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Das Besteck ist poliert Porträt Michael Thomann Der Direktor des wiedereröffneten Hotels Schweizerhof in Bern, Michael Thomann, ist mit Leib und Seele bei der Sache. Zwei Maschinen leisten ihm dabei treue Dienste: eine Vintage-Schnittmaschine sowie eine Harley.

«Es ist unbeschreiblich, wie wir in Bern auf­ genommen wurden», schwärmt Michael Tho­ mann, frischgebackener Direktor des im Frühling eröffneten Schweizerhofs. Der Zür­ cher mit St. Galler Wurzeln fühlt sich schon gänzlich zuhause in der Hauptstadt. Dabei führte er bis vor knapp einem Jahr mit gros­ sem Erfolg das Davoser Waldhotel. Die Di­ rektorenstelle in Bern war jedoch eine Gele­ genheit, noch einmal etwas ganz Neues anzu­ packen, und so verliess er nach acht Jahren die Berge und kehrte in die Stadt zurück. Der Ho­ telier brachte einen reich gefüllten Rucksack an Erfahrung mit, nicht nur als Gastgeber, sondern auch in den Bereichen Einkauf und F&B, war er doch unter anderem als strategi­ scher Einkäufer für Mövenpick zuständig ge­ wesen, und sein Waldhaus konnte nicht nur mit dem besten Bündner Weinkeller, sondern auch mit 15 «Gault Millau»-Punkten aufwar­ ten. Nicht verwunderlich also, liegt dem Ge­ nussmenschen die traditionelle Jack’s Brasse­ rie, das öffentliche Herz des Schweizerhofs, besonders am Herzen. «Wir haben versucht, hier möglichst wenig zu verändern», erzählt

er. «Das Ganze soll noch etwas mehr Rich­ tung traditionelle Brasserie führen. Auch wol­ len wir die Qualität von Angebot und Service verbessern.» Neu ist im Jack’s auch das Be­ steck. «Wir suchten nach einem Modell, das ebenso in eine klassische Brasserie wie auch in eine zeitgemässe Lobby passt und das wir im ganzen Haus verwenden können.» Am Ende kam nur «Faro» von Sola in Frage. «Ich arbeite seit über 20 Jahren mit der Marke und bin absolut überzeugt von deren Qualität.» Ein weiteres Novum im Jack’s ist die frisch renovierte Berkel-Schnittmaschine aus dem Jahre 1943. Eine «Harley im Aufschnittbe­ reich» nennt Michael Thomann sie augen­ zwinkernd und spielt auf eine weitere Maschi­ ne an, die sein Leben derzeit prägt: Vor zwei Jahren hat er sich das Harley-Modell Fat Bob gekauft. Es verschafft dem Vollblutgastgeber, dessen Arbeitstage nicht selten 16 Stunden zählen, den nötigen Ausgleich: «Eine halbe Stunde Fahrt durchs schöne Emmental gibt mir die Energie, im Anschluss wieder 130 Mitarbeiter zu motivieren.» G a ze t t e 1 /2011 13

Gazette - Das Besteck ist polliert  

Gazette 11/01 Seite 14-15 Portrat Michael Thomann

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Gazette 11/01 Seite 14-15 Portrat Michael Thomann

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