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INHALT Editorial

EDITORIAL

3 Text: Silvia Zesiger Foto: Stefan Weber

Für andere da sein Wir dienen einem Gott der Möglichkeiten Für Israel beten

Impressum

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Gott von Herzen lieben Das Portrait

Oktober 2017

Redaktion

Stefan Weber, Barbara Friedli

Team

Philemon Wasem, Hilde Vontobel, Anna-Maja

Lehmann, Lena Weber, Andrin Lehmann,

Barbara Friedli

Ping Pong mit dem Allmächtigen Gebetsgruppen im EGW Gott kennen lernen

Fotos

Stefan Weber

24 Stunden, 7 Tage durchgehend beten

Layout

Dan Röthlisberger

Im Glauben wachsen

Kontakt Evangelisches Gemeinschaftswerk

Miteinander leben

Telefon: 032 341 35 11

Kontakte pflegen am Gemeinschaftsnachmittag Wechsel im Office Team Aus der Gemeinde

Bankverbindung: PC 25-4238-0 Pfarrer EGW Philemon Wasem Telefon: 032 341 89 93 Pfarrer Jugend und Evangelisation Andrin Lehmann Telefon: 076 200 22 37 Bereich Kinder Barbara Friedli Telefon: 032 331 97 01

Bereich Jugend Mirjam Rösch Telefon: 079 659 66 69 Besuchsdienst für ältere Menschen Adrian Hofmann Telefon: 032 331 68 33 Weiterführende Informationen siehe „Fenster“ oder Homepage

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Abschlussfeier Teenie Unterricht 2017 16 Jede und jeder hat etwas zu sagen 21

Jurastrasse 43, 2502 Biel

Internet: www.egw-biel.ch

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Das vorliegende Portrait ist dem Thema Gebet gewidmet. Der Apostel Paulus ermutigte die Gemeinde in Thessalonich, ohne Unterlass zu beten. (1.Thess 5,17) Für mich ist das Beten nicht einfach eine Tätigkeit, viel mehr eine Herzenshaltung, ein Lebensstil. Ich glaube es geht nicht darum, unaufhörlich die Hände gefaltet und die Augen geschlossen zu halten, sondern vielmehr im Bewusstsein zu leben, dass Gott uns nahe ist und uns seine ganze Aufmerksamkeit schenkt. Dadurch sind wir ständig mit ihm in Verbindung. Er ist unser guter Vater, der ohne Unterlass für uns sorgt. Als seine geliebten Söhne und Töchter dürfen wir immer, ohne Unterlass in seine Gegenwart kommen und ihn anbeten und unser Herz ausschütten. Ja, Gott wünscht sich Gemeinschaft mit uns. Es ehrt ihn, wenn wir uns in allen Lebenslagen an ihn wenden, mit Bitten und Flehen, wie Paulus es im Philipperbrief 4,6 ausdrückt. Welches wunderbare Vorrecht haben wir, mit all unseren Anliegen vor Gottes Thron kommen zu dürfen, immer und immer wieder! Durch das Gebet verändert Gott zu allererst uns selber. Oder wie es Pete Greig in seinem Buch „Red moon Rising“ ausdrückt: „Es geht beim Gebet nicht in erster Linie darum, irgendwo

da draussen etwas zu ändern. Es geht zu allererst darum, etwas »da drinnen« in uns zu ändern. Das Stärkste, was an einem Ort des Gebets passieren kann, ist, dass man selbst zu einem Gebet wird.“ Ich freue mich besonders, dass seit dem letzten November im EGW Biel die 24/7-Gebetswochen stattfinden, wo wir die Gemeinschaft mit Gott rund um die Uhr in verschiedener Art und Weise erleben können. Aber auch zwischen den Gebetswochen ist das frisch renovierte „Kapelleli“ offen fürs Gebet. Nicht unerwähnt lassen möchte ich die verschiedenen Gebetsgruppen, die seit Jahren in unserer Gemeinde bestehen. Wie das Gemeindegebet, das Frühgebet, Gebet in Notlagen, Gebet für die Kinder, Gebet für Israel, das Gebet vor und nach dem Gottesdienst. Erwähnen möchte ich auch alle unzähligen Beterinnen und Beter, die treu einstehen für unsere Missionare, für Kranke, für ihre Familien, Freunde, Arbeitskollegen, Nachbarn, für die Menschen in Biel, die Politik, für unser Land und vieles mehr.

Gott verheisst seinen Segen, „wenn sein Volk ihn sucht von ganzem Herzen“ (Jeremia 29,13). Ich wünsche uns allen viele segensreiche Gebetszeiten in der Gegenwart Gottes. Silvia Zesiger

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Für andere da sein

WIR DIENEN EINEM GOTT DER MÖGLICHKEITEN „Tanja und Alec Butterworth haben beide blaue Augen und blonde Haare. Das entspricht genau dem Bild, welches man ursprünglich von Missionaren hatte.“ Dieser Gedanke begleitet mich, als ich das junge Paar in meinem Garten empfange. Beschreibt eure Organisation / euren Missionsplatz: Der Standort von JMEM in Biarritz wurde gegründert von Perth Australien. Eine Jüngerschaftsschule (DTS) hat das Ziel, junge Menschen in eine vertrautere Beziehung mit Gott zu führen. Zudem bietet sie Gelegenheit, zu entdecken, wofür dein Herz schlägt und welchen Platz du in Gottes Absichten für die Welt hast. Die DTS ist eine Zeit, um Gott kennenzulernen und ihn bekannt zu machen. Welches sind eure Aufgaben und was bewegt ihr mit eurem Engagement? Wir sind seit Anfang Juni 2017 Teil des Leiterteams, welches die Organisation „JMEM Biarritz“ leitet. Wir hören auf Gott, leiten den Lobpreis und sind auch involviert, in der Schule zu lehren. Was sind eure persönlichen Anliegen und wie kann man euren Einsatz unterstützen? Die grösste Befriedigung für uns ist es, wenn junge Menschen sich öffnen für eine authentische Beziehung zu Gott. Unser persönliches Anliegen ist, dass wir unsere Arbeit aus dem Überfluss

