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EHM - Business & Kreatives Netzwerk Magazin Ausgabe 2 | 03/2015

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FRÜHLINGS ERWACHEN JAHRESABO BESTELLEN & KOSTENLOS IHRE FIRMA BEWERBEN

Wer glaubt, den Osterhasen gibt es nicht, der irrt sich gewaltig! Bei uns ist großes Frühlingserwachen! Die Zeit zum Verlieben und um Freude zu schenken! Die ersten 100 Abonnenten des „EHM - Business & Kreativen Netzwerk Magazins“ dürfen sich ganz besonders freuen, denn für sie heißt es: FIRMENLOGO schicken und KOSTENLOS in der nächsten Ausgabe des „EHM - Business & Kreativen Netzerk Magazins“ beworben werden!

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EDITORIAL Liebe LeserInnen, mit der Erstveröffentlichung des „EHM – Business & Kreativen Netzwerk Magazins“ im Dezember 2014 erweiterte auch die EH Creative Agency ihr Portfolio. Text, Grafik, Foto und Design gehören ebenso zum Daily Business wie Videoproduktion, Digital Signage und Werbekonzeption. Aufgabe des EHM ist es, niveauvolle Menschen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen auf seriöser Ebene einander näher zu bringen, um den konstruktiven Ideen- und Gedankenaustausch zu fördern. Unter dem Leitbild der Agentur und der Flagge des „Bond of Honor“ vernetze ich sowohl kreative Köpfe als auch Entscheidungsträger und Unternehmer auf der ganzen Welt, welche Ihnen in diesem Magazin vorgestellt werden. Der persönliche Kontakt ist mir dabei sehr wichtig. Die Besonderheit des EHM für Sie als Kunde oder Abonnent liegt darin, dass Sie die Persönlichkeiten, deren Geschichten Sie hierin finden, kontaktieren und mit ihnen in Dialog treten können. Sie lesen über Menschen, die aufgrund ihrer Persönlichkeit - ihres Charakters - ihrer Werte, Visionen, Tätigkeiten oder Projekte aus unserer Gesellschaft hervorstechen und daran interessiert sind, neue Kontakte zu knüpfen. Dadurch werden bestehende Projekte gefördert, neue initiiert und Ideen geboren oder einfach Gemeinsamkeiten im vertrauensvollen Kreis miteinander gelebt wie

beispielsweise der Genuss hochwertiger, kulinarischer Köstlichkeiten oder Luxusgüter. Ich möchte Sie herzlich einladen, das Netzwerk des EHM bzw. der Agentur für Ihr Business oder Ihre kreativen Ideen zu nutzen. Das EHM bietet Ihnen eine Möglichkeit sich, Ihr Unternehmen oder Ihre Tätigkeiten und Projekte einer auserlesenen Zielgruppe vorzustellen und eventuell Mitstreiter für die Realisierung Ihrer Vorhaben oder Neukunden zu finden. Sprechen Sie aus, was Ihnen seit Jahren im Kopf herumspukt und als „verrückte Idee“ bislang unrealisierbar schien. Hier haben Sie eine Plattform, auf der Ihre Ideen Gehör finden. Tauschen Sie sich aus, um Ihren Visionen Leben ein zu hauchen. Das EHM schlägt eine Brücke zwischen den Kontinenten und vor allem zwischen den unterschiedlichsten Branchen, Interessensgruppierungen und Menschen. Schauspieler, Musiker, Produzenten und Künstler treffen auf Wirtschaftstreibende, Industrielle und Privatiers. Sie werden überrascht sein, welche unglaublichen Synergien entstehen, wenn der Geist nicht an gesellschaftliche Grenzen stößt, sondern den Blick in die Ferne gerichtet und die Möglichkeit hat, sich zu entfalten. Ich freue mich auf Sie! Herzlichst,

Elke Höller

Herausgeberin & Eigentümerin

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INHALT

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06 ISABEL ADRIAN

24 FAMILIE KLAMPFER

10 DITO MONTIEL

28 ELKE HÖLLER

14 MELANIE TOMASCHITZ

32 WOHLBEFINDEN & WERTSCHÄTZUNG

18 DENNIS F. FREDRICKS

33 AUSTRIAN-AMERICAN COUNCIL WEST

19 EVENT-HIGHLIGHT

34 GOTTSCHEE

20 HANS SCHULLIN

35 GANZHEITLICHE WIRTSCHAFTSBERATUNG

Das Multitalent im Interview über ihre Rolle als Mutter, Ehefrau, Model & Schauspielerin

Der Star-Regisseur, der mit Herz und absoluter Hingabe wahre Blockbuster produziert

Die US-Amerikanerin verlor ihr Herz an Österreich und erzählt über ihre Eindrücke

Firmengründung in den USA - Wissenswertes von Fredricks & von der Horst

Daniel Marshall und das EHM exklusiv im Kitzbühel Country Club

Brillanter Visionär, kreativer Geist und Juwelier aus Leidenschaft

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Ein Blick hinter die Kulissen des österreichischen Traditionsbetriebes und Familienunternehmens

Über Emotionen und Beweggründe für die Veröffentlichung dieses Magazins - EHM

Claudia Reiter - mehr als „nur“ eine Massagepraxis in Graz

AACW unterstützt 10 teilnehmende Athleten der Special Olympics World Games L.A. 2015

Verlorene Liebe zu einem vergessenen Land: Menschen über ihre Heimat Gottschee

Erkennen Sie Ihren Unique Selling Point


REGISSEUR DITO MONTIEL PORTRAIT

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19 HERAUSGEBERIN ELKE HÖLLER BEKENNTNIS

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ABENTEUERLAND WIRTSCHAFT

36 INVESTITION INS LEBEN

EINLADUNG

Die Heirat zwischen Kreativität & Wirtschaft

Georg Melion über Value Investing

37 MELANIE TOMASCHITZ

38 EINLADUNG: ABENTEUERLAND WIRTSCHAFT Nehmen Sie teil, stellen Sie Ihr Unternehmen vor

38 Impressum: EH Creative Agency, Josef-Kölbl-Weg 3, A-8054 Seiersberg (Austria), Herausgeberin, Eigentümerin | Grafik & Redaktion: Elke Höller | Lektorat: Michael Rossi | Fotos: Fotolia, istock by Getty Images, Michaela Begsteiger, Dito Montiel, Daniel Marshall, Christian Schims, Michelle Hirnsberger, Isabel Adrian, Underground, Elisabeth Sitar-Pizzuti | Übersetzung: Leanka Sayer | Druck: Druckhaus Thalerhof GmbH, www.druckhaus.at. Haftungsausschluss: Unsere Artikel geben die Privatmeinung des Autors/der Autoren und der Interviewpartner wieder. Jede Haftung ist ausgeschlossen.

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MULTITALENT EINE ECHTE FRAU DER RENNAISANCE, ISABEL ADRIAN HAT EIN LEBEN UND EINE KARRIERE AUFGEBAUT, DIE SICH UM DEN GESAMTEN GLOBUS ZIEHT. SIE IST EIN MULTITALENT MIT EINER GROSSEN LEIDENSCHAFT FÜR DAS LEBEN UND VOR ALLEM MIT EINER GROSSEN LEIDENSCHAFT FÜR IHRE FAMILIE. WIR HABEN SIE GEFRAGT, WELCHES IHRER VIELSEITIGEN TALENTE IHR LIEBSTES IST UND WIE SIE ES SCHAFFT IHRE ROLLE ALS MUTTER UND GESCHÄFTSFRAU IM ALLTAG ZU VEREINEN.

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sabel Adrian ist in Gothenburg, Schweden, geboren und aufgewachsen. Sie begann ihre erfolgreiche Modelkarriere mit gerade mal 15 Jahren. Sie reiste um die ganze Welt und lief über die Laufstege von mehr als 350 Shows. Sie zierte die Titelblätter des Rolling Stone, Elle, Sony und des Chic Magazins. Nach fünf Jahren des Modellebens beschloss sie ihre Modelkarriere für die Weiterbildung aufzugeben und legte den Fokus auf Film und Design. Sie beendete sie ihre Ausbzw. Weiterbildung mit einem Bachelor in Journalismus. Was ist dein größtes Talent? Wo liegen dein Herz und deine Leidenschaft? „Ich würde sagen, mein größtes „Talent“ ist die Tatsache, dass ich einen sehr kreativen Geist habe. Mein bestes Talent ist nicht etwas, das du perfektionieren kannst wie beispielsweise tanzen, aber wenn man sagen kann, dass ein visionäres Denken ein Talent ist, dann bin ich auch damit gesegnet. Ich arbeite sehr schnell Ideen und Lösungen aus und versuche stets außerhalb des Tellerrands zu denken. Mein Herz liegt in der Kreativität und meine Leidenschaft darin, neue Dinge zu lernen und die Möglichkeit zu haben meinen Verstand zu nutzen.“ Isabel zog nach Stockholm und wurde eingeladen in der schwedischen TV-Show „Expedition

Robinson“ aufzutreten, welche später von einem US-Sender adaptiert und der amerikanische TV-Hit „Survivor“ wurde. Mit der Show gewann sie an Prominenz und erhielt schließlich das Angebot, Managerin eines der beliebten Clubs in Stockholm zu werden. 2004 begegnete sie den schwedischen House Mafia DJ Steve Angello, der später ihr Ehemann werden sollte. Bald begann Isabel für Steve’s Label Size Records zu arbeiten und designte Werbeartikel. Sie reisten gemeinsam um die ganze Welt. Wie habt ihr euch kennengelernt? „Meinen Ehemann Steve Angello habe ich zum ersten Mal auf einem Award Event in Schweden gesehen. Er war als DJ engagiert und ich war zu Gast. Wie jeder weiß, bin ich sehr musikbegeistert und als ich einen bestimmten Song auf der Party hörte, ging ich zu ihm hoch und fragte ihn, wer der Künstler wäre, der diesen Song geschrieben hat, und wie der Song hieße. Er drehte sich zu mir und sagte nur „Ich“. Nachdem ich ihn nicht kannte und er mir den Titel des Songs nicht verriet, hinterließ er keinen besonders guten Eindruck bei mir. Ich beschloss, mich um zu drehen und kehrt zu machen. Zu meiner Überraschung tippte mir nur wenige Minuten später jemand auf die Schulter - es war Steve - und gab mir nicht nur den Titel des Songs, sondern auch seine Telefonnummer.“

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Mit dem Verlangen ein neues Abenteuer zu begehen und den Horizont zu erweitern, führte es Steve und Isabel 2008 schließlich nach Los Angeles. Isabel wurde sofort für die Show „Swedisch Hollywood Housewives“ gecastet mit dem Auftrag die nächsten 5 Jahre eine der Hauptrollen aus zu füllen. Darüber hinaus führte sie ihre Arbeit als Designerin fort, welche schon seit jungen Jahren einer ihrer großen Leidenschaften war. In ihre Kreationen bringt sie ihre praktischen Erfahrungen mit ein, ebenso Ideen, die am Markt noch nicht zu finden sind. Seit ihrem Erfolg im Gestalten von Werbeartikeln für die Swedisch House Mafia, florierte ihre Karriere als Designerin. Isabel wird oft um Kooperationen gebeten, bei denen sie federführend ist und vom einzelnen Schmuckstück bis hin zur Damenumstandskleidung fast alles entwerfen darf. Isabel Adrian hat auch ihre eigene Leder-Linie entwickelt - von der Reisepass-Tasche aus Leder über Brieftaschen bis hin zum edlen Schmuckstück. Demnächst erscheint eine sehr hochwertige Linie von Leder-Luxus-Gütern, welche bereits jetzt die Aufmerksamkeit einiger international bekannter Persönlichkeiten auf sich zieht wie beispielsweise von Viktoria Swarovski. Die beiden kreativen Mädels werden zusammen das Label IV ins Leben rufen, welches unter anderem Shirts, Ringe und Ohrringe kreieren wird. Wo findest du all die Inspiration? „Inspiration bekomme ich von allem um mich herum, wirklich. Ich umgebe mich mit kreativen Menschen und ich genieße intellektuelle Gespräche mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich habe auch keine Angst Fragen zu stellen und betrachte die Dinge nicht von einer „normalen“, alltäglichen Perspektive – ich liebe es die Dinge zu analysieren. Man kann eine Blume auch aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.“ Isabel Adrian und Viktoria Swarovski designen nicht nur zusammen. Mit Isabel’s Erfahrung in der Musikindustrie, haben die beiden kreativen Köpfe kürzlich einen Song zusammen aufgenommen. Geschrieben und produziert von Isabel, treten sie als weibliches DJ-Duo KimKat auf. Doch Isabel’s Interesse als Musikproduzentin endet mit dieser Kooperation nicht. Sie produzierte jüngst den Song „Bring Me Light“ von Audrey Napoleon. Das Musikvideo für

