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>junge gemeinde

jg#205 : 2013

4:

p.b.b. erscheinungsort 1090 wien

#205

SondeMit rseiten der E J Sa

EJ Kär lzburg-Tirol , nt E J N i e e n - O s t t i ro l , d e rö s t er EJ HB u n d d e re i c h , F i n s ter r B u rg gr ün

Bin ich schön? Über die Ansichtssache Schönheit und die Ästhetik des Glaubens.

13: Jungschar: Kirchenraumpädagogik

mit Kirchenmaus Kunigunde

das evangelische magazin für arbeit mit kindern und jugendlichen


jg#203 jg#205 : 2012 2013

Editorial „Schönheit liegt im Auge der Betrachterin, des Betrachters.“ – Lies sie also bitte mit entsprechenden Augen – diese aktuelle Ausgabe: Zu entdecken ist die – gebrochene – Schönheit des Glaubens, die bisweilen bis in die Ästhetik unserer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen durchscheint (ab Seite 4). Der Bedeutung von Schönheit im Alltag Jugendlicher geht dann das Interview auf Seite 6 nach: Mode und Styling, Aussehen und Ausstrahlung, Druck und Möglichkeiten. Warum du schön findest, was du schön findest? Das klärt sich vielleicht nach der Lektüre des Artikels auf Seite 8. Auch die „junge gemeinde“ selbst hat an ihren inneren und äußeren Werten gearbeitet: So bieten wir dir ab dieser Ausgabe weitere EJ-Sonderseiten an: Hinzugekommen sind Niederösterreich (EJ NÖ), die Evangelische Jugend H.B. und auch die Burg Finstergrün sind einer eigenen Seite dabei.

Oliver

Schönheit entdecken Von den Plakaten Lächeln die dünnen Körper Mit knappen Kleidern Perfekte Haut, die Zähne Blendend weiß Du hast mir Meinen Körper Geschenkt Einzigartig Unter Milliarden Kein Zweiter Wie ich Ein Kunstwerk Für sich Hilf mir

Inhalt

Meine Schönheit Zu erkennen

hot’n fresh

3, 27

Anzunehmen

i-motion Schöner Glaube?! Schöne Jugendarbeit?!

4

„Der Druck ist immens“

6

Schönheitsideale der Kulturen – Bin ich nicht schön?7

Äußerlichkeiten Nicht zu viel Gewicht Zu schenken In jedem

rosarot & himmelblau Eine Schatzkiste für gendersensible Pädagogik

Meine Schwächen

9

Das Besondere Zu erkennen

e-mission Star sein, indem ich authentisch bin

rewind

10 11

Anstatt nach dem Skalpell zu greifen Gierig nach Einheitsmaßen Den perfekten Körper

tipps & tricks

Operiert, zurecht geschnippelt

Jungschar in der Kirche – Die Kirchenmaus Kunigunde

13

Willkommen in der biblischen Kostümleihanstalt

14

Von Kopf bis Zeh Aber innen leer, vereinsamt, ausgehöhlt

kochen-reisen-reden-beten „Jugendarbeit muss von der Lebenswirklichkeit junger Menschen ausgehen“

Öffne meine Augen

15

Für das, was jeden Menschen zum Einzigartigen krönt.

2

sites & seiten

16

sonderseiten

17

update

28

editorial

Stephan Sigg: Treibstoff. Jugendgebete. Tyrolia, Innsbruck, www.stephansigg.com


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Take MAK 2013 ‚TAKE OFF‘

EJ-SOMMERFREIZEITEN 2013

22. bis 24. März im JUFA Bad Aussee

Abenteurer, Partypeople, Sonnenhungrige, und auch Computerfreaks… Einfach ihr alle da draußen: Die EJ ist auf euch und eure Wünsche vorbereitet. Wir sind an den coolsten Locations vor Ort. Schau gleich mal unser 13er Programm! durch… www.sofrei.at

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Die Bundesgeschäftsstelle der EJÖ ist umgezogen! Nun sind wir im Übergangsbüro in der Blumengase 4/15 in 1180 Wien, im Sommer geht es dann in das barrierefreie Büro in der Hamburgerstraße. Tel. und E-Mail bleiben gleich.

Ferien ohne Stress und hohe Kosten EJ-Sommerfreizeiten sind Ferien ohne Stress und hohe Kosten – dafür mit umso mehr Sonne, Spaß, Party, Abenteuer und lauter netten Leuten. Sei dabei und es werden unvergessliche Ferien. Unsere speziell ausgebildeten MitarbeiterInnenteams sind gut vorbereitet und wissen, was du von deinen lang ersehnten Ferien erwartest. Sie sind immer für dich da! Sie gestalten dir ein tolles Programm und wissen genau was vor Ort abgeht und besuchen mit dir die angesagtesten Plätze. Natürlich schauen sie auch drauf dass die EJ-Sofrei Regeln eingehalten werden, damit jede/r ihren/seinen Spaß hat. Grundsätzliches No Go: Alkoholmissbrauch, Drogen und Gewalt. Du fährst alleine mit? Mach dir keine Sorgen! Auch wenn deine Freunde nicht mitfahren können, bei einer EJ-Sofrei lernst du viele neue Leute kennen und deine Mitarbeiterteams helfen dir dabei.

Entdecke mit der EJ einfach mal was Neues, check christliche, evangelische Inhalte und Blickpunkte, hab einfach riesigen Spaß! EJ Sofrei Sommer 2013 – die schönste Zeit des Jahres! Freu dich auf Ferienspaß, der dich einfach nur begeistern wird! Wir freuen uns auf dich!

Jobangebot: Bundesgeschäftsführer*in der EJÖ Die Evangelische Jugend Österreich sucht eine/n Bundesgeschäftsführer/in. Gefordert ist: nn Erfahrung im Non-Profit-Bereich sowie im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit nn Kenntnisse und Fähigkeiten in Personalführung und in Personalverwaltung einschließlich Arbeits- und Sozialrecht nn Erfahrung mit Förderungswerbung und -abwicklung sowie allgemeiner Finanzverwaltung (Controlling) nn Kenntnisse der Büro- und Verwaltungsorganisation nn Fähigkeit und Bereitschaft im Bereich Lobbying Adäquate Ausbildung oder einschlägige Berufserfahrung wird vorausgesetzt. Die Tätigkeit erfordert ein hohes Maß an Teamfähigkeit und vernetztem Handeln, Leitung eines bestehenden Büroteams, Fähigkeiten zur Weiterentwicklung der Organisation und Erarbeitung zukünftiger Finanzierungs- und Organisationsstrukturen.

Das Gehalt beträgt laut Mindestgehälterverordnung Qualifikationsgruppe V EUR 1.664,–. Bereitschaft zur Überzahlung vorhanden, Anrechnung von tätigkeitsbezogenen Vordienstzeiten möglich. Die Tätigkeit umfasst 30 Stunden pro Woche. Dienstort ist Wien. Dienstbeginn ist am 01.07.2013. Weitere Auskünfte erteilt die Vorsitzende der EJÖ, Frau Stefanie Salmen unter 0699/18877093. Die Bewerbungsfrist endet am 31.03.2013. Schriftliche Bewerbung mit allen üblichen Unterlagen per E-Mail an vorsitzende@ejoe.at. Die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche A.B. oder H.B. ist wünschenswert.

hot‘n fresh

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jg#205 : 2013

Schöner Glaube?! Schöne Jugendarbeit?! Johannes M. Modeß und Lars Müller-Marienburg im Dialog über die Ästhetik des Glaubens und der Jugendarbeit

G

ott kommt in einen muffigen und düsteren Raum, dem er

Schaukasten, eine unaufgeräumte Kirche und dazu ein Pfarrer

nichts abgewinnen kann. Eine Tristesse von hässlichen

im zerknüllten Talar. Es gehört zur Wertschätzung unserer „Sache“

Gegenständen und Menschen in unschönen Gewändern. Was

(Gott) und der Menschen, die zu uns kommen, dass wir uns

kann das wohl sein? Bei den dunklen, herum wandelnden Ge-

auch um das Äußere kümmern. Menschen sollen sich wohlfüh-

stalten hakt er nach. Ohne Zögern sagt man es ihm: Dies ist eine

len. Darum war die Entrümpelung unserer Auferstehungskirche

Kirche, das Haus Gottes!

in Innsbruck ein Höhepunkt meiner Berufstätigkeit.

Verwirrt flieht Gott, der sich in „seinem“ Haus so gar nicht wohlfühlt, nach draußen in die Sonne.

Ich frage mich z.B. auch, ob es sein muss, dass die Jugend in vielen Gemeinden ihren Ort im dunklen feuchten Keller hat,

Ist Gott also nur da, wo es schön ist, wie in dieser

und die durchgesessenen Sofas aus Pfarrhäusern dort endgelagert

kleinen Geschichte des Niederländers Herman

werden. Gibt es nicht „schönere“ Orte und Sitzgelegenheiten?

van Veen? Haben Kirche, Glaube, Spiritualität ästhetische Ansprüche zu erfüllen? Ja und nein. Zunächst einmal: Ja. Gott

m i >

schätzt Schönheit!

Auch die biblischen Texte selbst sind ästhetische Kunstwerke. Schöne Bilder, vielleicht sogar Theaterstücke, die es wiederzubeleben gilt. Nicht umsonst spricht Jesus in Gleichnissen und nicht

„Und Gott sah an alles, was er gemacht

in mathematischen Formeln. Nicht umsonst sehen wir Bilder vor

hatte, und siehe, es war sehr...schön!“ So

unserem inneren Auge, wenn wir an unsere Lieblingspsalmen

könnte man den berühmten Satz aus der

denken. Der lechzende Hirsch, der gute Hirte, die weiten Tore

Schöpfungsgeschichte

für den König der Ehren. Biblische Texte wollen nicht nur gut

auch

übersetzen:

Gott genießt das „Kunstwerk“ Schöpfung. Nach jedem Akt in der Erschaffung dieses

und richtig sein, sondern eben auch: schön! Und deshalb ist ein ästhetisch anspruchsvoller Glaube auch

Kunstwerkes nimmt er sich Zeit, sich an der

kein Widerspruch zu dem, was uns Evangelischen zu Recht so

Schönheit zu erfreuen. Zufrieden zurückzu-

wichtig ist: Dass das Wort im Zentrum steht. Denn das biblische

blicken. Sich eine schöne Zeit zu gönnen. Chris-

Wort, auf das sich unser Glauben konzentrieren soll, ist selbst äs-

tinnen und Christen dürfen das auch: Genussmenschen sein. Die schönen, zweckfreien Momente haben einen Platz im christlichen Leben.

thetisch ansprechend. Das darf man ruhig merken. Auch in der evangelischen Kirche. Die Kerzen, das Licht, die Bilder und Farben im Kirchenraum: Das alles ist keine Konkurrenz zum Wort, sondern legt es mit aus.

Kein Zweifel: Gott muss etwas für Schönheit übrig haben. Wenn

4

man sich die Welt anschaut, kann man nur staunen, wie schön

Ich arbeite ja schon einige Jahre in der Kirche. Was die Sache mit

sie ist. Nicht nur hier in Tirol, wenn wir die herrlichen Berge

der Schönheit schwierig macht, ist die Tatsache, dass verschie-

anschauen...

dene Leute unterschiedliche Dinge schön finden. Ich z.B. mag

Für die kirchliche Arbeit heißt das: Man soll merken, dass

es schlicht und klar. Wenn am Altar Brot und Wein fürs Abend-

es bei uns um einen Gott geht, der Schönheit mag. Ich finde

mahl stehen, meine ich: Das ist schon das „Schönste“, was wir

die Lieblosigkeit unerträglich, die manchmal in evangelischen

von Gott haben. Ich mag nichts mehr auf den Altar stellen, wenn

Kirchen herrscht. Schief aufgehängte ausgeblichene Zettel im

das Abendmahl dort steht. Aber ich werde oft von Leuten aus

i-motion


jg#205 : 2013

schönere Symbole gefunden. Das Kreuz ist gerade kein Hingucker. Im Gegenteil: Was am Kreuz passiert, ist so ziemlich das Hässlichste, was Menschen sich haben einfallen lassen. Wer zum Kreuz blickt, wird in den Bann einer „Ästhetik des Hässlichen“ (K. Rosenkranz) gezogen. Das Kreuz ist daher die wichtige Erinnerung daran, dass Gott eben nicht nur da ist, wo es schön ist. Der Gott, der in Jesus ans Kreuz gegangen ist, wohnt da, wo Menschen es nicht schön haben. Das Kreuz warnt vor einem Glauben, der es sich allzu schön machen will. Glaube eckt immer auch an, lässt sich nicht blenden vom schönen Schein, Prunk und Brimborium. Deshalb ist für mich evangelischer Glaube zugleich ästhetisch und anti-ästhetisch. Evangelisch glauben heißt genießen können, schöne Gottesdienste feiern und das biblische Wort kunstvoll der Gemeinde angeredet, dass es mit Blumen am Altar doch viel

inszenieren. Evangelisch glauben heißt aber auch, sich nicht

schöner wäre. Leider haben sie recht: Für manche Menschen

blenden zu lassen vom Prunk, sondern im Blick auf das Kreuz

wäre es so schöner. Aber für mich und manch anderen ist es

dem Unschönen und Unangenehmen nicht auszuweichen.

eben schöner, wie ich es mache. Es kann also nicht darum gehen, dass es allen gefällt. Das

Ja! Gott ist kein Schön-Wetter-Gott. Das Kreuz Jesu gehört dazu.

geht gar nicht. Aber es ist wichtig, die äußeren Dinge genauso lie-

Und alles Schwere im Leben. Trotzdem sind wir die Verantwor-

bevoll und überlegt zu gestalten wie die Inhalte. Es kann schlicht

tung nicht los, auch dabei äußerlich zu gestalten. Genauso wie

sein oder mit Blumen und Rüschen. Nur eben nicht lieblos. In der Jugendarbeit wird es wohl kaum die Kämpfe geben, die

bei der Freude über die Schönheit Gottes und seiner Schöpfung eine schöne Kirche dazugehört, soll die Gestaltung auch ange-

ich mit älteren Damen um den Blumenschmuck in der Kirche

messen sein, wenn wir über Leiden und Tod nachdenken. Mir

ausfechten muss. Und welcheR Jugendliche steht schon auf Häkel-

gefällt es, wie in der Karwoche der Schmuck in den Kirchen immer

deckchen? Trotzdem gilt es, zu gestalten. Das kann Arbeit ma-

weniger wird.

chen, aber es lohnt sich. Unvergessen sind für mich Erlebnisse

Gerade in den Momenten des Lebens, in denen es nichts zu

aus meiner Zeit als Vikar: Konfis sind in der dunklen Kirche von

sagen gibt, können äußere Zeichen helfen. Etwa, wenn ein Eltern-

Weikersdorf mit einer unangezündeten Kerze durch ein von

teil von einem Mädchen aus dem Jugendkreis umkommt oder

uns mühsam aufgeklebtes Labyrinth gegangen, um ihre Kerze

wenn ein Jugendlicher selbst stirbt. Oder wenn Tausende von

in dessen Zentrum zu entzünden und dann mit ihrer brennen-

Menschen bei einer Naturkatastrophe sterben. Ich persönlich

den Hoffnungskerze den Rückweg anzutreten. Das hat Zeit und

kann da nicht viel sagen. Aber ich kann ein Bild des Toten und

Mühe gekostet (übrigens jedoch kaum Geld, denn es braucht als

Kerzen aufstellen als Zeichen des Gedächtnisses und des Gebets,

Material nur zwei Rollen Kreppband). Aber es war jede Minute

ich kann ein paar Ziegelsteine stapeln, Zettel und Stifte zur Ver-

wert, denn Konfis und Mitarbeiter haben nur durch äußere Ge-

fügung stellen und mit ganz äußerlichen Gegenständen eine

staltung, ein Symbol (Licht) und ein Wort (Hoffnung) eine tiefe

Auseinandersetzung mit Leid und Tod an einer kleinen Klage-

Erfahrung mit Gott gemacht.

mauer ermöglichen.

Aber genauso gilt: Nein, Gott ist nicht nur da, wo es schön ist.

durch die äußere Gestaltung dargestellt und bearbeitet.

