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DAS KUNDENMAGAZIN DER ELEKTRIZITÄTSWERKE DES KANTONS ZÜRICH  AUSGABE 2|14

Volkssport Velofahren

Darauf fährt die Schweiz ab Seite 13

Die Natur nutzen  9 Special: erneuerbare Energien

Der Wohnwagen lebt  24 Besuch auf dem Campingplatz

Schön & funktional  30 Was gutes Design kann


MEinE MEinunG: Die EKZ unterstützen mich mit Förder­ programmen beim effizienten umgang mit Energie. MEinE WAHL: EKZ Energieberatung

Erhöhen Sie Ihre Stromeffizienz, wir helfen Ihnen dabei. Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich engagieren sich mit zahlreichen Massnahmen für die Erhöhung der Stromeffizienz und Förderung erneuerbarer Energien. Wir unterstützen unsere Kunden beim Energie sparen mit individuellen Beratungen, Förder­ beiträgen und Vergünstigungen für energieeffiziente Geräte. Profitieren Sie von den attraktiven Angeboten.

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Inhalt & Editorial

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18 Liebe Leserin Lieber Leser

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Mehr Wind heisst mehr Strom

Rat  & Tat  4 Wieso kühlt eigentlich ein Ventilator?  5 EKZ Veloanlässe 2014  6 Bikeshorts zum Vorzugspreis

Politik & Wirtschaft

 9 Auf der Suche nach erneuerbaren Energien

Wissen & Technik

13 Für den Aufstieg ist es nie zu spät 16 Tixi-Fahrdienst wird effizienter 18 Daten mit Ablaufdatum

Familie & Freizeit

24 Nicht ohne meinen Wohnwagen 30 Mehr als nur schön sein 21 Energieberatung: Heizungsersatz

Die Kraft der Elemente kann jeder gut für sich selber nutzen, nicht umsonst sagt man «Sonne tanken» oder sich den «Kopf durchpusten lassen», wenn man sich selber sammeln und stärken will. Die EKZ setzen in der Energieproduktion verstärkt auf Wind und Sonne – und zwar da, wo diese Elemente am stärksten wirken: an den windigen Küsten von Frankreich und Portugal und auf grossen Dächern, die von einer Südlage profitieren (Seite 9). Mein persönliches Lieblingselement ist Wasser, es kann erfrischen, aber auch wärmen. Die EKZ nutzen es natürlich zur Stromproduktion – wo es aber durchaus zur Gefahr werden kann: In Kombination mit dem Turbinensog oder Druckabfall in der Nähe eines Wasserkraftwerks entwickelt strömendes Wasser eine starke Sogwirkung, die alles mit sich zieht. Ein gefährlicher Ort für Schwimmer und Gummibootkapitäne! Darum gilt hier unsere besondere Bitte: Achten Sie auf die Gefahrenhinweise in der Nähe von Flusskraftwerken. Dann steht dem unbeschwerten Sommervergnügen im kühlen Nass nichts im Wege (Seite 32)! Ein Element der besonderen Art ist für die EKZ der Radsport. Hier engagieren wir uns seit Jahren, denn wo Energie gefragt ist, sind wir dabei. Auf Seite 13 erklärt der Coach des EKZ Racing Team, Kurt Bürgi, warum es nie zu spät ist, um aufs Velo zu steigen. Ich wünsche Ihnen eine unterhaltsame Lektüre.

28 Kochen mit Frank Baumann

Leserangebot Besuch im Naturschutzgebiet Waldhalde mit Saft&Kraft.

Seite 32/33

Annabel Ott Unternehmenskommunikation EKZ

Titelbild Auf in eine neue Velosaison! Foto: © Giorgia Müller

EKZ Saft & Kraft 2|14


Gut zu wissen

Ihr Draht zu den EKZ

Sie fragen – wir antworten

EKZ 24-Stunden-Störungsdienst Rufnummer 0800 359 359 – bei Stromausfall – bei Schäden an Freileitungen – Meldung defekter Strassenlampen EKZ Eltop 24-Stunden-Service Rufnummer 0848 888 788 Alle Elektrodienstleistungen unter einem Dach: – Elektroinstallationen – Gebäudeautomation – Telematik/IT – 24-Stunden-Service EKZ Kundendienst Rufnummer 058 359 55 22 Servicetelefon für fachkundige Beratung: – Wohnungswechsel – EKZ Stromprodukte – Stromrechnung EKZ Energieberatung Rufnummer 058 359 11 13 – Beratung zu Fragen des effizienten ­Energieeinsatzes Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) Dreikönigstrasse 18, Postfach 2254 8022 Zürich, Telefon 058 359 11 11 www.ekz.ch info@ekz.ch oder eltop.ce@ekz.ch

«Wieso kühlt eigentlich ein Ventilator?»

Ein Ventilator selbst kühlt nicht, er bewegt nur Luft. Dass wir den Ventilator aber trotzdem als Kühlung empfinden, ist nicht etwa Einbildung, sondern liegt an den V ­ or-

gängen, welche sich zwischen der Haut und der Luft abspielen. Im Körper­inneren entsteht infolge des Stoffwechsels Wärme, die abgeführt werden muss. Das passiert zu einem grossen Teil über die Haut, einerseits über die Abgabe von Wärme an die Luft, andererseits über das Verdunsten von Schweiss. Bewegte Luft erhöht nun die Intensität ­ dieser beiden Vorgänge – die Wärme wird besser abgeführt, was wir als Kühlung wahrnehmen. ■

«Ist das Kochen von Reis im Reiskocher effizienter als im Kochtopf?» Ja. Generell sind spezifische Kochgeräte e­ ffizienter als Zubereitungen auf dem Herd. Der Grund liegt darin, dass die Geräte gut isoliert sind und keine «unnötigen» Teile (wie etwa eine Herdplatte) mit aufgeheizt werden müssen. Verwendet man allerdings Isolierpfannen (mit Deckel) und z. B. einen Glaskeramikherd oder sogar einen Induktionsherd, dann sind die Unterschiede nicht mehr sehr gross. ■

Impressum Herausgeber: EKZ, Dreikönig­strasse 18 Postfach 2254, 8022 Zürich Verantwortlich: Annabel Ott Gesamtrealisation: Visiolink AG Mühlebachstrasse 52, Postfach, 8032 Zürich Art Direction: Beat Kühler, Claudia Schmid Redaktionsleitung: Irene M. Wrabel, Mark van Huisseling Redaktionsadresse: Saft & Kraft Mühlebachstrasse 52, Postfach, 8032 Zürich redaktion@saft-kraft.ch, Telefon 044 268 12 99 www.saft-kraft.ch Anzeigen/Druckmaterial: Deni Lechmann deni.lechmann@visiolink.ch, Telefon 044 268 12 50 Erscheinungsweise: vierteljährlich, 9. Jahrgang, 250 000 Exemplare Für unverlangt eingesandte Unterlagen (Manuskripte, ­Fotos, Waren usw.) lehnen wir die Verantwortung ab. ­Nachdrucke, auch auszugsweise, sind nur mit schrift­ licher Genehmigung des ­Herausgebers erlaubt. ­Exemplare von Saft & Kraft können bei der Redaktion ­unter 044 268 12 99 nachbestellt werden.

PERFORM ANCE

neutral Drucksache No. 01-14-884644 – www.myclimate.org

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Wenn’s um Energie geht, sind wir für Sie da: an 365 Tagen, rund um die Uhr.

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myEKZ Kundenportal: Jetzt registrieren und ein iPad gewinnen. www.ekz.ch/registrierung

Rat & Tat

«Stimmt es, dass die Energieetikette für Automobile ­ständig angepasst wird?» Ja. Die Energieetikette bei den Automobilen ist im Gegensatz zu anderen Energieetiketten (wie z. B. für den Kühlschrank) nicht statisch und wird jedes Jahr verschärft beziehungsweise der technischen Entwicklung angepasst. So kann es sein, dass ein Auto, welches z. B. 2013 noch in die Effizienzklasse A eingestuft wurde, im 2014 nur noch in Klasse B ist. Der Kanton Zürich gibt für effiziente und verbrauchsarme Fahrzeuge einen Rabatt auf die Motorfahrzeugsteuer. Wichtig: Die Höhe des Rabatts orientiert sich an der Effizienzklasse zum Zeitpunkt der ersten Inverkehrsetzung und nicht des Kaufda­ tums. ■

Haben Sie Fragen zum Thema Energie? André Montani, EKZ Energieberater Schreiben Sie uns: Saft & Kraft, EKZ Energieberatung Postfach 2254, 8022 Zürich Oder per E-Mail an: energieberatung@ekz.ch Oder rufen Sie uns einfach an: Telefon 058 359 11 13


Rat & Tat

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Fahren Sie mit!

EKZ Veloanlässe 2014

Der MauerseglerNachwuchs kann in Feuerthalen sicher gross werden.

Vogelschutz

Dachwohnungen für Mauersegler Wenn im Frühling die Mauersegler von ihrem Winterquartier in Afrika in die Schweiz zurückfliegen, finden sie bei der EKZ Trafostation «Dorf» in Feuerthalen neue Wohnungen mit toller Aussicht auf den Munot. Die EKZ unterstützen damit ein Anliegen des Vogel- und Naturschutzvereins Turdus Schaffhausen. Sofern die sichere Stromversorgung von solchen Anliegen nicht tangiert wird, bieten die EKZ immer gerne Hand, um die Artenvielfalt im Kanton Zürich zu unterstützen. Da die Trafostation seit Mitte der sechziger Jahre unterirdisch versorgt wird, gab es nichts, das gegen diese Nistkästen sprach. Ausgerüstet mit Skyworker und dem notwendigen Werkzeug montierten Mitarbeiter der Netzregion Weinland die neuen Nistkästen unter scharfer Beobachtung von Journalisten und Vogelschützern. Präzise und schnell waren die Nistkästen an drei Seiten der Turmstation angebracht. Nun präsentieren sich diese wie winzige Reiheneinfamilienhäuschen unter dem Dach. Ob sich die Mauerseglerfamilien dort wohlfühlen werden, wird sich zeigen – ihr Einzug stand bei Redaktionsschluss noch aus. ■

Zimmer mit Aussicht für die AfrikaRückkehrer.

Suchen Sie eine sportliche Herausforderung oder möchten Sie sich einfach mit Gleich­ gesinnten an einem Veloanlass treffen? An diversen Velo­anlässen in der Region erhalten Sie die Möglich­keit dazu. Die EKZ engagieren sich für den Radsport im Grossraum ­Zürich und leisten dadurch einen Beitrag zur V ­ olksgesundheit. Mit ein wenig Glück können Sie sogar gratis teilnehmen. Die EKZ verlosen über den elektronischen Newsletter übrigens immer wieder GratisStartplätze: www.ekz.ch/newsletter

Termine und Orte 2014 22.6.

EKZ Cup, Hittnau ZH MTB-Crosscountry-Rennen, speziell für den Nachwuchs. 22.6. EKZ Züri Metzgete, Buchs ZH Legendäres Rennradrennen für alle Hobbysportler. 29.6. EKZ Cup, Gossau/Andwil SG MTB-Crosscountry-Rennen, vom Pfüderi bis zur Elite. 5.–6.7. Irchel Bike Trophy, Flaach ZH Gemütliche Bikerunde ohne Rennhektik im Zürcher Unterland. 24.8. EKZ Cup, Eschenbach SG MTB-Crosscountry-Rennen mit spektakulären Abfahrten. 7.9. EKZ Cup, Hinwil/Girenbad ZH MTB-Crosscountry-Rennen für alle am Bachtel. 14.9. EKZ Cup, Egg ZH MTB-Crosscountry-Rennen für Jung und Alt am Pfannenstiel. 14.9. EKZ CrossTour, Baden AG Der Startschuss zur neuen Radquerserie der Schweiz. 20.9. EKZ Cup, Fischenthal ZH Das Final der MTB-Rennserie im Tösstal. 27.–28.9. Iron Bike Race, Einsiedeln SZ Das ultimative MTB-Marathonrennen. 28.9. SlowUp Zürichsee, Meilen– Rapperswil–Schmerikon ZH/SZ Der gemütliche Veloanlass für die Familie. 5.10. EKZ CrossTour, Dielsdorf ZH Zweites Rennen der neuen Radquerserie auf der Pferderennbahn. 2.11. EKZ CrossTour, Hittnau ZH Drittes Rennen der neuen Radquerserie am legendären Schlosshügel. 14.12. EKZ CrossTour, Eschenbach SG Final der neuen Radquerserie.

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Rat & Tat

Förderaktion für EKZ Kunden

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Agenda

2014 | 2015

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Rat & Tat

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Strommix EKZ Kundenportal

Entspannt in die Ferien – mit myEKZ

Bald sind wieder Ferien und man freut sich auf die unbeschwerte Zeit. Kommt man nach einem erholsamen Urlaub zu Hause wieder an, quillt oft der Briefkasten über. Auf die Stromrechnung in Papierform in Ihrem Briefkasten können Sie ab jetzt ganz einfach verzichten. Im myEKZ Kundenportal wird mit wenigen Klicks die Art des Rechnungsversands angepasst, z.B. auf E-Mail-Rechnung. Aus­ser­dem können Sie sich auch für die bequeme elektronische Zahlungsart entscheiden. So müssen Sie sich keine Gedanken mehr über die rechtzeitige Bezahlung machen. Mit Ihrer Rechnung per E-Mail dämmen Sie zudem die Papierflut ein und schonen die Umwelt.

