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MÄRZ 2016 Nr. 10 Wert € 4,50

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DUSTIN JOHNER

DIE PLUSMINUS-LISTE

Life on the road

Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

Hat der VSV eine gute Hand bei Imports?

ŽIGA PANCE EIN ADLER IM HÖHENFLUG

den MVP 2015/16 by GENERALI 22 DIAMANTEN fürpowered


Après-Hockey

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INHALT AUSGABE 10 | MÄRZ 2016 6 EIN KLEIN GANZ GROSS 10 ŽIGA PANCE 13 DIE PLUS-MINUS-LISTE 18 DUSTIN JOHNER – LIFE ON THE ROAD 22 DIE MVP-WAHL 2015/16 23 SHOPPING TIME IM FANSHOP! 26 HEIMSPIELE 28 KALENDER-PRÄSENTATION 30 INSIDE HOCKEY 32 RICK CUNNINGHAM 34 AUSWÄRTSFAHRT NACH SZÉKESFEHÉRVÁR 38 CHRISTOF KROMP 40 MIHA VERLIC IM INTERVIEW

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Am Cover: Žiga Pance Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

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Foto: P.Kuess

EDITORIAL

LIEBE VSV-FANS!

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it dem Wechsel im Coaching und dem Engagement von Greg Holst hat der VSV eine gute Hand bewiesen. Die Spieler mögen ihren neuen Trainer und hören auf ihn, der Erfolg ist in die Tirolerstraße zurückgekehrt. Trainer und Spieler begegnen sich mit dem notwendigen Respekt, die Spieler kämpfen bis zum Umfallen. Ein neuer Energieschub ist in die Mannschaft gekommen und von Spielern, von denen man glaubte, sie seien keine gute Wahl gewesen, sieht man nun wunderbare Vorlagen und Tore. Es tut gut, mit ansehen zu können, dass man trotz härtesten Umständen sehr gut mitspielen und mit Disziplin und Taktik wichtige Spiele für sich entscheiden kann. Positiv für die Zukunft ist es auch, dass Greg Holst eine ausgezeichnete Hand dafür hat, unsere jungen Eigenbauspieler in die Mannschaft einzubauen und ihnen Vertrauen zu schenken. Das Heranwachsen dieser Früchte sehen wir teilweise schon jetzt und werden sie in Zukunft ernten können. Die Rückkehr von Wolfgang Kromps Sohn Christof war ebenso ausgezeichnete Arbeit von Greg Holst. Christof fügt sich perfekt in die Mannschaft ein und arbeitet wie alle anderen jungen Spieler auch hart, um immer besser zu werden. Auch ist es dem Trainerteam geglückt, eine eingeschworene Truppe aus unseren Spielern zu machen, die sich in jedes Spiel verbeißt und alles tut, um Punkte und Siege zu holen. Wir dürfen aber nie vergessen, wo wir herkommen. Mit unseren Mitteln ist es immer wieder ein Drahtseilakt, das zu bieten, was unser Publikum sich wünscht. Wir können versprechen, dass wir immer ehrliches Eishockey bieten werden. Wir werden gute Spiele spielen, aber auch schlechte. Wir werden tolle Kombinationen sehen, aber auch Puckverluste und Fehlpasses. Wir werden nicht jedes Spiel gewinnen. Aber wir können versprechen, dass wir immer alles geben, um zu gewinnen. In diesem Sinne hoffen wir, noch eine lange Saison zu haben, und wünschen Ihnen viel Freude am VSV!

Ihr Giuseppe Mion Obmann

Medieninhaber & Herausgeber: VSV Marketing&Merchandising GesnbR, Tiroler Straße 47, 9500 Villach Redaktion: Sandra Kreiner Anzeigenverwaltung, Layout & Produktion: mehrWERT Werbe- u. Marketing GmbH, Funderstraße 1A, 9020 Klagenfurt am Wörthersee Creative Direction: Daniel Vellick für www.mehr-wert.at Druck: online Druck GmbH, Brown-Boveri-Straße 8, 2351 Wr.Neudorf Erscheinungsweise: 2 Ausgaben/Jahr Auflage: 10.000 Für Satz- und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 und 2 Urheberrechtsgesetz, sind vorbehalten. Es gilt das Tarifblatt 2015/16.

„AL’DENTE“-RESTAURANT BELOHNT SPIELER FÜR BESONDEREN EINSATZ!

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m 31. Juli 2015 eröffnete das Restaurant „al’Dente“ Pasteria, Salateria und Pizzeria im Villacher Einkaufszentrum ATRIO. In modernem Ambiente werden trendige Pasta-, Salat- und Pizzakreationen frisch mit hochwertigen und natürlichen Zutaten zubereitet. Auch die VSV-Cracks wussten die Qualität der Gerichte von Anfang an zu schätzen und wurden schnell zu Stammgästen. Jörg Ziegelmeyer und sein Team, die selbst große Eishockeyfans sind, haben sich aus diesem Grund eine besondere Form der Belohnung ausgedacht: Den Coaches stehen für jedes VSV-Spiel Gutscheine zur Verfügung für je ein Gratisessen im „al’Dente“. Diese Gutscheine werden von den Trainern nach dem Match an Spieler für besondere Leistungen vergeben. „Wir überreichen die Gutscheine als Belohnung, wenn ein Spieler besonderen Einsatz gezeigt hat, zum Beispiel für blockierte Schüsse. Falscherweise bekommen oft nur diejenigen die Anerkennung, die Tore geschossen haben. Bei uns zählt aber die Aufopferungsbereitschaft für den Erfolg des Teams“, erklärt Greg Holst. Und nicht nur die Spieler, auch die VIP-Gäste des EC VSV durften sich heuer vier Mal über die Köstlichkeiten vom „al’Dente“ beim VIP-Buffet freuen.  4

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THEBIG PIC GREG HOLST

Foto: © Greg Holst privat

Dass VSV-Head-Coach Greg Holst wirklich ein harter Hund war, zeigt auch die Wahl der Fotos für seine Weihnachtskarten von anno dazumal. Statt Familienfotos und Weihnachtsmännern bekamen Freunde und Familie von Holsti Festtagsgrüße mit einem Bild von seiner Einrückung beim Bundesheer im Jahr 1984. Unser Big Picture!

SPIELER ALS KIND

NICO BRUNNER

Fotos: © Familie Brunner privat

Erkennen sie diesen Eishockeystar auf den Kinderfotos? Dieser Knirps ist ein Blau-Weißer durch und durch. Er hat den VSV quasi in seinen Genen, denn auch sein Onkel kämpfte schon für Siege der Adler. Es ist die 5-Jährige Version unserer Nummer 20, Nico Brunner!

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Foto: © EBEL

EIN „KLEIN“ GANZ GROSS 6

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Als Eishockeyfan wundert man sich manchmal, was sich die Leute dabei denken, die den Spielplan machen. Zeitungen fallen oft über die Liga und den Spielplanproduzenten her, doch der kann eigentlich rein gar nichts für die teils verwirrenden Runden. Kennt man alle Rahmenbedingungen, die beachtet werden müssen, um einen Spielplan zu erstellen, wundert man sich, dass es überhaupt jemand schafft, einen zu Stande zu bringen. Wir möchten den Mann, der sich Jahr für Jahr plagt, um allen Vereinen und Wünschen gerecht zu werden, vorstellen. Thorsten Klein ist 38 Jahre alt, gebürtiger Wiener und ein Zahlengenie. Von den Vereinen wird er wertschätzend „Dr. Spielplan“ genannt.

VHN: Warum macht man als Spielplanmacher nicht einen einfachen Hin- und Rückrundenspielplan? Warum ist alles so kompliziert? KLEIN: Das wäre mir auch am liebsten. Aber ich muss ziemlich viel berücksichtigen, was dann die ganz reinen Hin- und Rückrunden nicht machbar macht. Manche Dinge liegen in den Händen der Vereine, manche in europäischen Eishockeyterminen und manche in Vereinswünschen. Und wenn alles zusammenkommt, wird es richtig kompliziert. VHN: Wann beginnen Sie mit der Planung des Spielplans? KLEIN: Ich fange im Februar an, das Gerüst zu machen. Als Allererstes müssen wir die Spieltage fixieren. Ein wichtiger Punkt dabei sind Hallennichtverfügbarkeiten. Wenn eine Halle nicht frei ist, kann man nicht spielen. Wir haben ca. 50 Spieltage mit Hallennichtverfügbarkeiten. Das ist ganz schön viel. Alleine mit diesen ist der Wunsch nach der simplen Hin- und Rückrunde schon nicht mehr erfüllbar. VHN: Was ist als nächstes zu beachten? KLEIN: Wünsche von Servus TV und Laola1. Sie haben auch fixierte Übertragungstermine, auf die man Rücksicht nehmen muss. Danach gibt es die IIHF Breaks, die vom ÖEHV gewünschten, die Termine der Champions Hockey League und die Nationalteamtermine. VHN: Wie spielen die Nationalteamtermine da hinein? KLEIN: Wir sind eine länderübergreifende Liga. In Slowenien, Italien und Österreich ist es nicht fix, ob man A-WM oder B-WM spielt. Die B-WM Termine werden immer erst während der laufenden A-WM fixiert und sind daher nicht weit voraus planbar. Dann gibt es auch noch Olympiaqualifikationen, die z. B. heuer in die Qualifikationsrunde hineinfallen (Italien und Ungarn). VHN: Gäbe es ein Worst-Case-Szenario? KLEIN: Würde zum Beispiel Italien B-WM spielen und Österreich nicht und das Finale der EBEL wäre zwischen Bozen und einem anderen Club, dann würde die B-WM parallel laufen und Bozen könnte nicht spielen. So ein Beispielszenario hatten wir, aber Gott sei Dank, noch nicht. VHN: Wie sieht es mit den ungeliebten Dienstagsrunden aus? KLEIN: Die sind weder Erfindung von mir noch von den Clubs, sie sind zwingend notwendig, wenn Österreich in der B-WM spielt, und nicht notwendig. wenn wir in der A-Gruppe sind. Die EBEL-Termine müssen sich nach den internationalen Terminen richten. VHN: Das ist eine ganze Menge an Hindernissen für den Spielplan. Warum passiert es aber, dass so wie heuer der VSV drei Mal gegen Salzburg gespielt hat, aber erst einmal gegen Dornbirn? KLEIN: Es kommt noch dazu, dass sich die 12 Vereine der Liga darauf geeinigt haben, dass man den weit entfernten Mannschaften wie Dornbirn Roadtrips ermöglicht. Das bedeutet, dass Dornbirn auswärts zum Beispiel in Wien spielt und dort übernachtet und dann weiter nach

Székesfehérvár fährt. Solche Sachen bringen wieder einiges durcheinander. Dann beachten wir noch, dass wir Großsportveranstaltungen ausweichen, und ich muss alle EBYSL- und EBJL-Spiele mit denen der EBEL abstimmen, denn in Villach gibt es zum Beispiel nur eine Halle, also kann auch nur eine Mannschaft dort spielen. VHN: OK, das klingt kompliziert. Jetzt kann aber alles fertiggemacht werden, oder? KLEIN: Nein, nicht ganz. In der seitens der Besucher attraktivsten Phase, dem Dezember und rund um Weihnachten, soll jeder Verein ungefähr gleich viele Heimspiele haben, dann noch eine ungefähr gleiche Verteilung der Heimspiele in jedem einzelnen Monat, da man den Zuschauern nicht zumuten kann, in einem Monat x-mal öfter in die Halle zu gehen und im anderen Monat kaum. Aber wenn man das alles beachtet, kann man sich ans Werk machen. VHN: Was würde Ihnen am meisten helfen, um den Spielplan ausgeglichener zu machen? KLEIN: Wenn die Hallen fast immer verfügbar wären. Wenn es keine Halle gibt, kann man nicht spielen, das ist einfach so. Villach kann man lobend hervorheben, da gab es in der Vergangenheit öfters Termine ohne Halle, aber mittlerweile gibt es hier eine super Abstimmung und wir haben es hier einfach. Das ist aber nicht überall so. VHN: Gibt es irgendwelche Sonderregelungen, wenn ein Verein keine Halle hat? Strafen? KLEIN: Vor den Play-offs nicht. Die 12 EBEL-Vereine haben beschlossen, dass vor den Play-offs einfach Spiele verschoben werden, Beispiel ist VSV und Laibach. Laibach hat in der Qualifikationsrunde zeitweise keine Halle, daher konnte der VSV nicht zu Hause gegen Laibach starten, sondern wir mussten verschieben. Aber sobald die Play-offs stattfinden, verliert man das Heimrecht und es wird halt einmal öfter in der gegnerischen Halle gespielt. Das Problem hatten wir aber noch nie. Alles in allem versuchen wir die Rahmenbedingungen immer weiter zu verbessern. Es kann nicht immer für alle perfekt sein, das geht einfach nicht. Je weniger Forderungen und Hindernisse es in Bezug auf den Spielplan gibt, desto einfacher ist es für mich und desto ausgeglichener für die Teams. Ich mache ja nichts für mich selbst, ich erfülle nur die Vorgaben der Vereine. VHN: Wie lange dauert denn die Erstellung des Spielplans, bis dieser fix und fertig steht? KLEIN: Das dauert ungefähr einen Monat, wo ich mich von früh bis spät rein damit beschäftige. Da geht nichts anderes. Man sieht also, dass weder die Liga noch Thorsten Klein mit Absicht irgendwelche Paarungen fixieren, die den Vereinen und Zuschauern dann sauer aufstoßen. Die Liga befolgt die von den 12 Vereinen abgestimmten Regeln und versucht alle Sonderwünsche, auf die sich die 12 Vereine einigen, zu erfüllen.  www.ecvsv.at

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Wie gut das Teamgefüge in dieser Saison ist, merkt man auch daran, dass die ganze Mannschaft sich auch immer gerne privat zu gemeinsamen Aktivitäten trifft. Hier sieht man ein Foto vom 4. Geburtstag von Dustin Johner‘s Tochter Georgia. Zu diesem Anlass trafen sich die Spieler mit ihren Familien zum Bowling.

