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ffiT:INF'O Mitteilungsblatt des Bürgerverein Nürnberger Westen e.V. lm Dezember 1999 J

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ahresrückblick

Jahresrtickblick lm nachsten:Jähr feiern wir 950 Jahre Nürnberg,,im Vergleich

Auch unser nicht mehr so ruhmreicher 1. FC NUrnOörg"wird

Vibrationszüge

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im

nächsten Jahr 100 Jahre alt. ',',.,

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Informationsblatt beschrieben werden.

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'Rauhäckerstraße

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stadt

Nürnberg und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit Augenrnaß;::Vernunft und immer mit dem besseren Argument angetreten sind. Zeitweise war unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt und wir glaubten uns oft auf der Verliererstraße. Aber am schluß waren wir bisher immer auf der Siegerseite. sottte uns ar,

Seite 3 Seite 3

Flirchennutzungsplan Seite

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Wi, n"o"n deshalb viel eneicht weit wir auch im Interesse ier

Seite 2 Seite 2

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SprergClrundgang

sagen, daß wir-in diesen'wünigen Jahren viel erreicht haben. Der erste;große Brocken", die Verhinäerung oes Schlachthofes ist zwar immer noch nicht ganz gestorben, aber mit einem Bau ist nicht mehr zu rechnen. Weiterhin ist die Verlegung der Trasse der U 3, durch unsere Aktivitäten möglich gewordän. Eine ganze Reihe weiterer Erfolge und lnitiativen wird in diesem

Di"r".

.

Fährradausflug

l.lnd unser Bürgerverein feiert seinen 5. Geburtstag.

Seite I

,,::,t::r':..,1.:: "

der Städte Deutschlands mit ähnlich großer Geschichte, eine junge Stadt.

die 7ukunft dienen "0,' Übermut und überzogenen Forderungen schützen. oft sind lnteressen einzelner Bürger auch reil eines Gesamtinteresse. Aber nicht immer ist dies der Fall und eine schnelle Lösung eneichbar.

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Irr'/?E[.f.ffM Redaktion Gestaltung /Layout Klaus Leithner Klaus v. Lennep

Kontaktadresse

L"r""n Sie uns alte weiterhin Vernunft auflrringen und

diese beschriebene Geduld und zum Wohle unseres Stadtgebietes

weiterarbeiten.

Bürgerverein Nürnberger Westen e.V. Postfach 820206 90253 Nürnberg

eMail:

wir wünschen lhnen und lhrer Familie ein schönes weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2000.

Klaus. von. lennep@t-online. de

Bankverbind*g Stadtsparkasse Nürnberg

Peter Büttner

BLZ:76050101 Kto.Nr.: 612833


Wusr-uqr"o

Es fand nach ausführlicher Behandlung des

ine eigenartige Überschrifi werden Sie

sagen. Nun viele Anwohner

Themas in der Presse nicht nur ein Gespräch von verantwortlichen Herren der Bahn AG mit

der

Hezogenauracher Straße konnten sich die Umstände lange Zeit auch nicht erklären, warum bei ihnen im Schrank, in regelmäßigen Abständen die Gläser klinen. Sie hatten nur

betroffenen Bürgern und Vertretern des Bürgervereins statt, es wurde uns auch eröffnet, daß da nichts war, aber man vorsorglich die Radsätze der Wagen austauscht und eine Bauartänderung der

den Verdacht, daß diese Vibrationen durch die nahe Eisenbahnstrecke ausgelöst wird. Nach gemeinsamer Überprufung der Zeiten, wann

Wagen beim Eisenbahnbundesamt beantragt habe. Es ist doch immer wieder schön zu sehen, was ein Untemehmen alles veranlaßt, obwohl da gar nichts war. Hier ist eine abschließende Beurteilung erst

diese Phänomene auftraten, konnten wir im letäen Jahr beweisen, daß die neuen Doppelstockzüge der DB AG die Ursache

waren. Die Deutsche Bahn AG bestritt diese Tatsache lange, bis wir uns zusammen mit den BÜrgem das Eisenbahnbundesamt und das Bundesverkehrsministerium wandten. Dann bekam die Entwicklung plÖtzlich eine ganz eigenartige Dynamik.

