den entsprechenden Gebäudetechnikverbänden in den nächsten Jahren für Abhilfe schaffen. In anderen SIA-Normen sowie Richtlinien (z. B. SWKI-Richtlinie BA 101-01 – Gebäudeautomation, die zurzeit komplett überarbeitet wird) sind wichtige Grundsätze wie Bestandteil, Planung usw. der Automation festgelegt. Ebenfalls bereits seit einigen Jahren sind gewisse Teil der EU-Normen für die Gebäudeautomation – EN ISO 16 484 – im Rahmen der bilateralen Abkommen und des Bauproduktegesetzes Schweizer Normen geworden, werden bisher aber nicht gelebt. Dies betrifft v. a. Teil 3, Funktionen, sowie den entsprechend darin festgelegten Grundsatz zur Leistungsermittlung mit Hilfe von softwaremässig erstellten, detaillierten


nale Vorgaben mit entsprechenden Optimierungsmöglichkeiten durch die guten Systemintegratoren – wirklich spielen. Heute lautet aber die Regel des unfairen Wettbewerbs: Billig vergeben, teuer abrechnen (dank vielen Regiearbeiten aufgrund ungenauer Festlegungen). In erster Linie wäre es hier die Aufgabe der Besteller und Nutzer sowie deren Vertreter (Bauherrenvertreter), hier endlich Abhilfe zu schaffen! Und eine sinnvolle Planung und Auschreibung der Gebäude- und Raumautomation kann nur auf der Grundlage einer LifeCycle-Betrachtung erfolgen, d. h. die Vorgaben für die spätere Optimierung und den Betrieb (wie und wer macht z. B. das Energie-Monitoring?) erfolgen. Auch in dieser Beziehung ist der Markt noch weit von einem echten Preis-Leistungs-Wettbewerb entfernt! In 90% der Fälle entscheiden nur die Kosten für die Erstinvestition! Die GA-Funktionen Die GA-Funktionen gliedern sich in Ein-/ Ausgabe-, Verarbeitungs-, Managementund Bedienfunktionen (Bild 4). Die Handhabung für die Eintragung von Funktionen in die GA-FL ist sowohl in der Weltnorm als auch in der VDI 3814 1:2005 beschrieben. Es ist wichtig, dass der Informationsinhalt für einen Eintrag in der Liste bei den Kommunikations-, Bedien und Managementfunktionen projektspezifisch festgelegt wird, denn viele der BACnet-Properties (Informationen) bei den Kommunikationsobjekten nach BACnet-Standard sind zwangsläufig als «optional» gekennzeichnet weil nicht immer alle Objektinformationen benötigt werden. Die Anzahl an einzelnen Informationen je Datenpunkt, die Informationstiefe, wird durch die Angabe der zu übertragenden und darzustellenden Objekt-Properties

Rationalisierung der GA-Planung Es gibt CAD-Tools, mit denen sich Automationsschemata, Schaltpläne, Schaltschrankansichten bzw. -aufbauten, Kabellisten und viele andere Dokumente rationell erstellen lassen. Leider ist ein komplettes, durchgängiges, neutrales Tool für die Planung der Gebäude- und Raumautomation vom Entwurf bis zum Aufmass noch nicht im Markt verfügbar. Mit XML werden jedoch die Möglichkeiten für einen Datenaustausch unterschiedlicher Anwendungen einfacher. Eine automatische Generierung der GAFunktionsliste aus dem Automationsschema der Gewerkeanlage heraus ermöglichen z. B. die herstellerneutralen Computerprogramme «TRIC», «Webproject» oder «WSCAD» – auch einige

GA-Hersteller haben C-Tools für die Planung entwickelt und freigegeben. Aus den so generierten GA-FL entstehen die Motoren-, Feldgeräte- und Kabellisten etc. Damit sind Änderungen in den Gewerkeanlagen endlich kein grosses Problem mehr. Die Summe der GA-Funktionen stimmt immer – auf Mausklick. Diese Summe geht nach räumlichen Schwerpunkten (Informationsschwerpunkt) geordnet als Masse in ein LV ein. Die Anforderungen an die notwendige Hardware werden getrennt beschrieben. Die systemspezifischen Hardware-Teile muss dann der Anbieter aus seiner Systempalette selbst bestimmen und im Angebot darlegen. Nur so ist eine systemneutrale GA-Ausschreibung möglich.

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Installations- & Gebäudetechnik

Funktionslisten. Leider war es bis heute nicht möglich, einen Konsens in der Schweizer Branche zu finden, wie diese Vorgaben hier sinnvoll umgesetzt werden können. Demzufolge wird weiterhin nach der alten Methode der Zählung der physikalischen Datenpunkte kalkuliert, ergänzt durch einen mehr oder weniger genauen Funktionsbeschrieb. Besonders unbefriedigend ist in dieser Hinsicht allerdings die Raumautomation und hier wiederum insbesondere die Elektrogewerke wie Beleuchtung und Beschattung. Abgesehen davon, dass es durch die frühe Trennung der Planung von Elektro- und HLK-Gewerken ohne Fachkoordination kommt, was eine intelligente und smarte Raumautomation von Beginn weg verunmöglicht, findet man hier auch bei Ausschreibung mit modernen Bussystemen fast immer Hardware-Leistungsverzeichnisse, ohne entsprechenden Funktionsbeschrieb. Dabei liegt heute der bedeutende Aufwandsunterschied in den verlangten Funktion, d. h. in dem daraus resultierenden Engineering. Dies kann nun einfach mal unmöglich mit der Position «gesamte Programmierung und Inbetriebsetzung» sinnvoll ausgeschrieben werden. Völlig ungeeignet ist auch die Ausschreibung der Gebäude- und Raumautomation in mittleren und grösseren Projekten als Teil der Hauptgewerke (im Elektrobereich durch die entsprechenden BKP-Positionen). Die Automation muss als eigenständiges Gewerk mit eigenständiger Ausschreibung und den entsprechenden Verbindungsstellen geplant und ausgeschrieben werden. Ob vom gleichen Planer oder ausführenden Unternehmer ist schlussendlich eine Frage des Marktes, aber nur durch separate Behandlung kann der Markt – ergänzt durch saubere funktio-


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5 5 Eine ausgefüllte Funktionsliste nach EN ISO 16 484.

(als Informationen bzw. Kommandos) in der GA-FL bestimmt. Die GA-FL wird als Kalkulationstabelle zum Dokumentieren und Aufsummieren von GA-Funktionen genutzt. Die Funktionen sind Bestandteil komplexer Programme, welche die Informationen zugewiesener Datenpunkte verarbeiten. Es wird unterschieden in physikalische Datenpunkte mit direkt an das betrachtete GA-System angeschlossenen Sensoren und Aktoren sowie in kommunikative, aus einem Fremdsystem kommende, gemeinsame Datenpunkte. Damit ist es möglich, die Automations-Hardware für einen ISP rationell zu bestimmen. Das kommunikativ verbundene Fremdsystem bekommt eine eigenständige GA-FL für seine physikalischen Datenpunkte. Beispiele sind M-Bus, Modbus, LON oder KNX-Einbindungen (auch LON- oder KNX-Feldgeräte können als Datenpunkte dargestellt werden). Aufbau der GA-FL In der GA-Funktionsliste steht die Datenpunktbezeichnung des Planers in einer Zeile der ersten Spalte, in Textform oder als Kennzeichnung in der Struktur des vorgesehenen Adressie-

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rungssystems. Für weitere Angaben sollte ein entsprechender Kommentar in der Spalte «Bemerkungen» eingetragen werden – falls erforderlich, auf einem gesonderten Blatt. Die weiteren Spalten führen die diesem Datenpunkt zugeordneten Funktionen auf. Bei Datenpunkten mit Ausgabefunktionen (Schalten und Stellen) kann in der Bemerkungsspalte als Referenz die Zeile der zugehörigen Verarbeitungsfunktion angegeben werden. Ein Kommunikationsobjekt (BACnet, KNX oder LonMark) kann auch als Datenpunkt in der GA-Funktionsliste dargestellt sein, in homogenen Projekten als «physikalische» Ein-/Ausgabe, in heterogenen Projekten als «gemeinsame» E/A. Die GA-FL ist in vier Hauptabschnitte unterteilt, in denen die anlagenspezifische Zuordnung der GAFunktionen festgelegt wird: a) Eingabe- und Ausgabefunktionen, unterteilt in physikalische E/A und gemeinsame, kommunikative E/A b) Verarbeitungsfunktionen, unterteilt in Überwachen, Steuern, Regeln, Rechnen und anlagen- bzw. systemübergreifendes Optimieren

Dokumentation der GA-Planung Die vier wesentlichen Komponenten zur Dokumentation der GA-Planung sind: 1. das Automationsschema je Anlage nach GA-Weltnorm 2. die GA-Funktionsliste nach GA-Weltnorm 3. die Steuer- und Regelbeschreibung, z. B. als Zustandsgraph 4. LV-Texte Diese Dokumente sind neben weiteren, dem LV zur Kalkulation beizufügen. Der GA-Planer erstellt weitere Dokumente für die Massenermittlung/Ausführungsplanung, z. B.:

• Adressierungsschema • Netzwerkschema • Systemstruktur • Schnittstellenliste für Systemintegration • Geschossschema mit Informationsschwerpunkten • Schaltschrankliste und -pläne • Liste der elektrischen Verbraucher • Messwert- und Kontaktgeberliste • Ventilliste, Klappenliste, Brandschutzklappenliste • Kabelliste etc.


richtungen eine entsprechende GA-FL und natürlich «seine» Anzahl an Funktionspositionen im LV. Die Kommunikationsfunktionen müssen auf beiden Seiten kalkuliert werden. Gemeinsame Datenpunkte Gemeinsame Datenpunkte (shared data points) beziehen sich auf Eingabe- oder Ausgabefunktionen für Datenpunkte, die sowohl im betrachteten System als auch im Fremdsystem gemeinsam verwendet werden. Gemeinsame DP entstehen bei der Systemintegration vernetzter Automationseinrichtungen unterschiedlicher Systemerrichter oder bei Systemintegrationsprojekten mit Fremdgeräten. Bei der Systemintegration mit gemeinsamen Datenpunkten ist es erforderlich, Dateninhalte, Dienste sowie Client und Server der Daten zu festzulegen. Hierzu werden die BACnet-Interoperabilitätsbausteine (BACnet Interoperability Building Blocks – BIBBs) verwendet. Die Clients (Anforderer von Daten oder Diensten) werden als «A»- Einrichtungen und die Server (Bereithalter von

Daten oder Diensten) als «B»-Einrichtungen beschrieben. Falls erforderlich, kann in der GA-FL diese Zuordnung angegeben werden. Dabei ist zu beachten, dass Client und Server nur Software-Funktionen beschreiben und nicht, wie häufig irrtümlich angenommen, dedizierte Geräte oder Einrichtungen – eine Einrichtung kann gleichzeitig Client und Server sein. Eine genaue Beschreibung der BIBBs und weiterer Regeln für die Interoperabilität mit BACnet wird in Folge 6 vermittelt. Hinweis: Diese Folge basiert auf einer Reihe von Fachartikeln von Dipl.-Ing. Hans R. Kranz, Berater bei HAK Unternehmensberatung und Leiter verschiedener GA-Normierungsgremien. Von ihm stammt auch das umfassende Fachbuch «BACnet Gebäudeautomation 1.4», 2. überarbeitete Auflage Oktober 2006, 448 Seiten mit zahlreichen Abbildungen und Hinweisen für die Ausschreibung (Be■ zugsquelle: www.cci-promotor.de). Richard Staub, www.bus-house.ch

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c) Managementfunktionen, unterteilt in Kommunikation (z. B. für gemeinsame Datenpunkte) und Betriebsdatenspeicherung d) Bedienfunktionen, unterteilt in optische Anzeige- und weitere Meldefunktionen. Die Management-Kommunikationsfunktionen sind im Beispiel (Bild 5) aufgeführt, weil ein Datenaustausch der Automationseinrichtungen mit einer fremden Bedieneinrichtung vorgesehen ist. Bedienfunktionen sind in diesem Fall nur zur Information des Automationsherstellers enthalten, was in einem LV eindeutig zu erklären ist, es könnten auch zusätzlich «homogene Bedienfunktionen gefordert sein». Die Zuordnung der Engineering-Dienstleistungen (Funktionen) muss grundsätzlich eindeutig sein – es darf weder Überschneidungen (Doppelungen) noch Lücken geben. Der Bediensystemhersteller bekommt diese GA-FL im umgekehrten Sinne. Für den Fall, dass Management-Funktionen für Statistiken etc. gefordert sind, bekommt auch der Hersteller der Managementein-


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Ein Kompaktgerät umfasst Motorschutzschalter, Schütz und eine flexible steckbare Steuereinheit

Schalten und Schützen mit TeSys U Der sicherungslose Aufbau in Schaltschränken ist längst Realität. Schneider Electric hat eine Kombination von Motorschutzschalter und Schütz in einem äusserst kompakten modularen Gerät. Die Montage und Verdrahtung vereinfacht sich stark und das Modul für die Überstromauslösung und die Spulenspannung lässt sich bei der Inbetriebnahme einfach ins Gerät stecken.

Raymond Kleger Die Produktfamilie TeSys von Schneider Electric bietet eine breite Palette von Lösungsansätzen für unterschiedliche Aufgaben, angefangen bei Motorschutzschaltern und Schützen über Hilfsschalter und Funktionsmodule bis hin zu kompletten und kompakten Motorabgängen. Sämtliche Komponenten sind gut durchdacht und aufeinander abgestimmt, so dass für die Anwendung der Auswahl- und Planungsaufwand gering ist. So hat TeSys zum Beispiel serienmässig immer 2 Hilfskontakte (1 Öffner+1 Schliesser) integriert. Kompakte Ein-Produkt-Lösung TeSys U Die kompakten Motorabgänge spiegeln den aktuellen Stand der Technik wider. Für den Anwender gestaltet sich die

Konzeption eines Motorstarters auf Basis von TeSys U denkbar einfach: Ein einziges Grundgerät bis 32 A/15 kW bildet die Grundlage für alle möglichen Arten von Anwendungen. Die wenigen zusätzlichen Elemente, wie Steuereinheiten, Hilfsschalter oder Schnittstellen, werden in dieses Grundgerät eingesteckt. Damit wird der Planungsprozess erheblich verkürzt und die Anzahl der benötigten Komponenten auf ein Minimum reduziert. Die TeSys-Reihe kommt mit wesentlich weniger Modellen als marktüblich zum Ziel. Anstelle eines Bimetallsystems zur Stromüberwachung kommt eine elektronische Version zum Einsatz, was viel grössere Einstellbereiche erlaubt, deutlich geringere Verlustleistungen mit sich bringt und somit weniger Wärme im Schrank produziert. Während für den gleichen

Leistungsbereich bei konventioneller Technik 15 verschiedene Motorschutzschalter notwendig sind, kommt TeSys U mit nur 5 verschiedenen steckbaren Steuereinheiten aus und deckt dabei den Strombereich bis 32 A mit weit überlappenden Einstellbereichen ab. Auch die Steuerspannung wird allein durch das steckbare Modul, mit dem auch die Stromauslösestärke festgelegt wird, definiert. Die Schützenspule verfügt über einen leistungsoptimierten Gleichstromantrieb, egal ob die Steuerspannung 24 VAC, 230 VAC oder 24 VDC beträgt. Geringer Platzbedarf Die Einhaltung eines gleich bleibenden Grundrasters unterstützt den Planer bei der Konzeption. Bis 32 A/15 kW gilt das Baubreitenmass von 45 mm. Das verkürzt die Konzeptionszeit enorm und senkt das Risiko von Planungsirrtümern. Die äusserst kompakte Bauweise spart dabei insgesamt viel Platz. Der Kabelkanal, der bei der klassischen Motorschutzschalter-/Schützkombination zwischen diesen Geräten notwendig ist, entfällt komplett. Bei Wendeschützkombinationen, die auf diese Weise aufgebaut werden, kann der Platzbedarf noch einmal erheblich um bis zu 35% reduziert werden. Die Rasterbreite von 45 mm bleibt dabei erhal-ten: Bei der Baureihe TeSys U ist das Wendeschütz sogar in einem Modul von nur 45 mm Baubreite integriert. Reduzierte sichere Verdrahtung Neben eingespartem Platz und verkürzten Montagezeiten bietet die kompakte Bauweise der Reihe TeSys U dem Anwender einen weiteren wichtigen Vorteil. Sämtliche Komponenten der Motorstarter sind steckbar. Motorschutzschalter

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1 Definition des Motorstroms im letzten Moment durch steckbare Steuereinheiten.


RAPTOR

2 2 Alle Komponenten sind steckbar, auch beim Einsatz eines Wendeschützes bleibt die Baubreite von 45 mm erhalten. 1 Grundgerät, 2 Limiter (begrenzt Kurzschlussstrom), 3 Wendeblöcke, 4 Klemmleisten, 5 Steuer einheiten, 6 Funktionsmodule, 7 Fehlermeldekontakte, 8 Verdrahtungsstecker.

und Schütz sind in einem Gerät integriert. Dies bedeutet, dass bei der Verdrahtung der Geräte keine Fehler auftreten können. Damit entfallen natürlich auch die aufwendige Kontrolle der Verdrahtung und die Suche nach Fehlern. Zudem sorgt die kabelfreie Verbindung – durch die clevere Vorverdrahtung in Form eines Steckers – für ein sauberes Schranklayout. Das Modul wird einfach an das Grundgerät angerastet. So ist der Motorabgang mit Wendeschütz in Sekundenschnelle, bei reduziertem Prüfaufwand, fertig montiert. Hohe Lebensdauer Mit einer garantierten Lebensdauer von mehr als 2 000 000 Schaltspielen legt die Reihe TeSys U die Messlatte am Markt sehr hoch und nimmt eindeutig die Spitzenposition ein. Zudem bieten die verschweissfesten Kontakte weitere Vorteile: Die Motorstarter sind damit wartungsfrei, denn nach einem Kurzschluss

entfallen Inspektion der Kontakte und der möglicherweise notwendige Austausch des betroffenen Schützes. Fazit Auch im Zeitalter elektronischer Lösungen hat der Klassiker unter den Motorstartern noch einiges zu bieten: • Minimaler Planungsaufwand • Höchstmass an Funktionalität bei minimalem Komponentenbedarf • Geringer Platzbedarf im Schaltschrank • Flexible Festlegung des Auslösestroms • Sichere Verdrahtung durch Kompaktbauweise Der Anwender profitiert von diesen Eigenschaften bei der Realisierung sei■ ner Anwendung.

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Licht & Leuchten

Licht im Fokus

Lichttagung LICHT 2008 An der wohl wichtigsten europäischen Lichttagung LICHT 2008 im deutschen Ilmenau orientierten sich über 450 Teilnehmer über den neuesten Stand in der Lichttechnik wie zum Beispiel über Lampen, Innen- und Aussenbeleuchtung, Ökonomie, Gesundheit, Farbgestaltung oder Automobilbeleuchtung. Hans R. Ris LICHT 2008 war die 18. Gemeinschaftstagung der Lichttechnischen Gesellschaften Deutschlands (LiTG), Österreichs (LTG), Niederlande (NSVV) und der Schweiz (SLG), durchgeführt vom 10. bis 13. Sept. 2008 in den Räumlichkeiten der Technischen Universität Ilmenau (Thüringen). Diese Tagung ist eine der wichtigsten Lichttagungen in Europa und findet alle zwei Jahre in D, A, CH oder NL statt. In den einleitenden Vorträgen wiesen alle Redner auf die Tatsache hin, dass kaum ein anderes Phänomen die Menschen so beschäftige wie das Licht. Man rechnet sogar damit, dass unser 21. Jahrhundert das Jahrhundert des Photons sein werde. Denn die optischen Technologien hätten sich zu den Schlüsseltechnologien entwickelt – dazu gehöre auch die im Alltag erlebbare Beleuchtungstechnik.

• Physiologische, lichtbiologische und lichtmedizinische Grundlagen: bezüglich der Lichtwirkungen auf den Menschen Viele Themen dieses facettenreichen Spektrums wurden an der Tagung vorgestellt. Auffallend war, dass viele neue Betätigungsfelder der Lichttechnik angesprochen wurden, wie zum Beispiel die Bild- und Farbverarbeitung, die Optoelektronik, sowie die Phototechnologien und -biologien. Die Vortragenden liessen unisono verlauten, dass diese Themen neue Impulse für die Weiterentwicklung der Lichttechnik geben werden. Neue Erkenntnisse und Anwendungen Das Thema Licht und Gesundheit hatte an der Tagung einen grossen Stellen-

wert. In diesem Umfeld hat man in letzter Zeit neue biologische Wirkungsmechanismen des Lichtes beim Menschen gefunden. So scheint es nach Meinung der Referenten erwiesen zu sein, dass Tageslicht-Weiss tw mit seinem Blau-Anteil, mehr erwünschte positive biologische Wirkungen habe, als warmweisses Licht ww. Aber es wurden auch auf dem Gebiet der Lichterzeugung neue Produkte vorgestellt. Denn nach einer gewissen Euphorie für die LED besinnt man sich offensichtlich auch wieder darauf, dass es eine Reihe von hocheffektiven Lampen gibt, deren Potenzial noch nicht ausgeschöpft ist. So zum Beispiel die Halogen Energy Saver Lampen anstelle von Glühlampen, verbesserte Leuchtstofflampen oder auch die Anwendung von Halogen-Metalldampflampen in der Allgemeinbeleuchtung. Vor allem der Einzug moderner Elektronik in die Lichttechnik, eröffnet dazu noch weitere Anwendungsberei■ che und -potenziale.

Univ.-Prof. Dr. sc. nat. Christoph Schierz – er ist ein «ausgewanderter» Schweizer und Nachfolger von Prof. Dr. Dietrich Gall an der TU Ilmenau – ging in seinem Übersichtsvortrag auf das immer wichtigere Thema «Licht für die ältere Bevölkerung» ein. Er wies darauf hin, dass die demografische Entwicklung mit dem Älterwerden der Menschen ihre Auswirkung auch in der Lichttechnik haben wird.

Breit gefächertes Programm Weltweit werden rund 20% der gesamten Elektroenergie für Lichtzwecke verbraucht. Das Thema Energieeffizienz stand daher in praktisch allen Themenkreisen im Fokus: • Lichterzeugung: Herstellung von effizienten Lichtquellen • Lichtmessung und -bewertung: Ermittlung lichttechnischer Parameter • Beleuchtungstechnik: Schaffung von physiologisch, psychologisch, medizinisch und ästhetisch guten Beleuchtungssituationen

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Compact NSX Das Sicherheits- und Schaltgerät der Zukunft! Der Compact NSX von Schneider Electric ist die nächste Generation von Leistungsschaltern. Er ist weltweit der erste kompakte Leistungsschalter mit dem Prädikat Energy Efficiency. Dabei ist der Compact NSX viel mehr als nur ein einfacher Leistungsschalter. Er vereint die Aufgaben eines Mess- und Kommunikationswerkzeuges im Dienste der Energieeffizienz zur Optimierung des Energieverbrauchs, Steigerung der Energieverfügbarkeit, sowie zur Verbesserung des Anlagenmanagements.

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Erstmalig im Bereich Leistungsschalter, liefert der Compact NSX alle notwendigen Informationen zur Überwachung Ihrer elektrischen Anlagen: Energiezähler zur Kostenoptimierung, Oberschwingungsanteil zur Überwachung der Energiequalität, Alarmmeldungen zur Betriebssteuerung und Wartungsplanung.

Alle Leistungsschalter können über eine vorverdrahtete Anschlusstechnik mit einem Modbus-Interfacemodul (IFM) mit Kommunikationsfunktion ausgerüstet werden. Sobald die Modbus-Adresse angegeben wird, ist der Compact NSX in das Netz integriert.

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Einbrüche, Brände und Wasserschäden finden statt – Alarmanlagen können Schlimmeres verhindern

Monatsthema

Alarmanlagen für Einbruch und anderes In der Schweiz geschieht rund alle sechs Minuten ein Einbruch. Der weitaus grösste Teil der Einbrüche wird von Gelegenheitsdieben verursacht. Ob sie dabei wirklich etwas Wertvolles erbeuten können, ist Nebensache. Nebst Einbrüchen sind Brände, Gaslecks und Wasserausbrüche heimtückisch. Deren Folgen lassen sich mit Sensoren und einer Alarmanlage wirksam verkleinern.

Raymond Kleger Wenn es um Einbrüche geht, können wohl die meisten Schweizer sagen: Bin bis jetzt verschont geblieben. Doch diejenigen, die es getroffen hat, klagen teilweise noch Jahre danach über Albträume. Nur wenige Prozente der Haushalte in der Schweiz verfügen über eine Einbruch- oder Brandmeldeanlage. Ein paar Mythen zum Thema Einbruch.

• Mythos 1: Wer einbrechen will, schafft es trotz aller technischen Vorkehrungen. Wahrheit 1: Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitstäter, die sich durch gute mechanische und elektronische Sicherungen abhalten lassen. • Mythos 2: Einbrecher kommen nur nachts und da bin ich sowieso zu Hause! Wahrheit 2: Mehr als 35% der Wohnungseinbrüche finden tagsüber zwi-

Alarmanlagen helfen, das Eigenheim vor Einbruch, Bränden, Gaskatastrophen und Wasserschäden zu bewahren.

schen 6 und 21 Uhr statt. Durch Beobachtung (Klingeln, Anrufe) wird vorher die Abwesenheit der Bewohner festgestellt. • Mythos 3: Ich bin ja versichert und bekomme alles ersetzt! Wahrheit 3: Keine Versicherung deckt ideelle Werte und hilft bei Albträumen nach einem Einbruch. Die Verletzung der Privatsphäre, das verlorene Sicherheitsgefühl wiegen oft schwerer als der rein materielle Schaden. • Mythos 4: Von aussen sichtbare Alarmanlagen sind eine Einladung für Diebe. Wahrheit 4: Die abschreckende Wirkung von sichtbaren Alarmanlagen ist statistisch erwiesen. • Mythos 5: Das Anbringen von Alarmanlagen- und Video-Attrappen schafft genügend Sicherheit! Wahrheit 5: Attrappen oder Dummys bringen keine ausreichende Sicher-

1 Statistik der Kölner Kripo zu Angriffspunkten. Angriffspunkte bei Mehrfamilienhaus 20%

54% 26% Fenstertüre Fenster Wohnungseingangstüren

Angriffspunkte bei Einfamilienhaus 7%

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51% 27% Fenstertüre Fenster Hauseingangstüren Kellertüre/Kellerfenster ABB

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Sonstiges


Ganz allgemein: Die Alarmanlage verhindert Schlimmeres. Denn ein schneller, ruhiger, unbemerkter und stressfreier Einbruch – wie vom Einbrecher gewünscht – ist nicht mehr möglich. Im Vergleich zu gewissen europäischen Nachbarländern ist bei uns der Einsatz von Alarmanlagen deutlich geringer. Diese Tatsache verleitet zum Schluss, dass in der Schweiz noch weniger gestohlen wird als anderswo – was auch stimmt. Doch all zu oft wird vergessen, dass Alarmanlagen neben Einbruch- und Feuerschutz auch weitere Aufgaben übernehmen können: • So detektiert eine Alarmanlage über entsprechende Melder ungewolltes Austreten von Flüssigkeiten und Gasen. • Eine Alarmanlage löst durch Betätigung des Überfalltasters stillen Alarm aus und holt unbemerkt Soforthilfe. • Letztendlich organisiert die Alarmanlage im medizinischen Notfall hilfeleistende Personen, Verwandte und Bekannte. Wird eine Alarmanlage mit einem Raumautomationssystem verknüpft, lassen sich z. B. mit dem Scharfschalten der Anlage die Heizung automatisch absenken, die Beleuchtung ausschalten und es wird automatisch eine Anwesenheitssimulation gestartet; Letztere verringert nachweislich die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Im Falle einer Alarmierung wird die gesamte Hausbe-

Alarmanlage ist nicht gleich Alarmanlage Wenn von Alarmanlagen die Rede ist, muss erst nachgefragt werden, ob es sich um eine Anlage handelt, die speziellen Auflagen der Versicherungsgesellschaften genügen muss. Es werden 3 Stufen der Risikozuordnung unterschieden: 1. Einfache Geschäfte mit einer Versicherungssumme ‹0,5 Millionen Franken 2. Geschäfte mit Werten zwischen 0,5 ... 3 Millionen Franken 3. Bijouteriegeschäfte, Banken, Versicherungssumme ›3 Millionen Franken

Monatsthema Trigress Security AG

Wozu Alarmanlagen? Eine Alarmanlage kann einen Einbruch nicht verhindern; sie leistet jedoch Folgendes: • Sie schreckt potenzielle Täter ab. • Sie alarmiert bereits nach dem ersten Einbruchversuch. • Sie erregt Aufmerksamkeit und signalisiert den Nachbarn, dass sich ein Unbefugter Zutritt verschaffen möchte. • Sie setzt den Einbrecher unter enormen Druck. Da er ausser der lauten Sirene nichts hört, bemerkt er nicht, ob sich die Polizei nähert. • Sie kann den Einbrecher dazu bewegen aufzugeben. • Sie hilft, den Täter zu erwischen.

leuchtung eingeschaltet. Der Einbau von Alarmanlagen bietet initiativen Elektrofachleuten lukrative Betätigungsfelder. Laut einer Kölner Studie ereignen sich die meisten Einbrüche in dunklen Wintermonaten. In den Sommermonaten wird am wenigsten eingebrochen. Die Hälfte aller Einbrüche findet am «verlängerten Wochenende» (Freitagabend bis Sonntagnacht) statt. Auch die Uhrzeit bei Einbrüchen ist bekannt: Bei Mehrfamilienhäusern und Wohnungen kommen die Täter eher tagsüber (während der Arbeitszeit) und nutzen die Anonymität der Umgebung. Bei Einfamilienhäusern in weniger dicht bebauten Gebieten kommen die Täter meistens zwischen 16.00 und 22.00 Uhr und arbeiten im Schutz der Dunkelheit. Hier liegt die Spitzenbelastung zwischen 18.00 und 20.00 Uhr. Am häufigsten anzutreffen ist der Gelegenheitseinbrecher. Er ist meistens alleine, entscheidet kurz entschlossen und hat keinen Kollegen, der «Schmiere steht». Einem Haus, das mit einer Alarmanlage ausgestattet ist, schenkt dieser Tätertyp kaum Beachtung. Anders der Profieinbrecher, welcher oft in Banden agiert und Einbrüche gründlich plant. Professionelle Einbrüche gibt es jedoch sehr selten und nur dort, wo es auch etwas zu holen gibt. Im Idealfall geht ein Einbruch schnell, leise und unbemerkt vonstatten. Hauptmotiv für den Einbruch sind in nahezu allen Fällen Geld und Wertsachen. Somit ist die Beuteerwartung wie Bargeld, Handys, Schmuck, Kamera ein wesentliches Kriterium für die Wahl des Einbruchobjektes. Eine Alarmanlage ist eine gute Sache, doch es gilt klar zu bedenken, dass zuerst einmal mechanische Sicherungen helfen, dass dem Einbrecher grosse Hürden aufgebaut werden. Diese werden hier aber nicht im Detail vorgestellt, denn diese können von diversen Organisationen und auch von Polizeistellen beschafft werden.

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Trigress Security AG

heit. Der geübte Einbrecher lässt sich von Attrappen nur schwer täuschen. • Mythos 6: Bei mir wird nicht eingebrochen, denn es gibt nichts zu holen! Wahrheit 6: Fast jeder unterschätzt die Werte, die er im Hause hat. Ausserdem weiss ein Einbrecher selten vorher, ob sich der Einbruch für ihn lohnt! Zudem wird der Schaden durch Vandalismus zusätzlich erhöht.

3 2 Typische Einbruchsorte bei einem Einfamilienhaus. 3 Mechanische Sicherungen bewirken schon sehr viel.

Für letztere, stark risikobehafteten Objekte sind zertifizierte, nach strengen Regeln aufgebaute Alarmanlagen nötig. Nur so sind die Versicherungsgesellschaften bereit, über einen allfälligen Bonus zu verhandeln bzw. überhaupt eine Versicherung abzuschliessen. Solche Anlagen müssen von einem zertifizierten Anbieter oder Installateur montiert und abgenommen werden. Im Privatwohnungsbau und bei KMUs ist aber der Einsatz von zertifizierten Alarmanlagen in aller Regel zu kostspielig. Trotzdem führen aber auch hier installierte Alarmanlagen zu verbesserten Konditionen bei Versicherungen. Versicherer und Versicherungsnehmer müssen sich jedoch individuell einigen. Wenn der Entscheid für eine Alarmanlage gefallen ist, bleibt noch die Frage offen, ob es eine Funkoder verkabelte Anlage werden soll. Im Umbau oder in Mietwohnungen haben sich Funkalarmanlagen durchgesetzt, denn diese bedingen kaum eine Installation und beim Umzug wird die Anlage einfach mitgenommen. Wer einen optimalen Schutz seines Objektes erwartet, der sollte einen Fachmann beiziehen, der eine exakt auf das Objekt abgestimmte Lösung ausarbeitet. Funktion von Alarmanlagen 70% der Einbrecher lassen sich durch eine Alarmanlage abschrecken. Sie sollte die «Aussenhaut» des Hauses lückenlos

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Vorfeldüberwachung mit 2 Videokameras

Aussenhautsicherung: Fenster, Türen, Dachluken

Innenraumsicherung über: Bewegungsmelder, Trittmatten

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Monatsthema

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1. Vorfeldüberwachung/Freilandsicherung 2. Aussenhautsicherung 3. Innenraumsicherung 4. Fallensicherung

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Kleger

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1 Alarmzentrale

4 Fenster/Türkontakt

2 Schlüsselschalter/Codeschalter

5 Bewegungsmelder

3 Überfallmelder

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7 Aussensirene

Videokamera

4 Verschiedene Arten der Absicherung eines Gebäudes. Natürlich gibt es auch Kombinationen davon.

überwachen (mindestens das Erdgeschoss), durch Glasbruchmelder an Fenstern und Terrassentüren sowie Kontakte an Türen und Fenstern. Wichtig sind ein optischer und akustischer Alarm. Zusätzliche Sicherheit bietet ein direkter Draht zu einer Bewachungsfirma, etwa über ein Telefonwählgerät. Im Haus können besonders wertvolle Gegenstände durch Bewegungsmelder abgesichert werden. Sie sind nur sinnvoll, wenn niemand im Haus ist und irrtümlich den Alarm auslösen könnte – das gilt auch für Hunde und Katzen. Akustische und optische Signalgeber – auch örtliche Signalgeber genannt – werden zur Warnung anwesender Personen, zur Alarmierung der Öffentlichkeit und zur Abschreckung von Angreifern eingesetzt. Alarmanlagen, die Fehlalarme auslösen, werden schnell von allen Nachbarn nicht mehr wahrgenommen. Zudem können sie auch kostspielig sein, wenn die Polizei oder eine Bewachungsfirma irrtümlich durch stillen Alarm auf den Platz gerufen wird. Eine Alarmanlage kann einen Einbruch nicht verhindern. Dies ist auch nicht ihre Aufgabe. Alarmanlagen schrecken potenzielle Täter ab. Sie alarmieren bereits nach dem ersten Einbruchversuch und erregen Aufmerksamkeit. Sie schützen allerdings nicht nur vor ungebetenen Eindringlingen, sondern auch vor den Gefahren des täglichen Lebens (Feuer, Gas, Wasser). Jedes auf Funk basierte Alarmsystem lässt sich mit einem Funk-Notrufsender ausstatten, z. B. kann so eine kranke Person Hilfe anfordern. Bei einer

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Vorfeldüberwachung sichert bereits das Grundstück vor dem eigentlichen Gebäude grossflächig ab. Der Eindringling soll nicht einmal in die Nähe des Objektes gelangen, ohne vorher bemerkt zu werden. Möglichkeiten der Vorfeldüberwachung sind Lichtschranken, Bewegungsmelder und Videokameras. Lichtschranken im Freien sind kritisch wegen Fehlalarmen durch Schnee, herumfliegendes Laub, Tiere etc. Immer mehr setzt sich die Videoüberwachung durch, bei der die Bilder als Beweismittel auch abgespeichert werden.