PLUS

MINUS DIE GROSSE AUFHOLJAGD DES VSV BLIEB UNBELOHNT. Um einen knappen Punkt verpasste man den direkten Einzug in die Play-offs. Doch über die Qualifikationsrunde kämpften sich die Adler unter die Top-8 und fixierten die Teilnahme an der Post-Season noch vor dem KAC. .

MATT KELLY

Ohne Worte. Eine unglaubliche Leistung für unseren Verein.

Foto: © Kuess / qspictures.net

KAC-FANS ATTACKIEREN SPIELERFRAUEN. Kann doch nicht wahr sein. Solche Leute gehören aus den Hallen verbannt. Gewalt – egal welche Farbe man hat – darf nie im Spiel sein.

VSV-FANS WOLLEN DUSTIN JOHNER NACH EINEM DERBY ABPASSEN und ihn „aufmischen“, weil er Ihrer Meinung nach zu wenig punktet. Wie tief kann man sinken? Das hat mit Fan-Sein nichts zu tun.

So manch selbst ernannter Eishockeyexperte stand mit einem „#9 NO!“ -Schild in der Eishalle und demonstrierte für eine Vertragsauflösung des VSV mit Dustin Johner. Auch bei Radiointerviews wurde dem VSV von Fans mitgeteilt, Johner sei nicht tragbar. Nun, der VSV hat seine Hausaufgaben im Sommer gemacht und Johner aus gutem Grund verpflichtet.

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ohner ist ein wichtiger Mann in der Kabine, charakterlich top und immer mit Herzblut bei der Sache. Die Nummer 9 im blauweißen Dress ist der Mann schlechthin bei den Bullies. Er gewinnt fast alle. Einen derart starken Spieler beim Bully hatte man zuletzt mit Jason Krog. Außerdem wusste man, dass Johner ein verlässlicher Scorer ist, er hatte noch nie eine leere Saison, er hat immer getroffen, wenn es wichtig war. Und genau hier hat es sich zum wiederholten Male gezeigt, dass es besser war abzuwarten als auf einen Spieler „einzuhauen“, wie es manche Experten als besser empfunden hätten. Unter Hannu Järvenpää war Johner der beste Bullyspieler, härteste Arbeiter, einer der schnellsten Eisläufer und einer, der keine Scheibe verloren gegeben hat. Bei manchen Fans zählte das nicht, zählten nur Tore, wurde die Nummer 9 für kollektive Niederlagen alleine verantwortlich gemacht. Mit dem neuen Coach Greg Holst klebte Johner kein Pech mehr am Schläger, fand der Scorer zu seinen Qualitäten. Mit 31 Punkten (14 Tore und 17 Assists) ist Johner genauso effizient wie McBride und Pance. Das aktuelle Highlight war ein Hattrick beim 5:1 Sieg des VSV

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gegen den KAC am 2.2.2016. Doch nicht nur Tore produziert der Kanadier aus Calgary. Auch seine Vorlagen können sich sehen lassen. Einige Fans haben erwartet, dass Dustin Johner der neue Derek Ryan wird, doch das war nie geplant. Erstens kann man einen Spieler wie Ryan nicht nachkaufen und zweitens hat der VSV heuer deutlich erklärt, die Last des Punktens auf viele Schultern verteilen zu wollen und nicht nur auf einige wenige. Bei der Beurteilung eines Spielers sind eben weit mehr Faktoren in Betracht zu ziehen als Tore und Punkte. Andernfalls hätte man schon manche Lieblinge nach Hause schicken müssen, die trotzdem die Herzen der Fans erobern konnten. Gott sei Dank ist es nun aber möglich, die Täfelchen einzupacken und die Hände zum Klatschen zu verwenden, wenn wir alle „Dustin Johner, ole ole ole“ singen. VSV. Wir greifen an! 

Foto: © Oskar Höher

FROM ZERO TO HERO


– NACHRUF –

RIK WILSON Am 22. Jänner 2016 ereilte uns die traurige Nachricht, dass Richard William Wilson im Alter von 53 Jahren überraschend verstorben ist.

Foto: © Gustav Ropatsch

Wilson war einer der schillerndsten Verteidiger, die je in Villach gespielt haben, er absolvierte die Saisonen 1988/89 und 1990/91 in Villach, in 89 Spielen erzielte er 118 Punkte. Zuvor brachte er es auf 273 NHL-Spiele. Rik Wilson war auch für seinen Ruf als „Tough-Guy“ bekannt, in 89 Spielen beim VSV schaffte er es auf gewaltige 250 Strafminuten. Seine harten Checks waren gefürchtet. „Rik Wilson war einer der sympathischsten und ehrlichsten Kämpfer, die der VSV jemals zu seinen Spielern zählen durfte“, sagt Giuseppe Mion über seinen damaligen Teamkollegen und Freund. Er wird für immer eine Legende und in den Herzen der Fans bleiben.

MICHAEL GRABNERS GROSSE ÜBERRASCHUNG! Michael Grabner ist ein Spieler, der trotz seines Erfolgs immer bodenständig und ohne Starallüren blieb. Große mediale Aufmerksamkeit bekam er vor kurzem wegen einer besonders sympathischen Tat. Er machte seiner ehemaligen Gastfamilie ein Geschenk, von dem viele Amerikaner träumen.

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Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

ls der Villacher mit 16 Jahren nach Spokane ging, um dort in der WHL zu spielen, fand er in den McCanns eine Gastfamilie, die ihm bis heute am Herzen liegt. Der NHL-Star lebte drei Jahre unter ihrem Dach und hält noch immer guten Kontakt mit der Familie. Er trifft die McCanns jedes Jahr, wenn er zu Besuch in der Heimatstadt seiner Frau Heather ist. Grabner wusste, dass seine Gastmutter Rachel ein riesiger Fan der Denver Broncos ist. Normalerweise sind die Seattle Seahawks die Nummer 1 in diesem Teil der USA, doch genau aus diesem Grund entwickelte sie eine so große Leidenschaft für die Broncos. Michi Grabner wusste, dass die Mannschaft heuer beim größten Sportevent des Jahres in den USA, dem Super Bowl, gegen die Carolina Panthers spielte, und überraschte seine frühere Gastmutter kurzerhand mit Tickets für das Spiel und den Flug nach San Francisco als Dankeschön für die jahrelange Gastfreundschaft. Die Krönung des Ganzen war, dass die Mannschaft sich auch noch den Sieg holte.  www.ecvsv.at

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ŽIGA PANCE – EIN ADLER IM HOHENFLUG! Žiga Pance wechselte nach der letzten Saison vom HC Bozen zum EC VSV und entwickelte sich am und abseits vom Eis sofort zum Publikumsliebling. Der Slowene setzt auf Bodenständigkeit und harte Arbeit.

Žiga Pance relaxt in der Bar Divino im Holiday Inn Villach. Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

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Ž In Villach zu spielen ist großartig für mich, ich genieße jeden einzelnen Moment hier! – Žiga Pance

igas Leidenschaft zum Eishockey wurde entfacht, nachdem er mit seinen Eltern ein Derby in Laibach, gegen Jesenice, besuchte. Die Konkurrenz der beiden Vereine ist vergleichbar mit Villach und Klagenfurt. Nach diesem Spiel war sich der damals 4-Jährige sicher, dass Eishockey sein Sport ist. Mit 16 Jahren spielte er bereits in der Kampfmannschaft von Laibach und vereinbarte mit seiner Schule eine Ausnahmeregelung, die es ihm ermöglichte, dem Eishockey weiter nachzugehen. Pance wuchs mit einer Schwester (18) und einem Bruder (24) in Laibach auf. Sein Bruder Erik ist ebenfalls Eishockeyspieler. „Ich spielte mit meinem Bruder gemeinsam in Ljubljana, er hatte aber gesundheitliche Probleme, das hat ihn etwas zurückgeworfen und jetzt ist er in Ungarn. Ich denke aber, dass er noch die Möglichkeit, hat aufzusteigen“, erzählt der 27-Jährige. Der Kontakt zu seiner Familie ist dem Stürmer extrem wichtig, deshalb ist die Nähe zu seiner Heimat mit ein Grund, warum er sich in Villach so wohl fühlt. „Meine Familie und Freunde können mich immer besuchen kommen, auch für meine Freundin ist es ideal, sie hat jetzt die Möglichkeit nach Hause zu fahren, wenn wir ein Auswärtsspiel haben. Wenn man weg von zu Hause ist, ist es nicht immer leicht, gerade zu Weihnachten und Silvester, aber dieses Jahr war das kein Problem, man fährt ja nur eine Stunde“, erklärt der sympathische Slowene. Abgesehen von der geographischen Lage sieht Žiga den Schritt, zum VSV zu gehen, als eine gute Entscheidung: „In Villach zu spielen ist großartig für mich, ich genieße jeden einzelnen Moment hier! Am Anfang der Saison haben wir gekämpft, es lief nicht so, wie wir es uns wünschten, aber mittlerweile passt es und wenn ich frei habe und nach Slowenien fahre, freue ich mich immer wieder, zurück nach Villach zu kommen, auch weil innerhalb der Mannschaft die Chemie stimmt. Jeden Tag, wenn man in die Halle kommt, ist die Stimmung toll. Wir haben wirklich viel Spaß miteinander!“ Ganz im Gegensatz zu seinem Beruf, der mit Bewegung und Reisen verbunden ist, ist Pances größtes Hobby das Arbeiten am Computer: „In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit meinem Computer. Ich würde gerne mal einen Kurs machen und lernen, wie man Anwendungen und Websites erstellt, oder auch als Grafiker arbeiten, weil ich mich schon immer dafür interessiert habe. Das könnte eventuell ein Job für mich nach der Eishockeykarriere sein. Ich mag es, wenn ich kreativ sein und etwas gestalten kann, sodass am Ende ein Resultat entsteht, das man zeigen kann.“ Privat steht bald großes Glück bevor, denn seine Freundin Tanja bekommt im Juli ein Baby. „Wir erwarten ein Kind, das wird eine komplett neue Erfahrung für Tanja und mich, wir können es kaum erwarten, bis das Baby endlich da ist.“ Auf die Frage, welche Art von Vater er werden wird, antwortet er: „Ich denke nicht, dass ich ein strenger Vater sein werde, das kann ich mir nicht vorstellen. Wahrscheinlich muss man einen gesunden Mittelweg zwischen streng und nett finden.“ Wie man einen richtigen Schlagschuss macht, wird er seinem ersten Kind vermutlich nicht beibringen, denn es wird ein Mädchen. „Eishockeytechnisch wird sie wohl eher nicht mein Erbe antreten, aber ich werde ihr gerne alle Sportarten beibringen, die sie machen möchte, vielleicht kommt sie ja mehr nach ihrer Mutter und macht Zumba, das sollte dann wohl eher Tanja übernehmen“, lacht Žiga. Es gibt jedoch eine Sache, die ihm besonders wichtig ist, da es auch seine Kindheit prägte und er der Meinung ist, dass Kinder heutzutage oft keine richtige Kindheit haben: „Ich bin ein einfacher Mensch, versuche immer positiv zu bleiben und nett zu anderen zu sein. Ich möchte, dass meine Tochter auch eine bodenständige Mentalität mitbekommt, dazu gehört für mich, dass sie eine richtige Kindheit haben soll, wie wir sie früher hatten. Wir konnten es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und raus ins Freie zu gehen. Wir kamen nur nach Hause, um etwas zu essen und zu trinken, das möchte ich für mein Kind auch. Technologien sind eine gute Sache und wichtig für die Menschheit, aber für Kinder ist es nicht gesund, wenn sie den ganzen Tag nur vor dem Computer oder am iPad sitzen“, findet Pance. Ideal für Kinder sieht das Paar auch die Umgebung in Villach. Sie leben derzeit am Faaker See, wo sich die Familie schon richtig gut eingelebt hat: „Es ist wunderschön, besonders im Sommer, man hat so viele Möglichkeiten, ist gleich in der Stadt, aber trotzdem am Land, mit viel Grünfläche und dem tollen See, ich genieße einfach jeden Tag hier!“ 

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DIE PLUS-MINUS LISTE Fotos: © Citypress

Es liegt in der Natur des Menschen, dass man negativen Dingen mehr Wert gibt als positiven. Man erinnert sich eher an schlechte Dinge als an gute Dinge. Und man sagt leichter, dass das Glas halb leer sei als halb voll. Genauso verhält es sich mit Legionären. Die Spieler aus dem Ausland werden grundsätzlich komplett falsch eingeschätzt und am Ende erinnert man sich nur an die, die einem nicht gefallen haben. Und schnell entstehen dann solche Sätze wie „Der VSV hat keine gute Hand bei den Legionären.“ Doch stimmen tut das überhaupt nicht. Wir zeigen auf.

