Page 1

>junge gemeinde

jg#209 : 2014

4:

p.b.b. erscheinungsort 1090 wien

#209

SondeMit rseiten der E J Sa

EJ Kär lzburg-Tirol , nt E J N i e e n - O s t t i ro l , d e rö s t er EJ HB u n d d e re i c h , F i n s ter r B u rg gr ün

„Der will doch nur spielen“ Was in der Jugendarbeit gespielt wird

13: t2 – Spiele(n) zum Kennenlernen 15: Meditationen zu Karfreitag und Ostern

das evangelische magazin für arbeit mit kindern und jugendlichen


jg#209 : 2014

Editorial Der will doch nur spielen – wenn ein/e Hundebesitzer/ in diesen Satz spricht, soll das beruhigen. Es schwingt aber auch mit: Das Verhalten muss man jetzt nicht ernst nehmen – es ist ja nur Spiel… In der Jugendarbeit werden Spiele ernst genommen. Manchmal passiert sogar das Wesentliche spielerisch. Wir fragen nach: Was wird in der Jugendarbeit eigentlich gespielt? Die Spielpädagogin Anja Teege beschreibt, was das Phänomen Spiel überhaupt ausmacht und warum das Spielen gerade in der Kinder- und Jugend-

„Beim Spiel kann man einen Menschen

arbeit so sinnvoll ist. Zwei passionierte PC-Spielern

in einer Stunde besser kennenlernen,

entkräften gängige Vorurteile und zeigen, wo der

als im Gespräch in einem Jahr.“

Reiz des Spielens liegt. Einen praktischen Einblick in gut funktionierende Spiele bietet Stefan Grauwald.

Platon

Eine Ausgabe der JG für alle, die nicht „nur“ spielen, sondern eben gerade spielen wollen – und das mit Biss! Mit lieben Grüßen aus der Redaktion Johannes

Inhalt hot’n fresh

3, 12, 27

i-motion Neues entdecken, Verhalten erproben und reflektieren

4

Spiel und Spaß?

6

Psychopathische Pumuckl-Hörer und umgängliche Nerds

7

SpieleN

9

e-mission Welches Spiel wird hier gespielt?

rewind

10 11

tipps & tricks Jugend: Spiele spielen

13

Jungschar: Spiele für unterschiedliche Sinne

14

kochen-reisen-reden-beten Meditationen zum Karfreitagsund Ostergeschehen

sonderseiten

2

15 17–25

sites & seiten

26

update

28

editorial


jg#209 : 2014

Mit der EJ nach Berlin

Vom 30. April bis 4. Mai fahren wir gemeinsam mit der evangelischen Hochschulgemeinde und der evangelischen Fakultätsvertretung nach Berlin. Berlin ist eine Stadt voller Geschichte und Geschichten. Geschichten die sich um Bonhoeffer und die bekennende Kirche und um das dritte Reich und den Holocaust ranken. Geschichte wird hier unter anderem auch durch den ehemaligen Brennpunkt der Gegensätze von Sozialismus und Kapitalismus erlebbar. nn Abfahrt: 30.4., 22.31 Uhr, Bhf Wien Meidling; Rückkehr: 4.5., 21.08 Uhr nn eine Freizeit für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 nn 4 Tage Berlin, Übernachtung in 3er Zimmern nn u.a. Bonhoeffer-Haus, Treffen mit Zeitzeugen Preis: 175,– inkl. Frühstück, Hin- & Rückfahrt, Unterkunft Infos und Anmeldung auf: www.ejoe.at/ej-projekte/berlinreise.html

Shortcuts JURÖ 2014, 23. bis 25. Mai – Linz An diesem Wochenende ist auch Europawahl 2014. Wenn ihr beim JURÖ mit dabei seid und mitwählen wollt, bitte Wahlkarte/Briefwahl beantragen. Unser OnKlick Kirchenjahrkalender startet auf ejoe.at mit Palmsonntag, 13. April und bietet rund um die wichtigsten kirchlichen Feiertage Beiträge zu ausgesuchten Bibelstellen. Der EJ-OnKlick Adventkalender 2013 war wieder ein voller Erfolg! Insgesamt haben 47.011 Leutet (um 2088 mehr als 2012) – unsere Seite besucht und dabei 146.328 Mal (5206 mehr als 2012) in den Kalender geklickt! Danke an alle für Ihren Besuch. Jugendgedenkmarsch Termin: Sonntag, 11.Mai, 11:00 bis 13:00 Die Bundesjugendvertretung plant auch heuer am Jugendgedenkmarsch im Rahmen der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthausen teilzunehmen. Nähere Informationen folgen

EJ Aktion „Fairer Handel“ sammeln-kreativ sein-gewinnen Wettbewerb für Jugendliche von 5 bis 14 Jahren In Kooperation mit „Brot für die Welt“ und der „Evangelischen Frauenarbeit in Österreich“ haben wir einen Kreativ-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche von fünf bis 14 Jahren zum Thema „fairer Handel“ gestartet. Wir wollen mit dieser Aktion junge Menschen über die Hintergründe von fair und nicht-fair gehandelten Produkten aufklären und sie sensibilisieren, ihr Konsumverhalten zu überdenken. Wir wollen die TeilnehmerInnen anregen, so viele Logos wie möglich zu sammeln, die auf Verpackungen von „fair gehandelten“ Produkten angebracht sind. Klebt die Logos dann auf kreative und originelle Art auf ein Plakat (z.B. DIN A3 oder DIN A4), wobei eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Die Logos dürfen auch bearbeitet werden. Das heißt man kann z.B. die Ecken oder andere Teile abschneiden. Es muss aber noch erkennbar sein, was das ursprüngliche Logo war. Eine Jury bewertet anschließend die

Anzahl der gesammelten Logos und die Kreativität. Ihr könnt einzeln oder als Team antreten. Neben der Anzahl der Logos gibt es noch Pluspunkte für die kreative Darstellung. Dadurch kann die Punktzahl bis auf die doppelte Anzahl der gesammelten Logos erhöht werden. Die Teilnehmenden bzw. die Teams mit den meisten Punkten erhalten interessante sowie natürlich fair gehandelte Preise. Einsendeschluss ist der 31. März 2014. Alle Infos zum Wettbewerb, zum Thema „fairer Handel“ und Infos zu den Logos sind unter www.ejoe.at/aktion-fairerhandel.html zu finden. Teilnahmeberechtigt sind alle Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 14 Jahren. Einsendung bitte an die EJÖ Bundesgeschäftsstelle, Hamburgerstraße 3, 1050 Wien. Beim Einsenden bitte Name, Adresse und Alter angeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

EJ-Sommerfreizeiten 2014 Check unser 2014er Programm und komm mit uns in den Sommer! Wir werden heuer bei unseren Sommerfreizeiten knapp 600 Kinder und Jugendliche in 16 Freizeiten betreuen und mit ihnen unvergesslich schöne Sommerwochen gestalten. Die Angebote sind auf junge Leute im Alter zwischen sieben und 25 zugeschnitten und bieten z.B. Freizeiten auf der Burg, in Landskron oder auch auf Korsika. Besonders wichtig ist uns immer die kinderund jugendgerechte Betreuung durch unsere speziell ausgebildeten, großteils ehrenamtlichen, MitarbeiterInnenteams. Im Mittelpunkt der EJ-Freizeiten stehen unsere TeilnehmerIn­

nen aber auch Qualität und fixe Standards. Alle MitarbeiterInnen übernehmen kollektiv und unge­ teilt die Aufsichtspflicht über die TeilnehmerInnen ab der Übergabe durch die Eltern, diese Aufsichtspflicht endet mit Übergabe an die Eltern. Grundsätzliches No Go: Alkoholmissbrauch, Drogen und Gewalt. Der 2014er Sommerfreizeitprospekt erhältst du kostenlos im EJ-Diözesanbüro. Informationen und Anmeldungen www.sofrei.at, oder bei der EJÖ Hamburgerstr. 3, 1050 Wien Tel.: 01/317 92 66, office@ejoe.at

hot‘n fresh

3


jg#209 : 2014

Neues entdecken, Verhalten erproben und reflektieren Anja Franka Teege über das Phänomen Spiel

W

ann haben Sie das letzte Mal gespielt? Schauen Sie mit ei-

und zu stärken. Wo können Heranwachsende sonst noch so viel

nem Lächeln auf diesen Moment zurück?

lernen und dabei Spaß haben?

Ich habe es als Kind und Jugendliche geliebt im Spiel frei zu

sein, ohne Vorschriften. Mich auszuprobieren, das zu tun, was

Warum ist das so?

mir Spaß machte und aufzuhören, wenn ich keine Lust mehr

Kinder und Jugendliche wählen in der Regel selbst aus, was sie

hatte, war für mich das Beste. Spielen ist für Kinder und Ju-

wann spielen wollen. Jeder von uns kennt das, wenn ein kleines

gendliche mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist die Grund-

Kind beim Spielen den Ton angibt. Sie entscheiden allein und

lage

kindlichen

Lernens.

Spielen

schult das Wissen und Können der Heranwachsenden und fördert ihre

gesunde

Entwicklung.

Kinder entdecken im Spiel

ohne Hilfe von Erwachsenen, was sie wann

Das Spiel, beansprucht den Menschen mit Haut und Haar.

ihre natürliche Umwelt. Mit

m i >

(Toni Wimmer)

zunehmendem Alter wach-

und mit wem spielen wollen. Sie leben ihre Fantasie aus und erklären sich so die Welt. Bei Jugendlichen ist es eigentlich genauso, man darf es ihnen nur nicht sagen. Sie wählen auch aus, wann sie mit wem was spielen, aber anders als Kinder. Bei ihnen geht es mehr um

sen spielend ihre Kreativität, die Eigenakti-

Computerspiele, Gemeinschaftsaktionen wie Bowlen, Skatebor-

vität, die Gemeinschaftsfähigkeit und die

den, Online-Spiele. Aber auch sie leben in ihrer Spielwelt, die wir

Selbstverwirklichung.

Persönliche

Gren-

zerfahrungen werden zu Hindernissen, die

als Erwachsene oft nicht verstehen. Sie machen was ihnen Spaß macht.

es zu überwinden gilt. Dabei liegt die Kraft nicht im krampfhaften Bemühen, sondern im lustvollen Spiel.

„Der Reiz des Spiels geht nicht vom Leiter aus, sondern vom Spiel selbst.“ (Hans Froer)

Beim Spielen handeln wir aus eigenem Interesse, aus Neugier, Lust und Freude am Erfolg. Wer spielt handelt ohne ernste Folgen, doch mit realem

am Spielen, da sie der Begriff „Spiel“ an ihre Kindheit erinnert.

Bezug zur Lebenswirklichkeit. Das Spiel ist selbstbe-

Wenn wir sagen: „Lasst uns mal was spielen“, stoßen wir oft auf

stimmt, nicht gegen andere gerichtet und doch erforschen

Widerwillen und Desinteresse. Sie sollten nie sich einfach nur

wir die eigenen Grenzen. Im Spiel ist man gern bereit die gesetz-

„darauf einlassen“ müssen. Das schafft unnütz Distanz und Wider-

ten oder vorgegebenen Regeln einzuhalten, weil sie als Schlüs-

willen. Seien Sie behutsam, verpacken Sie es altersgerecht, her-

sel zum Erfolg angesehen werden. Wer sich auf ein Spiel einlässt,

ausfordernd – und – es sollte alles immer Spaß machen!

kann dadurch körperliche und ganzheitliche Spielerfahrungen Rollen schlüpfen und sich, je nach Bedürfnis, auch zurückzie-

Wieso sollen wir als PädagogInnen Spiel in unseren Gruppen und Freizeiten weiterhin fördern?

hen. Gedanken und Gefühle bekommen im Spiel Raum und

Wir sollten dem Ansatz der SpielpädagogInnen folgen und ver-

können neu geordnet werden. Diese Spielräume helfen nicht

suchen, Spiele bewusst einzusetzen. Sie nutzen das Spiel als Me-

nur jungen Menschen ihre Persönlichkeit weiter zu entfalten

thode, um Kindern und Jugendlichen im Spiel die Möglichkeit

machen. Die Kinder und Jugendlichen können in verschiedene

4

Jugendliche verlieren im Laufe ihres Erwachsenwerdens die Lust

i-motion


jg#209 : 2014

fahrungen gemacht werden können, die Kinder und Jugendliche wieder Kind sein lässt und zusätzlich unser Ziel im Auge zu haben, Spiele ausgewählt einzusetzen und im pädagogischen Sinne zu handeln.

Im Spiel Normen und Werte transportieren zu bieten, Neues zu entdecken, Verhalten zu erproben und zu

Der spielpraktische Anteil der Spielpädagogik soll und will pä-

reflektieren und daraus Schlüsse für das eigene Handeln zu zie-

dagogisch begründete Absichten methodisch unterstützen. Mit

hen. Sie kennen den Wert des freien, nicht angeleiteten Spiels

dem Spiel transportieren Eltern und ErzieherInnen Normen und

für das Aufwachsen der Kinder und sie wissen, wie sie die Rah-

Werte unserer Gesellschaft.

menbedingungen beeinflussen können. Sie verstehen Spiel als Methode und als kulturelle Lebensäußerung. Spielpädagogik hat die Vermittlung von Methoden, die zur Lebensfreude, zur

„Kinder lernen im Spiel spielen. Das wird oft als nichts bewertet und ist doch alles.“ (Jürgen Fritz)

Lebensgestaltung und zur sozialen Verantwortung hinleiten zum Ziel. Es geht darum, die Stärken von Menschen zu festigen,

Angesichts der Veränderungen in den räumlichen Lebensbedin-

Freude am Tun zu entwickeln und die soziale wie kulturelle Um-

gungen von Kindern in der heutigen Zeit ist es auch das Bestre-

welt mitzugestalten. Spielpädagogik will auch zeigen, wie mit

ben und Ziel der Spielpädagogik, im Sinne der indirekten Spiel-

der Methode „Spiel“ auf vielfältige Art und Weise gelernt werden

förderung, den allgemein eingeschränkten und spezialisierten Lebensraum von Kindern wieder zu öffnen sowie dafür Sorge

kann. (Quelle: Akademie Remscheid) „Es ist Vergewaltigung, Kinder in Meinungen zu zwingen. Aber

zu tragen, dass Kindern Freiräume gewährt werden, ihr Spiel

es ist Verwahrlosung, ihnen nicht Erlebnisse zu geben, durch die

frei von direkter pädagogischer Steuerung zu entfalten. Spielpä-

sie ihres eigenen Wesens gewahr werden können.“ (Kurt Hahn)

dagogik heißt auch Aufklärung der Erwachsenen über den Entwicklungsprozess von Kindern, um auf diese

Vielleicht ist das unser Schlüssel, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Spiel wieder in ein anderes Licht zu rücken. Spiel als Methode verstehen und die Chancen nutzen, die uns diese Methode bietet, nämlich aus einer Ansammlung unterschiedlicher Persönlichkeiten eine Gruppe schaffen. Spiel sollte immer lustbetont sein und nie aufgezwungen. Den

Der Mensch spielt nur wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch wo er spielt. (Friedrich Schiller)

Weise Akzeptanz und Sensibilität für deren Bedürfnisse und Spielverhalten zu schaffen. Wir sind heute mehr denn je gefragt für ausreichende Bewegung zu sorgen und den Kindern und Jugendlichen Sinneserfahrungen zu ermöglichen, die sie in ihrem häuslichen Umfeld vielfach nicht mehr machen können. Die

Kindern und Jugendlichen sollten Erlebnisse geschaffen wer-

Welt der digitalen Medien macht es uns und unseren Kindern

den, in denen sie sich ausprobieren und selber erleben können.

sehr schwer. Diese Sinneserfahrungen sind jedoch für die mo-

Die Spielpädagogik bietet uns die Chance in die Lebenswelt

torische, kognitive, soziale und psychische Entwicklung von im-

der Kinder und Jugendlichen einzutauchen und ihnen Erlebnisse und Herausforderungen zu schaffen. Sie steht der heutigen Welt entgegen, man tut dann nur eins – spielen.

menser Bedeutung. Gehen Sie mit ihnen raus! Halten Sie es aus, wenn die Hose dreckig oder kaputt ist. Bieten Sie den Heranwachsenden die

Nicht nebenbei Essen, TV gucken, Smartphone kontrollieren

Möglichkeit, sich in der Gruppe zu behaupten und sich auszu-

oder alles zusammen. Nein – beim angeleiteten Spiel sollten die

probieren. Lassen Sie sie spielen – und spielen sie auch immer

Teilnehmer „nur“ spielen!

mal mit!