Bequemer geht’s nicht: Ihre Rechnungen sind schon archiviert myEKZ zeigt Ihnen noch mehr. Ihre bisher gezahlten Rechnungen sind übersichtlich archiviert und direkt online einsehbar. In Ihrem persönlichen Portal finden Sie zudem Informationen über Ihren individuellen Stromverbrauch im Vergleich zu den letztjährigen Verbräuchen. Diese und viele andere Services stehen Ihnen 24 Stunden an 7 Tagen die Woche zur Verfügung: unabhängig von Öffnungs- oder Bürozeiten, erreichbar vom Computer oder von mobilen Geräten. Neu registrierte myEKZ Nutzer haben die Chance, bis September monatlich zu gewinnen: einen Weber-Elektrogrill oder einen Dyson-Standventi­lator – der Gewinner hat die Wahl. Profitieren Sie von myEKZ und nutzen Sie Ihre Gewinnchance: einfach mit Kunden- und Verbrauchsstellennummer (zu finden auf Ihrer Stromrechnung) registrieren.

100 Prozent ­erneuerbare Energie bei den EKZ Der Kantonsrat hat am 20. Januar 2014 beschlossen, dass die Kunden aller Energieversorgungsunternehmen im Kanton Zürich als Standardprodukt Strom aus erneuerbaren Energien erhalten sollen. Die EKZ setzen diesen Entscheid um und beliefern deshalb ab Januar 2015 alle Kunden in der Grundversorgung ausschliesslich mit Strom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie. Um die Kosten möglichst tief zu halten, verzichten die EKZ auf ein zusätzliches Produkt mit Kernenergieanteil. «Dank der schlanken Produktpalette können wir den Strommix aus erneuerbaren Quellen ohne Preisaufschlag für unsere Kunden sicherstellen», so Urs Rengel, CEO der EKZ, und er ergänzt: «Aus unserer Sicht ist diese Umstellung die politisch korrekte und unternehmerisch logische Antwort auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen.» Der Verwaltungsrat der EKZ hat dieser Änderung am 7. April zugestimmt. Kunden, die Wert auf ein höherwertiges ökologisches Produkt legen, können weiterhin EKZ Naturstrom basic oder Naturstrom star als Vollversorgung beziehen. Zudem haben alle Kunden die Möglichkeit, mit den Tranchen von EKZ Naturstrom solar einen Teil ihres Strombedarfs mit Solarstrom zu decken. Alle EKZ Naturstromprodukte sind naturemade-zertifiziert. ■

www.ekz.ch/registrierung oder direkt mobil mit dem QR-Code

Ab Januar 2015 wird Strom aus erneuer­ baren Energien Standard im Kanton Zürich. EKZ Saft & Kraft 2|14


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Rat & Tat

Innovationskraft ist gefragt: Batteriespeicher erklimmen neue Entwicklungsstufen.

Erfolgreiches Pionierprojekt Er ist der erste und grösste Batteriespeicher der Schweiz und einer der grössten Europas. Die Testanlage, die bei den EKZ nun bereits seit zwei Jahren in Betrieb ist, gilt als Vorzeige- und Pionierprojekt.

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TH-Absolvent Michael Koller hat bereits seine Masterarbeit zum EKZ Energiespeicher verfasst und gilt schweizweit als einer der wenigen Spezialisten auf diesem Gebiet: «Batteriespeicher sind faszinierend. Sie helfen, die Spitzenlasten im Verteilnetz auszugleichen. Und sie sind für den Ausbau des Netzes zum Smart Grid, dem Netz der Zukunft, ein wichtiger Bestandteil. Die Alternative wäre, das Netz konventionell auszubauen. Aber um die vom Bundesrat formulierte Energiewende zu schaffen, braucht es mehr als die traditionellen Konzepte. Es braucht Innovation.» Innovativ ist die Anlage tatsächlich, denn die Entwicklung dezentraler Batteriespeicher steht erst am Anfang. Die Testanlage in Dietikon, die vor zwei Jahren gemeinsam mit ABB realisiert wurde, soll deshalb wertvolle Hinweise dazu liefern, wo die Grenzen eines solchen Systems liegen und wie es in Zukunft wirtschaftlich eingesetzt werden kann.

Steuerung stellt hohe Anforderungen Die 10 368 zu einer Batterie zusammengeschalteten Lithium-Ionen-Zellen, die den Strom speichern und bei Bedarf wieder abgeben, sind zwar ein wichtiger Bestandteil der Anlage. Das eigentliche Herzstück bilEKZ Saft & Kraft 2|14

«Um die vom Bundesrat formulierte Energie­wende zu schaffen, braucht es mehr als die ­traditionellen Konzepte. Es braucht Innovation.» MICHAEL KOLLER

det jedoch die Steuerung. Die Entwicklung der dafür notwendigen Rechengrundlagen, der sogenannten Regelalgorithmen, ist äus­­ serst anspruchsvoll. «Der Einsatz eines Speichers wird aufgrund von Vorhersagen und erwarteten Lastverläufen festgelegt. Hängt zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage am System, spielt auch der Einbezug der Wetterdaten eine Rolle, denn wenn ein Gewitter aufzieht, verringert sich die Strom­ produktion rapide. Alle diese Elemente müssen bei der Entwicklung der für die Steuerung notwendigen Rechengrundlagen einbezogen werden», erläutert Koller die Komplexität. Bruno Völlmin, Leiter Netzqualität, ergänzt: «Und zwar so genau, dass das System unmittelbar eingreifen kann, sobald die Netzstabilität gefährdet ist.»

Wirtschaftlichkeit wird entscheidend sein Völlmin ist zufrieden mit den bisherigen Resultaten: «Wir haben sehr viel Zeit in die Entwicklung der Steueralgorithmen investiert, aber auch sehr grosse Fort­ schritte erzielt. Das System funktioniert sowohl im Inselbetrieb mit dem Büro­ gebäude und der Photovoltaik-Anlage als auch für Spitzenlastmanagement, Blindleistungsregelung und als Regelreserve für das Übertragungsnetz.» In Zukunft wird sich vermehrt die Frage stellen, wie man die einzelnen Anwendungen am besten kombiniert, damit sich der Einsatz eines Batteriespeichers auch finanziell rechnet. Die beiden Spezialisten sind sich einig: «Je vielfältiger der Speicher eingesetzt werden kann, umso wirtschaftlicher kann er betrieben werden.» Deshalb werden nun weitere mögliche Betriebsarten getestet. Sehr sorgfältig wird auch der Alterungsprozess der Batterien beobachtet, weil dieser einen grossen Einfluss auf die Lebenszykluskosten hat. «Bis jetzt sieht es auch in diesem Bereich gut aus», so Völlmin, «wir hatten bisher kaum Einbussen bei der Kapazität.» ■


Special: erneuerbare Energien

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Auf der Suche nach erneuerbaren Energien Die Schweiz hat dank der Wasserkraft bereits einen hohen Anteil an erneuer­baren Energien. Doch rund 40 % der Stromproduktion in der Schweiz stammt nach wie vor aus den Kernkraftwerken, die laut Energiestrategie des Bundes bis zum Jahr 2050 abgestellt sein müssen. Um diese Lücke zu schliessen, will die Schweiz auf weitere erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Biomasse setzen. Die Suche nach diesen sauberen Energiequellen führt auf Industriedächer, auf Alpenpässe und in Meeresnähe. TEXT: KARIN WEINMANN

giestrategie des Bundes in weniger als 40 Jahren abgeschaltet sein sollen. Durch die Pumpspeicherkraftwerke können wir eine grosse Menge an Energie speichern – gerade in Kombination mit der unregelmäs­sig pro­ duzierten Wind- und Sonnenenergie eignet

© Foto: plainpicture/Martin Langer

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ie Schweiz ist energietechnisch keine Insel. Wir können zwar durch Wasserkraft einen grossen Teil unseres Energiebedarfs decken. Doch das allein reicht nicht aus, um den Strom aus den Kernkraftwerken zu ersetzen, die laut Ener­

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10 sich die Technologie sehr gut. Der Anteil der Sonnenenergie ist in der Schweiz auf Wachstumskurs. Für die Windkraft hin­ gegen gibt es im Ausland sehr viel mehr attraktive Standorte als in der dichtbe­ siedelten und eher windarmen Schweiz. So ist die Idee entstanden, in Europa den Küsten entlang Windparks zu bauen: An diesen Standorten gibt es besonders günstige und ausgeglichene Windverhältnisse.

Kein idealer Standort für Wind In der Schweiz Windkraftprojekte zu starten, die sich lohnen, ist nicht ganz einfach. Dies liegt zum einen an den Windverhältnissen: Hier bezeichnet man bereits einen Standort mit 1600 bis 1800 jährlichen Volllaststunden als gut, Projekte mit 1400 Volllaststunden gelten als akzeptabel. Mit Volllaststunden drückt man die Auslastung eines Kraftwerks aus. Ein typisches Windkraftwerk in der Schweiz müsste also rund 1700 Stunden unter Volllast laufen, um seine Jahresproduktion zu erreichen. Mit anderen Worten, ein Kraftwerk in der Schweiz läuft im Durchschnitt mit gerade 20% seiner maximalen Leistungsfähigkeit. In anderen Ländern sieht

EKZ Renewables AG Die EKZ Renewables AG wurde im Mai 2011 von den EKZ gegründet. Sie ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EKZ. Ihre Aufgabe sind die Investi­tionen in erneuerbare Energien im Ausland mit dem Fokus auf Onshore-Windparks, solarthermische Kraftwerke und Photo­ voltaik. Über sie haben die EKZ inzwi­schen Mehrheitsbeteiligungen an elf europäischen Windparks, die insgesamt Strom für 80 000 Haushalte produ­zieren. Die EKZ Renewables AG sucht weiter­hin aktiv nach geeigneten Pro­jekten im nahen Ausland.

das anders aus: So kommen beispielsweise sehr gute Standorte in Portugal auf gegen 4000 Volllaststunden im Jahr. Das bedeutet, dieselbe Anlage könnte in Portugal in einem Jahr zwei- bis dreimal mehr Energie generieren. Was die Planung von Windkraftprojekten in der Schweiz zusätzlich erschwert, ist die Topografie. In den Alpen etwa weht

der Wind zuverlässiger als im Mittelland, dafür ist in der Höhe der Luftdruck geringer: Wenn dort ein Windkraftwerk gebaut wird, produzieren die Turbinen also bei gleichen Windverhältnissen weniger Strom als auf Meereshöhe. Ausserdem stehen nur kurze Zeitfenster zur Verfügung, um die Anlagen zu erbauen: Es liegt bis im Juni Schnee, und im Oktober kann der Schneefall bereits wieder beginnen. Auch ist oft keine ausreichende Strasseninfrastruktur vorhanden, auf der man die grossen Bauteile für die Turbinen transportieren könnte. All dies führt zu hohen Investitionskosten für ein Projekt. Ebenfalls ist die Wartung im Winter nur eingeschränkt möglich. «Ein grundsätzliches Problem ist zudem, dass die Schweiz sehr stark besiedelt ist», erklärt Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien bei den EKZ. «In Ostdeutschland beispielsweise ist die Bevölkerungsdichte viel geringer und folglich stehen die Turbinen weit ausserhalb der Ortschaften. Dort trifft man auf wenig Opposition. Die Leute sind meist froh, wenn investiert wird und damit Arbeit für die lokale Bevölkerung, Gebühren für die Ge-

Der Standort ist entscheidend: Windparks sind nicht überall sinnvoll.

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Special: erneuerbare Energien

meinden und Pachtzinsen für die Grundbesitzer anfallen.»

Projekte in der Pipeline Aber auch die Umsetzung solcher Projekte ist hierzulande schwieriger, so die Erfahrung von Fuchs: So sind im Moment Projekte für über 1000 Windturbinen in der Pipeline, aber es wurden im Jahr 2013 schweizweit nur gerade sechs neue Anlagen in Betrieb genommen. Das liegt unter anderem an den aufwendigen Bewilligungsverfahren in der Schweiz auf den verschiedenen Stufen Bund, Kantone und Gemeinden. Dazu kommen die umfassenden Einsprache-Möglichkeiten in den verschiedenen Planungsphasen, die Projekte sehr lange verzögern können. In den umliegenden europäischen Ländern ist dies einfacher: «Im Ausland wurden Zonen geschaffen, die als Windgebiete deklariert sind», so Fuchs. Dort dürfen grundsätzlich Windanlagen erstellt werden – in der Schweiz weiss man hingegen nie so genau, ob man an einem geplanten Ort überhaupt einen Windpark erstellen darf. «Auch im Ausland kann so ein Projekt natürlich nicht von heute auf morgen realisiert werden, aber es ist vorhersehbarer, dass man überhaupt zum Ziel kommt. In Deutschland beispielsweise stehen über 20 000 Turbinen, der Bewilligungsprozess ist also x-mal erprobt worden», sagt Fuchs. «In der Schweiz gibt man viel mehr Geld aus, bis ein Projekt umgesetzt werden kann.» Dennoch: Windkraft in der Schweiz bleibt auch für die EKZ ein Thema. «Wir sind auch hier aktiv, haben aber noch kein umsetzungsreifes Projekt in Aussicht. Wenn die Schweiz die Energiestrategie 2050 des Bundes umsetzen möchte, müssen sich die Bedingungen für Windparks ändern.» So könnten zum Beispiel wie im Ausland Zonen geschaffen werden, in denen Windparks erstellt werden dürfen. Dort müsste man nicht damit rechnen, dass ein Projekt abgelehnt wird, weil es da nicht hinpasst. «Natürlich werden die Umweltschutzverbände auch in solchen Zonen Einsprache gegen konkrete Projekte erheben dürfen, auf die Natur soll weiterhin Rücksicht genommen werden», sagt Fuchs.

