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Ausgabe 3 | Winter 2019/20

JOURNAL WINTER Schimmel – was tun? Schneedruck – Gefahr am Dach Seiten

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Expertentipp: Haftung bei Lawinen Seite

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ALTERSVORSORGE Wie Sie am besten fürs Alter vorsorgen.

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HAFTPFLICHT Welche Alltagsgefahren sind gedeckt?

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KLIENTENANWALT Was deckt die Haftpflichtversicherung beim Sport?

Kundenzeitung der EFM Versicherungsmakler AG | Schutzgebühr € 1,20


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IN EIGENER SACHE

EDIT

INHALT

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enn es draußen nass und kalt ist, machen wir es uns gerne drinnen gemütlich. Doch neben unserem eigenen Wohlbefinden sollten wir uns auch um das Wohl unseres Hauses kümmern. Worauf Sie bei SCHNEE UND KÄLTE RUND UMS HAUS achten sollten und was Sie über die SCHIMMELGEFAHR im Haus wissen sollten, lesen Sie auf den Seiten 4 und 5. Wie Sie am besten für den Herbst des Lebens vorsorgen können, erfahren Sie in unserem Artikel zur PRIVATEN ALTERSVORSORGE auf Seite 3. Auf Seite 6 beschäftigen wir uns mit dem Thema HAFTPFLICHTVERSICHERUNG. Wir informieren Sie darüber, welche Alltagsgefahren versichert sind. Der KLIENTENANWALT auf Seite 7 erörtert die Frage, ob die private HAFTPFLICHTVERSICHERUNG auch zahlt, wenn Sie beim SPORT jemand anderen verletzen. Der EXPERTENTIPP auf Seite 8 beschäftigt sich mit dem Thema Haftung bei LAWINEN im alpinen Gelände.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten ein fröhliches Weihnachtsfest und entspannte Feiertage!

Peter Schernthaner

Josef Graf

Franz Meingast

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PRIVATE ALTERSVORSORGE WINTER Was tun bei Schimmel Schneedruck auf dem Dach

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HAFTPFLICHT Was ist versichert?

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KLIENTENANWALT Haftpflichtversicherung beim Sport

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EXPERTENTIPP Lawinengefahr

Vorstände der EFM Versicherungsmakler AG

IMPRESSUM Herausgeber & Medieninhaber: EFM Versicherungsmakler AG, Keplerstr. 105/4, 8020 Graz; Tel.: 0316/720003; E-Mail: office@efm.at; www.efm.at/impressum; GISA-Zahl: 18938548; Redaktion, Text, Grafik: Mag. Doris Koch; Titelbild: © Shutterstock, gorillaimages; Fotos: www.shutterstock.com; Druck: druckhaus scharmer GmbH. Erscheinungsart: vierteljährlich. Hinweis: Allen Artikeln, Empfehlungen, Charts und Tabellen liegen Informationen zugrunde, welche die Redaktion für vertrauenswürdig hält, eine Haftung für deren Richtigkeit kann die Redaktion jedoch nicht übernehmen. Jeglicher Haftungsanspruch muss daher grundsätzlich abgelehnt werden.

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VORSORGE

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PRIVATE ALTERSVORSORGE So können Sie mit der passenden Vorsorge beruhigt in die Zukunft schauen.

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as gesetzliche Pensionssystem in Österreich zählt zu den besten der Welt und auch in Zukunft werden wir staatliche Pensionsleistungen beziehen. Doch aufgrund der Umkehrung der Alterspyramide wird auf das staatliche Pensionskonto immer weniger eingezahlt und die Höhe der Pensionszahlungen daher immer geringer. In Bezug auf eine private Altersvorsorge stellt sich daher nicht mehr die Frage, ob diese notwendig ist, sondern vielmehr wie und wieviel man am besten vorsorgt. Das Thema Pension und Altersvorsorge bedarf einer guten Beratung durch einen ungebundenen Experten. Es gibt zahlreiche Optionen der privaten Pensionsvorsorge, je nach persönlichem Geschmack kann sehr unterschiedlich für das Alter vorgesorgt werden: • • • • • • •

Erlebensversicherung Ablebensversicherung Fondsversicherung Pensionsversicherung prämiengeförderte Zukunftsvorsorge Immobilien private Sparpläne

Früh vorsorgen zahlt sich aus. Welche Form der Vorsorge für einen persönlich die Richtige ist, ist von mehreren Faktoren abhängig. Einer dieser Faktoren ist das Eintrittsalter. Je früher man startet, desto länger hat man Zeit, Geld zu sparen. Bedeutet also, dass ein 20-jähriger Kunde einen wesentlich geringeren Betrag wegsparen kann als ein 30-jähriger, um zu Pensionsantritt die gleiche Summe ausgezahlt zu bekommen. Oder anders gesehen: Er kann mit der gleichen Höhe der Einzahlung am Ende mehr ersparen und so eine deutlich größere Summe ausgezahlt bekommen.