Hier haben wir die Chance, sie vielleicht ein Stück in die Welt des Spielens zurückzuholen. In die Welt, in der so viele gute Er-

Die Autorin ist Dipl. Sozialpädagogin/Erlebnispädagogin und arbeitet als Referentin im Kinder- und Jugendpfarramt der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland.

i-motion

5


jg#209 : 2014

Spiel und Spaß? Spielchen, Spielchen an der Hand, dann bin ich der Beste im ganzen Land! Von Stefan Grauwald

W

er Spiele im Schulunterricht, in der Jungschar oder der KonfirmandInnenarbeit nicht mag, braucht nicht weiter

Beteiligten gewonnen. Zumal jede Übung nicht zur gemeinsam

zu lesen. Er kann aber. Weil es hier eigentlich nicht um Spiele,

reflektiert werden kann, sondern ihrerseits Möglichkeiten eröff-

sondern um Übungen geht. Die tun zwar so, als wären sie bloß

net, ein Thema einzuleiten, anzufangen und spürbar zu machen.

„lustige“ Spiele – in Wirklichkeit aber sind sie ein breites Lernfeld. Für die Gruppe und für die Leitenden. Selbst wenn sie nur „lustig“ wären, ist das immerhin schon einmal was – und wenn man den

Darum hier ein total banales, uraltes, jedem bekanntes „Spiel“.

Reise nach Jerusalem

Feedbacks und Auswertungen von Jugendgruppen Glauben

Der Klassiker jeder Kinderfaschingsfeier braucht in seiner

schenken darf, dann ist das für 90% der TeilnehmerInnen von

Grundstruktur nicht beschrieben zu werden. Weil sich die Aus-

derlei Angeboten die Hauptmotivation: Dass es Spaß macht. Nun

geschiedenen schnell langweilen, hier aber eine einfache Vari-

mag der Spaßbegriff ebenso wie der des „Spielens“ ein Gefühl

ante. Es wird nach jeder Runde zwar ein Sessel entfernt – die

des Unwohlseins hervorrufen – schließlich sind wir eine Kirche

Gruppe kann aber sowohl auf den Sesseln als auch auf den

des Wortes und nicht des Spaßes – aber Spiele als Übungen ver-

Knien der Anderen Platz finden – sprich: es scheidet niemand

standen machen nicht nur Spaß, sondern auch Sinn. Und wenn

aus. Nicht deshalb toll, weil niemand als Verlierer dasteht (das

Spaß und Sinn zusammen kommen, dann ist Freude nicht weit.

macht Spiele ja oft langweilig), sondern weil alle plötzlich in intensiven Kontakt miteinander kommen.

Lasst uns von „Übungen“ und „Freude“ sprechen

Weitere Anwendungsmöglichkeiten neben dem intensivierten

Übungen machen Spaß, weil sie die Komfortzone von Kindern

Kontakt: Themen wie: Begrenzte Ressourcen (Ökologie/Ökono-

(ja: das funktioniert auch bei Erwachsenen) erweitern und so auf

mie), Migration („Das Boot ist voll?“), Tod (Wenn die Lebensmusik

spielerische Art und Weise tief in Lernzonen eindringen lassen.

abbricht – wo ist dann unser Platz?)

Ziel jeder pädagogischen – und damit auch kirchlichen – Ar-

Gefahren: Verletzungen durch allzu großen Einsatz, Stuhlweg-

beit muss es sein, Menschen immer wieder aus ihren Komfort-

ziehen geht natürlich gar nicht.

zonen abzuholen und ihren Fähigkeitsradius zu erweitern. Der

Übungsdauer: 10 Minuten geht’s sicher rund.

Weg dahin: Übungen.

Nichts Neues unter der Sonne. Stimmt. Viele erlebnispädagogische Ansätze und Übungen sind nichts anderes als ganz natürliche Zeitbeschäftigungen der Generationen vor Kabelfernsehen, Youtube und Spielekonsolen.

6

und bei Einzelnen, zur Erfahrung zu machen, dann haben alle

Material: Außer den (stabilen) Sitzgelegenheiten eigentlich nichts. Man braucht nicht einmal einen CD- Player. Trommeln, Gitarre, Stöcke, Selbersingen…was man eben grad zur Hand hat. Und weil die Sessel schon da stehen, gleich noch eine Übung zum Aufwärmen:

Gemeinsam eine Waldhütte bauen, über Stämme balancieren,

Hip-Hop!

auf Bäume klettern… Aber gerade weil sie nicht mehr selbstver-

Egal ob mit Sesseln, Skistecken, Ästen... Alle stehen im Kreis. Einer

ständlich sind, dürfen wir selbst die ältesten Spiele frohen und

gibt das Kommando – Hip= links, Hop= rechts. Die Teilnehmer

guten Gewissens einsetzen. Wenn wir es dann noch schaffen,

müssen versuchen den Sessel/Stecken…des Nebenmannes/der

das Erlebnis durch kurze Reflexionen und gemeinsames „Hin-

Nebenfrau zu fassen zu bekommen, bevor dieser umfällt . Dabei

schauen“ auf die darin stattfindenden Prozesse in der Gruppe

darf nur eine Hand verwendet werden (die andere am besten

i-motion


jg#209 : 2014

auf den Rücken legen). Ziel ist es, dass jeder aus der Gruppe reihum einmal das Kommando gibt (wobei vorher keine Absprachen getroffen werden dürfen – etwa: „wir machen immer nur Hip“ o.Ä.) und die Gruppe das ohne Umfallen von Sessel/Stecken schafft. Anwendungsmöglichkeiten: Gruppendynamisches WarmUp: Steigerung der Konzentration und des Teamgeistes, des Aufeinander-Hörens. Bietet die Möglichkeit, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Als AnleitendeR: Identifikation von potentiellen „Sündenböcken“ in der Gruppe. Gefahren: Umfallende Sessel, Poltern in der Kirche/Klasse und blaue Zehen. Zudem: Motorisch schwache MitspielerInnen verhindern eventuell den Gruppenerfolg und werden zu Buh-Männern/Frauen – allerdings ist das eine Möglichkeit, sich thematisch auch genau diesem Thema zu widmen (Umgang mit Randgruppen, „Schuld“, Männer-Frauen Rollenbilder…) Übungsdauer: Etwa 30 Minuten. Kann bei motivierten, aber un­koordinierten Gruppen aber durchaus eine ganze Stunde füllen. Und wenn wir tatsächlich schon einen CD-Player dabei

Psychopathische Pumuckl-Hörer und umgängliche Nerds

haben sollten, Rhythmus getankt und Nähe zugelassen haben,

Ein Interview mit zwei

hier noch eine Übung für Gruppen, deren Teilnehmer entweder noch recht jung sind – oder sich schon ein bisschen

leidenschaftlichen PC-Spielern

besser kennen:

Rückentanz Fünf unterschiedlich schnelle und rhythmische Lieder aus-

Christof, Sebastiaan, ihr seid erfahrene PC-Spieler. Erzählt doch

suchen, Regler auf Maximum drehen und los geht’s: Teilneh-

mal, wie euer PC-Spielen aussieht!

mer bilden Paare, stellen sich Rücken an Rücken auf und

Ch: Mir ist der soziale Faktor wichtig. Ich will mit Freunden zu-

bewegen sich einige Sekunden zur Musik. Danach Partner-

sammen was unternehmen. Drei meiner besten Freunde kenne

wechsel. Super Energizer – aber nicht jedermanns Sache.

ich nur durchs Computerspielen. Einer kommt aus Nürnberg, ei-

Lieder nicht zu lange (max. 1 Minute!) spielen lassen – die

ner studiert in Wien, der Dritte lebt in Amsterdam. Zu dem fahre

Anfangseuphorie d verpufft sonst vielleicht zu einem peinli-

ich morgen mit dem aus Wien. Trotz der Entfernung sehen wir

chen „Nicht-mehr-weiter-Wissen“.

uns fast jeden Tag – online eben.

Anwendungsmöglichkeiten: Aufwärmen und in Kontakt

S: Das ist bei mir auch so. In der Zeit, wo ich viel gespielt hab,

kommen oder energetischer Abschluss einer Einheit, Musik

hab ich fast alle Mitspieler aus dem „echten“ Leben gekannt. Man

und Tanz erleben, Kommunikation ohne Worte, Rückenstär-

trifft sich mit Leuten, nur eben nicht im Kaffeehaus, sondern im

kung erfahren, Zugang zu Emotionen finden – oder weiter

Voice Chat.

gefasst: Weltreligionen (indem man z.B. Lieder unterschiedlicher Religionen nimmt), Psalmen (religiöse Lieder mit

Und was spielt ihr hauptsächlich?

Schwung),

S: Ich bin ein vielseitiger Spieler. Gerne Strategiespiele, später dann

Gefahren: zu viel Nähe, unrhythmische Kinder, zu lang ein-

auch World of Warcraft und so Sachen, momentan auch viel League

gespielte Lieder, Peinlichkeit – weil einzelne Kinder immer

of Legends. Ich will eigentlich immer Neues ausprobieren.

bei der Partnerauswahl übrig bleiben.

Ch: Ich war nie so der Strategiespieler. Da bin ich bei Lanparties

Übungsdauer: 5 Minuten

immer der, der gleich verliert. Dafür haben wir bei den Lanpar-

Mag. Stefan Grauwald, geb. 18.12.1979 in Wien, ist seit 2011 Pfarrer im mittelburgenländischen Weppersdorf (www.facebook.com/EvangelischInWeppersdorf) und zuständig für die KonfirmandInnenarbeit im Burgenland. Bei Outward Bound Germany hat er eine 9monatige Ausbildung zum Outdoor-Erlebnispädagogen absolviert. Weil ihm die Jugendarbeit am Herzen liegt, ist er auch ehrenamtlicher Burgrat der Burg Finstergrün ( www.burg-finstgergruen.at).

ties nie Shooter gespielt. S: Ich hab zu Hause auch keine Shooter spielen dürfen. Das stresst mich aber selber auch zu sehr. 

fortsetzung auf nächster seite >>

i-motion

7


jg#209 : 2014

Profitiert das Spiel davon, dass ihr eure Mitspieler privat gut

der Punkt, da habe ich die Entscheidung Sport oder Computer

kennt?

dann bewusst anders getroffen. Seitdem habe ich 35 Kilo abge-

Ch: Wenn man zwei, drei Leute hat, mit denen man sich gut ver-

nommen.

steht, weiß man, was die in bestimmten Situationen machen. Das nutzt dem Spiel. Manchmal schreit man sich auch an. Mir geht’s

Gibt es für euch Grenzen des Spielens?

meistens so, wenn ich auf jemanden grantig bin, dann weiß ich,

Ch: Klar gibt es eine Grenze, die man überschreitet, wenn man

dass er etwas eigentlich besser kann – weil ich ihn kenne.

nichts anderes mehr tut. Wer das macht, war dann aber vorher

S: Ich find schon, dass es gemeinsam besser funktioniert. Aber

schon komisch. So wird man nicht vom Spielen. Eher umgekehrt:

wenn man mit dem Christof spielt, gibt’s einen gewissen Leis-

Im Spiel kommt unterbewusst die richtige Person heraus, die

tungsdruck…

spiegelt sich wider im Spielstil. Man muss sich nicht verstellen.

Ch: …das stimmt schon. Die meisten spielen ja nur zum Spaß,

S: Wenn das jetzt auf diese Computerspieldebatten anspielt, muss

aber ich will schon besser sein als meine Freunde.

man mal sagen: 99,9% aller Berichterstattung über PC-Spiele ist schlecht recherchiert. Wer sagt: PC-Spiele machen Menschen zu Verbrechern, könnte

Seid ihr auch außerhalb des PC „Spieler“? Ch: Ja, ich spiel echt gern. Der Anreiz des Spiels überträgt sich

auch sagen: Pumuckl-Hören macht Kinder zu Psychopathen.

irgendwie, man hat so ein Gefühl für das Spielen generell. Z. B. scrabbel ich einmal die Woche mit Sebis Bruder. S: Also ich spiel auf keinen Fall Glücksspiele oder um Geld. Aber viele Fantasy- und ScienceFiction-Spiele gibt es nicht nur für den PC, die

Habt ihr Ideen, wie man mit online-Spielen

Die Person spiegelt sich im Spielstil.

spiele ich dann auch so gerne. Und sportmäßig

sinnvoll in der Jugendarbeit arbeiten könnte? S: Auf jeden Fall. Die Bandbreite ist immens. Wenn man Spiele gut einsetzt, lernt man viel: Verantwortung übernehmen, gemeinsam et-

mache ich auch viel. Generell mach ich gern aus Dingen Wett-

was erreichen, Problemlösungsstrategien, Ängste abbauen. Man

bewerbe. Gewisse Dynamiken aus dem Teamsport laufen am

verliert die Angst zu versagen, weil man Sachen nochmal probie-

PC ähnlich, wenn´s drum geht, dass man als Team funktioniert.

ren kann. Und man lernt auch den Umgang mit Konflikten: Wie

Kommunikation ist da ganz wichtig.

streite ich?

Wie lange spielt ihr denn so?

Was meint ihr: Ab welchem Alter ist es sinnvoll, mit dem Spielen

Ch: So 2-3 Stunden. Aber auch nicht jeden Tag, manchmal leg ich

zu beginnen?

auch einfach eine Platte auf und lese.

S: Es gibt Spiele für jedes Alter. Wichtig ist, dass man begleitet wird

S: Ich merke da einen markanten Bruch zwischen In-einer-Be-

beim Erlernen von Spielen. Die Eltern sollten sich informieren.

ziehung-Sein und Nicht-in-einer-Beziehung-Sein. Jetzt spiele ich

Ch: Ja, es gibt Fälle, wo Eltern Shooterspiele für 12jährige kaufen…

max. eine Stunde am Tag. Bevor ich mit meiner Freundin zusammengekommen bin, habe ich nach der Schule so fünf bis acht

Gibt es noch etwas, was ihr am Schluss loswerden wollt?

Stunden gespielt.

S: Mir ist es wichtig, etwas gegen dieses Vorurteil zu sagen, dass man am PC nur mit imaginären Menschen spielt, nach dem

Wie reagiert euer Umfeld auf eure Spiel-Leidenschaft?

Motto: Die kennst du gar nicht wirklich. Mit vielen Leuten hatte

Ch: Ich vergleich das immer gerne mit Fußball. Wenn wir in eine

ich sehr tiefgreifende Gespräche via Skype oder Voice Chat, das

Bar gehen und über PC-Spielen reden, dann wird das als Nerd-

unterscheidet sich nicht von „echten“ Gesprächen! Insofern ist

Verhalten abgestempelt. Aber wenn wer in eine Sportbar geht

das Computerspielen nicht weniger sinnvoll als Fußballspielen…

und die ganze Zeit über Fußball redet, dann ist das ok.

außer in puncto Bewegung vielleicht…

S: Ja, Leute die gar nicht spielen, sehen es eher kritisch. Meine

Ch: … ja, aber auch ein Schachspieler bewegt sich eher wenig…

Freundin nimmt es nicht ganz ernst und findet es kindisch. Diskussionen gibt es eher mit den Eltern. Obwohl wir das Spielen

Sebi, Christof – vielen Dank für das Gespräch!

von meinem Vater gelernt haben. Der hat immer gern Spiele ausprobiert. Aber als ich dann bei gutem Wetter nicht mehr Ski fahren wollte mit der Familie, hatten sie wenig Verständnis und haben gedacht, ich vereinsame. Da habe ich aber samstags auch manchmal von 10 Uhr früh bis fünf Uhr früh gespielt. Irgendwann kam

8

i-motion

Die Fragen stellte Johannes Modeß Sebastiaan Murauer (25) wird einmal Lehrer und studiert Englisch und Geschichte in Innsbruck. Christof Nemec (23) ist Kommissionsleiterstellvertreter in einem Innsbrucker Fachlager.


jg#209 : 2014

SpieleN Tipps & Fundstücke

Bücher Von einem der Spielebuch-Klassiker gibt es seit 2009 eine vollständig überarbeitete Fassung: 666 Spiele: für jede Gruppe, für alle Situationen 666 Spiele (…) Ulrich Baer (Hg), 2009, 25. Aufl. vollst. überarb. Der Mensch ist ein Spielender. Und im Spiel wurzeln nahezu alle Formen menschlicher Kultur. Unsere Kultur selbst – z.B. Sprache, Religion, Recht, basiert auf Formen des Spiels, hat Spielcharakter. So lautet die These des niederländischen Kulturhistorikers Johan Huizinga (1872-1945), die er in seinem berühmten

PC-Games Wer ein „cleanes“ Ego-Shooter-Spiel sucht, wird bei Portal 1+2 fündig. Es gilt, „Portale“ in Wände zu schießen, um kniffelige Rätzel lösen zu können. Ziemlich tricky, witzig, mit allem, was ein Ego-Shooter bietet, aber eben keinen menschlichen Feinden. Portal kann als Single-Player oder zu zweit gespielt werden.