ein weiteres Jahr ohne Beeinträchtigung für die Anwohner abgelaufen ist. Wir werden die Situation weiter beobachten und wenn nötig wieder aktiv werden

möglich, wenn

an

nleru

pB

der Leyher

iele Mitbürger werden es

haben, an der

die langjährige Hängepartie um die Sanierung der Leyher Straße. 1997 konnten wir davon ausgehen, daß diese Maßnahme in Küze stattfinden würde. Aber nach dem Aus für den Metzgerschlachthof im Großmarkt verschob sich der Termin Jahr für Jahr und nun ist frühestens im Jahr 2OO2 mit einer Sanierung zu recnnen. Wir meinen, dies ist ein viel zu langer Zeitraum für die auf der Südseite total kaputte Straße. \Mr werden im Jahr 2000 eine weitere Initiative starten und vor allem die lange angekündigte Bürgerinformation seitens der Venvaltung fordem und im Rahmen einer Veranstaltung des Bürgervereins die Wünsche der Anwohner vortragen. Wir werden Sie liebe Mitglieder zu

gemerkt Bushaltestelle

Scheinfelder Straße in der LeYher Straße hat sich etwas getan. Zuerst ein Schildbürgerstreich unserer Verwaltung, als man den Zebrastreifen einfach ausradierte und meinte, das Problem unfallträchtiger Übergang damit zu lösen. Dann der Verbau nach Baustellenart als Reaktion auf den Einspruch unseres Bürgervereins. Und dann war plötzlich, wenn auch provisorisch, eine Fußgängerampel vorhanden. waren sehr glücklich, daß diese Maßnahme so schnell ging und auch dankbar, daß vor allem Kinder und ältere Menschen jetzt gefahrlos die Leyher Straße überqueren können. Was uns allerdings mit Sorge erfüllt,

\Mr

ist

Straß"

gegebener Zeit informieren. PB

\

-2-


WEST-INFo

Mit dem Fahrrad untelwegs n einem herrlichen sonnigen Samstag trafen sich die Mitglieder unseres Vereins mit ,,Kind und

A Kegel" zur erstmals durchgeführten Fahradtour. Ausgangspunkt war die Bushaltestelle I ^ Vuricherstr. Mit viel Schwung ging es los in Richtung Hainberg. Dort mußte zunächst ,,Erste w'erden. Mit viel Sachverstand wurde ein Hilfe" an einem Fahrrad geleistet , Fahrt kreuz und quer weiter durch äl; ,,Platten" repariert. D-;;;; si"; O ,

die Bedeut'ung des Hainbergs für

den Hainberg. Peter Büttner erläuterte die Bürger als Nacherholung und als ging es durch Stein, entlang der Pause am Kinderspielplatz weiter

Naturschutzgebiet. Weiter

Rednitz.

durch

den

wurde erst frischen gab es viel

Wiesengrund zur Gerasmühle. Dort einmal Rast gemacht. Bei einem Radler und einem guten Essen

Lustiges

kuze

zu ezählen. Die

Rückfahrt

großen und ging über Mühlhof, zur Freude der r{r rrnl.r kleinen Kinder, iln der Eisdiele vorbei in die Reichelsdorf, entlang dem Kanal zurück Regelsbacher Straße. Ausklang war das dortige Kleingartenfest. Bei einem guten kühlen Bier hat man beschlossen diese Radtour im nächsten Jahr wieder mitzumachen. HS

FlächennuEungsplan (FNP) ie alle wissen, daß der bisher gültige FNP neu überarbeitet wird. Die Stadt bat um Mithilfe. Und wenn man dabei schon mitreden darf, dann tun wir das auch und avar gründlich. Es wurden drei Arbeitsgruppen gebildet. Die einzelnen Vereinsgebiete wurde genau unter die Lupe genommen und wir haben festgelegt, wo Grün sein muß und wo man vielleicht, im äußersten Notfall bauen darf uns was dort entstehen soll. Es war zeitweilig eine sehr lebhafte Diskussion um die Gebiete, wie man sich vorstellen kann die verschiedenen lnteressen aufeinandertreffen. Wir haben uns demokratisch und wie wir glauben bürgerfreundlich geeinigt und den erarbeiteten Plan dann bei einer öffentlichen Veranstaltung vorgelegt. Zwischenzeitlich haben wir festgestellt, daß einige Anregungen bereits in der Vorlage der Stadtverwaltung vom 19.10.99 seinen Niederschlag fand. Wir hoffen, daß wir zum nächsten Runden Tisch Gespräch eingeladen werden, um zu verfolgen, ob unsere Wünsche auch weiterhin berucksichtigt werden. Uber den Fortgang werden wir wieder berichten.