© Foto: plainpicture/Aurora Photos

Strom aus Küstenregionen

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Kurzinterview mit Hanspeter Fuchs, Leiter Erneuerbare Energien EKZ

Vorsorgen für die Zukunft Herr Fuchs, warum setzen die EKZ auf Windkraftprojekte im Ausland? Im Ausland gibt es einerseits um Faktoren bessere Windverhältnisse als hierzulande, andererseits fehlt in der Schweiz vielerorts schlicht der Platz für Windparks. Aber es ist auch ein strategischer Entscheid: Wir wollen uns gute Standorte frühzeitig sichern. Nicht zuletzt spielt auch der Preis eine Rolle – in der Schweiz ist ein vergleichbares Projekt rund doppelt so teuer wie etwa in Frankreich. Nach welchen Kriterien wählt die EKZ Renewables AG internationale Windenergieprojekte aus? Eines der wichtigsten Kriterien ist die politische Stabilität im Land, denn wir investieren über 25 Jahre hinweg. Zentral ist natürlich auch das Windaufkommen: Ein geeigneter Standort sollte auf mindestens 2000 Volllaststunden im Jahr kommen. Ein weiteres Kriterium ist der resultierende Strompreis pro Kilowattstunde. Wir legen Wert auf möglichst marktnahe Produktionskosten. Nicht zuletzt investieren wir selbstverständlich nur in Projekte, die lokal unterstützt werden und auch den Umweltschutzkriterien entsprechen. Die Sonne scheint im südlichen Europa ebenfalls stärker als bei uns – wie sieht es mit Solarenergieprojekten im Ausland aus? Wir planen durchaus, auch im Ausland in Solaranlagen zu investieren. Es ist sinnvoll, Solar- und Windanlagen in einer Region zu mischen, da sie nicht gleichzeitig produzieren. Das südliche Europa eignet sich dabei besser als etwa Deutschland, nicht nur wegen der höheren Sonnenstundenzahl, sondern auch punkto Gleichzeitigkeit des Verbrauchs: Im Süden laufen im Sommer, wenn es viel Sonne gibt, die Klimaanlagen auf Hochtouren. Es gibt also eine direkte Kopplung. In der Schweiz oder in Deutschland ist dies weniger der Fall. Konkret haben wir seit 2012 eine Beteiligung am Solarkraftwerk Puerto Errado 2 in Spanien. Es produziert rund 50 Gigawattstunden Strom pro Jahr, was etwa dem Verbrauch von 12 000 Haushalten entspricht. Wie stark wollen die EKZ ihren Anteil an erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren ausbauen? Ziel ist, dass wir bis zum Jahr 2016 rund 400 Gigawattstunden Jahresproduk­tion im Ausland erreichen – das betrifft vorwiegend die Windkraft. Gleich­zeitig ist geplant, bis 2020 rund 60 Gigawattstunden Jahresproduktion in der Schweiz aufzubauen. Der Schwerpunkt in der Schweiz liegt bei Solarkraft. Bis 2030 ­sollen insgesamt 10 Prozent des Gesamtabsatzes aus neuen erneuerbaren Energien bestehen, das entspricht 680 Gigawattstunden. Was sind die längerfristigen Ziele in Bezug auf erneuerbare Energien? Wir wollen ein längerfristig gesichertes und diversifiziertes Produktionsportfolio im Bereich erneuerbare Energien aufbauen: im In- und Ausland und zudem regional verteilt. Damit wollen wir die Risiken beschränken, aber auch langfristig wirtschaftlich bleiben. Wenn wir in Zukunft mehr Ökostrom-Zertifikate benötigen, wollen wir bereits ein entsprechendes Portfolio besitzen. Kurz gesagt: Wir wollen unsere Abhängigkeit verringern und für die Zukunft vorsorgen.

Seit 2011 investieren die EKZ daher in Windenergie im Ausland. Mittlerweile verfügen sie über Mehrheitsbeteiligungen an elf Windparks in Frankreich, Deutschland und Portugal. Der erste Windpark, den die EKZ Renewables AG, eine Tochtergesellschaft der EKZ, in Deutschland erworben hat, ist der Onshore-Windpark Neu EKZ Saft & Kraft 2|14


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Special: erneuerbare Energien

Die grösste Herausforderung bei solchen Dachanlagen ist in vielen Fällen die Statik der Dächer: Beim Bau wurde die Nutzung der Dächer für Solarstrom nicht vorausgeplant – Hauptsache, das Dach war dicht und nicht allzu teuer. Wird eine Solaranlage geplant, braucht es erst ein Gutachten, ob das Dach das zusätzliche Gewicht der Solarmodule überhaupt aushält. Eine weitere Herausforderung besteht darin, genügend grosse Dächer zu finden. «Es gibt nur wenige Dächer, auf denen wir 2 bis 3 Megawatt Leistung installieren können, oft bewegen sich die Anlagen eher im 100- bis 300-Kilowatt-Bereich», so Fuchs. Trotzdem, die Solarstromproduk­ tion nimmt stetig zu: «Wir kommen im Photovoltaikbereich sehr gut voran.»

Ambitioniertes Projekt: Geplante Solaranlage in Quinten am Walensee.

Ein Pionierprojekt am Walensee Kosenow II. Er wurde im Februar 2012 in Betrieb genommen und liegt südlich von Usedom an der Ostsee, einer Gegend mit attraktiven Windverhältnissen: Auf der Nabenhöhe von 105 Metern beträgt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit 6,83 Meter pro Sekunde. Die fünf Turbinen erzeugen im Jahr genügend Strom, um über 5000 Haushalte mit Elektrizität zu versorgen. Anfang 2014 kamen die Windparks Neu Kosenow I und IV hinzu.

«In der Schweiz setzen wir sehr stark auf Solarenergie, vor allem auf Solar­dächer.» HANSPETER FUCHS, LEITER ERNEUERBARE ENERGIEN BEI DEN EKZ

Am 17. März 2014 legten die EKZ schliesslich den Grundstein für ihr neuestes Windparkprojekt. Die Anlage Parque Eólico do Norte dos Candeeiros (PENC) liegt rund 120 Kilometer nördlich von Lissabon und rund 15 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Die Lage auf einem 400 Meter hohen Hügelzug ist optimal für die Windverhältnisse: Höhenwinde sowie ein stetiger Meereswind werden für eine hohe Auslastung der Turbinen sorgen. Nicht umsonst nennt sich die Region «Vale de Ventos» (Tal des Windes); davon zeugen auch die Ruinen alter Windmühlen. Das Projekt wird während der gesamten BauEKZ Saft & Kraft 2|14

zeit von einer Naturschutz-Fachperson begleitet. Die Anlage soll im November 2014 in Betrieb gehen und jährlich rund 29 Gigawattstunden Energie produzieren. Die EKZ sind ausserdem an der Kooperation Helvetic Wind sowie der Terravent AG beteiligt, beides Zusammenschlüsse verschiedener Schweizer Energieunternehmen, die gemeinsam in Windprojekte investieren. Der Vorteil daran ist, dass die Risiken auf die einzelnen Energieunternehmen verteilt sind: «Allein investieren wir nur in relativ kleine Windparks, um das Einzelrisiko gering zu halten. In solchen Kooperationen kann man aber auch in grössere Projekte investieren», sagt Fuchs.

Solardächer in der Schweiz Wenn es um Sonnenenergie geht, investieren die EKZ hingegen in die inländische Produktion. «In der Schweiz setzen wir sehr stark auf Solarenergie, vor allem auf Solardächer», so Fuchs. Das erste Projekt im Kanton Zürich war eine PhotovoltaikAnlage auf dem Dach des Coop Megastores in Dietikon, die im Dezember 2010 in Betrieb genommen wurde. An einem sonnigen Sommertag produziert die 2600 Quadratmeter grosse Anlage so viel Strom, dass damit 130 Elektroautos von Zürich nach Bern fahren könnten – insgesamt immerhin rund 16 000 km. Mittlerweile sind 38 weitere Projekte realisiert worden. Geplant ist, bis Ende Jahr 17 zusätzliche Anlagen in Betrieb zu nehmen. «Bei diesen Projekten suchen wir geeignete Dächer, meist auf Industrieanlagen oder öffentlichen Gebäuden», erklärt Fuchs. «Mit dem Besitzer wird ein Dachmietvertrag abgeschlossen, der über 25 Jahre läuft. Der Besitzer bekommt einen Pachtzins; wir führen das Projekt durch, bauen und betreiben die Anlage.»

Ein besonderes Projekt befindet sich im Moment am Walensee in der Nähe von Quinten in der Vorbereitung. Die Anlage soll in einem stillgelegten Steinbruch entstehen. Ein Pionierprojekt: Eine Photovoltaikanlage dieser Grösse mit der Befestigung in Felsen wurde in der Schweiz noch nie realisiert – wohl auch weltweit nicht. Der Standort eignet sich optimal für eine Solarstromanlage: Das Klima in Quinten ist mediterran, die Sonneneinstrahlung überdurchschnittlich. Die Felswand ist nach Süden ausgerichtet – eine ideale Lage. Ausserdem könnte die Anlage zusätzlich zur direkten Sonneneinstrahlung die im Walensee reflektierte Strahlung nutzen. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Der Standort verspricht vor allem im Frühjahr, Herbst und Winter überdurchschnittliche Erträge – also zu Jahreszeiten, in denen Solaranlagen auf Dächern eher wenig produzieren. Im Moment läuft dazu ein Pilotprojekt, das die EKZ zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW durchführen. Die Testanlage vor Ort soll zeigen, ob sich die berechneten Einstrahlungswerte bewahrheiten. «Sie wird uns wertvolle Messdaten über die Sonneneinstrahlung, die Windverhältnisse und die Reflexion des Sees bringen», so Fuchs. «Die Erkenntnisse aus der Testanlage dienen uns als Grundlage – so sehen wir, ob sich der Bau lohnen würde.» ■


Wissen & Technik

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Für den Aufstieg ist es nie zu spät Velofahren ist unangefochtener Spitzenreiter der Sportarten in der Schweiz. Und immer mehr Velofahrer streben nach besseren Leistungen. Doch wie schafft man das? Tipps und Anregungen von einem, der es genau weiss. TEXT: IRENE M. WRABEL FOTOS: GIORGIA MÜLLER

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ls Kurt Bürgi 14 Jahre alt war, führte die Route der Tour de Suisse durch sein Dorf. Nicht nur der Wettkampfzirkus, sondern auch die Sportart faszinierte ihn auf Anhieb. Eine Leidenschaft war geboren, die ihn seither nie mehr losliess. In jeder freien Minute schwang sich der Junge in den Sattel und schlug früh die Trainerlaufbahn ein. Heute ist er Coach des EKZ Racing Team und konzentriert sich darauf, talentierten Nachwuchsathle-

ten das Rüstzeug zum sauberen Sportsmann mit auf den Weg zu geben. Seinen Idealismus und die Begeisterung hat er nie verloren: «Ich versuche, auch heute den Radsport als das zu vermitteln, was er schon früher war, nämlich Freude und Faszination.»

Grundlagen schaffen Naherholungsgebiete, Landstrassen, Gebirgszüge – die Zweiradbegeisterten sind

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14 überall unterwegs. Und sie sind durchaus ambitioniert. An unzähligen Rennen und Wettkämpfen suchen auch Freizeitsportler die ultimative Herausforderung – und dafür wird hart trainiert. Doch oftmals falsch, wie Kurt Bürgi weiss: «Zuerst einmal sollte man sich eine gute Basis erarbeiten, was die Grundlagenausdauer und die Bewegungstechnik anbelangt.» Viele würden nämlich zu hart trainieren: «Ein weniger intensives Training mit einer ökonomischen Trittfrequenz ist viel sinnvoller.» Doch was ist eine «ökonomische Trittfrequenz», und wie kann ich diese feststellen? Messen lässt sich die Trittfrequenz ganz einfach mit einem handelsüblichen Fahrradcomputer, wie man ihn im Fachhandel bereits ab unter 100 Franken bekommt. Doch den richtigen Rhythmus muss man schon selber finden. «Zwischen 80 und 90 Umdrehungen pro Minute ist eine sinnvolle Grösse», sagt Bürgi. Um ein einigermassen gutes Niveau zu erreichen, sollte man mindestens zwei bis drei Trainingseinheiten in der Woche einplanen. Doch wie überall gilt auch hier: Je grösser die Ambitionen, desto höher der dazu nötige Trainingsaufwand. Nie vergessen darf man die Erholungsphasen: «Nach Belastungen verlängert sich die Erholungszeit. Die nächste Trainingseinheit sollte man erst dann in Angriff nehmen, wenn sich der Körper wieder von den Strapazen der letzten gut erholt hat», mahnt der Profi. Mit zunehmendem Alter wird das immer wichtiger.

5 goldene Regeln für Velofahrer und alle, die es werden wollen Kurt Bürgi ist seit über 40 Jahren mit dem Radsport eng verbunden. Er war Nationaltrainer und Technischer Direktor beim Schweizerischen Radfahrerverband, Inhaber der Profimannschaft «Post Swiss Team» und ist heute Coach des EKZ Racing Team. Worauf es im Radsport ankommt, weiss er ganz genau. 1. Technik Velofahren will gelernt sein! Jedes Terrain erfordert seine eigene Technik in Bezug auf das Treten, Bremsen, Schalten und ganz allgemein die Beherrschung des Velos. Üben lohnt sich also nicht nur, sondern ist absolut notwendig.