Buch Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel vor-

Portal 1+2

trägt (1938 erschienen, seither zahlreiche Auflagen). Spannend

USA, 2007/2010, PC-Spiel, USK 12

zu lesen für alle, die sich für philosophische Grundlagen des Spiels interessieren. Johan Huizinga: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel, z.B. 22. Auflage, Hamburg 2011.

Online-Games Wie ist es, auf der Flucht zu sein? Dieser Frage kann man sich, wenn überhaupt, dann wohl spielerisch nähern. Das haben sich auch die Macher von „Last Exit Flucht“ gedacht. Das Spiel wurde vom UN-Flüchtlingskommissariat UNHCR entwickelt und bietet die Möglichkeit, in verschiedenen Levels die Heraus-

Spielesammlungen Im Netz finden sich viele nützliche und umfangreiche Sammlungen, z.B. praxis-jugendarbeit.de/spiele-sammlung.html oder spieledatenbank.de. Bei spielefuerviele.de ist der Titel irreführend, die Seite aber genial: Es geht hier nicht um Großgruppenspiele, sondern um

forderungen einer Flucht zu erfahren. Selbst für gute SpielerInnen wird schnell deutlich, wie gering die Chancen sind, sein Ziel zu erreichen. Gedacht für Jugendliche ab 13. Empfehlenswert auch für Menschen mit politischer Verantwortung… www.lastexitflucht.org

eine breite Nutzung. Eine wirklich praktische Spielesammlung! spielekiste.de bietet dagegen Infos und Foren zu Online-, PC-, Konsolen- und Gesellschaftsspielen.

Movies/Filme

Wer es lieber oldschool und haptisch mag, ist beispielsweise

Wie die Grenzen von Onlinespiel und Realität verschwimmen

mit der Remscheider Spielekartei aus dem Ökotopia-Verlag

können zeigt der Film Ben X: Ben, ein Außenseiter, taucht in

gut bedient.

die Welt des Onlinegames „Archlord“ ein und ab. Dort ist er ein Held. In der Schule dagegen erlebt er täglich die Hölle, da er von

(Gesellschafts-)Spiele

seinen Mitschülern erniedrigt und gequält wird. Ben fasst den

Ein Beispiel für ein schnelles und witziges Actionspiel ist Jun-

Plan, allem ein Ende zu machen und bekommt unerwartete Un-

gle Speed. Es ist für Kinder, Konfis und Jugendliche geeignet

terstützung…

und lässt sich in ca. 20 Minuten mit 2 bis 16 SpielerInnen zocken.

Ben X

Meist bleibt es aber nicht bei einer Runde…

Belgien 2007, Spielfilm, (dtsch), 93 min, FSK 12, Jungle Speed

Thomas Vuarchex; Piatnik-Verlag, 2003, ab 7 Jahren

Regie: Nic Balthazar 

|OB|JM|

i-motion

9


jg#209 : 2014

Welches Spiel wird hier gespielt? S

piele haben die Kraft, eigene Welten zu erschaffen. Neue

über der Welt des Spiels vielleicht doch nicht so unangebracht.

Welten mit ihren eigenen Gesetzen und Regeln. Spiele machen

Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn wir uns den Spiel-Bericht

nur Spaß, wenn alle diese Regeln einigermaßen akzeptieren.

anschauen, der es sogar bis in die Passionsgeschichte geschafft

Dies habe ich immer wieder einmal schmerzlich erfahren. In

hat: „Als aber die Soldaten Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie

jungen Jahren meinte ich oft, Spielregeln auf den Kopf stellen zu müssen. Etwa an jenem Abend, an dem meine Freunde fünf

an gewebt in einem Stück. Da sprachen sie untereinander: Lasst

Stunden Monopoly spielten, von denen ich vier nur

uns das nicht zerteilen, sondern darum losen, wem es gehören

unbeteiligt daneben saß: Ich hatte es nicht über’s

>e

m

soll.“ (Joh 19, 23–24)

Herz gebracht, jeden kleinen Mini-Betrag ein-

Dieses Spiel wird oft vergessen. Der Bericht über die spielen-

zutreiben. Aber mit dem Motto: „Ist ja nur die

den Soldaten scheint im Kontext der schwerwiegenden Ereig-

Badstraße, behalt’ das Geld ruhig…“ dauert

nisse rund um Jesu Tod nicht unbedingt von großer Bedeutung

das Spiel eben nicht allzu lang.

zu sein. Dabei zeigt doch diese kurze Szene besonders gut, wie

Auch nicht besonders stimmungsförder-

perfide die Umstände dieses Todes waren. Da stehen Soldaten

lich war es, beim Rommé-Spielen mit der

unter den Kreuzen. Sie beobachten, wie Knochen und Herzen

Familie immer meine Joker abzulegen. An-

gebrochen werden. Wie das Band, das Menschen im irdischen

fangs freute sich meine Schwester zwar

Leben miteinander verbunden hatte, zerschnitten wird. Und

noch – sie war nach mir an der Reihe. Doch

diese Unheil anrichtenden Soldaten kümmern sich um nichts

schon bald lautete das allgemeine Fazit: „Hannes, so macht das keinen Spaß!“

anderes als darum, dass ein Stück Stoff „heil“ bleibt. Und noch etwas passiert hier: Spielerisch wird Unrecht zu

Schließlich hat auch meine Idee, beim Halli

Recht. Die Spielregeln führen dazu, dass der Sieger sich hinter-

Galli die Regeln zu unterwandern, nicht unbe-

her wie der legitime Besitzer von Jesu Kleidung fühlen kann. Im-

dingt zum Erfolg geführt. Die Auflage an mich selbst,

merhin hat er sich ja – nehmen wir an – diese Kleider ohne zu

die Glocke nicht mit der Hand, sondern mit der Nase

schummeln und damit ganz korrekt „verdient“. Was hat er wohl

zu erwischen, hat mir nicht den Sieg, dafür aber gehörige

damit gemacht? Hat er sie später getragen? Ist er als „Soldat im Je-

Kopfschmerzen eingebracht.

suspelz“ durch die Straßen Jerusalems geschlendert? Waren Jesu

Rückblickend ist mir natürlich klar, dass ich in solchen Phasen nicht besonders revolutionär, dafür aber ziemlich anstren-

Kleider sein „Zivil“, seine Feierabendgarderobe, wenn die Rüstung ausgezogen war? Wir wissen es nicht.

gend gewesen sein muss. Die Kraft der Spiele, neue Welten zu

Aber dieser Sieger-Soldat ist eine Figur, die uns daran erin-

kreieren, kann sich nur entfalten, wenn keine/r der Mitspielen-

nern kann: Es ist wichtig, sich beim Spielen auf die neuen Welten

den sich dieser Welt entzieht. Wer die Welt des Spiels in Frage

einzulassen. Spielverderber (wie ich früher einer war) haben das

stellt, verdirbt das Spiel.

Wesen des Spiels nicht verstanden. Aber wichtig ist es auch, vor

Manchmal aber passiert es, dass die Spiel-Welt in komischer Weise in die „normale“ Welt hineinragt. Dann ist Kritik gegen-

10

seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch das Gewand. Das war aber ungenäht, von oben

e-mission

e-mission

Beginn immer mal wieder zu fragen: Was für ein Spiel wird hier eigentlich gespielt?

Johannes Modeß


jg#209 : 2014

55.090 Schuhkartons! Die EJÖ hat 2013 zum ersten Mal die karitative Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ als Annahmestelle unterstützt. Gut 200 Schuhkartons sind dabei von den SpernderInnen in der Bundesgeschäftsstelle abgegeben worden. Insgesamt sind dann über 55.000 liebevoll ge- und verpackte Geschenkkartons bei den bedürftigen und zum teil Not leidenden Kindern im Empfängerland 2013 Bulgarien verteilt worden. Im Namen der Organisation sagt die EJÖ DANKE allen SpenderInnen die damit den Kindern vor Ort ein weihnachtliches Lächeln auf´s Gesicht zaubern konnten! Wir werden auch 2014 wieder als Annahmestelle mitmachen. |jh|

33.480 Impulse in über 10 Länder vermailt Die Kampagne AdventureMails der EJOÖ, die wir im Auftrag der Evangelischen Kirche OÖ und für die katholische Jugend OÖ durchführen, gibt’s nunmehr das 7. Mal. „Herzlich willkommen“ lautete das Motto. Und von uns aus wurden immerhin 33.480 Impulse in über zehn Länder vermailt. Diese zogen wiederum Kreise. Der Altersquerschnitt ist von Konfirmandinnen und Konfirmanden über Verantwortliche in Jugend und Kirche bewusst breit gefächert. Nicht wenige berührende und bewegende Rückmeldungen haben uns gut getan. Werner Graf

EJOÖ Konvent 2014: Rolle und Identität Der Konvent der Hauptamtlichen der EJOÖ im Mostviertler Bildungszentrum St. Benedikt ist immer ein Fixpunkt im EJOÖ Jahreskalender. Heuer konnten wir als Referent den Praxisdozenten an der Missionsschule Unterweissach, Daniel Gulden gewinnen. Das Thema, hauptamtliche Jugendarbeit zwischen Rolle und Identität wurde seelsorgerlich, lebenspraktisch und lösungsorientiert bearbeitet. Ein gemeinsam gestalteter Abendmahls-Sendungsgottesdienst bildete den Abschluss. Den 12 Kollegen und Kolleginnen haben die zweieinhalb Tage gut getan. Die Veranstaltung wurde durch die Teilnahme der Bundesgeschäftsführerin und des Bundesprojektreferenten zusätzlich bereichert. Werner Graf

Gut für mich – gut für dich!? 650 evangelische Jugendliche beim Friedenstag 2013 Andere Meinung? Anderer Rhythmus? Andere Religion? – Egal! Ein respektvolles, offenes, friedliches Miteinander wünschten sich die rund 650 evangelischen Jugendlichen, die sich Anfang Dezember zum Friedenstag in der Evangelisch-lutherischen Auferstehungskirche in der Lindengasse trafen. „Gut für mich – gut für dich!?“ lautete das Motto, zu dem die Evangelische Jugend Wien und das Schulamt Wien neun Workshops auf die Beine gestellt hatten. Die Jugendlichen ab der 9. Schulstufe mussten sich entscheiden: Wollen sie ins Gespräch kommen mit einem Zeitzeugen aus der NS-Zeit oder beim Trommeln Multikulti erfahren? Sich im „Orient-Café Mc Friends“ mit SchülerInnen der islamischen Fachschule bei türkischem Tee unterhalten? Wollen sie mehr über Menschenrechte erfahren? Oder sich unter dem Titel „(Gefängnis-)Strafe muss sein“ über den Sinn und Unsinn, über Ursachen

und Folgen des gemeinsamen Haftalltags unterhalten? Oder widmen sie sich lieber den Themen Sex´n Drugs im Workshop „Die besten Sexmythen – neu verpackt und locker aufgelöst?“ und im Workshop „Flucht in die Sucht“, über den schleichenden Weg in die Sucht und in die kriminelle Laufbahn? Wollen sie sich fernöstlich inspirieren lassen mit den „Wegen zum Frieden im Buddhismus“ oder den Film „Alphabet“ sehen und diskutieren? Geleitet wurden die Workshops vom Medienpädagogen, Percussionlehrer über den Kripo-Beamten bis zum Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Sexualpädagogik. Der Friedenstag ist ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention und zur zukunftsfähigen Gestaltung der Gesellschaft, sind die Veranstalter überzeugt. Mitfinanziert wird der Friedenstag vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. Martina Schomaker

Burschenarbeit aktuell „Identität und Sexualität“. Unter diesem Motto fand das diesjährige Seminar „Burschenarbeit“ in Mödling statt. Die Fortbildung wird jährlich von Oberkirchenrat Karl Schiefermair in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Jugend Österreich angeboten. Mit den beiden Referenten Romeo Bissuti und Christoph Rose wurden zunächst gemeinsam verschiedene Männerbilder diskutiert. Dann wurde in einer offenen Runde der Begriff "Sexualität" aufgearbeitet. Durch die Impulse der Referenten entspann sich eine breite Debatte. Die Reflexion eigener Erfahrungen half,

die Gefühls- und Gedankenwelt von Burschen in der Pubertät besser zu verstehen. Die Teilnehmer bekamen Denkanstöße, wie dieses sehr sensible Thema mit Jugendlichen in verantwortungsvoller Weise besprochen werden kann. In diesem Kontext hat auch der Themenkomplex Pornographie eine gewichtige Rolle gespielt. Zum Abschluss wurde Sexualität im Hinblick auf den biblischen Kontext beleuchtet. Wie auch die übrigen Teilnehmer haben wir dieses Seminar als sehr bereichernd und wertvoll empfunden.  Michael Komuczky

rewind

11


jg#209 : 2014

Jungschartag: „So a Glück“

Die EJÖ unterstützt „Kinderschuhe für Osteuropa“ „Man kann nicht allen helfen! – sagt der Engherzige und hilft Keinem.“ Marie von Ebner-Eschenbach Die Initiative hat das Ziel Kinderschuhe nach Osteuropa zu bringen, um sie dort in den Elendsvierteln zu verteilen. Kein Kind soll im Winter barfuß sein. Die Kindersterblichkeitsrate unter den Roma ist enorm. Fast jedes vierte Kind erlebt seinen 6. Geburtstag nicht, denn ohne Krankenversicherung kann bereits eine schwere Verkühlung unbehandelt zum Tode führen. Schuhe reduzieren Krankheiten und Verletzungen. Kindern ist es dadurch möglich, auch in den kalten Monaten zur Schule zu gehen. Schuhe packen das Bildungsproblem an den Wurzeln an, sie eröffnen die Vor-

aussetzung zum regelmäßigen Schulbesuch - dem ersten Schritt aus dem Elend. So geht´s: Ein Paar KINDERSCHUHE (bis Größe 37) in eine Schuhschachtel packen und passende SOCKEN  dazugeben. Wenn möglich den restlichen Platz mit einem kleinen Kuscheltier und sauberen Kleidungsstücken auffüllen: Hauben, Schals, Kopftücher, Strumpfhosen etc. Das erste Ziel 2014 der gesammelten Schuhe ist Bulgarien Abgabeschluss für den 1. Transport ist der 7. März 2014, der nächste Transport ist für September 2014 geplant. Das EJÖ Bundesbüro – Hamburgerstr.3/2.OG, 1050 Wien, ist eine der Annahmestellen. www.kinderschuhe-osteuropa.at

Am Sonntag nach Ostern findet der Diözesanjungschartag auf der GIS zum Thema „So a Glück“ statt. Die Arbeitsgruppen sind schon eifrig am Werken. Mehr unter www.soaglueck.ejooe.com

EJW-Volleyballturnier Am 15. Juni 2014 von 11 bis 16h auf der Jesuitenwiese im Wiener Prater Vor allem Volleyballspielen…aber auch Frisbee, Indiaca, Fußball, Federball, Badminton, Jonglierspiele, usw. …außerdem plaudern, entspannen, essen. Ein Sportturnier für MitarbeiterInnen, KonfirmandInnen, Konfirmierte, Geübte, Unerfahrene, Begeisterte, Bequeme, Profilierte, Sportmuffel, Durchtrainierte und solche, die es bisher noch nicht wussten,     Anmeldung: Telefonisch zu den Bürozeiten (8-15h) 0699-18877-879, per E-Mail: ej.wien@ejoe.at oder über die Homepage ejw.ejoe.at

Diözesan Beachvolleyball Turnier

Werde KinderPate.