Alarmanlage haben die Bewohner jederzeit die Möglichkeit, einen Überfallalarm auszulösen. Ein Überfallalarm ist ein stiller Alarm. Der Eindringling bekommt nicht mit, dass ein Alarm ausgelöst wurde. Ein Überfallalarm kann per Fernbedienung, per Pin oder per Tastendruck an einem Bedienteil der Alarmanlage erfolgen. Am Anfang steht der Einbruch oder das Ereignis (Feuer, technischer Schaden etc.). Es wird von einem Melder (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Rauchmelder etc.) detektiert. Der Melder übermittelt dieses Ereignis an die Zentrale. Diese Signalübertragung erfolgt entweder über Draht oder per Funk. Die Zentrale als Gehirn der Alarmanlage wertet die Signale aus und entscheidet, was zu tun ist. Je nachdem wie die Zentrale programmiert ist, erfolgt am Ende dieser Ereigniskette eine Reaktion: Die Sirene heult, das Licht geht an oder eine Notrufleitstelle wird verständigt. Arten der Absicherung Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein Haus vor Einbruch gesichert werden kann (Bild 4). Am besten ist natürlich, wenn der Einbrecher schon beim Versuch, sich dem Gebäude zu nähern, erfasst wird. Das ist bei einfachen Alarmanlagen kaum möglich, denn hier wird der Einbrecher erst erkannt, wenn er versucht ins Gebäude zu gelangen bzw. schon im Gebäude ist. Es gibt 4 verschiedene Arten der Absicherung:

Aussenhautsicherung überwacht alle Zugänge zum Objekt. Darunter fallen Haustüren, Terrassentüren, Kellertüren, Luken und alle Fenster. Bei dieser Art der Überwachung wird Alarm ausgelöst, noch bevor der Einbrecher im Haus ist. Wichtig: Eine Überwachung und ein gleichzeitiger Aufenthalt im Haus sind so möglich. Aus diesem Grund ist diese Art der Überwachung sehr beliebt, gibt doch die Alarmanlage hier das angestrebte Gefühl der Sicherheit. Der Bewohner kann sich sicher sein, dass niemand Fremder sich im Haus aufhält oder eindringen kann. Nachteil: Viele Melder sind zu montieren. Fenster und Türen werden mit Magnetkontakten gesichert, Glasbruchmelder detektieren Glasbruch, Erschütterungsmelder überwachen Flächen, die nicht durchbrochen werden sollen (Holzwände, Glas etc.). Innenraumsicherung sichert nur den Innenbereich des Objektes ab. Abgesichert werden vor allem die Bereiche, die ein Einbrecher mit hoher Wahrscheinlichkeit durchquert. Diese Art der Sicherung ist im Vergleich zur Aussenhautsicherung günstiger, da wesentlich weniger Melder nötig sind. Nachteil: Ein Alarm wird erst ausgelöst, wenn der Einbrecher bereits im Haus ist. Eine Überwachung und ein gleichzeitiger Aufenthalt im Objekt sind nicht möglich. Folgende Melder gehören zu einer Innenraumsicherung: Bewegungsmelder erkennen, wenn sich eine Person in einem gesicherten Raum aufhält. Lichtschranken und Trittmatten sichern zusätzlich speziell begrenzte Bereiche. Eine Innenraumsicherung ist vor allem bei Gewerbebetrieben sinnvoll. Auch für Wohnungen ist diese Art der «Abwesenheitssicherung» geeignet.


Monatsthema

Einstellschraube

Feder

Funksender Masse

Kleger

Kontakt

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6 5 Links Magnetkontakt mit Funkgerät (Batterielebensdauer zirka 3–5 Jahre), rechts Reed-Kontakte mit Kabel und dem passenden Magnet. 6 Erschütterungsmelder, links Gerät, rechts das Prinzip mit federnder Masse. 7 Konventioneller Glasbruchmelder links und rechts eine Version zum Nachrüsten mit Funk von Trigress Security AG.

Glasbruchmelder mit Kabelanschluss

Funkglasbruchsender

7 Fallensicherung ist eine spezielle Form der Innenraumsicherung. Wie es der Name schon verrät, stellt man einem eventuellen Einbrecher eine Falle, in die er tappen soll. Abgesichert werden Bereiche, die ein Einbrecher durchqueren muss, um an sein Ziel zu gelangen. Beispiele einer Fallensicherung sind ein getarnter Bewegungsmelder oder eine unauffällig verlegte Trittmatte. Kombinationssicherungen Selbstverständlich lassen sich Aussenhsaut-, Innenraum- und Fallensicherung miteinander kombinieren. Bei guter Planung

treffen so die Vorteile der beiden Methoden zusammen. Eine typische Kombination aus Aussenhaut- und Innenraumsicherung sieht in etwa so aus: • Sämtliche Eingangsbereiche werden mit einem Öffnungsmelder und einem Bewegungsmelder überwacht. • Räume, in denen man sich im abgesicherten Zustand nicht aufhält, werden mit Bewegungsmeldern überwacht. • Räume, in denen man sich im abgesicherten Zustand aufhält, werden mit Öffnungsmeldern und Glasbruchmeldern überwacht. • Die Sicherung des Dachbodens erfolgt mit einem Bewegungsmelder.

Funktionsweise der Melder Es wird hier nur so weit eine Beschreibung der einzelnen Melder gegeben, als dies notwendig ist für das Verständnis der Wirkungsweise und auf was geachtet werden muss bei der Montage. Magnetkontakt besteht aus zwei Teilen: einem Permanentmagnet, der ein Magnetfeld erzeugt und einem Schalter (ReedKontakt). Werden beide aneinandergehalten, so ist der Schalter geschlossen (Bild 5). Entfernt sich der Magnet vom Reed-Kontakt, zum Beispiel durch das Öffnen eines Fensters, so

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Monatsthema

9 Zentrale

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8 Funkbewegungsmelder von Trigress Security AG. 9 Funknotrufsender von Trigress Security AG, die auch um den Hals getragen werden. 10 Verkabelung nach dem Ruhestromprinzip – alle Melder haben geschlossene Kontakte, unten mit Widerstand manipulationssicher.

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öffnet sich der Schalter. Der Stromkreis wird unterbrochen, was von der Alarmzentrale registriert wird. Mit einem Magnetkontakt werden «Öffnungen» wie Türen, Fenster, Luken und Deckel abgesichert. Der Kontakt wird am festen Teil (Tür- Fensterrahmen) montiert, der Magnet kommt an den beweglichen Teil der Tür oder des Fensters. Der Maximalabstand zwischen Reed-Kontakt und Magnet ist von Melder zu Melder verschieden – er liegt in der Regel bei mindestens 1 cm. Montiert wird der Öffnungsmelder am besten in der oberen Mitte der Tür oder des Fensters. Ob die Montage parallel, stirnseitig oder orthogonal erfolgt, spielt bei den meisten Öffnungsmeldern keine Rolle. Auf jeden Fall darf der Magnetkontakt nicht am unteren Fensterrahmen montiert werden, weil sonst ein Kippen des Fensters noch möglich ist. Erschütterungsmelder und Körperschallmelder detektieren Schall und Vibrationen, die bei Einbruchsversuchen entstehen. Sie unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich der Schallfrequenz, auf die sie reagieren. Ihre Einsatzorte sind somit verschieden. Vibrationsmelder erfassen die Erschütterung der Fläche, auf die sie montiert sind (Bild 6). Es gibt sie sowohl in rein mechanischer als auch in elektronischer Bauart. Erschütterungsmelder überwachen Flächen, die nicht durchbrochen werden dürfen. Zum Beispiel: Fenster, Türen, Leichtbau-

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4k7 Wenn Dauermagnet genügend nahe bei Readkontakt ist (Fenster, Türe geschlossen), ist auch Kontakt geschlossen.

wände (aus Holz und Glas) bewachen aber auch Gegenstände, die nicht bewegt werden dürfen: Tresore, Vitrinen, etc. Diese kommen im Privatwohnungsbereich nur selten zum Einsatz. Glasbruchmelder reagieren auf zerbrechendes Glas. Sie werden meist in Kombination mit einem Öffnungsmelder eingesetzt (Bild 7). Man unterscheidet zwischen einem passiven, aktiven und einem akustischen Glasbruchmelder. Eine besonders sichere Art, Fensterscheiben abzusichern, erreicht man mit einer Alarmspinne. Passive Glasbruchmelder sind sehr kleine Bauteile, die direkt auf eine Scheibe geklebt werden. Sie reagieren auf Schwingungen im Ultraschallbereich (0,12...1 MHz), die typischerweise bei Glasbruch entstehen. Ein Piezo-Kristall im Glasbruchmelder reagiert auf Schwingungen der Fensterscheibe und erzeugt elektrische Impulse. Ein nachgeschaltetes Filter wertet die Signale des Piezo-Kristalls aus. Der beste Montageort für einen passiven Glasbruchmelder ist in einer Ecke auf der Scheibe. Der Melder wird direkt auf das Glas geklebt. Der Überwachungsradius eines passiven Glasbruchmelders liegt zwischen 1...2 m. Passive Glasbruchmelder eignen sich für Isolierglas und Doppelscheiben. Der aktive Glasbruchmelder sendet mehrmals pro Sekunde Schwingungen im Ultraschallbereich auf die Scheibe und vergleicht die Reflexion mit den gespeicherten Daten. Er hat zwei unterschiedliche Messsysteme. Beide müssen gleichzeitig auslösen, damit ein Alarm erfolgt. Sobald sich ir-

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gendetwas am «Schwingungssystem Fenster» verändert (bei Glasbruch, aber auch beim Bekleben der Scheibe), reagiert die erste Messeinheit. Die zweite Messeinheit überprüft deshalb zusätzlich die für einen Glasbruch typische Schallfrequenz. Bewegungsmelder sind einfach zu installieren und überwachen grossflächig. Es wird zwischen PIR-, Ultraschall- und Mikrowellenbewegungsmeldern unterschieden. Der PIR-Melder empfängt ein Wärmebild seiner Umgebung. Bei Änderung dieses Bildes, z. B. Erfassung eines Menschen, wird eine Temperaturänderung erkannt und Alarm ausgelöst (Bild 8). Die Ultraschall-Bewegungsmelder senden einen Ultraschallpuls aus und kontrollieren das Echo. Wenn eine Person im Raum ist, wird das Echo früher eintreffen, als wenn nur die Raumwände reflektieren. Der Mikrowellen-Bewegungsmelder funktioniert ähnlich wie die Ultraschallsensoren, arbeitet aber nicht mit Schallwellen, sondern mit elektromagnetischen Wellen im Mikrowellenbereich. Es gibt auch Kombinationen von PIR und Mikrowellen. Mikrowellensensoren haben den Vorteil, dass sie auch versteckt hinter einer Holzabdeckung montiert werden können. Funk-Notrufsender gibt es als Zubehör von vielen Herstellern (Bild 9). Mit diesen rufen z. B. alte Leute per Knopfdruck medizinische Hilfe an über ihre Funkalarmzentrale. Häufig haben in diesem Fall die Alarm-


Monatsthema 12 Vorteile des Funks

Nachteile des Funks

Installation und Einbau einer Funkalarmanlage ist schnell und einfach, tiefe Kosten.

Funkmelder sind teurer als Drahtmelder. Die hingegen eingesparten Installationskosten amortisieren sich teilweise.

Beim Einbau und der Montage der Melder entsteht kaum Schmutz, es mĂźssen keine Kabel verlegt werden.

Funkreichweite der Sensoren ist begrenzt und abhängig von der Umgebung.

Eine Funkalarmzentrale ist an unzugänglichen, sensiblen Orten einsetzbar, wie Mietwohnungen, Häuser unter Denkmalschutz, etc.

Der Ăœbertragungsweg ist nicht exklusiv, Funksensoren lassen sich stĂśren.

Der Betreiber ist sehr flexibel und kann die Alarmanlage jederzeit umbauen, erweitern und bei einem Umzug einfach mitnehmen.

Die einzelnen Komponenten mßssen häufiger gewartet werden (Batteriewechsel. Moderne Melder haben Laufzeiten bis zu 5 Jahren, ein anstehender Batteriewechsel wird bei der Zentrale angezeigt.

11 Bei einem Bussystem sind alle Melder parallel an der Busleitung angeschlossen, Kommunikation Ăźber ein spezielles Protokoll. 12 AlarmmĂśglichkeiten: Aussensirene, Anruf einer Notzentrale oder verschiedene Personen, Licht im ganzen Haus einschalten.

Funk oder verkabelt? Die Funkalarmzentrale steht mit den einzelnen Meldern ßber Funk in Verbindung. Hier senden die Funkmelder ihren Status an die Alarmzentrale. Informationen wie der Zustand der Linie, die Kapazität der Batterie etc. werden dabei ßbermittelt. Wie oft diese Informationen gesendet werden, wird am Melder eingestellt. LÜst ein Melder aus, so wird diese Information sofort an die Zentrale geleitet. Die Versorgung der Melder mit Spannung erfolgt in der Regel ßber Batterie/Akku. Die Frequenzen 433 MHz,

877 MHz und 868 MHz sind fßr den Security-Bereich freigegeben. Die Kommunikation auf diesen Frequenzen wird weder von FunkkopfhÜrern, Handys, GaragentorÜffnern noch von irgendwelchen anderen, auf Funk basierenden Geräten genutzt. Sie ist jedoch nicht exklusiv. Heute gilt die Funktechnik auf 433 MHz als veraltet. Das 868-MHz-Band bietet eine hohe Reichweite und eine bessere Durchdringung von Wänden und Decken und ist damit auch weniger anfällig fßr StÜrungen. Bei einer zeitgleichen Signalßbertragung mehrerer Funksender

Fenster 1

Fenster 2

Fenster 3

Sensor 3

Sensor 3

Sensor 3

Linie 1

BUS

Linie 2

BUS Kleger

Zentrale

11

Planungsfehler lassen sich einfach und schnell beheben.

zentralen ein integriertes analoges Telefonwahlgerät, das eine Verbindung zur Notrufleitstelle aufnimmt und eine vordefinierte Meldung absetzt. So ermÜglicht der Notrufsender in Kombination mit der Alarmanlage vor allem älteren Menschen ein sorgenfreieres Leben in den eigenen vier Wänden. Je nach Wunsch kann zusätzlich ein konventioneller Alarm (Aussensirene, Signalton der Zentrale) ausgelÜst werden. Befestigen lassen sich die Funk-Notrufsender entweder an einen Armband/ Gßrtel oder an einem Halsband.

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Elektrotechnik 10/08 | 43


Infrarot-Sendediode

Abschirmung Fotodiode

Monatsthema

Raucheingang

Fotodiode

Kleger

Rauch streut Licht

13

Insektengitter

Umgebungslichtblende

13 Prinzip des Rauchmelders. Wenn Rauch in die Kammer dringt, werden die infraroten Lichtstrahlen zur Empfängerdiode reflektiert.

stören sich die Funksignale mehrerer Melder gegenseitig. Um dem vorzubeugen, senden die Funksender zeitversetzt, das gleiche Signal wird innerhalb von 2 s viermal übertragen und dies zu einem zufälligen Zeitpunkt. Bei der verdrahteten Alarmtechnik werden sämtliche Melder mit der Zentrale verdrahtet. Sie werden entweder unmittelbar an die Zentrale angeschlossen oder mit anderen Meldern in Reihe geschaltet; ausgewertet wird der Strom. Im Ruhezustand ist der Stromkreis geschlossen. Löst ein Melder aus, so wird der Stromkreis innerhalb des Melders unterbrochen. Die Unterbrechung wird von der Zentrale als Alarm gewertet. Eine andere Möglichkeit, die Zentrale mit den Meldern zu verbinden, bietet die Busverdrahtung. Hier erfolgt die Kommunikation nicht über den gemessenen Strom, sondern über ein Protokoll, dabei hängen alle Melder parallel auf einer Busleitung. Tabelle 1 zeigt Entscheidungskriterien für oder gegen eine Funkalarmanlage erfolgt schnell und einfach. Installation von Sensoren Im Normalfall arbeiten Alarmanlagen nach dem sogenannten Ruhestromprinzip (NC – normally closed). Mehrere Sensoren können gemäss Bild 10 oben in Serie verdrahtet werden. Alle Kontakte (z. B. Fensterkontakte) müssen geschlossen sein, im Alarmfall öffnet der Kontakt des angesprochenen Melders. Ein Kabelbruch wird sofort erkannt, hingegen eine Sabotage durch Kurzschliessen der Leitung nicht. Diese Technik lässt sich aber verbessern, wenn beim letzten Melder in der Leitung ein Widerstand eingebaut wird (Bild 10 unten). Jetzt werden eine Überbrückung als auch ein Unterbruch der Leitung von der Zentrale erkannt.

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Eine Sabotage wird somit sehr schwierig. Der Nachteil bei der Serieschaltung mehrerer Melder besteht darin, dass im Alarm- oder Fehlerfall die Zentrale nicht weiss, welcher Melder angesprochen hat, sondern nur welche Linie. Diesem Problem wird heute so begegnet, dass man nur ganz wenige Melder in Serie schaltet oder sogar für jeden Melder eine separate Leitung zur Zentrale verlegt. Damit ist auch schon klar, dass dies zu einem enormen Verkabelungsaufwand führt; doch auch dieses Problem lässt sich lösen. Busverdrahtung Bei der Bustechnik (Bild 11) werden über ein zwei- bis vierpoliges Kabel die Melder sowohl mit Strom versorgt als auch der Datenaustausch mit der Zentrale bewerkstelligt. Die Melder sind alle parallel auf dem Buskabel. Die Zentrale weiss hier ganz genau, welcher Melder was für Informationen liefert. Beim Scharfstellen der Alarmanlage wird z. B. im Klartext auf dem Bildschirm angezeigt, welches Fenster noch nicht geschlossen ist. Melder für ein Bussystem sind natürlich deutlich teurer als einfache Fensterkontakte, lassen sich aber einfacher verkabeln. Arten der Alarmmeldung Wenn ein Melder anspricht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten der Alarmierung (Bild 12). Es ist die Aussensirene und/oder Blitzleuchte ansteuerbar; diese macht Nachbarn auf den Einbruch aufmerksam. In diesem Fall kommt der Einbrecher unter Stress, denn jetzt kann er nicht mehr unbemerkt arbeiten. Es ist aber auch ein stiller Alarm an eine Zentrale möglich, die dann z. B. einen Wachdienst oder vordefinierte Perso-

nen über einen Telefonanschluss anruft. Selbstverständlich können moderne Zentralen auch mehrere private Personen anrufen. Weiter kann die Alarmzentrale auch das Licht im ganzen Haus einschalten, wenn ein Raumautomationssystem vorhanden ist. Moderne Alarmzentralen erlauben aber auch die Verarbeitung von technischen Meldungen. Dadurch wird z. B. eine Alarmmeldung abgesetzt, wenn Rauch detektiert, ein Wasserschaden, Gasaustritt oder technischer Fehler (Strom-, Heizungsoder Kühltruhenausfall) auftritt. Technischer Schutz Immer wieder werden durch kleinere und grosse Brände Sach- und Personenschäden verursacht. Dabei sind die Brandursachen und der Brandverlauf sehr unterschiedlich. Der Grad der Zerstörung richtet sich nicht unerheblich nach dem Zeitpunkt der Entdeckung eines Feuers. Je frühzeitiger ein Brand entdeckt wird, desto grösser sind die Chancen zur Schadensbegrenzung. Tagsüber kann ein Brand durch die allfällige Anwesenheit von Personen oft rasch entdeckt und ohne grosses Aufgebot bekämpft und gelöscht werden. Heimtückisch sind Brände, welche in den nächtlichen oder frühmorgendlichen Stunden ausgelöst werden. Etwa 70% der Brände mit Todesfolge ereignen sich zwischen 23 und 7 Uhr. Dabei ist in 4 von 5 Fällen die Todesursache eine Rauchgasvergiftung. Schlafende Personen nehmen erwiesenermassen weder den Brandgeruch noch die Rauchentwicklung wahr, da im Schlaf der Geruchssinn fast vollständig ausgeschaltet ist. Rund 80% der Brände ereignen sich übrigens in Privathaushalten. Eine frühzeitige Detektion eines Brandherdes kann Sach- und Personenschäden reduzieren oder gar Leben retten. Neben gebäudetechnischen Vorkehrungen und Präventivmassnahmen haben sich heute sogenannte Feuer- oder Rauchmelder, welche einfach in Räumen installiert werden können, als sinnvolle Schutzmassnahme etabliert. Nebst dem wichtigsten Rauchmelder existieren auch noch Gasmelder und Wassermelder. Die Gasmelder sind dann angebracht, wenn im Hause eine Gasheizung oder auch eine Gaskochanlage installiert ist. Wassermelder können dann von grossem Nutzen sein, wenn im Wohnbereich gewaschen wird. Hier kann ein Rohrbruch oder Ventilschaden verheerende Auswirkungen haben. Optischer Rauchmelder Die gängigsten Rauchmelder arbeiten über ein optisches Prinzip, nach dem so-


genannten Streulichtverfahren (Tyndall-Effekt). Diese Melder detektieren Schmutzpartikel in der Luft (Bild 13). Die Messkammer des Rauchmelders wird mehrmals pro Minute von einer Infrarot-LED durchleuchtet. Klare Luft reflektiert dieses Licht nicht. Gelangen Rauchpartikel in die optische Kammer des Rauchmelders, so wird der Lichtstrahl gestreut. Ein Teil dieses Streulichts fällt auf die lichtempfindliche Fotodiode. Ein Alarm wird ausgelöst, sobald ein definierter Schwellwert überschritten wird. Ohne Rauch trifft der Lichtstrahl nicht auf den Sensor. Das Labyrinth aus schwarzem, nicht reflektierendem Material verhindert, dass Licht von aussen in die optische Labyrinth-Kammer eindringt. Aufgrund der hohen Zuverlässigkeit der optoelektronischen Rauchmelder haben sich diese für Anwendungen im Wohn- wie auch Geschäftsbereich stark durchgesetzt. Es gibt auch Brandmelder, sogenannte Thermodifferenzialmelder, die eine ungewöhnlich schnell ansteigende Raumtemperatur oder eine Maximaltemperatur messen. Sie werden bevorzugt in rauchigen und staubigen Räumen eingesetzt. Teilweise werden Rauchmelder damit ergänzt. Funkrauchmelder versorgen sich über eingebaute Batterien mit Strom. Der Batteriestatus wird dabei der Zentrale mitgeteilt, sodass die Batterie rechtzeitig ausgewechselt werden kann. Fazit Bis dato ist die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Haus oder Ihre Wohnung von Einbrechern heimgesucht wird, sehr klein. Wer dieses Horrorszenario einmal erlebt hat, wünscht sich allerdings, er hätte schon vor dem Einbruch eine Alarmanlage eingebaut und nicht erst im Nachhinein. Die Unordnung im Haus, wenn alle Kästen aufgerissen, alle Gestelle geleert, Vasen und Gläser zerschlagen auf dem Boden liegen, ... kurz: dieser Anblick ist einfach niederschmetternd. Es gibt heute Funkalarmanlagen, die recht wirksam arbeiten und mit Kosten von ein paar Tausend Franken sehr gute Dienste leisten. Aber nicht vergessen: Zuerst kommt der mechanische Schutz. Für innovative Elektroinstallateure könnte die Installation von Alarmanlagen durchaus ein profitables Geschäft sein. Grössere Anbieter von Alarmanlagen in der Schweiz bieten auch Kurse an, damit der Installateur beim Kunden kompetent ■ auftreten kann.

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Komfortsteuerung und Alarmanlage auf Basis des Installationsbus KNX vereinen alles in einem System

Neues Einbruchmeldesystem Ob im Büro- oder Industriegebäude als auch Privatheim – der Installationsbus ABB i-bus ® KNX sorgt für ein Mehr an Komfort, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit. Das sehr professionelle Einbruchmeldesystem L240 von ABB nimmt auch Fernsteuerfunktionen wahr und bietet ein Höchstmass an Sicherheit.

taktiert werden; damit entfallen viele Arbeitsschritte bei der Installation. Über die serielle Schnittstelle L208/V.24 lässt sich die Zentrale per Laptop übersichtlich programmieren. Auch lassen sich so wesentliche Ereignisse und Zutritts-Historien aus dem Speicher lesen.

Zentrale erweitert wird, oder Meldungen im Klartext angezeigt werden sollen. So entspricht die Zentrale den Anforderungen nach VdS-Klasse C. Die Einbruchmelderzentrale L240 bietet viele neue Funktionen und 10 Meldergruppen an der Zentrale. Durch externe Module, die alle einfach am Bus der Zentrale angeschlossen werden, ist die Anlage auf bis zu 80 Meldergruppen in verschiedene Scharfschalt-Bereiche ausbaubar. Somit bietet die Zentrale ein Anwendungsspektrum vom privaten bis zum Gewerbeobjekt, vom kleinen bis zum grössten Versicherungsrisiko.

Leicht bedienbares System Das Benutzermanagement der Einbruchmeldezentrale verwaltet die verschiedenen Berechtigungen für jede Person an jeder Tür. Neue Chipschlüssel und Zahlencodes werden in Sekundenschnelle angelegt; verlorene Chipschlüssel ohne kostenintensiven Austausch von Schliesszylindern einfach und schnell gelöscht. Die Bedienung ist komfortabel und erfolgt wahlweise über Zahlencode, Chipschlüssel oder einer Kombination aus beiden. Mit nur einem Handgriff erfolgt die Unscharfschaltung und die Tür kann geöffnet werden. Mit der Komfortverriegelung kann die Tür beim Gehen mit dem Aussendrehgriff einfach und sicher verriegelt werden. Bei Publikumsverkehr ermöglicht der Permanentzutritt dagegen auf Wunsch ein Öffnen der Tür ohne Eingabe einer gültigen Berechtigung. Ein Zustand, der jederzeit wieder auf höchstes Sicherheitsniveau geändert werden kann – damit ihr Privathaus oder Gewerbebau eine optimale Sicherheit erreicht. (rk) ■

Das Einbruchmeldesystem L240 bietet ein Anwendungsspektrum von der privaten Liegenschaft bis zum Gewerbeobjekt.

Die Einbruchmelderzentrale L240 ist das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung aus drei Generationen von Einbruchmeldetechnik. Ursprünglich für mittelgrosse Objekte für hohes Risiko konzipiert, ist die Zentrale durch intelligente Bustechnik so flexibel und erweiterbar, dass mit der gleichen Technik sowohl das private Wohnobjekt als auch ein ganzes Bankgebäude überwacht werden kann. Mit dem einfach gehaltenen Bedienteil L208/PT kann die Zentrale im kleinsten Ausbaugrad betrieben werden und ist damit vom VdS, der unabhängigen und akkreditierten deutschen Prüfund Zertifizierungsstelle für Brandund Einbruchschutz, für Risiken der Klasse A anerkannt. Das LCD-Bedienteil L840/PT wird benötigt, wenn die

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Flexibel in der Anschlusstechnik Erweitert wird die Einbruchmelderzentrale L240 einfach durch den 4-adrigen Anschluss von Modulen an den Sicherheits-Bus (XIB). Neben dem bewährten 4-Meldergruppenmodul L840/MG4, an welches konventionelle Melder angeschlossen werden können, gibt es zwei Neuheiten: • Das Bus-Modul für Bewegungsmelder L240/BM1 ist eine kleine Leiterplatte, die in den Bewegungsmelder eingesetzt wird und es erlaubt, den Melder direkt am Bus zu betreiben. • Ebenfalls neu ist das 2-Meldergruppen-Modul L240/MG2 zum Einbau in normale Einerdosen. Es wurde entwickelt, um Aussenhautmelder, wie Magnetkontakte und Glasbruchmelder, direkt anzuschliessen. Das Modul wird anstelle von Verteilern in der Nähe des Fensters installiert. Durch LSA-Technik können verzinnte Litzen von ABB-Sensoren direkt kon-

ABB Schweiz Gebäudesystemtechnik Normelec marco.savia@ch.abb.com


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Lassen Sie die Sonne in Ihr Haus – schon heute gibt es in der Schweiz über 50 000 Solardächer. Wie Sie ganz einfach zu Ihrem eigenen Solardach kommen und welche Förderprogramme es gibt, erfahren Sie unter wwf.ch/solar Vielen Dank an die Redaktion für die kostenlose Schaltung dieser Anzeige.


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Certas: Schweizerische Alarm- und Einsatzzentrale – das entscheidende Mehr an Sicherheit für Haus und Mensch

Fernalarmierung erhöht Nutzen der Alarmanlage Alarmanlagen, die Ereignisse mit Fernalarmierung an eine Empfangszentrale übermitteln, wirken präventiv gegen Einbrüche. Aber nicht nur das. Auch technische Störungen können damit frühzeitig erkannt und die entsprechenden Massnahmen in die Wege geleitet werden. Ereignisse wie Einbruch, Brand, Personennotruf, Wassereinbruch und vieles mehr, lassen sich durch eine Alarmanlage zuverlässig detektieren. Weil in diesen Fällen der Schutz von Personen, Räumlichkeiten oder Sachwerten im Vordergrund steht, sollte der nachfolgenden Alarmbearbeitung und der Intervention höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Einbrüche wirkungsvoll verhindern Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung ist die Certas AG, Schweizerische Alarmund Einsatzzentrale, der führende Dienstleister für Empfang und Verarbeitung von Alarm- und Störungsmeldungen. Führend auch darum, weil die ange-

botenen Dienstleistungen auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind und sich durch ihren hohen Nutzwert, nämlich die Schadensprävention bzw. Schadensminimierung, auszeichnen. Oder anders ausgedrückt: Eine Alarmanlage mit Fernalarmierung verhindert nachweislich Einbrüche, weil sie abschreckend auf potenzielle Täter wirkt. Was viele nicht wissen • Certas ist die führende private Alarmempfangszentrale und Marktleader für Alarmempfang und Verarbeitung in der Schweiz. • Pro Jahr verarbeitet Certas 5 000 000 eingehende Signale aus Gefahrenmeldesystemen. • Certas ist eine Tochterfirma der Siemens

Schweiz AG und der Securitas-Gruppe. • Certas bietet Dienstleistungen in drei professionellen Alarmempfangszentralen: Zürich, Lausanne und Lugano. • In der Certas-Datenbank gibt es rund eine halbe Million sogenannte MeldeAdressen. • Schweizweit arbeiten 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Certas. • 60 Leute bearbeiten im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr eingehende Alarm- und Störungsmeldungen. • Sowohl Private als auch Unternehmen können ihre Gefahrenmeldeanlagen aufschalten und ein Rund-um-die-UhrSchutz kostet pro Tag weniger als eine halbe Tasse Café crème. • Zu Certas gehören nicht nur Einbruchalarme, sondern auch Personennotruf, Störungsmeldungen von technischen Geräten wie Heizung, Klimaanlage, Kühlanlage etc. Schäden und Produktionsausfälle minimieren Auch Gas-, Öl- oder Wasserlecks, zu hohe oder zu tiefe Raumtemperatur, Manipulationen an Systemen, technische Störungen oder Anlagenausfälle können mittels Fernalarmierung sofort festgestellt werden. Für die Behebung solcher Störungen arbeitet Certas mit ausgewiesenen Fachfirmen zusammen, sodass Folgeschäden oder Produktionsausfälle vermieden oder zumindest minimiert werden können. Fazit Certas ist der führende Ansprechpartner für Alarme aller Art und dies sowohl für Privatpersonen als auch Fir(rk) ■ men jeglicher Grösse.

Weitere Infos: service-d@certas.ch, www.certas.ch

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Neue Zentrale und Sensoren, so präsentiert sich die neue Secvest 2WAY von Trigress Security

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Weltneuheit: aktiver Einbruchschutz Secvest 2WAY schützt als erste Alarmanlage aktiv vor Einbruch und stellt die vierte Generation des Secvest-Funkalarmsystems dar. Mit einer innovativen Backlight-Statusanzeige, bidirektionalen Bedienelementen, 48 Funkzonen und aktivem Schutz vor Einbruch setzt sie neue Massstäbe. ABUS Security-Center und Trigress Security legen mit der vierten Generation des Funkalarmsystems Secvest technisch als auch beim Komfort erneut die Latte höher. Mehr Funktionen, mehr Komponenten, mehr Bedienkomfort und aktiver Schutz – so könnte man die Neuerungen bei der Secvest 2WAY kurz zusammenfassen. Mehr Zonen, bessere Übersicht Bei der Secvest 2WAY bestehen neu 48 Funkzonen, 2 verdrahtete Zonen. Neu sind auch 20 Fernbedienungen möglich. Damit eignet sich die Secvest 2WAY noch besser zur Absicherung grösserer Objekte. In die Entwicklung der Secvest flossen auch zahlreiche Kundenwünsche ein: So lässt sich die Displaybeleuchtung in vier Helligkeitsstufen einstellen oder ganz abschalten. Die Lautstärken für die drei Tongruppen (Funktionstöne, Infotöne und Alarmtöne) sind unabhängig einstellbar. Sichere Technik, gutes Design Neben mehreren Möglichkeiten, Alarm zu melden, ist die Secvest 2WAY die 2 Überwachung eines Fensters mit Funksensor.