von der Beziehung zu Gott machen. Wir möchten in die Surfkultur investieren mit der Vision einen Surfshop mit integriertem Café zu eröffnen. Mit 2000 Euro monatlich können wir als Paar unseren Lebensunterhalt decken. Wie lange gedenkt ihr, euch dort zu engagieren? In Biarritz werden wir uns noch ca. 3-5 Jahre im Leitungsteam verpflichten. Welche Bedeutung hat das Gebet für euch? Alles beginnt im Gebet. Gebet ist die mächtigste Waffe, die wir gegen den Feind haben. „Mein Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat.“ Amos 3,7 Gebet ist die Autorität, dass Gott die Welt ändern kann. Mit dem Gebet hat alles angefangen. An einem Dienstag fragten wir Gott, für was wir beten sollen. Sieben junge Leute fühlten sich angesprochen von Gott, sich in der Flüchtlingskrise zu engagieren. Unter dem Namen einer anderen Organisation (Eurolief) durften wir uns in einem Flüchtlingscamp für ursprünglich 1000 Leute investieren. Wegen einem Ansturm von 4000 – 6000 Flüchtlingen pro Tag drohte die UNO das Camp zu schliessen. Dank unserem freiwilligen und unermüdlichen Einsatz (Verantwortung für Hygiene in den Toiletten) wurden auch Türen geöffnet für den Einsatz vieler anderer

Text: Anna-Maja Lehmann Foto: Stefan Weber JMEM-Gruppen. Die UNO stellte uns ein Vertrauenszertifikat aus. 24 Stunden später, nachdem die beauftragte Gruppe im Flugzeug nach Lesbos sass, wurde Geld für den Rückflug, ein Auto, das sie ins Krisengebiet brachte, sowie für Unterkunft und Essen gespendet. Jesus gibt uns mehr als wir erbitten. Wir dürfen Gottes Auftrag erfüllen im vollen Vertrauen, dass Gott uns versorgt. Wie kann man euren Einsatz unterstützen? Mit Freundschaft, wenn wir nach Hause kommen. Mit einer Kirche, die uns aufnimmt und uns ermutig, wieder ins Missionsfeld zu gehen. Mit Gebet und Geldspenden. Einen Wunsch an das junge Paar: Gott hat gute Gedanken über eurem Leben und das dürft ihr in die neue Lebensphase mitnehmen. Gott ist ein echter Begleiter, der euch führen und euch Mut, Hoffnung und Zuversicht schenken möchte. Jesus schenke euch das Vertrauen, dass ihr in eurem Mangel ein Segen sein könnt. Er möge euch helfen, nicht zu vergessen, dass ihr Träger seiner guten Botschaft seid. Berner Kantonalbank AG Kontoinhaberin: Margrit von Wartburg Sparkontobezeichnung: Sparkonto Tanja IBAN: CH22 0079 0042 9383 2946 7 Banken Clearing Nummer: 790 Postkonto-Nummer: 30-106-9 BIC/SWIFT: KBBECH22

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Gott von Herzen lieben

PING-PONG MIT DEM ALLMÄCHTIGEN Text: Phillemon Wasem Foto: Stefan Weber

Beten ist, einfach ausgedrückt, mit Gott reden. Es ist in einen Dialog eintreten mit dem, der dich geschaffen hat und dem, der dein .. königlicher Vater ist. Im Idealfall verläuft dieses Gespräch wie bei zwischenmenschlicher Kommunikation: einer spricht, und der andere hört zu. Dann spricht der andere, und der erste hört zu. Und so weiter und so fort. Oder im Bild ausgedrückt wie beim Ping-Pong spielen. Zwei Personen, die sich den Tischtennis-Ball immer wieder hin und her zuspielen. Eine Aktivität, die belebt und verändert. Warum soll ich beten? Die Begründung des Betens lässt sich vom Wunsch Gottes her ableiten. Er hat den Menschen geschaffen und wünscht sich Gemeinschaft mit ihm. Gott will ein Gegenüber! Er liebt Menschen, er freut sich an Männern und Frauen. „Lasst uns Menschen machen“ 1. Mose 1,26, und er schuf sie. Er will Zeit, Kraft und Inhalte mit ihnen teilen, sie führen und mit ihnen sein Reich auf Erden ausdehnen. Gott spazierte damals durch den Garten Eden (1.Mose 3,8) und suchte beide, Mann und Frau, auch nach der Tragödie mit der Frucht. Adam und Eva verloren nicht ihre Gott-Ebenbildlichkeit. Sie verloren vielmehr diese unmittelbare Nähe, den vertrauten Umgang mit ihrem Schöpfer. Diese Distanz wurde mit der Menschwerdung Gottes in Jesus überbrückt. Jesus verkörpert die Tür (Johannes 10,9) zum Haus des Vaters. Indem ich