Besser spät als nie. Auch wenn man mit einem frühen Start der Pensionsvorsorge mit wesentlich geringeren monatlichen Beiträgen eine vernünftige Rente ansparen kann, ist auch ein

später Start möglich. Selbst mit 50+ können Spätentschlossene für die Pension vorsorgen, wichtig ist nur die Wahl des passenden Vorsorgemodells.

Lebensversicherung, oder Immobilien?

Fonds

Wichtig sind natürlich auch weitere Faktoren wie die Lebensumstände oder auch die gewählte Sparform für die Pension. So gibt es zum Beispiel verschiedene Arten von Lebensversicherungen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Für eine 20-jährige Studentin kann beispielsweise eine andere Art von Sparform sinnvoll sein, als für einen 35-jährigen Vater von drei Kindern. Während es der Studentin um das Ansparen für die Pension geht, möchte der Familienvater natürlich auch sein angespartes Geld für seine Familie absichern. Wer zusätzlich zu einer Pensionsversicherung oder Lebensversicherung die private Pension noch erhöhen möchte, ist auch mit der Zukunftsvorsorge (staatlich geförderte Prämienpension) gut beraten. Auch Fondsversicherungen bzw. Fondssparpläne können eine Option für eine zusätzliche Altersvorsorge sein. Eine

fondgebundene Lebensversicherung verbindet die Steuervorteile einer Lebensversicherung mit den Ertragsvorteilen einer fondsgebundenen Veranlagung.

Vorsicht Pensionslücke! Auch das aktuelle Einkommen und die damit verbundene Höhe der zu erwartenden Pensionslücke haben natürlich eine große Auswirkung auf die notwendige Ansparsumme. Unter Pensionslücke versteht man die zu erwartende Differenz zwischen dem letzten aktiven Gehalt und der staatlichen Pension. Je nachdem wie groß die Pensionslücke ist, bzw. welchen Lebensstandard man sich im Ruhestand beibehalten möchte, unterscheidet sich die zusätzlich benötigte Rente. Selbst wenn man sich bereits für eine bestimmte Art der Pensionsvorsorge entschieden hat, sind die Unterschiede zwischen einzelnen Versicherungsunternehmen oft deutlich. Gerade deshalb ist ein unabhängiger Versicherungsvergleich wichtig, um die Versicherungslösung zu finden, die wirklich zu Ihnen passt. Ihr EFM Versicherungsmakler berät Sie gerne!


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WINTER

SCHIMMEL Wie Sie Schimmel in Haus & Wohnung vorbeugen können und was bei Schimmelbefall zu tun ist.

S

chimmel ist besonders in der kalten Jahreszeit ein Problem. Bei feuchtkalten Außentemperaturen wachsen Schimmelpilze besonders gern: An der Wand, im Bad oder im Keller – Schimmelpilze lieben Feuchtigkeit und können nicht nur großen Schaden und damit verbundene hohe Kosten verursachen, sondern überdies auch gesundheitsschädlich sein. In der Gebäudeund Haushaltsversicherung sind Schimmelschäden meist nicht gedeckt. Über 130.000 Schimmel-Arten sind uns bekannt und alle lieben Feuchtigkeit, sind sehr temperaturtolerant, stellen geringe Ansprüche an den Sauerstoffgehalt in der Umgebung und benötigen kein Licht zum Wachsen. Wo sie wachsen und sich verbreiten können Sie großen Schaden anrichten. Oft mit Schimmel verwechselt, aber Pilze ganz anderer Art, sind holzzerstörende Pilze, wie der gefürchtete „Echte Hausschwamm“, welcher sich oft unbemerkt verbreitet und im schlimmsten Fall die ganze Haussubstanz zerstören kann.