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„Bring Me Light“ und dessen Produktion wurde von Bravo aufgegriffen und für die Reality Show „Euros of Hollywood“ verwendet, für die Isabel zurzeit vor der Kamera steht. Die Show, durch die Isabel bereits eine sehr große Fangemeinde gewinnen konnte, zeigt das Leben von Europäern, die den Traum von Hollywood verwirklichen und leben wollen. Der Song wurde am 18. November veröffentlicht, nur einen Tag nachdem die 3. Episode von „Euros of Hollywood“ im Fernsehen zu sehen war. Wie organisierst du deinen Tag und all die Verbindlichkeiten in deinen Jobs? „Wenn ein Tag zu Ende geht, fühle ich mich oft als würde ich zwei Schritte hinterherhinken. Nach einem erfüllten Tag mit Steve und den Kindern setze ich mich hin und mache mir eine Liste, was noch alles zu tun ist. In meinem Kopf herrscht oft Chaos, daher muss ich strukturiert vorgehen. Ich mache mir immer Notizen um mich auch visuell an Dinge zu erinnern. Dennoch wird es immer Menschen geben, die ich enttäusche, weil man kann einfach nicht alle an einem Tag glücklich machen. Wenn du selbst nicht glücklich bist, wird dir nichts gelingen. Glücklich zu sein, ist meine Verpflichtung gegenüber meiner Familie und meinem Job.“ Eines ihrer vielen Projekte war die Gründung der LaLa Studios im Herzen von Hollywood. Isabel bietet professionelle Fotoshootings für Schauspieler und jeden an, der die Möglichkeit eines außergewöhnlichen Fotos nutzen möchte. In den LaLa Studios werden auch personalisierte Szenen für Schauspieler und deren Portfolio geschrieben. Isabel’s Talente im Film und Design werden durch ihr Talent als Autorin abgerundet. In Schweden veröffentlicht sie unter anderem einen Blog, in dem sie den Menschen einen Einblick in ihr Leben gewährt und mit ihren Lesern Weisheiten aus der Modewelt teilt. Der Blog wurde überraschend erfolgreich, sowohl in Schweden als auch international. Isabel’s Arbeiten als Autorin wurden kürzlich mit der Veröffentlichung ihres Buches „Sex, Drugs & a DJ“ geehrt. Das Buch wurde zu einem echten Hit, nachdem es im Frühjahr 2014 in Schweden veröffentlicht wurde und zurzeit in mehrere Sprachen übersetzt wird. Weiters ist Isabel Produktionsleiterin bei Two Way Street Productions, der Produktion von James McClure’s „Laudry and

Bourbon and Lonestar“ im Stella Adler Theater in Hollywood. Hauptdarsteller Douglas Bennett kennen wir aus der finalen Staffel von „Sons of Anarchy“. Das Stück, das erst vor einigen Wochen sein Debüt feierte, erhielt großen Zuspruch von Discover Hollywood. Isabel und Steve führen ihr gemeinsames Leben mit ihren beiden Töchtern Monday Lily (4) und Winter Rose (2) in Schweden und Los Angeles. Was war dein großer Kindheitstraum? „Mein Traum war es mehr zu sein als „nur“ Mutter und Ehefrau. Ich wollte keine „Prinzessin“ sein, wie es die meisten kleinen Mädchen sich wünschen. Ich wollte schon immer die weibliche Version von Donald Trump sein. Ich wollte Glaubwürdigkeit finden um meinetwillen, auf den eigenen Beinen stehen und nicht für meinen Erfolg von jemandem abhängig sein. Ich wollte immer die Möglichkeit haben, das zu tun, was ich liebe – und Menschen inspirieren es mir gleich zu tun. Wir haben eine Art Leitspruch bei uns Zuhause `Das zu tun, was du magst, bedeutet Freiheit. Das zu mögen, was du tust, bedeutet Freude`.“ Isabel Adrian lebt ihren Traum.

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HINGABE KEIN WORT BESCHREIBT DEN REGISSEUR, DREHBUCHAUTOR UND EINSTIGEN MUSIKER DITO MONTIEL BESSER ALS DAS WORT „HINGABE“. ER IST EINER DER WENIGEN IN DER FILMBRANCHE, DIE DAS SELTENE TALENT BESITZEN, WAHRE GESCHICHTEN AUTHENTISCH ZU ERZÄHLEN UND DABEI DIE SPANNUNG NICHT ZU KURZ KOMMEN ZU LASSEN.

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ito Montiel wurde am 26. Juli 1965 in New York City geboren. Seinen Geburtsnamen Orlando Anthony Montiel Jr. hatte er bald für seinen Spitznamen „Dito“ abgelegt. Alle Welt kennt ihn seit Anbeginn seiner Karriere als Dito Montiel. Dito hat drei Schwestern, die alle wesentlich älter sind als er. Als echtes New Yorker Kind lernte er schon in frühen Jahren, dass tatsächlich alles im Leben möglich ist. Seine Mutter verließ seinen Vater in ihren späten 60igern. Für Dito schien diese Entscheidung völlig verrückt zu sein, da beide in einem Alter waren, indem sie Großeltern hätten sein können. Und nach über 40 Jahren Ehe, auf die seine Eltern schließlich zurückblicken konnten, nahm er an, dass niemand sein Leben mehr neu beginnen wolle. Er wurde eines Besseren belehrt und stellte fest, dass es im Leben nie zu spät ist einen Neuanfang zu wagen oder Dinge zu ändern. Die Öffentlichkeit wurde in den späten 90igern auf Dito aufmerksam. Nachdem er die New Yorker Hardcore Punk Band „Major Conflict“ verließ, unterschrieb Geffen Records im Jahr 1989 einen 1 Millionen Dollar Deal für seine Neuformation „Gutterboy“ - zur damaligen Zeit war dies eine unglaubliche Summe. Die Band blieb weitestgehend unbekannt und erhielt nach deren Auflösung kurz nach dem Erscheinen des Debütalbums ironischer Weise den Titel eine der „erfolgreichsten“ erfolglosen Bands in der Rock

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Geschichte zu sein. Nachdem der heutige Star-Regisseur sein Bestseller-Buch und Eigenbiografie „A Guide to Recognizing Your Saints“ zu einem Drehbuch umgeschrieben hatte, wagte er den Schritt bei diesem Film selbst Regie zu führen. In der Filmversion des Bestsellers spielten u.a. Robert Downey Jr. (als alter Montiel), Dianne Eiest, Channing Tatum und Shia LaBeouf (als junger Montiel). Er macht Filme mit derselben Hingabe wie er Musik oder Bücher schreibt. Eines seiner weiteren Werke mit dem Titel „Dito Montiel“ wurde im Jahr 2006 von Rhino Records produziert. Sein zweites Buch „Eddie Krumble is the Clapper“ erschien im April 2007. Auf die Frage, ob er nicht zu spät ins Filmgeschäft eingestiegen wäre, meinte der Star-Regisseur, dass Jack Kerouac 40 Jahre „On the Road“ lebte und das gleichnamige Drehbuch in nur 2 Wochen schrieb. Dito habe noch nie verstanden, wie man als Teenager Träume haben kann, ist man doch viel zu jung um zu wissen, was man will. Als Kind habe er niemals Träume gehabt. Er machte nur Blödsinn um die Dinge zu vermeiden, die noch wesentlich schlimmer gewesen wären. Als er ein Jobangebot in einer Fabrik bekam, sagte ihm sein Vater, er solle die Highschool abbrechen, weil dieser Job ein „guter Deal“ wäre. Seine Reaktion als Teenager war „Ach ehrlich?! Das klingt doch furchtbar!“. Also verzichtete er


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auf beide Möglichkeiten und begann mit der Musik. Die Bezahlung als Musiker war gerade gut genug, dass er nicht zum Bundesheer musste und dennoch davon leben konnte. Dito glaubt, dass alles im Leben passiert, wenn die Zeit dafür reif ist.

verzweifelt seinen Sohn sucht. Neben Jai Cortney, der sein Debüt in „Stirb langsam 5“ an der Seite von Bruce Willis feierte, ist in diesem spannenden Thriller Gary Oldman zu sehen. „Man Down“ befindet sich zurzeit in Post-Production.

Als Dito sein erstes Drehbuch schrieb, dachte er noch, „INT“ bedeutet „vorstellen“ und „EXT“ bedeutet „Ausgang“. Er war so aufgeregt und ängstlich, weil die Produzentin Trudie Styler und Schauspieler Robert Downey Jr. ihm eine Chance geben wollten. Rückblickend weiß er, dass es in dieser Situation wohl gut gewesen, gewisse Dinge schon früher gelernt zu haben. Andererseits war er schon immer ein „Do it yourself“-Typ.

Was hat den heutigen Star-Regisseur letztlich dazu getrieben, diese Karriere ein zu schlagen? Mit einem Schmunzeln im Gesicht, erklärte er, dass er sich wünschte, er wäre klug genug gewesen, um eine Wahl gehabt zu haben. Dito war ein echter Glückspilz. Es ist einfach passiert. Er schrieb, weil er immer schon geschrieben hat, sogar als er noch ein Kind war. Er schrieb Musik als er mit 14 in einer Hardcore Band war. Er war nicht gut genug, um die Songs anderer zu spielen, also musste er die Songs selbst schreiben, um sie spielen zu können. Schreiben ist seine Leidenschaft und neben dem Job war es eine sinnvolle Beschäftigung. Eines Tages entstand ein Buch und der Mann, für den er bei Tower Records gearbeitet hatte, hat es kurzer Hand veröffentlicht. Und plötzlich machte er einen Film, sogar einen ziehmlich guten. Heute ist er ein aufsteigender Stern in der Filmbranche und erntet als Regisseur große Anerkennung.

Schauspieler Terrence Howard und Channing Tatum, „Fighting“ 2009

Im Jahr 2009 verfilmte Dito Montiel „Fighting“ mit Frauenschwarum Channing Tatum, Terrence Howard und Luis Guzman. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Straßenhändlers in New York City, der in die Boxkämpfe des New Yorker Untergrunds eingeführt wird. Nur zwei Jahre später führte Dito Regie bei dem Polizei-Drama „The Son of No One“. Eine weitere Zusammenarbeit mit Channing Tatum, aber auch Filmgrößen wie Al Pacino, Tracy Morgan, Ray Liotta und Katie Holmes wirkten mit. Dieses Meisterwerk wurde beim Sundance Film Festival vorgestellt und sofort von Anchor Bay Entertainment unter Vertrag genommen. Sein aktueller Streifen „Man Down“ erzählt die Geschichte eines ehemaligen US Marines (Shia LaBeouf), der im post-apokalyptischen Amerika

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Wenn man den einfach gestrickten New Yorker beobachtet, denkt man sich, eine Karriere wie die seine wäre ein wahr gewordener Traum und es könnte einem nichts besseres passieren. So ist es tatsächlich, aber für Dito hat dieser Traum auch einen Haken. Er ist so damit beschäftigt nicht durch zu drehen, weil die Häfte der Zeit hat er Angst und stellt sich die Frage „Wie mache ich noch einen Film, einen noch besseren?“ Niemand bittet ihn darum, einen Blockbuster wie Indiana Jones zu schreiben, also muss er immer wieder selbst an den Schreibtisch und eigenständig etwas gutes verfassen. Da es ihm leicht fällt, etwas zu schreiben, mit dem er sich identifizieren kann, landet er mit seinen Geschichten und Drehbüchern immer bei ihm Zuhause in der Nachbarschaft. Er schreibt über das, was er kennt. Und so entsteht der nächste Film. Dito Montiel hat eine bezaubernde Tochter, eine liebevolle Ehefrau und ein Haus, indem er sich rundum wohlfühlt. Die Vergangenheit möchte er in der Vergangenheit belassen. Er fühlt sich im Hier und Jetzt geborgen, liebt es seinen Geschichten wahres Leben ein zu hauchen und Filme zu machen, die die Menschen bewegen.