Am Sonntag, den 22. Juni 2014 gibt’s wiederum das EJOÖ Beachvolleyballturnier im Sportpark Lißfeld. Bitte Termin vormerken und weitersagen. www.kindernothilfe.at 01/513 93 30

Fachtag „Präventiv Handeln gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit“ Am 21. Juni findet im Haus der Begegnung, Innsbruck die grundlegende Fachtagung zum Kinderschutz (entsprechend der von der EJÖ verabschiedeten Kinderschutzrichtlinie). „Präventiv Handeln gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit“ statt. Sie wird von der EJ Salzburg-Tirol gemeinsam mit der kath. Diözese Innsbruck, der KJ, der POJAT sowie dem „Haus der Begegnung“ veranstaltet. Eingeladen sind alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen aus verbandlicher Jugendarbeit (evang. Jugend/Kirche, kath. Jugend/Kirche,… und offener Jugendarbeit, leitende ehrenamtliche Mitarbeitende ab 18 Jahren (JugendpresbyterInnen, GJR-Vorsitzende…) ReferentInnen: Maria Dalhoff, Wolfgang Hammerschmid-Rücker, Michael Peintner, Claudia Schwaizer, Stefanie Vasold, u.a. Leitung: Oliver Binder, Christine Norden, Lukas Trentini, Hannes Wechner Preis: € 50,– (Hauptamtliche); 40,– Ehrenamtliche Etc.: Kooperation mit „Haus der Begegnung“, kath. Diözese Innsbruck, kath. Dekanat Innsbruck und ejst Anmeldung: über „Haus der Begegnung“: www.dibk.at

12

hot’n fresh


jg#209 : 2014

>tipps & tricks Immer wieder stehen wir mit unserer Jugendgruppe vor unterschiedlichsten Herausforderungen die wir gemeinsam angehen/lösen wollen. Zum Beispiel das große Kennenlernen am Anfang der „Saison“, wenn mal Stress herrscht oder auch Vertrauen (wieder) hergestellt werden muss/soll. Ein gutes, altes Mittel: Spielen! Nur: Was muss ich dabei beachten, worauf sollte ich vorbereitet sein, was sollte ich überlegen und das spiele ich überhaupt mit den Leuten. Wir wollen dir hier eine kurze Anleitung geben, damit du im Fall der Fälle gerüstet bist und gleich loslegen kannst:

Was sollte ich beim Spielen beachten? nn

Spiel als Spielleiter selbst mit und vermittle durch deine eigene Begeisterung Spaß am Spiel, aber lass mögliche Risiken nicht aus den Augen.

nn

Lobe das Engagement aller MitspielerInnen und hebe eine einzelnen SpielerInnen oder Gruppen besonders hervor.

nn

Vermeide Spiele in denen Misserfolg ein zentrales Element des Spieles ist.

nn

Misch die einzelnen Gruppen öfter mal durch. Um Langeweile zu vermeiden binde alle ins Spiel ein.

nn

Bei der Spielerklärung: KISS – Keep It Short and Simple – kurze, knappe Sätze, Probedurchlauf, komplizierte Spiele schrittweise erklären, anspielen, kurz vormachen.

nn

Ein spannender und befriedigender Spielverlauf ist wichtiger als das Spielergebnis.

nn

Bleib flexibel und geh auf unerwartete Wendungen im Spielverlauf ein. Nicht immer läuft alles nach Plan.

Ganz wichtig für die Gruppe: Geh auf Spielvorschläge von MitspielerInnen ein.

Was will ich mit dem Spiel erreichen? Spaß, Kooperation, Kreativität,… Passen die Spiele in die momentane Gruppenphase? SpielerInnen für das Spiel gewinnen: Deine Ambition steckt an, nimm Spielvorschläge und Variationen auf,

H e r a u s t r e n n e n

Spiele spielen

Was sollte ich bei der Vorbereitung überlegen/beachten?

z u m

Jugend

Folge::45

nicht zum Spielen zwingen. Wie passe ich die Spiele an die Gruppe und die äußeren Bedingungen an? Umfang des Regelwerks genau anschauen und gegebenfalls überarbeiten. Schau drauf, dass möglichst alle die Chance haben zu gewinnen. Das bringt mehr Spannung. Unangenehme bzw. unbeliebte Aufgaben ersetzen… Was benötige ich in welchen Mengen? Hier kommen jetzt zu einigen wichtigen Momenten einer Jugendgruppe je ein Bei-Spiel… Online lassen sich z.B. auf www.spielewiki. org unzählige Spiele für alle möglichen Anlässe finden. Hier aber jetzt in vielen Seminaren erprobte und beliebte Spiele. Let the games begin…

Kennenlernen… PartnerInnen-Interview Material: Plakat mit den Fragen, Zettel, Stifte Es werden Zweier-Gruppen gebildet, die sich möglichst nicht kennen. Sie sollen sich maximal zehn Minuten gegenseitig zu den gestellten Fragen interviewen. Danach stellt jede/r ihren/seinen PartnerIn den anderen in der Gruppe vor. Beispielfragen: Wer ist dein Vorbild? Was hast Du gestern Abend gemacht? Wenn ich KaiserIn wäre…Was kann ich gar nicht leiden? Was machst Du mit einem Lotto 6er? Wie beschreibst du dich mit drei Worten?

tipps & tricks

13


jg#209 : 2014

ej salzburg-tirol > Wenn Stress herrscht – Mal dampf ablassen

Ying – Yang – Buff

lerInnen werden in Kleingruppen aufgeteilt und jede Gruppe

Material: ein Stuhl pro Teilnehmer

zieht nun von jedem Stapel einen Zettel. Sie müssen dann das

Alle Mitspieler sitzen im Kreis. Einer beginnt und sagt „Ying“. Da-

Begriffspaar in einer Szene pantomimisch darzustellen und die

bei fasst er sich mit der rechten Hand ans Kinn. Sein/e rechte/r

anderen Gruppen müssen erraten, was dargestellt wird. Die Vor-

NachbarIn muss nun „Yang“ sagen und sich dabei an die Stirn

bereitungszeit soll nicht länger als 5 Min. sein.

fassen. Wiederum die/der rechte NachbarIn neben ihm sagt nun „Buff“ und zeigt mit dem Finger auf einen anderen Mitspie-

Vertrauen

ler im Kreis. Dann geht der Ablaufvon vorne los. Wer einen Fehler

Blind snake

macht, muss aus dem Kreis heraus und versuchen, die anderen

Die Mitspieler stellen sich hintereinander auf, legen die Hände

durch dazwischenrufen, -singen, -reden,… aus dem Rhythmus

auf die Schultern des Vordermannes und schließen die Augen

zu bringen.

(Wenn es für die Gruppe passt geht es auch mit Augen verbin-

Kooperation/Gruppe stärken

den). Nur der vorderste sieht etwas. Er muss nun die Gruppe herumführen, durch den Raum, das Haus,

Fröhlich im Mistkübel

den Garten,…

Material: Zettel, Stifte

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Einfach durch gehen

Jede/r MitspielerIn bekommt zwei Zettel (am Besten zwei un-

und die anderen folgen ihm, durch Sprache oder andere vorher

terschiedliche Farben) und einen Stift. Auf einen Zettel schreibt

vereinbarte Signale.

man ein Adjektiv (fröhlich, traurig, lustig, gestresst,…) und auf

Variante: Nicht der Vorderste sieht etwas, sondern der Hinterste

den anderen Zettel wird ein Ort geschrieben (unter der Dusche,

oder jemand aus der Mitte. Dabei sind die Führungsmöglichkei-

auf dem Baum, im Mistkübel,…).

ten die gleichen.

Jungschar

Angelika Semter

Diese beiden Stühle sind die Tore. Zu Beginn des Spieles ruft der Spielleiter eine Nummer der Spieler. So muss der jeweilige Spieler aus beiden Teams aufstehen und

Spiele die bewusst unterschiedliche Sinne anregen

zum eigenen Tor rennen. Dort schnappt er sich den Stock und muss

Reimpantomime

ben. Der Spieler aus dem gegnerischen Team muss versuchen das

der Spielleiter hat Zettel vorbereitet, auf denen je ein Wort steht. Die Kinder teilen sich in Kleingruppen. Jede Gruppe zieht einen Zettel. Danach überlegen die Kinder in den Gruppen leise, welches Wort sich auf das am Zettel reimt und wie sie das Reimwort darstellen könnten. Sind die Kleingruppen fertig, lesen die Gruppen zuerst die ursprünglichen Wörter vor und spielen einander dann die Reimwörter vor. Die anderen Kinder versuchen zu erraten, welches Wort dargestellt wird. Von 8 bis 20 Jahren, Spielzeit: 30 Min., Materialien: Zettel mit Wörtern

versuchen mit dem Stock den Lappen ins gegnerische Tor zu schiezu verhindern und den Lappen in das andere Tor zu schieben. Ziel des Spieles ist es so viele Punkte wie möglich zu erringen. Von 10 bis 16 Jahren, Spielzeit: 30 Min., Materialien: Stöcke, Tuch/Lappen

Fliegender Holländer Alle Kreisspieler halten sich an der Hand. Ein Paar rennt um den Kreis herum und trennt ihn an irgendeiner Stelle. Die getrennten Spieler fassen sich an der Hand und rennen in die andere Richtung um den Kreis. Das Paar, dass zuerst die aufgetrennte Stelle erreicht, darf dort stehen bleiben. Das andere Paar rennt weiter.

Altweiberfussball

Von 8 bis 12 Jahren, Spielzeit: 15 Min.

Zwei Teams werden gebildet und in jedem Team bekommt jeder

Der unsichtbare Gegenstand

Spieler eine Nummer. Nun werden Teams spiegelverkehrt an die Wand gesetzt. In der Mitte des Spielfeldes liegt ein Lappen und an den beiden Seiten steht jeweils ein Stuhl, auf dem ein ca. 50 cm langer Stock liegt.

14

Nun werden die Zettel eingesammelt und gemischt. Die Mitspie-

ej salzburg-tirol tipps & tricks

Die Kinder teilen sich in zwei Gruppen. Jede Gruppe überlegt sich einen Gegenstand, den sie der anderen Gruppe pantomimisch, also mit Hilfe von Gestik und Mimik, beschreibt. Glaubt die andere Gruppe, den Gegenstand erraten zu haben, dann


jg#209 : 2014

ej salzburg-tirol > stellt sie diesen ebenfalls pantomimisch dar. Dann tauschen sich

“Rückenpostschlangen” zu machen.

die Gruppen aus, ob sie den gleichen Gegenstand gemeint haben.

Variante: Statt einer Zeichnung kann auch ein Wort geschrie-

Wenn eine Gruppe sehr lange braucht, um den Gegenstand zu

ben werden.

erraten, beschreibt die Gruppe, die den Gegenstand darstellt,

Von 8 bis 16 Jahren, Spielzeit: 20 bis 30 Min., Materialien: Pa-

diesen noch zusätzlich mit Worten.

pier, Schreibzeug

Variante: Die Kinder sitzen im Kreis. Du beginnst einen Gegenstand pantomimisch darzustellen und gibst ihn dann einem be-

Gruppenfangen

nachbarten Kind weiter. Dieses kann den Gegenstand ebenfalls

Die Jungscharler werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste

weiter geben oder aber sich einen neuen Gegenstand über-

Gruppe bekommt Straßenkreide und muss quer durch den Ort

legen und diesen pantomimisch darstellen. Nach einer Runde

rennen und unterwegs immer wieder Pfeile auf die Straße ma-

könnt ihr gemeinsam raten, um welche Gegenstände es sich

len, um der zweiten Gruppe dann zu zeigen, in welche Richtung

gehandelt hat.

die erste Gruppe ging.

Wenn die Kinder jünger sind, kann ein Gegenstand zuerst eine ganze

Die zweite Gruppe startet dann ca 10 Minuten später und ver-

Runde weiter gegeben werden, bevor ein neuer ins Spiel kommt.

sucht die erste Gruppe einzuholen. Gelingt ihnen dies, hat die

Von 8 bis 14 Jahren, Spielzeit: 20 bis 30 Min.

Knotenspiel

zweite Gruppe gewonnen, wenn nicht, die erste Gruppe. Von 8 bis 14 Jahren, Spielzeit: 60 Min., Materialien:

Spieler schließen ihre Augen und gehen aufeinander zu. Jede

mehr Tipps unter fabian-riedel.de/jungschar-spiele

Hand greift eine andere Hand, nun werden die Augen geöffnet –



zusammengetragen und bearbeitet von Werner Graf

Viel Spaß beim Entwirren. Von 8 bis 12 Jahren, Spielzeit: 15 Min.

Grätschball Kreisspieler schauen durch die gegrätschten Beine nach außen. Ein Spieler läuft mit dem Ball um den Kreis und versucht, diesen

kochen-reisen-reden-beten Meditationen zum Karfreitagsund Ostergeschehen

durch die gegrätschten Beine eines Kreisspielers nach Innen zu

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? “ So hat

werfen. Die Kreisspieler dürfen die Bälle nur mit Händen abweh-

Jesus am Kreuz geschrien! Jesus fühlte sich verlassen und wusste

ren. Wer den Ball durchlässt wird neuer Werfer.

sich dennoch in Gottes Hände aufgehoben. Die folgende Medi-

Von 8 bis 12 Jahren, Spielzeit: 20 Min., Materialien: Ball

tationen lässt uns das Karfreitagsgeschehen nachempfinden.

Rückenpost

GOTT

und du hast mich zweifeln lassen.

Die Kinder sitzen in gleicher Blickrichtung hintereinander auf

ich war einsam

dem Boden. Das Kind, das ganz hinten in der Reihe sitzt, zeich-

und du hast mir

net eine einfache Zeichnung auf einen Zettel. Diesen Zettel legt

meine Einsamkeit

es verdeckt neben sich auf den Boden.

nicht genommen

Dann zeichnet es diese Zeichnung mit dem Finger auf den Rücken des vor ihm sitzenden Kindes. Dieses Kind versucht zu erkennen, was die Zeichnung darstellt, und zeichnet nun das, was es vermutet oder erkannt hat, auf den Rücken des vor ihm sitzenden Kindes. Es darf dabei aber keine Rückfragen an das vorige Kind

ich war verzweifelt und du hast mir meine Verzweiflung gelassen

stellen, eine Wiederholung der Zeichnung ist natürlich erlaubt.

ich habe nicht mehr

Wenn die Zeichnung beim ersten Kind in der Reihe angelangt ist,

weitergewusst

zeichnet es die auf seinen Rücken gezeichneten Formen auf ei-

und du hast mir

nen Zettel. Nun könnt ihr vergleichen, welche Gemeinsamkeiten

keinen Weg aufgezeigt

die erste mit der zweiten Zeichnung hat. Wenn ihr das Spiel zum ersten Mal spielt, sollten zu Beginn sehr einfache Formen verwendet werden. Wenn mehr als 10 Kinder mitspielen, empfiehlt es sich, zwei Gruppen zu bilden und zwei

ich habe an dir gezweifelt

ich habe zu dir geschrien und du hast keine Antwort gegeben mitten im Dunkel warst du bei mir und hast mich ausgehalten. mitten im Dunkel hast du mich berührt und ich habe mich berühren lassen

(c) Schwarz Andrea: Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen, Freiburg im Breisgau 2008, S.26-27.

ej tipps salzburg-tirol & tricks

15


jg#209 : 2014

ej salzburg-tirol >

Situationen, in denen mich Menschen durch ihre Worte oder Ta-

Licht und Dunkel

ten verletzt haben... oder ich anderen weh getan habe... / Begeg-

Licht und Dunkel des Lebens sind zu Ostern ganz nah beieinan-

nungen, in denen ich Menschen sofort abgestempelt habe ohne

der. Die folgende Meditation kann uns im Gottesdienst beglei-

mir überhaupt erst die Mühe zu machen sie näher kennenzuler-

ten, uns die beiden Kehrseiten des Lebens bewusst zu machen.

nen... oder ich von Menschen unbegründet abgewiesen wurde...