Wie entsteht Schimmel im Haus? Wenn es draußen kalt ist und drinnen geheizt wird, herrschen ideale Bedingungen für Schimmelpilze. Häufig tritt Schimmel in schlecht gedämmten Gebäuden auf. Warme Luft trifft auf kalte Mauern, es entsteht Kondensat, etwa hinter einem Schrank der zu nahe an der Wand steht. Für Schimmel an der Wand, im Bad oder im Keller können neben baulichen Ursachen wie undichten Leitungen, fehlenden Abdichtungen oder schlechter Wärmedämmung auch falsches Lüftungs- und Heizverhalten verantwortlich sein. Ideale Nährböden für Pilzsporen sind dabei Tapetenkleister, Papier, Holz und andere organische Materialien. Beste Bedingungen für Schimmel gibt es, wenn

es neben baulichen Ursachen zusätzlich zu einem falschem Nutzungsverhalten oder einem Zuviel an Feuchtigkeitsquellen (nasse Wäsche, Aquarium, Badedampf, …) kommt.

Wie beugt man Schimmel vor? Vor Schimmelsporen an sich kann man sich nicht schützen, da diese überall in der Luft zu finden sind. Sehr wohl kann man aber das Austreiben der Sporen verhindern, indem man die dafür notwendigen Bedingungen vermeidet. Das bedeutet, ausreichend heizen, mehrmals täglich stoßlüften und Kälte- und Wärmebrücken vermeiden. Sind bauliche Mängel vorhanden, müssen diese beseitigt bzw. saniert werden, um ein Wachstum und eine Ausbreitung des Schimmelpilzes zu unterbinden.

Was tun bei Schimmelbefall? Das Wichtigste bei der Bekämpfung des Schimmels ist, der Ursache auf den Grund zu gehen und diese zu beseitigen. An den befallenen Flächen sollte der Schimmel mechanisch entfernt und die Mauerflächen großzügig mit fungiziden Produkten behandelt werden. Bei kleineren Schäden (kleiner als ein A4-Blatt) lässt sich Schimmel mit Mitteln aus dem Baumarkt oder Hausmitteln bekämpfen. Bei großflächigem Befall sollte ein Profi hinzugezogen werden. Vorsicht ist jedenfalls geboten, wenn Babys und Kleinkinder, alte oder kranke Menschen bzw. Allergiker im Haushalt leben. Für diese Personengruppen kann sich Schimmelbefall schnell zu einem gesundheitlichem Problem entwickeln.

Ein Fall für die Versicherung?

Leider nein, denn in den allermeisten Gebäude- und Haushaltsversicherungen sind Schimmel-, Pilz- und Schwammbefall nicht

gedeckt. Eine Ausnahme können Schimmelschäden als Folge eines versicherten Schadens (z.B. Leitungswasserschaden oder Nässefolgeschäden bei Sturmschaden) sein. Fragen Sie Ihren EFM Versicherungsmakler, er berät Sie gerne zu diesem Thema.

Tipps

gegen Schimmel •

Bei Schimmelbefall als Erstes die Ursache finden und beseitigen.

Möbel nicht direkt an die Außenmauer stellen.

Mehrmals täglich ausreichend mit geöffneten Fenstern (kippen reicht nicht aus) lüften (Querlüften, Stoßlüften).

Nach dem Baden, Duschen, Wäsche waschen, Kochen gezielt lüften.

Viele bzw. große Zimmerpflanzen geben viel Feuchtigkeit ab und machen ein mehrmaliges Lüften notwendig.

Türen zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen lassen.

Kann nicht ausreichend gelüftet werden, kann ein Luftentfeuchter hilfreich sein.


WINTER

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SCHNEEDRUCK Die Schneelast auf dem Dach kann schnell zum Problem werden. Wann ist der Versicherungsschutz in Gefahr?

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enn sich der lang ersehnte Schnee endlich einstellt, stapeln sich die Schneemassen häufig schneller, als einem lieb ist. So schön die verzauberte Winterlandschaft auch aussieht, so gefährlich kann der Schnee am Dach auch werden. Je feuchter der Schnee, desto größer ist die Belastung ­­­­– und dies kann im schlimmsten Fall sogar zu einem Totaleinsturz des Daches führen. Unter Schneedruck versteht man jenen Druck, mit dem eine natürlich angesammelte Schnee- und Eislast auf eine bestimmte Fläche einwirkt. Je nasser die Schneemassen, desto schwerer wird der Schnee und so kann eine 10 cm dicke Schneedecke im Extremfall bereits bis zu 100 kg pro Quadratmeter wiegen. So kommen bei einer durchschnittlichen Dachfläche eines Einfamilienhauses von 120 Quadratmetern schnell zwei Tonnen Schnee zusammen, was in etwa dem Gewicht von zwei Kleinwagen am Dach entspricht.