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Dito Montiel‘s kleine Tochter Charlie „Charlie and the Muno factor“

Der Werdegang von Dito Montiel liest sich als wäre das Leben und Arbeiten in Hollywood ein Kinderspiel, doch sieht die Realität anders aus. Es ist immer gut zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die richtigen Menschen zu kennen. Doch braucht es neben einer ordentlichen Portion Glück auch verlässliche Partner. Dito arbeitet deshalb mit dem Manager Trevor Engelson von Underground zusammen. Trevor gründete Underground im Jahr 2001, nachdem er 1 Jahr Assistent bei einer der größten Agenturen in den USA war. Geboren und Aufgewachsen ist Trevor in Great Neck, New York - eine weitere Gemeinsamkeit, die die beiden kreativen Köpfe verbindet. Nach seiner Ausbildung auf der Annenberg School of Communications der University of Southern California wusste Trevor, dass er qualitativ hochwertige Talente finden und vertreten möchte. Seit über 10 Jahren ist Trevor nun einer der besten Manager in der Branche und wurde vom „Hollywood Reporter“ sogar als einer der TOP 35 der nächsten Generation ernannt. Mit Underground möchte er eine gewisse Tradition und Qualität in der Branche halten, die heut-

zutage wichtiger ist denn je. Im Jahr 2012 eröffnete Underground unter der Leitung von Trevor Engelson einen Standort in New York. Seither ist er auf Expansionskurs und steht Klienten wie Dito Montiel professionell zur Seite. Die Realisierung eines Filmprojektes ist eine Herausforderung, die viel Zeit und Engerie von allen Beteiligten fordert, vor allem von einem HerzblutRegisseur wie Dito Montiel. Daher richten wir ein herzliches Dankeschön an Dito. Danke, dass du dir trotz der vielen Arbeit mit „Man Down“ Zeit für uns genommen hast und den LeserInnen einen Einblick in deine Welt gewährt hast.

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PASSION DIE SONNENSTRAHLEN DES US-STAATES KALIFORNIEN SCHEINEN DIE STÄNDIGEN BEGLEITER DER IN ÖSTERREICH LEBENEN AMERIKANERIN ZU SEIN UND IN IHREM HERZEN ZU WOHNEN: MELANIE TOMASCHITZ IST NICHT NUR HUMORVOLL UND CHARMANT, SIE IST VOR ALLEM EINE GESCHÄFTSFRAU, DIE GANZ GENAU WEISS, WAS SIE WILL. MIT KOMPROMISSLOSER KONSEQUEZ UND SCHIER GRENZENLOSER LEIDENSCHAFT VERFOLGT SIE IHRE ZIELE. DIE AMERIKANERIN HAUCHT IHREN KUNDEN IN IHREN TRAININGS EIN WENIG DER POSITIV GESTIMMTEN MENTALITÄT DER USA EIN.

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egegnet man der 46-jährigen US-Amerikanerin zum ersten Mal, glaubt man, man stünde einem ehemaligen Fotomodel gegenüber. Zierliche Figur, lange, blonde Haare und ein strahlendes Lächeln. Wechselt man ein paar Worte mit Melanie Tomaschitz ist man sofort von ihrem charmanten Wesen gefesselt und kann nicht aufhören, ihren humorvollen Erzählungen zu lauschen. Doch nach nur wenigen Worten des konstruktiven Gedankenaustausches stellt man fest, dass man einer Top-Geschäftsfrau gegenüber sitzt, die ganz genau weiß, wie der Hase läuft und internationales Know-how an den Tisch bringt. Melanie Tomaschitz ist ein Kind des sonnigen US-Bundesstaates Kalifornien. Geboren in Hollywood, aufgewachsen in Palm Springs genoss die mittlere von drei Kindern die beste Ausbildung. Die Liebe führte Melanie vor rund 16 Jahren nach Österreich. Ihre Schwestern Lisa und Jennifer sowie ihre Eltern blieben ihrer Heimat treu. Seit einigen Jahren gehört ihr Herz Graz, ihrem erfolgreichen Ehemann Markus Tomaschitz und ihren beiden Kindern Mia und Eva. Hier fühlt sie sich wohl, hier ist sie Zuhause. Bevor sich Melanie Tomaschitz im Jahr 2005 zur Selbständigkeit entschieden hatte, war sie an

einigen namhaften Lehreinrichtungen als Englisch-Lehrerin beschäftigt. Da sie sowohl privat als auch beruflich trotz ihrem Verständnis für die deutsche Sprache ausschließlich Englisch spricht, hat sie ihren KollegInnen einiges voraus. Dieser Vorteil wird von der hervorragenden Ausbildung und den wertvollen Erfahrung der letzten Jahre in ihrem Beruf untermauert. Ihr Wissensdrang und Interesse an neuen Dingen und an den Menschen selbst ermutigten sie, sich ständig weiter zu entwickeln und fort zu bilden. Doch ein so aufgeschlossener, wissbegieriger und optimistischer Mensch wie Melanie hat es gerade in Österreich nicht immer leicht. Die Österreicher sind es gewohnt auf Neues skeptisch und eher negativ zu reagieren. Eine Mentalität, die man in dieser Intensität nur in Österreich findet. Melanie stellt sich die Frage erst gar nicht, ob etwas funktionieren kann oder nicht. Unter dem Motto „Yes, we can“ werden Herausforderungen mit einer positiven Einstellung, wie wir es von Amerikanern gewohnt sind, angenommen und Neues wird einfach ausprobiert. Ein einschneidendes Ereignis bei einer ihrer letzten Lehrstellen war schließlich ausschlaggebend für den Entschluss sich selbständig zu machen.

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Saß sie doch tatsächlich einer Führungsperson gegenüber, die ihre Entscheidungen von der Gemütslage ihres Plüschteddybärens abhängig machte. Es ist wahrlich haarsträubend zu erleben, dass ein erwachsener Mensch in einer Führungsposition in einer Abhängigkeit zu einem Stofftier steht. Doch ist es noch viel schockierender zu realisieren, dass diese Situation vom gesamten Berufsumfeld, dem Lehrpersonal und Vorgesetzen nicht nur toleriert, sondern gleichermaßen angenommen wird. Wenn man als seriöser und ernst zu nehmender Experte einer solchen Situation ausgesetzt ist, bleibt nur noch der Schritt in die Selbständigkeit. Denn ein System weiterhin zu unterstützen, dass offensichtlich psychische Probleme am Arbeitsplatz fördert, kann man nicht hinnehmen. Dadurch verliert jeder Mitarbeiter – sogar die Lehreinrichtung selbst – an Professionalität und Glaubwürdigkeit. 2005 war es dann endlich soweit. Eine Idee wurde in die Tat umgesetzt und das mit derselben Leidenschaft, wie sie ihrer Familie und ihren Mitmenschen begegnet oder Projekte in Angriff nimmt. Melanie Tomaschitz gründete ein Consulting-Unternehmen mit dem Schwerpunkt Menschen in Führungspositionen ein etwas anderes EnglischCoaching an zu bieten. Englisch lernt man bereits in jungen Jahren. Doch ist es nur wenigen vorbehalten, die englische Sprache im Berufsalltag auch wirklich zu leben. Dadurch werden Menschen mit Muttersprache Deutsch oftmals in der Fremdsprache eingeschränkt und gehemmt. Von einer Führungsperson erwartet man sich Standfestigkeit im Beruf, Wort und Schrift. Mit Melanie Tomaschitz als Personal English Coach ERLEBT man die englische Sprache. Man gewinnt einen professionellen Englisch-Coach und gleichzeitig eine Freundin, die die Fremdsprache Englisch zur eigenen Sprache werden lässt. In Mag. Dr. Markus Tomaschitz, einem der erfolgreichsten Persönlichkeiten Österreichs und dem heutigen Director HR Marketing und HR Development der AVL Global, hat sie die große Liebe gefunden. Kennengelernt haben sich die beiden in der Grazer Innenstadt zu einem Zeitpunkt als beide noch in einer Beziehung waren. Doch das Herz entscheidet, was der Verstand nicht zu beeinflussen vermag. Und nachdem beide die großen Gefühle für einander erkannt hatten, entschieden sie sich, den Weg nicht mehr ohne den Anderen zu gehen. Aus diesem Liebesglück gingen zwei wunderbare Töchter hervor, Mia

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Melanie Tomaschitz und ihr Gatte Markus Tomaschitz ganz privat

und Eva, die das große Privileg haben in einem sozial sicheren Staat zweisprachig auf zu wachsen. Mit der Ehe kam auch die Popularität in einem Land, dem Neid in vielerlei Hinsicht leider nicht fremd ist. So kann es mitunter sein, dass der Name „Tomaschitz“ auch ein Hindernis im Berufsoder Gesellschaftsalltag ist. Melanie Tomaschitz wollte nie im Scheinwerferlicht der Presse stehen. Sie wollte stets geliebt und respektiert werden. Mit der zunehmenden Popularität, die mit der Heirat einherging, kann sie sehr gut umgehen – teilweise genießt sie diese auch. Melanie ist mit sich, ihrem Leben und ihrer Berufung als EnglischCoach glücklich und zufrieden. Ihr persönliches Ziel diesen Standard und die hohe Qualität in ihrem Beruf zu halten, hat für sie höchste Priorität. Für ihre Kinder und den Menschen, denen sie täglich begegnet, wünscht sie sich mehr Gelassenheit um nicht alles so tot ernst zu nehmen. Freunde, Familie und Respekt für einander finden sich nicht in der Seifenblase unserer teilweise oberflächlichen Gesellschaft. Die „einfachen“ Werte und Traditionen werden von ihr im Familien- und Berufsleben getragen.


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Spaßkanone Melanie Tomaschitz mit ihren beiden Töchtern Mia und Eva

Um ihren Klienten nicht nur diese Werte zu vermitteln, sondern ihnen mit noch mehr Know-how zur Seite zu stehen, hat sie kürzlich das MBA-Studium aufgenommen. Für Melanie, die als Ehefrau, Mutter und Geschäftsfrau mit beiden Beinen im Leben steht, war der Weg zurück an die Schulbank, keine leichte Entscheidung. Immerhin sind die Teilnehmer dieses Lehrgangs zwischen 25 und 30 Jahre jung und sie hatte verständlicher Weise Angst vor dem Versagen. Doch das MBAStudium stellte sich nur wenige Wochen nach Studienbeginn als echter „Gamechanger“ heraus. Melanie gewinnt durch das MBA-Studium wertvolles Know-how für sich selbst und ihre Klienten. Gleichzeitig ist sie von der „Jugend“ umgeben und gewinnt als Person an Stärke. Heute ist die 46-Jährige erleichtert, den Schritt in eine mehrjährige Ausbildung gewagt zu haben, und ist über sich selbst überrascht. Denn obwohl man glaubt im Unternehmertum alles erlebt und gesehen zu haben, man lernt nie aus und das Aneignen von Wissen ist in keiner Lebenssituation verkehrt. Darüber hinaus ist der Lehrgang für sie eine Plattform um neue Menschen kennen zu ler-

nen. Zusätzlich haben sich daraus Kundenanfragen und neue Aufträge ergeben. „Networking“ ein MUSS als Englisch-Coach und im Unternehmertum. Wer seinem Berufsalltag einen Mehrwert verleihen und sein Wissen um die englische Sprache um ein Vielfaches erweitern möchte, sollte sich für ein professionelles Coaching mit Melanie Tomaschitz Language Consultants entscheiden. Der Mensch Melanie Tomaschitz ist in jedem Fall eine Bereicherung im Leben. Wir freuen uns ganz besonders Melanie als Kolumnistin für das EHM gewonnen zu haben. Genießen Sie ihre humorvollen Anekdoten unter der Überschrift „Wir versuchen nur zu helfen“. Schicken Sie uns eine Email um mehr Informationen anzufordern oder mit Melanie Tomaschitz in direkten Kontakt zu treten.