Das ist kein Blendwerk. Sondern das, was passiert, wird Und Schönheit birgt immer auch Gefahren. Wo man Betteln verbietet, um auszuradieren, was die idylli-

Johannes M. Modeß ist gerade dabei, sein Theologiestudium zu beenden und lebt in Innsbruck.

sche Schönheit von Innenstädten stört; wo ein schöner Mensch gerade durch seine Schönheit zum Objekt der Begierde degradiert wird – da blendet die Schönheit und verstellt den Blick auf das Eigentliche. Und wie ein trister, fader, muffiger Glaube nicht alles sein kann, so gilt das auch für einen prunkvollen, pompösen und rein ästhetischen Glauben. Deswegen ist das wichtigste Symbol unseres Glaubens der Inbegriff der Hässlichkeit: Das Kreuz. Da hätten sich wirklich

Lars Müller-Marienburg hat wegen der SCHÖNHEIT fränkischer Gottesdienste, namentlich wegen des gregorianischen Gesangs der Pfarrer, beschlossen Pfarrer zu werden. Heute ist er Pfarrer in Innsbruck (Auferstehungskirche)

i-motion

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jg#205 : 2013

„Der Druck ist immens“ Was bedeutet Schönheit im Alltag Jugendlicher? Darüber spricht die Sozialpädagogin Andrea Jungreithmayer im Interview mit Karin Kirchtag.

Karin: Mit welcher Gruppe von Jugendlichen arbeitest du?

Andrea: Die alternative Szene überwiegt deutlich, sowohl bei

Andrea: Ich arbeite in einem Schüler- und Lehrlingsheim in

den Schülern als auch bei den Lehrlingen. Auch wenn die Ge-

Linz mit Mädels und Burschen ab der neunten Schulstufe bis

danken dahinter nicht immer ganz verstanden werden. Im Vor-

zum 19. Lebensjahr.

dergrund steht der Style.

Karin: Wie wichtig ist das Aussehen für Jugendliche?

Karin: Wie wichtig sind Ausstrahlung und Auftreten neben

Andrea: Burschen wie Mädels nehmen viel Zeit dafür in An-

dem Styling?

spruch. Die Jugendlichen identifizieren sich oft über ihre Klei-

Andrea: Total wichtig. Ohne selbstbewusster Ausstrahlung ist

dung. Sie zeigen damit sogar, welche Persönlich-

der ganze coole und legere Style umsonst.

keit sie sind. Und so kann es auch passieren, dass Karin: Wer bestimmt für die Jugendlichen was

die Mädels schon um 5.30 Uhr aufstehen um sich „zu Recht“ zu machen, obwohl sie erst um 7.30 Uhr

schön ist? Andrea: Nicht nur die unmittelbaren Freunde, son-

außer Haus müssen.

dern vielmehr die Gleichaltrigen aus ihrem Umfeld. Karin: Wie unterscheiden sich Mädels und Bur-

Manchmal kann ich sogar aufgrund des Erschei-

schen?

nungsbildes den jeweiligen Schultyp der Jugend-

Andrea: Gar nicht so viel. Beispielsweise benüt-

lichen feststellen. Entscheidend sind auch Medien

zen beide Glätteisen für ihre Haare. Mädels ste-

wie Facebook. Coole Fotos sind dort angesagt.

hen etwas früher auf. Aber beide Geschlechter le-

Andrea Jungreithmayer

gen viel Wert auf Körperpflege und Schönheit.

Karin: Welche Vorbilder gibt es für Jugendliche punkto Schönheit? Andrea: Ihre Vorbilder kommen vor allem aus der Musikszene.

Karin: Welche Schönheitsideale sind vorherrschend?

Coole Bands zeichnen sich in der alternativen Szene durch ihr

Andrea: Schlank sein ist wichtig. Dazu gehört für die meisten

Styling aus.

Jugendlichen ein alternativer, legerer Style. Damit drücken sie auch eine gewisse Lebenseinstellung aus, nämlich stets cool und

Karin: Wie wichtig ist Sport für die Schönheit der Jugendlichen?

locker zu sein. Stylische Merkmale sind große schwarze Brillen,

Andrea: Kraftsport ist für die Burschen besonders wichtig. Der

große Hauben, die nach hinten hängen und auch im Haus getra-

Fitnessraum im Haus ist stets in Betrieb. Für die Mädels ist der

gen werden. Für Mädels sind die großen, kuscheligen Tücher ein

Sport erst ab 16/17 Jahren interessant und zwar im Bereich der

wichtiges Merkmal. Dieser Style soll aber auch zum Ausdruck

Kondition, wie zum Beispiel Zumba.

bringen, ich habe mich eh nur schell schick gemacht, obwohl es viel Zeit braucht. Das gilt vor allem für den Freizeitlook. Wenn

Karin: Wie steht es mit gesunder Ernährung?

sie ausgehen ist das aufstylen jedoch wichtig.

Andrea: Ernährung ist egal, selbst wenn sie Sport machen. Fastfood ist wichtig. Mädels essen noch eher auch mal Obst, aber die

6

Karin: Gibt es eine bestimmte Szene, die in der Unterkunft vor-

Burschen fast nie. Gibt es im Haus Pommes Frittes zum Essen,

herrschend ist?

wird doppelt so viel gegessen.

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Schönheitsideale der Kulturen – Bin ich nicht schön? Braun oder blass, rund oder schlank: Was hier gefällt, muss dort nicht unbedingt als schön gelten – kommt immer darauf an, wo man lebt. Aber man kann ja nachhelfen. Von Ines Schipperges und Violetta Simon Karin: Welchem Druck sind Jugendliche ausgesetzt, wenn es um ihre Schönheit geht? Andrea: Der Druck ist immens groß. Die Privatsphäre ist aufgrund des ständigen Internets sehr eingeschränkt. Dort sehen sie ständig wie andere sich präsentieren. Natürlich nur von ihrer

N

atürlich gibt es Wichtigeres. Es kommt auf den Charakter an. Dennoch fragen sich täglich Millionen Menschen beim

Blick in den Spiegel: „Bin ich schön?“ Die ehrliche Antwort lau-

besten Seite. Das bewirkt oft ein schlechtes Gewissen, wie „Ma

tet: Es kommt darauf an. Darauf, wo man sich gerade befindet.

der schaut gut aus, der kann des viel besser.“ Auf Facebook werden

Denn Schönheit ist relativ, und schön sind immer die anderen.

die Jugendlichen ständig daran erinnert wie sie sein sollten. Es

Doch was hier als schön gilt, muss in anderen Ländern noch

gibt kein Abschalten nach der Schule wie früher.

lange nicht gefallen; die Schönheitsideale sind nämlich von Kul-

Karin: Welche positive Auswirkung hat das Streben nach Schönheit?

Afschin Fatemi ist der Meinung: Es gibt kein allgemeingültiges

Andrea: Der legere und alternative Style gibt den Jugendlichen

Schönheitsideal. „Die Menschen möchten sich von der Masse

tur zu Kultur verschieden. Der Hamburger Schönheitschirurg

Selbstbewusstsein. Sie erkennen: „Ich schau auch gut aus“. Po-

abheben“, erklärt der 36-Jährige. Schön ist eben, was schwer er-

sitiv ist auch, dass das angesagte Styling eine lebensbejahende

reichbar ist. Und schön ist, was für Wohlstand, Einfluss und An-

Einstellung mit sich bringt. Es wird damit die Freude am Leben

sehen steht.

ausgedrückt. Schwierig ist es aber wenn jemand von Haus aus

Während sich die einen unter Inkaufnahme solcher Risiken

nicht so gut gebaut ist. Sie müssen für sich selber ihr Wohlbefin-

das überschüssige Fett entfernen lassen, schwärmt man in weni-

den stärken und sich annehmen lernen wie sie sind.

ger wohlhabenden Ländern von üppigen Rundungen. Paradox und konsequent zugleich: Wo es genug zu essen gibt, besteht die

Karin: Wie kannst du als Pädagogin da unterstützend einwirken?

Herausforderung darin, sich zu zügeln, Diät zu halten und sich

Andrea: Ich kann nur immer wieder deutlich machen, dass es

im Fitnesstudio zu quälen. Zum Statussymbol werden Personal

am Wichtigsten ist, dass sie sich in ihrem Gewand und in ihrem

Trainer und Ernährungsberater. Neid als Motiv und Maßstab der

Auftreten wohlfühlen, ihr Selbstvertrauen stärken und ehrlich

unterschiedlichen Schönheitsideale – der Mensch sehne sich da-

sagen wenn sie hübsch sind. Wichtig ist auch meine Vorbildwir-

nach, etwas Besonderes zu sein, erklärt Fatemi.

kung, wie ich mich selbst kleide.

„Etwas Besonderes“ ist man in Asien, wenn man über eine Lidfalte verfügt. Was unter Europäern als „Mandelaugen“ bewun-

Karin: Was würdest du dir für die Jugendlichen wünschen im

dert wird, gilt dort als Manko. Deshalb steht die Lidplastik auf

Umgang mit Schönheitsidealen?

Platz eins der beliebtesten Korrekturen – weit vor Fettabsaugung,

Andrea: Dass sie Facebook oder anderen sozialen Plattformen

Brustvergrößerung oder Faltenunterspritzung. Es sei nicht unge-

gegenüber kritisch sind und sie den Mut haben ihren eigenen

wöhnlich, dass Kinder – auch Jungs – bereits zu ihrem elften Ge-

Stil mit persönlicher Note zu tragen. Dass sie sich durch ihre Un-

burtstag eine Lidfalte geschenkt bekämen, berichtet Fatemi.

terschiedlichkeit nicht verunsichern lassen und den Style der für sie passt ausleben können.

Während man in Europa und Amerika die optische Verjüngung anstrebt, sind viele Eingriffe in Asien ethnisch motoviert. Entsprechend groß ist die Sehnsucht nach heller Haut. Wer blass ist, ist vornehm, reich, hat es geschafft, hat es zu etwas gebracht.

i-motion

7


jg#205 : 2013

„Eine üppige Schambehaarung steht dort für Fruchtbarkeit und damit für Attraktivität“, sagt er. Das in der westlichen Gesellschaft gängige Schönheitsideal verlangt das Gegenteil: Hier wird gestutzt, rasiert, gewachst. Da die Haare der Koreaner generell eher fein und dünn sind, gilt der Gedanke: je mehr, desto besser – egal wo. Die so unterschiedlichen Vorlieben erklärt Fatemi einmal mehr mit dem Wunsch nach dem, was man gerade nicht hat. „Ein kulturell gewachsener Trend“ sei dieses Phänomen, meint Fatemi, auch wenn uns das seltsam vorkomme. Seltsam erscheint es auch, dass gerade im Mittleren Osten, wo immer noch häufig der Zwang zur Verschleierung herrscht, die Zahl der Schönheitsoperationen in den letzten Jahren rapide ansteigt. Das Phänomen, dass auch die Körperteile, die nicht der Öffentlichkeit preisgegeben werden, verschönert werden sollen, Deshalb verwenden viele Asiaten Hautcremes mit Bleichmitteln, die die Pigmentierung zerstören – und leider häufig Krebs erzeu-

liebe für Schönheitsoperationen scheint äußerlich betrachtet im

gen. Auch der Sonnenschirm ist immer dabei. Ganz anders in

Widerspruch zur Kultur dieser Länder zu stehen“, meint er. „Der

den westlichen Kulturen: Bräune ist sexy, weil sie für die Welt au-

Grund dafür ist vielleicht ihr ausgeprägter Sinn für Ästhetik.“

ßerhalb des verstaubten Büros steht, für Sonne, Strand und Meer, für Lebensfreude, Unabhängigkeit und Freiheit. Dass das Bild von Schönheit immer mit den gesellschaftli-

Schönheitsoperationen – beliebt, aber verachtet In Deutschland sind Eingriffe wie Faltenbehandlung, Laserbe-

chen Verhältnissen der jeweiligen Kultur zusammenhängt, zeigt

handlungen des Gesichts, Brustverkleinerung, Brustvergröße-

sich auch in Amerika. „Bei den brasilianischen Frauen“, erklärt

rung, Korrekturen von Nase, Augenlid und Ohren immer noch

Fatemi, „galt es lange Zeit als schick, kleine Brüste zu haben.“

verpönt. Im europäischen Vergleich gehen insbesondere die

Große Brüste waren ein Hinweis auf die ethnische Herkunft

Italiener und die Spanier dagegen recht locker mit dieser The-

und damit „Ausdruck der ärmeren Gesellschaft“. Die weiße, die

matik um.

reiche Bevölkerungsschicht brüstete sich mit einer geringeren

Ein einheitliches Schönheitsideal existiert also nicht – ob-

Oberweite. In den USA war und ist es genau umgekehrt – denn

wohl die Welt immer dichter zusammenrückt. Dennoch gibt es

mit Geld kann man sich bekanntlich vieles kaufen, unter ande-

eine Art Basis der Schönheit, Grundprinzipien, die über die Kul-

rem die gewünschte Körbchengröße.

turen und Individuen hinweg stets als schön galten und gelten.

Doch auch im Wandel einer Kultur definieren sich Schön-

So wünschen sich beispielsweise Europäer ebenso wie Asiaten

heitstrends: „Heute lassen sich die Brasilianerinnen die Ober-

eine gerade und schmale Nase. Nur, dass sich die Maßnahmen,

weite eher vergrößern als verkleinern – und passen sich den

die für diesen Wunsch erforderlich sind, unterscheiden. Das Er-

Maßstäben Europas und Nordamerikas an“, sagt Fatemi. Solche

gebnis: Asiaten und Europäer haben dieselben Nasen – Globali-

Maßstäbe funktionieren aber nicht nur innerhalb einzelner Kul-

sierung deluxe.

turen. Immer noch gilt die westliche Gesellschaft weltweit als

Abgesehen von kulturellen Unterschieden: Auch die Zeit be-

Symbol für Wohlstand und hat eine Vorbildsfunktion, die sich

einflusst den Geschmack und die Schönheitsideale der Gesell-

auf das Schönheitsbild vieler anderen Kulturen auswirkt.

schaft: Jahrelang galt das Muttermal im Gesicht von Brigit Bardot

„Asien schielt nach den westlichen Standards“, erläutert Fa-

und Cindy Crawford als erotisches Markenzeichen. Sarah Jessica

temi. Eine der bei Männern wie auch Frauen beliebtesten Ope-

Parker hat auch so eines – und hat es sich kürzlich entfernen lassen.

rationen ist die plastische Lidkorrektur: Die Augen werden run-

Doch ästhetische Korrekturen erhöhen die Zufriedenheit mit

der, größer – westlicher. Viele Asiaten würden ihr Aussehen der

dem eigenen Aussehen nicht automatisch. So belegen Umfragen,

Europäern angleichen. Und so lassen sich auch Afroamerikaner

dass jede(r) mit dem Ergebnis unzufrieden ist. In den meisten

ihre Haarpracht entkräuseln, im Iran steigt die Zahl der Nasen-

Fällen hatten die Patienten wohl einfach zu hohe Erwartungen.

operationen: Die Welt orientiert sich gen Westen.

Sich selbst anzunehmen, wie man ist, wäre in diesem Fall die

Die eigenen, kulturbedingten Schönheitsideale bleiben dennoch erhalten – und verblüffen bisweilen durch Gegensätzlichkeit. In Korea beispielsweise, weiß Fatemi, lassen sich Frauen einen Teil der Kopfbehaarung in die Intimzone transplantieren.