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erste Alarmanlage, die aktiv vor Einbruch schützt. So lässt sich zusätzlich zu den Meldern aus der Alarmtechnik (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Glasbruchmelder etc.) auch die neue Funkfenstersicherung FTS 96 E von ABUS in die Secvest 2WAY einbinden. Bei einem Einbruchversuch setzt die FTS 96 E dem Einbrecher einen aktiven, mechanischen Widerstand entgegen, während die Secvest 2WAY schon beim ersten Einbruchversuch alarmiert – und das noch lange bevor die mechanische Sicherung überwunden ist. Das stabile Schloss mit integriertem Stahlriegel hält einem Druck von über einer Tonne stand. Die Secvest 2WAY und die Funk-Fenstersicherung (FTS 96 E) von ABUS stellen eine optimale Kombination zwischen elektronischer und mechanischer Haussicherheit dar. Neben allen Verbesserungen bei Technik und Bedienbarkeit haben ABUS Security-Center und Trigress Security der Secvest 2WAY auch ein neues Design spendiert. Die elegante Statusbeleuchtung taucht die umgebende Wand in blau schimmerndes Licht. Bidirektionale Funkkomponenten Nicht nur die Zentrale der Secvest 2WAY zeigt sich grundlegend neu, auch bei den Komponenten und Zubehörteilen gibt es reichlich Nachwuchs. Darunter die neue Fernbedienung mit Zwei-Wege-Kommunikation: Sie verfügt über vier Tasten, von denen drei fest mit den Funktionen «Aktivieren», «Deaktivieren» und «Statusabfrage» belegt sind. Die vierte kann frei programmiert werden, beispielsweise für «Ausgänge schalten» oder

1 1 Neue Zentrale von ABUS im Programm von Trigress Security AG, verfügbar ab Dezember 08.

«Intern aktivieren». Die Zwei-WegeKommunikation gibt dem Benutzer hierbei stets eine Rückmeldung. Vier mehrfarbige Leuchtdioden auf der Fernbedienung signalisieren den Zustand durch rotes, grünes oder gelbes Leuchten oder Blinken. Die gleiche Zwei-Wege-Technik nutzt auch das neue innen- und aussentaugliche Funkbedienteil. Darüber hinaus ermöglicht es auch eine Schaltung mit dem Proximity-Schlüssel – bisher war dies nur an der Zentrale möglich. Ebenfalls neu im Sortiment: die komplett drahtlose Funkaussensirene. Die Sende- und Empfangseinheiten sind hier vollständig integriert. Eine Batterie versorgt die Sirene etwa zwei Jahre lang mit Strom. Zu guter Letzt bereichern einige neue Melder das Sortiment. Darunter der Funk-Wasser-Melder, ein neuer kleintierunempfindlicher PetPIR-Bewegungsmelder sowie Feuer-, Panik-Alarmtaster und ein Panik-Handsender. (rk) ■

TRIGRESS Security AG 6341 Baar Tel. 041 760 86 66 www.trigress-security.ch

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Videoüberwachung ist heute im Privat- und Gewerbebereich mit kleinen Kosten möglich

Videoüberwachung kein Luxus mehr Die Bedeutung von Sicherheitsanlagen hat in öffentlichen Bereichen, in Unternehmen und im privaten Bereich stark zugenommen. Videoüberwachungssysteme helfen ungebetene Gäste fernzuhalten. Die moderne Technik erlaubt auch, die Bilder aufzuzeichnen und per Internet zu verschicken. Sicheres Wohnen, der präventive Schutz oder das Überwachen von Produktionsprozessen sind heute Standard. Ist eine Videoanlage sogar ans Internet gekoppelt, lässt sich das Wohnhaus oder die Produktionsstätte von jedem PC mit Internetanschluss einsehen. Die Verbesserung der Sicherheit, der Einblick in die Abläufe, also die Präsenz vor Ort ohne dort anwesend zu sein, sind einige gewichtige Gründe für den Einsatz der Videoüberwachung. Auch im Zeitalter des Internets arbeiten Videokameras noch häufig mit bewährter CCTV-Analogtechnik. Der Vorteil für den Elektroinstallateur besteht darin, dass er keinerlei TCP/IP-Kenntnisse mitbringen muss, um erfolgreich eine Anlage mit mehreren Videokameras zu installieren. Die traditionelle CCTV-

Analogtechnik ist heute noch preisgünstiger als die IP-Videokameratechnik. Arbeiten die IP-Kameras über das normale LAN im Gebäude, belasten sie den Netzwerkverkehr stark. Bei analoger Technik erhält jede Kamera einen Koaxialkabelanschluss zum Videorecorder – und die Anlage läuft. Erst wenn der Elektroinstallateur den Videorecorder auch via Internet zugänglich machen möchte, muss er mit der Vergabe einer IP-Adresse vertraut sein. Die Geräte zeichnen sich aus durch: • Einfach zu montieren, eignen sich somit auch für den temporären Einsatz • Permanentes Visualisieren des eingestellten Blickfeldes • Durch ständige Überwachung und Sicherung der Bilder steht wichtiges Datenmaterial zur Auswertung bereit, dies

Mit Videokameras lassen sich im Privat- und Gewerbebereich Räume, Vorplätze aber auch Prozesse auf einfachste Weise überwachen.

gilt bei Diebstählen oder Arbeitsprozessen und anderem. • Bei Anschluss des Videorecorders ans Internet sind Live-Bildübertragungen von jedem PC mit Internetanschluss möglich Einsatz von Videoüberwachungen Der Markt für Videoüberwachungstechnik ist ein Wachstumsmarkt. Traditionell werden mit einer Videoüberwachung Vorplätze, Türeingänge, Foyers, Lager und andere Räume abgesichert. Alleine schon die Anwesenheit einer echten Videokamera – Dummies werden von Einbrechern sofort als solche erkannt – verhilft dazu, dass Einbrecher das Gebäude oder kritische Räume umgehen und damit ist das Ziel erreicht. Eine Kamera im Privatbereich kann dazu verhelfen, dass sich ein Einbrecher vom Haus fernhält, damit erspart man sich defekte Fenster und Türen. Die Statistik zeigt klar auf: Die meisten Einbrecher sind Gelegenheitsdiebe, die sich einen unkritischen Einbruch wünschen, um wieder schnell an etwas Geld zu kommen. Fazit Die traditionelle CCTV-Analogtechnik bedingt eine ganz einfache Installation, die vom Elektroinstallateur keine IPKenntnisse verlangt. Ist der Videorecorder mit dem Internet verbunden, lassen sich die Videobilder von jedem PC mit Internetanschluss einsehen. Und zuletzt die besonders gute Nachricht, Videokameras sind verblüffend günstig geworden und somit kaum noch ein Argument wegen zu hoher Kosten (rk) ■ nicht eingesetzt zu werden.

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Automation & Robotik

Automatisierungstechnik: Vertrauen ist gut, Kontrolle verlangt der Gesetzgeber

Sicherheitsanforderungen an Anlagen Anlagen und Maschinen können bei gefährlichen Ausfällen und Fehlfunktionen zu Risiken für Personen, Umwelt und Sachwerten führen. Gemäss der IEC 61511 und IEC 61508 werden Anlagen und risikoreduzierende Massnahmen in jeweils vier Sicherheitsstufen unterteilt: von SIL 1 für ein geringes Risiko bis SIL 4 für ein sehr hohes Risiko. Je höher das Risiko, desto zuverlässiger müssen die Massnahmen zur Risikoreduzierung durchgeführt werden und um so zuverlässiger müssen die in der jeweiligen Automatisierungskette eingesetzten Komponenten sein.

Jörg Heilmann Technik einzusetzen bedeutet immer auch ein gewisses Sicherheitsrisiko. Ausfälle und Fehlfunktionen von Maschinen und Anlagen können zu Risiken für Personen, Umwelt oder Sachwerte führen. Sicherheitsrichtlinien, die bereits bei der Konzeption entsprechender Einrichtungen beachtet werden, sollen diese Risiken minimieren. Doch was das konkret für die automatisierungstechnische Praxis bedeutet, ist nicht immer leicht nachzuvollziehen. Zuerst einmal gilt es zu klären, was eigentlich unter dem Begriff Sicherheit zu verstehen ist. Der angelsächsische Sprachgebrauch beispielsweise differenziert zwischen «Safety» und «Security». Letzteres meint Schutz vor zielgerichteten und böswilligen Angriffen von innen und aussen, während unter «Safety» z. B. Systemausfälle, Leitungsausfälle, Verschleiss, Bedienungsfehler, kurz gesagt: «Technisches und menschliches Versagen» einzuordnen sind. Der deutsche Begriff «Sicherheit» bietet diese Differenzierung nicht, sondern 1 Schön, wenn man sich so sicher sein kann wie auf einem Kettenkarussell. Damit dies auch für öffentliche Räume und besonders gefährdete Arbeitsplätze zutrifft, sind immer neue Gesetze zu beachten. 2 Die zutreffenden Normen unterteilen Anlagen und risikoreduzierende Massnahmen in jeweils vier Sicherheitsstufen: von SIL 1 für ein geringes Risiko bis 4 für ein sehr hohes Risiko. 3 Wie wahrscheinlich darf ein Systemausfall sein, um das vertretbare Risiko einzuhalten? Der Risikograf nach IEC 61508 ordnet den einzelnen Stufen eine prozentuale, zulässige Wahrscheinlichkeit zu.

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Automation & Robotik 5

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4 Die Gefahr lauert von oben. Bühnentechnik ist anspruchsvoller und recht kompliziert geworden, wenn man sie unter sicherheitstechnischen Aspekten betrachtet. Kulissen oder Scheinwerfer müssen schliesslich auch dann bewegt werden, wenn sich Personen auf der Theater- oder Opernbühne befinden. 5 Das schwächste Glied bei der Bühnensteuerung war der Drehgeber, denn im Gegensatz zu Steuerungen waren Drehgeber mit SIL-Zertifizierung bis vor Kurzem nicht verfügbar. Oft wurden beispielsweise einfach zwei Geber verwendet. Der neue Drehgeber mit SIL-3-Zulassung erfüllt die entsprechenden, in der DIN EN 61508 definierten Anforderungen zur «funktionalen Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer, elektronischer, programmierbarer elektronischer Systeme», kurz auch als E/E/EP-Systeme bezeichnet.

man versteht darunter zunächst einmal ganz allgemein einen Zustand, der frei von unvertretbaren Risiken und Gefährdungen ist. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied Sicherheit kann sich folglich auf ganz Unterschiedliches beziehen, auf Individuen ebenso wie auf unbelebte Objekte und Systeme, aber auch auf abstrakte Sachverhalte, z. B. Geldanlagen. Wer die Sicherheit in einem dieser Bereiche erhöhen, also Gefahren und Risiken minimieren oder gar eliminieren will, braucht ein auf eben diesen Bereich abgestimmtes und in sich schlüssiges Sicherheitskonzept. Um z. B. die Sicherheit des Systems «Schaukel» zu erhöhen, bringt es in puncto Sicherheit nichts, nur die Seile besonders stark auszulegen (Bild 1). Wenn die Haken oder das Sitzbrett zu schwach sind, wird es trotzdem zum Unfall kommen. Man muss also das Gesamtsystem sicherer machen, denn jede Kette ist bekanntlich ja nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Ein Sicherheitskonzept ist dann

erfolgreich, wenn die getroffenen Massnahmen dazu führen, dass sowohl erwartete als auch unerwartete Gefährdungen ausgeschlossen bzw. hinreichend unwahrscheinlich werden. Beim Beispiel der Schaukel bedeutet das, alle Komponenten, angefangen vom Gestell über die Haken und Seile bis hin zum Brett, müssen so ausgelegt sein, dass sie dem Gewicht des Schaukelnden standhalten. Der Schaukelnde muss sich ausserdem an die «Bedienungsvorschriften» halten. Beim freihändigen Schaukeln beispielsweise kann die beste Schaukelkonstruktion ihn nicht vor einem Unfall bewahren. Soweit das Beispiel. Die darin angesprochenen Sachverhalte lassen sich auch auf industrielle Bereiche übertragen, wenn die Details dann auch ein wenig komplizierter sind: Das Risikopotenzial im Anlagenund Maschinenbau Das Risikopotenzial im Anlagen- und Maschinenbau wird gemäss der IEC 61511 ermittelt. Werden zur Risikoreduzierung Automatisierungskomponenten eingesetzt, so müssen diese die An-

forderungen der IEC 61508 erfüllen. Beide Normen unterteilen Anlagen und risikoreduzierende Massnahmen in jeweils vier Sicherheitsstufen (Bild 2): von SIL 1 für ein geringes Risiko bis SIL 4 für ein sehr hohes Risiko. Das Kürzel SIL steht für Safety Integrity Level, wobei der SIL-Wert die spezifizierte Sicherheitsfunktion im Fehlerfall beschreibt. Dabei gilt, je höher das Risiko, desto zuverlässiger müssen die Massnahmen zur Risikoreduzierung durchgeführt werden und um so zuverlässiger müssen die eingesetzten Komponenten sein. Zur Risikoabschätzung einer Anlage wird ein SIL-Assessment durchgeführt, das feststellt, welchem Sicherheitsstandard ein Sicherheitskreis zu entsprechen hat. Hierzu wird in der IEC 61508 der Risikograf verwendet (Bild 3). Er berücksichtigt das potenzielle Schadensausmass, die zu erwartende Aufenthaltsdauer von Personen im Gefahrenbereich und die Möglichkeiten zur Gefahrenabwendung. Bühnentechnik (Bild 4) ist demzufolge recht kompliziert, wenn man sie unter sicherheitstechnischen Aspekten be-

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6 Der Drehgeber mit SIL-3-Zulassung kann als zertifiziertes Gerät ohne weitere Prüfungen in Anlagen eingesetzt werden, die nach SIL 3 konzipiert werden. Die Sicherheitskette bei den einzelnen Einheiten der Bühnensteuerung ist damit geschlossen. 7 Drehgeber angebaut am Motor: Der neue Multiturn-Absolutwertgeber G1S2B mit zwei redundanten Schnittstellen wird zum universellen Problemlöser werden. Dank der grossen Hohlwelle lässt er sich auch mechanisch einfach und sicher integrieren. 8 Weitere Einsatzgebiete für sicherheitsgerechte Automatisierungstechnik finden sich in vielen Branchen, insbesondere dann wenn Menschen sich unter schwebenden Teilen aufhalten könnten. 9 Bühnensteuerung: In nationalen und international bekannten Spielstätten sind mittlerweile moderne, modular aufgebaute Bühnenleitsysteme, Sicherheits- und Positionierungssteuerungen im Einsatz.

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Automation & Robotik

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trachtet. Kulissen oder Scheinwerfer müssen schliesslich auch dann bewegt werden, wenn sich Personen in unmittelbarer Nähe befinden. Ähnliches gilt z. B. auch für Elektrohängebahnen in der Industrie. Die Produktionsprozesse machen es hier häufig erforderlich, dass auch während des Transports Personen Zugang zu Maschinen oder Anlagenteilen haben. Man kann also den Bereich, in dem gefährliche Bewegungen stattfinden, nicht einfach sperren und z. B. mit Sicherheitslichtschranken oder Sicherheitslichtgittern absichern. In Bezug auf den Risikografen bedeutet das, dass sich z. B. Personen hier häufig bis dauernd im Gefahrenbereich aufhalten. Für solche Bereiche sind demzufolge Steuerungssysteme notwendig, die nach SIL 3 zertifiziert sind oder ausschliesslich nach SIL 3 zertifizierte Komponenten enthalten. ProfiSafe beispielsweise ist ein nach IEC 61508 zertifiziertes Profil für ProfiBus und ProfiNet. Mit SIL 3 (Safety Integrity Level) bzw. Kate-

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8 gorie 4 nach EN 954-1 erfüllt ProfiSafe als Kommunikationsmedium die höchsten Sicherheitsanforderungen für die Prozess- und Fertigungsindustrie. Steuerungssysteme in der Bühnentechnik Bei einer Bühnensteuerung müssen nun natürlich alle eingesetzten Komponenten diesen hohen Sicherheitsanforderungen genügen. Bild 5 zeigt alle für den Aufbau einer Bühnensteuerung notwendigen Komponenten. Dazu gehört nicht nur das Kommunikationsmedium, sondern auch die Steuerung selbst, der Umrichter, der Antrieb mit Bremse, der Drehgeber zur Positionserfassung und die Seilwinde, die Kulissen, Schweinwerfer etc. bewegt. Das schwächste Glied dieser «Kette» war bisher der Drehgeber, denn z. B. im Gegensatz zu Steuerungen waren Drehgeber mit entsprechender Zertifizierung bis vor Kurzem nicht verfügbar. Man musste sich also bei der Positionserfassung zur Steuerung von drehenden

Achsen, Aufzügen und Winden anders behelfen. Oft wurden beispielsweise einfach zwei Geber verwendet. Beide Geräte brauchen in diesem Fall nicht zertifiziert zu sein, da sie gemeinsam im eingeschalteten Zustand ein redundantes System bilden. Typische Kombinationsmöglichkeiten sind hier z. B. zwei Absolutwertgeber, ein Absolutwertgeber und ein Inkrementalgeber oder auch eine Kombination aus Drehgeber und Nockenschaltwerk, wobei die Einstellung des Nockenschaltwerks in der Regel allerdings recht kompliziert ist. Die redundanten Signale beider Positionsgeber werden dann auf zwei Rechner oder Steuerungen geführt und miteinander verglichen. SIL-3-zertifizierter Drehgeber ersetzt aufwändige Hilfskonstruktionen Allen drei Kombinationsmöglichkeiten gemeinsam ist der hohe Aufwand für zwei Geräte. Dabei sind nicht nur die


Multiturn-Absolutwertgeber mit SIL-3-Zulassung Der SIL-3-zugelassene Drehgeber ist so aufgebaut, dass sich die magnetische Multiturn- und die optische SingleturnAbtastung gegenseitig überwachen. Das heisst, es gibt zwei voneinander unabhängige Messsysteme im gleichen Gerät (Bild 10). Beide Signale werden auf die zwei getrennten Mikroprozessoren geführt, die unabhängig voneinander zyklisch die gleichen Aufgabenschritte abarbeiten. Die Ausgangssignale der Prozessoren stehen dann – ebenfalls voneinander unabhängig – an zwei SSISchnittstellen zur Verfügung. Optional bietet der Drehgeber zwei zusätzliche, um 90° versetzte Inkrementalspuren. In Anwendungen, die nicht nur eine präzise Positionierung, sondern auch eine Geschwindigkeitserfassung benötigen, kann man dann einen zusätzlichen Inkrementalgeber einsparen (Bild 11). Der SIL-

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10 Redundanz in einem Gerät: Multiturn- und Singleturn-Abtastung überwachen sich gegenseitig. 11 Drehgeber: Von allen Seiten betrachtet auf Sicherheit und Zuverlässigkeit geprüft: die neuen Absolut-Drehgeber mit der SIL-3-Zulassung.

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3-Drehgeber arbeitet mit einer Auflösung von 25 Bit, 13 Bit im SingleturnBereich (8192 Schritte pro Umdrehung) und 12 Bit im Multiturn-Bereich (4096 Umdrehungen). Dank der hochintegrierten Elektronik baut er sehr kompakt. Er ist bei einem Durchmesser von 90 mm lediglich 55 mm hoch, benötigt also nur relativ wenig Einbauplatz. Er ist für die Hohlwellenmontage ausgelegt und lässt sich auf die im Bühnenbau weitverbreiteten 20-mm-Wellen einfach aufstecken. Bei Bedarf sind auch andere Hohlwellendurchmesser realisierbar.

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Automation & Robotik

Anschaffungskosten massgeblich, sondern auch der Montageaufwand. Teilweise werden deshalb heute auch Absolutwertgeber mit zusätzlichen Inkrementalspuren verwendet. Man hat dann zwar nur ein Gerät, aber leider keine echte Redundanz, denn es kann nicht erkannt werden, wenn der Geber gleich nach dem Einschalten einen falschen Wert liefert. Nach dem Einschalten steht nur der absolute Positionswert zur Verfügung. Die Inkrementalwerte lassen sich nur während des Fahrbetriebs generieren. Die technischen Überwachungsvereine (TÜV) sind deshalb mit diesem Lösungsansatz eher unzufrieden. Sie fordern schon lange praktikablere Lösungen, die bereits beim Einschalten zwei Absolutwerte liefern. Der neue Multiturn-Absolutwertgeber G1S2B (Bild 6) mit zwei redundanten Schnittstellen könnte hier zum universellen Problemlöser werden. Der Drehgeber mit SIL-3-Zulassung kann als zertifiziertes Gerät ohne weitere Prüfungen in Anlagen (Bild 7) eingesetzt werden, die nach SIL 3 konzipiert werden. Er erfüllt die entsprechenden in der DIN EN 61508 definierten Anforderungen zur «funktionalen Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer, elektronischer, programmierbarer elektronischer Systeme», kurz auch als E/E/EP-Systeme bezeichnet. Die Sicherheitskette bei der Bühnensteuerung ist damit geschlossen. Natürlich lassen sich diese Vorzüge auch in anderen Applikationen nutzen, die für die Positionserfassung SIL-3-zertifizierte Komponenten erforderlich machen, z. B. bei Elektrohängebahnen, Kranen oder ähnlichen Applikationen (Bild 8 und Bild 9). ■ Dipl.-Ing. (FH) Jörg Heilmann IVO GmbH & Co. KG D-78022 Villingen-Schwenningen www.ivo.de


Grundlagen & Umwelt

Positivprojekt von Greenpeace

Zehn Jahre JugendSolarProjekt Über 160 installierte Solaranlagen konnten dank mehr als 10 000 freiwilligen Jugendlichen gebaut werden: Das JugendSolarProjekt feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Doch zufrieden sind die Verantwortlichen damit noch nicht. Bruno Ochsner «Wir fangen an: Let’s go solar!» Mit diesem Motto begann im Jahr 1998 das JugendSolarProjekt (JSP) in der Schweiz auf Dächern von Schulen, Jugendheimen und Jugendherbergen Solaranlagen zu installieren. Mit dem JSP sollte der Solarenergie in der Schweiz zum Durchbruch verholfen werden. Heute, nach zehn Jahren Einsatz, kann

Fazit gezogen werden: Das Ziel von ursprünglich 100 Anlagen ist um 60 Installationen übertroffen worden. Der Erfolg ist beachtlich, doch Photovoltaik als alternative Energie hat sich in der Schweiz noch immer nicht durchsetzen können. Die Probleme liegen gemäss Retze Koen, Projektleiter JugendSolarProjekt, vor allem in der Schweizer Politik, die die Solarenergie zu wenig fördert. JSP bleibt mit

den Jugendlichen auch in Zukunft dran, damit ein Ruck durch die Regierung in Bern gehen möge und die Schweiz umweltfreundlicher werde. Denn sie droht den Anschluss an die Zukunft zu verpassen: Während u. a. Holland, Deutschland und Japan grosse Anstrengungen unternehmen, um umfassende Solar-Förderprogramme auf die Beine zu stellen, geschieht in der Schweiz viel zu wenig. Das erste Projekt Im März 1998 wurde eine Photovoltaikanlage im bernischen Maiezyt mit Hilfe der zwanzig Bewohnerinnen und Bewohner des Kinder- und Jugendheimes auf dessen Dach montiert. In den zehn Jahren seit damals ist viel passiert. So wurde beispielsweise die fünfzigste Solar-

Die 19 Jugendlichen sind zwischen 17 und 24 Jahre alt und übernachten während der Woche in Zelten auf dem Bauernhof des Ehepaars Küng.


Grundlagen & Umwelt 2

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3 1 Teamwork auf dem Dach: Jedes Voltaik-Panel wiegt 16 kg. 2 Kate und Leah machen es vor: Kochen mit Sonne und Parabolspiegel. 3 Mit Eifer am Werk: Löten eines Solar-Kollektors. 4 Projektleiter des JugendSolarProjekts, Retze Koen, erläutert das Projekt. Am Podiumstisch, v.l.n.r.: Frau Nationalrätin Doris Stump, Herren David Stickelberger, Urs Wolfer und Heinz Hänni.

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anlage im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen AR errichtet, wo Jugendliche eine 50 m2 grosse Kollektoranlage auf dem Dach der Turnhalle realisierten. Eines ist allen Projekten bis heute gemein: Die Jugendlichen sind motiviert, etwas für die Umwelt zu tun. «Das Positivprojekt von Greenpeace» stellt zukunfts- und vor allem lösungsorientiertes Handeln in den Mittelpunkt. Mit dem Leitsatz «Taten statt Worte» werden gemeinsam mit Jugendlichen aus der ganzen Schweiz Solaranlagen gebaut und dabei als Teil der Umweltbildung auch Fähigkeiten wie Sozialkompetenz, Reflektionsvermögen und Mündigkeit gefördert. Dies erlaubt auch, vermehrt Veränderungen anzugehen. «Denn die Möglichkeiten der Solarenergie sind noch lange nicht ausgeschöpft, wir stehen erst am Anfang», ist sich Retze Koen sicher, «das Thema sei zwar vielen Schweizern bekannt, allerdings lassen sich diese nur schwer mobilisieren.»

sierten einen Einblick in das aktuelle Tun zu gewähren. So führte Greenpeace im August 2008 zum InternationalSolarCamp auch das «Skillshare» der internationalen SolarGeneration auf dem Bauernhof Elischwand, ein Monat später, bei Ruswil durch. Dabei standen das Kennenlernen von und das praktische Arbeiten an verschiedenen Solartechniken sowie der Austausch unter den Jugendlichen im Vordergrund. Die 19 Teilnehmer aus Thailand, Polen, Deutschland, Frankreich und der Schweiz lötet eine Solar-Kollektorenanlage zusammen, kochten mit Solarenergie und installierten während einer Woche eine Photovoltaikanlage von nahezu 600 m2, welche für 100 KW konzipiert ist. Sie wurden dabei von Fachleuten unterstützt und für die Zellenmontage auf dem Scheunendach angeleitet. Die Photovoltaikanlage versorgt in der Zwischenzeit den Bauernhof, der Löwenanteil jedoch wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist.

Das Jahr zehn – ein toller Meilenstein!

Nächste Ziele

Ein guter Grund, stolz und selbstbewusst auf das Erreichte zu schauen und Interes-

Das JugendSolarProjekt führt jeden Sommer solche Camps durch. Pro Jahr möchte

das JSP 10 bis 15 Solaranlagen erstellen. Durch den praktischen Ansatz und viele Workshops wird nebst Aufklärungsarbeit aktiv auch für den Klimaschutz gekämpft. Damit sind zwei Dinge gleichzeitig gewonnen: Unterstützung von Jugendlichen und ein Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig baut das JSP eine Kerngruppe von aktiven, interessierten jungen Leuten auf, die an Solarenergieprojekten mitdenken, planen und organisieren. Sie bestimmen die Strategie des JSP aktiv mit. Das JugendSolarProjekt weiss mit Greenpeace eine erfahrene und dem Umweltschutz verpflichtete Organisation hinter sich. Leider wird heute «Umwelt» meist mit Zerstörung, Katastrophe, Angst, und Verzicht verbunden und «Öko» hat für viele einen negativen Beigeschmack bekommen. Hier hat das JSP mit der Solarenergie ein zukunftsgerichtetes Thema lanciert, denn sie ist ein wichtiger Teil für die Lösung unserer Energieprobleme. Das JugendSolarProjekt will helfen, dass das Solarpotenzial endlich erkannt wird, und so der Technologie nachhaltig zum Durchbruch verhel fen.

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Grundlagen & Umwelt

5 5 Photovoltaikanlage auf dem Stalldach, mustergültig intergriert.

Gewichtige Aussagen Was ein richtiges Jubiläum ist, informiert über Ansichten und Absichten an einer Medienkonferenz, so auch das JSP. Diese wurde von Marc Maurer und Retze Koen geleitet und kompetente Vertreter beleuchteten das Projekt aus ihrer Sichtweise. «Landwirtschaftsbetriebe bieten mit ihren grossen, meist ungenutzten Dachflächen sowie einer für die Solartechnik idealen Dachneigung ausgezeichnete Voraussetzungen für die Nutzung von

Solartechnik», ist Heinz Hänni vom Schweizerischern Bauernverband überzeugt, denn «wenn die vorhandenen und geeigneten Dachflächen in der Landwirtschaft konsequenter genutzt würden, könnten rund 300 000 Schweizer Haushalte mit Solarstrom aus der Landwirtschaft beliefert werden.» Urs Wolfer vom Bundesamt für Energie sieht «die aktuell stärkste Fördermassnahme für Solarwärme im hohen Ölpreis. Die Unsicherheit über die Preisentwicklung lässt die Bevölkerung etwas weitsich-

tiger denken und handeln. Die Nutzung der Solarenergie im Gebäudebereich wird heute zu wenig wahrgenommen. Da noch teuer, fällt sie häufig dem Kreidestift zum Opfer. Sie nimmt allerdings dank neuen Gebäudestandards stark an Bedeutung zu, da diese ohne Solarenergienutzung kaum erreichbar sind. Die Beteiligung von Jugendlichen hinterlässt informierte, motivierte zukünftige Generationen von Bauherrschaften.» Der Geschäftsführer Swissolar argumentiert: «Die ewigen Negativbotschaf-

Hof Elischwand Um Sonnenenergie zu nutzen, werden die Möglichkeiten immer besser und günstiger – nicht zuletzt deswegen, weil viele Länder den Vorrang erneuerbarer Energien erkannt und ambitionierte Förderprogramme lanciert haben. In Deutschland wächst die Sonnenenergienutzung rapide, seit es eine gesetzlich festgelegte Förderung gibt. Es verpflichtet die Netzbetreiber, Strom aus z. B. Photovoltaikanlagen abzunehmen und zu einem festgelegten Preis zu vergüten. Nach jahrelangem Stillstand hat die Schweiz nachgezogen, wenn auch halbherzig, was finanzielle Mittel betrifft. Es braucht Geduld und noch viel mehr Glück, um bei über 4000 Projekteingaben an Unterstützungsgelder zu kommen. In der Praxis erweisen sich (noch) oft behördliche Bewilligungen als hohe Hürden, obwohl es in den Bestimmungen

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heisst, dass z. B. «gut konzipierte Anlagen zu bewilligen sind».

chen dürfte, versteht sich leider von selbst.

Vom Landwirt zum Energiewirt? Das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern hatte zügig ein Energiekonzept verabschiedet und im April dieses Jahres sein Förderprogramm für die Installation von Sonnenkollektoren von gebäudegebundenen Anlagen auf u. a. gebäudeunabhängige erweitert. Ebenso wurde in der Dienststelle Umwelt und Energie das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien (KeE) eingerichtet. Im Bereich Landwirtschaft arbeitet das KeE eng mit der Dienststelle Landwirtschaft und Wald sowie den landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentren zusammen. Dass der Weg zum Energiewirt von Kanton zu Kanton etwas abwei-

Projektreife matchentscheidend Selbstverständlich sind Lage, Ausrichtung, Struktur und Erreichbarkeit eines Objektes wichtige Voraussetzungen für ein JugendSolarProjekt. Ausschlaggebend dürfte jedoch das ausgearbeitete, baureife Projekt gewesen sein. Einige Daten dazu: 416 monokristalline SiliziumHochleistungsmodule von Sunpower werden strangweise in Serie geschaltet und zu Klemmenkasten geführt. Der SunMax-Wechselrichter von Sputnik Engineering operiert mit drei identischen Baugruppen. Jede erzeugt aus der DCSpannung eine dreiphasige Wechselspannung von 400 Volt. Diese gelangt zur Trafostation, von wo sie hochtransformiert unterirdisch zum Netzeinpeisepunkt gelangt. Installationsmässig sind die Wechselrichteranlage und der neu not-

wendig gewordene Hauptverteiler in der Remise des Hofes untergebracht. Für den Trafo schmiegt sich ein neues Häuschen aus vorgefertigtem Beton aussen ans Gebäude. Der Mast mit dem Trennschalter für die Einspeisung befindet sich wenige hundert Meter entfernt inmitten von Obstbäumen. Nichts ist mehr zu sehen von Baugerüsten, Verpackungsmaterialien und Lieferantenfahrzeugen. Kein geschäftiges Treiben der Akteure des JugendSolarProjektes und der interessierten Besucher mehr. Ein Projekt mehr ist ans Netz gegangen. Ausser gelegentlichen Traktorgeräuschen liegt nur selbstverständliche Ruhe über den bis zu 272 Jahre alten Gebäuden des Hofes. Und vom Stalldach schimmert bläulich die Energiemoderne.


ten zu den apokalyptischen Folgen des Klimawandels und der globale Handlungsbedarf treiben die Menschen eher in die Untätigkeit und Resignation. Das JugendSolarProjekt geht als positives Beispiel dagegen an und steht mit jungen Menschen für eine zukunftsfähige Energieversorgung. Es braucht in den nächsten paar Jahren einen politischen Anstoss, weil Solarenergie mit den Dumpingpreisen der nicht erneuerbaren Energien noch nicht mithalten kann», so David Stickelberger. Das Amt für Erneuerbare Energien (AEE) wurde von dessen Präsidentin, Frau Nationalrätin Doris Stump, vertreten. Ihren Standpunkt erläuterte sie in einer engagierten Rede. «Die Politik hat es bisher verpasst, die Nutzung dieser sauberen Energiequelle so zu fördern, dass die Abhängigkeit von ausländischem Öl und Uran möglichst schnell überwunden wird. Wir brauchen ein Umdenken, das mit Projekten wie dem JugendSolarProjekt auf wunderbare Art unterstützt wird: Jugendliche setzen ein Projekt um, zeigen an konkreten Beispielen, was möglich ist, und sie werden dieses Wissen weitertragen, zu ihren Freundinnen und Freunden, in ihre Jugendgruppe oder in eine zukünftige politische Arbeit.» Wichtig war ihr auch, dass «die Politik den Druck der Bevölkerung braucht, damit sie endlich genügend Fördermittel für die Nutzung der erneuerbaren Energien, insbesondere auch der Sonnenenergie zur Verfügung stellt.» «Wir wollen Jugendlichen im Alter von 14 bis 25 Jahre eine Plattform und Chance bieten, etwas für Solarenergie zu tun», fasst der Projektleiter Retze Koen zusammen. «Die Schweizer Bevölkerung soll merken, dass Solarenergie und JugendSolarProjekte funktionieren. Damit baut die zukünftige Generation von Entscheidungsträ■ gern für die Zukunft!»