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Y{usr-uqro

MtrTzqgnscul*.curllor,

n tgYtt

nsere Erkundigungen bei der Stadt am 1.12.99 haben folgendes ergeben:

Die erste Instanz des Prozesses der Metzger gegen die Stadt Nürnberg, wurde zu Gunsten der Stadt Nürnberg entschieden. Die Klage liegt jetzt beim BVG. Eine Entscheidung wird erst im Jahr 2000 fallen. Neue Argumente sind nicht in Sicht. Die Baugenehmigung gilt noch, aber aus wirtschafilichen Grunden ist ein

da

auch die Großschlächter andenveitig Neubau unwahrscheinlich, untergekommen sind. Den Bürger fehlt es weder am roten Pressack noch ist ohne den Schlachthof ein anderer Versorgungsengpaß aufgetreten. sind iveitei dei' lvleinung daß Cas Grundstüci< vcn .der Stadt für' die Metzger schlecht gewählt wa[ wegen der Wohnbebauung in unmittelbarer

!''v'ii'

Nähe.

Das Sohwein freut

sichl

Wenn der Nürnberger Metzgerschlachthof gebaut worden wäre, hätten wir ihn nach seinen Vätern nennen müssen : der die Metzger unterstützte, Nach Herrn Dr. nach Herm Dr. Schönlein, der den Metzgern das Grundstück zuweisen ließ, und die den wirtschaftlichen Vorteil genossen hätte. nach

Beckstein

&enord, Abgekürzt: BSE der

Schlachthof! GK

Was wird aus dem ehemaligen Us-Hospital?

#

m Jahr 1999 konnten wir mit Erleichterung zur Kenntnis nehmen, daß das

ehemalige US-Hospital für

Wohnbebauung vorgesehen ist. Die lange befürchtete Drohung, daß Gewerbe dort angesiedelt werden soll, war damit vom Tisch.

Die Planung sieht den Bau von Reihenhäusern

Hl

und Geschoßwohnungsbau vor.

Bebar.rung sind weiterhin breite Gninzonen vorgesehen. Die gesamte Planung sieht eine harmonische Einbindung des Wohngebietes an die GAGFA-Siedlung und an die Häuser entlang der Paracelsusstraße

An den Rändern der vor.

Auch ist eine gute Anbindung an den Westpark geplant. Im Gebiet soll außerdem ein kleines Einkaußzentrum und ein Kindergarten entstehen. Es sollen von der Stadt NtiLrnberg geörderte Häuser für junge Familien entstehen" um die weitere Abwanderung dieser Bevölkerungsguppe zu stoppen. Die Planer der Baumaßnahme informierten über die vorläufigen Entwrirfe in einer Veranstaltung des CSU-Ortsverbandes. Wenn die Baumaßnahme konkret in Angritr genommen wird und der vollständige Abriß des ehemaligen US-Hospitals ansteht werden wir mit Bauherren und Verwaltung sprechen, um die Belästigung für die angrenzenden Siedlungen so gering wie möglich zu halten. PB

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Wusr-wno erkehrsbelastunq in der Rauhäckers Die Stadt stellte für die Dagobert, Wenzelstraße und Rauhäckerstraße zehn neue Verkehrsführungskonzepte vor, auf die sich keine Mehrheit der Einwohner festlegen konnte. So blieb alles bei den bisherigen Verhältnissen. Die Durchfahrt der Lkws sollte aber auf eine 3,5 t Beschränkung reduziert

Am Dienstag dem 06.10 98 und 17.11.98 fand in dem Gemeindesaal der Erlöserkirche, Karl-Matell-Staße in

ein vom Bürgerverein organisierter Informationsabend zu diesem Problem statt. Am ersten Abend informierte Herr Kern von der Stadt Nürnberg Verkehrsplanungsamt die betroffenen Bürger über die tatsächliche Belastung des in der Rauhäckerstaße, Wenzelstaße und Dagobertstraße Nti'rnberg,

fließenden Verkehrs. Die

werden.

Dies wurde von der Stadt Nürnberg im nachhinein abgelehnt. Auch eine Begninung durch versetzte

angegebenen

Vekehrsfrequenz entspricht, nach Angaben von Herrn

Baumscheiben wurde abschlägig entschieden.

