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zum Titelthema

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Wie Eltern dazu beitragen können, dass sich ihre Kinder sicher und beschützt fühlen, was man bei Patchworkfamilien beachten sollte und wie man auch künstliche Befruchtungen zu einer besonders schönen Empfängnis werden lassen kann – darüber unterhielt sich Gundula Zeitz mit dem Lehrer und Pionier Damien Wynne, der weltweit Menschen bei der Tiefenklärung emotionaler Verletzungen und geistiger Blockaden unterstützt.

benötigt, um sich beschützt zu fühlen. Wenn nur die sanfte Seite in dir aktiv ist, wird sich dein Kind nie wirklich sicher fühlen, egal wie sehr du dich um es kümmerst.

Gibt es etwas zum Thema „Ein guter Start ins Leben“, was dir in deiner Arbeit als wichtig aufgefallen ist? Mir begegnen häufig Eltern, die innerlich nicht ihre Rolle als Eltern ausfüllen. Es geht dabei um archetypische Informationen, die bei Ihnen nicht aktiviert sind. Wir Menschen bestehen ja nicht nur aus dem materiellen Körper und feinstofflicher Energie, sondern haben auch ein Informationsfeld, was unser Leben beeinflusst. Jeder trägt in sich verschiedenste Informationen, die er von seinen Ahnen mitbekommen hat, die aber nicht immer alle aktiv wirksam sind. Manchmal muss man erst ein Schalter umlegen, sie aktivieren. Zusätzlich gibt es auch Informationen, die du dir erst neu aneignen musst. Wenn im Bereich Elternschaft z.B. die Information dessen, was archetypisch Vater- oder Muttersein bedeutet, in dir nicht aktiv ist, dann kann es passieren, dass du gegenüber deinem Kind eher eine Freundschafts- oder Partnerrolle einnimmst oder die Rollen von Eltern und Kind tauschst – auf einer inneren, meist unbewussten Ebene. Daraus entstehen Konflikte mit deinen Kindern, denn sie brauchen einen Vater und eine Mutter und werden dich deshalb auf verschiedenste Weise herausfordern, deine richtige Rolle einzunehmen. Es kann auch sein, dass dir nur bestimmte Aspekte fehlen, wie z.B. die kämpferische Mutter- oder Vaterenergie, die dein Kind

Wie kann so etwas passieren? Trägt nicht jeder von Natur aus die Information, was Elternsein bedeutet, in sich? Die Ursachen sind vielfältig und stammen oft schon von den Ahnen, denn auch Informationen werden vererbt, an die nächste Generation weitergegeben, Wenn z.B. in der Pubertät der Übergang vom Mädchen zur Frau, vom Jungen zum Mann blockiert wurde, dann ist gleichzeitig auch die Elternrolle blockiert, da diese eine „erwachsene“ Frau bzw. einen „erwachsenen“ Mann voraussetzt. Solch eine Blockade entsteht u.a. wenn die Sexualität verdammt wird, man sich ihrer schämt. Man bleibt dann innerlich ein Mädchen oder Junge, weil man nicht in die als negativ angesehene Rolle der erwachsenen Frau bzw. des Mannes hineinwachsen will. Der Körper reift heran, aber mit einem inneren Kind. Löst man diesen Konflikt nicht auf, so kann diese Blockadeinformation an die eigenen Kinder weiterfließen und manchmal über mehrere Generationen.

einfach JA 06-07/2019

Passiert dies nur „schlechten“, unbewussten Eltern? Nein, das kann jedem passieren, auch Eltern, die sich sehr bewusst ihrem Kind widmen. Was ich beobachte, ist keine Frage von schlecht handeln oder in seiner Rolle versagen. Diejenigen spüren teilweise sogar selbst, dass ihnen etwas fehlt. Mitunter können sie es sogar benennen, aber finden nicht den Zugang, den Schalter dazu.

Was empfiehlst du in solchen Fällen? Du kannst dich ganz bewusst – vielleicht mit Unterstützung – mit den entsprechenden archetypischen Informationen verbinden, sie aktivieren oder neu in das eigene Informationsfeld hineinholen und dir zu eigen machen. Dies geschieht auf Seelenebene und sollte deiner eigenen Art und Weise entsprechen, nicht der deiner Eltern

Foto: © grekov - 123rf.com

Bewusstheit und Offenheit als Schlüssel für ein gutes Familienleben

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Juni+Juli 2019 ................. Ein guter Start ins Leben – Über Geburt und Kindheit  

Juni+Juli 2019 ................. Ein guter Start ins Leben – Über Geburt und Kindheit  

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