Ja sage zu Jesus, sagt Gott Ja zu mir und das Wunder der Kindschaft tritt in Kraft. „Wie viele ihn (Jesus) aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden ...“ Johannes 1,12. Gottes Sehnsucht nach Gemeinschaft mit seinen Menschen ist leidenschaftlich. Er freut sich über alle, die ihn suchen und verspricht, dass er sich gerne finden lässt. Sein Herz schlägt für dich. Weshalb ich beten soll? Genau so könnte man fragen: Warum sollte ich atmen? Nach drei Minuten ohne Atem weißt du es. Beten ist geistlich atmen. Mache einen tiefen Atemzug und lebe auf, in der Gegenwart deines liebenden Himmel-Vaters. Wo soll ich beten? Im stillen Kämmerlein, als Familienmitglied des Königs. Jesus betonte, dass es nicht auf äußere Formen oder die richtigen Worte ankommt, sondern um eine Herzensbeziehung geht (Matthäus 6,6). Es ist dieses Verlangen in dir, mit dem Abba, dem lieben Vater (Römer 8,15), in einen Dialog zu treten. Tipp: Bereite dir einen Stuhl oder eine Ecke in deinem Zimmer vor, wo du betest. Das kann dir helfen, eine tägliche Gebetzeit zu haben. Eine geplante Tagesstruktur bezüglich Beten hilft. Zuhause und unterwegs kann zu zweit oder als auftragsgeleitete Gruppe gebetet werden. Nichts motiviert dich so zum Gebet, wie jemand anderes, der betet. Die Gemeinde als Ort der Versammlung ist vornehmlich ein Ort des Gebets. „Aber die Gemeinde

betete ohne Aufzuhören zu Gott ...“ Apostelgeschichte 12,5 Was soll ich beten? Es gibt eine Vielzahl von Inhalten, die im Gespräch mit Gott geteilt werden können. Hier seien vier Bereiche aufgezählt: Bete Gott an für das, was er ist und, dass er sich als allmächtiger Gott, als Herr der Heerscharen, Zeit nimmt für dich. Finde in der Bibel Worte, die ihn beschreiben und sage sie ihm. Danke Gott für das, was er tut. Ihm diese Wertschätzung zu sagen, fällt spontan oft nicht einfach. Nimm dir ein leeres Blatt Papier und schreibe dir die Segnungen der vergangenen Tage auf. Dein Herz wird warm werden, wenn du merkst, wie gut Gott zu dir war. Habakuk 3,18 ist hier eine Hilfe: „Auch wenn der Feigenbaum noch keine Früchte trägt, will ich jubeln und Gott bereits jetzt danken ...“ Bitte Gott: “Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Das fragt Jesus auch dich, nicht nur den blinden Mann im Evangelium. Schütte dein Herz vor ihm aus. Gott will Beharrlichkeit belohnen. Sprich vor Gott Wahrheiten aus, die proklamieren, was er um Christi Willen tun soll. Vollmacht heisst nicht, ein Super-Held zu sein, sondern es ist die Einsicht, dass der Himmel auf die Erde kommen will. Auch durch mich und meine Worte.

Wie soll ich beten? Folgende vier Aspekte vitalisieren dein Gebets-Ping-Pong Spiel:

hat uns in Christus ja bereits das kostbarste Geschenk gemacht und er will uns keine geistlichen Geschenke vorenthalten, wenn wir uns im Gebet an ihn wenden.

Voll Heiligen Geistes Das Zusammenspiel von unseren Gebetsworten mit dem Heiligen Geist wird mit dem Bild des alttestamentlichen Räucheropfers verglichen. Deine Gebete sind wie Rauch (Offenbarung 8,4), und der Rauch des Räucherwerks steigt auf vor Gott, zusammen mit den Gebeten der Heiligen. Aus der Perspektive des Neuen Testamentes ist diese Handlung ein Bild des einen Opfers, des Kreuzestodes von Jesus. Oft wissen wir nicht, wie wir beten sollen, und unsere Gebete sind hilflos und schwach. Der Heilige Geist (Römer 8,26) verbindet sie mit Räucherwerk. Lass dich von diesem Geist der Gnade und des Gebets füllen (Sacharja 10,12). Bete in deiner persönlichen Gebetssprache, Gott versteht dich auch ohne Worte.

Im Glauben Glauben heisst: Ich kenne den Gott, von der die Bibel spricht. Es ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs; der Jahwe Israels. Nennt mich: „Der ich bin“ (2. Mose 3,14). Gelobt sei Gott, der Vater, unser Herr Jesus Christus und der Heilige Geist, der Stellvertreter von Jesus auf Erden. Es ist wichtig zu wissen, zu wem du betest. Jede Weltreligion hat Formen der Meditation, Einkehr und Rituale entwickelt. Wir Christen beten zu dem, der gestern, heute und morgen derselbe ist (Hebräer 13,8). Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu erkennen und mit ihm zu reden. Er ist ein Gott, dem kein Ding unmöglich ist.

Ohne Unterlass Tag und Nacht ununterbrochen beten, 24 Stunden mal 7 Tage. „Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!“ Kolosser 4,2. Hier wird der Beharrlichkeit im Gebet das Wachen mit Danksagung hinzugefügt. Wir geben dem beharrlichen Gebet ein Wachen mit Danksagung dazu. Wir sind Gott dankbar, denn er

Im Namen Jesus Werde nicht müde, im Namen des Messias Jesus Christus zu beten. In der Vollmacht des Sohnes betet die Gemeinde, es ist ihr kein anderer Name gegeben unter dem Himmel (Apostelgeschichte 4,12). Wir bekommen von Gott eine stellvertretende Autorität. Nicht in meiner Absicht, in

meinem Willen, sondern in seiner Gerechtigkeit und dank seiner Barmherzigkeit. (Daniel 9,18) Beten ist wie mit Jesus Tischtennis spielen. Es ist das kindlich-liebevolle und so enorm verheissungsvolle Zusammenspiel von uns Menschen mit Gott, unserem Retter und Helfer. Warum jetzt nicht gleich Ping-Pong spielen?