8

beobachtete Fatemi vor allem in Iran und im Libanon. „Die Vor-

i-motion

bessere Option gewesen. Ines Schipperges und Violetta Simon / Süddeutsche Zeitung (17. Mai 2010) http://www.sueddeutsche.de/leben/ schoenheitsideale-der-kulturen-bin-ich-nicht-schoen-1.204145


jg#205 : 2013

Eine Schatzkiste für gendersensible Pädagogik Anregungen, um Kindern eine größere Bandbreite an Geschlechterrollen spielerisch nahe zu bringen

I

ch habe eine kleine Bibliothek zuhause, in der ich immer

mitteln. Darüber hinaus gibt die Auseinandersetzung mit den

wieder gern stöbere: ganz, noch nicht oder halb Gelesenes

Beispielen auch Impulse für einen eigenen kritischen Blick auf

findet sich da neben Büchern in denen ich gerne nachschlage.

tradierte Spiele, Geschichten, Lieder und Gedichte sowie auf

In meinem Fundus gibt es viele Unterlagen zum Themenkreis

gängige Bilderbücher und Spielzeug.

geschlechtersensible Jugendarbeit als Grundlagen für meine Gender-Trainings. Darunter befindet sich auch die „Education

Große Welt an Möglichkeiten

Box“ der Frauenabteilung der Stadt Wien, MA 57 aus dem Jahr

Da ist es dann auch interessant, die Unterlagen genauer mit

2005. Diese ist dort nicht mehr erhältlich, was ich sehr schade

diesem Blick anzuschauen: Was wird anders, wenn nur

finde, da die Unterlagen recht gelungen sind. Gedacht für Päda-

eine Person in einem Märchen ein anderes Geschlecht

gogInnen, finden sich in der Mappe neben einem Leitfaden, Ar-

hat als üblich? Warum ist der Thronfolger in „Das

beitsmaterialien und geschlechtssensiblen Kinder- und Lieder-

Räubermädchen von Baden“ (Zu finden im Büch-

büchern auch Erfahrungsberichte.

lein „Sagen & Märchen“ der Education Box

Mir gefällt die Mischung aus Anregungen und konkreten

2005, S. 32f.) männlich und warum streiten

Ideen, wie z.B. Spielanleitungen für Gruppen, eine Liste mit

sich seine beiden Onkel gleich „mit Waffen-

geschlechtssensiblen Bilderbüchern sowie Liedertexte und

gewalt“? Was würde es ausmachen, wenn

Spielanregungen, die einfach mal die üblichen Geschlechter­

die Geschlechter vertauscht wären? Ein Bei-

rollen umkehren. Ein einfaches Beispiel, das in der Praxis schon

spiel wie dieses bringt mich darauf, dass es

so manche Eltern von Mädchen beschäftigt hat, ist „Hoppa,

wohl am besten ist, genau solche Fragen ge-

hoppa Reiter“. Das lautet hier folgendermaßen (Büchlein „Neck-

meinsam mit den Kindern zu erörtern.

spiele & Gedichte“, Education Box 2005, S. 29): „Hopp, hopp

Die beiliegende CD ist hilfreich für Men-

Reiterin, wenn sie stolpert, fällt sie hin. Fällt sie in den Graben,

schen wir mich die nicht gut Noten lesen und

fressen sie die Raben. Fällt sie in den Sumpf, macht die Reiterin

deshalb nicht vom Blatt singen können.

plumps.“ So einfach kann es sein und schon entstehen andere Bilder im Kopf! Da die im Jahreskreis üblicherweise gefeierten Feste durchwegs männlich besetzt sind (Martinsfest, Nikolaus und im Prinzip

rr hb

>

Die Education Box ist eine wahre Schatzkiste an Anregungen, um Mädchen und Bübchen eine größere Bandbreite an Geschlechterrollen spielerisch nahe zu bringen und ihnen damit eine große Welt

auch der Osterhase), wird laut Education Box Bübchen und Mäd-

an Möglichkeiten zu eröffnen. Sie war gedacht für über

chen damit eine Weltsicht vermittelt, die Frauen ausschließt. Um

700 Wiener Kindertagesheimstätten sowie Volksschulen und

dem entgegen zu wirken gibt es eine Sammlung an Festen die er-

Tageselternorganisationen, denen sie kostenlos zur Verfügung

gänzend dazu weibliche Gestalten ins Zentrum rücken, wie z.B.

gestellt. Privatpersonen konnten die dazu gehörenden Broschü-

Frau Holle oder Luzia die Lichterfrau. Zusätzlich werden neut-

ren „Leitfaden für geschlechtssensible Pädagogik“ und „Quali-

rale Feiern beschrieben.

tätsstandards für geschlechtssensible Pädagogik“ kostenlos bei

Die Sammlung ist brauchbar und wertvoll; es kann aus dem

der Frauenabteilung bestellen. Was ist wohl daraus geworden?

Vollen geschöpft werden, um Mädchen und Bübchen zu unterhalten ohne ihnen – so zwischendurch und doch nicht weniger wirkmächtig – starre und einengende Geschlechterrollen zu ver-

https://www.wien.gv.at/wienatshop/Gast_ bestellservice/ Daniela Reiter

rosarot & himmelblau

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jg#205 : 2013

Star sein, indem ich authentisch bin S

tarmania, Deutschland sucht den Superstar oder Dancing Star.

gen, dann ist es vorrangig etwas zu leisten und zu funktionie-

Die Liste von solchen Fernsehshows lässt sich beliebig fort-

ren, selbst wenn dabei oft einzelne Menschen einfach überse-

setzen. Shows, in denen Menschen zum Star (zum leuchtenden

hen oder übergangen werden.

Stern) für ihr Land werden können, sind zurzeit sehr gefragt. Es ist erstaunlich welchen Druck Menschen dafür auf sich nehmen. Proben und Training rund um die Uhr und dazu das

Begegnet uns da nicht auch manchmal das Gefühl viel zu schüchtern und zu wenig wortgewandt zu sein, wenn es um unsere christliche Überzeugung geht?

ständige Zittern, wie urteilt die Jury über mich?

Hält uns nicht auch das Wissen, dass wir auf

Aber auch die Zuseher vor den Fernseh-

Die Nachfolger Jesu

geräten eifern mit. Egal wie genau wir

waren alles andere

solche Shows verfolgen, allzu schnell

als Superstars.

wir uns ermutigt durch die Zusage Jesu unseren

oder selbst tatkräftig urteilen wer

Sie sollen das Licht

Glauben mutig und selbstverständlich zu leben?

der Welt sein?

dieses Licht werden wollen, sondern behauptet,

sich als Star zu bezeichnen.

m

Von Menschen, die in der

Jesus fragt ihn seiner Predigt nicht, ob wir dass wir es sind. Für ihn ist klar: Wenn wir Gott

Gesellschaft leuchten, spricht auch Jesus,

in unserem Leben wirken lassen, so sind wir automatisch Licht

wenn er sagt: „Ihr seid das Licht der Welt!“

für die Welt. Wenn wir das, was uns bewegt, einfach leuchten

Die Worte Jesu sind Teil seiner Bergpredigt.

lassen, ist es letztendlich Gott der für die Wirkung sorgt.

Zahlreiche Menschen sind gekommen, um

Er will keine Stars – wie Fernsehstars – aus seinen Nachfol-

ihn zu hören. Wie muss seine Botschaft für

gern machen, die ständig an ihre Grenzen kommen. Die ihre

sie geklungen haben? Die Nachfolger Jesu

letzten Kräfte dafür aufopfern, um aus der Maße herauszuste-

waren alles andere als Superstars. Die meisten

chen, oder es nur darum geht besser zu sein als andere. Er will

unter ihnen hatten keine besondere Stellung

auch nicht, dass sich seine Zuhörer durch irgendwelche Urteile

in der Gesellschaft und waren nicht wirklich ein-

über ihr Können einschüchtern lassen. Er will vielmehr, dass sie

flussreich. Sie sollen das Licht der Welt sein? Für sie

das, was sie glauben auch authentisch leben.

war es oft schon schwer genug auf Glaubensfragen

Durch uns Christinnen und Christen kann das Licht Jesu in

überzeugend Antwort zu geben. Sie das Licht der Welt,

der Welt leuchten. Jesu Licht leuchtet, wenn Menschen Gemein-

wenn das keine Überforderung ist? Andere haben sich vermut-

schaft erleben, sei es in den Jugendtreffs, in Jugendgottesdiens-

lich bestärkt gefühlt. Jesus traut ihnen zu seine Botschaft in die

ten oder bei Mitarbeiterfortbildungen.

Welt hinauszutragen. Er sagt IHR seid das Licht der Welt. Sie sind also nicht alleine. Das gibt ihnen Mut.

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Einfluss haben, davon ab, uns für ein Leben nach christlichen Werten einzusetzen? Oder fühlen

passiert es, dass wir „Mit-Fiebern“ es nun wirklich verdient hat

>e

das Geschehen in der Welt ohnehin nur wenig

Jesu Licht leuchtet, wenn Menschen erleben, dass Worte des Glaubens ihr Leben bereichert und mit neuem Sinn erfüllt, sei es

Wenn wir Jesu Worte „Ihr seid das Licht der Welt“ hören, stel-

in besonders schönen Momente oder schwierigen Situationen.

len sich da für uns nicht ähnliche Fragen, wie den Menschen am

Jesu Licht leuchtet, wenn Menschen Begegnungen erleben, die

Berg? Wo sollen wir als Christinnen und Christen heute groß-

ihnen wieder neu das Gefühl geben, dass sie wertvoll sind so

artig leuchten? In unserer Gesellschaft scheint ja oft nur wenig

wie sie sind. Sei es im Freundeskreis oder in der Familie.

Platz für Gottes Botschaft zu sein. Wollen wir es zu etwas brin-



e-mission

e-mission

Karin Kirchtag


jg#205 : 2013

Power 2U&Me Friedenstag der EJ Wien

Im Dezember 2012 fand in alter Tradition eine große evangelische SchülerInnenveranstaltung statt. Die Rede ist natürlich vom evangelischen Friedenstag. Er fand am 4. Dezember unter dem Motto „Power 2U&Me“ in der evangelischen Auferstehungskirche Lindengasse, 1070 Wien statt. Der Friedenstag wurde von der Evangelischen Jugend Wien und der ARGE Evangelische ReligionslehrerInnen veranstaltet und von OberstufenschülerInnen aus ganz Wien besucht. Das Veranstaltungsziel ist es, den Austausch zwischen evangelischen Jugendlichen zu fördern und Schülern die Gelegenheit zu geben, kritische Fragen zu aktuellen Themen zu stellen. Mittlerweile ist der Friedenstag Tradition wie auch verschiedene Workshops, die dort stattfinden. Der evangelische Friedenstag begann mit der „Provokation“, einer lautstarken Begrüßung. Zum Programm des Friedenstages gehörten dieses Jahr außerdem Workshops zu den Themen Rechtsradikalismus, Solidarität, Multikulturalität, Sozialkompetenz und andere. Besonders gut besucht war auch der Workshop zum Thema Sexualität. Die Workshops fanden teils in den Räumlichkeiten der Lindengasse, teils in externen Räumen wie dem Filmhaus Spittelberg, statt. Den Abschluss bildete eine ermutigende Predigt. Die Atmosphäre war gut. Zwischen den Workshops traf man in der Pause bei Fladenbrot, Äpfeln und Mineralwasser alte FreundInnen und machte neue Bekanntschaften. Die knapp 700 Teilnehmer fanden das Programm größtenteils überzeugend. Am besten gefielen der Trommelworkshop (Multikulturalität), das Orient-Cafe und der Workshop zum Thema Sexualität. Auch der Workshop mit dem NS-Zeitzeugen wurde mit großem Interesse aufgenommen. Die von uns interviewten SchülerInnen schätzten besonders das Gefühl einer Gemeinschaft, das am Friedenstag vermittelt wird. Auch die Diskussion von verschiedenen aktuellen oder brisanten Themen fand großen Anklang. Bei den ReligionslehrerInnen war die Antwort meist „Input für Predigten und Gottesdienste“, außerdem sei der Friedenstag „motivierend für viele Schüler“. Josef Fessler

Seminar Burschenarbeit in Pfarrgemeinde Linz Innere Stadt zu Gast Das traditionell im Jänner stattfindende „Seminar Burschenarbeit“ unter dem Motto „Mach Dein Ding – systemische Erlebnispädagogik“ fand heuer in Linz statt. Gastgeber für das Seminar, welches in Zusammenarbeit zwischen dem OKR Schiefermair und der EJÖ veranstaltet wird, war die Pfarrgemeinde Linz Innere Stadt. Ziel der Fortbildung ist, Mitarbeitende mit den speziellen Bedürfnissen von heranwachsenden jungen Männern vertraut zu machen. Elf Teilnehmer aus Oberösterreich, Salzburg und Wien nahmen an der von Johannes Schindlegger geleiteten Fortbildung teil. Der Outdoortrainer und systemische Erlebnispädagoge aus dem Pinzgau vermittelte den Teilnehmenden die Grundlagen der systemischen Erleb-

nispädagogik. Dabei geht es darum, anhand der vier Naturerlebnisbereiche Wald, Wasser, Berg und Trekking Bezüge zu den Erfahrungswelten der Teilnehmenden zu schaffen. Ziel der systemischen Erlebnispädagogik ist nicht das Spektakuläre, sondern der Blick darauf, das Erlebte zu reflektieren. Dabei soll hoher technischer Aufwand vermieden und stattdessen die Ressourcen, die das natürliche Umfeld bietet, erschlossen werden. Da aus jahreszeitlichen Gründen das Seminar nicht in der Natur stattfinden konnte, musste der Bezug zur Natur immer wieder durch Improvisation geschaffen werden wie zum Beispiel das gemeinsame Zubereiten des Mittagessens. 

Clemens Kolb

Alles XXL auf der Frauenalpe!

Die bunte KinderJugend-Familienrunde auf der Frauenalpe

Das Motto der heurigen SemesterSchi­ Freizeit der Evangelischen jugend heilandskirche und Steiermark war ein Versprechen – und wir haben es gehalten! + Jede Menge Spaß beim Sausen und beim Üben im traumhaften Pulverschnee auf der Frauenalpe – bei Sonnenschein und Schneefall… + So viele liebe Leute wie noch nie – 51 Kinder, Jugendliche und Familienmitglieder… + Ganz wichtig: keine Unfälle, niemand verletzt sich – oder andere… + Wichtige Gedanken zur Bewahrung der Schöpfung – mit dem Lorax „Ich spreche für die Bäume!“… + Ein turbulenter Abend mit unseren

Bobs auf der nächtlichen Märchenwiese – und dann mit Kakao und Schifahrer-Liedern in der Murauer Hütte + Und jede Menge Spiele, Fotos, Kegeln, Flattertuch, Schitouren, Kreischberg-Ausflug, Er-und-Sie-Läufe – und noch viel mehr… Wir sehen uns wieder: zu Pfingsten auf der Burg Finstergrün, im TrippTrappund KinderGottesdienst, im Jugendtreff Domino, bei der Sommer-Kletterwoche in Paklenica, zu Silvester auf der Planner, auf den Fotos auf www.ejhk.org – oder in den nächsten Semesterferien auf der Frauenalpe! Thommy, Vesna, FLo, Rainer und Manfred

rewind

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jg#205 : 2013

Rund um die EJ „JUFO III”: Drittes deutschsprachiges Jugendforum

Innovative Konfi Freizeit in Großloiben In die herrliche Winterlandschaft nach Weyer (OÖ) hat es uns mit 45 Konfis und Mitarbeitenden verschlagen. Das Selbstversorgerhaus Großloiben hat sich für das Wochenende als ideal erwiesen: weit weg vom Schuss, mit fantastischem Wald rundherum und einem neu gestalteten hellen Großgruppenraum. Während der Freizeit haben wir uns dem Thema Abendmahl angenähert. Diesmal haben wir in Kleingruppen sechs verschiedene Abendmahlstische gestaltet: vom Stärkdich-Tisch über den Jesus-ErinnerungsTisch und dem Komm-wie-du-bist-Tisch sowie dem Nähe-Gottes-Tisch und dem Wir-gehören-zusammen-Tisch bis hin zum Alles-wird-gut-Tisch wurden phantasievolle originelle und berührende TischSzenen gestellt. Dann wurden mit fünf Meter langen Holzdielen Balanceübungen gemacht: zuerst längs, dann quer. So ergab sich ein lebendiges Holzkreuz, dessen absolute Tragkraft ausgetestet wurde.

Das Kreuz wurde schließlich durchbohrt und wurde die Basis für die Gottesdienst Aktion. Alle banden ihre Leinen am Kreuz fest, hefteten eine Botschaft daran, versetzten das Kreuz in Spannung und brachten sich zugleich in Balance: eine geniale Übung: das Kreuz darf voll unter „Zugzwang“ gesetzt werden. Dadurch bringt es uns gemeinsam in Balance: was für ein wunderbares Gefühl. Das daran anschließende Abendmahl gewann aufgrund der davor gemachten Kreuzeserfahrung an Tiefgang. In der Nacht gab es ein Spiel um den „Heiligen Gral“: bewusst grenzwertig mitten durch den dunklen tief verschneiten Wald: eine tolle gemeinsame Erfahrung, die bestimmt niemand vergisst. Ein Kompliment an Jugendreferent Wolfgang Pachernegg für geTraum b e rdieses uf: niale Konzept und für diese tolle Aktion. Das ist lebendige junge Kirche, die Lust auf mehr macht. 

Werner Graf

Evang. Religion EvangelischeR ReligionslehrerIn werden! Traumberuf:

unterrichten

EvangelischeR ReligionslehrerIn werden!

