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Ein FabLab (engl. fabrication labo ratory – Fabrikat ionslabor) ist ei ne offene High-TechWerkstatt mit de m Ziel industrielle Prod uktionsverfahren für Einzelstücke und Privatpersonen zu r Verfügung zu stelle n. Typische Gerä te si nd 3D-Drucker, Lase r-Cutter, CNC-Ma sc hi ne n oder Fräsen, um eine große Anzahl an unterschiedliche n Materialien un d Werkstücken bear beiten zu können . (Quelle: Wikipedia .de)

mit kleinen Modellen, vielen technischen Skizzen und vor allem Laptops. Viele Mitglieder sind Ingenieure, die ihr Wissen hier weitergeben. Dabei kommen 3D-Programme zum Einsatz oder es werden Elektro-Baukästen weiterentwickelt. So zeigt uns Habo ein paar seiner Spielereien: Ein kleiner Greifarm, der per Computer gesteuert wird, eine Uhr, die mithilfe von Leuchtdioden die Zeiger aus Schatten erzeugt und andere mechanische Objekte. Doch neben CNC-Fräsern, Schraubstöcken und 3D-Druckern gibt es auch Origami-Workshops und auf der Fensterbank steht eine Nähmaschine. Eben eine wirkliche „Dingfabrik“ in der alle, wirklich alle Disziplinen gleichberechtigt nebeneinander existieren. Habo verrät uns allerdings, dass die Mitglieder eher

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männlich sind. Doch genausowie sich die Mädchen hier für Betongießen begeistern, hat er auch das Nähen gelernt. Timo von Das Mo Artworks strickt für seinen Neffen einen Teddy. Ansonsten begeistert er sich für Acryl-Toys und erzählt uns einiges über die kleine Szene und die Bewegungen im Charakter-Design. Auf seinen eigenen Prototypen Mate ist er besonders stolz. Er modelliert, gießt und verfremdet die kleinen Figuren und fügt manchmal sogar technische Spielereien wie kleine Leuchtdioden hinzu. Sein Antrieb liegt auch in der Dingfabrik: „So schafft man es, seine Freizeit rumzubringen. Hier gibt es eben viele, die von verschiedenen Bereichen Ahnung haben und dir dabei helfen, deine Idee umzusetzen. Man kann einfach gucken, die Projekte auch

größer aufzuziehen und einfach ein bisschen rumprobieren. Der eine kann eben gießen, der andere ist erfahren in Elektronik. So kann man verschiedene Techniken miteinander verbinden und etwas ganz Neues erzeugen.“ erzählt er uns begeistert. Neben den Erfahrungen und Kenntnissen der Mitglieder spielt auch die Ausstattung eine große Rolle. Wenn man einen Raum hat, eine Werkstatt, fällt das Loslegen viel einfacher, erklärt uns Uwe. „ Zuhause habe ich eine kleine Werkstatt eingerichtet, aber zu Hause bin ich irgendwie faul geworden. Es ist besser, andere Leute dabei zu haben. Zu Hause sitze ich nur vorm Rechner und komme nicht in Bewegung. Die Schaffensatmosphäre tut da gut – die Sachen sind alle da, man kann sich die Werkzeuge von der Wand nehmen. Das ist was

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Eigenwerk-Magazin #01: Die Faden-Ausgabe

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