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ie erste falsche Einstellung des Eishockeyfans ist, dass jeder Legionär eine Tormaschine sein muss und jeder Legionär besser sein sollte als der beste Österreicher. Das war vielleicht einmal so, doch mittlerweile hat sich das grundlegend geändert. Aufgrund mangelnder Nachwuchsarbeit aller Vereine und daher eines nicht wirklich großartig bestückten Spielermarktes benötigen die Vereine Legionäre. Und das nicht nur für die erste Linie, manchmal auch für die dritte. Weil es z.B. keinen Center oder Flügel aus Österreich gibt, wie man ihn braucht. Und dann erwartet man sich vom Legionär nicht mehr, als man sich von einem Dritte-Linie-Spieler eben erwartet. Dieser Spieß kann sich natürlich wieder umdrehen, wenn durch die Nachwuchsoffensive, die gestartet wurde, in ein paar Jahren wieder mehr österreichische Cracks am Markt sind. Doch weiter zum Status quo. Dann gibt es Spieler, die der Verein, der nicht nur auf Tore und Assists schaut, als sehr wertvoll einstuft, die Fans aber als wertlos. Bestes Beispiel dafür: Brad Cole. Am Eis spielte der Verteidiger trocken und unauffällig. Liebling der Massen konnte er damit nicht werden. Die

Arbeit, die er durch seine Art und seine mentale Stärke in der Kabine und für die Mannschaft am Eis leistete, war aber unglaublich wertvoll. Die zweite falsche Vorstellung ist, dass Einzelpersonen Spieler für den VSV aussuchen und verpflichten. Im Gegenteil. Es ist immer ein Zusammenspiel von den jeweiligen Trainern, Obmann Giuseppe Mion und vielen Informanten aus der gesamten Eishockeywelt. Die endgültige Entscheidung liegt beim Trainerteam, das aber natürlich nur aus den leistbaren Kandidaten auswählen kann. Zum Schluss muss der Vertrag für den Wunschkandidaten vom Manager ausgehandelt werden und durch sein Geschick ein Vertrag zu Stande kommen. Und wenn das klappt, ist der Spieler in Villach. Wir möchten alle Legionäre seit Beginn der Neuausrichtung des VSV in der Saison 12/13 beleuchten, ein „+“ für jeden positiven Einkauf vergeben und ein „–“ für jeden negativen, am Ende jeder Saison dann einen Vergleich ziehen und am Ende aller Saisonen ebenso. Blieb ein Legionär mehr als eine Saison, wird er in der kommenden neu bewertet, denn es könnte sowohl eine gute als auch eine schlechte Entscheidung gewesen sein, ihn zu behalten. www.ecvsv.at

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SAISON 12/13 1

J. P. LAMOUREUX

TORMANN

Niemand wusste, dass das der Sensationstransfer schlechthin war. Der VSV hat schnell genug erkannt, welcher Diamant für diese Saison verfügbar war, und hat ihn vor allen anderen Mannschaften unter Vertrag genommen. Lamoureux ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, nicht nur ein guter Goalie, sondern einer, der Spiele alleine entscheiden kann. Ein Top-Pick des VSV. 2

BRAD COLE

VERTEIDIGER

Am Eis eher unauffällig, in 49 Spielen 16 Punkte. Nicht umsonst wurde er in Villach Derek Ryans bester Freund. Charakterlich ein unglaublicher Typ, eine tolle Einstellung zum Eishockey und zum Training, extrem gemocht auch von den jungen Spielern, da er sich sehr um sie gekümmert hat. Die Fans waren nicht unbedingt auf seiner Seite und waren froh, dass das Gastspiel nach einer Saison beendet war. 3

SCOTT HOTHAM

VERTEIDIGER

Der rechte Verteidiger war unglaublich wertvoll für den VSV.

SAISON 13/14 1

J. P. LAMOUREUX

TORMANN

Sein zweites Jahr beim VSV und definitiv die richtige Vereinsentscheidung. J. P. spielt weiterhin seine Qualitäten perfekt aus! 5

KLEMEN PRETNAR

VERTEIDIGER

Gut gemacht, VSV. Der Slowene besticht weiter durch seine Qualitäten aus Saison eins und ist ein wichtiger Bestandteil des Teams. 14

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Brillierte in der Abwehr, punktete sowohl mit Toren als auch Assists. Wichtig für unser Powerplay. Ein echter Gewinn in seiner Premierensaison. 4

JOHN HUGHES

STÜRMER

Ein genialer Spieler mit Hang zur Lässigkeit und unstetem Lebenswandel. Am Eis einfach unglaublich. Torgefährlich, Assistgeber par excellence, von jeder Abwehr schwer zu halten. Ein Mann, bei dessen Spiel auf dem Eis man mit der Zunge schnalzen kann. Der VSV hat sich monatelang um ihn bemüht und nie locker gelassen, nie aufgegeben. Obwohl viele gesagt haben, dass so jemand nie und nimmer nach Villach zu bekommen sei, hat es geklappt. Ein unglaublicher Transfer, den viele große Mannschaften an sich vorbeigehen lassen haben. 5

KLEMEN PRETNAR

VERTEIDIGER

Jeder mochte den flinken und immer positiven Slowenen in der VSV-Abwehr. Er gab Stabilität, spielte die Scheibe schnell aus dem Gefahrenbereich und war einer dieser wertvollen Spieler, die kein Verein beachtet hatte, aber der VSV hat ihn gefunden. Er fühlte sich wohl beim VSV und der VSV mit ihm. Eine Win-win-Situation.

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SCOTT HOTHAM

VERTEIDIGER

Das zweite Jahr war nicht wie das erste. Der Spieler hatte gleich am Anfang eine Verletzung, sprach von einer Gehirnerschütterung, die die VSV-Ärzte nicht feststellen konnten. Es dauerte, bis Hotham zurückkam, doch seine Form war nicht wieder da. Eine Saison hätte gereicht. Eine falsche Entscheidung für 13/14. 10

COLE JARRETT

VERTEIDIGER

Ein ganz großer Fang der Adler. Er konnte Brad Coles Rolle in

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DEREK DAMON

STÜRMER

Ein Ausnahmekönner auf dem Eis mit dem Hang zu flatternden Nerven. In einer Mannschaft, die ihm Sicherheit gibt, enorm wertvoll. Produzierte 53 Punkte und hat ordentlich zum Erfolg des VSV beigetragen. Hat tolle Hände, zaubert schöne Kombinationen auf das Eis und begeisterte mit Traumtoren. 7

ANTTI PUSA

STÜRMER

Der Finne war der Liebling der Fans. Er war verrückt, unberechenbar und am Eis kaum einzuschätzen. Mal sah man ihn wenig, mal spielte er groß auf. Der kleine Blondschopf scheute keine Auseinandersetzung und konnte in wichtigen Spielen oft zum richtigen Zeitpunkt scoren. Auch ihn hat in Jesenice keiner beachtet. Der VSV hat auf die richtige Karte gesetzt und ihn geholt. 8

DEREK RYAN

STÜRMER

Als er in Fehérvár spielte, machte er zwar Punkte, große Beachtung fand er aber keine. Viele Mannschaften erkundigten sich über ihn, schreckten aber vor seiner eher dünnen Figur zurück und trauten dem jungen Spieler aus Spokane nicht viel zu. Der

der Kabine ersetzen und am Eis einen noch besseren Part spielen. Die Fans mochten ihn. Er war ruhig, hatte große Übersicht, konnte punkten und in so mancher brenzligen Situation retten. 11

CURTIS FRASER

STÜRMER

Was für ein Pick! Der Stürmer sah von den Stats nicht vielversprechend aus. In den Foren wurde gelästert, wie man so einen Crack nur verpflichten kann. Man habe wohl Tomaten auf den Augen. Denkste. Lieblingsspieler könnte man sagen.

VSV sah seine Qualitäten und bemühte sich um ihn. Selbst als er von Alba wegen Unstimmigkeiten mit Ryans Management – außerhalb des Verantwortungsbereichs des VSV – nicht freigegeben wurde, hat Villach nicht locker gelassen und alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit Ryan an die Drau kommen kann. Wer hätte damals von den Fans geahnt, dass er es sein wird, der Hughes die Show stehlen kann, dass er Dreh- und Angelpunkt von zwei Saisonen werden wird, denn diesen Weitblick hatte man auch und ihn nicht nur eine Spielzeit verpflichtet. Jetzt ist Ryan mit einem NHL-Vertrag der Carolina Hurricanes ausgestattet. 9

JUSTIN TAYLOR

STÜRMER

Taylor hat man mit guten Stats an die Drau geholt. In Laibach machte er 51 Punkte und sollte ein verlässlicher Scorer für die Adler werden. Trotz genauer Beobachtung lag man falsch. Er blieb knapp unter 30 Punkten, brachte so manch sicheres Tor nicht in die Maschen und verstolperte sich teilweise beim Eislaufen. Konnte man nicht vorausahnen, trotzdem kein positiver Transfer. ERGEBNIS SAISON 2012/13: 7x 1x 1x

Fraser war ein Verrückter, vermöbelte die Gegner, war ein unglaublicher Leader und scorte so viele Punkte, wie ihm niemand zugetraut hätte. Der VSV war sogar so clever, ihn mit einem Zweijahresvertrag auszustatten, der Spieler beendete allerdings nach Saison 1 seine Karriere. Schade drum, aber trotzdem ein fettes Plus. 4

JOHN HUGHES

STÜRMER

Punktete nach Belieben, die gleichen Qualitäten wie in Saison 1. Hatte leider im wichtigsten Spiel


der letzten Jahre einen Aussetzer und zog das Nachtleben dem Sport vor. Unsichtbar im letzten Halbfinalspiel gegen Bozen. Trotzdem ein Gewinn. 12

MICHAEL FORNEY

STÜRMER

Ein traumhafter Spieler in der ECHL. Und viele Experten scheiterten an der Einschätzung des Sunnyboys. Er hatte alle Qualitäten, einer der Besten zu sein, doch leider nahm er das lockere Leben wichtiger als den Sport. Mental hat er den Sprung nicht geschafft, spielt heute in England, hätte wohl mehr erreichen können, wenn der Kopf mitgespielt hätte. Leider kein Treffer.

SAISON 14/15 1

J. P. LAMOUREUX

TORMANN

Nichts ändert sich in seiner Bewertung. Ein wichtiger Teil der Mannschaft. 10

COLE JARRETT

VERTEIDIGER

Nicht anders zu bewerten als in seiner Villacher Premierensaison. Weiterhin eine defensive Stütze. 5

KLEMEN PRETNAR

VERTEIDIGER

Auch Jahr Nummer drei von Klemen Pretnar ist nicht anders zu bewerten als die Jahre zuvor. Hätte weiter an der Drau bleiben können, ging aber fürs gleiche Geld in die Hauptstadt, wo er auf die Bank verbannt wurde. 16

GEOFF WAUGH

13

ERIC HUNTER

14

MARIO LAMOUREUX

STÜRMER

STÜRMER

Er kam für Mike Forney. Stand schon vorher auf der Liste der Villacher. Sicherheitshalber parkte man ihn in Dänemark, um zu sehen, wie er sich in Europa macht. Experiment geklappt. Hunter spielte solide mit vielen Punkten, übernahm immer mehr Verantwortung und kam gut auf Touren. Solide Arbeit des VSV.

Kein Highlight, aber grundsolide. Allerdings wusste man das von Beginn an. Der Transfer gab dem VSV einen zusätzlichen Spieler, der Eiszeit nehmen kann und andere Spieler entlasten sollte. Die Kosten waren ganz gering und daher sehr positiv für den Verein.

8

DEREK RYAN

STÜRMER

Über Ryan braucht man keine Worte zu verlieren. Außer „Vielen Dank, das ihr es geschafft habt, dass dieser überragende Spieler zwei Saisonen hier war!“ Viel Glück in Amerika auf Deinem Weg in die NHL, Derek!

17

FRANCOIS FORTIER

15

der wichtigste Grund, warum Wien im Viertelfinale gegen uns ausgeschieden ist. Der VSV hat hier einen echten Typen geholt. Well done! ERGEBNIS SAISON 2013/14: 9x 2x

BROCK MCBRIDE

STÜRMER

Prädikat: Verrückt, aber besonders wertvoll. Ein Ire, ein sturer Kopf, ein Spieler, wie er nur nach Villach passt. Publikumsliebling und Motor am Eis. Er gibt nicht auf, er reißt alle mit, er bringt mit Dirty Talk den Gegner ins Wanken. Er war neben den Scorern

13

ERIC HUNTER

21

SEAN RINGROSE

STÜRMER

STÜRMER

STÜRMER

Ein beständiger Scorer. Keine Saison mit schlechten Stats. Leider beim VSV eine Premiere. Er brachte kaum eine Scheibe ins Tor. Lag es an den Mitspielern, an ihm selbst, am System? Wer weiß das schon, geklappt hats jedenfalls nicht, das konnte man nicht wissen, aber es ist eben so.

Prolongierte seine gute Einstiegssaison beim VSV und war eine ordentliche Verstärkung. Der VSV hatte den Spieler richtig eingeschätzt und richtig eingesetzt.

Das war nichts. Ringrose hatte von überall gute Referenzen, auch Kollege Ryan streute Rosen. Leider dachte der Spieler, dass Eishockey hierzulande eine lockere Angelegenheit ist, und war dann doch überrascht von dem Niveau der Liga. Erholte sich nie von diesem Schock und wurde abgegeben. Desillusioniert hat er seine Eisschuhe an den Nagel gehängt. Satz mit x, war wohl nix.

18

JOHN LAMMERS

STÜRMER

John passte einigen nicht, weil er vom Lokalrivalen KAC kam. Doch hat er sich in Villach bestens eingelebt und gute Partien abgeliefert. Zu Beginn hatte er enorme Probleme mit seinen Schlägern. Als dann endlich die richtigen Sticks geliefert werden konnten, scorte er nach Belieben. Hätte eigentlich noch weiter an der Drau bleiben können. Fühlte sich hier wohl und hatte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 15

BROCK MCBRIDE

VERTEIDIGER

STÜRMER

Zu Waugh gibts nicht viel zu sagen. Es gibt Besseres. Nach einem Jahr VSV musste Schluss sein.

Man muss keine zusätzlichen Worte über McBride verlieren, um wieder ein Plus zu vergeben.

19

DARREN HAYDAR

STÜRMER

Als Helfer in der Not mit Jason Krog aus Zagreb geholt. Gute Kontakte, Verhandlungsgeschick und das notwendige Fingerspitzengefühl haben das kongeniale Duo Haydar und Krog nach Villach gebracht. Das hat uns die Saison gerettet und war genau das, was der Mannschaft gefehlt hat. Fehler erkannt und ausgebessert, kann man sagen. 20

JASON KROG

STÜRMER

Alt, aber gut. Jason gewann fast jedes Bully, war zwar am Eis nicht der Schnellste, aber wusste, wo er zu stehen hat, um die Scheibe zu versenken. Machte den Gegnern ordentlich Probleme und zeigte all seine Qualitäten, was sehr schön anzuschauen war.