Traumberuf:

Evang. Religion unterrichten

Evangelische Religion unterrichten:

 besondere Herausforderung und schöne, kreative Aufgabe  Unterbrechung des Alltags der SchülerInnen

Evang. Kirche A. u. HB

 Zeit, wichtigeunterrichten: Fragen zu stellen und gemeinsam darüber Evangelische Religion An der KPH Wien/Krems studieren: nachzudenken  biblische Geschichten kennenlernen und Spuren eigener nn besondere Herausforderung nn intensive Auseinandersetzung in Lebenserfahrungen darin entdecken und schöne, kreative Aufgabe  Auseinandersetzung mit den Höhen und Tiefen des Lebens theologischen, humanwissenschaftli über Gott nachsinnen nn Unterbrechung des Alltags der Schülechen und praxisbezogenen Lehrver und vieles mehr! An der KPH Wien/Krems studieren: rInnen anstaltungen Auseinandersetzung in theologischen, humanwisE v a n g . R e l i g i ointensive n senschaftlichen praxisbezogenen nn Zeit, wichtige Fragen zu und stellen undLehrveranstaltungen nn entweder Vollzeitstudium 6 Semester unterrichten  entweder Vollzeitstudium 6 Semester oder berufsbegleitengemeinsam darüber nachzudenken oder berufsbegleitendes Studium 9 des Studium 9 Semester  Studium an der einzigen ökumenisch verantworteten Pädnn biblische Geschichten kennenlernen Semester agogischen Hochschule Europas  Abschluss mit „Bachelor of Education“ und Spuren eigener Lebenserfahrunnn Abschluss mit „Bachelor of Education“  Studienabschluss befähigt zur Erteilung von ev. Religionsunterricht an allen Pflichtschultypen gen darin entdecken nn Studienabschluss befähigt zur Ertei Zusatzqualifikation Gemeindepädagogik möglich nn Auseinandersetzung mit den Höhen lung von ev. Religionsunterricht an alwww.kphvie.ac.at und Tiefen des Lebens len Pflichtschultypen nn über Gott nachsinnen nn und vieles mehr! Weitere Infos: www.kphvie.ac.at

rewind otolia.com

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Jugend in Aktion hebt ab! Vom  17. bis 19. April  findet das  3. Deutschsprachige Jugendforum „JUFO III“  in St. Gallen (CH) statt. „Europa in Bewegung“ lautet das Thema des diesjährigen Jugendforums, zu dem junge Menschen, VertreterInnen aus Jugendarbeit und Jugendorganisationen, Jugendpolitik, Forschung und Verwaltung eingeladen sind.  Weitere Infos zum „JUFO III“ finden sich auf der http://jugendforum.cc/cms/

Erfolgreicher erster Workshop „Diversität“ Am 12. Jänner hat die erste Einheit der  BJV-Workshop-Reihe  „Mehr Vielfalt in Kinder- und Jugendorganisationen“ stattgefunden. Ziel des ersten Workshops war es, den VertreterInnen der verschiedenen BJV-Mitgliedsorganisationen einen theoretischen Überblick zu den Themen Diversität und strukturelle Öffnung zu geben, um anschließend  die detaillierte Analyse der Organisationen in den Fokus zu nehmen. Die Workshop-Reihe unterstützt Kinder- und Jugendorganisationen dabei, die aktuelle Vielfalt in der Gesellschaft  auch in ihren Organisationen zu fördern. Einen Bericht des ersten Workshops gibt es hier: http://www.jugendvertretung.at/ themen/erster-workshop--diversitaet--.html

Aktionstage Politische Bildung Vom 23. April bis 9. Mai finden in ganz Österreich  die Aktionstage Politische Bildung statt. In diesem Zeitraum werden wie jedes Jahr zahlreiche Workshops, Ausstellungen, Diskussionen, Vorträge usw. angeboten. Das Motto lautet heuer „beteiligen und mitgestalten“. Alle Veranstaltungen werden ab Ende März in einem Online-Kalender und einem Programmheft zu finden sein. Infos beim Zentrum Polis: www.politik-lernen.at/site/projekte/aktionstage


jg#205 : 2013

>tipps & tricks Kirchenraumpädagogik

Kirchenbank Nummer? “ Vermessen des Innenraums Kunigunde: „Im Mittelalter gab es noch keinen Meter­ stab, und somit hat man auch nicht in Zentimetern

H e r a u s t r e n n e n

Jungschar in der Kirche – Die Kirchenmaus Kunigunde

wieder auszurechnen: Zahl der Fenster x 4 + 9 – 12 =

z u m

Jungschar

F o l g e : : 41

und Metern (Einführung der Mittelalterlichen Maße:

„Wie man schon an meinem Namen erkennen kann,

Spanne, Elle, Schritt) gemessen. Um also die Maßan­

bin ich schon sehr, alt, und ich weihe euch heute in

gaben für die Schatzkarte zu bekommen, müsst ihr die

die Geheimnisse unserer Kirche ein.. Und: ich bin im­

Kirche mit euren Schritten abmessen.“ Vermesst mir

mer noch auf der Suche nach dem Kirchenschatz!

euren Schritten bzw. zählt die Knoten: Die Länge der

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, ihn zu finden? “

Kirche, die Breite der Kirche, die Höhe der Kirche. (Luft­

So oder so ähnlich könnte eine Entdeckungsreise

den, die mit Knoten im Abstand einer Elle präpariert

in der Kirche beginnen. Um Kindern spielerisch den

ist.) Trage die Schrittzahlen in der Schatzkarte ein.

ballon mit Helium gefüllt an einer Schnur festgebun­

Kirchenraum näher zu bringen, eignet sich z.B. ein Detektivspiel. Dazu wird Kunigunde, die Kirchenmaus,

Details im Innenraum

eingeführt. Sie weiht die Kinder ein, dass es ein

Kunigunde: „In meinem Mauseloch habe

Kirchenrätsel gibt, das gelöst werden muss, um den

ich einen bunten Glassplitter (oder ein De­

Kirchenschatz zu finden. Und das geht so: Material:

tailfoto von z.B. Kirchenfenster) gefunden.

Schatzkarte, Kirchenschatz, z.B. Schokotaler.

Ich bin mir sicher, dass es was mit dem

Vorbereitung

ausgefunden, wohin er gehört.“ (Der nächste

1. Mit Pfarrer oder Küster Kontakt aufnehmen, Vor­

Hinweis ist bei einem Kirchenfenster.)

Schatz zu tun hat, aber ich habe nicht her­

haben schildern, Schlüssel besorgen. 2. Selber die Kirche unter die Lupe nehmen.

Kunigunde: „Im Jahr 1763 hat sich der Schatzsu­ cher fünf Tage in der Sakristei eingeschlossen und

3. Überlegt euch verschiedene Stationen. Bei jeder

immer wieder den Schrank mit den … aufgemacht.

Station findet man einen Teil der Schatzkarte.

Ich bin mir sicher, er hat dort etwas gefunden. Und

4. Natürlich muss der Kirchenschatz (z.B. Schokotaler)

wenn er es gefunden hat, dann findet ihr es auch.“

versteckt werden

Ideen für „Stationen“:

Turmbesteigung Kunigunde: „Den letzten Schatzsuchern konnte ich

Außenbereich

entlocken, dass auf der Kirchenglocke der nächste

Kunigunde: „Ich weiß, dass ein Hinweis in einer Kirchen­

Hinweis zu finden ist. Aber für mich als Maus ist es

bank versteckt wurde. Aber leider kann ich hier in

unmöglich, da hochzukommen. Könnt ihr bitte für

meiner Notiz nicht mehr lesen, in welcher Bankreihe.

mich nachschauen, was dort steht? “ (Auf der Glocke

Doch wenn ihr mir sagen könnt, wie viele Fenster die

steht ein Psalm Vers. Also ist das letzte Kartenstück in

Kirche hat, dann habe ich hier eine Formel, um es

der Bibel auf dem Altar versteckt.)

tipps & tricks

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jg#205 : 2013

ej salzburg-tirol > Abschluss

Ein gemeinsamer Abschluss ist immer toll, z.B. indem man sich

Nun müssen die Teile der Schatzkarte zusammentragen werden,

um den Altar versammelt und eine Weintraube mit einem Segens­

um den Schatz bergen zu können.

spruch weiterreicht.

Kunigunde: „Vielen, vielen Dank für eure Mithilfe! Das ist echt ein

Euch nun viel Spaß beim Ausprobieren. Lasst eurer Kreativität

super toller Schatz. Und ohne euch hätte ich das nie geschafft…

freien Lauf.

das müssen wir jetzt feiern.“ Kleiner Tipp am Rande Natürlich können die Stationen frei variiert und ergänzt werden,

In jeder Pfarrgemeinde gibt es Kirchenführer, die sich ausge­

oder es kann auch grundlegend ein anderer Akzent gewählt

zeichnet auskennen und manche Besonderheit erzählen können.

werden, z.B.: *den Lieblingsplatz suchen *blind die Kirche ertas­

Am besten den Pfarrer, Kurator, Mesner fragen.

ten *eine Kerzenstation *am Altar versammeln und ein Gebet sprechen *Töne wahrnehmen *von der Kanzel lesen *selbst eine Kinder Predigt halten.

Kinder Willkommen in der biblischen Kostümleihanstalt

Idee aus „Jungscharleiter Nr. 2/2012“, überarbeitet von Werner Graf

zu erweisen, besonders wenn man selbst Großzügigkeit erlebt. (Geldsack für Zachäus) Zachäus: Ich bin Zachäus, der Zöllner. Ihr wisst schon, der kleine, der immer zu viel Geld abgeknöpft hat. Aber dann hat sich alles

Welches Kind verkleidet sich nicht gerne? Wer will nicht gerne

geändert. Jesus hat mit mir ein Fest gefeiert, bei mir zu Hause,

einmal etwas/jemand Besonderer sein? Wir laden heute in die

obwohl ich echt genug Dreck am Stecken hatte. Jetzt habe ich

biblische Kostümleihanstalt ein.

Freunde und ich freue mich mit ihnen zu teilen und von meinem

Rollenspiel

Besitz großzügig geben zu können.

(Kleiderständer mit Tüchern, Kostümen, Gegenständen. Die bi-

Moderator: Ist doch super, nicht wahr?!

blischen Geschichten werden vorher mit den Kindern vorberei-

Wer möchte nicht angesprochen und angenommen sein, be­

tet und dann kurz skizziert, siehe Beispiele, ein Moderator führt

sonders wenn er sich immer wieder übergangen und vergessen

kommentierend durch das Spiel)

fühlt. (Kuscheltier für Kind)

Moderator: Seid herzlich willkommen! Probiert ein neues Kostüm

Kind: Ich bin Rebekka. Ich bin 10 Jahre alt. Wenn ich 12 bin,

aus. Schlüpft in eine andere Rolle. Warum nicht einmal in eine

dann werde ich erwachsen sein. Dann wird man mich Ernst neh­

biblische?! Unsere Bibel ist voll von verschiedenen Rollen, voll von

men. Aber jetzt bin ich niemand, nur ein unbedeutendes Kind.

verschiedenen Charakteren. Sie laden ein ausprobiert zu werden.

Bis zu dem Tag, an dem ich das Erlebnis mit Jesus hatte. Jesus

Wer weiß, es ist vielleicht die Traumrolle dabei! Es warten bestimmt

zeigte, dass ich auch jetzt schon wichtig bin.

einzigartige Erfahrungen. (nimmt Bibel und blättert darin)

Jesus sagte: Wer ein Kind aufnimmt, der nimmt Gott auf. Wow!

Wer wollte nicht einmal König sein? Mit Purpurmantel und Krone? Gerecht und machtvoll regieren? Wer möchte nicht einmal das

Moderator: Das sind doch Traumrollen! Welches wäre denn

Sagen haben? Also wie wäre es mit dieser Rolle? (Krone an Kind

eure Lieblings-, eure Traumrolle?

weitergeben) König: Fühle mich wirklich großartig!

Gedanken Rollen, Traumrollen! Natürlich wer hätte nicht gerne eine. Nicht

Moderator: Wer möchte nicht einmal so richtig losschimpfen

nur in der Faschingszeit. Die Rolle des Lebens!

und wettern?

Wenn wir in die biblischen Gestalten hineinschlüpfen, dann er­

Im Namen Gottes anderen die Meinung sagen. Wie wäre es mit

zählen sie uns auch etwas über uns selbst. Von Träumen, von

der Prophetenrolle? Sie ist vielleicht nicht leicht und angenehm,

Sehnsüchten, von großen Vorhaben, von Fehlern, von Schuldig

aber durchaus effektvoll. (Schriftrolle für Prophet)

werden…Und vor allem: Sie erzählen, wer wir sind. Wer wir in

Prophet: Wirklich gar nicht so leicht!

den Augen Gottes sind. – Gottes Söhne und Töchter, wertvoll, besonders, angenommen, geliebt.

Moderator: Wer möchte nicht einmal wagen sich großzügig

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ej salzburg-tirol tipps & tricks



Andrea Petritsch


jg#205 : 2013

ej salzburg-tirol > kochen-reisen-reden-beten

„Jugendarbeit muss von der Lebenswirklichkeit junger Menschen ausgehen“

Im Oberkirchenrat ist nun Hans-Joachim Bodenhöfer zustän­ dig für die Evangelische Jugend. Birgit Roitner-Schobesberger sprach mit ihm über Herausforderungen, Ziele und seine per­ sönlichen Erfahrungen mit evangelischer Jugendarbeit. Birgit: Was sind Ihre Aufgaben in Bezug auf die EJ? Bodenhöfer: Die Kirche und Ihre Leitung haben die Aufgabe, förderliche Rahmenbedingungen zu schaffen und zu sichern. Das ist nicht ganz leicht, da die vielfältigen Initiativen und neuen Ideen, die an uns herangetragen werden in einem misslichen

Oberkirchenrat Hans-Joachim Bodenhöfer

Spannungsverhältnis stehen zu den Möglichkeiten die wir haben,

sondere Aufmerksamkeit, Ermutigung und Zuwendung geben,

vor allem finanzieller Art.

wobei der zuständige OKR nicht mehr als einen (Für-) Sprecher in beiden Richtungen darstellt.

Birgit: Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen? Bodenhöfer: Für Schwerpunktsetzungen in der Arbeit der EJ,

Birgit: Was braucht es, damit Glaube und Kirche für Jugend­

innovative Ansätze oder auch experimentelle Versuche sehe ich

liche attraktiv sind?

die Leitung der EJ als zuständig, wobei der zuständige OKR al-

Bodenhöfer: Das ist es, was die eigentliche Aufgabe der Jugend­

lerdings Anregungen und Ideen, vielleicht auch Bedenken ein-

arbeit ausmacht. Glaube und Kirche können für Jugendliche nur

bringen kann und sollte. Darüber hinaus kann die Funktion nur

attraktiv sein, wenn sie Antworten auf ihre Fragen nach Sinn,

bedeuten, als „facilitator“ Mittel und Wege zu finden, die solche

Werten und Orientierung finden können. Sie sind auf der Suche

Initiativen möglich machen.

und finden eine Vielzahl von Sinnangeboten vor, die verwirrend sind und sie eigentlich überfordern. Die Stimme der Kirche

Birgit: Ihre persönliche Erfahrung mit Evangelischer Jugend­

hier zur Geltung zu bringen ist nicht einfach, vielleicht auch er-

arbeit?

schwert durch manche Erscheinungsformen von Kirche, für die

Bodenhöfer: Lebhaft in Erinnerung sind die Erlebnisse im Rahmen

Jugendliche kaum Verständnis aufbringen. Jedenfalls muss Ju-

des „CVJM“ (des Christlichen Vereins junger Männer, wie dies

gendarbeit von der Lebenswirklichkeit von Jugendlichen ausgehen,

damals hieß) in meiner süddeutschen Heimat – etwa die Freizei-

sie verstehen und mit ihnen wirklich kommunizieren können,

ten mit Fahrrad und Zelt, das Singen rund um ein Lagerfeuer ver-

anders werden Glaube und Kirche nicht zu vermitteln sein.

sammelt. Es ist diese positive Erinnerung und Grundstimmung, die mich bei der Aufgabe für die EJ motiviert, wohl wissend, dass

Birgit: Wo sollte die Kirche speziell für Jugendliche Impulse setzen?

heute vieles ganz anders ist und Nostalgie nichts hilft.