Sturmversicherung Grundsätzlich deckt die Sturmversicherung Schneedruckschäden, jedoch haben Sie als Kunde eine Sorgfaltspflicht. Dazu zählen in jedem Fall die regelmäßige Kontrolle der Schneelast auf dem Dach sowie das Befreien des Daches von Schneemassen um drohende Schäden abzuwenden. Wer der Versicherung glaubhaft machen kann, sich um eine Räumung bemüht zu haben, kann trotz Sorgfaltspflicht damit

rechnen, dass der Schaden bezahlt wird. In Gebieten mit regelmäßigem, starkem Schneefall ist es mitunter schwierig rechtzeitig einen Dachdecker oder Spengler zu finden, der diese Arbeiten übernimmt. Aber: Sie sollten sich nicht selbst in Gefahr begeben! Für den Versicherungsschutz ist es nicht nötig, selbst auf das Dach zu klettern. Ihre eigene Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen!

Ausgabe 3 | Winter 2019/20


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HAFTPFLICHT

HAFTPFLICHTVERSICHERUNG Welche Alltagsgefahren sind gedeckt?

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in Schaden oder Missgeschick ist schnell passiert und ebenso schnell stellt sich die Frage nach der Haftung. Laut österreichischem Recht ist der Verursacher grundsätzlich für den Schaden in voller Höhe verantwortlich. Gut also, wenn man eine private Haftpflichtversicherung hat, die für die Kosten aufkommt. Doch was genau deckt die private Haftpflichtversicherung? Mit einer Haftpflichtversicherung sind Schäden gedeckt, die im alltäglichen Leben passieren und die man versehentlich jemand anderem verursacht. Die Privathaftpflichtversicherung, welche in den meisten Fällen in der Haushaltsversicherung inkludiert ist, zahlt im Schadensfall bei berechtigten Schadenersatzforderungen eines Dritten, wehrt aber auch ungerechtfertigte Forderungen, welche von Dritten an Sie gestellt werden, ab. Auch in der Weihnachtszeit ist man vor Unfällen und Missgeschicken nicht gefeit. Wenn was passiert stellt sich dabei schnell die Frage: „Zahlt die Versicherung oder nicht?“ Die geliehene Kamera wird beschädigt – nicht schlimm, denn die Versicherung zahlt … oder? Sie haben sich die hochwertige Fotokamera Ihres Bekannten ausgeborgt und fahren damit auf Urlaub. Diese fällt Ihnen herunter und wird dabei irreparabel beschädigt. Geborgte und geliehene Sachen sind in der „normalen“ Privathaftpflicht ausgenommen. Sie müssen den Schaden aus der eigenen Tasche zahlen. Mit einer Exzedentenversicherung (siehe Infobox un-

ten) kümmert sich diese um die Schadensregulierung und ersetzt den von Ihrem Bekannten geforderten Schadensersatz. Herr Meyer befindet sich kurz vor der Heimreise aus seinem Skiurlaub. Beim Beladen der Skibox beschädigt er mit den Skiern den neben seinem Auto geparkten Pkw eines anderen Hotelgastes. Be- und Entladeschäden sind in herkömmlichen Privathaftpflichtversicherungen nicht gedeckt. Zum Glück hat Herr Meyer eine Exzedentenversicherung abgeschlossen, welche für den Schaden aufkommt. Herr Zahn besitzt ein Einfamilienhaus. Bei einem Unwetter werden Teile der dort installierten Photovoltaikanlage vom Dach geris-

sen und beschädigen mehrere auf der Straße geparkte Autos. Zahlt die Versicherung? Auch in diesem Fall ist der Schaden nur durch eine Erweiterung der privaten Haftpflichtversicherung gedeckt. UMFASSENDE BERATUNG. Wie für jede andere Versicherung ebenso, gilt auch für die Haftpflichtversicherung: Eine umfassende Beratung ist unerlässlich. Je nach Lebenssituation, persönlichen Bedürfnissen und finanzieller Situation kann die Haftpflichtversicherung individuell angepasst werden. Zusätzlich kann Ihr EFM Makler Ihnen spezielle Produkte anbieten, bei welchen Haftungslücken (beispielsweise Mietsachschäden oder Neuwertersatz), die bei vielen Standardprodukten nicht gedeckt sind, Großteils geschlossen werden.