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Für andere da sein

WARUM WIR FÜR ISRAEL BETEN SOLLEN Text: Jürg Jenni Foto: Stefan Weber

Gott hat im Alten Testament mit Israel verschiedene Bündnisse geschlossen, zum Beispiel mit Abraham. 1.Mose 17.7: „Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, so dass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein.“ Diese Erwählung Israels als Volk Gottes wurde im Laufe der Geschichte immer wieder ein Problem für die Gegner Israels, für die Freunde Isra-

els und für Israel selber. Die Juden wurden vertrieben, verfolgt und geschändet, beleidigt, gemordet und aus ihrem Land vertrieben … Im Laufe der Kirchengeschichte wurden die Juden von vielen als Schuldige für die

Probleme dieser Welt angeschaut. Auch die Christen haben einiges zum Leid der Juden beigetragen, im Mittelalter wurden Juden als Christusmörder verrufen, die Kirche war an den Pogromen und dem Holocaust beteiligt. Verschiedene wichtige Personen des Christentums stellten sich gegen die Juden. Die sogenannte Ersatztheologie behauptet sogar, dass wir Christen an Stelle der Juden zu Gottes Volk wurden. Diese Lehre entstand früh in der Kirchengeschichte. Sie entspricht einer falschen Auslegung der Bibel. Noch heute gibt es in freikirchlichen Denominationen und Gemeinden Menschen, die an die Ersatztheologie glauben. Dies alles sind Zeichen eines offenen oder verdeckten Antisemitismus. Das wiederum weist daraufhin, dass immer noch der Kampf zwischen Satan und Christus um Gottes Volk ausgetragen wird. Die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948, die Rückkehr vieler Juden aus der Diaspora nach Israel, die Erkenntnis von Juden, dass Jesus Christus der Messias ist, und die daraus entstandenen messianischen Gemeinden in Israel und in verschiedenen anderen Ländern, sind einige Zeichen der Erfüllung der Prophetien der Bibel. Das heutige Israel, Gottes Volk, hat wenige Freunde auf der Welt. Die

Verheissung in 1. Mose 12.3 „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde“ zeigt, welchen Stellenwert Israel für Gott hat. Es ist Gottes Wille, dass für sein Volk gebetet wird, damit es erkennt, dass Jesus der verheissene Messias ist. Wer aber kann für das Volk Gottes beten, wenn nicht die Christen? Darum habe ich mich entschieden, regelmässig für Israel zu beten, zum Teil zusammen mit anderen Christen in der Israel Gebetsgruppe. (Die Israel Gebetsgruppe im EGW Biel ruht zurzeit und wird dann nach der Israelreise neu gestartet.) Auch wenn ich nicht alles verstehe und gutheisse, was im heutigen Israel passiert, bete ich, weil mir von Gott Land und Leute aufs Herz gelegt wurden. Informationen aus verschiedenen Israel Hilfswerken geben mir genügend Themen für die ich beten kann. Die untenstehende Stelle aus Jesaja 62,6-7 ist für mich prägend, spannend und ermutigend. „Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Lobpreis macht auf Erden!“ Shalom das Portrait




Gott kennen lernen

GEBETSGRUPPE

24/7

Interview: Text: Foto:

Philemon Wasem Josua Wyss und Lars Küenzi Stefan Weber

24 Stunden, 7 Tage hintereinander beten: Die Gebetsgruppe 24/7 gibt Einblick Lars, erzähl mir doch eure Entstehungsgeschichte und was euch inspiriert hat? Angefangen hat es im Januar 2016. Bei einem Zeugnisabend im Gadj ist ein Freund von mir nach vorne gegangen und hat mit einer grossen Ernsthaftigkeit folgendes gesagt: „Ich glaube, dass Gebet für 2016 sehr wichtig sein wird, wir haben die Grösse viele Programme zu machen, aber haben wir auch die Grösse, Gott zu suchen? “Dieser Eindruck hat mich berührt. Am 17.1.2016 startete ich, Lars Künzi, die Jüngerschaftsschule DTS im deutschen Hurlach. Ein Wochenthema war z.B. Anbetung. In dieser Woche besuchten wir Studenten der DTS das Gebetshaus in Augsburg. Der Leiter dieses Gebetshauses ist Johannes Hartl und dort wird rund um die Uhr gebetet. Die Atmosphäre im Gebetsraum hatte es mir angetan und es folgten weitere Besuche in Augsburg. Ich erzählte Josua meine Eindrücke von dem Gebetshaus und Josua machte mich darauf aufmerksam, dass David Hauser zur selben Zeit das Buch „Red Moon Rising“ las. In diesem Buch wird über die Entstehung des 24/7 Gebets und deren Auswirkungen berichtet. Mit

demselben Wunsch nach Gebet trafen sich Josua, David und ich. Wir organisierten ein Treffen mit Phil bezüglich unserem Wunsch nach einer 24/7 Gebetswoche und konstantem Gebet in Biel. Nachdem wir die Zustimmung des Bezirksrates erhielten, organisierten wir die erste 24/7 Gebetswoche im EGW Biel. Im Laufe der Zeit stiessen Timek, Gerda, Fabienne und Silvia zu unserem Team. Wir waren gespannt, ob sich jemand eintragen würde, um nachts um 3 Uhr zu beten. Voller Glauben und Hoffnung, aber doch etwas unsicher, starteten wir am 30. Oktober 2016. Zu unserem Erstaunen füllten sich alle Stunden und jeder, der aus diesem Gebetsraum kam, war begeistert. Wir bekamen viele positive Rückmeldungen und entschieden uns dranzubleiben. Was sind die Hauptziele und Anliegen des 24/7? Wir wollen Gott zu jeder Zeit anbeten, weil er Gott ist. Wir wünschen uns, dass sich jeder Mensch Zeit nimmt für das Gebet und somit für den wichtigsten Aspekt der Beziehung zu unserem Schöpfer. Jeder Christ würde auf die Frage „Ist Gebet wichtig?“ mit ja antworten, aber was bedeutet dies