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dafür zu Beginn

/ Momente, in denen mir Chancen auf neue Wege, für die mein

einen Stein.

Herz geschlagen hat, genommen wurden... Oder ich anderen im Weg gestanden bin...

Jede und Jeder hat am Eingang einen Stein bekommen. Ich bitte euch nun den Stein zur Hand zu nehmen. Ein Stein - er fühlt

„Mir fällt ein Stein vom Herzen!“ lautet der Ausdruck der

sich aufs erste hart an. Vermutlich ist er nicht mehr kalt, sondern

Erleichterung.

von den Händen bereits aufgewärmt. Dieser Stein soll zum ei-

Wenn ich den Stein in Händen halte, welche Situationen fallen

nen Symbol sein für die harten und unbequemen Erlebnisse, die

mir da ein, in denen ich große Erleichterung verspürte?

unser Leben manchmal dunkel erscheinen lassen. Und zum an-

Ein schon lang anhaltender Streit, der endlich ein Ende gefun-

deren soll er uns an schöne und wärmende Lebenserfahrungen

den hat... / Eine schwere Prüfung, für die ich ewig gelernt habe

erinnern, die Licht in unser Leben bringen.

und nun endlich geschafft ist... / Situationen, in denen ich loslassen konnte von dem was mich schon lange bedrückt haben...

„Mir liegt ein Stein im Magen!“ So lautet eine bekannte Redeweise. Wenn ich den Stein in Händen halte, welche Situationen fallen

Dieser Stein, den ich in Händen halte, steht für die belastenden

mir da ein, die mir nach wie vor schwer im Magen liegen?

Momente, die mein Leben im Moment prägen und genauso für

Eine Trennung von einem lieben Menschen... / Die vielen kaum

die schönen Erlebnisse die mein Leben zum Leuchten bringen.

bewältigbaren Aufgaben in der Arbeit oder im Studium... / Die

Diesen Stein kann ich Gott hingeben, in dem Vertrauen, dass er

Angst vor der Zukunft...

meine dunklen Seiten des Lebens kennt und mich darin begleitet. Und ich kann diesen Stein Gott hingeben in der Gewissheit, dass

„Ein Herz, hart wie Stein“, so kann ein Urteil über einen Menschen

16

das Licht des Lebens unser Leben immer wieder erhellt. Jesus ist

lauten.

sein Beweis dafür. Jesus selbst durchlebte er die Höhen und Tie-

Wenn ich den Stein in Händen halte, welche Situationen fallen

fen des Menschseins. Er lebte sein Leben im Vetrauen, dass Gott

mir da ein, an denen ich an harten Herzen abgeprallt bin oder

immer bei ihm ist, bis hin zum Tod auf Kreuz. Und durfte am Ende

andere mein hartes Herz spüren habe lassen?

das größte Licht des Lebens erfahren.

ej salzburg-tirol tipps & tricks

Karin Kirchtag


jg#209 : 2014

ej burg finstergrün > Neuer Geschäftsführer Gerd Brandstätter kommt aus den Bereichen Training, Personal- und Organisationsentwicklung. Er ist als Universitätsdozent und –lektor tätig und ist Experte für die Entwicklung von Lerndesigns und -architekturen und Gestaltung handlungsorientierter Lern- und Entwicklungsprozesse.

Outdoortraining und Erlebnispädagogik sieht er als pädagogische Haltung, die durch ihre Methoden eine Ermöglichungsdidaktik verfolgt. Sie stellt Menschen durch exemplarische Lernprozesse vor physische, psychische und soziale Herausforderungen um Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und das Leben verantwortlich zu gestalten. Burg Finstergrün wird mobil Die bewährten Leistungen und Angebote der Burg bleiben natürlich bestehen und werden den aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen angepasst. Gerd Brandstätter und sein Team stehen allen zur Verfügung, die spannende Workshops, lernreiche Seminare und Veranstaltungen anbieten wollen. Kontakt: gb@burg-finstergruen.at Der Finsterling twittert: www.twitter.com/der_finsterling

„Ich“…meine grösste Herausforderung 2014 21. bis 26. Juli 2014 „Ach, Herr, du mein Gott! Ich bin noch zu jung!“ (der Prophet Jeremia im Zwiegespräch mit Gott) Du bist nicht allein mit den großen Fragen des Lebens… Warum ich? Wer bin ich denn überhaupt? Wohin führt mich mein (Lebens-)Weg? Was möchte ich in meinem Leben erreichen? Wie gehe ich mit anderen um? Wie begegne ich den Anforderungen meines Lebens? Wie meistere ich finstere Stunden und schwierige Situationen? Vor welchen Herausforderungen fürchte ich mich? Was ist mein nächster Schritt? Und wo führt er mich hin? …

Go Wild 2014 3. bis 8. August 2014 Gemeinsam genießen wir eine aufregende Woche voll Abenteuer, Spannung und entspannten, chilligen Momenten am Kletterparcours, auf Klettersteigen...

Infos: http://www.burg-finstergruen.at/ angebote/familien-kinder-jugendliche/ challenge-ich/ Zielgruppe: Menschen zwischen 18 und 30 Jahren Kosten: 320,–/Person; Optional: Verlängerungsnacht auf 27. Juli 2014: 45,– Seminarleitung: Pfr. Stefan Grauwald und Team

Familienwoche 2014 3.8. bis 8.8.14 Komm mit uns auf Entdeckungsreise! Es erwartet dich eine Woche voller Abenteuer, Spaß und Spiel, in der auch das Erholen, Entspannen und Innehalten nicht zu kurz kommt.

Unsere Outdoortrainer zeigen dir, wie du in freier Wildbahn überlebst, wie du Feuer machst, was du essen darfst und wie du dich abseits der Wege orientierst. Bei einer Übernachtung im Biwak kannst du das Erlernte gleich anwenden. Weitere Abenteuer warten beim Floßbau, der Hängebrücke oder beim Rafting. Infos: http://www.burg-finstergruen.at/ angebote/familien-kinder-jugendliche/ go-wild/

Lange Nacht der Kirchen 23.5.14 – SAVE THE DATE

Infos und Anmeldung: www.lange– nachtderkirchen.at über das Burgbüro.

Infos: http://www.burg-finstergruen.at/ angebote/familien-kinder-jugendliche/ familienwoche-2014/ Zielgruppe: Junge und jung gebliebene Erwachsene ab 18 Jahren, Kinder/Jugendliche bis 14 Jahre. Kosten: 205,–/Person; Kinder bis 7 Jahre: 180,–

Zielgruppe: Jugendliche von 14 bis 18 Jahren - No Grannys, No Kids Kosten: 250,–/Person

Wir begeben uns auf eine historische Schatzsuche durch die Vergangenheit. Wir treffen die alten Römer, begegnen den wilden Mongolen und edlen Samurais, bestaunen die Kostbarkeiten des Maharadschas und machen Halt auf einer mittelalterlichen Ritterburg. …

Leistungen auf allen Freizeiten: Unterbringung in rustikal, gemütlichen Burgmehrbettzimmern, DU/WC gemeinsam, Vollpension (Frühstück, Mittag-, Abendessen), Lunchpaket nach Bedarf Anmeldung für alle Freizeiten: Silke Widmann, 0699 188 77 074 info@burg-finstergruen.at www.burg-finstergruen.at

ej burg finstergrün hot‘n fresh

17


jg#209 : 2014

ej h.b. > Reformierte Jugendliche international vernetzt

Reformierte Kirchengemeinde Oberwart Rückblick und Ausblick Ich möchte euch gerne einen Einblick in die Aktivitäten der Reformierten Kirchengemeinde Oberwart geben. Das jährliche Arkadenfest im Hof der Kirchengemeinde wurde am 15. September 2013 veranstaltet und war gut besucht. Viele Jugendliche waren als Helfer beim Getränkeausschenken und im Service tätig. Dieses Mal wurde der ökumenische Jugendgottesdienst der Oberwarter Pfarrgemeinden am 20. September 2013 in der reformierten Kirche durch die Zusammenarbeit von Pfr. Gúthy mit Konfirmanden und Firmlingen gestaltet. Das zentrale Thema des Gottesdienstes war „Zeit“. Bei der anschließenden Agape konnte man noch mit Freunden und Bekannten verweilen und somit dem Motto entsprechend miteinander Zeit verbringen. Am 21. September 2013 fand zum zweiten Mal der „Tag des Brauchtums“ statt. Das alte Pfarrhaus, der Gemeindesaal und der Hof verwandelten sich in einen Ort des bunten Treibens. Viele Besucher – Erwachsene, Jugendliche und Kinder – kamen, um sich verschiedene traditionelle Handwerkstechniken anzusehen. Im Gemeindesaal wurde den Interessierten Sensen Dengeln, Korbflechten und das Basteln mit „Kukuruzstroh“ präsentiert. Im alten Pfarrhaus hatten Kinder Freude am Basteln. Es wurde gefilzt, mit Knetmasse gebastelt und gezeigt wie Seife selbst hergestellt werden kann. In der hauseigenen Küche tummelten sich fleißige Mitarbeiterinnen, die für die Gäste schmackhafte Strudel zubereiteten.

18

hot‘n ej h.b. fresh

Im Hof konnten die Gäste die fertigen Köstlichkeiten und das eigens von unserem Herrn Pfarrer zubereitete Kesselgulasch bei schönem Wetter verzehren. Alle hatten Spaß am Zuschauen und Mitmachen. Seit Anfang Jänner laufen bereits die Proben für das nächste ungarisch-sprachige Theaterstück, welches im April viermal zur Aufführung kommen wird. Annähernd die Hälfte der Darsteller sind junge Mitglieder der Gemeinde (Aufführungstermine: 5./6. April 2014 und 12./13. April 2014).

Außerdem wurde beschlossen, dass der jährlich stattfindende Ball des Lesevereins der Reformierten Jugend Oberwart, statt wie bisher Ende Jänner, erst im April als Frühlingsball organisiert wird. Die Vorbereitungen dafür laufen ebenfalls bereits (Frühlingsball: 26. April 2014, Gasthaus Drobits). Somit fiebern wir noch einigen Highlights dieses Jahres entgegen.  Isabella Artner

Im Rahmen unseres „Schweizprojektes“ begegnen sich evangelisch-reformierte Jugendliche aus Wien-West und aus Trogen (Schweiz); aus zwei unterschiedlichen evangelisch-reformierten Lebenswelten. Es ist das „Highlight des Jahres“ für unsere Gemeindejugend, die sich aus jungen Menschen im Alter zwischen 13 bis 28 Jahren zusammensetzt. Seit einigen Jahren bieten wir mit unserem Schweizprojekt eine Möglichkeit für unsere Jugendlichen zur innergemeindlichen und internationalen Vernetzung an. Das Projekt besteht aus einem „Wiener“ sowie aus einem „Schweizer“ Teil. Unser erstes gemeinsame Wochenende in Wien (17 bis 19. Jänner 2014) stand unter dem Motto: „Der Schatz im Acker und die kostbare Perle“. Durch die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema gingen die Jugendlichen ihrem eigenen „Schatz“ bzw. der „kostbaren Perle ihres Lebens“ nach. Die Ergebnisse unserer „Schatzsuche“ wurden in einem gemeinsam gestalteten Abendgottesdienst (am 19. Jänner 2014) der Pfarrgemeinde präsentiert. Der Gottesdienst ermöglichte darüber hinaus auch für die Pfarrgemeinde einen Einblick in die Lebenswelt der Jugendlichen. Im „Schweizer“ Teil trifft sich die Gruppe aus 24 Jugendlichen in Trogen (1. bis 4. Mai 2014). So wie unsere Seite für das Programm in Wien verantwortlich war, so werden uns die Schweizer mit einem entsprechenden Programm in Trogen empfangen. Ein weiteres Ziel des Projektes ist, dass unsere Jugendlichen durch den Austausch die eigene evangelisch-reformierte Tradition in ihrer internationalen Vielfalt besser kennen und schätzen lernen. 

PK Réka Juhász


jg#209 : 2014

ej salzburg-tirol > news

… der ejst nn Im Rahmen einer erweiterten DJRKlausur befassten sich Anfang Feber ca. 20 Mitarbeitende aus neun Gemeinden mit dem Thema „Jugend und Spiritualität“. nn Auch beim DJR am 2. März wurde das Thema weiter vertieft und durch gemeinsame Bibelarbeit, Lieder und Gebete auch gleich praktiziert. Außerdem wurden Weiterentwicklungen des MABP diskutiert. nn Der Konfitag 2014 stand unter dem Motto „echt ICH. voll WIR“. 145 KonfirmandInnen und ca. 95 Mitarbeitende feierten in Wörgl. Erstmals war auch eine evangelische Jugendgruppe aus Südtirol mit dabei. Im Abschlussgottesdienst predigte Michael Simmer (Jugendpfarrer der EJNÖ) und die Band FIREnight (Freilassing/D) sorgte für gute Musik.

Tirol nn Gregor Örley (Ibk-Auferstehungskirche) und Katharina Nemec (IbkChristuskirche) wurden am 28. Februar 2014 bei einer Feierstunde im Rahmen des Projektes „Glanzleistung“ von Jugendlandesrätin Dr. Beate Palfrader für ihr ehrenamtliches Engagement im Rahmen der ejst gewürdigt. Wir gratulieren. nn Sebastiaan Murauer und Maria Streicher wurden mit dem Zertifikat „frei.willig“ ausgezeichnet. Gratulation! nn Das Land Tirol hat die ejst im zurückliegenden Jahr mit ca. € 11.400,– gefördert. nn Tiroler Gemeinden/EJ’s können sich mit Förderansuchen direkt an das JUFF wenden.

ein- und ausblick

angesagt

Neues vom Kinderschutz Entsprechend der DJR-Beschlüsse hat die ejst drei Personen als KinderschutzVertrauenspersonen benannt. Sie sollen spätestens ab Sommer 2014 bei Verdachtsfällen, Krisen oder Beratungsbedarf zur Verfügung stehen: Sarah Aster (Tirol), Petra Schindlegger (Salzburg) und Stephan Strohriegel (Salzburg). Voraussichtlich ab Herbst stehen die folgenden Multiplikatoren den Gemeinden unserer Diözese für MitarbeiterInnenfortbildung zur Verfügung: Sarah Aster, Oliver Binder, Edith Holzinger, Susanne Kreuzberger-Zippenfenig sowie Petra Schindlegger. Bereits beim Konfitag am 2. März wurden im Rahmen eines MitarbeiterInnenWorkshops wichtige Präventions-Impulse gegeben: Fakten wurden ausgetauscht und der KS-Prozess in der EJÖ erläutert. In erster Linie ging es aber um Sensibilisierung: Viele persönliche Beispiele der ca. 40 MitarbeiterInnen machten deutlich, dass auch sie sowie „unsere“ Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen von Gewalt, Vernachlässigung und Grenzüberschreitungen konfrontiert sind. Eine Veranstaltung der Stabsstelle für Kinder- und Jugendschutz der Diözese Innsbruck

Einladung

Präventiv Handeln gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit Fachtagung für ehren- und hauptamtliche MitarbeiterInnen in der kirchlichen, verbandlichen und Offenen Jugendarbeit

Samstag, 21. Juni 2014, 08.30 – 17.30 Uhr Haus der Begegnung Rennweg 12, 6020 Innsbruck In Zusammenarbeit mit: Evangelische Jugend Salzburg-Tirol, Katholische Jugend, POJAT, Haus der Begegnung

Salzburg nn 2013 hat die ejst vom Land Salzburg ca. € 12.100,– an Subventionen erhalten. nn Davon wurden ca. € 3.600,– als Förderungen an die Salzburger Gemeinden weitergegeben.

die Seiten der EJ Salzburg-Tirol werden gefördert durch:

Im Juni wird es in Innsbruck eine Fachtagung geben, der sich an die EJÖKriterien zur Präventions-Fortbildung der EJ-MitarbeiterInnen anlehnt: „Präventiv Handeln gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit“ Gemeinsam mit der kath. Diözese Innsbruck, der KJ, der POJAT sowie dem „Haus der Begegnung“ findet er am 21. Juni statt. Leitende ehrenund hauptamtlicher Mitarbeitende sind hierzu eingeladen (weitere Informationen auf S. 12).