KLIENTENANWALT

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KLIENTENANWALT Sport ist Mord…oder so ähnlich

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s lebe der Sport! Etwa ein Drittel der Österreicher gibt an, regelmäßig zumindest einmal die Woche Sport zu machen. Das macht uns zwar nicht zur Sportnation Nummer 1, ist aber doch Grund genug, sich mit der Frage zu beschäftigen, was passiert, wenn man beim Sport jemand anderen verletzt. Verletzungen beim Sport sind schnell passiert und ziehen oft weitreichende Folgen mit sich. Jeder, der sich sportlich betätigt, setzt sich einem gewissen Risiko aus, sich oder andere zu verletzen.

cherung abstürzte. Der erfahrene Kletterer hatte vergessen im Wege des „Partnerchecks“ die Sicherung des Freundes zu überprüfen. Deutlich zeigt sich aus den ausgewählten Beispielen, dass immer anhand des Einzelfalles geprüft wird, ob der Schädiger für den Schaden einzustehen hat oder nicht. Die Art des Sports, die Regeln der Sportart, die Fähigkeiten des Schädigers und seine Erfahrungen müssen schlussendlich berücksichtigt werden. Wer sich an die Regeln hält, wird sich meist keine Sorgen machen müssen, wegen Verletzungen zivilrechtlich belangt zu werden, eine Garantie gibt es aber natürlich nicht.

Der Oberste Gerichtshof hat bereits in den 80er Jahren klargestellt, dass ein gewisses, mehr oder minder großes Verletzungsrisiko im Wesen des Sports liegt und nur derjenige für Verletzungen haftet, der durch seine Handlungen das ohnehin gegebene Verletzungsrisiko noch erhöht. Wer sich sportlich Ist man mit Schadenersatzbetätigt muss forderungen eines Mitspielers sich also mit dem „normalen“ Verkonfrontiert, ist es gut, über letzungsrisiko des einen entsprechenden VersicheSports abfinden.

Ist man jedoch mit Schadenersatzforderungen eines Mitspielers konfrontiert, ist es gut, über einen entsprechenden Verrungsschutz zu verfügen. sicherungsschutz Beim Fußballzu verfügen. In der spieler etwa, der Haushaltsversichebeim Kampf um den Ball mit einem Gegenrung ist üblicherweise auch eine Privathaftspieler zusammenstößt und sich dabei verpflichtversicherung inkludiert. Diese wehrt letzt, hat sich das gewöhnliche, dem Wesen Schadenersatzforderungen gegen den des Fußballs entsprechende Risiko verwirkVersicherten ab oder begleicht diese Fordelicht. Sein Kontrahent wird für Verletzungen rungen, wenn sie berechtigt sind. Dies umnicht haften, sofern er sich an die Regeln gehalten hat.

Im Falle eines Amateurvolleyballspielers, der aus Frust nach einem Ball schlug, den er nach den Regeln nicht hätte spielen dürfen, und der dabei einen Mitspieler schwer am Auge verletzte, hielt der OGH eine Haftung für möglich, da sich der Spieler regelwidrig und unbeherrscht verhielt. Etwas überraschend wurde vom OGH die Haftung eines Kletterers bejaht, der unter Verweis auf die eigene Fachkenntnis erreichen konnte, dass ein Freund mit in die Kletterhalle zum Klettern kommen durfte, welcher dann aufgrund falscher Eigensi-