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Elektroplanung & Beratung

Rieter setzt auf integratives Engineering

Engineering total global Rieter Textile Systems nutzt EPLAN Electric P8 für die Elektrokonstruktion an den fünf Konstruktionsstandorten. Zu den Besonderheiten des CAE-Systems bei dem weltweit aktiven Textilmaschinenbauer gehört eine intelligente Sprachverwaltung für 15 Sprachen und ein Drive Solution Catalogue für die vereinfachte Variantenkonstruktion. Christian Schär Mit mehr als 5000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,5 Mrd. Schweizer Franken gehört der Geschäftsbereich «Textile Systems» der Rieter AG zu den führenden Unternehmen im Textilmaschinenbau. Die Maschinen verarbeiten Natur- und Synthetikfasern sowie deren Mischungen zu Garnen. Dabei bietet Rieter das Alleinstellungsmerkmal, dass man der Textilindustrie komplette Verarbeitungslinien von der Baumwolle bis zum Faden zur

Verfügung stellt. In diesen Linien sind u. a. die Verarbeitungsschritte Reinigen, Parallelisieren (Kardieren), Strecken, Kämmen und Ring- oder Rotorspinnen integriert. Ein jüngeres und wachstumsstarkes Geschäftsfeld ist die Vliesherstellung, für die Rieter ebenfalls Gesamtlösungen bietet. Mit 21 Fertigungsstätten in elf Nationen ist die Unternehmensgruppe weltweit vertreten, und es überrascht nicht, dass der Grossteil des Umsatzes – rund 70% – in den asiatischen Märkten erzielt wird.

Weltrekorde im Textilmaschinenbau Dabei ist Rieter Textile Systems stark technologiegetrieben. Auf der vergangenen ITMA, der wichtigsten Messe der Branche, stellten Rieter-Maschinen gleich vier Weltrekorde auf – zum Beispiel mit der längsten Rotorspinnmaschine mit 500 Spinnpositionen und bis zu vier unabhängigen Robotern. Dementsprechend kommt der Konstruktion grosse Bedeutung zu. Heterogene CAD-Landschaft Bedingt durch Zukäufe in den vergangenen Jahren mussten die Konstrukteure an den verschiedenen Standorten ursprünglich mit unterschiedlichen Konstruktionstools arbeiten. Auf der operativen Ebene arbeitet man aber eng zusammen, wie ein Beispiel zeigt: Die Streckmaschine RSB-D 40, die das Garn vor dem Verspinnen zu Fasern streckt und damit eine wichti-

1 Rieter-Gesamtanlagen bieten mehr als nur Spinnereimaschinen von der Faser bis zum Garn. Eine perfekte Abstimmung der Maschinen über den gesamten Prozess sichert die wirtschaftliche Herstellung der geforderten Garnqualität.

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3 2 Typischer Elektroschaltplan einer Energiezufuhr in EPLAN Electric P8. 3 Mit der EPLAN-Plattform arbeiten die Elektro- und die Fluidkonstruktion auf einheitlicher Datenbasis zusammen – hier ein Pneumatikschaltplan einer Rieter-Anlage.

ge Voraussetzung für die Qualität schafft, wurde in kurzer Zeit mehr als 25 000-mal gebaut und in mehr als 100 Ländern montiert. Sie wurde in Ingolstadt entwickelt, Produktion und Endmontage erfolgen neben Ingol-

als

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stadt aber auch in Tschechien und China. Die Teams in den drei Ländern kooperieren standortübergreifend und können dabei mit EPLAN Electric P8 auf die gleichen Basisdaten zugreifen.

Kommunikation zwischen ERP und E-CAD per XML Auch für die Kommunikation zwischen SAP R/3 als ERP-System und EPLAN hat Rieter eine Lösung geschaffen, die den Beteiligten die Arbeit erleichtert. Beide Systeme tauschen Daten im XML-Format aus. Das sorgt für hohe Transparenz. Zum Beispiel können der Einkauf oder der Vertrieb im SAP-System die EPLAN-Dokumentation einzelner Anlagen öffnen. Dabei ist SAP zwar das führende System, die EPLAN-spezifischen Daten werden jedoch in EPLAN gepflegt. Dass es hier um grosse Datenvolumina geht, zeigt schon die Tatsache, dass in den EPLAN-Dateien rund 7000 Artikel hinterlegt sind. Auch das M-CADSystem Unigraphics NX ist über die gleiche Schnittstelle an SAP angebun den.

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Elektroplanung & Beratung

Benchmark: Suche nach einheitlichem CAE-System Somit ist «Collaborative Engineering» gefragt. Da war es folgerichtig, eine Vereinheitlichung der Werkzeuge anzustreben. Christian Häringer, in der RieterZentrale in Winterthur für die Vereinheitlichung der E-CAD-Systeme verantwortlich: «Wenn man eng kooperieren und auch Bauteile standardisieren will, ist die Voraussetzung, dass man die gleichen Tools nutzt.» Daher beschloss man im Jahr 2005 ein Benchmarking, um das optimale CAE-System zu finden. Im direkten Vergleich der Systeme setzte sich EPLAN Electric P8 durch, das 2006 gerade auf den Markt gekommen war und direkt an allen Konstruktionsstandorten eingeführt wurde. Ein weiter Vorteil, der für den Einsatz des neuen EPLAN sprach, ist die weltweite Verfügbarkeit und die Möglichkeit, viele Sprachen zu nutzen. Die Rieter-Elektrokonstrukteure erstellen ihre Konstruktionen in fünf Sprachen (Deutsch, Tschechisch, Französisch und Chinesisch jeweils in Kombination mit Englisch), und die Dokumentationen können den internationalen Kunden sogar in fünfzehn Sprachen zur Verfügung gestellt werden.


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Elektro-Engineering EPLAN Electric P8 demonstriert Technologievorsprung. Mit freier Wahl von Grafikoder Objektorientierung, Variantentechnik und ReverseEngineering bringt die Software Ihre globalen Projekte auf Erfolgsspur – durchgängig.

Die Schnittstellen, die diese Kommunikation ermöglichen, haben die IT-Spezialisten von Rieter selbst an die Bedürfnisse ihrer Kollegen angepasst. Denn man hält es für wichtig, das Know-how auch für die IT-Abläufe im eigenen Hause zu halten, statt diese Aufgaben zu delegieren. Und man möchte weitestgehend auf Zusatzmodule wie z. B. separate Schnittstellen-Tools verzichten, die wieder Aufwand für Pflege und Updates nach sich ziehen. Mechatronik: alles im gleichen «Look and feel» Ein zentrales Thema wird die Mechatronik: Die extrem leistungsfähigen und schnelllaufenden Textilmaschinen – die Rotorspinnmaschinen arbeiten mit kaum glaublichen 160 000 Umdrehungen pro Minute – werden zunehmend aus Baugruppen konstruiert, in denen Mechanik und Elektronik zu Funktionseinheiten zusammengefasst sind. Daher strebt Rieter im ersten Schritt ein identisches «Look and feel» an. Erreicht wird dies durch eine DSC-Schnittstelle (Drive Solution Catalogue), die auch die Variantenkonstruktion erheblich erleichtert: Einzelne Maschinentypen sind mit bis zu 500 Optionen lieferbar. Migration erfordert Training Die gut integrierte Infrastruktur erforderte eine exakte Migration. Step by Step erfolgte die Schulung der Mitarbeiter an den einzelnen Konstruktionsstandorten. Das ist keine kleine Aufgabe, denn immerhin werden im Endausbau 40 Lizenzen, an denen 60 Mitarbeiter arbeiten, weltweit aktiv sein. Ziel: unterbrechungsfreie Konstruktion Dabei setzt Rieter eine selbst entwickelte Lösung zum Aufschalten von Updates und Änderungs-Patches ein. Das Tool zeichnet sich dadurch aus, dass es während der Tests durch die PowerUser immer eine Rückfallebene gibt: Wenn ein Fehler auftreten sollte, kann die zentrale IT in Winterthur ohne Datenverluste wieder zur alten Version zurückkehren, ohne dass die Arbeit der Konstrukteure beeinträchtigt wird. Erst wenn die Power-User das System freigeben, wird es allen berechtigen Arbeitsplätzen aufgeschaltet. So ist man immer auf der sicheren Seite und kann unterbrechungsfrei arbeiten: ein wichtiges Ziel für ein Unternehmen, das so technologiegetrieben arbeitet wie Rie■ ter Textile Systems. Weitere Infos: www.infographics.ch

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Elektroplanung & Beratung

Elektroplanung entscheidet über intelligentes Wohnen

Schöner wohnen – aber nicht nur An sich war die Idee eigentlich längst überfällig: Und doch hat es einige Zeit gedauert, bis in-house.ch Realität wurde. «Unser Inhouse ist ein Erlebnispark für intelligentes Wohnen», meint Mitinhaber Dieter Hohl. «Eine ganzjährig betriebene Plattform für intelligentes Wohnen und intelligentes Bauen.» Doch was heisst schon «intelligent»? Ludwig F. Drapalik Viele Bauherrn und moderne Menschen nehmen für sich selbstredend in Anspruch, dass ihr Tun ‹intelligent› sei. Das ist sicher vielfach richtig, was aber hier das Entscheidende ist, ist das Zusammenwirken der einzelnen Teilbereiche. Also zum Beispiel Elektriker, Sanitärunternehmer und die Daten- und Signalversorgungsfirma reden miteinander. Und das schon möglichst schon vor dem Bauen, also bereits im Planungsstadium. Die ganzjährig betriebene Ausstellung für intelligentes Wohnen und intelligentes Bauen ist auf einer Fläche von 1400 m2 in einem ehemaligen Industriegebäude in Wangen an der Aare. Zusammen mit rund 30 beteiligten Firmen wird modernste Technik und nachhaltiges Planen und Bauen gezeigt. Die beteiligten Firmen von A wie ABB bis W wie Wisi repräsentieren einen umfassenden Querschnitt von wichtigen Firmen auf dem Gebiet des Bauens und der Technik. Ziel dieser Zusammenarbeit soll es sein, den Erfahrungsaustausch zwischen den Beteiligten zu fördern und den interessierten Kreisen Lösungen aufzeigen zu können. Der Erlebnispark umfasst drei Teilbereiche: Wohnzone, Auditorium und Eventzone. Er dient Architekten, Planern und Bauherrn, um moderne Lösungen und Gebiete kennenzulernen und zu studieren. Elektroplanung immer wichtiger Die Planung eines Projekts wird immer wichtiger werden. Denn es gilt nicht

nur, einige Steckdosen und Lampenstellen einzuplanen, sondern es sind im Multimedia-Zeitalter auch multifunktionale Steckdosen für Telefon, Radio, Fernsehen, Unterhaltungselektronik, Haussteuerung und Internet gefragt. Und zwar nicht nur in einem oder zwei Räumen, sondern im ganzen Bau. «Es wird immer wichtiger, schon bei der Planung einer Baute alle Möglichkeiten, Wünsche und zukünftige Entwicklungen vorzusehen und einzuplanen», ist Christian Dambach überzeugt. Er ist Marketing-Direktor der Arocom AG,

die im Inhouse-Erlebnispark die Leitsysteme geplant und ausgeführt hat. «Rund 10 km Kabel wurden schon in der ersten Bauphase verlegt. Aber selbstverständlich so flexibel, dass sowohl Netzwerke als auch die neuen Raumbedürfnisse flexibel angepasst werden können.» Und das bei Weitem nicht nur in einem Zimmer, sondern auch an Orten, an die man gar nicht auf Anhieb denken mag. Zum Beispiel in der Küche und im Badezimmer. In der modernen Küche lässt sich das Fernsehbild gleich elegant in die Küchenkombination integrieren. So kann man Kochrezepte auch via Bildschirm abrufen oder während eines eher langweiligen Schmorvorganges noch schnell die Wiederholung der gestrigen Soap betrachten. Neben dem Fernsehen kann auch gleich noch die Bedienzentrale für die Haustür-Über-

1 AV-Projektor mit versenkbarem Deckenbeamer und Leinwand vermitteln Heimkino-Atmosphäre vom Feinsten.

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Elektroplanung & Beratung

3 2 Dieser Wasserstrahl ändert seine Farbe, dank den LED, je nach Wassertemperatur. 3 Intelligentes Wohnen braucht intelligente Planung, Einblick in eine werkeübergreifende Koordinationssitzung.

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wachung, Storensteuerung und Kinderzimmer-Überwachung mit eingebaut werden. Der Möglichkeiten gibt es heute schon genügend. Und es ist wichtig, dass für allfällige Zukunftsausbauten genügend Reserve wie Rohre, Kabelkanäle und Abzweigstellen eingeplant werden. Nur so lassen sich solche Systeme zukunftsweisend gestalten. Denn nachträglich irgendwelche Leitungen kreuz und quer durch das Haus zu verlegen, ist nicht nur teuer, sondern vielfach auch fast unmöglich. Drei Schaltschränke beherbergen das Herz der installierten Automations- und Elektroinstallationen. Dabei ist natürlich nicht die Meinung, dass alle Systeme bei jedem Projekt verbaut werden müssen. Vielmehr werden hier drei unterschiedliche Kabel-, Installations- und Steuerungssysteme gezeigt. So lassen sich die verschiedenen Features für die gefragte Projektlösung optimal finden. Fachleute der Planungs- und Installationsfirmen können dem Bauherrn und Bauträger die besten Lösungen konkret vorschlagen. Der Kunde kann sich so optimal ein Bild machen von der Technik, die sein Leben nicht nur beeinflussen, sondern auch vereinfachen wird. Ein Heimkinogefühl erster Klasse etwa repräsentieren ein versenkbarer Deckenbeamer und eine Leinwand, die ebenfalls von der Decke herunter-

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kommt. So lässt sich Fernsehen im Breitbildformat und Surround-Sound heute schon gut realisieren. Und das ohne Kabel, die wild im Wohnzimmer herumhängen. Die Kabel und Lautsprecher sind optimal platziert und in entsprechenden Plätzen und Kanälen untergebracht. Moderne Elektroplanung positioniert die Dimmer der einzelnen Lampen nicht mehr an der Lampenstelle oder beim Schalter, sondern zentral, zum Beispiel im Keller. Dadurch werden die Stromleitungen im ausgeschalteten Zustand wirklich potenzialfrei, empfindliche Menschen, die sensibel auf Elektrosmog reagieren, werden das zu schätzen wissen. Eine solche Ausführung bedingt allerdings, dass man bereits schon am Anfang daran denkt, denn es ergibt sich eine ganz andere Art der Verkabelung. So wird sich oft im Keller eines Hauses ein mehr oder weniger grosser SchaltSchrank befinden, der die Dimmer, Schützen und Relais und Verbindungsstellen der Haustechnik zur Aussenwelt wie allfällige Transformatoren, Anschlüsse und mehr zentral beherbergt. So werden auch nachträgliche Änderungswünsche und Bedürfnisse der Bauherren und Wohnpartner optimal berücksichtigt und können ohne Probleme und Kostenexplosionen auch realisiert werden.

Wasserstrahl leuchtet farbig Wie wichtig ein integriertes Denken der einzelnen Teilbereiche ist, zeigt ein kleines Beispiel. So kann der Wasserstrahl im Wasserbecken der Küche selbst beleuchtet werden. Die Farbe des Lichtes wechselt dabei je nach Wassertemperatur von Blau zu Rot. Durchaus machbar und ein nettes Detail einer modernen Küche. Ohne Stromanschluss und Temperatur-Sensoren an der richtigen Stelle aber nachträglich fast unmöglich zu realisieren. Wichtig ist es, dass die beteiligten Firmen wissen, was es heute am Markt gibt und welche Möglichkeiten in Zukunft noch greifbar werden. «Zusammen mit den Kooperationsfirmen von inhouse.ch werden jeweils Ende Oktober die Themen und Trends erarbeitet, die im Folgejahr umgesetzt und sichtbar gemacht werden», präzisiert Dieter Hohl diesen Punkt. «Und das ist der entscheidende Vorteil unseres Konzeptes», ist Hohl überzeugt. Nur wenn die einzelnen Handwerker und Baufirmen miteinander kommunizieren, können ideale Lösungen gefunden werden. Das kann den Kunden und Interessenten wirklich wertvolle Informationen vermitteln. Heute und vor allem auch morgen. Futuristische Wohnszenarien In der Küche stehen und gleichzeitig Bildschirm, Rollläden, Lüftung, Fernse-


Innovativ und clever perfektioniert. Einfach aufstecken – und das System ist geschützt. Bei SMISSLINE werden die Geräte für die vier Schutzfunktionen Leitungsschutz (neu auch für Gleichstromanwendungen), Fehlerstromschutz, Motorschutz und ÜberspannungsSignalisierung im System

schutz direkt auf das Stecksockelsystem aufgesteckt. Dies vereinfacht die Planung, beschleunigt den Aufbau sowie die Montage von Stromverteilungsanlagen. Komponenten sind sekundenschnell ausgetauscht, was Erweiterungen erleichtert. Die überzeugenden Vorteile der SMISSLINE-Schutzapparate im Stecksockelsystem sind: Integrierte Eingangsverdrahtung im System • Doppelstockklemme für Abgangsleiter • Polleiteranzeige mittels Sichtfenster • Schnelle Verschiebung der Phasenlage • Signalisierung im System. ABB garantiert im Niederspannungsbereich ein vollständiges Sortiment. Sie profitieren von einem kompetenten Support und vom Verkauf über starke Grosshandelspartner.

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2008 r e b o t k , 29. O hauser

h ff Mittwochr im Forum der Schaaffhausen.

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4 Muster-Bildschirm einer umfassenden, intelligenten Steuerung. 5 Grundrissplan von Inhouse. 6 Geballte Ladung Technik zum Erklären: Die Muster-Verteilschränke im in-house.ch. Alles übersichtlich und umfassend dargestellt.

her und Radio regulieren und über den Bildschirm Kochrezepte herunterladen: Die Fantasie kennt kaum Grenzen. Vieles, was heute noch Zukunft ist, wirkt bei inhouse.ch bereits als greifbare und begreifbare Realität. Eine Wirklichkeit, die frappiert und die einen sofort gefangen nimmt und fasziniert. Nicht von der Technik beherrscht fühlt sich der Mensch hier, sondern sinnvolle Technik unterstützt ihn in seinem Tun. Man kann alles ausprobieren und mit seinen eigenen Möglichkeiten und vielleicht auch mit seinem Geldbeutel vergleichen und studieren. Nicht nur theoretisch, sondern auch an praktischen, vielfach wechselnden Beispielen. Anhand von diesen Beispielen lässt sich das heute technisch Machbare darstellen und die mögliche Zukunft aufzeigen. Dabei ist es wichtig, dass ein Bauvorhaben schon heute so ergänzt wird, dass Neues und Sinnvolles nachher in der Zukunft auf einfache Art und Weise integriert werden kann. Also genügend Rohre sinnvoll verlegen, die Planung so gestalten, dass nachhaltiges Wohnen jetzt schon realisiert werden und mit den wachsenden Bedürfnissen ■ ergänzt werden kann.


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Multimedia im Wohnhaus Neue Rangierfeld-Generation

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Das iPhone 3G und seine Mitbewerber VoIP – Aktuelle Trends, Folge 1

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Publireportage

Alle Antworten auf Ihre Multimedia- und Multiroom-Verkabelungsfragen

Multimedia im Wohnhaus zu Ende gedacht Das fortgeschrittene Multimediasystem von R&M stellt ein Heimnetzwerk auf professionellem Niveau zur Verfügung. Hier lässt sich alles anschliessen, was viel Bandbreite benötigt. Dazu gehört auch der KoaxAnschluss für das Fernseh- oder SAT-Signal. Bei dem System von R&M kommt ausser Strom wirklich alles aus einer Dose. Da ist die Koaxialdose für den Kabelfernsehanschluss ebenso dabei wie Satellitenfernsehen, Gigabit Ethernet und natürlich auch Telefon und Fax, einfach alles. Mit dieser Dose bleiben in einem Wohnhaus oder Büro einfach alle Optionen offen – auch für die fernere Zukunft. Multimediasystem Advanced Alle Bilder von den Ferien mal eben ins Internet stellen. Sportevents, Spiele oder Weiterbildungskurse live im Web verfolgen. PC, Plasma-TV und Kabelanschluss per Plug &Play kombinieren... Wer die bunte, digitale Welt zu Hause professionell geniessen will, braucht Multimediadosen mit einem angemessenen High-SpeedNetzwerk dahinter. Multimediasystem Avantgarde Richtige Internetfans kosten jede Chance und jede Bandbreite aus. Je schneller und perfekter die Datenübertragung, desto stärker das Erlebnis – sei es Unterhaltung, Spiel, Auktion oder Onlinedienste. Mit dem DSL-Anschluss kommt sowohl Telefonieren übers Internet als auch IP-TV in Mode – gut, wenn man gleich in jedem Zimmer optimale Breitbandversorgung hat. Grundlage ist hier eine strukturierte Gebäudeverkabelung wie sie in Unternehmen zum Einsatz kommt. Dieses rein auf RJ45-Steckern basierende Datennetz ist multimediafähig und Kabelfernsehübertragung kann über Zusatzgeräte integriert werden.

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1 Lösungen und mehr Informationen: www.rdm.com und www.homewiring.ch

Multimediasystem Economy Ein Hausnetzwerk mit Anschlussmöglichkeiten in jedem Zimmer – der Installateur spricht von strukturierter Heimverkabelung – eröffnet zahllose Möglichkeiten. An die Multimediadosen von R&M lassen sich alle handelsüblichen Geräte und Medien mit den gewohnten Steckern direkt anschliessen: Telefon, Computer, Fernseher und Audiogeräte. Ein Kommunikationsverteiler im Keller oder Flur vernetzt alles und stellt die Verbindung zur Aussenwelt her. Dies ermöglicht jederzeit einen einfachen Wechsel des Anbieters. Fazit Schnelle Internetzugänge, kleine private Computernetzwerke, Telefon in jedem Zimmer und die saubere Verteilung des Fernsehsignals im ganzen Haus – all das ermöglicht bereits das klassische Multimediasystem Economy von R&M. Es ist der vielfach bewährte (rk) ■ Standard fürs Wohnen. Reichle & De-Massari Schweiz AG 8620 Wetzikon Tel. 044 931 97 77 www.homewiring.ch


Telematik & Multimedia

Übersicht und Sicherheit im Rack, Installation ohne Werkzeuge

Neue Rangierfeld-Generation Der Schweizer Verkabelungsspezialist R&M hat eine neue RangierfeldGeneration für Verteiler in Datennetzen und Rechenzentren entwickelt: das Global 2HE 48 Port Panel, das sich ohne Werkzeuge installieren lässt. Mit dem neuen, kompakten Global-Rangierfeld leistet R&M einen innovativen Beitrag zu noch grösserer Sicherheit und Verfügbarkeit von LAN und Rechenzentren.

Sicherheitssystem integriert Trotz Standarddichte ist es R&M gelungen, ein vollständiges Sicherheitssystem zu integrieren (Bild 2). Die in den Rahmen eingelassenen Smartholes geben die Möglichkeit, jede Sicherheitsstufe mit wenigen Handgriffen zu im-

2 2 Sicherheit: Patch Guard, der abschliessbare Aussteckschutz, und die Farbcodierung mit dem Sicherheitssystem von R&M vermeiden Fehler beim Rangieren und schaffen Übersicht.

R &M

Zur 25-Jahr-Feier der deutschen Tochtergesellschaft in Köln gab CEO Martin Reichle persönlich den Startschuss und betonte: «Der beste Schutz vor Irrtümern und Fehlern – und damit vor Netzwerkunterbrechungen – ist eine eindeutige, übersichtliche und unkomplizierte Verkabelungslösung.» Mit bis zu 48 Anschlüssen auf zwei Höheneinheiten bringt das neue Rangierfeld eine Standard-Anschlussdichte mit einem Plus an Sicherheit im 19-Zoll-Gestell (Bild 1). Sicherheit hat dabei nach Überzeugung von R&M zwei Aspekte: einen technischen und einen menschlichen. Der technischen Sicherheit in Verteilern für Datennetze und Rechenzentren sind räumliche Grenzen gesetzt: Wenn man die Zuverlässigkeit der Anschlüsse gewähren und elektromagnetische Einflüsse in Grenzen halten möchte, kann man die Anschlussdichte nicht beliebig erhöhen. Dies geht zusammen mit dem menschlichen Aspekt: Der beste Schutz vor Irrtümern sind Eindeutigkeit und Übersichtlichkeit. Diese Aspekte beeinflussten ganz entscheidend die Produktentwicklung des Global 2HE 48 Port Panel. Das Rangierfeld erweitert das Verkabelungssystem R&Mfreenet. Zwei Einheiten hoch, kann es 16 Anschlussmodulträger mit je drei RJ45-Anschlüssen aufnehmen. Bis zu 48 Anschlüsse – geschirmt oder ungeschirmt – finden so im Rahmen Platz. Das entspricht der in

der Industrie üblichen Portdichte von 24 pro Höheneinheit.

R&M

Raymond Kleger

1 1 Das neue Global 2U 48 Port Panel bringt eine Standard-Anschlussdichte samt dem R&M-Sicherheitssystem auf 19-Zoll-Format.

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Telematik & Multimedia

heitssystem unterstützt fehlerfreies Rangieren und damit maximale Verfügbarkeit des Netzwerks. Zudem ist die Beschriftung von Anfang an integriert. Wie sich Rechenzentren sicher und zugleich kostengünstig planen, verkabeln und betreiben lassen, beschreibt ein aktuelles White Paper von R&M mit dem Titel «Einfluss von Verkabelungssystemen auf die Verfügbarkeit von Rechenzentren». Es liegt zum Download bereit auf www.rdm.com.

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3 A: Modulares Prinzip mit Vierkanalmodulen für Kupfer- oder Glasfaserverkabelung, B: Die Erdung ist mit dem Einschnappen erledigt, C: Die Anschlussmodulhalter des Global 2HE 48 Port Panel für je drei Module sind ideal für Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze regulär mit drei Anschlüssen ausstatten.

plementieren – von der farblichen Kennzeichnung mit Clips über die mechanische Codierung mit Adaptern bis

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hin zum intelligenten Ein- und Aussteckschutz mit Schlossmechanismus und Autorisierung. Das R&M-Sicher-

Installation ohne Werkzeug Auch für die Installation des Global 2HE 48 Port Panel selbst benötigt man kein Werkzeug. Ausgereifte Konstruktionstechnik macht es möglich, dass man die Bauteile mit wenigen Handgriffen zusammenfügen und arretieren kann. Neu ist die integrierte Zugentlastung auf dem Anschlussmodulhalter. Sie macht zusätzliche Kabelträger überflüssig. Der Halter unterstützt Vorkonfektionierung, er ist so konstruiert, dass sich die Anschlussmodule bequem vorab aufschalten lassen. Sie werden vor Ort einfach eingeschnappt. Die Anschlussmodule lassen sich direkt per


Komplettlösung R&Mfreenet Als Komplettlösung für die strukturierte Verkabelung in Datenzentren steht das Verkabelungssystem R&Mfreenet zur Verfügung. Es deckt die Anforderungen von der Main Distribution Area bis zur Storage Area ab. Das anwendungsneutrale Verkabelungssystem basiert auf einem modularen Design. Modularität bedeutet unter anderem, dass sich die horizontale Verkabelung und Rangierfelder flexibel und sukzessive an den Bedarf anpassen lassen. Alle Komponenten sind standardisiert und durchgängig aufeinander abgestimmt. Für den Backbone bis 300 m Länge und für Storage-Bereiche bietet R&Mfreenet das Glasfasersortiment VISION mit OM3-Verkabelung an. Für die horizontale Verkabelung im Bereich der

Switch- und Server-Racks mit Längen bis 100 m eignet sich das STARReal10-Sortiment mit flexibler Class EA-Kupferverkabelung, das seit Markteinführung im Jahr 2000 die Übertragungsanforderungen für 10 Gigabit Ethernet gemäss heutigen Standards erfüllt – insbesondere aufgrund der 360°-Schirmung gegen Fremdübersprechen (Alien NEXT). Bewährte Stecksysteme und beherrschbare Packungsdichten im Rangierfeld unterstützen den Anwender in seiner gewohnten Arbeitsweise – entscheidende Faktoren, um den Ausfall eines Netzwerks zu minimieren. Das Global 3HE Rangier Panel bietet bis zu 60 Steckplätze bzw. 15 Vierkanalmodule auf drei Höheneinheiten und unterstützt gleichzeitig Kupfer sowie Glasfaserverbindungen und kann ebenfalls mit dem R&M-Sicherheitssystem er■ gänzt werden.

Weitere Infos: www.rdm.com

ID AL 2HE GLOBAL RANGIERFELD. Das ideale Format für Unternehmensnetze und Rechenzentren, kombiniert mit aussergewöhnlicher Sicherheit und einzigartigem Administrationskomfort für geringste Netzausfallzeiten.

Pat. pending

Telematik & Multimedia

Eindeutige Zuordnung Drei Anschlüsse auf einem Anschlussmodulhalter sind ideal für Unternehmen, die ihre Arbeitsplätze regulär mit drei Anschlüssen ausstatten, z. B. zwei für Daten und einen für Telefon (Bild 3). Die Zuordnung auf dem Rangierfeld ist damit eindeutig: Jeder Anschlussmodulhalter trägt die Anschlüsse für genau einen Arbeitsplatz, und zwar in immer gleicher Reihenfolge. Sicherheit auf engem Raum ist die Forderung, die Planer und Betreiber von Rechenzentren stellen, nachdem die Server immer kleiner und leistungsfähiger werden. Diese Anwendergruppe wird die Kompaktheit der Global-2U-Lösung bei gleichzeitig vollem Sicherheitsprogramm besonders schät-

zen. Rangierfelder, Stecker und Kabel lassen sich nicht wie Server und Chips immer weiter komprimieren. Eine zu starke Verdichtung reduziert die Netzwerksicherheit. Mit Global 2HE 48 Port Panel hat R&M eine Lösung, die allen Ansprüchen gerecht wird.

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Kabelbinder fixieren. Die automatische Erdkontaktierung sorgt für zuverlässige Schirmung. Optional kann eine seitliche Rangierkabelführung eingesetzt werden. Damit entfallen die horizontalen 19-Zoll-Kabelführungsplatten, die wertvollen Platz im Schrank belegen würden.

Installation und Wartung waren noch nie so schnell, bequem und zuverlässig: Einfache Vorkonfektionierung, automatische Schirmkontaktierung, integrierte Zugentlastung und werkzeugfreie Montage – einschnappen und fertig. Mehr Infos unter www.rdm.com

GET MORE. Sie können das komplette R&M-Sicherheitsprogramm integrieren, von der einfachen Farbcodierung bis zum Ein- und Aussteckschutz mit Autorisierung und Schlossmechanismus.

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Telematik & Multimedia

Netzwerktechnik, VoIP, FTTH etc.

TeleNetfair 2008 in Luzern Die TeleNetfair wird vom 28. bis 30. Oktober 2008 im Messezentrum Luzern mit 50% mehr Ausstellern durchgeführt. Die Fachmesse hat sich zur Infodrehscheibe für Netzwerker, Telematiker, Systemtechniker, Systemadministratoren, Gebäudeleittechniker und Installateure entwickelt. Keine andere Fachmesse in Europa fokussiert sich so klar auf die Netzwerktechnik wie die TeleNetfair in Luzern! Konsequent werden die Aussteller darauf geprüft, ob sie wirklich zu den sechs Hauptbereichen: Telematik, Netzwerke, Gebäudeautomation, System-Integration, Messtechnik oder Verkabelung gehören. Neu bekennt sich nun auch die Industrie und damit Industrial Ethernet zur TeleNetfair. Mit diesem Bereich und der Verstärkung in der Telematik wächst die TeleNetfair in diesem Jahr um über 50%. Seit auch in der Industrie Maschinen und Anlagen über Ethernet vernetzt werden, verschwinden mehr und mehr andere Kommunikationskanäle. Alle zwei Jahre bringt die TeleNetfair die Fachkräfte dieser stark wandelnden Techniken zusammen, um den Informationsaustausch sowie das Know-how unter Spezialisten und Herstellern zu vertiefen. Netzwerke sind in Firmen, Schulen und zunehmend auch im Privatbereich allgegenwärtig. Im Privatbereich wird sogar im Altersheim Wireless-LAN, ADSL, Internet und VoIP zunehmend genutzt.