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www.fredrickslaw.com

Firmengründung in den USA Dennis F. Fredricks & Martin Vorbrodt Die Gesellschaftsgründung ist üblicher Weise der erste Schritt für einen erfolgreichen US- Markteinstieg. In den meisten Bundesstaaten ist dies eine relativ schnelle und kostengünstige Angelegenheit. In Betracht kommen als Gesellschaftsformen in aller Regel nur die Corporation und die Limited Liability Company (LLC). Sowohl die Corporation als auch die LLC begrenzen die Haftung auf die Gesellschaft selbst, es ist somit nur in engen Ausnahmefällen möglich, die Gesellschafter direkt in Anspruch zu nehmen, z.B. im Fall von betrügerischem Verhalten. Ein weiteres Argument für die Firmengründung ist der Effekt auf den US-Markt: Kunden, Zulieferer und andere Geschäftspartner sind in Amerika geneigt, einer US-Company mehr Vertrauen entgegen zu bringen als einem ausländischen Unternehmen. Ferner ist die US-Gesellschaftsform ein Pluspunkt beim Forderungseinzug. Denn amerikanische Schuldner gleichen bei Zahlungsschwierigkeiten die Rechnungen von US-Gläubigern häufig vor den Rechnungen ausländischer Gläubiger aus, weil man annimmt, dass es für einheimische Gläubiger einfacher ist, die Forderung gerichtlich geltend zu machen. Die Gründung der Gesellschaft sollte der erste geschäftliche Schritt sein, damit alle Verträge und Geschäftsbeziehungen im Namen der Gesellschaft vorgenommen werden können und keine persönliche Haftung der Privatperson oder der ausländischen Muttergesellschaft entsteht. Es ist weder ein amerikanischer Pass noch ein Visum nötig, um eine Gesellschaft zu gründen. Wer allerdings in den USA ein Business betreibt und sich in den USA aufhalten möchte, muss ein entsprechendes Visum beantragen, was mit angemessenen Vorlauf geplant werden sollte. Visum und Firmengründung sind eng verzahnt, weshalb beides im Einklang geplant werden sollte. Weitere Details, wie die Frage, ob die Gesellschaft durch eine Privatperson oder eine ausländische Kapitalgesellschaft gehalten werden sollte und wie die gesetzlich vorgeschriebenen Positionen zu besetzen sind, insbesondere im Hinblick auf Visa, sollten mit einem Anwalt besprochen werden. Dennis F. Fredricks und Martin Vorbrodt, Kanzlei Fredricks & von der Horst in Los Angeles. Kanzleischwerpunkt: Wirtschaftsrecht.

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Daniel Marsh

Der Kitzbühel Country Club (KCC) wurde von Eigentümer und Hausherren Richard Hauser errichtet und ist als erster „Private Members Club“ in Österreich ein willkommener Rückzugsort, um die unverfälschte Schönheit der Natur nach höchsten Ansprüchen in Ruhe zu genießen. Am Samstag, den 24. Jänner 2015, sorgten jedoch nicht nur die Sportler am Hahnenkamm für Aufsehen, sondern vor allem der Amerikaner und international anerkannte Luxus-Zigarren und Humidor-Guru Daniel Marshall, der in der Zigarren-Lounge die exklusivste Zigarre der Welt präsentierte. Der DM Golden Torpedo ist in 24-karätigem Gold gewickelt und bietet Zigarrenliebhabern ein ganz besonderes Erlebnis. Gäste und Freunde des Hausherren Richard Hauser, aber auch Zigarren-Liebhaber, Ladenbesitzer und persönliche Freunde von Daniel Marshall aus der ganzen Welt – besonders aus Dubai, München, USA und Österreich – sind angereist um diesen Anlass mit ihm zu feiern. Persönlichkeiten wie zB das Unternehmer-Ehepaar Gisela und Hans-Georg Muth, SOKO Kitzbühel-Gräfin Andrea L’Arronge, die Geschäftsmänner Abdul Rahman and Adrid Fernandez aus Dubai, um nur einige zu nennen.


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HIGHLIGHT AM SAMSTAG, DEN 24. JÄNNER 2015, LAG WAHRLICH DER HAUCH VON HOLLYWOOD IN DER LUFT. IN DER NEUEN ZIGARREN-LOUNGE DES ELITÄREN KITZBÜHEL COUNTRY CLUBS FANDEN SICH FREUNDE UND WEBBEGLEITER VON HUMIDOR-GURU DANIEL MARSHALL EIN, UM DEN GENUSS DER EINZIGARTIGSTEN ZIGARRE DER WELT ZU CELEBRIEREN: DES DM GOLDEN TORPEDO, WELCHER IN 24 KARÄTIGEM GOLD GEWICKELT IST UND DAMIT ZU DEN LUXURIÖSESTEN GENUSSMITTELN DER WELT ZÄHLT. “Für mich war es ein ganz besonderer Abend, da Daniel Marshall einer meiner engsten Freunde ist. Zu diesem feierlichen Anlass habe ich die 1. Ausgabe des EHM – Business & Kreativen Netzwerk Magazins präsentiert, indem er in einem sehr persönlichen Interview über seinen Werdegang erzählt. Daniel ist ein sehr herzlicher Mensch. Ich bin für die vertrauensvolle Freundschaft mit ihm sehr dankbar“, so Elke Höller, Eigentümerin und Herausgeberin des EHM (EH Creative Agency). Mit dem Hauch aus Hollywood, den der Amerikaner Daniel Marshall alleine durch seine Präsenz und seinem überaus charmanten Wesen versprüht, und aufgrund der kompromisslos hohen Qualität in der Herstellung und Produktion dieses einzigartigen Genussmittels ist Daniel Marsahll ein Geniestreich gelungen. Diese außergewöhnliche Zigarre zählt nunmehr zu den luxuriösesten Genussmitteln der Welt und vermag es Menschen – obgleich welcher Herkunft, Ausbildung oder beruflichen Werdegangs – miteinander zu vereinen. Als Zeichen der Freundschaft und um diese Botschaft weiter zu tragen, erhielt jeder Gast einen DM Red Label Torpedo als Willkommensgeschenk. Menschen auf Augenhöher einander näher zu bringen und sie gemeinsam das Leben feiner zu lassen, war seit jeher die Intention von Daniel Marshall. Dieser Intention folgt

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Elke Höll

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er seit Jahrzehnten bei der Produktion seiner außergewöhnlichen Humidore und geschmackvollen Zigarren.Der DM Golden Torpedo ist das Sahnehäubchen einer genussvollen Versuchung und lässt all jene für ein paar Minuten in Dankbarkeit inne halten, die dieser Versuchung erlegen sind. Bleibt ab zu warten mit welchen Überraschungen und außergewöhnlichen Schöpfungen Daniel Marshall uns in nächster Zeit in Staunen versetzt.

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BRILLANZ WER IN ÖSTERREICH AN SCHMUCK DENKT, HAT SOFORT EINEN NAMEN VOR AUGEN: SCHULLIN. DER VISIONÄR, DESIGNER, GESCHÄFTSMANN UND AUSNAHMEJUWELIER HANS SCHULLIN HAT UNS EINEN GANZ PERSÖNLICHEN BLICK IN SEINE KREATIVE WELT GEWÄHRT UND UNS SEIN PERSÖNLICHES CREDO VERRATEN. EIN BRILLANTER GEIST, DER DEN BLICK AUF DEN HORIZONT GERICHTET HAT UND TÄGLICH FÜR NEUE KREATIONEN UND ÜBERRASCHUNGEN SORGT.

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enn man Hans Schullin gegenüber sitzt, bekommt man den Eindruck, als könne diesen Mann absolut nichts erschüttern. Mit seiner überaus höflichen, zuvorkommenden und bescheidenen Art erzählt er von seinen Träumen, Visionen und den scheinbar kleinen Inspirationen, die ihn dazu bringen, die großartigen Dinge in die Tat umzusetzen, die ihn bewegen und weit über die Kreation ausgefallener Schmuckstücke hinaus gehen. Und betrachtet man die 60-jährige Freundschaft und Zusammenarbeit des Familienunternehmens SCHULLIN mit einer der größten Uhrenmarken der Welt – Rolex – so scheint die Zeit für Hans Schullin dennoch still zu stehen. Über das Alter spricht man nicht, doch scheint es, dass der Designer den Jungbrunnen gefunden hat. Auf die Frage, was ihm innere Stärke und Kraft verleihe, um so fit und vital zu sein, lächelt Hans Schullin.

ters Thomas Schullin ihren Anfang. Nur vier Generationen später führt Hans Schullin mit seinen innovativen Ideen die Traditionen der Uhrmacher und Goldschmiede-Familie fort.

„Für mich, als neugierigen Optimist, ist jede Veränderung eine Chance, ein Antrieb. Innere Stärke gibt mir die Familie. Sie ist doch Quell der größten Freude. Fit? Als Morgenmuffel muss ich mit Sport beginnen, um richtig aufzuwachen, aber dann öffnet sich der Tag erst richtig.“

Hans Schullin erhielt als Kind von seinem Vater eine geheimnisvolle Metallschachtel mit blitzenden und funkelnden Edelsteinen und – um eine weitere Passion nicht unausgesprochen zu lassen – eine Filmkamera. So entzündete sich bereits in jungen Jahren das Feuer für zwei Leidenschaften, denen Hans Schullin noch heute verfallen ist. Design – jede Form des Entwerfens und Zeichnens. Und das Filmen – das Festhalten von besonderen Augenblicken. Was vielen bislang von Hans Schullin verborgen blieb, ist seine Passion für Inszenierungen, durch die er in jungen Jahren zum Kurzfilmer wurde und die er später als Schmuck-Entwerfer mit der Gestaltung von Schmuck-Events realisieren konnte. Sein ausgefallenstes Projekt war sicher die Aufführung einer Oper im Teatro Olympico in Vicenza. Das Projekt scheiterte aber kurz vor der Umsetzung dadurch, dass Berlusconi an die Macht kam und alle Kompetenzen für die Genehmigung schlagartig erloschen.

Die Erfolgsgeschichte der Familie Schullin fand im Jahr 1802 mit der Geburt des Uhrmachermeis-

In London vertiefte Hans Schullin während des Gemmologie-Studiums sein Wissen rund um die

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fantastische Welt der Edelsteine. Die renommierte „Gemmological Association of Great Britain“ nahm ihn daraufhin als ersten österreichischen Juwelier in ihren erlesenen Kreis auf. Im sonnigen Kalifornien perfektionierte er dann seine Leidenschaft für Gestaltung mit einer speziellen Schmuckdesign-Ausbildung. Warum haben Sie sich entschieden, diesen Beruf zu ergreifen und die Familientradition fort zu führen? „Zum Einen wegen dieser für mich faszinierenden Blechschachtel. Zum Anderen hatte ich am Studienende ein Angebot zum Eintritt in eine Direktion der Goldindustrie. Als mein Vater davon hörte, machte er mir ein verlockendes Angebot als Gesellschafter bei Schullin & Söhne. Das nahm ich an.“

Heute entwirft Hans Schullin als Head of Design gemeinsam mit seinem engagierten Team die schönsten Schmuckstücke - echte Unikate - für Schmuckbegeisterte auf der ganzen Welt. Seine Familie spielt dabei eine besonders große Rolle, zumal beinahe jedes seiner sechs Kinder die Familienpassion lebt. Seine bezaubernde Gattin Anne Marie ist leidenschaftliche Bühnenbildnerin und täglich von Kunst und Kultur umgeben. „Ich hoffe sehr, dass meine Kinder unser Erbe fortführen. Ich habe natürlich versucht, sie für meine Passion zu interessieren, sie aber nicht hinein zu drängen. Meine Tochter Nina führt unsere zweite Linie, NewOne, außergewöhnlich gut, besser als ich. Mein Sohn Niki ist gesuchter Internet-Ratgeber und erklärt mir die Aussteuerung der Webshops NewOne und SCHULLIN. Nathalie ist unsere ärztliche Beraterin. Ihr Mann ist ein hervorragender Zahnarzt mit einer wirklich umwerfenden Ordination, die sie ihm führt.“ Hans Schullin beschreibt sich selbst als neugierigen, innovativen und zielstrebigen Familienmen-

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schen. Als unverbesserlicher Optimist glaubt er stets an das Gute im Menschen. Doch auch eine Persönlichkeit wie er hat sowohl Gutes als auch Schlechtes erlebt und steht dazu. „Tiefs gab es in meinem Leben genug. Der Tod meiner ersten Frau, der Lawinenunfall, der Tod meiner Mutter, die alle sehr verehrt haben. Banale Rückschläge gab es sogar erst kürzlich: Der Jahresbeginn 2015 ließ den Schweizer Franken um 20% hochschnellen, was uns bei selbst importieren Rolex-Uhren hart trifft. Ein Raubüberfall am 10. Februar war auch so ein Tief. Aber: In jedem Tief steckt eine Chance auf Neues, auf Verbesserung. Unser großer Lehrmeister Karl Popper sagt ja treffend: `Danke deinen Kritikern, denn nur die bringen dich weiter`. So kann man das auch mit den Chancen bei Tiefs sehen. Kritik oder Tiefs annehmen, kreativ werden, versuchen daraus zu lernen.“ Als persönlichen Kritikpunkt empfindet Hans Schullin die Tatsache, dass er eine Mutter nicht ersetzen kann. Ein Kritikpunkt, der den Menschen Hans Schullin noch sympathischer macht. Gemäß seinem Motto „Go for your dream“ gibt es rückblickend auf sein Leben wenig, das der Designer bereut. Das Aha-Erlebnis und ein sogenanntes „Besserwissen“ im Nachhinein gibt es natürlich immer und das treibt ihn dazu an, stets besser zu werden. Seit Jahrzehnten gelingt es ihm, Menschen mit seinen kreativen Designs und Ideen gleichermaßen zu überraschen und zu berühren. Wer Schullin kennt, weiß, wo dieser kreative Geist seine Inspiration findet. „Im Sehen, in Formen, Farben, im Umwelt-Geschehen. Mich beeinflusst das, was sich aktuell in der Welt tut, ein Zeitgeist, Ereignisse, Erlebnisse. Und natürlich meine Frau. Aufregenden Schmuck zu entwerfen und den über verschiedene Kanäle möglichst Vielen nahe zu bringen, sind die Pläne für die Zukunft. Ein Schwergebiet liegt dabei auf der Fair-Trade-Beschaffung (Kimberley Process etc.). Im Mai wird die neue Kollektion vorgestellt, im Sommer gibt es ein Event für unsere Kunden im Süden, im November eine Überraschung.“ Zeit um zur Ruhe zu kommen, scheint es für Hans Schullin nicht zu geben. Doch ist der Visionär, Designer und Geschäftsmann gesegnet. „Glücklicherweise kann ich einen Schalter umle-