2. Ausrüstung Dazu gehört zum einen ein fahrtüchtiges, auf den Fahrer abgestimmtes Rad, das dessen Leistungsstand berücksichtigt. Ein Anfänger wird mit einem Profirad nicht glücklich. Fast genauso wichtig ist entsprechende Radbekleidung. Radhosen mit Sitzeinsatz und funktionelle Radtrikots sorgen für den nötigen Komfort. Und Rennhandschuhe sind kein Luxus, sondern bieten Schutz bei Stürzen – genau wie der Helm. 3. Training Am Saisonanfang macht es Sinn, die ersten ein bis zwei Monate auf wirklich flachen Strecken zu trainieren. Ziel ist es, während 2 bis 3 Stunden konstant mit 80–85 Trittfrequenz zu fahren und das Training ohne Hungergefühl zu beenden. Wenn man sich beim Fahren mit seinem Trainingspartner unterhalten kann, ohne nach Luft zu schnappen, ist das Tempo genau richtig. Damit trainiert man im Fettstoffwechselbereich, in dem Hobbyfahrer mehrheitlich trainieren sollten. Nach dieser Vorbereitungsphase in der Geraden kann man zu den Steigun-

Ein Sport für (fast) alle Stichwort Alter: Vor allem in der Lebensmitte packt viele Menschen der sportliche Ehrgeiz, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder weil man einfach auch optisch in Form bleiben möchte. Kurt Bürgi ist überzeugt davon, dass es nie zu spät für einen Anfang ist: «Gerade der Radsport bietet Späteinsteigern oder übergewichtigen Menschen die Möglichkeit, einen Sport auszuüben, der sehr gelenkschonend ist und sich daher hervorragend eignet, das Herz-Kreislauf-System zu fördern.» Gute Nachrichten also für Spätberufene, denn auch in fortgeschrittenem Alter kann man durchaus noch ehrgeizige Ziele erreichen. Wenn die Basis erst einmal geschaffen ist und die Trainings sinnvoll geplant und qualitativ gut sind, dürfen auch ältere Sportlerinnen und Sportler durchaus intensivere Belastungen fahren. Was die Qualität des Trainings angeht, so gibt es hier durchaus Unterschiede. Kurt Bürgi ist knallhart: «Man muss sich auf das Training konzentrieren. Vor dem Fernseher strampeln macht keinen Sinn.» Also raus an die frische Luft! ■ EKZ Saft & Kraft 2|14

«Radsport hat nichts mit Leiden zu tun, ­sondern soll Spass m ­ achen.» KURT BÜRGI


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Wissen & Technik

gen übergehen. Das Ziel ist aber nicht, am Hausberg gleich Bestzeiten zu fahren. Es soll vielmehr versucht werden, mit möglichst konstant hohen Trittfrequenzen (75–80 Kadenzen) den Berg hochzufahren. Später soll der Berg mit Erhöhung der Trittfrequenz schneller gefahren werden und nicht, wie es viele Sportler machen, mit einem grösseren Gang. Das ist der sicherste Weg, um die Bergleistung zu erhöhen.

Energieriegel oder isotonischen Getränke. Zum Trinken genügt Tee (leicht gezuckert), Sirup oder auch ganz normales Wasser. Als Verpflegung darf es eine Banane, kleinere Sandwiches (Mozzarella/Tomate, Honig/Banane, Schinken/Käse) oder auch ein Biberli sein. Wann und wie viel man zu sich nimmt, hängt davon ab, welches Ziel man verfolgt. Das muss man für sich individuell oder mithilfe eines Fachmanns definieren.

4. Ernährung Um Radfahren zu können oder sogar ein Leistungstraining über mehrere Stunden zu absolvieren, benötigt man keine Nahrungsergänzungsmittel,

5. Motto «Radsport hat nichts mit Leiden zu tun, sondern soll Spass machen!»

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Optimal eingestellt

Auf dem Velo ist der gesamte Körper im Einsatz – egal ob man einen Berg bezwingt oder zum Einkaufen radelt. Sehr viele Muskeln sind an den Bewegungsabläufen beteiligt, und jeder einzelne Muskel hat einen Gegenpart, um alle wirkenden Kräfte ausgleichen zu können. Deshalb ist die individuell eingestellte Sitzposition so wichtig. Beim Rennvelo nimmt man eine sportliche Position für tempoorientiertes Fahren ein. Dabei ist der Oberkörper stark geneigt (15 bis 30° Rückenwinkel), der Sattel ist höher als der Lenker. So erreicht man eine optimale Kraftübertragung und minimiert den Luftwiderstand. Allerdings erfordert diese Position sehr gut ausgebildete Muskeln in Rücken, Beinen, Schultern und Bauch. Im Verkehrsalltag ist diese Position nicht optimal wegen des geringeren Überblicks und der dauerhaft leistungsorientierten Körperspannung. Die Rahmenhöhe ist nur für die Einstellung der Sitzhöhe wichtig. Viel wichtiger ist die Rahmenlänge (Abstand Sattel–Griffposition). Die richtige Rahmenlänge ermöglicht bei geneigter Sitzposition die Streckung des Rückens in seiner natürlichen S-Form. Nur so kann die Rückenmuskulatur den Oberkörper halten und den Druck auf Hände und Arme verringern. Der Kopf sollte möglichst nicht überstreckt, sondern in der Verlängerung zur Halswirbelsäule gehalten werden. Die korrekte Sitzhöhe ist Voraussetzung für ermüdungsfreies Fahren. Die Sattel­ höhe ist annähernd korrekt, wenn man bei gestrecktem Bein mit der Ferse das unten stehende Pedal erreicht. Diese Einstellung sollte individuell nur nach oben korrigiert werden. Sitzposition und Lenkerform sollten aufeinander abgestimmt sein. Je flacher und gestreckter die Sitzhaltung, desto gerader darf der Lenker sein. Allerdings sollten die Handgelenke beim Lenkergriff nicht ab­knicken und so möglicherweise falsch belastet werden. Die Lenkerbreite sollte der Schulterbreite entsprechen.

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Tixi verbessert seine Ökobilanz Seit einem Jahr sind die weltweit ersten rollstuhlgängigen Elektroautos beim Fahrdienst Tixi in Betrieb. Die Erfahrungen, die man in dieser Zeit sammeln konnte, tragen dazu bei, die beiden Fahrzeuge für die Fahrten für Menschen mit Behinderungen noch effizienter zu betreiben. TEXT: IRENE M. WRABEL FOTOS: GIORGIA MÜLLER

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er Einsatz von E-Fahrzeugen in unserer Flotte ist ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt, auf das wir sehr stolz sind» berichtet Christian Roth, Geschäftsleiter von Tixi Zürich. Möglich wurde es durch die Zusammenarbeit mit den EKZ, welche die beiden Fahrzeuge und deren Umbau finanzierten. Als grösste Herausforderung im ersten Betriebsjahr hat sich im täglichen Einsatz die Reichweite der Fahrzeuge erwiesen. «Die beiden E-Tixis sind momentan jeweils nur halbtägig im Einsatz, weil sie dann wieder an die Ladestationen müssen» sagt Christian Roth. «Zwei Elektrofahrzeuge leisten im Moment so viel wie ein Benziner, aber an der Reichweite der Elektroautos wird gearbeitet.» Der wichtigste Faktor ist dabei das Fahrverhalten der Chauffeure. Ein Fahrertraining bei Renault in Glattbrugg soll ihnen dazu wertvolle Inputs und Hilfe­ stellung leisten.

Möglichst weit kommen Urs Wiederkehr, Leiter Projekte und Innovationen bei den EKZ, führt durch die Veranstaltung. Sein Know-how soll den ­ Teilnehmenden helfen, den optimalen Um­ gang mit den beiden E-Tixis zu lernen. Nach einem kurzen technischen Ausflug in die Funktionsweise von E-Fahrzeugen geht er zu den praktischen Tipps über. «Die Energie wird verbraucht durch Gasgeben beim Fahren, die Heizung und die Klimaanlage – in dieser Reihenfolge. Hier liegen auch die grössten Sparpotenziale.» Im Stadtverkehr, in dem sehr viel gebremst und wieder angefahren wird, steigt der Verbrauch also, ebenso auf Autobahnfahrten mit Geschwindigkeiten über 80 Stundenkilometern. Gleichmässiges und EKZ Saft & Kraft 2|14

Gewusst wie: Wer die Funktionsweise­ versteht, kann noch effizienter fahren.


Wissen & Technik

möglichst konstantes Fahren zahlt sich aus. «Doch was muss ich tun, wenn sich die Ladung der Batterie tatsächlich dem Ende zuneigt?» möchte einer der Fahrer wissen. «Man sollte generell möglichst vorausschauend fahren. Das heisst, dass man im Ernstfall an einer Ladestation unterwegs nachlädt.» Mindestens eine Stunde sollte so ein Ladestopp allerdings dauern, damit es sich lohnt, denn eine Schnellladung ist bei diesem Fahrzeugtyp noch nicht möglich. Doch wenn die Anzeige bereits auf Reserve steht, muss man auch noch nicht in Panik verfallen, weiss Tixi Fahrer Hans-Rudolf Wehrli: «Ich habe auf Reserve schon weitere 20 Kilometer geschafft.» Die Reichweitenunterschiede sind vor allem im Vergleich zwischen den Jahreszeiten sehr gross. «Die möglichen Fahrdistanzen im Winter sind sehr viel geringer als die im Sommer», bestätigt Wiederkehr die von den Fahrern gemachten Erfahrungen. «Das liegt zum einen daran, dass die Heizung mehr Energie verbraucht als die Klimaanlage, zum anderen nimmt die Leistung der Batterie mit sinkender Temperatur ab.» Der Heizaufwand ist in den Tixi-Fahrzeugen ohnehin grösser, da die zumeist immobilen Fahrgäste im hinteren Wagenteil sitzen, der extra beheizt werden muss. Eine separate Standheizung kann aber diesen Verlust zumindest teilweise ausgleichen, da die Batterien so vor dem Auskühlen bewahrt werden.

Neue Erfahrungen sind wichtig Das Wichtigste ist aber, dass die Akkus vor Fahrtantritt voll geladen sind. Dazu werden sie über Nacht an die Ladestation gehängt. Doch was, wenn man am Morgen das Auto abholten möchte und die

Batterie trotzdem leer ist? «Dann wurde das Ladekabel nicht richtig angeschlossen», sagt Wiederkehr. «Es muss ein klicken­des Geräusch geben und danach fünfmal rot blinken. Erst dann ist sichergestellt, dass auch wirklich geladen wird.» Die Zuhörer schauen sich vielsagend an – gerade am Anfang gab es hier einige Male Schwierigkeiten. Sepp Gallati ist seit Juli 2013 für die Instandhaltung der Flotte in Dübendorf verantwortlich und kennt das Problem aus eigener Erfahrung. «Das muss man ein paarmal gemacht haben, bis man sich daran gewöhnt hat.» Der 65-Jährige schätzt die Erfahrung, die man hier im Umgang mit neuen Technologien machen kann: «Für uns ist das sehr interessant. Und es gibt tatsächlich Fahrer, die nur noch mit den EFahrzeugen fahren wollen, weil sie sehr ruhig und gleichmässig laufen und erst noch leise sind», berichtet er. Diese Geräuschlosigkeit ist allerdings auch eine Herausforderung, weiss Gallati: «Man muss gut aufpassen und viel Rücksicht im Strassenverkehr nehmen, weil man ja nicht gehört wird. Aber man fährt dadurch viel bewusster.»

Positive Bilanz nach einem Jahr Bleibt schliesslich noch die Frage nach den Kosten. Lohnt sich der Einsatz von E-Fahrzeugen in finanzieller Hinsicht? E-Fahrzeuge sind zwar teurer in der Anschaffung, verursachen aber geringere Kosten beim Unterhalt. Zudem sind E-Antriebe weniger wartungsintensiv als Benzinmotoren. Der grösste Unterschied aber besteht in den Verbrauchskosten. Bei gleicher Fahrleistung verursacht ein benzinbetriebenes Auto bei Tixi im Monat rund 500 Franken Benzinkosten, wogegen das E-Au-

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Tixi Zürich – Fahrdienst für Menschen mit Behinderung

1,3 Millionen zurückgelegte Kilometer, 100 000 geleistete Freiwilligenstunden der Tixi-Fahrerinnen und -Fahrer – diese beeindruckenden Zahlen kann Tixi Zürich im 31. Jahr seines Bestehens vorweisen. Die Aufgabe des gemeinnützigen, politisch und konfessionell neutralen Vereins ist der Betrieb eines Fahrdienstes für alle mobilitätsbehinderten Menschen, welche die öffentlichen Verkehrsmittel nicht ohne Hilfe nutzen können. Es bestehen keine Einschränkungen wie Alters-, Einkommensoder Vermögensgrenzen. Der Fahrdienst wird zu den Erstklass-Tarifen der öffentlichen Verkehrsmittel angeboten.

to nur mit zirka 170 Franken Stromkosten zu Buche schlägt. Ein weiteres Argument für E-Tixis. Auch bei den Fahrgästen kommen die beiden Neuzugänge in der Fahrzeugflotte sehr gut an. «Durch den stufenlosen Antrieb fährt man ruckelfrei, was die Fahrt für die Insassen komfortabler macht. Und man kann sich im Wageninneren gut unterhalten, das wird sehr geschätzt», berichtet Tixi-Geschäftsleiter Christian Roth. Alles in allem ist er nach dem ersten Jahr sehr zufrieden mit den E-Fahrzeugen. «Für uns ist das nach wie vor ein tolles Projekt. Und für die Unterstützung der EKZ und insbesondere von Urs Wiederkehr sind wir sehr dankbar.» ■

Weltweit einzigartig: eines von zwei eigens für Tixi umgebauten E-Fahrzeuge. EKZ Saft & Kraft 2|14


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Daten mit Ablaufdatum Wer seine Hochzeit mit Super-8-Technik filmte oder seine Lieblingslieder auf eine Compact Cassette aufnahm, hat sich wahrscheinlich nicht überlegt, dass die Bilder und Töne nicht sehr lange erhalten bleiben beziehungsweise wiedergegeben werden können. Doch solche Probleme kann man lösen – zumindest mittelfristig. TEXT: OLIVER SCHMUKI

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Wissen & Technik

oder bei denen Kisten auf dem Dachstock stehen, gefüllt mit Kodachrome-Negativen, Diapositiven, Audiokassetten. Und gerade die, die sich damit bis jetzt noch nicht befasst haben, sollten dringend weiterlesen, denn die Zeit sitzt ihnen im Nacken.