für meine Agenda praktisch? Das sind Fragen, die wir uns stellen. Welchen Stellenwert hat das Gebet für euch als Gruppe? Das Gebet soll in unserem Alltag ein wichtiger Bestandteil sein, darum versuchen wir, dies im Alltag zu kultivieren. Josua, Timek und ich treffen uns jede Woche. Wir beten zusammen und tauschen Erlebtes aus. Gebet ist nicht etwas für die Gebetswoche, sondern für den Alltag. Wann und wo trefft ihr euch und wie sieht so eine Gebetszeit aus? Wir als ganzes Team treffen uns einmal im Monat, entweder im Gebetsraum oder bei jemandem Zuhause. Wir essen was zusammen, tauschen aus, organisieren 2-3 Dinge, dann beten wir. Das Gebet nimmt den weitaus grössten Teil unserer gemeinsamen Zeit ein. Welches ist eure Vision für Biel und die Region? Dass wir als Christen ein Verlangen nach Gemeinschaft mit Gott haben. Wir träumen von einem Gebetsraum in Biel, wo dies noch stärker zum Ausdruck kommen kann.

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Miteinander leben

GEMEINSCHAFTSNACHMITTAGE IM EGW-BIEL Fotos: Einleitung: Interviews:

Was gefällt euch am Gemeinschaftsnachmittag? Die Gemeinschaft ist uns sehr wichtig. Es gibt wirklich gute Themen, die uns interessieren. Der Saal und die Tische sind so liebevoll vorbereitet.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Am Gemeinschaftsnachmittag treffe ich einmal im Monat eine Schatzkiste voller Lebenserfahrung und weise Menschen, die mir helfen, auf der Glaubensspur zu bleiben. Zudem finde ich die Tischdekorationen von Hildi jedes Mal fantasievoll und das Thema vertiefend.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Das Wiedersehen mit den vielen Seniorinnen und Senioren. Ich geniesse das Ankommen in den liebevoll zum Thema bezogen dekorierten Dachsaal! Da fühle ich mich immer willkommen.

Was bedeutet euch das Gebet? Das Gebet können wir uns in unserem Leben nicht wegdenken. Wir sind immer froh, Gutes und Schlimmes vor Gott bringen zu dürfen. Es gibt uns Halt und Sicherheit.

Was bedeutet dir das Gebet? Jesus ist mein Freund. Jeweils am Morgen verbringen wir eine gemeinsame Zeit zusammen. Im Verlauf des Tages sprechen wir ab und zu über ein aktuelles Thema, welches mich eben gerade freut oder nervt und wenn ich irgendwo eine Wegweisung erbete. Manchmal bekomme ich unmittelbar eine Antwort, oft höre ich auch nichts. Es ist mit meinem „geistlichen“ Ohr nicht anders als mit dem physischen: Ich werde halt auch älter… und trotzdem vertraue ich Jesus, dass er mich leitet, auch wenn ich nicht gleich eine Antwort vernehme.

Was bedeutet dir das Gebet? Beten, reden mit Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist ist wie „ankommen zu Hause!“ “ Ich lade ab, tanke auf und freue mich am Zusammensein.

Vreni Bärtschi, 72 Jahre, Lengnau

Paul Jeremias, 66 Jahre, Gerolfingen

Louise Grossen, 71 Jahre, Studen

Stefan Weber Christine Kaufmann Hilde von Tobel

Am ersten Donnerstag im Monat von 14.30-16.30 Uhr treffen sich 30-40 Personen zum Gemeinschaftsnachmittag. Die Altersspanne von der jüngsten Mitarbeiterin bis zur ältesten Seniorin reicht über 40 Jahre! Die Ausrichtung der Nachmittage nimmt besonders auf die Möglichkeiten, Empfindungen und Bedürfnisse von Senioren Rücksicht.

Inhaltlich geht es abwechslungsreich um Singen, Andacht, Anteilnahme an Freud und Leid (z.B. Geburtstage), Lesungen, Lebens-, Reise- und Missionsberichte, Film- und Bildvorführungen und Vorträge über seniorenspezifische Themen. Jedes Mal wird auch ein Zvieri mit Gebäck, Kaffee oder Tee an schön dekorierten Tischen angeboten.

Im September findet kein Treffen statt, dafür eine Car Reise. Neujahr, Ostern und Advent werden besonders gefeiert, teilweise mit Abendmahl. Interessierte jeglichen Alters, ob EGWler oder nicht, sind herzlich willkommen. Das hellgrüne HalbjahresProgramm liegt an der Informationswand auf.

Werner Bärtschi, 70 Jahre, Lengnau

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Miteinander leben

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Ich freue mich, dass Gott Senioren noch braucht für die Gestaltung der Nachmittage. So viele Gaben bleiben bis ins hohe Alter erhalten.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Besonders freue ich mich, die Leute zu treffen, welche sich so von Herzen und mit Geschick für diesen Anlass einsetzen.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Mir gefällt das Zusammensein in der Gemeinschaft, das Beten und Singen, die Predigten, das Zvieri und die schöne Dekoration von Hildi. Immer ist jemand da, der Margrit und mich abholt; dafür danken wir Gott, der so gut zu uns ist.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Das Zusammensein im Freundeskreis ist immer wohltuend, die Vorträge sind aufbauend. Ich geniesse es sehr, wenn mit verschiedenen Instrumenten musiziert wird, auch das gemeinsame Singen.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag? Ich schätzte die abwechslungsreichen, belehrenden und unterhaltenden Themen und das gemüt-liche Beisammensein.

Was gefällt dir am Gemeinschaftsnachmittag?

Was bedeutet dir das Gebet? Mit meinem Gebet halte ich meine tägliche Beziehung zu Jesus und Gott lebendig. Das ist mir sehr wichtig.