Mal gefragt

15 Konfis und sechs MitarbeiterInnen gemischten Alters auf Konfi-Freizeit. Heftige Spiele am Vormittag. Dann eine intensive Zeit zu Glaubenseinstellungen, -erfahrungen und dem roten Faden Gottes in ihrem Leben. Sie sind ernsthaft und interessiert dabei, machen sich auf die Suche nach Spuren, die Gott in ihrem Leben hinterlassen hat. Schreiben und malen, jedeR für sich. Auch eine weitere Teilaufgabe findet ihr Interesse „Schreibe Fragen auf, die du gerne beantwortet hättest!“ Einzelarbeit, dann Plenum. Schließlich kommt es auf die Fragen zu sprechen. Einzeln werden sie anonym vorgelesen. Es ist mucksmäuschenstill. Um die Antworten wird gemeinsam gerungen – Konfis - Erwachsene – Jugendliche. Manche Fragen jagen mir wohlige, andere kalte Schauer den Rücken herunter. Ebenso die Antworten – manche bringen uns zum Lachen, andere fordern Widerspruch, einige treffen auf breite Zustimmung, manche bleiben aus. Die Antworten verrate ich nicht, die Fragen wohl (Für den Fall, dass mal wieder wer meint, Jugendliche interessieren sich nicht für christlichen Glauben, empfehle ich die Liste. Täglich. Mir auch.): nn Wie lernt man glauben? nn Warum trennt Gott die Wege von guten Freunden? nn Gibt es Gott wirklich? nn Wie können wir beweisen, dass es Gott gibt? nn Wann zeigt sich Gott? nn Erhörst du meine Gebete? nn Warum gibt es beliebte Menschen und unbeliebte? Es sind doch auch nur Menschen. Was ist der Unterschied? nn Was ist nach dem Tod? nn Wie kann man erkennen, dass Gott mich liebt? nn Warum liebt man einen Menschen? nn Existierst du?  |ob|

ej salzburg-tirol

19


jg#209 : 2014

Von Tellern und Rändern Tellerränder sind ja eigentlich dazu gedacht, auf dem Teller platzierte Nahrung daran zu hindern, den ihnen bestimmten Ort zu verlassen. Abgesehen davon, kann man aber auch über Tellerränder hinwegschauen. Dann schaut man meistens nicht nur über den eigenen Tellerrand, sondern auch über den eines Gegenübers. Man blickt über zwei Tellerränder und erkennt zwei Welten. Man verlässt seinen eigenen Teller und dringt mit einem Blick und dem Wort – wenn man sich unterhält – in den Teller seines Gegenübers ein. Insofern war der Name schon treffend gewählt, für einen Diskussions- und Nachdenkkreis, der sich zweiwöchentlich traf. Entweder bei einem der Teilnehmer zuhause oder in einem Studentenheim. Es wurde miteinander gegessen und diskutiert. Es wurde aber auch geschwiegen. Es wurde nachgedacht. Und es wurden Impulse gegeben. Ein Impuls, vom eigenen Teller aufzusehen, die Grenzen der Tellerränder zu verlassen und darüber hinaus zu denken. Die Gruppe bestand aus Menschen im studentischen Umfeld. Eigentlich alle hatten was mit der Universität zu tun gehabt oder haben es noch immer. Abgesehen davon war sie aber ausgesprochen heterogen. Christen mit verschiedenen Konfessionen, verschiedenen Hintergründen, verschiedenen Arten und Auslegungen im Glauben. Menschen aus verschiedenen Studienrichtungen. Menschen mit unterschiedlichen Tellerrändern. Das Essen war so unterschiedlich wie die Menschen. Es spiegelte die jeweilige Lebensrealität desjenigen wieder. Und das war dann zwischen Chili con Carne und vegetarischen Thai-Speisen angesiedelt. So war es auch mit den Impulsen – das Hohelied der Liebe war ebenso Thema wie die Versuchung. Was die einzelnen Menschen dazu zu sagen hatten war offen und ohne Scheu. Man hatte ein Semes-

20

ej salzburg-tirol

ter lang Zeit, sich mit Menschen auszutauschen, die nicht der eigenen Meinung waren. Menschen, deren Teller anders aussahen. Die Diskussionen, die sich im Anschluss an die Impulse entspannten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Nichts Menschliches – und nichts Unmenschliches übrigens auch – sollte uns fremd bleiben, sollte unausgesprochen, unbezeichnet bleiben. Sprachen wir Dinge aus, die man als blasphemisch verurteilen könnte? Wir sprachen teils Dinge aus, die man als blasphemisch beurteilen müsste. Teils, weil wir der Meinung waren, teils vielleicht auch, weil wir uns provozieren wollten. Den oder die anderen dazu bringen, ihren Tellerrand zu überblicken, aufzublicken und etwas zu sehen, wie sie es bis jetzt vielleicht noch nicht gesehen hatten. Etwas anders sehen. Etwas anderes sehen. Nicht selten vielleicht auch den Wald vor Bäumen nicht mehr sehen. Roden. Gelegentlich traf man auf Ansichten, die aus eigener Sicht abstrus waren. Ich traf auf Ansichten, die ich nicht teilen konnte. Aber am Ende konnte ich sie doch alle verstehen. Oft hatte ich das Gefühl, dass ich, selbst wenn ich mich zu

Odin, Thor und Freya bekannt hätte eher eine interessante Diskussion über meinen Glauben vom Zaun gebrochen hätte als Entrüstung. Nach etwa vier Treffen stellte sich auch bei mir eher ein Gefühl der Neugier ein, als eines der Ablehnung, wenn jemand Dinge sagte, die ich für unrichtig befand. Unterschiedliche Menschen – unterschiedliche Kommunikation. Mit dem einen traf man sich eher auf einer Wellenlänge mit dem anderen weniger. Ja, wir beteten auch miteinander. Unterschiedliche Gebete. Auf unterschiedliche Weisen. Ich weiß von mir selbst, dass ich eine sehr bedachte Art habe zu beten. Den Inhalt bedenken und entsprechend betonen. Vielleicht nicht jedermanns Sache, vielleicht hat es jemanden gefallen. Vielleicht hat es jemand interessant gefunden. Aber sicher habe ich alle, die mich hörten über meinen Tellerrand zu mir schauen lassen, um gleichzeitig bei jenen zuzusehen und zu hören. Es entstanden meines Wissens nach in diesem Kreis keine Liebesbeziehungen, es gingen jedoch auch keine dort in die Brüche. Aber es entstanden Freundschaften – mehr oder weniger intensiv. Doch ebenso wichtig – für Existentialisten wie mich: Der Wein war gut, das Essen war gut. Auf allen Tellern, über die Tellerränder hinweg. Florian Hasengruber ist Medizinstudent und hat gerne ein Bier neben dem Teller.

über den tellerrand

Info

über den tellerrand offenes evangelisches studi-treffen

„Über den Tellerrand:“ Im Wintersemester 2013/2014 trafen sich Innsbrucker Studierende alle 14 Tage.

sommersemester 2014

GEMEINSAM ÜBER DEN TELLERRAND SCHAUEN ...

TERMINE SOMMERSEMESTER 2014

• Du studierst in Innsbruck und bist am Austausch mit anderen Studis interessiert? • Du willst deinen Glauben leben, diskutieren, hinterfragen? • Du hast Lust am gemeinsamen Kochen oder am gemeinsamen Essen? • Du suchst nach einer offenen, lebendigen Gruppe?

Erstes Treffen zum Kennenlernen: 13. März um 19.30 Uhr im StudentInnen-Wohnheim der Diakonie.

Dann erwarten dich gemütliche Abende zu jungen evangelischen Themen! Unsere Treffen finden abwechselnd im StudentInnenWohnheim der Diakonie (Gänsbacherstr. 4, 6020 Innsbruck) und bei einem Studi zuhause statt. Einsteigen kannst Du jederzeit - unabhängig von Alter oder Taufschein. Die Termine im Wohnheim findest Du auf der rechten Seite, für alle anderen Termine melde Dich einfach bei uns!

Weitere Termine: • 27. März (bei einem Studi zuhause) • 10. April (OEZ Filmabend „Prädikat Wertvoll“) • 1. Mai (bei einem Studi zuhause) • 15. Mai (Wohnheim der Diakonie) • 29. Mai (bei einem Studi zuhause) • 12. Juni (Wohnheim der Diakonie)

Nähere Informationen: Clarissa Breu | 0699-18877573 | breu@innsbruck-christuskirche.at


jg#209 : 2014

j-motion 2014 – ver-rückt Im Sommer folgt der dritte Streich des christlichen Festival Camps… Na Servas!! Nicht nur örtlich ist j-motion heuer verrückt – von der „Insel Salzburg“ sind wir diesen Sommer umgezogen: Noch zentraler ins Jugendzentrum „YoCo Salzburg“. Es bleibt generell kein Stein auf dem anderen… Ob City-Challenge in der Stadt Salzburg, Poetry-Slammen, Schwarzlicht-Theater oder Gottesbrunch, es ist für JedeN etwas Verrücktes dabei! Gleich mehrere LiveActs und DJ's sind heuer wieder fix am Start und Lars Müller-Marienburg wird uns ver-rückte Geschichten aus/mit dem Leben von Jesus berichten! Ausschlafen ist heuer genauso drin, wie Relaxen in den Chill-Out-Lounges

vom YoCo, und auch für ganz verrückte Frühaufsteher gibt's Programm…In diesem Sinne: See you there! 

Florian Becker. Projektleiter

Ver-rückte Facts 28. bis 29. Juni 2014 in Salzburg, Jugendzentrum YoCo Teilnehmen: 14 bis 17 Jahre Mitmachen: 18+ als Support Preise: VVK: 25,– Alle Infos und Anmeldung auf j-motion.at und bei Facebook, Twitter und Google+.

Premiere in Innsbruck Diözesanfest (GAF) am (18.)19.06.2014 50 Jahre Auferstehungskirche Innsbruck. Grund genug zum Feiern – beim Diözesanfest am 19. Juni 2014. Nicht alles wird dort neu sein, aber dennoch gibt es für Kinder und Jugendliche eine Menge zu entdecken: Für Kinder startet alles am 19.06. mit einen Kindergottesdienst. Anschließend warten u.a. folgende Angebote: Reiten (!) mitten in Innsbruck; Kinder-Coctails an der „Wunder- und Groß-Bar“, Spiele und Leckereien… Erstmals wird es auch ein eigenes Jugendprogramm geben, das bereits am Vorabend (18./19.) beginnt: Gemeinsam mit

der KJ aus St. Paulus wird der Abend und die Nacht gestaltet: Volleyball, Zelten (?), Singen, vielleicht ein Konzert, Chillen, Beten, Besinnen, Feiern,… Die Details entstehen gerade. Weitere Premieren inklusive…  |ob|

Facts zum Diözesanfest Für Kinder: 19.06.2014; 10 bis 16+ Uhr unter der Leitung von Dagmar Hansen und Team Für Jugendliche: 18. bis 19.06.2014; Preis: ca. 15,–; Infos bei Oliver Binder

ej salzburg-tirol

21


jg#209 : 2014

ej kärnten-osttirol > Stärke – Nähe – Erinnerung Konfi-Freizeit Gailtal und Lienz Ich erinnere mich gern an die gemeinsamen Tage mit den Konfis aus Hermagor, Lienz, Treßdorf und Weißbriach.

bringen. Es ging um die Nähe zu Gott, die Erinnerung an Jesus, die Möglichkeit sich für den Alltag zu stärken, Gemeinschaft zu erleben, die Hoffnung zu spüren, dass alles wieder gut wird, und sich klar zu machen, so wie ich bin, darf ich sein… Keine leichte Aufgabe und die Mitarbeiter/innen, denen an dieser Stelle ein herzlicher

Vom 10. Jänner bis 12. Jänner kamen 50 Konfis und zehn Mitarbeiter/innen am Rojachhof zusammen und erlebten eine große Nähe – untereinander und auch (in bestimmten Momenten) zu Gott. Das große Thema dieser Tage war das Abendmahl. Die Konfis hatten unter anderem die Aufgabe, die unterschiedlichen Aspekte des Abendmahls an sechs verschiedenen Tischen zum Ausdruck zu

Lage, dies gestalterisch darzustellen und den übrigen Konfis in der anschließenden „Museumszeit“ zu vermitteln: Während dieser sogenannten Museumszeit besuchten neu zusammengesetzte Kleingruppen (in jeder Gruppe war jeder Tisch mindestens einmal vertreten) die einzelnen Tische. Nachdem zuerst die „frem-

Dank gilt, waren echt herausgefordert. Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass es endlich möglich geworden ist, den Blick beim Abendmahl eben nicht nur auf die Gemeinschaft zu richten. Dadurch, dass jede Gruppe sich intensiv mit einem Thema beschäftigt hat, war sie auch in der

HOLYgan – Folgen hat Folgen Silvesterfreizeit 2013/14 „Wir sind echte HOLYgans, wir sind Jesus Christus Fans!“ – unter diesem Motto trafen sich vom 27. Dezember bis zum 1. Jänner rund 45 Jugendliche und junge Erwachsene in der Villa Friedheim in Seeboden, um gemeinsam eine tolle Silvesterfreizeit zu haben... Im Mittelpunkt der Freizeit stand heuer das Thema „Nachfolge“. Durch die täglichen Bibelarbeiten, die heuer Bernd Stamm, ein junger Referent aus Deutschland, machte, erfuhren und erlebten wir, was es heißt, Jesus nachzufolgen. Vor allem die Geschichten von biblischen „Holygans“, der Worshipabend mit der Band „Letters for Jonah“ und Abendandachten im Friedheim oder im Freien ließen uns

22

ej kärnten-osttirol

spüren und erkennen, wie groß unser Gott ist und wie gesegnet wir sind, wenn wir ihm folgen. Dank der guten Gemeinschaft und der tollen Ideen des Teams hatten wir natürlich auch ganz viel Spaß. Wir lieferten uns spannende Wettkämpfe wie zum Beispiel am Kennenlern-Abend, beim Geländespiel oder beim Tischfußballturnier. Wir backten, bowlten, bastelten und hatten eine schöne Zeit mit alten und neuen Freund/innen. Ein Highlight der heurigen Freizeit war die „Hockey Night“, bei der sich die Mannschaften „Werder Schämen“, „Juventus Urin“, „FC Eiern München“ und Co. nicht nur durch Sportlichkeit, sondern

auch durch Wissen, Konzentration und ein bisschen Glück ein so manch spannendes Match lieferten. Durch den Silvesterabend endete die Freizeit und das Jahr 2013 genauso schön, wie das neue Jahr begann, denn „Gott nahe zu sein ist mein Glück“. 