Bodenhöfer: Die Frage ist: wie kann die Bindung an die Kirche besser erhalten und vertieft werden? Welche Aktivitäten spre-

Birgit: Was sind die Herausforderungen für kirchliche Jugend-

chen Jugendliche an und sind attraktiv? Welche bestehen vor al-

arbeit?

lem fort, weil sie schon lange bestehen, bewirken jedoch wenig

Bodenhöfer: Die große Herausforderung für die Kirche und

und binden Mittel und Potential, die anders effektiver genützt

gleichermaßen für die kirchliche Jugendarbeit ist die Tatsache,

werden könnten? Ideen und Impulse können im Wesentlichen

dass viele Menschen sich von der Kirche abwenden – gleich

nur aus der EJ selbst kommen: dort gibt es den täglichen Kontakt

austreten oder sich nur noch bei großen Lebensereignissen

und die unmittelbare Erfahrung mit den Jugendlichen. Wich-

an ihre Mitgliedschaft erinnern. Die besondere Herausforde-

tig ist, solche Ideen und Impulse zu ermutigen und zu fördern,

rung sehe ich darin, den jungen Gemeindemitgliedern über

die Jugendarbeit nicht zu verwalten, sondern als lebendige, von

die gemeinsame Zeit bis zur Konfirmation hinaus eine Per-

Neuerungen bestimmte Aufgabe zu begreifen.

spektive ihrer Zugehörigkeit zur Kirche zu vermitteln. Dies ist keine einfache Aufgabe heute, bei der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Die Kirche sollte daher der Jugendarbeit be-

Hans-Joachim Bodenhöfer, geb. 1941 in Stuttgart, ist seit September 2012 Oberkirchenrat für wirtschaftliche Belange und Ansprechpartner für die EJ. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009 lehrte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Klagenfurt.

ej tipps salzburg-tirol & tricks

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jg#205 : 2013

Die leeren Hände

Genug für alle

Mönchsepos aus dem Mittelalter

Biblische Ökonomie

Dreh- und Angelpunkt des Romans von Maria Calasanz Ziesche ist Abt Berno, ein Mönch, der im frühen 11. Jahrhundert ein ehemals heruntergekommenes Kloster zum Blühen bringt. Zu Anfang des Buches wird der junge Berno vom Kaiser zur Abtei Reichenau am Bodensee beordert. Diese Abtei –„Augia deserta“ genannt – ist völlig heruntergewirtschaftet und verlassen. Der Mönch macht sich unsicher auf den Weg zur Abtei, nicht wissend, wie er, ein Theoretiker, das Kloster sanieren soll. Er fühlt sich der großen Aufgabe nicht gewachsen. Schließlich kommt es zur Schlüsselszene des Buchs, in der Berno in demütiger Art und Weise erkennt, dass er zwar nichts zu geben hat, sich Gott jedoch als Werkzeug zur Verfügung stellen muss. In der Reichenau angekommen, ist sich Berno für keine Arbeit zu schade und gewinnt schnell das Vertrauen der dortigen Mönche. Im Laufe der Jahre gelingt es Abt Berno, die Reichenau wiederherzustellen. Besonders liegen ihm auch die umliegenden Dörfer am Herzen, deren Bewohner in großer Armut leben. Bei Abt Berno kommen die Menschen immer vor Richtlinien und Dogmen. Diese unorthodoxe Vorgehensweise macht ihm unter den Mächtigen nicht nur Freunde, sodass Berno auch mit allerhand Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Der moderne Leser braucht für „Die leeren Hände“ einiges an Durchhaltevermögen. So manche adjektivüberladene Figurenbeschreibung lässt die Geschichte teilweise etwas naiv wirken. Doch trotz mancher Mängel, kann es sich lohnen, sich die Geschichte zu Gemüte zu führen. Die Beschreibung des mittelalterlichen Klosterleben ist gerade durch das etwas langsamere Erzähltempo wohltuend ausgleichend zur hektischen Web-2.0-Welt. Vor allem aber erinnern Abt Bernos Demut, Hingabe und Geradlinigkeit an Werte, die heutzutage irgendwie aus der Mode geraten zu sein scheinen. Fazit: „Die leeren Hände“ hat zwar nicht unbedingt Bestseller-Potenzial, ist aber durchaus gewinnbringend zu lesen. Erhältlich bei: www.beuronerkunstverlag.de Susanne Opitz

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sites & seiten

Christlicher Glaube und wirtschaftliches Handeln: Dieses Thema geht nicht nur Unternehmer, Betriebswirte und Finanzexperten etwas an. In diesem Buch beschreibt die Theologin und Religionspädagogin Barbara Rauchwarter nicht nur biblisch ökonomische Spielregeln. Es geht um mehr. Die Autorin setzt sich mit den Absichten Gottes hinter den von ihm gesetzten Maßstäben auseinander. In dem gut zweihundert Seiten langen Werk sind umfassend die Richtlinien der Bibel zu ökonomischem Handeln herausgearbeitet. Als Grundlage dienen schwerpunktmäßig die Mose Bücher des Alten Testaments so wie die Evangelien des neuen Testaments, besonders die von Jesus erzählten Gleichnisse. Die Themen reichen von Verhaltensregeln wie dem Umgang mit Eigentum, Zinsen, Arbeit, Sozialrecht bis hin zu existenziellen Fragen wie Machtverhältnisse, Armut, Reichtum, Gerechtigkeit so wie das Wirken Gottes. Bei der Behandlung der einzelnen Themen kratzt die Autorin nicht nur an der Oberfläche, sondern gräbt in die Tiefe. Das kann für den ungeübten Leser abschnittsweise etwas mühsam sein, auch weil immer wieder theologische Fachbe-

griffe verwendet werden. Die Mühe lohnt sich jedoch, weil die tiefgründige Auseinandersetzung mit den mehr oder weniger bekannten Bibelstellen neue Einsichten gewährt und zum Nachdenken anregt. Zum Nachdenken einerseits darüber, wie Bibeltexte zu verstehen sind und andererseits darüber, ob Einstellung und Handeln, persönlich und in der Gesellschaft, damit übereinstimmen. Die Autorin lässt erkennen, dass Gott sich auf die Seite der Armen stellt. Sie fordert den Leser bzw. die Leserin heraus, sich auf die Wertmaßstäbe Gottes zu besinnen und macht deutlich, dass die Bibel klare Wege für positives Wirtschaften aufzeigt. Für dieses Buch wurde Barbara Rauchwarter mit dem von der Industriellenvereinigung initiierten WER-Preis ausgezeichnet. Es ist im evang-Shop www.evang.at/buecher/buchkatalog/ erhältlich. 

Clemens Kolb

Lincoln Oscarnominierte Charakterstudie „[…] Ich habe für mich beschlossen, dass ich keine Ruhe geben werde, bis ich die Abschaffung des Sklavenhandels durchgesetzt habe.“ Wir schreiben das Jahr 1789 und im britischen Parlament bringt ein junger Abgeordneter ein unerhörtes Anliegen vor: Er fordert das Ende der Sklaverei. Sein Name ist William Wilberforce und er wird einen Großteil seiner politischen Karriere dem Kampf gegen den Sklavenhandel widmen. Zurück ins Jahr 2012: Im HänsslerVerlag ist eine nicht ganz neue Biographie über Wilberforce erschienen – nicht ganz neu, weil sie schon 2007 in den USA erschien, jetzt aber erst auf Deutsch übersetzt wurde. Verfasst hat sie Eric Metaxas, der vor kurzem durch eine BestsellerBiographie über Dietrich Bonhoeffer bekannt wurde. In lebendiger Sprache schildert Metaxas Wilberforce’ Weg in die Politik, seine Hinwendung zum Christentum und schließlich seinen leidenschaftlichen Kampf gegen den Sklavenhandel.

Zahlreiche Tagebuchausschnitte und Briefzitate geben dabei Einblick in seine Gedanken. Dabei ist es faszinierend zu sehen, wie Wilberforce sein Ziel beharrlich verfolgt – auch wenn er 20 Jahre braucht, bis sein Antrag endlich angenommen wird. Mutmachend ist es zu lesen, dass politischer Aktivismus durchaus etwas bewirken kann und herausfordernd, die Art und Weise, wie Wilberforce seinen Glauben praktisch lebt. Metaxas’ Biographie zeichnet sich durch genaue Recherche aus und besticht nicht zuletzt durch eine sehr lebendige Charakterzeichnung. Irritierend wirken manchmal die allzu enthusiastischen Lobeshymnen auf Wilberforce’ rednerische und charakterliche Qualitäten, die im Amerikanischen normal sein mögen, in der deutsche Übersetzung aber etwas übertrieben klingen. Wilberforce’ Leben ist auch so beeindruckend genug, und Metaxas gießt es in eine sorgfältige und spannende Biographie. Fazit: Lesen und sich inspirieren lassen.  Susi Opitz


jg#205 : 2013

ej burg finstergrün > Des Finsterlings Fünf-Freuden-Fibel Jedes Jahr zum Jahreswechsel wünscht sich der Finsterling fünf Sachen für die neue Saison. Da er aber immer noch an Heinzelmännchen glaubt und diese Wunschliste deshalb nur irgendwo versteckt auf der Burg aufhängt, haben wir sie dieses Jahr erstmals für euch hier abgedruckt:

4 Elemente – 1 Zauber! (I und II) 7. bis 13. Juli 2013 und 14. bis 20. Juli 2013

mosphäre! Lisbeth Bednar-Brandt und ihr Team erkunden mit euch die Attraktionen der Feuer – Wasser – Burg und der Umgebung. Erde – Luft – Gru selspaß! Zur gleichen Zeit unser Ich wünsche mir, … Jugendcamp für alle ab 13: Wir suchen Mitspieler – für … dass ic h b e i de S ommer dich gibt es eine passende Fir t o ll e n freizeit „ 4 E lem gur in unserem burgigen Rolda s 5 . E en te“ lemen t sein ka n …dass möglichst lenspiel, jede Menge Spaß und n! viele Fa milien Action. Vormittags bieten wir auf mit großen un d kle inen Wunsch begleitete Lernzeit an. Kin dern gemeins

am die Burg im Sommer erleb en. pro Person ab 7 Jahren €205,--/ …dass sich wieder pro Kind 4-6 Jahre €180,-- pro Teil­ so viele emsig e HelferI nn en um meine nehmer*in des Jugendcamps €250,-… da s s es liebste Burg kümm Klettergarten €12,-ern. Burg w ieder e in w il fest Ausstattung: Stockbetten, WCs auf mich g ibt, d un die P b e i d es den Gängen, Duschen in zentralen a rtyg bemerk t em ic u äste h Waschräumen, 3 beheizbare Trakte, 1 misc n ter h en k unbeheizbarer Trakt (Turm); sämtliche a nn! … dass d Bettwäsche ist vorhanden, Handtücher ie Wa bald sa n musst du mitbringen. iert w er schräume I ch bin schließli den. Info & Anmeldung: www.sofrei.at ch mit ein G eis t mit W tlerw eile eltruf!

:- )

Feuer, Wasser, Luft und Erde – die vier Elemente der Natur – finden sich auch auf Burg Finstergrün. Kannst Du sie beherrschen? Möchtest Du Bewohner*in der Wasserstämme, des Erdkönigreichs, der Feuernation oder doch lieber ein/-e Luftnomade/in werden? In dieser Woche begleitet Dich unser Team mit Erlebnispädagogin Marianne. Entdeckt gemeinsam die Burg und die herrliche Natur des Lungaus. Der Klettergarten, das Silber-

Wir machen die Burg fit!

Aufbaulager vom 26. bis 28. April

Sommererlebnistage 4. bis 9. August 2013

bergwerk mit Hochofen, sommerliche Abende am Lagerfeuer, eine spukfreie Zone in der Burg und die Gemeinschaft mit den anderen „Fürst*innen der Elemente“ erwarten dich. Frühbucherbonus bis Ende März: €10,–/Informationsveranstaltung im Juni 2013/Wien. Beide Termine als 2 wöchiger Aufenthalt (13 Nächte) buchbar. Altersgruppe: 8 bis 13 Jährige Kosten: €320,-- (6 Nächte Vollpension, Betreuung, Programm und Ausflüge, exkl. An- und Abreise) Frühbucherbonus bis Ende März €10,– Info & Anmeldung: www.sofrei.at

Sommererlebnistage für Familien Eltern, Großeltern und Kinder von 0 bis 99 Jahre + Jugendcamp für alle ab 13 Der Salzburger Lungau ist eine ganz besondere Urlaubsregion. Man findet hier keine Ampeln und Fastfoodlokale, dafür die herrliche Natur, gute Luft und bestes Slowfood – natürlich auch in unserer Burgküche. Wir bieten euch noch

mehr in diesen Tagen auf Burg Finstergrün: Beinahe grenzenloses Austoben und Entdecken für die Kids, Familienspiele, Ausflüge und viel entspannte At-

Unterbringung und Verköstigung übernimmt der Finsterling!

Partyüberraschung Nach dem abgespacten Burgfest 2012 folgt… eine weitere Partyüberraschung vom 6. bis 8. September 2013 – stay alert! stay tuned!

Waschräume

Die Sanierung der Waschräume haben wir uns für die kommenden Jahre vorgenommen. Bei der gemeinsamen Planung vor Ort war der Finsterling natürlich mit dabei.

ej burg finstergrün hot‘n fresh

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ej h.b. > Steckbrief der Jugendleitung HB Ivo Friedberg Alter: 23 Warum Jugendarbeit: Damit Jugendliche die selben oder sogar besseren Möglichkeiten haben in und mit der Kirche zu wachsen wie ich sie hatte. Eine moderne und zukunftsorientierte Kirche muss für Jugendliche ein Platz sein um Erfahrungen zu sammeln und an Aufgaben zu wachsen. Meine persönlichen Erfahrungen zeigen aber auch, dass die Jugend eine starke Vertretung nach außen braucht, weil sie als schwächstes Glied leicht ignoriert oder übergangen wird. Was HB für mich ausmacht: Eigenverantwortliches Handeln und Realitätsnähe. Gelebtes Subsidiaritätsprinzip sowohl in der weltlichen Organisation als auch im geistlichen Verständnis sowie ständige Erneuerung. Ziele für diese Amtsperiode: Die aus verschiednen Gründen entstandenen bürokratischen Rückstände aufarbeiten und

über eine geregelte Förderungsvergabe die einzelnen HB Gemeinden in ihrer individuellen Jugendarbeit unterstützen. Zu erreichen unter: ej.hb@ejoe.at

Petra Schuster Alter: 22 Warum Jugendar­ beit: weil es immer wieder Freude macht, die unterschiedlichsten Persönlichkeiten kennenzulernen und zu erfahren was bei den „Jugendlichen“ zurzeit besonders aktuell ist Was HB für mich ausmacht: eine sehr starke Gemeinschaft in der Gemeinde, viele Freunde und viel Freude an der Arbeit Ziele für diese Amtsperiode: dass sich alle HB-Gemeinden in Wien im Speziellen und auch österreichweit besser kennenlernen und miteinander zusammenarbeiten können Zu erreichen unter: ej.hb@ejoe.at 0664/180 98 81 oder petra_schuster@gmx.net

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sich wieder alle um 10 Uhr in der WienWest Kirche getroffen. Nach dem Gottesdienst konnten wir unser Nachmittagsprogramm wählen, entweder Eislaufen in der Stadthalle, oder Bowling spielen in der Millennium City. Alle hatten einen sehr spaßigen Nachmittag und sind dann wieder gegen 17 Uhr in die Kirche zurück gefahren. Um 18 Uhr hat dann der von den KonfirmandInnen und Gästen gestalteter Gottesdienst mit einzigartiger Lichtshow begonnen. Anschließend wurden alle eingeladen hier Abend zu essen, es gab reichlich an Salaten und anderen Leckereien. Danach folgte für ein paar von uns leider schon der Abschied. Das Wochenende war sehr lustig und wir freuen uns alle schon sehr auf unsere Schweizreise im April! 

Am 26. Jänner fand im Gasthof Drobits der traditionelle Jugendball des Lesevereins der Reformierten Jugend Oberwart statt. Die Eröffnungsworte sprachen Pfarrer Mag. Gúthy László auf Ungarisch und der Kurator Dr. Werner Gangoly auf Deutsch. Für die gute Stimmung und musikalische Unterhaltung des Abends sorgte das „Duo Stardust“. Viele nützten die Gelegenheit um das Tanzbein zu schwingen. Wie jedes Jahr beehrten auch heuer wieder einige Mitglieder der Gemeindevertretung den Ball. An der Spitze der neu gewählte Bürgermeister Georg Rosner mit Gemahlin, der Vizebürgermeister Dietmar Misik und der ehemalige Bürgermeister Gerhard Pongracz. Reißenden Absatz fanden auch die Tombola-Lose. Obwohl der Ball weniger besucht war als in den Jahren zuvor, kann man trotzdem von einer gelungenen Veranstaltung sprechen, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte und dem tanzfreudigen Publikum sichtlich Freude bereitete. 

Isabella Artner

J1 – fit4fun Sommerfreizeit der EJ HB auf Burg Finstergrün

Konfiwochenende von H.B. Wien Süd/Wien West Am Freitag den 11. Jänner 2013 sind die 30 Schweizer aus Trogen/Appenzell in Wien angekommen und zu uns in die Evangelische H.B Wien-Süd Kirche gefahren. Nach dem Kennenlernen war der Samstag war voll ausgeplant. Wir besuchten „Dialog im Dunkeln“. In einem komplett dunklen überdimensionalen Raum wurden wir von einem Blinden herumgeführt und konnten verschiedenste Eindrücke wahrnehmen, ohne etwas zu sehen. Wir haben zum Beispiel Dinge ertastet, sind über eine Straße gegangen und haben sogar bei einer Bar etwas zum Trinken bestellt. Im weiteren Verlauf des Tages haben sich alle in der Gemeinde H.B. Wien-West gesammelt wo dann ein Teil der Gruppe Gipsmasken gemacht hat und ein anderer Teil hat die Sprechrollen für den Gottesdienst am Sonntag geübt hat. Währenddessen wurde in der Kirche eine Lichtshow aufgebaut. Am Sonntag haben

Reformierter Jugendball 2013

Petra Schuster

7. bis 20. Juli (auch nur einwöchig buchbar) Ab 12 Jahren, 2 Wochen Ferienvergnügen mit Spass und Action Preis: 450,– (exkl. An- & Abreise – für 2 Wochen) Freizeitleitung: Elisabeth Antretter TeilnehmerInnen max.: 26 Weitere Info & Anmeldung: www.sofrei.at/fuer-jugend/j1-fit4fun.html


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ej salzburg-tirol > news

… der ejst nn Der DJR wählte Oliver Binder in seiner Sitzung am 02.03.2013 für weitere sechs Jahre als Diözesanjugendreferenten der ejst.