Wo die Erinnerung verblasst, sollen Bilder die schönsten Momente für immer festhalten.

© Fotos: plainpicture/OJO / Inhaltsverzeichnis: plainpicture/Maskot

«Wie lange werden Abspiel­geräte von heute noch erhältlich sein? Noch 10 Jahre, 20, 50 oder noch länger?»

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ollywood hat ein Problem: 90 Prozent der amerikanischen Stummfilme und über die Hälfte aller anderen Filme, die vor 1950 fertiggestellt worden sind, existieren heute nicht mehr. Zumindest nicht in ihrer ursprünglichen Form. Die originalen Negativfilme – zersetzt, verfärbt, verschmutzt, zerkratzt oder sonstwie beschädigt. Zwar gibt es Institutionen und Personen wie die Regisseure Martin Scorsese und Steven Spielberg, die sich um Bewahrung, besonders um die Restauration und Lagerung gefährdeter Filme respektive der Datenträger, auf denen diese einst aufgezeichnet wurden, kümmern. Aber die Filmerhaltung ist und bleibt eine Sisyphusarbeit.

Dass analoge Datenträger verletzbar sind, etwa durch Sonnenlicht, Feuchtigkeit oder Magnetfelder, ist kein Geheimnis. Ob es sich nun um sensitive geschäftliche Dokumente handelt oder um private Daten mit emotionalem Wert wie die Aufzeichnung der Hochzeit, das Mixtape vom ersten Schatz oder Impressionen von der MaturaReise – der Verlust dürfte in jedem Fall schwer wiegen und eine sichere und vor allem langfristige Aufbewahrungslösung erstrebenswert sein. Langzeitarchivierung heisst also das Stichwort.

Gibt es eine Lösung? Im Internet wimmelt es von Angeboten, die Hilfe versprechen. Das A und O einer sinnvollen Datenarchivierung ist auf jeden Fall ein optimales, zuverlässiges Trägermedium. Aber selbst auf gebrannte DVDs und CDs ist nicht 100-prozentig Verlass. Sie seien anfällig und unbeständig und Festplatten wiederum mechanisch sensibel. So urteilt etwa der IT-Tester und -Kaufberater Chip online. Auch digitalen Flash-Datenträgern wie USB-Sticks wird nur eine maximale Lebensdauer von rund 30 Jahren

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nachgesagt. Bei gepressten DVDs sieht es etwas besser aus – aber selbst 100 Jahre sind schnell vorbei. Christine Bircher, die mit Bircher Media alles digitalisiert, von der Microcassette über MiniDiscs bis zu Betamax-Magnetbändern, und auch Schallplatten sauberwäscht, rät: «Am besten legt man mehrere Sicherheitskopien der Daten an.» Ihre Kunden reisen gar aus der Innerschweiz an, um die Daten in ihr Geschäft im Zürcher Kreis 6 zu bringen. «Weil es um persönliche, zum Teil intime Momente geht, wollen sie kein Risiko auf sich nehmen. Sie meiden auch die Discounter-Angebote, bei denen die analogen Träger von Schweizer Firmen nach Indien geschickt und dann dort bearbeitet werden.» So spart man zwar ein wenig Geld, weil Stundensätze in Indien tiefer sind als in der Schweiz, geht aber das Risiko ein, dass Filme oder Tonbänder auf der Reise verlorengehen. Die Digitalisierung eines Dia-Fotos kostet bei Bircher Media 50 Rappen. Bei einem dreistündigen VHS-Band muss man mit zirka 40 Franken rechnen, ohne Trägermedium.

Fast für die Ewigkeit Was wir im Augenblick nicht wissen: Wie lange werden Abspielgeräte von heute noch erhältlich sein? Noch 10 Jahre, 20, 50 oder noch länger? Wer also wirklich sicher sein will, dass seine Bilddokumente auch in anderen Zeitaltern betrachtet werden können, muss diese mittels keramischer Farbkörper auf Steinzeugtafeln brennen oder mit einem Ionenstrahl in eine fast unverwüstliche Nickelplatte eingravieren lassen. Dann überleben sie 100 000 Jahre und mehr. ■

Daten lassen sich auf viel Arten aufbewahren – doch für wie lange?

Alte Technologie – neues Problem Doch nicht nur Hollywood kennt dieses Problem. Die Aufbewahrung analoger Datenträger ist für alle ein Thema, die noch stapelweise VHS-Videokassetten besitzen, Schränke voller Doppel-Super-8-Spulen EKZ Saft & Kraft 2|14


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Blitzlichter

Alles an seinem Platz Ordnung halten ist zwar nützlich, aber manchmal etwas langweilig. Mit diesen Aufbewahrungsideen bringen Sie ein wenig Pfiff in den Haushaltsalltag!

Ich war eine Weinflasche

Coole Schachtel – ­leckerer Inhalt

Wenn eine Vorratsdose so dekorativ ist, muss man sie nicht im Schrank ver­ stecken, oder? In verschiedenen Designs und Grössen erhältlich für 38 Franken bei www.recyclingglasart.ch

Das Cookie Radio bleibt zwar stumm, sorgt aber vielleicht mit seinem Inhalt für Laute des Wohlbehagens. Die originelle Keksdose gibt es für 19 Franken bei www.klangundkleid.ch

Platzhirsch aus Filz

Alles in einem

Das perfekte Paar

Die Magnet-Tafel NETWORK lässt sich dank ihrem geringen Gewicht auch an die Wand kleben. Mit sechs mitgelieferten Magneten ist sie die ideale Gedächtnisstütze. Gibt’s bei www.myform-shop.ch für 29 Franken.

Die Lösung für eine der grössten zivilisato­ rischen Herausforderungen: Sockstar Clips sorgen für den Zusammenhalt der Socken beim Waschen. Eine Packung ­enthält 10 Clips und kostet 9.90 Franken bei www.geschenkbox.ch

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Die Korbtasche Hirsch aus Polyesterfilz bewahrt auf, was einem lieb und teuer ist: Zeitschriften, Nähzeug, Kerzen – eben alles, was nicht lose umherliegen soll. Für 46 Franken zu bestellen bei www.steinlin-products.ch


Energieberatung

Woher kommt die Wärme? Nichts ist für die Ewigkeit – schon gar nicht die Heizung. Wenn die Zeit für einen Ersatz gekommen ist, stellt sich die Frage nach dem richtigen System. Werner Stadler aus Mönchaltorf will es genau wissen und lässt sich bei der Suche von EKZ Energieberater Hardy Schröder unterstützen. TEXT: IRENE M. WRABEL FOTOS: GIORGIA MÜLLER

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in wunderbarer Ausblick, ein gepflegter Garten und ein gemütliches Haus: Hier fühlt sich Werner Stadler seit 40 Jahren wohl. «Wir sind 1974 mit unseren drei Kindern eingezogen», berichtet der Pensionär. «Die Kinder sind aber längst aus dem Haus, jetzt leben wir hier zu zweit.» Das Ehepaar hat nun reichlich Platz für sich und seine Hobbys. Das Haus selbst ist in einwandfreiem Zustand. Das gilt auch für die Heizungsanlage, wie die Begutachtung des Kaminfegers kürzlich ergab. Doch eine Ölheizung ist heute nicht mehr die beste Lösung, weiss der pensionierte Ingenieur. «Mich interessiert, welche Möglichkeiten für einen Ersatz es überhaupt gibt.»

Auch der Keller wird genutzt EKZ Energieberater Hardy Schröder verschafft sich zunächst einmal einen Überblick und inspiziert die bestehende An­ lage. Die im Keller befindliche Ölheizung ist im Winterhalbjahr in Betrieb und ist dann auch für die Warmwasserbereitung zuständig. «Im Sommer wird der Boiler mit Strom erhitzt» erklärt Stadler. Der Öltank – «mittlerweile dreimal saniert wegen der Gewässerschutzvorschriften», wie er ergänzt – ist unterirdisch im Garten installiert. Er hat eine direkte Zuleitung zum Haus. Die Heizungsrohre selbst, die zu den Wohnräumen führen, sind nicht isoliert. So werden die Kellerräume unfrei­ willig mit beheizt. Für die Stadlers jedoch ist das durchaus erwünscht. «Wir haben viele Hobbys, meine Frau töpfert, ich baue Modellflugzeuge. Da haben wir beide je-

Die Erneuerung der Heizanlage – früher oder später ein Thema für jeden Hausbesitzer.

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Energieberatung

weils unsere Hobbyräume im Keller.» Das ist sinnvoll, wenngleich es nicht effizient ist. Doch der Energieberater hat Verständnis: «Die Wärme verpufft wenigstens nicht ungenutzt.»

«In Bezug auf die Isolation von Dach und Fenstern wurde hier schon sehr viel richtig gemacht.» HARDY SCHRÖDER, EKZ ENERGIEBERATER

Welche Heizleistung braucht es? Zurück im Wohnzimmer informiert sich Hardy Schröder über die Verbrauchsdaten. Pro Jahr liegen diese bei maximal 1500 Litern Heizöl. «Und ein Ster Holz», ergänzt Werner Stadler. «Wir haben ein Warmluftcheminée, das wir ab Oktober bis ins Frühjahr hinein regelmässig in Betrieb nehmen.» Das ergibt umgerechnet eine Heizleistung von 6 Kilowatt pro Jahr. Diese Leistung muss auch ein neues Heizsystem erfüllen. Sie liegt aber in einem sehr guten Rahmen für ein Haus dieser Grösse, das im Jahr 1962 erbaut wurde. «Hier wurde an sich schon sehr viel richtig gemacht», lobt Hardy Schröder. «Die Fenster

Energieglossar: Heizungstypen Ölheizungen sind derzeit noch die am häufigsten zum Einsatz kommende Heizmethode in der Schweiz. Doch umweltfreundliche alternative Heizformen sind auf dem Vormarsch. Hier ein Überblick über die Möglichkeiten: Wärmepumpen Wärmepumpen wandeln Energie aus dem Erdreich, der Luft oder dem Grundwasser in Heizwärme um. Für den Betrieb der dazu nötigen Pumpen und Kompressoren benötigt man Strom. Mit diesem Strom kann man drei- bis viermal mehr Wärme erzeugen. Verschiedene Faktoren entscheiden, ob man die Wärme aus dem Erdreich oder der Luft gewinnen kann. Generell hat die Gewinnung von Heizwärme mittels Erdsonde einen höheren Wirkungsgrad, ist aber in der Anschaffung teurer. Holz Das Heizen mit Holz ist im Vergleich mit dem immer teurer werdenden Heizöl konkurrenzfähig geworden. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der oft direkt am Ver-

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brauchsort gewonnen werden kann. Deshalb eignet sich diese Methode eher in ländlichen Gebieten. Zudem bietet sie mit Schwedenöfen oder geschlossenen Cheminées stimmungsvolle Alternativen. Stückholzöfen müssen mindestens einmal täglich per Hand neu beschickt werden – was mühsam werden kann und gerade für ältere Menschen nicht so geeignet ist. Zudem muss man für das Holz umfangreichen Lagerplatz zur Verfügung haben. Pellets- und Schnitzelanlagen Auch Anlagen mit Pellets oder Schnitzeln als nachwachsende Rohstoffe sind den fossilen Brennstoffen zumindest unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit überlegen. Zudem erreichen moderne Pelletskessel einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent. Der Rohstoff wird wie Öl angeliefert und in den Lagerraum gepumpt. Dieser muss genügend gross sein, was nicht überall der Fall ist. Wie beim Heizen mit Holz gilt, dass diese Energieträger zwar CO2-neutral sind, jedoch bei der Verbrennung mehr Feinstaub ausstossen als Ölheizungen.