Was bedeutet dir das Gebet? Ich bin den ganzen Tag darauf angewiesen, dass ich mit Gott reden darf, wenn es nötig ist und ihm danken kann.

Was bedeutet das Gebet? Das Beten ist mir sehr wichtig, weil ich mit Gott reden und ihm meine Sorgen klagen kann. Ihn um Offenbarung bitten für etwas, das ich nicht verstehe. Seit einem Jahr bin ich dabei. Seither bete ich am Morgen nach dem Aufstehen und auch am Abend vor dem ins Bett gehen. Das Gebet ist wie Nahrung von Gott!

Was bedeutet dir das Gebet? Das Gebet bedeutet mir viel. Wenn mir nachts der Schlaf fehlt, kann ich für meine Nächsten und Freunde einstehen und alles bei Gott, dem Vater ablegen. Auch wenn ich oft keine Antwort höre, tröstet mich die Gewissheit, dass er keine Fehler macht.

Was bedeutet dir das Gebet? Das persönliche Gebet bedeutet mir: ich darf ein vertrauensvolles, zuversichtliches Bitten und Danke an meinen allmächtigen Gott und Jesus richten und von ihm Antworten erwarten.

Was bedeutet dir das Gebet? Ohne das tägliche Beten kann ich mir mein Leben nicht vorstellen. Ich darf bei Gott, bei Jesus all meine Anliegen, Dank und Fürbitte deponieren und um Vergebung bitten.

Doris Hauser 84 Jahre, Biel

Markus Jakob, 91 Jahre, Biel

Maria Hofstetter, 72 Jahre, Worben

Heidi Schmid-Rubin, 85 Jahre, Nidau

Paul Blösch, 91 Jahre, Orpund

Blösch-Luterbach Esther, 86 Jahre, Orpund

Ich freue mich aufs Zusammensein mit all den lieben Bekannten; aufs Zvieri mit der zum Thema passenden Tischdekoration, der mit viel Liebe hergestellten Desserts, Backwaren und…

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Im Glauben wachsen

TEENIE UNTERRICHT ABSCHLUSSFEST Layout: Foto: Text:

2017

Dan Röthlisberger Stefan Weber Andrin Lehmann

Das Abschlussfest in diesem Jahr stand unter dem Motto: «Füür» Bunt und kreativ fand der Abschlussgottesdienst in diesem Jahr am 11. Juni im EGW Biel statt. Bereits im Abschlusslager im Mai investierten sich die Teenies in verschiedenen Bereichen. Sie gestalteten die Dekoration, die Moderation, den Lobpreis, produzierten einen Film und ein Theater. Auch in diesem Jahr durften wir erneut entdecken, was für talentierte Jugendliche wir in unsere Gemeinde haben. Ihre Begeisterung war genauso ansteckend wie Feuer. #awesome Vier Jungs durften dieses Jahr ihren Abschluss feiern: Noé Christen, Jonathan Zitterli, Nicola Bühler und Luis Maurer.(v.l.n.r.) Wir gratulieren ihnen von ganzem Herzen und wünschen ihnen viel «Füür», Abenteuer und Gottes Segen auf ihrem Lebensweg.

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Goztt von Herzen lieben

Miteinander leben

MITARBEITERINNEN

EGW-BIEL Interview: Philemon Wasem Foto: Stefan Weber

Danke, Christine Sadler Vor fast 12 Jahren wurdest du angefragt, die Sekretariatsarbeiten zu übernehmen. Damals ging es vor allem um das Anfertigen des Gemeindebriefes zur Entlastung der Prediger. Was bescheiden begann, hat sich zu einer umfassenden Sekretariatsstelle entwickelt. Von A, wie dem Anzeiger die Sonntagstermine zu liefern, bis Z, wie Zeit für Leute haben, fand dein Arbeitsspektrum vielfach im Hintergrund statt. Du besitzt eine natürliche Autorität und hast das Vertrauen der EGW Gemeinde genossen. Für all das Geleistete, für deine kompetente, genaue und zuverlässige administrative Arbeit danken wir dir ganz herzlich. Wir wünschen dir in deinem wohlverdienten Ruhestand ab 1. November, dass du dich vermehrt deinen Interessen Architektur und Nähkunst widmen kannst.

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Für den Bezirksrat, Philemon Wasem

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Barbara Friedli

Mirjam Rösch

Mein Geburtstag: 10.09.1974 Mein Wohnort: Bellmund Meine Lieblingsfarbe: Blau Meine Lieblingsfrucht: Himbeere Meine nächsten Ferien verbringe ich im: Tessin Meine Anstellungsprozente und –bereiche im EGW Biel: 10% im Bereich Kinder 20 % im Sekretariat

Mein Geburtstag: 25.1.1996 Mein Wohnort: Biel Meine Lieblingsfarbe: Alt-Rosa Meine Lieblingsfrucht: Mango Meine nächsten Ferien verbringe ich in: Rom, Italien Meine Anstellungsprozente und –bereich im EGW Biel: 40%, Bereich Jugend

Meine Gebetsanliegen: Für mich persönlich: Gerne möchte ich die persönliche Beziehung zu Gott vertiefen und vom Heiligen Geist geführt werden.

Meine Gebetsanliegen: Für mich persönlich: Dass ich immer mehr vom Heiligen Geist erfüllt sein darf und Jesus immer ähnlicher werde.

Fürs EGW Biel: Ich wünsche mir, dass alle, die im EGW ein und aus gehen, sich zur Gemeinde dazugehörig fühlen können. Mein Gebet ist es, dass ein gutes Miteinander über alle Generationen hinweg spürbar ist und, dass wir uns von Gott leiten lassen.

