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Portrait

Mein Ziel – Menschen glücklicher zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie befreiter im eigenen Körper sein können. Milam M. Horn Mit unserem ersten Atemzug auf Erden übernehmen wir Dinge, Vorstellungen, Werte unserer Eltern, später der Gesellschaft ... ab diesem Zeitpunkt setzt sich all das Gehörte, Gesagte, Gedachte in unserem Körper ab und manifestiert sich. Die sogenannten Schmerzpunkte im Körper zeigen unsere Seelenprozesse und Verletzungen, unsere Blockaden. Egal auf welcher Ebene diese passierten, ob bewusst oder unbewusst. Sie sind im Körper gespeichert und setzen sich fest. Der Körper lügt nie. Wenn wir jedoch alles im Körper wahrnehmen würden, was dort tatsächlich gespeichert und gebunkert ist, dann würden wir vermutlich schreiend durch die Gegend laufen. Das Gehirn vermindert unseren Stress und Schmerz im Körper, um lebensfähig zu bleiben. Er zeigt uns immer nur das, was wir in der jeweiligen Lebenssituation vertragen können. Mit der „Körperarbeit“ kann ich, wie in einem Dschungel, auf die Suche gehen. Solange es sich um eine nicht medizinisch definierte Krankheit handelt – diese entsteht, wenn der Körper es nicht mehr alleine schafft und die Schmerzsignale, die er bisher aussandte, überhört oder übergangen worden sind. In Bezug auf meine Arbeit finde ich, klingt der Begriff Körperarbeit allerdings nicht ganz passend. Es klingt so nach Arbeit. „Den Körper in Balance oder in Fluss zu bringen“ finde ich passender.

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Durch meine Massagen in Verbindung mit Energiearbeit schaffe ich genau das. Mein Lehrer Pichest Boonthume zeigte mir während meiner Ausbildung in der Traditionellen ThaiMassage, wie ich durch den Schmerz befreiter im eigenen Körper und Geist werde. Bei ihm fand ich meine Intuition bestätigt: Der Schmerz ist nicht negativ. Er ist ein Hilfsmittel. Eine Wanderkarte einfach JA 06-07/2017

durch den Körper. Durch den Schmerz kommen wir stärker im eigenen Körper an und werden nicht mehr von Blockaden beherrscht. Der Körper ist dichte Materie. Er braucht meist länger als andere feinstofflichere Ebenen um Veränderungen zu verarbeiten. Es ist viel spirituelle und körperliche Reinigungsarbeit notwendig. Dies ist einer der Beweggründe für meine Arbeit. Ich habe 2015 angefangen, meine Erkenntnisse und Erfahrungen in einer Ausbildung für Thai-Yoga-Massage weiterzugeben, damit noch mehr Menschen die Erfahrung machen können. Mein Hauptziel hierbei ist zu vermitteln, wie diese Blockaden im Körper des Klienten erspürt werden können. Ich lege Wert darauf, wie bei der Massage geatmet wird. Wie bewege ich mich? All das geht auch auf den Klienten über: bin ich entspannt, entspannt auch er sich. Durch das Lehren habe ich selbst meine eigene Arbeitsweise stark verändert. Außerdem fordere ich mich damit heraus und verlerne gleichzeitig auch die Techniken nicht. ;- ) Im Rahmen der Thai-Yoga-Massage gibt es sehr viele Techniken, wobei nicht jede Technik immer anwendbar ist. Es gibt jedoch einen erlernbaren Ablauf, durch den man den gesamten Körper eines Klienten wunderbar in Fluss bringen kann. Die Techniken sind dabei der rote Faden durch den Körper. Am Anfang habe auch ich nur Techniken gelernt. Den Grundablauf immer und immer wieder trainiert. Bis er ein „Tanz“ wurde. Fließend. Und dann folgten weitere Techniken für Bauch und Kopf. Meine nächste Stufe war es, den Energiekörper eines Menschen kennenzulernen, mir bewusst zu machen, dass alles Energie ist und dass Energie immer da ist. Die Zen-Linien zeigen dies in der Massage. In der Ausbildung ist es mir wichtig zu zeigen: was machen diese Linien, welchen Zweck haben sie und wie verlaufen sie im Körper?

Juni/Juli 2017 .............. "Körperarbeit - sich selbst im Körper wahrnehmen"  
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