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gen. Ich arbeite sehr gerne, bin oft besessen von einem Projekt, aber wenn ich es verlasse, genieße ich auch die Entspannung. Mein Arbeitstag beginnt mit Sport am Morgen. Im Urlaub am liebsten mit Wasserski um 8 Uhr morgens, wenn das Wasser glatt ist wie ein Spiegel. Mit Gymnastik, wenn ich zu Hause bin oder im Ausland unterwegs. Das dauert leider eine halbe Stunde, aber es lohnt sich, und der Tag wird damit viel aktiver. Danach kann jeder Tag perfekt werden.“ Seine Designs und Kreationen sind in den Geschäften in Graz, Klagenfurt, Velden und Zürs, aber auch online (www.schullin.at) zu finden. Ein ganz ausgefallenes Schmuckstück hat sich jedoch bereits vor einiger Zeit auf eine Reise rund um die Welt gemacht. Als Tribut an die Freundschaft und das Vertrauen hat SCHULLIN den einzigartigen Diamantmond SPIRIT kreiert und auf Reisen geschickt. Die Reise von einer Freundin zur nächsten, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent. Da SCHULLIN nur jeweils die erste Person pro Kontinent kennt, ist ungewiss, wohin genau SPIRIT reisen wird und welche Menschen den Diamantmond bekommen werden. Niemand weiß, wann SPIRIT zurückkehren wird. Wer mehr über diesen außergewöhnlichen Botschafter des Vertrauens wissen möchte, kann den ungewöhnlichen Hufen am Boden der Passage im Gemalten Haus, Herrengasse 3 in Graz, zu einem Bildschirm folgen.

„Strecken Sie Ihre Hand aus, ballen Sie eine Faust und Sie werden ohne Knöpfe und Hebel zum Dirigenten einer virtuellen Welt, die Sie durch die aufregende Welt von SCHULLIN führt“. Hans Schullin liebt das Leben mit all seinen Facetten. Die Zeit mit seiner Großfamilie, sein Beruf und seine Freunde sind seine größte Freude. Diese Freude spiegeln seine Kreationen wider. Welche Botschaft möchten Sie Ihren Kindern der nächsten Generation - mit auf den Pfad des Lebens geben? „Go for your Dream!“ In diesem Sinne wünschen wir Hans Schullin und Ihnen, liebe LeserInnen, Mut, um Ihre Träume zu verwirklichen.

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DREAMTEAM PRIVAT SIND SIE EIN ABSOLUTES TRAUMPAAR, BERUFLICH STEHEN SIE SICH UM NICHTS NACH. DAS UNTERNEHMER-EHEPAAR ROBERT UND DANIELA KLAMPFER IST IM BERUFSUND PRIVATLEBEN EIN UNSCHLAGBARES TEAM, DAS DIE DRUCKERBRANCHE AUFMISCHT. DER UMGANG MITEINANDER AUF AUGEHÖHE BEI IMMER STÄRKER WERDENDEM DRUCK INNERHALB DER BRANCHE IST NICHT IMMER LEICHT ZU BEWÄLTIGEN UND STELLT DAS PAAR OFTMALS VOR HERAUSFORDERUNGEN.

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in gestandenes Steirermadl ist die im Jahr 1975 geborene Weizerin, Daniela Klampfer, mit dem Flair und Auftreten einer toughen Geschäftsfrau. Sie weiß ganz genau, was sie will, und hat sich ihren Traummann bereits in jungen Jahren geangelt. Doch der glücklichen Ehe mit Robert Klampfer, den beiden, gemeinsamen Kindern und dem Unternehmertum gehen eine versierte Ausbildung und jede Menge Erfahrung voran. Daniela Klampfer besuchte die Volks- und Hauptschule in Weiz. Anschließend zog es sie in die Bundeshauptstadt und absolvierte eine Ausbildung auf der Höheren Grafischen Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Der Plan nach Abschluss dieser Ausbildung sah für Daniela anders aus als Ihr Vater Anton es für sie vorgesehen hatte. Der renommierte Unternehmer war der Meinung, dass seine Tochter nun genug Zeit in der Bundeshauptstadt verbracht hätte und ein Schreibtisch in seinem Unternehmen - der Klampfer Holding - bereits eingerichtet wäre. Daniela folgte dem Ruf ihres Vaters und arbeitete in allen Bereichen des Unternehmens. Sie lernte den Betrieb, die Menschen, die Kunden und vor allem das harte Business von der Pike auf kennen. Nach einer lehrreichen Zeit unter der Leitung ihres Vaters, übernahm sie die Geschäftsführung am Standort in Graz. Im Jahr 2007 entschied sich der Traditionsbetrieb für einen Neubau der Druckerei, dem Stammhaus in St. Ruprecht an der Raab.

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Auf rund 5.000 m² Fläche entstand die heutige Universitätsdruckerei Klampfer. Diese bietet mit den neuesten, technischen Errungenschaften und einem enormen Wissensvorsprung innerhalb der Branche mit über 100 bestens geschulten Mitarbeitern ein umfassendes Portfolio für Unternehmen, die im Printbereich auf höchste Qualität setzen und innovative Lösungen begrüßen. Dem Ideenreichtum des Teams sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ein besonderes Steckenpferd des Unternehmens ist die hochwertige Druckveredelung, die einem einfach gestalteten Dokument das besondere Etwas verleiht und einzelne Elemente gekonnt in Szene setzt. Eine wesentliche Erleichterung für Unternehmen stellt die enorme Flexibilität in Zeit und Druckumfang dar. Die Printprofis setzen kleine und große Auflagen in Rekordzeit um. 2011 übergab Anton Klampfer die Klampfer Holding an seine Tochter Daniela und zog sich aus dem Unternehmen zurück. „Diesen Schritt bewundere ich sehr. Mein Vater wird für mich immer mein großes Vorbild sein“, erzählt uns Daniela Klampfer im persönlichen Gespräch. Der gebürtige Grazer Robert Klampfer erblickte im Mai 1968 das Licht der Welt und, wenn man ihm heute in seinem Büro oder im privaten Rahmen begegnet, spürt man sofort die enorme Energie, die von diesem Mann ausgeht. Robert


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sollten“, wirft Robert Klampfer schmunzelnd ein „dies schien mir angesichts der großen Gefühle, die wir schon lange ins Geheim für einander hatten, der einzig vernünftige Schritt zu sein. Immerhin kannten wir uns seit Jahren. Es war Zeit allen Mut zusammen zu nehmen und unseren Gefühlen für einander nach zu geben.“ Das Paar gab sich schließlich im Jahr 2002 das Ja-Wort. Dieses Liebesglück brachte zwei wunderbare Töchter Antonella (6 Jahre) und Stella-Antonia (2 Jahre) hervor. Die Familienplanung ist mit den beiden energiegeladenen Blondschöpfen abgeschlossen. Denn der Spagat zwischen Familie und Berufsalltag ist doch sehr fordernd und das Ehepaar möchte trotz ihrer Aufgaben im Unternehmen so viel Zeit wie möglich mit den beiden Mädchen verbringen. Beruflich hoffen Sie darauf, weiterhin mit so herzlichen und engagierten Mitarbeitern arbeiten zu können wie bisher. Sie sind für das UnternehmerEhepaar das größte Potenzial und werden durch die unterschiedlichsten Maßnahmen gefördert. „Die Druckerbranche ist im Moment eine sehr schwierige Branche. Sie befindet sich ohne Zweifel im Umbruch. Digitale Medien drängen unaufPowerfrau, Mutter und Geschäftsführerin Daniela Klampfer

Klampfer ist ein Energiebündel, das sowohl in seinem geliebten Oldtimer auf der Straße Gas gibt als auch im Berufsalltag. Nach der Volks- und Hauptschule in Graz machte Robert Klampfer die Lehre als Siebdruck- und Schilderhersteller bei einem namhaften Unternehmen in Graz. 1994 folgte der Schritt in die Selbständigkeit mit der Firma Text&Design und zwei Mitarbeitern ab 1995. Nur zwei Jahre nach seiner Heirat mit Daniela bot ihm sein Schwiegervater die Geschäftsführung des Druckhaus Thalerhof in Feldkirchen bei Graz an. Das Druckhaus wurde damals von der Klampfer Holding übernommen und als weiterhin eigenständiger Betrieb ins Unternehmen integriert. Robert und Daniela Klampfer lernten sich während ihrer Jugendzeit kennen. Das heutige Dreamteam hatte denselben Freundeskreis und war ständig zusammen auf Streifzügen in den heimischen Lokalen unterwegs. „Nachdem alle in unserer Runde irgendwann vergeben waren und nur noch wir zwei übrig blieben, hab ich Daniela gefragt, ob wir uns nicht zusammentun

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Energiebündel Robert Klampfer


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haltsam auf den Markt. Sehr oft wird versucht nur digital zu werben und auf den Print zu verzichten. Meistens wird dann aber schnell klar, dass dies der falsche Weg ist“, verrät Daniela Klampfer, „es gibt kein entweder oder. Internet braucht Print und umgekehrt.“ Robert Klampfer ergänzt „Es ist leider auch eine große Überkapazität in unserer Branche gegeben. In diesen herausfordernden Zeiten haben wir, im Gegensatz zu unseren Marktbegleitern, noch mehr in unser persönliches Service investiert d.h. unsere Verkäufer im Außendienst für die Beratung unserer Kunden vor Ort. Ebenso haben wir unser Werbebudget aufgestockt, um in Printmedien präsent zu sein. Schon heuer können wir ein 10%iges Umsatzplus verzeichnen.“ Privat genießen es die Klampfer’s mit Menschen – Freunden – Zeit zu verbringen. Menschen, die nicht werten und die ihre Natürlichkeit und Geselligkeit ohne Kompromisse leben. „Wir sind der Meinung, dass Geiz die negativste Eigenschaft eines Menschen sein kann. Diese Eigenschaft kann mitunter sehr viel blockieren. Ehrlich währt am Längsten!“ so Daniela. „Unseren Mädls wünschen wir Gesundheit und Zufriedenheit. Und, dass sie in einer Welt ohne Krieg und Naturkatastrophen leben können. Wir hoffen ihnen ein sicheres Zuhause bieten zu können, in dem es ihnen an nichts fehlt und ihnen lange erhalten bleibt.“ Auf die Frage, wie sich das Unternehmer-Ehepaar selbst einschätzen würde, erhielten wir eine erfrischend ehrliche Antwort. „Von mir würde ich sagen, dass ich sehr teamorientiert bin mit einem leichten Hang zum Kontrollfreak“, gesteht Daniela lächelnd. Robert hingegen behauptet von sich selbst, dass er motivierend und fordernd zugleich ist, dabei aber scheinbar ein Tempo voraussetze, welches nicht für Jedermann gedacht ist. Ihre Denke ist kompromisslos und einfach: Sei du selbst! Wenn du etwas beginnst, mache es mit vollem Einsatz und zieh‘ es durch! Obwohl Robert und Daniela Klampfer mit ihrem Leben vollstens zufrieden sind, könnten sie sich beim „richtigen“ Angebot einen Ausstieg aus dem Berufsleben vorstellen. „Vielleicht gefällt Arnold Schwarzenegger ja meine Idee von der steirischen Almhütte in L.A., dann realisiere ich diesen Traum gemeinsam mit ihm“, so Daniela. Für Robert Klampfer hingegen, würde sich sein persönlicher Traum mit einer Oldtimer-Werkstatt

Robert Klampfer und Peter Gumhold, 2. Geschäftsführer der Druckhaus Thalerhof GmbH

in La Jolla und einer in Graz erfüllen. Gut zu wissen, dass selbst so erfolgreiche Menschen wie Robert und Daniela Klampfer, die scheinbar beide alles im Leben erreicht haben, noch Träume haben und diese eines Tages in die Realität umsetzen werden – das sei bei diesem Traumpaar gewiss. Übrigens: Ein Beispiel für die hervorragende Arbeit des dynamischen Duos und seinem Team halten Sie gerade in Ihren Händen. Das EHM wurde vom Druckhaus Thalerhof produziert und zeigt eine Möglichkeit der Veredelung in Form einer Silberfolienprägung.