Rebekka Graf


jg#209 : 2014

Let’s do it! Seminartage für Mitarbeiter/innen in der Arbeit der EJ Kärnten/Osttirol

den“ Konfis aufzählten, was sie an diesem Tisch entdeckten, wurde von den „Insidern“ abschließend ergänzt, was zu kurz gekommen war. Mich persönlich besonders beeindruckt hat die erfolgreiche Umsetzung des Stärkungsgedanken, was in der Museumszeit zu eindrücklichen Gesprächen über die Herausforderungen im Alltag geführt hat. Herausgefordert waren die Konfis aber auch an den Abenden der Konfi-Freizeit: Beim Casino Royal und der Chaos-Rallye waren besondere Begabungen und echte Teamarbeit gefragt. Keine Frage, dass alle sich mächtig ins Zeug gelegt haben! Kurz um: Eine starke Sache, an die sich viele gern erinnern.  Kirsten Kemmerer

Vom 16. bis zum 17. Nov. und vom 14. bis zum 15. Dez. nahmen insgesamt 43 junge Mitarbeiter/innen an den Schulungsangeboten der EJ Kärnten/Osttirol teil. Damit hat sich die Beteiligung im Laufe des letzten Jahres verdoppelt und beweist uns, dass gut Ding eben Weile braucht. Und ein gutes Ding war es! Von der 1. Hilfe und ersten Infos über Gruppendynamik und die damit verbunden Prozesse bis hin zur Spielpädagogik standen auch Fragen rund um die Thematik Recht und natürlich eine Auseinandersetzung mit den Kinderschutzrichtlinien auf dem Programm. Vor allem der letzte Punkt erwies sich – aufgrund des jungen Alters einzelner Mitarbeiter/innen – als spannendes Unterfangen. Aber mit Hilfe einer Zusammenstellung von körpersensiblen und Grenzen aufweisenden Spiele aus der Methodenbox „Gemeinsam stark sein“ des Deutschen Jugendrotkreuzes ist es gelungen, die Teilnehmenden in diesem Bereich empfindsam zu machen. Dies scheint sich zu bestätigen, da – auf die Frage, woran sich Teilnehmende erinnern – häufig verschiedene Spiele genannt wurden, die einzelne Aspekte der Inhalte vertieften. Aber auch das Chaos-

spiel, bei dem alle unterschiedliche, sich zum Teil wiedersprechende Arbeitsaufträge bekommen, und das Kooperationsspiel, bei dem ein Ei verpackt werden sollte, sind in lebhafter Erinnerung geblieben. Lebhaft war auch die Auseinandersetzung mit den rechtlichen Fragestellungen, die von den Teilnehmenden selbst eingebracht wurden und auf ihre unterschiedlichen Erfahrungen beruhten. Was mich abschließend zum Dank führt, der den Teilnehmenden gilt, die ihre Fragen und Erfahrungen eingebracht haben, und sie zusammen mit den Referentinnen, einer Mitarbeiterin des Roten Kreuzes, Stefanie Salmen, und Melanie Selke – auch ihnen unser Dank – zu dem gemacht haben, was sie waren: Ein gutes Ding eben! Danke! (Kirsten Kemmerer)

Sarah Johanna Nicole auf den Spuren von Platon und dem Kind in sich selbst Platon soll Folgendes gesagt haben: „In einer Stunde Spiel kann der Mensch mehr lernen als in einem ganzen Leben Gespräch.“ Diesem Satz spüre ich innerlich nach. Stimmt das? Für Kinder bestimmt: Als Kind bereite ich mich durch Rollenspiele auf mein späteres Leben vor, ich spüre mich in die Welt der Erwachsenen hinein, ich sehe die Welt mit anderen Augen, ich lerne die Bedeutung von Regeln kennen und vor allem setze ich mich mit meinem Alltag auseinander, kann diesen verarbeiten. Alles kein Thema! Aber heute? Ich bin schon lange kein Kind mehr und ich spiele trotzdem gern. Lerne ich dabei noch immer? Ich würde sagen: „Ja!“ Beim „Backgammon“ betreibe ich aktiv Stochastik, bei „Tabu“ verbessert sich mein Wortschatz, beim „Quizduell“ mein Allgemeinwissen und bei einem „Spiel“, das viele aus der eigenen Schulzeit kennen, habe ich etwas über Konflikte gelernt: nn Im Konflikt zu verharren kann wehtun, dann nämlich, wenn ich selbst mittendrin stehe, wenn es an allen Seiten an mir zerrt und zieht. nn Um einen Konflikt aufzulösen, braucht es meine Beteiligung. Wenn ich mich weigere, scheitern alle. nn Manchmal scheint es komplizierter als es ist. Das „Spiel“ von dem ich spreche: der gordische Knoten. Und klar, man weiß das eh alles, aber wenn man die verschiedenen Varianten im Spiel direkt nacheinander erfahren hat, sitzt das

Wissen tiefer. Übrigens: Noch spannender waren die Erkenntnisse nach der Konfliktlösung – wenn die denn erfolgreich war: nn Wir sind immer noch ein Team, aber manche orientieren sich neu – alle stehen im Kreis, aber nicht alle blicken in die Mitte. nn Wir sind kein Team mehr, sondern mehrere, die jeweils eine neue Mitte haben – es sind zwei oder mehr Kreise entstanden, bei denen alle in die jeweilige Mitte blicken. nn Wir sind kein Team mehr, sondern mehrere, aber wir sind mit der Situation unzufrieden – es sind zwei oder mehr Kreise entstanden, bei denen manche in die Mitte schauen, andere sich nach außen orientieren. nn Wir sind kein Team mehr, aber auf ewig miteinander verbunden – zwei ineinander verschlungene Kreise haben sich gebildet. nn … Und dann noch die Traumlösung: Wir sind immer noch ein Team – alle stehen im Kreis und blicken in die gemeinsame Mitte. Aber so selten wie das beim gordischen Knoten passiert, so selten gelingt es im echten Leben. Und trotzdem: Den Knoten gelöst zu haben, gilt beim Spiel als Erfolg, und so habe ich gelernt, mich auch im echten Leben ganz einfach darüber zu freuen, dass Konflikte gelöst werden, wenn auch nicht immer mit Traumlösung. In diesem Sinne grüßt euch um so manche spielerische Erkenntnis reicher Eure Sarah Johanna Nicole

ej kärnten-osttirol

23


jg#209 : 2014

ej niederösterreich > inside EJNÖ

Grundlagen der Prävention von sexueller Gewalt 2013 hat der JURÖ die Kinderschutzrichtlinie der EJÖ beschlossen. Ein Schlagwort bzw. Thema, welches in den letzten Monaten immer wieder und an unterschiedlichen Stellen auch in der EJNÖ aufgetaucht ist. Am 6. und 7. Dezember 2013 veranstaltete die EJNÖ im Zuge der Implementierung der Richtlinie eine Schulung zum Thema „Grundlagen der Prävention von sexueller Gewalt“. 25 ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende folgten der Einladung ins Bildungshaus St.Hippolyt in St.Pölten. Hauptreferentin Mag. Astrid Winkler, Geschäftsführerin der NGO ECPAT Österreich, gab eine Einführung in das Thema und den vielschichtigen Begriff „Gewalt“. Sie erläuterte die Chancen und Probleme von „Nähe und Distanz“ für Mitarbeitende und leitete entsprechenden Übungen und Workshops zu diesem Thema an. Psychotherapeutin Eva Brenner vom Kinderschutzzentrum Die Möwe sprach insbesondere über physische und psychische Signale bei Gewaltopfern und der empfohlenen Vorgehensweise mit Opfern und TäterInnen. Ergänzt wurden die Ausführungen durch ein Referat von Chefinspektor Andreas Bandion (Leiter des Fachbereiches Prävention im LKA NÖ), welcher u.a die rechtlichen Aspekte aufzeigte und sich dem Schulungsthema mit der Sichtweise eines Exekutivbeamten näherte. Ziel der EJÖ und ihrer Gliederungen ist es, dass in den nächsten Jahren alle Mitarbeitenden, die regelmäßig und intensiv in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sind, eine Schulung oder Fortbildung zu diesem Thema absolvieren. Dies soll in Niederösterreich durch zentrale Schulungen, sowie durch Ver-

EJNÖ on the road

DJR Nummer drei Am 16. November fand der dritte Diözesanjugendrat (DJR) 2013 statt. Hauptpunkt der Sitzung stellte die Kinderschutzrichtlinie (KSR) und ihre Umsetzung dar. Nach der Präsentation und Informationen über den Ist-Stand wurde intensiv diskutiert. Große Einigkeit herrschte im Gremium bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit der KSR, auch konkrete Inhalte wie Schulungsmaßnahmen und Verhaltensregeln fanden breite Zustimmung. Offene Kritik gab es an bestimmten Punkten in der Wortwahl. Die KSR ist nach wie vor in allen entscheidenden Gremien an der Tagesordnung, in denen auch die Stimme Niederösterreichs gut vertreten ist. Herzlichen Dank allen DJR-Delegierten für die tatkräftige Teilnahme bei den Sitzungen im Jahr 2013!

Alles ist möglich dem der da glaubt

anstaltungen vor Ort in den Gemeinden stattfinden. Daher wird die EJNÖ 2014 verstärkt auch an der strukturellen Ebene in diesem Bereich arbeiten. Es sei in diesem Zusammenhang an eine Initiative der Bundesgeschäftsstelle der EJÖ hingewiesen. Diese wird im Frühjahr und/oder Herbst eine Schulung für Mitarbeitende anbieten, welche sich als Multiplikatoren/ TrainerInnen für das Anliegen und die Inhalte der Kinderschutzrichtlinie einsetzen wollen. Weitere Infos direkt bei Clemens Kolb, Projektreferent EJÖ c.kolb@ejoe.at oder Jugendpfarrer Mag Michael Simmer, m.simmer@ejoe.at ms/ejnö

Die EJNÖ ist im Jugendrat und seit Herbst auch in der Jugendkommission des Landesjugendreferates NÖ vertreten. Am 17. Jänner 2014 veranstaltete das Jugendreferat im Landtagssaal das erste NÖ Jugendforum. Als headliner des Nachmittages war Thomas Geierspichler, mehrfacher Paralympicssieger im Rennrollstuhlfahren, geladen. Der bekennende Christ sprach in eindrucksvoller Weise über sein Leben, den einschneidenden Autounfall und den Weg vom Junkie zum Profisportler. Immer wieder rückte der Salzburger in seinem Vortrag – wie in seinem Leben – einen Vers aus dem Markusevangelium in den Mittelpunkt: „Alles ist möglich dem der da glaubt.“

Back on the road. Auch 2014. Die Mitarbeitenden der EJNÖ sind auch 2014 wieder viel unterwegs. Wir treffen uns hoffentlich beim Hallenfußballturnier in St.Pölten und beim NÖ Kirchentag in Baden. „Setz’ auf Gott“ lautet das Thema, welches uns vom Jugendgottesdienst am Vormittag bis hin zum Outdoor-Nachmittagsprogramm begleiten wird. Beim Konfitag SÜD in Wr. Neustadt sind wir ebenfalls dabei, so wie bei vielen Gemeindeveranstaltungen, besonders mit den Konfi-Kursen. Frag’ einfach in deiner Gemeinde nach!

24

hot‘n ej niederösterreich fresh


jg#209 : 2014

Aus dem Leben der Gemeinden…

Klausurtag 2014 Wie war’s, wie ist’s, wo geht’s hin? Mitten im laufenden Arbeitsjahr – dafür aber pünktlich zu Beginn des Kalenderjahres 2014 – hat sich die Diözesanjugendleitung NÖ zu einem Klausurtag getroffen. Auf den ersten Blick ein etwas eigenartiger Termin und doch richtig und sinnvoll gewählt. Immerhin ist das amtierende Gremium seit fast zwei Jahren im Einsatz, die letzte Klausur liegt schon fast 18 Monate zurück und vor fast einem Jahr kam es zu einer Amtsübergabe beim Vorsitz. Zudem ist Michael Simmer zwar erst seit September 2013 als Pfarrer im Einsatz, doch besetzt er schon fast eineinhalb Jahre die Stelle des Hauptamtlichen. Grund genug also, einen Blick zurück zu werfen auf große und kleinere Erfolge und auf gelungene und verbesserungswürdige Projekte, um dann aus dem Reflektierten Konsequenzen für die kommenden Monate zu ziehen. So stellte der Blick in die Zukunft verständlicherweise einen weiteren wichtigen Klausurpunkt dar. Wie soll mit schwindenden Teilnehmendenzahlen bei einzelnen Projekten (z.B. Volleyballturnier) umgangen werden, welche innovati-

ven Ideen (z.B. Konfitag Nord/Ost; diözesaner Sporttag) lassen sich wie umsetzen und wie ist der Arbeitsinput auf den unterschiedlichen Verantwortungsebenen (in den Gemeinden, in den Regionen, auf Diözesanebene, auf Bundesebene) zu balancieren. Wie kann das, was gut gelaufen ist, noch weiter verbessert werden (ohne dabei Einfluss auf das Wetter nehmen zu müssen, wie dies z.B. beim nö Kirchentag nicht gelang). Selbstverständlich stellte auch die Tatsache, dass in ca. einem Jahr die DJL neu gewählt werden muss und dies unterschiedlichste Vorbereitungsarbeiten benötigt, einen umfangreichen Diskussionspunkt dar. Darüberhinaus bot der Klausurtag auch die Chance, abseits vom Sitzungsall­ tag vertieft ins Gespräch untereinander und miteinander zu kommen. Methodisch angeleitet wurden Arbeitsverhältnisse und –aufgaben reflektiert, die Kommunikation intern und extern beurteilt und Kritik und Unzufriedenheit ebenso offen ausgesprochen wie Lob und wertschätzende Anerkennung. red

Volleyballturnier in Wr. Neustadt Je größer die Routine wird, desto leichter ist man auch aus dem Konzept zu bringen. Einzelne Mitglieder des Teams der EJNÖ veranstalten das Volleyball- und das Fußballturnier schon seit vielen Jahren und entsprechend routiniert läuft alles ab. Ort und Zeit festlegen, Ausschreibung gestalten und versenden, Anmeldelisten führen

die Handyverbindungen rasen. Wenn aber dann noch kurzfristig vorher die Halle auf Grund eines administrativen Fehlers plötzlich nur sehr eingeschränkt zur Verfügung steht, steht alles Kopf. So ist es uns in den Tagen vorm Volleyballturnier am 23. November in Wr. Neustadt ergangen. Schlussendlich hat ein

in den Pausen die Begegnung und das Kennenlernen zu ermöglichen. Das Team aus Purkersdorf besiegte im Finale jenes aus Mödling, nahm daher den Wanderpokal wieder mit nach Hause. Herzlichen Dank allen Teams für die Treue und den Einsatz! red

und forcieren, usw... Wenn bis einige Tage vor dem Turnier noch fast keine Anmeldungen vorliegen, wird es etwas brenzlig. Absagen oder nicht? Wie mit der verbindlichen Budgetierung verfahren? sind nur einige der Fragen, die durch den Kopf und

kleines, feines, spannendes und fröhliches Turnier mit Teams aus Purkersdorf, St.Aegyd, Wr. Neustadt, Mödling und dem Laura-Gatner-Haus der Diakonie in Hirtenberg stattgefunden. Erneut stellte die EJNÖ die Verpflegung zur Verfügung, um

Druck gefördert mit finanzieller Unterstützung des Jugendreferates der NÖ Landesregierung

ej niederösterreich

25


jg#209 : 2014

„Ich muss verrückt sein, so zu leben“ Shane Claibornes Buch könnte man wohl als ein Manifest bezeichnen, für tätige Nächstenliebe, für gelebtes Christsein und für Solidarität mit Not leidenden Menschen weltweit. In unzähligen Geschichten erzählt er, wie er und gleichgesinnte Freunde beschließen ihren Glauben praktisch zu leben. Aufgewachsen im amerikanischen Bible Belt und sozialisiert in Jugendgruppen, wo es nur um Unterhaltung zu gehen schien, fragen sie sich, ob dieses Christsein wirklich alles ist. Sie schließen Freundschaft mit Obdachlosen, reisen nach Kalkutta, um in Leprakrankenhäusern zu arbeiten und schließlich in den Irak. Claiborne schreibt gegen ein „SichZurücklehnen-Christen­t um“ an. Er plädiert für ein radikales Christentum der Liebe, wo Menschen aus Randgruppen, Kriegsgebieten etc. als Brüder und Schwestern gesehen werden. All dies erzählt er in einer packenden, oft witzigen Sprache, sodass man sein Buch schnell durchgelesen hat. Allerdings ist ein wenig schwierig, den roten Faden nicht zu verlieren, es wirkt teilweise chaotisch. Zwar gibt es Kapitel, doch wird häufig Erzählung an Aufforderung gereiht, ohne dass Struktur im Buch sichtbar wird. Dies ist allerdings nur ein kleines Manko, das nur wenig ins Gewicht fällt. Inhaltlich könnte man Shane Claiborne vielleicht auch vorwerfen, etwas naiv, zu idealistisch oder zu fanatisch zu sein. Angesichts der Dinge, die er erlebt hat, lässt sich ein solcher Vorwurf (von einer bequemen Couch aus) aber nur schlecht machen. Alles in allem ist „Ich muss verrückt sein, so zu leben“ ein Buch, das sehr zum Nachdenken anregen kann. Auch einzelne Kapitel lassen sich gut herausnehmen und gemeinsam lesen, um im Anschluss vielleicht die eine oder andere Aktion im Sinne eines „tätigen Christentums“ zu planen. Fazit: Durchaus kontrovers, gut lesbar und mit Potenzial, sich auf das praktische Handeln auszuwirken.  Susanne Opitz Shane Claiborne "Ich muss verrückt sein, so zu leben" Brunnen Verlag, 368 Seiten ISBN: 978-3-7655-7054-4, € 13.30