22

MARK SANTORELLI

STÜRMER

Mark war eine sehr gute Verpflichtung aus Bozen. Man hat gesehen, was er in der EBEL zu leisten vermag, und hat zugeschlagen. Er hat genau das geleistet, was man sich erwartet hat, und war gut fürs Kollektiv. ERGEBNIS SAISON 2014/15: 9x 3x

www.ecvsv.at

15


SAISON 15/16 1

J. P. LAMOUREUX

TORMANN

Ohne weitere Worte. Siehe Vorsaisonen. 23

MATT KELLY

25

RYAN MCKIERNAN

ROBIN WEIHAGER

STÜRMER

McKiernan wird als Ersatz für Canzanello geholt und schlägt ein wie eine Bombe. Super Pick. Harter Schuss, gutes Verteidigungsspiel, quirlig, der passt hierher.

Hatte zu Saisonbeginn Pech und verletzte sich länger. Danach brauchte er etwas, um wieder in Form zu kommen. Mittlerweile kann er schon fast wieder an gewohnte Zeiten anschließen und trifft auch wieder.

Der Schwede aus der DEL kann zum Zeitpunkt des Druckschlusses für die „Villach Hockey News“ noch nicht bewertet werden.

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RICHARD STEHLIK

Knapp vor Saisonbeginn schockt Kelly die Nachricht über seine schwerstkranke Mutter. Trotzdem setzt er sich ins Flugzeug und kommt nach Villach. Spielt am Anfang für die Umstände sehr gut. Steigert sich von Tag zu Tag und lebt mit dem schweren Schicksal alleine, ohne irgendjemanden in der Mannschaft damit zu belasten. Läuft zur Höchstform auf und erfährt knapp vor den Play-offs, dass sich der Zustand der Mutter deutlich verschlechtert hat. Trotzdem will er der Mannschaft noch drei Spiele helfen, sagt niemandem außer Obmann und Manager auch nur ein Wort. Die Mannschaft ist wichtiger als er. Er will keine Unruhe ins Team bringen. Er spielt drei unglaubliche Spiele, wir können es selbst kaum fassen. Ein Weltklasse-Typ. Wir sind ihm unendlich dankbar, er dem VSV auch. Wir hoffen das Beste für seine Familie, wünschen viel Kraft. Wir ziehen den Hut!

Ein Spieler, der normal nicht ins Villacher Gehaltsgefüge kommt, da mit Speckbroten nicht zu locken. Bevorzugt die doch üppigeren tschechischen Knödel. Trotzdem gelingt es dem VSVManagement, den Spieler nach Villach zu holen. Mit Ausstiegsklausel, obwohl beide Parteien nicht davon ausgehen, dass diese ob der Marktsituation zur Anwendung kommt. Just am ersten Spieltag verletzen sich aber in Tschechien zwei Spieler beim Verein Trinec, der Goldkammer des tschechischen Eishockeys. Stehlik, der im ersten Spiel Order hatte, solide und ohne Schnörkel zu spielen und sich die Liga und Refs einmal anzusehen, bekam doch Appetit auf Knödel und zog die Klausel. Trinec übernahm alle Kosten, kein Nachteil für den VSV. Insgesamt gut gearbeitet, der Zufall hat aber gesiegt.

ANDY CANZANELLO

Wieder ein Jahr mit Brock, wieder die richtige Entscheidung. Man merkt es, wenn er nicht spielt, da fehlt etwas. Er ist einfach wichtig für unsere Mannschaft. Dank Holst konnte man ihn nun auch ein bisschen besser in die Spur bekommen. Die irischen Gene sind eben schwer zu zähmen.

Andy ist ein sehr netter und charakterlich guter Typ. Leider gehen die Auffassungen von Saisonvorbereitung von Verein und Spieler auseinander, ebenso wie die Wege der beiden Partner.

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STÜRMER

VERTEIDIGER

VERTEIDIGER

MARK SANTORELLI

VERTEIDIGER

VERTEIDIGER

24

22

15

BROCK MCBRIDE

STÜRMER

13

ERIC HUNTER

STÜRMER

Hat heuer sicher seine beste Saison. Spielt toll, macht traumhafte Tore und hat sich bei uns richtig eingelebt. Nimmt auch in der Mannschaft eine wichtige Rolle ein und trägt nicht umsonst das „C“ des Kapitäns auf der Brust. Auch bei dieser Entscheidung zählt Holstis Devise: Es ist egal, welche Staatsbürgerschaft ein Spieler hat und ob er alt oder jung ist. Er behandelt alle gleich und nützt die Qualitäten jedes Einzelnen. 27

MIHA VERLIC

STÜRMER

Miha kam mit dem Trainer in seiner Grazer Premierensaison nicht klar, wurde dort „kaputt gemacht“. Villach glaubte an seine Qualitäten und verpflichtete den baumlangen Slowenen. Miha tat sich zu Beginn schwer, kam jedoch immer besser in Schwung und als Greg Holst ihm noch die notwendige Spritze Selbstvertrauen gab, ging es los. Miha fährt wie ein Zug auf Schienen durch die gegnerischen Reihen und kann aus dem Nichts Tore machen. Hilft vorne und hinten extrem aus und erreicht viele Scheiben wegen seines langen Schlägers und seiner enormen Körpergröße.

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DUSTIN JOHNER

STÜRMER

Mit Dustin schien man eine sichere Auswahl getroffen zu haben. Kam mit dem System Järvenpää aber nicht ganz zurecht und konnte so kaum Treffer erzielen. Er kämpfte allerdings wie ein Löwe, gewann fast alle Bullys, was ihn enorm wertvoll machte. Das wollten viele Fans nicht sehen. Nach dem Trainertausch explodierte Johner und trifft jetzt auch für den VSV. Man hat ihn richtig eingeschätzt. 30

RICK SCHOFIELD

STÜRMER

Rick ist eigentlich ein nicht ganz so auffälliger Spieler. Er ist aber ein perfekter Regisseur. Er kann die Scheibe verteilen wie kein anderer, ist schnell, hat Übersicht und trifft oft punktgenau ins Tor. Der gelernte Stürmer kann auch Verteidiger spielen und findet Gefallen an der Position. Hat selbst das Gefühl, als Verteidiger zu mehr Chancen zu kommen. Ein Universaltalent, Prädikat: sehr wertvoll. 31

ŽIGA PANCE

STÜRMER

Ein Kämpfer. Unermüdlich. Gibt keine Scheibe auf und marschiert wie ein Berserker. Punktet beständig, macht wichtige Plays auf dem Eis. Eine sehr gute Verpflichtung. ERGEBNIS SAISON 2015/16: 11 x 1x

Seit der Saison 12/13 hat der VSV bei den Legionären also 36 Mal eine gute Hand, 1 Mal ein „Geht so“ und 7 Mal eine schlechte Hand bewiesen. Wer also behauptet, in Villach würde man nur schlechte Legios holen, der will sich nicht an Fakten orientieren sondern gibt sich dem Sudern hin. Bedenkt man, dass bei einer Mannschaft insgesamt rund 25–30 Personalentscheidungen zu treffen sind, wird sehen, dass die Fehlentscheidungen sehr gering sind. Mannschaften wie die Vienna Capitals, die sich zeitweise den Scout Bernd Freimüller leisteten (mittlerweile aber wieder auf diese Dienste verzichten), haben kaum andere Werte und es gibt Teams mit weitaus mehr finanziellen Möglichkeiten, die unglücklichere Zahlen aufweisen. 16

MÄRZ 2016

Es ist im Sport eben nicht einfach, Spieler zu verpflichten, weil unzählige Faktoren zusammenspielen, wie ein Spieler spielt. Viele davon liegen auch nicht im Einflussbereich der Vereine. Dass auch eine Portion Glück dazugehört, erklärte sogar Scout Freimüller in einem Interview mit einer Tageszeitung. Niemand kann einen Spieler zu 100% einschätzen. Der VSV macht also eine gute Arbeit, Luft nach oben gibt es immer und man lernt nie aus. Die Katastrophenszenarien, die aber oft herbeidiskutiert werden, stimmen einfach nicht mit der Realität überein. Insgesamt kann jeder VSV-Fan nach wie vor stolz auf seinen Verein sein. Ganz getreu unserem Slogan: „VSV.Wir greifen an!“ 


3 FRAGEN AN

Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

HANS WINKLER

Hans Winkler ist seit 40 Jahren im Eishockey tätig. Zuerst hat er selbst gespielt, später engagierte er sich im Nachwuchsbereich. Der ausgebildete A-Lizenz-Trainer coached derzeit gemeinsam mit Andi Pušnik die U20-Mannschaft des EC VSV.

1

VHN: Wie schätzt du die Nachwuchsarbeit beim VSV ein? HW: Sehr gut. Ich glaube, die Änderungen, die Wolfi Kromp im Nachwuchsbereich vorgenommen hat, tragen erste Früchte, die Kommunikation intern ist sehr gut so wie auch die Verbindung zur Kampfmannschaft. Ich denke, wir sind auf einem wirklich guten Weg und ich denke, dass viele gute Spieler aus den Nachwuchsmannschaften hervorgehen werden. Man kann der Zukunft positiv entgegenschauen.

2

VHN: Worin siehst du den Grund, dass die Villacher Nachwuchsspieler so erfolgreich sind? HW: In Villach hat in den letzten Jahren, sogar Jahrzehnten, der Zusammenhalt stets eine große Rolle spielte. Es wird darauf geachtet, dass die Stimmung passt, die Kinder Spaß an der Sache haben und das Eishockeyspielen leben. Man darf nicht vergessen, dass es für den Großteil ein Breitensport ist und Spaß am Sport bis zu einer gewissen Altersgruppe im Vordergrund stehen muss, aber gleichzeitig früh genug damit angefangen werden sollte, die Kinder auf verschiedene Arten auf den Profisport vorzubereiten. Außerdem haben sie beim VSV eine realistische Chance in die 1. Mannschaft zu kommen.

3

VHN: Wie sieht die Verbindung zwischen den Trainern des Nachwuchses und der ersten Mannschaft aus? HW: Es ist so, dass die Trainer der ersten Mannschaft jedes Feedback, das ihnen helfen kann, einholen, und dass jeder Nachwuchstrainer bei den Spielen des VSV zusieht. Wir betrachten das Spiel aus verschiedenen Blickwinkeln und reden dann mit den Coaches. Man merkt einfach die Zusammenarbeit, es wird nicht in Profi- und Nachwuchsbereich getrennt, sondern es ist ein gemeinsames WIR erkennbar. Alles, was helfen kann, wird genutzt, auch umgekehrt, Greg Holst und Markus Peintner geben genauso Tipps für die Jugend. Das ist auch der Grund dafür, dass die jungen Spieler so gut in die erste Mannschaft eingebettet werden können, das ist sicher die Arbeit von Holst und Peintner, welche die Jungs behutsam integrieren und ihnen das Vertrauen geben, dass sie spielen dürfen und auch Fehler machen dürfen. Sie gehen den letzten Schritt zum Profisport mit ihnen und helfen den Spielern, den Sprung vom Nachwuchs zum Profi zu machen. 

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Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

DUSTIN JOHNER – LIFE ON THE ROAD Reisen ist ein großer Teil des Lebens als Eishockeyspieler. Dustin Johner spielte in seiner Karriere schon in vielen verschiedenen Ländern und erklärt, was die Unterschiede in der Art zu reisen in den einzelnen Ligen ausmacht.

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MÄRZ 2016


NORDAMERIKA

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Die Fläche der Länder Kanada und USA gemeinsam beträgt 19.499.673 km2. Das bedeutet für Spieler, die in Ligen spielen, welche diese Länder umfassen, viele lange Reisen. „Die Distanz in Nordamerika ist gigantisch. Wenn man in einer Juniorenliga spielt und circa 16–20 Jahre alt ist, reist man mit dem Bus, und das können schon mal 20-Stunden-Reisen sein! Du bist dann 2–3 Wochen unterwegs, spielst einige Spiele auf dem Weg und dann fährst du wieder nach Hause“, erklärt Johner. Mit 17 Jahren war Dustin bei den Seattle Thunderbirds. Die längste Distanz, welche er mit dem Nachwuchsteam zurücklegen musste, war nach Manitoba: „Das waren 20 Stunden Fahrtzeit mit dem Bus. Aber es war meistens in Etappen geplant, so fuhren wir 6 Stunden, spielten dann ein Match in einer Stadt, übernachteten dort und fuhren dann wieder 7 Stunden zum nächsten Spiel und so weiter. Bei solchen Touren wie nach Manitoba konnte es schon passieren, dass man zwei oder drei Wochen nicht zu Hause war.“ Später spielte der Kanadier in der ECHL und AHL, wo er unter anderem in Las Vegas und Florida lebte. „In der ECHL und AHL fliegt man alle Strecken, die länger als fünf Stunden entfernt sind. Die Distanzen hier sind schon enorm und die Reisen sehr aufwändig, wenn man beispielsweise von Texas nach Kanada oder von Las Vegas nach Alaska zu einem Spiel muss. Besonders Alaska war immer verrückt, weil wir nach dem Spiel schnell den Flieger erwischen mussten, um den Nachtflug nach Las Vegas nicht zu verpassen“, erinnert sich der 32-Jährige. Wenn man so viel Zeit auf der Straße verbringt, kann es schon einmal zu Pannen, Staus oder Schneestürmen kommen, welche die Reise behindern. „Es kam immer wieder mal vor, dass der Bus ein technisches Problem hatte oder man in einen Stau geriet, aber die schlimmsten Momente waren, als wir die schmalen Straßen durch die Gebirge Kanadas bei Schneestürmen entlangfuhren und man sich einfach nicht getraut hatte, aus dem Fenster zu sehen. In solchen Situationen konnte man nur dem Können des Busfahrers vertrauen und am besten nicht hinsehen“, so der Kanadier. Obwohl Eishockeyspieler so viel reisen, bleibt oft nicht viel Zeit, um sich die Orte wirklich anzusehen. „Wenn man ein Auswärtsspiel hat, isst man irgendwo in der Nähe des Hotels, spielt das Match und geht dann schlafen. Es kommt eher selten vor, dass man dazwischen einen Tag Aufenthalt hat und man sich die Stadt ansehen kann. Der beste Ausflug, an den ich mich erinnern kann, war, als wir eine Tour nach Alcatraz machten nach einem Spiel in San Diego, das war sehr beeindruckend“, schildert Dustin.