Mehr Informationen: www.klampfer-druck.at www.druckhaus.at www.weloveprinting.at

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EHRLICHKEIT WARUM ENTSCHEIDET MAN SICH FÜR DEN SCHRITT IN DIE SELBSTÄNDIGKEIT ZU EINEM ZEITPUNKT, DER VON DER ALLGEMEINHEIT ALS „WIRTSCHAFTSKRISE“ BEZEICHNET WIRD UND OBWOHL MAN IN EINEM GUTEN ARBEITSVERHÄLTNIS STEHT? WARUM VERÖFFENTLICHT MAN EIN MAGAZIN – EIN WEITERES PRINTMEDIUM – WENN ES HEUTZUTAGE DIGITALE MEDIEN GIBT? ICH STEHE IHNEN FRAGE UND ANTWORT UND BERICHTE IHNEN ÜBER DIE BEWEGGRÜNDE, ALLEN MUT ZUSAMMEN ZU NEHMEN UM ETWAS IM LEBEN ZU WAGEN.

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ie Menschen fragen mich „Warum bringst du dieses Magazin heraus? Was ist der USP? Auflage, Reichweite, Werbewirksamkeit?“ Natürlich könnte ich als Agentur alle Zahlen, Daten und Fakten liefern, die im heutigen Geschäftsleben als erforderlich erachtet werden, ABER will ich das? Ich mache dieses Magazin, weil es für mich eine Herzensangelegenheit ist. Ich liebe es zu schreiben und ich glaube, dass es heutzutage wichtiger ist denn je den Bezug zu den „Menschen“ wieder zu finden. Kann man davon leben? Noch nicht. Wird es gelesen? Und wie! Warum sollte man im EHM sein wollen? Weil man heute kaum noch auf etwas Einfluss hat und Geld für Werbeeinschaltungen hinaus wirft, die absolut nichts bringen. Die Kosten für ein Inserat in einer Tageszeitung verpuffen wie der Funke einer Kerze im stürmischen Sommerwind. Eine professionelle und vor allem authentische Darstellung der eigenen Person mit allen Ecken und Kanten, des eigenen Unternehmens und seinen Leistungen oder der eigenen Fertigkeiten und Visionen basierend auf handfesten Fakten und einem ehrlichen Gespräch ist in der heutigen Medienwelt so gut wie unbezahlbar. Wenn man dann auch noch die Möglichkeit hat das geschriebene Werk über sich selbst vor Druck zu lesen und mit den Menschen in direkten Kontakt zu treten, mit denen man sich den Platz in einem qualitativ

hochwertigen Printmedium teilt, hat man plötzlich ein Werkzeug in den Händen, das besonders in den nächsten 2-5 Jahren enorm an Wertigkeit und Wichtigkeit gewinnen wird. In Zeiten von Facebook, Twitter und Instagram haben wir keinerlei Einfluss mehr darauf, was Menschen über uns lesen, hören, sehen und letztlich denken. Ohne die Dinge zu hinterfragen, werden Meldungen aufgesaugt und Meinungen gebildet. Medien, die es verabsäumen Quellen zu prüfen oder umfassend zu recherchieren, schreiben über uns, was sie wollen. Dank Google sind diese Aussagen für immer im Internet gespeichert. Wir haben keinen Einfluss darauf, ob Wahrheit oder Lug und Betrug über uns publiziert werden. Mit einem Knopfdruck kann ein ganzes Leben zerstört werden. Ich habe es selbst erlebt und zum Glück in einem Ausmaß, das für mich noch erträglich war. Ich kenne Menschen, deren Leben tatsächlich durch falsche Meldungen zerstört wurden. Auch sie hatten einen guten Beruf – teilweise große Unternehmungen – eine liebevolle Familie, ein Haus, regelmäßiges Einkommen und Urlaube. Heute leben einige von ihnen auf der Straße, sind dem Alkohol oder den Drogen verfallen und haben sich selbst aufgegeben. Menschen, die aufgehört haben an sich zu glauben, weil ihr Umfeld nicht mehr an

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Unter der Sonne Kaliforniens werden Träume wahr

sie geglaubt hat und sich nicht die Zeit genommen hat, die Dinge zu hinterfragen um sich dann eine eigene Meinung zu bilden. Die Masse hört auf die Medien – die neuesten Sensationen – die Halbwahrheiten und teilweise sogar Lügen verbreiten, weil sich heute kaum noch jemand die Mühe macht zu recherchieren. Heute genügt ein Blick auf Google und binnen kürzester Zeit scheint man alles über einen Menschen zu wissen, was es zu wissen gibt. Unsere gläserne Gesellschaft hat aufgehört selbständig zu denken. Ich mache dieses Magazin, weil es wichtig ist hin zu hören und den Menschen als Ganzes zu sehen nicht als gesichtslose Anreihung von Buchstaben im Netz, dessen Inhalte man nicht kontrollieren kann. Sie möchten dem Mitbewerb schaden? Nichts leichter als das! Schreiben Sie Ihre Kommentare in Foren und innerhalb kürzester Zeit werden sog. „seriöse“ Medien den Tratsch aufgreifen und darüber schreiben. Tatsachen und Fakten, wahre Geschichten, kann ich nicht mit Photoshop bearbeiten oder schönreden. Wahre Geschichten schreibt das Leben selbst mit allen Hoch und Tiefs, die jedem von uns jederzeit wiederfahren können. Ich will Ihnen ein Gefühl für Ihr Gegenüber ge-

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ben und das Lebewesen „Mensch“ greifbar machen. Unsere Gesellschaft verherrlicht glatt gezogene Gesichter ohne Ausdruck und gibt unerfahrenen Jugendlichen eine Macht, die von der Erwachsenenwelt nicht mehr eingedämmt werden kann. Unsere Kinder machen viel zu früh ihre Erfahrungen mit Alkohol und werden dazu genötigt schneller erwachsen zu werden als es für sie gut ist. Sie haben keine Chance mehr Kind zu sein und diese Zeit aus zu leben. Ihre Vorbilder sind plötzlich nicht mehr die Menschen in ihrer nächsten Nähe, sondern von der Medienwelt groß gezüchtete Jugendliche, die keine Kontrolle über ihr eigenes Leben haben, sondern zu Marionetten der Gesellschaft wurden. Warum also nicht über Menschen schreiben, die jeden Tag ihr Bestes geben? Menschen, wie du und ich, die morgens aufstehen und sich vorgenommen haben etwas in ihrem Leben zu erreichen. Ohne Selbstverherrlichung, ohne Retusche und ohne Honig-ums-Maul-schmieren. Menschen, die so sind, wie sie sind und auch Antwort auf unangenehme Fragen geben. Als ich vor Jahren mein erstes Drehbuch geschrieben und deshalb sogar meinen Job gekündigt hatte, hätte ich niemals damit gerech-


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net die Erfahrungen machen zu dürfen, die mir vom Leben bisher vergönnt waren. Natürlich waren nicht alle Erfahrungen positiv! Im Nachhinein gesehen, wünschte ich, dass ich nicht so viel Geld verloren hätte wie in den letzten sechs Jahren. Geld, für das ich hier in Österreich hart gearbeitet habe und blauäugig im Glauben an das Gute in den Menschen für Leistungen ausgegeben habe, die – wie ich nachträglich festgestellt hatte – leider nie erbracht wurden um ein Filmprojekt zu realisieren, das man auch ganz anders umsetzen kann. Hätte ich heute dieses Geld und das Wissen um die Dinge, könnte ich viele Projekte einfacher und schneller realisieren. Selbst mein Traumhaus stünde schon auf einem Hügel und würde im Glanz der Sonne zwischen saftigen Grün hervorleuchten. Doch schlimmer als der finanzielle Verlust, waren der Verlust von Vertrauen und die seelische Kränkung. Was hilft es im Konjunktiv zu denken? Es ist wie es ist. Wenn man etwas nicht versucht, weiß man nicht, ob es funktioniert. Und ich scheitere lieber am Versuch als es niemals probiert zu haben. Ich bin auf Menschen getroffen, die es geschickt gewusst haben meine Gutgläubigkeit aus zu nutzen – und ich habe es zugelassen. Heute hinterfrage ich die Dinge und schaue zweimal hin. Andererseits habe ich Menschen getroffen wie Gerard Butler, der sich mit Sicherheit nicht mehr daran erinnern kann mir in Montreal die Hand geschüttelt und mich umarmt zu haben, aber mit dessen Agenten ich nach wie vor in Kontakt bin. Damals hatte ich mein Drehbuch zu einem fertigen Konzept ausgearbeitet und es ihm einfach vorgestellt. Danach veröffentlichte ich das Taschenbuch und es öffneten sich Türen, durch die ich nur noch gehen musste. Ich habe Menschen kennengelernt, die mein Leben bereichert haben. Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich trotz allem nicht missen möchte. All diese Dinge haben mich gestärkt und an einen Punkt geführt, an dem ich erkannt habe, wie wichtig es ist Vertrauen zu haben, die richtigen Menschen zu kennen und deren freundschaftlichen Kontakt vertrauensvoll zu pflegen. Vor allem habe ich gelernt auf mein „Bauchgefühl“ zu hören, loyal zu meinen Prinzipien zu stehen um ehrenwert handeln und leben zu können. Und genau das ist es, was ich Ihnen mit diesem Magazin vermitteln möchte. Ich schreibe über die Menschen, wie sie mir gegenübertreten und ich ihre Persönlichkeit empfinde.

2009 mit Freunden in L.A.: Schauspieler Billy Wirth, Sarah K. Skogland, Stephen Costatino, Alice Volonino, Elke Höller (v.l.n.r.)

Die größte Stütze in meinem Leben waren bisher meine Eltern. Sie haben mir vorgelebt und gezeigt, was es heißt, ehrenhaft zu sein. Sie haben mir ein liebevolles Zuhause gegeben, das leider vielen Kindern verwehrt bleibt. Meinen Eltern habe ich es zu verdanken, dass ich zu dem Mensch geworden bin, dem ich mit gutem Gewissen jeden Tag vor dem Spiegel gegenüber treten und lächelnd „Guten Morgen“ sagen kann. Ich hatte in den letzten Jahren das Vertrauen in mich selbst und meine Mitmenschen verloren. In der Vergangenheit gab es viele Momente, die mich verzweifeln ließen. Ich dachte, ich könne niemals wieder jemandem vertrauen. Doch ich habe es meinen Eltern, ihrer Erziehung, meinen Erfahrungen und letztlich meinem Glauben an das Leben selbst zu verdanken, dass ich niemals aufgebe. Mit derselben Konsequenz und Leidenschaft, die ich erfahren durfte, bin ich für meine Kunden da und publiziere ich dieses Magazin. Leider kann ich nicht allen Kindern dieser Welt das liebevolle Zuhause geben, das ich hatte, aber ich kann den Menschen im Erwachsenenalter die Wertschätzung entgegenbringen, die ihnen gebührt, und ihnen eine Plattform zur Verfügung stellen um ihre Träume zu verwirklichen. Ich habe während der Wirtschaftskrise eine Agentur gegründet, weil dies für mich die einzige, realistische Möglichkeit war meinem Ziel näher zu kommen und jeden Tag kreativ zu gestalten. Ich veröffentliche dieses Magazin, weil ich an Werte und Prinzipien festhalte und in einem Zeitalter des Überflusses diese wieder ins Gedächtnis rufen möchte, um in Qualität statt in Quantität zu leben.