Hochkarätige Konferenzen Für die TeleNetfair im Oktober kann dank Mithilfe der Sponsoren Huber und Suhner AG sowie Dätwyler Cables, ein hochkarätiges Konferenzprogramm angeboten werden. Anmeldungen für die kostenlosen Konferenzen erfolgen direkt mit der Bestellung des Tickets unter www.telenetfair.ch/ticket/ticket.asp. Am 28.10. wird die GG45 Alliance-Tagung durchgeführt mit dem Hauptthema: «Kat.-7-Stecksystem im Durchbruch», diese Tagung ist natürlich für alle Interessierten offen. Am Mittwoch findet ein asut-Workshop der Gruppe «Communications Infrastructures» zum Thema «Fiber to the Home im Residential» statt. Als Hauptredner wirkt der Präsident des FTTH Council Europe, Herrn Joeri Van Bogart. Am Donnerstag steht der Nachmittag unter dem Thema Gebäudeautomation. Prof. Alexander Klapproth stellt das Projekt der Fachhochschule Luzern, das iHome, vor. In der Messe steht ein Shuttlebus für Führungen in dem neuen iHome der Fachhochschule Luzern bereit. Da sich diese Führungen nur mit je 16 Teilnehmern durchführen lassen, ist eine frühzeitige Anmeldung wichtig. Anmeldung unter: www.telenetfair.ch/ ihomeshuttle.html Daten, Bilder, Ton, Video und Strom All dies wird heute über das Netzwerk verbreitet. Der Datenaustausch findet immer schneller statt und dabei werden die Netzwerke sogar noch sicherer und preisgünstiger. Es zeichnet sich klar ab, ohne eine gute IT-Infrastruktur funktioniert in Zukunft nichts mehr. Die

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Telekommunikation macht vor nichts halt und verschmelzt verschiedene Plattformen wie Audio, Video, Daten, GPS, Telefonie etc. Daraus erklärt sich der Erfolg der TeleNetfair, weil sie der Netzwerktechnik, Telekommunikation und Gebäudeleittechnik eine eigene Plattform bietet. In einer immer hektischeren Zeit und komplexeren Informationsgesellschaft, kommt der Information strategische Bedeutung zu. Erst leistungsfähige Informationsund Kommunikationssysteme machen Unternehmen flexibel und effizient. Der Integration von Sprache, Daten und Bildern kommt deshalb grosse Bedeutung zu. Die TeleNetfair verschafft diesen Themen breiten Raum. Information als strategische Ressource Aufgrund der rasanten Innovationen im technologischen Umfeld für Kommunikationstechnologien wird es immer schwieriger, den Markt für Netzwerksysteme und -Komponenten zu überblicken, relevante Trends zu erfassen und eine optimale, flexible und gleichzeitig zukunftsträchtige Kommunikationslösung zu konzipieren und umzusetzen. Die TeleNetfair bietet einen guten Querschnitt über alle Bereiche. Historisch bedingt existieren innerhalb der meisten Unternehmen zwei Kommunikations-Infrastrukturen. Auf der einen Seite steht die Datenkommunikation, auf der anderen Seite die klassische Telefonanlage mit einer Vielzahl von Nebenstellen. Diese Trennung erweist sich zunehmend als unwirtschaftlich. Voice over IP ermöglicht hier neue, einfachere und kostengünstigere Lösungen. Techniken dazu zeigen verschiedene Aussteller an der TeleNetfair. Bereits im Vorfeld zeigt sich: Wer im Bereich Netzwerke, Telematik und Gebäudeautomation den Puls der Zeit fühlen möchte, besucht die TeleNetfair 08 in (rk) ■ Luzern. www.TeleNetfair.ch


Das iPhone 3G und seine Mitbewerber Für die vielen Käufer hat das Warten endlich ein Ende: Das iPhone 3G ist da und wurde allein während der ersten drei Tage über eine Million Mal verkauft. Der Vorgänger benötigte dazu noch 74 Tage. Hat das Wundergerät auch Schwächen? Und welche interessanten Alternativen bietet die gewiss nicht schlafende Konkurrenz an? Rüdiger Sellin Als vor Jahren die Verkäufe der fast schon sagenumwobenen Apple-Computer stagnierten, dachte sich Apple-CEO Jobs etwas Geniales aus: den iPod, die Antwort auf den angestaubten Walkman von Sony. Das Gerät kam völlig ohne Mechanik aus und trug je nach internem Speicher trotzdem eine ansehnliche Musiksammlung für unterwegs bei sich. Kaum ein Autohersteller kommt um den iPod herum. Fast alle Hersteller bieten als Option entsprechende iPod-Anschlüsse an, welche sogar für Heimanlagen erhältlich sind. Natürlich hat der iPod mittlerweile Nachahmer gefunden, aber sie sind teilweise meilenweit von dessen Möglichkeiten entfernt. Warum das so ist, zeigt die bei Apple konsequent durchgezogene Linie der Integration von Hard- und Software. Die entsprechende Software iTunes erlaubt auf dem Mac oder – als Windows-Version – auch auf dem PC die einfache Verwaltung der heimischen Musiksammlung sowie deren Überspielung auf den iPod. Auch ein Nicht-Mac-Besitzer muss bekennen, dass das Handling von iTunes einfach ist. Mit dem iPhone betrat die Jobs-Company wiederum Neuland. Diesmal ging es darum, neben der Musikbibliothek auch noch ganz gewöhnliche Handy-Funktionen in einem Gerät unterzubringen – denn wer schleppt schon gerne zwei mobile Endgeräte mit sich herum. Lifestyle ist «in», also musste ein Telefon mit iPod- und weiteren Funktionen erfunden werden. Dies war die Geburtsstunde des iPhones der ersten Generation – mit fulminantem Erfolg ge-

rade auch in der Schweiz. Weil Apple das Gerät hierzulande offiziell aber gar nicht verkaufte, wurden rund 40 000 «gehackte» Geräte inoffiziell importiert. Eher ungeschickt war es von Apple, bereits vor dem Launch des ersten iPhones laut über den Nachfolger nachzudenken. Und für die Länder mit offiziellem iPhone-Vertrieb war es noch ungeschickter, dass viele Wochen vor dem Start des iPhones 3G Details dazu an die Öffentlichkeit gelangten, was den Verkauf des immer noch begehrten alten iPhones auf null einbrechen liess. T-Mobile z. B. verramschte es mit Abo für nur einen Euro. Neue oder gut erhaltene iPhones sind daher kaum mehr erhältlich, und so tauchen bereits erste Suchanzeigen unter ricardo und eBay auf. Von den 40 000 «gehackten» iPhones in der Schweiz (gehackt, damit sie überhaupt in unseren Mobilfunknetzen funktionieren) sind schätzungsweise 28 000 bei Swisscom und der Rest primär bei Orange in Betrieb. So verwundert es kaum, dass beide Firmen das neue iPhone 3G seit dem 11. Juli in der Schweiz offiziell vertreiben dürfen. Die Nachfrage ist riesig, und so stellt sich die Frage nach dessen Vor- und Nachteilen im Vergleich zu den Mitbewerbern. iPhone 3G: Neue Features und Anwendungen Das offenbar voll im Trend liegende Gerät kommt im gewohnten sachlichcoolen Apple-Design daher. Eigentümlicherweise entscheidet der gewählte Speicher über die Gehäusewahl: Die Version mit 8 GB Speicher hat eine ausschliesslich schwarze, jene mit 16 GB ei-

ne weisse oder schwarze Rückseite. Die Speicher sind jeweils fest verlötet und nicht erweiterbar, sollten aber für die meisten Fälle ausreichen. Netzverbindungen gelingen über GSM/EDGE (Quadband), UMTS/HSDPA (Triband), WLAN oder Bluetooth, und für die Orientierung unterwegs sorgt ein GPS-Modul. Weitaus wichtiger sind die Neuerungen des iPhone-Betriebssystems 2.0, die das iPhone nicht nur als Spielzeug, sondern auch als ernst zu nehmendes Arbeitswerkzeug prädestinieren. Über MS Exchange ActiveSync lässt sich das iPhone 3G in die meistverbreitete Messaging-Infrastruktur einbinden. Die Synchronisation von E-Mails, Kalendereinträgen und Kon1 Steve Jobs hat Grosses mit der zweiten Generation des iPhone 3 G vor.

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Smartphones für den anspruchsvollen Benutzer


Telematik & Multimedia

2 2 Der Blackberry 9000 Bold als bewährtes Werkzeug für die professionelle Unternehmenskommunikation.

takten funktioniert mit Microsoft Exchange 2003 und 2007. Zusätzlich unterstützt es Remote Wipe (ferngesteuertes Löschen aller Daten ab Server, etwa bei Diebstahl), IPSec-VPNs von Cisco und WPA2 Enterprise für eine erhöhte Sicherheit. Zudem haben Firmen die Möglichkeit zur zentralisierten Konfiguration ihrer iPhones. Privaten Anwendern oder Kleinunternehmen ohne Exchange-Server bietet Apple einen Online-Service zur Synchronisation von E-Mails und anderen Daten unter dem Namen «Mobile Me» an (119 Franken pro Jahr inkl. 20 GB Speicherplatz). Dabei handelt es sich um eine stark überarbeitete Version des altbekannten Mac, das es seit Jahren den MacAnwendern erlaubt, mehrere Rechner zu synchronisieren oder Dateien im Web abzulegen. Damit wird die (bei Blackberry-Usern sehr beliebte) Push-Funktion für E-Mails auch hier möglich. Die integrierte Kamera enttäuscht mit ihrer für ein neues Multimedia-Endgerät tiefen Auflösung von nur 2 Megapixeln. Zudem kann man mit ihr nur Fotos schiessen, aber nicht filmen – heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Den grössten (indirekten) Mehrwert bringt wohl das seit März 2008 verfügbare Software Development Kit (SDK), mit dem Drittentwickler mit den bekannten Werkzeugen wie Xcode und Interface Builder Anwendungen in Objective-C für das iPhone erstellen können. Beeindruckende Beispiele sind unter anderem fantastisch-realistische Spiele von Sega oder Pangea, die mit dem Lagesensor des iPhones gesteuert werden, oder eine Nachrichtenanwendung von Associated Press. Das Fehlen von Hintergrund-Prozessen will Apple mit einem zentralen Notification Service ausmerzen, der die Akku-Leistung schonen soll. Apropos Akku: Dieser ist beim iPhone wie schon bei den iPods fest eingebaut. Stirbt der Akku, wird auch das Gerät unbrauchbar. Allerdings gibt es von Drittanbietern beim iPod einen Austauschservice (ab 49 Franken). Für das iPhone ist die Situation noch offen – Lifestyle und konsequenter Umweltschutz scheinen nicht unbedingt kompatibel zu sein. Und: Einen Upgrade für das alte iPhone auf die neue 2.0-Software gab es bei Drucklegung noch nicht. Die für die Schweiz gehackten Geräte werden durch einen Firmware-Upgrade daher unbrauchbar. Wegen der grossen iPhone-Community dürfte die Problemlösung aber nur eine Frage der Zeit sein. Ausser beim Telefonieren sollte der Benutzer übrigens zwei Hände zur Verfügung haben – als Gerät zur vollständigen Einhandbedienung taugt das iPhone nicht. Zudem bleibt im Zusammenhang von Microsoft-Software und der gehackten Firmware des ersten iPhones ein ungutes Gefühl betreffend Sicherheit, wobei Microsoft und Apple etwaige Bedenken aber zerstreuen. Schwerwiegender erscheinen die Testergebnisse der Konsumentenschutzorganisation FRC (Fédération Romande des Consommateurs). Das iPhone 3G ist sehr feuchtigkeitsempfindlich und hat bei der Wasserresistenz eines der schlechtesten jemals

gemessenen Resultate erzielt. Die dabei beobachteten Effekte sind denkwürdig: Der Akku ist schnell leer, das Gerät überhitzt sich, und die Touchscreen sowie die Lautsprecher sollen nicht mehr optimal funktionieren. Als wenn das noch nicht alles wäre, bleiben die Probleme laut FRC bestehen, wenn das Gerät wieder trocken ist. Die Ursache soll das Plastikgehäuse sein. Stolze iPhone-3G-Besitzer sollten das Gerät also gut schützen und auch während des Regens nicht im Auto liegen lassen. Die dortige Luftfeuchtigkeit hat schon so manchem Handy den Exitus beschert. Blackberry 9000 Bold Grosse Erwartungen werden an den Blackberry Bold der bereits 1984 gegründeten Firma Research In Motion (RIM) aus Kanada gestellt. Ebenso wie bei den Apfel-Jüngern existiert auch bei Blackberry eine treue Fangemeinde – besonders im Bereich von Unternehmensapplikationen, wo das iPhone Neuland betritt. Im Vergleich dazu der erste Eindruck vom Bold: kleineres, aber ebenfalls brillantes Display, bewährte QWERTZ-Tastatur mit Einhandbedienung für beschäftigte Manager (rechts der Blackberry, links der Rollkoffer), dazu ein integriertes GPS-System zur Orientierung unterwegs sowie eine 2 Megapixel-Kamera mit Blitz und 5-fach-Digitalzoom für Schnappschüsse. Besonders stolz ist der Hersteller RIM auf den mit 624-MHz getakteten Prozessor. Datenund Sprachdienste sollen sich so gewohnt schnell gleichzeitig nutzen lassen, etwa Telefonieren und parallele Mail-/Textbearbeitung. Der interne Speicher umfasst zwar nur 1 GByte, lässt sich aber über eine MicroSD-Karte fast beliebig erweitern. Der Blackberry Bold bietet bei HSDPA eine Datenübertragungsgeschwindigkeit von «nur» 3,6 MBit/s (statt 7,2 MBit/s wie beim iPhone 3G). Man ist deswegen aber nicht unbedingt langsamer im Web unterwegs, weil der Blackberry jeden ein- und

iPhone mit Orange oder Swisscom? Eine Enttäuschung für Vielnutzer ist die Tatsache, dass es bei beiden Anbietern kein Angebot mit Flatrate gibt. Andererseits sind die in den Abos enthaltenen Datenmengen für Otto Normalsurfer ausreichend bis mehr als genug. Bei Orange sind dies grundsätzlich ein GByte, bei Swisscom je nach Abotyp 100, 250 oder 1000 MByte (Postpaid). Das Prepaid-Abo Easy von Swisscom eignet sich nur für ausgesprochene Wenignutzer, zumal das iPhone 3G mit 519 Franken (8 GByte Speicher) bzw.

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619.– Franken (16 GByte) viel teurer als mit den 24-Monatsverträgen ist (99 bis 349 Franken). Gesprächsgebühren sind bei Orange zwischen 30 und 100 Minuten enthalten. Swisscom-Kunden zahlen 50 bzw. 70 Rappen (Postpaid) bzw. 80 Rappen pro Stunde/pro Gespräch (Prepaid). Dazu kann Swisscom ihre gut ausgebaute Netzinfrastruktur in die Waagschale werfen. Neben dem flächendeckend ausgebauten EDGE (99,8% der Bevölkerung) mit mindestens 100-150 kBit/s steht die schnelle UMTS-

Variante HSPA (rund 85% der Bevölkerung) mit bis zu 7,2 MBit/s bereit. Orange kommuniziert zur UMTS-Abdeckung keine vergleichbaren Zahlen und bietet ausserhalb grosser Städte und entlang den Hauptverkehrsachsen (dort UMTS mit max. 384 kBit/s, an ausgewählten Orten auch HSPA mit max. 3,6 MBit/s) nur das langsame GPRS (hier über 99% der Bevölkerung) mit weniger als 50 kBit/s. Da ist es dann schnell vorbei mit dem schnellen Surfen.


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3 ausgehenden Datenverkehr komprimiert und verschlüsselt. Tests haben ergeben, dass der Blackberry bei typischen Büroanwendungen deswegen sogar schneller arbeitet als das iPhone. Letzteres ist hinge-

e u n s a n d er B es u ch en Si

gen beim Musicdownload überlegen, weil diese Dateien bereits stark komprimiert sind. Damit solche Übungen am Blackberry nicht zu stark ins Geld gehen, empfiehlt RIM den Download via lokales Kabel

Zukunftssichere Verkabelungssysteme … ... auch für die Hochschule der Künste Bern

Foto: Hochschule der Künste Bern

2008. 3 0 . O kt o b er vo m 2 8 . b is al le 2 m Lu ze rn , H M es se ze nt ru

Die Dätwyler Cables gestaltet die Entwicklung in der Datenkommunikation aktiv mit. Von unserer Mitarbeit in internationalen Normengremien profitieren unsere Kunden ganz direkt: Unser Know-how umfasst projektspezifische Gesamtlösungen von modernsten Kabeln, Anschluss- und Verteilkomponenten bis zu sorgfältigen Beratungs-, Support- und Logistikservices. Nicht von ungefähr fliesst bereits die Hälfte des Datenverkehrs in der Schweiz durch unsere Glasfa-

ser- und Kupferkabel! Eine leistungsfähige und flexible Kommunikationsstruktur wurde soeben für die Hochschule der Künste in Bern installiert. Ein Glasfasernetzwerk von Dätwyler Cables ermöglicht die Übertragung von Sprach-, Bild- und Datensignalen in Höchstgeschwindigkeit. Davon profitieren alle Studierenden und Mitarbeitenden in Lehre und Forschung. Und das ist noch längst nicht alles ... ... Möchten Sie mehr wissen? Wir sind als kompetenter Partner für Sie da! Dätwyler Cables Bereich der Dätwyler Schweiz AG Gotthardstrasse 31, 6460 Altdorf T 041 875 12 68, F 041 875 19 86 info.ch@daetwyler-cables.com www.daetwyler-cables.com

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3/4 Mit dem Xperia X1 bietet Sony Ericsson zwei Geräte in einem Gehäuse.

(ab PC) oder über ein WLAN. Dank Blackberry® Media Sync gelingt sogar der Transfer von iTunes®-Musikfiles vom Desktop zum Blackberry Bold. Kostenträchtige Downloads über das Mobilfunknetz lassen sich übrigens über entsprechende Administrationstools firmenseitig unterbinden. Bleibt die Frage, wer schon einen Blackberry dafür verwendet, um Musikvideos herunterzuladen und anzusehen – schliesslich hat er ja anderes im Visier, nämlich die volle Integration in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens inklusive sicheren Dokumentenaustausch. Hier kann der Blackberry seine Stärken voll ausspielen. Dazu müssen die interessierten Firmen allerdings entsprechende Blackberry Server-Software sowie Lizenzen für jeden angeschlossenen User kaufen. Neben MS Exchange lässt sich der Blackberry E-Mail-Server auch in Novell- und Lotus-Umgebungen integrieren, sodass der volle Zugriff auf E-Mails und die Terminplanung sowie deren ständige Synchronisierung gewährleistet ist. Besonders interessant ist der mobile Zugriff auf Applikationsserver für unternehmens- und branchenspezifische Anwendungen. Mitarbeiter können z. B. vor Ort auf Kundendaten zugreifen, Bestellungen


Telematik & Multimedia

auslösen oder deren Status abrufen. Das gilt auch für Titelorder an Börsen, wo es auf Flexibilität und Schnelligkeit ankommt. Das Gerät wird ohne Vertrag ca. 700 – 800 Franken kosten. Sony Ericsson Xperia X1 Mit diesem Highend-Gerät wollen die schwedischen Japaner an erfolgreiche Zeiten mit dem P900/P910/P990i anknüpfen. Heraus kam ein interessantes Endgerät mit Lifestyle-Touch, das aus allen Welten etwas bietet, ohne in den Einzelkriterien in den langweiligen Durchschnitt abzugleiten. Neben der Touchscreen-Bedienung über individuelle Bedienungspanels lässt sich eine ergonomische QWERTZ-Tastatur herausfahren, um Texte zu erstellen oder zu bearbeiten. Sony Ericsson spricht von der «Arc-Slider-Bauform», die in der Tat dem Gerät zwei Gesichter verleiht: eines für Busi-

ness-Anwendungen in der Nutzung im Breitformat, ein anderes im Hochformat für gewöhnliche Handy-Nutzung mit Touchscreen. Dieses Handy wirkt besonders im Vergleich mit den ultraflachen Walkman-Handy-Flundern etwas schwer und dick (mit 145 g und 17,5 mm das pummeligste im Testfeld). Es ist übrigens das erste aus dem Hause mit Windows Mobile® 6.1. Bisher wurden nur Geräte mit Symbian-Betriebssystem unterstützt. Überhaupt scheint Sony Ericsson voll auf Windows zu setzen. Für den Business-Modus arbeitet das Xperia X1 mit Outlook Mobile® (Mails, Kontakte, Kalender, Aufgabenverwaltung) sowie mit Office Mobile® (Word, Excel, PowerPoint, Internet Explorer, Media Player, Exchange Active Sync für Push-E-Mail etc.). Nützliche Anwendungen wie FM-Radio, Dateimanager, Taschenrechner, Foto- und Videoerstel-

5 Abkürzung

Bedeutung

GSM Zellulares Mobilfunknetz der zweiten Generation, daher als (Global System for Mobile 2G bezeichnet. Erstes Mobilfunknetz mit digitaler SignalCommunications) übertragung und -verarbeitung, entstanden Anfang der 1990er-Jahre. GPRS Erste Erweiterung eines Mobilfunknetzes der zweiten Gene(General Packet Radio Ser- ration mit paketorientierter Datenkommunikation (max. vice) 50 kBit/s), daher oft als 2,5 G bezeichnet. Zweite Erweiterung eines Mobilfunknetzes der zweiten GeneEDGE (Enhanced Data Rates for ration mit vergleichsweise schneller Datenkommunikation (theoretisch bis zu 384 kBit/s, in der Praxis rund 100– the GSM Evolution) 150 kBit/s), daher oft als 2,75 G bezeichnet. UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems)

Zellulares Mobilfunknetz der dritten Generation, daher als 3G bezeichnet. Zweites Mobilfunknetz mit digitaler Signalübertragung und -verarbeitung, entstanden Anfang dieses Jahrtausends. Möglichkeit zur Datenkommunikation mit theoretisch bis zu 384 kBit/s, in der Praxis etwas weniger.

HSDPA (High Speed Downlink Packet Access)

Erweiterung eines Mobilfunknetzes der dritten Generation mit schneller Datenkommunikation im Downlink (zurzeit theoretisch bis zu 7,2 MBit/s), oft als 3,5 G bezeichnet. In rund einem Jahr vermutlich Ausbau auf max. 14,4 MBit/s.

HSUPA Erweiterung eines Mobilfunknetzes der dritten Generation (High Speed Uplink Packet mit schneller Datenkommunikation im Uplink (zurzeit theoAccess) retisch bis zu 1,8 MBit/s), oft als 3,5 G bezeichnet. Auch hier sind Geschwindigkeitssteigerungen wahrscheinlich. HSPA Zusammenfassung der Begriffe HSDPA und HSUPA. (High Speed Packet Access) WLAN (Wireless Local Area Network)

Drahtloses Datennetz mit zahlreichen Standards, die sich primär durch das benutzte Frequenzband, die Bitrate und die Modulationsart unterscheiden.

xDSL (Digital Subscriber Line, «x» ist ein Platzhalter z. B. für A oder S)

Digitale Anschlussleitung, bei der neben der klassischen Telefonie ein weiterer Frequenzbereich für die schnelle Datenkommunikation genutzt wird. Verschiedene Varianten, z. B. ADSL für asymmetrische Bitraten (etwa 5 Mbit/s im Downlink und 500 kbit/s im Uplink) oder SDSL für symmetrische Bandbreiten (etwa 2 Mbit/s in beiden Richtungen).

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5 Business-Handy mit Blackberry-Anleihen: Das Nokia E71.

lung (Kamera mit 3,2 Megapixeln) sowie ein elektronischer Notizblock lassen kaum Langweile aufkommen. Der etwas knappe interne Speicher (max. 400 MByte) kann durch eine MicroSDKarte erweitert werden. Für viel beschäftigte Manager ist vielleicht noch die integrierte Freisprecheinrichtung zu erwähnen. So bleiben die Hände auf der Suche nach den wichtigen Unterlagen trotz Telefonierens frei. Wir schätzen, dass das Xperia in der gleichen Preisklasse landet wie seine Mitbewerber, sprich unter 800 Franken kosten wird. Nokia E71 Im Gegensatz zum Xperia kann man das E71 von Nokia bereits kaufen. Es nutzt das bewährte Symbian-60-Betriebssystem, welches Nokia seit neuestem als Freeware anbietet, damit möglichst viele Softwarehersteller Anwendungen dafür erstellen. Ob diese Rechnung aufgeht, muss sich allerdings erst noch zeigen. Führend ist das Nokia E71 auf jeden Fall bei der Konnektivität: Eine solche Auswahl mit UMTS/HSDPA (Triband), GSM/EDGE (Quadband), WLAN, Bluetooth und Infrarot bietet hier sonst nur das iPhone. Beim Finden des gesuchten Weges hilft ein GPSEmpfänger. Der Businessteil bietet alles, was man heute von einem solchen Gerät erwarten darf – schliesslich ähnelt das E71 (und auch das Schwestermodell E66) auf den ersten Blick in verblüffender Weise einem Blackberry, vor allem


Fazit Dank zahlreicher Alternativen kann sich jeder User nach persönlichem Gusto entscheiden. Das lange Warten auf das iPhone 3G hat sich für jene Benutzer gelohnt, welche auch unterwegs eine schnelle Datenverbindung etwa für Downloads benötigen. Dank HSPA sind diese nun mög-

lich. Auch sonst brilliert das LifestyleGerät: Schicke Schale, gewohnt tolles Handling mit intuitiver Bedienung sowie Telefon und Soundmaschine für unterwegs in einem. Aber es bleiben Schwachpunkte wie die tiefe Auflösung der eingebauten Kamera ohne Möglichkeit zum Filmen sowie die zwar schöne, aber heikle (Plastik-)Schale. Es ging hier vermutlich eher um die Aufrechterhaltung des bekannten Images mit Lifestyle und einer Software, die das Handling vereinfacht, als um die klassischen Tugenden eines Handys. Hier besteht sowohl Potenzial für die gut aufgestellte Konkurrenz als auch Aufholbedarf für Apple. Auch stimmt es nachdenklich, dass nicht wenige Besitzer der ersten iPhone-Generation noch immer ein zweites Handy mit sich herumtragen. Ob das Telefonieren mit dem iPhone wohl doch nicht so einfach funktioniert wie mit einem gewöhnlichen Handy? Der Blackberry hat hingegen einen anderen Anspruch: Die professionelle Business-Maschine für den Manager unterwegs mit vollem Zugriff auf firmenspezifische Anwendungen. So könnte die Prognose darum lauten: iPhone für Privatnutzer sowie für kleinere und Kleinstunternehmen, Blackberry für mittlere bis Grossunterneh-

men mit hohen Anforderungen an Sicherheit und Funktion. Den Rest des KMUMarktes dürften Sony Ericsson, Nokia und weitere Mitbewerber wie LG unter ■ sich aufteilen. Infos zum iPhone 3G: • Generelle Infos: www.apple.com/ iphone • Tarife in der Schweiz: www.orange.ch/iphone oder www.swisscom.com/iphone • Anwendungen und Zubehör: http://store.apple.com/ch-de (Mobile Me u.a.) Infos zum Blackberry 9000 Bold: • Infos zum Endgerät: www.blackberry.com/blackberrybold • Generelle Infos zu Blackberry: www.swisscom.ch/blackberry • Anwendungen: http://eu.blackberry.com/eng/solutions Infos zum Sony Ericsson Xperia X1: • www.sonyericsson.com/x1/ default.aspx Infos zum Nokia E71: • www.nokia.ch/e71

Multimedia in jedem Zimmer: So einfach geht’s! Nie war der Multimedia-Genuss grösser als mit BKS HomeNet ®. Das Verkabelungssystem der BKS Kabel-Service AG ermöglicht mit geringstem Aufwand echte Multimedia-Nutzung in den eigenen vier Wänden. Telefonieren, Fernsehen, Surfen im Internet – alles zeitgleich und im selben Haushalt – ist Alltag pur. Der Idealfall bei Neubauten oder Umbauten vor diesem Hintergrund sieht deshalb so aus: Multimedia-Anschluss in jedem Zimmer bzw. an jedem Arbeitsplatz. Oder eben noch besser: Vier gleichzeitig nutzbare Anschlüsse pro Steckdose. HomeNet schafft das mit dem kleinstmöglichen Aufwand. Das weiterentwickelte Multimedia-Verkabelungssystem der BKS benötigt nur ein einziges Kabel, das zum Multimedia-Anschluss geführt wird. Die Steckdose MMC3000pro

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in schwarzer Gehäuseausführung (alternativ gibt es ihn auch in Silber). Die Einhand-Tastatur folgt denn auch dessen Vorgaben, nur heisst sie hier eigentümlicherweise QWERT. Die Multimedia-Ausstattung entspricht dem Xperia, kommt aber ohne FM-Radio aus, was sich unserer Meinung nach wegen dem meist ohnehin bescheidenen mobilen Radioempfang aber verschmerzen lässt. Der nochmals knappere interne Speicher (max. 110 MByte) kann wiederum mit einer MicroSD-Karte erweitert werden. Nachdem sich auch Nokia aus Westeuropa zurückgezogen hat und wie Sony Ericsson in China produzieren lässt, ist wenigstens der Preis interessant. In Europa kostet das Teil 350 Euro ohne MwSt., sodass Interessenten in der Schweiz ohne Abo wohl um die 600 Franken dafür bezahlen müssen.


Telematik & Multimedia

B U S H o u se

VoIP – Unified Communications, Folge 1

ComputerworldKonferenz zeigt aktuelle Trends Während viele Unternehmungen daran sind, die grundsätzliche Umstellung auf Voice over IP (VoIP) vorzubereiten, ist dies für die Fachleute bereits kalter Kaffee. Hier diskutiert man über Unified Communications und deren Vorteile für Geschäftsprozesse, wie die VoIP-Tagung von Computerworld deutlich machte. Richard Staub

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1 Tagungsleiter Fredy Haag von Computerworld. 2 Dan Bieler, Director Consulting, European Telecommunications & Networking, IDC. 3 Einen gewaltigen Aufschwung nehmen die mobilen Anwendungen der Sprach- und Datenkommunikation.

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Chancen, Risiken und Trends Dan Bieler (Bild 2), Director Consulting, European Telecommunications & Networking, IDC, zeigte in seinem Einführungsreferat auf, wo die Chancen, Risiken und Trends der konvergierenden IT- und TK-Infrastrukturen liegen. Was treibt Unified Communications an und welche Resonanz gibt es von Anwendern und zahlen sich die In-

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Bieler

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Eines scheint klar: Die weltweite Umstellung von klassischer Telefonie auf VoIP kommt, daran zweifelt wohl niemand mehr. Durch die Synergie von Telefonie, Datenkommunikation und neu auch der Software-Applikationen werden auf der Basis der Konvergenz neue Funktionen möglich, Unified Communications UC genannt. Die VoIP-Tagung von Computerworld, geleitet von Fredy Haag (Bild 1) – vermittelte den 130 Teilnehmern, darunter etwa die Hälfte aus der Kunden-/Anwen-

derseite, Grundlagen, Praxiserfahrungen und Ausblicke in einer grossen Dichte, weshalb in 2 Folgen darüber berichtet werden soll.

vestitionen überhaupt aus? Nun, laut Bieler gibt es keine vollständige Definition von Unified Communication (UC). Eindeutig ist, dass durch die Konvergenz von IT- und TK-Technologien völlig neue Funktionen und Anwendungen möglich werden. Aber folgende Hauptelemente können definiert werden: • Web 2.0 (Einbezug der Konsumenten) • Arbeiten im Team • Remote und/oder zu nicht festgesetzten Zeiten arbeiten, mobile Kommunikation (Bild 3) • Enterprise 2.0: Synchroner und konstanter Informationsfluss, poröse Grenzen zu Kunden und Zulieferern, offene Kommunikationsstrategie und Firmenkultur Unified Communication begegnet uns im Alltag z. B. als Skype, IBM Lotus Smarttime, kombinierte Netgear-Telefonapparate, SAP xApp Mobile Sales


Bieler Bieler

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Bieler

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6 4 Eine Auswahl der wichtigsten Firmen, welche heute global UC vorantreiben. 5 So teilten sich die ca. 5 Mrd. Dollar Einnahmen durch UC in einzelne Segmente auf. 6 Durch Partnerschaften können die Stärken der verschiedenen UC-Anbietergruppen zusammengebracht werden.

und natürlich durch entsprechende Visionen und Applikationen von Microsoft (Bild 4). Am Beispiel von MS Office Communications Server sehen wir Anwendungen wie Enterprise Instant Messaging, Enhanced Presence, MultiParty Web Conferencing, Software-powered VoIP oder Call Management. Sehr weit fortgeschritten sind in vielen bereits Applikationen für mobile Mitarbeiter im Bereich Service, Verkauf usw.

Geografisch fällt auf, dass bei UC südliche Länder wie Spanien oder Italien weiter sind als z. B. UK. Die grosse Mehrheit der Unternehmen glaubt auch an die zunehmende Konvergenz als Basis für UC. Bild 5 zeigt den momentanen geschätzten Markt von UC und dessen Segmente. Die Hauptprobleme sehen die Anwender von UC in der Sicherheit – auch die interne Sicherheit. Die Inte-

Genaue Erfassung der Bedürfnisse vor der Umsetzung Ralph Tonezzer (Bild 7), Bereichsleiter Banken, Versicherungen, Industrie AWK Group, zeigte auf, wie IT-Manager mit Videotelefonie, besserer Mobilitätsunterstützung, Unified Messaging und Web-Collaboration umgehen sollten und umgehen. Im Einzelnen erläuterte er folgende Punkte aus seiner Erfahrung als Berater: 1. Bedürfnisse abklären: Was benötige ich jetzt – und was in Zukunft? Dazu gehören Fragen wie: «Wie kommuniziere ich mit meinen Mitarbeitern? Welche Telefone (Fest/Mobile/Soft) brauche ich? Brauche ich VideoKonferenzen?» 2. Treiber für Business Case identifizieren: Unterschiede z. B. zwischen multinationalem Grossunternehmen und KMU (Investitionsbudget, Kultur usw.), Komplexität bedeutet vor

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gration von IT und TK, die Einhaltung von Vorschriften (Compliance), sowie das Angebot von flexiblen Lösungen sind weitere Hürden. Rechnet sich die Investition in UC? Nach einer Umfrage von IDC bejahen die Firmen dies zu 56% ganz klar. UC basiert heute hauptsächlich auf SIP (Session Initiation Protocol): SIP ist ein Netzprotokoll zum Aufbau einer Kommunikationssitzung zwischen zwei und mehr Teilnehmern, speziell im IP-Umfeld. Sessions können beliebige Multimediaströme, Konferenzen, Computerspiele usw. sein. Über eine SIP-Adresse kann die aktuelle IPAdresse eines Teilnehmers ermittelt werden. Das Protokoll bildet die Basis für E-Mail und Telefonie, ist permanentes Teil der IMS-(IP Multimedia Subsystem)Architektur und der Intelligenz in Network Edge. Der Trend aller wichtigen Anbieter geht klar in Richtung standardisierte Lösungen. Von den Anbietern im IT-Service-Umfeld (wie IBM, HP, T-Systems, BT, Swisscom Solutions usw.) erwarten die Anwender die besten Lösungen. 55% der Sprach- und Datennetzwerke werden in Westeuropa von eigenen Angestellten gemanaged, 29% von Outsourcern und 16% beziehen gemanagte Services. Die Angebotsseite ist noch relativ chaotisch, d. h. man findet fast alle Formen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Auch hier scheinen IT-Serviceanbieter und Systemintegratoren relativ gut aufgestellt. Kein einzelner Anbieter kann alles abdecken, deshalb werden Partnerschaften bedeutend werden (Bild 6).