SCHWEDEN

In Schweden sind die meisten Teams nicht weit auseinander, man fährt den Großteil der Strecken mit dem Bus. „Es gibt Mannschaften, die weiter oben im Norden sind, zu diesen Spielen flogen wir, weil es wirklich 14 Stunden Fahrtzeit mit dem Bus gewesen wären. Wenn wir eine längere Anreise als 5 Stunden hatten, fuhren wir am Vortag hin und blieben über Nacht“, erklärt Johner. Das Reisen im viertgrößten Land Europas ist nicht nur geografisch eine Herausforderung, auch die Lichtverhältnisse sind gewöhnungsbedürftig. „Wenn man hinauf in den Norden fährt, ist es im Winter immer dunkel, man hat keine Ahnung, welche Tageszeit es gerade ist. Du siehst nicht viel Sonnenlicht im Winter. In Stockholm ist es nicht ganz so schlimm, aber im Norden ist es wirklich extrem mit der Dunkelheit und auf jeden Fall etwas, womit man lernen muss umzugehen“, weiß der Stürmer.


SCHWEIZ

Das Leben in der Schweiz hat zweifelsohne seine Qualitäten: das Panorama der Alpen, Seen und Städte sowie zahlreiche Möglichkeiten für Kultur, Natur und Sport. Dustin spielte in der A- und B-Liga der Schweiz und genoss die kurzen Reisezeiten zu den gegnerischen Mannschaften. „In der Schweiz ist das Reisen am unkompliziertesten, der längste Weg ist nur 3 ½ Stunden. Man hatte gar nicht das Gefühl, zu einem Auswärtsspiel zu fahren, wenn man nur so kurz unterwegs ist. In der Schweiz ist das mit dem Reisen wirklich am einfachsten“, findet Johner.

Die Reisen in der EBEL werden mit dem Bus unternommen. Die längste Distanz für den VSV ist die Reise nach Dornbirn mit 6 ½ Stunden Fahrtzeit im Bus, gefolgt von Székesfehérvár mit 5 ½ Stunden. Villach liegt mit seiner geographischen Ausgangslage angenehm in Reichweite der meisten gegnerischen Mannschaften. Dornbirn, zum Vergleich, fährt 12 Stunden zu einer Auswärtsfahrt nach Székesfehérvár. „Ich spielte in Nordamerika, in der Schweiz, in Österreich, Finnland, Deutschland und Schweden. Ich habe wirklich Glück, einen Beruf zu haben, der mir ermöglicht, so viele Orte zu sehen. Besonders Villach ist ideal, weil man nach relativ kurzer Anreise so viele großartige Städte wie zum Beispiel Venedig oder Salzburg sehen kann, das funktioniert sogar mit zwei kleinen Kindern. Aus diesem Grund unternehme ich mit meiner Familie gerne Ausflüge, wenn wir einen freien Tag haben, außer wir spielten am Vortag ein Auswärtsspiel mit langer Anreise, dann bin ich einfach nur froh, mal zu Hause zu sein“, erzählt Dustin.  480 km

350 km

380 km 210 km

540 km

240 km 310 km

260 km

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MÄRZ 2016

40 km

115 km

500 km

Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

ÖSTERREICH


DIE BOX Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

Das Kultlokal ist seit jeher Teil der Villacher Stadthalle und Treffpunkt für Sportler, Sportinteressierte und alle, die sich in netter Atmosphäre die Zeit vertreiben wollen.

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ie Anfänge der „Box“ liegen zurück im Jahr 1967, als die Familie Kenzian in der Garderobe im Keller der Eishalle Tee für die Eishockeyspieler zubereitete. Diese Garderobe, welche eigentlich für das Publikum zum Umziehen gedacht war, wurde bei Spielen kurzerhand zur Bar umfunktioniert. 1973 entstand der Zubau bei der Eishalle, den wir jetzt als das Lokal „Die Box“ kennen. „Die Box gehört einfach zur Eishalle dazu, jeder in Villach kennt sie. Ich war schon als Kind dort, wenn meine Eltern nach dem Training auf mich gewartet haben. Man hat sich dort getroffen, etwas gegessen und damals gab es auch noch Spielautomaten, mit denen wir uns als Kinder stundenlang beschäftigen konnten“, erinnert sich Stefan Bacher. Seit den 70er Jahren versorgt die Box die Eishalle während der Spiele des EC VSV gastronomisch. „Meine Eltern haben die Box aufgebaut. Ich war schon als Kind immer da, um zu helfen, und habe den Betrieb im August 2000 offiziell übernommen“, erzählt Geschäftsführer Gottfried Kenzian, der selbst auf eine Karriere als Eishockeyspieler zurückblicken kann. „Ich war von der Saison 1981/82 bis 1990/91 in der Kampfmannschaft, damals hatten noch alle Spieler normale Jobs nebenbei!“ Das Lokal ist seither bei Fans und Spielern beliebt. „Für Spieler ist es praktisch, das Lokal ist immer offen, man kommt nach dem Spiel her und es ist immer was los. Man kann sich gut unterhalten und trifft auf nette Fans“, weiß auch Stefan Bacher. Es gibt viele Erlebnisse, die Spieler und Fans mit der Box verbinden, egal ob Meistertitel, Freiluftderbysiege oder Partys zum Saisonende. Hier wurden schon viele Triumphe gefeiert. „An was ich mich besonders erinnern kann, war, als der VSV 2001/2002 den Meistertitel holte.

Damals fand das letzte Spiel auswärts in Linz statt, und ich hatte eigentlich meinen Dienst schon beendet, als auf einmal die Tür aufging und die ganze Kampfmannschaft mit Fans hereinstürmte, um den Titel zu feiern. Die Bude war gedroschen voll und wir waren nur zu zweit hinter der Theke, aber es war ein unvergesslicher Abend“, erinnert sich Kenzian. Auch die Spieler selbst können auf viele lustige Momente in der Box zurückblicken. „Natürlich zählen jedes Jahr die Abschluss-Partys zu den Highlights, auch die Weihnachtsfeiern, und ich hoffe natürlich, dass wir wieder einmal einen Meistertitel hier feiern können“, erklärt Bacher. Ein Special für Gäste gibt es schon seit Längerem in der Box: Während den Fernsehübertragungen von EC VSV-Spielen wird bei jedem Tor des VSV der Bierpreis um 20 Cent reduziert, und zwar bis zum fünften Tor. Für die Play-offs haben sich Gottfried Kenzian und sein Team ein besonderes Angebot für Fans, die das Spiel nicht in der Halle sehen können, einfallen lassen: Während des Spiels gilt das oben genannte Special in der Box. Fans, die sich das Spiel nicht in der Halle ansehen, können in der Erlebnisbox Box mitfiebern, wo das Spiel auf Tiroler Straße 47 9500 Villach Flatscreens übertragen wird. Bei jedem Tor des EC VSV wird Tel.: 04242 51017 das Bier (0,5) um 20 Cent billiE-Mail: gastro@erlebnisbox.at ger (bis zum 5. Tor). Das Angebot gilt nur innerhalb der Box www.erlebnisbox.at und während des Spiels!  www.ecvsv.at

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Die MVP-Wahl 15/16 wird Ihnen exklusiv präsentiert von:

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MVP 15/16: DIE WAHL NAHERT SICH DEM ENDE Der beste Spieler der Saison wird auch heuer wieder gesucht. Gemeinsam mit ExklusivSponsor Generali, Medienpartner Draustädter und der Schmuckmanufaktur Schmuck2 wird auch dieses Jahr wieder der Most Valuable Player gekürt.

Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

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er Ring aus reinem Silber mit VSV-Logo aus Gold, welches mit dem Teil eines original gespielten Pucks unterlegt ist und mit 22 schwarzen Diamanten – welche die 22 Spieler der Mannschaft symbolisieren – umrahmt ist, sucht nach einem neuen Besitzer. Rund 2500 Euro beträgt der Wert des Juwels. Welcher Spieler das Schmuckstück verdient, bestimmen mehrere Gruppen. Zum einen sind es die VSV-Fans, welche im Internet abstimmen, weiters sind es Sportjournalisten, Sponsoren, Mitarbeiter des EC VSV und Zusatzpunkte durch die Wahl zum Sponsor des Abends, welche das Ergebnis bilden. Abgestimmt werden kann auf www.ecvsv.at oder durch das Voten für den Spieler des Abends in der Halle. Bei den Internetwählern führt derzeit ein Crack aus Villach, knapp vor einem Legionär. Wir sind gespannt, wer am Ende der Saison den Ring sein Eigen nennen darf und somit eine tolle Erinnerung und Anerkennung für ausgezeichnete Leistungen erhält. Wer den MVP-Ring bestaunen möchte, kann im VSV-Fanshop ein Muster des Schmuckstücks betrachten. Es gibt auch die Möglichkeit, eine genau angepasste und handgefertigte Version davon zu kaufen. 

Wolfgang Gratzer von der Generali und VSV Obmann Giuseppe Mion ehren den MVP 14/15 J.P. Lamoureux. In der Saison 13/14 gewann Derek Ryan den wertvollen Ring.

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MÄRZ 2016


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DER MYTHOS HEIMVORTEIL

Jeder weiß, dass in der eigenen Halle zu spielen ein großer Vorteil für eine Mannschaft ist, aber warum? Die naheliegendsten Antworten scheinen zu sein, dass die Spieler in ihrer gewohnten Umgebung sind, die Halle kennen, keine weite Anreise haben und natürlich die Unterstützung zahlreicher Fans bekommen, die ihr Team anfeuern. Aber ist dem wirklich so?

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as Heimteam kennt also die Spielbedingungen in- und auswendig und fühlt sich zu Hause, während das Auswärtsteam eher verloren ist. Glaubt man dieser Theorie, würde das dann nicht auch bedeuten, dass Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele von keiner anderen Mannschaft als der Heimmannschaft des jeweiligen Veranstalterlandes gewonnen werden können? Oder wie ist es bei Spielern, welche die ganze Welt bereisen und jede Saison den Ort wechseln? Viele Sportwissenschaftler beschäftigen sich mit der Frage, welchen Vorteil Heimspiele auf Sportler in diversen Sportarten haben und wie groß dieser Vorteil wirklich ist. Er variiert stark zwischen den einzelnen Sportarten. In der National Hockey League (NHL) liegt der Durchschnitt an Heimspielsiegen bei 54,5 %, während es in der National Basketball Association (NBA) 60,5 % sind. In der EBEL liegt der Durchschnitt der Siege am heimischen Eis im Grunddurchgang der Saison 2015/16 bei 59 %. Besonders in der Zwischenrunde gehen diese Zahlen aber stark auseinander, so konnte beispielsweise in der Pick-/Qualifikationsrunde 2013/14 kein Vorteil nachgewiesen werden, da der Anteil an Heimsiegen genau 50 % betrug. Sieht man sich die Ergebnisse der letzten Jahre an, egal ob im Eishockey oder Fußball, wird man feststellen, dass nur sehr wenige Teams eine bedeutsam höhere Statistik an Heimsiegen erzielt haben, als auswärts. Doch woran könnte ein gefühlter Vorteil liegen? Die Fans spielen dabei eine tragende Rolle, sie kommen in die Halle, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Ihre Leidenschaft und Schlachtrufe sollen die eigene Mannschaft nach vorne peitschen und Gegner einschüchtern. Tatsächlich schien das der Hauptgrund für den Heimvorteil in den guten alten Zeiten gewesen zu sein, denn die Fans hatten beinahe keine Distanz zu den Spielern. Heute gibt es die Glasscheiben, welche das Eis umgeben, um das Publikum zum Beispiel vor Pucks zu schützen. Früher, als es diesen Schutz noch nicht gab, konnte der Spieler ohne Probleme hören, was die Fans in der ersten Reihe ihm zurie26

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fen, genauso musste man im Publikum damit rechnen, dass einen hin und wieder ein Spritzer Blut oder Schweiß trifft. Heutzutage sind die Spieler während des Spiels so konzentriert, dass sie das Publikum während des Spiels kaum wahrnehmen. Inwiefern die Unterstützung der Fans unbewusst auf die Spieler einwirkt, weiß man nicht. Im Gegensatz zu den Reaktionen der Fans gibt es aber Studien zu den Reaktionen von Schiedsrichtern bei Heimspielen. 1998/99 wurden Studien in englischen Fußballvereinen durchgeführt, welche hervorbrachten, dass Strafen gegen die Heimmannschaft oft unbewusst von Schiedsrichtern vermieden wurden, um nicht den Groll der Menge auf sich zu ziehen. Das bedeutet, dass Schiedsrichter definitiv nicht beabsichtigen, der Heimmannschaft einen Vorteil zu geben, aber dass sie die Emotionen der Masse aufnehmen und unbewusst versuchen, der Menge zu entsprechen. Also können die Zuseher doch das Spiel beeinflussen, aber auf eine andere Weise als ursprünglich angenommen. Heutzutage muss man aber auch diese Theorie verwerfen, weil auch die Professionalität der Schiedsrichter stieg. Es gibt zwar eine Statistik der EBEL, welche besagt, dass Heimteams durchschnittlich in einem Spiel nur 45 % der Strafen nehmen, während die Auswärtsmannschaft 55 % der Strafen in einem Spiel bekommt. Das liegt aber nicht, wie oben erwähnt, daran, dass die Schiedsrichter Angst vor der Reaktion des Publikums haben, sondern hat den Hintergrund, dass Auswärtsteams der 4. Linie weniger Eiszeit geben als die Heimteams. Somit sind die Linien 1 bis 3 müder und verursachen mehr Strafen. Alles in allem hat man das Gefühl, dass Heimspiele einen Vorteil mit sich bringen. Woran das liegt, wird wohl eine Mischung aller Umstände sein. Im Mannschaftssport geht es darum, Vertrauen in die Teamkollegen zu haben und die Fähigkeit zu besitzen, zusammenspielen zu können. Dieses Vertrauen scheint in der eigenen Halle stärker zu sein, da man alle Besonderheiten der Halle kennt, und natürlich möchte man besonders zu Hause gewinnen, weil sich ein Sieg mit den eigenen Fans viel schöner feiern lässt! 