Solarenergie Sonnenkollektoren kommen vorwiegend bei der Wassererwärmung zum Einsatz. Sie ergänzen entsprechend die bereits genannten Heizmethoden in diesem Bereich. Kombinierte Kollektoranlagen können je nach Dimensionierung aber auch zur Vorwärmung des Heizkreislaufsystems eingesetzt werden. Die Anlagen sind meist schnell installiert und sehr wartungsarm. Für einen effizienten Einsatz muss man auch hier sehr gründlich analysieren, ob die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Alternative Heizsysteme werden oft finanziell unterstützt. Eine Übersicht über die Förderprogramme findet man unter www.energiefranken.ch Der EKZ Energieberater kann für eine individuelle Beratung bestellt werden. Er zeigt vor Ort, wie der Ersatz der bestehenden Heizung durch eine moderne, effiziente und klimaschonende Anlage geplant werden kann.


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Raumheizung und Brauchwarmwasser Energieeffizienz des Gebäudes vor und nach der Heizungssanierung (kWh/m2·a)

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Gebäude nach Sanierung Gebäude aktuell

Standortbestimmung: Der Einsatz einer Wärmepumpe ist nicht überall möglich.

sind erneuert, und auch die Isolierung, vor allem im Dachbereich verhindert, dass zu viel Wärme entweicht.» Nun gilt es zu definieren, welches System überhaupt technisch umsetzbar ist. Denn neben den baulichen Gegebenheiten gibt es viele Faktoren, welche die Entscheidung für eine neue Heizungsanlage beeinflussen. Der Energieberater hat sich entsprechend vorbereitet und zeigt Stadler eine Karte von Mönchaltorf, die unterschiedlich eingefärbt ist. «Ich habe abgeklärt, ob die Bohrung für eine Erdwärmesonde bei Ihnen überhaupt erlaubt wäre», erläutert er dem Hausbesitzer. Denn wenn Grundwasservorkommen dadurch gefährdet werden könnten, wird eine solche Bewilligung nicht erteilt. Doch das ist nicht der Fall. Eine Wärmepumpe mit Erdwärmesonde wäre also eine Option.

Der umgekehrte Kühlschrank «Die Wärmepumpe kann die Wärme entweder aus dem Boden mittels einer Erdsonde oder aus der Luft beziehen. Sie gehört zu den effizientesten Heizsystemen und funktioniert eigentlich wie ein umgekehrter Kühlschrank.» Hardy Schröder berechnet nun anhand der gewonnenen Daten zu Verbrauch und Heizbedarf, wie tief

man im vorliegenden Haus bohren müsste. «Für die benötigte Heizleistung und die Brauchwarmwasser-Erwärmung müssten wir hier rund 145 Meter tief bohren.» In Betracht ziehen muss man aber, dass eine Erdbohrung eine kostspielige Angelegenheit ist. Der Fachmann erläutert die Vor- und Nachteile. «Pro Meter rechnet man mit rund 100 Franken. Das wären dann hier rund 14 500 Franken», rechnet der Energieberater vor. Mit den Kosten für die Wärmepumpe und allen Installationen würde die Lösung auf rund 40  000 bis 50 000 Franken kommen. «Bei einer Luftwärmepumpe entfällt natürlich die Bohrung, aber auch hier wären wir bei rund 30 000 bis 40 000 Franken gesamt.» Was dann noch hinzukäme, ist der höhere Energiebedarf der Luftwärmepumpe, der den Preisvorteil schrumpfen lässt. Zudem verursacht die Luftwärmepumpe Geräuschemissionen – Lärm, der an einer idyl­lischen Lage störend sein könnte. Bei beiden Sys­temen zahlen sich die höheren Erstellungskosten trotzdem aus, da diese durch die niedrigen Energie- und Unterhaltskosten innert wenigen Jahren amortisiert sind.

Alternativen mit wenig Potenzial Daneben gibt es aber noch andere Möglichkeiten. «Wir hatten in der Vergangenheit auch schon über eine ergänzende Solaranlage nachgedacht» erzählt Stadler. ­ «Aber ich glaube, dass wir dafür keine guten Voraussetzungen haben.» Hardy ­ Schröder bestätigt diese Vermutung. «Die Dachfläche ist nicht gross genug und hat zudem die falsche Ausrichtung und Neigung.» Bliebe noch das Heizen mit Stückholz. Davon jedoch rät der Energieberater ab. «Eine Holzheizung müssen Sie in regelmässigen Abständen per Hand beschicken, das kann mühsam werden», gibt er zu bedenken. Das ist ein Argument für den Pensionär. Obwohl er immer noch sehr sportlich und fit ist, möchte er sich und seiner Frau das Leben nicht schwerer machen als nötig. Und letztlich benötigen diese Systeme viel Lagerraum für das Brenn­ material – Platz, den sie lieber für ihre Hobbys nutzen. Die Empfehlung von Hardy Schröder ist damit klar: Er würde hier zu einer Wärmepumpe mit Erdwärmesonde raten. Zudem könnte die Bohrung in unmittelbarer Nähe des Heizraums realisiert werden, dies bestätigt auch die Besichtigung des Gartens. Herr Stadler muss all die Informationen nun erst einmal verarbeiten – doch nun hat er das ­Urteil des Fachmanns und kann so die richtige Entscheidung treffen. Eine, die viele Jahre lang die richtige sein wird. ■

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Die Redaktion wird aufgrund der eingesandten Unterlagen den Gewinner der ­Energieberatung auswählen. Für die ein­ gehenden Unterlagen übernimmt die ­Redaktion keine Verantwortung, sie retourniert keine Briefe und keine Fotos. Die ausgewählten Personen werden tele­ fonisch oder via E-Mail benachrichtigt. Keine Barauszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über die Auswahl wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von Saft & Kraft, der Visiolink AG und den EKZ sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Gut zu wissen: Auf der Website www.ekz.ch gibt es weitere Informationen zur Energieberatung.

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Nicht ohne meinen Wohnwagen Die Campingsaison ist im Gang. Was für die einen nach schönsten Abenteuerferien und Freiheit tönt, stellen sich andere einfach nur unbequem und schrecklich vor. Aber wie sieht es heute eigentlich auf einem Campingplatz aus? Wir haben unser Zelt am Schützenweiher in Winterthur aufgeschlagen. TEXT: HANNA LAUER FOTOS: ELINE KELLER-SØRENSEN

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Familie & Freizeit

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«Schweiz – 1. Platz»

Wohnwagen statt WG-Zimmer: Studentin Fränzi fühlt sich wohl hier.

«Mir gefällt der Zusammenhalt, wir sind wie eine Familie.» FRÄNZI AUS BERN

Als wir ihr Büro betreten, sitzt die freundliche Frau am Computer und öffnet die Post. Neben ihr einer der beiden Söhne, der gerade zu Besuch ist und seiner Mutter an diesem Nachmittag unter die Arme greift. «Die Saison steht vor der Tür und es gibt einiges zu tun», sagt die Chefin. Caroline ist mit dem Camping a­ufgewachsen und liebt dieses Leben. Was ist ihr Beruf? «Ich bin eine Allrounderin», sagt sie, «meine Berufe passten immer zum Alter meiner Kinder.» Sie arbeitete beispielsweise als Spielgruppenleiterin und später als Jugend­­ treffverantwortliche. Das eigene Wohnmobil steht ebenfalls am Schützenweiher, C ­ arolines Hauptwohnsitz befindet sich aus­ serhalb von Winterthur.

Betrachtet man die Zahlen des Bundesamts für Statistik, wird schnell klar, dass Schwei­zerinnen und Schweizer gerne Camping­ferien machen. Auf den 423 erfassten Schweizer Campingplätzen wurden 2012 knapp drei Millionen Logiernächte generiert. Davon machte die ­inländische Nachfrage fast 60 Prozent aus. Mit insgesamt 774 000 Übernach­tungen war die Tourismusregion Tessin 2012 der Spitzenreiter. Auf den zweiten Platz ­schaffte es der Kanton Wallis mit 411 000 registrierten Nächten. Die Region Zürich musste sich mit dem 10. Platz im Ranking zufriedengeben. Verbucht wurden hier 126 085 Logiernächte, verteilt auf 28 Betriebe und mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,5 Tagen. Somit entfallen rund 15 Prozent aller Logiernächte in der Zürcher Region auf den Campingplatz am Schützenweiher. Wenn man die Herkunftsländer der Gäste anschaut, sieht man, dass Schweizer den ersten Rang belegen. Auch in Schweizer Hotels sind zwar die meisten Gäste Inländer, das ist klar, dennoch kann man sagen, Schweizer lieben Camping, Zelte und ihre Plätze. Laut Prognosen soll aber die Nachfrage asiatischer Gäste steigen.

Kultur zieht Touristen nach Winterthur

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ingebettet zwischen einem Weiher und einer farbenfrohen Minigolf­anlage liegt der Campingplatz am Schützenweiher in Winterthur. Denkt man sich das Rauschen der nahegelegenen Autobahn weg, könnte man den Ort durchaus als idyllisch beschreiben. Bereits vom Parkplatz aus sieht man die Dächer der Wohnmobil-Land­ schaft. Vor der Rezeption steht eine Voliere, in der Dutzende bunte Wellensit­tiche fröhlich zwitschernd auf einem Stängeli neben­ einandersitzen. «Zu Beginn w ­ aren es nur zwei, es kamen aber immer mehr dazu», erzählt uns Caroline Euschen – die Campingplatz-Mama. Die 47-Jährige ist seit fünf Jahren Pächterin des Campingplatzes am Schützenweiher. Dieser gehört seit dem Beginn im Jahr 1955 der Stadt Winter­thur.

Der Campingplatz am Schützenweiher ist das ganze Jahr offen und bietet Platz für 50 Wohnmobile und Wohnwagen sowie 30 Zelte. Zum Angebot gehören WC-An­ lagen, Warmwasser-Duschen, Waschmaschine, Abwasser-Entleerstationen, Elek­ troanschlüsse, Grillpatz, Kinder-Spielplatz, ein Partyzelt mit Kühlschrank, TV und DVDs sowie Wireless, drahtlose Verbindung ins World Wide Web auf dem ganzen Campingplatz inklusive Personal Computer für Gäste. «Es ist nicht mehr wie früher, als man Campingferien machte und eine Woche nicht geduscht hat, um den quälenden Gang unter die Kaltwasser-Dusche zu umgehen», sagt ein Campinggast. Diese Zeiten sind vorbei – zumindest am Zeltplatz am Schützenweiher, wo man rund 35 Franken pro Nacht und Person bezahlt. Hochsaison am Schützenweiher ist im Juli und August, «aber auch im Frühling und Herbst finden Touristen den Weg nach Winterthur», sagt Caroline. Man kann sich EKZ Saft & Kraft 2|14


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Familie & Freizeit

Fast wie eine Reihenhaussiedlung: Die Camper legen Wert auf Ordnung.

fragen, was Touristen bewegt, ausgerechnet am Stadtrand von Winterthur zu campen. «Unsere Gäste kommen nach Winterthur, weil sie zum Beispiel einen Event in der Stadt besuchen.» Besonders beliebt sei Afro-Pfingsten, ein Festival afrikanischer Musik an Pfingsten, aber auch andere kulturelle Ereignisse wie Ausstellungen, Messen, Musikfestwochen oder das Technorama. Zudem liege Winterthur verkehrstechnisch ideal, weil man schnell in Zürich, am Rheinfall oder am Säntis sei. «Es sind vorwiegend Gäste aus der Schweiz – aber auch Touristen aus Deutschland und Österreich sind stark vertreten», sagt die Pächterin. Sie verbucht rund 20 000 Übernachtungen jährlich, davon buchen Schweizerinnen und Schweizer 3815 Logiernächte. Gefolgt von Deutschland mit 1938 und Österreich mit 235 Übernachtungen. «Wir haben aber auch Besuch aus dem restlichen Europa, aus Mexiko und sogar Korea», sagt sie Caroline. Ihr sei es wichtig, dass sich ihre Gäste wohlfühlen, einen sauberen Camping vorfinden und auf die Freundlichkeit der Mitarbeitenden setzen können.

Eine Community aus festen Mietern Caroline und ihr Sohn führen uns durch den Campingplatz. Es ist ruhig, weil die meisten der festen Mieter bei der Arbeit sind und die Touristen Ausflüge unternehmen. Rund 30 feste Einheiten auf dem EKZ Saft & Kraft 2|14

Jahre entwickelt hat», sagt der Malermeister. Wir betreten die mobilen vier Wände, und es fällt sofort auf, dass Hansi dabei selber Hand angelegt hat: Das Innenleben des Vorzelts hat der Hobbyschreiner mit hölzernen Kästen, Schränken und Ablagen verkleidet. Vorhänge zieren die Plastikfenster und Blumen schmücken den Tisch – wie in einer normalen Wohnung eben.