Tirol

j-motion

angesagt

„j-motion“ belebt dich

Schönheit entdecken im Sein, im Tun, im Lassen

Nach dem heißen Start 2012 geht das Festival-Camp der ejst in die zweite Runde: 2013 dreitägig (!) unter dem Motto „j-motion 2013 – belebt“

deine Augen sind wie Taubenaugen. Siehe, mein Freund, du bist schön und lieblich.



nn Leo Küllenberg, David Minatti (beide Ibk-Auf) und Philipp Kapferer (Ibk-Chr) erhielten bei dieser Gelegenheit das Zertifikat „frei.willig“. Wir gratulieren.

Salzburg nn Trotz der finanziellen Turbulenzen des Landes Salzburg bleibt der Etat des Landesjugendbeirates und damit auch die Subventionshöhe an die ejst davon unberührt. 2012 hatte die ejst vom Land Salzburg ca. € 11.100,– an Subventionen erhalten. Davon wurden ca. € 3.300,– als Förderungen an die Salzburger Gemeinden weitergegeben.

Hohelied Salomos 1, 15+16a

„Miteinander reden und lachen, sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen, zusammen schöne Bücher lesen, sich necken,

Belebt Jugendliche aus allen Teilen des Landes; Konzert, Dancefloor, jede Menge Musik, herausfordernde Workshops, Kino, ActionGames (Skatepark, Go-Kart, Beachvolleyballturnier),  fun im Schwimmbad, christliche Impulse und ein belebendes „sit in“, Lagerfeuer und die 1001 übrigen Möglichkeiten des Geländes… Sieh’s dir genauer an unter:

Beteiligt

dabei aber auch einander Achtung erweisen, mitunter sich auch streiten – ohne Hass, wie man es auch mit sich tut, manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen und damit die Eintracht würzen, einander belehren und voneinander lernen, die Abwesenden schmerzlich vermissen

Du kannst dich aktiv einbringen und das Ganze mitgestalten! Unterstützt wirst du dabei vor Ort von einem großen Team (staff und support).

die aus dem Herzen kommen,

Facts

und tausend freundlichen Gesten,

28. bis 30. Juni 2013; Salzburg „Insel Haus der Jugend“: www.inselsalzburg.at; Teilnehmen: 14 bis 17 Jahre. Mitmachen: 18+ als support Preise: VVK: 49,–, ab 22.05.: 59,–, vor Ort: 69,–, Tageskarten: 30,– die Seiten der EJ Salzburg-Tirol werden gefördert durch:

du bist schön; schön bist du,

nn Anne Stieger (Reutte) und Silvia Zimmermann (Kitzbühel) wurden am 22.02.2013 bei einer Feierstunde im Rahmen des Projektes „Glanzlicht“ von Jugendlandesrätin Patrizia ZollerFrischauf für ihr ehrenamtliches Engagement im Rahmen der ejst gewürdigt. Wir gratulieren.

nn Ehrenamtlich Tätige haben die Möglichkeit, sich ihr Engagement vom Land Tirol zertifizieren zu lassen. Voraussetzung: 150 h ehrenamtlicher Tätigkeit + 30 h Nachweis bestätigter Fort-/ Weiterbildungen. Infos Land Tirol: www.tirol.gv.at Stichwort: „Glanzleistung“ oder „frei.willig“

Siehe, meine Freundin,

und die Ankommenden freudig begrüßen – lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe, sich äußern in Miene, Wort und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen, so dass aus Vielheit Einheit wird.“ aus: Augustinus; Bekenntnisse 4,8,13; 397 nach Christus

www.j-motion.at Hier findest du eine coole Foto-Show, News, das Programm und vieles mehr. Und du kannst dich (und deine FreundInnen) auch gleich online anmelden.

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Mein kleines Stück Europa …und wie mir meine Erfahrung in der ej dabei geholfen hat.

D

ort wo Demokratie gelebt wird, beim Model European Par-

Europa bedeutet.

liament (MEP) wie auch in den Gremien der ej, kann man

Ich habe Europa so von einer ganz anderen Seite kennenler-

als junger Mensch viel lernen. Die Erfahrungen aus der ej und

nen dürfen. Länder sind für mich nun nicht mehr nur Flecken

die im Vergleich dazu kurze Zeit, die ich als Abgeordnete ver-

auf der Landkarte, Bauwerke und Urlaubserinnerungen, son-

bracht habe, sind mir als sehr intensiv, interessant und lehrreich

dern mit Gesichtern verbunden. Wenn ich an Tschechien denke,

in Erinnerung.

fällt mir Ana ein, bei Schweden Rikard, bei Belgien Camiel und

Das MEP soll Jugendliche mit den Abläufen im Europäischen

bei Spanien Miguel.

Parlament vertraut machen und die Möglichkeit geben, mit an-

Gleichzeitig bin ich an den Herausforderungen gewachsen.

deren interessierten Jugendlichen aus EU-Ländern Kontakte zu

Nie zuvor habe ich eine Rede vor 200 Menschen gehalten, noch

knüpfen. Voraussetzungen dafür sind die Bereitschaft, sich auf

dazu auf Englisch. Niemals zuvor haben mir so viele junge Men-

neue Standpunkte einzulassen und sehr gute Englischkennt-

schen zugehört und mit mir argumentiert. Ich habe mich aber

nisse, da die Sitzungen vollständig auf Englisch gehalten werden.

auch nie zuvor so intensiv mit mir selbst beschäftigt.

Nach einer nationalen Qualifikation war ich Abgeordnete

Ich hatte auch die Gelegenheit die Institutionen der EU zu be-

Österreichs zum MEP in Madrid (November 2012) wo ich mich

suchen, nachdem ich mich bei der Aktion „Du und die EU“ be-

im „Committee on Environment, Public Health and Food Safety“

worben hatte und von der Österreichischen Abgeordnete zum

mit dem Thema Biodiversität beschäftigte. Danach wurde ich

Europäischen Parlament Karin Kadenbach zu einer Reise nach

eingeladen im Jänner 2013 zur Nationalen Sitzung in Graz zu

Brüssel eingeladen wurde. Und so konnte ich einen Blick in die

kommen um als Präsident das „Committee on Economic and

Glaspaläste und Bürogebäude erhaschen und direkt mit Beam-

Monetary Affairs“ zu leiten. Ich war für die Resolution und die

ten und Politikern reden über deren Arbeit in den nationalen Me-

Leitung der Sitzungen verantwortlich.

dien nur geschimpft wird.

So fiel es mir leicht, mich in den „Committee Meetings“ aktiv

Ich hoffe auch in Zukunft aktiv an der Gestaltung eines fried-

und produktiv an den Diskussionen zu beteiligen und ich schaffte

lichen Europas mitwirken zu können und werde in nächster Zeit

es als „Committee President“, die Diskussionen fair zu leiten und

auch als Präsident des MEP weiter in diesem kleinen Projekt

die Abgeordneten zu einem Konsensus zu führen, was auch das

dazu beitragen.

Ziel der „Committees“ ist. Es ist natürlich ein Vorteil, gruppendy-

Ich kann nur alle dazu ermutigen, Möglichkeiten zu ergreifen

namische Prozesse zu verstehen, das nötige Durchsetzungsver-

und an neuen Aufgaben zu wachsen, dann erreicht man manch-

mögen zu haben und dabei objektiv zu bleiben. Auf den diversen Sitzungen habe ich Jugendliche aus Öster-

mal sogar mehr als man selbst für möglich gehalten hätte. 

Hannah Niese, 18 Jahre, Salzburg-Süd

reich und ganz Europa kennengelernt, die motiviert und interessiert sind. Wir Jugendlichen waren dort, weil unsere Stimmen gehört werden sollen, weil wir ein Teil von Europa sind und gemeinsam etwas ändern wollen. Die verabschiedeten Resolutionen werden an die Institutionen der EU geschickt. Ob sie dort gelesen werden, weiß ich nicht, aber das Wichtigste ist, dass wir – die Jugend – die Möglichkeit haben, Demokratie direkt auszuprobieren und zu lernen, was sie für einen so diversen Kontinent wie

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Ganz SCHÖN engagiert Hannah Niese und Rafaela Schindlegger reflektieren unterschiedliche Möglichkeiten couragierten Engagements und regen zur Nachahmung an: Im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) bzw. auf europäischer Ebene. Beide sind beide Mitarbeiterinnen der EJ.


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What a beautiful world? W

ow! Es ist wirklich unglaublich, dass die Hälfte meines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) in Linz jetzt schon vor-

bei ist. Seit September 2012 arbeite ich im psychosozialen Wohnheim (PSWB) des Sozialvereins B 37. Dieses Wohnheim ist für volljährige, wohnungslose Männer und Frauen mit psychiatrischen Diagnosen (auch Mehrfachdiagnosen) oder psychosozialen Auffälligkeiten. Das heißt, dass unsere Klienten psychische Krankheiten haben. Die ca. 130 Personen, die unbefristet im Wohnheim ein Einzel-, Doppel- oder Mehrbettzimmer bewohnen dürfen, leiden hauptsächlich an Alkoholismus und Schizophrenie. Die Angestellten bieten ein niederschwelliges Angebot an sozialtherapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen, Basisversorgung, Motivationsarbeit, Beratung und Betreuung. Begonnen hat mein FSJ im Juni mit einem Schnuppertag. Von Anfang an genoss ich die gute Atmosphäre im Team und war mir trotz meiner Überforderung im Umgang mit dem Klientel sicher, dass ich mein Jahr dort absolvieren will. Zur Vorbereitung auf dieses Jahr nahmen alle FSJler aus Österreich an einem einwöchigen Seminar in Linz teil. Dort lernte ich meine WG-Kolleginnen kennen. Mit Katja und Jasmin teile ich mir eine geräumige Wohnung, die uns der Verein zur Verfügung stellt. Während Jasmin mit mir arbeitet, ist Katja im Übergangswohnheim tätig. Ich bin sehr dankbar für den Rückhalt und die Kraft, die wir drei uns gegenseitig geben können. Denn unser derzeitiges Leben bietet viele Herausforderungen, ist anspruchsvoll und manchmal überfordernd. Für mich war es vor allem wichtig, Vorurteile, von denen ich nicht wusste, dass ich sie hatte, über Bord zu werfen. Es gibt nicht den typischen „Sandler“. Ich erkannte, dass sie Menschen sind, die durch irgendwelche Umstände aus der Bahn geworfen wurden und denen die Kraft fehlt, einen neuen Weg einzuschlagen. Daran sollte jeder von uns denken, bevor wir über jemanden urteilen, der u.a. mit Parkautomaten diskutiert. Dieser alltägliche Wahnsinn half mir dabei, mein Bild von einem Obdachlosen schnell umzuwerfen. Leider sind unsere Bewohner oft ziemlich „kaputt“ und hoffnungslos. Sie suchen Trost in Alkohol und anderen Drogen. Einige würden alles für ein weiteres Bier tun. Sie sind häufig nicht dazu in der Lage, an etwas anderes

zu denken. Deshalb bekommen manche Bewohner nur ein paar Euros am Tag, zur eigenen Sicherheit. Jeder Bewohner darf zwei Biere ins Wohnheim mitnehmen. Wein und härtere Getränke sind verboten. Bis zu einer Grenze von zwei Promille dürfen die Bewohner ihr Zimmer betreten. Bei einer Überschreitung einer Regel erfolgt ein Hausverbot, das von einigen Stunden bis lebenslänglich dauern kann. Meine Hauptaufgaben sind die Essensausgabe beim Mittagund Abendessen, Einkäufe für und mit den Bewohnern, Telefondienst, Freizeitgestaltung, Hol- und Bringdienste, Begleitung zu Ämtern und Ärzten und die Teilnahme an Teambesprechungen. Außerdem helfe ich bei Hygienemaßnahmen, wie z.B. beim Aufräumen von Bewohnerzimmer, da einige Klienten auch dabei Unterstützung benötigen. Wenn weniger Arbeit anfällt, bin ich Zuhörer und für meine Klienten da. Ich werde oft mit Situationen konfrontiert, die sehr verstörend sind. Inzwischen ist es für mich fast alltäglich geworden, dass Bewohner lautstark mit ihren Stimmen im Kopf streiten und ich beruhigend auf sie einwirke. Doch selbst jetzt fällt es mir noch schwer, alkoholisierte Personen zurechtzuweisen. Aber genau dieser Ausnahmezustand macht dieses FSJ so aufregend und interessant. Meine bisherige Zeit im B 37 hat mir bestätigt, dass ich unbedingt im Sozialbereich arbeiten möchte. Ich wurde von den Mitarbeiten, sowie von den Klienten herzlich aufgenommen. Bei Schwierigkeiten und Problemen werde ich immer unterstützt. Ich bin dankbar, für alle Erfahrungen, die ich während dieses Jahres gemacht habe und noch machen werde. Ich hätte mir niemals erwartet, dass mir Menschen, die nur noch so wenig haben, so viel geben können. Wo man sich mit Achtung begegnet, ist auch die Welt im Obdachlosenheim schön. 

Rafaela Schindlegger, 20 Jahre, Dorfgastein, derzeit Linz

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ej kärnten-osttirol > Ansichtssache Schönheit… Was ist eigentlich schön? Was ist hässlich? 16 junge Mitarbeiter/

Elena (Villach Nord): Was ich hässlich finde? Hässlichkeit

innen aus sieben Gemeinden in Kärnten und Osttirol haben sich

kann man auf Schönheit oder auf den Charakter beziehen. Aber

das fragen lassen – so ganz allgemein, aber dann auch mit dem

auch auf andere Sachen, wie z.B. Mobbing, was ich persönlich

Focus auf ihre Mitarbeit in der Konfi-Arbeit.

sehr hässlich finde! Die Schönheit eines Menschen selbst kann

Was ist das Schönste an der Konfi-Arbeit? Warum lohnt sie

bzw. sollte man auch nicht als hässlich bezeichnen. immerhin

sich? Was würden sie sich von ihren Gemeinden wünschen, auf

hat doch jede/r einen anderen Geschmack, was dies anbelangt!

dass es noch schöner, himmlischer wird…

Doch einen Charakter kann man durchaus als hässlich bezeichnen. Menschen, die falsch und hinterlistig sind, die immer

jg: Was bedeutet euch Schönheit? Was findet ihr schön?

nur an sich denken und keine Rücksicht auf andere nehmen, die

Silvio (Lienz): Schönheit bedeutet, auf den Charakter zu

das Vertrauen anderer ausnützen... So etwas finde ich hässlich!

schauen und nicht nur auf das Aussehen zu achten. Was ich

Nina (Feffernitz): Bei dem Wort „hässlich“ denke ich z.B. an

schön finde, ist der Charakter einiger Menschen, der einfach

die Mode. Aber nicht jede/r hat denselben Geschmack bei Mode.

ganz anders ist wie bei anderen und darum auch wieder was Ein-

Manche finden Dinge schön, andere finden sie hässlich.

zigartiges darstellt. Nadine (Treßdorf): Schönheit bedeutet für mich: die inneren

Generell möchte ich festhalten: Ich persönlich hasse das Wort „hässlich“, weil das Wort mit Vorurteilen verbunden ist.

Werte, Charakter, Lächeln; und erst zum Schluss kommt das Aussehen. Auch wenn viele Menschen das sagen, aber es nicht ernst

jg: Zurück zu den schönen Dingen im Leben: Was sind die

meinen, denn sie schauen zuerst auf die Figur und dann kommt

schönsten Momente während der Konfi-Zeit?

der Rest.

Johannes (Hermagor): Schöne Momente sind einfach die, wo

Was ich schön finde ist das Lächeln eines Menschen, der Cha-

sich die Konfis kennenlernen und sich befreunden. Aber die bes-

rakter und wenn ein Mensch so mutig ist, dir so viel Vertrauen

ten und schönsten Momente sind dann, wenn sie sich unterein-

schenkt und vor dir eine Träne fließen lässt.

ander helfen. Auf der Freizeit zum Beispiel, auf der ich Mitarbei-

jg: Was findet ihr hässlich?

eine Sehbehinderung hat. Das war für mich persönlich mein

Ulli (Lienz): Wenn ich das Wort ‚hässlich‘ höre denke ich au-

TOP-Moment und ich muss sagen, dass dieser Junge einen riesi-

tomatisch an Mode, bzw. was In und was Out ist. Aber ich finde,

gen Respekt von mir bekommt!!

jede/r kann selbst entscheiden, welchem Style man sich an-

Daniel (Villach Nord): Abgesehen von der Konfi-Freizeit auf

schließt. Es ist sehr cool, wenn man seinen Geschmack mit vol-

dem Rojachhof, wo man auch noch mit anderen Konfis arbeitet,

lem Einsatz vertreten kann! Was mir persönlich nicht so gefällt,

was mir wirklich gut gefallen hat, wo ich einige schöne Momente

sind Pelzbekleidungen aus Tieren.

erlebt habe, finde ich am besten die Momente, wenn wir gemein-

ter war, hat ein Konfi auf einen anderen aufgepasst, weil dieser

Doch neben der Mode kann man auch den Charaktertyp als

sam etwas ausarbeiten oder bereden und die Konfirmand/In-

hässlich bezeichnen. Aber wie man ist und was man tut, muss je-

nen (mehrere oder einzelne), sich mit Ideen einbringen, in das

der Mensch für sich selbst verantworten!