Zu Hause ist der Stehplatzbereich des VSV eigentlich immer voll. Die Fans peitschen die Mannschaft zum Sieg, kÜnnen aber auch sehr kritisch sein. Eines ist jedoch sicher. Man lebt Eishockey. Es schmerzt zu verlieren und es freut einen unheimlich, wenn drei Punkte im Trockenen sind. Foto: Š Kuess / qspictures.net

9500 Villach Tel.:04242/26307 Fax: 04242/26307-4 e-Mail: gnk-neuschitzer@aon.at www.karosserie-neuschitzer.at www.ecvsv.at

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VSV-KALENDERPRASENTATION

Fotos: © Stadt Villach / Hipp

Riesenstimmung: Bürgermeister Günther Albel lud Anfang Dezember zur Präsentation des coolen EC-VSV-Kalenders auf dem Rathausplatz ein. Ein Pflichttermin für die Fans! Hunderte holten sich den coolen VSV-Kalender.

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underte VSV-Fans strahlten um die Wette und waren sich einig: Die Präsentation des neuen VSV-Kalenders war eine super Veranstaltung direkt in der Altstadt und auf der wunderschönen Rathausplatz-Eisarena. Der neue VSV-Kalender sorgte für einen regelrechten Ansturm. Bürgermeister Günther Albel

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verteilte die neuen Kalender eigenhändig an die VSV-Fans und das gesamte Team des EC VSV schrieb sich die Finger wund, um alle Autogrammwünsche zu erfüllen. Musikalisch sorgten „Die Söhne Villachs“, gespickt mit ehemaligen VSV-Stars, und Eva Mion für sensationelle Stimmung. 


Fotos Schläger: © Fischer Hockey

Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

FISCHER HOCKEY

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ischer bietet ausschließlich Produkte von höchster Qualität an. Als unabhängiger Betrieb ist Fischer ein verlässlicher Partner für Kunden, zu denen auch viele Profisportler zählen. Die Firma steht für Innovation, Entwicklung und Produktion von hochqualitativen Sportartikeln. Seit der Saison 2012/2013 werden die Jungadler des EC VSV mit Fischer-Hockey-Schlägern ausgestattet. Im Eishockey hat sich der Bereich Ausrüstung in den letzten Jahren extrem entwickelt. Früher waren die Schläger aus Holz, später aus Aluminium und heute werden Materialien wie Karbon verwendet. Die Firma Fischer ist stets engagiert, ihre Produkte zu verbessern

und weiterzuentwickeln. Die Fischer-Young-Guns bekommen nicht nur immer wieder die Möglichkei,t die neuesten Modelle zu testen, ihr Know-how wird auch während der Entwicklungsphase neuer Schläger genützt. Auf die Meinungen der Jungspieler wird geachtet und von Fischer auch in die Entwicklung miteingebunden. Spieler wie Valentin Leiler, Christof Kromp oder Stefan Bacher sind längst überzeugt und lobten die Haltbarkeit, die Qualität und das Handling der Fischer-Hockeyschläger. 

FISCHER SPORTS GMBH

fischer-hockey.com

Seit der Gründung 1924 steht das österreichische Unternehmen für Innovation und neueste Technologien. Die Fischer Sports GmbH ist Gesamtanbieter in den Bereichen Alpin und Nordisch sowie spezialisiert auf Hockey. Fischer Sports ist Weltmarktführer im nordischen Skisport und einer der weltweit größten Skihersteller. Der Hauptsitz befindet sich in Ried im Innkreis (Österreich), die Produktionsstandorte sind in Ried im Innkreis und Mukatschewo (Ukraine). Der Unternehmensgruppe gehört auch die erfolgreiche Tochterfirma Löffler, ebenfalls mit Sitz in Ried im Innkreis, an.

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HOCKEY INSIDE

Hockey Language. Die Sprache des Eishockeys hat sich im Mutterland des Eishockeys quasi parallel zum Englischen entwickelt. Spieler haben Begriffe für alles Mögliche im Hockey gefunden, und diese werden häufig benutzt. Natürlich schwappen mit den Imports diese Wörter auch zu uns herüber.

GONGSHOW

Der Begriff hat zwei Bedeutungen. Einerseits wird er benutzt, wenn Spieler ihre Freizeit genießen und einer (oder mehrerer) Bars einen Besuch abstatten. Andererseits steht er für Spiele, die mit vielen Fights, vielen Strafen und vielen mehr oder weniger fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen geprägt sind.

HOLY MOLY!

Dieser Ausspruch wird in der Eishockeysprache für „Heiliger Bimbam!“ benutzt.

BISCUIT (dt.: Keks)

Umschreibung für den Puck. Wird bei uns im negativen Sinne auch benutzt. Bekommt ein Tormann ein haltbares Tor, meint das Publikum, er habe einen „Keks gefressen“.

LATE BLOOMER (dt.: Spätblüher) Spieler, die am Anfang der Saison OK sind und von Spiel zu Spiel besser werden und erst in der Play-Off explodieren, bezeichnet man als Late Bloomer.

Von vorne einem Fischglas nicht unähnlich: Der Helm mit unten geschlossenem Kunststoffvisier. Foto: © Bauer

FISHBOWL (dt.: Fischglas)

Ein Helm, der vorne nicht offen ist bzw. keinen Käfig hat, sondern ein Kunststoffvisier.

LETTUCE, SALAD (dt.: Salat) Ein buschiger Lockenkopf. Damit wird die Haarpracht von so manchem Spieler umschrieben.

ODER PUCK BUNNY (dt.: Puckhäschen) Umschreibung für ein sehr gutaussehendes und an Eishockey bzw. dessen Protagonisten interessiertes weibliches Wesen. Michael Forney glänzte in Villach mehr durch seine Haarpracht. Solch wallendes Haar geht als „Salad“ prima durch. Foto: © P. Kuess / qspictures.net

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APPLE (dt.: Apfel)

Anderer Begriff für ein Assist.

FIGHT STRAP – SPONSOR STRAP Trikots haben auf der Rückseite unten einen sogenannten Fight Strap eingenäht. Es handelt sich um eine Möglichkeit, das Dress an der Hose festzuhaken, damit es bei einer Rauferei nicht so leicht vom Gegner ausgezogen werden kann. Da Hockey-Spieler sehr stolz sind, hat ein Fight Strap für sie weniger Bedeutung. Für das Management ist er aber dennoch wichtig, denn durch die Nutzung des Fight Straps rutscht das Dress beim Spielen nicht in die Hose und so sieht man die Werbung unten am Rücken perfekt. Daher wird der Fight Strap von den VSV-Cracks seit heuer liebevoll „Sponsor Strap“ genannt.


STOCKKUNDE

Was ist ausschlaggebend für einen Hockeystick? FLEX:

Wie hart ist der Schläger, wie biegsam das Material.

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GRIP:

Von glatt, genoppt, klebrig, geriffelt es gibt viele verschiedene Oberflächenarten.

LÄNGE:

ANGLE:

Die Länge schneiden sich die Spieler oft selbst zu. Man wählt einen längeren Stick als man benötigt und passt ihn dann selbst an.

Der Winkel der Schaufel wird von jedem Spieler selbst gewählt.

CREDIT-CARD-BINGO

Wenn Eishockeyspieler gemeinsam essen gehen, gibt es oft das beliebte Kreditkartenbingo, das viele glücklich macht und manche arm. Eine Runde Spieler geht gemeinsam essen. Jeder bestellt das, was er möchte. Am Ende muss jeder seine Kreditkarte in einen Hut werfen und die Kellnerin zieht eine heraus. Der glückliche Gewinner darf die Rechnung für alle übernehmen.

FACEWASH (dt.: Gesichtswäsche) Kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Spielern, kann es sein, dass der eine dem anderen eine Gesichtswäsche

verpasst, indem er die Innenfläche seines „wohlriechenden“ Handschuhs über des anderen Gesicht reibt.

BABYSITTER

Als Babysitter wird oft ein

Spieler bezeichnet, der als Profi oder Legionär zwei junge Nachwuchsspieler an die Seite gestellt bekommt. Die jungen Cracks sollen von ihm lernen und der erfahrene Spieler auf die „Babys“ aufpassen.

KEEP OUR OWN HOUSE CLEAN Von Greg Holst oft benutzte Aussage. Wenn Meiden oder irgendjemand darüber spricht, dass ein Spiel besonders schwer wird, weil beim Gegner dieses und jenes vorgeht, ist die Antwort oft: „Das, was der Gegner macht, können wir nicht beeinflussen, wir können aber alles beeinflussen, das bei uns vorgeht. Wir halten unser eigenes Haus sauber. We keep our own house clean.“

Hier muss Derek Ryan einen Facewash eines Znaim-Spielers hinnehmen. Da hilft nur Luft anhalten und sich wehren. Foto: © P. Kuess / qspictures.net www.ecvsv.at

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RICK CUNNINGHAM In der neuen Rubrik „Was wurde eigentlich aus...“ werden Legenden des EC VSV ausfindig gemacht und es wird nachgefragt wie ihr Leben nach der Eishockeykarriere aussieht. Diesmal trafen wir Richard Cunningham zum Interview.

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Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

WAS WURDE EIGENTLICH AUS …?


positive Veränderungen gibt, auch die ganze Show drumherum, das ist alles positiv. Aber was ich nicht gut finde, ist, dass es so viele ausländische Spieler gibt, ich bin mir nicht sicher, ob das für die Entwicklung des Sports und für das österreichische Eishockey zielführend ist. Der VSV ist, was das betrifft, noch sehr bemüht, man kann stolz darauf sein, dass junge Villacher Spieler in der NHL gelandet sind, aber ich denke, dass der Nachwuchs in Österreich generell mehr gefördert werden sollte“, erklärt der smarte Kanadier seine Sicht der Dinge. Nach der Eishockeykarriere verschlug es Rick nach Barbados, wo er eine komplett neue Richtung einschlug: „Ich kam nach dem Eishockey so schnell in eine andere Welt, ich will nicht sagen, dass sie besser oder schlechter war, nur anders. Auf Barbados hatte ich das Glück, einen Job zu bekommen. Ich war im Finanzbereich tätig, Investment Banking, um genau zu sein. Für viele Sportler ist der Umstieg vom Sport in ein anderes Leben nicht immer einfach, ich hatte Glück mit meiner Arbeit.“ Seine letzten Berufsjahre verbrachte er in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, bevor er sich 1998 in den Ruhestand begab. „Seitdem wohnen wir auf einem Segelboot. Es ist nicht für jedermann geeignet, aber wir sind sehr glücklich damit! Wir segelten von der Ostküste der USA bis nach Australien und Neuseeland, dann wieder zurück über den Pazifik nach Vancouver“, schwärmt Fotos: © Familie Cunningham privat

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n den ersten Kontakt mit Villach erinnert sich Rick noch genau. „Das erste Auswärtsspiel, das ich in Österreich mit Salzburg spielte, war 1977 gegen den VSV. Ich weiß heute noch, wie beeindruckt und überrascht ich von der Begeisterung der Fans für ihr Team war“, erzählt der gebürtige Kanadier. Er spielte 1981/82 die erste von insgesamt drei Saisonen in Villach. In dieser Saison schaffte er es in 40 Spielen auf 53 Punkte. „Ich wollte damals nach Villach kommen, Bart Crashley war der Trainer und ich entschied mich dafür, weil ich von Mion, Raffl, Petrik und Sivec, die mit mir im Nationalteam waren, schon viel Positives gehört habe. Ich kam nach Villach wegen dem Lifestyle und um für den VSV zu spielen“, erklärt der 64-Jährige. Für Cunningham war es die fünfte Saison in Ös-

Auf diesem wunderschönen Segelboot lebten die Cunninghams die letzten 17 Jahre. Hier besegeln die Abenteurer gerade die Gewässer vor Alaska.

Rick mit großem Erfolg beim Lachs fischen. Diesen strammen Burschen hat er aus dem Wasser gezogen, später wurde er gegrillt und verspeist.

So schön ist Vancouver Island, British Columbia. Schroffe Felsen mit langgezogenen Wäldern ins Hinterland erzeugen eine malerische Küstenlandschaft, die sich im glasklaren Wasser spiegelt.

terreich. Bevor er nach Villach kam, lebte er ein Jahr in Salzburg, wo er auch seine Frau Elke kennenlernte, und drei Jahre in Wien. Er hält den Rekord als punktebester Verteidiger in Österreich. In 296 Spielen erzielte er unglaubliche 224 Tore und 373 Assists, also insgesamt 597 Punkte. Bereits nach einem Jahr in Salzburg erhielt der sympathische Kanadier, der auch perfekt Deutsch spricht, die österreichische Staatsbürgerschaft und spielte 83 Spiele für das Nationalteam. Eine Sache ist ihm aber leider nie gelungen: er hat trotz vier zweiter Plätze niemals die Meisterschaft mit einer Mannschaft in Österreich gewonnen. Mit Villach verbindet Rick dennoch viele schöne Erlebnisse. „Es war für meine Frau und mich die absolut schönste Zeit in Villach. Mein zweites Kind ist hier geboren und das erste im Sommer, bevor wir herzogen. Ich bin sogar in Villach ins Bundesheer eingerückt, ich war ja schon Österreicher“, erklärt der ehemalige Topverteidiger. Die Verbindung zu der Stadt ist auch nach so vielen Jahren immer noch erhalten, besonders durch die vielen Freundschaften, die stets aufrecht blieben. Das ist auch ein Grund, warum Richard immer wieder gerne zurückkehrt: „Wenn ich in Villach bin, verbringe ich die meiste Zeit mit meinen Freunden Giuseppe Mion oder Peter Raffl, und dann unterhält man sich über die guten alten Zeiten oder darüber, was die Kinder machen. Meine besten Freunde leben hier.“ In der Eishockeypension ist Cunningham schon seit 1986 und in diesen 30 Jahren hat sich einiges im Sport verändert und weiterentwickelt. „Das Tempo ist viel höher und die Spieler besser. Ich denke, dass es viele

Rick und Elke genießen den Sonnenuntergang auf Ihrem Boot. Hier können sie die Seele baumeln lassen und beim Rauschen des Meeres entspannen.

der Weltenbummler vom Leben auf hoher See. Die zwei Kinder Justin (34) und Trevor (32) waren bei der Reise quer durch die Welt nicht dabei, sie gingen bereits auf die Uni. „Es war sicher manchmal schwer, wenn man seine Kinder nicht die ganze Zeit sieht, aber ich denke, das könnte ein Grund dafür sein, dass wir jetzt so gute Freunde sind! Wir verstehen uns alle sehr gut und freuen uns immer, wenn wir uns sehen. Mittlerweile haben wir sogar schon 3 Enkelkinder.“ So schön es auch ist, mit dem Segelboot durch die Welt zu reisen, und so viele Abenteuer damit auch verbunden sind, streben die Cunninghams jetzt doch das Leben am Land an: „Das war die letzten 17 Jahre einfach unser Lebensstil, aber jetzt überlegen wir, ob es nicht doch an der Zeit ist, ans Land zu ziehen. Wahrscheinlich wird es nicht einmal weit weg sein, von wo wir jetzt sitzen (das Interview fand in Villach statt). Für uns muss es einfach passen, Probleme gibt es in jedem Land der Welt, aber dieses Gebiet ist momentan unsere erste Wahl und wir sind gerne hier!“ Klingt fast, als könnte man Rick Cunningham in Zukunft öfter in Villach antreffen.  www.ecvsv.at

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AUSWÄRTSFAHRT NACH SZÉKESFEHÉRVÁR Auswärtsfahrten sind nur etwas für Fanclubs und Hardcorefans. Diese Ansicht hält sich oft hartnäckig in der Eishockeygemeinde, doch eine Auswärtsfahrt kann auch etwas sehr Interessantes und Unterhaltsames sein, wo man viel Neues kennenlernt.