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BIN ICH GLÜCKLICH? Claudia Reiter Das ist eine Frage, die wir uns öfter stellen sollten. Es ist leicht, diese Frage mit einem klaren „Nein“ zu beantworten. Denn der Job ist vielleicht nicht gerade das, was uns glücklich macht, die Arbeitskollegen sind nicht immer nett, die Nachbarn, der Partner... vielleicht war unser Leben bisher sehr mühsam, viele Steine wurden uns in den Weg gelegt. Viele Gründe lassen sich finden, warum wir scheinbar einfach nicht glücklich sein können. Meist sind das nur alte Glaubenssätze, an denen wir festhalten. Denn wagen wir etwas genauer hinzusehen, dann merken wir, dass alle äußeren Faktoren uns gar nicht glücklich machen können, wenn wir uns selbst nicht wertschätzen und nicht sehen, was wir eigentlich jeden Tag schaffen und bisher geschafft haben. Wir tun alles um Anerkennung und Respekt von außen zu bekommen. Wir wählen unsere Kleidung, unsere Art zu sprechen - ja sogar die Art wie wir lachen nach gesellschaftlichen Maßstäben. Wir glauben sogar, dass wäre gut für uns. Doch die Wahrheit ist, diese Anerkennung ist genauso falsch wie unsere gespielten Emotionen. Wenn wir genau hinsehen erkennen wir, dass wir uns eigentlich nur nach Liebe, Respekt und Anerkennung sehnen und uns dabei so sehr verbiegen, dass wir uns selbst verlieren. Und somit wissen wir nicht mehr, wer wir wirklich sind und was uns glücklich macht. All diese Emotionen werden in unserem Körpergewebe gespeichert. Alles spiegelt sich in Organfunktionen und Körperzonen. Es wäre also sinnvoll unsere Körperzellen mit positiven (glücklichen) Emotionen zu füttern. Denn bin ich nicht glücklich, nicht zufrieden, leidet auch mein Körper, meine Gesundheit. Massagen stärken nicht nur unser eigenes Körpergefühl, sondern helfen tief vergrabene Emotionen, alte Verletzungen, an die Oberfläche zu holen, um sie endgültig zu verarbeiten. Wann haben Sie sich selbst das letzte Mal die Anerkennung entgegengebracht, die Sie eigentlich verdienen? Wann haben Sie sich das letzte Mal etwas Gutes getan, sich selbst glücklich gemacht? Denken Sie darüber nach und vergessen Sie nicht: SIE SIND DAS BESTE, WAS IHNEN JEMALS PASSIERT IST! Claudia Reiter

Massagepraxis Claudia Reiter

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SPECIAL OLYMPICS AUSTRIAN-AMERICAN COUNCIL WEST (AACW) FEIERT DEN 17. AUSTRIANAMERICAN TAG MIT WIDMUNG AN DIE SPECIAL OLYMPICS WORLD GAMES LOS ANGELES 2015. Einmal stand der Gedanke vom Alltäglichen im Hintergrund, und zwar, zum guten Zweck, denn der Austrian-American Council West organisierte für den 11. Oktober 2014 im Wilshire Country Club eine Gala of Olympic Proportions, gewidmet an die L.A. Special Olympics World Games 2015. Der offizielle Anlass war der vom ehemaligen Präsidenten Clinton mit gegründete 17. Austrian-American Day. Schon als man in der Abenddämmerung mit Blick auf den historischen Wilshire Country Club Golfplatz zum Champagner Empfang und „Silent Auction“ auf der Terrasse eintrat, merkte man, es war etwas Besonders in der Luft. Mitglieder und Gäste in Gala-Kleidung zeigten, wie fröhlich sie waren, den ersten Stoß auf die Special Olympics World Games L.A. 2015 geben zu können. Freunde und Bekannte begrüßten sich herzlichst, und man lernte nicht nur neue Gesichter kennen, sondern man konnte auch mit VIP Gästen sprechen, wie zum Beispiel mit Carl Prinz und Michaela Prinzessin von Croÿ oder dem Generalkonsul von den Vereinigten Arabischen Emiraten, The Honorable Abdulla Alsarboosi. Als uns Mezzo-Sopranistin Solmaaz Adeli in ihrer Operettenweise mit Johann Strauss‘


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„Fledermaus“-Aria: „Ich lade gerne mir Gäste ein“ zum Ess- und Tanzsaal einlud, wusste man bereits, dass der Abend gelungen war. Die samt roten Rosen und großen weißen Hortensien in den Tischgestecken lockten alle zu den fein gedeckten Tischen. Herren bekamen eine von Solmaaz Adeli signierte CD als Tischgeschenk und Damen ein besonders schönes und apartes, handgemachtes Anhängsel aus dichroitischem Glas entworfen vom international bekannten Künstler James Huchthausen. Bevor eine schmackhafte Grünspargelsuppe serviert wurde, bat als Zeremonienmeister international bekannter, österreichischer Schauspieler und Produzent Christoph Dostal Austrian-American Council West Präsidentin Veronika Reinelt und Exekutive Vizepräsidentin Lilliana Popov-Alexander zum Podium zu kommen, um den Abend zu eröffnen. Zuerst bekam der Council einen Glückwunsch von der Stadt L.A., ins besonders vom Bürgermeister Eric Garcetti, dessen Protokollchefin Lynette Amerian eine Schriftrolle mitbrachte. Da das Haus von Croÿ bekanntlich ein langfristiger, großzügiger Wohltäter des Councils für die Förderung von Kindern mit Sonderbedürfnissen ist, kam als nächster Carl Prinz von Croÿ zum Podium und bekam auch ein Willkommenswort mit Schriftrolle von unserem Bürgermeister. Ähnliches machte auch der L.A. County Board of Supervisors durch die Vertretung von Protokollchefin Lourdes Saab. Für The Honorable Mag. Ulrike Ritzinger, die seit fast einem Jahr LAs neue österreichische Generalkonsulin ist, war es der erste Austrian-American Day überhaupt, und sie brachte die besten Grüße und Wünsche vom österreichischen Botschafter, Seine Exzellenz Dr. Hans Peter Manz, der es bedauert hat, nicht dabei sein zu können. Mit den lieben Worten von Generalkonsulin Ritzinger durfte das Essen anfangen. Professor Laszlo Cser, ein Musiker, der für viele im südkalifornischen Kreis ein großer Name ist, wurde heftig applaudiert, als seine Musik mehrere zum Mitsummen oder Mitsingen brachte und alle freudestrahlend machte. Nach der wohlschmeckend und appetitlich servierten Hauptspeise überreichte Präsidentin Reinelt mit Hilfe von Vizepräsidentin Lilliana PopovAlexander und Schatzmeister Fred R. Reinelt an Patrick McClenahan, Präsident und CEO der Special Olympics World Games L.A. 2015, $25 000 für 10 Sportlerinnen und Sportler. Es war ein wich-

tiger Moment für alle, denn viele Gäste hatten mit Herzen dazu gespendet. Diese Spende ist im Sinne der Gedanken des Councils: Unterstützung Kinder mit Sonderbedürfnissen. Präsident McClenahan nahm den Scheck dankend im Auftrag der Special Olympics International Organization 2015 an und erzählte uns von der Freude, die er immer wieder sieht, wenn die Sondersportlerinnen und -sportler etwas schaffen, sei es den ersten Platz oder einfach ein Ziel, das ihnen zuvor unmöglich schien. Die Begeisterung für die Sommerspiele 2015 verlief in das passende Lied vom unvergesslichen österreichisch-amerikanischen Komponisten Walter Jurmann „A Better World to Live in“, das Solmaaz Adeli mit Leidenschaft besungen hat und das von Pianistin Kathy Miller begleitet worden ist. Genau das Thema des Abends! In seiner professionellen Weise steuerte Christoph Dostal den Abend zu der „Recognition of Extraordinary Service Award“, eine Anerkennung, die der Council jedes Jahr schenkt. Dieses Jahr waren es zwei: Dennis F. Fredricks, Esq., Rechtsberater für den Council, und, im Memoriam, Josef Wrablicz, dessen Witwe Emilie Wrablicz die Anerkennung auch mit Dank angenommen hat. Während der leckere Nachtisch serviert wurde, fing Solmaaz Adeli mit einem deutsch-amerikanischen Programm an. Ob es bekannte Lieder von Bizet, Mahler, Rodgers und Hammerstein, Bernstein oder Sieczynski waren, war man danach total bereit, selber auf die Tanzfläche zu gehen. Dafür hatten wir Professor Laszlo Cser und sein Quartet, die genau wissen, wie man es macht. Bei großartigen Stücken wie Tangos, Walzer, Polkas, udg. haben die Gäste gezeigt, wie wunderbar alles war. So konnte man herzlichst und dankbarst von einem Abend der „Special“ Freude nach Hause fahren mit beiden Augen auf den Sommer 2015, wenn 7 000 Sportlerinnen und Sportler aus 170 Ländern ihre Special Olympics World Games in L.A. beginnen. Dr. Carolyn Spanier-Ladwig Wir danken Veronika Reinelt für ihren großen Einssatz zum Erhalt der österreich-amerikanischen Freundschaft und Dr. Carolyn Spanier-Ladwig für die schöne Zusammenfassung dieses äußerst gelungenen Abends.

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GOTTSCHEE: VERGESSENES LAND Elke Höller & Michael Rossi IRGENDWANN, MIT ZUNEHMENDEM ALTER FRAGT SICH JEDER VON UNS EINMAL “WO KOMME ICH HER? WO LIEGEN DIE WURZELN MEINER FAMILIE?“. DIE MEISTEN VON UNS KENNEN DIE ANTWORTEN AUF DIESE FRAGEN. EIN PAAR VON UNS STELLEN FEST, DASS EIN STRANG IHRER WUZELN AUS EINEM LAND ENTWÄCHST, DAS KAUM JEMAND NOCH KENNT. DIE WURZELN MEINER GROSSMUTTER UND IHRER 13 GESCHWISTER REICHT IN EIN BALD VERGESSENES LAND ZURÜCK: GOTTSCHEE. MEIN COUSIN MICHAEL ROSSI UND ICH ZOLLEN IHR, UNSERER FAMILIE, DEN MENSCHEN DIESES LANDES UND DEN UNSTERBLICHEN ERINNERUNGEN DARAN, TRIBUT. Als Sohn eines Gottscheers in den Vereinigten Staaten aufzuwachsen, ist eine Besonderheit. Ich erinnere mich gut daran, wie mein Vater mit seinen Eltern deren Muttersprache gesprochen hat, wann immer wir sie und die Verwandtschaft in Ridgewood, New York, besucht haben. Seit dem frühen 20. Jahrhundert und insbesondere nach dem 2. Weltkrieg ist Ridgewood als „Sprachinsel“ unter den Gottscheern bekannt. Da meine Mutter einer anderen Nationalität zugehörig war, wurde bei uns Zuhause stets Englisch gesprochen, aber „Gottscheerisch“ war die Sprache meiner Großeltern, die diese auch gelebt haben. Seit meiner Kindheit bin ich von Gottscheern umgeben. Sie waren Teil meiner Familie und Teil der Nachbarschaft meiner Großeltern. Erst seit meiner Highschool-Zeit haben sich das Interesse und die Wertschätzung für die Geschichte und die Menschen in Gottschee entwickelt. Vorher hatte ich vermutet Gottscheer wären einfach Österreicher. Mit dem Tod meiner Großeltern und der ersten Generation von Immigranten, hat sich mein Interesse in Leidenschaft

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gewandelt, um so viel wie möglich über die Menschen zu erfahren und deren Vermächtnis zu erhalten, bevor diese Kultur zur Gänze ausgestorben ist. Gottscheer waren einige der Dutzenden deutschsprachigen Siedlungsgemeinschaften, die im Mittelalter nach Osten wanderten um sich in den neu erworbenen Länderein des österreichischen Kaiserreiches nieder zu lassen. Seit mehr als 600 Jahren lebten sie in Städten und Gemeinden der Region Krain, die nach dem 1. Weltkrieg ein Teil des jugoslawischen Königreichs wurde und heute eine kompakte Region im südöstlichen Teil Sloweniens ist. Das wichtigste, städtische Zentrum war die Stadt Gottschee, heute Kočevje. Mit dem Überfall auf Jugoslawien durch das damalige Nazi-Deutschland im Jahr 1941 wurden die Gottscheer nordöstlich ihres Heimatlandes angesiedelt. Durch die neue kommunistische Regierung Titos wurde ihre Rückkehr ins Heimatland nach Ende des Krieges verhindert. Die Gottscheer wurden zu Flüchtlingen und suchten Zuflucht in Österreich. In den darauffolgenden Jahren wanderten viele in die Vereinigten Staa-