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ej kärnten-osttirol

eine alte Socke … warum es sich trotzdem lohnt…


jg#205 : 2013

Thema einfühlen und sich mit ganzem Herzen an der Aufgabe beteiligen. jg: Schönes in der Konfi – Arbeit… Ist das der Grund für euer Engagement, das ja für einige von euch mit einem hohen Zeitaufwand einhergeht, oder gibt es andere Gründe, warum ihr euch in der Konfi-Arbeit einbringt? Alex (Villach Nord): Ich engagiere mich weil es mir riesigen Spaß macht, mit Konfis zu arbeiten, und weil ich glaube, dass nicht nur die Konfis was lernen können, sondern auch die Mitarbeiter/innen. Janine (Feffernitz): Weil es uns riesengroßen Spaß macht, mit den Teenies zu arbeiten, und man dabei auch selbst noch viel

ganz SCHÖN kreativ

dazu lernen kann.

Alex (Treßdorf): Klar haben wir auch einen Nutzen! Bei jeder

Lisa (Villach Nord): Einer der Gründe, warum ich mich für die

Konfi-Freizeit lernt man etwas Neues. Es sind so tolle neue Erfah-

Konfi-Arbeit engagiere, ist, dass es großen Spaß macht! Weite-

rungen, die man wo anders nicht so schnell macht. Sei es der Um-

res ist es einfach schön, wenn man merkt, dass man anderen et-

gang mit Menschen oder die Beziehung zu Gott.

was vermitteln kann und ihnen zeigen kann, dass man sich für

Stefan (Lienz): Auf der einen Seite ist es mir wichtig, dass die

die Kirche nicht „schämen“ muss. Die Arbeit mit Jüngeren und

Jugend etwas „fürs Leben“ mit nach Hause nimmt: zum Beispiel

Gleichaltrigen ist sehr aufregend, und man kann immer etwas

Toleranz, Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit, Wertschätzung ge-

dazulernen.

genüber anderen etc. Der christliche Glaube unterstützt uns,

Obwohl es ein hoher Zeitaufwand ist, auch in den regulären

diese Fähigkeiten zu erlernen. Das gelingt gut in der Gemein-

Stunden mitzuarbeiten, freut es mich immer wieder aufs Neue,

schaft – und ich merke in dieser Gemeinschaft: Auch ich selbst

weil man mit den Konfirmand/innen einen riesengroßen Spaß

kann für mich immer noch was dazu lernen.

haben kann – und mit den anderen Mitarbeiter/innen, mit denen ich gerne zusammen bin. Alles in allem ist es alle Zeit wert, da man selber viel fürs Leben mitnehmen kann und es einen einfach immer wieder fröhlich macht, auch wenn es manchmal anstrengend ist.

jg: Also: Viel Schönes, Gutes… Sind daneben noch Wünsche offen? Wenn ihr euch von euren Pfarrgemeinden etwas wünschen könntet, was wäre das, was wäre schön? Marina (Lienz): Ich finde es schade, dass die schöne Zeit bei den Konfi-Freizeiten immer zu schnell vorbei ist. Ich würde mir wünschen, öfters im Jahr so schöne Tage zu erleben, denn all die tollen Erlebnisse bleiben gut in Erinnerung. Markus (Villach Nord): An unsere Gemeinde habe ich kaum Wünsche. Wir haben einen Jugendkreis, einen Gemeindejugendrat und obendrein gute Mitarbeiter/innen. Aber ich wünsche mir, dass wir als Gemeinde darauf achten, dass andere – vor

Johannes und Silvio – 2 Mitarbeiter, die wissen, was sie schön finden!

jg: Die Pfarrgemeinde – vor allem die Konfis – profitieren von

allem die neuen Konfis – sich schnell bei uns wohl fühlen können und dazu gehören. Verena (Hermagor): Ich wünsche mir, dass die Gemeinden of-

eurem Einsatz. Aber es klingt schon durch, dass auch ihr selbst

fener und zugänglicher werden, dass mehr Menschen gerne in

einen Nutzen habt. Wie schaut der für euch persönlich aus? Was

die Kirche gehen und Jesus dadurch besser kennenlernen.

bringt die Konfi - Arbeit euch?

Dass die Pfarrgemeinden mehr Jugend ansprechen und die

Anna (Lienz): Wir als junge Mitarbeiter/innen haben natürlich

Jugend viel mehr mit einbeziehen in Gottesdienste und in an-

auch einen Nutzen: Wir haben total großen Spaß bei der Sache

dere Bereiche.

und bauen Freundschaften auf!

Weniger schön auf einer Konfi-Freizeit: der Abschied…

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jg#205 : 2013

ej niederösterreich > rückblick

Alles bleibt anders Das Jahr 2012 war für die EJNÖ ein Jahr der Veränderungen. Erstmals absolviert mit Michael Simmer ein Pfarramtskandi­ dat sein Ausbildungsjahr auf der Jugendpfarrstelle in NÖ. Dank diözesaner Unterstützung konnte zudem eine geringfügige Jugendsekretärsstelle geschaffen und mit Daniel Wailzer besetzt werden. In vielen sehr intensiven Sitzungen, Gesprächen, auch in der DJL-Klausur, wurden daher Aufgaben neu verteilt, bestehende Gewohnheiten hinterfragt und neue Lösungsansätze erarbeitet. Sehr beansprucht haben uns 2012 die Verwendung der Bundesjugendfördermittel und die Veränderung unserer Medienauftritte. Dies betraf vor allem unseren Einstieg in die JG, die Überarbeitung des Webauftritts, zudem gibt uns nun auch im sozialen Netzwerk. Schaut bitte mal rein facebook.com/ejnoe! Schon länger bestand der Wunsch den Kontakt zu den Gemeinden zu intensivieren. Stark dazu beigetragen hat die Möglichkeit für die DJL den Nachmittag beim Pfarrer- u. Kuratoren-

tag zu gestalten. Neben all diesen Arbeiten im Hintergrund haben wir versucht unsere Veranstaltungen in gewohnter Qualität weiter anzubieten. Die Sportturniere fanden dieses Jahr in der Sporthalle Herzogenburg statt. Das Fußballturnier gewann im März ein Team aus Purkersdorf, auch beim Volleyballturnier im November war ein Team aus dieser Gemeinde erfolgreich. Anfang September starteten wir mit dem Referenten Stefan Grauwald unter dem Titel „outdoor on the top – erleben und weitergeben“ das Experiment einer Mitarbeiterschulung auf einer Berghütte. Bei herrlichem Spätsommerwetter konnten die TeilnehmerInnen neue Spiele im Naturpark Dürre Wand ausprobieren. Es gab die Möglichkeit für junge MitarbeiterInnen in geschütztem Rahmen in die Leiterrolle zu schlüpfen und Feedback zu erhalten. Besonders vermittelt wurde das Wissen über das Erkennen und Reagieren auf Phasen in der Gruppenbildung.  Klaus Brodbeck

Who is who in der EJ NÖ. Mein Name ist Judith Schrödl, ich bin seit Herbst 2012 Mitglied der DJL. Ich komme aus Wiener Neustadt und bin 27 Jahre alt. Meine Karriere in der Jugendarbeit habe ich mit 16 Jahren als Mitarbeiterin auf Ferienlagern begonnen. Seit fünf Jahren engagiere ich mich in meiner eigenen Pfarrgemeinde in Wiener Neustadt in der Jugendarbeit. Begonnen hat alles mit der Konfirmandenarbeit, jetzt beschäftige ich mich vor allem mit Judith Schrödl Jugendlichen ab 15 Jahren. Dabei bin ich sehr bemüht, Jugendliche für Gott und die Kirche zu begeistern und ihnen zu vermitteln, wie man Freizeit sinnvoll und gleichzeitig unterhaltsam gestalten kann. 2009 wurde ich von meiner Gemeinde in den DJR entsandt und konnte meine ersten Erfahrungen in einem Gremium der EJ NÖ machen. 2012 entschloss ich mich spontan für einen Platz in der DJL zu kandidieren. Ein großes Plus

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hot‘n ej niederösterreich fresh

bei dieser Arbeit ist das tolle Team, dessen Teil ich sein darf. Highlights in meiner Zeit in der DJL waren bis jetzt unsere Klausur, die Mitarbeiterschulung auf der Dürren Wand und das Volleyballturnier im November. Im April 2012 habe ich außerdem mein Studium der Politikwissenschaft abgeschlossen und mich entschlossen ein weiteres Studium an der Pädagogischen Hochschule NÖ zu beginnen. Seit Oktober studiere ich dort Lehramt für die Fächer Englisch und Geschichte. Ich möchte gerne als drittes Fach evangelische Religion belegen. In meiner Freizeit lese ich viel, mache Musik und arbeite ehrenamtlich für die Burg Finstergrün. Jugendarbeit sind wichtige Bestandteile meines Lebens, die mir große Freude bereiten und es mir ermöglichen, immer wieder neue Leute kennenzulernen und viele neue Erfahrungen zu machen.

update

Wegen Umbau geöffnet

Viele von euch aus der Diözese Niederösterreich, und wahrscheinlich auch darüber hinaus, erinnern sich noch an den Begriff „Baustelle“. Damit war damals nicht der Zustand der EJNÖ gemeint, sondern die Neuigkeiten aus Niederösterreich. Die „Baustelle“ ist nun seit zwei Jahren auf Grund personeller Änderungen nicht mehr erschienen. Dafür ist die EJNÖ selbst zu einer Baustelle geworden, denn der freigewordene Posten von Jugendreferent Dieter Jaquemar konnte lange Zeit nicht nachbesetzt werden. Mit einer (teilweise) neuen DJL, einem neuen Menschen auf der Jugendpfarrerstelle und voller Elan soll nun aber wieder durchgestartet werden. „Neu“ ist in diesem Fall relativ zu sehen, denn die DJL ist schon seit einem Jahr und ich auf der Jugendpfarrerstelle schon seit September im Amt – dafür ist die Freude an unserer Arbeit immer wieder neu. In Zeiten von Internet und Facebook, Twitter und Flickr stellt sich vielleicht die Frage, wieso auch auf diesem scheinbar altmodischen Weg „Zeitung“ aus der EJNÖ berichtet wird. Aber die Frage beantwortet ihr schon selbst, wenn ihr diese Zeilen lest. Wer wissen will, was in der evangelischen Jugend in Österreich Sache ist und was wann läuft, schaut in die Junge Gemeinde. In unserer ersten „Ausgabe“ wagen wir einen Blick in die Vergangenheit und ein Ausblick auf die kommenden Monate mit einigen spannenden Veranstaltungen und Gelegenheiten, einander zu begegnen. Da wir die erste Ausgabe gleich mit einem Abschied verknüpfen müssen, kommt auch der scheidende DJL-Vorsitzende Marcus Hütter gleich einmal kräftig zu Wort. Wir alle wünschen dir, lieber Marcus, auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft, viel Freude beim Abschließen des Studiums der Theologie und Gottes Segen. Ich freu mich auf ein Wiederlesen, Euer Michael Simmer.


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An Bewährtes anknüpfen [Raum für] Neues schaffen Seit einigen Monaten nun – und das wird auch noch einige Zeit so weiter gehen – beschäftige ich mich mit der Frage, wie die DJL und ich gemeinsam die evangelische Jugendarbeit gestalten und verändern wollen. Dabei orientiere ich mich immer wieder an meinem (in)offiziellen Motto „An Bewährtes anknüpfen – [Raum für] Neues schaffen“. Dieser Leitspruch wird mich, sofern ich mich im Frühjahr der Wahl zum Jugendpfarrer stelle und gewählt werde, sicher noch weiter begleiten. Die ersten Versuche, ihn Wirklichkeit werden zu lassen sind schon passiert. Vor allem aber die kommenden Monate soll unser neue Profil sichtbar werden lassen – oder zumindest andeuten. Beim Bewährten knüpfen wir vor allem an die beiden Sportturniere an. Über das Volleyballturnier im Herbst hat Klaus schon berichtet, das Fußballturnier fand ziemlich genau zu dem Zeitpunkt statt, als die JG gerade in der Druckerei lag. Danke für eure Teilnahme und Begeisterung beim Spielen. Ganz neu planen wir in diesem Jahr das Begleitprogramm des nö. Kirchentages, auch Gustav-Adolf-Fest genannt, in

Termine 14.4. Tag der Diakonie 27.4. Konfi-Tag SÜD in Wr.Neustadt 18.–20.5. Pfingstlager Großschönau, Pfg. Tulln 30.5. NÖ Kirchentag, Korneuburg 31.5.–2.6. Outdoor-Wochenende am Ottensteiner Stausee, Pfg. Neunkirchen 14.–19.7. Sommer-Kinder-Freizeit auf der Burg Finstergrün, Pfg. Neunkirchen Weitere Infos unter bei der EJNÖ unter www.ejoe.at/ejnoe, www.facebook.com/ejnoe, m.simmer@ejoe.at oder 0699/18877 323 Druck gefördert mit finanzieller Unterstützung des Jugendreferates der NÖ Landesregierung

Korneuburg. Das Jugendprogramm findet parallel zur Festveranstaltung statt und beginnt mit einem Jugendgottesdienst zum Thema „Wir sind die lebendigen Steine“. Am Nachmittag könnt ihr beim Percussion-Workshop eurer Kreativität freien Lauf lassen, mit mir workshopen oder die AbenteurerInnen beim GeoCaching mit GPS-Geräten in euch wecken. Eine weitere große Veranstaltung, zu der ich ganz herzlich einladen möchte, ist der große ökumenische OpenAir-Jugendgottesdienst auf der Burg Perchtoldsdorf. Zu dem Gedanken „Gemeinsam bin ich stark“ feiern wir mit der katholischen Jugend aus Liesing, Mödling, Perchtoldsdorf und der evang. Gemeinde Mödling.

Und dann versuche ich euch natürlich weiter ganz persönlich über eure Gemeinde kennen zu lernen. Mit einigen durfte ich schon Zeit verbringen, vielleicht treffen genau wir uns demnächst im Konfi-Kurs, im Jugendclub oder einer eurer großen Gemeindeveranstaltungen. Da fällt mir natürlich gleich der Konfi-Tag der Gemeinden an der Südbahn, das Outdoor-Wochenende der Neunkirchner am Ottensteiner Stausee oder das Pfingstlager in Großschönau ein. Ich freu mich auf die gemeinsame Zeit! Michael Simmer

Sag zum Abschied… Als ich zum Vorsitzenden der EJ NÖ gewählt wurde, wurde mir klar: Dieser Gruppe von Menschen liegt die ehrenamtliche Arbeit für die evangelische Jugend am Herzen, und das hat sich in den letzten vier Jahren bestätigt. Vor allem der Umgang miteinander ist für mich entscheidend für das konstruktive Zusammenarbeiten und der Grund, warum ich immer stolz und froh war, diesem Team als Vorsitzender anzugehören. Jeder und jede brachte die eigenen Kompetenzen ein, gleichberechtigt und auf Augenhöhe wurde miteinander diskutiert und gemeinsam geplant im Wissen: Wir sitzen alle im selben Boot und verfolgen dasselbe Ziel! Was dieses Team wert ist, hat sich vor allem in der Zeit der Vakanz der einzigen hauptamtlichen Stelle der EJNÖ erwiesen. Die DJL musste sich überlegen, was als absolut notwendig anzusehen ist und wie diese Arbeit auf sieben Ehrenamt­ liche aufgeteilt werden kann. Wir unterstützten uns in dieser mühevollen Zeit gegenseitig und bewältigten diese Aufgabe – meines Erachtens mit Bravour. Ichz habe gelernt: Beim gemeinsamen Arbeiten und Schaffen geht es um die Menschen. In einem Team, in dem gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung herrscht, kann auch Neues und Gutes entstehen.