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adurch, dass die EBEL in mehreren Ländern gespielt wird, wird es noch interessanter. Heute führen wir euch nach Székesfehérvár in Ungarn aus. Székesfehérvár hat rund 110.000 Einwohner und liegt wenige Kilometer vor Budapest. Die Fahrt von Villach nach Székesfehérvár ist einfach. Man bewegt sich ausschließlich auf Autobahnen und ist damit relativ einfach und recht zügig am Ziel. Von Villach fährt man ca. 4,5 Stunden mit dem Auto in eine Richtung und taucht in eine andere Welt ein. Ein guter Tag für eine Fahrt zum einzigen ungarischen EBEL-Club ist der Sonntag. Fährt man um ca. 8 Uhr früh in Villach weg, wird man sich zwischen 12.30 und 13.00 in Székesfehérvár einfinden und kann dort dann gleich ein ausgezeichnetes Essen genießen. Die Route führt auf der A2 nach Graz, dann auf der A9 Richtung Maribor in Slowenien und dort auf der slowenischen A5 Richtung Lendava an der Grenze zu Ungarn. Fortgesetzt wird die Fahrt dann auf der M7, die südlich des Plattensees bis Székesfehérvár führt. 491 km je Richtung sind abzuspulen, man benötigt in jedem Land eine Vignette. In Österreich ist diese mit hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin vorhanden, für Slowenien kostet sie 15 Euro für eine Woche und kann schon vorab in Villach gekauft und geklebt werden (Tankstellen, Autofahrerklubs). Ungarn hat das fortschrittlichste System. Auf www.virpay.hu gibt man sein Kennzeichen ein und bezahlt per Karte online die rund 11,27 Euro für 10 Tage. Geklebt und später abgekratzt muss nichts werden, alles funktioniert vollkommen elektronisch. Während in Österreich und Slowenien doch einiges an Verkehr auf der Straße ist, ist die ungarische Autobahn leer. Tempomat aktivieren und fast spurwechselfreies Fahren ist angesagt. 34

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In Székesfehérvár angekommen, kann man sich gleich in eines der beiden Restaurants begeben, die wir empfehlen. Gleich nahe der Autobahnabfahrt ist die Bika Csarda, die Pusztaschenke zum Stier. Ein nettes Lokal mit rustikalem Ambiente, reichlich Parkplätzen hinter dem Haus und typischen ungarischen Gerichten. Die Portionen sind, wie es in Ungarn üblich ist, eher groß. Reservieren ist an Sonntagen eine gute Idee. Wer in der Bika Csarda kein Plätzchen ergattert, muss aber nicht traurig sein, denn absolut gleichwertig ist das bEAT, das in Richtung Stadtzentrum zu finden ist. Trotz englischem Namen bietet das Restaurant ausgezeichnete ungarische Gerichte und ist vor allem auf alle Variationen von Ente spezialisiert. Für die amerikanisierten Fans sind aber auch allerlei Arten von Burgern erhältlich. Auffällig sind die in vielen Gerichten als Beilage vorkommenden roten Rüben, die man als Blau-Weißer aber ohnehin gern verspeist. Bezahlen kann man in beiden Restaurants in ungarischen Forint und mit allen Kreditkarten außer Dinersclub, die in Székesfehérvár kaum ein Geschäft akzeptiert. Danach hat man die Wahl: schnell 5 Minuten Auto fahren und sich das Bory-Schlösschen anschauen. Skulpturen und Gemälde von Jenő Bory (1879-1959), seiner Frau und von zeitgenössischen Künstlern sind hier zu sehen. Das Lebenswerk von Jenő Bory wird präsentiert. Das Bory-Schlösschen wurde zwischen 1912 und 1959 im eklektischen Stil erbaut. Das Gebäude kann als eine gigantische Skulptur angesehen werden und ist einen Besuch wert. Die zweite Möglichkeit ist ein Spaziergang im Zentrum. Ein wunderschöner Hauptplatz lädt zum Bummeln ein. Unzählige Cafés wollen einen zum Verweilen überreden. Highlight ist sicher das Café Frei, das alleine mit seiner gelungenen Inneneinrichtung punkten kann.


 Fotos: © VSV

Fahrradständer vor einem Kunstgeschäft im Zentrum der Stadt.

Teil der Karte im Café Frei. Wer die ungarischen Wörter fehlerfrei aussprechen kann, ist sehr sprachgewandt. Warum Maui sich auf der USA-Karte im Südwesten befindet, wird wohl Geheimnis des Grafikers bleiben.

Das bEAT ist rustikal, aber edel eingerichtet. Ein Restaurant mit absoluter Wohlfühlatmosphäre. Optisch sehr ansprechend gestaltetes Lokal und tolles Essen.

SZÉKESFEHÉRVÁR: Die Wände zieren lauter Papageien, die Lampen sind allesamt Vogelkäfige. Eine imposante Holztheke mit noch imposanterer ElektraEspressomaschine gibt daneben noch gerade genügend Platz für eine Kühlvitrine mit unzähligen süßen Leckereien frei. Ebenso unzählige Kaffevarianten und Kaffeesirupe gibt es. Wer den japanischen „ORIGAMI HIDEGCSEPEGTETETT“ als Tourist einwandfrei aussprechen und bestellen kann, bekommt diesen sicher gratis. Wer nicht so wortgewandt ist bleibt bei einem Espresso oder Latte Macchiato. Auch sehenswert ist noch das nicht weit – am Ende des Platzes – entfernte Glockenspiel, das zu jeder vollen Stunde dem Zuhörer ein Ständchen bringt. Doch mittlerweile wird die Zeit schon knapp und man sollte sich zur 10 Minuten entfernten Eishalle bewegen, die für 3.500 Zuschauer Platz bietet. Die ungarischen Fans sind sehr leidenschaftlich und feuern ihre Mannschaft lautstark an. Tickets bekommt man direkt am Eingang. Bargeld ist gefragt! Ein Highlight in der Arena ist der Torsong der Fans, den alle lautstark mitsingen, wenn die roten Teufel, die ganz in Blau spielen, den Puck in die Maschen setzen. Nach dem Spiel gestaltet sich die Abfahrt ein bisschen zum Geduldsspiel. Parkt man im Arenaparkplatz, muss man warten, bis sich alle Autos aus der einzigen Ausfahrt schlängeln. Hat man das aber geschafft, kann man die letzten Forint noch in Treibstoff investieren, der preislich ziemlich gleich wie in Österreich ist, und dann die Heimfahrt antreten. Wir finden, dass ein Ausflug zu einem VSV-Spiel in Székesfehérvár auf jeden Fall eine Reise wert ist. Dem Fahrer sei nur geraten, die Tempolimits und unbedingt die scharf überwachte 0,0 PromilleGrenze einzuhalten. Bleibt uns nur noch „Jó szórakozást magyarul!“ zu wünschen! 

Deutscher Name: Stuhlweißenburg Postleitzahl: 8000 Einwohner: 101.000 Fläche: 170 km2 Web: www.szekesfehervar.hu

FEHERVAR AV19

Web: www.fehervarav19.hu Eishalle: Gábor Ocskay Arena Raktar Utca 1 8000 Székesfehérvár

Kartenpreise: Stehplatz: HUF 2.000 (rd. EUR 6,90) Sitzplatz: HUF 3.000 (rd. EUR 10,90)

RESTAURANTS: Bika Csarda Budai út 400 8000 Székesfehérvá Tel: +36 22 952 571 Web: www.bikacsarda.hu

bEAT Vörösmarty tér 1 8000 Székesfehérvár Tel: +36 22 302 778 Web: www.beat.hu

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Christian Jennes gehört zu den Rookies in dieser Saison. Seine ersten Einsätze in der Kampfmannschaft des EC VSV hat der 18-Jährige bravourös gemeistert. Hier erzählt der quirlige Stürmer, welche Dinge so sehr Teil seines Alltags sind, dass er ohne sie nicht leben könnte.

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OMAS WEIHNACHTSKEKSE Seine absoluten Lieblingskekse sind die Zimtsterne seiner Großmutter Berta.

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DUFTBAUM IM AUTO Die bevorzugte Geruchsrichtung von Jennes ist dabei Apfel!

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GESPRÄCHE ÜBER FRAUEN IN DER KABINE „Ich glaube, das bedarf keiner Erklärung“, so der Stürmer.

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NETFLIX Seine absoluten Lieblingsserien sind „Dexter“ und „The Walking Dead“

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FUSSBALLSPIELEN VOR DEM MATCH „Zum Aufwärmen spielen wir immer Fußball mit den Jungs, wir stehen im Kreis, schießen den Ball hin und her, und wenn jemand den Ball fallen lässt, ist er ausgeschieden, das ist jedes Mal lustig“, erklärt Jennes.

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HALSKETTE Christian trägt seine Halskette fast immer, sie ist sein Talisman, es ist eine Goldkette mit einem Eishockeyschläger als Anhänger. AUTO Der schwarze Audi A4 ist sein ganzer Stolz. KARTENSPIELEN BEI AUSWÄRTSFAHRTEN „Lange Auswärtsfahrten können oft langweilig sein, doch beim Kartenspielen vergeht die Zeit wie im Flug“, erzählt er. KAPPEN Ohne Snapback-Caps verlässt der 18-Jährige kaum das Haus. Er besitzt sie in allen Farben und Variationen. SCHOKOLADE „Milka Tuc, es gibt keine bessere“, schwärmt Christian.

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DINGE, OHNE DIE CHRISTIAN JENNES NICHT LEBEN KANN


Alpe Adria Manufaktur Strohmaier Gurktal-Straße 15, 9344 Weitensfeld, Österreich, Tel. +43 4265 425 Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 8.30 – 18.00 Uhr, Sa. 8.30 – 12.30 Uhr

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KROMP

THE NEXT GENERATION 6 Jahre lang dauerte es, bis wieder ein Kromp für den EC VSV aufläuft. Jetzt ist der Sohn der VSV-Ikone Wolfi Kromp am Zug und möchte nicht nur in die Fußstapfen seines Vaters treten, sondern sich selbst beweisen und dem Familiennamen seinen eigenen Wert geben.