Fürs EGW Biel: Dass das EGW Biel ein Ort sein kann, an dem Menschen Gott begegnen und eine Familie finden. Dass wir als Gemeinde zusammen unterwegs sein können, für einander einstehen und dass die Liebe Gottes durch uns in die Stadt Biel kommen kann.

Für die Stadt und Region Biel: Dass wir als Gemeinde Gottes Liebe und seine Werte in die Region hinaustragen können.

Für die Stadt und Region Biel: Mein Gebet ist es, dass Biel eine Stadt ist, in welcher Gottes Gegenwart spürbar ist. Ich wünsche mir, dass Christen in der ganzen Region ein Licht sein können, da wo sie sind und dass Gottes Geist das ganze Seeland mit einem frischen Wind durchweht.

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Im Glauben wachsen

JEDE UND JEDER HAT ETWAS ZU SAGEN Text: Anna-Maja Lehmann Foto: Stefan Weber

Im Wohnzimmer der Familie Gysel stehen 8-10 Stühle im Kreis bereit. Nach und nach betreten sich fröhlich begrüssende Frauen den Raum und setzen sich erwartungsvoll. „Gemeinsam wollen wir heute Abend eine biblische Geschichte erleben und uns in verschiedenen Rollen äussern. Keine Angst, du kannst nichts Falsches sagen. Jeder Beitrag ist wichtig und wertvoll! Du darfst dich aktiv beteiligen oder einfach nur zuhören. Du kannst alles sagen, was dir in den Sinn kommt, aber fasse dich kurz!“ So begrüsst uns Beatrice Kolman mit lebendiger Stimme. Mit persönlichen Gedanken führt sie uns in die von ihr für den heutigen Abend ausgewählte biblische Geschichte ein, vermittelt die wesentlichen Informationen über den Text, bevor sie die Identifikation mit der ersten Rolle anbahnt. An der entsprechenden Stelle schlägt Beatrice die Bibel auf und liest deutlich einen Satz oder einen kurzen Abschnitt vor. Wir beteiligten Frauen spüren gut, dass sich Beatrice gründlich mit dem heutigen Bibeltext befasst hat. Aus dem vorgelesenen Abschnitt

weist Beatrice uns nun in die Rolle einer biblischen Gestalt und spricht uns in dieser an. Wer möchte, äussert sich (nacheinander) in der Rolle dieser Person, und zwar in der IchForm. Das Gesagte wird von Beatrice zur Vertiefung nochmals in Worte gefasst, die Aussage wird so verstärkt und vertieft. Nach mehreren persönlichen Äusserungen leitet Beatrice gekonnt wieder zum Text zurück. Sie liest den nächsten Satz oder einen kurzen Abschnitt vor und hält erneut da inne, wo Fragen an den Text offenbleiben. Erneut äussern wir Frauen uns zu der neu zugewiesenen Rolle, die entweder eine andere Person oder die gleiche Person in einer späteren Situation sein kann. Erstaunt stellen wir immer wieder fest, was für ungewöhnliche Gedankengänge durch diese Methode angeregt werden. Nach mehreren Szenen wird der Bibliolog abgeschlossen. Dazu wird der ganze Bibeltext noch einmal am Stück vorgelesen. Die Bibel hat das letzte Wort, das jede persönliche Erfahrung umgreift. Mit viel Empathie führt uns Beatrice in die Gegenwart zurück. Mit ihrer

leidenschaftlichen Art ist es ihr gelungen, uns die Erfahrung zu ermöglichen, dass die Bibel noch heute in der Lage ist, uns den Atem zu nehmen und uns einfach staunen zu lassen über ihre Aktualität auch in unserer Zeit. Reich beschenkt und beeindruckt über den soeben erlebten „Film“ werden die Plätze gewechselt an den Salontisch, wo Tee und Kuchen bereitstehen. Hier wird nun noch rege ausgetauscht, was uns Frauen durch den Bibliolog neu aufgegangen oder wichtig geworden ist. Im Bibliolog ist es möglich, mit einem biblischen Text so umzugehen, dass Wissensvorsprung oder Reflexionsfähigkeit keine Rolle spielen und sich deshalb auch Personen mit wenig Bibelwissen angesprochen fühlen. Aufgabe und Herkunft des Bibliologs: www.bibliolog.ch und www.bibliolog.de

Stimmen zum Bibliolog: Die Bibel lebt in meinem Leben und ich lebe in der Bibel – eine lustvolle Art das immer wieder neu zu entdecken…. Bibliolog lässt uns fühlen und denken, wie es auch noch hätte sein können,

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Miteinander leben

AUS DER GEMEINDE ohne den Kern zu verändern. Dadurch werden die biblischen Worte immer wieder top aktuell. Isabel Der Bibliolog ist für mich ein lustvolles und tiefgründiges Auseinandersetzen mit einem Bibeltext. Worte anderer Teilnehmer/innen können so ins Schwarze treffen, weil sich alle so stark in dieselbe Situation hinein denken. Aussagen von anderen können dich so überraschen. Ich erlebe den Bibliolog wie einen Film, in dem ich mitspiele. Die Bilder bleiben oft noch wochenlang im Gedächtnis hängen. Beatrice ist mit Leib und Seele dabei und führt uns Schritt für Schritt voran.