• Infrastruktur: Integration von Mobile Technologie mit IP-Infrastruktur • Planung: Analyse der Risiken, Verinnerlichung der Ergebnisse und Umsetzung der Lösung • Nutzung: Schule und ermutige Benutzer (Chancen, Nutzen, Anwendung, Risiken usw.) • Mensch: Regelmässige informelle Zusammenkünfte für Akzeptanz durch Mitarbeitende

• Sicherheit: Neue Realität der vielfachen «Network edges» bedarf neuer Sicherheitsvorkehrungen – je mehr mobile Endgeräte, desto gefährlicher! • Offene Standards (SIP): Klare Schnittstellen, Interoperabilität • Verbesserung der Geschäftsprozesse als Ziel: Dienstleistungen und nicht nur Technologie • Partnerschaften sind wichtig: Keinem «Alleinanbieter» alles anvertrauen • Fokus auf Endanwender: Implementiere UC von unten nach oben, anwenderorientiert

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Der Berater Dan Bieler von IDC gab einige Empfehlungen, die bei Implementation von UC beachtet werden sollten:

7 Ralph Tonezzer, Bereichsleiter Banken, Versicherungen, Industrie AWK Group. 8 Treiber für Business Case identifizieren, z. B. bei grossen Unternehmungen kann die Anwendung der Video-Konferenz schnell sehr viel Reisekosten einsparen.

allem Kosten und der Return of Invest ist nicht immer so einfach zu beziffern wie z. B. bei der Reduktion von Reisekosten durch Video-Konferenz (Bild 8). AWK macht gute Erfahrungen, indem man konkrete Features nimmt (z. B. Presence Management) und diese in Business Cases übersitzt und daraus z. B. die Produktivitätssteigerung abschätzen kann. In einem anderen Fall kann es auch ein gesteigertes Image sein, was auch wichtig sein kann. 3. Risiken abklären: Die wichtigsten Risiken laut Tonezzer sind Fehlinvestitionen (versteckte Kosten, mangelnde Benutzerakzeptanz), Produktivitätsverlust (Widerstand Benutzer, zu komplex) und Reputationsschaden. Diesen Risiken kann man entgegenwirken: bei mangelnder Benutzerakzeptanz z. B. durch kontinuierliche Information. 4. Risikominimierung: schrittweiser Einstieg, UC-Lösungen schrittweise aufbauen, mit Applikationen ohne grossen Investitionsbedarf beginnen. Verschiedene Grundansätze stehen zur Verfügung wie «reine» UC-Lösungen (PC als zentrale Komponenten), Hybrid-Ansätze (separates Tischtelefon), minimale Einführung (z. B. keine Kopplung mit Telefon) und alternative Ansätze (z. B. Cisco WebEx, Doodle, Google Apps). Des Beraters Fazit: UC ist in einem frühen Stadium der Marktreife, bringt vielen Unternehmen Vorteile, auch kleinen. Das unternehmensspezifische Erfassen der Bedürfnisse ist das Entscheidende, die Risikoprüfung unerläss-

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AWK

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Einige Empfehlungen für die Implementation von UC

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lich. UC-Einführungen bedingen ein aktives Change-Management! Wie können Mehrwerte geschaffen werden? Der Tagungsnachmittag bot weitere Vertiefungen in Business-Prozesse, welche durch UC möglich werden, und Technologien, welche UC unterstützen. Zu diesen gehört z. B. die OpenSource-Software Asterisk, welche von André Roth (Bild 9), Dreamlab Technologies, Bern, vorgestellt wurde. Prof. Beat Stettler (Bild 10), Hochschule für Technik Rapperswil, stellte nochmals systematisch 5 Stufen für die Verbesserung von Geschäftsprozessen durch UC vor (Bild 12). Als zu lösende Hauptprobleme identifizierte er die Unterbrechung von Value-Chains (z. B. fehlende Rückmeldung vom Markt an Produzent) und die menschliche Trägheit. Er stellte gleich eine ganze Anzahl von entsprechenden Projekten vor, an de-

nen sich sein Institut teilweise beteiligt hat wie z. B.: • Einbindung von neuen Gebäudetechnik-Applikationen durch Implementierung von SIP-Stacks • Daten zur Verfügung stellen bei Abrufen durch Outlook Plug-Ins • automatisierte Präsenzanzeige (GPSGSM-Zelleninfo usw.) • Integration der «Presence»-Funktion in Webseiten • Callcenter mit Anbindung ans Public IM (Beispiel: www.landsend.com) Die Umsetzung erfolgreicher Geschäftsprozesserweiterungen mit UC erfordert neben der Zusammenarbeit Voice-Data-Group nun auch deren Zusammenarbeit mit der Applications Group, mahnte Stettler, was sicher nochmals eine zusätzliche Herausforderung darstelle. Ludwig Zink (Bild 12), Consultant International Network Services INS, resümierte seine Erfahrungen in gros-


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Stettler

9 André Roth, Dreamlab Technologies. 10 Prof. Beat Stettler, Hochschule für Technik Rapperswil. 11 5 Stufen für die Verbesserung von Geschäftsprozessen durch UC. 12 Ludwig Zink, Consultant International Network Services INS.

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sen UC-Einführungsprozessen im Umfeld des auch in der Schweiz sehr erfolgreichen Dienstleisters British Telecom BT. «Jede Einführung von UC ist eine Massanfertigung, abgestimmt auf die bestehende Infrastruktur und die spezifischen Ziele einer Organisation, implementiert in mehreren aufeinander abgestimmten Phasen», so seine Erfahrung. Als handfesten Beweis für die Effizientsteigerung durch UC nannte Zink gleich einige eindrückliche Zahlen vom BT in der eigenen Organisation: • Über 100 000 Mitarbeiter in über 150

Ländern, davon arbeiten 70 000 flexibel an verschiedenen Standorten (Büro, Rechenzentren, zu Hause, unterwegs usw.), über 11 500 arbeiten zu Hause. • 20% Zuwachs an Produktivität gegenüber konventionellen «Bürokollegen» • Telefonkonferenzen ersetzten 300 000 Meetings und sparen damit 26 Mio. Pfund/Jahr, das sind 1,5 Mio. weniger Geschäftsreisen. • Immobilien- und Mietkosten wurden in 6 Jahren um 500 Mio. Pfund gesenkt. • Fehlzeiten wurden auf 3,1% gesenkt

(gegenüber einem Landesdurchschnitt von 8,5%) und die Work-LifeBalance hat sich gemäss Umfragen für 60% der Mitarbeiter verbessert, was sich alles auch als gesteigerte Motivation interpretieren lässt. • Damit kann bei BT von einer WinWin-Situation gesprochen werden: Gewinn für das Unternehmen und für die Mitarbeiter (und damit wohl auch für die Kunden, was vielleicht ein wichtiger Faktor für den Geschäftserfolg von BT ist?). Mit diesem eigenen Erfolg spricht der Werbeslogan von BT für sich: «Bring it all together.» In der zweiten Folge werden zwei Projekte gezeigt und ein Ausblick in die Zukunft von Microsofts Office Com■ munications Server gegeben.

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Interview

Jürgen Mayer VR-Präsident Maxon Motor

«Der Mars hat uns bekannt gemacht» Jürgen Mayer, ist seit 40 Jahren bei Maxon Motor. In der Zeit hat sich Maxon Motor zu einem Spitzenunternehmen der Antriebstechnik entwickelt. Anhand seiner Erfahrungen zeigt Jürgen Mayer auf, welche Faktoren für den Unternehmenserfolg von Maxon Motor besonders wesentlich sind. Matthias Böhm Ihr Unternehmen verfügt über ein ausgezeichnetes Image. Wie kommt man zu so einem Image und welche Bedeutung hat es für Ihre Marktposition? Jürgen Mayer: Sie erinnern sich vielleicht, die erste Marsexpedition 1992 hat unseren Bekanntheitsgrad auf einen Schlag erhöht. Ein gutes Image entsteht aber nach nur dann, wenn auch die Leistung stimmt. Wir haben auch schon vor 1992 hervorragend gearbeitet. Nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Jetzt kam das eine zum ande-

«Mit Durchschnitt kommen wir in der Schweiz nicht weiter.» Jürgen Mayer, VR-Präsident Maxon Motor.

ren, woraus sich unser derzeit hervorragendes Image herauskristallisiert. Schliesslich verfolgen wir den Unternehmens-Grundsatz «mach nur das selbst, was Du am besten kannst». Alles andere – z. B. Kommunikation – überlasse einem Spezialisten, auch dieser Aspekt trägt zu einem guten Image bei. Wir praktizieren das mit Erfolg. Welchen Stellenwert hat das Image? Es ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wenn ein Unternehmen ein gutes Image hat, nehmen einen die Kunden positiv wahr. Ein gutes Beispiel ist, als

uns kürzlich der Bundesrat mit einer 200-Personen-Delegation besuchte. Die Tatsache, dass wir ein starkes und führendes Unternehmen in der hochpräzisen Antriebstechnik sind, steigert auch unsere Reputation bei unseren Kunden. Die Kunden wissen aber auch, dass wir Qualität bieten, dass wir uns für sie einsetzen, innovativ sind und gleichzeitig dazu über eine hohe Flexibilität verfügen. An welchen Kriterien messen Sie Unternehmenserfolg? Das ist schwierig zu beantworten, begnügt man sich nicht mit Standardantworten aus den Lehrbüchern. Sicher ist, dass man die Kennzahlen heranziehen muss, wie Umsatz, Ertrag und den Cashflow. Aber es gibt auch weichere Faktoren: ist beispielsweise die Produkt-Pipeline gut gefüllt, wie sieht es mit den fähigen Mitarbeitern und Hochleistungsteams aus. Hohe Attraktivität als Arbeitgeber, treue Kunden, die immer wieder zu uns kommen, sind auch Indizien für erfolgreiches Arbeiten. Auch unser weltweiter Vertrieb ist ganz wichtig. Man muss heute in unserem Sektor global agieren, sonst kann man den Erfolg, in der Art und Weise, wie wir ihn erarbeiten, nicht über einen solchen Zeitraum generieren. Was bedeutet ein globales Engagement für Ihr Unternehmen? Wir sind zum einen auf über 40 Messen weltweit vertreten. Aber wir machen erheblich mehr, wir schreiben Bücher, Fachartikel, halten Vorträge, führen weltweit Schulungen und Seminare durch, sind in den wichtigsten Verbänden vertreten und sind in den Fachmedien weltweit präsent. Der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist, nebst der Technik, von grosser Bedeutung, auch im globalen Rahmen. Die Globalisierung – mit allen ihren Nachteilen – hat auch gewaltige Vorteile. Wer sich den Herausforderungen der

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«In der Schweiz geboren, in die Welt gewachsen.» «In der Schweiz geboren, in die Welt gewachsen», heisst es in der aktuellen Unternehmensbroschüre des High-Tech-Unternehmens Maxon Motor aus Sachseln. Tatsächlich ist hier ein Unternehmen gewachsen, das weltweit Standards setzt in modernster Antriebstechnik. Als die Technica-Redaktion mit Jürgen Mayer durch die Produktion und Montage ging, zeigte sich, dass der Unternehmenserfolg alles andere als zufällig ist. «Bei der Montage der Kleinstantrieb, kommt es teilweise auf μm an», sagte Jürgen Mayer gegenüber der Technica. Spätestens hier wird klar, dass Maxon Motor nicht «nur» High-Tech-Antriebe verkauft, sondern auch über eine eigene HighTech-Produktion – inklusive Reinraum-Produktion – sondergleichen verfügt. 1961 gegründet Maxon Motor, gegründet 1961, Hauptsitz in Sachseln, beschäftigt derzeit weltweit über 1500 Mitarbeitende. Mehr als 40 Jahre Erfahrung, stetige Innovation, höchste Qualität der Produkte und kompetenter Kundenservice machen das Unternehmen mit seinen Vertriebsgesellschaften in 40 Ländern zum verlässlichen Partner in der Antriebstechnik. Ihre

spezifischen Bedürfnisse bestimmen unser konkretes Handeln: So sind individuelle, eigens auf den Kunden zugeschnittene Antriebslösungen die grosse Stärke des Antriebsspezialisten. Das im Baukastensystem aufgebaute Produktprogramm überzeugt durch seine Vielseitigkeit und umfasst:

• Bürstenlose und bürstenbehaftete Gleichstrommotoren mit eisenloser Wicklung bis 500 Watt. • Bürstenlose Flachmotoren mit Eisenkern bis 90 Watt. • Planeten-, Stirnrad- und Spezialgetriebe. • Istwertgeber. • Servoverstärker und Positioniersteuerungen. • Innovative CIM- und MIM-Komponenten.

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J. Mayer: «Technologie weckt Begeisterung und macht Spass» sagt J. Mayer, neben dem Sojourner-Model in dem 1997 elf Maxon-Motoren auf dem Mars für Antrieb sorgten.

Globalisierung nicht stellt, wird früher oder später zu den Verlierern zählen. Denn die Märkte werden grösser. Wir haben uns rechtzeitig darauf eingestellt. Natürlich bringt Globalisierung auch Konkurrenz, aber Konkurrenz bringt letztlich Schwung in die Unternehmen und dieser Konkurrenz muss man sich stellen. Unternehmenserfolg stellt sich nicht von allein ein. Was sind aus Ihrer Erfahrung die wichtigsten Aspekte, dass Maxon Motor so erfolgreich am Markt agiert? Wir sind in den vergangenen Jahren stetig organisch gewachsen, also ohne Akquisitionen. Wir haben unser Wachstum immer aus eigenen Mitteln finanziert und

wir haben immer einen Schritt nach dem anderen gemacht. Wir sind nach wie vor hungrig darauf, Neues zu schaffen und besser zu werden. Wenn wir diesen Weg konsequent weiter gehen, bin ich der Meinung, werden wir auch in Zukunft bei aller weltwirtschaftlichen Volatilität erfolgreich bleiben. Welche Rolle spielen Ihre Produkte? Wir realisieren heute sehr viele Systemlösungen, wir bieten die gesamte Palette vom DC- und EC-Motor mit eisenlosen Rotoren, Getrieben, Encodern und Elektronik an. Auch die immer stärker werdende Software-Entwicklung, die dazugehört, wird in unserem  Hause grösstenteils entwickelt.

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Interview

Wieder erfolgreiche Landung auf dem Mars

J. Mayer: «Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn sie am Markt erfolgreich ist.»

In dem Premiumsektor, in dem wir tätig sind, haben wir ein sehr gut ausgewogenes und auf den Markt abgestimmtes Produktespektrum. Das ist sicher eine wesentliche Voraussetzung für unseren Markterfolg. Wir bauen hochpräzise Antriebe für unsere Kunden so massgeschneidert, wie es wirtschaftlich vertretbar ist. Grössten Wert lege ich auf Zuverlässigkeit und kompetente ingenieurmässige Beratung unserer Kunden und das schnell und ehrlich. Schnelligkeit ist in unserem Business nach wie vor ein ganz entscheidendes Thema und in vielen Fällen fallen hier die Entscheidungen, denn die Entwickler, die unsere Produkte einsetzen, sind sehr oft auch in Zeitnot. Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur? Wir versuchen immer zu tun, was wir am besten können. Wir sind offen für Neues, Innovation entsteht im Kopf. Je mehr kluge Köpfe an Lösungen arbeiten, umso besser werden auch die Ergebnisse. Wir verstehen uns als Team, vielleicht sogar als Familie, wir diskutieren zum Teil sehr kontrovers auf allen Stufen, aber immer mit dem Ziel, dass wir gemeinsam zu besseren Lösungen als unsere Mitbewerber kommen. Diese Unternehmens-Kultur ist ein ganz wesentlicher Erfolgsmotor von Maxon Motor. Thema Mitarbeiter: Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind ein Schlüssel zum Erfolg. Wie kommen Sie zu guten Mitarbeitern und was schätzen Ihre Mitarbeiter an Ihrem Unternehmen? Ich glaube, unsere gute Reputation hilft uns gewaltig. Maxon ist für viele zum

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Am 26. Mai 2008, nach einer neunmonatigen Reise, ist das amerikanische Raumgefährt «Phoenix Mars Lander» erfolgreich auf unserem Nachbarplaneten Mars gelandet. Die Reisezeit sowie das Reiseziel wurden mit Bedacht gewählt, so landet mit dem Einbruch des MarsFrühlings erstmals eine Raumsonde auf der Nordhalbkugel des Roten Planeten. Seit der ersten Marslandung 1997 ist Maxon Motor ein konstanter Partner der NASA. Der «Pathfinder» war mit 11 kleinen Maxon-Motoren ausgerüstet. Die beiden Sonden «Spirit» und «Opportunity» sind mit je 39 Antrieben bestückt. Sie landeten im Januar 2005 auf dem Mars und sind seither ununterbrochen im Einsatz. Auch das jüngste Projekt «Phoenix» wird von Maxon Motor unterstützt. Erstmals soll auf unserem roten Nachbarn nicht nur optisch nach Wasser gesucht, sondern mit einer Roboterschaufel danach gegraben werden. Mit einem über zwei Meter langen Roboter-Arm soll die dünne Schicht aus Staub und Geröll durchbrochen werden, sodass das ewige Eis des Mars zum Vorschein kommt. So zumindest die Hoff-

Synonym ‹Erfolg im Team› geworden. Jeder kann sich in einem überschaubaren Bereich entfalten und profilieren. Jeder ist für uns wichtig, das möchte ich hervorheben. Maxon ist in jedem Fall eine gute Adresse, das hören wir regelmässig von unseren Bewerbern. Auch hier ist das Image sehr hilfreich. Früher war es schwieriger, einen ETH-Absolventen nach Sachseln zu bekommen, heute gelingt uns das besser. Sie bleiben auch in der Regel sehr lange bei uns. Auch die langfristige Mitarbeitermotivation spielt eine wichtige Rolle. Welche Möglichkeiten nutzen Sie, um die Mitarbeiter-Motivation hochzuhalten? Verschiedenste Aspekte spielen natürlich eine Rolle, bestimmt nicht nur Geld. Aber wenn Sie Mitarbeitern hinterherrennen müssen, um sie zur Leistung anzuspornen, dann klappt das nicht. Die beste Motivation ist die Eigenmotivation. Das heisst letztendlich, sinnvolle Aufgaben haben, in einem guten Team arbeiten und diese Hochleistungsteams müssen Grosses erreichen wollen. Man muss die Messlatte relativ hoch legen. Dann haben die Mitarbeiter auch den Antrieb, das Beste zu geben. Das Zweite ist eine offene Kommunikation. Das was man sagt, muss man auch halten, das ist ganz wichtig. Ohne Kontrollen geht es auch bei Maxon nicht. Wir haben, dank unseren regelmässigen GL-Informationen an die ganze Beleg-

nung der Forscher der Universität in Neuenburg, welche mit einem Spezialmikroskop Bodenproben untersuchen wollen, um festzustellen, ob sich unter der Oberfläche des Mars primitive Lebensformen befinden. Mit an Board des «Phoenix Mars Landers» sind sieben Stück Gleichstrommotoren mit Durchmesser 25 mm aus dem Hause Maxon Motor in Sachseln. Diese Motoren werden für die Positionierung der zwei Solarzellen eingesetzt, welche die Sonde mit der benötigten Energie beliefern. Jüngste Bilder vom Mars sind unter www.nasa.gov zu sehen. Mit an Bord des jüngsten « Phoenix Mars Landers » sind sieben Gleichstrommotoren mit Durchmesser 25 mm von Maxon Motor.

schaft, eine offene Kommunikation über das Unternehmen, den Umsatz, den Ertrag, unsere Erfolge und Misserfolge, um nur einige Beispiele zu nennen. Das pflegen wir konsequent seit 1992 in diesem Rahmen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind vernünftige Rahmenbedingungen, wie gute Sozialsysteme, aber auch eine zeitgemässe Entlöhnung. Ihr Unternehmen ist nicht an der Börse, welchen Hintergrund hat das? Wir verfügen über einen sehr sozialen Hauptaktionär, und wir sind zum Glück nicht an der Börse quotiert. Dass wir nicht von Analysten zu Quartalsergebnissen getrieben werden, ist sehr wichtig für eine gesunde Entwicklung. Wie das in Zukunft aussehen wird, ist schwer vorhersehbar, in Stein gemeisselt ist ausser dem Maxon Brand sehr wenig. Thema Innovation. Innovation ist in Ihrem Segment sicher wichtig, aber nicht zu jedem Preis. Wie stellen Sie hier die richtige Balance zwischen innovativen und zugleich nicht zu teuren Produkten her? Innovation entsteht bei uns meistens in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Wir versuchen entsprechend der


Inwieweit arbeiten Sie mit Hochschulen zusammen? Man muss sich zum Teil auch sehr gezielt in der Vorentwicklung und Entwicklung mit innovativen Themen beschäftigen, die nur in einer engen Zusammenarbeit mit externen Forschungsinstituten realisierbar sind. Aber auch gezielte Marktforschung ist nicht ganz unwesentlich. Mit der Kombination all dieser Faktoren realisieren wir eine gute Balance. Gestatten Sie mir eine Bemerkung zum Thema Innovation. Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn das Produkt am Markt erfolgreich ist und die getätigten Investitionen zurückspielen. Innovationen sind wichtig, aber genauso wichtig sind die Hausaufgaben, die gemacht werden müssen, und nicht erst dann, wenn es einem schlecht geht. Es liegt nach wie vor ein grosses Potenzial bei den meisten Firmen brach. Können Sie ein Beispiel nennen? Schauen Sie, wenn wir zum Beispiel ein neues Wickelverfahren entwickeln und einführen, wo wir 50% der Kosten einsparen können, dann ist das ein gewaltiger Schritt. Das ist mindestens so wichtig wie eine Produktinnovation, aber wesentlich besser überschaubar. Der Erfolg auf Ihre Produkte bezogen: Warum sind Ihre Motoren so gefragt am Markt? Unsere Produkte sind leistungsstark, zuverlässig und innovativ. Und wenn Sie mich in 5 Jahren das nochmals fragen würden, dann würde ich sagen, weil sie noch leistungsfähiger, noch innovativer und noch zuverlässiger sind. Gott sei Dank ist die Magnetentwicklung längst nicht am Ende. Die Neodym-Magnete haben ihr Leistungsmaximum noch nicht erreicht. Generell werden die Produkte immer kleiner und besser. Beispiele sind unsere Mikroantriebe.

Interview

speziellen Anforderungen spezielle Lösungen zu offerieren. Je besser wir uns mit den Kunden austauschen, umso eher münden diese Aspekte auch in innovative Produkte.

J. Mayer: «Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn sie am Markt erfolgreich ist.»

sollte sinnvoll weiter aufgebaut werden mit Schwerpunkt Hightech, aber auch anderen wichtigen Themen, die den Kanton Obwalden vorwärtsbringen.

Standort Schweiz: Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Schweizer Standortvor- und nachteile? Unser Standort Obwalden in der Zentralschweiz ist richtig schön. Das hört sich romantisch an, ist aber tatsächlich ein nicht unwesentlicher Aspekt, um gute Mitarbeiter zu verpflichten und zu halten. Allgemeine Vorteile des Schweizer Systems sind die politische Stabilität, das hohe Ausbildungsniveau, die Sicherheit, das Ringen nach Ausgleich und die sehr moderne technische Infrastruktur. Aber auch das Image Swissmade ist im Bereich der Feinwerk- und Mikrotechnik weltweit – ob Deutschland, die USA, Indien oder China – hervorragend. Da ist die Schweiz einfach Spitze. Wenn wir zu diesen Vorteilen Sorge tragen, etwas offener werden, dann können wir mit den wenigen Nachteilen relativ gut leben. Auch steuerlich sind wir hier in Obwalden mittlerweile in einer sehr attraktiven Position.

Der Standort Schweiz ist ein Hochlohnstandort. Was genau zeichnet Ihre Produkte aus, dass sie in der Schweiz wirtschaftlich hergestellt werden können? Hochleistung hat seinen Preis. Wenn Sie eine Vollkosten-Rechnung machen, dann sind die Kosten hier in der Schweiz günstiger, als wenn Sie das Gleiche in Schwellenländern oder Asien produzieren würden. Allerdings gibt es Produktbereiche, die in Niedriglohnländern kostengünstiger herzustellen sind. Da muss man genau abwägen. Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Aber so wie sich Maxon Motor entwickelt, mit einem zweistelligen jährlichen Wachstum, sind wir hier in der Schweiz auf einem derzeit guten Weg.

Hat die Steuersenkung in Obwalden Neuansiedlungen gebracht? Ja, es sind eine ganze Reihe von hoch interessanten Unternehmen dazugekommen. Das tut dem Kanton Obwalden sehr gut. Man darf das, trotz der grossen Euphorie, nicht überdrehen, es

Produktinnovation ist eine Seite, auf der anderen Seite müssen Sie immer am Stand der Technik fertigen und produzieren? Henry Ford hat einmal gesagt, «Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man das Vermögen». Wir

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Interview

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müssen schauen, dass wir entwicklungs-, maschinen-, verfahrens- und produktionstechnisch auf einem sehr hohen Level operieren können. Unsere Kernkompetenzen bauen wir gezielt aus, das was wir besser von extern beziehen können, kaufen wir zu. Ich glaube diese Kombination und der Wille, die Nummer 1 in der Nische zu sein, sind wesentliche Voraussetzungen unseres Erfolgs. Wie sieht in diesem Zusammenhang in Ihrem Unternehmen die Zusammenarbeit zwischen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit der eigenen Produktionsabteilung aus? Bei uns fängt es bereits im Vertrieb an, die Vertriebsingenieure verfügen über ein hohes Wissen. Und wir haben eine sehr enge Zusammenarbeit von Entwicklung und Produktion. Die Abteilungen müssen wissen, was geplant ist. Wir haben die Kommunikation institutionalisiert, sodass keine grossen Reibungsverluste entstehen. Je besser das Verständnis füreinander ist, umso besser läuft der gesamte Prozess vom Vertrieb zur Entwicklung bis hin zur Produktion und zu unseren Kunden. So funktioniert Maxon. Welche Ihrer Tochtergesellschaften wachsen derzeit überdurchschnittlich und woran liegt es Ihrer Meinung nach? Interessant ist, dass wir in der Schweiz, in China und in Japan überdurchschnittlich stark wachsen, das heisst im Minimum 20%. Da spielt sich die Musik ab. In China sind wir präsent. Mit heute 12 Aussenstellen machen wir in China sehr gute Geschäfte, eigentlich in der Höhle des Löwen. Wie schätzen Sie als VR-Präsident eines international agierenden und produzierenden Unternehmens die Zukunft des Produktions- und Fertigungsstandortes Schweiz ein? Das ist schwierig zu beantworten. Ich glaube, die Schweiz muss auf ihre Stärken setzen. Mit Zufriedenheit klappt das nicht. Wir müssen hungrig sein auf Erfolg, wir müssen mit unseren Produkten in die Welt hinaus. Die Swissness hat ein hohes Ansehen. Wir müssen alles tun, damit die Erwartungen unserer Kunden auch weiterhin erfüllt werden. Wenn wir das pflegen und das an die nächste Generation weitergeben, haben wir eine gute Chance. Mit Durchschnitt kommen wir in der Schweiz nicht weiter. Die Schweiz muss, ob sie will oder nicht, deutlich effizienter werden.

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Letzte Frage: Qualifiziertes Personal ist ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Können Sie uns drei Gründe nennen, warum Jugendliche sich heute und in Zukunft für einen technologischen Beruf entscheiden sollten? Ja, das kann ich. Technologie weckt Begeisterung und macht Spass. Sie ist eine Triebfeder für unsere Weiterentwicklung. Sie ist die Basis, um Neues entstehen zu lassen und sie bildet letztlich sogar die Voraussetzung, um die grossen Aufgaben unserer Menschheit zu lösen. Technologie ist ein Biotop für globales Teamwork und sie befasst sich mit der Zukunft an■ statt mit der Vergangenheit.

15.2.2008 15:37:44 Uhr


Batisec, Organisation für Arbeitssicherheit

Die Organisation zur Optimierung der Arbeitssicherheit in der Gebäudetechnikbranche kämpft gegen Betriebsunfälle. Dadurch spart die Branche viel Geld. Gemäss Batisec-Geschäftsführerin Andrea Signer kostet ein durchschnittlicher Unfall ein Vielfaches von dem, was es gekostet hätte, ihn durch Prävention zu verhindern. Erich Schwaninger Die Batisec mit ihren mehr als 6000 Mitgliedern betreibt in der Schweiz die grösste Branchenlösung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Leistungsnehmer sind die Mitgliederfirmen der Verbände, die der Batisec angeschlossen sind, wie beispielsweise der VSEI. «Ohne die Branchenlösung müsste jeder Betrieb selbst ein Sicherheitskonzept unter Beizug von Sicher-

heitsingenieuren und Sicherheitsmedizinern erstellen, was natürlich recht teuer wäre und periodisch wiederholt werden müsste», erklärt Geschäftsführerin Andrea Signer. Den Betrieben der Gebäudetechnikbranche bietet Batisec fixfertige Risikoanalysen, Massnahmenkataloge, Checklisten, Informationen über Neuerungen, ArbeitssicherheitsKurse, das Handbuch zur Umsetzung der Arbeitssicherheit im Betrieb, Audits zur Überprüfung der Umsetzung und

Portrait

Erfolgreicher Kampf gegen Betriebsunfälle ein Pool von Arbeitsärzten und anderen Spezialisten. Hinter der Batisec stehen die Arbeitgeberverbände VSEI (Elektro), suissetec (Heizung und Sanitär), Isolsuisse (Isoleure), SVK (Kältetechnik) und VSD (Deckenisolationen) sowie die Gewerkschaften UNIA und SYNA. Betriebe, die keinem der genannten Arbeitgeberverbände angehören, können sich mittels Anschlussvertrag der Batisec anschliessen. Die Batisec arbeitet auch mit anderen Organisationen zusammen, so mit der SUVA und der EKAS, der eidgenössischen Koordinationskommission für Arbeitssicherheit, was gemäss Andrea Signer gegenseitig recht gut funktioniert. Auch die Zuständigkeiten, etwa mit der SUVA, seien klar geregelt. «Die SUVA bietet keine Dienstleistung

Andrea Signer, Geschäftsführerin Batisec: «Unsere Arbeit ist offenbar erfolgreich. Seit Beginn der Branchenlösung im Jahre 1999 sind die Unfälle um 10 Prozent zurückgegangen. Wohl auch dank unseren sympathischen Plakaten.»

Ist die Leiter ganz?

Ist die Leiter lang genug?

Steht die Leiter rutschsicher? - bei Naturböden auf Metalldornen - bei fes ten B öden auf geriffelten Holmenenden

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T rägs t Du S chuhe mit festen Sohlen?

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Has t Du die Leiter richtig angestellt?

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B is t Du beim freihändigen Arbeiten mit Gurt und K arabinerhaken ges ichert?

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Portrait

in Form eines Sicherheitskonzeptes an, so wie wir das tun. Somit sind wir keine Konkurrenten, sondern nutzen gegenseitig unsere Synergien.»

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10.9.2008 16:08:11 Uhr

Breit abgestützte Dienstleistungen Die Batisec bietet ein Dienstleistungspaket an, welches vom Anwender umzusetzen ist. Ist sie dazu überhaupt autorisiert? Ja, sagt Andrea Signer: «Das Branchenlösungs-Paket basiert auf den Vorgaben des Unfallversicherungsgesetzes, der dazugehörenden Verordnungen, dem Arbeitsgesetz und vielen weiteren Gesetzen. Die Branchenlösung wurde von der EKAS offiziell bewilligt.» Wird das Paket nicht genutzt und hat ein Betrieb kein vergleichbares Sicherheitssystem, wird er über kurz oder lang ein Problem bekommen. «Im Falle eines Unfalles muss dieses Unternehmen dann mit verschärften Sanktionen rechnen, oder es erhält bei einer Betriebskontrolle durch das Arbeitsinspektorat eventuell eine Zwangslösung aufgebrummt, die dann sehr teuer sein kann», so Signer. Die Batisec selber sei jedoch kein Vollzugsorgan wie die SUVA, die Polizei oder die Arbeitsinspektorate. Die Arbeit der Batisec-Leute ist offenbar erfolgreich. Seit Beginn der Branchenlösung im Jahre 1999 sind die Unfälle um zehn Prozent zurückgegangen, wie Andrea Signer belegt. Doch damit gibt sich die ehrgeizige Geschäftsführerin nicht zufrieden. Bis im Jahr 2012 will sie die Berufsunfälle nochmals um 12,5 Prozent senken. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, sind verschiedene Massnahmen nötig. So wird beispielsweise die Batisec-Arbeitssicherheit direkt in die Lehrlingsausbildung integriert. «Wir haben ein komplettes Lehrmodul erarbeitet, das speziell auf die Bedürfnisse von Berufsanfängern – der Berufsgruppe mit überdurchschnittlich hohen Unfallzahlen – ausgerichtet ist», freut sie sich. Dieses Modul in Form einer DVD unterstützt die Lehrkräfte der Berufsfachschulen und der überbetrieblichen Kurse in der Unfallprävention.

Elektrounfall die häufigste Unfallart, sondern der Sturz von der Leiter, vom Gerüst oder der simple Stolperunfall. Vielfach führe eine unzureichende Organisation, also ein Mangel an Vorbereitung, Instandhaltung oder Instruktion dann halt zu einem Missgeschick. Und ein solches Ereignis geht ganz schön ins Geld. Andrea Signer: «Ein durchschnittlicher Unfall kostet pro Fall 10 000 Franken oder 1000 Franken im Tag, das heisst ein Vielfaches von dem, was es gekostet hätte, ihn durch Schutzmassnahmen und Ausrüstung zu verhindern, vom menschlichen Leid gar nicht zu sprechen!» Kurz: Unfälle passieren nicht, sie werden verursacht. So unterschiedlich die Unfallursachen sein können, auch die Art und Weise, wie in anderen Ländern mit dem Thema umgegangen wird, ist verschieden, wie Andrea Signer erklärt. «Amerika ist durch die hohen Schadenersatzansprüche, die nach einem Unfall geltend gemacht werden können, das Land, welches in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am strengsten ist. In Afrika, China oder moslemischen Ländern ist die Unfallrate aus vielerlei Gründen sehr hoch. Sei es, weil dem menschlichen Leben dort kein hoher Wert beigemessen wird oder aus Glaubensgründen – ein Unfall wird als gottgegeben hingenommen.» Nordeuropäische Länder wiederum würden sehr sicherheitsbewusst arbeiten, und in Deutschland werde seit etwa 30 Jahren mit «s taatlichen» Sicherheitskonzepten gearbeitet, die auch im Betrieb verankert sein müssen, «etwa ähnlich wie es heute in der Schweiz ist». Den Arbeitenden stellt Andrea Signer allgemein ein gutes Zeugnis aus. Das Bewusstsein habe sich verändert, die Leute seien sensibilisierter. Weiter lobt sie Betriebe, die sich stark gegen Berufsunfälle engagieren. «Diese Unternehmen registrieren auch weniger Nichtberufsunfälle, weil die Angestellten ihr Wissen auch mit nach Hause nehmen und in ihr Freizeitverhalten einbauen.» Ein Unfall wirkt nachhaltig ■ – Batisec präventiv.

Jeder Unfall hat seine Ursachen Andrea Signer ist nicht die Sicherheitsfachfrau, die mit erhobenem Finger auf die Verunfallten zeigt. Vielmehr begegnet sie ihnen mit Respekt: «Vergessen wir nicht, dass so ein Unfall ja meistens nicht aus bösem Willen provoziert wird, sondern aus Unwissenheit oder ‹nicht Acht geben› heraus geschieht.» So sei bei den Elektrikern nicht der

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75 Jahre Technische Betriebe Bischofszell So wichtig die grossen Stromkonzerne auch sind, ohne die sichere regionale Verteilung zum Endkunden wäre es mit der Stromversorgung unseres Landes schlecht bestellt. So feierten zum Beispiel im August die Bischofszeller voller Stolz ihre Technischen Betriebe TGB. Der Name bürgt seit 75 Jahren als kommunaler Energieversorger für die sichere Verteilung von Strom, Wasser und neu für den Zugang in das digitale Kommunikationsnetz. Seit ihrer Gründung wurden sowohl das Wasserwerk (1893) wie auch das Elektrizitätswerk (1908) getrennt geführt. Im Jahr 1993 vereinigten sich die Kommissionen der beiden Werke. Dies führte auch zu einer Zusammenlegung von Verwaltung, Betrieb und Personal; die Gemeindewerke Bischofszell, die heutigen Technischen Gemeindebetriebe, waren geboren. Mit

TGB

Branchen-News

Im Dienste der Region

Die engagierte TGB-Belegschaft im Jubiläumsjahr.

dem Jubiläumsmotto «75 Jahre TGB - Ihre sichere Energiequelle» wird ein weiterer Meilenstein gesetzt in der Entwicklung der Technischen Gemeindebetriebe Bisch-ofs-

zell. Heute leistet das Unternehmen mit 30 qualifizierten Angestellten einen massgeblichen Beitrag zur sicheren regionalen Energieversorgung. (hb) ■

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Branchen-News

Rohrbach neuer VSE-Präsident

BKW, VSE

Die Generalversammlung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE wählt Kurt Rohrbach, Direktionspräsident BKW/FMB AG, zum neuen Präsidenten. In seiner Antrittsrede mahnt er die Branche weiterhin ihre volkswirtschaftliche Verantwortung für eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Stromversorgung wahrzunehmen. Der VSE verabschiedete zudem die Verbandsstrategie 2008. Kurt Rohrbach.