Glücklicherweise ist diese kraftraubende Zeit vorüber, und wir sind zuversichtlich, dass alles zum Guten gewendet hat. Mein Eindruck ist, dass auch gerade wegen der schweren Zeit neuer Wind in die EJNÖ gekommen ist und diese Erfahrung letztlich positiv war. Neben der mir zur Herzensangelegenheit gewordenen Teamarbeit bleiben mir auch die zahlreichen Veranstaltungen im Gedächtnis. Unzählige Begegnungen haben mich bereichert. Ich bedanke mich bei dem Diözesanen Jugendrat für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei Superintendent Paul Weiland, der stets ein offenes Ohr hatte und uns tatkräftig unterstützte. Nicht zuletzt möchte ich mich in aller Form bei meinem Stellvertreter Klaus Brodbeck bedanken. Klaus ist mit seinem gewissenvollen und weitblickenden Vorgehen nicht nur so etwas wie die Lebensversicherung der Jugendleitung schlechthin, auch seine kritische und zugleich kreative Art brachte die Jugend die letzten Jahre voran. Zum Schluss bleibt mir nur noch mit einem weinenden und einem fröhlichen Auge alles Gute für die Zukunft zu wünschen, Gottes reichen Segen und viele tolle und neue Erfahrungen in, mit und für die evangelische Jugend Niederösterreichs. Marcus Hütter

ej niederösterreich

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Bildungsangebote der EJ alle aktuellen Bildungstermine der EJ unter: http://www.ejoe.at/ej-bildung.html Volltreffer für Kinder (Seminar)

Beide Seminare können einzeln oder zusammen

Schreibwerkstatt

Volltreffer für Jugendliche (Seminar)

besucht werden. Dazu bieten wir bieten eine ein-

Inhalte u.a.:

fache

nn Die 10 Grundregeln des Schreibens

Übernachtungsmöglichkeit

(Schlafsack,

Inhalte u.a.:

Iso-Matte) mit Abendessen und Frühstück an.

nn Wie bekommt man einen Gedanken aufs Papier?

Wie erreiche ich als MitarbeiterIn Kinder und Ju-



nn Wie gibt man jedem Wort die Bedeutung, die es

gendliche auf kreative Art und Weise, ohne dabei

Veranstalter:

in „action und fun“ stecken zu bleiben? Wie integ-

Referent:

Zusatzkosten € 10,–

riere ich auch die „unangenehmen“ Themen? Ent-

Etc:

wicklungspsychologische Hintergründe, methodi-



EJ Salzburg-Tirol Petra Schindlegger

haben soll? nn Wie geht man richtig mit der deutschen Sprache

MABP: 1 Bildungstag, Anmeldungen/ Anfragen bis 11.04.2013 bei ejst

um? nn Wie erkennt man schlechte Texte, wie schreibt

sche Zugänge, Übungen

man gute? MA-Seminar-Spezial: 

Methoden

„Slackline-Aktion & Outdoor-Spiele“

Volltreffer für Kinder

nn Praxisbeispiele nn Theorie-Input nn Einzel-/Gruppenarbeiten nn Erfahrungsaustausch nn Diskussionen

Zielgruppe: EJ-MitarbeiterInnen und Interessierte Wann & Wo: 27.–29.9.2013, Seminarhotel Freunde 

der Natur, 4582 Spital am Pyhrn

Kosten:

45,– für EJ MitarbeiterInnen



(345,– für alle anderen)

Veranstalter: 

Freiwilligenakademie (www.freiwilligenakademie.at)

Kinder zu begeistern und gleichzeitig ihre Bedürf-

Referent:

nisse und Anliegen zu treffen, ist eine nicht im-



Journalisten in diversen Chefredaktionen

mer leichte Aufgabe. Was bewegt Kinder in ihrer



und sind Kolumnisten und Buchautoren.

Andrea Fehringer und Thomas Köpf

Entwicklung, wo „trifft“ man sie? Wie gestalte ich Glaubensinhalte kindgerecht? Am Samstag werden wir uns gemeinsam in die Lebenswelten der 6 bis 10-Jährigen vertiefen.  Volltreffer für Jugendliche

Inhalte u.a.: nn Slackline-Aktionen solo und als Gruppe auspro-

bieren und einüben… nn Slackline Auf- und Abbau nn Slackline-Sicherheits-Standards nn Slackline-Kooperations-Aufgaben für die Gruppe

Jugendliche in ihrer Individualität und in ihrem

Das Seminar qualifiziert für die Gruppenarbeit,

zu einer wahren Herausforderung werden. Was

Konfi-, Jugend- und Kinderfreizeiten, Gemeinde-

macht Jugendliche hellhörig und motiviert sie mit-

feste oder sonstige Fest’l.

zumachen? Wie kann ich Glaubensthemen an den

Alle verwendeten Materialien sind im EJW-Spielver-

Mann/die Frau bringen?

leih erhältlich.

Am Sonntag werden wir uns gemeinsam in die Le-

Zielgruppe: EJ-MitarbeiterInnen und Interessierte

benswelten der 11 bis 16-Jährigen vertiefen.

Wann & Wo:16.04.2013, 18:00 Uhr bis ca. 21.30 Uhr,

Zielgruppe:

MitarbeiterInnen ab 14 Jahren





in der Arbeit mit Kindern





bzw. MitarbeiterInnen ab 16 Jahren



Bei (hoffentlich) schönem Wetter im  Freien. 



in der Arbeit mit Konfis/Jugendlichen



Bei Regen im Gemeindesaal der Christuskirche.

Wann & Wo:

27.04.2013 12–17h „Volltreffer



für Kinder“, Hallein



28.04.2013; 12–17h „Volltreffer



für Jugendliche“, Hallein

Kosten:

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nn Outdoor-Spiele: Geländespiele

Bedürfnis nach Gruppenerleben zu treffen, kann

hot‘n fresh

30,– (MABP: 15,–) ggf. + € 10,–

1100 Wien,Triesterstr.1, Matzleinsdorferplatz – Achtung Neuer Seminar-Ort!!!

Kosten: Veranstalter:  Referent: 

30,– (MABP: 15,–) ggf. + € 10,– keine (die EJW übernimmt die Kosten) Michael Gruber-Schilling, Erlebnispädagoge

JURÖ 2013 Der JURÖ findet heuer vom 24. bis 26. Mai in Bad Goisern statt. Das Gremium ist grundsätzlich für die Beratung und Beschlussfassung über alle grundsätzlichen Fragen der österreichweiten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie über Richtlinien, Konzepte und den Einsatz von Arbeitshilfen für diese Aufgaben zuständig. Dabei sind die von den Diözesen gewählten Delegierten – kurz es berät ganz Österreich über die zukünftige Ausrichtung der EJ in Österreich. Die Sitzung ist immer öffentlich. Also schau das nächste Mal vorbei, wir freuen uns auf dich!


jg#205 : 2013

Jugendgedenkmarsch KZ Mauthausen Am 12. Mai findet wieder der traditionelle Jugendgedenkmarsch beim/im KZ Mauthausen statt. Die EJ wird sich an dieser Veranstaltung der Bundesjugendvertretung wieder beteiligen. Wir werden gemeinsam mit dem Bus hinfahren und auch gemeinsamen vor Ort auftreten. Die Feier ist heuer dem Andenken an Retterinnen und Retter gewidmet. Siehe auch: http://www.mkoe.at/aktuelles Für den Jugendgedenkmarsch treffen sich die Jugendorganisationen beim Steinbruch im ehem. KZ Mauthausen, um dann gemeinsam zum Jugenddenkmal zu gehen und sich dann dem allgemeinen internationalen Gedenkmarsch anzuschließen. Anmeldungen über www.ejoe.at oder direkt office@ejoe.at Kennwort „Mauthausen“

Seminarangebot 2013 der Freiwilligenakademie 22. bis 24.03.2013: Konflikt­managment mit Mag.a Lilly Hocke 13.04.2013: Theorie und Praxis für gute Medienarbeit mit Mag. Georg Bauer und Mag. Christian Herret 27. bis 29.09.2013: Schreibwerkstatt mit Andrea Fehringer und Thomas Köpf 8. bis 10.11.2013: Projektmanagement – Ziele, Zeit und Kosten im Griff! mit Peter Birnstingl, MSc, MSD, zSPM, CMC nn Zielgruppe: besonders Ehren- und Nebenamtliche, die sich weiterbilden und vernetzen wollen nn Kosten: nur EUR 45,- für EJ MitarbeiterInnen auf Bundes- und Diözesanebene. Alle anderen auf Anfrage… nn Anmeldeschluss: 14 Tage vor dem jew. Seminartermin Infos und Anmeldung auf www.freiwillgenakademie.at

EJOÖ Diözesanjungschartag 2013 Wir werden am 28. April wieder die GIS unsicher machen. Das Motto des Jung­ schartages: „im Himmel fahr ich Porsche“ bringt viel Speed und den lustigen Ausblick auf die gemeinsame Zukunft zusammen. Wir sind schon sehr gespannt auf alles Innovative, was liebevoll überlegt wird. Mehr unter: http://imhimmel.ejooe.com

FAIRNÜNFTIG FLEISCH ESSEN EJÖ veranstaltet Verzichtsaktion Wir sind mitten in der Fastenzeit. Von Aschermittwoch bis Ostern fasten viele Christen aus verschiedenen Gründen und in unterschiedlicher Intensität. Durch die Reformation wurde die Verpflichtung zum Fasten in den evangelischen Kirchen abgeschafft. Denn wie Luther sagte: „Kein Christ ist zu den Werken, die Gott nicht geboten hat, verpflichtet. Er darf also zu jeder Zeit jegliche Speise essen.“ Trotzdem entscheiden sich viele evangelische Christen dazu, für eine bestimmte Zeit auf bestimmte Dinge, wie beispielsweise Fleisch oder Alkohol zu verzichten. Die EJÖ möchte mit der Aktion FAIRNÜNFTIG FLEISCH ESSEN dazu einladen, zwei Wochen lang vor Ostern auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Die Aktion soll 17. März beginnen und am Ostersonntag enden. Es geht darum, auszuprobieren und zu erleben, wie es sich anfühlt, ohne Fleisch und Wurst auszukommen. Es soll aber auch ein Startschuss sein, den eigenen Fleischkonsum neu zu überdenken, und im Anschluss daran einen FAIRNÜNFTIGEN Fleischkonsum zu entwickeln.

Die Aktion FAIRNÜNFTIG FLEISCH ESSEN wird auf der Homepage der EJÖ präsentiert. Dort können Interessierte sich mit ihrem Namen anmelden. Das hilft, verbindlich bei der Aktion dabei zu bleiben. Mit der Aktion möchte die EJÖ dazu aufrufen, dem aktuellen zerstörerischen Konsumwahn etwas entgegenzusetzen und mit dem uns von Gott zur Verfügung gestellten Lebensraum verantwortungsvoll umzugehen. Der übermäßige Konsum von Fleisch trägt erheblich zur Zerstörung der Erde, die unser Lebensraum ist, bei. So werden für den enormen Kraftfutterbedarf für die Fleischproduktion jährlich tausende Hektar an Wäldern und Ökosystemen in Entwicklungsländern, aber auch in Europa vernichtet. Durch die Umwandlung in Ackerland werden erhebliche Mengen an CO2 freigesetzt, welche zur Erwärmung des Erdklimas beitragen. Um sich über das zerstörerische Ausmaß ein Bild machen zu können, wird die Aktion FAIRNÜNFTIG FLEISCH ESSEN durch die Aktion „Schöpfung ausgeschöpft?“ ergänzt, die ebenfalls auf der Homepage der EJÖ erscheinen wird.

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Evangelische Jugend Österreich. Redaktion: Oliver Binder, Thomas Dasek, Karin Kirchtag, Daniela Reiter, Birgit Roitner-Schobesberger. Ständige MitarbeiterInnen: Joachim Hoffleit. Schlussredaktion und Produktion: Thomas Dasek. Alle: 1090 Wien, Liechtensteinstr. 20, Tel. 01/317 92 66, Fax: 01/317 92 66/16, E-Mail: jg@ejoe.at. Fotos: Arnold/pixelio (26), Dreiucker/pixelio (27), Doubrawa (17), ej heilandskirche & stmk (11), ejst (5), ejwien (11, 26), ejnö (25), epd/Uschmann (8, 15), Fotolia (9), Graf (12), Grauwald (17), Hoffleit (18), JenaFoto24.de/pixelio (7), Kemmerer (22,23), Kolb (11), Luener/pixelio (2), Niese (20), pixelio (26), privat (18, 24), Rockenmitte/photocase (4), Schindlegger (21), Schütz/pixelio (10), Schwarz/pixelio (1), Thumfart (17). Layout: Arno Dudek, www.maas.at. Hersteller: Evang. Presseverband. Offenlegung: Informa­ tionen aus dem und für den Bereich evangelischer Kinder-und Jugendarbeit. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Erscheint viermal jährlich. Einzelpreis € 1,45. Bankverbindung: Raiffeisenlandesbank NÖ (BLZ: 32000) Konto 7.474.059.

hot’n fresh

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>>>>>>>> > update März 15. Ökumenischer Jugendkreuzweg: „MEIN NAME“ INFO

INFO EJÖ

EJ Wien

21. Jugendkuratorium Land Oberösterreich INFO

Mai 30.4–-5.5. EJ Reise zum DEKT, Hamburg/D

EJ Oberösterreich

22.–24. „Take Off“ Take MAK 2013, Bad Aussee INFO EJÖ

22.–24. Freiwilligenakademie Seminar Konfliktmanagment, Spital/Phyrn

11. Ökumenischer OpenAir-Jugendgottesdienst, Burg Perchtoldsdorf INFO

EJ Niederösterreich

12. Jugendgedenkmarsch Mauthausen INFO EJÖ

24.–26. JURÖ – Jugendrat für Österreich, Bad Goisern INFO EJÖ

INFO EJÖ

30. NÖ Kirchentag, Korneuburg

April   3. DJR - Diözesanjugendrat Wien, Wien INFO

EJ Wien

  6. Evangelischer Ball und Jugend-Disco, Wien INFO

EJ Wien

INFO

EJ Niederösterreich

30. Gustav-Adolf-Fest in Eferding: Kidspgrogramm INFO

EJ Oberösterreich

31.05.–2.06. Outdoor-Wochenende am Ottensteiner Stausee, Pfg. Neunkirchen INFO

EJ Niederösterreich

  6.–7. KUF Kufstein, Radfeld INFO

EJ Salzburg/Tirol

12.–14. Way of Spirit (Luft) INFO

EJ Salzburg/Tirol

13. Freiwilligenakademie Seminar „Theorie und Praxis für gute Medienarbeit“, Wien INFO EJÖ

16. MA-Seminar-Spezial: „Slackline-Aktion & Outdoor-Spiele“ INFO

EJ Wien

  3. DJR – Diözesanjugendrat Kärnten-Osttirol, Villach Mitte INFO

EJ Kärnten/Osttirol

26.–28. Aufbaulager, Burg Finstergrün INFO

EJÖ Burg Finstergrün

27. Seminar: Volltreffer für Kinder, Hallein INFO

Juni   2. Gustav-Adolf-Fest/Kinderkirchentag, Salzburg-Christuskirche INFO

EJ Salzburg/Tirol

  9. EJW-Volleyballturnier, Wien Prater Jesuitenwiese INFO

EJ Wien

14.–16. Way of Spirit (Wasser) INFO

EJ Salzburg/Tirol

23. EJOÖ Volleyballturnier, Pichling INFO

EJ Oberösterreich

28.–30. Projekt „j-motion 2013 – belebt“, Salzburg; Insel Haus der Jugend INFO

EJ Salzburg/Tirol

EJ Salzburg/Tirol

Juli

28. Diözesanjungschartag: „Im Himmel fahr ich Porsche“ INFO

EJ Oberösterreich

28 Seminar: Volltreffer für Jugendliche, Hallein INFO

EJ Salzburg/Tirol

  4. Kinderfest Saalfelden INFO

EJ Salzburg/Tirol

Sommerfreizeiten der EJ www.sofrei.at

Kontaktinfos INFO EJÖ

01/317 92 66, 0699/188 77 095, office@ejoe.at, www.ejoe.at INFO

EJÖ Burg Finstergrün

01/317 92 66–17, 0699/188 77 074, info@burg-finstergruen.at, www.burg-finstergruen.at INFO

EJ Burgenland

03363/779 61, ej.bgld@ejoe.at, http://ejbgld.ejoe.at INFO

EJ Kärnten/Osttirol

04242/241 31-23, 0699/188 77 205, ej.kaernten@ejoe.at, http://ejkt.ejoe.at INFO

EJ Niederösterreich

02742/733 11–13, 0699/188 77 331, ej.noe@ejoe.at, http://ejnoe.ejoe.at INFO

EJ Oberösterreich

0732/772 51 51, ej.ooe@aon.at, http://ejooe.ejoe.at EJ Salzburg/Tirol

0699/188 77 551, ej.s-t@ejoe.at, http://ejst.ejoe.at INFO

EJ Steiermark

0316/822 316, 0699/188 77 605, ej-stmk@evang.at, www.believa.at INFO

EJ Wien

01/587 31 42, 0699/188 77 879, ej.wien@ejoe.at, http://ejw.ejoe.at

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INFO


junge gemeinde 205 - frühjahr 2013