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ten aus, wo einige Landsleute seit dem frühen 19. Jahrhundert lebten. Die Mehrheit ließ sich in New York und Cleveland nieder, eine kleine Anzahl in Toronto. Wie die meisten Migrantengemeinschaften hielten die Gottscheer die kulturelle und historische Identität ihres Volkes am Leben, die in Österreich aufgrund des Naheverhältnisses vermutlich schneller verloren gegangen wäre als in den USA. Doch nach Jahrzehnten fernab der Heimat scheint die Muttersprache Gottschee langsam zu verschwinden, da die meisten Gottscheer, die diese Sprache beherrschen und leben, bereits weit über 70 Jahre und älter sind. Die heutige, jüngere Generation kennt nur noch Bruchstücke. Sie versucht die Erinnerung an das Land und die Traditionen am Leben zu halten, aber die Sprache selbst stirbt mit den letzten Gottscheern aus. Die heutigen Gottscheer sind bemüht das Kulturerbe am Leben zu halten. Sie organisieren Konferenzen und regelmäßige Treffen oder Ausflüge. Die Gottscheer Zeitung, die jeden Monat erscheint, ist die einzige Informationsquelle für das „vergessene Volk“ und transportiert Nachrichten über Aktuelles oder Veranstaltungen und deren Tätigkeiten von Europa aus bis nach Nordamerika. Zusätzlich haben sich innerhalb der Gottscheer Gemeinschaft gesellschaftliche Gruppierungen in New York, Cleveland, Toronto und anderswo gebildet. In Gesangsvereinen, sportlichen Gruppen, Clubhäusern und historische Organisationen versucht das „junge Gottschee“ die Muttersprache zu erhalten. Während Hunderte von anderen ethnischen Zwischengruppierungen ihre Muttersprache und Identität verlieren, versuchen die erste und zweite Generation der Nachkommen das Kulturerbe, die Geschichte und die Tradition von Gottschee am Leben zu halten. Dadurch bleibt auch die Sprache „Gottscheerisch“ in der Erinnerung der nächsten Generationen. In den kommenden Ausgaben des EHM werden Sie weitere Geschichten über das vergesse Land Gottschee, dessen Bewohner und Nachkommen finden. Wir berichten über das Leben der Hinterbliebenen auf der ganzen Welt und halten das Vermächtnis dieses Landes in Ehren.

BLÜHENDE UNTERNEHMEN Norbert K. Adam Die Weisheit des Lebens kennt weder eine Bewertung noch eine Konkurrenz, sondern strebt von sich aus dazu, was innerlich veranlagt ist auch äußerlich zu verwirklichen und zur vollkommenen Blüte zu bringen. Alles, was die Ebene des Sichtbaren und Manifesten betritt, geht durch den Filter der Einzigartigkeit. Diese Einzigartigkeit ist über die Faktoren Raum und Zeit eindeutig definier- und zuordenbar. Die Einzigartigkeit eines unternehmerischen Organismus definiert sich über das Besondere, den „Eigenklang“ im sichtbaren Bildnis seines Brandings. Fehlt dem Unternehmen die Klarheit hinsichtlich seiner Identität und inneren Veranlagung, so findet es sich am Wettbewerb im Red Ocean Prinzip wieder, wo es um jeden Markt, Kunden und Umsatz kämpfen muss. Wie bei jedem Investment ist das Wichtigste eines Unternehmens der Inhalt bzw. sein Asset. Es stellt den „Schatz“ eines Unternehmens dar und ist das zentrale Element für den MEHR-Wert, welches dem Unternehmen die Möglichkeit gibt, sich am Blue Ocean zu verwirklichen. Damit verbunden ist die Herausforderung der Geschäftsführung, in der Analogie eines Gärtners zu handeln. Es gilt, das wahre Wesen eines Unternehmens zu erkennen und die Veranlagung über Raum und Zeit zur vollen Entfaltung zu bringen. Ist jedoch die Vorstellung des Inhaltes unklar und dissonant, so kommt es automatisch zu Reibungsverlusten und Kampf. Insofern kann jegliche Form erfolgreicher Unternehmensführung nur von der Betrachtung dessen was ist – vom Asset – ausgehen und dessen Verwirklichung verfolgen, um ein Unternehmen zur Blüte zu bringen. Dies ermöglicht eine individuelle Entwicklung und den sogenannten „freien Weg“. Damit gelingt es Unternehmen, aus den eigenen Werten Mehrwert zu generieren und sich einzigartig am Markt zu positionieren – sprich den Unique Selling Point zu finden und einzunehmen! Norbert Karl Adam

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INS

INVESTLEBEN Georg Melion

Liebe Leser! Nachdem ich letztes Mal über “Value Investing” im Allgemeinen geschrieben habe, möchte ich diesmal etwas mehr ins Detail gehen. Welche Unternehmen eignen sich für diese Investmentstrategie? Ganz besonders gut defensive nichtzyklische Konsumgüterhersteller, die Waren des täglichen Gebrauchs und Verbrauchs erzeugen, geschützt durch starke Marken, was wiederum zu entsprechenden Margen führt. Denn eine erstklassige Marke zu besitzen bedeutet, daß das Unternehmen steigende Kosten, Rohstoffpreise etc. an die Kunden weitergeben kann. Warren Buffetts Lehrer, Benjamin Graham, achtete weniger auf die Investmentqualität als vielmehr auf eine ausreichende “Sicherheitsmarge” (“safety margin”) und verkaufte bei Erreichung des “Inneren Wertes” (“intrinsic value”) und wurde dadurch Millionär. Buffett aber ging dank Philip Fisher und Charlie Munger einen entscheidenden Schritt weiter: Bei einem Topunternehmen genüge es, Anteile zu einem fairen Preis zu kaufen und diese lange genug zu halten. Denn die überdurchschnittlichen Gewinne führen dank des “Zinseszinseffektes” zu einer entsprechenden Wertsteigerung. Buffett brachte es damit zum Milliardär. Es ist also Sorgfalt bei der Auswahl angesagt und vor allem Geduld, Gelassenheit und Gottvertrauen. Da der Laserstrahl am stärksten ist, wenn man ihn auf EINEN Punkt richtet, ist nicht Diversifikation angesagt, sondern Konzentration. “Diversifikation ist die Versicherung des Investors gegen sein Nichtwissen.” (W. Buffett) Sie müssen also wissen, was Sie tun bzw. wann und warum. Und “Lethargie statt Aktionismus” (James Pardoe) an den Tag legen können. “Das Gras wächst nicht dadurch schneller indem man daran zieht” sagen die Afrikaner. Es gilt also, die “schnelle Gier” in den Griff zu kriegen. Eine gute, disziplinierte Investmentstrategie muß auf mehrere Jahre aus-

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gerichtet sein. Und noch einen starken Gegner gilt es zu besiegen: die Furcht. Und dadurch den Mut zu entwickeln, bei Qualitätsaktien immer dann zuzugreifen, wenn sie keiner haben will. Die Chinesen verwenden im Mandarin für “Krise” dasselbe Wasserzeichen wie für “Chance”. Für mich als gläubigem, allerdings nicht religiösem Menschen ist auch das Gebet wichtig. Wann immer ich eine Kauforder erteile sage ich “bitte”. Und wenn ich eine gute Ernte einfahre sage ich “danke”. Das gilt auch bei einem gelegentlichen Fehlschlag: “Danke für diese Lektion!” “Nur Demut führt zum Siege, nicht aber Überhebung und Selbstüberschätzung.” (Otto von Bismarck) Und das gilt nicht nur für den Golfsport. Erfolgreiches “Value Investing” setzt also neben “handwerklichen” Kenntnissen auch das ständige Bemühen um “Human Values” voraus, ein ständiges “Lernen wollen”, Rückschläge inbegriffen, ist da angesagt. Zum Einstieg empfehle ich dünne, leicht zu lesende und damit gute Bücher wie: James Pardoe: “So macht es Warren Buffett” (“How Buffett Does It. 24 Simple Investing Strategies from the Word´s Greatest Value Investor”) Mary Buffett/David Clark: “So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen” (“Warren Buffett and the nterpretation of Financial Statements”) Mary Buffett/David Clark: “Die Macht der Ehrlichkeit” (“Warren Buffett´s Management Secrets”). Alles Gute, Georg Melion

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WIR VERSUCHEN NUR ZU HELFEN Melanie Tomaschitz & Shane Unterthiner Geistreiche Konversation von zwei lebenslangen Freunden, die in ihrem Leben alles gesehen und getan haben. Melanie und Shane sprechen über Freundschaft, Sex, Arbeit, Schule, Kinder, Liebe, Familie, Politik, Drogen, Geld, Reisen, Gesundheit, Partys, Ruhm, Hilfe, Kreativität. SIE bringen es zur Sprache, Melanie & Shane nehmen sich dem Thema an. Ratschläge, Kommentare und Perspektiven auf ziemlich alles und noch viel mehr. Prinzipiell...Wir versuchen nur zu helfen. Fragen an Melanie:

Fragen an Shane:

1. Wie bringt man wirklich gute und außergewöhnliche Ideen ins Laufen ohne total verrückt zu klingen? Einer muss an die Idee glauben. Abschnitt. 2. Wo findet ein außerordentlich kreativer Mensch ohne Gespür fürs Geschäft einen Unternehmer für die geschäftliche Heirat, bildlich gesprochen, wie Jobs und Wozniak? Netzwerk. Verbringe Zeit mit Menschen, die klüger sind als du, teile ihre Interessen, sei Spezialist, wo du es nicht bist und frage Menschen um deren Unterstützung, die du respektierst. 3. Wie schafft man es, emotional nicht draufzugehen, während andere deine Ideen kritisieren? Dicke Haut. Die bekommst du mit der zunehmenden Erfahrung und den emotionalen Verletzungen, aber sie kommt. 4. Wie stellt man eine Finanzierung auf ohne zu klingen als ob man betteln würde? Wenn man für etwas Kapital sucht, in das man sein Herz und seine Seele gesteckt hat, klingt man niemals wie ein Bettler. Die besten Verkäufer lieben ihre Produkte. Stolz und Enthusiasmus gehen ihren eigenen Weg. 5. Als Künstler war ich schon immer neugierig. Was macht ein Unternehmer den ganzen Tag? Ein starker Unternehmer weiß, was getan werden muss und tut es, was auch immer es ist. Die interessantere Frage ist: Was tut er nicht? Dinge aufschieben, viel reden und nichts sagen, unrealistische Versprechungen machen, aufgeben...

1. Warum ist eine Heirat zwischen Kreativität und Wirtschaft wichtig? Man sagt „Erneuere oder stirb“. Innovation passiert nicht in kreativem Vakuum. Kreativität ist das Blut, das durch das Herz eines Geschäfts pumpt. 2. Was ist das Geheimnis erfolgreicher Kreativität? An dem, was du kreierst, sollte etwas dran sein. Etwas zum „Zeitvertreib“ zu kreieren, führt nicht zum Erfolg. 3. Ist Kreativität schmerzvoll? Ja, und so soll es auch sein! Kunst ohne Opfer und Schmerz ist nichts wert! Niemand interessiert sich für deine „guten Zeiten“. Deshalb will niemand Paris Hilton singen hören. Beim „Blues“ geht es auch nicht um die guten Zeiten, es geht um das Leid im Leben. Wenn jemand herausfindet, wie man ohne Schmerz zu empfinden durchs Leben geht, sollte er es besser für sich behalten, denn das ist kein Leben. 4. Was ist deine liebste, kreative Eigenschaft (in der Freundschaft mit Melanie)? Selbstlosigkeit und Großzügigkeit. Die Fähigkeit gut zusammen zu arbeiten. Abenteuergeist.

Übermitteln Sie Ihre Fragen an: mtsuwrite@gmail.com. Namen oder persönliche Informationen werden nicht preisgegeben. Wir respektieren Ihre Privatsphäre und freuen uns auf Ihre Fragen.

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WANN: voraussichtlich Juni und Oktober 2015 jeweils von 18.00-23.00 Uhr WO: KUSS Halle (Mehrzweckhalle) Haushamer Straße 7 A-8054 Seiersberg-Pirka IHRE VORTEILE: • individuell gestalteter Standplatz zur Darstellung Ihres Unternehmens • 30 Einladungen, kostenlos, für Ihre TOP-Kunden & Freunde • Unternehmenspräsentation in der Veranstaltungsbroschüre Begrüßen Sie gemeinsam mit uns Entscheidungsträger, UnternehmerInnen und Neukunden an einem Abend nur für Sie.


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Ausgabe 2 | März 2015, Eigentümerin & Herausgeberin: Elke Höller, EH Creative Agency, W: www.eh-creativeagency.com - Jetzt im Abo erhätlich!

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