fasst, mit gewissen Einschränkungen, auch Schadenersatzforderungen, die aufgrund einer körperlichen Schädigung im Zuge der Sportausübung gestellt werden. Die Entscheidung, ob er „zahlt“ oder es auf einen Streit ankommen lässt, trifft nämlich der Versicherer und dabei lässt er sich weder vom Versicherten, noch vom Versicherungsmakler beeinflussen. Manchmal wird dies als Gängelei wahrgenommen, tatsächlich handelt der Versicherer nur im Rahmen seiner vertraglich vereinbarten Pflichten, da nicht jede gestellte Forderung auch berechtigt sein muss. Zu beachten ist, dass die „normale“ Privathaftpflichtversicherung nicht alle Sportarten abdeckt und die Deckung typischerweise auch keine Wettkämpfe umfasst. Es ist daher unumgänglich abzuklären, ob der ausgeübte Sport auch vom Versicherungsschutz umfasst ist oder nicht. Eigene Sporthaftpflichtversicherungen können Lücken im Versicherungsschutz schließen und ermöglichen es in der Regel die meisten Sportarten abzudecken.


Frohe Weihnachten! Zum Ende des Jahres, zur sinnlichen Zeit, vergesst eure Sorgen, den Kummer, das Leid! Frohe Weihnachten und ein glückliches Jahr 2020 wünscht Ihnen Ihr EFM Team!

EXPERTENTIPP Haftung bei Lawinen im alpinen Gelände.

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kifahren abseits der Piste ist in Österreich immer mehr im Kommen. Doch neben dem Spaß und dem Nervenkitzel vergessen viele dabei die Gefahren die vor allem im nicht gesicherten Gelände lauern. Das Auslösen von Lawinen bringt nicht nur Skifahrer und unbeteiligte Dritte in Gefahr, immer wieder muss die Bergrettung ausrücken um Freerider oder Skitourengeher aus brenzligen Situationen zu retten. Doch wer haftet bei Lawinen und Unfällen im alpinen Gelände? Eine Lawine bringt nicht nur einen selbst in große Gefahr, sondern gefährdet auch ganz schnell das Leben sowie Hab und Gut, von anderen. Wer in Österreich eine Lawine auslöst, macht sich zwar nicht strafbar, kann aber für entstandene Schäden zur Verantwortung gezogen werden. Werden andere Menschen verletzt, ein Gebäude oder ein Wald in Mitleidenschaft gezogen, kann vom Verursacher Schadenersatz gefordert werden. Einen Schutz gegen Schadenersatzforderungen bietet, so merkwürdig es auch klingt, die Haushaltsversicherung. Die darin enthaltene  Haftpflichtversicherung  deckt

Schäden in der Höhe von etwa 700.000 bis 1 Million Euro. Bei EFM Standardprodukten beträgt die Versicherungssumme zwischen 1,5 und 5 Millionen Euro. Auch wenn durch die private Haftpflichtversicherung eine Haftung für Schäden durch das Auslösen einer Lawine besteht, so kann die Versicherung im Fall der Fälle eine Leistung trotzdem ablehnen. Im Unglücksfall muss zwischen grober Fahrlässigkeit und der bewussten Inkaufnahme eines Unglücks unterschieden werden. Das Verhalten der Verursachers ist in jedem Fall ausschlaggebend: Wird ein Schneebrett fast absichtlich ausgelöst (z.B. wenn das Befahren des Hanges ausdrücklich verboten ist oder eine hohe Lawinenwarnstufe herrscht) wird in diesen Fällen die Haftpflichtversicherung eine Deckung der entstandenen Schäden wohl ablehnen. Weiters darf man die Höhe des möglichen Schadens nicht vergessen. Die Schadenersatzansprüche können zum Beispiel immens sein, wenn Dritte durch das Auslö-

EFM Versicherungsmakler AG • Keplerstraße 105, 8020 Graz Österreichische Post AG • Info Mail Entgelt bezahlt Retouren an: Postfach 555 1008 Wien GISA-Zahl: 18938548

sen einer Lawine Dauerverletzungen erleiden oder wenn ein Verletzter oder tödlich Verunglückter eine Familie zu versorgen hätte. Neben dem Schadenersatz sind vom Verursacher in der Regel auch die Kosten für den Einsatz der Bergrettung zu bezahlen. Es stellt sich die Frage, ob in einem solchen Fall eine Deckung all dieser Kosten durch die Haftpflichtversicherung besteht und diese für die entstandenen Schäden haften muss. Eine zusätzliche Sicherheit bietet die so genannte Exzedentenversicherung (siehe S.6), welche für Schäden, die die herkömmliche Haftpflichtversicherung übersteigen, einspringt.

MIT ÜBER 50 STANDORTEN DIE NR. 1 IN ÖSTERREICH

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