26

sites & seiten

Luther Eine Biographie über den Reformator Martin Luther ist dieses Jahr in ComicForm erschienen. Paradox: der Zeichner und Autor Moritz Stetter glaubt selbst nicht an Gott. Das hat den Vorteil, dass Martin Luther nicht glorifiziert und damit neutral dargestellt wird. Ein Nachteil ist, dass bis auf Luthers Erkenntnis „Allein durch den Glauben“ theologische Auseinandersetzungen Mangelware bleiben. Dafür werden das Leben und Wirken von Martin Luther und die politischen sowie gesellschaftlichen Verhältnisse umfassend dargestellt. Moritz Stetter lässt Jahreszahlen lebendig werden und beweist, dass Geschichte nicht langweilig sein muss. Er konzentriert sich auf die wesentlichen Ereignisse, setzt die wichtigen Personen in Szene und verliert sich nicht in Details. So lassen sich die Zusammenhänge zwischen Kirche, Politik und alltäglichem Leben dieser Zeit einfach erschließen. Ein geschichtliches Fachbuch ersetzen die kurzweiligen 150 Seiten jedoch nicht. Die Texte sind mit Humor, teilweise scharf gewürzt. Sehr eindrücklich sind zahlreiche Darstellungen, welche die Gedanken und Gefühle von Martin Luther beschreiben und somit Einblick in die Gedankenwelt der Menschen des Spätmittelalters geben. Die Zeichnungen ha-

ben eine charakteristische Mischung aus Ernsthaftigkeit und gefühlvollem Humor, stellen das menschliche Verhalten überspitzt und tölpelhaft dar. Teilweise sind sie auch etwas makaber und deshalb kein „Muss“ für die Kindergartenbibliothek. Luther geht nicht als Held vom Platz, sondern als ein von Zweifeln geplagter Mensch. Erbittert über die von ihm weder beabsichtigten, noch verschuldeten kriegerischen und chaotischen Auswirkungen in Mitteleuropa. Die vielen ermutigenden und geistlichen Impulse Luthers, die den Aufbau einer neuen Kirche begründeten, spielen in dem Buch kaum eine Rolle. Fazit: Sehr empfehlenswert, um geschichtliche Ereignisse zu erschließen. Das geistliche Erbe Luthers erscheint aber nur am Rande. Erhältlich bei http://www.ejw-buch. de/shop Clemens Kolb Moritz Steiner "Luther" Gütersloher Verlagshaus, 160 Seiten ISBN: 978-3-579-07054-4, € 15,50

Warum französische Kinder keine Nervensägen sind Die amerikanische Schriftstellerin Pamela Druckerman lebt mit ihrem britischen Mann und ihrer Tochter in Paris und stellt fest, dass es zwischen dem Verhalten amerikanischer und französischer Kinder signifikante Unterschiede gibt. Gleichermaßen kommt sie zu der Auffassung, dass französische Eltern in der Regel deutlich entspannter sind als amerikanische Eltern. Sie machte es sich zur Aufgabe, die Gründe dafür herauszufinden, warum zum Beispiel französische Kleinkinder in der Regel viel früher beginnen, nachts durchzuschlafen als amerikanische oder deutsche Kinder. Herausgekommen ist dabei dieses Buch, bei welchem es schwer zu unterscheiden ist, ob es sich um einen Ratgeber oder um eine Unterhaltungslektüre dreht. Jedenfalls erfährt man über Kindererziehung mehr, als in manchem trockenen Sachbuch. Das Buch gibt einen unterhaltsamen Einblick in die unterschiedlichen Kulturen. Und damit verbunden, nach welchen Prinzipien in den jeweiligen Ländern Kinder heranwachsen. So beschreibt Druckerman zum Beispiel, dass die Franzosen ein

unbewusstes Prinzip anwenden, nämlich, dass sie generell ein paar Minuten warten, bevor sie sich dem Kind zuwenden, wenn dieses irgendein Bedürfnis angemeldet hat. Das hat zur Folge, dass französische Kinder besser mit Frustration umgehen, während amerikanische häufig einen Wutanfall bekommen, wenn sie nicht alles sofort erhalten. Dieses Buch ist nicht nur für Eltern und solche, die kurz davor stehen, sondern für alle, die auf irgendwelche Art mit Kindern zu tun haben eine wunderbare Lektüre.Clemens Kolb

Pamela Druckerman "Warum französische Kinder keine Nervensägen sind" Mosaik Verlag, 368 Seiten ISBN: 978-3-442-39245-2, € 18,50


jg#209 : 2014

Das Seminarangebot der freiwilligenakademie 2014 Die EJÖ ist auf der Plattform freiwilligen­ akademie vertreten, die seit 2001 Seminare für MitarbeiterInnen der Mitgliedsorganisationen anbietet. EJ MitarbeiterInnen auf Bundes- und Landesebene zahlen nur 45,– Euro pro Seminar – alle anderen bitte anfragen. Zielgruppen sind vor allem ehren- und nebenamtliche, die sich weiterbilden und vernetzen wollen. Die Seminare 2014 Wann ist es gut genug? Umgang mit Lebensenergie und Stress mit Ilse Kranebitter und Bernd Kronowetter (21.–23.03.2014)

Take MAK 2014 Checkpoint Freundschaft Last Minute CheckIn!

Vereinsrecht mit Herta Schuster (26.04.2014) Digitale Fotografie Erich Reismann (19.–21.09.2014) Very important Persons – Jugendliche motivieren und halten mit Mag. Eva More-Hollerweger (14.–16.11.2014) Alle Infos zu den Seminaren: www.freiwilligenakademie.at

Mitarbeiter Schulung So geht das! Gruppen leiten – Menschen beGEISTern! Für MitarbeiterInnen und alle Jugendlichen ab 14 6. bis 9. Juni 2014, Burg Finstergrün. Anreise schon am Do, 5. 6., nachmittags möglich – gemeinsamer Zeltaufbau, Nacht am Lagerfeuer

Anmeldeschluss für unseren JungmitarbeiterInnenkurs für alle EJ-Jungmitar­ beiter*innen zw. 14 & 18 Jahren und Multiplikator*innen wie Gempäd/Pfr/Jugref/ EA/… – aus ganz Österreich ist am 24. März! Heuer findet unser immer brechend volles JungmitarbeiterInnen-Bildungsevent vom 11. April bis 13. April im JUFA Bad Aussee (Jugendherbergsstraße 148, 8990 Bad Aussee) statt. Für nur 60,– Euro bist du dabei. Bring feste sportliche Schuhe, Regenschutz, Bibel, Schreibzeug, Hausschuhe mit. Triff viele junge Menschen, erfahre, dass Freundschaft mehr ist als nur Facebook! Nimm wichtige Impulse für deine Mitarbeit in der Gemeinde und deinen alltäglichen Glauben mit. Lustige Spiele, allerlei Musik, tiefsinnige Andachten, interessante Workshops, viel Zeit für dich und deine Freunde, gemütliches Café, kurzweiliger Gottesdienst, fetzige Disco, geniales Essen,… Du bist mitten drin!!!

Pfingstzelttreffen Du machst mit bei unserer Pfingstzeltfreizeit für 8 bis 13jährige – und checkst dabei ab: nn So geht das! Zelt aufbauen, kochen am Feuer, vor allem: eine Gruppe leiten nn Menschen beGEISTern nn gruppen- und erlebnispädagogische Highlights und praktische Tipps Mit Fleur Kant, Sibille Schöntauf und dem Team der Pfingstzeltfreizeit Kosten: € 65,– für Zelt, Programm, VP (subventioniert von der EJÖ) € 37,– Fahrtkosten von/nach Graz Minus Frühbucherbonus € 10,– (bei Anmeldung bis zum 30.4.) Anmeldeschluss 21.5.2014 Veranstalter: EJ Graz-Heilandskirche und Stmk. Leitung: „Jugendfreizeiten-Pfarrer“ Manfred Perko

Als Hauptreferent*innen konnten wir dieses Jahr Katharina Haubold, 27 Jahre jung, aus Herborn/D, vom Bibellesebund und Daniel Rempe (Jahrgang 1981) vom CVJM in Deutschland gewinnen. Weiters gibt es folgende spannende zehn Workshops:

„Zwischen Machtkampf und Vertrauen“ – Gruppendynamik und Gruppenphasen, „Im Angesicht des Gesetzes...“ – rechtliche Rahmenbedingungen für MitarbeiterInnen, „Let‘s Play…“ Mit wenig Ressourcen große Spiele machen, „Jüngerschaft, die Jünger schafft…“ was Christ sein heute ausmacht, „Social Media“ - Wie würde Jesus die neuen Medien nutzen?, „Let‘s talk about Liebe, Sex und mehr…“, „Freundschaft zerbrochen…“ wie geht es weiter?, „Erzählwerkstatt“ – packend frei erzählen, „Offene Jugendarbeit“, „Jugendgottesdienste“ – es geht auch anders! Alle Infos und last minute Anmeldung hier: www.ejoe.at/ej-bildung/take-mak.html

Kinotipp „Macht Energie“ Die Doku zeigt in imposanten Bildern die Auswirkungen unseres Energieverbrauchs. Ihre Reise durch den Energiewahnsinn führt Hubert Canaval und Corinna Milborn auf Atom-Müllhalden, zu den Ölbohrungen in die Arktis und zu überfluteten Dörfern – aber auch zu Rebellen, die gegen die Macht der Konzerne ankämpfen und die Energie-Erzeugung selbst in die Hand genommen haben. Die neue Doku vom Produzenten von „We feed the world“ und „More than Honey“. Seit 7. März im Kino. www.machtenergie.at

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Evangelische Jugend Österreich. Redaktion: Oliver Binder, Thomas Dasek, Karin Kirchtag, Johannes Modeß, Birgit Roitner-Schobesberger. Ständige MitarbeiterInnen: Joachim Hoffleit. Redaktion Sonderseiten: Burg Finstergrün: Gerd Brandstätter, HB: Ivo Friedberg, Salzburg-Tirol: Oliver Binder, Kärnten-Osttirol: Kirsten Kemmerer, NÖ: Michael Simmer. Schlussredaktion und Produktion: Thomas Dasek. Alle: 1050 Wien, Hamburgerstr. 3/2 OG, Tel. 01/317 92 66, Fax: 01/317 92 66/16, E-Mail: jg@ejoe.at. Fotos: Artner (18), Böhmer/pixelio.de (16), ejst (19), Graf (22), Hautumm/pixelio.de (3), Hoffmann (19), Juhasz (18), Kasper/pixelio.de (4,5,6,7), kallejipp/photocase (17), Kemmerer (22,23), knipseline/pixelio.de (1), manun/ photocase (17), Menges (21), Nemec (Grafik 20), Peter/pixelio.de (10), Podauke (20), powderpunk/photocase (27), privat (17,24,25), Schomaker (11), Schütz (12), Sturm/pixelio.de (9), Tworke/pixelio.de (3). Layout: Arno Dudek, www.maas.at. Hersteller: Evang. Presseverband. Offenlegung: Informationen aus dem und für den Bereich evangelischer Kinder-und Jugendarbeit. Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Erscheint viermal jährlich. Einzelpreis € 1,45. Bankverbindung: Raiffeisenlandesbank NÖ IBAN: AT90 3200 0000 0747 4059, BIC: RLNWATWW.

hot’n fresh

27


>>>>>>>> > update März

  6.–9.: MitarbeiterInnen Schulung „So geht das!“ Gruppen leiten – Menschen beGEISTern!, Burg Finstergrün

15.: DJR NÖ, Mödling INFO

Juni

EJ Niederösterreich

INFO

15.: DJR OÖ, 14-18h, Timelkam INFO

EJ Oberösterreich

21.-23.: Seminar der Freiwilligenakademie: „Wann ist es gut genug? Umgang mit Lebensenergie und Stress“, Spital/Phyrn INFO EJÖ

INFO

INFO

EJ Salzburg/Tirol

INFO EJÖ

11.–13. TakeMAK „Checkpoint Freundschaft“, Bad Aussee INFO EJÖ

INFO

EJ Salzburg/Tirol

INFO

INFO

EJ Niederösterreich

21.: Fachtag „Präventiv Handeln gegen sexualisierte Gewalt in der Jugendarbeit“, Innsbruck EJ Salzburg/Tirol

22.: EJOÖ-Beachvolleyballturnier, Sportpark Lißfeld INFO

19.:Diözesanfest (GAF) mit Kinderprogramm, Innsbruck-Auferstehungskirche

EJ Wien

19.: NÖ Kirchentag mit Jugendprogramm, Baden

INFO

18.: Jugendnacht (beim Diözesanfest), Innsbruck-Auferstehungskirche

EJ Salzburg/Tirol

15.: EJW-Volleyballturnier, Wien Prater Jesuitenwiese INFO

April

EJ Niederösterreich

14.: Kinderkirchentag, Kitzbühel INFO

31.: Einsendeschluss „Aktion fairer Handel“

EJ Steiermark

  7.–9.: Pfingstlager, Bad Großschönau INFO

28.–29.: MA UP DATE “Jugendgottesdienst”, Innsbruck

EJ Steiermark

  6.–9.: Pfingstfreizeit „Feuer und Flamme - Ich bin beGEISTert!“, Burg Finstergrün

EJ Oberösterreich

27.–29.: Projekt „j-motion 2014 – begeistert“, Salzburg INFO

EJ Salzburg/Tirol

EJ Salzburg/Tirol

21.: Kinderschutz-Fachtagung, Innsbruck INFO

25.–26.: Jugend-MA-Nacht, Innsbruck INFO

Juli

EJ Salzburg/Tirol

EJ Salzburg/Tirol

Sommerfreizeiten der EJ www.sofrei.at

26.: Seminar der Freiwilligenakademie: „Vereinsrecht“, Spital/ Phyrn INFO EJÖ

27.: Jungschartag: „So a Glück“, GIS INFO

EJ Oberösterreich

27.: Kindermusical, Zell am See INFO

EJ Salzburg/Tirol

30.4.–4.5.: EJÖ-Berlinreise „Berlin - eine Stadt mit vielen Geschichten“

Kontaktinfos

INFO EJÖ INFO EJÖ

01/317 92 66, 0699/188 77 095, office@ejoe.at, www.ejoe.at

Mai 11.: Jugendgedenkmarsch im Rahmen der Gedenkfeier und Befreiungsfeier 2014 im KZ Mauthausen/OÖ INFO EJÖ

INFO

INFO

INFO

EJ Niederösterreich

INFO

EJ Niederösterreich

INFO

EJ Salzburg/Tirol

23.–25.: JURÖ – Jugendrat für Österreich, Linz INFO EJÖ

INFO

INFO EJÖ

EJ Oberösterreich

0732/772 51 51, ej.ooe@aon.at, http://ejooe.ejoe.at INFO

EJ Salzburg/Tirol

0699/188 77 551, office@ejst.at, www.ejst.at INFO

EJ Steiermark

0316/822 316, 0699/188 77 605, ej-stmk@evang.at, www.believa.at INFO

29.5.–1.6. Gesamttagung für Kindergottesdienst in der EKD, Dortmund/D

EJ Niederösterreich

02742/733 11–13, 0699/188 773 23, ej.noe@ejoe.at, http://ejnoe.ejoe.at

EJ Wien

01/587 31 42, 0699/188 77 879, ej.wien@ejoe.at, http://ejw.ejoe.at

P.b.b. Verlagspostamt 1090 Wien, Erscheinungsort Wien Österreichische Post AG/Sponsoring.Post, Nicht retournieren Postzulassungsnummer: GZ 02Z032645

16.-18.: KUF Innsbruck

EJ Kärnten/Osttirol

04242/241 31-23, 0699/188 77 205, ej.kaernten@ejoe.at, http://ejkt.ejoe.at INFO

17.: Konfitag SÜD, Wr.Neustadt

EJ Burgenland

03363/779 61, ej.bgld@ejoe.at, http://ejbgld.ejoe.at INFO

16.: Jugendnacht, Strasshof

EJÖ Burg Finstergrün

01/317 92 66–17, 0699/188 77 074, info@burg-finstergruen.at, www.burg-finstergruen.at

junge gemeinde 209 - Frühjahr 14  

Das evangelische Magazin für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. "der will doch nur spielen" Was in der Jugendarbeit gespielt wird.