An der Generalversammlung des Verbands Schweizer Elektrizitätsunternehmen wurde Kurt Rohrbach, Direktionspräsident BKW AG, zum neuen Präsidenten des VSE gewählt. Er löst Rudolf Steiner ab, der nach sechs Präsidialjahren aus dem Vorstand austritt. In seiner Antrittsrede tritt Kurt Rohrbach für einen starken Verband ein. Die Branche muss die volkswirtschaftliche Verantwortung und die Herausforderungen der Strom-

marktliberalisierung wahrnehmen. Die sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Stromversorgung steht im Zentrum. Der VSE soll mit einer Stimme als Plattform für die Schweizer Stromwirtschaft wahrgenommen werden. Mit einer breit angelegten Informationskampagne will dann auch der Verband über die Stromzukunft kommunizieren. «Wir stehen unter einem hohen Erwartungsdruck. Das gilt für die

Preise, für die Marktöffnung, aber auch für die weiteren Herausforderungen, vor welchen die Branche steht», so Rohrbach. Zu der aktuellen Diskussion rund um die Strompreise nimmt der neu gewählte Präsident wie folgt Stellung: «Wir müssen selbstkritisch eingestehen, dass offenbar nicht die ganze Branche die Brisanz erkannt, und das Bedürfnis nach adäquater Information ernst genommen hat.» (hb) ■

«swisselectric research award 2008»

swisselectric

Der Award 2008 geht an den Forscher Jürg Schiffmann. Er hat hocheffiziente Kompressoren entwickelt, die in Wärmepumpen für Einfamilienhäuser und für kleinere Industrieanlagen verwendet werden können. Der verbesserte Wirkungsgrad senkt den Stromverbrauch und somit die Kosten.

The Winner is: Jürg Schiffmann.

Heizen mit Wärmepumpen liegt im Trend: Im Jahr 2007 sind in der Schweiz

mehr Wärmepumpen verkauft worden als Ölheizungen oder Gasheizungen. Wegen des hohen Ölpreises dürfte sich dieser Trend verstärken. Zentraler Bestandteil ist der Kompressor. Er verdichtet, angetrieben durch einen Elektromotor, das in der Wärmepumpe vorhandene Kältemittel. Dem Berner Ingenieur Jürg Schiffmann ist es nun gelungen, die Effi-

zienz dieser Kompressoren zu verbessern. Anhand von Computermodellen optimierte er sowohl die einzelnen Bauteile des Kompressors als auch das Zusammenspiel dieser Bauteile. Damit lässt sich theoretisch ein Wirkungsgrad um die 80 Prozent erreichen, gegenüber den 65 bis 70 Prozent bei herkömmlichen Kompressoren. (hb) ■

An der ersten Sitzung des Verwaltungsrates wurde Dr. Manfred Thumann, CEO NOK, zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Vizepräsident ist Hermann Ineichen, Leiter des Geschäftsbereichs Energie Schweiz der BKW. Erster CEO a. i. wird Dr. Stephan Werner Döhler, Leiter Kernenergie NOK. Die Resun AG (Remplacement Suisse Nucléaire) mit Firmensitz

in Aarau plant den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg sowie der französischen Kernenergielieferverträge. Im Dezember 2007 hatten die Axpo Konzerngesellschaften NOK und CKW zusammen mit der BKW die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft zur Planung von zwei Kernkraftwerken (KKW) angekündigt. (hb) ■

Axpo

Resun AG ernennt Führungscrew

Dr. Manfred Thumann.

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Marketing & Vertrieb

Beschwerden haben auch Vorteile

Kundenbeschwerden erfolgreich bearbeiten Eine Reklamation kommt zwar selten vor, dennoch ist es wichtig, sie perfekt zu erledigen. Bleibt der Kunde dauerhaft unzufrieden, ist er wechselbereit und macht auch noch negative Mundwerbung: ein unzufriedener Kunde sagt es 14 anderen Personen. Ein zufriedener Kunde teilt es nur sieben Personen mit. Rolf Leicher Das beste Instrument der Kundenbindung ist die erstklassige Reklamationsbearbeitung. Die Beschwerde ist eigentlich nicht das grosse Übel, sondern die stümperhafte Abwicklung. Kunden, die sich beschweren, wollen den Chef sprechen. Weil Reklamierer als Nörgler gesehen werden, lässt dieser sich nur ungern sprechen. Auch die Mitarbeiter stellen sich auf Abwehr ein. Es wird zu wenig daran gedacht, dass ein unzufriedener Kunde das Recht hat, seine Ansichten, Wünsche und Forderungen vorzubringen. Wenn er sich gegenüber dem Betrieb äussert, gibt er ihm bewusst eine Nachbesserungsmöglichkeit. Beschwerden werden von den Chefs meist ausschliesslich als Kostenfaktor be-

trachtet. Tatsächlich entstehen bei der Bearbeitung von Beschwerden Kosten durch die Erfüllung von Forderungen. (Nachbesserungen, Neulieferungen usw.). Doch diese Kosten sind in Relation zu den erzielbaren Nutzeneffekten zu setzen. Die in Beschwerden enthaltenen kritischen Informationen geben der Produktion die Chance, Fehler auszuräumen, d. h., sich ständig zu verbessern und dabei Kosten zu sparen. Die perfekte Erledigung von Beschwerden ist ausserdem ein Kundenbindungsinstrument. So erfahren Sie den Sachverhalt Der Reklamierer beschreibt häufig den Schaden unvollständig oder er übertreibt stark, sodass Sie nachfragen müssen. Stellen Sie dabei keinesfalls geschlossene Fragen. Das sind Fragen, die als mögliche Antwort nur «Ja» oder «Nein» zu-

Wer reklamiert, ist verärgert. Ob er nun Recht hat oder nicht – und braucht vor allem erst einmal Verständnis.

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lassen. Um Details über den Fall zu erfahren, stellen Sie W-Fragen. Sie bekommen so ausführliche Antworten. W-Fragen können nicht mit «Ja» oder «Nein» beantwortet werden. Sie bringen ausführliche Informationen und erschweren auch unwahre Antworten. Beispiele offener Fragen: • «Was ist im Einzelnen vorgefallen?» • «Wie hat sich das bemerkbar gemacht?» • «Seit wann besteht der Schaden?» • «Welche Massnahmen haben Sie getroffen?» Machen Sie sofort Notizen Jeder Reklamierer fühlt sich ernst genommen, wenn Sie am Telefon gleich seine Angaben über den Fall zu Papier bringen. Es ist unbegreiflich, dass Mitarbeiter häufig nur hinhören und dann später nicht mehr präzise wissen, um was es geht. Bewährt hat es sich, die Notizen anzukünden: «Ich notiere.» Wenn Sie mitschreiben, gehen keine Details verloren. Sie vergessen nichts, was der Kunde beanstandet. Ein weiterer Vorteil der Notizen ist, dass der Reklamierer später nichts Gegenteiliges behaupten kann. Nicht den Schuldigen suchen Erste Reaktion im Betrieb: es wird nach einem Schuldigen gesucht, statt nach einer Lösung. Dabei erhält der Kunde oft Informationen, die ihn gar nichts angehen: «Das hat eine Aushilfe zu vertreten», «Das liegt am Spediteur», «Der Computer ist abgestürzt», «Die Termine waren zu eng», «Der Stress zu gross» ... Der Reklamierer versteht das als Ausrede, ausserdem verliert er das Vertrauen. Noch immer gilt: über das Unternehmen darf der Mitarbeiter nicht negativ sprechen, auch bei Reklamationen. Erklärungen über interne Pannen gehören zu den Tabu-Themen.


Tabu-Themen: Was den Kunden nichts angeht Auch wenn Kunden nach Ursachen und Hintergrund fragen – sie dürfen nichts über interne Pannen erfahren. Sie schaden damit dem Image Ihres Betriebes. 1 Achten Sie auf diese 8 Tabu-Themen : 2 Der Kunde versteht : 1.1 Fehler anderer Abteilungen: «Das liegt an der Auftragsabteilung.» 1.2 «Das passsiert beim nächsten Auftrag auch.» 2.1 Technischer Stand in Produktion: «Uns ist eine Maschine ausgefallen.» 2.2 «Die haben alte Maschinen.» 3.1 Pannen beim Vorlieferanten: «Der Vorlieferant kann nicht liefern». 3.2 «Der Vorlieferant ist schlecht.» 4.1 Lagerbestand ist zu klein: «Nichts mehr da.» 4.2 «Die sind nicht lieferfähig.» 5.1 Organisatorische Schwächen: «Wir haben Probleme.» 5.2 « Da läuft ja nichts mehr.» 6.1 Unterbesetzung beim Personal: «Wir sind überlastet.» 6.2 «Das könnte ja wieder passieren.» 7.1 Interne Schwierigkeiten: «Da blickt keiner durch.» 7.2 «Ist da keiner kompetent?» 8.1 Mangelnde Qualifikation des Personals: «Das hat eine Aushilfe gemacht.» 8.2 «Die sparen am Personal.» Warnsignale: Achten Sie auf die «Fangfragen» des Kunden.  Wieso geht das nicht? Warum können Sie nicht liefern? Weshalb dauert das so lange?  Liegt es am Vorlieferanten? Ist nichts mehr am Lager?  Was sagt denn der Chef dazu? Tipp: Stellen Sie Pannen so dar:  einmalig passiert, nur jetzt  selten, ausnahmsweise vorgekommen «Verpacken» Sie Negatives positiv. Am besten aber reden Sie gar nicht darüber.

Vorbeugen ist besser Wenn im Vorfeld klar wird, dass ein Liefertermin nicht eingehalten werden kann, muss der Kunde darüber informiert werden. Und zwar sofort. Je früher, desto besser. Wenn der Kunde bei fälligen Terminen angemahnt und dann die Verzögerung erst erfährt, entsteht Ärger. Durch Überstundn in der Produktion ist Lieferverzug meist vermeidbar. Das kostet zwar Geld, wenn der Vorlieferant Schuld an der Verzögerung hat, muss er an den zusätzlichen Kosten beteiligt werden. Verhalten bei Reklamationsannahme Wer reklamiert, ist verärgert. Überlegen Sie also nicht gleich, ob der Kunde Recht hat oder nicht – zeigen Sie Anteilnahme an seinem Ärger. Die Gefühlsebene des Reklamierers muss angesprochen werden. Das ist also der 1. Schritt. Der Kunde will Verständnis für seinen Ärger hören. Es

kommt nicht nur darauf an, was man sagt, sondern wie man es dem Kunden sagt. Verständnis äussern heisst nicht, ein Zugeständnis zu machen. Mit der Anteilnahme spricht man die Gefühle des Reklamierers an. Das abgedroschene «Tut mir leid» gilt es zu vermeiden. Mit «verstehen» oder «Verständnis» kommt man weiter. Verständnis äussert man so: 1. «Für Ihre Enttäuschung habe ich Verständnis.» 2. «Ich kann Ihren Ärger verstehen.» 3. «Ich weiss, dass Sie sauer sind.» 4. «Ich habe Verständnis, wenn Sie jetzt unzufrieden sind.» Beschwerden haben auch Vorteile Positive Aspekte einer Kundenbeschwerde 1. Eine Reklamation gibt die Möglichkeit, bisher verborgene Fehler zu erkennen und auszuschalten. Weitere


Muster-Formular

Reklamationsannahme per Formular Die Annahme von Kundenreklamationen darf sich nicht nur auf mündliches Informieren beschränken. Da wird in der Hektik vieles vergessen. Legen Sie grössten Wert darauf, dass es zur schriftlichen Aufnahme einer Beschwerde kommt. Intern wie extern werden Notizen ernster genommen als das mündliche Weiterleiten. Zum Informationsfluss einer Reklamation gehört von Anfang an die schriftliche Erfassung der Reklamationsdaten. Benutzen Sie ein firmenspezifisches Reklamationsformular. Der Zweck dieses Formulars besteht in erster Linie darin, systematisch bestimmte Informationen und Tatbestände auf ihre Vollständigkeit, Richtigkeit zu erfassen. Notizen im Formular entlasten Ihr Gedächtnis, führen zur systematischen Annahme und sparen Ihnen jedes Mal die Fragen zu überlegen. In der Praxis haben sich Formulare bewährt, die firmenspezifisch gestaltet sind.

Marketing & Vertrieb

REKLAMATIONSANNAHME Bearbeiter/in:

Datum: Uhrzeit:

Firma: Wer reklamiert: Geschädigter: Auftragsnummer: Beschwerdeobjekt: Schadensbeschreibung:

Ursache:

Verhalten bei Selbstverschulden des Kunden Nicht alle Reklamationen sind berechtigt. Es kann auch mal der Kunde Schuld haben, vor allem, wenn er bei Warenprüfung einen offensichtlichen Mangel nicht zur Kenntnis nimmt. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihre Gewährleistungspflicht eindeutig in Ihren Konditionen definieren. Hat der Kunde also Schuld, müssen Sie seine Forderung zur kostenfreien Erledigung absagen. Weisen Sie den Kunden darauf hin, dass er zu den von Ihnen definierten AGB bestellt hat. Die Bedingungen stehen auf der Rückseite Ihrer Auftragsbestätigung und Rechnung.

Vom Reklamierer gewünschte Mängelbeseitigung:

Terminforderung des Reklamierers:

Zugesagter nächster Schritt: Termin: Mitteilung an :

Können Sie absagen? Beanstandungen können dadurch vermieden werden. 2. Reklamationen öffnen oft den Blick für besondere Probleme, die bisher unbekannt waren. 3. Reklamationen geben auch Hinweise für zusätzliche Geschäfte oder eine Vergrösserung des Auftrages.

4. Erledigte Reklamationen schaffen eine noch bessere Basis für künftige Kontakte. Der Kunde erfährt die verantwortungsbewusste Einstellung eines Lieferanten. 5. Eine gut erledigte Reklamation kann den zufriedengestellten Kunden sogar veranlassen, für die Firma Werbung zu machen.

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Absagen an den Kunden sind unangenehm! Rechnen Sie damit, dass Ihr Kunde sauer reagiert. Oft sind Sie nur der Überbringer der Absage, nicht der Entscheider und trotzdem bekommen Sie die Enttäuschung ab. Empfehlung 1 Sobald die Absage feststeht, rufen Sie gleich an. Schieben Sie Absagen oder

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schlechte Nachrichten für den Kunden nie auf die lange Bank. Empfehlung 2 Verpacken Sie schlechte Nachrichten nicht. Viele gute Worte helfen wenig, wenn dann die Absage auf die Kundenforderung kommt. Springen Sie gleich ins kalte Wasser. Empfehlung 3 Beauftragen Sie nicht einen Dritten, die Absage vorzunehmen. Kunden wollen den direkten Kontakt und keine Mittelsmänner. Wer sich hinter anderen verschanzt, wirkt feige. Sagen Sie möglichst telefonisch ab, damit ein Dialog entsteht. Bei einer schriftlichen Absage ist ein Zwiegespräch nicht möglich, es sei denn, der Kunde ruft nach Erhalt der Absage selbst an. Meist ist er dann schon «geladen» und droht. Also: Erst telefonieren, dann können Sie den Sachverhalt noch schriftlich bestätigen. Wenn Sie absagen, darf Ihr Vorgesetzter hinter Ihrem Rücken diese nicht revidieren. Bei Kundenverschulden wegen einer Reklamation entstehen Reparaturkosten. Machen Sie einen genauen Kostenvoranschlag, und zwar schriftlich. Wenn Sie aus Kulanz einen Teil der Kosten übernehmen, schreiben Sie das deutlich in den Voranschlag! Veranlassen Sie Ihre Service-Mitarbeiter, Kulanz immer zu betonen. Kulanz muss dem Kunden bewusst werden, sie ist nicht selbstverständlich. Die Kulanzregelung wirkt stärker, wenn der Betrag, mit dem man dem Kunden entgegenkommt, genannt wird.

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Der aggressive Reklamierer Gestatten Sie einem Reklamierer ärgerlich zu sein Es ist schwierig, mit aufgeregten Kunden sachlich zu reden. Lassen Sie den Reklamierenden erst leer laufen und ausreden, bevor Sie Stellung nehmen. Fordern Sie aufgeregte Menschen am Telefon nie auf, endlich sachlich zu werden. («Nun kommen Sie mal endlich zur Sache.») Das wäre völlig sinnlos. Keiner wird sachlich, wenn Sie ihn dazu auffordern. Lösen Sie Aggressionen auf, indem Sie ruhig bleiben und genau zuhören. Ihre Entschuldigung ist kein Schuldeingeständnis Ihre Freundlichkeit (bitte nicht übertreiben) verhindert weitere Angriffe des Reklamierers. Wenn Sie sich entschuldigen, was viele Kunden bereits besänftigt, so ist das noch längst kein Schuldeingeständnis. Viele Kunden wollen nur von Ihnen Recht bekommen, als Entschädigung für die Aufregung und den Ärger. Geben Sie Ihnen Recht, aber nicht mehr! Machen Sie keine Zugeständnisse, sondern gehen Sie zunächst nur auf den persönlichen Ärger des Kunden ein («Ich verstehe, das ist ärgerlich.»). Zeigen Sie Geduld! Nehmen Sie sich Zeit! Fehler bei der Behandlung des Reklamierers liegen oft in mangelnder Geduld und darin, dass sich derjenige, der die Reklamation annimmt, zu wenig in die Lage des Kunden versetzt. Er hat vielleicht einfach keine Lust, die umständlichen Ausführungen anzuhören, fängt schon an zu reden, obwohl er noch gar nicht richtig verstanden hat, um was es eigentlich ■ geht.

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Fragen und Antworten zur NIN 2005

NIN-Know-how 38 Das haben wir ja schon immer so gemacht – aber keiner weiss warum… Solche Aussagen stammen bestimmt nicht aus unseren Reihen, oder? Dürfen Litzenkabel jetzt oder schon seit jeher auch ortsfest verlegt werden und ist das Verlöten von Litzenenden dann erlaubt? Stimmen die alten Selektivitäts-Faustregeln heute nicht mehr? Manchmal übernimmt man Gewohnheiten, welche seit Jahren nicht überprüft wurden, und nicht selten ist man sich bei den einfachsten Angelegenheiten nicht mehr sicher, ob deren Umsetzung noch den Normen entspricht oder «schon wieder» etwas geändert hat. Auch in dieser Ausgabe haben wir uns der einen oder anderen Gewohnheit angenommen.

Pius Nauer und David Keller

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Anpassungen an der alten Installation Wir dürfen für ein bestehendes landwirtschaftliches Ökonomiegebäude eine neue Hauptverteilung liefern. Nach den gültigen Regeln der Technik muss in solchen Anlagen alles über eine Fehlerstromschutzeinrichtung geschützt werden. Nun sind einige der Installationen noch nicht nach System TN-S installiert. Dies verunmöglicht uns, den Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung für die gesamte Installation vorzusehen. Die Änderung der alten Installation würde sehr hohe Kosten verursachen. Ist es nun möglich, in der neuen Hauptverteilung nur die Stromkreise mit einer Fehlerstromschutzeinrichtung zu schützen, welche bereits in TN-S ausgeführt sind, oder muss die gesamte Installation saniert werden? Findet man in der Norm einen entsprechenden Verweis? (R. v. W. per E-Mail) Grundsätzlich kann und muss eine Norm nie rückwirkend angewandt werden. Dass heisst, wenn Ihre Installationsteile vor dem Jahre 1985 installiert wurden, ist der Einsatz einer Fehlerstromschutzeinrichtung nicht zwingend. Mit dem Ersatz der Hauptverteilung ändern Sie nur einen Installationsteil und dieser muss den gültigen Normen entsprechen. In der Starkstromverordnung finden Sie im Artikel 1 dazu eine entsprechende Be-

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merkung. Es heisst dort unter anderem: Die Bestimmungen für die Erstellung gelten für bestehende Anlagen, wenn sie in einem bedeutenden Mass verändert werden und die Erfüllung der Anforderungen weder unverhältnismässig ist noch die Sicherheit wesentlich beeinträchtigt. Wie Sie aus diesem Abschnitt erkennen können, definiert die Starkstromverordnung die Anwendung der gültigen Regeln der Technik in bestehenden Installationen mit der Verhältnismässigkeit. Als versierter Elektroinstallateur wird man wohl nun aber dem Kunden die Vorteile einer neuen Installation si-

cher aufzeigen. Gerade auch mit dem Wechsel der Steckvorrichtungen ist dem Kunden in Zukunft sicher gedient, wenn man grössere Anpassun(pn) gen vornimmt.

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Herbstmarkt mit Dorffest Wie jedes Jahr installieren wir für unseren Dorfmarkt die Grundinstallation. Ab den eigens für diesen Zweck vorgesehenen Verteilkasten schliessen wir PUR-Kabel an und führen diese auf Steckdosenverteiler. Für diese Installationen erstellen wir auch einen Sicherheitsnachweis. Was uns aber dann erstaunt, sind die Installationen in den jeweiligen Ständen. Wer ist eigentlich für die Sicherheit dieser Installationen zuständig, doch hoffentlich nicht auch noch wir? (W. S. per E-Mail) Die Verantwortlichkeiten für die Sicherheit von elektrischen (Starkstrom-) Anlagen regelt die NIV und auch die StV. So ist nach Artikel 5 NIV der Eigentümer grundsätzlich verantwortlich. Eigentümer der Grundinstallation, welche Sie erstellen, ist möglicherweise die Netzbetreiberin oder der Veranstalter stellvertretend. Viele Gemeinden erteilen eine Bewilligung für einen Grossanlass nur dann, wenn eine natürliche Person als Verantwortungsträger bestimmt ist.

4 Beispiel für die Selektivitätsgrenze aus dem Katalog der Firma Hager.

25A

16A

0.56

DII 25A gL

Die Selektivitätsgrenze liegt bei 560 Ampère

4

LS-C 16 A

IK 560A


3

Flexible Leitungen ortsfest montiert Wir hatten letzthin in unserer Firma eine angeregte Diskussion über die Verlegung von Leitungen. Auch nach längerer Zeit waren wir uns nicht einig, ob flexible Leitungen ortsfest verlegt werden dürfen oder ob diese ausschliesslich für die ortsveränderliche Verlegeart zugelassen sind? (S. R. per E-Mail) Für die ortsfeste Verlegeart definiert die NIN keine besonderen Ansprüche an die Bauart der Leitung. So können also steife, flexible und hochflexible Leitungen ortsfest installiert werden. Im Artikel 5.2.2.8.8.1 ist nachzulesen, dass flexible und hochflexible Leitungen bei ortsfester Montage in Rohre einzuziehen sind, oder man wählt eine andere Verlegeart, wobei jedoch zu beachten ist, dass die Befestigungsmittel die Leitung nicht beschädigen. Weiter heisst es, dass Nägel und Agraffen nicht als Befestigungsmittel eingesetzt werden dürfen. Flexible Leitungen werden oft mit der ortsveränderlichen Verlegeart in Verbindung gebracht, natürlich

auch darum, weil man sie dort auch am häufigsten antrifft. Verlegt man nun aber diese flexiblen Leitungen ortsfest, so darf auf keinen Fall der Leiterquerschnitt von der ortsveränderlichen Verlegeart übernommen werden. Auch für flexible Leitungen muss bei ortsfester Verlegeart der Querschnitt entspre(pn) chend dimensioniert werden.

NIN-Know-how

Für die Standbauten sind die Eigentümer teils Firmen, teils Vereine und auch Privatpersonen verantwortlich. Gerade bei Vereinen stellt sich bei solchen Anlässen oft die Frage nach den Verantwortlichkeiten. Wenn die für den Anlass verantwortliche Person keine weiteren Regelungen mehr trifft, so trägt diese Person nun die Haftung auch für solche Stände. Besser für den Bewilligungsträger wäre es jetzt, vorgängig und schriftlich von jedem Standbetreiber eine Person zu bezeichnen, welche für das Einhalten der Vorschriften Rechenschaft ablegt. Gemäss SEV-Info Nr. 2027 1.b vom November 2005 müssen Sicherheitsnachweise bei solchen Jahrmärkten wie folgt ausgestellt werden: • für alle fest angeschlossenen Teile, seien es Installationen oder auch Erzeugnisse • für gesteckte Anschlüsse mit Nennstrom grösser als 32 Ampere, es denn, eine Konformitätserklärung nach NEV liegt vor. Keinen Sicherheitsnachweis brauchen Anlageteile, welche gesteckt werden und keinen grösseren Nennstrom als 32 Ampere aufweisen. Diese werden als Erzeugnisse betrachtet, weshalb (auf Verlangen) eine Konformitätserklärung vorgelegt werden muss. Für die normenkonforme Installation finden Sie alle Angaben in Kapitel 7. 11 (dk) der NIN.

4

Kurzschlussselektivität Nach dem Einzug in die neue Eigentumswohnung hat sich unser Kunde darüber beklagt, dass ein Defekt in der Waschmaschine im Keller die halbe Wohnung stromlos gemacht habe. So etwas sei keine fachmännische Installation. Wir haben aber, wie so oft, eine Bezügersicherung D II mit 25 Ampere Nennstrom und für die Gruppe Waschmaschine einen LS-C mit 16 Ampere eingebaut. Genügen zwei Stufen nicht mehr für das Einhalten der Selektivität? (K. B. per E-Mail)

Wenn es hier um Obst ginge, würden Sie Äpfel mit Birnen vergleichen, ist ja fast dasselbe. Wir müssen Selektivität im Kurzschlussfall von der Überlastselektivität unterscheiden! Die einfachere Variante für die Planung ist sicher die Überlastselektivität. Beim Hintereinanderschalten von Schmelzsicherungen ist die Selektivität eingehalten, wenn der Nennauslösestrom der vorgeschalteten Sicherung mindestens um den Faktor 1,6 höher dimensioniert ist. Früher (nach älterer SEV-Norm) betrug der Faktor sogar 2, vielleicht hier die Verwechslung mit «2 Stufen». Macht man das Gleiche mit Leitungsschutzschaltern der Charakteristiken B, C oder D, so genügt ein Faktor von 1,5. Im Kurzschlussfall treffen wir aber eine ganz andere Situation an: Es fliesst nämlich sehr rasch ein sehr grosser Strom, der in keiner Art und Weise mit einem Überlaststrom verglichen werden kann. Zudem hängt die Grösse dieses Stromes nun im Wesentlichen von der Entfernung zur Energiequelle ab, ist also an jedem x- beliebigen Ort wieder anders. Die Selektivitätsgrenze hängt hier also von der Grösse des Kurzschlussstromes ab und muss aus den Herstellerangaben entnommen werden. Aus Abbildung 4 ersehen Sie, dass z. B. ein LS-C 16 A zu einer Schmelzsicherung 25 A bis zu einem Strom von 560 Ampere selektiv ist. Gerade im Wohnungsbau nimmt man (vielleicht gar nicht so bewusst?) in Kauf, dass die Anlage nicht 100% selektiv ist. Jedoch nimmt man mit einer Risikoabwägung

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Elektrotechnik 10/08 | 97

29.7.2008 7:46:14 Uhr


NIN-Know-how

Gerätekategorie nach Zonen

Temperaturklasse

1G

Gas

Zone 0/1/2

T1

450

2G

Gas

Zone 1/2

T2

300

3G

Gas

Zone 2

T3

200

1D

Staub Zone 20/21/22

T4

135

2D

Staub Zone 21/22

T5

100

3D

Staub Zone 22

T6

85

6

Gerätegruppe 7

in Kauf, dass beim wahrscheinlich eher seltenen Kurzschlussfall die Konsequenzen nicht allzu folgenschwer sind. (dk)

5

Aderhülsen, verlöten oder nichts? Ich habe mich schon oft gefragt, ob auf Litzendrähte zwingend Aderhülsen angebracht werden müssen. Man könnte die Litze für den Anschluss an Klemmen auch verlöten oder einfach so belassen. In den Normen habe ich dazu keine eindeutige Aussagen gefunden. Was muss, kann oder darf gemacht werden? (Y. A. per E-Mail) In der NIN 5.2.6.1 sind die Anforderungen an die elektrischen Verbindungen definiert und es wird auch angegeben, was alles berücksichtigt werden muss. Im Folgenden ist das Wesentliche kurz zusammengefasst: Der Anschluss muss eine dauerhafte Stromübertragung gewährleisten. Damit dies eingehalten werden kann, müssen die Verbindungsmittel richtig ausgewählt werden. Wer nun in der NIN nach der Aderendhülsen auf Litze sucht, der wird nichts finden. Es kommt also auf die Verbindungstechnik an. Schliesst man eine Litze an eine Leuchterklemme an, welche mit der Schraube direkt den Litzendraht unterklemmt, so ist der Einsatz einer Aderendhülse vonnöten. Bei Federklemmen gibt der Hersteller an, welche Verbindungstechnik gewählt werden kann. Die meisten Fabrikate

98 | Elektrotechnik 10/08

lassen eine Unterklemmung der Litze auch ohne Aderendhülsen zu. Schlecht angebrachte oder zu grosse Hülsen können sich bei solchen Verbindungen sogar sehr schnell negativ auswirken. Die Litze für Anschlüsse zu verlöten, wäre eine weitere Möglichkeit. Aber Achtung, bei Schraubklemmen schwindet das Lötzinn auf der Litze sehr schnell. Das weiche Lot verformt sich unter dem Druck der Klemme und führt dazu, dass sich die elektrische Verbindung sehr schnell verschlechtert. In der EN 60204-1 Artikel 14.1 wird darauf hingewiesen, dass gelötete Anschlüsse nur dann erlaubt sind, wenn die Anschlüsse zum Löten geeignet sind. Wir sehen nun also deutlich, Aderendhülse ja oder nein das kann man so alleine nicht beantworten. Um diese Frage richtig zu beantworten, ist es wichtig, das entsprechende Verbin(pn) dungssystem zu kennen.

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Schaltgerätekombinationen für Laien In einem Kontrollbericht wird bemängelt, dass die Schaltgerätekombination nicht von Laien bedient werden könne. Wir haben tatsächlich eine Schaltgerätekombination für instruierte Personen gebaut und auch so gekennzeichnet. Die Türe lässt sich nur mit einem Vierkantschlüssel (Werkzeug) öffnen und auch ein Blitzsymbol ist angebracht, wie in der ET 6/08 angegeben. Die SK hat einen angegebenen Schutzgrad von IP2XB. Nach dem Öffnen der Türe ist

die Einspeisung der SK gegen zufällige Berührungen geschützt (siehe Foto). Unserer Meinung nach ist dieser Schutz ausreichend. (P. G. per E-Mail) In einer Wohnung müssen SGKs so ausgeführt werden, dass diese von Laien gefahrlos bedient werden können. Dafür finden sich ergänzenden Anforderungen in den EN 60439-3, u. a. müssen alle Aussenflächen IP 2XC aufweisen. 2XB würde bedeuten, dass sowohl die Aussenflächen genauso wie die inneren Abdeckungen eine maximale Öffnung von 12 mm aufweisen, was so keinen Sinn macht. Also: aussen 12 mm (IP2), innen 2,5 mm (IP XXC). Bei Schaltgerätekombinationen, in denen gelegentlich Zugang zu bestimmten Teilen notwendig ist (z. B. zum Auswechseln von Lampen oder Sicherungseinsätzen), muss ein Hindernis so angeordnet werden, dass aktive Teile, die nicht durch eine andere Schutzmassnahme geschützt sind, nicht unabsichtlich berührt werden können. Dieses Hindernis braucht jedoch das absichtliche Berühren aktiver Teile durch Herumgreifen mit der Hand nicht zu verhindern. Es darf nur mit Werkzeug (dk) oder Schlüssel zu entfernen sein.

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Schalterauswahl in Ex-Bereich In einer Abwasserreinigungsanlage ist ein kleiner Raum als explosionsgefährdeter Bereich definiert. In dieser Zone 1 sollen


wir einen Schalter und eine Leuchte montieren. Mit Katalogen und NIN versuchten wir nun, ein richtiges Schaltermodell zu finden. Wir sind uns aber nicht ganz sicher, ob wir die Aufschriften des Herstellers richtig verstanden haben. Wo findet man die Bedeutung der verschiedenen Zeichen? (N. H. per E-Mail) Sie finden dazu Angaben in der NIN Kapitel 7.61 und in der EN 60079-14. Bei der Wahl von Betriebsmitteln für explosionsgefährdete Zonen ist Folgendes zu beachten: Zoneneinteilung, Gerätekategorie nach Zonen, Gerätegruppe und die Temperaturklasse. Die Verantwortung der Zoneneinteilung liegt beim Eigentümer der Installation und wird in Zusammenarbeit der Suva und der kantonalen Feuerpolizei geregelt. In ihrem Fall ist dies bereits erfolgt und sie können also einen Schalter wählen, welches den Anforderungen der Zone 1 gerecht wird. Dazu ist die Angabe der Gerätekategorie sehr hilfreich. Schauen Sie sich dazu die Abbildung 7 an. In den Herstellerangaben ist der Aufdruck 2G ersichtlich. Dieses Betriebsmittel kann also gemäss Tabelle in der Zone 1 eingesetzt werden. Der Buchstabe hinter der Zahl sagt aus, ob ein Betriebsmittel in gasexplosionsgefährlichen Zonen (G) oder in staubexplosionsgefährlichen Zonen (D) eingesetzt werden kann. Die Gerätegruppe wird mit einer römischen I oder II bezeichnet. Betriebsmittel, welche im schlagwettergefährdeten Grubenbau eingesetzt werden, müssen der Gerätegruppe I entsprechen. In den anderen Einsatzgebieten, also auch bei Ihrer, ist ein Betriebsmittel mit der Gerätegruppe II zu installieren. Zuletzt ist noch die Temperaturklasse zu beachten. Dazu ist es notwendig, die Zündtemperatur des Gases zu kennen. Die Oberflächentemperatur eines in einer explosionsgefährdeten Zone eingesetzten Betriebsmittels darf verständlicherweise nicht grösser sein als die Zündtemperatur des betreffenden Gases. Hier hilft uns die Temperaturklasse weiter. In unserem Beispiel in Abbildung 7 ist dem Schalter die Temperaturklasse T6 zugeteilt. Das heisst, dass die Oberflächentemperatur des Schalters nie grösser als 85° C werden wird. Ist nun die Zündtemperatur Ihres explosionsfähigen Gemisches grösser, so kann der Schalter eingesetzt werden. Es ist darauf zu achten, dass auch Verschraubungen etc. der entsprechenden Klassifikation (pn) entsprechen.