WC-Anlagen, Warmwasser-Duschen, Waschmaschine – mehr Komfort, als man vermuten möchte. Campingplatz sind das ganze Jahr über bewohnt. Wir kommen bei Fränzi vorbei, die gerade ihren geerbten Wohnwagen auf Vordermann bringt. Sie stammt aus Bern, ist 23 Jahre alt und studiert in Winterthur Ergotherapie. Warum wohnt sie hier und nicht in einem WG-Zimmer wie andere Gleichaltrige? «Mir gefällt der Zusammenhalt, wir sind wie eine Familie.» Es ist nicht so, dass die junge Frau hier günstiger wohnen würde. Monatlich bezahlt sie rund 580 Franken für den Platz und das Gas. Aber Fränzi bevorzugt die Gemeinde, die sie hier gefunden hat. Danach bestaunen wir Hansis Wohnwagen; der 56-Jährige lebt seit 2008 zusammen mit seiner Frau in einem hübschen Wohnwagen, der sogar über einen kleinen Garten verfügt. «Wir fühlen uns wohl hier und geniessen die gute Nachbarschaft, die sich über die

Was zählt, ist der Zusammenhalt Nicht immer sei der Campingplatz am Schützenweiher ein schöner Ort gewesen, sagt Caroline Euschen. Als sie ihr Amt angetreten hat, fand sie einen verwahrlosten Campingplatz vor, wo sich unter anderen die örtlichen Drogenkonsumenten aufhielten. Dieses Problem löste sie – zusammen mit Angestellten der Stadt Winterthur – ideenreich und tatkräftig. Heute finden sich keine Spuren mehr aus dieser Zeit, im Gegenteil, der Campingplatz am Schützenweiher fällt auf durch die Freundlichkeit der Mitarbeitenden und die Sauberkeit. Dafür sind neben Caroline Euschen und ihrem Team auch die Gäste verantwortlich. ■


Basteln

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Jedes Stück ein Unikat Unkompliziert und farbenfroh – Stofftaschen sind das perfekte Accessoire für den Sommer. Mit unserer Anleitung kann man sein ganz persönliches Modell im Nu selber machen.

Benötigtes Material und Werkzeug ■ 2

rechteckige Stoffstücke in unter­schiedlichen Farben und Mustern, zirka 50 x 90 cm gross ■ farblich passendes Kofferband (zirka 150 cm lang und 5 cm breit) ■ 1 Gardinenring ■ 1 grosser Knebelknopf ■ Nähgarn ■ Stecknadeln ■ Massband

Und so geht’s

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© Fotos: Giorgia Müller

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A Die Stoffteile jeweils einmal falten und an den Seiten zusammennähen. B Einen der so entstandenen Beutel auf rechts drehen, die beiden Beutel mit den linken Seiten zueinander ineinanderstecken. C Am offenen Ende des Beutels die Kanten jeweils nach innen schlagen und zunähen. Dabei den Gardinenring an einer Schlaufe aus Kofferband mit einnähen. D Das Kofferband an den Seiten mit Stecknadeln feststecken und annähen. Zum Schluss noch den Knebelknopf als Verschluss anbringen. Tipps & Anregungen Wer keine Nähmaschine hat, kann den Beutel auch per Hand schnell nähen. Dabei darauf achten, dass sehr ­stabiles Nähgarn verwendet wird. Nach Belieben können innen oder aussen auch kleine Seitentaschen angenäht werden. Geübte Nähprofis können auch einen Reiss­verschluss anbringen. Bei den Trägern kann man der Phantasie freien Lauf lassen: Man kann diese zum Beispiel auch aus demselben Stoff wie die Tasche an­fertigen oder dicke Kordeln per Hand annähen. Alte Strandtücher lassen sich auch sehr gut zu Taschen ­verarbeiten. EKZ Saft & Kraft 2|14


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Kochen mit Frank Baumann Der ehemalige Fernsehpräsentator und heutige Werber sowie Bücherschreiber wohnt genau so, wie man als Schweizer wohnt, wenn man etwas erreicht hat. Ob er auch so kocht, wie man als Schweizer kocht, wenn man etwas erreicht hat, ist eine andere Geschichte. TEXT: MARK VAN HUISSELING FOTOS: GIANNI PISANO

Improvisation ist alles: der Gastgeber in seiner Küche.

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rank Baumanns freistehendes Einfamilienhaus befindet sich in einer verkehrsberuhigten Strasse in Gockhausen, davor gibt es eine Garage, dahinter einen Garten mit Grill. Das Haus ist so gross, dass sich eine Familie mit zwei erwachsenen beziehungsweise fast erwachsenen Kindern darin wohlfühlt, aber nicht so gross, dass Besucher denken, hier lebe EKZ Saft & Kraft 2|14

einer, dem es zu gut geht. An dem sonnigen Vormittag, an dem wir bei Familie Baumann-von Arx – Gabriella Baumannvon Arx, Baumanns Frau, von Beruf Ver­ legerin und Autorin – eingeladen sind, ist die Welt in Ordnung. Trotz dem Fluglärm, dem die Menschen in der Gemeinde zwischen Zürich und Dübendorf seit einiger Zeit ausgesetzt sind.

Manchmal, selten zum Glück, wenn man bei jemandem ankommt, merkt man, dass der Einladende vergessen zu haben scheint, dass er einen hier und heute eingeladen hat. Das war bei Baumann nicht ganz der Fall. Doch irgendwie hatte er verdrängt, so sah es aus, dass der Grund unse­res Besuchs war, von ihm bekocht zu werden. Er sei zurzeit stark beschäftigt, er-


Kochen mit ...

zählte er, während uns die auffallend nicht zum Kochen für Gäste vorbereitete offene Küche, in der keine Lebensmittel zu sehen waren, auffiel. Er mache gerade Reklame für sein neues, zweites Buch über das Golfspiel, «Die Partherapie – Spielend besser scoren» (erschienen im Wörterseh Verlag, der seiner Frau gehört). Zudem stecke er in Verhandlungen im Zusammenhang mit einem grossen Vorhaben für den Tourismus in der Schweiz. Und dabei sei er so wichtig, dass ein Bundesrat seine Meinung dazu hören wolle; bloss sei er noch nicht dazu gekommen, den Bundesrat anzurufen. Was also kocht er jetzt, was wir dann in dieser Rubrik beschreiben dürfen? Eine Frage, mit der er möglicherweise nicht gerechnet hat, die aber nicht ausreicht, um den 56-Jährigen, der mit seiner Sendung «Ventil» vor Jahren im Schweizer Fernsehen viele Zuschauer mehr aufregte als die meisten Moderatoren vor ihm, aus seiner Rolle als Conférencier zu bekommen. Er freue sich, sagte er, uns mit einem Fami­ lienrezept verwöhnen zu dürfen: Peperoni gefüllt mit Ei. Und schon ist er wieder in der Rolle, die er immer spielt, wenn er vor

«Ich bin Sternzeichen Jungfrau und kann deshalb nicht anders.»

© Fotos: Gianni Pisano

FRANK BAUMANN

Publikum steht, auch wenn dieses bloss aus einem Fotografen und einem Schreiber besteht – der Rolle des lustigen Manns, der in jedem Satz einen Witz erzählt. Die Peperoni, von denen er zwei findet im Kühlschrank, der so gross ist, wie ein Kühlschrank sein muss in der Küche einer Familie, aber so leer, dass er auch in der Küche eines Singles – nicht eines Golf­ spielers mit einstelligem Handicap, sondern eines allein lebenden Menschen – stehen könnte, nennt er «Arbeiterpeperoni». Diese seien chirurgisch zu öffnen, damit das Kernhaus herausgetrennt werden könne, und danach mit der Öffnung nach oben in zwei kleine feuerfeste Schalen zu stellen ... Während der nächsten Arbeitsschritte des «Familienrezepts» – zwei rohe Bio-Frei­ land-Bodenhaltung-Auslauf-Eier aufschlagen und den Inhalt in die ausgehöhlten Peperoni schütten – erkennen wir, dass Baumann im Grunde ein geübter und sorgfältig sowie sauber arbeitender Koch ist. Nach allem, was er macht, putzt er die Arbeitsfläche und die verwendeten Hilfsmittel sofort rasch und gründlich, manch-

mal putzt er bereits, während er noch arbeitet. «Ich bin Sternzeichen Jungfrau und kann deshalb nicht anders», sagt er. Nach einer Vorbereitungszeit von zirka 90 Sekunden sind die mit Ei gefüllten Peperoni bereit, in den Ofen, den aufzuheizen vergessen wurde, geschoben zu werden. Das ist wahrscheinlich sogar Frank Baumann ein wenig zu wenig, weshalb ihm eine Idee kommt: Trüffel auf die Eier zu geben. Er findet in einem Schrank ein Glas, noch original verschlossen, in dem es einen hühnereigrossen schwarzen Trüffel gibt. Er sucht (und findet nicht) einen Trüffelhobel, nimmt stattdessen einen Schnitzer und schneidet grosszügig Späne von dem Pilz. «Spiegelei mit Trüffel schmeckt auch sehr gut. Und ist ein weiteres Familien­ rezept», sagt er. 20 Minuten später kommt seine Frau nach Hause, begrüsst freundlich die Gäste und stellt ihn, weniger freundlich, zur Rede, was er mache, weshalb es aus dem Backofen nach verbrannten Peperoni rieche. Er erklärt es, sie hört die Geschichte mit wenig sichtbarer Regung an, bis zu der Stelle, in der es um den Trüffel geht. Dort, schreiben wir, erinnert sie ihn daran, dass der Trüffel ein Geschenk für sie gewesen sei. Und man kann sich vorstellen, dass die Trüffel-Geschichte damit noch nicht gegessen ist, dass Frau Baumann aber, im Gegensatz zu ihrem Mann wahrscheinlich, lieber ohne Publikum streitet. Wenn wir es von verbrannten Paprika haben: Diese verbrachten zu viel Zeit im Ofen. Oder wurden bei zu hoher Hitze gebacken. Was auch dazu führte, dass das Ei zu Stocken begann und hart wurde. Was sich auch mit grosszügig beigegebenen Trüffelspänen nicht mehr rausreissen lässt. Baumann weiss sich zu helfen, als er sieht, wie wir höflich zwar, aber mit bloss schwer zu versteckendem Widerwillen, an den mit Ei und Trüffel gefüllten Peperoni herumschneiden und darauf wenig herzhaft und ohne viel Freude herumkauen. Er räumt die halbleeren Teller weg und zieht ein Millefeuille, eine Crèmeschnitte, aus dem Ärmel beziehungsweise dem Kühlschrank. Hausgemacht, sagt er. Und schwindelt damit nicht. Wenn auch nicht hausgemacht in seinem Haus, das genau so aussieht, wie ein Haus in der Schweiz aussieht, wenn der Besitzer es zu etwas gebracht hat. Und schon gar nicht von ihm hausgemacht, die Crèmeschnitte, sondern von einem Patissier im nahen Restaurant «Rossweid». Es sei die letzte RossweidCrèmeschnitte, die er habe, sagt er. Das ist eine grosszügige Geste des Gastgebers. Trotzdem kann man als Gast fast nicht anders, wenn man sich verabschiedet, als ein bisschen enttäuscht zu sein. Enttäuscht,

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Peperoni gefüllt mit Ei und Trüffeln

Zutaten Je Person 1 Peperoni sowie 1 Ei ■ 20 Gramm schwarze Trüffel ■ Salz und Pfeffer aus der Mühle ■ Etwas Olivenöl ■

Zubereitung Die Peperoni mit einem scharfen Messer ­aufschneiden und aushöhlen. Die Eier am Rand einer Schale aufschlagen und in die mit der Öffnung nach oben in eine ­feuerfeste Schale gestellte Peperoni kippen. Mit Salz und Pfeffer aus der Mühle nach Belieben würzen. Mit einem Trüffel­ hobel einige grobe Späne abschneiden und in das flüssige Ei geben. Ein wenig ­Olivenöl auf die Aussenhaut der Peperoni träufeln. Die Peperoni im auf 150 Grad vorgeheizten Ofen zirka zehn Minuten backen. Das Ei ­sollte dabei ganz leicht flüssig bleiben. Dazu reicht man zum Beispiel einen Blatt­ salat und/oder Schnitten von geröstetem Bauernbrot. Frank Baumanns Weinempfehlung: Barbaresco von Angelo Gaja, ­Château Lynch-Bages, Château Canon.

dass Frank Baumann vergessen hat, dass er für einen kochen wollte (und sollte). Und ausserdem vergessen hat, einen deshalb zum Beispiel ins Restaurant Rossweid einzuladen zum Mittagessen – die Crèmeschnitte war gut. So gut, wie nur eine hausgemachte Crèmeschnitte sein kann. ■

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Mehr als nur schön sein Irgendwie ist heute alles Design. Möbel, Haushaltgeräte, Kleider, Sportgeräte, Autos, Schmuck, Bücher – überall wird Hand angelegt, um Form und Funktion möglichst ästhetisch zu vereinen. Doch was genau ist Design, und was kann es überhaupt? TEXT: IRENE M. WRABEL

Designklassiker: Mehr als 60 Jahre lang wurde der Landi-Stuhl unverändert produziert.

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Familie & Freizeit

Gutes Design fürs Handgelenk: Das Vorbild hängt in jedem Schweizer Bahnhof.