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en ersten Ausflug in fremde Gefilde macht der Jungadler, der dass man dadurch gewisse Vorteile genießt oder bevorzugt behandelt das Eishockeyspielen unter den Fittichen seines Vaters beim wird, das genaue Gegenteil ist der Fall: „Es ist eine Motivation, noch VSV erlernte, im zarten Alter von 17 Jahren nach Schweden. mehr zu trainieren, weil ich noch besser werden will und noch weiter kom„Das Eishockey ist schneller, das war am Anfang eine große Umstellung für men möchte, aber natürlich muss ich damit klarkommen, dass ich immer mich, aber man gewöhnt sich an das Tempo, sie haben dort so viele talen- an meinem Vater gemessen werde, und natürlich hat man den Druck, dem tierte Spieler, man muss sich beweisen und hart trainieren, unser Coach hat Namen zu entsprechen, aber ich bin nicht der Erste, der da durch musste“, uns so richtig Gas gegeben!“, erzählt Christof. Nach einem Jahr beim lacht er. Auch die Raffl-Brüder kennen diese Erwartungshaltung, die schwedischen Club Troja-Ljungby wechselte er letztes Jahr in die der Familienname mit sich bringt, aber sie sind das beste Beispiel dabeste Nachwuchsliga der Welt (CHL) zu den Windsor Spitfires nach für, dass man es als Villacher weit bringen kann. „Michi Raffl ist ein Kanada. Ausschlaggebend dafür war die Vorbild für mich, wir kennen uns sehr gut und U18-WM in Slowenien, bei welcher der ich sehe mir, sooft es geht, seine Spiele an. Er ist damals 17-Jährige brillierte. „Es war nicht der Beweis dafür, wie weit man es mit harter sehr schwer für mich wegzugehen, weil Kanada Arbeit bringen kann. Mein Vater ist genauso schon immer mein Traum war und ich spielte ein Mentor für mich, ich kenne alle Videos, die letztes Jahr eine gute WM, bei der mich Scouts es von ihm gibt, und er hilft mir mit Tipps und gesehen haben, und so wagte ich den Schritt“, sagt mir, was ich verbessern soll, aber umsetzen erzählt der sympathische Villacher. Es ist muss ich es schon selber. Ich möchte einfach der zweifelsohne eine Auszeichnung, wenn Beste in meinem Team sein, egal wo ich geraman in die beste U20-Liga der Welt berude bin, das ist mein Ziel“, erläutert der ehrfen wird und vor allem, weil nur zwei Eugeizige Spieler. Auf die Frage, was für ein ropäer pro Mannschaft erlaubt sind, muss Typ Spieler Christof ist, antwortet er: „Ich man ständig seine Qualitäten beweisen: bin ein Typ der, immer gewinnen möchte und „Der Leistungsdruck in Kanada ist enorm, immer 100 % gibt, ich versuche auch offensiv du bist dort der Ausländer, und somit musst etwas zu kreieren und Tore zu schießen!“ du mehr zeigen, das wird von dir erwartet.“ Vater Wolfi Kromp kennt die Stärken Und es schien auch ganz gut für Christof seines Sohnes: „Er hat einen sehr starken zu laufen, bis zu dem Zeitpunkt an dem er Charakter und den Willen weiterzukommen. – Christof Kromp sich eine gröbere Verletzung zuzog und Ich denke, wenn man einen Spieler ständig dafür längere Zeit ausfiel. Das Team konnte rauf aufmerksam machen muss, wann er trainicht so lange auf ihn warten und so flog nieren sollte, besonders auch „off ice“, dann ist der 18-Jährige nach Hause, um hier die notes zu spät. Aber Christof arbeitet sehr hart an wendigen Therapien zu machen, und nach sich selbst und er entwickelt sich in die richtieiniger Zeit trainierte er auch wieder mit der U20-Mannschaft des EC ge Richtung, da er auch das notwendige Potential hat und es gerne macht!“ VSV mit. Trotz mehrerer Angebote und der Möglichkeit, wieder nach Wolfi war nie einer der Väter, die ehrgeizig versuchten, das eigene Kanada zurückzugehen, beschloss er, die Saison in Villach zu beenden Kind dazu zu drängen, in seine Fußstapfen zu treten: „Ich habe ihn einund den VSV zu unterstützen. „Greg Holst überzeugte mich davon, hier fach immer das machen lassen, was ihm Spaß macht, ihn nie dazu genötigt, zu bleiben, und ich wusste, bei ihm würde ich die Chance bekommen, mich in Eishockey zu spielen, der Wille ist nur von ihm gekommen. Er hat eine Zeit der Kampfmannschaft zu beweisen. Beim VSV zu spielen ist schon etwas Be- lang Fußball gespielt, und als er eines Tages nach Hause kam und sagte, es sonderes, die Fans rufen meinen Namen, obwohl ich noch nicht einmal einen interessiert ihn nicht mehr, war das für mich in Ordnung, genauso wäre es Namen am Trikot stehen habe, daran merkt man, man hat einen gewissen beim Eishockey gewesen. Wenn ich gemerkt hätte, dass er das Eishockey halbBekanntheitsgrad und es ist toll, wenn Familie und Freunde da sind und herzig angeht, dann hätte ich ihn genauso gefragt, ob das überhaupt Sinn zusehen“, schwärmt Christof. macht, aber er hat Spaß daran, strebt danach zu lernen und 100 % zu geben 22 Jahre spielte Wolfgang Kromp (45) für den VSV und hat abso- und ich glaube, das sind die Zutaten, die man für eine erfolgreiche Karriere luten Legenden-Status in Villach. Für seinen Sohn bedeutet das nicht, braucht.“ 

Beim VSV zu spielen ist schon etwas Besonderes, die Fans rufen meinen Namen, obwohl ich noch nicht einmal einen Namen am Trikot stehen habe…

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MIHA VERLIC Foto: © Kampitsch / der-photograph.com

Der 24-jährige Slowene spielte für sein Nationalteam bei Olympia in Sotchi und bei der Weltmeisterschaft in Südkorea. Er ist groß, schnell und fühlt sich wohl in Villach, denn die kämpferische Mentalität des slowenischen Spielers passt genau zum VSV.

VHN: Wie ist es für dich, beim VSV zu spielen? MIHA VERLIC: Es ist toll, ein Teil dieser Gruppe zu sein, die Chemie im Team stimmt und wir kommen alle sehr gut miteinander aus! VHN: Was ist der Unterschied zwischen Villach und anderen Mannschaften? MV: Villach ist perfekt für mich, mehr kann man nicht sagen. An der Mannschaft finde ich den Mix zwischen Österreichern und Ausländern ideal, wir haben 4 gute Linien, die alle Tore schießen können. Wir bieten dem Gegner keine Möglichkeit, sich auf bestimmte Spieler zu konzentrieren, und ich glaube, dass das ein absoluter Vorteil ist. Die Qualifikation für die Playoffs ist geschafft und hoffentlich kommen wir noch weiter! VHN: Was ist dein Spitzname? MV: Verla oder Weezy. VHN: Warum hast du dich für deine Position entschieden? MV: Ich habe vorher immer gewechselt und eine Saison als Stürmer und die nächste als Verteidiger gespielt. Da ich aber gut und schnell eislaufen kann, beschloss ich irgendwann, Stürmer zu bleiben. VHN: Warum hast du dich für die Trikotnummer 91 entschieden? MV: Ich mochte die Nummer immer schon! Als Kind war ich ein Fan von Sergei Fedorov, er trug die Nr. 91 und ich wurde 1991 geboren, deshalb mag ich die Nummer! 40

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VHN: Kannst du dich an dein erstes Tor in der EBEL erinnern? MV: Ja, das war gegen Salzburg in meinem ersten Jahr in Ljubljana. VHN: Was war für dich der schönste Moment in deiner Karriere bis jetzt? MV: Bis jetzt war das, als ich nach Sotchi zu den Olympischen Spielen fahren durfte, unsere Mannschaft war auch wirklich gut in diesem Jahr! VHN: Bist du abergläubisch? Gibt es Rituale, die du bei jedem Spiel machst? MV: Ich bin nicht wirklich abergläubisch, aber ich habe immer denselben Ablauf beim Anziehen, zuerst den rechten Schuh, dann den linken, sonst nichts. VHN: Was ist deine Lieblings-Fernsehserie? MV: Es gibt einige gute Fernsehserien, ich mag zum Beispiel Friends, Breaking Bad oder Suits! VHN: Was ist dein Lieblingsfilm? MV: Ich schaue generell gerne Komödien und Actionfilme! VHN: Kannst du kochen? MV: Ich koche nur, wenn meine Freundin nicht da ist, meistens irgendetwas mit Fleisch oder Nudeln mit Sauce Bolognese! VHN: Was wünscht du dir in deiner Karriere? MV: Ich möchte verletzungsfrei bleiben und am liebsten noch 15 Jahre Eishockey spielen!


MIHA VERLIC Nummer: 91 Position: Stürmer

DER TREFFPUNKT IN VILLACH

Vor und nach dem Eishockey-Spiel!

Gewicht: 86 kg Größe: 194 cm Geburtsdatum: 21. August 1991

Chillen & genießen in der Wein- und Cocktailbar DIVINO

VHN: Wo siehst du dich selbst, wenn du 60 Jahre bist? MV: Ich wohne in einem schönen Haus irgendwo am Land mit meiner Familie und ich führe einfach ein Leben ohne Stress. VHN: Wenn du kein Eishockeyspieler wärst, welchen Job hättest du? MV: Ich wäre vermutlich Profisportler in einer anderen Sportart geworden, vermutlich Snowboarder, ich war früher sehr gut. Ich wohne in Slowenien auch nur 5 Minuten vom nächsten Skigebiet entfernt und ging immer gleich nach dem Eishockeytraining snowboarden. VHN: Welche anderen Sportmannschaften magst du? MV: Die Fußballmannschaft in Maribor, Manchester United und Toronto Blue J’s (Baseball). Ich bin normalerweise kein großer Fußballfan, ich mag nur Maribor, weil es die Mannschaft meiner Heimatstadt ist, und Manchester, weil ich die Organisation toll finde und sie sehr erfolgreich sind!

Eine 16 Meter lange, gläserne Weinwand wartet darauf von Ihnen entdeckt zu werden. Oder versinken Sie bei Kaminfeuer und einem ausgesuchten Glas Rum in unseren weichen Lederfauteuils. Unser Bar-Team freut sich, Sie je nach Geschmack zu verwöhnen!

Villachs 1. Penthouse-Butler lädt zum Tête-à-tête Einer der schönsten Plätze Villachs ist das Holiday-Inn-Penthouse im 7. Stock – für alle die hoch hinaus wollen, steht die 130 m² große Location mit Terrasse zur Verfügung. Für nur 195,- Euro sorgt der Penthouse-Butler für das leibliche Wohl der Gäste.

VHN: Hast du Geschwister? MV: Ich habe einen Bruder, er ist Tormann. Er spielt in Paris in der zweiten französischen Liga. VHN: Was machst du, wenn du einen freien Tag hast? MV: Jetzt im Winter habe ich nicht wirklich viel Zeit. Hin und wieder treffen wir uns mit anderen Spielern zum Kartenspielen oder wir zocken Videospiele. 

Mehr Informationen: e-mail: info@hi-villach.at | T: +43 (0) 42 42 22 522 Europaplatz 1 - 2 | 9500 Villach | www.congress-villach.at

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Manuel Holzmann (unten, Zweiter v.L.) mit seinen Feuerwehrkameraden

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Die berühr te von Man ein schöner richt, doch dass dieser zes Leben v wird. MM Mon

Spendenkonto Holzmann Ma nuel

Ein schrecklicher Unfall, bei dem das Schicksal auf tragische Weise zugeschlagen hat, verändert das Leben des 26-jährigen Manuel Holzmann für immer.

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m 14. August 2015 unternahm die Freiwillige Feuerwehr Kleblach-Lengholz einen Ausflug nach Hörste in Deutschland, wo man die Kameraden und langjährigen Freunde der ortsansäsDie sigen FF Kleblach-Lengholz ist auf dem Weg Feuerwehr besuchte. Einem anstrengenden Vormittagsprogramm, bei dem man gemeinsam verschiedene Betriebe nach Hörste in Deutschland. Dort wollen sie besuchte, folgte aufgrund der Hitze im August ein kurzer Halt an einem Teich, denum Kameraden sich schnell mitund einemlangjährigen Sprung ins kühleFreunden Nass zu erfrischen. Auch Manuel wollte diese Gelegenheit nutzen und sprang mit einem Köpfder ler Feuerwehr einen Besuch abstatten. Nach in den Teich. Doch das Gewässer war nicht tief genug und Manuel einer langen Busfahrt haben sie es endlich schlug mit dem Kopf auf dem Grund auf. Seine Kameraden erkannten sofort den Ernst der Lage und rettegeschafft und dürfen in die Gesichter ihrer ten ihn aus dem Wasser. Wenige Minuten später traf die Notärztin ein und Manuel wurdedie in diesie Universitätsklinik Hannover geflogen. Freunde blicken, mit Freude nach willkomDie darauffolgende Diagnose war schockierend: Die Ärzte stellten eimennenheißen. Bruch des 4. Halswirbels fest. Der 26-Jährige war querschnittsgelähmt. Er ist nicht mehr in der Lage, seine Beine zu bewegen, und auch die Bewegung der Arme und Hände ist stark eingeschränkt. Von nun Nach dem herzlichen Empfang an sind alltägliche Dinge wie essen oderbesichtigen sich anziehen ohne fremde nicht mehr möglich. die Hilfe Kameraden gemeinsam die kleine Ort-

Foto: © Familie Holzmann privat

schaft, bevor sie sich am Nachmittag zu verschiedenen Betrieben aufmachen wollen. Doch nach dem anstrengenden Vormittagsprogramm sind alle erschöpft von der Hitze und den Strapazen der Reise, die Kameraden entschließen sich, an einem Teich Halt zu machen.

Der entsetzliche Augenblick

Raika Lind im Drautal

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wärtigen Handlun die Ärzte einen Br fest, die Diagnose mung. Der Schock und Kameraden se Bruch bedeutet, ei sowie eine starke und Hände. So ver Leben eines junge Menschen und de

Manuel steht nun pie in Bad Häring, auch Stabhochspr behandelt wird, be Rückenmarksverle spezialisiert.

Unterstützung

Während dieser nahmen am Haus Alle freuen sich über das kühle Nass und eiRücken. Die Kameraden erkennen den Ernst schaffung von Rol nige nutzen die kleine Pause für eine willDer Schock saß bei Freunden, Familie und Kameraden tief. Für Umbauarbeiten im Haus, die Anschaffung eines Rollstuhls sowie He- mehr b der Lage sofort und retten ihn. Zutiefst erund vieles kommene Abkühlung. Einer nach dem andedie Familie Holzmann ist es umso schwerer, da Manuel nun neben sei- bevorrichtungen sind nur einige Beispiele für die notwendigen Mittel, schrocken schaffen es die Freunde, die Retsichtlich ren nem springt inletzten den Sommer Teich einen undschweren genießt die erlitt, Vater, der Schlaganfall die die Manuel zukünftig für sein Leben brauchen wird. Die finanziellesein rest zweite pflegebedürftige Person ist, um die sich seine Mutter und seine Unterstützung durch eine Versicherung ist derzeit noch fraglich.  tungskette in Gang zu setzen. Wenige Minusende Pflege und B kleine Auszeit. Auch Manuel möchte diese Geschwister mit Familie jetzt kümmern. Abgesehen vom menschliten später trifftHELFEN die Notärztin ein und Manuel Chance ergreifen springt einemund ge-seine AngehöBITTE SIE MANUEL ZU UNTERSTÜTZEN, chen Leid, das solch und ein Unfall für denmit Betroffenen rigen mit sich bringt, ist auch noch die finanzielle Belastung enorm. UND SPENDEN SIE! wird in die Universitätsklinik nach Hannover konnten Köpfler hinein. Helfen Sie mit um geflogen. Weihnachtsfest im MÄRZ 2016 42 finanziellen Sorgen Doch dann nimmt der schöne Ausflug ein


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