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Alter Stecker des Typs 1 Bei einer Kundin musste ich eine Ständerlampe reparieren. Beide hatten etwa den gleichen Jahrgang, so um die Kriegszeit herum. Als ich im Geschäft einen neuen Stecker (Typ 12) holte, meinte mein Chef, ich dürfe diesen nicht an diese Leuchte anschliessen. Er konnte aber auch nicht sagen warum. Ich finde aber, dass das überhaupt kein Problem geben sollte. (S. A. per E-Mail) Wenn diese Ständerleuchte vollständig aus Isoliermaterial besteht (z. B. Holz) und auch keine metallenen Fassungen sowie ein doppelt isoliertes Anschlusskabel besitzt, so sehe ich da auch keine Probleme. Sicher hätte Ihr Chef aber recht, wenn es sich bei der besagten Leuchte möglicherweise um einen Messingständer handelt. Ohne Schutzleiter würde das nach heutiger Definition der Schutzklasse 0 entsprechen. Und Geräte der Schutzklasse 0 dürfen nach geltenden Normen nur in nicht leitenden Räumen eingesetzt werden. Früher wollte man diese besondere Gefahr so eindämmen, dass ebensolche Geräte nicht an Orten mit erhöhtem Risiko zum Einsatz gelangen durften. Zu diesen Orten zählten neben Werkstätten und anderen Arbeitsstätten mit leitendem Fussboden oder mit fest montierten und geerdeten Maschinen auch feuchte, nasse und korrosionsgefährdete Räume sowie die Verwendung von Geräten im Freien. Deshalb steht auch noch in der aktuellen Norm der Passus, dass an ebendiesen Orten Steckdosen mit Schutzkragen montiert werden dürfen. Somit wurde verhindert, das dort Stecker des Typs 1 eingesteckt wurden. Die aktuelle Norm (NIN 2005) besagt im Weiteren in Artikel 5.4.3.4.7: An ortsveränderliche Leitungen ohne Schutzleiter dürfen nur Steckvorrichtungen ohne Schutzkontakt angeschlossen werden. Stecker mit Schutzkontakt dürfen nur dann angeschlossen werden, wenn die Leitungen am andern Ende mit Apparaten mit Sonderisolierung (Schutzklasse II) oder mit Apparate- oder Kupplungssteckdosen für solche Appa(dk) rate verbunden sind.

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Probleme mit der Leckstrommessung Kürzlich habe ich an einem Stromkreis die Leckstrommessung durchgeführt. Es ergab sich ein Leckstrom von 14 mA. Eigentlich wäre dieser Wert in Ordnung. Erstaunt habe ich jedoch nach der Isolationsmessung festgestellt, dass der Isolationswert bei 0 ⍀ lag. Weitere Messungen erga-

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NIN-Know-how

N-PE Verbindung

14mA

Messung mit einem Verbraucher

12mA

10000 3

Messung mit: 0 MΩ

ON C13

9a

28mA

Durch zuschalten von Lasten ändert sich der Leckstrom!

28mA

10000 3

ON

Messung mit: 0 MΩ

C13

9b

ben eine Verbindung zwischen einem Neutral- und Schutzleiter auf einer Steckdose. Das Ganze hat mich nun sehr verunsichert. Ist es nicht möglich, solche N-PEVerbindungen mit der Leckstrommessung zu erkennen? (A. W. per E-Mail) Die Leckstrommessung ist eine heikle Methode, um den Isolationswiderstand einer Installation zu überprüfen. Damit man die Messwerte richtig interpretieren kann, braucht es einiges an Erfahrung. Die Isolationsmessung wird bekanntlich mit einer Gleichspannung durchgeführt, dies darum, weil man so die meisten Messfehler, welche durch eine Wechselspannung entstehen, umgehen kann. Nun zu Ihrer Frage. Ein zentraler Punkt bei der Leckstrommessung ist die Belastung des Stromkreises. So muss vor der eigentlichen Leckstrommessung geprüft werden, ob der entsprechende Stromkreis auch Strom führt. Dies kann mit der Messzange über die einzelnen Polleitern geprüft werden. Ist dem so, kann mit der Leckstrommessung begonnen werden, wobei die gemessenen Werte zu protokollieren sind. Um nun das Ganze zu analysieren, ist es hilfreich, eine zweite Messung durchzuführen. Dazu schalten wir jedoch zum entsprechenden Stromkreis eine weitere Last zu und lesen die Anzeigen wiederum ab. Siehe dazu die Abbildungen 9a und 9b. Die zwei Resultate der beiden Messungen sind miteinander zu vergleichen. Geben diese beiden Messungen unterschiedliche Werte, ist eine Überprüfung mittels Isolationsmessung unabdingbar. Die Methode der Leckstrommessung darf nicht dazu führen, dass man «einfach so» auf eine Isolationsmes■ sung verzichtet. (pn)

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100 | Elektrotechnik 10/08


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Aus- und Weiterbildung

NDK-Projektleiter Gebäudeautomation

Kontinuität in neuen Besitzverhältnissen Unternehmerisch denkende und technisch qualifizierte Projektleiter für die Gebäudeautomation sind gesuchte Leute. Im Frühling 2008 schlossen weitere Fachleute den Nachdiplomkurs Projektleiter Gebäudeautomation an der zti erfolgreich ab und im Herbst startet der neue. Richard Staub Die Zuger Techniker- und Informatikschule hat letztes Jahr ihre Besitzerin gewechselt. Als Teil der IBZ-Gruppe, von der sie vor einigen Jahren übernommen worden war, gehört sie nun zur Basler Bildungsgruppe. Die Basler Bildungsgruppe ist ein Verbund hochwertiger Privatschulen im Raum der gesamten Deutschschweiz. In der Nordwestschweiz ist sie die grösste private Anbieterin von Aus- und Weiterbildung. Augenfälligste Veränderung war die Berufung von Priska Knaus zur

neuen Schulleiterin. Natürlich löste diese Umstrukturierung auch einige Bedenken bei den Trägern der Ausbildung zum Projektleiter Gebäudeautomation aus. Wird diese weitergeführt? Nun, die Bedenken haben sich zerstreut. Sowohl der letzte Kurs wurde erfolgreich beendet und im Spätherbst 2008 beginnt eine weitere Folge. Auch die Steuerungsgruppe mit Vertretern der beteiligten Verbänden wurde neu formiert. Jobst Willers, Willers Engineering AG, Altpräsident des SWKI, welche die Steuerungsgruppe mit Engagement geleitet hatte, übergab die Leitung an

Stefan Graf, Alfacel AG. An dieser Stelle sei nochmals herzlich der grosse Einsatz von Jobst Willers verdankt! Bewährter Lehrgang Dieser Nachdiplomkurs entstand aus dem Bedürfnis der Branche heraus, eine frei zugängliche Weiterbildung anzubieten. Verschiedene Verbände und die zti erarbeiteten das Kurskonzept und passen es ständig aufgrund der gemachten Erfahrungen an. Die verschiedenen Partner bringen ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein, was den Kurs fachlich fundiert und praxisnah, also alltagsrecht macht. Der/die Projektleiter/Projektleiterin Gebäudeautomation hat eine Schlüsselposition inne. Erfahrene, unternehmerisch denkende und technisch qualifizierte Projektleiter, die ein Projekt erfolgreich abschliessen können, sind sehr gesuchte Leute. Darum wird ein spezielles Gewicht in diesem Nachdiplomkurs, nebst den Technologien, auf die Ver-

1 Die frisch diplomierten Projektleiter Gebäudeautomation mit der Schulleiterin Priska Knaus und dem bisherigen Leiter der Steuerungsgruppe, Jobst Willers (1.v.r.) und dem Professor Karl Schaufelbühl (2.v.r.).

1

102 | Elektrotechnik 10/08


Aus- und Weiterbildung 3 2 GNI-Award: Jobst Willers, bisheriger Leiter Steuerungsgruppe (r.), und Richard Staub, Leiter GNI-Geschäftsstelle, ßberreichen Dominic Schärer, dem Teilnehmer mit dem besten Notendurchschnitt, den GNI-Award. 3 Der Klub der ehemaligen Absolventen Projektleiter GA treffen sich jährlich zum Erfahrungsaustausch.

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netzung der Gewerke gelegt. Die Ziele der Ausbildung lauten u. a.: • Die Teilnehmer werden befähigt, komplexe Projekte gewerkeßbergreifend zu realisieren • Profitable Geschäftsabwicklung aller Projektpartner

• Unternehmerische Schlßsselkompetenz fßr hohe Realisierungs-Performance • Innovative LÜsungen • Projektablauf optimieren Im Nachdiplomkurs wird ein breites Spektrum von der Planung bis zum Projektabschluss und von der Klima-

technik bis zur Bustechnologie vermittelt und bearbeitet, wobei das Projekt immer der rote Faden bildet. Gesucht werden also wieder bestandene Berufsleute aus der Gebäudetechnik, welche ihr berufliches Rßstzeug in der anspruchsvollen Branche der Gebäudeau-

  

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tomation vertiefen wollen. Zugelassen zur Ausbildung sind Personen mit einem FH-Abschluss (HLK-, Elektrotechnik usw.) oder einem TS-Abschluss (Elektro-, Haustechnik usw.) sowie Berufsleute mit einem branchenspezifischen Lehrabschluss und mehreren Jahren Praxis mit einer mindestens 3-jährigen Tätigkeit im Bereich der GA. Die Teilnehmenden müssen über Grundlagen der Steuer- und Regeltechnik sowie der Gebäudetechnik verfügen. Klub der Ehemaligen Am 25. April 2008 trafen sich im Neubau HIT der ETH Hönggerberg die frisch gebackenen Projektleiter zur Diplomübergabe. Die Feier fand im Rahmen der bereits seit Jahren jährlich stattfindenden Treffen ehemaliger Absolventen der Ausbildung statt. Dieser Klub der Ehemaligen wird von René Mattmann, ebenfalls ein Projektleiter GA, organisiert. Eine gute Gelegenheit,NewsüberberuflicheStandorteundKnow-howderSystemintegrationauszutauschen. Vertreter der ETH-Gebäudeautomatiker und der Etavis AG, welche die anspruchsvolle und flexible Gebäudeautomation im HIT-Gebäude ausgeführt haben, stellten die Anlage vor und führten die Teilnehmer durch das Gebäude. Ein aussergewöhnlicher Apéro rundete den gelungenen Anlass ab. Eine erfolgreiche Wirtschaft braucht Könner, gut ausgebildete Berufsleute können sich laufenden Veränderungen und Anforderungen besser anpassen. Der Klimawandel fordert neue Lösungen im Bereich Heizen im Winter und Kühlen im Sommer. Eine grosse Her-ausforderung, aber auch Chance für die Gebäudetechnik und Gebäudeautomation. Gebäudeautomation wird zu einem zunehmend wichtigen Sparring-Partner in der Steigerung der Energieeffizienz. Die neue Norm EN 15 232 «Energieeffizienz von Gebäuden – Auswirkungen der Gebäudeautomation und des Gebäudemanagements» zeigt die Bedeutung einer wirkungsvollen Vernetzung. In vielen ungenutzten Räumen erstrahlt Kunstlicht während 24 Stunden am Tag auf Vollleistung. Manche dieser Räume werden ohne Unterbruch beheizt oder gekühlt und gleichzeitig belüftet. Ein bedarfsabhängiges Beleuchten, Heizen und Kühlen senken die Energiekosten wesentlich. Die Gebäudeautomation bilden den Betreibern alle Daten, um die Gebäudetechnik ständig zu optimieren. Gleichzeitig fördert eine wirkungsvolle Gebäudeautomation die Behaglichkeit beim Wohnen und Arbeiten. Also, ganz sicher ein Beruf mit Zukunft, v. a. mit einer fundierten Aus- und Weiterbildung mit dem Projektleiter Gebäudeautomation als Krönung. Und dem Besten übergibt das Gebäude Netzwerk Institut GNI jeweils noch den GNI-Award. 2008 ging dieser an Dominic ■ Schärer – herzliche Gratulation!

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Mathematiker und Physiker, wie auch als Biologen, Geografen und Sprachforscher. Auch wichtige Entwicklungen der Elektrotechnik wurde durch sie geprägt. Die Geistlichen forschten hinter den Mauern der Klöster und Pfarrhäuser spontan, freiwillig und ohne jeglichen Lohn. Meist jung, wurden sie nur durch den Glauben und die Neugier getrieben. Dieses Buch berichtet in unterhaltsamen Kapiteln über die vielen Bereiche unserer Kultur, die von Geistlichen geprägt wurden. Albert Kloss ist ein begnadeter Historiker auf dem Gebiet der (Elektro-)Technik. Als ehemaliger Elektroingenieur bei ABB mit dem Spezialgebiet Leistungselektronik kennt er die Ge-

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Veranstaltungen

Veranstaltungen Messen und Tagungen Tagungen Electrosuisse: • Blitzschutztagung Zürich, 3. 12. 2008 Bern, 24. 11. 2008 Fribourg, 9. 12. 2008 • Planvorlagen-Tagung Landquart, 18. 11. 2008 Olten, 1. 12. 2008 • Giornata d’informazione per responsabili e incaricati dell’esercizio di impianti elettrici Lugano, 11. 11. 2008 Weitere Infos und Anmeldungen: www.electrosuisse.ch, Tel. 044 956 11 75 7. Hausbau- und Energie-Messe • Energieeffizientes Bauen und Sanieren, vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien. 6. bis 9. 11. 2008, BEA, Bern Weitere Infos: www.topsoft.ch, Tel. 041 467 34 20 Forum für Elektrofachleute Gemeinsame Veranstaltung der Electrosuisse und des VSEI, dieses Jahr zum Thema elektrische Sicherheit und der praxisnahen Anwendung neuer Techniken.

• 21. 10. 2008, Bern, Kursaal • 23. 10 . 2008, Zürich, Kongresshaus Weitere Infos und Anmeldung: www.electrosuisse.ch www.vsei.ch

Energieeffizienz und Gebäudeautomation Ein noch unterschätztes Werkzeug wird immer wichtiger Swiss Engineering und SATW • 4. November 2008, 16-20 Uhr, Kinocenter Arena Sihlcity Eintritt: kostenlos Veranstalter: Gebäude Netzwerk Institut, KNX Swiss, LonMark Schweiz und andere Gebäudetechnikverbände, im Rahmen des «Tag der Technik» Weitere Infos und Anmeldung: www.g-n-i.ch/anmeldung www.vsei.ch, Tel. 044 444 17 25 TeleNetfair 2008 Gemeinsame Messe für Netzwerker, System-Integratoren, Gebäudeleittechniker, Installateure und Telematiker.

• 28. – 30. 11. 2008, Messe Luzern (Allmend) Weitere Infos: http://www.telenetfair.ch

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Electrosuisse (SEV) • NIN 2005 Einführung und Aufbau und Neuerungen der NIN 2005, Navigieren in der NIN 2005, CD-ROM Fehraltorf, 30. 10. 2008 • Qualifikation zur Schaltberechtigung Und Schaltanweisungsberechtigung für Niederund Mittelspannungsanlagen Winterthur, 26. 11. + 2. 12. 2008 (2 Tage) Winterthur, 26. 11. + 3. 12. 2008 (2 Tage) • Stückprüfung Schaltgerätekombinationen – Durchführung der praktischen Messungen Fehraltorf, 26. 8. 2008 • Praktisches Messen Erstprüfung Fehraltorf, 29. 10. 2008 • Arbeiten unter Spannung Fehraltorf, 30. 10. + 4. 11. 2008 (2 Tage) • Schulung für eingeschränkte Installationsarbeiten nach Art. 13 Fehraltorf: 12./13./19./20. + 26. 11. 2008 (5 Tage) • Instandhaltungskurs Instandhaltung und Prüfung elektrischer Geräte Fehraltorf: 28. 10. 2008 • Schulung NIV Mess-Seminar Fehraltorf: 6. 11. 2008 • Schulung NIV WK für Kontrolleure Fehraltorf, 18. 11. 2008 • Erdungsseminar Erden, Potenzialausgleich, Erderleitsätze SEV 4113 Fehraltorf, 25. 11. 2008 • Workshop Messen Inbetriebnahme, Störungssuche, NIV Schluss-, Abnahmeund periodische Kontrollen Fehraltorf, 27. 11 + 4. 12. 2008 Weitere Infos, Daten und Anmeldung: www.electrouisse.ch, Tel. 044 956 11 75 Elektro-Bildungs-Zentrum EBZ • Fach-Workshop für Servicemonteure 6./7. 11. 2008 (2 Tage 8.00 – 16.30) • Update-Workshop für Elektromonteure 20. 21. 2008 (2 Tage 8.00 – 16.30) • Elektro-Bauleiter KZEI 2009 31. 01. 2009 – 6. 6. 2009 (11 Tage 8.00 – 16.30 Uhr)

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Intensivtage Elektro-Sicherheitsberater Genaue Kursdaten, Anmeldung und weiter Informationen ersehen Sie in unserer speziellen Broschüre oder unter www.ebz.ch Weitere Infos, Daten und Anmeldung: www.ebz.ch, Tel. (052 354 64 64)

Licht & Feuer in der Romandie Normentour von Dätwyler und Zumtobel 13. 11. 2008, Genève 25. 11. 2008, Martigny 26. 11. 2008, Avenches 27. 11. 2008, Lausanne

SIU-Fachkurse In den Lehrgängen wird ein solides, breit abgestütztes betriebswirtschaftliches Wissen vermittelt. Die Unternehmerschulungskurse dauern zwei Semester, sind berufsbegleitend und branchenneutral.

Weiterbildung und Seminare

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21. 04. 2009, 1 Tag 23. 04. 2009, 1 Tag 29. 04. 2009, 1 Tag

22. 04. 2009, 1 Tag 28. 04. 2009, 1 Tag 30. 04. 2009, 1 Tag

• Photovoltaik März 2009 (Datum noch nicht definitiv) 1 Tag Die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie ist eine faszinierende Technologie

VSEI-Kurse • Einführung VoIP Konvergenz von Daten, Sprache und Multimedia 28. 10. 2008, 1 Tag, Winterthur 29. 10. 2008, 1 Tag, Winterthur • Photovoltaik-Anlagen für Elektroinstallateur Direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie 18. 11. 2008, 1 Tag, STFW Winterthur • Blitzschutzseminar v. VSEI und electrosuisse Vermittlung v. Know-how über Blitz-und Überspannungsschutz 01. bis 03. 04. 2009, 16. und 17. 04. 2009 4 Tage bei TBZ und 1 Tag bei electrosuisse 30. 09. bis 02. 10 + 22. und 23. 10. 2009 4 Tage bei TBZ und 1 Tag bei electrosuisse 11.05.2009 Prüfung Blitzschutzseminar v. VSEI und electrosuisse 16.11.2009 Prüfung Blitzschutzseminar v. VSEI und electrosuisse • Neues und Trends in der Telematik Die Synthese von Theorie und Praxis – wie immer mit viel Anschauungsmaterial und Praxisbeispiele

Wago- Ausbildungskurse • KNX-Ausbildungsseminar • Fernwirktechnik & Netzwerk Management • CoDeSys V2.3 Grundkurs Weitere Infos, Daten und Anmeldung: www.wago.ch, Tel. 026 676 75 00 STFW Winterthur • Kostenlose Infoveranstaltung «Gebäudeautomatiker/in» – Donnerstag, 13. November 2008, 18.30 – ca. 20.00 Uhr an der STFW • Elektro-Projektleiter – Vollzeit und berufsbegleitend – Start: 08. 12. 2008 • Eidg. Dipl. Elektroinstallateur – Vollzeit und berufsbegleitend – Start: 27. 10. 2008 • Messkurs Schutzmassnahmen – 1 Tag – 05. 11. 2008 • TV-Kabelnetzanlagen – 1 Tag – 10. 12. 2008 Weitere Infos, Daten und Anmeldung: www.stfw.ch , Tel. 052 260 28 00

7. Schweizer Hausbau- und Energie-Messe 2008 Der anhaltende Erfolg der Hausbau- und Energie-Messe führen die Veranstalter auf die gelungenen Partnerschaften mit der Öffentlichen Hand wie dem Bundesamt für Energie (BFE) und EnergieSchweiz, den Sponsorpartnern (Elco, HWZ, isofloc) und rund 20 Verbänden und Organisationen.

Sonderschau «Stromeffizienz» wird gezeigt, wo dies genau möglich ist und was Fachleute bzw. Investoren tun müssen, um die vielfach rentablen Potenziale beim Kühlen oder Wäschetrocknen auszuschöpfen. Speziell wird auch das Thema Licht aufgegriffen. Hier sind mit LED sogar Einsparungen mit Komfortverbesserungen bis zu 90 Prozent möglich.

Hochschule Luzern - Technik & Architektur sowie namhaften Trägern (WWF, BKW) sowie Anbietern von Produkten und Geräten werden neutrale Informationen erteilt und intensive Fachberatungen ermöglicht. Alle Sonderschauen werden von Fachveranstaltungen im Kongresszentrum in Halle 140 begleitet.

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Inforamtive Sonderschauen

Informative Homepage

Dank dem Bundesamt für Energie, dem energie-cluster.ch, der

Mit www.hausbaumesse.ch verfügt die Messe über eine attrakti-

Datum: Donnerstag, 6. bis Sonntag, 9. November 2008 BEA bern expo AG

Sonderschau Stromeffizienz Der Stromverbrauch kann mit effizienten Geräten um rund 30 Prozent reduziert werden. An der

Weit gereist? Hauptsache sicher. Wie der Astronaut auf sein Versorgungssystem sollten Sie bei elektrischen Produkten auf das Sicherheitszeichen des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) achten. Für eine sichere und störungsfreie Anwendung ist dies der sichtbare Nachweis, der durch Prüfung und Marktüberwachung sichergestellt wird. Infos finden Sie unter www.esti.ch

Sichere Produkte kommen nicht von ungefähr. Sichere Produkte sind gekennzeichnet. Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI

Elektrotechnik 10/08 | 107

Veranstaltungen

Die nächsten Kurse beginnen im Oktober 2008 an folgenden Standorten: Basel, Bern, Chur, Dagmersellen LU, St. Gallen und Zürich. Weitere Infos, Daten und Anmeldung: www.siu.ch, Tel. 031 388 51 51


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CO2-freie Stromproduktion für über eine Million Menschen Wir sind das jüngste und produktionsstärkste Kernkraftwerk in der Schweiz und mit rund 450 Mitarbeitenden ein bedeutender Arbeitgeber im nördlichen Teil des Kantons Aargau. Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams im Bereich Starkstrom einen flexiblen, zuverlässigen und engagierten

Fachhandwerker Diese abwechslungsreiche Stelle beinhaltet folgende Aufgaben: • Auffinden und Beheben von Störungen an elektrischen Anlageteilen und Komponenten • Durchführung von Revisions- und Reparaturarbeiten im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung • Durchführung von Kontrollen / Messungen im Rahmen der vorbeugenden Instandhaltung • Führen von Fremdpersonal während der Jahreshauptrevision Sie bringen mit: • Abgeschlossene Berufslehre als Betriebselektriker oder Elektromonteur • Mehrjährige Erfahrung in Montage oder Instandhaltung von elektrischen Industrieanlagen, von Vorteil im Bereich Wasserbehandlung • Kenntnisse von USV-Anlagen und Schaltanlagen generell erwünscht • Bereitschaft für Sonder- und Piketteinsätze • Teamfähige, belastbare und selbständige Persönlichkeit • Fähigkeit, Dokumentationen der geleisteten Arbeiten zu erstellen, MS-Office-Kenntnisse • Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, Englischkenntnisse erwünscht • Sie verfügen über eine gute gesundheitliche Konstitution und sind im Idealfall 30 – 40 Jahre alt Wir bieten: • Abwechslungsreiche, eigenverantwortliche und anspruchsvolle Tätigkeit • Sorgfältige Einführung in das Aufgabengebiet • Den Leistungen und der Verantwortung entsprechendes Salär Haben wir Ihr Interesse geweckt? Für weitergehende Auskünfte über das Berufsbild informieren Sie sich bitte bei Herrn Reinhard Hauswirth, Tel. 056 267 77 31. Wir freuen uns auf Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen mit Foto, die Sie bitte per Mail oder per Post an Frau Beatrice Graf, Personalrekrutierung, 5325 Leibstadt, E-Mail: beatrice.graf@kkl.ch, einreichen. weitere Stellen auf www.kkl.ch

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108 | Elektrotechnik 10/08


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Projektleiter Elektroinstallation Aufgaben: Als Projektleiter Elektroinstallation sind Sie verantwortlich für die personelle und fachliche Führung der 10 – 15 Mitarbeiter und sind Ansprechpartner bei der Förderung und Weiterbildung der Mitarbeiter und Lehrlinge. Sie führen Ihre Projekte selbständig und sind verantwortlich für das Offertwesen, die Auftragsabwicklung bis zur Rechnungsstellung und die Nachkalkulation. Bei Eignung besteht die Möglichkeit, zusätzliche Funktionen zu übernehmen.

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Wussten Sie, dass die Kartoffel in Irland 1590 eingeführt wurde, aber von Protestanten verschmäht wurde, weil sie nicht in der Bibel vorkommt?

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P.M.S. vermittelt Wissen Anforderungen: Sie haben eine Grundausbildung zum Elektromonteur mit Weiterbildung zum Projektleiter mit eidg. Fachausweis und sind evtl. bereits in Vorbereitung zum eidg. dipl. Elektroinstallateur. Telematikkenntnisse sind für diese Position von Vorteil. Sie kennen die aktuellen Normen und Vorschriften, haben gute MS-Office-Kenntnisse und sind vertraut mit den gängigen Installationstechniken. Zudem sind Sie belastbar und wollen in der Energiewelt weiterkommen. Kontakt: Marcel Wüthrich, 071 227 24 49 marcel.wuethrich@pms-personal.ch

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Sie verkaufen innovative und hochwertige Produktelinien von führenden internationalen Herstellern. Dies umfasst als Fokus das ganze Spektrum der Steuerungstechnik und Regeltechnik im Bereich Gebäude-, Prozess- und Maschinenautomation. Tätigkeit: Ihre Aufgabe besteht im Weiterausbau des Geschäftsbereiches "Steuerungstechnik & Prozessautomation", in der Akquisition neuer und Betreuung bestehender Kunden und Projekte. Idealerweise verfügen Sie über: Know How und Erfahrung im klassischen Steuerungsbau oder Steuerungstechnik und Prozessautomation. Sie sind kundenorientiert, selbstständig und initiativ. Sprachkenntnisse D/F (E von Vorteil). Was wir Ihnen bieten: Ein attraktives Arbeitsumfeld. Flache Hierarchien sowie eine gut eingespielte professionelle Firmenstruktur. Sie gibt Ihnen viel Freiraum und Flexibilität für eine erfolgreiche Tätigkeit. Kontaktaufnahme: Frau Denise Favoino, Tel 044 802 28 11 Omni Ray AG, Im Schörli 5, 8600 Dübendorf, d.favoino@omniray.ch, http://www.omniray.ch

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ABB Schweiz AG Normelec, Baden 33, 65 Adhoco AG, Winterthur 61 Alsoft Informatik AG, Paspels 93 ALTRONA mesatec AG, Zwillikon 85 AMAG Automobil- und Motoren AG, Schinznach Bad 10 Anson AG Zürich, Zürich 14, 45 Apteryx SA, Döttingen 110 Arocom AG, Reinach BL 3 Avesco AG, Langenthal 86 Beckhoff Automation AG, Schaffhausen 45 BELIMO Automation AG, Hinwil 31 BKS Kabel-Service AG, Derendingen 77 BKW FMB Energie AG, Bern 5 Büchel Blech AG, Balzers 90 Bugnard SA, Lausanne 23 Certas AG Schweiz, Alarm- und Einsatzzentrale, 43 Dätwyler AG, Altdorf UR 75 Dehn + Söhne GmbH + Co. KG, Neumarkt 12 Demelectric AG, Geroldswil 17, 19 Distrelec Bereich der Dätwyler Schweiz AG, 83 EDANIS Elektronik AG, Weinfelden 112 Electrolux AG, Zürich 16 Elektro-Material AG, Zürich 3. US Elgatech GmbH, Bürglen OW 90 Elko-Systeme AG 90 Emil Bächli AG, Endingen 88 ESTI, Fehraltorf 107 Feller AG Marketing-Services, Horgen 8, 9 Fiera Milano Tech SpA, Milano 101 GMC-Instruments Schweiz AG, Zürich 103 Hager Tehalit AG, Rümlang 59 Handelskammer Deutschland-Schweiz, Zürich 100 Hofstetter Energietechnik GmbH, Zürich 94 Infographics AG, Regensdorf 62 InstaControl AG, Winterthur 107 Isatel Electronic AG, Cham 24 Kertész Kabel AG, Rümlang 4. US Lanz Oensingen AG,

Chefredaktion Heinz Brenner (hb), Chefredaktor Elektrotechnik ET AZ Fachverlage AG, Neumattstr. 1, CH-5001 Aarau Tel. 058 200 56 34, Fax 058 200 56 61 heinz.brenner@elektrotechnik.ch Raymond Kleger (rk), Redaktor, dipl. El.-Ing. FH Schützenweg 9, CH-8505 Pfyn, Tel. 052 765 22 53 Fax 052 765 22 51, raymond.kleger@elektrotechnik.ch

Redaktionelle Mitarbeiter Ernst Feldmann (ef), eidg. dipl. El.-Inst. ernstfeldmann@bluewin.ch David Keller (dk) , Fachlehrer STFW, david.keller@elektrotechnik.ch Pius Nauer (pn), Fachlehrer STFW, pius.nauer@elektrotechnik.ch Hans Rudolf Ris (hr) dipl. El.-Ing. FH, h.r.ris@bluewin.ch Erich Schwaninger (es), eidg. dipl. El.-Inst. eschwaninger@swissonline.ch Rüdiger Sellin (rus), dipl. Inst. ruediger.sellin@bluewin.ch Richard Staub (rs), El.-Ing. ETH, richard.staub@bus-house.ch

Verlag © by AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 50, Fax 058 200 56 61 Verlagsleitung Karen Heidl Marketingleiter Jürg Rykart Lesermarketing Fabienne Thomann

Anzeigenleitung Verkauf Thomas Stark, Tel. 058 200 56 27, thomas.stark@elektrotechnik.ch Kundenberatung Ursula Aebi,Tel. 058 200 56 12, Fax 058 200 56 61 ursula.aebi@azmedien.ch

Abonnement Bestellungen: Beatrice Gmünder Tel. 058 200 55 68, abo@elektrotechnik.ch Jahresabo Fr. 119.–, 2-Jahresabo Fr. 208.– (inkl. 2,4% MwSt.)

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Oensingen 17 M. Züblin AG, Wallisellen 15 Mercedes-Benz Schweiz AG, Schlieren 51 Moeller Electric AG, Effretikon 2. US Monacor Schweiz AG, Rotkreuz 41 PentaControl AG, Beringen 36 PHOENIX CONTACT AG, Tagelswangen 104 Plica AG, Frauenfeld 97 Regent Beleuchtungskörper AG, Basel 88 Reichle & De Massari Schweiz AG, Wetzikon 71 Relmatic AG 18 Rotronic AG, Bassersdorf 95 Satelco AG, Richterswil 70 Schaffhauser Herbstmesse, Frauenfeld 66 Schneider Electric (Schweiz) AG, Ittigen 37 ServiceNet AG, Neuenhof 110 STF Schweizerische Techn. Fachschule, Winterthur 105 Straumann Software, Emmen 105 Suprag AG, Zürich 81 Swisscom Directories AG, Bern 11, 13 Swisslux AG, Oetwil am See 7 Telma AG, Seftigen 88 Theben HTS AG, Effretikon 6 VEGA Messtechnik AG, Pfäffikon ZH 101 W. Wahli AG, Bern 53 WAGO Contact SA, Domdidier 2 Weidmüller Schweiz AG, Neuhausen/ Rheinfall 99 Winterhalter + Fenner AG Wallisellen 28 Woertz AG, Muttenz 35 Stellenmarkt 108-110

Titelseite Zumtobel Lightning GmbH, Dornbirn Messe Hausbau + Energie Messe, Bern

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Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. PR-Beiträge unter «Aktuell» werden als Anzeigen behandelt und sind kostenpflichtig. Details siehe Mediadaten. Nachdruck, auch auszugsweise, nicht gestattet!

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Monacor Schweiz AG Omni Ray AG Reichle & De-Massari Resun AG Rittal Sanford Schweiz AG Schneider Electric Siemens Schweiz AG Swisselectric TBZ Trigress Elektro AG Trigress Security AG VSE Werma Signaltechnik Würth AG Zumtobel Licht AG

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Impressum und Firmenverzeichnis

Impressum Elektrotechnik


Vorschau

Vorschau Elektrotechnik 11-08 Highlights der Novemberausgabe 2008 Lokale Glasfasernetze beleben das Geschäft Der Markt Schweiz wurde zwar eher behutsam und spät reguliert. Während es bei den Mobilfunknetzen und im Fernnetzbereich genügend Mitbewerber gibt, kommt die Entbündelung der Anschlussnetze nur langsam voran. Nun aber kommt heftige Bewegung in diesen Bereich, ausgelöst durch das Entstehen städtischer Glasfasernetze. (Bild 1)

Home Automation in der Nachrüstung Dass moderne Haustechnik auch in der Nachrüstung mit grossem Nutzen einfach realisiert werden kann, beweist die neue Synco-living-Anlage im Einfamilienhaus von Anita und Franco Casanova in Regensdorf. Standardfunktionen, Funkkommunikation und Erweiterbarkeit erfüllen heutige und spätere Wünsche. Bei den rasant steigenden Ölpreisen sind die Investitionen rasch amortisiert, freuen sich Herr und Frau Casanova. (Bild 2)

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Professionelle Ausschreibungen mit NPK Wenn am 1. Januar 2009 die neuen Normpositionen-Kapitel (NPK) erscheinen, steigt der NPK im Elektrogewerbe in sein 13. Jahr. Das anfängliche Sorgenkind hat sich zu einem stattlichen Jugendlichen gemausert. Damit es soweit kommen konnte, wurde an vielen Stellen sehr viel Zeit und Energie investiert. (Bild 3)

Parkhaussystem für gehobene Ansprüche Durch ihr effizientes Raumkonzept sind automatische Parkhausanlagen zukunftsgerichtete und profitable Projekte, wenn es um die Schaffung und Erhaltung von Parkplätzen in städtischen Ballungsgebieten geht. In Frauenfeld hat die Firma Rothary – erstmalig in der Schweiz – eine vollautomatische Hochleistungs-Parkhausanlage für Präsentations- und Testzwecke errichtet.

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Elektrotechnik 2008/10