Ker4 nicht dem einer

Auch der Vorschlag an die Stadtteilversammlung einen Radweg einzurichterq wurde nicht weiter verfolgt. Bis heute liegen dem Bürgerverein keine

Straße dieser untergeordneten

Bedeutung. Dies stellen auch die Anwohner vor Ort täglich fest. An den Abendveranstaltungen wurde darüber hinaus auch die Umnutzung der Sportplatzanlagen in de,r Dagobertstr. auch in bezug auf die Zufahrt der neue

weiteren Vorschläge vor.

Kurz gesagt kann man zusammenfassen, daß es mit der Bürgernähe nicht allzuweit her ist in dieser, unserer Stadt. Auch der vielmals erklärte Wille die Bürger durch ein attraktivere Verkehrsplanung mit

geplanten NORMA und des Bodenbelägemarktes diskutiet. Die Verkehrszufahrt über die Dagobertstr. wurde hinsichtlich des extremen Kundenverkehrs abschlägig beurteilt. Die Stadt Nürnberg hat diesem Vorhaben in Hinsicht auf die Vorgehensweise des Bürgervereines Nürnberger Westen auf folgende

Straßenbegninung,

Fahrradwesen

und

in

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen der Stadt zu halten, konnte durch die Zusammenarbeit mit der Stadwerwaltung nicht festsgetellt werden.

Lösung geeinigt. Die Zufahn soll über die Sigmundstraße und nicht über die Dagobertstraße erfolgen.

BK

Bahnhof Gustav-Adolf-Straße der U - Bahnlinie 3 wird Wirktichkeit. Hier ist uns ein großer Erfolg gelunge4 der ohne das Zusammenwirken des Bürgervereines mit dem Stadtrat nicht möglich gewesen wäre. Als wir die Verlegung des Bahnhofes von der Rothenburger Straße in die Wallensteinstraße verlangten" glaubten die meisten von uns nicht an einen Erfolg dieser Initiative. Da die ersten Probebohrungen in der Rothenburger Straße schon erfolgt warerL schien es uns unwahrscheinlictr" daß sich das Bauamt noch umstimmen lassen würde.

Hier muß man die Arbeit unseres Mitgliedes und CSU Stadtrates Volker Meyer und auf der Seite der SPD, das gute Wirken in unserem Sinne, von Stadtrat Lorenz Gradl hervorheben. Sie konnten in Ihrer jeweiligen Frakfion erreicheq daß die Mehrheit des Verkehrsausschusses für eine Anderung der Trasse stimmte. Für uns war es ein Sieg der Vernunft und der besseren Lösung. Denn, hier ist genügend Raum für die Zugänge der Fußgänger mit Unterfi.ihrungen an der Dunantstraße und an der Sparkassenzweigstelle. Der Bahnhof ist auch

Endbahnhof fi:r den ersten Bauabschniit. Es ist auf dem GelänCe der ehemaligen EnChaltestelle der Straßenbehnlinie 2vielPLxz um die Buslinien 69,70,71, und 39 wenden zu lassen. Auch müssen wir uns darum laimmerq daß genügend Parkraum geschaffen wird, da der Parkplatz am alten Schlachthof wegfiillt. Hier hoffen wir auf eine Lösung im Kasernengelände. Es ist noch nicht alles gelöst, aber wir sind hier auf einem guten Weg. Der Weiterbau der U - Bahn in Richtung Züricher Straße, war im Olrober Thema eines Informationsabends unseres Bürgervereins. Da der Tunnel unter den Häusern zwischen Wallensteinstraße und Elsa-Brändström-Straße verlaufen wird, ist eine spezielle Bauweise erforderlictq um in den Häusern Ltirm- und Vibrationsbelastungen zu verhindern. Diese sogenannte Masse - Fededagerung des Gleisbettes wurde uns an diesem Abend von Vertretern des U Bahnamtes a.€esagt. Wir werden uns in Kürze mit Anwohnern in Ziegelstein unterhalten, unter deren Häusern die neue IJ 2 um Flughafen verläuft und die mit dieser Technik ausgestattet ist. Die Planungs- und Baumaßnahmen der U - 3 werden wir selbstverständlich kritisch begleiten.

-

PB

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Wgsr-wFo

Wissenswertes über die ehemaligen Dörfer unseres BV-Gebietes Zusammengetragen von K.v. Lennep

Höfen

Großreuth b. Schweinau Das ehem. Dorf entstand aus einer Rodung vom

Das

Gemeinde zusammengeschlosseq die 1899 zum

Nürnberger Stadtgebiet kam.

zusammengeschlossen. 1899 der Stadt Nurnberg eingemeindet.