Fotos: Copyright beim jeweiligen Hersteller / Lieferant

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in Tisch hat vier Beine und eine Tischplatte und man kann daran zum Beispiel sitzen und essen. Eine Tasche hilft, Dinge zu transportieren und Kleidung soll warmhalten. Allen Dingen lässt sich also eine Funktion zuordnen – und die ist scheinbar unabhängig von Form und Farbe, also der Gestaltung. Doch Design macht, dass wir Gefallen an Gegenständen finden, sie gern verwenden – und auch, dass sie ihre Funktion erfüllen. So vielfältig wie die Geschmäcker sind auch die Möglichkeiten, das Erscheinungsbild eines Produkts zu entwickeln. Genau das ist die Aufgabe der Designer. Auch wenn die Begriffe Design und Kunst sich so nahe scheinen, in einem Punkt unterscheiden sie sich entscheidend: Während Kunst für sich selbst steht, muss Design funktionieren. Ein Stuhl kann noch so schön sein – wenn man darauf nicht sitzen kann, ist das Design eben nicht gut. Im alltäglichen Sprachgebrauch steht der Designbegriff zwar immer noch für aussergewöhnliche, exklusive und damit auch kostspielige Produkte. Doch nicht nur die Designertasche oder das Designmöbel, sondern alles, was wir kaufen, ist von irgendjemandem gestaltet, also «­designt» ­ worden. Ob das Design allerdings gut und gelungen ist, erweist sich erst im täglichen Gebrauch. Die schicke Gewürzmenage, die beim kleinsten Ruckeln am Tisch umfällt, hat kein gutes Design und wird sich am Markt nicht lange behaupten können. Nachh­altigkeit ist also ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Nicht nur am Bahnhof: die SBB-Bahnhofsuhr Seit 1944 gibt es sie, die Schweizer Bahnhofsuhr. Viele Generationen von Reisenden haben die Zeit von Hans Hilfikers Design abgelesen. Und das funktioniert gut: Das Zifferblatt ist frei von jedem Schnickschnack, die Zeiger, allen voran der rote Sekundenzeiger, dominieren und sind auf

einen Blick klar lesbar. Ein gelungenes Beispiel für Design, das funktioniert. Das dachte sich auch der Uhrenhersteller Mondaine Watch Ltd., der seit 1986 Armbanduhren mit dem charakteristischen Design herstellt. Ab 2012 wies Hilfikers Bahnhofsuhr sogar den Nutzern des Apple iPad die Zeit. Doch anders als Mondaine hatte Apple es versäumt, mit der SBB eine entsprechende Absprache zu treffen. Eine ­Lizenzgebühr von 20 Millionen Schweizer Franken wurde fällig – und Apple verzichtet seit letztem Jahr wieder auf den Einsatz des Schweizer Designs. Doch weltbekannt ist sie nach wie vor, die SBB-Bahnhofsuhr.

Bitte setzen: der Landi-Stuhl An der Landesausstellung 1939 konnten Gäste auf dem Landi-Stuhl von Hans Coray Platz nehmen, der sich mit seinem Design am eigens ausgeschriebenen Wettbewerb als Sieger durchsetzen konnte. Der aus Aluminium gefertigte Stuhl ist mit nur drei Kilogramm Gewicht leicht, lässt sich stapeln und ist witterungsbeständig. Zudem ist er für die Massenproduktion geeignet.

«Ein Stuhl kann noch so schön sein – wenn man darauf nicht sitzen kann, ist das Design nicht gut.» Der Einsatz an der Landi war dann auch ein voller Erfolg – die Produktion wurde fortgesetzt. Vielfach ausgezeichnet steht der Landi-Stuhl in bedeutenden Designmuseen weltweit, sogar im renommierten New Yorker Museum of Modern Art. Trotz seines legendären Rufs wird der LandiStuhl aber heute nicht mehr produziert, er ist nur noch mit Glück als Vintage-Modell erhältlich. Und das nicht etwa, weil das Design nicht mehr funktionierte, sondern ganz profan wegen Lizenzstreitigkeiten.

Jeder hat sie: Helvetica Das vielleicht populärste Schweizer Design­ produkt kann man aber weder anziehen noch sich darauf setzen – doch alle, die lesen können, hatten sie schon oft vor ­ ­Augen: die Helvetica-Schrift. Sie steht exemplarisch für einen Designbereich, in dem die Schweiz einiges Ansehen geniesst. Schweizer Grafik-Design und Typografie hat eine reiche und international vielbeachtete Tradition. Vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bildete sich unter den Begriffen «Schweizer Grafik» und «Schweizer Typografie» eine spezifische

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Schweizer Tradition in Grafik-­Design und Typografie heraus, die bis heute interna­ tionale Bedeutung hat. Die Stellung der Schweiz als neutrales Land half hier sicher mit, konnten sich doch in Zeiten, in denen andere Länder in Krieg und Chaos versanken, hierzulande Kultur und Wirtschaft ­relativ stabil weiterentwickeln. Davon profitierte auch die Schweizer Grafik. Im Vordergrund stand für die Schweizer Grafiker die strikte Beschränkung auf nur diejenigen formalen Mittel, welche der unmittelbaren Lesbarkeit und Informa­ tionsvermittlung dienen. Eine klare, reduzierte Formsprache, welche auf jegliche ästhetische Spielerei verzichtet, war die Folge. Für Ornamente und Verzierungen oder sonstige künstlerisch-verspielte Elemente war hier kein Platz. Der Grundsatz für gute Grafik lautete: maximal zwei Schriftarten und möglichst wenig unterschiedliche Schriftgrössen. So entstand die weltberühmte Helvetica, 1957 entwickelt von Eduard Hoffmann und Max Miedinger. Ganz auf Schweizer Design verzichten will sogar Apple nicht: Das Unternehmen liefert die Helvetica in seinen Betriebssystemen mit. Denselben Grundsätzen folgte auch der Designer Adrian Frutiger, als er die nach ihm benannte Schrift kreierte. Der Frutiger begegnet man hierzulande ziemlich sicher täglich: Seit 2003 wird sie auf den Schweizer Verkehrsschildern verwendet. Sogar an Flughäfen in aller Welt, wie etwa in Paris, London, Amsterdam und Singapur, schätzt man die Frutiger wegen ihrer hervorragenden Lesbarkeit. Design ist also weit mehr als ein Verkaufsargument für Luxusgegenstände. Gutes Design drängt sich nicht auf, sondern gibt vielen Dingen einen Wert, der in Einklang mit ihrer Funktion steht. Die Schweiz steht international nach wie vor für Stabilität und hohen Qualitätsanspruch. Das spiegelt sich in vielen ihrer Designprodukte auf jeweils ganz eigene Art und Weise wider. ■

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helvetica

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Hohe Schule der Typografie: Die Schweiz hat darin weltweit einen guten Ruf. EKZ Saft & Kraft 2|14


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Familie & Freizeit

Abenteuer ja – Risiko nein Allerorts werden die Luftmatratzen und Gummiboote wieder aus dem Keller geholt. Doch man sollte sich erst über mögliche Gefahren informieren, bevor man sich ins Wasser stürzt. TEXT: IRENE M. WRABEL

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lussläufe haben ihren ganz beson­ deren Reiz. Mal reissend, mal murmelnd mäandern sie durch Wälder und Wiesen, gesäumt von Badis, begleitet von ­Wegen und Strassen. Sobald es wärmer wird, strömen die Erholungsuchenden an die Flüsse. Und sie wollen nicht nur an deren Ufern sitzen, sondern sich auch in den Wellen erfrischen oder auf ihnen Boot fahren. Dieses Vergnügen kann aber schnell ins Auge gehen, wenn man sich nicht vorab über die Gefahren informiert hat. Denn Hindernisse wie Brückenpfeiler, grosse Steine im Wasser oder auch Schwellen können die kleinen Boote und ihre Insassen in gefährliche Situationen bringen.

Gut geplant ins nasse Vergnügen Generell sollte man sich vorab erkundigen, welche Flussabschnitte gefahrlos zu­ gänglich sind, und niemals ein unnötiges Risiko eingehen, rät Prisca Wolfensberger von der Schweizerischen LebensrettungsEKZ Saft & Kraft 2|14

«Wir stellen immer wieder fest, dass viele Gummibootfahrer die Schifffahrtszeichen auf Binnengewässern nicht kennen und so in die Gefahrenbereiche ­geraten.» PRISKA LAÏAÏDA, EKZ MEDIENSPRECHERIN

Gesellschaft: «An den Flüssen wird auf ­Gefahrenstellen und Hindernisse wie Kraft­ werke oder Wehre entsprechend hinge­ wiesen. Diesen Schildern sollte man un­ bedingt Folge leisten.» Die Bootspartie will also gut geplant sein. Zunächst einmal sollte man die Einstiegs- und Ausstiegsstellen bestimmen, denn das Anlegen ist nicht überall erlaubt.


Familie & Freizeit

Die Gummibootfahrt ist ein tolles Erlebnis – wenn man es mit Umsicht angeht.

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Saft & Kraft Leserveranstaltung

Regeln und Tipps für Flussfahrten

Lebensraum Wasserkraftwerk Eine erlebnisreiche Wanderung durch das ­Naturschutzgebiet Waldhalde mit Besuch des Wasserkraftwerks. Was

Schweizerische LebensrettungsGesell­schaft www.aquamap.ch

Dann sollte man die geplante Strecke genau unter die Lupe nehmen. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft sammelt auf ihrer Website Informationen zum Aufenthalt an und in den Gewässern ­(siehe Box). Hier finden sich Angaben zu Wehren ebenso wie Hinweise zu Badeverboten oder auch schöne Badeplätze. In Naturschutzgebieten etwa ist das Ein- und Auswassern verboten.

Achtung, Flusskraftwerk! Grundsätzlich geschieht das Befahren unse­ rer Flüsse aber immer auf eigene Gefahr. Gerade im Bereich von Flusskraftwerken ist besondere Vorsicht geboten. Die EKZ markieren diese Stellen im Bereich der von ihr betriebenen Anlagen. Allerdings müssen die Freizeitkapitäne diese Zeichen auch ­lesen können. EKZ Mediensprecherin Priska Laïaïda dazu: «Wir stellen immer wieder fest, dass viele Gummibootfahrer die Schiff­ fahrtszeichen auf Binnengewässern nicht

kennen und so in die Gefahrenbereiche geraten.» Beim Ein- und Ausschalten der Turbinen etwa können starker Wellenschlag und eine hohe Sogwirkung entstehen – eine gefährliche Falle für die kleinen Boote. Auch Wehre haben ihre Tücken. «Man muss jeder­zeit damit rechnen, dass sich ein Wehr öffnet», erzählt Priska Laïaïda. Dann bahnen sich bis zu 60 000 Liter Wasser ihren Weg in den Fluss und sorgen für eine reissende Strömung. Davon sollte man sich also im eigenen Interesse fernhalten.

Klar Schiff nur mit klarem Kopf Ganz spontan sollte man also eine solche Bootspartie nicht angehen. Doch mit ein wenig Vorbereitung steht dem Vergnügen nichts im Wege. Und noch ein letzter Tipp: Bleiben Sie nüchtern – die Promillegrenze von 0,5 gilt seit Anfang Jahr auch beim Führen von Booten. Das Bier schmeckt nach der rasanten Fahrt sicher nochmal so gut! ■

© Fotos: plainpicture/Nordic Life / Westend61 / Imagepoint.biz

Die Schweizerische LebensrettungsGesell­schaft empfiehlt, bei Flussfahrten Folgendes zu beachten: ■ Generell sollten nur gute Schwimmer mit aufs Boot. ■ Weniger geübte Schwimmer sollten ­immer eine Rettungsweste tragen. ■ Die Nutzlast darf nicht überschritten werden. Das Boot sollte über mehrere Luftkammern und solide Nähte verfügen. ■ Boote nicht zusammenbinden, weil sie sich sonst nicht mehr steuern lassen. ■ Informieren Sie sich über unbekannte Flussabschnitte vorab und fahren Sie bei der Tour vorausschauend. ■ Verzichten Sie auf Alkohol: Die Promillegrenze von 0,5 gilt seit 1. Januar 2014 auch für die Besatzung von Sport- und Freizeitschiffen.

Ein Morgen voller Erlebnisse in der Natur: Nach einer Besichtigung des EKZ Wasserkraftwerks erfahren Sie viel Neues über die Pflanzenund Tierwelt im Naturschutzgebiet Waldhalde Wann Samstag, 14. Juni 2014 Wo Naturschutzgebiet Waldhalde Kosten CHF 10.–/Person Programm   9.30 Besammlung 10.00 Wanderung & Besichtigung Wasserkraftwerk Waldhalde 11.45 Wanderung auf dem Naturlehrpfad mit dem Naturschutzverein Schönenberg NSV 13.00 Gemütliches «Brätlen» am Teufenbachweiher

Anmeldetalon Samstag, 14. Juni 2014 Lebensraum Wasserkraftwerk Vorname Name Strasse PLZ/Ort Telefon E-Mail Anzahl Personen

Talon ausfüllen, ausschneiden und bis am 10. Juni 2014 senden an: EKZ, ­L­ ee Aspinall, Dreikönigstrasse 18 Postfach 2254, 8022 Zürich lee.aspinall@ekz.ch Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, über die Teilnahme entscheidet das Los.

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Preisrätsel

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Das Lösungswort 1

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Das Lösungswort aus Saft & Kraft 1/2014 lautet: HEIZUNGSCHECK Die Gewinner der 4 Veloplus-Gutscheine heissen: Martin Stüssi, Volketswil; Esther Oesch, Nürensdorf; Jacqueline Kürzi, Hombrechtikon; Roland Schnetzer, Russikon So nehmen Sie an der Verlosung teil: Rufen Sie Telefon 0901 800 050 an (Fr.  1.–/Anruf), und hinterlassen Sie das Lösungswort, Ihren Namen und Ihre Adresse. Oder geben Sie das Lösungswort mit Ihrer Adresse und Telefonnummer auf www.ekz.ch/preisraetsel ein. Anruf- und Einsendeschluss: 20. Juni 2014. EKZ Saft & Kraft 2|14

Die Gewinnerin oder der Gewinner wird schrift­ lich benachrichtigt. Keine Bar­auszahlung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, über die Ver­ losung wird keine Korrespondenz geführt. Mitarbeitende von Saft & Kraft, der Visiolink AG und den EKZ sind von der Teilnahme aus­ geschlossen.


Cartoon

«Meinst du, wir sollten noch eines für die Waschmaschine installieren?»

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