Die Gedanken können auf diese Weise besser fokussiert werden. Anna-Maja Der Bibliolog ist für mich eine stimmige Art die Bibeltexte auf eine mitreissende Art kennenzulernen, auszutauschen und auch Gedanken und Emotionen von anderen aufzunehmen. Er öffnet Türen, gibt neue Sichtweisen und ist lustvoll gestaltet. Ich bin der Meinung, dass Beatrice besonders dafür geeignet ist, uns die Bibel auf diese Weise näher zu bringen, sie lebt in den Texten mit. Pia

Die Bibel macht es möglich, dass sich Generationen von Menschen in ihrer eigenen Geschichte wiederfinden. Durch den Bibliolog stelle ich fest, dass wir heute, wie damals an ähnliche menschliche Herausforderungen treten. Das Umfeld hat sich natürlich verändert und auch die Reaktionen von uns Menschen. Der Bibliolog macht es möglich, verschiedene Sichtweisen, Verhaltensweisen und Denkweisen von uns Menschen lebendig werden zu lassen. Beatrice Kolman gestaltet die Veranstaltungen sehr professionell. Jede/er fühlt sich in der Bibliolog-Runde wohl und aufgehoben. Marianne

GEBETSGRUPPEN IM EGW BIEL

Nachruf Christian Pfäffli Christian Pfäffli war während vielen Jahren Mitglied des Bezirksrats (Gemeindeleitung) des EGW Biel. Der Einsatz für die Gemeinde war ihm ein sehr grosses Anliegen. Diese Aufgabe hat er mit viel Engagement und Herzblut ausgefüllt. Eine besondere Bedeutung hatte für Christian das Gebet. Immer wieder hat er unseren Blick auf das Wesentliche zurückgelenkt. Trotz gesundheitlicher Beschwerden hat er das Amt im Bezirksrat so lange wie es ging ausgeführt. Erst als es seine Krankheit wirklich nicht mehr zuliess, hat er diese Aufgabe schweren Herzens abgegeben. Im März 2017 mussten wir dann für immer von Christian Abschied nehmen. Es war mir eine grosse Ehre, mit Christian ein Stück Lebensweg zu gehen. Marcel Gehri, Bezirkspräsident Hochzeiten Michael Eugster und Debora Mast, 24. September 2016 Marc Hoffmann und Laurie Swindall, 8. Oktober 2016 Anna Ebi und Severin Pang, 8. April 2017 Yaël Liniger und Rafael Kapp, 15. April 2017 Tabea Pang und Jannik Pfister, 20. Mai 2017 Shumei und David Pfäffli, 15. Juli 2017 Marianne Vontobel und David Zacharias, 15. Juli 2017 Tanja von Wartburg und Alec Butterworth, 22. Juli 2017 Larissa Stevanon und Dominic Jenni, 29. Juli 2017 Tabea Wenner und Lukas Kohler, 4. August 2017

Gemeindegebet: Jeden Donnerstag (nicht während der Schulferien) von 18.30 bis 19.30 Uhr in der kleinen Kapelle.

Todesfälle Jan Blahak, 2. November 2016, 59 Jahre Christian Pfäffli-Schär, 1. März 2017, 56 Jahre

Gebetsdienst für den Bereich Kinder: Einmal im Monat am Dienstag von 19.00 bis 19.30 Uhr in der kleinen Kapelle.

Raphael Schütz, 4. Juni 2017, 27 Jahre

Gebet für den Gottesdienst: Sonntag um 09.10 Uhr im VaMuKi–Raum. Frühgebet: Mittwoch, um 06.00 Uhr in der kleinen Kapelle, anschliessend gemeinsames Frühstück. Gebet in Notlagen: Dafür steht ein Gebetsteam bereit, welches kurzfristig aufgeboten werden kann, um für die Situation zu beten. Bei Notlagen kann man sich an die Teamleitung Jürg und Beatrice Jenni wenden. Mobile 076 576 32 81 (notfalls rund um die Uhr) oder an einen Pfarrer EGW (Telefon gemäss Impressum). Gebet für Israel: Am 2. Montag im Monat, um 20.00 Uhr in der kleinen Kapelle. Alle genauen Daten sind jeweils im Fenster aufgelistet.

Geburten Lin Hauser, 31. März 2017 Juna Malia Bossard, 14. April 2017 Unsere Jubilare Verena Jungi, 30. Dezember 2016, 90 Jahre Edith Zwahlen, 19. Januar 2017, 80 Jahre Paul Blösch-Luterbacher, 16. März 2017, 91 Jahre Hedwig Meierhofer, 8. Mai 2017, 90 Jahre Walter Egli-Sigrist, 11. Mai 2017, 85 Jahre Gertrud Köchli, 29. Mai 2017, 98 Jahre; Heidi Schmid-Rubin, 10. Juli 2017, 85 Jahre Susan Wiesmann, 24. August 2017, 80 Jahre Walter Wehrli, 2. September 2017, 93 Jahre Hanni Stäheli-Reuteler, 8. Oktober 2017, 80 Jahre Peter Drosg-Wehrli, 28. Oktober 2017, 75 Jahre

Maria Bühlmann-Hermann, 5. Januar 2017, 85 Jahre Martha Kocher-Peter, 15. Februar 2017, 90 Jahre Esther Bühlmann-Nüssle, 14. April 2017, 85 Jahre Markus Jakob, 10. Mai 2017, 90 Jahre Lotti Brönnimann-Affolter, 22. Mai 2017, 85 Jahre Verena Hasen, 6. Juni 2017, 93 Jahre Elisabeth Meili, 8. August 2017, 94 Jahre Hedwig Moser-Schüepp, 28. August 2017, 94 Jahre Emanuel Reuteler-Trachsel, 8. Oktober 2017, 80 Jahre Lydia Marti-Senn, 16. Oktober 2017, 98 Jahre

das Portrait

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Oktober 2017

Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegrĂźndet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit. Kolosser 2, 6 + 7

Jahresvers 2018 EGW Biel

Evangelisches Gemeinschaftswerk Biel

Jurastrasse 43 - 2502 Biel - 032 341 35 11 - www.egw-biel.ch

Portrait7  
Portrait7  

Das siebte Portrait zum Thema "Lebensstil Gebet"

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