Leyh

Ehemaliger Weiler

kam

1808/18 mit Muggenhof zr.rr Gemeinde Höfen und 1899 zur Stadt Nürnberg.

Klcinreuth b. Schrpeinau Das ehem. Dorf entstand ebenfalls aus einer Rodung vom Königshof Furth*. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das bambergische Dompropsteiamt Fürth aus. Auch kirchlich gehörte Kleinreuth ehedem zur Pfarrei St.

Michael. 1899 der Stadt

Dorfwurde 1808/18 mit den Weilern anderen zr einer

Leyb Muggenhof und

Königshof Füfth*. Nach der Eingliederung von Franken ins Königreich Bayern, 1808/18 mit Gebersdorf und Kleinreuth zu einer Gemeinde

Gaismannshof Fnihere Bauernhöfe. 1808/18 kam der Weiler zur Gemeinde Höfen und wurde'1899 in das Nürnberger Stadtgebiet einverleibt.

Nürnbers

eingemeindet.

Quelle: Bayerische Kunstdenkmale, "Die Stadt Nürnberg"

*Und was ist/war ein Königshof?

f lnter einem Königshof stellt man sich heute einen großen Palast mit weiten Parkanlagen

vor. Die Konigshofe im Mittelalter, also auch der Königshof Fürttg waren efwas ganz anderes, eigentlich nur große Bauernhöfe, die dem König direlrt unterstellt waren, die im gehörten. Und dem König gehörten nach altem germanischen Recht aller Grund und Boden. Allerdings verlieh er viele Ländereien an seine Großen weiter und entlohnte sie damit für ihre Kriegsdienste. Einen Teil des Landes behielt er aber aus Machtgninden für sich. Der König war zur Ausübung seiner Regierungsgeschäfte dauernd unterwegs. Es gab damals noch keine Hauptstadt, wie später Wien, von wo aus er sein Land regierte. Er hatte ständig einen ganzen Stab von berittenen weltlichen und geistlichen Herrn um sich. Ein fester Platz, eine feste Hauptstadt, wtire daher in kurzer Zeit wie von einem Heuschreckenschwarm leergefressen gewesen. Der Nachschub von Nahrungsmittel für das Gefolge und von Futter für die Reit- und Zugtiere - Marstall geheißen - waren in einer Zeit, in der es noch keine ausgebauten Straßen gab, ein unlösbares Problem. So mußte also der König mit seinem Anhang zu den Futtergdppen reisen, unci das waren seine Königsiröfe. In cier i.Iähe des Feisenbergs Nürnberg gab es im 11. Jh. zwei Königsiröfe, einen an der Stelle des späteren Schottenklosters bei der Egidienkirche, den anderen an der Stelle der heutigen Jakobskirche und des Polizeipräsidiums. In der langen Abwesenheit des Herrschers mußte natürlich ein Verwalter oder Meier dafür sorgeq daß Scheunen und Stiille für den oft unerwarteten Besuch des Königs gut genistet waren. Sicherlich hatten die Königshöfe, die mitten in gerodetem, ungeschütztem Gelände lagen, auch schon Verteidigungsanlagen wie Zäune und Gräben. Wohnhaus, Scheune und Stall waren vielleicht, wie heute noch in den fränkischen DörferrE im Viereck angeordnet, so daß sie Schutz gegen feindliche Überfiille boten. Der Verwalter hatte in Abwesenheit und Vertretung des Königs die milittirische, richterliche und wirtschaftliche Befehlsgewalt über das Anwesen und alle Leute, die darauf arbeiteten. Und das war nichts Geringes. Wir wissen schon aus der erwähnten Schenkungsurkunde des Dorfes Fürth aus dem Jahre 1007 genau, was mit Befehlsgewalt alles gemeint sein konnte. Zum Eilentum des Königs gehörten nach dem Wortlaut der Urkunde: andere umliegende Höfe, sogar Dörfer, Kirchen, Grundstücke, bebautes und unbebautes Land, Wege, wegloses Land, Ausgänge, Eingänge, Wälder, Forste, Jagdgründe, Fischwasser, andere Wasser, Mühleq bewegliche und unbewegliche Habe, alte Rechte und auch Knechte und Mägde.

L,/

Quelle : Nrirnb erg, Geschichte und Geschichten

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Westinfo_1999